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KurzfilmeTranskript
00:00Wir müssen reden.
00:01Ich habe jetzt keine Zeit für dich.
00:03Doch, die hast du.
00:04Ich habe mir lange genug mit angesehen, wie du dich hier zum Klauen machst.
00:08Was ist denn heute eigentlich los mit dir? So ist du Streit.
00:11Nein, aber ich gehe ihm auch nicht mehr aus dem Weg.
00:14Julia, ich warne dich.
00:16Geh zurück an deine Arbeit und hör auf, ihr Ärger zu machen.
00:18Ich lasse mir nicht den Mund verbieten.
00:20Und wenn das das Letzte ist, was ich hier in dieser Firma tue.
00:23Ich weiß genau, was du sagen willst.
00:25Und es interessiert mich nicht.
00:26Genau das ist das Problem.
00:30Deine Mutter richtet hier ein Unheil nach dem anderen an.
00:32Jetzt komme ich wieder mit irgendwelchen wilden Anschuldigungen gegen sie.
00:34Der Einzige, der permanent die Augen davor verschließt, bist du.
00:38Gut.
00:40Du hast gesagt, was du sagen wolltest.
00:41Ist das alles?
00:42Nein, ich bin noch nicht fertig.
00:44Daniel.
00:48Du könntest so viel Unglück verhindern,
00:50wenn du dich nicht immer völlig unkritisch hinter deine Mutter stellen würdest.
00:54Diesen Schwachsinn höre ich mir jetzt nicht mehr an.
00:56Ich hätte nicht gedacht, dass du so dumm bist
00:58und einfach auf Fredericks Verleumdung reinfällst.
01:02Ich habe meine eigenen Erfahrungen mit deiner Mutter, Daniel.
01:04Sie hat zum Beispiel versucht, mich mit dem Auto anzufahren.
01:07Das reicht jetzt!
01:09Wenn du nicht aufhörst.
01:11Was dann, Daniel?
01:12Willst du mir kündigen?
01:13Mach doch!
01:15Wenn du der Wahrheit nicht ins Gesicht sehen kannst.
01:17Worauf wartest du noch?
01:26Hey, what you looking for?
01:32No one has the answer.
01:35They just want more.
01:40Hey, who's gonna make it right?
01:47This could be the first day of my life.
01:55Sei jetzt bitte still, Julia.
01:58Sonst tue ich etwas, was ich später vielleicht bereue.
02:00Das Einzige, was du bereuen solltest, ist deine Blindheit deiner Mutter gegenüber.
02:04Kommst du dir nicht blöd vor, hier aufzutauchen
02:07und Fredericks Anschuldigung einfach nachzubeten?
02:09Nein!
02:09Ich glaube, Frederik!
02:11Ich wünschte, du würdest nur ein einziges Mal den Gedanken zulassen,
02:14dass er vielleicht Recht haben könnte!
02:16Recht?
02:17Damit, dass er meine Mutter angreift?
02:18Und sie fast erwürgt?
02:20Nein!
02:21Damit, dass sie ihn so weit getrieben hat!
02:24Nein!
02:25Das sind Familienangelegenheiten, die gehen dich nichts an.
02:29Frederik hat wegen deiner Mutter keine Zukunft mehr hier.
02:32Er hat mich gebeten, mit ihm zu gehen.
02:33Das geht mich sehr wohl was an.
02:36Also gut, es geht dich etwas an.
02:40Trotzdem werde ich dir nicht bei der Entscheidung helfen, mitzugehen oder nicht.
02:43Wie? Was meinst du jetzt damit?
02:47Es würde dir doch ungeheuer leicht fallen, mit ihm zu gehen,
02:50wenn ich dich jetzt feuern würde.
02:51Oder nicht?
02:56Das war jetzt wirklich nicht der Grund, warum ich das alles gesagt habe.
03:01Julia, es ist mir egal, was du über mich oder meine Mutter denkst
03:03oder was du mit Frederik in der Freizeit machst.
03:07Aber was die Arbeit angeht,
03:10die Firma braucht dich.
03:13Und ich werde dich nicht so ohne weiteres gehen lassen.
03:17Wenn du mich jetzt entschuldigst, ich habe noch eine Menge Arbeit.
03:43Meine Mutter hat wirklich oft mit Dr. Lonnemann telefoniert.
03:47Wahrscheinlich will sie bei Daniels Nachwuchs nichts dem Zufall überlassen.
03:51Und das ist derselbe Arzt, der Silke während der Schwangerschaft betreut?
03:55Wen interessiert das?
03:58Sag mir lieber, was du als nächstes unternehmen willst, du Meisterdetektiv.
04:02Also pass auf.
04:06Ich lasse mir nicht alles von dir gefallen, ja?
04:10Wenn du ins Gefängnis willst, sag Bescheid.
04:12Dann bringe ich einen gewissen Aloe Vera-Drink, den du Silke unterjubeln wolltest, zur Polizei.
04:19Es ist erschreckend, wie ähnlich du deiner Mutter manchmal bist.
04:25Lass mich los.
04:35Und?
04:37Was ist jetzt?
04:39Wie willst du rausfinden, ob meine Mutter was mit den Giftfarben zu tun hat?
04:42Ich werde mir den Telefoncomputer in der Manufaktur vornehmen.
04:45Und was ist mit ihrem Büro?
04:47Deine Mutter ist viel zu gerissen, um etwas herumliegen zu lassen, das gegen sie verwendet werden kann.
04:52Hoffen wir, du hast mit dem Telefoncomputer mehr Glück.
04:56Ich brauche den Schlüssel.
04:58Von der Manufaktur?
