- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Wir haben uns gestern fast geküsst. Paula hat es mitgekriegt.
00:03Keine Ahnung, wenn du gestern küssen wolltest, aber ich wollte es auf jeden Fall nicht.
00:09Ach nein?
00:11Nein.
00:14Naja, dann sind Paulus Vermutungen ja völlig blödsinnig.
00:18Natürlich.
00:23Aha, aber sie hat welche.
00:32Warum kannst du eigentlich nicht zugeben, dass Paula vielleicht recht hat?
00:38Recht womit?
00:42Na ja, mit...
00:45Glaubst du nicht, ich spüre nicht deine Blicke und die ganze...
00:49Meine Blicke und so.
00:50Mhm, deine Blicke.
00:57Verstehe ich das jetzt gerade richtig?
01:00Also, willst du mir jetzt sagen, ich wäre irgendwie in dich verknallt?
01:07Ja.
01:09Genau das will ich damit sagen.
01:22Hey, what you looking for?
01:29No one has the answer.
01:31They just want more.
01:35Hey, who's gonna make it right?
01:43This could be the first day of my life.
01:52Entschuldige bitte, ich bin was?
01:55Also mir kam es so vor, dass ich...
01:56Du denkst also, ich bin in dich verknallt?
01:59Ja.
02:01Also, wäre auch nicht so schlimm, oder?
02:02Ich meine, die...
02:03Und wie kommst du auf diese absurde Vermutung, wenn ich fragen darf?
02:06Naja, ich wollte die Sache einfach mal ansprechen, bevor es ein Problem wird, aber wenn du nicht willst, dann können
02:09wir auch...
02:11Die Sache, ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst.
02:14Die Sache, die gibt es überhaupt nicht.
02:17Also jedenfalls nicht für mich.
02:19Aha.
02:21Okay, du...
02:22Du bist also nicht in mich verliebt.
02:26Naja, ich will ja nichts sagen, aber ich war nicht der Einzige, der geglaubt hat, dass du...
02:30Ach, du warst nicht der Einzige, der gedacht hat, dass ich in dich...
02:34Tja.
02:37Naja, wenn das so ist, dann...
02:39Ja, dann muss ich es wohl zugeben.
02:44Ben Petersen, du bist mein Traummann und ich bin froh, dass ich es endlich loswerden kann.
02:47Sehr witzig.
02:48Witzig?
02:49Weißt du, was ich witzig finde?
02:51Ich finde es witzig, dass du hier behauptest, ich würde was von dir wollen, obwohl wir beide doch ganz genau
02:56wissen, dass du hier derjenige bist, der verknallt ist.
02:58Und zwar in mich.
03:17Störe ich?
03:19Gar nicht.
03:20Komm, setz dich.
03:21Ich kann etwas Gesellschaft gebrauchen.
03:31Die Bärenberg-Verträge...
03:33Möchtest du sie gegenchecken?
03:35Ich vertraue dir.
03:38Was soll ich unterschreiben?
03:52Das nimmt dich alles ganz schön mit, oder?
03:56Ich frage mich die ganze Zeit, wer Annabelle so weit bringen konnte.
04:00Tja.
04:01Anscheinend hat sie sich in ihrem Leben nicht nur Freunde gemacht.
04:05Aber was ist das für ein Mensch, der sie so weit in die Enge treibt, dass sie sogar bereit ist,
04:10ihren eigenen Schwager zu überfahren?
04:11Das muss man sich ja vorstellen.
04:14Quäl dich nicht damit, Eddie.
04:17Ich bin mir ganz sicher, dass der Schuldige bald gefunden wird und seine gerechte Strafe erhält.
04:22Das wird er.
04:23Verlass dich drauf.
04:26Aber jetzt konzentrieren wir uns erstmal darauf, dass Annabelle wieder gesund wird.
04:31Hast du schon mit Dr. Siegener telefoniert?
04:33Mhm.
04:35Thomas kümmert sich um alles.
04:37Seine Klinik ist auf solche Fälle spezialisiert.
04:40Aber wenn ich mich recht entsinne, liegt die doch in Südfrankreich, oder?
04:45Ja, das stimmt.
04:46Naja, das ist ziemlich weit weg von Falkenthal.
04:50Wirst du Annabelle begleiten?
04:52Ich denke nicht.
04:54Ich kann die Firma schlecht so lange allein lassen.
04:57Du weißt, ich würde mich um alles kümmern.
05:00Ja, das weiß ich.
05:00Und ich danke dir dafür.
05:02Aber es wird nicht nötig sein.
05:05Annabelle braucht jetzt Ruhe, damit sie wieder richtig gesund wird.
05:09Natürlich.
05:18Die Tablette wird gleich wirken.
05:21Sie dürfen sich nicht so aufregen, Frau von Weiden.
05:24Es gibt Hoffnung.
05:26Hoffnung?
05:26Die Frage ist doch, werde ich je wieder gehen können?
05:30Die Möglichkeit besteht auf jeden Fall.
05:31Allerdings, ich will ehrlich sein.
05:35Versprechen kann ich Ihnen nichts.
05:37Und wie lange dauert für gewöhnlich so eine Heilung?
05:40Das ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich.
05:43Es kann Wochen dauern, aber genauso gut auch mehrere Jahre.
05:45Jahre?
05:46So leid es mir tut.
05:48Ich weiß, dass es Ihnen sicher schwerfällt, aber Sie müssen das Ganze auch positiv sehen.
05:52Positiv?
05:52Was soll ich denn daran positiv sehen?
