- vor 16 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:03Hast du deine Mutter erreicht?
00:05Nein, sie ist nicht zu Hause.
00:08Hat sie kein Handy?
00:09Doch, aber sie geht nicht ran.
00:11Wahrscheinlich ist sie gerade bei ihrem Mario.
00:15Probier's nachher einfach nochmal.
00:19Ich versteh sie einfach nicht.
00:21Ich mein, die sind seit 20 Jahren verheiratet.
00:23Das schmeißt man doch nicht einfach so weg für so eine Affäre.
00:26Hey.
00:27Also von mir brauchst du kein Verständnis erwarten.
00:31Oh Mann, wieso muss Tim immer seinen Schlüssel vergessen?
00:38Mama.
00:42Was machst du denn hier?
00:46Collier, ich bin zu Hause ausgezogen.
00:48Ich hab mich von Papa getrennt.
00:50Endgültig.
01:00Hey.
01:01What you looking for?
01:05No one has the answer.
01:08They just want more.
01:12Hey.
01:14Who's gonna make it right?
01:19This could be the first day of my life.
01:30Du hast was?
01:31Ich hab Papa verlassen.
01:33Er dich schon viel eher tun soll.
01:43Kommen Sie doch erst mal rein.
01:47Danke.
01:50Und jetzt?
01:52Was willst du hier?
01:54Collier, ich wusste nicht, wo ich hin soll.
01:57Ach ja?
01:58Und warum bist du nicht zu deinem...
01:59Ich muss nochmal los.
02:01Ihr wollt das sicherlich unter euch ausmachen.
02:04Bis nachher.
02:06Tschüss, Frau Heidel.
02:14Collier, bitte sei nicht so böse auf mich.
02:17Es klingt nicht anders.
02:19Ach, du hast also Papa schuld, ja?
02:27Sag doch was.
02:29Was soll ich denn sagen?
02:33Es tut mir so leid, dass ich die Münzen genommen habe.
02:36Aber ich konnte einfach nicht mehr klar denken.
02:39Ich war...
02:42Du warst völlig neben dir und hast nur daran gedacht,
02:48wie du dir wieder Geld fürs Spielen beschaffen kannst.
02:55Ja, aber ich wollte das nicht.
02:58Aber du hättest doch mit mir reden können.
02:59Ich hätte dir doch geholfen.
03:02Aber Tobias, wenn ich...
03:05Du hast wieder nur an dich gedacht.
03:08Du lügst, du betrügst, du stielst.
03:13Es ist so.
03:20Ist dir das klar, dass Nico seine Werkstatt vergessen kann?
03:24Deinetwegen?
03:26Ich...
03:26Warum?
03:28Warum bist du noch so egoistisch?
03:30Ich zahle sie zurück.
03:34Und warum willst du das Geld nehmen?
03:37Wen willst du jetzt bestehlen?
03:39Tobias.
03:43Du hast daneben gestanden, als wir dachten,
03:47dass wir eingebrochen waren.
03:48Du hast so getan, als wüsstest du nicht, was passiert ist.
04:00Ich habe mir immer wieder deine Entschuldigungen angehört.
04:03Du hast immer wieder, immer und immer wieder Mist gebaut.
04:06Und ich habe dir verziehen.
04:11Und diesmal nicht.
04:15Geh.
04:18Geh einfach.
04:22Ich will dich nicht mehr sehen.
04:24Und ich kann.
04:27Ich will dich nicht mehr, ich kann.
04:30Ich will dich nicht mehr.
04:36Ich will dich nicht mehr.
04:43Die Entschuldigung.
05:06Wie oft kann man einen Menschen verzeihen, der immer und immer wieder den gleichen Fehler macht?
05:11Macht es überhaupt Sinn, ihm zu verzeihen?
05:15Meine Mutter muss endlich aufwachen. Sie muss lernen, mit den Konsequenzen ihrer Fehler zu leben.
05:22Auch wenn das bedeutet, dass Tobias vielleicht endgültig mit ihr bricht.
05:26Du siehst so aus, als könntest du was zum Aufwärmen gebrauchen.
05:28Ja. Danke, ich glaube, ich habe hier draußen für dich die Zeit vergessen.
05:33Nicht so schlimm. Ich kann auch ein bisschen frische Luft übertragen.
05:38Hast du was von deiner Mutter gehört?
05:40Nein, ich habe sie seit gestern nicht gesehen.
05:44Das ist vielleicht auch besser so.
05:46Ich bin einfach furchtbar enttäuscht und wütend auf sie.
05:51Das ist gut. Die Wut wird dir helfen, Abstand von ihr zu gewinnen.
05:56Ich muss trotzdem die ganze Zeit an sie denken.
06:00Du versuchst schon wieder eine Lösung für sie zu finden.
06:02Was soll ich denn sonst machen? Das habe ich ja mein ganzes Leben lang getan.
06:06Damit ist Zeit, dass du damit aufhörst.
06:11Du hörst mir ja auch die ganze Zeit zu, obwohl wir wirklich Wichtigeres zu tun hätten.
06:18Wenn du wieder an die Arbeit möchtest, um dich abzulenken, ist das okay.
06:21Aber wir können auch gerne mit deiner Mutter weiterreden.
06:24Ich weiß, wie wichtig sie für dich ist.
06:27Sie ist eben der einzige Mensch für mich, den ich habe, der wirklich Familie ist.
06:33Mein Vater hat sich ja schon vor meiner Geburt aus dem Staub gemacht.
06:37Das war für Mama auch nicht leicht.