04:59Ja, ich könnte auch anbrechen, wenn er das lieber ist.
05:02Aber dann weiß deine Mutter, dass jemand hinter ihr her ist.
05:06Hier.
05:08Aber pass auf, dass sich niemand sieht.
05:11Wofür hältst du mich?
05:13Muss ich darauf antworten?
05:19Bring das zurück.
05:21Ich kann ja nicht alles alleine machen.
05:37Habe ich Daniel wirklich nur angegriffen, damit er mich feuert?
05:41Damit ich mit Frederik fortgehen kann?
05:45Will ich das überhaupt?
05:48Wir dürfen doch vor Annabelle nicht einfach so kapitulieren.
05:56Als Daniel sie vorhin in Schutz genommen hat, da konnte ich nicht anders.
05:59Ich musste ihm die Meinung sagen.
06:02Aber er will nichts davon wissen.
06:06Er hat sich so verändert.
06:09Das ist nicht mehr der Daniel, in den ich mich mal verliebt habe.
06:13Daniel, ich habe einen wichtigen Termin.
06:16Ich bin dann später wieder da.
06:17Wo fährst du hin?
06:18Es geht um die Fotoaufnahmen für die Klassik-Serie.
06:21Ja, ist gut.
06:24Ist irgendwas?
06:26Nein, nichts.
06:27Du kannst mir doch nichts vormachen.
06:29Lass mich bitte in Ruhe, ja?
06:32Entschuldige, ich hatte eine kleine Auseinandersetzung.
06:35Mit Julia Schilling?
06:37Hat sie sich wieder über mich ausgelassen?
06:39Es ist nicht wichtig, um was es ging.
06:42Hat sie dir eine Szene gemacht?
06:44An meiner Stelle hättest du sie wahrscheinlich rausgeschmissen.
06:48Du kennst ja meine Meinung über Julia Schilling.
06:50Aber du bist Chef von Falkendorf Porzellan.
06:53Ich bin mir sicher, du hast das Richtige getan.
06:56Es ist alles geklärt.
07:06Soll ich nicht mitkommen?
07:08Danke, Kolja.
07:09Aber ich freue mich schon den ganzen Tag darauf,
07:10endlich alleine in meine eigene Wohnung einzuziehen.
07:12Kann ich gar nicht verstehen.
07:14Okay, du, nicht gegen dich.
07:15Aber schau mal, seitdem ich mich endgültig von Papa getrennt habe,
07:19fühle ich mich, als würde ich ein neues Leben anfangen.
07:21Gehöre ich dann auch zu deinem neuen Leben dazu?
07:23Wer sagt eigentlich, dass es immer die Eltern sind,
07:24die an den Kindern plannern?
07:26Es kommt ja nicht alle Tage vor,
07:27dass die eigene Mutter ein neues Leben anfängt.
07:28Lass mir doch mein kleines Abenteuer.
07:30Ich fühle mich gerade als vielleicht 20.
07:31Und wer weiß, wie lange das anhält.
07:34Stimmt, denn es kommt der Tag, da wirst du 21 sein.
07:37Und du wirst immer mein Goldstück bleiben.
07:41Soll ich dir nicht doch ein Taxi rufen?
07:42Ist es nicht weit?
07:44Dann melde dich wenigstens und sag mir, wie die Wohnung ist.
07:46Mach ich.
07:47So.
07:49Ich hasse es jetzt schon,
07:49wenn die eigenen Kinder das Haus verlassen werden.
07:58Na, wo kommt ihr beiden denn her?
08:01Aus dem Krankenhaus.
08:02Wir hätten einen Unterschalttermin.
08:04Super.
08:05Zeig her die Bilder.
08:06Es laufen schon die ersten Wetten,
08:07ob das Kind eher nach dir kommt
08:08oder nach dem Papa.
08:12Es gibt keine Bilder,
08:13der Termin ist ausgefallen.
08:15Okay.
08:16Was war denn?
08:18Dr. Lonnemann ist erst gar nicht gekommen.
08:21Wie jetzt?
08:22Dein Arzt hat dich sitzen lassen?
08:23Ja.
08:24Und er hat nicht mal abgesagt.
08:25Nicht mal die Sprechstundenhilfe wusste, wo er ist.
08:28Na, vielleicht wurde er ja zu einem Notfall gerufen.
08:30Oder vielleicht musste er auch noch ein paar extra Runden
08:32in seinem Swimmingpool drehen.
08:34Na ja, bisher war er immer sehr zuverlässig.
08:37Das nächste Mal rufen wir auf jeden Fall vorher an,
08:39bevor wir wieder umsonst ins Krankenhaus fahren.
08:41Ich sehe schon,
08:42ihr braucht dringend etwas,
08:42um wieder runterzukommen.
08:44Paul, hör mal,
08:44mach mal zwei Orangenflip,
08:45ohne Alkohol,
08:46aber mit Schirmchen und so was.
08:47Na klar.
08:48Komm gleich.
08:50Was grübelst du denn so?
08:52Ich denke über Dr. Lonnemann nach.
08:54Wahrscheinlich ist ihm wirklich nur was Wichtiges
08:55dazwischen gekommen.
09:00In Wasser.
09:02Na endlich, Herr Dr. Lonnemann.
09:04Sie kommen spät.
09:05Ich habe Ihnen doch eine Nachricht
09:06auf Ihrer Mailbox hinterlassen.
09:08Ich habe keine Nachricht bekommen.
09:10Hm.
09:12Merkwürdig.
09:13Ich könnte schwören,
09:14ich hätte mein Handy heute Morgen mitgenommen.
09:16Naja.
09:17Ja.
09:17Wie dem auch sei.
