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  • vor 7 Stunden
Eine Serie von merkwürdigen Unfällen und ominösen Notizzetteln veranlasst drei ältere Filmstars dazu, Remington Steele und Laura Holt einzuschalten, die sie bei einer Preisverleihungsgala kennen gelernt haben. Im Laufe der Ermittlungen kommt ein Mitglied der High Society ums Leben, und Laura und Remington werden so schwer verletzt, dass sie in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen.
Während sie in der Klinik Mildred über den Stand der Ermittlungen informieren, wird plötzlich klar, in welcher Gefahr Remington schwebt … (Text: VOX)

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Transkript
00:09Verzeihung, könnten Sie mir vielleicht...
00:14Oh, entschuldigen Sie, können Sie mir wohl bitte selbst...
00:17Keine Belästigung des medizinischen Personals, Auskunft beim Empfang.
00:21Sehr liebenswürdig, am Empfang ist aber niemand.
00:26Abklammern, Tupfer.
00:30Ich hab gesagt, Tupfer.
00:42Wenn ich doch bloß auf dich gehörte, Laura, wenn ich doch bloß nicht in dieses Haus gegangen wäre.
00:46Ja, ja, wann hörst du schon mal auf mich?
00:50Mr. Steele, Miss Holt, aber was ist denn passiert?
00:56Ach, das ist eine recht lange Geschichte.
00:58Auch ein Schälchen Champagner, Mildred?
01:03Ja, Mr. Steele?
01:04Ach ja, Schwester, könnten Sie mir noch einen dritten Becher für einen Gast bringen, ja? Vielen Dank.
01:09Ich dachte, Sie wollten übers Wochenende zu irgendeiner Preisverleihung fahren.
01:12Das war eine glatte Fehlplanung.
01:14Na komm, Laura, du wirst doch nicht sagen wollen, das ganze Unternehmen war ein Schlag ins Wasser.
01:17Frag noch mal, wenn sich die Heizwirbel beruhigt haben.
01:20Bitte erklärt mir mal, was passiert ist.
01:21Mh, sofort.
01:23Mr. Steele und ich waren zur Eröffnung des Hollywood-Archivs eingeladen.
01:28Eine Einrichtung, die sich die Pflege des amerikanischen Films zum Ziel gesetzt hat.
01:32Eine große Gala. Und sicher werden wir auch Stars sehen, um die es in letzter Zeit stiller geworden ist.
01:37Und wer kommt hier?
01:38Ja, richtig. Es ist Dorothy Lamour und Lloyd Nott.
01:42Dorothy sprach wie eh und je. Und Mr. Nolan ist immer noch der Alte.
01:45Eine Reihe von Stars hatten beim Aufbau des Archivs mitgeholfen und sollten an diesem Abend dafür gewirrigt werden.
01:51Und wer kommt jetzt?
01:52Einen Moment. Gleich werden wir es wissen.
01:55Es ist, ich glaube es ist, ja, sie ist es!
01:58Virginia Mayo!
02:00Wer erinnert sich nicht an sie?
02:01Die appetitliche, leicht schielende Blondine im Technik-Color der 40er Jahre.
02:05Ein Abend der Sensation. Und er hat gerade erst begonnen.
02:09Oh, und wer kommt jetzt?
02:13Ich hatte eifrig die Werbetrommel für Mr. Steele gerührt und so hatte man ihn zum Zeremonienmeister gewählt.
02:26Und nun kommen wir zum triumphalen Erfolg von White Heat,
02:30in dem es Mayo an der Seite von James Cagney ihre unerhörte Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellte.
02:35Als Werner Jarrett sicherte sie sich damit einen festen Platz in den Annalen der Filmgeschichte.
02:41Es ist eine große Ehre für mich, dass ich diese Auszeichnung heute überreichen darf.
02:46Überreichen an einen Star!
02:48Miss Virginia Mayo!
02:59Ich wusste gar nicht, dass ich so produktiv war.
03:02Vielen Dank, Mr. Steele, für Ihre freundlichen Worte.
03:05Und Ihnen allen meinen herzlichen Dank.
03:07Wie wir alle, so hoffe auch ich, dass das Archiv ein absoluter Hit wird.
03:12Ich danke Ihnen vielmals.
03:14Ich brauche wohl nicht besonders zu erwähnen, Milut, dass ich donnernden Applaus hatte.
03:24So, ja, rechte.
03:29Oh, lass dich umarmen.
03:31Und nun, ich darf wohl sagen, der Höhepunkt des Abends.
03:35Sie wissen, von wem ich spreche.
03:37Ladies and Gentlemen, ich begrüße Miss Dorothee Lamour.
03:52Oh, es tut mir schrecklich leid.
03:55Ich habe das Schild nicht gesehen.
03:57Entschuldigung.
04:01Oh, Mr. Nolan.
04:03Mr. Steele.
04:04Richtig, Sie haben wohl nicht zufällig Miss Mayo gesehen?
04:06Ich habe nämlich Ihre Auszeichnung hier...
04:08Virginia ist nur mal kurz vor die Tür gegangen, musste tief durchatmen nach diesem ganzen hohlen Getönen.
04:14Kleiner Scherz von mir.
04:16Zugegeben, Sie haben Stil, aber Schuster, bleib bei deinem Leisten.
04:20Danke für den Tipp.
04:24Ich freue mich ja so, dass wir uns getroffen haben.
04:26Vielleicht essen wir nächste Woche mal zusammen.
04:28Ich rufe dich an.
04:29Bye, bye.
04:30Aber vergiss es nicht.
04:30Äh, Miss Mayo, ich muss Sie noch mal belästigen, aber Sie haben Ihre Auszeichnung vergessen.
04:34Ach, wollen Sie mir dazu etwa Ihre ganze Rede noch mal aufsagen?
04:38Aber nein, nicht doch.
04:39Sie sehen immer noch genauso toll aus wie in Secret Life of Walton Mitty.
04:43Danny Kaye, Boris Karloff, RKO, 1900...
04:47Danke für die Schmeichelei.
04:48Aber nein, das ist die pure Wahrheit.
04:50Wissen Sie, ich will ja nicht zu privat, zu persönlich werden, aber wie war die Zusammenarbeit mit Boris Karloff?
05:04Mr. Steele!
05:07Mr. Steele!
05:12Und so haben Sie sich dann Arme und Beine gebrochen, Chef?
05:15Nicht ganz, Milgrid.
05:16Sie sind ein Glückspilz, Mr. Steele.
05:19Nur dieser kleine Kratzer am Finger.
05:21Abgesehen davon gibt es nichts an Ihnen rumzudoktern.
05:23Ja, ja.
05:24Erflexe wie eine Katze.
05:25Aber nicht nur das.
05:26Dass Sie eine weiche Landung auf dem Packen Zeitungspapier hatten, hat bestimmt auch dazu beigetragen.