05:54Schauen Sie mich doch an, ich bin ein Kröppel.
05:57Immerhin haben Sie den Unfall überlebt.
06:00Was für ein Trost.
06:02Verzweifeln Sie nicht.
06:04Mit viel Geduld und ein bisschen Glück können Sie wieder ganz gesund werden.
06:10Wir jedenfalls werden alles tun, was in unserer Macht steht.
06:13Ja, ja, natürlich.
06:14Vielen Dank.
06:18Sie sollten sich in den nächsten Tagen überlegen, ob Sie bei uns in Behandlung bleiben wollen
06:23oder in die Spezialklinik zu den Kollegen nach Südfrankreich wechseln wollen.
06:28Was würden Sie mir raten?
06:30Das Klima dort könnte sich natürlich positiv auf den Heilungsprozess auswirken,
06:35aber alle anderen Mittel und Möglichkeiten für eine erfolgreiche Therapie sind hier auch vorhanden.
06:41Heißt das, ich könnte hier genauso effektiv behandelt werden?
06:45Im Prinzip schon.
06:51Du bist vielleicht lustig.
06:52Ich bin lustig.
06:53Nur weil du nicht zugeben kannst, dass du in mich verknallt bist, was ja völlig in Ordnung wäre.
06:57Weil du so ein unwiderstehlicher Typ bist.
06:58Nein, nein, nur weil wir uns, ich meine, weil du und ich...
07:01Du stotterst.
07:02Ja, Herrgott, Mann, ja, du kannst deinem aufhören.
07:04Paula schläft.
07:08Okay.
07:10Also wenn du nicht in mich verliebt bist...
07:12Bin ich nicht.
07:14Und ich nicht in dich verliebt bin...
07:15Was du behauptest.
07:18Warum regen wir uns dann eigentlich so auf?
07:21Keine Ahnung.
07:22Du hast damit angefangen.
07:24Ja, wer sonst?
07:26Klar, wer sonst?
07:29Gut.
07:31Weiß nicht, wie du das hießt, aber ich bin müde.
07:34Ja, ich auch.
07:37War ja auch ein anstrengender Tag.
07:39Mhm.
07:40Gut, können wir ja schlafen gehen.
07:43Sicher?
07:46Na dann, gute Nacht.
07:49Gute Nacht.
08:04Hallo, schönste aller Frauen.
08:15Kann es sein, dass wir ein Whisky zu viel hatten?
08:19Wir ist gut.
08:21Leider musste ich für den Zustand alleine sorgen.
08:23Cheers.
08:25Na dann noch viel Spaß.
08:27Danke.
08:28Träum süß.
08:29Wovon auch immer.
08:30Ich habe noch zu arbeiten.
08:32Natürlich hast du noch zu arbeiten.
08:35Irgendwann
08:37wirst du Verträge durchsehen, während wir Sex haben.
08:40Oh, Entschuldigung.
08:42Falls wir mal wieder Sex haben.
08:49Ist es etwa eine Beschwerde?
08:51Schlafst du nicht wie immer.
08:59Hör zu, Schatz.
09:01Es tut mir leid, dass ich heute Abend keine Zeit für dich habe.
09:04Vergiss heute Abend.
09:07Was willst du eigentlich von mir?
09:09Das frage ich dich.
09:10Wie, das fragst du mich?
09:12Du bist doch scheinbar unzufrieden.
09:14Für mich ist alles in bester Ordnung.
09:16Und weißt du auch warum?
09:20Weil Hagen immer schön brav ist.
09:22Hagen tut dies, Hagen tut das.
09:25Hagen ist immer da, wenn man ihn braucht.
09:27Praktisch, ne?
09:28Ich schlage vor, du wirst jetzt mal wieder nüchtern
09:30und wir reden morgen weiter.
09:31Nein, wir reden jetzt.
09:35Was bin ich eigentlich für dich?
09:37Du bist mein Verlobter, Hagen.
09:38Und noch dazu ziemlich betrunken.
09:39Keine Sorge, so betrunken bin ich nicht.
09:41Ich will eine richtige Antwort.
09:45Worauf?
09:46Du weißt genau worauf.
09:50Ja, wir sind verlobt.
09:53Und wir leben zusammen in diesem Haus.
09:56Und wir arbeiten gemeinsam, Seite an Seite, jeden schönen Tag.
10:01Aber Vicky, das ist alles.
10:05Was willst du denn noch?
10:09Du hast nicht die leiseste Ahnung, wovon ich rede, oder?
10:12Nein, leider nicht.
10:14Hör auf damit, du stinkst nach Whisky.
10:16Bitte um Entschuldigung.
10:17Ich schlag vor, du schläfst heute hier unten.
10:21Natürlich, Liebling.
10:22Alles, was du willst.
10:42Ist irgendwas?
10:45Na ja, also, irgendwie...
10:48Ach, vergiss es.
10:50Komm, was ist denn?
10:54Ähm, bist du geschminkt?
10:58Wie kommst du denn darauf?
11:00Na ja, du siehst verändert aus.
11:05Gut.
11:07Oder gefällst du dir nicht?
11:08Doch.
11:09Also, bist du doch geschminkt?
11:12Na ja, ich weiß auch nicht, aber ich hab mich irgendwie so alt gefühlt.
11:18Aber du siehst doch nicht alt aus.
11:20Ja, weil ich geschminkt bin.
11:24Und was nimmst du so für Schminke?
11:27Och, weißt du, das übliche ein bisschen Konzil für die Augenringe, Kajal, ganz wenig, Impantusche.
