- vor 7 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Was gibt's denn?
00:05Daniel, was ist los?
00:09Marie, ich hab nachgedacht.
00:12Wir beide erwarten ein Kind.
00:16Ich möchte diesem Kind ein guter Vater sein.
00:20Und ich will, dass das Kind in einer Familie aufwächst.
00:33Marie, möchtest du mich heiraten?
01:00Marie, who's gonna make it right?
01:05This could be the first day of my life.
01:15Ja.
01:18Ja, ich will.
01:21Der Ring ist wunderschön.
01:24Jede Gravenberg hat ihn bisher getragen.
01:27Meine Großmutter, meine Mutter.
01:30Jetzt gehört er dir, Marie.
01:32Das, das klingt wundervoll, Daniel.
01:38Heiratest du mich nur wegen dem Baby?
01:42Oder auch wegen uns?
01:46Ich weiß, wir werden glücklich sein.
01:49Das spüre ich.
01:58Passt gar nicht.
02:01Wir lassen ihn weiten.
02:09Daniel, ich muss dir was sagen.
02:14Du hast sie gefragt?
02:16Ich freue mich so,
02:18dass in diesem Haus bald eure Hochzeit gefeiert wird.
02:23Darauf müssen wir anstoßen.
02:25Daniel, bitte hol uns doch eine Flasche Champagner.
02:27Und dann sag deinem Großvater Bescheid
02:30und Frederik.
02:31Die werden sich auch freuen.
02:32Ist gut.
02:36Na also, läuft doch wunderbar.
02:46Früher hat es aber viel mehr Spaß gemacht,
02:48sich mit dir zu streiten.
02:50Ja, weil es oft nur darum ging,
02:52ob ich dir deutlich genug gesagt habe,
02:53dass mir ein neues Kleid gefällt oder nicht.
02:56Mein Gott, die Themen waren so kindisch, hä?
02:59Hm.
02:59Ja, wie wir damals.
03:00Das stimmt.
03:03Das ist der Vorteil am Jungsein.
03:05Hm.
03:05Ich glaube, wir haben wirklich Glück gehabt,
03:08dass wir so unbeschwert sein konnten.
03:10Julia ist auch jung, aber...
03:12Hast du eigentlich rauskriegen können,
03:13wo Julia ist?
03:16Nein, niemand weiß, wo sie ist.
03:18Sie hat sich nicht abgemeldet.
03:23Aber ich bewundere dich dafür,
03:24dass ich ihn deine Tochter kümmern muss.
03:26Sie ist meine Tochter
03:27und ich mache mir Sorgen um sie.
03:33Sie ist noch nie einfach abgehauen,
03:35ohne wenigstens anzurufen.
03:38Es wird ja schon gut gehen.
03:40Immerhin hast du dir eine Notiz hinterlassen,
03:42dass sie Zeit für sich braucht.
03:44Sie wird irgendwo sitzen
03:45und sich ganz alleine damit auseinandersetzen,
03:48dass eine andere Frau von Daniel ein Kind bekommt.
03:51Schlimmer kann es doch überhaupt nicht sein.
03:53Machst du Vorwürfe, hm?
03:54Ich sollte jetzt für sie da sein.
03:57Ich möchte ihr helfen.
04:00Julia weiß, dass du sie liebst.
04:02Aber jetzt will sie ihm allein sein.
04:04Oh, wieder versöhnt?
04:07Ja, das kann man sagen.
04:09Dann einen schönen Abend noch.
04:13Ich rede mit ihr.
04:15Ja, dann lasse ich euch mal weinen.
04:21Danke.
04:31Ich würde mich freuen,
04:32wenn du mein Hochzeitskleid tragen würdest.
04:34Und ihr solltet bald heiraten,
04:36damit das Kleid noch passt.
04:38Ich möchte gerne dein Kleid tragen.
04:41Alle reden immer davon,
04:42im Sommer heiraten zu wollen.
04:45Philipp und ich,
04:46wir haben damals im Frühjahr geheiratet.
04:48Und es war wunderschön.
04:49Champagner?
04:50Was gibt es denn zu feiern?
04:52Da seid ihr ja.
04:53Wo ist Patricia?
04:55Unterwegs.
04:56Wie immer.
04:57Wir können jetzt nicht auf sie warten.
04:59Wir haben endlich wieder einen Grund zum Feiern.