05:31Was ist denn jetzt schon wieder?
05:33Und ich habe gedacht, wenn ich hier Unfalldienst habe, wird das ein ruhiger Abend.
05:37Ich habe ausdrücklich gesagt, nur im äußersten Notfall.
05:41Tut mir leid, ich muss jetzt gehen.
05:43Ach, und noch was, Mr. Steele.
05:45Sie haben doch sicher einen Hausarzt.
05:47Äh, nein, habe ich nicht.
05:50Dann würde ich sagen, Sie rufen mich morgen einfach mal an.
05:52Natürlich nur, wenn Sie Schmerzen haben.
05:53Mach ich.
05:54Noch einen schönen Abend allerseits.
05:55Gute Nacht.
05:56Gute Nacht.
05:56Gute Nacht, Doktor.
05:57Miss Mayo, sind Sie sicher, dass niemand irgendetwas gegen Sie vorhat?
06:02Auseinandersetzung, Meinungsverschiedenheiten mit Freunden oder Bekannten?
06:04Etwas in der Richtung.
06:05Wenn Sie mich so fragen, da ist schon was gewesen, was recht Merkwürdiges.
06:09Ich habe vor einigen Wochen einen eigenartigen Brief bekommen.
06:12Da hat mir ein Unbekannter geschrieben, er würde mich in die Schlagzeilen bringen.
06:14Und zwar auf ungewöhnliche Weise.
06:16Und seitdem bekomme ich laufend Briefe von demselben Absender.
06:19Und da steht dann drin, die letzte Frist ist abgelaufen.
06:22Oder, na immer etwas in der Art jedenfalls.
06:25Der Fan.
06:26Was?
06:27Lauren Bacall, James Garner, Paramount, 1981.
06:31Geistesgestörter Fan, fühlt sich persönlich zurückgeschlossen von der Bacall und versucht, sie umzubringen.
06:35Er morden?
06:37Was Mr. Steele in seiner gewohnt originellen Art damit ausdrücken wollte, ist,
06:41dass Ihr unbekannter Briefschreiber vielleicht im Zusammenhang stehen könnte mit dem Zwischenfall heute.
06:45Aber das ist ja ein entsetzlicher Gedanke.
06:47Und auch ein bisschen weit hergeholt.
06:48Seien Sie beruhigt.
06:49Trotzdem schlage ich vor, wir bringen Sie jetzt nach Hause und sehen uns die Briefe einmal an.
06:54In diesem Film, von dem Sie sprachen, Mr. Steele, hat man den Mord doch verhindern können, nicht wahr?
06:59Ja, wie war das?
07:00Lassen Sie mich kurz überlegen.
07:01Der Fan hat sich brutal auf die wehrlose Maureen Steppelton gestürzt.
07:07Happy End, natürlich.
07:12Tut mir leid, das ist alles.
07:14Ein Brief ist immerhin besser als keiner.
07:16Poststempel vier Tage zurück.
07:18Kein Absender.
07:23Und die nächste Woche ist schon beinahe da.
07:25Eine Woche, die Sie nie vergessen werden.
07:27Die Woche, in der ich in Ihr Leben trete.
07:30G.I.M.
07:31Jedes Mal die gleiche Unterschrift.
07:33Nur die Initial.
07:34Offenbar ein verschlagener Typ.
07:36Ich sehe ihn vor mir.
07:38Ich sehe ihn vor mir, diesen Zwielichtigen, den Peter Lorre im Malteserfalken gespielt hat.
07:44War der Mann nicht so ein Psychopath?
07:48Entschuldigen Sie mich einen Moment, ja?
07:51Mr. Steele.
07:52Hm?
07:52Zu Ihrer Information.
07:54Wir versuchen alles zu unterlassen, was unsere Klienten erschrecken könnte.
07:57Ich weiß, Ihre Filmzitate sind nur als Inspiration gemeint.
08:00Aber Miss Mayo weiß das nicht.
08:01Jetzt glaubt sie, irgend so ein kleines Monster schleicht sich an mit Froschaugen und nervösem Gekicher.
08:06Hm, ja, das stimmt.
08:08Wäre wohl besser gewesen, wenn ich Charlie Chaplin zitiert hätte.
08:11Hm, hm.
08:12Äh.
08:13Miss Mayo, fällt Ihnen noch irgendetwas ein, was uns weiterbringen könnte?
08:16Irgendein Hinweis?
08:19Wissen Sie, als ich mich heute Abend mit Lloyd Nolan unterhalten habe,
08:22da hat er mir auch von so ganz merkwürdiger Fanpost erzählt.
08:25Ich habe nicht weiter drüber nachgedacht, aber vielleicht wäre das ein Hinweis.
08:28Wir werden das morgen prüfen.
08:30Wenn Sie nach dem Schreck jetzt nicht gern allein bleiben wollen,
08:33leiste ich Ihnen noch ein bisschen Gesellschaft.
08:34Ach, das wäre ganz reizend.
08:36Vielen Dank.
08:36Ja, dann würde ich mich besser fühlen.
08:38Na, ist ja prächtig.
08:39Virginia Mayo, Lloyd Nolan, der prominenteste Fall, den wir hatten.
08:45Und dann ist das also mit Ihnen passiert, Miss Holt?
08:47Als Sie allein bei Virginia Mayo waren?
08:50Nein, Mildred, in der Nacht hat sich nichts weiter ereignet.
08:52Miss Mayo und ich, wir haben nur angeregt über die goldenen Jahre von Hollywood geplaudert.
08:57Ich hatte natürlich keine Zeit für die artigen Schnickschnack.
08:59Am nächsten Morgen war ich schon in aller Herrgottsfrühe am Werke.
09:02Lloyd Nolan hatte meine abendliche Lobrede sehr genossen
09:05und wir hatten keine Kontaktschwierigkeiten.
09:08Ich habe die Fühler ausgestreckt, nachdem Sie mich angerufen hatten, Mr. Steele.
09:11Aha.
09:12Dorothy Lamour ist auch schon von diesem Irren mit Post bedacht worden.
09:15Sie scherzen.
09:16Nein, nein.
09:17Dorothy Lamour, Road to Singapore, Moon over Burma, Typhoon.
09:22Oh, wie unerfreulich.
09:23Dann werde ich Sie mal aufsuchen in der Angelegenheit.
09:25Hier sind Sie.
09:26Ich habe nur zwei aufgehoben davon.
09:32Jetzt kennen Sie mich noch nicht, aber in zwei Wochen umso besser.
09:35G.E.M.
09:36Noch eine Woche und Ihr ganzes Leben ist verändert.
09:39G.E.M.
09:40Und Sie haben keine Ahnung, wer G.E.M. ist?
09:42Nein.