06:39Du versuchst schon wieder eine Entschuldigung für sie zu finden.
06:47Zumindest das Desaster mit der Jugendstilserie will ich in den Griff kriegen.
06:50Das habe ich echt verbockt.
06:52Das stimmt nicht.
06:54Wir haben uns bei der Serie verkalkuliert.
06:56Aber die Manufaktur steht ja nicht erst seit gestern schlecht da.
07:01Wenn es uns nicht gelingt, die Jugendstilserie abzusetzen,
07:05dann müssen wir ein anderes Design entwickeln.
07:08Das genauso ankommt, aber kostenbünstiger zu produzieren ist.
07:11Vielleicht was ganz Altbewährtes.
07:14Ja, ja, vielleicht.
07:17Du musst dir viel zu viel sagen.
07:20Ich mache das jetzt.
07:22Dein Kopf ist sowieso schon so voll von lauter Zeug.
07:29Auch wenn du noch Stunden auf diese Zahlen starrst, es wird nicht besser.
07:34Es muss doch irgendeine Möglichkeit geben, wir dies zu ein paar Einsparungen vorzunehmen.
07:38Frederic hat es in weniger als einem halben Jahr geschafft,
07:41ein 200 Jahre altes Unternehmen an den Rand des Ruins zu wirtschaften.
07:46Das verdient schon fast Respekt.
07:47Mutter, die Verkaufszahlen sind bereits seit fünf Jahren rückläubig.
07:50Und das weißt du auch.
07:51Umso genauer hätte er seine Entscheidungen überprüfen müssen.
07:55Wir müssen einfach neue Wege gehen.
07:57Und Frederic hat das erkannt.
07:59Und er steuert genau auf den Abgrund zu.
08:02Als ich mich damals für die neue Produktionsstraße entschieden habe, da war das auch sehr riskant.
08:06Ja, aber es war ein kalkuliertes Risiko und es hat Erfolg gebracht.
08:10Was man von Frederics Innovationen nicht behaupten kann.
08:16Würde es Produktionskosten einsparen, wenn wir auf Anilin verzichten?
08:21Das kommt überhaupt nicht in Frage.
08:23Wenn wir unsere Rohlinge nicht mit Anilinfarbe auf Risse überprüfen, dann drohen uns Rückrufaktionen in Millionenhöhe.
08:29Das meine ich doch gar nicht.
08:30Wie wäre es, wenn wir diesen Bereich der Produktion auslagern?
08:35Wenn wir einen externen Dienstleister beauftragen, dann ist das doch noch kostenintensiver.
08:38Nicht, wenn es ein asiatischer Dienstleister wäre.
08:42Das hatten wir doch schon.
08:44Wenn wir einen Teil der Produktion nach Asien auslagern, bedeutet das Stellenabbau.
08:48Und wir haben einfach eine Verantwortung unseren Angestellten gegenüber.
08:51Wenn wir Konkurs anmelden, werden noch mehr Leute arbeitslos.
08:54Wir haben auch eine Verantwortung unserem Unternehmen gegenüber.
08:58Ich weiß.
08:59Wir sollten trotzdem noch erstmal nach anderen Lösungen suchen, bevor wir so eine Entscheidung treffen.
09:04Also gut, wenn du so großen Wert darauf legst.
09:10Kolja, sei doch nicht so wütend auf mich.
09:13Bin ich wütend?
09:15Klar bist du wütend.
09:17Soll ich lieber gehen?
09:19Nein, das ist schon okay.
09:21Ich muss nur mit Tim das besprechen.
09:23Immerhin teilen wir uns die WG.
09:24Ich bleibe hier auch nicht lange.
09:30Danke.
09:32Warum hast du das gemacht?
09:36Es ging nicht anders.
09:38Und das fällt dir nach 20 Jahren Ehe auf.
09:41Kolja, ich weiß, das ist schwer zu verstehen.
09:42Das ist überhaupt nicht schwer zu verstehen.
09:44Du hast eine Affäre angefangen, Papa hängen gelassen und heulst dich jetzt hier bei mir aus.
09:48Wieso bist du nicht zu deinem Typen gegangen?
09:51Was denn für ein Typen?
09:53Mario, so hieß er doch, oder?
09:55Tim hat dich und ihn im Lanzino gesehen.
09:57Mit Mario?
09:58Ja.
09:59Was findest du überhaupt an dem?
10:00Der ist doch mindestens zehn Jahre jünger als du.
10:03Mario ist mein Zeichenlehrer.
10:04Ach, das auch noch.
10:07Kolja, ich habe kein Verhältnis mit Mario.
10:10Der unterrichtet den Zeichenkurs an der Volkshochschule und außerdem ist er schwul.
10:17Aber Tim hat euch beide doch gesehen.
10:19Ach, was weiß ich denn, was dein Tim da gesehen hat.
10:22Ich betrüge deinen Papa jedenfalls nicht.
10:25Ganz im Gegenteil.
10:28Was meinst du, was der jetzt gerade macht?
10:31Keine Ahnung.
10:36Papa amüsiert sich mit seiner Sekretärin in einem sündhaft teuren Hotel auf Bali.
10:42Auf Bali?
10:46Gulda.
10:49Papa bedrückt mich schon seit Jahren.
10:53Lediglich die Freundinnen wechseln.
10:57Ich kann nicht mehr.
10:59Deshalb habe ich ihn verlassen.
11:10Hallo Silke.
11:12Jörg, lass mich bloß in Ruhe.
11:13Hast du schon einen Termin für die Abtreibung?
11:17Es ist mein Kind und ich werde es behalten, ob es dir passt oder nicht.
