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  • vor 18 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Sag ihr, dass ich den Brief den Behörden übergeben habe.
00:02Etwas anderes würde sie damit auch nicht tun.
00:04Dann haben wir nichts mehr in der Hand, worauf sie angewiesen ist.
00:06Freiwillig wird sie gar nicht zugeben. Das haben wir doch versucht.
00:08Aber der Brief ist ein wichtiges Beweisstück in einem Mordprozess.
00:11Ich muss ihn an die Behörden weiterleiten.
00:13Dann wird Annabelle nur zugeben, was sie meine Mutter ist.
00:16Dann war alles umsonst.
00:18Du hast doch damit angefangen, nach meiner Mutter zu suchen.
00:20Und jetzt, wo wir wissen, wer sie ist, sollen wir einfach aufgeben?
00:24Deshalb sind wir doch hier in Falkenthal.
00:26Ja, das stimmt.
00:27Du weißt doch.
00:30Wie schlecht es mir wegen Annabelle geht.
00:33Ich wäre jetzt tot, wenn sie mal mich nicht im Wald gefunden hätte.
00:37Bitte, Luisa.
00:39Gib mir diesen Brief.
00:49Hey, what you looking for?
00:55No one has the answer.
00:58They just want more.
01:02Hey, who's gonna make it right?
01:09This could be the first day of my life.
01:19Well, Luisa, vertraust du mir denn etwa nicht?
01:21Das hat nichts mit Vertrauen zu tun.
01:23Sondern?
01:24Warum können wir nicht einfach das Ergebnis des Gentests abwarten?
01:27Aber weißt du, wie lange das noch dauern wird?
01:29Und was Annabelle für Ausflüchte erfinden wird?
01:32Wir können nicht länger warten.
01:34Dazu wissen zu viele von diesem Brief und wollen ihn unbedingt haben.
01:37Aber was du vorhast, ist Erpressung.
01:39Ist dir das klar?
01:40Annabelle würde an unserer Stelle keine Sekunde zögern.
01:43Und deshalb sollen wir sie erpressen, weil sie das gar nicht mit uns tun würde?
01:46Nein, wir nutzen lediglich die Möglichkeit, die das Schicksal uns in die Hand gegeben hat.
01:50Luisa, bitte.
01:51Sobald Annabelle offiziell zugegeben hat, dass sie meine Mutter ist, geben wir den Brief der Polizei.
01:57Oder wem auch sonst.
01:59Sie wird sich darauf nicht einlassen.
02:01Im Gegenteil.
02:02Sie wäre uns sogar dankbar.
02:05Immerhin beweist der Brief, dass sie Victoria von Weiden nicht getötet hat.
02:12Alles ist schön.
02:14Aber sobald Annabelle dich als Tochter anerkannt hat, geht der Brief an die Behörden.
02:19Abgemacht.
02:21Ich übernehme Annabelle.
02:24Du sorgst dafür, dass morgen alle zum Frühstück kommen?
02:28Denn Annabelle hat der Familie etwas Wichtiges mitzuteilen.
02:47Da glaubt man jemanden zu kennen und plötzlich entdeckt man ganz neue Seiten an ihm.
02:55Ich musste ihn verstecken.
02:57Ich wollte ihn gerade holen.
02:58Bist du dir eigentlich im Klaren darüber, was passiert, wenn dieser Brief in falsche Hände gerät?
03:01Annabelle wird freikommen und Richard...
03:03Das wird nicht passieren.
03:04Ich hole ihn zurück.
03:04Das hoffe ich.
03:05Für uns alle.
03:08Für mich warst du immer jemand, der sehr planvoll vorgibt.
03:12Der nicht so leicht abschalten kann.
03:14Was?
03:17Zum Teufel mit meiner Menschenkenntnis.
03:21Entschuldige, ich habe nicht zugehört.
03:25Hagen, wenn dich etwas quält, dann rede mit mir.
03:38Noba?
03:40Niemand.
03:43Gut.
03:45Ja, dann weiß ich Bescheid.
03:47Danke.
03:51War das Richter niemand?
03:53Ja.
03:54Der Termin für den Prozess gegen Annabelle steht.
03:56Nächste Woche.
03:58Dann geht's bald los, hm?
04:00Anscheinend.
04:02Du musst das schaffen, da bin ich ganz sicher.
04:05Alles spricht gegen Annabelle.
04:07Tja, sie weiß, dass sie schuldig ist.
04:10Sie blüfft.
04:11Das ist ihre einzige Chance, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen.
04:14Erfundene Beweise.
04:16Ich habe noch keinen dieser Beweise gesehen.
04:19Das weißt du auch nicht.
04:22Vertrau mir.
04:26Wäre ich sonst hier?
04:45Sie wollten einen Beweis?
04:51Hier ist er.
04:54Ist das der Brief?
04:56Alles, was ich sehe, ist ein Briefumschlag, den man in jedem Schreibwarengeschäft kaufen kann.
05:02Wenn Sie glauben, ich gebe diesen Brief auch nur eine Sekunde aus den Händen,
05:05dann kennen Sie mich ganz schlecht.
05:09Woher soll ich wissen, dass es sich um das Original handelt?
05:25Ich habe meine Kontakte aus der Zeit im Gefängnis genutzt, um hochgiftiges Schlangengift zu besorgen.
05:31Nur wenige Tropfen davon reichen aus, um einen Menschen zu töten.
05:36Und wenn Annabelle eines verdient hat, dann...
05:38Hören Sie auf.
05:41Was muss ich tun, damit Sie mir den Brief übergeben?
