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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:04Unser Kontakt war in den letzten Wochen auf das Wesentliche beschränkt.
00:09Aber Sie sind sich sicher, dass Ihre Frau, oder sagen wir, Ex-Frau in China ist?
00:13Naja, so hat sich's zumindest Ihrer Sekretärin gesagt, ja.
00:17Bei allem Respekt, aber wenn sie tatsächlich in diese Entführung verwickelt ist, hat sie Ihr Reiseziel gut ausgewählt.
00:22Ja, das hat sie. Und meinetwegen kann sie da verrecken.
00:26China ist ein sicheres Land für Sie.
00:27Sie, ohne internationalen Haftbefehl, haben deutsche Behörden keinerlei Zugriff.
00:31Und das Lösegeld ist wahrscheinlich auch schon bei ihr?
00:34Es gibt nur wenig gute Gründe, für Ihre Ex-Frau nach Falkenthal zurückzukehren.
00:40Sie meinten, Annabelle ist untergetaucht.
00:42Davon ist auszugehen.
00:46Tut mir leid, Richard. Eigentlich wollte ich ja schon gestern Abend hier sein, aber der Flug hatte Verspätung.
00:51Gibt es da Neuigkeiten von Viktoria?
01:08Gibt es da Neuigkeiten von Viktoria?
01:31Sie sind Annabelle von Weiden?
01:33Ja.
01:35Alle scheinen sehr überrascht zu sein, mich zu sehen.
01:39Warum bist du zurückgekommen?
01:41Als du mir gesagt hast, was mit Viktoria passiert ist, habe ich sofort den nächsten Flug genommen.
01:46Jetzt hören Sie verdammt nochmal auf! Sie hatten Angst, dass Ihr Plan nicht funktioniert!
01:49Welcher Plan?
01:52Jetzt tue ich Sie auch noch unschuldig.
01:54Ich habe mir Sorgen gemacht.
01:57Ja, ich hatte Differenzen mit Viktoria, aber sie gehört doch zur Familie.
02:03Dass du das so siehst, ist mir neu.
02:06Kann mir vielleicht jetzt mal jemand sagen, was hier los ist?
02:09Ich würde Ihnen gerne ein paar Fragen stellen, was die Entführung Ihrer Stieftochter betrifft.
02:14Und warum?
02:15Weil Sie im Verdacht stehen, die Entführung in Auftrag gegeben zu haben.
02:42Elsa kommt allein im Bad zurecht, oder?
02:44Ich habe ihr schon tausendmal Hilfe angeboten.
02:47Hilfe annehmen gehört nicht zu Ihren Stärken.
02:49Das wird Sie bald lernen müssen.
02:51Gestern Abend, als ich mir was zu trinken holen wollte, da habe ich meine Augen verbunden.
02:55Und ich habe mich total hilflos und orientierungslos gefühlt.
02:59Nach zwei Minuten habe ich das Tuch wieder abgenommen, weil ich es echt nicht ausgehalten habe.
03:03Was hast du nicht ausgehalten?
03:06Ärger auf der Arbeit.
03:07Setz dich nicht so hin.
03:08Danke.
03:10Wieso spielt Kolja sich mal wieder so auf?
03:12Nein, Kolja ist gar nicht da. Der ist in Afrika bei Daniel Grafenberg.
03:17Jetzt muss ich den ganzen Tag mit Erik alleine aushalten.
03:21Naja, du musst ja nur noch ein bisschen durchhalten. Dann bin ich bald wieder in der Manufaktur.
03:25Kannst du denn schon wieder arbeiten?
03:27Naja, nicht jetzt, aber bald. Meine Augen können bestimmt bald wieder sehen.
03:31Elsa, Dr. Bärwald hatte dazu keine Aussage machen können. Es ist völlig unklar, warum du immer noch nichts siehst.
03:36Weil die Ärzte keine Ahnung haben.
03:41Meike, kannst du mir heute Unterlagen aus dem Büro melden?
03:43Ja, klar.
03:44Ich komme heute zu Hause.
03:47Bleibst du jetzt meinetwegen zu Hause?
03:48Es ist kein Problem.
03:50Ich will nicht, dass du so viel Rücksicht auf mich nimmst.
03:53Elsa, bitte.
03:53Es ist besser, wenn jemand bei dir ist.
03:55Ich bin doch kein Kind mehr.
03:58Ich komme wirklich alleine gut zurecht. Ehrlich.
04:04Okay.
04:05Okay.
04:09Aber ich werde mich heute mit einem Selbsthilfeverein in Verbindung setzen.
04:13Was denn für ein Selbsthilfeverein?
04:14Naja, dein Leben ändert sich grundsätzlich. Diese Leute können uns helfen, dass du damit klarkommst.
04:18Ich bin nicht blind. Ich kann nur vorübergehend nichts sehen.
04:21Dann werden sie uns eben vorübergehend helfen, damit klarzukommen.
04:24Sag mal, das ist nicht nötig.
04:32Ich bin nicht.
04:41Ich bin nicht.
04:58Liebe Grüße von Daniel und von Kolja.
05:00Danke.
05:01Was hat Herr Grafenberg gesagt? Dürfen wir die Kiste öffnen?
05:04Ja, also Daniel kann sich an diese Kiste genauso wenig erinnern wie Frederik.
05:11Und auch er ist dafür, dass wir sie öffnen.
05:14Naja, das Problem ist nur, ich kriege das Schloss nicht so leicht geknackt.
05:17Und ich dachte, du könntest sowas.
05:20Süße, mit Gewalt würde es funktionieren.
05:21Ja, das hatten wir doch schon. Kommt gar nicht in Frage.
05:23Oma, die Kiste ist doch egal. Ich will wissen, was drin ist.
05:26Du wirst dich gedulden müssen.
05:28Und wie lange? Das Schloss springt bestimmt nicht von alleine auf.
05:32Ich warte auf Patricias Zustimmung.