09:19Wir haben etwas Dringendes zu besprechen.
09:23Ich möchte,
09:26dass Sie die Schwangerschaft von Marie Belmond beenden.
09:30Da gibt es nichts zu beenden.
09:32Sie ist nicht schwanger.
09:33Und deshalb möchte ich,
09:34dass Sie mir helfen,
09:34eine Fehlgeburt zu simulieren.
09:38Alles was recht ist,
09:39Frau Grafenberg.
09:40Aber das geht jetzt wirklich zu weit.
09:42Bei den gefälschten Ultraschallbildern
09:44habe ich ja noch mitgemacht.
09:45Aber das...
09:46Ich brauche Ihre Hilfe
09:47wirklich nur noch dieses eine Mal.
09:50Ich habe Frau Belmond
09:51schon gesagt,
09:52dass Sie jetzt endlich
09:53mit Ihrem verlobten
09:54reinen Tisch machen sollen.
09:56Sie ist zu labil.
09:57Das schafft Sie im Moment nicht.
09:59Ja, ein Grund mehr,
10:00Sie nicht auch noch
10:01mit so einer Aktion zu belasten.
10:02Aber das ist doch keine große Sache.
10:04Ich sorge dafür,
10:05dass niemand in der Villa ist.
10:07Und Sie instruieren Frau Belmond
10:09und bestellen einen Krankenwagen.
10:12Das kann ich nicht machen.
10:16Sie hängen da selber
10:18viel zu tief mit drin.
10:19Sie können sich jetzt nicht drücken.
10:24Also, ich kann nichts versprechen.
10:25Außerdem bin ich bis Ende der Woche
10:27bei einem Ärzte-Kongress.
10:30Dann sagen Sie den doch ab.
10:31Es ist wirklich dringend.
10:35Das ist unmöglich.
10:37Ich werde mich bei Ihnen melden.
10:39Herr Dr. Lonnemann,
10:40ich verlasse mich auf Sie.
10:43Sie.
10:44Sie.
11:18Ich werde mich bei Ihnen
11:30Musik
12:10Hallo, mein Goldstück. Ich bin's, Mama.
12:14Ja, ich wollte dir nur sagen, ich bin jetzt in der neuen Wohnung.
12:17Hat alles super geklappt.
12:19Du brauchst dir keine Sorgen machen.
12:23Ja, tschüss, meine Große.
12:48Danke, dass du mir Asyl gewährst.
12:50Ich halte der Villa einfach nicht mehr aus.
12:52In der Manufaktur ist es momentan auch nicht gerade gemütlich.
12:56Gab's Ärger?
12:57Ja.
12:59Annabelle hat mir eine Zeitung mit Stellenanzeigen vor die Nase gelegt.
13:02Und Daniel hat sie auch noch in Schutz genommen.
13:06Er verteidigt sie immer. Egal, was sie anstellt.
13:10Das habe ich ihm vorhin auch gesagt.
13:13Hast du ihm die Meinung gesagt?
13:15Sogar ein bisschen heftiger, als ich wollte, aber ich war so sauer.
13:18Und, wer hat er reagiert?
13:20Er ist mir ausgewichen.
13:23Ich komme einfach nicht an ihn ran.
13:25Wenn es um seine Mutter geht, dann ist er einfach blind und taub.
13:32Warum lässt du dich quälen?
13:34Kündige einfach.
13:37Komm mit mir nach Südafrika.
13:39Das ist doch genau das, was Annabelle will.
13:40Dann kriegt sie eben, was sie will.
13:43Hauptsache es geht uns wieder gut.
13:45Ich finde es nicht richtig, ihr das Feld zu überlassen.
13:50Ich bin es leid, gegen sie zu kämpfen.
13:53Was ist hier aus mir geworden?
13:55Sie hat dich provoziert.
13:56Ich bin ja an die Gurgel gegangen.
13:59Zu jemand will ich gar nicht sein.
14:01Ich möchte mich am Morgen wieder im Spiegel anschauen können.
14:05Wenn es Annabelle nicht gäbe,
14:08würdest du Falkenthal auch verlassen wollen?
14:13Vermutlich nicht.
14:14Aber wenn, wenn,
14:16ich weiß einfach nicht mehr, was ich tun soll,
14:18um sie zu Fall zu bringen.
14:23Was ist?
14:26Würdest du mit mir kommen?
14:35Du verkaufst jetzt alles wieder?
14:37Ich finde einfach deine Werkstatt,
14:39die ich mir leisten kann.
14:41Das ist halt nicht so schnell auf.
14:43Glaub mir,
14:43die Sache mit der Werkstatt ist gelaufen.
14:46Außerdem,
14:46die Ersatzteile werden auch nicht besser,
14:48wenn sie nur bei mir rumliegen.
14:49Dann versuch sie wenigstens
14:50mit ein bisschen Gewinn zu verkaufen.
14:53Das habe ich vor.
14:54Sag mal,
14:54brauchst du zu wenig Satz Schraubenzieher?
14:57So machst du bestimmt
14:58ein Bombengeschäft.
15:00Ich bin ja kein Geschäftsmann.
15:02Aber du hast doch schon mal
15:02so einen Schnellkurs
15:04in Betriebswirtschaft angefangen.
15:05Warum machst du denn nicht weiter?
15:07Also,
15:07kaufmännische Grundkenntnisse
15:08kannst du immer gebrauchen.
15:09Ich bin nicht so der Hate,
15:10wenn es um trockene Zahlen geht.
15:12Ich brauche was Praktisches.
15:36Das war nett von dir gestern.
15:40Dass ich dich angeschrien habe.
15:42Nein.
