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KurzfilmeTranskript
00:00Ich verspreche dir, ich lasse mir was einfallen.
00:02Gib mir nur ein bisschen Zeit.
00:03Ich habe immer alles getan, was du mir gesagt hast,
00:06aber jetzt reicht es.
00:08Ich schaffe es nicht mehr.
00:09Wenn du jetzt die Nerven verlierst, dann...
00:11Bitte, bitte, bitte, verschone mich mit deinen Ratschlägen.
00:14Entweder du sorgst dafür, dass ich auf der Stelle dieses Kind verliere,
00:17oder ich sage Daniel, die ganze Wahrheit...
00:19Vielleicht hat sie ein Problem damit, dass ich wieder in der Villa bin.
00:23Sie weiß ganz genau, dass ich Annabelle an die Gurgel gehen würde.
00:27Die gegangen bin.
00:31Ich habe nicht das Gefühl, dass Marie mit Annabelle noch so vertraut ist.
00:34Sie wirkte regelrecht abgekapselt.
00:37Wenn die beiden nicht mein Herz und eine Seele sind,
00:39dann ist das eine Chance für uns, mit Marie zu sprechen.
00:42Ich mache mir Sorgen um Marie.
00:44Sie wirkte so... verletzt.
00:47Glaubst du, dass sie wieder Tabletten nimmt?
00:50Ich habe sie schon mal so gefunden.
00:51Voll gepumpt mit Alkohol und Tabletten.
00:54War sie aber nicht schwanger?
00:57Hoffentlich ist sie jetzt vernünftig genug, die Finger davon zu lassen.
01:00Schon wegen des Kindes.
01:02Annabelle wird schon aufpassen, dass dem kleinen Kronprinzen nichts passiert.
01:05Und wenn sie es selbst vor Annabelle verheimlicht?
01:09Ich werde jetzt mit ihr reden.
01:12Das ist natürlich der Vorteil, wenn man in der Höhle der Löwin schläft.
01:16Soll ich mitkommen?
01:17Wenn dir die Löwin über den Weg läuft, die Krallen ausführt?
01:19Nein, danke.
01:21Wenn ich Hilfe brauche, dann rufe ich dich.
01:32Das kannst du nicht machen.
01:33Doch, das kann ich.
01:34Und ich sage ihm, warum Werner gestorben ist.
01:37Er hatte einen Herzinfarkt.
01:38Ja, nachdem ich ihm alles gesagt habe.
01:40Ach, das redest du dir ein.
01:41Nein.
01:42Unsere Lüge hat Werner ins Grab gebracht.
01:44Und wenn du sie nicht beendest, dann werde ich es tun.
01:56Das ist ein Herzinfarkt.
02:19Das wirst du nicht tun, hörst du?
02:21Niemand wird davon erfahren.
02:23Ich kann nicht mehr.
02:24Doch du kannst.
02:26Morgen wird alles vorbei sein.
02:27Ach ja.
02:28Und wie bitte?
02:30Überlass das mir.
02:32Das tue ich doch schon seit Wochen.
02:34Und wohin hat uns das gebracht?
02:36Es ist doch nur wichtig, dass du und Daniel, dass ihr zusammen glücklich werdet.
02:41Dafür sorge ich.
02:43Nur das zählt.
03:08Hast du mit Marie gesprochen?
03:12Hat Annabelle dir auf ihre sympathische Art gute Nacht gewünscht?
03:17Nein.
03:20Annabelle war bei Marie.
03:24Was ist passiert?
03:27Nichts.
03:29Ich habe nur was gehört.
03:36Du hast Annabelle und Marie belauscht?
03:39Nicht mit Absicht.
03:41Ich wollte gerade anklopfen, die Tür war nur angelehnt und dann habe ich gehört, wie die beiden sich gestritten haben.
03:49Es ging dabei um den Tod deines Vaters, Friedrich.
03:55Worüber genau haben Sie gestritten?
03:56Ich habe nicht alles verstanden.
03:59Es ging um irgendein Geheimnis, das Marie deinem Vater noch kurz vor seinem Tod anvertraut hat.
04:07Hat sie gesagt, was sie damit gemeint hat?
04:12Annabelle hat ihr klargemacht, dass dies ein Geheimnis zwischen den beiden sei und es auch so bleiben soll.
04:25Ich wusste noch, dass Annabelle mehr Dreck am Stecken hat.
04:31Als wir deinen Vater getroffen haben, an dem Morgen kurz bevor er starb,
04:37da hat er dich doch gebeten, zum Frühstück in die Villa zu kommen.
04:41Ja.
04:42Er wollte uns etwas Wichtiges über Annabelle mitteilen.
04:48Was könnte Marie über Annabelle wissen?
04:51Dass sie ihn so aufgeregt hat, dass er deswegen einen Herzinfarkt bekommt.
04:58Es gibt nur eine Person, die uns das sagen kann.
05:02Marie.
05:05Vielleicht sollte ich doch noch mal versuchen, mit ihr zu sprechen.
05:08Sie war ja mal meine Freundin.
05:10Sie hat mir mal vertraut.
05:15Du hast wirklich schon genug Stress mit Annabelle.
05:17Mit Daniel auch.
05:20Das ist meine Angelegenheit.
05:23Und das willst du jetzt tun?
05:28Ich werde mir selbst ein paar Antworten holen.
05:32Für heute Abend hast du genug getrunken.
05:36Daniel kommt gleich nach Hause.
05:37Soll er dich in diesem Zustand antreffen?
05:39Ja, fast würde ich es mir wünschen.
05:41Dann wäre der Spuk endlich vorbei.
05:43Jetzt reiß dich zusammen.
