- vor 2 Tagen
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00:00Ich zahle dir, weil ich dich liebe. Trotz allem.
00:02Oh Gott, du bist ja wahnsinnig geworden.
00:04Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.
00:06Aber du hast mich zurückgewiesen.
00:08Du hast mich um meine Liebe betrogen.
00:09Dafür hast du Helena umbringen lassen.
00:11Das war deine Rache.
00:13Als ich im Rollstuhl saß, da dachte ich,
00:15es sei deine Liebe, die mich wieder gehen ließ.
00:18Weil ich dir vertraut habe.
00:19Richard, sag mir, dass ich dir immer noch vertraue.
00:24Du kannst darauf vertrauen,
00:25dass du eines Tages büßen wirst.
00:27Für alles.
00:28So.
00:31Morgen will ich dich nicht mehr in diesem Hause sehen.
01:14Hey, what you looking for?
01:19No one has the answer.
01:22They just want more.
01:27Hey, who's gonna make it back?
01:34This could be the first day of my life.
01:44Wie lange habe ich auf diesen Tag gewartet?
01:47Es ist vorbei.
01:50Sophie, wir könnten es nicht ändern.
01:53Annabelle kennt unseren Plan.
01:55Sie wird sich nicht mehr verraten.
02:03Papa.
02:07Wie fühlst du dich?
02:09Was hat der Arzt gesagt?
02:11Wie gesagt, nur ein schwächer Anfall.
02:14Ich hätte gehofft, dass sie verschwunden ist, bevor du zurückkommst.
02:17Dann hätte ich doch diesen Augenblick verpasst.
02:19Nie im Leben.
02:21Annabelle ist weg.
02:22Und wir haben endlich wieder ein Zuhause.
02:38Ich sollte mal wieder ausmisten.
02:41Sag der Mann, der dich wegwerfen kann.
02:44Du wirst mir gleich dankbar sein.
02:47Erkennst du das wieder?
02:49Mein Glücksbringer?
02:50Mhm.
02:51Den habe ich kurz, nachdem wir uns kennengelernt haben, gezeichnet.
02:53Ich wusste, dass ich etwas ganz Besonderes gefunden habe.
02:59Wir hätten Nora den Glücksbringer in die Tasche stecken sollen.
03:02Vor dem Frühstück mit Marianne.
03:04Ich finde, sie hat sich auch ohne Glücksbringer sehr gut gehalten.
03:07Sie hat das erste Mal so ehrlich über den Unfall gesprochen.
03:12Wie sie ihre Verzweiflung und Angst beschrieben hat, als mein Vater regungslos da lag.
03:17Ich habe ihr geglaubt.
03:20Dein Vater könnte noch leben, wenn sie rechtzeitig Hilfe geholt hätte.
03:24Es ist Zeit, ihr zu verzeihen.
03:26Sie ist die Mutter meines Kindes.
03:29Trotzdem kann ich Marianne verstehen, dass es ihr schwer fällt, auf Nora zuzugehen.
03:35Ich bin mir sicher, sie wird es irgendwann genauso sehen.
03:37Wir müssen nach vorne blicken.
03:38Alles andere macht mein Vater auch nicht lebendig.
03:40Und wir werden bald heiraten.
03:41Das ist im Moment das Allerwichtigste.
03:44Jetzt, wo du der erste Mal im Ring interessen hast, steht unserer Heirat nichts mehr im Wege.
03:47Ich möchte keine Sekunde versäumen, die ich mit dir verbringen kann.
03:50Deswegen lasse ich dich am besten nie wieder los.
03:53Aber spätestens, wenn ich das Brautkleid aussuche, werde ich dich abnabeln.
03:56Nach allem, was wir zusammen erlebt haben, bringt es bestimmt kein Unglück, wenn ich es vor der Trauung sehe.
04:02Also, wenn du das Brautkleid unbedingt sehen willst,
04:05dann musst du dir schon andere Argumente einfallen lassen.
04:08Okay.
04:28Es ist noch genauso spät wie vor zwei Sekunden, als du das letzte Mal auf die Uhr geguckt hast.
04:32Und ich dachte, ich bin lässig.
04:34Geht so.
04:37Theo ist bestimmt gerade in seiner neuen Wohngruppe angekommen,
04:39macht sich mit den anderen Jungs bekannt.
04:41Theo ist allein unter lauter fremden Menschen am anderen Ende der Welt.
04:45Naja, Norddeutschland ist jetzt nicht das andere Ende der Welt.
04:47Und er wird bestimmt nicht lange da bleiben.
04:50Du wirst sehen.
04:51In den kommenden Tagen spricht das Jugendamt uns in die Pflegschaft zu.
04:54Und dann haben wir Theo für immer bei uns.
04:56Dann sind wir eine richtige Familie.
04:57Ja, und was ist, wenn der Grabowski sich das doch noch anders überlegt?
05:01Warum sollte er? Er hat doch gesehen, dass wir Theo lieben.
05:03Und es ist schließlich sein Job, sich um das Wohl der Kinder zu kümmern.
05:06Aber du weißt doch, was ich für einen schlechten Start mit Grabowski hatte.
05:09Theo kommt von der Schule, ich hab nicht mal ein Mittagessen für ihn.
05:11Dieser Grabowski muss hier stundenlang auf seinen Kaffee warten
05:14und dann kriegt er auch noch mit, wie ich Sebastian überrede, sich als meine Auswilfe auszugeben.
05:18Naja, du konntest ja nicht ahnen, dass der Mann vom Jugendamt direkt vor deiner Nase sitzt.
05:21Nein, aber ich wusste, dass er kommt. Ich wusste nur nicht, wann er kommt.
05:25Herr Grabowski hat selbst gesagt, dass er ein bisschen voreilig entschieden hat.
05:28Außerdem haben wir Sophie auf unserer Seite und sie wird wirklich alles tun,
05:31damit unser Antrag positiv entschieden wird.
05:33Ich wünschte nur, dass es schneller gehen würde.
05:35Solange dieses Jugendamt nicht Ja sagt, kannst du immer noch Nein sagen.