15:44Dass du mir die Teile
15:45für mein Motorrad
15:46vorbeigebracht hast.
15:49Habe ich schon bereut.
15:54Ich wollte trotzdem Danke sagen.
15:57Ich
15:59habe mich gestern
16:00ein bisschen blöd benommen,
16:00dir gegenüber.
16:02Sorry.
16:08Das ist jetzt der Punkt,
16:09an dem du sagen könntest.
16:10Schwamm drüber, Patricia.
16:13Glaubst du,
16:14du brauchst nur einmal
16:14sorry sagen
16:15und schon ist wieder alles gut, was?
16:17Ich kann es dir ja
16:18schlecht vortonen.
16:19Du kannst es auch
16:20einfach sein lassen.
16:21Wenn du schon so bist
16:22wie deine Mutter,
16:23dann spar dir wenigstens
16:24die Entschuldigungen.
16:25Was soll das denn heißen?
16:27Wir beide hinterlassen
16:28verbrannte Erde.
16:30nur, dass du dann
16:31nachher noch geliebt werden willst.
16:33Schwachsinn.
16:36Du musst dich endlich mal entscheiden.
16:38Entweder du willst
16:38so sein wie sie
16:39oder du willst
16:39ein halbwegs normaler Mensch sein.
16:41Beides zusammen geht nicht.
16:56Annabelle.
16:58Hast du mit Lonnemann gesprochen?
17:00Ja, habe ich.
17:03Ja und?
17:05Wann ist der Albtraum
17:07endlich zu Ende?
17:08Du kannst ganz beruhigt sein.
17:10Dr. Lonnemann
17:11wird einen sehr überzeugenden
17:13Schwangerschaftsabbruch
17:14für dich inszenieren.
17:16Aber
17:16das habe ich dich
17:18doch gar nicht gefragt.
17:20Ich will wissen,
17:22wann.
17:23Bald.
17:24Bald.
17:27Gibt es irgendein Problem?
17:29Nein, nein.
17:30Nur eine kleine Verzögerung.
17:32Aha.
17:33Und wie lange?
17:34Nächste Woche.
17:35Dr. Lonnemann
17:36ist auf einem
17:37Ärztekongress.
17:38Aber ich will
17:39nicht mehr warten.
17:41Ich will Daniel
17:42auch nicht mehr anlügen.
17:44Der Mann ist nicht
17:45unser Leibarzt.
17:46Wir können nicht
17:46frei über ihn verfügen.
17:48Sag mal.
17:51Hast du eigentlich
17:53irgendeine Ahnung,
17:53wie schwer mir
17:54das hier alles fällt?
17:55Natürlich weiß ich das.
17:57Aber was soll ich denn
17:57machen, wenn er
17:58keine Zeit hat?
18:00Was macht
18:01unser Herr Dr. Lonnemann
18:02denn, wenn eine seiner
18:03Patientinnen wirklich mal
18:04eine Fehlgeburt hat?
18:05Sagt er dann auch,
18:06Entschuldigung,
18:06können Sie eine Woche
18:07warten?
18:07Ich muss auf
18:08einen Kongress.
18:09Marie, bitte.
18:11Jetzt hast du schon
18:12so lange ausgehalten.
18:13Die paar Tage
18:13wirst du schon
18:14auch noch schaffen.
18:15Du hast wirklich
18:16gut reden.
18:18Du liegst auch
18:19nicht jede Nacht
18:20neben einem Menschen,
18:21den du,
18:22den du über alles liebst
18:24und gleichzeitig
18:25nach Strich und Faden
18:26belügen musst.
18:27Bald haben die Lügen
18:28ein Ende.
18:30Noch ein bisschen Geduld.
19:05Ja, ja, ich bin's.
19:06Ich glaube, ich habe da was.
19:08Wir treffen uns
19:08in einer halben Stunde
19:09bei mir, okay?
19:10Weißt du?
19:11Wieso das denn?
19:14Kurz, okay, bis gleich.
19:17Ich würde es ziehen.
20:04Ich hatte schon fast vergessen,
20:06wie das ist,
20:06im eigenen Bett zu schlafen.
20:09Ja, und deine Mutter
20:10hat jetzt auch endlich
20:11ihr eigenes Reich.
20:13Sie war total aufgekratzt.
20:15Sie meinte,
20:15sie fühlt sich wie 20.
20:18Ja, dann wirst du hier
20:19wohl bald wieder
20:20alleine schlafen.
20:22Wieso?
20:24Ich habe dir doch erzählt,
20:26dass mein Praktikum endet.
20:28Ja, schon,
20:29aber was hat das
20:30mit uns zu tun?
20:31Oh Mann, Kolja,
20:32du weißt doch,
20:32wenn mein Praktikum zu Ende ist,
20:34muss ich in die Schweiz,
20:34um mein Abi
20:35zu Ende zu machen.
20:37Daran habe ich
20:38gar nicht mehr gedacht.
20:40Und wann?
20:41Bald.
20:46Und wenn du es nicht machst?
20:49Ja, das ist ja eben die Frage.
20:52Nur nach Abschluss,
20:53keine Kohle.
20:54Ich müsste Marie
20:55um jeden Cent anbetteln
20:56und ich würde auch nicht
20:57an mein Erbe rankommen.
20:59Ach so.
21:01Ja, dann musst du weg.
21:04Ich könnte vorher
21:05auch noch ein anderes
21:06Praktikum machen.
21:08Ich würde das Abi
21:09an deiner Stelle gleich machen.
21:10Dann hast du es hinter dir.
21:12Wir reden hier
21:13von fast einem Jahr.
21:16Ich weiß.