11:21Das passt mir ganz und gar nicht.
11:22Ich lasse mir doch von dir kein Kind andrehen.
11:25Lass mich durch.
11:26Wenn du glaubst, du kannst mir Angst machen, indem du mir diese Schwucht auf den Hals hetzt.
11:29Hast du dich geirrt?
11:30Klar.
11:31Spiele nicht das Unschuldslamm.
11:32Ich meine es ernst.
11:41Was war denn der Tipp?
11:44Ich weiß es nicht.
11:45Er hat irgendwas davon gesagt, ich hätte ihm jemanden auf den Hals gehetzt.
11:50Wenn er so Ausdrücke wie schwule Sau oder blöde Schwuchtel verwendet hat, dann hat er bestimmt nicht gemeint.
11:54Du hast mit ihm gesprochen?
11:56Leg dich bloß nicht mit ihm an, Andreas.
11:58Bitte.
11:59Ich will nicht, dass dir was passiert.
12:00Silke, ich habe diesem Hund doch nur nahegelegt, dass er dich in Ruhe lassen soll.
12:03Aber so langsam geht mir dieser Schwachkopf schwer auf die Nerven.
12:07Dieses Macho-Spielchen, hör doch auf damit.
12:09Silke, ich habe ihm nur gesagt, er soll dich in Ruhe lassen.
12:12Es kann doch nicht sein, dass dieses Arschloch dich und dein Kind steinig bedroht.
12:15Andreas, es ist wirklich lieb, dass du dich um mich kümmerst.
12:17Aber wenn Jörg dir was antut.
12:25Geh.
12:32Herr Grafenberg, ich wollte eigentlich mit Eva sprechen.
12:36Ich kann heute nicht kommen.
12:39Ja, so eine Magen-Darm-Grippe.
12:42Nein, nein, morgen geht es schon wieder besser.
12:45Danke.
12:46Wiederhören.
12:49Papa, weißt du, wo der Werkzeugkasten ist?
12:53Alles in Ordnung?
12:56Was ist, geht es dir nicht gut?
13:00Nein, mir geht es nicht gut.
13:02Mach dir keine Sorgen wegen der Münzsammlung.
13:05Wir finden schon raus, wer das war.
13:06Und wenn nicht, dann kriege ich das auch irgendwie hin mit der Werkstatt.
13:11Ich weiß, wer sie gestohlen hat.
13:13Echt?
13:14Wer?
13:16Komm, sag schon.
13:19Christian.
13:23Das glaube ich jetzt nicht.
13:26Sie hat wieder angefangen zu spielen und brauchte Geld.
13:30Und woher weißt du das?
13:44Du hast also endlich mit Tobias gesprochen?
13:48Ja, das habe ich.
13:51Hast du ihm alles gesagt, die ganze Wahrheit.
13:54Ja.
13:56Und jetzt will er mich nicht mehr sehen.
13:59Er hat mich weggeschickt.
14:01Ich habe das Gefühl, Tobias will, dass ich einfach verschwinde.
14:06Er ist enttäuscht.
14:08Was hast du denn erwartet?
14:09Aber ich wollte nicht, dass das passiert.
14:14Wenigstens stehst du jetzt zu deinen Fehlern.
14:18Und was habe ich jetzt davon?
14:20Mama, darum geht es nicht.
14:22Es geht nicht darum, was du davon hast.
14:25Es geht darum, dass man Menschen, die einem vertrauen, nicht verletzt.
14:35Guten Morgen.
14:36Hey, ich dachte, du bist schon weg.
14:38Willst du einen Tee?
14:39Nee, lass mal einen Kaffee, wäre besser.
14:40Es gibt keinen Kaffee.
14:42Ich war dran mit einkaufen, richtig?
14:45Kein Problem.
14:48Wie, kein Problem?
14:49Sag mal, meine Mutter ist von zu Hause ausgezogen.
14:54Kann sie ein paar Tage hier pennen?
14:56Wieso ist sie nicht bei ihrem Lover?
14:58Weil meine Mutter keine Affäre hat.
15:00Mario ist ihr Zeichenlehrer.
15:03Ihr Zeichenlehrer.
15:04Und er ist schwul.
15:06Echt?
15:07Das hat man gar nicht gemerkt.
15:09Also, was ist jetzt?
15:10Kann sie jetzt hier wohnen oder nicht?
15:12Von mir aus, solange sie keinen auf Mama macht.
15:15Deswegen bin ich nämlich zu Hause ausgezogen.
15:17Dann ziehe ich mir mal schnell was an.
15:20Ich gehe dann mal.
15:21Wir haben Projekttage.
15:23Ja, aber ich muss noch ein paar Entwürfe abgeben.
15:31Ah, ich habe gerade mit Kim gesprochen.
15:34Ist kein Problem.
15:35Du kannst ein paar Tage hierbleiben.
15:36Danke.
15:38Ich gehe jetzt.
15:39Ich komme mit.
15:39Ich will was einkaufen.
15:40Ich dachte, ich koche uns eine Kleinigkeit.
15:42Als Dankeschön.
15:43Ach Mama, übertreib es nicht.
15:47Eine Kleinigkeit.
15:51Haben Sie denn schon mit Ihrer Versicherung gesprochen?
15:54Ja, aber da die Haustür nicht verschlossen war, zahlen die nicht.
15:58Und Sie haben keine Ahnung, wer den Einbruch verübt haben könnte.
16:01Oft finden sich bei solchen Diebstählen die Täter im Freundes- oder Familienkreis.