05:45Wir werden Daniel eine dramatische Fehlgeburt vorspielen.
05:48Dann brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen.
05:51Wenn der Herr Lonnemann mitspielt?
05:53Er wird mitspielen.
05:55Er steckt viel zu tief mit drin.
05:57Klar.
05:58Deshalb fährt er auch zu Ärztenkongressen, die es gar nicht gibt.
06:01Ich werde dafür sorgen, dass er seine Approbation verliert, wenn er nicht mitmacht.
06:05Diese Drohung scheint ihn bisher ja auch nicht sonderlich beeindruckt zu haben.
06:08Das ist doch alles eine Frage der Argumentation.
06:12Klar.
06:14Mein Mutterpass und die Ultraschallbilder.
06:17Mit Lonnemanns gut leserlicher Unterschrift.
06:20Ich denke, dieses Argument wird ihn überzeugen.
06:23Das zu tun, was wir von ihm verlangen.
06:26Und du hörst auf zu trinken.
06:33Wenn du etwas für deine Nerven brauchst, dann nimm dir Schlaftablette und leg dich hin.
06:40Du weißt doch, dass ich mit Tabletten vorsichtig sein muss.
06:45Diese eine wird dir schon nicht schaden.
06:49Du hast Angst.
06:53Ja, genau.
06:54Das ist es.
06:55Du hast Angst, ich könnte zu viel trinken und mich verplappern, wenn Daniel kommt.
06:59Ja, ist es das?
07:00Hier.
07:00Nimm.
07:04Das ist es.
07:10So, schleif dich aus.
07:12Gute Nacht.
07:16Gute Nacht, Marie.
07:35Hier bist du also.
07:37Wundert dich das?
07:39Das Kausi ist doch quasi unsere zweite Begehrt.
07:42Alles okay bei dir?
07:47Bei dir?
07:49Mhm.
07:49So halbwegs zumindest.
07:54Ich versuche gerade, was herauszufinden.
07:57Und was?
07:59Was ich will.
08:01Nicht, was ich erwarte, sondern was ich wirklich will.
08:04Und bist du schon auf irgendwas gekommen?
08:08Ja.
08:11Ich weiß, was ich will.
08:14Ja, es wird dir ähnlich.
08:16Deine Ausbildung zu Ende machen, ein Studium ranhängen.
08:19Die besten Wettbewerbe für Design gewinnen.
08:21Ich habe recht, oder?
08:23Im Moment will ich nur eins.
08:25Ich will, dass du in Falkenthal bleibst.
08:28Also, natürlich nur, wenn du willst.
08:29Wenn du lieber in die Schweiz möchtest.
08:31Ja, so.
08:34Weißt du, in was für Schwierigkeiten du mich bringst?
08:37Wieso?
08:39Weil der Abschluss sowas von egal ist.
08:42Und weil ich weiß, dass Marie ein Riesentheater machen wird.
08:45Und weil ich, weil mich das 0,9999 interessiert.
08:50Das heißt, du bleibst in Falkenthal?
08:52Ja!
08:55War es das, was du herausfinden wolltest?
08:57Ob du den Erwartungen deiner Schwester entsprichst?
08:59Oder ob du lieber genau das tust, was du für richtig hältst?
09:02Nein.
09:04Es ging vielmehr darum, das zu sagen, was man will.
09:06Und nicht darauf zu warten, dass der andere einem die Wünsche von den Augen ablässt.
09:10Obwohl das auch sehr schön sagt.
09:14Vielleicht kannst du deinen Schulabschluss ja auch hier in Falkenthal machen.
09:18Ja, dann brauche ich allerdings nur einen Job.
09:20Ich habe nämlich keine Lust, dass mir Marie wegen jeder Firmenmatte mein Taschengeld kürzt.
09:24Und das kann häufiger vorkommen.
09:30Guten Abend, Herr Dr. Lonnemann.
09:32Schön, dass Sie zurückrufen.
09:35Offenbar hat meine Nachricht auf Ihrer Mailbox Sie erschreckt.
09:40Ich weiß, dass Sie auf keinem Ärztekongress sind.
09:44Na gut, Dr. Lonnemann.
09:46Sie dürfen sich freuen.
09:48Schon morgen wird ein großer Briefumschlag ohne Absender zu Ihrer Ärztekammer geschickt.
09:57Mit einem Mutterpass und Ultraschallfotos, die Sie gefälscht haben.
10:01Was sagen Sie nun, Sie Glückspilz?
10:05Sehr schön.
10:07Dann wird meine zukünftige Schwiegertochter also schon morgen eine tragische Fehlgeburt erleiden.
10:14Und Sie werden dafür sorgen, dass daran kein Zweifel besteht.
10:25Marie?
10:29Bist du noch wach?
10:32Marie, ich muss dich etwas fragen.
10:38Marie?
10:44Darf man erfahren, was du hier machst?
10:47Ich habe dich was gefragt.
10:49Marie war beim Abendessen so angespannt.
10:51Ich wollte nur nach ihr sehen.
10:53Ich glaube, sie hat im Schlaf geweint.
10:56Wahrscheinlich hat sie nur schlecht geträumt.
10:58Danke, dass du dich um sie kümmern wolltest.
11:01Ich lasse ich allein.
11:02Gute Nacht.
11:02Gute Nacht.
11:21Na, stört ich?
11:23Nein, überhaupt nicht.
11:24Wir überlegen gerade, welchen Job Charlie machen könnte, wenn sie hier in Falkenthal bleibt.
11:29Ich würde sagen Berufserbin.
11:32Aber du hast doch genügend Geld auf der Bank.
11:34Ja, eben.
11:35Auf der Bank.