09:42Gut, ich werde meine Mitarbeiterin sofort darauf ansetzen.
09:45Oh, noch eine Frage, Mr. Nolan.
09:47Fragen Sie.
09:48Ich habe neulich in einem Kino für alte Filme Somewhere in the Night gesehen,
09:51aber die letzte Rolle hat gefehlt.
09:53John Hodiak hat gerade begriffen, dass er nicht George Taylor ist, wie er geglaubt hat,
09:56sondern Larry Kravitz.
09:57Jetzt brenne ich natürlich darauf, wie die Sache ausgeht.
10:00Also wissen Sie, für einen Detektiv sind Sie wirklich ein komischer Vogel.
10:05Also wie war das?
10:06Ich habe damals in dem Streifen den Lieutenant Donald Kendall gespielt.
10:09Fragen Sie mich nicht, warum, aber ich bin über den Lieutenant nie hinausgekommen,
10:13nie befördert worden.
10:15Tja, und Richard Conti war der Bösewicht.
10:20Ist ja komisch.
10:21Was ist komisch?
10:22Stimmt was denn?
10:24Ich wundere mich nur, der Postboot ist gerade vorbeigegangen,
10:28aber die Post war doch schon vor einer Stunde im Karsten.
10:31Na ja, wo waren wir gerade?
10:35Die drei Tage des Condor.
10:37Nein, in dem war ich nicht drin.
10:39Nein, in den drei Tagen des Condor sollte Robert Redford umgebracht werden
10:42und der Killer war verkleidet als Briefträger.
10:44Robert Redford?
10:46Der Killer.
10:47Jetzt haben Sie mich durcheinander gebracht.
10:49Runter!
10:58Bleiben Sie unten, Sie wissen doch,
11:01der Postbote klingelt immer zweimal.
11:22Klingelt ja heute dreimal.
11:35Steele!
11:37Jetzt habe ich wieder vergessen,
11:39dass nachgefüllt werden sollte.
11:46Das muss ja grauenhaft gewesen sein, Chef.
11:49Ein Briefträger mit einem Maschinengewehr.
11:53Jedenfalls hat der Begriff durch Eilboten eine neue Dimension bekommen.
11:57Aber eins hat dabei nicht gelitten, sein schwarzer Humor.
12:00Also dabei haben Sie sich Arm und Bein gebrochen, ja?
12:03Als Sie in den leeren Pool gesprungen sind.
12:06Da auch noch nicht, Milrid.
12:08Haben Sie sich was getan?
12:12Leicht angefeuchtet, aber sonst tiptock.
12:21Während sich Mr. Steele mit seinen Stars amüsieren konnte,
12:24musste natürlich die Arbeit weitergehen.
12:26Musste sich jemand um die Routine kümmern.
12:28Stars amüsieren?
12:30Die Fanpost war der einzige Anhaltspunkt, den wir hatten.
12:33Auch ohne Absender und nur mit den Initialen unterschrieben,
12:36konnte sie uns doch weiterbringen.
12:37Natürlich nur, wenn man sie richtig lesen konnte.
12:39Was denkst du, Morgens?
12:40Denken?
12:42Über die Maschine brauche ich nicht nachzudenken.
12:44Das ist eine Underwood 5.
12:45Gute, zuverlässige Maschine.
12:47Die hier hat schon einige Jährchen auf dem Buckel.
12:49Der rechte Balken vom T ist beschädigt.
12:51Das Y ist nicht mehr ganz in Ordnung.
12:55Es gibt zwar noch andere typische Kennzeichen,
12:57aber das dürfte wohl reichen, um die Maschine zu identifizieren.
13:00Falls wir sie auftreiben.
13:01Das ist ein Problem.
13:02Was nun die Papiersorte angeht, da haben wir echtes Glück.
13:06Sehr ungewöhnlich.
13:07Schweres Material.
13:08Zweifellos japanischer Herkunft.
13:10Stilvoll, apart, sehr kostspielig.
13:13Höchstens eine Handvoll Luxusgeschäfte, die sowas führen.
13:15Ich mach dir eine Liste.
13:16Vielen Dank.
13:17Die braune Tinte von der Unterschrift, die ist auch ganz einmalig.
13:22Englisches Fabrikat.
13:24Tja, wenn du den Laden finden könntest, der die Tint und das Papier verkauft,
13:28dann bist du einen Riesenschritt weitergekommen.
13:29Ach, wenn wir dich nicht hätten, Morris.
13:31Setz das bitte mit auf unsere laufende Rechnung.
13:35Sag mal, Laura, dein großer Meister, macht der auch mal solchen kleinen Kram?
13:41Mr. Stils außerordentliche Fähigkeiten sind schwer zu umreißen, Morris.
13:45Sehr schwer.
13:46Ehrlich gesagt, manchmal ist es sogar vollkommen unmöglich.
13:52Du hörst von mir, Morris.
13:57Ich klapperte die Liste ab und im dritten Geschäft wurde ich fündig.
14:01Bei den Kassenbelegen fand sich ein Name.
14:03George Edward Malsch.
14:04Der Fall kam ins Rollen.
14:07Ich war während dieser Zeit nicht untätig.
14:10Ich hatte eine reizende Zusammenkunft mit Dorothy Lamour.
14:13Ich wollte mich natürlich mit ihr über ihre Fanpost unterhalten,
14:16aber wir gingen schnell zu anderen Themen über.
14:19Ja, wer ist denn da?
14:20Oh, ähm...
14:23Miss Lamour?
14:24Vor Ihnen steht Remington Steele.
14:27Muss ich Sie kennen?
14:29Ich bin der Privatdetektiv.
14:31Lloyd Nolan hat Sie ja wohl schon informiert.
14:33Oh.
14:33Oh, ich hatte mir sowas erwartet wie Magnum.
14:36Aha.
14:36Sie kommen wegen der Briefe.
14:38Die liegen da unten neben der Tür.
14:39Äh, eine Sekunde noch, Miss Lamour, wenn Sie die für mich hätten.
14:44Ich, ähm...
14:45Ich würde Ihnen gerne einige Fragen stellen, wenn es nicht zu unbescheiden ist.
14:48Äh, gewissermaßen als Hintergrundinformation.
14:50Wagen Sie ruhig, junger Mann.
14:52Ähm, was, äh, wie, ähm...
14:54Wie wäre es, wenn ich mal raufkäme und eine Tasse Tee mit Ihnen trinken würde?
14:58Ich kann Sie von hier aus sehr gut verstehen.
15:00Äh, Entschuldigung, bilde ich mir das nur ein, Miss Lamour?
15:03Oder sind Sie wirklich ein bisschen nervös?
15:05Verstehen Sie, ich, äh, ich bin etwas besorgt um ein Leben.
15:09Das verstehe ich.
15:10Naja, ist ja auch kein Wunder nach dem, was ich von Miss Mayo und Mr. Nolan hörte.
