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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Ich habe meine Kontakte im Gefängnis genutzt, um Schlangengift zu besorgen.
00:04Wenige Tropfen davon reichen, um einen Menschen zu töten.
00:08Und wenn Annabelle eins verdient hat, dann den Tod.
00:12Schade nur, dass das sonst niemand mehr lesen wird, oder?
00:15Eines Tages werden alle erfahren, was in diesem Brief steht.
00:18Ja, das glaube ich nicht.
00:21Wissen Sie auch warum?
00:28Weil es das einzige Dokument, das Sie entlasten könnte, dann nicht mehr geben wird.
00:36Nein.
01:01Hey, what you looking for?
01:06No one has the answer.
01:10They just want more.
01:14Hey, who's gonna make it right?
01:21This could be the first day of my life.
01:31Da geht sie hin, ihre Freiheit für die nächsten 15 Jahre.
01:34Darum wird auch ihr lächerlicher Herrschstorz nichts ändern.
01:37Jetzt bekommen Sie endlich Ihre gerechte Strafe.
01:40Gerecht?
01:41Sie wissen genauso gut wie ich, dass ich an Victorias Tod keine Schuld trage.
01:45Das hat der Brief eindeutig bewiesen.
01:48Selbst wenn Victorias das Gift besorgt haben sollte.
01:50Wir wissen beide, dass Sie es ihr verabreicht haben.
01:54Das hätten Sie nie beweisen können.
01:55Das muss ich auch gar nicht.
01:57Alle Indizien sprechen gegen Sie.
01:58Jedes Gericht der Welt wird Sie zur Höchststrafe verurteilen.
02:00Darüber reden wir, wenn das so weit ist.
02:02Ich bin frei, wie Sie sehen.
02:04Diese Fußfessel nennen Sie Freiheit?
02:07Ganz wie Sie wollen.
02:09Ich werde ein medizinisches Gegengutachten in Auftrag geben,
02:12das Ihren Hörstorz als das entlarvt, was er ist.
02:14Ein billiger Trick.
02:18In ein paar Stunden, Annabelle, sind Sie wieder im Gefängnis.
02:21Und dann für den Rest Ihres Lebens.
02:33Und du glaubst, das Haar von Annabelle von Weyden
02:37gibt endgültig Aufschluss darüber, dass sie Noras Mutter ist?
02:40Ja. Welche Alternative zu einem Gentest haben wir denn?
02:44Ja, wahrscheinlich keine.
02:46Annabelle wird niemals freiwillig zugeben,
02:48dass sie Noras Mutter ist.
02:49Eben. Und deshalb will ich Annabelles Erinnerung
02:51ein wenig auf die Sprünge helfen.
02:52Aber du weißt schon, dass so ein heimlicher Abstammungstest...
02:55Vor Gericht nichts gilt.
02:56Natürlich weiß ich das.
02:58Ich will Annabelle auch nicht drohen.
02:59Und erpressen will ich sie schon gar nicht.
03:01Obwohl du das leicht könntest,
03:03wenn ich da an Richard van Weyden denke.
03:05Das stimmt. Für ihn wäre es ein weiterer Vertrauensbruch,
03:08dass Annabelle eine uneheliche Tochter hat.
03:09Ja, aber das wäre Erpressung
03:11und damit würdest du dich auf die gleiche Stufe wie Annabelle stellen.
03:14Und das ist eine sehr niedrige Stufe.
03:16Ich weiß. Keine Angst, Eva.
03:19Es geht mir nur um Nora.
03:21Sie soll endlich wissen, wer ihre leibliche Mutter ist.
03:24Du denkst, dass dann Annabelle weniger Einfluss auf Nora hat?
03:29Ich hoffe zumindest,
03:30dass sie sie dann nicht mehr unter Druck setzen und ausnutzen kann.
03:39Und du willst wirklich keinen Kaffee?
03:40Danke, ich habe schon mit Elsa gefrühstückt.
03:42Na, das ist ja hervorragend.
03:44Ich wünschte, das könnte ich auch von Lisa und mir sagen.
03:47Nur kein Neid.
03:48Wir waren zu viert.
03:49Ach so, ich dachte, du hättest bei ihr übernachtet.
03:51Das habe ich auch.
03:52Na, wie jetzt?
03:53Ich habe bei Elsa übernachtet, aber mehr ist nicht passiert.
03:56Wir sind auf dem Sofa eingeschlafen.
03:58Ich glaube sogar im Sitzen.
03:59Das klingt ja sehr romantisch.
04:00Ja, das war es auch.
04:01Ich habe richtig Kreuzschmerzen.
04:05Sag mal, und was ist jetzt mit dir und Luisa?
04:09Die Höchststrafe.
04:10Wir wollen Freunde bleiben.
04:12Och.
04:13Das kannst du aber laut sagen.
04:15Aber im Moment ist das der einzige Weg, den ich sehe.
04:18Und solange sie sich von Nora nicht losmachen will,
04:21sehe ich für unsere Liebe keine Chance.
04:23Ja, ich weiß genau, wovon du sprichst.
04:25Elsa ist in Gedanken auch immer noch bei Ben,
04:27auch wenn sie es nicht zugeben will.
04:29Aber ihr Herz ist noch lange nicht frei.
04:31Tja, so unterschiedlich die Fälle sind,
04:33so gleichen sie sich doch.
04:35Da hilft nur Geduld.
04:37Und Muskelkraft.
04:38Wie bitte?
04:39Das ist der eigentliche Grund, warum ich gekommen bin.
04:41Elsa zieht um.
04:43Die perfekte Gelegenheit, um Stärke zu beweisen.
04:44Und du glaubst, du kannst die moderne Frau mit Muskelkraft überzeugen?
04:47Ja, mit Muskelkraft alleine nicht, aber ich rede ja von Stärke.
04:49Ist das nicht dasselbe?
04:50Nein, das ist nicht dasselbe.
04:51Ich erkläre es dir beim Kistenschleppen.
04:52Kistenschleppen?
04:53Ja, also, bis heute Mittag bei Elsa.
05:15Wer sind Sie ja endlich?
05:17Na, schneller geht's ja wohl nicht.
05:19Worüber gibt's denn zu reden?
05:21Ich möchte Sie daran erinnern, dass wir eine Abmachung haben.
05:25Und?
05:27Hier liegt Victorias Abschiedsbrief.
05:29Oder besser gesagt, was noch davon übrig ist.
05:33Oh.
05:35Dann müssen Sie jetzt wohl wieder ins Gefängnis.