11:36Ich bekomme erst die Vermacht über mein gesamtes Vermögen, wenn ich mein Abitur habe.
11:42Und davor kriege ich nur ein bisschen Taschengeld.
11:45Ich verstehe, verstehe, verstehe.
11:47Dann würde ich sagen Zeitung austragen, Nachhilfe, Babysitter.
11:52Zu früh, zu anstrengend, zu laut in genau der Reihenfolge.
11:55Danke.
11:57Boah, ich habe den ultimativen Job für dich.
11:59Jan?
12:00Also, Latte Macchiato.
12:02Du erinnerst dich doch an die fette Party, die wir vor ein paar Wochen hier geschmissen haben?
12:07Nein, ich war ja nicht dabei.
12:09Auf jeden Fall, war es eine krasse Party.
12:10Weißt du einfach warum?
12:11Wolltest du mir bestimmt gleich sagen, oder?
12:13Nein.
12:14Charlie, the world greatest, charming Charlie, aufgelegt hat.
12:19Charlie, wenn wieder mal eine Party ist, kannst du gerne auflegen.
12:22Tja, du brauchst nicht nur bei einer Party jemanden zum Auflegen.
12:25Jeden Tag, unter der Woche.
12:26Lass mal, die Leute wollen nicht jeden Tag Party machen.
12:28Das sollen sie ja auch nicht, aber mit Charlie kriegst du das volle Programm.
12:32Ja, klassisch chillen, ein bisschen easy listening, was zum Abtanzen zwischendurch.
12:36Ja, ich kann wirklich ein bisschen Schwung in deinen Laden bringen, wenn ich mich an die Plattenfeller stelle.
12:41So eine Chance, deinen Laden aufzumotzen, kriegst du so schnell nicht wieder.
12:44Was glaubst du, wie viele Leute kommen werden, wenn sich rumspricht, was hier jeden Abend los ist?
12:50Ihr findet meinen Laden also langweilig, oder was?
12:52Nein, nein, nein, nein, nein, so hat das jemand gemeint.
12:54Klang aber so.
12:55Frischer Wind, bisschen Schwung, andere Leute.
12:58Ja, jetzt nicht aufregen.
12:59Ich bin sehr zufrieden mit der Musik, die hier läuft, und mit den Gästen auch.
13:08Tja, Jungs, die Idee war gut, nur falscher Zeitpunkt, falsche Taktik.
13:25Was für ein Geheimnis haben Annabelle und Marie miteinander.
13:56Manchmal will man unbedingt die Wahrheit wissen, und dann ist sie so schrecklich.
13:59dass man sie lieber nicht erfahren hätte.
14:05Hätten wir doch unsere Zelte abbrechen und nach Südafrika gehen sollen?
14:13Nein, das wäre feige gewesen.
14:16Egal wie die Wahrheit aussieht, sie muss ans Licht gebracht werden.
14:21Es ist völlig richtig, dass Friedrich Annabelle das Handwerk legen will.
14:25Und ich werde ihn dabei unterstützen.
14:29Es ist völlig richtig, dass Friedrich, ich fucken.
15:03Morgen.
15:04Morgen.
15:07Das ist nur fürchterlich gute Laune am frühen Morgen.
15:11Ein Schlüssel.
15:12Der Schlüssel zum Erfolg.
15:15Du hast eine bezahlbare Werkstatt gefunden?
15:18Umsonst.
15:19Wie umsonst?
15:21Eva hat mir angeboten, in ihrer Garage meine Werkstatt zu öffnen.
15:25Das ist...
15:26Wow!
15:29Und wann soll es losgehen?
15:30Und vor allem, wann ist die Party zur Eröffnung?
15:34Ich muss mir erst mal die Werkstatt ansehen und einrichten
15:37und hoffen, dass diesmal alles glatt geht mit den Ämtern und dem Papierkram.
15:41Du aller Pessimus, das wird schon alles glatt gehen.
15:44Ah, die Garage ist direkt gegenüber von der Vella Gravenberg.
15:49Eine Gravenberg hat Eva die Garage mitsamt ihren Häusen vererbt.
15:52Das heißt, was sie damit macht, das ist allein ihre Entscheidung.
15:56Patrizia wird dir die ganze Zeit vor der Nase rumtanzen.
15:59Sie wohnt ja schließlich in der Villa.
16:01Ich werde mir Patrizia schon vom Leib halten.
16:04Hattest du Streit mit ihr?
16:06Nee, aber die Zeiten als Privatkampner bei den Gravenberg sind ein für alle Male vorbei.
16:13Patrizia wird eine Kundin sein wie jede andere, auch wenn sie ihr Motorrad repariert haben will.
16:17Willst du mit mir mitgehen und die Werkstatt angucken?
16:21Ja, warum nicht?
16:23Ich habe sowieso im Monument nichts zu tun.
16:27Wolltest du nicht Frederik fragen, ob du vielleicht als Fahrer in der Manufaktur gebraucht wirst?
16:31Habe ich schon.
16:32Personalentscheidung trifft jetzt allein Daniel Gravenberg.
16:35Ja, und seine Mutter.
16:38Annabelle Gravenberg.
16:45Danke.
16:47Guten Morgen.
16:57Will Marie gar nicht mit frühstücken, Daniel?
17:00Sie schläft noch.
17:02Vielleicht möchte sie es vermeiden, ausgerechnet mit Ihnen am Frühstückstisch zu sitzen.
17:07Gestern hatte ich ihr den Eindruck, dass sie Ihnen aus dem Weg geht.
17:12Danke nochmal, dass du dich um Marie gekümmert hast.
17:16Du hast dich um Marie gekümmert?
17:18Nicht der Rede wert.
17:21Wann?