05:40Jeder, der Augen im Kopf hat, sieht, dass Theo zu uns gehört.
05:43Warum sollte ausgerechnet dieser Herr Grabowski das anders sehen?
05:47Elsa, Theo ist bestimmt schneller wieder hier, als du denkst.
06:13Sicher, dass du hier raus willst?
06:14Klar, und danke fürs Mitnehmen.
06:16Sag mal, soll ich deine Eltern nicht doch lieber anrufen?
06:18Denen ist sicher nicht recht, dass du trampst.
06:21Ich kann schon auf mich aufpassen. Schließlich bin ich 14.
06:24Komisch. So siehst du gar nicht aus.
06:27Das ist immer dasselbe.
06:29Lestens mal durfte ich sogar nicht ins Kino gehen,
06:31bis meine Mutter mitkam und denen gesagt hat, wie alt ich bin.
06:34Das wäre echt peinlich.
06:35Abhauen bringt nichts. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
06:39Geh nach Hause zurück.
06:40Das mache ich gerade.
06:58Ja?
07:02Hallo.
07:03Hallo.
07:04Oh, stören Sie?
07:05Nein, ihr seid eher zu spät. Wir haben schon alles aufgegessen.
07:08Oh, meinst du?
07:09Setzt euch. Wollt ihr einen Kaffee?
07:10Geht gerne.
07:11Ja.
07:12Ich bin gekommen, um mit euch zu reden.
07:15Wegen des Frühstücks von heute Morgen mit Nora.
07:18Marianne, das ist schon in Ordnung.
07:20Vielleicht war es einfach zu früh, sie mitzubringen.
07:23Nein, nein. Ganz im Gegenteil.
07:24Es war genau richtig.
07:27Ich glaube, Nora hat alles, was sie gesagt hat, ernst gemeint.
07:30Sie bereut wirklich, was sie getan hat.
07:33Ja, das glaube ich auch.
07:35Ich habe noch mal mit deiner Schwester gesprochen.
07:38Ich weiß nicht, ob ich ihr das, was geschehen ist, wirklich verzeihen kann.
07:43Aber ich will es wenigstens versuchen.
07:46Es wird Zeit, dass wir mit der Vergangenheit abschließen und neu anfangen.
07:49Als Familie.
07:51Ja, und Nora gehört ja nun dazu.
07:55Und schließlich werde ich Oma.
07:58Also, was gibt es für einen schöneren Grund?
08:00Das stimmt natürlich. Obwohl, einer fällt mir doch noch ein.
08:03Ich glaube mir auch.
08:07Ihr meint eure Hochzeit.
08:08Tja, jetzt wird es ernst.
08:11Und man kann gar nicht früh genug mit den Vorbereitungen anfangen.
08:14Dabei habe ich Luisa schon dreimal einen Antrag gemacht und sie hat immer Ja gesagt.
08:17Ach so, ich hätte auch Nein sagen können.
08:19Mist, ich wusste, ich habe da was über sie.
08:23Also, Frau Maywald, was wünschen Sie, ein Menü oder ein Buffet?
08:37Hier, vergessen Sie den nicht.
08:38Pack ich einen.
08:39So, das war es dann wohl.
08:42Wir sind Annabelle los.
08:43Und diesmal ist es für immer.
08:46Ich wüsste nicht, was mich dazu bewegen sollte, sie noch einmal in meinem Haus aufzunehmen.
08:50Katharina.
08:52Dafür gibt es auch keinen Grund mehr.
08:55Unser Plan, Annabelle zu einem Geständnis zu bewegen, ist gänzlich gescheitert.
09:01Es ist gut sein, Sophie.
09:02Wir wissen, dass sie hinter Helenas Unfall steckt.
09:06Annabelle hat bei einem Pfarrer die Beichte abgelegt.
09:08Das heißt, es beschäftigt sie.
09:10Auch wenn sie es nicht zugebt.
09:12Und das heißt?
09:13Das heißt, dass sie doch ein Gewissen hat.
09:15Und das wird sie quer.
09:17Jeden Tag ein bisschen mehr.
09:19Also, ich hätte es trotzdem gerne gesehen, dass sie verurteilt wird.
09:23Aber leider kommt es ja nicht mehr in Frage, dass Nora gegen sie aussagt.
09:29Ich finde es richtig, dass sich Nora für ihr Baby entschieden hat.
09:32Und dafür ist aufwachsen zu sehen.
09:35Weißt du, das ist viel wichtiger, als Annabelle ins Gefängnis zu bringen.
09:38Und außerdem, außerdem glaube ich an eine höhere Gerechtigkeit.
09:42Und der wird auch einer Annabelle nicht entkommen.
09:45Na ja.
09:47Immerhin haben wir es geschafft, Delbrück ins Gefängnis zu bringen.
09:50Und damit war unser Plan nicht völlig umsonst.
09:52Richtig.
09:54Jetzt ist bewiesen, dass unser sauberer Kommissar seine Bestechung deinem Bruder in die Schuhe geschoben hat.
10:01Tom ist rehabilitiert, sobald Delbrück verurteilt ist.
10:04Und dann kann er wieder ein normales Leben führen.
10:07Ohne ständig auf der Flucht sein zu müssen.
10:11Du weißt gar nicht, wie lange ich mir das schon wünsche.
10:14Du bekommst deinen Bruder zurück.
10:16Ganz sicher.
10:17Wenn ich eins gelernt habe, dann...
10:20Familie ist das Wichtigste im Leben.
10:27Natürlich ist draußen Feiern eine schöne Idee.
10:29Aber was ist, wenn es regnet?
10:31Es ist Sommer. Warum sollte es denn regnen?
10:33Sprach die Wettergöttin von Falkenthal.
10:35Ist alles schon mal vorgekommen?
10:36Denkt an die Hochzeit von Nina und Ben.
10:38Also ehrlich gesagt, wissen wir noch gar nicht, wo und wie wir feiern wollen.
10:42Natürlich feiert ihr draußen.