05:34Die ist doch schon überstimmt. Frederik und Daniel haben gesagt, wir dürfen sie öffnen.
05:37Du scheinst dir ja ziemlich sicher zu sein, dass in dieser Kiste ein irres Vermögen drin ist.
05:41Ich bin neugierig.
05:44Trotzdem, du wirst dich gedulden müssen.
05:46Wenn Patricia ihre Zustimmung gegeben hat, dann werde ich Tobias bitten, diese Kiste zu öffnen.
05:52Gut, dann wartet aber bitte bis zur Mittagspause, weil den Moment, an dem meine Oma zu Millionen erben wird, will
05:57ich nicht verpassen.
05:58Das weißt du.
05:59Du hast schon wieder vergessen, dass es außer mir noch Frederik, Daniel und Patricia gibt.
06:04Sie scheinen ja ein ziemlich gutes Verhältnis zu den Kindern von Annabelle zu haben.
06:07Ja.
06:09Sicher hat Annabelle ihre Kinder auf ihre Weise geliebt, aber mit ihren Alltagssorgen, da sind sie immer zu mir gekommen.
06:15Die können sich alle glücklich schätzen.
06:17Im Gegensatz zu Annabelle scheinen ja Patricia und Daniel ganz in Ordnung zu sein.
06:22Ja.
06:23Sie hatten ja auch einen Vater und einen Großvater.
06:26Und dich.
06:27Und wir alle wissen, dass die Landmanns extrem coole Leute sind.
06:30Also, mein Beitrag war eher bescheiden, ja.
06:33Aber gegen einen Großvater wie Werner, da kam auch Annabelle mit ihrer Boshaftigkeit nicht an.
06:38Er hat sie bis zum Schluss zurecht gewesen.
06:43Ja.
06:44Es ist viel zu früh gestorben.
07:01Ihr denkt, ich hätte Victoria entführt?
07:04Möglicherweise haben Sie jemanden beauftragt, das zu tun.
07:07Ja, möglicherweise.
07:08Victoria selber hat gefragt...
07:09Hagen, wir sollten die Befragung dem Kommissar überlassen.
07:12Da bin ich ganz Ihrer Meinung, Herr von Weiden.
07:15Victoria beschuldigt mich.
07:17Sie hat gehört, wie ihre Komplizin mit ihnen telefoniert hat.
07:21Die Ärmste.
07:23Diese schreckliche Entführung muss ihr wirklich zugesetzt haben.
07:26Damit du magst es auch noch, Witze zu machen.
07:28Ob sie es glauben oder nicht, mir ist jetzt nicht nach Witzen zumute.
07:33Aber irgendwie verstehe ich Victoria auch.
07:36An ihrer Stelle würde ich auch glauben, dass ich etwas damit zu tun habe.
07:40Gott, hören Sie auf mit diesem Theater.
07:42Warum sperren Sie diese Frau nicht ein?
07:44Wir haben keinerlei Beweise, dass sie etwas mit der Entführung zu tun hat.
07:47Sie haben die Aussage meiner Frau.
07:48So ist es, meine Aussage.
07:50Aber die Weise fehlen bisher.
07:51Sie sollten Ihre Zeit nicht mit mir verschwenden.
07:54Während alle hier glauben, dass ich etwas mit der Entführung zu tun habe,
07:58läuft der wahre Täter da draußen noch frei herum.
08:01Wie auch immer, wir werden Sie auf jeden Fall vernehmen müssen.
08:03Na, tun Sie, was Sie nicht lassen können.
08:05Richard, ich war es nicht.
08:08Ich habe mir Sorgen um Victoria gemacht.
08:11Ich halte diesen Zinnismus nicht mehr aus.
08:14Ich hoffe, dass es Victoria bald besser geht.
08:16Wenn sich dieses Missverständnis aufgeklärt hat, dann werde ich euch besuchen.
08:20Ja, gib mir einen Grund.
08:23Ich denke, es ist besser, Sie lassen uns im Fraugemeinde allein.
08:26Ich bin sicher, Sie hat uns einiges zu erzählen.
08:45Annabelle spielt die Unschuldige, während Victoria durch sie beinahe ihr Kind verloren hat.
08:51Victoria und ich waren uns nie besonders nah.
08:53Aber im Moment kann ich mir sehr gut vorstellen, was sie durchmacht.
08:58Es muss schlimm für sie gewesen sein, als sie festgestellt hat, dass Annabelle hinter dieser Entführung steckt.
09:03Ich weiß noch, wie ich mich gefühlt habe, als ich begriffen habe, dass Max mich freiwillig nicht gehen lässt.
09:08Ich habe keine Ahnung, was aus mir geworden wäre, wenn Ben mich damals nicht gefunden hätte.
09:16Ja?
09:18Hallo Nina, ich bin's.
09:20Hallo Elsa, wie geht's dir?
09:22Ganz gut. Ich wollte mich bei dir bedanken.
09:25Vielen Dank. Und wofür denn?
09:27Na hör mal, du hast meinem Bruder das Leben gerettet.
09:30Ach so, ja.
09:32Wie geht's dir jetzt?
09:34Ganz gut soweit. Ich bin froh, dass es Hagen und Victoria gut geht.
09:38Und dem Kind.
09:39Und dem Kind, ja.
09:42Was ist, hast du Zeit, auf einen Dankeschön-Kaffee vorbeizukommen?
09:46Ähm.
09:47Natürlich nur, wenn du Lust hast.
09:50Ja, ja doch, ich hab Lust.
09:52Ach schön. Dann komm einfach vorbei. Ich bin ja sowieso zu Hause.
09:56Okay, mach ich. Bis später, ja?
10:02Danke, Patricia. Mach ich, ja. Ich erzähl's dir dann später. Tschüss.
10:08Patricia?
10:08Ja.
10:10Hast du eigentlich auch mit Frederik und Daniel gesprochen?
10:12Alle drei sind einverstanden, dass wir die Kiste öffnen. Sie sind selbst gespannt.