17:22Nach dem Abendessen.
17:25Davon weiß ich ja gar nichts.
17:27Marie hat wohl schlecht geträumt.
17:29Frederik hat sie im Schlaf weinen gehört.
17:31Und wo warst du?
17:32Ich war noch nicht zu Hause, bzw. ich kam gerade, als Frederik noch bei ihr war.
17:36Hast du denn mit ihr gesprochen?
17:38Ja.
17:39Und was hat sie gesagt?
17:42Was hätte sie denn sagen sollen?
17:43Sie hat tief und fest geschlafen, sie hat gar nichts gesagt.
17:47Wahrscheinlich wird sie einen Jungen bekommen.
17:49Mir ging es genauso, als ich mit dir schwanger war.
17:52Da habe ich auch immer tief und fest geschlafen.
17:54Mutter, kann ich dich mit in die Manufaktur nehmen?
17:55Nein, danke.
17:56Ich habe noch einige Papiere durchzuarbeiten und dann einen auswärtigen Termin.
18:01Gut.
18:01Also bis später.
18:02Frederik.
18:03Bis später.
18:04Julia.
18:05Bis später.
18:09Haben Sie denn gar keine geregten Arbeitszeiten, Frau Schilling?
18:13Ich bin es gewohnt, mir meine Arbeit selber einzuteilen, Frau Pavelback.
18:18Wenn du dich auf deinen Termin vorbereiten möchtest, tut dir deinen Zwang an.
18:29Das ist doch total rückständig von Jan.
18:31Ich meine, er hätte es mit Charlie als DJ wenigstens probieren können.
18:34Ich hatte in der Grundschule eine Lehrerin, die hat immer gesagt, wer nicht hören will, muss fühlen.
18:39Und wie bitte willst du Jan dazu bringen, zu fühlen, dass er Blödsinn verzapft und dann der Charlie nicht ans
18:44DJ-Pult lässt?
18:45Boykott des Cozy-One.
18:47Ja, Tim, die Idee ist gar nicht so schlecht.
18:49Ich meine, wenn die Gäste wegbleiben, dann kann Jan im Grunde genommen einpacken, weil...
18:52Hallo, Leute.
18:53Sag mal, ist euch mal aufgefallen, dass wir nicht gerade die zahlungskräftigsten Gäste sind?
18:58Das fällt überhaupt nicht auf, wenn wir da nicht mehr hingehen.
19:01Wir sind aber nicht irgendwelche Gäste, wir sind seine Freunde, das setzt ihn moralisch unter Druck.
19:05Ach, Zwang bringt da überhaupt nichts, vor allem nicht bei so einem Sturkopf wie Jan.
19:09Hast du eine bessere Idee?
19:12Ja, wir müssen ihn einfach überzeugen.
19:14Toller Plan, und wie?
19:16Indem wir ihm beweisen, wie der Laden brummt, wenn ich auflege.
19:20Ja, aber er lässt sich doch nicht.
19:23Was ist denn sein Lieblingsessen?
19:27Ja, was ist der am liebsten? Wo kann er überhaupt nicht widerstehen?
19:32Also, er steht total auf Chili con carne.
19:34Okay, und was ist sein Lieblingscomputerspiel?
19:37Charlie, worauf willst du ihn aus?
19:39Also, hier kommt mein Plan.
19:42Ihr ladet Jan hier in die WG ein, zum Essen.
19:45Und ihr werdet das köstlichste Chili con carne überhaupt machen.
19:48Da wird auf jeden Fall nicht Nein sagen können.
19:49Und wenn ihr ihn dann am Haken habt, ja, dann überredet ihr ihn, noch eine Runde Computer zu spielen.
19:58Da wird er auf jeden Fall auch nicht widerstehen können.
20:01Weil es ist sein Lieblingsspiel, das ist.
20:04Und ihr müsst ihn auf jeden Fall gewinnen lassen.
20:07Ja, ihr müsst euch Mühe geben.
20:09Er darf nichts merken.
20:10Verstehe, ein Ablenkungsmanöver.
20:12Richtig.
20:13Und solange Jan hier oben ist...
20:15Willst du das DJ-Pult entern und die geilste Musik auflegen?
20:19Genau.
20:21Und wenn ihr dann nachher mit Jan runterkommt, wird die Luft brennen.
20:24Das verspreche ich euch.
20:26Der Plan hat leider einen Haken.
20:28Also das mit dem Kochen.
20:29Ich und irgendwelche komplizierten Rezepte.
20:32Das ist gar kein Problem.
20:33Wir wollen das für ein Kochbuch.
20:35Muss man nicht für Chili extrem viel Zwiebeln schnippeln?
20:38War ja nur eine Frage.
20:51Danke, Eva.
20:52Bitte, Julia.
20:53Danke.
20:55Wenn Sie mit Marie ungestört reden wollen, dann gehen Sie doch einfach zu ihr hoch.
21:00Ich kann mir nicht vorstellen, dass Marie Ihnen aus dem Wege gehen will.
21:04Ich weiß.
21:05Der Punkt ist, ich möchte nicht, dass Annabelle etwas davon mitbekommt.
21:08Haben Sie denn schon etwas herausbekommen, was Annabelle Gravenberg betrifft?
21:14Machen Sie sich keine Sorgen.
21:16Ich mache mir aber Sorgen, wenn Sie vorhaben, Ihrer Schwägerin etwas zu verbergen.
21:25Eva, ich muss etwas herausbekommen.
21:27Etwas, das, sagen wir, für uns alle wichtig sein könnte.
21:31Und wenn Sie es herausbekommen haben, was tun Sie dann?
21:35Dann werde ich dafür sorgen, dass wieder Frieden in dieser Familie einkehrt.