05:44Ich will, dass Sie bis morgen früh ein notariell beglaubigtes Schreiben aufsetzen,
05:48in dem Sie mich offiziell als Ihre Tochter anerkennen.
05:51Bis morgen früh, das ist unmöglich.
05:53Wie bedauerlich.
05:56Dann werde ich diesen Brief wohl vernichten müssen.
06:00Erbarten Sie.
06:02Sie lassen mir keine andere Wahl.
06:05Das ist sicher eine interessante neue Erfahrung für Sie.
06:12Ich werde dich als meine Tochter anerkennen.
06:18Gut.
06:21Genau das wirst du morgen früh beim Frühstück deiner Familie verkünden.
06:27Dein Anwalt bekommt den Brief, sobald ich offiziell deine Tochter bin.
06:47Die gehören alle dir?
06:49Die haben sich im Laufe der Zeit angesammelt.
06:52CDs sammeln scheint sowieso eher ein Männersport zu sein.
06:54Ich kenne auch ein paar Frauen, die eine beeindruckende Sammlung haben.
06:57Aber ist wohl eher die Ausnahme.
07:00Du, ich habe auch einige CDs.
07:01Ich habe früher immer Partys im Internat aufgelegt.
07:04Das wusste ich gar nicht.
07:05Woher auch?
07:06Dann kannst ja du die Musik machen.
07:08Nee, ich will tanzen.
07:11So.
07:12Das ist alles.
07:13Wozu doch so ein kleiner Plauschgut ist.
07:16Die Herren aus der Produktion kommen zwar nicht, aber die haben mir so einiges mitgegeben.
07:20Die freuen sich einfach, wenn sie mal eine attraktive Frau sehen.
07:23Ach, ich kenne die einfach schon so lange.
07:26Gibst du es endlich zu, ja?
07:27Was?
07:28Dass du sie attraktiv findest.
07:30Klar.
07:31Ich finde euch beide attraktiv.
07:33Aber das Beste habt ihr noch nicht gesehen.
07:36Wow.
07:37Ohne Leitshow.
07:39Keine Disco.
07:40Stimmt.
07:41Das habe ich ganz vergessen.
07:42Mein Onkel hatte mal so einen Teil in seinem Partykeller.
07:45Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen.
07:47Meinst du, das Ding funktioniert noch?
07:49Klar, die sind unverwüstlich.
07:51Das ist genial, Maike.
07:53Ja.
08:02Ich habe eben versucht, Hagen anzurufen.
08:05Ich glaube, er ist gerade gekommen.
08:07Ich hoffe, dass endlich Bewegung in die Sache kommt.
08:10Jeder Tag, den wir hier mit Annabelle verbringen müssen, ist ein Tag zu viel.
08:13Erstaunlich, wie ihre bloße Anwesenheit die Atmosphäre vergiftet.
08:16Hallo, ihr beiden.
08:17Anna, Richard.
08:18Hallo.
08:18Der Prozess gegen Annabelle ist für nächste Woche anberaumt.
08:24Endlich eine gute Nachricht.
08:28Ich weiß, was ihr beide denkt.
08:30Ihr denkt, sie wird wieder davonkommen, so wie immer.
08:32Aber diesmal hat sie keine Chance.
08:35Ich habe gestern mit dem Staatsanwalt telefoniert.
08:38Es gibt nichts, was Annabelle entlasten könnte.
08:45Hallo.
08:46Ich kann nicht glauben, dass sie ausgerechnet euch beeinflusst haben soll mit ihrem Ich-bin-unschuldig-Gerede.
08:50Das fand sie auch nicht.
08:52Sie hat Victoria getötet.
08:54Ja.
08:55Und dafür wird sie bezahlen.
09:05Wo warst du?
09:07In der Manufaktur bei Nora Malwald.
09:09Hast du den Brief?
09:10Nein.
09:12Ha.
09:13Der Brief muss vernichtet werden.
09:15Ich tue, was ich kann.
09:17Hoffentlich reicht das.
09:45Ja, bitte.
09:48Hallo, Henning.
09:49Hey, Lisa.
09:51Willst du zu mir, oder?
09:53Ich mach's kurz.
09:54Ich sitz dich hier.
09:56Warum?
09:57Du hast doch bestimmt zu tun.
09:59Sicher.
09:59Aber wenn du mich schon mal besuchst, das muss dich natürlich auskosten, findest du nicht?
10:05Also, worum geht es?
10:07Ich wollte dich um einen Gefallen bitten.
10:09Was immer du willst.
10:11Wenn wir beide dafür mal wieder ausgehen?
10:14Warum nicht?
10:15Heute Abend?
10:16Kann ich leider nicht.
10:19Ich sag einfach Bescheid, wenn es dir passt.
10:23Also, was für einen Gefallen kann ich dir tun?
10:25Du könntest dafür sorgen, dass morgen deine gesamte Familie zum Frühstück erscheint.
10:28Das wird schwierig.
10:29Ich hab morgen früh einen Termin bei der Bank.
10:31Es ist vor allem wichtig, dass Richard dabei ist.
10:33Und warum?
10:35Annabelle hat etwas zu verkünden.
10:37Mehr kann ich leider dazu nicht sagen.
10:39Du weißt, wie dein Onkel zu Annabelle steht.
10:42Verstehe.
10:43Wenn sie ihn fragt, kommt er bestimmt nicht.
10:45Aber was hast du damit zu tun?
10:47Ich würde dir das gerne erzählen.
10:49Aber es geht nicht.
10:51Ja.
10:53Ich könnte sicher sagen, dass Annabelle etwas wegen der Scheidung mit ihm besprechen will.
10:56Das ist eine gute Idee.
10:58Na schön, dann mach ich das.
11:00Danke, Henning.