10:16Also, wenn du willst, kann ich das Schloss aufmachen.
10:18Nein, nein, nein, nein. Noch nicht.
10:20Das ist wohl ganz spannend machen, hm?
10:22Hm, hm, hm.
10:23Du, ich habe Erik und Lissi versprochen, zu warten, bis sie da sind.
10:27Du hast die beiden ganz schön um den Finger gewickelt.
10:30Deine Geschichten aus alten Zeiten, hm?
10:33Das hat mir gut getan, mal wieder über Werner zu reden.
10:36Ich vermiss ihn.
10:37Ich weiß.
10:44Und jetzt zerplatze ich vor Neugier.
10:46Also, Erik und Lissi haben bestimmt Verständnis, wenn du nicht auf sie wartest.
10:52Nein.
10:53Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.
10:56Also, ich, ich, ich kann nicht von Erik erwarten, dass er sich geduldet und dann mich nicht selber daran halten.
11:03So, wie du willst.
11:05Das ist der einzige Grund.
11:12Ich denke fast täglich an Werner.
11:14Ja. Also, es ist nicht so, dass ich sonst an der Vergangenheit hänge, ja.
11:22Aber bei Werner ist das etwas anderes.
11:24Er hat ja viel bedeutet.
11:26Mhm.
11:27Und jetzt diese Truhe.
11:29Das ist als, als ob er mir eine Botschaft schickt nach all der Zeit.
11:34Ja, also nun denke nicht, dass ich wunderlich werde, bloß weil mir eine Kiste vorbeigebracht wurde.
11:40Das habe ich auch nicht behauptet.
11:41Aber du hattest diesen Blick.
11:42Ach, das hatte damit gar nichts zu tun.
11:46Aber, ich bin ja selber neugierig.
11:48Also, je länger du über Werner Grafenberg sprichst, umso mehr will ich auch wissen, was da drin ist.
11:54Hm.
11:55Hm.
11:58Immerhin hat ihre Stieftochter damals auf sie geschossen.
12:01Aber deshalb entführe ich sie doch nicht.
12:04Sie müssen mich wirklich für ein Monster halten.
12:07Laut ihren damaligen Angaben hat Viktoria von Weiden jede Gelegenheit genutzt, um ihre Ehe zu zerstören.
12:14In jeder Familie gibt es Meinungsverschiedenheiten.
12:18Für Viktoria war es sicherlich nicht leicht, mit anzusehen, dass ihr Vater mich geheiratet hat.
12:25Herr von Weiden gibt an, dass Sie in Trennung leben.
12:28Wer hat ihre Stieftochter jetzt hier wohl erreicht?
12:31Viktoria hat nichts damit zu tun.
12:32Und ich habe nichts mit dieser Entführung zu tun.
12:37Ich kann es ja gar nicht gewesen sein, weil ich im Ausland war.
12:42Wo genau?
12:44China.
12:45China ist groß.
12:46Peking.
12:47Urlaub?
12:48Geschäfte.
12:50Was für Geschäfte.
12:52Sehr lukrative, hoffentlich.
12:54Können Sie beweisen, dass Sie in Peking waren?
12:58Ja, ich denke schon.
12:59Schließlich bin ich nicht illegal eingereist.
13:09Hier ist meine Ein- und Ausreise vermerkt.
13:16Wir werden es überprüfen.
13:18Halten Sie sich bitte so lange zur Verfügung, ja?
13:27Mein Gott, was dauert denn da so lange?
13:29Hagen, bitte, setz dich.
13:31Es hilft nicht, wenn du uns alle verrückt machst.
13:33Ich weiß einfach nicht, wo das Problem ist.
13:35Wir haben eine glaubwürdige Zeugenaussage und das reicht für einen dringenden Tatverdacht.
13:38Die Polizei wird sicher zu dem gleichen Schluss kommen.
13:41Ihr habt gehört, was der Kommissar gesagt hat.
13:43Victorias Aussage genügt ihm nicht.
13:45Victorias Aussage genügt ihm nicht.
13:47Mir genügt sie aber.
13:49Dass Annabelle schuldig ist, steht ja wohl außer Zweifel.
13:51Oder glaubst du deiner Tochter etwa nicht?
13:55Die Polizei braucht Beweise.
13:57Danke für die Belehrung.
13:59Hat Victoria Annabelle denn während der Entführung gesehen?
14:02Helena, ich habe sie gesehen, während der ersten Geld über...
14:04Nein, Hagen, du hast eine schwarzhaarige Frau davonlaufen sehen.
14:07Und Annabelle war in der Zeit in China.
14:10Guten Tag.
14:11Hallo.
14:12Recht seltener Besuch.
14:14Frau Landmann, ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, wenn wir für eine Weile Ihre Küche okkupiert haben.
14:18Na genau genommen, es ist ja Ihre Küche.
14:20Ja, auf dem Papier, auf dem Papier.
14:21Inzwischen sind Sie ja Regentin in diesem Reich hier.
14:24Und warum sind Sie jetzt alle hier?
14:27Annabelle wird gerade von der Polizei vernommen.
14:30Tatsächlich.
14:30Und worum geht es diesmal?
14:32Um Victorias Entführung.
14:35Hat Annabelle etwas damit zu tun?
14:37Das versucht die Polizei gerade herauszufinden.
14:39Überraschen würde es mich nicht, sie hat schon Schlimmeres verbrochen.
14:41Ja, und dazu kommt jetzt auch noch die Entführung der schwangeren Stieftochter.
14:46Annabelle hat ihren Schwiegervater...
14:47Frau Landmann, bitte.
14:49Es ist aber so.
14:50Werner Grafenberg war ein sehr guter Mensch.
14:52Und Annabelle...
14:55Vielleicht bekommt sie jetzt endlich die Strafe, die sie verdient hat.
14:58Ja, das hoffen wir alle.
14:59Ja, wie dem auch sei.
15:00Ich denke, es ist das Beste, wenn wir die Sache nicht an die große Glocke hängen.