21:38So, wie es mein Vater wollte.
21:41Die Familie war das Wichtigste für ihn.
21:45Können Sie Friederik helfen, Marie unbemerkt zu sprechen?
21:49Was muss ich tun?
21:53Julia und ich fahre in die Manufaktur.
21:55Sobald Annabelle zu ihrem auswärtigen Termin aufgebrochen ist, rufen Sie mich an.
21:59Gut.
22:00Ich komme sofort und spreche mit Marie.
22:12Verdammt.
22:32Falkenthal, Porzellan, Andreas Köhler im Apparat.
22:34Guten Morgen, was kann ich mir Sie tun?
22:38Okay, ja?
22:39Räum 28, Abteilungsleiterkonferenz.
22:42Kaffee, Tee und Mineralwasser für zwölf Personen.
22:44Okay.
22:45Geht in Ordnung, ciao.
22:57Tim, geh ja nach.
23:00Tim?
23:03Gestern dachte ich, es wird nie was aus Beckerbikes.
23:05Und heute sind alle Probleme einfach so aus der Welt.
23:08Das ist typisch, Eva.
23:09Wenn es keinen Ausflug mehr gibt, kommt sie und hat den Wettenden einfacher.
23:13Eva bekommt von mir einen Ballwagen.
23:15Ich fasse zu allen Seniorentanztees in und um Falkenthal.
23:18Lass Sie bloß nie hören, was du da eben über Senioren gesagt hast.
23:21Sonst kündigt sie dir noch zum nächsten Ersten.
23:23Ersten.
23:23Komm.
23:29Ich glaube, du wirst dich ein bisschen aufräumen müssen.
23:31Ja, drei, vier Tage in der Werkstatt steht.
23:38Da kommen die Regale hin.
23:41Hier die Ersatzteile.
23:43Und hier muss noch Platz sein für eine Besucherecke,
23:45wenn ich mit einem Kunden mal ein paar Details bequatschen will.
23:49Na dann mal los.
23:55Hallo?
23:58Ah, es geht um die Anzeige im Falkenthaler Boten.
24:02Werkzeug und Ersatzteile sind an Bäckerbikes gegangen.
24:06Das ist eine neue Werkstatt hier in Falkenthal für Motorräder.
24:10Ja, Sie können gerne mal vorbeikommen.
24:12Der Laden macht in ein paar Tagen auf.
24:15Ja, bis dann.
24:26Hey, Andreas.
24:29Gerne zwei Cappuccino zum Mitnehmen für Charlie und mich.
24:35Das ist alles?
24:36Ja, erst mal.
24:38Na ja, ich dachte, ich bekomme von dir eine kleine Entschuldigung
24:42oder wenigstens eine Erklärung.
24:45Hä?
24:49Hallo, Tim.
24:50Hallo, Frau Jertl.
24:52Tim, die Manufaktur ist kein Hotel, okay?
24:54Ähm, ja.
24:56Hast du Stress in der WG oder warum hast du hier übernachtet?
25:00Ich übernachte, worum geht's denn gerade?
25:03Das ist doch dein Schlafsack.
25:06Ich meine, zumindest steht dein Name drauf.
25:08Also, das war bestimmt ein Notfall, sonst hätte Tim das abgesprochen.
25:13Ja, genau so war's.
25:15Genauso war was?
25:16Genau.
25:17Ähm, war ein Notfall.
25:18Ich hatte Stress mit Lilly und ich möchte nicht drüber sprechen.
25:22Also, manchmal seid ihr so richtige Kindsköpfe.
25:24Kommt nicht wieder vor.
25:25Lilly, erhoffen.
25:28Ähm, du, Andreas?
25:31Kein Wort zu Lilly, ja?
25:32Wir haben die Sache schon geklärt und sie möchte nicht,
25:34dass ich unsere Beziehungsangelegenheiten rumerzähle.
25:43Hallo, Tobias.
25:45Helfen Sie Nico bei seiner Werkstatt?
25:47Hallo, Patricia.
25:49Ja, der Junge hat's wirklich eilig.
25:50Ist Nico da drin?
25:52Nico!
25:53Deine erste Kundschaft!
26:00Eva hat mir erzählt, dass sie dir ihre Garage zur Verfügung stellt.
26:05Baker Bikes macht erst in ein paar Tagen auf.
26:09Geh mal zu Eva und frag.
26:11Habst du noch Kaffee für uns, Hüpfel?
26:17Ich dachte, du kannst die Ersatzteile,
26:19die du mir neulich vorbeigebracht hast,
26:20vielleicht selber gebrauchen.
26:21Für die Werkstatt.
26:25Die sind ganz schön schwer.
26:29Danke.
26:31Das sind ja sowieso deine Sachen.
26:38Wann soll's denn losgehen?
26:42Dann ist der Weg nicht mehr so weit, wenn meine Maschine mal wieder ihre Macken hat.
26:47Wenn du's so eilig hast, dann schnapp dir doch ein Besen und mach dich nützlich.
26:51So eilig ist es auch wieder nicht.
27:00Dankeschön.
27:01Danke.
27:01Ach, bitteschön.
27:04Und als ich ihm gerade sagen will, dass ich mir nichts sehnlicher von ihm wünsche,
27:07als dass er mich einfach fragt, ob ich hierbleiben will,
27:10kriegt er den Mund auf.
27:12Tja, Koya steht manchmal ein bisschen auf der Leitung.
27:15Ja, aber wenn er dann mal von der Leitung runterkommt,
27:17dann ist er total süß.
27:20Hast du denn schon mit Marie gesprochen?
27:24Nee.
27:25Aber um ehrlich zu sein, weiß ich ganz genau, was sie sagen wird.