11:34Ganz wenig, klar.
11:36Und eine kleine Prise Puder.
11:38Das übliche Männer-Make-up-Eben.
11:40Das übliche Männer-Make-up.
11:43Fällst du denn sehr auf?
11:45Ja, also, du siehst irgendwie total anders aus.
11:53Also, irgendwie...
11:54Schwul?
11:57Na Gott sei Dank.
11:59Zum Glück bin ich auch schwul.
12:01Ja, zum Glück bist du schwul.
12:24Guten Morgen allerseits.
12:26Guten Morgen.
12:26Guten Morgen.
12:28So viel gute Laune am frühen Morgen.
12:29Darf man den Grund dafür erfahren?
12:31Du bist der Grundliebes.
12:32Immer nur du.
12:34Hier, das würde dich interessieren.
12:36Panjim Steele hat ein Übernahmeangebot an die schwedische Tjelström-Gruppe abgegeben.
12:41Ach, schau an.
12:42Ja.
12:43Und dreimal darfst du raten, wer letzte Woche vorsorglich sein Tjelström-Paket aufgestockt hat.
12:48Du natürlich.
12:50Nein.
12:51Viktoria.
12:52Ich habe es mit 61 Prozent weiterverkauft.
12:55Also dreimal so viel Gewinn, wie Falkenteil Porzellan in den letzten drei Jahren gemacht hat.
12:59Du weißt, dass es mir hier nicht um Gewinn geht.
13:01Ich weiß.
13:02Es ist eine Herzensangelegenheit.
13:04Ja.
13:05Weißt du überhaupt, wovon du redest?
13:07Herz.
13:08Das ist das kleine, rote, pochende Ding in unserer Brust, das das Blut pulsieren lässt.
13:11Verstehst du?
13:12Bum, bum.
13:12Bum, bum.
13:13Ich liebe deinen Humor, mein Schatz.
13:14Gott, es muss junge Liebe schön sein.
13:17So, ihr beiden Torteltäubchen.
13:18Ich habe noch einen Termin.
13:19Bis später.
13:20Bis später.
13:23Annabelle.
13:24Hallo, Richard.
13:27Viktoria.
13:27Fabi.
13:28Hallo.
13:29Hat man dich schon entlassen?
13:30Nicht direkt.
13:31Ich bin sozusagen freiwillig gegangen.
13:34Ja, aber ist das vernünftig?
13:37Ich meine...
13:37Ach, weißt du, Krankenhäuser machen mich einfach krank.
13:53Einfach nicht drinnen denken.
13:55Und wenn er gleich in die Küche kommt, dann tue ich einfach so, als wäre nichts gewesen.
14:01Moment.
14:02Ich muss doch meine Gefühle nicht verstecken, nur weil er sich gestern aufgeführt hat wie ein Vollidiot, dieser arrogante...
14:11Ach, da steh ich drüber.
14:13Das macht mir doch nichts aus.
14:15Dann soll er sich doch einbilden, dass alle Frauen dieser Welt in ihn verliebt sind.
14:21Oh, nee, jetzt reicht's aber wirklich.
14:23Ben!
14:24Ja?
14:27Äh, gestern war doch nicht da.
14:31Ich lebe mal.
14:39Ich bin dann im Badezimmer.
14:41Danke, Mr. Oberschlauch.
14:46Paula, Frühstück!
14:55Aber du wirst es dort viel besser haben als hier.
14:58Ich bin dir wirklich dankbar für deine Unterstützung.
15:00Aber die Ärzte hier wissen, was sie tun.
15:03Na, das merke ich.
15:04Also, ich finde es eine Zumutung, dich in dem Zustand aus dem Krankenhaus zu entlassen.
15:07Entschuldige.
15:09Du willst mich nicht bei dir haben.
15:11Ist es das?
15:13Das ist doch jetzt nicht der Punkt, Annabelle.
15:15Doch, genau das ist der Punkt.
15:18Ich weiß, du meinst es gut.
15:20Aber, dass dieses Sanatorium irgendwo weit weg in Südfrankreich liegt, das...
15:25Das ist dir doch nicht ganz unangenehm, oder?
15:30Ich...
15:31Ich brauche mehr Zeit.
15:33Das verstehe ich ja.
15:34Aber ich bitte dich...
15:35Lass gut sein, Annabelle.
15:39Ja, ich bin ein Mensch mit Fehlern.
15:42Aber ich bin doch kein Monster.
15:45Bitte, Richard, schick mich nicht weg.
15:47Nico, ich liebe dich.
15:50Ich habe dich immer geliebt.
15:53Das musst du mir glauben.
15:5830.000 Euro.
16:00Ich weiß nicht, was ich damit machen soll.
16:04Jetzt mach dir doch keinen Druck.
16:06Du kannst dir doch ganz in Ruhe überlegen.
16:11Nico wollte damit eine Reise machen.
16:13Sich die Welt ansehen.
16:17Ich habe das Gefühl, ich muss etwas Sinnvolles damit machen.
16:22Vielleicht können wir uns ja zusammen was überlegen.
16:26Unter normalen Umständen...
16:29Ich kann zur Zeit einfach nicht klar denken.
16:35Sag mal...
16:37Hat Lilly eigentlich je drüber nachgedacht, auch zu studieren?
16:41Ich meine, so wie Kolja?
16:44Ja.
16:45Überlegt schon.
16:47Warum?
16:49Na, du könntest doch zum Beispiel Lilly mit diesem Geld zum Studieren schicken.
