- vor 4 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:03Was machst du? Was machst du?
00:06Natürlich steckst du in der Kopf.
00:07Ey, Andreas, hör auf. Was machst du?
00:10Sag's nochmal, ich versteh dich nicht, du Schwuchzen.
00:12Was machst du?
00:12Ich lass dich in Ruhe. Ich lass dich in Ruhe.
00:32Na, ganz allein hier.
00:35Ich rede mit dir.
00:37Ich aber nicht mit dir.
00:38Dann hör mal, Felix, du, wenn ich mit dir rede.
00:40Du willst mich erpressen?
00:42Verrechne dich da mal nicht.
00:46Wenn du dieses Kind kriegst,
00:49dann wirst du keine ruhige Minute mehr haben.
00:51Nicht vor der Geburt und nicht danach.
00:52Hast du das verstanden?
00:54Du das begriffen hast.
01:01Hey, what you looking for?
01:07No one has the answer.
01:10They just want more.
01:14Hey, who's gonna make it right?
01:21This could be the first day of my life.
01:30Du glaubst, du kannst mir Angst machen?
01:32Bin ich mir sogar ziemlich sicher.
01:35Die Zeiten sind vorbei.
01:43Verschwinde!
01:44Oder was?
01:44Willst du mir wieder deinen Beschützwaffen aussetzen?
01:46Glaubst du, ich habe Angst vor den Schwulen.
01:50Andreas hat dich so zugerichtet?
01:53Das wird doch mal verdammt leid tun.
01:56Darauf kannst du dich verlassen.
01:58Hau einfach ab und lass uns endlich in Ruhe.
02:04Hör zu.
02:05Entweder du verschwindest
02:06oder ich rufe jetzt den Wachdienst an.
02:08Schon gut.
02:09Schon gut.
02:11Aber wir sehen uns wieder.
02:28Schilling, Julia.
02:31Genau aus der Designabteilung.
02:33Der Vorschuss wurde gestern beantragt.
02:35Ich wollte nur fragen,
02:36ob das Geld vielleicht schon überwiesen wurde.
02:40Sie haben gar keine Anforderung bekommen?
02:43Könnte die vielleicht noch bei...
02:45Nein.
02:47Ich will Ihnen natürlich nichts unterstellen.
02:49Ich...
02:50Kein Problem.
02:52Dankeschön.
02:53Wiederhören.
02:55Frederik hat den Vorschuss nicht mal beantragt.
02:58Er ist also doch sauer.
03:00Aber ich kann das Geld von ihm privat nicht annehmen.
03:03So weit ist unsere Beziehung nicht.
03:07Noch nicht.
03:12Aber ich brauche das Geld.
03:14Sonst ist die Münzsammlung von Tobias für immer verloren.
03:20Ich muss mit Frederik reden.
03:23Vielleicht hat er ja einfach vergessen,
03:24den Vorschuss anzufordern.
03:25Ich muss mit Frederik reden.
04:01Ich muss mit dir nicht spielen.
04:02Marc, Julia.
04:03Du machst mich total nervös.
04:04Du kannst nicht einfach deinen freien Vormittag mal genießen.
04:07Wenn die Firma mitbekommt,
04:08dass die Berufsschule zu ist wegen der Lehrerkonferenz.
04:11Dann brennt die Luft.
04:13Das mag eine herbe Enttäuschung für dich sein,
04:15aber glaub mir,
04:15in der Firma interessiert das keine Sau.
04:19Willst du mitzocken?
04:21Hast du nicht gesagt,
04:21dass du eine Woche lang nicht spielen willst zusammen mit Lili?
04:23Ja, und?
04:25Ja?
04:25Spiele ich zusammen mit Lili?
04:27Nein.
04:28Außerdem muss ich es nicht erfahren.
04:30Sag mal, bist du deswegen so drauf?
04:32Oder immer noch wegen...
04:33Ich hoffe, dass unsere Online-Recherche
04:35meine Mutter überzeugt hat,
04:36dass dieses Jobangebot totaler Schrott ist.
04:40Vertreterin für Vitaminpräparate.
04:42Also ich finde,
04:42wir waren ziemlich überzeugend.
04:45Schließlich ist deine Mutter nicht blöd,
04:46auch wenn sie so einen Sohn wie dich hat.
04:55Hast du eine Ahnung,
04:56wie lange deine Mutter noch hierbleiben will?
04:58Keine Ahnung.
05:01Jetzt mal ganz im Ernst.
05:03Es muss ziemlich herbe sein,
05:04in dem Alter ein komplett neues Leben anzufangen.
05:07Davon abgesehen,
05:07kommt sie von dem Typen,
05:08bei allen Respekt,
05:09dein Vater ist ein Dummkopf,
05:10ganz sicher nicht so schnell los,
05:12wenn er sie 20 Jahre lang unterdrückt hat.
05:19Also, mein Vater ist nicht so ein Tyrann.
05:22Das meinst du,
05:23kannst du als Sohn einschätzen,
05:25dem der Vater immer was vormacht.
05:26So Mensch,
05:27Mensch, wir beide Männer,
05:28wir gehören doch zusammen.
05:29So was hat er nie gemacht.
05:31Nicht mal das?
05:32Er ist nicht so.
05:33Er ist...
05:35Er ist wie andere Väter auch.
05:37Nie da, wenn man sie braucht.
05:39Wenn doch,
05:39dann machen sie einem was vor,
05:40spielen einen Kumpel,
05:41wenn sie ein schlechtes Gewissen haben.
05:43Jetzt mal ganz im Ernst.
05:44Ich hab kein Problem damit,
05:46dass deine Mutter so lange hier bleibt,
05:47bis sie alles für sich geklärt hat.
05:49Das kann nach 20 Jahren
05:50doch nicht alles vorbei sein,
05:52einfach so.
05:53Willkommen in der Wirklichkeit.
05:55Leute trennen sich,
05:55Leute lassen sich sogar scheiden.
05:57Ja, aber nicht meine Mutter.
05:59Also, nicht so einfach.
06:00Wir sind schon wieder verloren.
06:03Du jammerst hier rum
06:04wegen diesem blöden Computerspiel
06:06und meine Mutter hat eine echte Krise.
06:08Im Ernst?
06:09Vielleicht ist das genau das.
06:11Ja, genau.
06:12Ich muss ihr helfen.
06:19Ich weiß nicht wie.
06:21Geh hin, red mit ihr.