15:13Aber bei mir sind Sie wie in Abrahams Schoß, das kann ich Ihnen garantieren.
15:16Haben Sie das Lloyd und Virginia auch gesagt?
15:20Äh...
15:20Miss Lamour, wenn ich, wenn ich nur kurz mit Ihnen sprechen könnte,
15:23würde man den Schuldigen vielleicht überführen können.
15:25Was für ein Spiel wird das, Fuchs und Gans, Hase und Igel?
15:30Meine Verehrung, gnädigste, immer noch so schlagfertig wie eh und je.
15:33Kein Wunder, dass Bing und Bob so gern mit Ihnen gespielt haben, konnten ja nicht genug kriegen.
15:36Aber wenn Sie mich fragen, ich glaube, die Kritiker haben ihre dramatischen Fähigkeiten stark unterschätzt.
15:41Wirklich glauben Sie?
15:42Aber ja, ich meine, nehmen wir Manhandle, Dan Durea, Sterling Hayden, Paramount, äh, 1949.
15:50Ich meine, wer könnte sie wohl jemals vergessen als Merle Kramer?
15:53Oh, wie diese naive, völlig ahnungslose Sekretärin unschuldig in dieses Komplott von Betrug und kaltblütigem Mord verwickelt wird.
16:00Das ist der Stoff, aus dem bleibende Erinnerungen gemacht werden, Miss Lamour.
16:04Ich komme gleich runter.
16:08Also.
16:10Mr. Steele!
16:18Mr. Steele!
16:19Sieh da, sieh da, du konntest es dir nicht verkneifen, unsere Lady of Saran kennenzulernen.
16:24Aber nicht jetzt, ich habe den Fan entdeckt.
16:26Ehrlich?
16:27Ehrlich.
16:28Oh, gute Arbeit.
16:32Oh, Miss Lamour, meine Mitarbeiterin Laura Holt.
16:35Guten Tag, Miss Holt.
16:36Ich freue mich sehr.
16:36Ein fleißiges Mädchen, ich nenne sie immer die Königin der Arbeitsbienen, hat gerade einen interessanten Hinweis entdeckt, der meine sofortige
16:42Aufmerksamkeit erfordert.
16:44Wir werden unser Täter-Täter leider verschieben müssen.
16:46Wenn ich mir den Vorschlag erlauben dürfte, zur Cocktailstunde um sieben Uhr banieren?
16:50Decker!
16:57Die Adresse dieses George Edward Mulch war ein Bürohaus, mitten im Herzen vom alten Hollywood.
17:03Wir fuhren sofort dorthin.
17:06Es muss sich um eine hochgradig gestörte Person handeln, so viel steht fest.
17:09Das ist heutzutage ein ziemlich verbreitetes Syndrom.
17:12Jemand, der an krankhaft Schizoiden oder Paranoidenstörungen leidet, versucht dadurch berühmt zu werden, indem er eine prominente Persönlichkeit umbringt.
17:19Ja, mir ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken, diesem mörderischen Mr. Mulch gegenüber zu treten.
17:24Nein, mir auch nicht.
17:25Deshalb bin ich auch erst noch im Büro vorbeigefahren, ehe ich dich abgeholt habe.
17:28Warum?
17:29Im Handschuhfach.
17:56Hier hat man.
18:18Da, Anna Wood 5.
18:22Genau wie Morris gesagt hat.
18:28Laura?
18:29Sieh dir mal das hier an.
18:34Wir haben unseren Mann, Mr. Steel.
19:02Hallo!
19:04Patrick, danke.
19:05Bravo.
19:09Danke.
19:10Danke.
19:11Wer ist das?
19:12Nasıl geht,ación?
19:15Danke.
19:15Danke.
19:27Halt! Stopp! Notfall!
19:31Stopp! Laura!
19:38Dabei haben sie sich das also geholt.
19:40Sie wurden von einem Wagen auf dem Hollywood-Boulevard angefahren, als sie den Irren verfolgt haben.
19:44Ganz so war es nicht, Mildred. Der Wagen hatte gerade noch rechtzeitig gebremst.
19:49Laura? Alles in Ordnung?
19:50Ja.
19:51Gott sei Dank.
19:52Ja, erstklass Ihre Fläche lebensrettend.
19:55Da ist er!
19:55Jetzt aber hinterher.
20:05So, jetzt ganz gut.
20:09So, Mr. Mike.
20:10Loslassen, loslassen! Lassen Sie mich sofort los! Die haben überhaupt kein Recht!
20:13Das wird sich erst noch rausstellen!
20:15Sie haben mich erwischt, Naschel. Aber wenn Sie glauben, Sie kriegen auch nur ein Wort aus mir raus. Irrtum!
20:20Einer von der harten Sorte. Wir machen jetzt einen kleinen Ausflug rüber in Ihr Büro.
20:24Entweder Sie gehen freiwillig, oder ich schleife Sie rüber. Sie können es sich aussuchen.
20:32Wir wissen, wo Sie das Briefpapier gekauft haben, Mr. Malch.
20:35So, Briefpapier habe ich gekauft. Na und?
20:37Wir können beweisen, dass die Briefe darauf geschrieben wurden.
20:39Ich weiß nichts von Briefen. Keine Ahnung.
20:43Virginia Mayo, Lloyd Nolan, Dorothy Lamour. Klingelt bei Ihnen da nicht was, Mr. Malch?
20:48Sie fantasieren ja.
20:49Jetzt hören Sie mal, George. Ohne was in der Hand zu haben, hätten wir uns doch nicht die Mühe gemacht.
20:52Hier.
21:02Sie haben mich festgenagelt. Ich gebe es zu. Ich habe Sie geschrieben. Ich konnte ja nicht ahnen, dass Sie mir
21:07auf die Schliche kommen.
21:09So, dann wollen wir mal.
21:10Moment, Moment, nicht so hastig. Vielleicht kommen wir noch irgendwie ins Geschäft. Warum nicht so was wie einen Tauschhandel?
21:15Sagen wir so. Ich gebe Ihnen das Marilyn Monroe Zaubertuch der emsigen Hausfrau und Sie lassen mir dafür das Mayonnaise
21:25-Rezept.
21:25Wir reden von M wie Mord und er von M wie Mayonnaise.
21:28Mr. Malch, Sie sind sich anscheinend nicht bewusst, wie ernst Ihre Lage ist. Drei Mordversuche, ganz zu schweigen von...
21:33Was wollen Sie mir denn da einreden? Was für Mordversuche?
21:36Wir sind Privatdetektive. Mein Name ist Remington Steele und das hier ist Laura...
21:40Holt.
21:41Privatdetektive? Dann sind Sie also gar nicht aus der Lebensmittelbranche von General Food oder Rand McNally oder Popeil.