21:20Ja, wenn ich den Abschluss habe
21:23und meine Kohle,
21:25dann weiß ich,
21:27wo es mich hinverschlägt.
21:30Ja, warum solltest du
21:31nach Falkenthal zurückkehren?
21:35Ja.
21:36Warum eigentlich hier?
21:43Charlie, bist du sauer?
21:45Nein, ich bin nur müde.
21:49Na?
21:55Nacht.
22:08In der Firma
22:09wird es für mich
22:09immer schwieriger.
22:11Und Tobias,
22:12ja,
22:13er sagt,
22:14ich soll dahin gehen,
22:14wo mein Herz mich hinträgt,
22:16aber...
22:17Aber?
22:18Das ist eben nicht
22:19Südafrika.
22:23Hätten wir nicht immer
22:24das Gefühl,
22:24weggelaufen zu sein?
22:27Und wenn Annabelle
22:28deinen Vater doch
22:28mit Absicht
22:29so aufgeregt hat,
22:30dass er...
22:32Würdest du dir
22:33nicht ewig vorwerfen,
22:34nichts getan zu haben?
22:36Wenn, wenn.
22:38Das ist ja gerade
22:39das Fatale.
22:40Wie soll ich ihr
22:41das jemals beweisen?
22:42Wir drehen uns
22:43einfach im Kreis.
22:47Wir lösen das
22:48jetzt einfach ganz anders.
22:51Kopf ist gehen,
22:52zahl ist bleiben.
22:58Kopf.
23:00Also gehen wir.
23:03Ja.
23:11Nein.
23:14Du hast recht.
23:16Ich würde mir das nie verzeihen.
23:19Ich bin es meinem Vater
23:20schuldig herauszufinden,
23:21was passiert ist.
23:23Wir müssen Annabelle
23:24mit ihren eigenen Waffen schlagen.
23:25Und wie?
23:27Zuerst müssen wir dafür sorgen,
23:28dass wieder Frieden herrscht.
23:31Das heißt,
23:31du willst klein beigeben?
23:33Ich werde Kreide fressen,
23:35bis alle glauben,
23:35dass ich mich unterworfen habe.
23:37Und dann kann ich in Ruhe
23:38nach Beweisen
23:38für Annabelle's Intrigen suchen.
23:40Das heißt aber auch,
23:41du müsstest zurück in die Villa.
23:43Je dichter ich an Annabelle dran bin,
23:45umso eher kann ich sie stoppen.
24:05Endlich.
24:05Ich steh mir hier schon die Beine im Bauch.
24:06Schrei nicht so.
24:08Wächst noch das ganze Haus auf.
24:12Hast du was rausgefunden?
24:13Ja.
24:15Das ist eine größte
24:18mit Telefonnummer
24:19die letzten Monate
24:19vom Büro deiner Mutter aus
24:20angerufen worden.
24:22Wusstest du gar nicht,
24:22dass sie vom Computer
24:23gespeichert werden?
24:24Sowieso eingerichtet.
24:25Natürlich noch
24:26Sicherheitschef
24:26in der Manufaktur war.
24:27Das ist ja die reinste Überwachung.
24:30Ja, das ist interessant.
24:33Vorwahl 00359,
24:34eine Nummer in Bulgarien.
24:35Sag dir das was?
24:36Und ob,
24:38wenn das mal
24:39der Zufall ist.
24:47Bingo.
24:48Das ist die Nummer
24:49von Lautresco.
24:52Das Datum kommt auch hin.
24:53Zu dem Zeitpunkt
24:54hatten wir noch überhaupt
24:54keinen Kontakt zu den Lieferanten.
24:56Was hast du, was du willst?
24:57Sieht so aus.
24:58Gut, dann geben wir das,
24:59was ich will.
25:00Wieso?
25:01Was willst du denn?
25:07Das tut nichts, Frau.
25:09den Aloe Vera-Drink
25:10mit einem Abturbungspillen.
25:11Ich habe nie gesagt,
25:12dass du den von mir bekommst.
25:13Für dich hast du das gesagt.
25:14Ich habe gesagt,
25:16wenn du nicht für mich arbeitest,
25:17dann sorge ich dafür,
25:18dass der Aloe Vera-Drink
25:19bei der Polizei landet.
25:21Das ist ein Unterschied.
25:24Du mieser Kleiner.
25:26Jetzt sag mir nicht schon wieder,
25:27dass ich so bin wie meine Mutter.
25:31Hast du dich wohl
25:32für besonders schlau, was?
25:36Am besten gibst du mir jetzt
25:37den Schlüssel von der Manufaktur
25:38und verschwindest.
25:41Sonst wird doch noch jemand wach.
25:59Das ist ein bisschen
26:17Daniel, kannst du nicht schlafen?
26:25Worüber denkst du nach?
26:27Über alles und nichts.
26:31Sag mal, kurz bevor Großvater gestorben ist, gab es da irgendetwas, das dir an meiner Mutter aufgefallen ist?
26:44Was soll mir denn aufgefallen sein?
26:47Vielleicht hatten die beiden einen Streit gehabt.
26:49Aber es gab irgendetwas, das ihn aufgeregt hat.
26:54Wie kommst du denn darauf?
26:58Vielleicht gab es etwas, das ihn so sehr aufgeregt hat, dass er zusammengebrochen ist.
27:03Glaubst du jetzt etwa an Fredericks Anschuldigung?
27:05Frederik ist eigentlich kein Spinner.
27:08Und warum sollte sich das alles einfach so aus heiterem Himmel ausdenken?
27:12Vielleicht will er sich rächen, weil du ihm den Chefposten abgenommen hast.
27:18Das erklärt vieles, aber nicht alles.
