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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Es ist gerade klar geworden, dass ich durch unsere Beziehung ihre Probleme völlig aus den Augen verloren habe.
00:09Mir ist klar geworden, dass ich die Probleme von Nora unterschätzt habe.
00:12Ich weiß nicht, warum ich denken konnte, dass ich schlauer wäre als du.
00:15Du kennst sie viel länger und besser als ich.
00:22Nora wirkt oft kalt und berechnend, aber in Wirklichkeit versteckt sie ihre Gefühle, weil sie Angst hat, verletzt zu werden.
00:28Auf jeden Fall braucht sie jemanden, der auf sie aufpasst.
00:30Mir ist klar geworden, dass ich dir über diese Aufgabe nur im Weg stehen würde.
00:39Glaub mir, Simon.
00:42Ich wäre gern mit dir zusammen.
00:48Ich denke, da gibt es eine Lösung. Wir können Freunde sein. Also einfach nur Freunde.
01:10Wirklichkeit.
01:12Wirklichkeit.
01:14Wirklichkeit.
01:34Freunde, und du glaubst, es geht.
01:36Willst du, dass wir uns aus dem Weg gehen und gar nicht mehr sehen?
01:38Das geht ja gar nicht. Das Schicksal hat uns schon wieder zusammengeführt.
01:42Ja, und ich bin froh darüber.
01:47Ich auch.
01:55Ich war sehr selbstsüchtig.
01:58Als ob Nora nicht schon genug Belastung für dich war, dann musste auch noch ich kommen und dich bedrängen.
02:04Du verstehst also, warum ich mich zurückgezogen habe?
02:07Natürlich.
02:09Ich hätte sehr gern mit dir gesprochen.
02:13Weißt du, was sehr schwer für mich war? Zu akzeptieren, dass du deine Probleme nicht mehr mit mir teilst.
02:17Frau Landmann hat mir erzählt, dass Nora wieder irgendeine Dummheit angestellt hat.
02:21Sie würde mir aber nicht sagen, was.
02:25Stimmt. Nora ist in Hagenritters Loft eingebrochen.
02:29Was?
02:31Frau Nowak hat sie dabei erwischt.
02:33Und wer ist Frau Nowak?
02:35Sophie Nowak. Das ist die neue Scheidungsanwältin von Richard van Weiden.
02:40Sie hat mir ein Ultimatum gestellt. Ich habe heute Zeit herauszufinden, was Nora im Loft gesucht hat.
02:46Sonst informiert sie Herrn Ritter.
02:53Und was wollte sie da?
02:56Ich weiß es nicht. Nora ist in der geschlossenen Therapie. Ich kann sie nicht erreichen.
03:02Ich habe keine Ahnung, was sich Frau Nowak heute erzählen soll.
03:06Was ist, wenn Nora angezeigt wird?
03:13Entschuldigung.
03:14Ist schon okay.
03:19Ja, Henning?
03:20Luisa, bist du unterwegs?
03:22Kann ich mir schon ein Aperitif bestellen?
03:25Es tut mir leid. Ich habe dich total vergessen.
03:29Ein einfaches. Ich habe mich verspätet. Hätte gereicht.
03:34Und soll ich noch nachkommen?
03:36Natürlich. Ich warte auf dich.
03:38Gut. Dann bis gleich.
03:40Bis dann.
03:49Das war Henning. Wir waren eigentlich verabredet.
03:54Ist schon in Ordnung. Geh nur.
03:56Wirklich?
03:57Gib mir aber bitte noch eine Antwort.
04:00Freunde?
04:06Ja.
04:09Freunde.
04:34Wozu braucht Frau Nowak Richards Familienbuch?
04:37Sie will belegen, dass keine von Richards Frauen den Namen von Weiden behalten hat.
04:42Glaubst du im Ernst, Annabelle ist bereit, nach der Scheidung ihren Mädchennamen wieder anzunehmen?
04:45Ich weiß es nicht. Aber versuchen kann man es ja mal.
04:48Sophie hat als Scheidungsanwältin schon ganz andere Fälle geknackt.
04:52Ich hatte gehofft, die Scheidung wäre durch, bis Richard zurück ist.
04:56Er kommt morgen zurück, richtig?
04:58Ja. Und es wäre sehr schön, wenn er nach seinem Kreislaufkollaps ein neues Kapitel in seinem Leben aufschlagen könnte.
05:06Pass auf. Ich treffe mich nachher mit Sophie.
05:09Wir wollen besprechen, wie es weitergeht. Wir werden die Sache vorantreiben, okay?
05:14Kann ich den Brief nochmal sehen?
05:32Vickys Schrift.
05:35Ich habe Jahre gebraucht, um sie zu entziffern.
05:39Wir müssen den Brief unter Verschluss halten. Richard darf ihn niemals zu Gesicht bekommen.
05:43Ich weiß, dass der Brief gefährlich ist. Aber es sind auch Victorias letzte Worte an mich.
05:50Dir ist hoffentlich klar, dass Frau Nowak eine gewisse Gefahr für uns darstellt.
05:55Nach allem, was du mir von ihrem Gerechtigkeitssinn erzählt hast.
05:58Elena, Sophie kümmert sich ausschließlich um den Entscheidungsfall.
06:01Sie hat mit der Mordsache überhaupt nichts zu tun.
06:04Ich werde mich erst ganz sicher fühlen, wenn Annabelle für den Mord an Victoria verurteilt worden ist.
06:09Ja. Und das ist nur noch eine Frage der Zeit.
06:22Hallo. Gibt es jetzt etwas Besonderes?
06:25Nein.
06:28Außer, dass mein Cousin höchstwahrscheinlich ein Buch über Manager-Methoden gelesen hat und jetzt nimmt er ihren Vater unter die
06:33Lupe.
06:34Unter die Lupe? Inwiefern?
06:36Er will ihm das Budget kürzen.
06:38Na, da wird er sich ja bei meinem Vater ganz schön die Zähne ausbeißen.