11:01Keine Ursache.
11:20Hallo, Frau Ritter.
11:22Hagen ist gerade ins Gutshaus.
11:24Ich wollte nur ein paar Sachen holen.
11:26Natürlich.
11:27Wie ist die neue Wohnung?
11:29Schön.
11:30Bisschen kleiner als hier, aber ich putze ja nicht so gern.
11:33Fein.
11:35Das ist wahrscheinlich Ihr Bademantel?
11:38Äh, ja.
11:40Tut mir leid.
11:40Ich werde ihn reinigen lassen und schicke ihn Ihnen dazu, wenn Ihnen das recht ist.
11:44Das ist kein Problem.
11:45Ich kann ihn einfach auch später abholen.
11:47Nein, nein, ich mach das schon.
11:48Okay.
11:50Tschüss.
11:50Tschüss.
11:56So, jetzt sind wir offiziell Kollegen.
11:59Schön.
11:59Warte mal.
12:01Luisa.
12:02Hallo, Simon.
12:04Hallo.
12:05Hallo, Frau Becker.
12:06Hallo, Luisa.
12:07Willst du auch hier anfangen?
12:08Nein, ich hatte ein Treffen wegen einer privaten Angelegenheit mit Henning.
12:12Dann will ich euch mal nicht weiter stören.
12:14Bis später.
12:15Bis später.
12:15Eine private Angelegenheit?
12:17Nein.
12:18Es ging um Nora.
12:20Ich habe ihr den Brief gegeben.
12:22Das, warum?
12:23Jetzt lassen Sie sich hier darüber reden.
12:25Die Designabteilung ist leer.
12:26Meik hat sich freigenommen.
12:27Lass dich von mir nicht stören.
12:29Nein, du störst nicht.
12:30Er wollte mir nur ein paar Entferfer zeigen.
12:32Ich hoffe, Sie verraten ja keine Betriebsgeheimnisse.
12:35Würde ich niemals tun.
13:04Ich hoffe, Sie verraten ja keine Betriebsgeheim stellen.
13:04Wir sehen uns schon viel安ere niemals.
13:05질문
13:34Ja, und wo ist der Brief jetzt?
13:36Nora hat versprochen, den Brief nicht aus der Hand zu geben.
13:38Sie will ihn Annabelle nur zeigen, damit sie merkt, dass wir nicht bluffen.
13:42Ich hoffe, ihr wisst, was ihr tut.
13:44Nora hat ein Recht darauf, dass Annabelle sie als Tochter anerkennt.
13:47Das mag ja sein, aber glaubst du, Annabelle lässt sich so einfach erpressen?
13:52Ich weiß nicht, aber was hätten wir tun sollen?
13:55Es muss eine andere Möglichkeit geben.
14:00Ich...
14:01Ich habe einen Gentest in Auftrag gegeben.
14:04Ohne dass Annabelle es weiß?
14:05Sie hat ja freiwillig nicht zugestimmt.
14:08Aber so ein Test ist vom Gericht wertlos.
14:10Das weiß ich. Es geht doch hauptsächlich darum, dass Nora endlich Gewissheit hat.
14:15Und woher hast du die DNA-Probe?
14:18Ein Haar von ihrem Anzug.
14:20Und jetzt weißt du nicht, ob dieser Test wirklich Annabelles Mutterschaft beweist?
14:23Doch, aber ich weiß nicht, wann das Ergebnis vorliegt.
14:26Eigentlich hätte ich es heute oder morgen bekommen müssen, aber das Labor hat so viel zu tun.
14:31Und deshalb erpresste sie jetzt mit diesem Brief.
14:36Luisa, glaubst du wirklich, dass das der richtige Weg ist?
14:38Das ist keine Erpressung.
14:40Wir nutzen nur eine gute Gelegenheit.
14:43Und außerdem hätte Annabelle das Gleiche getan.
14:46Jetzt klingst du schon wie Nora.
14:50Manchmal hat sie recht.
14:52Ich hoffe, der Plan gelingt. Für Nora und für dich.
14:54Das hoffe ich auch.
14:55Jetzt gibt es kein Zurück mehr.
14:58Wir haben alles auf eine Karte gesetzt.
14:59Entweder wir gewinnen oder...
15:04Simon,
15:05du sollst dir keine Sorgen um mich machen.
15:07Nein, aber ich mache mir Sorgen.
15:09Pass auf dich auf, Luisa.
15:12Versprochen.
15:26Ich gebe sie dir nochmal.
15:28Bis bald, Birgit.
15:29Sie möchte dich nochmal sprechen.
15:31Ja, hallo, Birgit.
15:34Ja, wir sehen uns ja dann bald.
15:36Ich freue mich schon.
15:38Ja, ja, werde ich ausrichten.
15:40Gut.
15:41Ja, tschüss.
15:43Liebe Grüße nochmal.
15:47Du hast dich jetzt ziemlich kurzfristig entschlossen,
15:49Sie im Schwarzwald zu besuchen.
15:51Ja, wenn ich das erst lange plane,
15:53dann kommt immer etwas dazwischen.
15:56Eigentlich wollte ich euch ja einladen.
15:59Du hast deinen Arbeitsvertrag unterschrieben.
16:01Dank deiner Hilfe.
16:02Sehr toll.
16:04Ohne dich hätte ich Herrn Reichenbach bestimmt nicht davon überzeugen können,
16:07mir das Catering zu übertragen.
16:09Ach, deine Kochkunst hat ihn überzeugt.
16:12Ich habe ja die Sachen nur präsentiert.
16:14Ja, dann seht ihr beide euch ja wahrscheinlich häufiger.