05:38Dank Ihrer Dummheit hätten Sie den Brief rechtzeitig gefunden.
05:41Nein, ich war in Hagens Wohnung.
05:43Ich hab nach dem Brief gesucht.
05:44Und haben sich dabei erwischen lassen.
05:45Denken Sie etwa, das weiß ich nicht.
05:47Jetzt müssen Sie etwas Neues finden, das mich entlastet.
05:50Ja, was denn?
05:51Ja, lassen Sie sich was einfallen.
05:53Eine Quittung für das Gifte oder einen Tagebucheintrag.
05:56Was weiß ich.
05:56Das war nicht unser Deal.
05:58Jetzt schon.
05:59Ich gebe Ihnen noch eine letzte Chance.
06:01Sonst müsste ich mal eine kleine Unterhaltung mit Ihrer Schwester führen.
06:04Luisa wird Ihnen kein Wort glauben.
06:05Wollen Sie es ausprobieren?
06:07Dann würde ich ihr den Falten zeigen, in dem Sie die Tabletten versteckt haben,
06:10die Sie nie genommen haben.
06:12Ihre Schwester wäre sicherlich sehr froh,
06:14wenn sie endlich mit dem Mann zusammenkommen würde, den sie liebt.
06:18Keine Angst mehr haben müsste,
06:20dass ihre Schwester wieder einen Selbstmordversuch unternimmt.
06:23Und jetzt raus!
06:44Konrad!
06:47Elsa!
06:48Hallo!
06:50Hallo!
06:53Äh, ich habe gedacht, dass du das vielleicht gebrauchen könntest,
06:57um deine Wildschweine zu kontrollieren.
06:59Das ist ja nett von dir.
07:01Komm doch hoch!
07:02Ja.
07:07Dass du das überhaupt gefunden hast hier?
07:10Na ja, wer sich in der Damenabteilung vom Kaufhaus aus kennt,
07:15der wird ja auch in der Alleinstehenden...
07:17Ja?
07:20...Hochsitz finden.
07:25Und keine Angst vor Zecken?
07:28Ich hatte die Wahl.
07:29Zecken oder eine Tonne Bestellscheine.
07:33Macht viel Arbeit, das Bahn ist was?
07:35Ja, bloß auf.
07:36Gott sei Dank helfen mir Lissi und Maike beim Umzug.
07:39Auch.
07:40Wieso auch?
07:42Na ja, das wollten eigentlich Simon und ich machen.
07:45Ach.
07:46Jetzt sind wir wohl zu spät.
07:50Na, wir könnten ja auch alle zusammenhelfen, dann geht's schneller.
07:57Ja, gute Idee.
08:10Du hast da...
08:11Du hast da...
08:11Eine Decke?
08:13Eine Strähne.
08:23Danke.
08:25Gerne.
08:41Nora, ich dachte, du bist in der Manufaktur.
08:43Wie du siehst, bin ich hier.
08:46Wolltest du nicht arbeiten?
08:47Dann fängst du jetzt schon wieder mit deinen Verhören an.
08:48Ich hab mir eine Mittagspause vorgezogen, okay?
08:50Hast du Annabelle schon gesehen?
08:52Nein.
08:53Umso besser.
08:54Hör mal zu, ich hab nachgedacht.
08:55Oh Gott, das klingt nicht gut.
08:57Du wolltest doch, dass Annabelle dich als Tochter anerkennt.
09:01Ich bin ihre Tochter.
09:02Aber was nützt dir das, wenn du das nicht beweisen kannst?
09:04Okay, jetzt kommt's.
09:08Das hier ist ein Haar.
09:09Das ist Annabelles...
09:11Oh.
09:12Du hast wirklich zu viele Krimis gesehen.
09:14Aber wenn wir einen Genvergleich zwischen Annabelle und dir machen...
09:17Nein, dann haben wir bald jede Menge Ärger am Hals.
09:19Wieso?
09:20Mann, weil Annabelle lässt sich doch sowas nicht bieten.
09:22Vor Gerichtshilz sowas überhaupt nicht.
09:24Das muss es doch auch gar nicht.
09:26Es soll ein Denkanstoß sein.
09:27Nein, Luisa.
09:28Vorhin hast du gesagt, du willst die Wahrheit beweisen.
09:31Koste ist, was es wolle.
09:32Ja.
09:33Wir geben den Gegenteil in Auftrag.
09:36Wenn das Ergebnis da ist, kannst du immer noch entscheiden,
09:38was du damit machen willst.
09:40Ja, okay.
09:42Was hab ich damit zu tun?
09:43Das mach ich schon.
09:45Was soll denn das?
09:47Ein kleines Opfer musst du schon bringen.
09:51Annabelle spegiert den Hörsturz nur.
09:53Das ist ganz eindeutig.
09:54Zum Glück gibt es ja auch Untersuchungen,
09:56die einen Hörsturz eindeutig diagnostizieren werden.
09:58Wir werden also ein medizinisches Gegengutachten verlangen.
10:01Ja.
10:02Sophie formuliert schon den Antrag.
10:04Okay.
10:06Annabelle lässt nichts unversucht.
10:08Gestern schien es sogar,
10:10als würde sie sich ernsthafte Hoffnung machen,
10:12unsere Ehe zu retten.
10:13Unglaublich.
10:14Du weißt doch, die Hoffnung stirbt zum Schluss.
10:17Aber es wird nicht mehr lange dauern,
10:18bis Annabelle wieder ins Gefängnis kommt.
10:20Und dieses Mal für immer.
10:22Na, hoffentlich.
10:24Entschuldigt, das ist wichtig.
10:26Da, da ist sie.
10:31Und?
10:34Es war genau, wie wir vermutet haben.
10:37Annabelle hat mich belauscht,
10:38ist danach zum Safe gegangen.
10:40Ich habe sie überrascht,
10:41ihr den Brief gezeigt
10:43und ihn verbrannt.
10:46Du hast ihn verbrannt?
10:47Ja.
10:49Hagen, ist das wirklich wahr?
10:50Helena, ich weiß,
10:51dass ich dich schon mal belogen habe,
10:53aber nicht dieses Mal.
10:54Die Asche liegt nur in der Bibliothek.
10:58Ich weiß,
10:59er hat dir sehr viel bedeutet.
11:01Es waren Victorias letzte Worte.
11:04Aber sie hätten uns allen
11:05zum Verhängnis werden können.
11:07Ja.
11:08Aber wir haben jetzt nichts mehr zu befürchten.
11:11Und Sophie?