27:22Nur mal angenommen, an dem, was er sagt, ist nur ein Funken Wahrheit.
27:28Etwas, das wir alle bei meiner Mutter nicht sehen können.
27:32Oder wollen.
27:33Er hat sie angegriffen.
27:35Wie viel Verständnis willst du für deinen Onkel eigentlich noch aufbringen?
27:38Ich frage dich doch nur, ob es aus deiner Sicht irgendeinen Grund gibt, an ihrer Aufrichtigkeit zu zweifeln.
27:44Immerhin verbringt er viel Zeit miteinander.
27:45Natürlich nicht.
27:50Ich finde, statt dir Gedanken darüber zu machen, ob an Fredericks Anschuldigung etwas dran ist,
27:56solltest du dir lieber überlegen, wie du Frederik dazu bewegst, endlich abzureisen.
28:01Ich habe ihm gesagt, dass er gehen soll.
28:03Und ich habe ihm ein Angebot gemacht.
28:04Mehr kann ich nicht tun.
28:06Und wenn er nicht gehen will?
28:08Ich kann ihn doch schlecht dazu zwingen.
28:12Wir werden eine Lösung finden.
28:15Mach dir keine Sorge.
28:18Schlaf.
28:48Sie gehen nicht zurück nach Südafrika?
28:50Nein, vorlaufe ich nicht.
28:52Oh, das ist ja eine gute Nachricht.
28:55Darf man fragen, warum Sie Ihre Meinung geändert haben?
28:59Sagen wir, ich habe noch eine Rechnung zu begleichen.
29:02Das klingt doch schon wieder nach Ärger.
29:04Keine Angst.
29:05Ich habe aus meinen Fehlern gelernt.
29:06Von heute ab bin ich die Friedfertigkeit in Person.
29:08Ich bin sozusagen undercover.
29:12Oh, wenn das mal gut geht.
29:14Aber wenn Sie Hilfe brauchen.
29:16Darf ich auf Sie zählen?
29:18Ja, das eine oder andere kommt mir ja auch hier zu Ohren.
29:21Sie werden eine wundervolle Emma Piel sein.
29:24Was?
29:25Nicht so wichtig.
29:34Morgen, Birgit.
29:36Bist du nicht ein bisschen früh dran?
29:38Hallo, Andreas.
29:39Normalerweise hast du doch erst die Nachmittagsschicht.
29:42Ja, ja.
29:44Aber weißt du, bis Silke in Mutterschaftsurlaub geht, da muss ich mich in so viel einarbeiten,
29:48dachte ich.
29:49Fange ich einfach ein bisschen früher an.
29:51Mhm.
29:54Also, eigentlich fängt ja nie jemand vor mir an.
29:56Das nächste Mal habe ich dann auch schon deinen Kaffee bereit.
29:59Oh.
30:01Ich habe mir schon einen gemacht.
30:02Ich hoffe, du hast nichts dagegen.
30:04Quatsch.
30:06Wollen wir?
30:07Ja, ja.
30:08In deiner neuen Wohnung gibt es wohl noch keine Kaffeemaschine?
30:12Keine Kaffeemaschine.
30:13Genau.
30:17Guten Morgen.
30:18Morgen, Daniel.
30:21Ich habe schon auf dich gewartet.
30:26Hast du dir mein Angebot überlegt?
30:29Ja.
30:30Wir hatten eine Nacht Zeit, darüber zu schlafen.
30:33Und was sagt Julia dazu?
30:36Julia würde mit mir kommen.
30:39Aber ich habe entschieden, hier zu bleiben.
30:45Du weißt, dass mich das nicht gerade glücklich macht.
30:47Es ist die einzige mögliche Entscheidung für mich.
30:52Darf ich fragen, wer oder was dich beeinflusst hat?
30:55Ich bin des Vaters schuldig, nicht alle stehen und liegen zu lassen.
30:58Er wollte, dass ich in Falkenthal bleibe und ich respektiere seinen letzten Willen.
31:02Friedrich hat beschlossen, hier zu bleiben und Frieden zu schließen.
31:07Ja.
31:08Und es wird nicht so weitergehen wie bis hier.
31:11Du bist der Chef und du entscheidest, wo es lang geht.
31:16Und wo wirst du wohnen?
31:18Etwa hier in der Villa?
31:21Das ist mein Zuhause.
31:23Und genau genommen gehört sie ja jetzt Patrizia.
31:27Marie macht sich sehr große Sorgen wegen deines Angriffes auf Mutter.
31:32Ja.
31:34Das verstehe ich.
31:37Daniel, glaub mir, ich hasse mich selbst dafür, dass ich derartig die Kontrolle verloren habe.
31:41Und ich verspreche dir, es wird nie wieder passieren.
31:45Wie stellst du dir das Verhältnis zu meiner Mutter in Zukunft vor?
31:50Deine Mutter hat mir gestern hier in der Küche schon verziehen.
31:53Und vielleicht kannst du es ja auch machen.
32:13Ja, hallo, was machst du denn schon hier?
32:15Oh, Silke, ich weiß, was du jetzt denkst.
32:18Ich musste heute so früh kommen.
32:20Wir hatten eine Halbtagsstelle ausgemacht.
32:22Ich, vormittags.
32:23Silke, das ist die absolute Ausnahme.
32:25Ich will dir doch deinen Job nicht wegnehmen.
32:29Also, ich weiß nicht, was ich davon halten soll.
32:31Gestern lasst du mich hängen, als ich meinen Ultraschalltermin hatte, ja?
32:34Und heute verwechselst du einfach die Schichten.
32:37Ja, ich weiß, wie das für dich aussehen muss, aber ich bin wirklich nicht so...
32:41Sondern?