06:41Keine Löwin verteidigt ihre Jungen so mutig wie mein Vater sein Laborspielzeug.
06:45Lisi meint, das wäre der Anfang vom Ende.
06:49Was soll das denn bedeuten?
06:50Na, Sie kennen das doch. Erst kommen die Budgetkürzungen und dann wird das Projekt als Ganzes infrage gestellt.
06:54Ja, das kenne ich. Aber ich glaube nicht, dass Herr Reichenbach das Projekt infrage stellen wird.
07:01Vielleicht sollten Sie mal mit ihm darüber sprechen.
07:03Ja, das werde ich ganz sicherlich nicht tun.
07:06Erstens würde sich mein Vater bei mir bedanken, dass ich ihn in die Abteilung fische und zweitens...
07:09Zweitens?
07:11Würde mir Herr Reichenbach sowieso nicht zuhören.
07:16Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die beiden sich nicht riechen können.
07:19Was sollen wir denn jetzt machen?
07:21Keine Ahnung. Das Ding ist wohl gelaufen.
07:24Aber dann soll er sich später nicht bei mir beschweren, dass ich ihn nicht gewarnt hätte.
07:28Vielleicht sollten wir mal mit Sebastian darüber sprechen.
07:32Der Arzt hätte mir ja ruhig mal eine Spritze gegen dieses Borre...
07:36Borreliodings da da gehen können.
07:37Es gibt keine Impfung gegen Borreliose.
07:39Na, dann eben Antibiotika.
07:41Wer weiß, was dieses Vieh mir jetzt alles angehangen hat.
07:43Ach, die Zecke hatte sich doch höchstens eine Stunde an ihr festgebissen.
07:46Soll mich das jetzt beruhigen?
07:48Ich hatte schon hundert Zeckenbisse und es ist nie was passiert.
07:51Na, wie schön, dass es dir offensichtlich nichts ausmacht, wenn so ein Vieh dich anspringt.
07:54Das ist eben Natur.
07:56Natur. Hier ist auch Natur. Und hier lassen sich diese Dinger nicht vom Baum fallen.
08:00Zecken lassen sich nicht vom Baum fallen.
08:02Natürlich.
08:03Bin ich der Förster oder du?
08:06Ist ja auch egal.
08:08Jedenfalls fühle ich mich am wohlsten in der Umgebung, wo es auch Straßenlaternen und Gullideck liegt.
08:12Ja, dann war der ganze Ausflug also eine dumme Idee.
08:15Nein.
08:16Natürlich nicht.
08:18Alles, was du mir heute gezeigt hast, das war wundervoll.
08:22Und warum lässt du dir dann von so einer Kleinigkeit den Spaß verderben?
08:26Ich bin eben ein Stadtmensch.
08:28Im Wald fühle ich mich immer so, als würde ich da nicht hingehören.
08:31Das hat man gemerkt.
08:33Können wir beim nächsten Mal nicht einfach in ein schönes Straßencafé gehen, so wie andere Leute auch?
08:37Na, ist ja auch schön.
08:38Muss man hinterher wenigstens nicht zum Arzt.
08:40Okay, versprochen. Beim nächsten Mal gibt es kein Picknick im Wald.
08:44Danke.
08:48Ich bin halt so.
08:50Was soll ich denn machen?
09:07Henning, tut mir leid. Ich wurde aufgehalten.
09:09Kein Problem. Auf dich fahrt ich gerne.
09:12Wie geht es Noah? Hat sie sich schon wieder gefangen?
09:15Sie ist weggefahren, um an einer Gruppentherapie teilzunehmen.
09:19Wirklich? Herzlichen Glückwunsch. Ich bin beeindruckt.
09:23Wovon?
09:24Dass du sie dazu gebracht hast, an einer Therapie teilzunehmen.
09:28Das war ihre eigene Idee.
09:31So viel Einsicht hätte ich ihr nicht zugetaut.
09:34Ich fürchte, es war weniger Einsicht als der Wunsch, sich zu verstecken.
09:37Aber lass uns über was anderes reden.
09:41Hallo, Frau Maywald. Könnte ich Sie kurz sprechen?
09:46Ich weiß, was Sie wollen. Aber ich kann Nora nicht erreichen. Ich brauche ein bisschen mehr Zeit.
09:50Ich habe gerade eben mit dem Gefängnis telefoniert.
09:52Sie haben heute Annabelle von beiden besucht. Ich frage mich, warum?
09:55Sie müssen Richards neue Anwältin sein.
09:57Ja, das ist korrekt. Sophie Nowak.
09:59Henning Leichenbach, setzen Sie sich doch.
10:02Entschuldigung, Henning. Ich weiß, es ist unhöflich.
10:04Aber können wir unsere Verabredung nochmal verschieben?
10:11Ich melde mich später bei dir.
10:12Wiedersehen.
10:13Wiedersehen.
10:15Ich hoffe, Sie bekommen jetzt meinetwegen keinen Ärger.
10:18Das biege ich schon wieder hin.
10:19Ich habe auch nur eine Frage.
10:21Arbeiten Sie mit Annabelle von beiden zusammen, um die Scheidung zu sabotieren?
10:32Hey.
10:33Hi.
10:34Hallo.
10:35Na, wie geht's?
10:36Gut.
10:37Außer, dass ich noch keinen Job habe und dringend Geld für meine Wüstentour brauche.
10:42Und euch?
10:43Geht so.
10:44Wie geht so?
10:45Sag du es ihm.
10:46Wieso ich?
10:47Es war deine Idee.
10:48Wieso? Aber du bist der Meinung, dass sein Vater den Job verliert.
10:50Moment, Moment, Moment mal.
10:52Wer verliert den Job?
10:53Ach, das ist noch gar nicht sicher.
10:54Ja, meiner Meinung nach ist es ziemlich wahrscheinlich.
10:57Wovon sprecht ihr überhaupt?
10:58Deinem Vater wird das Budget gekürzt und Lisi meint, das wäre der Anfang vom Ende.