16:18Das hoffe ich doch.
16:19Ja, also, ich glaube schon.
16:22Also, wenn ich Zeit habe.
16:24Aber du weißt, wenn ich im Labor bin, vergesse ich auch oft das Essen.
16:28Ja, Beziehungen am Arbeitsplatz führen nur zu Komplikationen.
16:32Da ich ja jetzt auch in der Manufaktur arbeite,
16:34können wir ja auch gleich nach der Arbeit was unternehmen.
16:37Tja, gute Idee.
16:39Hast du heute Abend Zeit?
16:41Was?
16:42Heute Abend?
16:43So schnell?
16:49Hallo?
16:50Ja, Sebastian, was gibt's?
16:52Grüße.
16:54Das war dein Vater.
16:59Okay, ich frage ihn.
17:01Gut.
17:03Ja, vielleicht.
17:05Danke und viel Spaß.
17:07Und, was wollte er?
17:09Er hat gerade unseren Abend gerettet.
17:11Hast du Lust, mit mir in die Disco zu gehen?
17:14Was?
17:19Komm, Anne, siehst du aus.
17:20Nur Henning kann nicht.
17:30Annabelle.
17:33Wer sonst?
17:38Ich glaube, sie würde alles tun, um mich nicht als ihre Tochter anerkennen zu müssen.
17:42Aber ist doch klar.
17:44Der Brief beweist ihre Unschuld.
17:46Und es wird ihr nichts nützen.
17:49Du hast den Brief noch?
17:52Natürlich.
17:54Aber denkst du, er ist bei dir sicher?
17:57Sie müsste mich schon niederschlagen, um ihn mir abzunehmen.
18:01Es würde mich nicht wundern, wenn sie genau das tun würde.
18:05Wir müssen den Brief verstecken.
18:08Und ich weiß auch schon wo.
18:14Hagen!
18:15Hey, Kleine.
18:17Alles in Ordnung?
18:18Ja.
18:20Das Bahnhof läuft ganz gut und meine neue Wohnung ist fast fertig.
18:23Schön.
18:25Und bei dir?
18:27Auch alles in Ordnung.
18:30Ich war gerade im Loft und hab ein paar Sachen abgeholt.
18:33Okay.
18:35Da bin ich jemandem begegnet.
18:38Ach komm, Hagen, ich weiß es doch schon.
18:40Was?
18:42Sophie Nowak.
18:43Und?
18:44Ich finde, du hättest mit mir darüber reden können.
18:46Weißt du, was das gerade für eine peinliche Situation war, als ich sie im Loft getroffen habe?
18:49Gut, gut, gut. Wir haben eine Affäre.
18:53Findest du das eine gute Idee?
18:54Was denn, verdammt nochmal?
18:56Du bist doch über Viktoria noch gar nicht so richtig hinweg.
18:59Jetzt hör mal zu, Elsa. Ich habe nicht vor, Sophie zu heiraten.
19:01Und mal abgesehen davon, hast du dich nach Ben Petersen ja auch relativ schnell in eine neue Beziehung gestürzt, oder
19:05nicht?
19:05Also, also sag mal, das ist ja nur wirklich was ganz anderes.
19:08Findest du?
19:09Ja!
19:10Konrad und ich, wir lernen uns doch gerade erst kennen.
19:12Und außerdem, wenn du es genau wissen willst, haben wir uns erst einmal geküsst.
19:15Elsa, es war nicht geplant, dass Sophie und ich im Bett landen.
19:17Aber es ist nun mal passiert. Wir sind alle erwachsen.
19:23Faden!
19:25Jetzt hör mal!
19:26Aber es ist doch überhaupt nicht unserem Alter angemessen.
19:29Also, was hat denn das mit unserem Alter zu tun, wenn wir unseren Sohn an seinem neuen Arbeitsplatz besuchen wollen?
19:34Ja, schon, aber nicht ausgerechnet, wenn da Disco ist.
19:37Ja, er hat uns eingeladen und wir wollten doch ohnehin was zusammen unternehmen.
19:41Ja, klar, aber das sind lauter junge Leute, die wollen unter sich sein, die wollen flirten, die wollen tanzen.
19:49Tobias, sag du doch mal was.
19:51Ja, vielleicht wird's ja ganz lustig.
19:55Bestimmt. Für dich vielleicht.
19:56Und am nächsten Tag erfährst du, wie wir beide uns blamiert haben.
19:59Wieso sollten wir uns denn blamiert haben? Wir waren früher öfter in der Disco.
20:03Ja, aber das ist doch schon lange her.
20:04Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern.
20:07Ich kann mich auch noch sehr gut an meinen ersten Schultag erinnern und will nicht wieder in die erste Klasse
20:11gehen.
20:12Na, der Vergleich hinkt ja wohl ein bisschen.
20:14Also vielleicht solltet ihr etwas unternehmen, worauf ihr beide gemeinsam Lust habt.
20:18Das ist gar nicht so einfach.
20:20Warum denn? Die Oper zum Beispiel, das interessiert uns beide.
20:23Ja, wir gehen auch gern zusammen ins Musical.
20:26Nur, dass wir da wochenlang vorher die Karten besorgen müssten.
20:29Ja, aber die kann doch ich besorgen. Das mach ich schon.
20:32Doch ein guter Kompromiss, oder?
21:00Der Teefrau von beiden.
21:01Ah, danke.
21:03Katharina, ich suche Luisa Maywald und ihre Schwester.
21:06Wissen Sie vielleicht zufällig, wo die beiden sind?
21:08Ja, die beiden sind in der Bibliothek.
21:10Ah, danke.
21:12Und das nächste Mal servieren Sie den Tee ein bisschen früher.