06:22Noch besser zuhören.
06:29Bist du eigentlich
06:30Jörg nochmal begegnet?
06:33Wie meinst du das?
06:34Na ja, seit er das letzte Mal hier war.
06:38Tja, lass mich überlegen.
06:40Du hast dich mit ihm geprügelt, stimmt's?
06:45Ja, aber das war nichts weiter.
06:47Das war nichts weiter?
06:48Hör mal, du hast dich mit Jörg geprügelt.
06:50Mit Jörg Schwarz.
06:52Ja, und?
06:54Was, ja und?
06:55Nimm das nicht so auf die leichte Schulter.
06:58Der wird sich noch rächen an dir.
06:59Denk an Markus.
07:00Ja, und wenn schon.
07:01Dann hätte ich einen ziemlich guten Grund,
07:03mich nochmal mit ihm zu unterhalten, oder nicht?
07:07Für mich hat sich noch nie jemand geprügelt.
07:10Und wie fühlt sich das an?
07:14Ganz gut.
07:16Zumal ich mich in letzter Zeit öfter mal allein gefühlt hab.
07:18Ich weiß.
07:20Aber das bist du nicht.
07:24Oh.
07:27Zumal man dich schon gar nicht allein lassen kann.
07:30Oh, Mann.
07:42Ja, wirklich, Dr. Lonnemann.
07:44Ich brauch die Hormone ganz bestimmt nicht mehr.
07:47Werfen Sie das Rezept einfach weg.
07:50Genau.
07:51Vielen Dank.
07:52Auf Wiederhören.
07:54Marie, du willst die Hormontherapie absetzen?
07:56Annabelle, hast du etwa gelauscht?
07:59Ich brauche sie nicht mehr.
08:02Dann bist du also wirklich schwanger?
08:04Na, endlich.
08:06Noch eine Enttäuschung,
08:07weil für Daniel gerade jetzt schwer zu verkraften gewesen.
08:10Wann hast du denn den Test gemacht?
08:12Welchen Test?
08:13Na, den Schwangerschaftstest.
08:15Ich brauch keinen Test.
08:16Marie, natürlich brauchst du den.
08:18Wie willst du denn sonst?
08:18Ich weiß, dass ich schwanger bin.
08:20Ich spür das einfach.
08:22Das reicht mir.
08:24Aber das ist doch nicht so schlimm, den zu machen.
08:26Nein, aber was soll er denn noch bringen?
08:30Gewissheit.
08:31Die habe ich längst.
08:33Ich weiß, dass ich schwanger bin.
08:35Was will ich denn mit?
08:46Was machst du da?
08:49Ach, Kolja.
08:50Ich gehe zurück.
08:52Es ist doch Schwachsinn, einfach wegzulaufen.
08:55Du hast uns zugehört.
09:00Ja, ich wollte gerade zu euch rein.
09:02Aber Tim hat völlig recht.
09:04In meinem Alter, da fängst du nicht einfach noch mal so ein neues Leben an.
09:09Tim hat doch keine Ahnung.
09:12Lieb von dir, dass du mich trösten willst.
09:14Ich will dich nicht trösten.
09:16Ich will, dass du keine unüberlegten Entscheidungen triffst.
09:19Unüberlegt war es vielleicht einfach wegzulaufen.
09:22Schau mal, Papa und ich, wir haben so viel gemeinsam erlebt.
09:24Das kann doch nicht einfach vorbei sein.
09:27Heißt, dass du liebst Papa noch?
09:34Na ja, 20 Jahre.
09:37Kannst du doch nicht einfach ausradieren.
09:40Wir hatten auch gute Zeiten.
09:45Ich kann ihn mir gar nicht mit einer anderen Frau vorstellen.
09:49Und ich will's nicht.
09:51Ja, aber dann kannst du doch nicht zurück.
09:54Ach, Kolja.
09:55Wenn es so einfach wäre.
09:58Uns verbindet so viel.
10:00Wenn ich jetzt zurückkehre, dann...
10:02...merkt Papa wahrscheinlich gar nichts.
10:04Ja, weil er mit seiner neuen Freundin im Urlaub ist.
10:10Und jetzt...
10:11...willst du einfach so wieder nach Hause zurück, ja?
10:16Einfach so?
10:18Denk doch wenigstens noch mal darüber nach, Mama.
10:24Du bist lieb.
10:26Guck mal.
10:27Tim störst du nicht.
10:28Und Lili und Charlotte sowieso nicht.
10:31Meinst du?
10:32Das meine ich nicht nur.
10:34Das weiß ich.
10:47Diese Figurin hat die Manufaktur in den 50er Jahren aufgelegt.
10:51Mit ziemlichem Erfolg sogar.
10:53Aber die Produktion wurde dann trotzdem sehr schnell wieder eingestellt.
10:56Und warum?
10:57Na ja, die ursprünglichen Entwürfe stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert.
11:01Irgendeine Urenkelin hatte dann wohl Ansprüche angemeldet.
11:04Ach ja, ich erinnere mich, mein Vater hat erzählt, da gab es sogar einen Prozess.
11:07Er hat sogar gewonnen.
11:09Und trotzdem wurden die Figurinen nie wieder aufgelegt.
11:11Wahrscheinlich hatte niemand mehr Lust nach all den Aufregungen.
11:14Ja, und du meinst, dass...
11:15Plastizistisches Porzellan-Design ist praktisch ein Dauerbrenner.
11:18Und diese Entwürfe haben zudem noch eine sehr individuelle Handschrift.
11:21Das stimmt.
11:23Schau dir mal das Gesicht an.
11:26Ja, wir könnten uns auf die Weise bei den Sammlern wieder mal deutlicher positionieren.
11:30Ich weiß, es wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber...
11:33Solange es kein Zuschussgeschäft wird.
11:35Nicht, wenn wir es im großen Stil aufziehen.
11:38Wir müssen uns ganz bewusst an die Sammler wenden...
11:41Die auch mal bereit sind, für ein exklusives Sammlerstück tief in die Tasche zu greifen.
11:45Ganz genau.
11:46Und wenn wir dann noch die ursprünglichen Formen benutzen können, dann...
11:49Könnten wir richtig Umsatz machen.
11:51Genau.
11:51Das klingt gut.
11:53Sag mal, hat das mit deinem Vorschuss geklappt?
11:57Darüber wollte ich auch gerne noch mit dir sprechen.
12:00Wie? Das Geld ist nicht auf deinem Konto?