32:42Mein Leben ist im Moment einfach so chaotisch und leider wirkt sich das auf meine Umwelt aus.
32:48Das mit dem chaotisch merkt man.
32:50Mir wird wirklich nichts dagegen, wenn du dir morgens bei mir einen Kaffee machst,
32:53aber dann stell bitte wieder alles auf seinen Platz.
32:55Tut mir leid.
32:56Ich muss dir morgens nämlich dann ganz schön rotieren.
33:03Du warst vor, Andreas hier? Wann bist du denn gekommen?
33:07Früh, ja.
33:08Früh.
33:14Hi.
33:15Morgen.
33:16So früh schon ausgefallen?
33:19Ich dachte, die Grafenbergs brauchen deine Dienste nicht mehr.
33:22Tun sie leider auch nicht.
33:24Deshalb habe ich mir auch deine Idee durch den Kopf gehen lassen.
33:27Du hast doch gesagt, ich würde keinen Job haben wollen, bei dem ich nichts zu tun habe.
33:31Stimmt.
33:32Und?
33:35Na, ich werde mal in der Manufaktur fragen, ob da nicht jemand gebraucht wird.
33:39Arbeitest du ja wieder für die Grafenbergs?
33:41Nico.
33:42Ich bin kein junger Spund mehr.
33:44Und bei denen habe ich wenigstens eine gute Reputation.
33:46Na, hoffentlich haben sie dann auch einen guten Job für dich.
33:49Ich bin froh, wenn ich überhaupt was zu tun habe.
33:52Also, wenn ich an deiner Stelle wäre und einen Job hätte,
33:55bei dem ich Geld bekomme, ohne was tun zu müssen.
33:58Glaub mir, das klingt besser, als es ist.
34:01In Wahrheit kommt man sich dabei ganz schön nutzlos vor.
34:05Und, wie läuft es mit deinen Ersatzteilen?
34:07Hast du schon einen Käufer?
34:10Die Anzeige kommt erst morgen raus.
34:12Ich bin froh, wenn ich das ganze Motorradzeug eigentlich verkauft habe
34:15und mich nicht mehr dauernd an die Pleite erinnert.
34:20Kopf hoch, mein Junge.
34:21Eines Tages finden wir auch für dich das Richtige.
34:28Mit wem gab es denn Stress?
34:30Tim?
34:31Hm, ich glaube, Charlie hat keinen Bock mehr auf mich.
34:35Hat sie das gesagt?
34:37Nee, aber sie wird ja bald zurück in die Schweiz gehen.
34:40Wieso das denn?
34:42Naja, um ihr Abitur zu machen.
34:45Und danach, warum sollte sie nach Falkenthal zurückkehren?
34:50Weil sie dich liebt?
34:53Hast du sie denn schon mal gefragt, ob sie überhaupt gerne geht?
34:56Was für eine komische Frage, Lilly.
34:58Ich meine, wenn sie die Wahl hat zwischen mir in Falkenthal
35:01und einem Luxusinternat in der Schweiz mit Aussicht auf ein Millionenerbe,
35:05da wird sie doch wohl nicht lange nachdenken müssen.
35:07So wie ich Charlotte kenne, ist ihr jemand, der sie liebt,
35:10tausendmal wichtiger als die blöde Kohle.
35:12Vielleicht kennst du sie doch nicht so gut.
35:16Weißt du, was ich glaube?
35:19Dass du mal wieder deinen Mund nicht aufgemacht hast
35:22und ihr nicht gesagt hast, wie sehr sie dir fehlen würde.
35:25Doch, ich glaube, das habe ich ihr gesagt.
35:29Sehr überzeugend.
35:31Lilly, jetzt versuch mir nicht einzureden, dass ich Mist gebaut hätte.
35:35Das hat Charlie mir auch einfach so vor den Bug geknallt.
35:37Aber wenn ich gesagt hätte, dass ich will, dass sie bleibt,
35:39dann würden jetzt alle rumschreien, wie egoistisch ich doch drauf bin
35:42und dass ich nicht an ihre Zukunft denken würde.
35:45Hm.
35:48Weißt Charlie denn wenigstens, wie viele Gedanken du dir darüber machst?
35:59Und mehr hat Koya dazu nicht gesagt?
36:01Nee.
36:02Er hat nur gesagt, dass ich lieber gleich in die Schweiz gehen soll,
36:05als es noch länger rauszuzudern.
36:07Ja, das ist eben Koya.
36:08Der denkt erst mal dran, was vernünftig ist.
36:11Ja, ich glaube eher, es ist ihm egal, ob ich hierbleibe oder in die Schweiz gehe.
36:16Er hätte wahrscheinlich genauso cool reagiert, wenn ich gesagt hätte,
36:18dass ich den Rest meines Lebens im Kloster verbringe.
36:21Oh, Herr Guteil, da wenigstens kein Grund, eifersüchtig zu sein.
36:24Mann, Tim.
36:26Mir ist jetzt echt nichts zu machen.
36:29Mal im Ernst, das ist Koya.
36:30So ist er eben.
36:31Der braucht ein bisschen, um aus dem Knick zu kommen.
36:33Ja, das ist ja auch echt niedlich.
36:37Die ersten drei Wochen.
36:39Soll ich mal mit ihm reden?
36:40So von Mann zu Mann?
36:43Nee, Tim, lass mal.
36:44Das ist total lieb.
36:45Aber entweder kommt Koya selber aus dem Knick oder...
36:48Oder was?
36:52Oder ich gehe immer in die Schweiz zurück.
36:56Und das war's dann mit mir und Koya.
36:58Auch wenn's schade.