15:03Und warum nicht?
15:05Meinetwegen kann morgen die gesamte Presse über Annabelle herfahren.
15:07Es geht mir nicht um Annabelle.
15:10Im Moment ist es, glaube ich, besser, wenn Victoria nicht weiß, dass sie wieder da ist.
15:13Wird es so nicht?
15:16Ja.
15:37Nina?
15:38Ja, ich bin's.
15:39Ach.
15:45Entschuldige, ich bin etwas nervös, seitdem hier eingebrochen wurde.
15:48Ach, bist du denn allein?
15:49Ja, Ben ist in der Manufaktur.
15:51Ach so, ja klar, blöde Frage.
15:55Ach, weißt du, was ich nur wissen wollte?
15:56Ist dein Handy eigentlich wieder aufgetaucht?
15:58Ach, das olle Ding, das ist mir doch egal.
16:00Hauptsache, diese Beate Kraus taucht hier nicht wieder auf.
16:03Das wird sie nicht, Elsa.
16:05Clara und Victoria sind frei, außerdem kümmert sich die Polizei jetzt um alles.
16:09Hat die Polizei denn die Kraus gefunden?
16:12Nein, soweit ich weiß nicht.
16:15Naja, was soll die auch von mir wollen?
16:16Die ist bestimmt schon im Ausland.
16:18Mach dich nicht verrückt.
16:19Nein.
16:20Und du setzt dich erst mal, weil nämlich die Retterin von meinem Bruder jetzt erst mal ihr Dankeschön-Kaffee bekommt.
16:25Soll ich dir nicht helfen?
16:26Nein, Ben hat die Koffelmaschine vorbereitet.
16:31Ich muss nur noch diesen...
16:33Ben hat mir erzählt, dass...
16:35...dass die Diagnose vom Arzt nicht so gut war.
16:39Ach, was denn für eine Diagnose?
16:43Das Hämatom ist weg, ich sehe nichts und keiner weiß, woran es liegt.
16:48Ja, aber es werden doch weitere Untersuchungen gemacht, oder?
16:50Ja.
16:51M-A-T-E-E-G, alles was du willst.
16:53Und weißt du, was dieser Dr. Bärwald zu mir sagt?
16:55Er glaubt nicht, dass wir trotzdem was finden.
16:57Was?
16:59Na, Optimismus ist ja nicht gerade die Stärke deiner behandelnden Ärzte.
17:02Nee.
17:04Ich glaube, ich bin im Moment wirklich die Einzige, die daran glaubt, dass sie wieder sehen kann.
17:09Nicht mal Ben glaubt daran.
17:13Weißt du, was er jetzt vorhat?
17:15Er will im Blindenverein fragen, was ich alles so brauche.
17:20Naja, das klingt doch ganz vernünftig.
17:23Ja, vernünftig, ganz vernünftig.
17:27Meinst du, Vernunft bringt mir jetzt was?
17:31Ich weiß, dass es für Ben nicht leicht ist.
17:33Und er hat sich unsere Ehe ganz bestimmt wirklich anders vorgestellt.
17:36Aber, aber er liebt mich doch.
17:40Ist es denn da wirklich so schwer, mir einfach nur ein bisschen Mut zuzusprechen?
18:07Morgen.
18:08Ist ganz schön spät dran.
18:11Und dafür muss ich nachher auch früher weg.
18:13Du nutzt ganz schön aus, dass Koller nicht da ist.
18:15Von dem soll ich dich schön grüßen.
18:17Wie, du hast mit ihm gesprochen?
18:19Nein, meine Oma.
18:20Das ist eine ziemlich abgefahrene Geschichte.
18:22In dem Haus, in dem sie früher gewohnt hat, da wurde eine alte Kiste gefunden.
18:26Von Werner Grafenberg.
18:27Von wem?
18:28Werner Grafenberg.
18:29Dem gehörte die Manufaktur früher.
18:30Und der ist der Großvater von Daniel Grafenberg, bei dem Koller gerade ist.
18:35So, und wegen dieser Kiste musste meine Oma mit Daniel Grafenberg telefonieren.
18:38Und deshalb soll ich dich von Koller grüßen.
18:40Ich glaube, sie war ein bisschen in Werner verknallt.
18:43Deine Oma?
18:44Na klar, wieso denn nicht?
18:46Naja, ich war jetzt einfach nur ein bisschen überrascht.
18:50Egal, jedenfalls soll diese Kiste nachher geöffnet werden.
18:52Und das wollen Lissi und ich uns auf keinen Fall entgehen lassen.
18:54Das heißt, Lissi hat auch dieses Kistenfieber gepackt.
18:58Und nicht nur das.
19:00Sie hat heute Nacht bei mir gepennt.
19:06Und bei dir? Alles gut?
19:10Ja, bei mir schon.
19:12Also du hast dann kein Problem damit, dass ich und Lissi, ich meine, weil ihr hattet ja, wart ja immer
19:17und...
19:17Nein.
19:19Solange ihr glücklich seid, bin ich auch glücklich.
19:21Das bin ich auch.
19:23Gut.
19:23Und vielleicht helft ihr ja mal dem Falkenthaler Glücksquotienten aus dem Jahrhunderttief heraus.
19:30Das bin ich auch.
20:15Dein Vater hat Wort gehalten.
20:19Dann können wir jetzt über unseren Freilasser sprechen.
20:22Welche Freilassung?
20:24Wir hatten einen Deal.
20:26Hm.
20:27Der Deal ist gerade geplatzt.
20:29Mein Gott, mach's nicht schlimmer, als es eh schon ist.
20:31Früher oder später wird meine Schwester dich finden.
20:33Sie hat meine Nachricht auf ihr Handy.
20:35Etwa auf dem hier.
20:36Jetzt nimm dein Scheißgeld und lass uns hier raus.
20:39Tut mir leid, aber daraus wird nichts.
20:47Von mir aus könnt ihr ja drin vollkommen.
21:10Vicky, alles in Ordnung?