21:47Wir verfolgen einen Killer.
21:49Na, da fehlt mir ja ein Stein vom Herzen und ich dachte schon, Sie wollten meine Ideen stehlen.
21:54Mann, oh Mann. Na und, äh, wer ist denn tot?
21:59Tja, bis jetzt noch keiner. Aber in den letzten zwei Tagen hat es Attentatversuche auf die erwähnten Stars gegeben.
22:04Das ist ja schlimm, ganz übel ist das. Das könnte meine Kampagne kaputt machen.
22:08Was für eine Kampagne?
22:11Arbeiten Sie auch bestimmt nicht für General Food?
22:13Mhm.
22:14Okay, okay.
22:15Wissen Sie, das ist so bei mir. Ich, ähm, ich liebäugle ja schon eine ganze Weile mit der Filmbranche.
22:20Aber in der letzten Zeit habe ich alle meine Energien auf einen einzigen Punkt konzentriert.
22:24Auf die G.E.M. Productions Incorporated.
22:28Ich sehe das sozusagen, äh, ähm, als eine freischaffend schöpferische Ideenfirma.
22:34Produziert haben Sie bisher also noch nichts.
22:35Richtig. Aber vor einem Monat hatte ich diesen Irrsinnshammer von einer Idee. Ich weiß nicht, wo ich die Ideen hernehme.
22:41Sie sträumen nur so.
22:43Na egal, hören Sie zu. Eine überregionale Kette von ganz neuen Produkten. Basierend auf alten Hollywood-Stars.
22:50Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Sie wollen einen Salat machen. Was tun Sie? Sie greifen zur formvollendeten bunten Flasche von
22:56Virginia Mayo.
22:58Na, das ist doch die Entdeckung des Jahrhunderts.
23:01Ha, ha. Habe ich zu viel gesagt? Und das ist noch nicht alles.
23:04Sagen wir, Sie wollen Ihre Tante Bernice besuchen in Chula Vista. Aber Sie wissen nicht, wie Sie am besten hinkommen.
23:09Wo können Sie sich also schlau machen? In der Dorosie Lamour Straßenkarte für die Vereinigten Staaten mit hundertprozentigem Verzeichnis der
23:16Autobahn-Restaurants.
23:17Dorosie war doch tausendlos unterwegs. Mit Bob Hope und Bing Crosby.
23:20Und jetzt der Weg durch die Vereinigten Staaten. Verstehen Sie? Kann man in die ganze westliche Welt verkaufen.
23:25Oh, Mr. Malsch, warum haben Sie das in Ihren Briefen nicht klipp und klar gesagt?
23:28Und warum dieses aufwendige Papier? Wozu?
23:30Diese Leute, diese Prominenten, die werden doch mit Post geradezu überschwemmt.
23:35Ich wollte das Ganze etwas geheimnisvoll halten, als eine Art Verlockung.
23:39Allein das Äußere, das Papier, stellt schon die Erstklassigkeit heraus.
23:43Und die Geheimnistuerei zeigt dem Angesprochenen, wer dahinter steht, nämlich ein Topmann der Werbung.
23:48Nächste Woche wollte ich den Schleier lüften und die Karten auf den Tisch legen.
23:52Mr. Malsch, können Sie präzise angeben, wo Sie in den letzten beiden Stunden waren?
23:56Aber natürlich kann ich das. Ich war auf meinem Stammplatz bei Musso und Frank.
24:00Ich kann über jede Minute der letzten zwei Jahre Rechenschaft ablegen.
24:05Tja, Mr. Steele, wenn George Edward Malsch wirklich nicht hinter den Mordversuchen steckt, wer ist es dann?
24:11Eine sehr berechtigte Frage, denn dafür bezahlen wir Sie schließlich, Mr. Steele, um das rauszufinden.
24:16Wir bezahlen ihn?
24:18Das ist doch für mich ganz was Neues.
24:20Ladies und Gentlemen, ich darf Ihnen versichern, es geht alles auf Kosten des Hauses.
24:24Es ist für uns eine Ehre, einem so ruminenten Kreise zu dienen.
24:27Wir wissen das zu schätzen, Mr. Steele.
24:29Aber wie wollen Sie vorgehen? Wie wollen Sie diesen Psychopathen stoppen?
24:33Tja, wir haben... Also die Fanbriefe schalten als weitere Hinweise aus und jetzt müssen wir umdenken.
24:38Jetzt müssen wir einen weiteren gemeinsamen Nenner für die drei finden.
24:41Das ist eine hervorragende Idee, Steele.
24:43Nun ja, es ist nicht mehr als ein Prozess logischer Schlussfolgerung. Ich meine, wir wären sonst nicht das, was wir
24:48sind, nicht wahr?
24:50Ja, bitte, Miss Holt, nur weiter. Erläutern Sie mein Konzept.
24:52Tja, also, der Zusammenhang könnte alles Mögliche sein. Zum Beispiel, waren Sie vielleicht gemeinsam mal in einem Film?
25:00Leute und ich? Mhm. Sind St. Louis Blues.
25:02Ja, ja, William, Frawley, Matty Melnick und sein Orchester Paramount 1939.
25:09Vor allen Dingen Johnny Apollo.
25:12Oh, ja.
25:12Tyron Power, Edward Arnold, 20th Century Fox, 1940.
25:19Entschuldigung, bin schon stumm.
25:21Und Sie, Miss Mayer?
25:23Ich habe nie das Vergnügen gehabt.
25:26Na schön, dann müssen wir was anderes finden.
25:30Sind Sie miteinander verwandt?
25:32Haben Sie mal Geld investiert? Gemeinsam, bei demselben Unternehmen?
25:35Haben Sie gemeinsame Freunde oder Bekannte?
25:39Also dann, dann müssen wir irgendwas Entscheidendes übersehen.
25:44In den letzten 24 Stunden ist ein unbekannter Killer hinter jedem von Ihnen her gewesen.
25:51Es muss einen Zusammenhang geben.
25:53Alle drei Versuche in den letzten 24 Stunden, sagen Sie?
25:56Ja.
25:56Ich sehe da einen Zusammenhang.
25:58Es gibt etwas Verbindendes.
25:59Es ist nämlich etwas Neues in unser Leben getreten.
26:02Bei uns allen dreien in dieser kurzen Zeitspanne.
26:05Und das wäre?
26:06Er ist gekommen.
26:07Ja.
26:09Eben, genau.
26:11Äh.
26:13Wie ich?
26:14Oh ja, Sie.
26:19Das ist doch voll absurd, Laura.
26:21Was soll denn der Kerl von mir wollen?
26:22Wir müssen den Grund nicht bei uns suchen, sondern bei unseren Stars.
26:26Wir müssen einfach nur den richtigen Angelpunkt finden.
26:28Was die drei gesagt haben, leuchtet ein.