05:03Daniel?
05:05Ja.
05:07Also ich habe Marie gefragt,
05:09ob sie meine Frau werden möchte.
05:11Und sie hat Ja gesagt.
05:13Das sind ja tolle Neuigkeiten.
05:16Ich gratuliere, mein Junge.
05:19Danke.
05:20Willkommen in der Familie.
05:23Danke, Werner.
05:24Ich freue mich.
05:28Ja, viel Glück.
05:30Und dass es so wird,
05:32wie ihr euch das vorstellt.
05:33Ganz bestimmt sogar.
05:35Ja, das wünsche ich uns auch.
05:39Auf die neue Generation,
05:41Grafenberg in diesem Hause.
05:49Es wird wunderbar.
05:51Werner, stell dir vor,
05:53Marie möchte mein Brautkleid tragen.
05:56Du wirst wunderschön darin aussehen, Marie.
06:01Wie deine Mutter.
06:02Damals.
06:04Das hätte Philipp gefallen.
06:17Darf ich?
06:19Na?
06:22Was chancen wir?
06:24Ich suche noch.
06:27Lilly, mach das doch mal einen Moment aus.
06:34Was gibt's?
06:39Ich weiß, dass es nicht leicht für dich ist,
06:41dich an die neue Situation zu gewöhnen.
06:44Was meinst du denn?
06:46Na, ich meine mich und Christa.
06:50Ich freue mich für dich.
06:51Euch.
06:52Es ist doch schön, wenn du jemanden gefunden hast.
06:55Und ich ziehe ja auch bald aus,
06:57dann ist es besser, wenn du jemanden hast.
07:00Aber jetzt wohnst du noch hier.
07:02Ich hab da kein Problem mit Papa.
07:05Ich hab da kein Problem mit Papa.
07:05Außerdem bist du alt genug, das selbst zu entscheiden.
07:08Aber es geht dich auch aus an, Lilly.
07:10Wir sind doch eine Familie.
07:13Ist lieb gemeint, aber ich will das Ganze nicht totkoschen.
07:18Außerdem hab ich dir doch jetzt schon x-mal gesagt,
07:20dass ich mich für euch freue.
07:23Aber es klingt nicht so.
07:25Es wird doch nicht euphorischer,
07:27je öfter du nachfragst.
07:30Essen wir heute Abend wenigstens zusammen?
07:31Ich geh nachher noch zu Tim.
07:44Hallo, Eva.
07:46Tut mir leid, wenn ich störe,
07:47aber ich muss unbedingt mit Daniel sprechen.
07:48Ist er da?
07:49Ja, aber das ist gerade sehr ungünstig.
07:51Das ist mir egal.
07:52Ich muss mit ihm sprechen.
07:53Christa, das geht jetzt nicht.
07:55Die Familie feiert Daniel und Maries Verlobung.
08:00Eva, wo bleibt der Schimpf?
08:01Daniel.
08:03Sie kommen äußerst ungelegen.
08:05Besser Sie gehen.
08:06Ich will mit Daniel sprechen.
08:08Wie kann man nur so penetrant sein?
08:10Ich habe Ihnen doch immer wieder gesagt,
08:12Sie werden nicht mit Daniel sprechen.
08:14Mutter, ich...
08:16Christa, hallo.
08:17Du hast dich mit Marie verlobt?
08:19Ja, wir werden heiraten.
08:22Warum machst du das?
08:22Was ist mit Julia?
08:24Ich habe alles mit ihr besprochen.
08:25Das reicht jetzt.
08:27Weißt du wenigstens, wo Julia ist?
08:29Sie hat sich noch nicht gemeldet.
08:30Es tut mir leid.
08:32Daniel, Marie wartet auf dich.
08:37Und Sie verlassen jetzt mein Haus.
08:39Es war augenblicklich.
08:51Ein Tisch für drei Personen, 22 Uhr.
08:53Ist notiert.
08:54Auf Wiederhören.
08:59Oh, guten Tag, Herr Schwarz.
09:01Ich bringe Ihnen sofort ein Glas Prosecco.
09:03Geht aufs Haus.
09:05Wegen der kleinen Hilfestellung letztes Mal.
09:06Ja, gut, dass Sie darauf zu sprechen kommen.
09:08Ich bräuchte mein Geld zurück.
09:09Ja, Sie bekommen.
09:10Ist kein Problem.