11:12Fragt sie noch danach?
11:14Sie glaubt,
11:15dass es eins von Annabelles Hirngespinsten ist.
11:17Glaubt sie dir?
11:18Ich denke schon,
11:19aber selbst wenn nicht,
11:19spielt es keine Rolle mehr.
11:20Wie soll sie was finden,
11:21was es nicht mehr gibt?
11:22Richard darf niemals davon erfahren.
11:24Das wird er auch nicht.
11:28Das wird ein.
11:29Da.
11:31Okay, entschuldigt.
11:32Wo waren wir stehen geblieben?
11:41So ein Motorrad nimmt ja
11:43richtig viel Zeit in Anspruch.
11:44Stimmt.
11:45Ich hoffe,
11:46ich komme bei dem Job überhaupt noch dazu.
11:48Also Maike geht in ihrer Freizeit
11:49ja ganz gern mal ins Kino.
11:50Stimmt.
11:51Und was für Filme magst du?
11:53Ach, alles Mögliche.
11:54Na, vor allem romantische.
11:56Uah.
11:58Ist was passiert?
11:59Nichts.
12:00Alte Kriegsverletzung.
12:03Hallo.
12:04Hey Eltern.
12:05Hi.
12:05Du hast aber gute Laune.
12:07Na, wenn man mit einem Forster zusammen ist,
12:09kriegt man ja auch viel frische Luft.
12:11Au.
12:12Übrigens wollte ich euch was sagen.
12:14Ihr müsst mir nämlich gar nicht
12:15bei mir umzukalken,
12:16wenn ihr mich wollt.
12:16Weil mir Konrad und Simon helfen.
12:18Und was ist mit den Barneys?
12:20Ja, ich glaube,
12:21das lasse ich in der Zeit dann zu.
12:22Dann bin ich ja frei.
12:23Was soll das denn heißen?
12:25Ach, lass ihn doch,
12:26wenn er was vorhat.
12:27Hallo?
12:28Ich meinte,
12:28ich bin frei, um euch zu helfen.
12:30Ah.
12:30Was heißt ja?
12:32Habt ihr gedacht,
12:32ich lasse euch hängen?
12:34Na ja.
12:34Nein, haben wir nicht.
12:35Na dann ist ja gut.
12:39Sind Sie sicher,
12:40Helena weiß von dem Brief?
12:42Ja.
12:43Sie und Hagen.
12:44Herr von beiden ist als einziger
12:46nicht eingeweiht.
12:47Mein Mann würde nie Beweise
12:48in einem Mordprozess
12:50zurückhalten.
12:51Frau Bernstein hat große Angst,
12:53dass er von dem Brief erfährt.
12:55Auf Vertrauensbruch reagiert
12:56ihr Mann offensichtlich sehr empfindlich.
12:58Das waren sehr interessante Informationen.
13:01Aber jetzt finden Sie etwas,
13:02das mich entlastet.
13:04Sagen Sie,
13:04sind Sie eigentlich sicher,
13:06dass Hagen den Brief verbrannt hat?
13:08Was meinen Sie?
13:10Ist es nicht seltsam,
13:11dass er Victorias Worte
13:13wochenlang hütet,
13:14wie ein Schatz,
13:15um ihn dann einfach
13:16in den Rauch aufgehen zu lassen?
13:19Reden Sie weiter.
13:20Hagen klang,
13:21als sei Victorias Brief
13:23das Wichtigste,
13:24was je ein Mensch
13:25der Nachwelt hinterlassen hat.
13:28Wie wirkte er denn,
13:29als er ihn angezündet hat?
13:31Er wirkte ruhig und gelassen.
13:35Eigentlich zugelassen,
13:36wenn ich es recht bedenke.
13:38Ganz offensichtlich
13:39hat er Helena belogen.
13:40Er hat schon einmal behauptet,
13:42den Brief vernichtet zu haben.
13:44Der gute Hagen.
13:46Sentimental wie eh und je.
13:48Das war ein wertvoller Hinweis.
13:50Sie sind nützlicher,
13:51als ich dachte.
13:52Wie geht es denn jetzt weiter?
13:54Finden Sie heraus,
13:55ob der Brief noch existiert.
13:57Wer weiß,
13:58was da wirklich in Flammen aufgegangen ist.
14:03Jetzt entspann dich doch mal.
14:04Wie soll ich denn entspannen,
14:05wenn du mich Sebastian
14:06ständig vorführst?
14:07Mach ich doch gar nicht.
14:08Ich will euch nur ein bisschen helfen.
14:10Ich brauche keine Hilfe.
14:11Ich brauche als Recht
14:12keine Partnervermittlung.
14:13Ich mache das auf meine Art.
14:14Und die wäre?
14:16Na, ich werde ihm
14:17auf jeden Fall
14:18nicht hinterherlaufen.
14:19Das habe ich bei Tim getan
14:20und schließlich
14:21hat er dann doch
14:22Lili geheiratet.
14:23Aber du musst jetzt
14:24irgendwie meine Strategie entwickeln.
14:25Echt?
14:26Eine Strategie?
14:27Nein, in die Offensive gehen, Mensch.
14:29Ja, natürlich.
14:30Ich lock ihn zu mir,
14:31reiße mir die Kleider vom Leib
14:33und brülle ich Jane do Tata an.
14:35Na, klaust du mir
14:36wieder meine Sprüche?
14:39Du musst ihm einfach zeigen,
14:40dass du was von ihm willst,
14:41sonst klappt das
14:41mit euch beiden
14:42überhaupt nicht mehr.
14:49Ich weiß,
14:50wie schwer dir das alles fällt.
14:52Wirklich?
14:53Ich sehe doch,
14:53wie du darauf rennst,
14:54Annabelle als Anwalt
14:55der Nebenklage
14:55entgegenzutreten.
14:57Ja,
14:57aber Richard hat sich
14:58nun mal anders entschieden.
14:59Jetzt ist es dein Job.
15:01Ich muss dich noch etwas fragen.
15:03Hat Annabelle
15:04den Brief noch mal erwähnt?
15:05Welchen Brief?
15:06Das Schreiben,
15:07von dem sie mir im Gefängnis
15:08erzählt hat.
15:08Das angeblich beweist,
15:10dass sie das Gift
15:10nicht besorgt hat.
15:11Das ist eins von Annabelles
15:12Hirngespensten.
15:14Ich muss wissen,
15:15ob es existiert,
15:16jetzt wo ich den Fall
15:16von Gericht vertrete.