37:24Haben wir die richtige Entscheidung getroffen?
37:26Es wäre so viel leichter zu gehen.
37:28Keine Intrigen mehr, keine Kämpfe, keine Annabelle.
37:33Aber wir dürfen Annabelle nicht einfach das Feld überlassen.
37:38Frederic hat alles verloren.
37:41Er soll die Chance haben, seine Unschuld zu beweisen.
37:44Damit er nicht vor aller Welt als Verlierer dasteht.
37:47Und wenn er sich dafür gegen seine ganze Familie stellen muss.
37:52Auch gegen Daniel.
38:00Wer ist ins Büro?
38:02Ja.
38:03Es gibt eine Menge zu tun.
38:06Ich könnte dir helfen.
38:08Du willst wie deine Manufaktur arbeiten?
38:12Ich hätte das für keine gute Idee.
38:15Ich würde mich dir vollkommen unterordnen.
38:18Darum geht es nicht.
38:20Annabelle und du, ihr seid...
38:22eine explosive Mischung.
38:23Und ich will endlich Ruhe in der Manufaktur haben.
38:26Und wenn ich einen großen Wurm um sie mache?
38:28Sie hat doch jetzt, was sie wollte.
38:31Ich hab mich jetzt eingearbeitet.
38:33Es macht doch keinen Sinn, dass ich hier sitze und Zeitung lese.
38:36Es war deine Entscheidung, hier zu bleiben.
38:39Außerdem ist es uneffektiv.
38:41Ich bin ein qualifizierter Mitarbeiter.
38:42Du wirst bald Vater.
38:44Du möchtest doch Zeit für deine Familie haben.
38:46Du kannst doch nicht alles allein machen.
38:51Also gut.
38:52Aber du hältst dich aus der Geschäftsleitung raus.
38:54Du bist der Chef.
38:56Danke.
39:02Daniel, kann ich dich kurz sprechen?
39:04Ich muss in die Firma.
39:05Ist das wichtig?
39:05Ja, es ist sogar sehr wichtig.
39:07Es geht um Mutter.
39:17Guten Morgen, Marie.
39:19Guten Morgen.
39:20Wie geht es dir heute?
39:22Ich übe mich in Geduld und beiße die Zähne zusammen.
39:26Gut so.
39:26Das ist das Beste, was du tun kannst.
39:28Ich weiß allerdings nicht, wie lange ich das noch durchhalte.
39:32Noch so eine Nacht und...
39:34Wieso?
39:35Was war denn?
39:36Daniel hat die ganze Zeit wachgelegen und gegrübelt.
39:39Worüber denn?
39:41Ob an Fredericks Anschuldigung gegen dich nicht vielleicht doch etwas dran ist.
39:45Du hast ihm doch das hoffentlich ausgeredet.
39:47Ja, natürlich.
39:48Ich habe es versucht, aber ich kann ihm ja kaum noch in die Augen schauen vor lauter Lügen.
39:51Auf eine Lüge folgt noch eine Lüge und dann noch eine Lüge und noch eine Lüge.
39:56Marie, da hast du sicherlich etwas falsch verstanden.
39:59Daniel macht sich immer mehr Gedanken als alle anderen.
40:02Er versucht jede Seite zu verstehen.
40:04Ja, ja, ich weiß.
40:05Du findest, dass ich übertreibe.
40:07Aber letzte Nacht ist es mir wirklich schwer gefallen, ihm nicht die Wahrheit zu sagen.
40:11Du weißt, dass das nicht geht.
40:14Weißt du, ich...
40:16Ich fühle mich wie in einem schwarzen Tunnel, in dem ich jede Richtung verloren habe.
40:21Das Einzige, was ich mir wünsche, ist endlich wieder Licht zu sehen.
40:25Verliere jetzt nicht auf den letzten Metern die Geduld.
40:30Es wird sich alles aufklähen.
40:32Ich werde mit Daniel reden.
40:33Woher willst du denn überhaupt wissen, dass er dir noch vertraut?
40:36Ich bin seine Motte.
40:37Ich spüre so etwas.
40:39Und jetzt mach dich hübsch.
40:41Wir werden nachher einen schönen Spaziergang machen.
40:43Das bringt dich auf andere Gedanken.
40:46Aber warum...
40:48muss Lonnemann ausgerechnet jetzt auf einem Kongress sein?
40:57Tatsächlich.
40:59Was ist die Nummer?
41:01Natürlich ist das die Nummer von Latrescu.
41:04Was willst du jetzt gegen Mutter unternehmen?
41:07Daniel!
41:08Wie gut, dass du noch da bist.
41:09Ich muss dringend mit dir sprechen.
41:11Ich muss auch mit dir sprechen.
41:12Es geht um Marie.
41:13Nein, jetzt reden wir erst mal über Latrescu.
41:17Wieso, was ist denn los?
41:19Patrizia, wie war das nochmal mit den giftigen Farben?
41:22Ich habe eine Liste mit unbedenklichen Lieferanten zusammengestellt und sie an Silke weitergegeben, damit sie Angebote einholt.
41:28Und Latrescu?
41:30War durchgestrichen.
41:32Und haben wir mit Latrescu telefoniert?
41:33Nein, dazu haben wir sie ja angeschrieben.
41:35Was soll denn dieses Frage-und-Antwort-Spiel?
41:39Ich will dein Gedächtnis auffrischen.
41:41Wozu?
41:43Damit du mir erklärst, warum am selben Tag von deinem Büro aus bei Latrescu angerufen wurde.
41:48Ausgerechnet der einzigen Firma, die noch giftige Farben herstellt.
41:55Ausgerechnet der einzigen Firma, die noch giftige Farben herstellt.
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