11:02Er sagt, dass er durch die Budgetkürzung keine Aussicht auf Erfolg mehr haben wird.
11:05Und woher weißt du das?
11:06Ich habe es mit angehört. Er ist meinem Cousin erzieht und ich war dabei.
11:10Ja, das kann ich mir vorstellen.
11:11Selbst ich könnte die Forschung meines Vaters besser verkaufen als er selbst.
11:14Wahrscheinlich hat er über Versuchsreihen und Forschungsrisiken referiert.
11:18Genau so war es.
11:19Na ja. Und Simon?
11:21Ach, der will sich da nicht einmischen.
11:22Ja, das kann ich auch verstehen. Der hat im Moment selbst genug Probleme.
11:27Na ja, danke, dass ihr mir das gesagt habt.
11:31Wie? Du willst jetzt nichts unternehmen?
11:33Ja, was soll ich denn unternehmen?
11:35Soll ich zu deinem Cousin gehen und ihm die Sache selbst erklären, oder wie?
11:39Ja.
11:42Ja, warum eigentlich nicht?
11:44Ich glaube, Annabelle von Weiden hat Nora beauftragt, in die Wohnung einzubrechen.
11:48Ihre Schwester arbeitet noch für Frau von Weiden?
11:51Nein, offiziell nicht.
11:53Sie muss sie wohl unter Druck gesetzt haben.
11:55Womit?
11:56Das habe ich versucht herauszufinden.
11:58Deshalb war ich im Gefängnis, aber sie hat alles abgestritten.
12:02Vielleicht hat sich ihre Schwester als Sekretärin etwas zu Schulden kommen lassen, womit Annabelle
12:06von Weiden sie jetzt erpresst?
12:07Nein, das glaube ich nicht.
12:09Ich denke, es ist eher was Persönliches.
12:12Frau Maywald, ich würde Ihnen gerne glauben.
12:14Aber wenn Sie mir nicht sagen, was Sie wissen, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.
12:19Kann ich mich darauf verlassen, dass es unter uns bleibt?
12:21Sofern es den Scheidungsprozess nicht beeinflusst?
12:24Ja.
12:26Annabelle von Weiden ist nicht nur Noras ehemalige Chefin.
12:30Sondern?
12:32Sie ist Ihre Mutter.
12:48Was machen Sie denn da?
12:50Die anderen haben sich auch selbst bedient.
12:52Dagmar?
12:54Aber wo steckt die denn zum Teufel?
12:57Guck mal.
12:59Sorry, Kellnern ist nichts für mich, bin weg.
13:01Dagmar, sag mal, spinnt die?
13:02Sieht ja aus, als hätte man ein Problem.
13:04Und ich habe gedacht, sie wäre perfekt für den Job.
13:06So kann man sich irren.
13:08Jetzt muss ich das ganze Ding hier auch noch heute alleine schmeißen.
13:11Super Tag.
13:13Ich kann dir helfen.
13:15Du weißt aber schon, dass in einem Kaffee keine Bäume gefällt werden.
13:18Sehr witzig.
13:19Stell dir mal vor, ich habe auch schon in der Kneipe gearbeitet.
13:22So richtig mit Tresenerfahren?
13:23Jede Menge.
13:24Also?
13:26Weißt du was, Konrad?
13:27Das ist wirklich nett von dir, aber ich schaffe das schon allein.
13:29Quatsch, du brauchst nicht.
13:30Und zwar dringend.
13:31Und was machst du?
13:32Da abkassieren oder willst du keinen Umsatz machen in deinem neuen Kaffee?
13:36Na, Jungs, gefällt es euch hier im Barneys?
13:38Super.
13:39Gut.
13:40Wenn ihr wiederkommen wollt, dann zahlt jetzt jeder das, was er sich genommen hat.
13:45Also?
14:02Na, jetzt komm.
14:10Ich hätte gar nicht gedacht, dass du ein Anzugtyp bist.
14:13Ich fühle mich wie ein verkleideter Affe.
14:15Ich finde, du siehst authentisch aus.
14:17Danke.
14:18Sprich weiter.
14:19Ich muss gerade einen starken Fluchtimpuls unterdrücken.
14:22Ach, keine Angst.
14:23Henning hat sowieso keine Ahnung von Porzellanherstellung.
14:26Du musst ihm einfach nur verklickern, dass die Forschung meines Vaters sehr wichtig ist.
14:29Ich glaube, das war die dümmste Idee, die ich je hatte.
14:32Ach, du kriegst das bestimmt hin.
14:36Henning?
14:37Der Herr Bauer von Brombach Porzellan ist jetzt da.
14:41Natürlich habe ich dir das gesagt.
14:43Gut, ich schicke ihn rein.
14:46Er hat's gefressen.
14:48Kann ich noch mal kurz aufs Klo?
14:49Ich glaube, mir ist schlecht.
14:50Du musst jetzt da rein, sonst merkt er noch, dass er gar keinen Termin hat.
14:54Also gut.
14:55Alles Gute.
14:56Das klappt schon.
14:57Danke.
14:58Der Koffer.
14:59Ach ja.
15:00Danke.
15:02Geradeaus und dann hinten links.
15:04Danke.
15:10Annabelle von Weigen hat ihre Schwester als Baby weggegeben und weigert sich, sie anzuerkennen.
15:14So ist es.
15:16Trotzdem bringt sie sie dazu, in Hagens Wohnung einzubrechen.
15:19Ich weiß, das klingt seltsam.
15:20Ich habe keine Ahnung, was sie dort wollte.
15:23Haben sie etwas gesehen, was sie gesucht haben könnte?
15:25Nein.
15:26Dazu war sie zu kurz da.
15:28Durch meine Anwesenheit ist die Aktion wohl viel geschlagen.
15:32Ich bin nur froh, dass meine Schwester erst mal verreist ist.
15:35Hat ihre Schwester sich vor ihrer Abreise noch einmal mit Annabelle von Weiden in Verbindung gesetzt?
15:40Ich glaube nicht.