15:17Sophie,
15:18das Schreiben existiert nicht
15:21und es hat nie existiert.
15:22Annabelle versucht,
15:22um jeden Preis
15:23den Kopf aus der Schlinge
15:23zu ziehen, okay?
15:25Ja, hallo?
15:26Frau Maywald?
15:28Ich wüsste nicht,
15:29was wir beide zu besch...
15:31Ja, meinetwegen...
15:32Ja, im Land Sino.
15:34Gut, das passt mir.
15:35Ja.
15:36Nora Maywald?
15:38Genau die.
15:39Was wollte sie?
15:40Ich hab keine Ahnung,
15:41sie will sich mit mir treffen.
15:51Jetzt reicht's, Mutter.
15:52Umzüge machen hungrig
15:54und ihr seid mindestens
15:55sechs Personen.
15:56Ja, wir werden...
15:57Wir werden uns
15:58gegenseitig auf die Füße treten.
16:00Naja, umso schneller
16:01seid ihr fertig.
16:03Ist die Pflanze für Elsa?
16:05Ja, zum Einzug.
16:07Wann stellst du sie mir
16:08denn eigentlich mal vor?
16:09Du kennst sie doch.
16:10Aber nicht als deine Freundin.
16:11Das ist sie ja auch nicht.
16:13Ja, ich weiß,
16:14du machst dir Gedanken darüber,
16:15dass sie bis vor kurzem
16:16mit Ben verheiratet war.
16:18Ja.
16:18Ich hab keine Lust,
16:19mit der Tür ins Haus zu fallen
16:20und zur Hintertür
16:21gleich wieder raus.
16:22Darf ich dich zitieren?
16:24Das muss langsam wachsen
16:26wie eine Pflanze.
16:27Genau.
16:28Es gibt auch schnell wachsende Pflanzen,
16:30aber die richten
16:31ziemlich viel Schaden an.
16:45Das sind gute Entwürfe.
16:48Ich muss leider in die Formerei.
16:49Was halten Sie davon,
16:50wenn wir unser Gespräch
16:51beim Mittagessen fortsetzen?
16:52Gerne.
16:53Im Lanzino?
16:54Ja, in einer Stunde.
16:56Ja.
17:00Henning, kann ich dich kurz stören?
17:02Ja, natürlich.
17:04Du siehst blass aus.
17:05Mir geht's auch nicht so gut.
17:07Ich glaub,
17:07es war doch ein Fehler,
17:08gleich wieder voll einzusteigen.
17:11Wenn du lieber
17:11nach Hause gehen möchtest,
17:12das ist kein Problem.
17:14Danke.
17:15Nicht jeder Chef
17:16hat so viel Verständnis wie du.
17:19Ich meld mich,
17:20wenn es mir wieder besser geht, ja?
17:24Was passt Ihnen nicht?
17:26Finden Sie,
17:27ich bin zu nachsichtig mit Nora?
17:30Ich habe keine Ahnung.
17:31Sie sind der Chef.
17:32Und ich frage Sie nach Ihrer Meinung.
17:34Sie sind ein leitender Angestellter.
17:36Sie haben Personalerfahrung.
17:37Sie kennen meine Skepsis,
17:38Nora, gegenüber.
17:39Also?
17:41Ich frage mich,
17:41ob Sie nicht ein bisschen
17:42zu hart über sie urteilen.
17:43Und ich frage mich,
17:44ob es eine gute Idee ist,
17:46Nora zu erlauben,
17:46dass sie einen so
17:47an der Nase herumführt.
17:48Sprechen Sie von dem
17:49Selbstmordversuch.
17:51Sagen wir es mal so.
17:52Nora weiß,
17:53wie sie das bekommt,
17:54was sie gerne möchte.
17:55Tja, was nicht unbedingt
17:56negativ sein muss.
17:57Das hängt von der Wahl
17:58der Mittel ab.
18:00Ja, da ist Nora sicher
18:01etwas unorthodox.
18:03Aber man darf nicht vergessen,
18:05dass sie es gerade
18:05nicht leicht hat.
18:06Ist das so?
18:08Ja.
18:09Sie ist unglücklich verliebt.
18:11Das geht auch anderen so, oder?
18:16Wie auch immer.
18:17Ich möchte einfach,
18:18dass Sie Nora eine Chance geben.
18:20Als leitender Angestellter
18:22mit Personalerfahrung.
18:24Sie wissen,
18:24was ich meine.
18:26Nora ist zurzeit
18:27psychisch etwas labil.
18:28Und wir sollten
18:29alles vermeiden,
18:30um Sie oder Luisa
18:31weiter zu verunsichern.
18:32Das ist sehr diplomatisch
18:33ausgedrückt.
18:34Sind wir uns einig?
18:36Sicher.
18:37Wir treffen uns im Lanzino.
18:52Ich dachte,
18:52du hättest wenigstens
18:53den Anstand zu akzeptieren,
18:54dass wir uns nicht treffen.
18:57Richard,
18:59ich muss mit dir reden.
19:01Ich habe dir nichts zu sagen.
19:04Ich weiß,
19:05du hältst mich
19:05für den Teufel in Person.
19:06aber dabei
19:08übersiehst du,
19:09was in deiner Umgebung
19:10passiert.
19:12Ich habe viele
19:14Dinge getan,
19:15die falsch waren.
19:16Aber
19:18ich habe das immer
19:19nur aus Liebe
19:20zu dir getan.
19:21Das ist die Wahrheit.
19:23Ist dir das
19:24dann völlig gleichgültig?
19:28Kommst du bitte zum Punkt.
19:29Ich hoffe zu tun.
19:31Was immer
19:31man dir auch
19:32weismachen will.
19:34Viktoria
19:34wollte mich
19:35ermorden.
19:36Das ist die
19:36bittere Wahrheit.
19:38Es reicht.
19:39Es reicht.
19:40Die Wahrheit?
19:41Was weißt du denn
19:42von der Wahrheit?
19:45Selbst in diesem Raum,
19:46in dem Viktoria
19:47gestorben ist,
19:48hast du nicht mal
19:49den Anstand
19:50bei der Wahrheit
19:50zu bleiben.
19:51Ich kann es dir beweisen.
19:52Viktoria hat einen
19:53Abschiedsbrief
19:54bei Hagen hinzulassen.
19:56Das ist ungeheuerlich.
19:57Darin steht
19:58schwarz auf weiß,
19:59dass sie meinen Tod
20:00geplant hat.
20:01Ich höre mir das
20:02echt länger an.