21:20Und du denkst, das ist ein gutes Versteck?
21:21Die öffnen Verstecke sind immer die besten.
21:30Aus einem Totenhaus.
21:32Na, das passt doch.
21:37Das finde ich auch.
21:38Ach, ich wusste doch, dass ich mich auf ihre Dummheit verlassen kann.
21:41Geben Sie mir den Brief zurück.
21:43Vergessen Sie es.
21:45Nora, Nora, warte!
21:48Was soll das?
21:49Sie kommen sich wohl besonders raffiniert vor.
21:51Wo ist der Brief?
21:54Wir wussten, dass Sie ihr Wort nicht halten würden.
21:56Das war ein Test.
21:57Und Sie haben ihn nicht bestanden.
21:59Wir überspannen Sie den Bogen nicht.
22:04Dann verrattet doch im Knast!
22:06Du blöde Kuh!
22:09Nora!
22:10Es war doch klar, dass Anna-Belle jede Chance nutzen würde,
22:13an diesen Brief zu kommen!
22:15Was sollte diese Falle?
22:16Ich wollte einfach mal sehen, woran ich bin,
22:19bevor morgen die große Erklärung abgegeben wird.
22:22Und das weißt du jetzt?
22:23Ja, das weiß ich jetzt.
22:24Tu es nicht, Nora.
22:26Ich wollte diesen Brief sowieso verbrennen.
22:28Anna-Belle gehört ins Gefängnis.
22:30Sie ist deine Mutter.
22:32Ja.
22:32Macht es das besser?
22:34Sie hat mich ein Leben lang verleugnet.
22:36Und sie tut es immer noch.
22:39Wenn du diesen Brief jetzt vernichtest...
22:41Ja, was dann?
22:43Du hast doch selbst gesagt.
22:45Dieser Brief ist unser bester Trumpf gegen Anna-Belle.
22:48Was ist, wenn er dafür sorgt,
22:51dass sie freikommt?
22:53Ich will, dass sie dafür bezahlt, was sie mir angetan hat.
22:56Du hast mich angelogen.
22:58Du wolltest sie,
22:59dass wir diesen Brief an die Polizei übergeben.
23:01Ich bin eine Lügnerin.
23:02Wie schrecklich.
23:03Rate mal, von wem ich das geerbt habe.
23:05Wenn Annabelle erst mal im Knast sitzt,
23:07werde ich sie zu einem Gentest zwingen.
23:09Und dann hole ich mir meinen Teil von Falken da Porzellan.
23:12Jetzt gib mir den Brief.
23:14Luisa, du verstehst es einfach nicht.
23:17Du gewolltest, dass wir meine Mutter finden.
23:18Und wir haben sie gefunden.
23:20Und jeden Tag wünschst du mir nichts mehr,
23:22als wäre das alles nichts geschehen.
23:26Meine Mutter ist ein Teufel.
23:29Was sagt denn das über mich außen?
23:30Nichts.
23:32Gar nichts.
23:33Du kannst doch nichts dafür, dass deine Mutter so ist.
23:37Jetzt gib mir den Brief, Nora.
23:38Ich weiß nicht, was...
23:39Warum willst du diesen Brief eigentlich so dringend haben, hä?
23:42Willst du, dass sie freikommt?
23:46Annabelle hat ein Recht auf einen Fernprozess.
23:48Wie jeder andere Mensch.
23:49Und ich?
23:50Ich habe kein Recht?
23:52Recht auf meine Mutter zum Beispiel?
23:53Du änderst nichts, wenn du dich auf ihr Niveau hinabbegibst.
23:58Gib mir den Brief.
24:03Da bist du tatsächlich nicht besser als Annabelle von Weyden.
24:23Alles wird gut.
24:25Oh Gott, ich versuche das.
24:48Also ich muss zugeben,
24:50bei einem guten Glas Wein zu Hause zu sitzen hat auch was.
24:53Besser ist in der Disco.
24:55So leicht kommst du mir nicht davon.
24:57Das fürchte ich.
24:59Dann auf deinen ersten Arbeitstagmorgen.
25:02Gut, dass du mich daran erinnerst.
25:04Ich sollte lieber ins Bett gehen.
25:09Und falls wir uns nicht mehr sehen,
25:11wünsche ich dir eine gute Reise, Eva.
25:13Und liebe Grüße an Birgit.
25:14Ja, danke.
25:15Werde ich ausrichten.
25:19Weißt du, manchmal verstehe ich es ja nicht.
25:21Disco.
25:23Das ist doch mal was anderes.
25:24Ach, wärst du hingegangen?
25:26Na, mich hat ja keiner gefragt.
25:27Aber wenn es ums Tanzen geht,
25:28dann macht mir keiner was vor.
25:31Jedenfalls solltest du dir etwas einfallen lassen,
25:32wie er mehr Zeit miteinander verbringt.
25:34Ja, aber nicht in der Disco.
25:35Ja, dann eben woanders.
25:38Sag mal, merkst du nicht,
25:39dass Marianne dich auch ab und zu mal
25:40ein bisschen für sich haben will?
25:43Du kannst dich nicht mal dazu durchringen,
25:44in Zukunft wenigstens ab und zu mal
25:46ans Catering zu gehen.
25:48Tja.
25:49Ich kann es ja mal versuchen.
25:51Also Tobias hat schon recht.
25:52Auch wenn man verheiratet ist,
25:54sollte man das nicht alles als so selbstverständlich nehmen.
25:57So ein paar gemeinsame Unternehmungen
25:59sind schon wichtig.
26:01Sonst lebt man eines Tages
26:02nur nebeneinander her.