10:43Also ich stelle mir das ganz genau vor.
10:45Luise und Simon tanzen.
10:47Und es wird langsam dunkel.
10:49Und der Mond geht auf.
10:51Und die Sterne stehen am Himmel und leuchten.
10:53Und in den Bäumen hängen wunderschöne bunte Lampions, die im lauen Sommerwind schaukeln.
10:58Das hört sich hier schön an.
10:59Habe ich was verpasst?
11:00Hallo.
11:01Es geht um die Hochzeit von Luise und Simon.
11:02Wir überlegen gerade, ob wir draußen feiern.
11:05Ja, und wenn es regnet?
11:06Ja, sag ich doch.
11:07Stell dir das mal vor.
11:08Luise und Simon pitschnass.
11:09Luises Kleidhänd triefen daher herunter.
11:11Die Schuhe quietschen, während sie tanzen.
11:13Die Leute stehen frierend unter einem Baum.
11:14Und statt Flitterwochen gibt es eine heiße Wärmflasche und Bettruhe.
11:18Also reizende Aussichten.
11:19Ich wusste gar nicht, dass du so ein Pessimist bist.
11:21Wir sollten wirklich überlegen, wenn das besser ist.
11:23Ich versuche nur realistisch zu sein.
11:24Aber das ist doch überhaupt gar kein Problem.
11:26Dann stellen wir eben Pavillons auf.
11:27Die können wir doch auch ganz schön dekorieren.
11:29Gute Idee.
11:30In Creme.
11:30Das stelle ich mir unheimlich elegant vor.
11:32Ja, und dazu aber noch so ein ganz frisches Kohl.
11:34Hier, hier, hier.
11:35Das macht das so lebendig.
11:36Ich habe neulich Gestecke gesehen.
11:37Die waren Creme mit weißen Perlenschnüren durchwirkt.
11:41Wunderschön.
11:42Ich mag lieber bunte Blumen.
11:45Wie wäre es mit deinem einfachen Buffet?
11:47Buffet also, na, ich weiß nicht.
11:48Das ist auf alle Fälle zwanglos.
11:49Ich dachte mir, dass wir lange Tafeln draußen aufbauen und...
11:53Und grillen.
11:54Pass auf, wir vergessen das Buffet, wir machen ein Barbecue.
11:57So richtig urig, mit Würstchen und Salaten.
11:59Also entschuldige mal, ich lasse mir doch meine cremefarbene Dekoration mit weißen Perlenschnüren
12:03durchwirkt nicht von deinem Holzkohlegrill vollrußen.
12:07Herr Becker, das ist doch kein Fußballabend.
12:08Das soll der schönste Tag in Ihrem Leben werden.
12:10Ja, aber es muss doch auch ein bisschen gemütlich sein.
12:14Naja, wie auch immer, nicht mehr lange und Annabelles Sachen werden abgeholt.
12:18Ich kann es noch gar nicht fassen, wir sind die Frau für immer los.
12:21Ja, und ich verspreche dir, diesmal gibt es kein Zurück.
12:25Wenn doch, kannst du ihn dann wegen irgendwas verklagen?
12:28Da lässt sich ganz bestimmt was finden.
12:33Frau Landmann, vielen Dank, dass Sie sich um den Abtransport von Annabelles persönlichen Dingen gekümmert haben.
12:37Das Vergnügen hätte ich mir um keinen Preis nehmen lassen.
12:40Sie glauben gar nicht, wie lange ich auf diesen Moment gewartet habe.
12:43Oh, doch, das glaube ich.
12:45Ähm, Herr Adam, der Wagen meiner Ex-Frau kommt heute Nachmittag aus der Werkstatt.
12:49Bitte holen Sie ihn ab und fahren Sie ihn zur Manufaktur.
12:51Und alles andere kommt auf den Umzugswagen und wird vor Gravenberg zugesandt.
12:58So, also ich muss jetzt los. Wir sehen uns ja später mal.
13:01Ja, willst du nicht zum Essen bleiben?
13:02Ja, ich habe zur Feier des Tages Fasanenbrust auf Wacholder-Soße gemacht.
13:07Da kann ich natürlich nicht Nein sagen.
13:09Na, das hoffe ich doch sehr, denn wir haben allen Grund zum Feiern.
13:32Mein Koffer.
13:44Sie werden hier nicht fürs Pause machen bezahlt.
13:49Wenn Sie Wert auf Ihre Jobs legen, dann machen Sie, dass Sie an Ihre Arbeitsplätze zurückkommen.
13:58Das Jugendamt wäre schön blöd, euch die Pflegschaft für Theo nicht zu geben.
14:02Ihr kümmert euch doch jetzt schon rührend um ihn.
14:05Ihr werdet bestimmt super Pflegeeltern.
14:07Dein Wort und Grabowskis Gehörgang.
14:11Was meinst du, wie weit sind Sie inzwischen?
14:13Also ich glaube, um die Organisation unserer Silberhochzeit brauchen wir uns keine Gedanken machen.
14:17Was? Ihr plant eure Silberhochzeit? Ist das nicht ein bisschen früh?
14:20Sag das mal meiner Mutter Tobias und Nora.
14:22Wir haben Ihnen von unseren Plänen für die Hochzeit erzählt.
14:26Also plant ihr wirklich?
14:28Und, was habt ihr vor?
14:29Wir? Gar nichts mehr. Das haben die drei für uns übernommen.
14:32Und zwar so engagiert, dass wir völlig überflüssig sind.
14:36Familie.
14:37Was wurde denn so heiß diskutiert?
14:38Ach, was weiß ich. Menü, Buffet, Tauben.
14:41Ob Hochzeit mit oder ohne Regen, Risiko drinnen oder draußen.
14:44Ja, unter freiem Himmel natürlich.
14:48Wir hätten ja gerne einen Kaffee.
14:49Und wenn es regnet?
14:50Ja, also mein mit Milch, bitte.
14:52Gibt's denn Pavillons?
14:53Siehst du, so viel zum freien Himmel. Ihr könntet natürlich auch hier im Bar nichts feiern.