20:04Richard,
20:04alle wissen,
20:05dass ich unschuldig bin.
20:06Hagen weiß es.
20:07Helena weiß es.
20:09Alle.
20:12Nein.
20:13Nein.
20:13Nein.
20:14Ich werde mich
20:15nicht wieder
20:16auf deiner Seite
20:16ziehen lassen.
20:17Es ist ein für
20:18allemal vorbei.
20:27Ja?
20:28Guten Tag.
20:30Frau Nowak.
20:31Wie geht's?
20:32Herr und Frau van Weiden
20:33sind leider noch im Gespräch.
20:35Ich bin nicht
20:35wegen der Scheidung hier,
20:36sondern wegen des
20:37Mordprozesses
20:38gegen Frau van Weiden.
20:40Ich wusste gar nicht,
20:40dass Sie mit der Sache
20:41auch betraut sind.
20:42Seit neuestem Jahr.
20:43Frau Meywald,
20:44ich wollte Sie etwas fragen.
20:47In Ordnung,
20:48worum geht es?
20:49Haben Sie,
20:50haben Sie schon einmal
20:51mitbekommen,
20:52dass Ihre Schwester
20:52nach einem Brief sucht?
20:54Nein.
20:56Was,
20:56was für ein Brief
20:57soll das sein?
20:57So leid es mir tut,
20:59aber das kann ich Ihnen
20:59nicht sagen.
21:01Nein,
21:01einen Brief hat sie mir
21:02gegenüber leider niemals
21:03erwähnt.
21:06Aber Sie denken,
21:06Nora könnte danach
21:07gesucht haben,
21:08als sie in Hagenritters
21:09Loft eingebrochen ist.
21:10Im Auftrag von
21:10Annabelle von Weiden.
21:12Ich weiß es nicht.
21:14Übrigens,
21:15Ihre Schwester hat sich
21:15mit Hagen verabredet.
21:18Aha.
21:19Und Sie denken,
21:20da besteht ein Zusammenhang?
21:22Ich dachte,
21:22Sie könnten es mir
21:23vielleicht sagen.
21:25macht nichts.
21:27Bis bald.
21:28Danke.
21:29Wiedersehen.
21:58für mich das Tagesmenü,
21:59bitte.
21:59Und für Sie?
22:00Für mich nur ein Wasser.
22:01Sie wollen gar nichts essen?
22:02Ich habe noch einen Termin.
22:04Also,
22:04Sie wollten mich sprechen?
22:05Sie können sich sicher denken,
22:06worum es geht.
22:08Frau Maywald,
22:08ich habe keine Zeit
22:09für Wartespiele.
22:10Gut,
22:10es geht um Annabelle von Weiden.
22:12Was kann ich da für Sie tun?
22:13Vielleicht kann ich
22:14ja auch etwas für Sie tun.
22:18Ich kenne Frau von Weiden
22:19recht gut.
22:19Ich war ja früher
22:20ihre Assistentin
22:21und wohnen
22:22auch um Gutshaus
22:23und
22:25nun ja,
22:26möglicherweise gibt es
22:27Informationen,
22:27die Sie interessieren könnten.
22:30Nur,
22:30dass ich das richtig verstehe.
22:32Sie bieten sich mir
22:32als Spionin an, ja?
22:34Was zum Beispiel
22:34den Hörsturz von Frau von Weiden
22:35betrifft,
22:36kann ich mit Sicherheit
22:36sagen,
22:37dass sie simuliert.
22:38Und ich würde das auch
22:38bezeugen.
22:40Zahlen, bitte.
22:42Aber...
22:42Frau Maywald,
22:42falls Sie mich für Annabelle
22:43von Weiden
22:43aushorchen wollen,
22:45sollten Sie noch etwas üben.
22:46Ich denke,
22:47Sie sind da etwas voreilig.
22:48Und ich denke,
22:49ich habe keinen Grund,
22:50Ihnen zu vertrauen.
22:50Das Gespräch ist beendet.
22:52Oh!
22:53Oh Gott!
22:54Oh Gott,
22:55entschuldigen Sie!
22:55Verdammt noch mal!
22:56Das hat noch gefehlt.
22:57Ich, ich,
22:58nehmen Sie meine Sekrette.
22:59Ich, ich mach das.
23:04Es tut mir wirklich leid.
23:05Es ist gut.
23:06Der ist, der ist noch.
23:07Ich bin gleich wieder da.
23:32Sebastian,
23:32das muss hier rein.
23:33Ja.
23:35Jetzt kannst du es abstellen.
23:38Konrad!
23:39Hallo!
23:41Ich bin ein bisschen
23:42aufgehalten worden.
23:43Tut mir leid.
23:43Ach, hat ein Wildschwein
23:44wieder Frischlinge bekommen?
23:45Nein.
23:46Dann ist ein Kuckuck
23:47aus dem Rest gefallen.
23:47Nein.
23:48Meine Mutter hat uns
23:49noch einen Haufen Brote gemacht.
23:50Das hat ein bisschen gedauert.
23:53Schön.
23:56Alles Gute zum Einzug.
23:59Jetzt ist die Welt
24:00wieder in Ordnung.
24:01Was?
24:02Hat denn der Baum
24:04auch eine Bedeutung?
24:05Was denn für eine Bedeutung?
24:06Na, ich meine nur,
24:07Pflanzen haben ja manchmal
24:08eine Bedeutung.
24:09Die Wurzel hatte ja auch
24:09eine Bedeutung.
24:11Ach so, ja.
24:13Ja, das ist so eine Art
24:14Freundschaftsbaum.
24:16Schön.
24:18Ach, schön.
24:19Dann gucke ich doch mal,
24:20wo der Freundschaftsbaum
24:22stehen kann.
24:23Mhm.
24:24Meint ihr,
24:25die beiden werden ein Paar?
24:26Das sieht man doch.
24:27Da knistert es ordentlich.
24:29Und der Freundschaftsbaum?
24:31Vielleicht sind die beiden
24:32ja wirklich nur Freunde.
24:33Nee, so sehen keine Freunde aus.
24:35Wir sind Freunde.
24:37Jede Wette,
24:38das wird das neue Traumpaar.
24:45Das ist doch viel schöner.
24:48Ist er vielleicht rausgegangen?
24:50Vergessen Sie es.
24:51Ich werde vergessen,
24:52dass wir uns hier getroffen haben.
24:53Seien Sie mein Gast
24:54und grüßen Sie Annabelle von Weiden.
24:55Ja, das ist irrsinnig.
24:56Ich bin auf Ihrer Seite.