12:02Hat das die Buchhaltung verschlafen?
12:04Die Buchhaltung hat gar keine Anforderung bekommen.
12:08Wie?
12:08Ich habe doch das Geld...
12:11Das kannst du gar nicht geben.
12:14Ich dachte schon...
12:16Ich sei gekränkt, weil du das Geld von mir nicht annehmen wolltest?
12:18Nein. Das habe ich verstanden. Keine Sorge.
12:21Trotzdem ist irgendwas schiefgegangen.
12:22Das ist halb so schlimm.
12:24Das sehe ich nicht so.
12:25Und du brauchst das Geld dringend.
12:27Wir haben darüber gesprochen, dann habe ich die Anweisung geschrieben und an Silke weitergeleitet.
12:33Und kurz danach ist sie umgekippt.
12:35Dann ist der Zettel sicher liegen geblieben.
12:37Das glaube ich nicht.
12:39Lass mich das bitte klären.
12:40Kann ich dir ja später Bescheid geben?
12:42Ja, natürlich. Ich muss den Pfandschein bis zum Abend einlösen.
12:46Aber ich denke, ich kann die Frist telefonisch verlängern.
12:49Solltest kein Risiko eingehen.
12:51Sonst sind die Münzen dann doch weg.
12:52Nein, nein. Ich ruf gleich an.
12:55Außerdem gehört es doch zum Leben, dass man ab und zu auch ein Risiko eingeht, oder?
13:00Aha.
13:01Du bist dazu bereit?
13:02Vielleicht.
13:03Wenn es sich lohnt.
13:05Aber du bist dir noch nicht sicher, ob es sich lohnt.
13:07Das versuche ich ja gerade rauszufinden.
13:10Ein sehr guter Ansatz.
13:16Und jetzt überlegt sie sich, ob sie nicht doch wieder zurück nach Hause soll.
13:19Was? Das musst du ja unbedingt ausreden.
13:22Ja, das habe ich schon versucht.
13:24Also ich kann deine Mutter verstehen.
13:25Du machst nach so einer langen Zeit nicht einfach einen Schlussstrich.
13:29Koyers Vater scheint das auch nicht sonderlich zu stören.
13:31Fährt mal eben mit seiner Freundin in Urlaub.
13:33Deine Mutter lässt er hier einfach sitzen.
13:36Ja, ich weiß. Das war total daneben.
13:38Aber weißt du, du hättest meine Mutter gerade eben sehen sollen.
13:40Da ist noch was zwischen ihr und meinem Vater.
13:43Ganz ehrlich, wenn mir das passieren würde,
13:45ich würde den Typen sofort vor die Tür setzen.
13:48Ganz sicher auch nach 20 Jahren?
13:51Ja, gerade dann.
13:53Ich meine, Koyers Mutter war jahrelang für ihn da.
13:56Hat quasi ihr ganzes Leben nach ihm ausgerichtet.
13:58Und dort lässt er sie einfach sitzen.
14:00Für eine Jüngere.
14:01Das passiert eben.
14:03Komisch ist, dass das meistens nur Männern passiert.
14:10Hey, Koyer.
14:12Ich weiß, wie das ist.
14:14Das muss schlimm für dich sein, hm?
14:16Wisst ihr, am liebsten wünsche ich mir,
14:18dass meine Eltern das wieder auf die Reihe bekommen.
14:20Früher hat es doch auch funktioniert.
14:23Bist du dir da sicher?
14:25Ja, ja, zumindest habe ich nichts mitbekommen.
14:28Nico und ich, wir haben auch gedacht,
14:30dass alles in Ordnung ist.
14:31Und plötzlich haben Mama und Papa sich getrennt.
14:34Also, ich glaube,
14:35deine Mutter braucht einfach ein bisschen Abstand.
14:38Außerdem weiß sie selbst wahrscheinlich am besten,
14:40was für sie gut ist, oder?
14:42Ja, wahrscheinlich hast du recht.
14:44Ich kann es nur wiederholen.
14:45Von mir aus kann sie gerne so lange hier wohnen, wie sie will.
14:49Danke.
14:50Ich gehe mal kurz vor die Tür.
14:55Bis später.
15:00Also, ich finde,
15:02ohne absolute Ehrlichkeit und totales Vertrauen
15:05kann man nicht zusammenleben, oder?
15:08Nein, man hat es nicht,
15:09dass das jeder für sich selbst entscheiden muss.
15:11Nee, finde ich nicht.
15:13Ja gut, nicht jeder für sich selbst,
15:15aber jedes Paar.
15:17Ja, okay, vielleicht.
15:21Was machst du eigentlich mit der Spielkonsole?
15:24Willst du etwas spielen?
15:26Nein.
15:27Wir haben doch eine Vereinbarung.
15:29Ja, genau.
15:31Eine Woche lang nicht spielen.
15:33Eine Woche lang nicht spielen.
15:35Genau.
15:37Sicher weiß ich das.
15:38Ich habe die Auszahlungsanweisung weggeworfen.
15:42Du hast was?
15:44Ich kann doch nicht dulden,
15:45dass du deine Affären von Firmengeldern bestreitest.
15:48Du hast deine Anweisung von mir in den Müll geworfen.
15:52Wenn ich dich und uns damit vor einem großen Fehler bewahren kann,
15:56tue ich selbst das.
16:01Okay.
16:03Um dich vor einem großen Fehler zu bewahren in Zukunft,
16:07halt dich aus meinen Angelegenheiten raus.
16:09Ich müsste dich sonst eventuell vor die Tür setzen.
16:11Sieh mal eine an,
16:12wenn es deinem kleinen Betthäschen an den Kragen geht,
16:15wirst selbst du wachen, wirst du dich feuern.
16:17Wenn es nicht anders geht?
16:18Dann erklär mir doch noch mal,
16:20dass der Vorschuss auch wirklich nur ein Vorschuss sein sollte.
16:23Ich erkläre dir gar nichts.
16:24Ich bin dir keine Rechenschaft schuldig.
16:26So einfach wirst du mich aber nicht von meinem Platz vertreiben können.
16:29Schließlich gehören mir auch...
16:30Wenn du auf deine Firmenanteile anspielst,
16:33die geben dir keinen Anspruch auf einen Job hier in der Manufaktur.
16:37Über Einstellungen und Entlassungen
16:39entscheidet die Firmenleitung.
16:41Genauso wie über Lohn- und Gehaltszahlungen.