26:12Also irgendwie habe ich mir das heute Abend
26:14alles ein bisschen anders vorgestellt.
26:15Wieso dafür,
26:16dass wir so kurzfristig eingeladen haben?
26:18Sind doch wirklich viele Leute gekommen.
26:19Ich rede von Sebastian.
26:21Wieso, was ist mit ihm?
26:22Der steht den ganzen Abend nur hinterm Tresen rum.
26:25Ja und?
26:26Was hast du erwartet?
26:28Du hast recht,
26:29ich glaube,
26:29mein Plan war noch nicht ganz ausgereift.
26:31Also ich hatte keinen Plan.
26:33Aber ich
26:34und ich garantiere dir,
26:36du wirst heute Nacht noch mit ihm tanzen.
26:37Wieso?
26:38Ich amüsiere mich auch so.
26:39Mit der Einstellung kriegst du nie einen Mann.
26:48Na?
26:49Habt ihr Spaß?
26:50Ja klar und wie.
26:51Ich dachte schon,
26:52du kommst gar nicht mehr.
26:53Ich habe noch meinen Bruder getroffen.
26:55Und kommt dein Förster auch noch?
26:56Er ist nicht mein Förster.
26:58Und Disco ist auch nicht so sein Ding.
27:00Ich glaube,
27:01ich gehe mal nach Sebastian gucken.
27:02Der will bestimmt auch tanzen.
27:04Ein Glück,
27:04dass Elsa jetzt da ist.
27:06Lisi,
27:06ich weiß ja,
27:06dass du es gut mit mir meinst.
27:08Aber ich finde es wirklich nicht gut,
27:09dass du die ganze Zeit versuchst,
27:10mich mit Sebastian zu verkuppeln.
27:11Du willst ihn doch.
27:12Du stehst doch total auf ihn.
27:13Ja und,
27:14das heißt doch nicht,
27:14dass ich hinter ihm herdackele.
27:15Das habe ich schon bei Tim gemacht.
27:17Oh,
27:17jetzt vergiss doch eigentlich
27:18diesen Stehgeiger.
27:19Den habe ich doch schon längst vergessen.
27:21Ich will noch nicht
27:22den gleichen Fehler nochmal machen.
27:24Und,
27:25was hat er gesagt?
27:26Dass ich mich entspannen soll
27:27und dass er alles im Griff hat?
27:29Der drückt sich vorm Tanzen.
27:31Ich glaube es nicht.
27:34Und was macht sie?
27:35Ich will es gar nicht wissen.
27:46Ich habe unterschätzt,
27:50wie sie an Nora Annabelle
27:51mittlerweile hasst.
27:53Sie weiß inzwischen selbst nicht mehr,
27:55was ihr wichtiger ist.
27:56Dass Annabelle bestraft wird
27:58für all die Demütigung,
27:59die sie ihr angetan hat.
28:01Oder dass sie sich endlich dazu bekennt,
28:03ihre Mutter zu sein.
28:06Aber was für eine Mutter ist das?
28:08Annabelle reicht es nicht aus,
28:10ihre Tochter zu verleugnen.
28:11Sie muss sie dabei auch noch derart reizen,
28:13dass Nora jedes Maß verliert.
28:15Wie gerade eben.
28:18Vielleicht hat Nora recht
28:19und wir sollten den Brief verbrennen.
28:22Sie wollten mich sprechen?
28:27Es geht nochmal um den Brief.
28:29Frau Maywald,
28:30wir haben doch gerade eben
28:31mit Hagen darüber gesprochen.
28:32Es gibt ihn nicht.
28:34Er ist eine Lüge,
28:35die Annabelle van Weyden
28:36in die Welt gesetzt hat,
28:37um ihre Gegner zu verunsichern.
28:40Und wenn es diesmal Hagen ist,
28:42der lügt?
28:42Wie gesagt,
28:43Hagen würde niemals
28:44am Beweismittel zurückhalten.
28:46Warum wollen Sie das nicht glauben?
28:56Das sind Victorias letzte Worte?
29:10Oh Gott.
29:14Sie können die Echtheit des Briefes
29:16natürlich überprüfen lassen.
29:18Aber ich persönlich glaube,
29:19es handelt sich um das Original.
29:24Ich will, dass Sie den Brief an sich nehmen.
29:27Bei mir ist er nicht sicher.
29:30Ich vertraue Ihnen.
29:32Sie werden das Richtige tun.
29:42Also, was auch immer Lissi vorhatte,
29:43es scheint nicht zu funktionieren.
29:45Offensichtlich.
29:47Du, ich kriege es hier auch alleine hin.
29:48Du kannst jetzt tanzen gehen.
29:49Das ist ein Befehl.
29:51Ich finde sie auch ganz nett.
29:52Was, dann bin ich ein schlechter Tänzer.
29:53Das habe ich von meinem Vater.
29:56Bewegung ist gesund.
29:58Weißt du, was ein New Orleans Fizz ist?
30:00Wieso?
30:00Wer will den nur haben?
30:01Wer da?
30:02Aber ich kann den nicht.
30:04Dann mixe ich ihm einen.
30:07Du kennst den Drink?
30:08Klar.
30:10Siehst du alles lernt auf dem Internat.
30:12Züß dir mal.
30:13Kannst du ein bisschen langsamere Musik anmachen?
30:15Ich kann mich sonst nicht konzentrieren.
30:16Und geh bitte endlich tanzen.
30:18Ich schaue dir lieber zu und lerne.
30:20Du bist ein komischer Typ.
30:22Wieso?
30:23Weil ich meinen Job ernst nehme?
30:24Mhm.
30:25Kann man hier auch eine normale Cola bekommen?