15:42Dann weiß Frau von Weiden also noch nicht, dass der Einbruch schief gegangen ist.
15:45Ich denke nicht.
15:46Also von mir hat sie es jedenfalls nicht erfahren.
15:48Sehr gut.
15:49Das kann ich vielleicht ausnutzen.
15:52Inwiefern?
15:53Inwiefern?
15:54Ich habe heute einen Termin mit Frau von Weiden.
15:56Ich wollte sie um ein Zugeständnis bitten.
15:58Eigentlich völlig aussichtslos.
16:00Aber jetzt habe ich vielleicht etwas, womit ich sie unter Druck setzen kann.
16:03Mal sehen.
16:05Ich weiß, meine Schwester hat sich strafbar gemacht.
16:08Aber ist es wirklich notwendig, dass sie sie in Schwierigkeiten bringen?
16:13Sophie?
16:14Hagen.
16:15Hallo, Luisa.
16:15Es tut mir leid, ich habe mich verspätet.
16:17Kein Problem.
16:18Ich hatte so lange eine interessante Unterhaltung.
16:20Ach, ich wusste gar nicht, dass ihr euch so gut versteht.
16:23So ist das eben bei uns Mädchen.
16:25Entweder wir haben gleich einen Draht zueinander oder nie.
16:32Was sagten Sie, machen Sie bei Blombach Porzellan?
16:35Ich arbeite in der Forschung.
16:37Ich dachte, Porzellan ist schon seit 5000 Jahren erfunden.
16:40Ja, das Rad wurde ja auch schon erfunden und trotzdem werden jedes Jahr neue Motorräder produziert.
16:47Was kann ich also für Sie tun?
16:48Ich habe gehört, ein gewisser Harald Becker arbeitet bei Ihnen.
16:53Ein freier Forschungsauftrag, wieso?
16:55Ich hoffe, der verdient genügend Geld bei Ihnen.
16:58Der Mann ist brillant.
16:59Seine Arbeit über Katalysatorenquarze zur Brennmaximierung ist bahnbrechend.
17:05Und man hört, Sie wollen sein Budget kürzen.
17:10So, hört man das.
17:12Wir würden seinen Vertrag gerne übernehmen.
17:16Denn wenn er Erfolg hat mit seiner Arbeit, dann könnte man die Produktionskosten für Porzellan um 50% verringern.
17:24Ja, aber, ja, das wissen Sie natürlich.
17:28Natürlich.
17:29Da ist eine Sache, die mich ein bisschen verwirrt, Herr Bauer.
17:34Wie kommt es, dass jemand in Ihrem Alter schon in der Forschung arbeitet?
17:39Ja, wie alt muss man sein, um einen Diamanten zu erkennen, wenn man ihn vor sich hat?
17:44Was ist, kommen wir ins Geschäft?
17:47Was glauben Sie, junger Mann, wie alt muss man sein, um einen Hochstapler zu erkennen, wenn man ihn vor sich
17:52hat?
18:07Guten Tag.
18:08Was wollen Sie denn schon wieder? Sie wollten uns nur noch schriftlich mit mir vergehren.
18:12Es gibt Dinge, die man leider nicht postalisch lösen kann.
18:16Wie bitte?
18:18Sie müssen entschuldigen, aber ich habe hier einen Tinnitus entwickelt.
18:23Ich wollte mit Ihnen gerne über die Namensregelung sprechen.
18:29Namensregelung? Was für eine Namensregelung?
18:32Sicher möchten Sie nach der Scheidung wieder Ihren Mädchennamen annehmen.
18:36Auf keinen Fall. Wie kommen Sie denn auf diese absurde Idee?
18:40Das schwankt aber sehr mit dem Tinnitus, habe ich den Eindruck.
18:43Mein Mann kann mir nicht verbieten, mich weiterhin von Weiden zu nennen.
18:46Aber er würde es sehr begrüßen, wenn Sie es nicht tun würden.
18:50Keine von Richards' Ehefrauen hat nach der Scheidung den Namen behalten.
18:54Wenn Sie sich überzeugen möchten...
18:56Ich schätze Sie zum Teufel.
18:58Es ist wirklich mitleiderregend, mit welcher Verzweiflung Sie an der Illusion festhalten, Sie könnten diese Scheidung verhindern.
19:04Ich werde diese Scheidung verhindern.
19:06Sie verlieren schon langsam den Kontakt zur Realität, Frau von Weiden.
19:10Unsinnige Fristverlängerungen, vorgetäuschter Tinnitus.
19:12Und dann schicken Sie auch noch Ihre Tochter Nora in die Wohnung des gegnerischen Anwalts, um zu spionieren.
19:21Nora Maywald ist nicht meine Tochter.
19:25Sie hat mal für mich gearbeitet, das stimmt.
19:27Was hatte sie in Hagenrittes Wohnung zu suchen?
19:30Haben Sie wirklich geglaubt, dass sie dort etwas findet, das den Scheidungsprozess verzögert?
19:36Den Scheidungsprozess.
19:38Was gibt es da zu lachen?
19:41Herr Ritter hat es Ihnen nicht erzählt.
19:44Kein Wunder.
19:46Wussten Sie, dass ich schon mal eine Hausdurchsuchung bei ihm erwirkt habe?
19:52Nein.
19:54Er besitzt Victorias Abschiedsbrief, der meine Unschuld beweist.
19:58Darin steht, dass sie mich vergiften wollte und nicht umgekehrt.
20:02Ihr gehörte das Gift.
20:04Was?
20:05Ja, er hat es mir selbst erzählt.
20:09Leider hat die Polizei den Brief nicht gefunden.
20:12Aber er muss irgendwo sein.
20:18Ja und? Wie läuft die Therapie?
20:20Toll. Ich muss andauernd über meine Probleme reden.
20:23Und Leute umarmen, für die Dioran ein Fremdwort ist.
20:25Nora, ich weiß, dass du versucht hast, bei Hagenritter einzubrechen.