16:55Reicht das denn aus?
16:58Bestimmt.
17:00Und ich könnte ihr helfen, eine geeignete Design-Aufschule zu finden.
17:08Ich glaube, das hätte Nico gefallen.
17:25Hey, ich habe dich nicht gesehen.
17:27Ach, sorry.
17:28Ben, ich wollte gerade zu euch.
17:29Ach so, ja, ich muss gerade zur Arbeit.
17:31Ich wollte Nina zur Schicht abrunden.
17:32Ist sie noch da?
17:33Ach so, du, du, weiß ich nicht.
17:34Das interessiert mich auch nicht.
17:35Hattet ihr Stress?
17:37Du, ich kann jetzt nicht quatschen.
17:38Tut mir leid, ja?
17:39Okay.
17:40Ciao.
17:40Ciao, ähm, Tim.
17:50Oh, guten Tag, Herr Van Dahl.
17:53Ach, äh, wo ich Sie gerade sehe.
17:55Ja?
17:55Ihr bekannter Herr Becker wollte doch neulich bei uns als Haustechniker anfangen.
17:59Ja, das Vorstellungsgespräch hat auch stattgefunden.
18:04Ah, ja?
18:05Ja, aber nicht mit mir.
18:07Nein, äh, bei Ihrer Frau.
18:10Ach, ja.
18:11Äh, sie war wohl nicht der Meinung, dass, ähm...
18:15Ich verstehe.
18:17Meinen Sie, Herr Becker wäre trotzdem noch in deiner Tätigkeit bei uns interessiert?
18:21Es würde sich um eine dringende Auftragsarbeit handeln.
18:23Ja, das denke ich schon.
18:25Obwohl, ähm...
18:27Ich weiß, es ist nicht leicht jetzt so kurz nach dem Tod seines Sohnes.
18:31Richtig.
18:32Und andererseits glaube ich, dass Beschäftigung ihm jetzt gerade gut täter.
18:37Gut.
18:38Dann machen Sie mir doch gleich eine Verbindung mit ihm.
18:41Gerne.
18:42Soll ich das Gespräch ins Büro Ihrer Tochter stellen, oder?
18:44Nein, nein, ich brauche das gleich hier.
18:46Hä?
18:57Becker.
18:59Hallo, Herr Becker. Richard von Weiden hier.
19:01Haben Sie Ihren Augenblick?
19:02Ah, guten Tag.
19:03Ja, worum geht es denn?
19:07Meine Frau...
19:08Na ja, wie Sie vielleicht gehört haben, sitzt sie im Rollstuhl.
19:12Ja, das tut mir leid, Herr von Weiden.
19:15Ja, ich danke Ihnen.
19:17Wir hoffen alle, dass sie bald wieder gesund wird.
19:20Na ja, und jetzt geht es darum, das Haus rollstuhlgerecht herzurichten.
19:24Sie verstehen?
19:26Ja.
19:27Ich habe schon viel von Ihren handwerklichen Fähigkeiten gehört und ich dachte,
19:31vielleicht können Sie uns helfen.
19:33Aha.
19:35Eine Auftragsarbeit.
19:36Trauen Sie sich das zu?
19:38Ja.
19:40Warum nicht?
19:41Wann sollte es losgehen?
19:43Ja, am besten noch heute.
19:44Haben Sie Zeit?
19:46Zeit habe ich genug.
19:47Ja, wunderbar.
19:49Dann treffen wir uns nach der Mittagspause und ich zeige Ihnen, worauf es ankommt.
19:54Ja?
19:55Gut.
19:55Bis dann, Herr von Weiden.
19:57Wiedersehen.
20:08Ich danke Ihnen herzlich.
20:09Ich danke Ihnen.
20:10Nein, für Tobias ist das...
20:14Oh, pardon.
20:16Härtel-Empfang?
20:18Was?
20:20Ja, Yvonne.
20:22Wie, die Bänder sind weg.
20:25Äh, tut mir leid, du, im Moment...
20:27Ja, mache ich.
20:28Bis dann.
20:29Tschüss.
20:31Das Archiv.
20:32Darf ich fragen, ob was für Bänder es sich handelt?
20:35Äh, sicher.
20:36Alte Diktatbänder von Werner Gravenberg.
20:39Ah ja.
20:41Und was ist mit Ihnen?
20:43Ja, Sie sind weg, Erzoh.
20:47Ich weiß auch nicht, ähm...
20:49Ihre Tochter meinte, ich sollte sie ins Archiv bringen.
20:52Meine Tochter?
20:53Ja, sie war dabei, als Herr Petersen mir die Bänder brachte.
20:59Ich verstehe.
21:01Ja.
21:02Und jetzt sind Sie weg.
21:22Kann mir vielleicht jemand helfen?
21:25Hallo?
21:27Verdammt, hallo!
21:35Annabelle!
21:35Ich bin gestürzt.
21:37Oh Gott, es muss die Hölle sein für eine Frau wie dich.
21:40Diese plötzliche Abhängigkeit von den anderen.
21:42Danke.
21:43Ich komme schon klar.
21:48Dann hoffe ich mal, dass dein Stolz dir auch wieder in den Rollstuhl hilft.
21:52Könntest du bitte dem Personal im Haus Bescheid sagen?
21:54Natürlich.
21:55Du willst meine Hilfe nicht, Annabelle.
21:57Das kann ich verstehen.
21:59Aber meinen guten Rat solltest du trotzdem annehmen.
22:02Ich kenne meinen Vater.