14:58Aber die beiden haben doch ein Landhotel. Da ist es doch am schönsten.
15:01Meinst du, wir werden wenigstens zu unserer Hochzeit eingeladen?
15:04Gebraucht werden wir jedenfalls nicht. Das bekommen die auch ohne uns hin.
15:07Also doch drin, sag ich doch.
15:08Aber das Landhotel hat doch auch einen Park, oder?
15:11Na gut, der Kompromiss wäre natürlich, drinnen und draußen zu feiern.
15:14Okay, drinnen essen und draußen tanzen.
15:18Das ist doch eine schöne Idee. Man könnte ja draußen so einen Tanzboden aus Holz einfach aufbauen.
15:22Ja, und wenn's dunkel wird, dann zünden wir einfach Fackeln an.
15:25Oh.
15:26Na ihr zwei?
15:27Was gibt's denn Neues bei Simon und Luisa?
15:29Kannst du sie doch selber...
15:33Neues bei Simon und Luisa?
16:02Mann, schon wieder Lose. Schätzchen, du bist fällig für ein Check-up.
16:15Theo?
16:20Theo?
16:32Ich finde ja, der beste Platz für eine Hochzeit ist der Wald.
16:37Woher habe ich das gewusst?
16:40Da stell dir mal vor, wie romantisch das ist. Mitten in der Natur.
16:42Alles ist grün und wenn's dunkel wird, dann hat man einen wunderschönen Sternenhimmel über sich.
16:47Und die vielen kleinen Krabbeltierchen, die sich über das Essen hermachen, die Mücken und die Tausende von Stechfliegen.
16:52Und der feuchte Waldboden, in dem man mit seinen Absatzschuhen stecken bleibt.
16:56Ja, und die Löwen und Tiger und die Schlingpflanzen und Gorillas.
16:59Auf die wollte ich gerade zu sprechen kommen.
17:02Oder muss ich immer an Luisas Unfall im Wald denken, als sie unter diesem Baum begraben lag und fast ertrunken
17:07wäre.
17:08Ja gut, das war natürlich schrecklich.
17:10Zum Glück sind Simon und ich noch rechtzeitig gekommen.
17:13Siehst du, in einer gepflegten Grünanlage mit Kieselweg und Parkbank wäre das nicht passiert.
17:19Ich hab dir noch nie einen Heiratsantrag gemacht.
17:22Stimmt.
17:23Willst du jetzt über einen Grund sprechen?
17:26Ich glaube, ich hab einfach Angst vor der Antwort.
17:29Wenn du im Wald heiraten möchtest, liegst du damit auch richtig.
17:33Oh, vielleicht ist das ja Theo.
17:37Barnis, Elsa Ritter und Konrad Landmann?
17:41Hallo Frau Weidner.
17:43Was?
17:47Ja, natürlich.
17:49Danke, dass Sie uns Bescheid sagen.
17:53Was wollte denn Frau Weidner?
17:56Theo ist weggelaufen.
18:13Was?
18:23Ich rendere mich Para.
18:24Das Wort will ich nicht so.
18:25Wo bin ich?
18:29Ich bin ganz schön.
18:34Hallo.
18:34Ich bin super.
18:35Ich bin super.
18:38Oh.
18:41Gute.
18:41Ich bin super.
18:42Torrant adjectre Cute.
18:42Ich bin sehr. Ich bin
18:47Frau Garvenberg, gut, dass Sie da sind.
18:49Herr Reichenbach, als leitender Angestellter sollten Ihnen die einfachsten Höflichkeitsregeln ein Begriff sein.
18:56Wie bitte?
19:00Höflichkeit für Anfängerlektion 1.
19:02Wenn Sie an meine Tür klopfen, warten Sie, bis ich hereinsage.
19:07Dann treten Sie ein.
19:09Ansonsten bleiben Sie draußen, wenn ich nichts sage.
19:11Tut mir leid, aber es gibt ein dringendes Problem mit der Brennerei.
19:15Dann kümmern Sie sich doch darum.
19:16Dafür werden Sie schließlich bezahlt.
19:18Ja, jetzt! Oder brauchen Sie eine schriftliche Einladung?
19:22Natürlich nicht. Entschuldigen Sie die Störung.
19:38Was ist denn noch?
19:39Bitte entschuldigen Sie die Störung.
19:41Sagen Sie mir einfach, was ich für Sie tun kann. Soll ich Ihnen zeigen, wie man Blümchen auf Porzellanteller malt?
19:47Es ist eine Lieferung für Sie gekommen.
19:49Ja, dann nehmen Sie sie an. Ich kann auch nicht für jeden Topf Farbe persönlich unterschreiben.
19:53Ich glaube, es ist was anderes.
19:59Was sind das für Leute?
20:01Vor allem, was haben Sie mit unseren Freunden und Familien gemacht?
20:03Vielleicht sind Sie einfach nur besessen.
20:05Oder es sind Außerirdische, die von ihren Körpern Besitz ergriffen haben.
20:09Oh Gott, du hast recht. Hochzeitsmonster aus dem All.
20:11Ja, man braucht das Wort nur erwähnen und alle rasten aus. Nur wir nicht. Sind wir nicht normal?
20:15Stell dir vor, du dürftest die Hochzeit deiner Schwester planen.
20:17Also, wir haben uns das als Kinder schon immer ausgemalt. Wie wir dann...
20:21Siehst du, es geht schon los.
20:24Oh, weia.
20:28Lieber Simon, liebe Luisa, ich habe beschlossen, euch ein bisschen unter die Arme zu greifen
20:32und schon einige Vorschläge für die Tischdekoration herausgesucht.
20:36Mein Favorit ist die gelbe Variante auf Seite 22.
20:40Oh Gott, die überrollen uns einfach.
20:42Und am Ende vergessen Sie, uns überhaupt einzuladen.
20:47Also, ich will deine Mutter ja nicht kränken.
20:50Aber vielleicht sollte man sie ein bisschen bremsen.