25:01Simon.
25:03Na?
25:04Wie geht's dir?
25:06Wie nennt man so etwas?
25:07Spontanheilung?
25:08Hör mal, Simon.
25:09Es ist wirklich erstaunlich,
25:10wie schnell du dich
25:11immer wieder von deinen
25:11seelischen Tiefs erholst.
25:14Willst du mir unterstellen,
25:15dass ich simuliere?
25:16Ich habe mich mit meinem Anwalt getroffen.
25:19Wegen meiner Mutter.
25:21Was glaubst du,
25:21wie es einem geht,
25:22wenn man die eigene Mutter
25:23verklagen muss,
25:23damit sie einen anerkennt?
25:29Ich habe mit Annabelle gesprochen.
25:32Was hat sie denn gesagt?
25:34Sie wollte mit mir
25:35über Victorias Tod reden.
25:36Aha.
25:38Sie sagt,
25:39dass es ein Schreiben gibt,
25:41das ihre Unschuld beweisen könnte.
25:43Ein Abschiedsbrief,
25:44den Viktoria in Hagen geschrieben hat.
25:47Sie sagt,
25:48dass Viktoria darin zugibt,
25:50dass sie Annabelle umbringen wollte
25:52und dass du und Hagen,
25:54dass ihr beide davon wisst.
25:59Helena.
25:59Ja?
26:02Vorhin, als ich da vor ihr stand,
26:05da dachte ich für einen Moment.
26:07Was?
26:12Ich dachte,
26:12ich könnte die Beherrschung verlieren.
26:15Ich ertrage Annabelles Lügen
26:17einfach nicht mehr.
26:20Das musst du doch auch nicht.
26:22Es ist bald vorbei.
26:26Hoffentlich.
26:31Jetzt fang dich schon wieder an zu weinen.
26:34Es tut mir leid,
26:35aber es ist schrecklich,
26:35immer nur missverstanden zu werden.
26:37Wenn du dich nur mit deinem Anwalt treffen wolltest,
26:39warum hast du Henning vorhin nichts davon gesagt?
26:41Warum musst du so tun,
26:42als wärst du mit deiner Kraft am Ende?
26:44Weil ich geahnt habe,
26:44dass ich nach dem Gespräch mit dem Anwalt
26:46nicht mehr in der Lage sein würde,
26:47zu arbeiten.
26:48Komm, jetzt mach mal halblang.
26:49Das sah vor drei Minuten noch ganz anders aus.
26:51Ich hatte ja das Gefühl,
26:52dass es dir so richtig schlecht ging,
26:53nachdem ich aufgetaucht bin.
26:54Ja, wenn du es so siehst,
26:56bevor ich dich kannte,
26:57ging es mir wirklich besser.
26:58Nora, das ist jetzt nicht das Thema.
26:59Nein, das gehört alles zusammen.
27:01Die Suche nach meiner Mutter und wir beide.
27:03Und wenn dann alle immer nur das Schlechteste von einem denken,
27:06was soll ich denn tun,
27:07um dir zu beweisen,
27:07dass ich nicht die Lügnerin bin,
27:08für die du mich hältst?
27:09Na ganz einfach.
27:10Hör auf zu lügen.
27:11Aber ich lüge doch gar nicht.
27:12Das sind alles Missverständnisse.
27:14Ganz wie man es sieht.
27:15Beim letzten Mal hast du Luisa erzählt,
27:16dass ich dir Vorwürfe wegen deines Selbstmordversuchs
27:18gemacht habe.
27:21Soll ich dir was sagen?
27:22Wir haben uns deshalb beinahe zerstritten.
27:23Was dir natürlich ganz recht kam.
27:25Du weißt ganz genau,
27:26dass Luisa im Moment alles tun würde,
27:28damit es dir wieder besser geht.
27:29Aber ich bin nicht schuld,
27:31dass sie sich von dir getrennt hat.
27:32Ich habe ihr gesagt,
27:33dass ich das nicht will.
27:34Also was du sagst,
27:35das ist eine Sache.
27:36Was du tust,
27:37ein ganz anderer.
27:40Simoni,
27:41ich mache das doch alles nur,
27:42weil ich dich suche.
27:47Ja, komm.
27:50Nora!
27:53Was war das denn?
27:56Nora weint.
27:57Das habe ich gesehen.
27:57Ich dachte,
27:58wir wollten Nora schonend behandeln.
27:59Ja, das habe ich doch.
28:00Ja, ganz offensichtlich.
28:13Was macht Elsa da eigentlich die ganze Zeit?
28:16Ich glaube,
28:16sie sucht einen Platz
28:17für ihren Freundschaftsbaum.
28:19Und Konrad telefoniert,
28:20dass sich die jungen Leute heutzutage
28:22immer mit solchen Nebensächlichkeiten
28:23aufhalten müssen.
28:25Nein, Simon,
28:26ich will dich doch nicht hetzen.
28:28Nein.
28:30Ah, Simon,
28:31könntest du einen Phasenprüfer mitbringen,
28:32wenn du kommst?
28:33Ja, einen Phasenprüfer.
28:35Und stresst dich nicht,
28:37wissen wir nicht genug, Leute.
28:39Okay, ciao.
28:42Tja, Simon kommt später.
28:44Typisch Künstler.
28:45Wir sollen die schweren Sachen
28:46für ihn aufheben.
28:47Zu spät.
28:48Wir haben schon alles draufgetragen.
28:49Ich habe den ultimativen Platz.
28:52Für den Baum.
28:54Wo denn?
28:55Nach neben dem Bett.
28:58Das ist ja noch gar nicht richtig aufgebaut.
28:59Na, dann wird es aber mal Zeit.
29:01Also, mit dem Aufbau.
29:03Na, los.
29:06Wir holen das Bett auf.
29:07Zeit für uns zu gehen.
29:08Was?
29:09Ja, jetzt wird es doch erst richtig spannend.
29:11Und Sebastian hat endlich Zeit für dich.
29:12Genau, und ich ziehe jetzt
29:13die Tarzan und Jay-Nummer durch.
29:15Komm.
29:15Was?
29:16Hey, wie wollt ihr denn gehen?
29:17Ich kaufe jetzt einen Freundschaftsbaum.
29:19Vielleicht hilft das ja.
29:20Hä?
29:34Hallo, hier ist Nora Malwald.
29:35Sie wissen ja, was zu tun ist.
29:38Nora, ich bin's, Luisa.
29:40Wo bist du?
29:41Bitte melde dich.