30:27Und noch ein Bier.
30:28Ja, das kriege ich gerade noch hin.
30:30Und Lissi zeigt dir, wie man Cocktails mischt.
30:33Hey, was macht ihr denn mit meinen Eiern?
30:34Die sind morgen fürs Frühstück.
30:36Kannst du Eigelb und Eiweiß drin?
30:38Du gibst Eier in den Cocktail?
30:39Das Eiweiß.
30:40Steht im Rezept.
30:41Abgefahren.
30:56Du gibst Eier in den Cocktail.
31:17Frau Van Weiden?
31:22Ich muss Ihnen etwas sagen.
31:23Und das werden Sie trotz Ihres Hörsturzes verstehen.
31:27Ich habe den Brief an Frau Nowak weitergegeben.
31:33Frau Nowak ist absolut vertrauenswürdig.
31:36Sie können also davon ausgehen,
31:38dass der Brief als Beweismittel im Prozess auftauchen wird.
31:44Warum erzählen Sie mir das?
31:48Nora und ich haben uns hinreißen lassen,
31:50uns ihrer Methoden zu bedienen.
31:53Erpressung, Unterschlagung von Beweismaterial.
31:55Das war falsch.
31:57Das ist sehr reizend.
31:58Beleidigungen am frühen Morgen.
32:01Das ist keine Beleidigung, ich sage nur, wie es ist.
32:04Und ich möchte Ihnen auch die Möglichkeit geben,
32:06aus Ihren Fehlern zu lernen.
32:10Da bin ich ja gespannt.
32:12Wie soll das denn aussehen?
32:15Halten Sie, was Sie Nora versprochen haben.
32:19Sie meinen, was Sie mir mit Ihrer hübschen,
32:21kleinen Erpressung abtrotzen wollten?
32:25Es gibt keine Erpressung mehr.
32:28Ich hoffe auf Ihre Menschlichkeit.
32:32Erkennen Sie Nora als Ihre Tochter an.
32:34Es steht ihr zu, das wissen Sie genauso gut wie ich.
32:39Ihre Schwester steht gar nicht zu.
32:44Tun Sie einmal in Ihrem Leben das Richtige.
33:03Es wird ja schon jemand den Kopf abreißen,
33:05wenn du mal fünf Minuten zu spät kommst.
33:07Nein, aber ich verstehe nicht, warum Frauen immer so lange im Bad brauchen.
33:11Es ist Mariannes erster Arbeitstag.
33:13Sie will gut aussehen.
33:14Ja, aber es sieht doch immer gut aus.
33:16Ich sage ja das häufiger, das wirkt besser als jedes Make-up.
33:19Guten Morgen.
33:20Was ist mit meinem Make-up?
33:23Oh, nichts.
33:25Marianne, du siehst großartig aus.
33:27Danke.
33:29Müsstest du nicht längst im Labor sein?
33:31Nein, nein, ich habe auf dich gewartet.
33:34Ist alles in Ordnung mit dir?
33:36Ja, ja, ich habe mir überlegt,
33:38wir könnten doch wieder gemeinsam mal was unternehmen.
33:43Ich habe nichts damit zu tun.
33:44Nein, nein, das ist nur für uns beide.
33:46Was hältst du davon?
33:50Das ist ja ein Tanzkurs.
33:52Ja, du tanzt doch gerne.
33:54Ja, ich schon, aber du doch nicht.
33:56Ach ja, weil es mir noch niemand so richtig gezeigt hat.
33:58Auf alle Fälle habe ich uns beide angemeldet.
34:04Das ist doch ein Witz, oder?
34:05Nein, nein.
34:06Ich weiß, du glaubst, ich schaffe das nicht,
34:07aber es ist nur ein Abend die Woche
34:09und da kann mich die Firma und das Labor einfach gerne haben.
34:14Du bist dein Scheiß, danke.
34:32Luisa, haben Sie einen Moment Zeit?
34:35Ja, natürlich.
34:38Setzen wir uns.
34:52Ich habe gehört, dass Sie zufällig einen Brief gefunden haben,
34:56der im Prozess gegen Annabelle von Weiden
34:59ein wichtiges Beweisstück sein könnte.
35:03Ja, das stimmt.
35:07Vielleicht können Sie sich vorstellen,
35:10welche Bedeutung Victorias letzte Zeilen
35:13auch für mich haben.
35:18Ich habe ihn gelesen.
35:24Das sind die Abschiedsworte meiner Tochter und
35:28da Sie den Inhalt kennen, werden Sie sich fragen,
35:32warum Hagen Ritter ihn nicht der Polizei übergeben hat.
35:35Er hat es mir erklärt.
35:37Was hat er gesagt?
35:39Er hat gesagt, dass Annabelle Victoria getötet hat,
35:43egal was in dem Brief steht.
35:45Dass dieser Brief Missverständnis hervorrufen könnte
35:49und Annabelle aus dem Gefängnis kommt,
35:54obwohl sie schuldig ist.
35:57Aber Sie haben ihm nicht geglaubt.
36:01Das ist nicht die Frage.
36:05Sondern?
36:07Ich kann doch nicht beurteilen,
36:09was hier Wahrheit und was Lüge ist,
36:12wer schuldig ist, wer unschuldig ist.
36:15Das ist Sache des Gerichts.
36:22Wollen Sie einmal Kinder haben?
36:26Warum fragen Sie mich das?
36:31Victoria war meine Tochter.
36:34Und Sie verlangen einen fairen Prozess
36:36für Ihre Mörderin.
36:42Vielleicht haben Sie selbst einmal Kinder.