20:52Ein bisschen mehr, wenn du mich fragst.
20:53Am besten, du bringst die Kataloge gleich zurück.
20:55Hey, sie ist deine Mutter.
20:57Falsch. Sie ist eine außerirdische Lebensform, die von meiner Mutter Besitz ergriffen hat.
21:01Du bist doch so eine gute Diplomatin.
21:03Mhm.
21:06Und keine Serviettenschwäne. Auch nicht, wenn sie gelb sind.
21:19Die Polizei ist schon eingeschaltet.
21:21Frau Weidner denkt, dass er wohl als erstes bei uns auftauchen wird.
21:23Also, wenn wir was von ihm hören, sollen wir ihr sofort Bescheid sagen.
21:26Wie konnte das überhaupt passieren?
21:27Die hätten besser auf ihn aufpassen müssen.
21:28Wir hätten ihn zur Wohngruppe selbst fahren sollen.
21:31Äh, das wollten wir nicht machen, um ihm den Abschied nicht noch schwerer zu machen, als er so schon war.
21:36Er hat uns ja gesagt, dass er nicht umziehen will, aber dass er so verzweifelt ist, dass er dann einfach
21:39abhaut.
21:41Konrad, weil er glaubt, dass wir die Pflegschaft nicht für ihn bekommen.
21:44Und jetzt irrt er da irgendwo draußen alleine rum.
21:46Und was ist, wenn ihm was passiert?
21:48Es geht ihm gut, da bin ich mir sicher.
21:49Es geht ihm gut, da bist du dir sicher.
21:51Frau Weidner macht sich auch Sorgen.
21:53Er kommt bestimmt hierher.
21:54Und wenn er hier ist, dann geben wir ihr Entwarnung.
21:56Wenn er da ist, dann ziehe ich ihm erstmal seine Ohren lang.
21:59Was geht denn in seinem Kopf vor, dass er einfach so ausreißt?
22:04Konrad, wir können doch jetzt hier nicht so rumstehen.
22:06Wir müssen doch was machen.
22:08Ich gehe ihn suchen.
22:10Gehst du in Weidner? Er hat sich doch schon mal in diesem Hochsitz versteckt.
22:13Und du bleibst hier, ja, falls er hierher kommt.
22:16Konrad, bring ihn nach Hause.
22:26Frau Hansen, wenn Sie nicht in der Lage sind, mit solchen Kleinigkeiten wie einer Lieferung zurecht zu kommen.
22:31Die Lieferung ist nicht für die Manufaktur.
22:32Wozu habe ich Angestellte, wenn ich doch alles selbst machen muss?
22:35Die Lieferant sagte, die Lieferung sei aus dem Gutshaus und der Auftraggeber ist Richard von Weiden.
22:42Aber das sind ja meine persönlichen Sachen.
22:45Ziehen Sie denn um?
22:46Soll ich veranlassen, dass das alles wieder weggeräumt wird?
22:52Frau Gravenberg, Sie haben jetzt ein Abteilungsleiter-Meeting.
23:08Das ist doch wunderbar, Marianne.
23:10Weißt du denn schon, was für eine Hochzeitstorte wir backen?
23:13Ich würde sagen, der Stil der Hochzeitstorte richtet sich nach der übrigen Dekoration, oder?
23:19Luisa, du, das freut mich so für euch beide.
23:21Habt ihr denn schon einen genauen Termin?
23:23Wir haben das Aufgebot noch gar nicht bestellt.
23:25Was hältst du von einer dreistöckigen Hochzeitstorte?
23:28Nein, vier.
23:29Keine ungeraden Zahlen.
23:33Für das übrige Kuchenbuffet kommen wir selbstverständlich auch auf.
23:35Jetzt lasst Luisa doch auch mal zu Wort kommen.
23:39Los, sag was.
23:40Darum bist du schließlich hierher gekommen.
23:42Ihr seid doch unsere Gäste.
23:43Ihr sollt nicht arbeiten.
23:44Na, meinst du denn, dass ich deine Hochzeitstorte irgendjemand anderem überlasse?
23:49Jetzt sag schon was, Luisa.
23:51Denk an den gelben Serviettenschwan.
23:53Also, ich finde es wirklich toll, dass ihr euch solche Mühe gebt.
23:56Das machen wir doch gerne.
23:57Du kannst dich voll und ganz auf uns verlassen.
23:59Ja, wir kümmern uns um alles.
24:02Sie freuen sich so.
24:03Das kann ich Ihnen nicht kaputt machen.
24:04Na, was sagst du dazu?
24:07Ihr müsst mir versprechen, trotz der Vorbereitung ordentlich mitzufeiern.
24:11Na ja, was denkst du denn?
24:12Am besten ist, du kommst heute mit Simon nochmal in der Küche vorbei.
24:16Ich habe schon einige hervorragende Ideen für das Bissi.
24:20Seite 22, die gelbe Variante.
24:22Ich wusste, dass euch das gefallen würde.
24:43Konrad, hast du Theo gefunden?
24:46Nein, entschuldigen Sie, würden Sie einfach später nochmal anrufen.
24:48Die Leitung muss frei bleiben, weil ich auf einen wichtigen Anruf warte.
24:50Danke.
24:52Was ist denn los?
24:53Theo ist weggelaufen.
24:55Das ist jetzt nicht dein Ernst.
24:56Doch, die Polizei sucht ihn.
24:57Konrad sucht ihn.
24:57Ich warte hier.
25:00Ich glaube, ich habe ihn gesehen.
25:03Was?
25:03Wo?
25:04Vorhin auf der B5.
25:05Ich bin gerade von einer Lieferung zurückgekommen.
25:07Du hast ihn an der Straße gesehen?
25:09Ja, ich habe ihn nicht gleich erkannt und außerdem...
25:11Sebastian, was hat er da gemacht?
25:14Ich glaube, er ist in ein Auto gestiegen.
25:17Wie bitte?
25:18Ja, wahrscheinlich ist er getrampt.
25:32Guten Abend.
25:33Guten Abend.