22:04Auf die Dauer kommst du bei ihm mit dieser Mitleidsnummer nicht durch.
22:06Glaub mir.
22:15Du hast deinen Eltern nichts erzählt.
22:17Sie wissen nicht, dass dein Ehemann schwul ist.
22:22Aber sie wissen schon, dass Lukas nicht der leibliche Sohn von Andreas ist, oder?
22:29Und was sagt Andreas dazu?
22:32Er weiß es noch gar nicht.
22:35Okay, lass mich mal kurz zusammenfassen.
22:38Deine Eltern wissen nichts genaueres über euer Zusammenleben, ja?
22:45Und Andreas weiß nicht, dass sie es nicht wissen, richtig?
22:48Richtig.
22:49Sag mal, wollen deine Eltern euch nicht nächste Woche besuchen?
22:52Mhm.
22:54Schätze, du hast ein Problem.
22:56Wieso? Sie kann es ihnen ja dann immer noch sagen.
22:58Es geht auf keinen Fall.
23:00Die würden ja sofort abreisen, wenn sie es erfahren.
23:02Und wie hast du dir gedacht, dass der Besuch so abläuft?
23:06Naja.
23:08Andreas steht das Wort schwul ja nicht gerade auf die Stirn geschrieben.
23:11Normalerweise jedenfalls.
23:13Okay, du dachtest einfach, deine Eltern kommen vorbei, merken nichts, knuddeln kleinen Lukas und verschwinden wieder, oder was?
23:19Ja, so ungefähr.
23:21Okay, und was hindert dich daran, diesen genialen Plan in die Tat umzusetzen?
23:26Andreas, er ist so komisch im Moment, ist gar nicht so, wie ich ihn kenne.
23:30Er benutzt Make-up.
23:31Er macht was?
23:34Egal.
23:35So oder so bleibt dir nichts anderes übrig, als ihm die Wahrheit zu sagen und ihn zu bitten, wieder der
23:40alte Andreas zu werden.
23:43Ich trau mich nicht.
23:45Ja, mit der Wahrheit fährt man immer am besten, du.
23:48Sagt ja man mit dem Heiligenschein.
23:50Ja, ich sag nur Küche und Alexis, ja.
23:52Ich weiß nicht, was du meinst, ja.
23:54Ich müsste das Date mit Alexis absagen.
23:56Du musstest es überhaupt nicht.
23:58Die Küche war ein Vorwand, weil du Schiss hattest.
24:00Hatte ich nicht.
24:01Hattest du doch.
24:02Also.
24:02Ja, du hättest ihr nämlich ein Foto von ihr schicken können.
24:05Sie wusste ja nicht mal, wie du aussiehst.
24:07So viel zum Thema Ehrlichkeiten.
24:14Hallo, Richard.
24:16Ach, ähm, Arden.
24:18Kann ich was für dich tun?
24:20Wenn du mich so fragst, eigentlich ja.
24:23Also ich will dich wirklich nicht drängen.
24:24Und ich weiß, dass du dein Bestes tust in dieser Sache.
24:27Richard, worum geht's?
24:29Ich will herausfinden, wer Annabelle das angetan hat.
24:31Was denn angetan?
24:33Ich muss wissen, wer meine Frau dazu getrieben hat,
24:35diesen schrecklichen Unfall zu verursachen.
24:39Du hast keine heiße Spur, oder?
24:41Du weißt, dass ich dir gerne mehr sagen würde,
24:42aber gerade in diesem speziellen Fall ist es schwierig.
24:45Die Drohungen haben aufgehört und...
24:46Ich verstehe.
24:47Natürlich.
24:49Ich enttäusche dich wirklich ungern,
24:50aber was soll ich denn machen?
24:52Wahrscheinlich hast du recht.
24:54Da kann man halt nichts machen.
24:55Ich bleib natürlich dran.
24:58Danke.
24:59Kein Problem.
25:01Doch, ich muss leider.
25:03Hagen.
25:04Ja?
25:06Du weißt, dass du über alles mit mir sprechen kannst.
25:08Ja, natürlich.
25:10Auch wenn es noch so kompliziert sein sollte.
25:13Lass mein volles Vertrauen.
25:15In jeder Beziehung.
25:17Ich weiß, das wirklich zu schätzen.
25:19Danke, Richard.
25:34Hallo.
25:36Was gibt's denn?
25:37Gefüllte Zucchini mit Reis.
25:39Wow, lecker.
25:42Also, wenn du aber schnell den Tisch steckst,
25:43können wir gleich essen.
25:44Oh, klar.
25:53Es fehlt noch eine Gabel.
25:54Ist noch eine in der Spüle?
25:56Also, gerade waren noch genug Gabeln da.
26:13Wir können gleich essen.
26:14Birgit muss auch gleich da sein.
26:24Schau mal.
26:26Was ist das?
26:28Schau's dir an.
26:29Ist von Julia.
26:31Das sind Anmeldeformulare für Design-Haufschulen.
26:35Genau.
26:36Julia hat dir die Besten aus dem Internet rausgesucht.
26:43Zürich, Entwerbten, Toronto.
26:44Was soll ich denn damit?
26:46Ach, dort studieren.
26:49Das ist lieb, Papa.
26:50Aber so ein Studium ist viel zu teuer.
26:53Außer man hat ein Stipendium.
26:56Ja, und mit meinen Noten krieg ich niemals ein Stipendium.
27:01Und zwar das hier.
27:06Nikos Sparbuch?
27:23Na, ihr zwei?