20:28Wer behauptet das?
20:29Und ich weiß auch, dass Annabelle von Weiden nicht dazu angestiftet hat.
20:33Ich...
20:33Mir ging es schlecht.
20:35Ja, das ist doch kein Grund, irgendwo einzubrechen.
20:38Nora, bitte.
20:39Was hast du da gesucht?
20:43Nora?
20:44Tut mir leid.
20:46Ich kann darüber nicht sprechen.
20:50Was heißt, du kannst nicht darüber sprechen?
20:52Frau Nowak hat dich erwischt, früher oder später wirst du darüber sprechen müssen.
20:55Hat sie mich verraten?
20:57Nein, ich habe sie gebeten, dir keine Schwierigkeiten zu machen.
21:00Und bisher hält sie auch dicht.
21:02Gut.
21:03Dann kann ich ja noch bald ein paar zurück.
21:06Ich kann es kaum erwarten, den Psycho-Schwätzern mir Atelier zu sagen.
21:09Meld dich, wenn du da bist.
21:10Mach ich.
21:11Bis dann.
21:16Womit hat Annabelle von Weiden Nora unter Druck gesetzt?
21:20Ist es, weil sie als ihre Tochter anerkannt werden wollte?
21:24Eines steht jedenfalls fest.
21:25Ich dachte, Nora ist nicht in Gefahr, solange Frau von Weiden im Gefängnis sitzt.
21:30Aber ich habe mich geirrt.
21:32Sie ist auch jetzt gefährlich und hat großen Einfluss auf meine Schwester.
21:46Sophie, hat mir einen Termin.
21:48Brauchen wir jetzt Termine, um uns zu sehen?
21:51Nein, natürlich nicht, komm mal.
21:53Ich dachte, es interessiert dich vielleicht, wie Annabelle von Weiden darauf reagiert hat,
21:57dass sie ihren Namen ablegen soll.
21:59Das kann ich mir lebhaft vorstellen.
22:00Sie hat abgelehnt.
22:01Das ist noch nett ausgedrückt.
22:04Das wundert mich nicht.
22:05Für den Namen von Weiden würde Annabelle jederzeit
22:09ist sie über Leichen gegangen.
22:10Sie glaubt immer noch daran, ihre Unschuld beweisen zu können.
22:13Ja.
22:14Sie war noch nie besonders gut darin, eine Niederlage zuzugeben.
22:17Sie sagt, es existiert ein Brief von Victoria, der ihre Unschuld beweist.
22:24Und bitte Sophie, jetzt kommt doch nicht wieder diese alte Robin Hood nochmal, oder?
22:28Du stellvertretend für alle unschuldig Verurteilten gegen den Rest der Welt?
22:32Weißt du etwas über den Brief?
22:34Ja.
22:35Er existiert nicht.
22:36Sie hat dich reingelegt.
22:37Ich verdanke ihr deswegen eine Hausdurchsuchung.
22:40Sie hat sich das nur ausgedacht.
22:43Sophie, diese Geschichte von dem angeblichen Entlastungsbrief ist so hanebüchen,
22:47dass nicht mal meine Oma drauf reinfallen würde.
22:49Für mich klang sie überzeugend.
22:50Wir reden hier von Annabelle von Weiden.
22:52Die Frau hat wahrscheinlich seit ihrer Geburt noch kein wahres Wort gesprochen.
22:55Würdest du auch unter Eid aussagen, dass ein solcher Brief nicht existiert?
22:59Was soll das denn jetzt?
23:00Willst du nach dem Scheidungsprozess ihre Verteidigung übernehmen?
23:02Ich will wissen, ob du mit offenen Karten spielst.
23:05Du weißt, dass das Zurückhalten von Beweisstücken strafbar ist.
23:10Okay.
23:12Pass auf.
23:13Ich setze mich jetzt hierher.
23:16Ob du durchsuchst das Luft?
23:18Das wird nicht nötig sein.
23:26Ich glaube dir.
23:33Lissi, ist Herr Reichenbach zu sprechen?
23:35Was?
23:36Nee, der hat gerade einen Termin.
23:38Mit wem?
23:40Der Bauer von Brombach Porzellan.
23:42Bauer?
23:42Ja.
23:43Ich kann gar keinen Bauer bei Brombach Porzellan.
23:45Vielleicht ist er neu.
23:46Ich werde nur kurz stören.
23:47Nein.
23:49Er will wirklich nicht gestört werden.
23:50Wenn Sie jetzt da reinplatzen, kriege ich wieder Ärger.
23:52Das wollen Sie doch nicht.
23:53Also gut.
23:53Dann sagen Sie mir aber Bescheid, wenn er wieder Zeit hat.
23:55Ich bin in der Form herein.
23:56Ja, mache ich.
23:58Hallo, Empfang?
24:00Herr Simon Becker soll bitte zu mir kommen.
24:01Jetzt gleich.
24:04Ähm, der ist gerade außer Haus.
24:07Warum stattest du so?
24:08Mache ich doch gar nicht.
24:11Also nochmal, wo ist Herr Becker gerade?
24:14Ich habe doch gesagt, er ist nicht hier.
24:17Was soll das?
24:17Machst du dich über mich lustig?
24:20Nein.
24:21Wieso?
24:23Weiß ich nicht, aber erst schickst du mir einen falschen Herrn Bauer, alias Becker, ins Büro
24:26und dann willst du mir seinen großen Bruder nicht schicken, obwohl er neben dir steht.
24:31Ja, da frage ich mich doch, macht sich meine Cousine über mich lustig?
24:50Komm, Hans.
24:52Wo bleibt der Milchkaffee für Tisch drei?
24:54Kommt gleich.
24:55Ja, gleich, dann ist der Gast eingeschlafen.
24:57Die Milch ist übergeschäumt und der Kaffeesatz klemmt irgendwie in die Maschine fest.
25:01Was ist das hier?
25:02Sex on the Beach.
25:03In grün?
25:05Muss der nicht grün sein?
25:07Komm, Hans.