25:34Warten Sie noch auf jemanden?
25:36Trinken Sie mir bitte einen doppelten Cognac.
25:38Gerne.
25:39Sehr.
25:39Danke.
26:01Na dann.
26:02Na dann.
26:23Komisch, wo steckt sie denn nur so lange?
26:28Außerdem berichten wir live von der Fürstenhochzeit in Südawien.
26:33Also langsam wird es unheimlich.
26:36Was wird unheimlich?
26:37Sie haben uns umzingelt.
26:38Sie haben sogar das Radioprogramm auf unserer Hochzeit abgestimmt.
26:41Wo hast du eigentlich so lange gesteckt?
26:46In Gelb.
26:48Wir haben auch schon besprochen, was für ein Menü es geben könnte.
26:52Was hältst du denn von Spezialitäten aus aller Welt?
26:55Eva favorisiert eher deutsche Küche.
26:57Wir sind gleich zu einem Testessen eingeladen.
26:59Also fest steht auf jeden Fall, dass die Hochzeitstorte vier Stockwerke haben wird
27:02und dass der Zuckerguss auf das Gelb der Serviettenschwene abgestimmt wird.
27:05Sie haben von dir Besitz ergriffen.
27:08Ich habe es versucht, aber jeder Widerstand war zwecklos.
27:12Na gut, komm her, meine kleine, süße Ausrede, Schock.
27:16Es gibt nur eine Lösung.
27:18Wenn wir den Zug nicht mehr aufhalten können, dann müssen wir eben aufspringen.
27:20Und zwar so schnell wie möglich.
27:22Wir werden Hochzeitsmonster?
27:23Sonst werden wir zu unserer eigenen Hochzeit nicht eingeladen.
27:27Wir müssen uns sofort überlegen, was wir wollen.
27:30Also ich weiß schon lange, was ich will.
27:45Warum macht Theo so einen Blödsinn?
27:47Er weiß ganz genau, dass er nicht in fremde Autos einsteigen soll.
27:50Der arme Junge.
27:51Wahrscheinlich hat er gedacht, dass er euch niemals wiedersehen wird.
27:53Wir haben ihm aber oft genug versichert, dass wir wirklich alles machen, damit er zu uns zurück kann.
27:57Aber Theo ist doch schon so oft enttäuscht worden.
28:00Konrad, wo soll er denn dieses Urvertrauen herhaben?
28:04Ja, und dann kriegt er auch noch mit, dass es zwischen dem Jugendamt und uns auch nicht optimal läuft.
28:08Ach, verdammt nochmal, wir hätten ihn einfach besser beschützen müssen.
28:11Also, ich finde es richtig, dass ihr ihn mit einbezogen habt.
28:15Auch wenn er noch ein Kind ist.
28:16Es wäre nicht richtig gewesen, über seinen Kopf hinweg zu entscheiden.
28:21Ja, aber anscheinend haben wir ihm ja zu viel zugemutet.
28:24Die vom Kinderheim waren doch auch verpflichtet, mit Theo über euren Pflegschaftswunsch zu sprechen.
28:29Du hättest ihn da nicht raushalten können.
28:32Ich weiß überhaupt nicht, wo ich ihn noch suchen soll.
28:34Ich habe ihn überall gesucht. Im Park, im Wald, am See. Keine Spur.
28:39Der arme Junge.
28:42Vor Verzweiflung wusste er wahrscheinlich nichts anderes, als wegzulaufen.
28:45Was tun diese Behörden dem Kind bloß an?
28:49Ich gehe jetzt nochmal suchen.
28:50Ich muss Theo finden.
28:51Du, ich, ich, äh, ich rede mit Simon, Tobias und Sebastian.
28:56Du kannst jede Verstärkung gebrauchen.
29:02Ja, äh, Gutshaus von Weiden.
29:05Äh, Landmann am Apparat.
29:06Frau Landmann, hier spricht Herr Adam.
29:10Herr Adam.
29:12Gut, dass Sie anrufen.
29:13Sagen Sie, sind Sie noch mit dem Wagen von Annabelle unterwegs?
29:16Das bin ich.
29:17Ja, bringen Sie doch den Wagen noch nicht in die Manufaktur.
29:19Wir haben hier eine große Suche zu organisieren.
29:22Der kleine Theo ist nämlich verschwunden.
29:24Deswegen rufe ich an.
29:26Wie bitte?
29:28Ich habe ihn vorhin auf der Straße aufgelesen.
29:30Was?
29:31Sie haben Theo gefunden?
29:33Er hat Theo gefunden.
29:34So ist es.
29:35Er sitzt hier neben mir.
29:38Wir sind auf dem Weg zu Frau Rita.
29:39Oh, Gott sei Dank.
29:43Oh, Gott sei Dank.
29:45Sie sind auf dem Weg zu Elsa.
29:47Oh Gott.
29:58Herr Reichenbach.
30:00Frau Reichenbach.
30:01Sie waren gar nicht auf dem Abteilungsleiter-Meeting?
30:04Ich bin mir sicher, Sie haben mich hervorragend vertreten.
30:08Einer muss schließlich einen klaren Kopf behalten.
30:11Sagen Sie mal, Herr Reichenbach,
30:13warum arbeiten Sie eigentlich noch für mich?
30:16Bitte?
30:18Sind Sie schwerhörig?
30:19Ich will wissen, warum Sie überhaupt noch in Falkenthal sind.
30:22Die Frau, die Sie lieben, haben Sie doch an Simon Becker verloren.
30:26Das muss Sie nicht interessieren.
30:27Der Vater von meinem Enkelkind.
30:30Da wären sogar noch Sie mir lieber gewesen.
30:34Also, das ist jetzt die Stunde der Wahrheit.
30:36Verraten Sie es mir.
30:37Ich bin noch hier, weil ich mich im Gegensatz zu Ihnen
30:40für die Beschäftigten der Manufaktur verantwortlich fühle.
30:42Hm, so edle Motive.
30:44Das steht Ihnen gar nicht.