26:30Du warst jedes Mal mit einem von ihnen zusammen, wenn er zugeschlagen hat.
26:32Einer Zufall.
26:33Bist du sicher, dass nicht jemand aus deiner Sagenumwobenen Vergangenheit auftaucht, um eine alte Rechnung zu kassieren?
26:39Absolut sicher.
26:42Entdeckung!
26:52Der Staatsanwalt hat neue Indizien gegen Mackie Dwyer.
26:55Und Brennan ist damit erledigt.
26:57Es soll mir keiner erzählen, dass das Zufall ist.
27:00Hängt Johnny in der Sache drin?
27:02Nein, aber ich.
27:03Gut, die Palermo-Brüder sind tot, scheiden also aus.
27:08Hör mal, Daniel, was ist mit Edward O'Shaughnessy?
27:13Du musst ja doch wissen, die Dublin Crusher.
27:16Na, das musste ja so kommen.
27:18Naja, da kann man nichts machen.
27:20Gut, mein Junge, okay.
27:22Und falls dir zu der Sache noch irgendwas einfallen sollte, ruf an.
27:25Hörst du?
27:25Alles klar.
27:26Je nachdem.
27:28Ja, das werde ich.
27:29Und schön sauber bleiben.
27:30Hast du eine Idee?
27:32Was ist?
27:32Tja, wie es aussieht, sind meine alten Kontrahenten entweder verschieden, eingebuchtet oder stinknormal geworden.
27:38Dann musst du einen vergessen haben.
27:42Was glaubst du denn, wie viele Feinde ich habe, Laura?
27:44Mr. Steele, ich bewundere Ihre einmalige Begabung, sich immer wieder weltweit unbeliebt zu machen.
27:48Was soll denn das jetzt?
27:50Jetzt läuft White Heat.
27:52Jemand versucht, dich umzubringen und du siehst dir seelenruhig einen alten Film an.
27:55Das ist mein Erfolgsrezept.
27:57Ich kann dabei viel besser denken.
27:59Du isst doch so gerne Erdbeer, nicht?
28:00Dann soll sie doch welche für ihren Liebling besaugen.
28:08Jedenfalls, was deine diversen Feinde betrifft, da sage ich bloß Acapulco, Cannes, Südamerika, Irland.
28:12Ich bitte dich, jetzt mach aber mal einen Punkt.
28:14Das letzte Mal, als wir das erlebt haben, war jemand hinter deinem Remington Steele her, weißt du das nicht mehr?
28:18Major Descoin sitzt im Knast, das weiß ich ganz sicher.
28:20Ja, aber bevor ich in dein Leben gestolpert bin, hast du jede Menge Leute weggesteckt, die nicht gewusst haben, dass
28:25Remington Steele gar nicht existiert.
28:27Die keine Ahnung hatten, dass ich nur zur Belebung des Geschäfts erfunden wurde, jetzt wo ich Mr. Steele's Anzug stecke.
28:32Jetzt lauert doch die ganze Mäute auf mich und wollen mich fertig machen für das, was du ihnen angetan hast.
28:36Es tut mir leid, Laura, entschuldige, ist mir so ausgerüst.
28:38Ach, dieser Fall nervt mich auch ganz schön.
28:40Ja, wenn man schon auf der Abschussliste steht, möchte man doch gerne wissen, bei wem und aus welchem Grund.
28:46Du kannst beruhigt sein, ich lass mir meinen Remington Steele nicht wegnehmen.
28:51Oder dein oder mein oder uns sind.
28:54Wir unterbrechen unser Programm für eine kurze Durchsage.
28:57Wie wir soeben erfahren, ist Yvette Harwood vergangene Nacht in ihrem Haus in Malibu verstorben.
29:02Die Todesursache, Herzversagen.
29:04Yvette Harwood war eine bekannte Erscheinung in Hollywood.
29:06Sie wird morgen auf dem Friedhof Parkgrove beigesetzt.
29:09Und nun weiter in unserem Programm.
29:11Laura, diese Frau kenne ich.
29:13Yvette Harwood?
29:14Hm.
29:16Ja, von der Verleihungsfeier hinter der Bühne.
29:19Ich hab die Mayo gesucht, hab die falsche Tür erwischt und fand sie in den Armen eines Mannes.
29:26Aber eigenartig.
29:28Sie war für den Abend nicht passend angezogen.
29:32Wenn ich so drüber nachdenke, sehr munter war die Lady auch nicht.
29:39Wie meinst du das?
29:40Ich weiß nicht, schwer zu sagen, aber zuerst dachte ich, sie wäre ganz locker, aber...
29:44Ihr Kopf und ihre Arme waren schlaff.
29:49Und kurz nachdem ich das entdeckt hatte, war der erste Attentatsversuch auf mich.
29:52Hat der Mann dich gesehen?
29:55Ja.
29:56Groß und gut aussehend.
29:58Schnurrbart, Sportsmann, Footballspieler.
30:00Damit hast du vielleicht den Mörder beschrieben.
30:02Es wäre durchaus möglich, dass Yvette Harwood in diesem Augenblick schon tot war und nicht durch Herzversagen.
30:06Wenn das wirklich stimmt, wird der Mann versuchen, mich auszuschalten.
30:09Die Frage ist nur, wer ist er?
30:20Ach, so hängt das zusammen, jetzt begreife ich allmählich.
30:23Der Boss hat rein zufällig einen Mörder gesehen.
30:26Aber wie sind Sie dahinter gekommen, wer der Mann war?
30:29Wissen Sie, Mildred, die Atmosphäre war ideenschwanger.
30:33Aber wo lag eine reelle Chance?
30:38Wer ist er?
30:40Nolan!
30:43Hallo, Mr. Nolan.
30:45Guten Abend, Miss Holt.
30:47Guten Abend, Mr. Nolan.
30:48Da bin ich aber sehr beeindruckt, dass Sie beide immer noch am Werke sind.
30:51Wir haben durchgehend geöffnet.
30:53Hören Sie es, Theo.
30:55Es tut mir leid, dass ich Sie zu Hause stören muss, aber so wie die Dinge nun mal liegen in
30:59unserem Fall,
31:00dass Sie sich entschlossen haben, Ihre eigene Haut zu riskieren und meine zu retten,
31:03ganz egal, ob das falsch oder richtig ist, ich möchte Ihnen einen Gefallen tun.
31:07Sehr freundlich.
31:08Julian, komm rein.
31:12Dieser junge Mann ist der Sohn eines Vaters von mir.
31:15Julian.
31:16Hallo, wächst er noch?
31:17Heute nicht mehr.
31:19Wissen Sie, ich habe ja nun Ihre Arbeitsmethode kennengelernt und habe festgestellt, dass Sie einen
31:23Muskelmann brauchen.