25:10Hast du überhaupt schon mal als Barkeeper gearbeitet?
25:13Ja, fünf, sechs Jahre.
25:15Nicht ganz.
25:17Na, hast du jetzt als Barkeeper gearbeitet oder nicht?
25:19Ja.
25:20Und nein.
25:22Als Ranger bei den Pfadfindern beim Sommerfest.
25:25Bei wem Pfadfindern?
25:26Gibt es da überhaupt Cocktails?
25:28Cola und Limo.
25:29Ähm, kommt mein Kuba lieber noch?
25:31Ja, gleich.
25:34Liebren.
25:34Cuba Libre ist mit Cola.
25:37Und mit Rum.
25:43Weißt du was, lass mich doch die Mixgetränke machen.
25:45Na, ich schaff das schon.
25:46Ich weiß, aber bis dahin sind alle Gäste verdurstet.
25:48Vielleicht kümmerst du dich einfach um die drei Apfelschorne.
25:51Tisch die.
25:52Okay.
25:54Und mach einen Bogen um meine Kaffeemaschine.
25:56Ranger.
25:57Allzeit bereit.
26:18Danke.
26:21Sollte ich im Gefängnis bin, bekomme ich mehr Besuch als je zuvor.
26:26Glauben Sie wirklich, Sie können Sophie Nova gegen mich aufbringen?
26:30Was haben Sie gesehen?
26:32Ich...
26:32Ich fühlte, mein Tinnitus ist schlimmer geworden.
26:36Sophie hat nicht eine Minute an Ihre Unschuld geglaubt.
26:38Sie müssen etwas lauter reden.
26:41Mein Arzt hat bei mir einen akuten Hörsturz festgestellt.
26:43Wie erbärmlich.
26:45Sie sind sich selbst für den billigsten Trick nicht so schade, oder?
26:49Billiger Trick?
26:52Wovon sprechen Sie?
26:53Annabelle, der Brief ist sicher unter Verschluss.
26:58Oh, dieses, dieses...
26:59Oh, dieses Pfeifen macht mich noch wahnsinnig.
27:02Ich verstehe kein Wort von dem, was Sie sagen.
27:04Sie werden Richard verlieren.
27:06Und Sie werden für den Mord an Victoria verurteilt werden.
27:08Und das Allerschönste ist,
27:10diese vier Wände sind die nächsten 20 Jahre hier zu Hause.
27:13Ist das nicht wundervoll?
27:27Ich muss diesen verdammten Brief finden.
27:35Na, da kommt der Erziehungsberächtigte.
27:38Der Anzug steht hier.
27:40Danke.
27:41Also, was ist passiert?
27:42Ich dachte, das erklären Sie mir.
27:44Ich wollte Herrn Reichenbach erklären,
27:46dass Vaters Arbeit wichtig ist.
27:48Er möchte nämlich sein Budget kürzen.
27:49Glaubst du nicht, dass Vater sich alleine verteidigen kann?
27:52Da hat er recht.
27:53Selten habe ich einen so halsstarrigen Mitarbeiter erlebt.
27:56Es wird ihm aber nichts nützen.
27:58Wieso?
28:00Seine Brennexperimente brennen uns ein Loch in die Bilanz.
28:02So kann das nicht weitergehen.
28:04Na, Sie sind gut.
28:06Glauben Sie etwa, wir kriegen einen Innovationsvorsprung
28:07von der Konkurrenz geschenkt?
28:09Glauben Sie also auch,
28:10Ihr Vater wird eines Tages mit seiner Erfindung
28:12den Jackpot knacken.
28:13Davon bin ich überzeugt.
28:16Warum beunreicht es Sie dann,
28:17dass ich sein Budget kürze?
28:19Wenn er wirklich so genial ist,
28:21könnte er jederzeit bei einer anderen Firma weitermachen.
28:23Mein Bruder hat Mist gebaut,
28:25dafür entschuldige ich mich.
28:26Lassen Sie ihn jetzt gehen
28:26oder wollen Sie ihn an den nächsten Ast hängen?
28:30Zeig es ihm.
28:31Hau bloß auf.
28:33Unsere Familie hat sich in Falkenthal
28:34ein neues Leben aufgebaut.
28:35Natürlich möchte mein Vater gerne hierbleiben.
28:39Ach, wirklich?
28:41Ich glaube, in erster Linie
28:42wollen Sie hier in Falkenthal bleiben.
28:44Und das hat nichts mit Ihrem Vater zu tun
28:46und auch nichts mit Porzellan.
28:48Habe ich recht?
28:58Hallo, Hagen.
29:00Hagen?
29:02Helena.
29:03Entschuldige, ich war ein Gedanken.
29:05Ist was passiert?
29:07Ich war immer Annabelle im Gefängnis.
29:10Ich dachte, wir waren uns einig,
29:12dass Sophie sich um den Fall kümmert.
29:16Annabelle hat Sophie von dem Brief erzählt.
29:19Ich wollte sicher gehen,
29:20dass es keine Wellen schlägt.
29:22Sophie weiß von dem Brief.
29:23Ja.
29:24Aber ich denke,
29:25ich konnte Sie überzeugen,
29:26dass das Ganze eine pure Erfindung war.
29:27Wollt Sie nicht weiter danach forschen?
29:30Sie hat mit dem Mordfall nichts zu tun.
29:32Warum soll sie sich für den Brief interessieren?
29:34Du hast selbst gesagt,
29:35dass sie sich für Fälle interessiert,
29:37in denen jemand zu Unrecht verdächtigt wird.
29:39Wir spielen mit dem Feuerhagen.
29:41Das kann uns teuer zu stehen kommen.
29:44Das ist alles in Ordnung.
29:45Okay?
29:46Es ist nichts in Ordnung,
29:47solange dieser Brief existiert,
29:49Hagen.
29:50Und das weißt du.
30:08Warum lassen Sie sich keine eigene Telefonleitung legen?
30:10Da müsste ich ja auf Ihr genervtes Gesicht verzichten.