16:45Grafenberg hier.
16:47Bereiten Sie bitte eine Barauszahlung in Höhe von 2000 Euro
16:50für Judas Schilling vor.
16:51Wann liegt das Geld bereit?
16:53Sehr gut.
16:55Ja, schicke ich Ihnen sofort rüber.
16:58Und du vergisst bitte nicht,
17:01dass die Firmenleitung durch die Eigentümer
17:04eingesetzt und auch wieder abberufen werden kann.
17:06Noch gehören dir nicht die meisten Anteile.
17:21Du und Papa, ihr seid doch...
17:23Ihr seid doch eigentlich immer ziemlich gut miteinander ausgekommen, oder?
17:25Also, bis vor kurzem.
17:30Kolja, es tut mir leid.
17:32Aber zwischen Papa und mir,
17:33das läuft schon lange nicht mehr.
17:35Ja, aber warum habt ihr nie mit mir darüber geredet?
17:39Ich denke bloß nicht, dass das so einfach ist.
17:43Ich glaube, ich habe mir auch ganz schön lange was vorgemacht.
17:47Und immerhin...
17:49Darüber reden bedeutet doch auch
17:51eine Niederlage eingestehen, oder?
17:54Wieso Niederlage?
17:56Ich empfinde das schon als Niederlage oder als Versagen,
18:00dass unsere Beziehung nicht mehr funktioniert.
18:03Seit wann wusstest du denn Bescheid?
18:09Das erste Mal habe ich gemerkt, dass Papa eine Freundin hat,
18:12als wenn wir in das neue Haus eingezogen sind.
18:14Dann bin ich gerade eingeschult worden.
18:18Ja.
18:19Und ich denke, dass es ein Fehler war,
18:21dass ich nicht spätestens da angefangen habe zu arbeiten.
18:24Ich hätte doch merken müssen, dass Papa fremd geht.
18:27So diskret war er schon, jedenfalls am Anfang.
18:31Außerdem, wenn ich gemerkt hätte,
18:32dass du darunter leidest, hätte ich sofort was unternommen.
18:35Aber ihr seid doch nicht meinetwegen zusammengeblieben, oder?
18:38Kolja, nein.
18:41Schau mal, Papa und ich,
18:44wir hatten auch gute Zeiten miteinander.
18:47Denk doch nur mal an unsere Familienurlaube.
18:50Papa hat sich wirklich Mühe gegeben.
18:51Ich meine, er war sehr aufmerksam, sehr liebevoll.
18:56Wir sind ihm nicht egal.
19:00Wir waren ihm nicht egal.
19:04Mama.
19:05Seitdem du aus dem Haus bist, ist alles viel schlimmer geworden.
19:10Jetzt gibt er sich gar keine Mühe mehr.
19:13Der Höhepunkt unseres letzten Hochzeitstages
19:15war eine gemeinsame Fahrt durch die Autowaschanlage.
19:18Oh Mann.
19:20Weil er
19:22ich dann später erfahren habe,
19:24natürlich nicht mehr im schmutzigen Auto
19:25bei seiner Freundin vorfahren wollte.
19:29Ihr kommt nicht mehr zusammen, oder?
19:34Nein.
19:36Nein.
19:38Jedenfalls nicht,
19:39wenn ich es irgendwie alleine schaffen kann.
19:43Mama, ich hoffe, du weißt,
19:44dass du dich immer auf mich verlassen kannst.
19:56Alles geregelt.
19:57Dein Vorschrift liegt in der Buchhaltung bereit.
19:59Du kannst ihn jederzeit abholen.
20:00Danke, Frederik, dass es wirkt.
20:02Das ist selbstverständlich.
20:04Es tut mir leid,
20:05dass es diese
20:07kleine Irritation
20:08Verzögerung gegeben hat.
20:10Hast du noch genug Zeit?
20:11Bist du lieber gleich los?
20:12Nein, ich habe angerufen.
20:13Ich kann die Sammlung auch morgen noch auslösen.
20:16Okay.
20:17Hast du eigentlich inzwischen mal
20:18was von deiner Mutter gehört?
20:20Nein.
20:21Aber ich denke,
20:21das ist vielleicht eine ganz gute Nachricht.
20:23Keine Nachricht.
20:25Wenn es ihr wirklich schlecht gehen würde,
20:26hätte ich sicher schon längst was gehört.
20:28Wenn ich irgendwas tun kann.
20:29Danke.
20:31Aber ich war in der Zwischenzeit auch nicht faul.
20:34Es gab offensichtlich noch
20:35eine zweite Ausgabe der Figurinen.
20:38Ja?
20:39Hier.
20:43Auch nicht schlecht.
20:45Nicht ganz so erfolgreich war die Suche
20:46nach früheren Modellen und Brennformen.
20:48Diese alten Archivbücher
20:49haben ihr eigenes Ordnungsprinzip.
20:51Da steige ich einfach noch nicht durch.
20:52Ich kann kaum die Schrift lesen.
20:54Ach, das geht gerade nicht.
20:56Daniel hat sich eine Zeit lang
20:57damit beschäftigt, aber...
20:59Er hat mir gezeigt,
21:00wo die Bücher stehen,
21:01aber mehr eben auch nicht.
21:01Hm.
21:04Schade, dass er so mauert.
21:05Gemeinsam könnten wir wirklich was erreichen.
21:08Vielleicht solltest du ihm das einfach mal sagen.
21:10Ich hab's versucht.
21:14Aber er behauptet momentan sogar,
21:16dass ich falsche Geschäftsentscheidungen treffe
21:17aufgrund der Gefühle zu dir.
21:19So ein Unsinn.
21:21Ja.
21:21Wem sagst du das?
21:23Mein Eindruck ist,
21:24dass er sich immer mehr von Annabelle beeinflussen lässt.
21:26Was nicht gerade drauf hoffen lässt,
21:28dass sich seine Einstellung zu uns
21:29so bald ändern wird.
21:31Sicher nicht.
21:34Zusammen könnten wir so viel mehr schaffen.
21:36Ist einfach schade für uns
21:37und schade auch für ihn.
21:42Wir haben doch noch über eine Stunde Zeit.
21:44Ja, aber wenn wir noch was essen wollen,
21:45dann müssen wir jetzt los.
21:46Wenn ihr es wollt,
21:46ich kann euch was machen.
21:48Nudeln und Tomatensauce?
21:49Oh, wenn das keine Umstände macht?