21:11Wie lange dauert es denn noch?
21:13Ich komme bald nach Hause.
21:14Bist du noch im Gutshaus?
21:15Nein, ich fahre nachher nochmal hin.
21:17Ich wollte jetzt kurz zu Elsa.
21:18Was sagt die Polizei?
21:20Werden Sie Annabelle verhaften?
21:21Sie haben die Ermittlungen aufgenommen.
21:23Ich hoffe, Sie finden sie bald.
21:24Schatz, jetzt kümmere dich da nicht weiter drum.
21:26Die Polizei wird ihren Job schon machen, okay?
21:28Annabelle darf nicht wieder damit durchkommen, Hagen.
21:31Soll ich nach Hause kommen?
21:33Nein, das ist schon gut.
21:36Grüß Elsa von mir.
21:37Ja, mach ich.
21:38Und versuch ein bisschen zu schlafen, bitte.
21:40Ja, das werde ich.
21:41Gut.
21:42Ich liebe dich.
21:44Ich dich auch.
21:52Kaum zu glauben, dass diese Beate meinen Bruder einsperren konnte.
21:57Wer ist denn das?
21:59Ich gehe mal nachschauen.
22:07Hallo, Hagen.
22:08Hallo, Nina.
22:09Das ist dein Bruder, Elsa.
22:12Küche.
22:12In der Küche.
22:15Hey, Kleine.
22:17Sag mal.
22:20Was machst du denn für Sachen?
22:21Du kannst dich doch nicht einfach einsperren lassen.
22:23Wieso?
22:24Es war doch klar, dass Nina uns retten würde, oder?
22:28Ich soll dich ganz lieb von Viktoria grüßen.
22:30Wie geht es ihr denn?
22:31Und dem Baby?
22:32Mit dem Kind ist alles in Ordnung.
22:33Viktoria ist noch ein bisschen angeschlagen.
22:34Aber ich denke, das ist normal, oder?
22:37Ja, das ist es, aber das macht es ja auch nicht gerade leichter.
22:40Ja.
22:40Also, was machst du denn dann dir?
22:42Du musst zu deiner Frau.
22:43Ja, das mache ich schon.
22:45Was ist denn mit dir?
22:45Was haben die Ärzte gesagt?
22:47Ja, ich komme schon wieder in Ordnung.
22:49Und das hat der Arzt gesagt?
22:51Kannst du damit bitte mal aufhören?
22:53Ihr mit eurer Negativhaltung, ihr macht es mir wirklich nicht leichter.
22:57Also, Hagen, geh doch zu Viktoria.
22:58Die braucht dich wirklich dringender im Moment.
23:01Okay, wenn du was brauchst, ruf mich bitte an, ja?
23:05Tschüss.
23:06Tschüss.
23:08Tschüss.
23:09Tschüss, Hagen.
23:24Wie es aussieht, waren Sie zur Tatzeit tatsächlich in China.
23:27Haben Sie daran gezweifelt?
23:29Ehrlich gesagt, nein.
23:31Ihre Stieftochter hat ausgesagt, dass Sie die Entführung in Auftrag gegeben haben.
23:35Ausgeführt hat sie aber jemand anderes.
23:37Aha.
23:38Es ist nur vernünftig, sich für die Tatzeit ein Alibi zu besorgen.
23:45Kennen Sie diese Frau?
23:52Sie sind bestimmt Frau Geppert.
23:54Nein.
23:55Mein Name ist Beate Kraus.
23:57Für welchen Posten haben Sie sich denn beworben?
24:00Für gar keinen Posten.
24:01Ich möchte mit Ihnen reden.
24:03Ich bin eine Bekannte von Viktoria.
24:06Ich kann Ihnen helfen, Viktoria loszuwerden.
24:09Sie können sich auf mich verlassen.
24:10Frau von Walden.
24:11Ich will Viktoria genauso loswerden wie Sie.
24:14Ähm, nie gesehen.
24:16Sind Sie sicher?
24:17Ja, natürlich.
24:20Ich vergesse nie ein Gesicht.
24:23Diese Frau kenne ich nicht.
24:25Ist das Victorias Entführerin?
24:26Mhm.
24:28Na und? Haben Sie sie gefasst?
24:30Noch nicht.
24:31Und da verschwenden Sie hier Ihre Zeit mit mir?
24:34Frau von Walden, Ihre Stieftochter hat behauptet,
24:37dass Sie während der Entführung mit Frau Kraus telefoniert haben.
24:39Das ist eine Lüge.
24:41Ich bin es leid, hier behandelt zu werden wie eine Verbrecherin.
24:45Wo wollen Sie denn hin?
24:47Ohne meinen Anwalt sage ich nichts mehr.
24:50Sie entschuldigen mich, Herr Kommissar.
24:57Oder du kannst auch ein Menü nehmen hier.
24:59California Inside Out und noch was mit Banelen oder Krebsfleisch.
25:03Oh, das klingt doch gut.
25:04Mit Krebsfleisch.
25:05Ja.
25:05Hallo.
25:06Ben.
25:07Hey.
25:08Hallo Ben.
25:09Hallo Nina.
25:10Ich wusste gar nicht, dass du da bist.
25:12Ja.
25:12Ich habe Nina eingeladen.
25:14Ja, das ist schön.
25:16Sag mal, wir wollen uns gerade was zu essen bestellen.
25:18Du kannst dir noch ganz schnell was aussuchen.
25:20Ähm, also ich glaube, das hat sich erledigt.
25:22Ben hat nämlich was mitgebracht.
25:24Was denn?
25:25Sushi.
25:27Da hattet ihr beide ja den gleichen Gedanken.
25:30Nina hat nämlich auch gerade Sushi vorgeschlagen.
25:31Ah ja, das ist ja ein Zufall.
25:34Ich habe dir auf jeden Fall das California Menü mitgebracht.
25:36Hm.
25:37Äh, sag mal, du hast nicht zufällig drei Gerichte bestellt?
25:40Äh, nein.