27:28Na?
27:29Ja.
27:30Ach, Charlotte, da hast du dir das dann auch gut überlegt.
27:32Und Abitur, das brauchst du auf jeden Fall.
27:35Was willst du denn jetzt machen?
27:37Bla, bla, bla, bla.
27:40Schulabschluss und Ausbildung sind für sie die Heiligtümer.
27:44Unantastbar.
27:46Kannst du dein Abitur nicht hier in Falkenthal machen?
27:48Hm, das hat Koya auch schon vorgeschlagen.
27:51Und?
27:52Ich war in der Schweiz auf einem Elite-Internat.
27:55Es hat im Monat über 1000 Schweizer Franken gekostet.
27:59Ah ja.
27:59Und teuer ist natürlich auch gleich super gut.
28:03Klingt das etwa versnobbt?
28:04Hm, etwas.
28:07Aber ich glaube, Marie tegt leider genau so.
28:10Auch wenn sie natürlich tausend andere Gründe finden wird,
28:12um mich dahin zurückschicken zu können.
28:15Frag sie doch einfach.
28:17Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben.
28:20Ich finde es jedenfalls gut, dass Koya es endlich gecheckt hat.
28:24Ich hätte dich nämlich auch ganz schön vermisst.
28:39Tim?
28:41Hey.
28:42Danke, dass du mir aus der Peitsche geholfen hast.
28:45Kein Problem.
28:45Was ich aber nicht verstehe, ist, Sie haben doch eine Wohnung gefunden.
28:48Habe ich gedacht.
28:49Und warum schlafen Sie dann hier in der Firma?
28:53Als ich die gesehen habe, bin ich rückwärts wieder raus.
28:56So schlimm?
28:58Dunkel, schmutzig, Schimmel an den Wänden, Toilette auf dem Gang.
29:01Das klingt gerade nicht sehr wohnlich.
29:05Ich bin halt froh, dass ich den Mittelvertrag noch nicht unterschrieben hatte.
29:09Provision für den Makler?
29:11Oh, der muss sich in einen anderen Dom suchen.
29:13Warum haben Sie nicht angerufen?
29:16Weil ich euch nicht weiter auf die Nerven gehen wollte.
29:18Das tun Sie nicht.
29:19Wir können jederzeit...
29:20Nein, danke.
29:22Aber ich bin weder blind noch blöd.
29:24Denkst du, ich habe nicht gemerkt, wie euch die Situation nervt?
29:27Und mich doch auch.
29:29Es musste was passieren.
29:32Naja, vielleicht können Sie ja erstmal eine Zeit lang in der Pension schlafen.
29:35Da lässt sich doch bestimmt was günstiges finden, oder?
29:37Ja, sicher. Ich habe jetzt einen Job und ein bisschen Geld verdiene ich auch.
29:41Irgendwann wird mir Dietmar sicher auch mal Unterhalt zahlen.
29:44Aber bis dahin...
29:45Schau mal, ich weiß gar nicht, was aus mir werden soll.
29:47Ich muss das bisschen, was ich habe, jetzt einfach zusammenhalten und nur für das ausgeben, was ich am dringendsten brauche.
29:53Wie zum Beispiel ein Dach über dem Kopf.
29:57Kommen Sie doch einfach zurück in die WG.
29:59Oh nein.
30:02Lieber schlafe ich auf der Parkbank.
30:04Das werden Sie nicht.
30:07Ich, ähm...
30:08Suche ja auch schon was Neues.
30:11Aber...
30:11Ich müsste halt, ähm...
30:13Bis dahin in der Manufaktur schlafen.
30:17Tim...
30:18Du verrätst mich nicht.
30:22Okay, ich werde mich mal bei Kumpels umhören.
30:24Vielleicht sucht er ja gerade jemanden, Nachbieter.
30:27Auf jeden Fall lassen wir das einen Fall und ruf sie dann an.
30:33Wir finden hast du sie.
30:34Sicher.
30:43Hat Eva angerufen?
30:45Ja.
30:46Aber?
30:47Annabelle ist immer noch im Haus?
30:49Und sie macht keine Anstalten zu gehen.
30:51Hat die Frau eigentlich gar nichts zu tun?
30:54Ich werde trotzdem in die Villa fahren.
30:56Eva hat versprochen, Annabelle zur Not abzulenken.
30:59Ihr eine Kanne Tee übers Kostüm zu gießen.
31:02Das traue ich Eva glatt zu.
31:05Bis später.
31:06Frederik.
31:08Ich habe heute Nacht noch mal nachgedacht.
31:12Was ist, wenn du was erfährst, was du gar nicht wissen willst?
31:16Muss es auch sein.
31:18Ich werde damit besser leben können, als mit meinem Nichtwissen.
31:27Der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, kann sehr schmerzhaft sein, rief er Stief, Frederik.
31:32Ich liebe seine Art, den Dingen auf den Grund zu gehen.
31:38Daniel ist ganz anders.
31:41Er verschließt die Augen und will nicht wahrhaben, dass Annabelle dabei ist, mit ihren Intrigen
31:44die ganze Familie zu zerstören.
31:48Ich wünschte, er würde endlich aufwachen.
32:15Die Garage ist eine super Idee, Eva.
32:17Die ist wie gemacht von meiner Werkstatt.
32:20Wie bist du nun darauf gekommen?
32:21Ach, das war so eine spontane Idee.
32:23Danke noch mal für den Kaffee.
32:25Habt ihr das Gerümpel schon weggeräumt?
32:28Wir haben den ganzen Vormittag nichts anderes getan.
32:31Willst du nachsehen, ob du was für einen Kram gebrauchen kannst?