27:24Na?
27:24Wie war euer Spaziergang?
27:26Großartig.
27:27Der Kleine ist ein richtiges Wunder.
27:28Der schläft und schläft und schläft.
27:31Guck mal, was wir gekauft haben.
27:39Das ist ja, das ist ja Lila.
27:42Ja, und der letzte Schrei.
27:45Wo denn?
27:45Im Takatuka-Land vielleicht, aber...
27:48Willst du uns beleidigen?
27:52Uns?
27:53Natürlich.
27:55Lukas und ich gehen im Partner-Look.
27:59Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
28:01Ach so?
28:02Du darfst für dich und für den kleinen Ringelpullis kaufen und ich nicht?
28:06Also hör mal, Andreas.
28:09Ringelpullis ist doch ein bisschen was anderes als jetzt...
28:14...lila Rüschenhemden.
28:15Ach so, ich verstehe.
28:17Wenn der Vater homosexuell ist, dann bist du ja klein und natürlich auch.
28:21Ja, das ist so ein Quatsch.
28:23Ich meine, aber...
28:24Hör mal.
28:27Du hast doch noch nie lila Rüschenhemden getragen.
28:30Jetzt schon.
28:33Und Lukas gefällt so auch, stimmt's?
28:35Das ist so ein Quatsch.
29:04Ja, er war vorhin so komisch drauf, da dachte ich, irgendwie...
29:06Nein, die Milch war alle.
29:07Mehr war nicht.
29:09Ben ist eigentlich auch ein netter Kerl, oder?
29:11Ja, ja, klar.
29:14Also vielleicht nachts, wenn er schläft.
29:16Sag mal, war da mal was zwischen euch?
29:19Nein.
29:20Wie kommst du darauf?
29:21Ich frag ja nur.
29:24Frag nicht so viel, Tim.
29:25Arbeite lieber.
29:26Der Typ in Drischt 3, der wartet schon.
29:29Ich...
29:30Will dich auch überhaupt gar nicht nerven.
29:31Ich wollte nur sagen, dass wenn du mal jemand zum Reden brauchst...
29:34Wenn du mir wirklich einen Gefallen tun willst...
29:36Ja, ist quasi erledigt.
29:38Dann werde, wenn du erwachsen bist, nicht so ein Idiot wie Ben Peterson, versprochen.
29:48Bitte sehen Sie gleich nach hier.
29:49Gut.
29:50Hallo, Viktoria.
29:51Hallo.
29:51Hast du einen Moment?
29:52Natürlich, für dich doch immer.
29:53Ich musste nur gerade Katharina Bescheid sagen.
29:55Ich muss mit dir über Annabelle sprechen.
29:57Beziehungsweise über die Geschichte mit diesen Bändern.
29:59Die anonymen Drohungen, du weißt schon.
30:01Ja, furchtbar.
30:02Man fragt sich wirklich, wer sich sowas perfides ausdenkt.
30:04Ja, allerdings.
30:06Und vor allem, warum?
30:08Was hat derjenige bezweckt?
30:10Und warum haben die Drogen jetzt aufgehört, wo Annabelle im Rollstuhl sitzt?
30:14Vielleicht denkt der Täter, dass sie jetzt gestraft genug ist.
30:18Also wenn das ein Racheakt war, dann...
30:20Ja, wenn.
30:21Dann wäre das eine Erklärung.
30:24Ich bitte dich, quäl dich doch nicht so damit.
30:27Hagen kümmert sich doch um alles.
30:30Außerdem, wenn...
30:30Ich will entschuldigen, so oder so.
30:33Ich will wissen, wenn meine Frau so weit getrieben hat, fast einen Menschen umzubringen.
30:37Vielleicht musst du dich aber auch daran gewöhnen, dass du es nie erfahren wirst.
30:42Ja, vielleicht.
30:47Du entschuldigst mich.
30:48Ich bin mit Hagen zum Tennis verabredet.
30:49Du weißt ja, wie ihr es hasst, wenn ich zu spät komme.
30:56Du warst die Erste, die davon gewusst hat,
30:57dass es diese Bänder von Werner Gravenberg gibt.
31:01Was?
31:01Du hast Frau Hertel angewiesen, die Bänder ins Archiv bringen zu lassen.
31:05Da sind sie aber nie angekommen.
31:07Was willst du damit sagen?
31:10Hör zu, Viktoria.
31:11Ich weiß genau, wie du zu Annabelle stehst.
31:14Du konntest sie von Anfang an
31:17noch weniger dulden als alle meine anderen Ehefrauen.
31:19Ich weiß wirklich nicht, worauf du hinaus willst.
31:22Hast du die Bänder zusammengestellt, um Annabelle in Paris zu versetzen?
31:25Nein, um Gottes Willen, natürlich nicht.
31:27So eine praktische Lösung, sie loszuwerden, findest du nicht?
31:30Treibst sie erst in den Wahnsinn,
31:32den Rest übernimmt sie dann allein.
31:34Nein?
31:35Kannst du sowas von mir auch nur denken?
31:41Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll.
31:51Aber warum willst du denn das Geld nicht?
31:54Papa, stell dir mal vor,
31:56ich setze das Studium in Sand.
31:58Dann hätte ich mein Leben lang das Gefühl,
31:59das Erbe meines Bruders verschleudert zu haben.
32:02Oh, Unsinn.
32:03Pack das Geld lieber auf ein Konto.
32:05Du kannst es bestimmt irgendwann viel besser gebrauchen.