25:41Nein, natürlich nicht.
25:42Aber wir können von uns was abgeben.
25:44Ja.
25:44Nein, nein, das müsst ihr nicht.
25:45Doch, das wollen wir aber.
25:46Wir werden schon alle satt.
25:48Oder, Ben?
25:49Ja, ja, ja.
25:50Ja.
25:51So.
25:52Guck mal, nimm dir mal von mir was.
25:56Was sind deine Lieblings?
25:57Na, das mit Krebsfleisch.
25:59Das würde ich ganz gern probieren.
26:03Nein, nun nimm dir was.
26:15Hey.
26:16Hey, du warst gerne.
26:16Ja, ja, ja, ja.
26:17Hallo.
26:19Na, weint ihr?
26:19Hi, hallo.
26:22Ist Erika nicht da?
26:23Doch, aber der hat die rote Farbe verschüttet
26:25und versucht sie gerade von seiner Hand abzukriegen.
26:29Dann warte ich hier auf ihn so lang.
26:33Sag mal, was läuft eigentlich zwischen euch beiden?
26:35Wie, was meinst du denn?
26:37Na ja, seid ihr jetzt richtig zusammen?
26:39Was heißt denn schon richtig zusammen?
26:41Na, ich meine, als Erik meinte, er sei sehr glücklich mit dir.
26:45Ist doch gut.
26:47Und du?
26:49Ach, da habe ich mir eigentlich noch keine Gedanken drüber gemacht.
26:52Aber irgendwas musst du doch fühlen.
26:54Du bist eine richtige Romantikerin, weißt du das?
26:57Es gibt was Schlimmeres.
26:59Ich mag Erik, wir haben viel Spaß zusammen.
27:03Aber verliebt bist du nicht.
27:05Ich weiß nicht, was ihr Leute immer mit dem Verliebtsein habt.
27:08Alle Leute, die ich kenne, die verliebt sind, sind kreuzunglücklich.
27:10Kann sein, aber wenn du, wenn du verliebt bist,
27:13dann hat doch das Leben so einen ganz besonderen Sinn.
27:15Verstehst du?
27:17Ich komme auch ohne den Sinn ganz gut klar.
27:20Was machst du eigentlich heute Abend?
27:22Ich habe schon versucht, dich anzurufen.
27:23Echt?
27:24Mhm.
27:25Habe ich gar nicht gesehen.
27:29Ach, der Hochadel.
27:32Hey.
27:35Wollen wir?
27:36Maike, du hast doch bestimmt auch Mittagspause.
27:38Willst du mitkommen?
27:39Wo wollt ihr denn hin?
27:40Na, die Kiste aufmachen.
27:42Ich weiß nicht, ob Eva das so gut findet.
27:44Ach, Quatsch. Was soll sie denn dagegen haben?
27:46Na los, komm mit. Eva erzählt super Geschichten.
27:49Es wird lustig. Komm.
28:04Nina, wenn du irgendwann mal Diät machen möchtest,
28:06dann musst du mit geschlossenen Augen essen.
28:08Das geht nämlich so gut wie gar nicht.
28:09Ganz toller Tipp, Elsa. Danke.
28:12Du hast gar keine Nummer?
28:14Nein, irgendwie nicht.
28:15Also, wenn ihr von mir noch was wollt, dann...
28:17Ich muss erst mal mit meiner Portion hier klarkommen.
28:19Soll ich dir helfen?
28:20Nein.
28:21Ich kann alleine essen.
28:22Okay.
28:25Ach so, ich habe dir übrigens was mitgebracht.
28:28Ben, du darfst mich jetzt nicht ablenken.
28:29Ich muss mich konzentrieren.
28:31Na ja, es ist ein Handy,
28:33weil das von Beate Kraus,
28:34das kriegen wir ja sicherlich nicht wieder.
28:36und da dachte ich mir,
28:38die wichtigsten Nummern habe ich dir schon eingespeichert.
28:40Das ist wirklich lieb von dir.
28:44Das ist aber riesig.
28:46Ja, das ist ein Handy mit Brei.
28:49Ist das diese Blindenschrift?
28:50Mhm.
28:52Ben, danke, aber das brauche ich nicht.
28:55Und jetzt entschuldigt mich bitte.
28:57Ich muss ins Bad.
28:58Elsa, das tut mir leid.
28:59Ben.
28:59Lassi.
29:04Gib hier ein bisschen Zeit.
29:13Ja.
29:16Ich gehe da nochmal.
29:41Komm her.
29:43Komm her, Hund.
29:43Wollen Sie dem Hund nicht vielleicht mal einen Namen geben?
29:46Ich bin mir da nicht so sicher.
29:48Wenn man jemandem einen Namen gibt,
29:50dann sollte man das gut überlegen.
29:51Schließlich muss der arme Hund
29:52für den Rest seines Lebens damit rumrennen.
29:54Wie wäre es mit Sokrates?
29:57Sokrates?
29:58Ja, ich finde, er sieht so aus.
30:00Liebevoll und weise.
30:02Sokrates?
30:04Sokrates?
30:05Na, er scheint den Machen ja zu mögen.
30:06Bitte.
30:08Na gut, von mir aus Sokrates.
30:10Was soll's.
30:12Ich bin wirklich froh, dass ich mitkommen konnte,
30:14weil wenn mir zu Hause ist...
30:15Ich habe Tobias gefunden.
30:17Er wäscht sich die Hände,
30:18holt sein Werkzeug und dann geht's los.
30:19Wo ist die Kiste?
30:20Gott, ich bin jetzt vollkommen aufgeregt.
30:21Hier.
30:23Na, sollen wir wetten, was drin ist?
30:25Bestimmt ein paar alte Socken.
30:28Brillanten, Saphire, Perlen,
30:29Diamanten.
30:30Ja, ja, wer weiß.
30:32Vielleicht war Herr Werner Grafenberg
30:33ein Schmuggler und Täler.
30:34Kann doch sein.