30:47Ich habe wenigstens begriffen,
30:49dass ich in der Vergangenheit viele Fehler gemacht habe.
30:51Sie nicht.
30:54Hallo.
30:55Ich hätte noch gerne ein Glas für den Chateau.
30:58Bibion.
30:59Ja, sehr gerne.
31:28Noch vor ein paar Wochen hätte ich es nicht für möglich gehalten,
31:31dass es für Simon und mich noch eine Zukunft gibt.
31:34Aber er hat um unsere Liebe gekämpft
31:37und mir klargemacht, dass wir zusammengehören.
31:43Neulich im Wald, als ich den Unfall hatte und fast ertrunken wäre.
31:47Da hat er mich ins Leben zurückgeholt.
31:50Ich war schon ganz weit weg und wollte mich fallen lassen,
31:53als ich seine Stimme gehört habe.
31:57Gibt es ein besseres Zeichen für eine gemeinsame Zukunft,
32:01als dass jemand einem das Leben wieder schenkt?
32:05Du bist wunderschön.
32:07Für eine Außerirdische.
32:09Genau.
32:12Du hast noch gar nichts in meinem Vorschlag gesagt.
32:15Welcher Vorschlag?
32:17Naja, dass wir uns überlegen,
32:18was uns für die Hochzeit wichtig ist.
32:20Mhm.
32:22Das klingt sehr begeistert.
32:24Wir sind verlobt.
32:26Das heißt, ich muss langsam aufpassen,
32:28dass du mich nicht übervorteilst
32:29und mir deinen Willen aufzwingst.
32:31So wie alle Ehefrauen das tun.
32:34Du sollst dich noch ein paar Wochen in Sicherheit wiegen
32:37und dann lege ich dich an die Kette.
32:40Habe ich es doch gewusst.
32:42Und bei unserer Planung zur Hochzeit fängt das Ganze schon an.
32:45Also, ein Vorschlag zur Güte.
32:48Jeder von uns macht seine eigene Liste.
32:51Jeder für sich, ohne dass es der andere sieht.
32:53Dann kann ich dich auch nicht beeinflussen.
32:54Gib mir meinen Zettel.
32:56Okay.
32:58Stift.
32:59Ja.
33:05Aber nicht spicken.
33:19Herr Adam, wie geht es, Theo?
33:22Er war noch etwas durcheinander, aber ist kerngesund.
33:26Ich habe ihn wohl auf bei Frau Ritter abgegeben.
33:28Also, das ist großartig, wie Sie das gemacht haben.
33:32Ja.
33:33Äh, Konrad hat nämlich fast jeden Stein zweimal in Falkenthal umgedreht,
33:38als er Theo gesucht hat.
33:40Also, Sie waren zur rechten Zeit am rechten Ort.
33:42Irgendwie fühle ich mich ja für das Schicksal des Jungen verantwortlich.
33:45Ach ja.
33:46Immerhin habe ich den Mitarbeiter des Jugendamtes überzeugen können,
33:50dass er Ihrem Sohn und Frau Ritter noch eine Chance in dieser Pflegschaftssache gibt.
33:55Moment mal, da war ich doch auch dabei.
33:57Ja, ja.
33:58Ohne Ihren flammenden Appell hätte ich ihn natürlich nicht überzeugen können.
34:02Dann sind Sie also sozusagen der Schutzengel für Theo.
34:05Wir beide, Frau Landmann, wir beide.
34:08Also, dann stehen Sie doch nicht so herum wie Falschgeld.
34:10Setzen Sie sich doch.
34:11Ach, vielen Dank.
34:12Aber das wäre doch nicht nötig gewesen.
34:15Äh, aber eigentlich ist es...
34:18Schon gut.
34:18Ich weiß, es ist nur die Freude, dass Theo wohl auf ist.
34:28Theo, wir haben uns riesige Sorgen gemacht.
34:31Gott, bin ich froh, dass hier nichts passiert ist.
34:34Ich hab doch... Kann ich ein Glas Saft haben?
34:37Na klar.
34:38Ach, du.
34:45Du bist ganz schön leichtsinnig, weißt du das, Kumpel?
34:49Weißt du, wie gefährlich Trampen ist?
34:51Das war eine absolute Ausnahme.
34:52Bei sowas gibt's keine Ausnahmen.
34:54Da draußen laufen nicht nur nette Leute rum.
34:57Ich will, dass du dich ab jetzt von niemandem mehr ansprechen lässt.
35:00Ich will nicht, dass du mit Fremden mitgehst.
35:01Und vor allen Dingen will ich nicht, dass du zukünftig in fremde Autos einsteigst.
35:05Ist das klar?
35:06So, und jetzt ist Zeit für ein indianerloses Ehrenwort.
35:08Du versprichst mir jetzt, dass du nie wieder trämpst.
35:13Versprochen?
35:14Versprochen.
35:19Und?
35:21Mann.
35:30Warum bist du denn überhaupt abgehauen?
35:31Ich kenne doch in diesem Heim niemanden.
35:33Und es ist so weit weg von euch.
35:35Ach, Theo, das verstehe ich ja.
35:36Aber wir haben doch gesagt, dass wir dich besuchen kommen.
35:39Wenn ich mich hier so einfach wegbringen lasse, denkt das Jugendamt doch, dass ich gar nicht bei euch bleiben will.
35:45Darüber hast du dir Gedanken gemacht.
35:46Ich will nicht wieder weg.
35:48Nie wieder.
35:49Theo, das wollen wir auch nicht.
35:51Das heißt also, ich darf heute bei euch bleiben?
35:58Okay.
36:00Morgen früh machen wir ein schönes Frühstück zu dritt, ja?
36:02Mhm.
36:03Aber ich muss vorher noch Frau Weiten anrufen.
36:04Die macht sich nämlich auch große Sorgen um dich.
36:06Und wenn die Polizei kommt, um mich wegzuholen?
36:09Hier holt dich keiner mehr weg.
36:10Und schon gar nicht die Polizei.
36:12Dafür werde ich sorgen.
36:13Versprochen?