32:08Wenn ich uns nur sagen könnte, was er sich wünscht.
32:12Was meinst du, hätte er mit dem Geld angestellt?
32:16Naja, er hat wahrscheinlich einen Teil seiner Reise damit finanziert.
32:20Uns Geschenke mitgebracht.
32:23Und den Rest verprasst.
32:26Ach, ganz bestimmt nicht.
32:28Er wollte ihr wieder eine neue Werkstatt aufmachen.
32:30Wenn er sich nicht mit Patricia niedergelassen hätte.
32:34Irgendwo.
32:40Wie es ihr wohl geht, ha?
32:43Ich meine, wir beide haben uns.
32:46Aber sie hat irgendwie...
32:48Sie hat irgendwie niemanden mehr.
32:57Ja, aber warum hast du mich da nicht angerufen?
33:00Ich bin mit diesem blöden Stuhl umgekippt,
33:03weil mein Handy runtergefallen war.
33:07Ich verstehe.
33:09Ich hoffe, du hast nicht allzu lange draußen gelegen.
33:12Ach, so schlimm war es gar nicht, wirklich.
33:14Zum Glück kam ja Viktoria vorbei.
33:17Ach, Viktoria kam vorbei?
33:18Wo hat sie denn ihr aufgeholfen?
33:20Ach, sie ist sofort ins Haus gelaufen,
33:22um Bescheid zu sagen.
33:25Ach, sie hat Bescheid gesagt, na immerhin.
33:29Hör zu, Riyad.
33:30Es gibt wirklich keinen Grund zur Aufregung.
33:35Das sehe ich anders.
33:37In Zukunft solltest du nicht mehr ohne Personal in den Garten fahren.
33:40Ich möchte nicht, dass so etwas nochmal vorkommt.
33:43Du machst dir ja wirklich Sorgen um mich.
33:46Was denkst du denn?
33:50Ach, Richard.
33:52Ich bin so froh, dass du bei mir bist.
34:02Er hat dich also direkt gefragt.
34:04Ja.
34:05Ich bin mir nicht sicher, ob er mir geglaubt hat.
34:07Tja, was soll ich jetzt dazu sagen?
34:08Wie wäre es mit, mach dir keine Sorgen, mein Schatz?
34:11Ich kläre das schon.
34:11Womit wir wieder beim Thema wären.
34:13Warum klärst du es nicht selber?
34:14Das kann ich nicht.
34:15Warum nicht?
34:15Du bist doch sonst immer so selbstständig.
34:17Hagen, bitte.
34:18Aber wenn es um deine schwierigen Spielchen geht,
34:19dann müssen andere ja halten.
34:20Nein, nicht andere.
34:21Hagen muss sie ja halten.
34:22Weil Hagen macht sowas ja gerne.
34:23Ach, Hagen nicht schon wieder.
34:24Kannst du ihm nicht irgendeine Spur vorsetzen?
34:26Irgendwas, woran er sich halten kann?
34:27Wenn das so einfach wäre.
34:28Wir reden hier von deinem Vater
34:29und nicht von irgendeinem Hinterwetter.
34:30Ach, danke, das weiß ich selber.
34:31Gut.
34:32Denn du bewegst dich auf dünnem Eisschätzchen.
34:34Ich wollte ihn doch nur vor dieser Frau beschützen,
34:36sonst gar nichts.
34:37Na, sowas.
34:38Und ich dachte, es geht darum,
34:38dass du Annabelle von Anfang an loswerden willst,
34:40wie man sich hören kann, ne?
34:42Hagen.
34:47Und? Hast du alles bekommen beim Großmarkt?
34:49Na klar, wie immer. Wieso?
34:52Och, nur so.
34:54Nur so? Verstehe.
34:57Sag mal, wo ist denn Lukas?
34:59Ach, ich habe Charlotte gebeten,
35:00einen Moment auf ihn aufzupassen.
35:03Weil ich muss nämlich mit dir reden.
35:05Oh, das klingt aber ganz schön ernst.
35:09Ja, das ist es auch.
35:11Na ja?
35:16Dann schieß mal los.
35:19Ich habe es ihnen noch nicht gesagt.
35:21Wie bitte? Ich habe die nicht verstanden.
35:26Ich habe meinen Eltern noch nicht gesagt,
35:27dass du schwul bist und nicht der leibliche Vater von Lukas.
35:30Gott sei Dank.
35:33Was?
35:34Na ja, du, mir gingen schon langsam die Ideen aus.
35:39Soll das heißen, du hast das die ganze Zeit gewusst?
35:41Nicht die ganze Zeit, nein.
35:45Och, deswegen die ganze Sache mit der Schminke und mit dem lila Rüschenhemd.
35:52Also, ich bin ja eigentlich ziemlich enttäuscht,
35:54dass du nicht gleich drauf gekommen bist.
35:56Aber wer lange lügt, muss lange leiden.
36:00Ach, Andreas, es tut mir alles so leid,
36:03aber ich kann meinen Eltern doch nicht...
36:05Ich kann denen das nicht sagen,
36:07weil die sind so furchtbar...
36:08Spießig?
36:10Ich...
36:11Ja.
36:12Gott sei Dank bist du ja ganz anders.
36:15Ja.
36:17Oder etwa nicht?
36:19Doch, du bist ganz anders.
36:21Und weil du ganz anders bist,
36:23will ich ihnen, dass du ihnen die Wahrheit sagst.
36:25Die ganze schonungslose Wahrheit.
36:28Die ganze?
36:29Die ganze.
36:35Okay, ich...