16:04Wissen Sie, das kommt leider vor.
16:07Nein, tut mir leid, da kann ich Ihnen nicht weiterhelfen.
16:09Ich werde den Fall noch eine Woche halten, bevor ich ihn zu den Akten lege.
16:13Aber ich kann Ihnen leider keine großen Hoffnungen machen, die Sache wirklich aufzuklären.
16:18Ja, vielen Dank.
16:20Warum schützt du Christa?
16:25Nico, das ist kompliziert.
16:28Weil du mit dir zusammen bist?
16:31Nein, aber ich kann sie nicht so einfach an den Pranger stellen.
16:35Aber sie hatte ja erzählt, dass sie es war.
16:37Das musst du der Polizei doch sagen.
16:43Ich muss erst noch was mit Christa klären.
17:10Patrizia, gerade einen Moment.
17:12Ja?
17:13Ich kann dich mitnehmen.
17:15Willst du in die Stadt?
17:16Nein, ich will in die Firma fahren.
17:19Warum das denn?
17:21Ich möchte mir mal ansehen, wie Frederik und Daniel zusammenarbeiten.
17:26Hältst du das wirklich für eine gute Idee?
17:28Nein, ich halte es für notwendig.
17:31Wieso machst du immer wieder denselben Fehler, Großvater?
17:33Du hast einen Herzinfarkt bekommen, weil du mit Frederik über die Manufaktur gestritten hast.
17:37Ja, und dabei habe ich erkannt, dass ich Frederik unterstützen muss.
17:48Guten Morgen, Werner.
17:50Guten Morgen, Marie.
17:51Willst du auch in die Firma?
17:52Wir können dich mitnehmen.
17:53Ich muss in die Stadt, aber ich fahre gerne mit.
17:56Hast du einen Arzttermin?
17:57Nein, ich muss in die Apotheke.
17:59Ein paar Vitamine besorgen.
18:00Und nachher wollte ich noch in der Manufaktur vorbeischauen, um mit Daniel einen Hochzeitstermin festzulegen.
18:06Das höre ich gerne.
18:08Das ging jetzt aber schnell, oder?
18:10Na, wir wollten halt nicht länger warten.
18:12Wenn nicht so viel passiert wäre, hätten wir uns schon viel früher darum gekümmert.
18:15Na also, dann lass uns mal losfahren.
18:17Was hast du in der Firma vor, Werner?
18:19Er will wieder arbeiten.
18:21Großvater denkt, er hätte immer noch sieben Leben übrig.
18:37Du willst 25 Prozent der Belegschaft entlassen?
18:40Das wäre ein effektiver Weg.
18:43Wir können doch nicht unsere Fehlentscheidung an den Arbeitern in der Produktion auslassen.
18:47Da gebe ich dir recht.
18:49Ich habe völlig unvoreingenommen alle Abteilungen überprüft.
18:53Nicht nur die Produktion.
18:56Wenn du auf Seite 3 der Kalkulation schaust, wirst du sehen, dass ich auch bei den Angestellten reduziert habe.
19:07Die Designabteilung.
19:09Du willst Julia entlassen.
19:11Hör doch bitte endlich auf damit!
19:13Es ist mir doch völlig egal, welcher Designer gekündigt wird.
19:16Tatsache ist doch, dass wir uns zwei Vollzeitkräfte in der Designabteilung nicht leisten können.
19:22Wir können aber auch auf beide nicht verzichten.
19:24Julia ist gut in der Entwicklung.
19:25Patricia kennt sich mit den Produktionsbedingungen aus.
19:29Dann sollten wir uns überlegen, ob wir nicht einen neuen Designer finden wollen.
19:33Einen, der beides mitbringt.
19:36Kreativität und Erfahrung.
19:38Das ist alles ziemlich drastisch, Mutter.
19:40Aber effektiv!
19:42Meine Güte, ich muss dir doch nicht erklären,
19:44dass Lohn und Lohnnebenkosten das meiste verschlingen.
19:48Und wenn wir wieder schwarze Zahlen schreiben,
19:51dann können wir auch wieder einstellen.
20:02Raus!
20:04Das war nicht so unfreundlich.
20:06Du schuldest mir was.
20:08Du schuldest mir was.
20:10Und zwar eine Erklärung.
20:12Warum hast du meine Mutter wieder zum Spiegeln gebracht?
20:14Deine Mutter ist spielsüchtig.
20:15Sie ist da selbst reingerutscht.
20:17Mich interessiert vielmehr, dass sie mir jetzt 20.000 Euro schuldet.
20:20Du hast sie doch reingelegt.
20:24Du stehst mit dem Rücken zur Wand, Julia.
20:27Also, hör auf, andere Leute zu beschuldigen.
20:28Das bringt mir noch mehr Ärger.
20:31Dir ging es doch nur um mich, oder?
20:33Du wolltest dich an mir rechnen.
20:36Und deswegen hast du meine Mutter zum Spielen gebracht.
20:38Sagen wir mal so,
20:39das eine hat sich aus dem anderen ergeben.
20:43Und?
20:44Hast du dir schon überlegt,
20:46wie du deiner Mutter diesmal
20:47aus dem Schlamassel helfen willst?
20:51Lass dir doch denken, was ich will.
20:55Es wird dir gefallen, glaub mir.
21:02Und dann sind wir quitt?
21:10Wie schön, dass du so einsichtig bist.
21:20Das würde ich an deiner Stelle lieber nicht tun.
21:22Aber es gefällt mir.
21:24Dir doch auch.
21:26Gib's zurück zum.
21:31Ja, du hast recht.