09:11Gut, dann hätte ich es gerne jetzt.
09:13Alles?
09:15Ich habe überhaupt keine 2.000 Euro.
09:17Das ist nicht mein Problem.
09:20Ja, aber...
09:20Guten Abend.
09:22Aber was soll das denn jetzt?
09:24Ich brauche das Geld.
09:25Jetzt.
09:26Alles.
09:27Man soll sich nichts laden, wenn man das nicht zurückgeben kann.
09:30Lassen Sie mir noch ein wenig Zeit.
09:32Sie kriegen Ihr Geld.
09:32Ich gebe Ihnen mein Wort.
09:33Der Wort ist mir herzlich egal.
09:34Sie schulden mir was.
09:37Aber vielleicht können Sie mir einen klaren Gefallen tun.
09:41Ja, klar.
09:42Was soll ich denn tun?
09:43Der Bruckerabend.
09:44Ich kann leider nicht kommen.
09:46Aber wenn Sie Christa Schilling dazu holen,
09:49lass ich mit mir reden, was Ihre Schulden betrifft.
09:53Keine Chance.
09:54Sie kommt nicht.
09:55Sie hat doch ein Problem mit dem Spielen.
09:56Nein.
09:57Sie hat mein Problem.
09:58Sie schulden mir 2.000 Euro.
10:02Ja, aber was haben Sie denn davon,
10:03wenn ich Christa Schilling zum Spielen verführe?
10:06Das geht Sie nichts an.
10:08Wichtig ist, was Sie davon hätten.
10:09Sie wären Ihre Schulden los.
10:13Also, was ist?
10:16Tun Sie mir denn Gefallen oder
10:18wollen Sie zahlen?
10:20Jetzt.
10:44Hallo, Marie.
10:45Hallo.
10:46Was war denn hier los?
10:49Wir haben ein bisschen gefeuert.
10:51Und was?
10:53Ist Daniel wieder zurück?
10:56nicht nur das.
10:59Er hat mich gefragt, ob ich ihn heirate.
11:02Ich hoffe, du hast nicht sofort ja gesagt.
11:04Natürlich.
11:06Und Annabelle besteht darauf, dass ich ihr Kleid zur Hochzeit trage.
11:10Das kommt jetzt aber ein bisschen plötzlich, oder?
11:13Er hat sich eben für mich entschieden.
11:15Er will mit mir eine Familie gründen.
11:19Verstehe mich jetzt nicht falsch, Marie.
11:20Er will mit mir erwarten.
11:22Glaubst du wirklich, dass so eine plötzliche Heirat der richtige Weg ist?
11:25Ja, das glaube ich.
11:28Letztlich war es doch vorherbestimmt.
11:31Daniel und ich, wir...
11:34wir gehören einfach zusammen.
11:37Das hat er jetzt auch erkannt.
11:38Wir werden bestimmt sehr glücklich werden.
11:42Und du bist dann bald quasi meine Schwester.
11:46Also jetzt freu dich ein bisschen für mich.
11:53Wenn Julia davon gewusst hat, dann kann ich verstehen, dass sie sich für eine Weile zurückgezogen hat.
11:58Ich mache mir trotzdem Sorgen.
12:02Ich verstehe das nicht.
12:04Warum Daniel Marie heiratet.
12:07Er liebt Julia.
12:09Mein Gott, wie geht Julia damit nur um?
12:11Na komm, beruhig dich wieder.
12:14Wir können sowieso jetzt nur warten.
12:17Ja, wir können nur warten.
12:20Vielleicht ist es ja besser, wenn Julia sich eine Auszeit nimmt.
12:25Die letzte Party im Kosi war doch wunderbar.
12:28Außerdem schaffen es die Jungs diesmal bestimmt Geld reinzuholen.
12:31Ja, wenn sie den Gästen ein Glas Leitungswasser für drei Euro andrehen, dann schon.
12:36Ich meine, die haben ja gar keine Getränke mehr auf Lager.
12:45Falkenthal Porzellan?
12:46Markus hier.
12:48Hey, ich bin gleich fertig, ja?
12:50Ich will nur noch mal kurz nach Hause duschen und umziehen.
12:53Du, was steht an heute Nacht?
12:54Was hältst du denn davon, wenn wir uns in einer Stunde im Kosi treffen?
12:58Ja, super.
12:59Du, ich habe da mal eine Frage.