30:13Privilegien werden hier ganz schnell gestrichen.
30:15Schon gut.
30:16Ich bin Ihnen sehr dankbar,
30:18telefonieren zu dürfen.
30:19Zufrieden?
30:30Anwaltskanzlei,
30:31haben Sie Nora Maywald gefunden?
30:34Allerdings, das habe ich.
30:36Sie ist in einer Einrichtung für selbstmordgefährdete Patienten.
30:39Sie nimmt an einer Selbsthilfegruppe teil.
30:43Gibt Sie Unterricht,
30:45wie man am besten einen Selbstmord vortäuscht?
30:47Holen Sie sie da raus.
30:49Das geht leider nicht.
30:51Sie ist Tag und Nacht unter ärztlicher Aufsicht.
30:55Dieser Brief ist die einzige Möglichkeit,
30:57meine Unschuld zu beweisen.
30:59Sehen Sie zu, dass ich hier rauskomme,
31:00und zwar dauerhaft,
31:01damit ich danach suchen kann.
31:03Frau Maywald entzieht sich bis auf weiteres unserem Zugriff.
31:06Was soll ich denn machen?
31:08Wissen Sie, was aus Anwälten wird,
31:10die ihre Fälle verlieren?
31:11Gar nichts.
31:13Wenn Sie sich in Zukunft
31:15nicht nur um streitende Kleingärtner kümmern wollen,
31:18dann legen Sie sich gefährlichst ins Zeug.
31:27Reden wir doch einfach mal nicht um den heißen Brei herum.
31:29Es geht um Luisa.
31:31Sie sind eifersüchtig auf mich,
31:32und deshalb wollen Sie meinen Vater abschießen.
31:34Halten Sie mich wirklich für so hinterhältig?
31:36Wie sollte ich es sonst verstehen?
31:39Lieben Sie Luisa.
31:41Ja.
31:43Aber das ist jetzt nicht mehr so wichtig.
31:45Inwiefern?
31:47Sie sind wirklich der Letzte,
31:48mit dem ich darüber reden möchte.
31:50Kann ich verstehen.
31:52Das macht Sie mir direkt sympathisch.
31:56Luisa und ich haben beschlossen, Freunde zu sein.
31:58Sie und ich sitzen also im selben Boot.
32:01Tut mir leid für Sie.
32:02Mir auch.
32:06Ich schätze jetzt,
32:06dass Sie so offen darüber reden.
32:07Das müssten Sie nicht.
32:09Ich will keinen Krieg.
32:11Und schon gar nicht,
32:11dass er auf dem Rücken meiner Familie ausgetragen wird.
32:13Ich hatte nie vor, einen Krieg zu führen.
32:15Nein?
32:16Nein.
32:17Ich wollte nur verstehen,
32:18was Ihr Vater in seinem Labor treibt.
32:20Und?
32:21Haben Sie es verstanden?
32:24Möglicherweise war meine Budgetkürzung zu voreilig.
32:28Ich bin froh, Ihren Vater unter Vertrag zu haben.
32:31Und ob Sie es glauben oder nicht,
32:33das Gleiche gilt auch für seinen Sohn.
32:38Dann gibt es also kein Problem mehr zwischen uns.
32:41Das mich betrifft nicht.
32:44Gut.
32:45Dann ist die Sache auch für mich erledigt.
33:00Nadia, und was wollt Ihr trinken?
33:02Drei Cola, bitte.
33:03Ach Gott sei Dank, das schafft Konrad auch allein.
33:06Haben Sie gestern nicht gesagt,
33:07Sie suchen keine neuen Mitarbeiter mehr?
33:08Ja, das war gestern.
33:10Dagmar hat mich hingen lassen.
33:11Und Gott sei Dank hilft Konrad mir heute.
33:14Ach, haben Sie noch Interesse?
33:15Na klar, habe ich.
33:16Wann?
33:17Wie macht man Cuba Libre?
33:20Eis, Rum, Cola, Limette.
33:22Okay, bis morgen.
33:23Super.
33:24Danke, Frau Ritter.
33:26Na, was habe ich euch gesagt?
33:28Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch.
33:31Oh.
33:32Ich glaube, das nächste Tief rollt gerade auf uns zu.
33:36Hat der junge Bäcker schon bestellt?
33:38Ja.
33:39Das geht auf meine Rechnung.
33:40Gut.
33:41Wieso denn das?
33:43Weil du ein Zocker bist.
33:46Ich mag Zocker.
33:47Du bist nicht böse auf uns?
33:50Wieso?
33:51Ich habe selten so viel Spaß gehabt.
33:54Herr Bauer von der Brombach Porzellan.
33:57Ich fasse es nicht.
34:00Habe ich euch nicht gesagt, dass mein Cousin cool ist?
34:05Nein.
34:06Nein.
34:09Nein.
34:10Nein.
34:10Nein.
34:12Nein.
34:14Nein.
34:16Nein.
34:21Es ist mein Brief, Hagen.
34:23Willst du wirklich, dass Annabelle ihn in die Finger kriegt?
34:32Weißt du, Helena?
34:36Manchmal wache ich nachts auf.
34:38Aus lauter Panik, Viktoria langsam zu vergessen, Stück für Stück.
34:43Ihre Augen.
34:45Ihre Stimme.
34:46Das verstehe ich.
34:47Mir fehlt sie doch auch.
34:49Aber wenn Annabelle nicht verurteilt wird, dann ist Viktoria völlig umsonst gestorben.
34:53Versuch bitte, dich von diesem Brief zu trennen.
34:57Ich lasse dich jetzt allein.
35:01Hier ist ein Aschenbecher und ein Feuerzeug.
35:23Hallo, Henning.
35:25Bist du noch beschäftigt?
35:28Ich mache den Dienstplan für morgen.
35:31Warum kommst du nicht vorbei und trinkst etwas mit mir?
35:33Ich sitze hier in einem netten neuen Café, Barneys.
35:36Ich habe davon gehört.