32:33Nein, um Gottes Willen.
32:34Ich bin froh, wenn ich das Zeug los bin.
32:36Ich kümmere mich darum.
32:38Nichts.
32:41Danke, Eva.
32:43Schon in Ordnung.
32:44Ich freue mich, wenn ich dir helfen kann, auf eigenen Füßen zu stehen.
32:48Sag mal, Eva, und du bist dir sicher, dass du wirklich keine Miete für die Garage haben willst?
32:52Keinen Cent.
32:54Solange du mir hilfst, mein Häuschen in Schuss zu halten.
32:57Kein Problem.
32:58Solange ich dir helfe.
33:00Weil von den Grafenbergs lasse ich mich nicht mehr ausnutzen.
33:02Und von einer bestimmten Person erst recht nicht.
33:05Ach, Nico.
33:07Patricia kann auch ganz anders sein.
33:09Ich glaube nicht, dass ich das nur erleben werde.
33:22Ich bin übermittag außer Haus.
33:24Nehmen Sie bitte in der nächsten Stunde alle Anrufe für mich entgegen, ja?
33:27Danke, Frau Hertel.
33:29Willst du gerade gehen?
33:30Äh, ja.
33:31Hätte ich mich bei dir abmelden sollen?
33:33Naja, ich finde, wir sollten unsere Termine ein bisschen aufeinander abstimmen.
33:36Stimmt.
33:37Hast du was dagegen, dass ich einen auswärtigen Termin wahrnehme?
33:41Mir wäre es lieber, du würdest diesen Termin verschieben und dich auf die Abteilungsleiterkonferenz vorbereiten.
33:46Ich glaube, das geht nicht.
33:47Dann sag mir, was für ein Termin es ist.
33:49Dann kann ich Ihnen jemand anderes übernehmen.
33:51Äh, das glaube ich auch nicht.
33:53Es handelt sich um einen Geschäftstermin, oder nicht?
33:56Indirekt?
33:57Frederik, ich gebe mir wirklich große Mühe, dir zu zeigen, dass mir deiner Mitarbeit wichtig ist.
34:03Indem du mir nach belieben Aufgaben zuweist?
34:05Die Abteilungsleiterkonferenz ist eine wichtige Aufgabe.
34:09Dann überlasse doch meinem Verantwortungsgefühl, wann und wie ich mich auf die Konferenz vorbereite.
34:13Die Konferenz ist in zwei Stunden.
34:15Du kannst sie nicht unvorbereitet leiten.
34:18Dann verschiebe sie.
34:19Oder übernimm sie selbst.
34:20Ich habe jetzt keine Zeit.
34:28Es tut einfach gut mit, Nico zusammen an der Werkstatt zu arbeiten.
34:32Ich habe das Gefühl, ich habe den Jungen in letzter Zeit mit seinem Problem total im Stich gelassen.
34:36Komm.
34:37Du hast ihm die Werkstatt überhaupt erst finanziert.
34:39Ohne deine Münzsammlung hätte er gar kein Startkapital gehabt.
34:43Geld ist aber nicht alles.
34:45Tobias Becker, du bist der nachsichtigste Mensch, den ich kenne, wenn es um andere geht.
34:50Nun fang aber auch mal bei dir an.
34:52Nico macht dir doch keinen Vorwurf.
34:54Ja, ich weiß, aber...
34:55Kein Aber.
34:56Freu dich für ihn.
34:58Und genieße die Zeit, die du mit ihm verbringst.
35:01Das tue ich ja.
35:02Und soll ich dir was verraten?
35:04Ich platze fast vor Stolz auf meinen Sohn.
35:06Er hat bald eine eigene Werkstatt.
35:08Und er macht was aus seinem Leben.
35:12Eva?
35:14Ja.
35:17Hörst du mir überhaupt zu?
35:19Tobias, entschuldige.
35:20Ich habe eben gedacht, ich hätte was gehört.
35:24Alles in Ordnung mit dir?
35:26Ja, es ist alles in Ordnung.
35:27Alles in Ordnung.
35:29Was hältst du davon, wenn wir beide jetzt einen Spaziergang machen?
35:32Es tut mir leid.
35:34Es geht nicht.
35:34Ich habe noch so viel zu tun.
35:36Wir könnten zu Werner Gravenbergs Grab gehen und ein paar frische Blumen aufstellen.
35:40Nein, also heute geht das wirklich nicht.
35:42Eine sehr gute Idee, Herr Becker.
35:45Eva, Sie sehen etwas blass aus.
35:48Etwas frische Luft würde Ihnen bestimmt gut tun.
35:50Aber ich mache doch gerade Ihr Mittagessen.
35:53Danke, aber ich habe heute gar keinen Appetit.
35:55Und Marie?
35:56Hat sich gerade wieder hingelegt.
35:58Trotzdem, ich bleibe lieber hier.
36:00Sie würde mir wirklich einen großen Gefallen tun, wenn Sie frische Blumen zum Grab meines Schwiegervaters bringen.
36:05Komm schon, Eva.
36:07Draußen ist herrliches Wetter.
36:08Man kann den Frühling schon riechen.
36:10Ich höre schon mal die Gießkammer.
36:12Herr Graven?
36:16Warum warten Sie noch?
36:40Ah, hallo, Silke.
36:42Bist du ja schon so früh?
36:44Ja.
36:45Ich meine, vormittags ist ja immer viel zu tun.
36:46Und da dachte ich, ich komme mal ein bisschen früher, falls du Hilfe brauchst.
36:48Du, keine Sorge.
36:50Ich komme ja prima zurecht.
36:53Opa noch.
36:55Falkenthal-Porzellan-Härtel.