21:51Na, gar nicht.
21:52Bei der Gelegenheit kann ich euch gleich was fragen.
21:55Würde es euch was ausmachen,
21:57wenn ich noch ein paar Tage bleibe?
21:59Wenigstens, bis ich was Eigenes gefunden habe.
22:02Frau Hertel, von mir aus
22:03können Sie gerne so lange bleiben, wie Sie wollen.
22:05Siehst du auch genauso, oder?
22:06Das sagst du so einfach.
22:07Ist ja nicht deine Mutter.
22:10Natürlich kannst du bleiben.
22:12Danke.
22:12Das heißt, Sie wollen sich jetzt wirklich trennen, ha?
22:14Ja, das nutzt ja nichts.
22:15Ich muss es versuchen.
22:17Du kannst auch nicht weitergehen.
22:18Habt ihr keine Käse, Reiber?
22:20Wir haben ja nicht mal Käse.
22:22Ich finde das jedenfalls gut.
22:24Ich meine,
22:25das ist eine Entscheidung,
22:27nochmal ganz neu anzufangen.
22:31Das muss ich jetzt durch.
22:34Und wie wird das mit dem Geld?
22:36Ich kann mir schwer vorstellen,
22:37dass du an Papas Konto rankommst.
22:40Das ist das Nächste,
22:41was ich jetzt klären muss.
22:44Muss ich mit Papa drüber reden?
22:46Das nach dieser Pleite
22:47mit diesem Vertreterjob.
22:49Also, ich denke mal,
22:50dass da jemand ganz eindeutig
22:52in der Pflicht steht, oder?
22:54Also, wenn Sie irgendwie Hilfe brauchen...
22:57So weit kommt's noch,
22:59dass ich mir von euch Geld borge.
23:00Nein, nein, vielen Dank.
23:02Das schaffe ich schon.
23:03Kolja,
23:04kannst du mal den Tisch abräumen?
23:18Nicht gerade eine Familientafel,
23:20die du da deckst.
23:21Die sind sowieso selten geworden
23:23bei den Grafenbergs.
23:26Und enden immer öfter im Streit.
23:29Na, vielleicht ändert sich das ja heute,
23:31wenn sich alle im Grab von Philipp versammeln.
23:33Schön wär's, ja.
23:37Aber für manche Grafenbergs
23:39würde ich trotzdem nicht mehr decken.
23:42Annabelle, immer noch.
23:45Ich muss mir doch nicht alles bieten lassen.
23:48Mal sehen, wie lange du das noch durchhältst.
23:51Tobias,
23:53du bist doch nicht hergekommen,
23:54um mir beim Tischdecken zuzusehen.
24:00Ja, ich...
24:02Ich weiß nicht, was ich machen soll.
24:05Julia.
24:07Ich will sie zu nichts drängen, aber...
24:10Du willst doch wissen,
24:11ob du ihr Vater bist.
24:13Ja.
24:14Ich weiß,
24:15das ist kein guter Zeitpunkt jetzt,
24:17wo gerade ihre Mutter weggegangen ist.
24:20Hast du mal darüber nachgedacht,
24:22welche Konsequenzen
24:24solch ein Vaterschaftstest
24:25haben könnte?
24:27Du hast mir gerade doch noch vor
24:29kurzem empfohlen,
24:30ihn auf jeden Fall machen zu lassen.
24:31Also wenn bei diesem Test herauskommt,
24:33dass du ihr Vater bist.
24:35Dann nennt sich überhaupt nichts.
24:36Im Grunde bin ich mir
24:37sowieso schon ziemlich sicher.
24:39Na, und wenn du's nicht bist,
24:41dann verliert Julia die einzigen
24:43Verwandten, die sie im Moment hat.
24:45Wieso?
24:45Denn Julia ist doch kein kleines Mädchen mehr.
24:47Sie braucht doch keine
24:48schriftliche Bestätigung.
24:50Aber du?
24:53Mir ist Julia
24:55längst sehr nah.
24:57Ich weiß schon gar nicht mehr,
24:58wie das war,
24:59bevor sie aufgetaucht ist.
25:01Und wozu brauchst du dann den Test?
25:07Sie sagen dem Doktor
25:08ganz bestimmt Bescheid?
25:10Ja, genau.
25:12Er kann mich den ganzen Tag erreichen
25:13unter der Nummer,
25:14die ich Ihnen gegeben hab.
25:15Vielen Dank.
25:18Ist alles in Ordnung?
25:20Ja, ist alles gut.
25:21Ich dachte nur,
25:22weil du
25:23gerade mit dem Arzt
25:24telefoniert hast, oder?
25:26Ja, ich
25:27wollte ihn was fragen,
25:28ob ich,
25:28also
25:30was für
25:31Sportarten ich machen kann
25:32während der Schwangerschaft.
25:34Ach so.
25:35Mhm.
25:36Also eigentlich
25:37gibt's keine Einschränkungen.
25:41Hast du eigentlich schon von Andreas
25:43neuer
25:43Heldentat gehört?
25:45Nein.
25:47Er hat sich geprügelt
25:49mit Jörg.
25:50Nein.
25:51Ja, er hat ihn verprügelt.
25:53Es ist unglaublich.
25:54Ehrlich?
25:55Mhm.
25:55Wegen Markus.
25:56Ja, auch,
25:57aber auch
25:58meinetwegen.
26:00Also eigentlich kann ich das
26:01nicht gut heißen,
26:02aber in Jörgs Fall
26:03tut's mir gar nicht leid.
26:04Der hat die Prügel
26:05sowas von verdient.
26:06Ja, aber nicht zu knapp.
26:09Ich hoffe nur,
26:10er rächt sich jetzt nicht
26:10auf andere Art
26:11an Andreas.
26:12So wie ich Jörg kenne,
26:13ist er sehr nachtragend.
26:16Oh ja,
26:16das ist auch meine Sorge.
26:19Aber ich quatsch dich
26:20jetzt hier so voll.
26:21Kann ich irgendwas
26:21für dich tun?
26:22Wollen wir uns nicht
26:23kurz rübersetzen?
26:24Ich lad dich ein
26:24auf einen Kaffee
26:25oder einen Multivitamin-Sach.
26:26Oh ja, sehr gerne.
26:30Ich suche Modelle
26:31oder Brennformen
26:32oder was auch immer
26:33es noch gibt
26:33von einer Figurinenreihe,
26:35die in den 50ern
26:36kurz produziert wurde.