21:37Du solltest bekommen, was du verdienst.
21:43Okay.
21:50Jetzt sind wir quitt.
21:54Das wirst du noch bereuen.
22:07Ich kapiere das nicht.
22:08Warum zeigst du Christa nicht einfach an?
22:11Das geht nicht so einfach, Nico.
22:14Ich kann ja verstehen,
22:15dass es dir schwerfällt.
22:16Aber sie hat uns auch beklaut.
22:19Es geht doch nicht nur um Christa.
22:22Es könnte sein, dass Julia...
22:25Müsste mir sagen,
22:27dass Julia auch was damit zu tun hat.
22:30Nein, Julia hat damit gar nichts zu tun.
22:33Christa ist krank.
22:35Aber deswegen kannst du doch nicht alles mit dir machen lassen.
22:38Wenn du nichts unternimmst,
22:39ist es nur eine Frage der Zeit,
22:41bis sie in deine Brieftasche geht.
22:42Nico, bitte.
22:43Ich will Christa nicht verteidigen, aber...
22:45Aber was?
22:46Kann dir doch nur recht sein,
22:47wenn sie Ärger bekommt.
22:50Ich werde das klären.
22:52Das ist meine Sache, okay?
22:54Dass du mit Christa zusammen bist,
22:56das ist deine Sache.
22:59Aber...
22:59Dass ich jetzt meine Werkstatt vergessen kann,
23:02ist meine.
23:03Und wenn du mich fragst,
23:05ist sie das Letzte.
23:06Und auch wenn du ihr das verzeihen kannst,
23:08ich kann es bestimmt nicht.
23:11Ich...
23:15Ich auch nicht.
23:21Guten Morgen.
23:22Guten Morgen.
23:25Ach ja.
23:27Gut.
23:28Wieder einmal hier zu sein.
23:30Sprach der Lemming kurz vor dem Abgrund.
23:34Patricia, ich wollte einfach mal sehen,
23:36ob alles zum Besten steht,
23:38damit ich mich in Ruhe zurückziehen kann.
23:40Ja, ja.
23:41Für mich klingt das nach einer faulen Ausrede.
23:45Ich habe Frederik nicht gut vorbereitet.
23:47Ich habe ihn einfach auf seinen Chefposten gesetzt
23:49und mich dann zurückgezogen.
23:51Weil du musstest.
23:54Ich habe nicht geahnt,
23:56dass diese Firma sich in einen Kriegsschauplatz verwandelt.
24:01Also ich hoffe, ihr findet schnell einen Weg.
24:03Und eins sage ich dir.
24:06Wenn ich dich wieder bis tief in die Nacht hier sitzen
24:08und arbeiten sehe, dann werde ich dir...
24:10...mir meinen Schreibtisch wegnehmen.
24:12Wenn es sein muss.
24:13Ach, Kolja.
24:15Schön, dich wieder...
24:16Sie wiederzusehen.
24:17Bleiben Sie doch ruhig beim Du.
24:18Ich freue mich auch.
24:19Arbeiten Sie wieder hier?
24:21Naja.
24:23Fast.
24:25Kolja, ich würde gern deine neuesten Arbeiten sehen.
24:28Ja, klar.
24:29Also ich bin nicht so lange hier,
24:30weil ich gerade Projekttage an der Berufsschule habe, aber...
24:32Aha.
24:33Und was ist das für ein Projekt?
24:36Eine neue Vase.
24:38Das Design orientiert sich am Bauhaus
24:39und die Malerei soll Art de Co. werden.
24:41Oh.
24:42Eine interessante Kombination.
24:44Kolja,
24:44hattest du nicht was zu tun?
24:46Ja, sicher.
24:47Schön, dass Sie wieder da sind.
24:49Okay.
24:52Was machst denn du schon wieder hier, hä?
24:54Ich mache Pause.
24:55Aha.
24:56Ich hatte keine Lust, in die Villa zu gehen.
24:59Wie ist eigentlich noch mit deiner Maie gelaufen?
25:02Ich habe mich voll daneben benommen.
25:04Meine Mutter hat gar keine Affäre.
25:07Und wer war dann der Typ?
25:09Ihr Zeichenlehrer.
25:14Ja, klar.
25:15Und er ist schwul, es stimmt.
25:19Ja, sorry.
25:21Ich finde das gar nicht so lustig.
25:24Meine Mutter wird ein paar Tage bei uns wohnen.
25:26Sie ist von zu Hause ausgezogen.
25:29Wieso das denn, wenn sie keiner Fähre hat?
25:32Weil mein Vater eine hat.
25:44Hallo.
25:45Markus.
25:46Oh, hallo, Lydia.
25:47Na, alles klar?
25:48Nein.
25:49Nichts ist klar.
25:51Warum hast du das gemacht, Markus?
25:53Du wusstest, dass meine Mutter spielsüchtig ist.
25:55Du hattest mir versprochen, auf sie aufzupassen.
25:58Warum hast du sie zu diesen Pokerrunden eingeladen?
26:01Na ja, sie wollte halt mitspielen.
26:02Und ich, ich habe mich breitschlagen lassen.
26:04Das glaube ich dir nicht.
26:07Es war nicht deine Idee, sie einzuladen, oder?
26:09Es war Jörg.
26:11Er wollte, dass sie mitspielt.
26:13Na ja, wir wollten halt ein bisschen pokern und uns fehlte noch ein Spiele.
26:17Warum hast du ihm geholfen?
26:20Ich konnte nicht anders.
26:22Ich habe ihm noch einen Gefallen geschuldet.