35:37Aber ich bin so müde, tut mir leid.
35:40Ach, fantastisch.
35:41Nachdem schon unser Treffen heute geplatzt ist.
35:43Schade, dass er mein Cousin ist.
35:45Das ist Prinzessin.
35:49Hi.
35:51Hallo.
35:51Hey.
35:59Nur eingezähnt, Luisa.
36:01Macht man das nicht unter Freundinnen?
36:04Was muss ich tun, damit du aufgibst, Henning?
36:06Ich gebe erst auf, wenn du kommst.
36:08Oder wenn ich eine neue Verabredung mit dir habe.
36:12Du, kannst du kurz dranbleiben?
36:13Da klopft gerade jemand an.
36:15Natürlich.
36:18Hallo, Simon.
36:19Hallo.
36:20Ich wollte mal hören, wie es dir so geht.
36:23Danke, gut. Und dir?
36:24Auch.
36:25Ich wollte fragen...
36:27Ob ich mit dir was trinken gehen will?
36:30Woher weißt du das?
36:31Na, das macht man doch so unter Freunden, oder?
36:34Ja, ich glaube schon.
36:35Und? Und, willst du, Luisa?
36:37Ich möchte sehr gerne, aber nicht heute. Ist das okay?
36:42Ja, natürlich ist das okay.
36:44Wir fangen ja auch gerade erst an, Freunde zu sein.
36:48Ja. Schlaf gut.
36:50Gute Nacht, Luisa.
36:57Henning?
37:00Henning?
37:04Ich hatte gehofft, mein Leben mit Simon verbringen zu können.
37:07Doch jetzt sind wir nichts weiter als Freunde.
37:12Werde ich jemals jemanden kennenlernen, mit dem mir dasselbe passiert?
37:16Oder war Simon die einzige Chance im Leben, für immer glücklich zu sein?
37:30Ich möchte, dass du weißt, dass ich noch keinen Mann auf der Welt jemals so geliebt habe wie dich.
37:38Hallo, Hagen.
37:39Richard!
37:41Was machst du denn hier?
37:43Ich hatte keine Lust, bis morgen früh zu warten. Also habe ich mir ein Taxi genommen und bin hierher gefahren.
37:48Ja, schön. Und wie bist du reingekommen?
37:52Katharina hat mir aufgemacht, wie immer. Was ist los mit dir?
37:56Gar nichts. Gar nichts. Wir kommen zu Hause.
38:01Schön, wieder hier zu sein.
38:03Ja.
38:03Ihr habt mir gefehlt.
38:04Und du uns doch auch.
38:06Du, ich schaue mal nach, wo Helena ist. Die wird sich wahrscheinlich riesig freundlich zu sehen.
38:09Sag bloß, du hast bis jetzt noch gearbeitet.
38:12Kleines bisschen, ja.
38:14Richard, du bist hier?
38:17Also offenbar hat dir niemand mit mir gerechnet. Ich hoffe, ich störe nicht.
38:22Nein, natürlich störst du nicht. Ich freue mich, dass du hier bist. Wie geht's dir?
38:26Die Zeit im Wellnesshotel hat Wunder getan. Ich fühle mich wie ein neuer Mensch.
38:31Komm, lass uns anstoßen darauf, dass du wieder da bist.
38:44Na, müde?
38:46Sehr.
38:47Und du?
38:48Ich auch. Ist gar nicht meine Zeit.
38:51Muss noch irgendwas gemacht werden?
38:53Nein, du hast mir ganz toll heute geholfen. Den Rest mache ich morgen.
38:57Willst du nicht nach Hause?
38:58Doch, aber ich will noch ganz kurz mal meine Beine hochlegen.
39:09Na, ganz schön, was ist los heute?
39:11Die Frischlinge, die Zecke, der Arztbesuch, dann ist Chaos hier.
39:21Du, Elsa, heute Mittag im Wald, also als ich die Zecke entdeckt habe, hast du da, also wolltest du mich
39:32da vielleicht gerade küssen?
39:48Ich dachte, ich hätte mit Victorias Tod abgeschlossen, aber ich war noch nicht so weit.
39:53Ja, ich weiß genau, wovon du sprichst.
39:58Während der Kur ist mir klar geworden, dass ich Victoria gehen lassen muss.
40:02Und es tut mir leid, dass ich euch mit meinem Kreislaufkollaps solche Sorgen gemacht habe.
40:07Hauptsache, es geht dir besser und du bist wieder bei uns.
40:11Was ist eigentlich mit dieser Sophie Nowak?
40:15Es wird doch Zeit, dass ich meine neue Scheidungsanwältin endlich kennenlerne, oder?
40:19Meinst du nicht, das hat noch Zeit bis morgen?
40:21Ja, gut, meinetwegen.
40:25Ich will diese Scheidung endlich hinter mich bringen.
40:28Annabelle muss aus meinem Leben verschwinden, wenn ich jemals wieder neu anfangen will.
40:34Darauf, dass Annabelle nie wieder ihren Fuß in dieses Haus setzen wird.
40:37Ja.
40:38Ach, hier wird gefeiert.
40:45Bekomme ich auch ein Glas?
40:47Annabelle?
40:49Was machst du hier?
40:51Mein gesunder Zustand hat sich verschlimmert.
40:54Man hat mich per Eilbeschluss auf freiem Fuß gesetzt.
40:58Es ist so schön, wieder zu Hause zu sein.
41:06Damit kann man einen genetischen Fingerabdruck erstellen.
41:09Ein Gentest.
41:10Wozu soll das gut sein?
41:12Wir wissen doch, wem der Anzug gehört.
41:14Ja, Annabelle.
41:16Wir kennen zwar all ihre Kleider, aber kennen wir auch all ihre Kinder.
41:21Sollen Sie vielleicht das hier?
41:24Victorias Abschiedsbrief.
41:25Sie haben ihn bei sich?
41:26Tag und Nacht.
41:28Und wenn Sie ihn haben wollen, holen Sie ihn sich.
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