29:43Bis eben war sie noch im Lanzino.
29:45Simon, wo kommst du auf einmal her?
29:47Wie gesagt, aus dem Lanzino.
29:49Und Nora war dort auch?
29:50Sie hatte einen Termin mit ihrem Anwalt.
29:52Hagen Ritter.
29:54Aber Hagen ist nicht ihr Anwalt.
29:55Ich wiederhole nur ihre Ausreden.
29:58Das verstehe ich nicht.
29:59Nora hat sich heute Morgen zur Arbeit zurückgemeldet.
30:01Dann ging es ihr auf einmal wieder schlechter
30:02und sie wollte nach Hause.
30:03Und plötzlich sitzt sie mit Hagen Ritter im Lanzino.
30:08Was denkst du?
30:10Ich weiß nicht.
30:12Ich mache mir von Tag zu Tag größere Sorgen um Nora.
30:15Weil sie bei Hagen ins Luft eingebrochen ist.
30:18Ja, warum trifft sie sich mit ihm?
30:20Auf jeden Fall hat er ziemlich wütend das Lanzino verlassen.
30:23Glaubst du, sie steckt in Schwierigkeiten?
30:25Allerdings.
30:26Aber ich weiß nicht, was das für Probleme sind.
30:29Ich habe Angst, dass sie damit alleine nicht zurechtkommt.
30:31Auf jeden Fall hat sie vorhin ziemlich eindrucksvoll bewiesen,
30:34wie sehr sie sich mit ihren Ausreden immer weiter in die Klemme bringt.
30:38Simon, ich kann verstehen, dass du dich über sie ärgerst.
30:41Aber seit ihrem Selbstmordversuch zucke ich jedes Mal zusammen,
30:45wenn das Telefon klingelt.
30:46Ich habe solche Angst, dass sie noch mal versuchen könnte,
30:50sich das Leben zu nehmen und dass ich diesmal zu spät kommen würde.
31:03Hör zu.
31:04Ich halte die Augen offen und wenn ich sie sehe,
31:06sage ich ihr, dass sie sich sofort bei dir melden soll.
31:09Okay?
31:31Es ist Besuch für Sie da.
31:32Ja?
31:36Darf ich reinkommen?
31:39Äh, bitte?
31:42Ich habe nur eine Frage.
31:44Warum haben Sie sich mit Hagen Ritter getroffen?
31:48Warum fragen Sie ihn nicht selbst?
31:49Ich dachte, Sie hätten so ein enges Verhältnis zu ihm.
31:52Hören Sie zu.
31:53Ich bin nicht aus privaten Gründen hier.
31:55Und die Nummer mit der Geliebten,
31:57die Sie mir bei Ihrem Einbruch vorgespielt haben,
31:59glaubt Ihnen sowieso keiner.
32:01Schade.
32:02Hagen konnte sich noch nicht mal an Ihren Vornamen erinnern.
32:05Und als er Ihren Anruf vorhin entgegennahm, war er sichtlich erstaunt.
32:10Vielleicht hat er ja schauspielerische Qualitäten, von denen Sie nichts ahnen.
32:15Könnte es sein, dass es bei Ihrem Einbruch und bei dem Treffen mit Hagen um einen Brief ging?
32:23Was denn für ein Brief?
32:25Das kann ich Ihnen nicht sagen, aber vielleicht wissen Sie es ja.
32:29Also, wenn Sie mir nichts sagen können,
32:31wie soll ich dann wissen, ob ich etwas davon weiß?
32:33Anscheinend macht es Ihnen Spaß, mich auflaufen zu lassen.
32:37Ich weiß nur noch nicht genau, warum.
32:40Aber ich werde es herausfinden, Frau Maywald.
32:52Ich verlasse mich darauf, dass das medizinische Gutachten sich von selbst erledigt.
32:57Aber was soll das heißen?
32:58Sie haben darauf keinen Einfluss.
33:01Wozu habe ich einen Anwalt?
33:05Helena.
33:08Sie können der Justiz so viel Sand ins Getriebe streuen, wie Sie wollen.
33:11Das Gegengutachten wird erstellt.
33:13Und das bringt Sie dahin zurück, wo Sie hergekommen sind.
33:16Gelegentlich geschehen Wunder.
33:18Nicht in Ihrem Fall.
33:19Sie werden verurteilt für den Mord an meiner Tochter.
33:22Und das bedeutet lebenslänglich.
33:26Wir sind doch beide erwachsen.
33:28Können wir offen miteinander reden?
33:30Ja, gern.
33:33Sie wissen, dass ich im Tod Ihrer Tochter unschuldig bin.
33:37Ich weiß, dass Sie das Gift nicht besorgt haben.
33:41Das stand ja alles ausführlich in dem Abschiedsbrief.
33:43Den Sie und Hagen Richard absichtlich unterschlagen haben.
33:48Und der jetzt hier verbrannt ist.
33:51Sind Sie sicher?
33:53Ganz sicher.
33:56Sie haben Hagen doch schon einmal darum gebeten, den Brief zu vernichten.
34:04Hat er es getan?
34:07Was denken Sie?
34:08Habe ich mir doch gedacht.
34:10Wer könnte es ihm auch verdenken?
34:12Es sind Victorias letzte Worte.
34:14Ihre letzte Liebeserklärung an ihn.
34:19Sie wollen mich verunsichern.
34:20So wie Sie es vorhin mit Richard versucht haben.
34:23Wie könnte ich?
34:25Wenn es sich ganz sicher wären.
34:28Dass Hagen genauso viel Verstand, wie Gefühl hat.
34:32Nein, nein.
34:34Helena, was wir hier sehen, ist nur Asche.
34:37Wir können nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen,
34:41dass es Victorias Abschiedsbrief ist.
34:46Und so manches ist aus Asche ja schon wieder auferstanden.
34:57Nora, wir müssen miteinander reden.
35:00Bist du meine Therapeutin?
35:02Nein, ich bin deine Schwester und ich mache mir Sorgen.
35:04Danke, ich komme allein klar.
35:06Bitte.
35:08Was willst du denn von mir?
35:09Ich will zum Beispiel wissen, warum du bei Hagenritter eingebrochen bist.
35:12Das hast du mir bis heute nicht gesagt.
35:14Ich bin da nicht eingebrochen.
35:16Ich wollte ihn besuchen.
35:17Die Tür stand offen.
35:18Und warum wolltest du ihn besuchen?
35:20Hat das was mit Annabelle zu tun?
35:22Wollte sie, dass du in der Scheidungssache spionierst oder im Mordfall?