26:26Sag, Andreas, bitte nichts davon, okay?
26:31Jörg hat das alles von Anfang an geplant.
26:33Und dich gezwungen, oder?
26:38Das reicht mir schon.
26:40Wo bist du, Danny?
26:42Ich knüpfe mir diesen Mistkerl jetzt mal vor.
26:44Danny?
26:45Der Rückfall meiner Mutter war kein Zufall.
26:49Dahinter steckt Jörg.
26:52Er hat meine Mutter reingelegt, um sich an mir zu rächen.
26:56Du tust gar nichts.
26:58Ich rede mit ihm.
27:00Du bist viel zu aufgebracht.
27:02Ich regle das auf meine Art.
27:04Okay?
27:10Ich habe meinen Notar in der Schweiz angerufen
27:12und ihn gebeten, mir meine Geburtsurkunde zu schicken.
27:15Das ist genug, aber wenn wir sie nachreichen.
27:17Unser Familienbuch müsste Großvater bei seinen Unterlagen haben.
27:21Wie findest du es eigentlich, dass er jetzt wieder hier ist?
27:25Ich verstehe es nicht.
27:27Er darf überhaupt keinen Stress haben.
27:29Und anstatt sich einfach mal zurückzulehnen,
27:31dann kommt er ausgerechnet hierher.
27:35Ich glaube, er ist bereit, Abschied zu nehmen.
27:37Und vorher will er noch mal alles in Ordnung bringen.
27:41Er will zwischen Frederik und mir vermitteln.
27:43Er denkt, dass wir nicht gut zusammenarbeiten.
27:47Hat er da nicht auch recht?
27:49Ich arbeite nicht gegen Frederik,
27:51aber er hat mit seiner Jugendstilserie einen Fehler gemacht,
27:53den wir jetzt alle ausbügeln müssen.
27:56Und? Wisst ihr schon wie?
27:57Wir haben nachher eine Sitzung, da gehen wir die Optionen durch.
28:00Mutter hat auch schon ein paar Ideen.
28:03Die dir scheinen wir nicht so gut gefallen.
28:07Sie will Einsparungen beim Personal vornehmen.
28:10Wenn wir 25% des Personals reduzieren,
28:13dann haben wir den Verlust so gut wie ausgeglichen.
28:17Aber ich will das Problem anders lösen.
28:18Ja.
28:19Das kann ich verstehen, dass sie das zu schaffen macht.
28:21Ich meine, du fühlst dich verantwortlich für eure Angestellten.
28:25Aber ich glaube, Annabelle hat nicht Unrecht.
28:28Meinst du, warum?
28:30Ich meine, ich finde auch,
28:31dass Einsparungen beim Personal immer die allerletzte Konsequenz sein sollten.
28:35Aber bevor ihr das ganze Unternehmen in Gefahr bringt,
28:38ist das vielleicht auch das kleinere Übel.
28:41Ich weiß.
28:45Wann ist denn der nächste Ultraschalltermin?
28:55Ich glaube, das dauert noch eine Weile.
28:58Ach so.
28:59Ich sage dir einfach Bescheid.
29:01Schade.
29:01Ich würde unser Baby auch wenn mal sehen.
29:12Frederik hat recht.
29:14Jörg ist es nicht wert, dass ich mich seinetwegen aufrege.
29:17Er ist und bleibt ein kleiner, mieser Verbrecher.
29:21Kein Wunder, dass Mama auf ihn reingefallen ist.
29:24Sie hätte trotzdem früher mit mir reden müssen.
29:27Mama ist immer nur dann ehrlich, wenn es schon zu spät ist.
29:31Der arme Tobias.
29:33Für ihn ist er sicher genauso schlimm wie für mich.
29:39Was ist los? Jetzt komm schon rein.
29:40Ich habe keine Lust, eine durchgeknallte Kollegin zu treffen.
29:44Julia, die ist draußen.
29:47Irgendwas hatte die.
29:49Wahrscheinlich Sorgen wegen ihrer rückfälligen Mutter.
29:55Du lässt doch Julia sonst kaum aus den Augen.
30:04Was ist los?
30:07Die, die kleine Schilling-Schlampe hat mir ihr Knie zwischen die Bahne gerammt.
30:13Warum das denn?
30:15Ich wollte mein Geld wieder haben.
30:18Der ist ja ausgerastet.
30:20Das tut mir jetzt aber leid.
30:27Da gibt es nichts zu lachen.
30:34Hallo Eva.
30:37Tobias.
30:38Komm, setz dich.
30:45Christa war hier.
30:47Und hat mir alles erzählt.
30:50Und statt dir alles zu erzählen, sollte sie es lieber mir erklären.
30:54Ich weiß nicht, was ich machen soll.
30:58Wie konnte sie das tun?
31:00Hast du mit ihr über Julia gesprochen?
31:03Ich wollte, aber...
31:05Dann hat sie dir das mit der Münzsammlung gestanden.
31:08Ja.
31:10Ich habe Christa weggeschickt.
31:12Ich weiß.
31:16Vorhin hat die Polizei nochmal angerufen.
31:18Sie haben gesagt,
31:19dass Diebstähle in Familien
31:22oft genug vorkommen.
31:24Hast du ihnen von Christa erzählt?
31:26Nein, das konnte ich nicht.
31:29Ich will doch erst über Julia Bescheid wissen.
31:31Meinst du nicht,
31:33dass die Spielsucht
31:35der Grund
31:36für Christas merkwürdiges Verhalten
31:38in letzter Zeit war?