36:15Kannst du dich um mich verlassen.
36:22Eva ist was dazwischen gekommen.
36:24Sie hat das Testessen abgesagt.
36:26Schade.
36:27Doch andererseits...
36:28Haben wir dann mehr Zeit für unsere Listen?
36:31Das auch.
36:33Obwohl...
36:35Eigentlich bin ich schon fertig.
36:38Das ging aber schnell.
36:40Es darf doch nur auf die Liste, was wirklich wichtig ist.
36:42Ja, nur das Allerwichtigste.
36:44Ja, dann bin ich fertig.
36:46Im Grunde genommen, ich auch.
36:49Du zuerst?
36:50Nein, du.
36:51Also gut, wir tauschen die Zettel.
36:53Und dann lesen wir es gleichzeitig laut vor.
36:56Okay.
36:57Okay.
36:58Okay.
37:24Bring sie mir noch bitte ein Glas.
37:26Ich habe mich doch klar genug ausgedrückt.
37:28Her mit dem Zeug.
37:29Sind Sie sicher, dass Sie das noch bezahlen können?
37:33Wollen Sie mir etwa vorschreiben, was ich zu trinken habe?
37:36Seien Sie vorsichtig.
37:37Ich bin Ihr Stammgast.
37:38Aber...
37:38Das Lanzino war einmal ein erstklassiges Restaurant,
37:42bevor man hier irgendwelche Hilfskellnerinnen eingestellt hat.
37:44Dann eben die Rechnung.
37:45Gerne.
37:48Vielleicht darf ich Sie noch woanders zu einem Glas einladen?
37:52Vielleicht versuchen Sie Ihr Glück mal bei der Kellnerin.
37:55Die scheint mir eher ihre Kragenweite zu sein.
37:58Ach, ich habe meine Handtasche vergessen.
38:01Schreiben Sie es bitte an.
38:03Ich bin Annabelle von Annabelle Grabenberg.
38:06Das ist nicht möglich.
38:08Was soll denn das heißen?
38:09Sie wissen wohl nicht, wen Sie vor sich haben.
38:11Das tut nichts zur Sache.
38:13Neue Politik des Hauses.
38:14Also ich will jetzt sofort den Geschäftsführer sprechen.
38:16Gerne.
38:17Erlauben Sie mir, Ihre Rechnung zu übernehmen?
38:20Es gibt also doch noch Menschen, die über Manieren verfügen.
38:23Vielen Dank.
38:27Und?
38:43Wie finden Sie die Entenbrust?
38:45Ja, wie war denn die Orangensauce für den Fisch?
38:49Ich meine, das Chili...
38:51Ich könnte, ich könnte natürlich auch mit Paprika würzen.
38:56Also...
38:57Entschuldige, ich lasse Sie ja gar nicht zu Wort kommen.
39:02Nicht, dass ich das nicht gewohnt wäre, aber das Menü ist ganz köstlich.
39:06Recht vielen Dank.
39:08Ich müsste Ihnen danken.
39:10Danke für das Kompliment.
39:11Also wenn Sie heute nicht gewesen wären...
39:14Wissen Sie, Ihr zukünftiger Enkel hätte auch allein nach Hause gefunden.
39:19Es ist ein intelligenter junger Mann.
39:22Junger Mann, das ist doch noch ein Kind.
39:25Also in seinem Alter bin ich noch nicht durch die Republik getrimmt.
39:29Wie auch immer.
39:30Schön, dass alles gut gegangen ist.
39:32Und er hat viel Selbstständigkeit bewiesen, der Junge.
39:36Ja.
39:36Ich hoffe, dass die Behörden das endlich einsehen und Konrad und Elsa die Pflegschaft für Theo bekommen.
39:42Es ist doch offensichtlich, dass er bei den beiden besser aufgehoben ist als in irgendeiner pädagogischen Einrichtung.
39:49Ich weiß, dass Elsa und Konrad die besten Pflegeeltern für Theo sind.
39:54Aber sagen Sie das mal Herrn Grabowski vom Jugendamten.
39:57Den haben Sie doch kennengelernt.
39:58Vielleicht zeigt er doch noch Einsicht.
40:00Und wenn Argumente nicht fruchten, Frau Landmann, dann könnten Sie es wieder mit einem Menü versuchen, ihn zu überzeugen.
40:09Ihre Kochkünste sind doch blendend.
40:12Das ist schon das zweite Kompliment heute.
40:16Wenn Sie so weitermachen, muss ich eine Strichliste anlegen.
40:26So, jetzt müssen wir aber mal Frau Weidner anrufen.
40:29Sie macht sich genauso große Sorgen wie wir.
40:32Ach, am liebsten würde ich ihn einfach hier behalten.
40:34Na, das verstehe ich.
40:35Aber wir müssen Sie anrufen, sonst denken Sie nachher noch alle, dass wir ihn verstecken wollen.
40:40Hm, warte mal kurz.
40:41Ähm, als ich eben mit Theo gesprochen habe...
40:45Wer kann denn das jetzt noch sein?
40:55Ja?
40:56Frau Ritter, Herr Leibmann?
40:58Ja.
40:59Entschuldigen Sie die späte Störung.
41:01Wir sind noch immer auf der Suche nach dem kleinen Theo Germann.
41:04Hat sich der Junge inzwischen vielleicht doch bei Ihnen gemeldet?
41:07Nein.
41:08Also, äh, hier ist er nicht.
41:15Als ich auf dem Weg zur Polizei war, konnte ich plötzlich wieder etwas laufen.
41:19Ach, und da dachten Sie, Sie kommen um die Beichte herum.
41:22Aber ich habe doch gebeichtet, bei Ihnen!
41:25Aber wir beide wissen doch, dass Sie diese Art von Beichte nicht von Ihrer Schuld befreien kann.
41:29Ein Kind bedeutet eine enorme Verantwortung.
41:32Und so leid es mir tut, in meinen Augen sind Sie noch nicht bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.
41:36Aber ich wünsche euch beiden alles Glück dieser Welt.
41:39Danke, Mama.
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