30:35Nein, das kann nicht sein.
30:36Das war ein Scherz.
30:37Ha, ha, ha.
30:38Werner hätte dir die Ohren langgezogen.
30:40Doch.
30:40Einmal hatte Daniel
30:41so ein kleines Päckchen Kaugummi geklaut.
30:43Also ja, der war höchstens sieben oder so.
30:46Das war so eine Art Mutprobe
30:47von seinen Klassenkameraden,
30:49mit denen er damals zur Schule gegangen ist.
30:50Und Werner hat das rausgekriegt?
30:51Ja, und da ist Werner
30:53zusammen mit Daniel
30:54in den Laden gegangen
30:55und hat sich mit ihm
30:57bei dem Verkäufer entschuldigt.
30:58Ja, weil er ein schlechtes Gewissen hatte.
31:01Er war der Meinung,
31:01das ist seine Aufgabe,
31:03Daniel zu erklären,
31:04was falsch ist und was richtig.
31:06Das ist sicherlich nicht einfach,
31:07wenn die Mutter ausgerechnet Annabelle heißt.
31:09Ja, aber Werner war für die Kinder immer da.
31:11Und deshalb ist es unmöglich,
31:14dass Werner ausgerechnet
31:16ein furchtbares Geheimnis hätte.
31:17Ja, und was wirklich drin ist,
31:19werden wir gleich erfahren.
31:38Nein!
31:39Warte!
31:40Sie ist weg!
31:42Sie ist weg!
31:43Sie ist weg!
31:44Ich will hier raus!
31:44Sie beruhig dich!
31:45Ich hab's die ganze Zeit gewusst.
31:47Annabelle hatte nie vor,
31:48uns hier wieder rauszulassen.
31:49Sie will uns hier verreckt lassen.
31:50Nein, du musst dich beruhigen!
32:04Kommissar, lässt sich ziemlich viel Zeit.
32:07Vielleicht hättest du doch zu Victoria gehen sollen.
32:09Du kannst dir nichts ausrichten.
32:10Wieso?
32:10Ich kann mit ansehen,
32:11wie Annabelle verhaftet wird.
32:13Und du weißt,
32:13dass Victoria im Moment
32:14nichts mehr helfen würde,
32:15als diese Information.
32:16Ja, mag sein.
32:18Mir wäre es lieber,
32:18Sie könnten vorbeikommen.
32:21Naja,
32:23wie Sie wollen.
32:25Diese Anwälte sind doch alle gleich.
32:28Unzuverlässige,
32:28geldgierige Schleimer,
32:29ohne Moral.
32:30Dann müssten Sie sich doch
32:31in Ihrer Gegenwart
32:31wie zu Hause fühlen, nicht wahr?
32:33Sehr spitz, finde ich,
32:34lieber Hagen.
32:35Annabelle,
32:35wenn die Polizei mit Ihnen fertig ist,
32:37wird Ihnen der beste Anwalt
32:38auch nicht mehr helfen können.
32:39Die Polizei hat nichts
32:40gegen mich in der Hand.
32:41Ich denke,
32:42das werden Sie noch sehen.
32:42Ich habe nichts
32:43mit dieser Entführung zu tun.
32:45Warten wir es ab.
32:47Nach allem,
32:48was Sie dieser Familie
32:49angetan haben,
32:50wäre es jetzt mal Zeit
32:51für eine gute Tat.
32:52Verschwinden Sie endlich
32:53aus Falkenthal.
32:54Ich könnte nie etwas tun,
32:56das Richard verletzt.
32:58Entschuldigt mich,
32:58ich will mir den Spaß
32:59in die Länge haben.
33:01Ihr Hass muss wirklich
33:02unendlich sein.
33:03Sie wollten Victoria
33:04und Hagen umbringen.
33:05Dabei hatten Sie ihr Geld
33:06für die Manufaktur längst.
33:08Und was ist mit Ihnen?
33:09Ihnen kam die Entführung
33:11Ihrer Tochter doch gerade recht.
33:12Annabelle,
33:12wird nicht geschmacklos.
33:13So hatten Sie doch
33:14wieder einen Grund,
33:15hier aufzutauchen
33:16und sich an meinen Mann
33:17ranzumachen.
33:18Sie selbst sind schuld,
33:19dass sich jeder von Ihnen
33:20abwendet.
33:25Richard,
33:25ich habe nichts getan.
33:28Wenn du etwas
33:29mit dieser Entführung
33:29zu tun hast...
33:30Das habe ich nicht.
33:31Wenn doch,
33:32werde ich dafür sorgen,
33:33dass du den Rest
33:33deines Lebens
33:34im Gefängnis verbringst.
33:46hier ist es ja so stil.
33:48Ja, Nina ist gegangen.
33:51So plötzlich?
33:52Sie musste weg.
33:55Ben,
33:56danke für das Handy
33:58und entschuldige,
33:59wenn ich gerade komisch war.
34:02Weißt du,
34:03wir müssen uns damit
34:04auseinandersetzen.
34:05Mit dem Ergebnis
34:05der Untersuchung,
34:06meine ich.
34:07Tja,
34:09dass die Ärzte
34:09nicht wissen,
34:10was mit mir los ist,
34:11ist doch kein Ergebnis.
34:12Okay,
34:12aber wir müssen uns
34:13arrangieren,
34:13dass du im Moment
34:14nichts sehen kannst.
34:15Das tue ich
34:16jeden verdammten Augenblick.
34:18Ich will bloß einfach
34:19die Hoffnung
34:20nicht aufgeben.
34:22Das holst du doch
34:23gar nicht.
34:26wenn es ist schön,
34:27dass du da bist.
34:29Ich liebe dich.
34:34Entschuldige.
34:35Bin gleich da.
34:42Petersen?
34:43Hans.
34:44Maike.
34:45Hallo,
34:46wo bist du?
34:46Ich mache gerade Mittagspause
34:48und ich wollte mal hören,
34:49wie es euch so geht.
34:50Geht so.