31:42Ich hatte das Gefühl nicht los,
31:43dass da noch mehr ist.
31:47Und was, wenn es Julia ist?
31:51Wenn Julia meine Tochter ist.
31:56Ihr solltet miteinander reden.
31:58Und du solltest sie fragen.
32:01Wenn es überhaupt einen Weg gibt,
32:04dann müsst ihr ehrlich miteinander sein.
32:06Das habe ich auch zu Christa gesagt.
32:12Ja.
32:16Werner.
32:17Schön, dass du uns wieder mal besuchst.
32:19Ich bin nicht zu Besuch.
32:21Was soll das heißen?
32:23Mir ist klar geworden,
32:25dass ich bei meinem Rücktritt
32:26einiges versäumt habe
32:27und das will ich jetzt nachholen.
32:28Aber das ist absurd.
32:29Du musst dich schon.
32:30Ja, mach dir mal keine Sorgen, Annabelle.
32:32Ich passe schon auf mich auf.
32:35Na, wunderbar.
32:36Jetzt musst du schon
32:37aus deinem Ruhestand zurückkehren,
32:39nur weil der Chefposten
32:40unzureichend besetzt ist.
32:41Annabelle!
32:43Gerade deshalb,
32:43aus diesem Grunde,
32:44bin ich hier.
32:46Damit endlich
32:48Ruhe einkehrt
32:48und ihr euch nicht ständig
32:50gegenseitig im Wege steht.
32:51Und ich werde mich auch erst
32:52zurückziehen,
32:53wenn ich sicher gehen kann,
32:55dass ihr zusammenarbeitet.
32:59Dann lasst uns bitte
33:01zur Tagesordnung übergehen
33:04und unsere Optionen besprechen.
33:06Schließlich geht es um
33:07das Wohl der Firma.
33:08Also,
33:09ihr habt euch überlegt,
33:10was man unternehmen könnte.
33:11Ja.
33:12Wir setzen auf
33:13Altbewährtes
33:14im neuen Gewand.
33:15Damit können wir
33:16den eingeschlagenen Weg fortsetzen,
33:17aber kostenlöslich produzieren.
33:20Diese Serie hier
33:22haben wir in den 60er Jahren
33:24produziert.
33:25Das Design entspricht
33:26den heutigen Anforderungen.
33:27Es ist schlicht,
33:28extravagant und speziell.
33:30Worauf willst du hinaus?
33:32Die Herstellung
33:33und Entwicklung
33:33der Gussformen
33:34verschlingt
33:34ein Fünftel
33:35des Produktionsvolumens.
33:37Wenn wir die alten Formen
33:37verwenden
33:38und die Malerei
33:38dem heutigen Trend anpassen,
33:40könnten wir etwas sehr Exklusives
33:41zu einem kostengünstigen Preis herstellen.
33:43Das ist ein guter Ansatz.
33:45Die Einsparung
33:47bei den Produktionskosten
33:49wäre also Reingewinn.
33:51Das stimmt,
33:52aber das bringt uns
33:53immer noch nicht
33:53in schwarze Zahlen.
33:54Richtig,
33:55wir brauchen mehr.
33:56Und was sind
33:57deine Vorstellungen,
33:58liebe Annabelle?
34:00Nun,
34:01ich habe hier
34:02eine Aufstellung
34:02der Gesamtkosten,
34:03die in unserer Firma anfallen
34:05und ich habe tatsächlich
34:07einen Weg gefunden,
34:08wie wir Einsparungen
34:09vornehmen können,
34:11um langfristig
34:12unser Unternehmen
34:14wieder in die Gewinnzone
34:15zu bringen.
34:24Ich habe hier
34:25eine Aufstellung
34:26von dem
34:26und ich habeий
34:32der Kannten und ich
34:32habe das in
34:32der Ausstattung.
34:32Ich habe hier
34:35und ich habe die Ausstattung.
35:02Was machst du da?
35:05Nichts.
35:06Die Briefe sind mir runtergefallen.
35:10Tobias, ich habe auf dich gewartet. Ich wollte mit dir reden.
35:14Gut, lass uns reden.
35:23Tobias, mir tut das alles unheimlich leid.
35:26Ich weiß, es war unverzeihlich, dass ich deine Münze angenommen habe.
35:32Und ich hätte auch nicht spielen dürfen.
35:34Ich hätte dich um Hilfe bitten müssen, als es noch nicht zu spät war.
35:39Ja, das hättest du.
35:42Tobias, ich schaffe es nicht alleine.
35:45Ich weiß, dass ich Hilfe brauche, um mit meiner Spielsucht klarzukommen.
35:49Aber als Markus mich immer wieder zum Pokern eingeladen hat,
35:54da konnte ich einfach nicht mehr klar denken.
35:59Christian.
36:00Tobias, ich liebe dich.
36:03Ich weiß, ich habe alles verdorben, aber ich möchte mit dir zusammen sein.
36:08Ich brauche dich.
36:15Das Essen war so lecker.
36:17Ja.
36:17Und danke für Aufruhen, Einkaufen, alles.
36:20Sie können echt so gut kochen.
36:23Freut mich, wenn es euch geschmeckt hat.
36:25Haben Sie eigentlich schon unsere Entwürfe für die Projektzeige gesehen?
36:28Ja, ich habe vorhin mal reingeguckt.
36:30So eine Mischung aus Artigo und Bauhaus.
36:32Wow, Sie kennen sich ja richtig aus.
36:35Hat Kolja bestimmt erzählt.
36:37Ich mache einen Zeichenkurs an der Volkshochschule.