31:24Ich bitte, das nicht als Kritik zu verstehen.
31:26Aber der große Dirty Harry sind Sie nicht, da wollen wir uns nichts vormachen.
31:32Hier bei Mr. Steele, Laura Holt am Apparat.
31:35Bitte, kommen Sie doch rein.
31:37Wir kommen sofort.
31:38Bleiben Sie, wo Sie sind und seien Sie ganz ruhig.
31:40Wir müssen los.
31:41Wohin?
31:42Das war Virginia Mayer.
31:43Es geht um Yvette Harwood.
31:44Alles weitere im Auto.
31:45Mr. Nollen, haben Sie, vielen Dank für Ihr Angebot, aber diese Harwood-Geschichte und
31:49das Attentat auf mich und all diese mysteriösen...
31:51Verehrter Mr. Steele, stoppen Sie Ihren Redefluss und bewegen Sie sich.
31:54Sie sprechen mir aus der Seele.
31:56Macht der Mann immer so viele Worte?
31:58Immer, ja.
31:58Quack, quack, quack, quack.
32:02Virginia Mayer und Dorothy Lamour hatten in den gleichen Kreisen verkehrt wie Yvette Harwood.
32:06Die Nachricht von ihrem Tod war ein Schock für alle.
32:09Yvette war verwundbar.
32:11Sie war sehr lieb, aber nicht sehr klug.
32:13Nachdem sie Witwe war, war sie leichte Beute für jeden, der ein Auge auf sie hatte.
32:17Ihr letztes Verhältnis war eine Katastrophe.
32:19Hat sie Ihnen das gesagt?
32:20Oft genug.
32:22Der Kerl hat sie nur benutzt, aber sie wollte es einfach nicht wahrhaben.
32:25Und wer war das saubere Früchtchen?
32:27Wer das war, wollte sie nicht sagen.
32:28Aber als ich sie das letzte Mal gesehen habe, wollte sie endgültig mit ihm Schluss machen.
32:33Ach, sie war vollkommen verändert, sehr deprimiert.
32:36So schlimm war es noch nie.
32:37Sie konnte kaum aufstehen.
32:39Sie sagten zu Miss Holt, sie wäre ihrer Meinung nach in Schwierigkeiten gewesen.
32:43Bitte eine schlichte Fragestil.
32:45Kurz und präzise.
32:47Jenny, warum war sie wohl in Schwierigkeiten?
32:50Was glaubst du?
32:51War so eine Ahnung, mehr oder weniger.
32:54Aber als wir dann von der Todesursache hörten, da waren wir uns sicher.
32:58Yvette war ein Gesundheitsapostel.
33:00Nur gesunde biologische Kost.
33:02Tag für Tag ihren Fünf-Meilen-Lauf am Strand.
33:04Hat geschworen auf die Jane von der Fitness-Methode.
33:07Das soll mir bloß keiner was von einem Herzanfall erzählen.
33:10In ihrem ganzen Leben ist die Frau nicht einen Tag krank gewesen.
33:18Ach, äh, Julian, macht es Ihnen was aus, wenn Sie Ihren Bizeps oder wen auch immer ein bisschen nach links
33:22verlagern?
33:23Gar nichts, Sir.
33:24Danke.
33:24Reicht.
33:25Okay.
33:25Welche Art von Artillerie haben Sie bereits, Deal?
33:28Er hat seinen Revolver im Büro gelassen.
33:30Dann weiß ich nicht, wie Sie bis heute durchgekommen sind.
33:43Sie können offenbar nur schnell reden.
33:48Lampenfieber.
34:09Was machen Sie da?
34:11Ich suche den Safe.
34:12Da könnte was Wichtiges drin sein.
34:14Wertpapiere, Dokumente, Tagebücher.
34:17Sie müssen mit der Zeitschritt halten, Steel.
34:20Wand-Safes kommen nur noch in drittklassigen Krimis vor.
34:24Hier.
34:25Ja, natürlich.
34:26Hatte ich schon im Auge, sollte als nächstes drankommen.
34:29Ein Mittel gegen Depression.
34:31Wenigstens ist einer von Ihnen beiden auf Draht.
34:34Der Griff, der Griff hier nicht, der dreht sich nicht, der klemmt.
34:39Julian.
34:41Darf ich mal, Sir?
34:43Bitte.
34:51Die Firma dankt.
34:53War mir ein Vergnügen.
34:55So, dann wollen wir mal sehen.
34:59Hier Nummer eins.
35:00Und was haben wir noch?
35:02Nummer zwei.
35:04Das ist ja eigenartig.
35:05Was?
35:06Was, der ganze Schmuck ist weg.
35:08Vielleicht hat sie den im Banksafe.
35:10Nein, nein, der wollte sie immer griffbereit haben.
35:14So wie es aussieht, ist das meiste davon verkauft.
35:17Hier gibt's verschiedene Belege darüber.
35:19Aber ihr Konto ist fast auf Null runter.
35:22Im letzten Vierteljahr hat sie mehrere große Schecks ausgestellt.
35:25Templeton Enterprises.
35:26Dieser Hochstapler?
35:28Wer?
35:28Ernest Templeton.
35:30Nennt sich großspurig Produzent.
35:31Ist aber nichts weiter als ein gerissener Betrüger.
35:33Die meisten seiner Machwerke kommen gar nicht erst in die Kinos.
35:36Aber er hat's trotzdem jedes Mal geschafft, auf einen grünen Zweig zu kommen.
35:39Vor einiger Zeit hat er die Unverschämtheit gehabt, mich für einen Film zu ködern.
35:43Natürlich habe ich ihm die kalte Schulter gezeigt.
35:45Können Sie ihn beschreiben?
35:46Oh, 1,85 etwa.
35:49Bärtchen, breite Schultern, Sportstyp.
35:51Ich glaube, er war früher mal Footballspieler.
35:53Ach, der Mann, mit dem ich Yvette bei der Gala gesehen habe.
35:56Das würde ins Bild passen.
35:58Er hat schon öfter für das Archiv Geld gestiftet.
36:01Wollte damit wohl sein Image aufpolieren, hm?
36:03Versuchen wir es mal nach folgendem Drehbuch.
36:05Templeton macht sich an Yvette rein und kriegt sie allmählich dazu, ihm größere Summen zu überschreiben.
36:10Yvette begreift schließlich, dass sie ausgenommen worden ist.
36:12Sie trifft Templeton am Abend der Gala hinter der Bühne.
36:15Sie drohte mit der Polizei.
36:16Er tötet sie und bringt sie hierher.
36:19Absolut möglich.
36:20Da kommt jemand.
36:21Na, na, weg hier.
36:22Schnell.
36:27Schnell.
36:28Schnell.
36:28Schnell.
36:29Schnell.
36:29Schnell.
36:30Schnell.
36:31Schnell.