26:38Ey, ich glaub,
26:39da fragst du am besten Daniel.
26:41Der kennt sich da
26:41besonders gut aus.
26:44Das sind doch auch
26:45bloß Spielereien,
26:46die nur Geld kosten
26:46und nichts eindringen.
26:48Da wir auf die bereits
26:49existierenden Vorlagen
26:50zurückgreifen könnten,
26:51würden sich die
26:51Herstellungskosten
26:52im Rahmen halten.
26:53Selbst wenn wir nicht
26:54die originalen
26:54Brennformen verwenden.
26:56Trotzdem,
26:56wir verzetteln uns
26:57mit so etwas total.
26:58Und außerdem,
26:59wer sollte solche Figurinen
27:00überhaupt kaufen?
27:01Es gibt genügend
27:02wohlhabende Sammler,
27:02die auf so ein Angebot
27:04geradezu waren.
27:05Ja, das glaubst du.
27:06Daniel hat völlig recht.
27:07Wir verzetteln uns.
27:08Wir müssen Großes angehen
27:10und die längst
27:11überfälligen
27:12Umstrukturierungen
27:13endlich vornehmen.
27:15Wenn du die
27:16von dir vorgeschlagenen
27:17Entlassungen meinst,
27:17sie sind vom Tisch.
27:19Ich bin mir mal ganz sicher,
27:20dass wir das Risiko
27:21breiter verteilen müssten.
27:22Es mag sein,
27:23dass du dir sicher bist,
27:24aber du verstehst
27:25nichts vom Geschäft.
27:26Genug,
27:27um dir als Chef
27:27noch einmal zu sagen,
27:28misch dich hier nicht ein,
27:29Ansonst.
27:30Sonst was?
27:31Willst du mich feuern?
27:34Warum nicht?
27:36Und jetzt wäre ich sehr froh,
27:38wenn du meinen Büro
27:38verlassen würdest.
27:39Du bist hier nämlich
27:39wirklich nicht erforderlich.
27:41Das geht zu weit, Frederik.
27:43Das sehe ich nicht so.
27:44Ich schon.
27:46Du kannst Mutter
27:47nicht entlassen.
27:48Und du kannst sie nicht
27:49einfach vor die Tür setzen.
27:50Warum nicht?
27:52Weil sie unsere
27:52Marketingleiterin ist.
27:54Und weil du sonst
27:55ein großes Problem bekommst.
27:57Mit mir.
28:00Lass nur, Daniel,
28:02auf dem Niveau
28:03deines Onkels
28:03will ich sowieso
28:04nicht weiterreden.
28:06Ich lasse euch
28:06beide allein.
28:08Ich bin dir sehr dankbar.
28:09Eine wunderbare Idee.
28:10Wir haben nicht wirklich
28:10wichtige Sachen zu besprechen.
28:18Jedenfalls kannst du froh sein,
28:19dass Koyas Mama
28:19jetzt doch bleiben wird.
28:20Ja, aber konnte ich ja nicht ahnen,
28:21dass sie gerade in dem Moment
28:22in der Tür steht.
28:24Ja, trotzdem.
28:25Nur weil du gesagt hast,
28:26dass es in ihrem Alter
28:27ganz schön schwer ist,
28:28ein neues Leben anzufangen,
28:29wäre sie beinahe zu diesem...
28:31zu ihrem Mann zurückgegangen.
28:34Ist schon irgendwie komisch,
28:35wie wenig man von seinen Eltern weiß.
28:37Naja, auf jeden Fall Glück gehabt,
28:38würde ich mal sagen.
28:39Damit ich in meinem Alter
28:40nicht auch ein komplett neues Leben
28:41anfangen muss,
28:42gehe ich mal lieber arbeiten.
28:46Ich habe noch was rausgefunden
28:47für Julia, eine Telefonnummer
28:49von einem ehemaligen Modellmeister,
28:50der schon in Rente ist.
28:52Sag ich ja.
28:54Wer hat den Glück gehabt eigentlich?
28:56Ach, meine Mutter hat sich entschieden,
28:58ein paar Tage, eine Weile
28:59bei uns einzuziehen.
29:03Ich bin überhaupt nicht gereizt.
29:05Ach ja?
29:06Und warum verweigerst du dich
29:08ständig der Zusammenarbeit?
29:08Ich verweigere mich nicht.
29:11Ich kann nur nicht bei Dingen
29:12mithelfen, die nicht gut sind
29:13für die Firma.
29:15Was ist deine Sicht,
29:16dass meine Vorschläge
29:17nicht gut sind?
29:17Nein.
29:18Es bestätigt sich immer mehr,
29:20dass du deine Aktivitäten
29:21als Chef Falkenthal Porzellan
29:22nicht vorwärtsbringst.
29:22Ganz im Gegenteil.
29:24Ah ja.
29:24Und Annabels Tabula-Rase-Konzept,
29:26das bringt uns also vorwärts, ja?
29:27Und wie du mit meiner Mutter
29:28umspringst, bestätigt meine Einschätzung.
29:32Wie kommst du auf die Idee,
29:33unsere Marketingleiterin zu feuern?
29:34Gerade jetzt.
29:35Das will ich dir gerne erklären.
29:37Weil diese Marketingchefin
29:38mich am laufenden Band provoziert.
29:40Weil deine Mutter
29:41bei jeder Gelegenheit
29:42meine Arbeit boykottiert.
29:43Wer ist denn die Gefahr für die Firma?
29:45Ich hab wirklich Wichtigeres zu tun,
29:46als mir diesen Blödsinn anzuhören.
29:51Und wenn du noch
29:51einen Funken Familiensinn hast,
29:52dann weißt du,
29:53wo ich jetzt hingehe
29:54und was du zu tun hast.
29:55Ich weiß auch,
29:56dass heute Philips Todes Teil ist.
30:07Falkenthal-Porzellan-Mertens?
30:09Ach gut, Herr Doktor,
30:10dass Sie mich zurückrufen.
30:11Ja, ich wollte Sie was fragen.
30:13Neulich wegen der Anordnungen,
30:15bezüglich der Schwangerschaft und so.
30:16Sie wissen schon.
30:18Ähm, können Sie mir da
30:19irgendwelche Aufbaupräparate verschreiben?
30:23Verstehe.
30:25Gut.
30:27Ja.
30:28Danke.
30:30Ich hab Sie gefunden.
30:32Alles okay?