36:56Guten Tag, was darf ich für Sie tun?
36:58Oh, das tut mir leid.
36:59Herr Gravenberg ist gerade zu Tisch.
37:01Darf ich was notieren?
37:02Ja.
37:03Augenblick.
37:04Aha.
37:07Ich bedanke mich.
37:08Bitte hören.
37:16Lust auf einen frisch gepressten Orangensaft?
37:19Oh, vielen Dank.
37:22Ja, Birgit macht sich ganz gut hier am Empfang.
37:25Ja, finde ich auch.
37:26Als hätte sie schon immer hier gesessen.
37:28Wirklich?
37:29Na, ich finde, sie hat den Laden ganz gut im Griff.
37:33Ersetzen wird sie dich aber nie können.
37:36Oh, danke.
37:36Das ist genau das, was ich jetzt hören wollte.
37:39Mir geht es heute nämlich ziemlich mies.
37:41Wieso?
37:42Ich frage mich die ganze Zeit, warum ich Dr. Lonnemann nicht weiterbehandeln möchte.
37:46Ob vielleicht was mit meinem Kind nicht stimmt oder so.
37:49Du, ich glaube, der hat einfach viel zu viel zu tun.
37:51Es ist doch ganz normal, dass er dich an einen Kollegen überweist.
37:54Ach, ich weiß es nicht.
37:57Ich bin mir sicher, er hat vollstes Vertrauen zu seinen Kollegen.
38:00Ist doch genauso wie bei dir und Birgit.
38:04Naja, du hast doch bestimmt auch darauf geachtet,
38:06dass deine neue Kollegin genauso gut arbeitet wie du selbst, oder?
38:11Ja, das stimmt.
38:12Na?
38:16Danke.
38:31Frau Grafenberg hat darauf bestanden,
38:34dass ich sofort auf den Friedhof gehe
38:36und frische Blumen auf das Grab ihres Vaters lege.
38:38Klingt so, als wollte sie sie loswerden.
38:41Glauben Sie, sie ahnt, dass ich mit Marie reden will?
38:43Nein, ich hatte nicht den Eindruck.
38:45Und Marie?
38:46Sie ist noch gar nicht aufgestanden.
38:49Dann sollten Sie besser gehen,
38:50bevor Annabelle Verdacht schöpft.
38:52Frederik,
38:53ich hoffe, Sie tun das Richtige.
38:56Wenn es in diesem Haus noch mehr Streitlichkeiten gibt,
38:59dann bricht die Familie endgültig auseinander.
39:02Das wird sie nicht.
39:04Ich verspreche es Ihnen.
39:05Ich verspreche es Ihnen.
39:36Ich bin's.
39:38Haben Sie alles vorbereitet?
39:39Sind Sie schon auf dem Weg?
39:42Gut.
39:43Dann bis gleich.
39:55Sorry.
39:58Frederik, was machst du denn hier?
39:59Ich muss dich etwas fragen.
40:02Es geht mir nicht so gut gerade.
40:04Können wir trotzdem kurz miteinander reden?
40:06Später, ja.
40:06Ich möchte gerne alleine sein.
40:08Marie, es ist wichtig.
40:10Weißt du, wo Annabelle ist?
40:11Unten vermute ich.
40:12Marie, es ist wichtig.
40:13Es ist sehr wichtig.
40:15Frederik,
40:15geht es um die Firma?
40:17Ich habe wirklich keine Lust,
40:18mich in eure Angelegenheiten reinziehen zu lassen.
40:21Worüber hast du mit meinem Vater
40:22am Vorabend seines Todes gesprochen?
40:27Das weiß ich nicht mehr.
40:29Das glaube ich dir nicht.
40:33Es war vollkommen belanglos.
40:35Also wie gesagt,
40:35ich weiß es nicht mehr.
40:37So belanglos kann es nicht gewesen sein.
40:39Wie kommst du denn darauf?
40:40Du hast Annabelle gedroht,
40:42dass du Daniel das Gleiche sagen wirst,
40:43wie du meinem Vater gesagt hast.
40:45Woher?
40:46Woher ich das weiß, ist egal.
40:47Ich weiß es.
40:48Also was war es?
40:53Lass mich los.
40:54Was wird hier eigentlich gespielt?
40:57Es ist, als mich loslassen.
40:58Marie, was weißt du über Annabelle?
41:00Sag es mir.
41:02Ich kann nicht darüber reden.
41:05Wir gehen jetzt nach oben.
41:07Sie diagnostizieren eine Fehlgeburt,
41:09geben ihr eine Beruhigungsspritze.
41:10und rufen einen Krankenwagen.
41:12Warte Marie, warte.
41:13Lass mich in Ruhe.
41:14Ich hab dir nichts zu sagen.
41:16Sag mir bitte, was passiert ist.
41:17Annabelle!
41:18Hör!
41:28Marie ist die Treppe hinuntergestürzt.
41:30Was?
41:31Gott sei Dank ist hier nichts passiert,
41:32aber was ist mit dem Baby?
41:34Aber Annabelle, willst du jetzt wieder?
41:36Natürlich.
41:37Das ist doch ein glücklicher Zufall.
41:38Gerade ein Baby soll einen Sturz überhaupt überleben.
41:40Ich bin sicher, Marie ist durch Schrecken davon gekommen.
41:42Ich bin sofort zu ihr.
41:43Was machen wir denn, wenn er zusammenbricht?
41:45Ach, das wird er nicht.
41:46Ich fühle mich so näher.
41:47Sie braucht dich jetzt.
41:48Es tut mir leid.
41:49Wie kannst du es wagen, hierher zu kommen?
41:51Wir brauchen dein falsches Mitleid nicht.
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