36:32Schnell.
36:38Suchen Sie das hier?
36:41Los hier!
36:42Alle raus!
36:43Das ist er!
36:44Das ist der Kerl!
36:46Julian!
36:47Julian!
36:48Halt ihn fest!
36:50Jetzt haben Sie den Falschen erwischt.
36:52Entschuldigung.
36:53Entschuldigen Sie, es tut mir leid.
36:54Lass sie raus!
36:55Mach doch die Pia auf!
36:57Die Nacht!
37:04Los, Kutscher, legen Sie mal den fünften Gang rein!
37:16Musik
37:42Miss Holt, jetzt korrekt nach dem Lehrbuch. Wir haben ihn in der Falle. Rufen Sie Verstärkung.
37:47Warten Sie hier.
37:55Mr. Steele.
38:26Mr. Steele.
38:40Mr. Steele.
38:41Komm her.
39:08Jetzt reicht's aber
39:08Nein, du bleibst hier, wir warten auf die Polizei
39:11Der versucht mich zu durchlöchern und zu überfahren
39:13und jetzt knallt er mir auch noch einen Doppeldecker vor die Füße
39:16Komm, den greifen wir uns
39:17Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker!
39:17Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker!
39:21Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker,
39:36Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, Doppeldecker, D
39:53Sie sollen dich nicht in deinem Erfolg raus hier kommen.
39:55Ja, ja.
40:00Verstehe ich nicht.
40:01Wo haben Sie denn nun Ihre Verletzungen her?
40:11Nicht schlecht.
40:13Steele schnappt Herbert Mörder.
40:14Ja, aber eins passt nicht ganz zusammen.
40:18Was denn, Mildred?
40:20Wenn die Harwood bei der Preisverleihung umgebracht wurde, wieso heißt es dann Todesursache Herzanfall?
40:27Wer hat den Totenschein ausgestellt?
40:32Dr. Roger Chandler.
40:37Irgendwo habe ich den Namen schon gehört.
40:39Am besten Sie rufen mich morgen nochmal an, aber nur wenn Sie Schmerzen haben.
40:45Augenblick mal.
40:46Der Kerl, der mich am Abend verarztet hat.
40:50Hier heißt es, dass er Mrs. Harwoods ständiger Hausarzt war.
40:54Und zufällig hatte er gerade als Theaterarzt Dienst bei der Gala, als er um 9 Uhr einen Anruf von ihr
41:00erhielt, dringend.
41:02Sie hat über Schmerzen in der Brust geklagt.
41:05Was ist denn jetzt schon wieder?
41:07Und ich habe gedacht, wenn ich heute hier Dienst habe, wird das ein ruhiger Abend werden.
41:11Ja, natürlich.
41:12Er wurde über Pieper gerufen.
41:14Er fuhr sofort zu ihr in die Wohnung, aber sie war bereits tot.
41:17Ist ja ausgeschlossen.
41:18Mrs. Harwood kann nicht angerufen haben.
41:20Du hattest sie doch gerade hinter der Bühne gesehen.
41:22Diese Pieper können auch anders aktiviert werden.
41:25Der Doktor steckt mit drin.
41:27Milded, rufen Sie die Polizei an.
41:31Ist ja komisch.
41:33Die Leitung ist völlig tot.
41:35Ich versuch's im Schwesternzimmer.
41:39Dorothea Lamour hat gesagt, ihr Wett war vollkommen verändert, seit sie mit Templeton zusammen war.
41:43Ich hab doch im Badezimmer diese Tabletten gefunden.
41:47Warte mal.
41:52Gegen Depression.
41:53Verschrieben von unserem Freund Dr. Chandler.
41:57Ich gehe jede Wette mit dir ein, dass man bei der Analyse ein Zeug da drin findet, das die Depression
42:01vertieft, anstatt sie zu kurieren.
42:03Die Tabletten sollten Sie immer ein bisschen benebeln, damit es für Templeton einfacher war, ihr die Schecks abzuluchsen.
42:08Es würde mich nicht wundern, wenn er für Sie auch noch eine Lebensversicherung abgeschlossen hat.
42:11Templeton und der Doktor haben sie gemolken, solange sie am Leben war und arrangierten dann noch ein profitables Finale.
42:16Ganz genau. Und außerdem haben sie beide ein perfektes Alibi.
42:19Beide waren an dem Abend bei der Preisverleihung.
42:21Aber Chandler wusste nicht, dass Yvette auch kommen würde.
42:23Damit waren sie geplatzt.
42:24Er machte weiter nach Plan.
42:26Der trägt mit seinem Rufgerät vor Zeugen.
42:28Er fährt zu ihr, erwartet sie in tiefster Depression, krank im Bett.
42:31Es wäre leicht gewesen, sie zu töten und einen Herzanfall vorzutäuschen.
42:35Chandler und Templeton machen 50-50, setzen sich ab und der Fall ist gelaufen.
42:41Hätte auch funktioniert, wenn ich Virginia Mayo nicht gesucht hätte.
42:43Wer hätte gedacht, dass dein Hollywood-Fimmel nochmal zu was gut sein würde.
42:47Wo bleibt denn bloß Mildred so lange?
42:49Geh doch mal nachsehen.
43:01Draußen ist niemand zu sehen.
43:02Die ganze Station ist menschenleer.
43:06Der Pate.
43:07Marlon Brando, Al Pacino, Paramount 1972.
43:10Einer von Brandos Gegenspielern will einen Mord arrangieren und räumt das gesamte Krankenhaus.
43:13Wir müssen raus hier, Laura. Los, hilf mir mal.
43:15Na komm schon, komm, komm, komm.
43:16Na, wie geht's euch beiden denn so heute Morgen?
43:20Ich bin gestern in Yvette Harwoods Wohnung gewesen, nachdem ich das von Templeton gehört hatte.
43:25Ich glaube, sie haben da etwas mitgehen lassen, was mir gehört.
43:28Eine Flasche mit Tabletten.
43:31Bedauerlich.
43:51Das war eine harte Rechte, Mr. Steele.
43:56Es war wie ein Blitzschlag, wie Blitz und Donner zusammen, als wenn die Welt explodiert.
44:01Nur noch Sterne habe ich gesehen.
44:02Ich will mich an der Wand festhalten, aber da ist keine Wand.
44:05Ein schwarzer Abgrund öffnet sich zu meinen Füßen und ich stürze in die wirbelnde Tiefe.
44:11Die Frau ist klasse.
44:12Die Seele vom Buttergeschäft nennen wir sie.
44:15Tüchtig, tüchtig.
44:16Nochmals unseren herzlichen Dank für Ihre Arbeit als Schutzengel.
44:19Obwohl Sie uns dabei um mein Haar ins Jenseits befördert hätten.
44:22Och na ja, wenn wieder mal was sein sollte.

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