30:34Ich soll mich schonen,
30:35sagt der Arzt.
30:36Was heißt schonen?
30:38Nicht lange stehen,
30:39nicht schwer heben?
30:40Das müsste doch hinzukriegen sein, oder?
30:42Ja.
30:44Das auch.
30:45Aber ich darf auch
30:46keinen Stress haben.
30:47Und er sagt,
30:49er hat gesagt,
30:50ich soll nur noch
30:51Halbtagsarbeiten.
30:54Ansonsten,
30:55ansonsten könnte ich das
30:57Bibi verlieren.
31:20Es ist wirklich schön,
31:21dass du da bist.
31:22Du meinst,
31:23dass wir da sind?
31:24Ja, natürlich.
31:26Wie geht's euch beiden eigentlich?
31:27Sehr gut.
31:29Jetzt, wo du da bist,
31:30noch besser.
31:33Toni kann ich zwar nicht sehen,
31:35noch nicht,
31:36aber
31:37du siehst einfach fantastisch aus.
31:39Ehrlich gesagt,
31:40ich fühl mich auch so.
31:42Die Schwangerschaft
31:43scheint dir wirklich gut zu tun.
31:44Mhm.
31:45Vielleicht sollte es mir öfter
31:47um so gut gehen.
31:48Warum nicht?
31:57Auf dich scheint die Schwangerschaft
31:58aber nicht die gleiche Wirkung zu haben.
32:01Ach,
32:02das ist nur vorübergehend.
32:04Das hat nichts mit euch beiden zu tun.
32:06Mhm.
32:07Ärger in der Firma.
32:09Ach,
32:11Frederik.
32:13Er kann's einfach nicht lassen.
32:15Er entwickelt irgendwelche Projekte,
32:17die wir sowieso nicht verwirklichen können.
32:19Anstatt erstmal eine sichere Basis zu schaffen.
32:23Naja,
32:23vielleicht sieht er das ganz einfach anders.
32:26Mit Sicherheit tut er das.
32:28Und er blockt alles andere ab
32:29und lässt seinen Frust dann an meiner Mutter aus.
32:32Ach,
32:32er wird sich schon wieder beruhigen.
32:34Das ist für euch alle eine schwierige Phase im Moment.
32:38Warum nimmt er nicht den Rat von jemandem an,
32:40der länger in der Branche arbeitet
32:42und also mehr Erfahrung hat?
32:45Vielleicht
32:47stecken einfach zu viele Gravenbergsche Gene in ihm.
32:50Er ist stur
32:51und kann einfach nicht nachgeben.
32:57Du meinst also...
32:58Nein, nein, nein, nein, gar nicht.
33:00Ich frag mich nur manchmal,
33:01was mir Toni da so auf uns zukommt.
33:03Bei der Erbmasse.
33:06Nein, im Ernst.
33:08Ich finde, ihr solltet euch wieder versöhnen.
33:11Ich bin mir nicht sicher, ob er das will.
33:20Ich will einfach nicht abgeschoben werden
33:22auf so einen Halbtagsjob.
33:24Wieso denn abgeschoben?
33:27Ja, klar abgeschoben.
33:29Ich meine,
33:29erst arbeitet man halbtags
33:31und dann bemerken die plötzlich,
33:33brauchen wir die überhaupt noch?
33:35Jetzt, wo sie nicht ordentlich arbeiten kann
33:37und dann schwuppdiwupp
33:39stehe ich ohne Job da.
33:41Aber doch nicht, wenn du schwanger bist.
33:42Die dürfen dich gar nicht kündigen.
33:44Naja,
33:45jetzt vielleicht noch nicht,
33:46aber später.
33:47Und dann...
33:48Und dann bin ich
33:50alleinerziehende Mutter
33:51ohne Job.
33:52Also, wenn du dich nicht schonst,
33:54dann wirst du weder
33:55alleinerziehende noch Mutter.
33:58Ich kann mir das einfach nicht leisten.
34:00Verstehst du?
34:01Nur Halbtagsarbeiten,
34:02das bringt nicht genug Geld.
34:03Und ich...
34:05Hast du mal geguckt,
34:06was Babyklamotten kosten?
34:08Aber deswegen darfst du trotzdem
34:10nicht deine Gesundheit gefährden.
34:12Ja.
34:13Hast du recht.
34:15Aber mir fällt doch zu Hause
34:17auch die Decke auf den Kopf.
34:18Ich liebe meine Arbeit.
34:20Trotz Annabelle?
34:21Ja, trotz Annabelle.
34:23Du willst es dir ganz schön beweisen.
34:26Ist das so schlimm?
34:28Solange du damit
34:29deine Gesundheit nicht gefährdest
34:31und das Leben deines Kindes.
34:34Ich muss es versuchen.
34:36Aber es darf natürlich niemand...
34:38Von mir erfährt es keiner.
34:40Es sei denn,
34:40du kippst wieder um.
34:42Danke, Julia.
34:44Ich werde auch auf mich aufpassen.
34:45Gut.
34:47Willst du nicht langsam
34:47einen Feierabend machen?
34:49Hier passiert doch jetzt
34:49sowieso nichts mehr.
34:50Stimmt.
34:51Die sind alle am Grab
34:52von Philipp Gravenberg.
34:54Okay.
34:56Okay.
35:22Wir vermissen dich alle sehr, Philipp.
35:26Dein Lachen,
35:28dein Humor
35:29und deinen Familiensinn.
35:32Dein Rat
35:33wäre uns jetzt besonders wichtig.
35:36Du wüsstest bestimmt
35:37deinen Weg,
35:39um die Familie
35:40wieder miteinander zu versöhnen.
35:41Er würde den Versager
35:42aus dem Chefsessel entfernen.
35:44Mutter.
35:45Was denn?
35:46Du sprichst
35:48vom Bruder
35:49deines Mannes.
35:50Der auf dem besten Weg ist,
35:51nicht nur die Firma zu ruinieren,
35:53sondern auch noch
35:54die Familie zu zerstören.
35:57Frederic ist auf dem besten Weg,
35:59Philipps Platz
36:00tatsächlich
36:01auszufüllen.
36:02Indem er mich
36:02aus der Firma drängt
36:03und Daniel
36:04den Chefposten streitig macht.
36:07Und Patricia
36:08daran hindert,
36:09an das Grab
36:09ihres Vaters zu kommen.
36:10Was soll das heißen?