35:25Sag mal, was unterstellst du mir eigentlich?
35:28Ich unterstelle dir gar nichts.
35:30Ich warne dich.
35:33Annabelle ist gefährlich.
35:35Ich habe mit Annabelle nichts zu tun.
35:37Ich habe dir doch versprochen, dass ich mich von ihr fernhalte,
35:40bis das Ergebnis von diesem DNA-Test da ist.
35:42Was willst du dann von Hagen?
35:44Warum hast du dich mit ihm in deinem Zino getroffen?
35:46Er war rein zufällig da.
35:49Ich auch.
35:51Ich weiß, dass du dich mit ihm verabredet hast.
35:54Ja, wenn du alles so genau weißt,
35:56warum fragst du mich das überhaupt noch?
35:58Weil ich bei Weitem nicht alles weiß.
36:00Nora, seit ein paar Tagen, ich kann dich gar nicht mehr wiedererkennen.
36:03Was ist los?
36:04Was mit mir los ist?
36:06Meine Mutter will mich nicht.
36:08Meine Schwester spannt mir den Freund aus.
36:10Simon sagt, dass ich lüge und manipuliere.
36:12Und du sagst, dass ich für Annabelle spioniere.
36:14Sonst noch was?
36:15Nora, bitte.
36:16Ach, weißt du, lass mich einfach nur in Ruhe.
36:27Was soll denn das?
36:29Lauschen Sie jetzt an Türen?
36:31Das war gar nicht nötig.
36:33Sie beide waren gut zu verstehen.
36:35Was wollen Sie?
36:36Das wissen Sie doch ganz genau.
36:39Haben Sie herausgefunden, ob Victorias Abschiedsbrief noch existiert?
36:43Ach, dann kommen Sie extra die Treppe hoch.
36:46Mensch, diese Zeilen müssen Ihnen wirklich wichtig sein.
36:51Sie wollen Spielchen spielen.
36:53Das können Sie haben.
36:55Gehen wir doch gleich zu Ihrer Schwester
36:56und erzählen ihr von Ihrem fingierten Selbstmord
36:59und den Tabletten, die Sie nie genommen haben,
37:02die ich übrigens immer noch für Sie aufbewahre.
37:04Für den Fall, dass Sie es sich doch noch mal anders überlegen.
37:06Schon gut.
37:07Ich habe den Brief gesehen.
37:09Er existiert noch.
37:10Ja, worauf warten Sie dann?
37:12Bringen Sie ihn mir.
37:12Erst will ich, dass Sie die Tabletten vernichten.
37:14Das können Sie doch selbst machen, wenn ich den Brief habe.
37:19Sie wollen spielen.
37:22Bitte?
37:24Für wen steht denn eigentlich mehr auf dem Spiel?
37:27Für Sie oder für mich?
37:29Wenn ich es jetzt mal so rein rechnerisch betrachte,
37:32für Sie zehn bis 15 Jahre Gefängnis,
37:35für mich, sagen wir, drei bis vier Stunden,
37:38schwere Diskussionen und viele, viele Tränen bei meiner Schwester.
37:41Vielleicht würde sie mir sogar glauben,
37:42dass Sie sich das alles nur ausgedacht haben.
37:44Also an Ihrer Stelle würde ich mir das wirklich noch mal überlegen.
37:57So, Musik hätten wir schon mal.
38:04Die drei waren ja gerade ganz schön schnell weg.
38:08Hm.
38:10Simon ist auch noch nicht da.
38:12Ja.
38:15Wir könnten ja auch schon mal
38:18ohne den Phasenprüfer anfangen.
38:24Ja, lass uns das doch mal ausprobieren.
38:32Na komm, gib mal her.
38:33Der Blick sprach ja Wände.
38:35Das hast du jetzt falsch interpretiert.
38:37Aber ich mach das lieber selbst.
38:39Als du dein Bar nicht das letzte Mal an den Kabeln rumgeschraubt hast,
38:42da haben wir ja gesehen, was dabei passiert.
38:43Das wirst du mir in zehn Jahren noch vorhalten.
38:45Aha.
38:46Ich zeig dir jetzt mal,
38:48wie man das mit weiblichem, freiem Gefühl macht.
38:50Ich würde mich ja lieber auf die Technik konzentrieren.
38:54Na ja?
38:56Ja.
39:05Ich zeig dir jetzt mal.
39:13...much more than we could do.
39:52Herr Rhein?
39:58Haben Sie es sich überlegt?
40:01Ich glaube, das hier ... gehört Ihnen.
40:13Danke, dass Sie ihn so gut aufbewahrt haben.
40:16Wie wollen Sie Simon denn als nächstes erobern?
40:18Mit einer unheilbaren Krankheit?
40:21Mehr als sein Mitleid werden Sie von ihm nicht bekommen.
40:25Er liebt ja Ihre Schwester.
40:27Immer noch besser, als wenn er mich um jeden Preis im Gefängnis sehen wollte.
40:31Wie Ihr Mann, Sie.
40:31So weit wird es nicht kommen, dank Ihrer Hilfe.
40:35Und jetzt gehen Sie und besorgen Sie mir den Brief.
40:38Aber gern doch.
40:40Mutter.
40:51Ich dachte, ich kenne Nora.
40:53Aber sie wird mir immer fremder.
40:56Ich weiß nicht mehr, was ich ihr glauben soll.
40:58Sie ist mir alle Antworten schuldig geblieben.
41:02Warum ist sie in die Wohnung von Hagen Ritter eingebrochen?
41:06Hat es mit dem Brief zu tun, nachdem Frau Nowak sucht?
41:09War sie dort in Annabels Auftrag?
41:13Ganz gleich, wie die Wahrheit aussieht.
41:15Tatsache ist, dass Nora sich auf einem gefährlichen Pfad bewegt.
41:18Ich kann nur hoffen, dass das Ergebnis des DNA-Tests bald vorliegt.
41:22Und dass Annabelle von beiden sich endlich zu Nora bekennt.
41:25Vielleicht beruhigt sich dann alles wieder.
41:32So.
41:33Weg mit Euch.
41:35Was wir gleich tun sollen.
41:39Nora?
41:41Nein.
41:42Nein.
41:43Nein.
41:44Was machst du denn hier?
41:45Was hast du damit vor?
41:49Ich habe...
41:50Sag mir die Wahrheit.
41:51Was machst du mit den Tabletten?
41:52Nein.
41:52Wir seh.
41:54In Ordnung.
41:55Ich sehe ihn.
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