34:51Geht so.
34:53Du bist zu Hause, oder?
34:54Ja,
34:54ich habe gerade
34:55mit Elsa Mittag gegessen.
34:57Und hast du schon
34:58mit ihr gesprochen,
34:58wegen Nina,
34:59meine ich?
35:00Nein.
35:03Hör zu, Maike.
35:04Im Moment ist es schlecht.
35:07Ich...
35:07Gut,
35:09wir können auch
35:10später weiterreden.
35:11Hör zu,
35:11ich verspreche dir,
35:12ich kläre das.
35:14Ja,
35:14dann grüß Elsa
35:15ganz lieb von mir, ja?
35:16Ja,
35:17das mache ich.
35:18Tschüss.
35:19Mach's gut.
35:29Das war Maike.
35:31Schöne Grüße.
35:32Danke.
35:33Was war denn?
35:34Ach,
35:34sie wollte nur wissen,
35:35wie es uns geht.
35:39Elsa,
35:39ich,
35:39ich,
35:40ich muss noch mal los.
35:42Zur Arbeit?
35:45Ich muss noch was klären.
35:48Ich bin gleich wieder da.
35:49Okay.
35:58Warum gibt es keinen Weg
35:59für Ben und mich?
36:02Wie konnte es nur
36:03so weit kommen?
36:05Man sucht sich ja nicht aus,
36:07wen man liebt.
36:09Aber dass Ben und ich
36:10uns getroffen haben,
36:11das scheint mir heute
36:11ein grausamer Scherz
36:12des Schicksals.
36:15Es tut weh,
36:15ihn zu sehen.
36:16Es tut weh,
36:17Elsa zu sehen
36:17und zu wissen,
36:18dass ich sie belüge
36:19in jedem Moment,
36:20in dem ich bei ihr bin.
36:23Ben kann sie nicht verlassen.
36:26Ich muss mir diese Liebe
36:27aus dem Herzen reißen.
36:30Aber ich weiß nicht,
36:31ob ich stark genug dafür bin.
36:47Elsa?
36:51Elsa?
36:55Hey.
36:59Ich bin's doch nur, Maike.
37:00Oh, hast du mich erschreckt.
37:02Entschuldigung.
37:04Oh, naja.
37:05Damit muss man wohl rechnen,
37:06wenn man blind ist.
37:07Wahrscheinlich.
37:09Kann ich dir irgendwas bringen?
37:10Was zu trinken oder so?
37:12Ach, ich würde
37:13gern mal wieder fernsehen.
37:16War ein Witz.
37:18So.
37:19Was ist denn los?
37:21Hast du schlechte Laune?
37:22Sagen wir mal so,
37:23ich hatte schon bessere Tage.
37:26Ich höre.
37:29Ach, Maike, komm schon.
37:30Alle wollen immer nur
37:31über mich und meine Augen reden.
37:33Ich würde auch gern mal wieder
37:34was von den anderen erfahren.
37:35Also, was ist los?
37:38Ehrlich gesagt ärgere ich mich
37:40über Erik und Lissi.
37:41Was haben die beiden denn angestellt?
37:44Die sind jetzt ein Paar.
37:46Echt?
37:48Na ja, Gegensätze ziehen sich an, hm?
37:50Anscheinend.
37:52Ach so, und du fühlst dich jetzt
37:54wie das fünfte Rad am Wagen.
37:56Albern, oder?
37:57Ach, Quatsch.
37:59Das ist doch ganz normal.
38:02Findest du?
38:03Ja.
38:04Und pass auf,
38:05wenn diese erste
38:05Verknallseinsphase vorbei ist,
38:07dann wird sich das auch wieder ändern.
38:10Glaub mir.
38:27Ben.
38:29Was, was, was machst denn du hier?
38:31Ich muss mit dir sprechen.
38:51So, das wär's.
38:53Den Rest überlasse ich dir.
38:57Ich bin so aufgeregt.
39:11Das ist ja nur alter Krempel.
39:14Was hast du denn erwartet?
39:15Einen alten Familienschatz?
39:16Ja, schon.
39:22Das sind alles alte Erinnerungsstücke von Werner.
39:28Ist das nicht der schönste Schatz?
39:54Sie bleiben also dabei,
39:56dass Sie ohne Ihren Anwalt
39:56keine weiteren Angaben mehr machen möchten.
39:58Richtig, ich sage dazu nichts mehr.
40:01Außer, dass ich mit der Entführung von Victoria
40:03nichts zu tun habe.
40:05Ich weiß nicht,
40:06welche Telefonate sie gehört haben will.
40:09Hören Sie,
40:10ich hatte eine anstrengende Reise.
40:12So hab ich mir meine Ankunft nicht vorgestellt.
40:14Ich würde jetzt gern etwas Ruhe haben.
40:21Victoria.
40:39Ich weiß nicht mehr weiter.
40:41Ich dachte, wir könnten Freunde sein.
40:44Ich weiß.
40:51Jedes Mal, wenn wir uns sehen,
40:53schnürt es mir den Hals zu.
40:55Ich kann nicht mehr klar denken.
40:57Ich möchte dich in den Arm nehmen,
40:58nie wieder loslassen.
41:04Man nennt das Liebe.
41:17Ich kann Elsa nicht verlassen.
41:20Nicht, wenn sie blind bleibt.
41:26Ja, ich liebe dich.
41:28Ich werde nie aufhören, dich zu lieben.
41:31Aber wenn du Elsa nicht verlassen kannst,
41:33dann können wir nicht zusammen sein,
41:36egal, wie sehr wir uns lieben.
41:45Das ist es doch,
41:46was du mir sagen willst, oder?
42:01Warum bist du nach Faltentag zurückgekommen?
42:04Ich wollte für dich da sein.
42:05Ich hab mir Sorgen gemacht.
42:07Ich liebe dich.
42:17Frau von beiden.
42:19Einen Moment, bitte.
42:21Mit Nina und mir, das ist vorbei.
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