36:46Und ich hoffe, Ihnen bleibt das spart,
36:47was ich im Moment gerade durchmache.
36:51Alles, was ich will,
36:52dass meine Tochter ihren Frieden findet.
36:57Bitte.
36:57Bitte.
36:59Geben Sie mir diesen Brief.
37:02Das geht nicht.
37:04Selbst wenn ich wollte.
37:07Warum nicht?
37:11Ich habe Ihnen
37:13Frau Nowak gegeben.
37:37Und wie geht's dir?
37:38Ganz gut.
37:39Kein Kater?
37:40Ach, woher denn?
37:41Ich habe gerade mal zwei Bier getrunken.
37:43Das war's.
37:44Wie lange ging's denn noch?
37:46Nicht mehr lange.
37:47So eine halbe Stunde,
37:47nachdem ich gegangen bin,
37:48haben wir auch Schluss gemacht.
37:49Aber dafür, dass es das erste Mal war,
37:51hat doch alles ganz gut geklappt, oder?
37:53Ja, für Spani's schon.
37:54Aber für dich ja nicht.
37:56Wieso?
37:57Ach, wer kann denn ahnen,
37:58dass Sebastian so ein Tanzmuffel ist?
37:59Ach, Lisi, auch wenn er getanzt hätte,
38:01für ihn wäre das sowieso alles wieder
38:02nur rein freundschaftlich gewesen.
38:04Du kennst ihn doch mittlerweile.
38:05Der weiß überhaupt nicht,
38:06was ihm entgeht.
38:07Danke.
38:08Ist doch wahr.
38:09Na ja, gestern Abend
38:10hatte er eher nur Augen für dich.
38:13Das tut mir so leid,
38:14das war echt nicht meine Absicht.
38:15Ach, das ist schon okay.
38:17Nach dem habe ich mir sowieso gesporen,
38:18dass ich wegen Männern
38:19keine schlaflosen Nächte mehr habe.
38:20Und daran halte ich mich auch.
38:26Wo kommt denn niemand?
38:27Du bist sicher,
38:28dass alle Bescheid wissen?
38:29Alle, die es betrifft.
38:33Hast du eine Ahnung,
38:33was das jetzt hier soll?
38:35Was hat Annabelle so Wichtiges
38:36mit mir wegen der Scheidung zu bereden?
38:38Warum wendet sie sich nicht
38:39an deine Kollegin?
38:39Richard, ich habe keine Ahnung.
38:41Guten Morgen.
38:42Morgen.
38:43Guten Morgen.
38:47Annabelle, bitte,
38:48sag, was du zu sagen hast.
38:49Ich habe keine Lust
38:50auf deine Spielchen, okay?
38:51Ich verstehe nicht.
38:53Was hast du so Wichtiges
38:54wegen der Scheidung
38:55mit mir zu klären?
38:58Sie wird es nicht sagen.
39:00Ich habe es gewusst.
39:02Pusterbrief.
39:03Ich habe ihn nicht mehr.
39:05Was sollte ich klären wollen?
39:08Müssen wir das
39:08vor dem Personal besprechen?
39:15Bitte.
39:16Was machen wir denn jetzt?
39:21Ja, bitte?
39:24Ist du echt?
39:25Mutter, nein, überhaupt nicht.
39:26Komm rein.
39:27Wie ist dein erster Tag?
39:29Gut.
39:30Allerdings ist mehr zu tun,
39:31als ich dachte.
39:32Hier, probier mal.
39:33Danke.
39:38Du fragst mich gar nicht,
39:39warum ich so gut gelaunt bin.
39:41Das bist du doch immer.
39:44Stell dir vor,
39:44dein Vater hat mich gefragt,
39:45ob ich mit ihm
39:46einen Tanzkurs mache.
39:47Tatsächlich?
39:48Ja, tatsächlich.
39:51Es scheint dich aber
39:52nicht sonderlich zu interessieren.
39:54Es tut mir leid,
39:55ich bin gerade
39:55mit meinen Gedanken woanders.
39:58Darf ich raten, wo?
40:02Ich mache mir Sorgen um Luisa.
40:04Aber es geht ihr doch gut.
40:06Das hoffe ich.
40:07Das tue ich wirklich.
40:09Sie macht im Moment
40:10eine sehr schwierige Zeit durch.
40:13Und ich hoffe,
40:14dass ihr Heil aus der Sache herauskommt.
40:20Also, was ist jetzt?
40:23Richard, allen Ernstes,
40:24ich bin genauso klug wie du.
40:27Aber ich will gern
40:28die Gelegenheit nutzen,
40:29vielleicht ist es ja
40:30das letzte Mal
40:31vor Prozessbeginn,
40:32dass wir so friedlich
40:33versammelt sind.
40:35Das höre ich mir nicht genau an.
40:37Ich so gut was.
40:38Herr van Beiden?
40:40Ja?
40:41Ihre,
40:43also Frau van Beiden
40:44hätte tatsächlich
40:45etwas Wichtiges zu sagen.
40:47Halten Sie sich da raus.
40:49Es geht um die Familie.
40:52Frau van Beiden
40:53wollte eigentlich sagen,
40:54dass sie nach 30 Jahren
40:55ihre verloren geglaubte
40:56Tochter wiedergefunden hat.
40:59Hier meine Adoptivschwester,
41:00Nora.
41:03Richard glaubt ja kein Wort.
41:05Was reden Sie da?
41:07Das ist die Wahrheit.
41:08Ich habe einen Gentest
41:09machen lassen.
41:11Hier steht es
41:12schwarz auf weiß.
41:13Sie sind
41:14Noras Mutter.
41:15Noras Mutter.
41:22Untertitelung des ZDF, 2020
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