36:40Ah ja, das mit Ihrem Zeichenlehrer Mario, das war echt blöd.
36:45Ich glaube, da habe ich irgendwas missverstanden.
36:47Wir haben alle was missverstanden.
36:50Macht euch mal keine Gedanken, ist schon okay.
36:54Aber Tim ist mir sogar am Leicine aufgefallen.
36:56Ja, aber Sie haben mich nicht erkannt, oder?
36:58Nein, aber ich habe mich gewundert, warum so ein junger Kerl in so einem Restaurant alleine sitzt und Salat isst.
37:04Und der Anzug.
37:05Der war ein bisschen zu groß, oder?
37:08Ja, das war auch nicht meine Idee.
37:10Naja, ich dachte, vielleicht ist es der neueste Trend.
37:13Mit der Mode ja auch nicht ganz so auf der Höhe.
37:15Doch.
37:16Wenn ich mir meine Mutter angucke, sie läuft noch viel langweiliger rum.
37:19Sehr charmant.
37:22Nein, nein.
37:24Ich bin ganz sicher, das war als Kompliment gemeint.
37:27Ja, dann gehe ich mal, ziehe mir einen meiner langweiligen Pullover an.
37:33Es wird nämlich kalt.
37:36Tim, das nächste Mal schalte dein Grips ein, bevor du irgendwas sagst.
37:39Das war total ernst gemeint. Für eine Mutter ist sie da voll in Ordnung.
37:43Ja, ist sie.
37:44Sie hat Kuchen gebacken.
37:47Marmorkuchen.
37:53Langweilig.
37:57Langweilig.
37:58Langweilig.
38:20Ich weiß, dass ich einen großen Fehler gemacht habe.
38:24Und ich würde es so gerne rückgängig machen.
38:26Bitte, Tobias, du musst mir das glauben.
38:32Das glaube ich dir sogar.
38:34Ich hatte einfach Angst, es dir zu sagen.
38:37Ich hatte Angst, dass du mir nicht verzeihen würdest.
38:41Aber jetzt weiß ich, dass das falsch war.
38:44Dann wie soll es jetzt weitergehen?
38:46Ganz normal, wie früher?
38:49Tobias, ich werde mich ändern.
38:50Ich werde nie wieder Geheimnisse vor dir haben.
38:56Das lässt du jetzt keine Geheimnisse mehr vor mir?
39:00Nein.
39:07Ich muss dich was fragen, Christa.
39:09Ja?
39:11Es geht um Julia.
39:16Damals, als wir unseren letzten gemeinsamen Urlaub gemacht haben.
39:21An der Ostsee.
39:24Im Jahr darauf ist Julia geboren worden.
39:31Bei unserem letzten gemeinsamen Urlaub an der Ostsee.
39:36Bist du da schwanger geworden, Christa?
39:39Schwanger mit Julia?
39:46Ja.
39:52Wir werden sicher nicht 25% unserer Belegschaft entlassen.
39:55Und auch niemanden aus der Designabteilung.
39:57Das geht dann schaffen wir auch nicht ab.
39:59Genau das ist doch das Problem.
40:01Du kannst zwischen geschäftlichem und Gefühlen nicht unterscheiden.
40:05Deshalb sind wir an Schwierigkeiten.
40:07Das ist doch Unsinn.
40:09Du suchst nach einem Weg, um Julia zu entlassen.
40:11Aber deine kleinen Intrigen haben nichts mit unternehmerischem Denken zu tun.
40:15Und schon bist du unsachlich.
40:16Genau davon spreche ich doch.
40:17Können wir bitte wieder zum Thema kommen?
40:18Ja, genau.
40:19Und das Thema ist die Firma und nicht Julia Schillig.
40:22Du auch, Mutter.
40:24Mir ist auch nicht wohl dabei, solche drastischen Maßnahmen zu ergreifen.
40:28Aber wie es aussieht, ist im Moment Mutters Idee die effektivste Lösung für unser Problem.
40:33Aber wir können die Produktionskosten reduzieren.
40:35Das reicht nicht, Frederik.
40:36Genug.
40:39Seit Falkenthal-Porzellan existiert, gab es Krisen.
40:44Fehlentscheidungen gehören zum Geschäft.
40:45Und es kommt überhaupt nicht in Frage, dass wir Personal entlassen.
40:50Wir werden es anders schaffen.
40:56Warum hast du mir das nie gesagt, Mann?
40:59Julia!
41:08Ist Julia meine Tochter?
41:14Sag was, Mama.
41:16Stimmt das?
41:18Ist Tobias mein Vater?
41:21Sag mir, dass ich recht habe, Christa.
41:26Ich kann nicht.
41:28Das verstehst du nicht.
41:30Doch, das tue ich.
41:34Sag uns die Wahrheit.
41:35Sag uns die Wahrheit.
41:41Die Wahrheit ist...
41:47Ich weiß nicht, wer Julias Vater ist.
41:55Annabelle habe ich nichts anderes erwartet.
41:57Aber dass Daniel diesen Schwachsinn befürwortet, das begreife ich einfach nicht.
42:00Was für ein sentimentaler Trottel.
42:03Frederiks Geschäftsinn würde ausreichen, um eine Suppenküche zu leiten.
42:06Meine Pläne bezüglich der Designabteilung betreffen nicht nur Julia.
42:10Tobias ist vielleicht mein Vater.
42:12Ich habe mir immer einen Vater gewünscht, aber doch nicht so.
42:13Ich liebe dich.
42:15Ja, weil du mich so furchtbar liebst, dass du mich mein ganzes Leben lang belohnt.
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