36:36Ich ruf sie an.
36:40Bald.
36:41Gut.
36:59Hallo.
37:00Hallo.
37:01Ich habe ein Meeting mit einem Kunden.
37:02Nirgendwo sonst war ein Tisch frei.
37:05Ist ja kein Problem.
37:06Bitte schön.
37:07Danke.
37:11Danke schön.
37:18Ein Traum wird wahr.
37:21Jetzt darf ich diesen Blödmann auch noch die ganze Zeit bedienen.
37:23Super.
37:26Hallo, jemand zu Hause?
37:29Ja, bitte.
37:31Wie wäre es mit der Karte?
37:32Natürlich.
37:36Bitte schön.
37:37Danke schön.
37:38Bitte schön.
37:39Danke schön.
37:48Jetzt warte doch mal.
37:50Ja, ich habe Annabelle von Anfang an nicht gemocht.
37:52Und ich wollte sie loswerden.
37:54Aber letzten Endes wollte ich immer nur das Beste für meinen Vater.
37:56Für deinen Vater oder für dich?
37:57Ach, du willst mich überhaupt nicht verstehen.
37:59Weil du mit dir selbst unzufrieden bist.
38:01Ja, ich bin unzufrieden.
38:02Und weißt du noch warum?
38:03Weil du mich mit deinen familiären Animositäten ständig in die Bedulie bringst.
38:06Ich dich, ja?
38:07Allerdings.
38:08Dein Vater hat längst Verdacht geschirft.
38:09Er ist ja auf der Spur und ich muss ihm deine Dinge ständig ins Gesicht lügen.
38:12Oh mein Gott, wie dramatisch.
38:13Wir sind verlobt.
38:14Da lügt man schon mal für den anderen, oder?
38:15Du verstehst es nicht, oder?
38:17Ich verdanke deinem Vater sehr viel.
38:18Ich fühle mich ihm verbunden.
38:20Dann werde ich dich das nächste Mal eben nicht mehr in meine Pläne einweihen.
38:22Ganz einfach.
38:23Oder du ziehst mal wieder die Lass uns doch heiraten-Karte.
38:25Ganz einfach.
38:28Jetzt übertreibst du aber.
38:29Weißt du was?
38:33Ich hab deine Spielchen satt.
38:41Sind Sie fertig?
38:42Ja.
38:43Also eigentlich hab ich...
38:44Schön.
38:44War denn alles nach Ihrem Geschmack?
38:47Wenn Sie mich so fragen...
38:48Prima.
38:50Danke.
38:54Entschuldigen Sie mich ganz kurz.
38:56Ich muss da eben was klären.
39:00Kann ich mal bitte ganz kurz mit dir sprechen?
39:01Du, wenn ich bin im Dienst, aber...
39:03Aber deine Kundin, die freut sich sicher sehr...
39:05Hörst du bitte auf, mich von meinem Gast lächerlich zu machen?
39:07Ja?
39:08Entschuldige.
39:09Soll ich euch ein Aperitif ausgeben?
39:11Nein, ich möchte kein Aperitif.
39:12Ich möchte, dass du dich völlig normal benimmst.
39:14Ja, das tue ich doch.
39:15Findest du?
39:16Ja.
39:18Guck mal, wie die Römer schaut.
39:21Die ist ganz...
39:22Ich glaub, du hast dir das Herz gebrochen.
39:24Ich geb's auf.
39:27Bist du ganz sicher, dass ich nicht den Tisch von Ben übernehmen soll?
39:30Völlig sicher.
39:31Ich hab alles im Griff.
39:41Bist du ganz sicher, dass du eigentlich auch ein Aperitifon видите?
39:42Ja.
40:06Hallo, Hagen.
40:09Richard.
40:10Alles in Ordnung?
40:12Ja, sicher. Ich wollte nur ein bisschen frische Luft schnappen.
40:17Ich wollte dir schon lange mal sagen, wie froh ich bin, dass ausgerechnet du mein Schwiegersohn wirst.
40:23Danke.
40:27Ich weiß, was dir Viktoria bedeutet und dass du alles für sie tun würdest.
40:33Obwohl es bestimmt nicht immer einfach mit dir ist. Ich weiß, wovon ich rede.
40:37Viktoria ist eine bemerkenswerte Frau.
40:39Genau. Ich liebe sie wirklich sehr.
40:43Ja, ja, ich weiß.
40:44Die Frage ist nur, wie sehr liebst du sie wirklich?
40:50Ich verstehe nicht ganz, was du meinst.
40:53So sehr, dass du mich dafür belügen würdest?
40:57Richard, ich...
40:58Hagen sagt mir die Wahrheit.
41:00Hat Viktoria die Tonbänder mit der Stimme von Werner Gravenberg manipuliert?
41:06Sie will einen Keil zwischen uns treiben.
41:15Aber du, du merkst das noch nicht mal.
41:17Vielleicht ist es ja genau andersrum.
41:19Weißt du, ich will, dass diese Sache ein für alle Mal vom Tisch kommt.
41:22Dieser Zustand ist lästig.
41:25Weißt du, wir brauchen uns schuldigen?
41:26Was hast du vor?
41:28Wenn alles gut geht, ist die Geschichte heute Abend vom Tisch.
41:30Hagen ist immer so freundlich und verständnisvoll.
41:33Findest du nicht?
41:34In der Tat.
41:35Aber er weiß trotzdem ganz genau, wo sein Platz ist.
41:38Und das ist die Geschichte heute Abend vom Tisch.
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