36:11Wieso sollte
36:11Frederic Patricia hindern?
36:13Was glaubst du denn,
36:14warum deine Schwester
36:15noch nicht hier ist?
36:16Weil Frederic
36:17sie mit Arbeit zuschüttet.
36:18Frederic wird seine Gründe haben.
36:19Und Patricia?
36:20Ach, Patricia.
36:22Patricia muss ihren Kopf
36:23hinhalten
36:24für die Fehlentscheidungen
36:25und Irrtümer
36:25von Frederic
36:26und seiner kleinen Affäre.
36:28Wirst du schon wieder mal
36:29bei deinem Lieblingstimmer, Annabelle?
36:31Du wagst es hier
36:33aufzukreuzen.
36:36Philipp ist mein Bruder gewesen.
36:39Nicht dein Mann
36:40einer Sekretärin.
36:42Er war ein hervorragender
36:44Geschäftsmann,
36:44der du niemals werden wirst.
36:46Hör auf, Mutter.
36:48Kannst du dich nicht
36:48bei einem Grab
36:49meines Mannes zurückhalten,
36:50den du so geliebt hast?
36:58So ein kurzer Arbeitstag
37:00ist auch ganz schön anstrengend.
37:01Mama, du bist wieder da?
37:02Ja, vor allem,
37:03wenn man in der Früh
37:04schon Leute vergrault hat.
37:06Ja.
37:11Sie ist weg.
37:13Der Koffer fehlt auch.
37:17Das ist jetzt aber
37:18nicht meine Schuld.
37:21Das ist weder der richtige Ort
37:22noch der richtige Zeitpunkt
37:23für so eine Auseinandersetzung.
37:25Das ist genau
37:26der richtige Ort.
37:27Warum glaubst du denn,
37:28hat dein Großvater
37:29diesen Versager
37:30in den Schäfstessel gesetzt?
37:32Doch nur,
37:33weil er sich
37:33am Tod deines Vaters
37:35mitschuldig fühlt.
37:36Du kannst es nicht lassen, Annabelle.
37:38Nicht solange du
37:38Philips Kindern
37:39ihr rechtmäßiges Erbe
37:40entziehen willst.
37:41Es geht dir doch
37:41gar nicht um Daniel,
37:43um Patricia
37:45oder die Familie
37:46oder die Firma.
37:48Es geht dir
37:48allein um die Macht.
37:50Ja, und die werden
37:51wir dir nicht überlassen.
37:52Dann musst du dich
37:53allerdings auch
37:54mit mir anlegen.
37:58Du wirst mich also
37:59nicht los, Schwager.
38:00Du musst dir nur mal sehen.
38:02Hört sofort damit auf.
38:05Du bist ja nur
38:05mit euch los.
38:07Aber ich dachte,
38:08wir sind hergekommen,
38:09um gemeinsam
38:09an Vater zu denken.
38:11Als Familie.
38:13Und ihr habt
38:14nichts Besseres zu tun,
38:15als euch die Köpfe
38:15einzuschlagen.
38:16Wegen der Manufaktur.
38:21Bedeutet euch
38:22Vater so wenig?
38:35Jedenfalls bin ich froh,
38:36dass mich die Gravenbergs
38:37heute nicht brauchen.
38:38Die Besucher an Philips Cup
38:39sind immer ziemlich heikel.
38:41Ja, die Stimmung ist sowieso
38:42sehr angespannt
38:43in letzter Zeit.
38:44Also so extrem
38:45habe ich es noch nie erlebt.
38:46Was ist denn da los?
38:48Meinst du,
38:49das ist vielleicht meinetwegen?
38:51Nein, ganz sicher nicht.
38:53Die schaffen das ganz gut
38:54allein, sich zu zerfleischen.
38:56Solange Annabelle Gravenberg
38:57da ist sowieso.
39:02Hey, Lilly,
39:03ist was passiert?
39:05Wirkst du niedergeschlagen.
39:07Nein, nichts.
39:08Ich bin nur froh,
39:08dass wir so eine
39:09stinknormale Familie sind.
39:11Hast du Ärger mit Tim?
39:14Nein.
39:16Aber in letzter Zeit
39:17ist so viel schiefgegangen.
39:19Da ist was drin.
39:21Sag mal, Mama und du,
39:22ihr habt es doch auch geschafft.
39:24Als ihr wusstet,
39:24dass ihr nicht zusammen sein könnt,
39:26da habt ihr euch getrennt und gut.
39:27Ja, ganz so einfach
39:28war das auch nicht.
39:29Ja, aber ihr habt euch
39:30nicht ständig in den Haaren gehabt.
39:31und ihr könnt heute
39:32normal miteinander reden.
39:34Aber Collias Eltern?
39:36Plötzlich merken sie,
39:37dass sie sich jahrelang
39:38nur was vorgemacht haben.
39:40Collias Eltern?
39:41Was ist denn mit denen?
39:44Er hat eine andere
39:45und Collias Mutter
39:46versucht sich zu trennen,
39:47schafft es aber nicht.
39:49Die arme Birgit.
39:51Ja.
39:52Nur gut,
39:52dass wir keine dunklen
39:53Geheimnisse haben.
40:03Aber dass es Lilly
40:04so mitgenommen hat.
40:05Aber sie hat schon recht.
40:07Auch wenn er mein Vater ist.
40:08Meine Mutter kann nicht
40:09wieder zu ihm zurückkehren.
40:11Ja, das bestimmt Lilly.
40:15Frau Hertel.
40:17Hallo.
40:19Mama, aber du wolltest doch...
40:21Was?
40:22Zu Papa zurückgehen?
40:23Hast du meinen Vetter
40:24nicht gelesen?
40:27Ich hatte was zu erledigen.
40:29Und der Koffer?
40:31Ach,
40:32meine Sachen waren
40:32die ganze Zeit hier.
40:34Ich musste nur was
40:35von zu Hause holen,
40:35bevor Papa kommt.
40:37Tada.
40:41Und das hier auch?
40:44Ja.
40:45Warum nicht?
40:46Waren noch glückliche Zeiten.
40:48Ich denke gern daran zurück.
40:49Das kann ich gut verstehen.
40:51Nein.
40:55Und was ist das?
40:58Das sind ja...
40:58Das sind ja mindestens
40:59ein paar tausend Euro.
41:04Zehntausend.
41:04Um ganz genau zu sein.
41:06Und wo hast du die her?
41:08Mama, was hast du getan?
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