13:01Ja, ich ziehe das neue Hemd an, das so gut zu deinem Anzug passt.
13:05Das meine ich nicht.
13:07Kannst du mir Geld leihen?
13:09Klar.
13:09Wie viel brauchst du denn?
13:112000 Euro.
13:12Kannst du mich vielleicht nachher mitbringen?
13:142000 Euro?
13:17Wozu brauchst du nur so viel Geld?
13:19Es ist wichtig, ich erkläre es dir nachher.
13:21Bitte lass mich jetzt nicht im Stich.
13:23Lass uns das später besprechen, okay?
13:25Okay, wir sehen uns nachher im Kosi, ja?
13:28Ja.
13:30So haben wir das ja auch ausgemacht, okay?
13:31Also bis später.
13:352000 Euro?
13:37Wir treffen uns dann später im Kosi und besprechen.
13:40Alles, und jetzt lass mich fertig machen.
13:47Ach, hier steckst du.
13:51Patricia, setz dich doch bitte.
14:00Es gibt Neuigkeiten.
14:01Ich weiß es schon.
14:07Herzlichen Glückwunsch.
14:09Danke.
14:12Ich dachte, du reagierst nicht so...
14:15Freundlich?
14:16Ja.
14:18Immerhin hast du keinen Hehl daraus gemacht, dass du da abgegen bist.
14:21Ich war dagegen, dass du immer zwischen Julia und Marie hin und her springst.
14:26Aber...
14:27Wenn du dich jetzt ernsthaft für Marie entschieden hast, dann...
14:30Ja, das hab ich.
14:33Und das mit Julia ist vorbei?
14:36Ja.
14:37Ich hab mit Marie darüber gesprochen und wir wollen es noch einmal miteinander probieren.
14:43Woher kommt der Sinneswandel bei dir?
14:47Patricia, ich werde zu Marie und dem Baby stehen.
14:50Das kannst du mir glauben.
14:51Ach, du willst also nur wegen dem Baby zu Marie zurück?
14:53Nein.
14:54Marie ist mir wichtig.
14:55Sehr wichtig sogar.
14:57Wichtiger als Julia?
15:00Julia und Marie kann man nicht miteinander vergleichen.
15:04Marie ist eine Frau fürs Leben.
15:06Und Julia ist ein Traum, den man nicht leben kann.
15:11Patricia.
15:17Ich will Frieden schließen.
15:22Das will ich doch auch.
15:25Ich hab den Partykeller meiner Eltern geplündert.
15:29Und die haben die letzte Party in den 70ern gefeiert?
15:31Nein.
15:32Die Flasche ist seit 96 abgelaufen.
15:35Ich wusste gar nicht, dass Likör ein Haltbarkeitsdatum hat.
15:39Ey, das reicht auf keinen Fall.
15:41Wie konnten wir so bekloppt sein, zu glauben, dass wir heute noch eine Party auf die Beine stellen?
15:45Boah, wir sind geliefert.
15:46Es hat ein Nico kommt noch mit der Kohle ran.
15:48Also, wir könnten aus diesem ganzen Zeug eine Bohle mischen und die dann für vier Euro das Glas verkaufen.
15:53Und unsere Gäste vergiften, ey.
15:55Lass mal stecken, ey.
16:00Hier, Jungs.
16:02Ich hab für meinen letzten 50 Euro Getränke im Supermarkt gekauft.
16:09Super, und jetzt willst du den Leuten verklickern, dass das hier Edelbier ist und die Flasche 100 Euro kostet?
16:15Sehr witzig.
16:16Mehr hab ich nicht bekommen.
16:17Na ja, dann müssen wir eben schauen, wie weit wir damit kommen.
16:20Ey, das soll hier kein Treffen für Gesundheitsfanatiker werden, die den ganzen Abend Leitungswasser oder einen Mate-Tee trinken.
16:26Kannst du vielleicht auch mal einen Vorschlag machen, anstatt die ganze Zeit nur rumzunörgeln?
16:30Wir haben doch nichts zu verlieren.
16:31Nichts zu verlieren.
16:32Bist du irre, wenn wir eine Party machen?
16:33Fünf Flaschen Bier und vergammelten Likör anbieten, machen wir uns zum Volldeppen.
16:37Tut mir echt leid, Jungs.
16:38Ich hätte euch gern geholfen.
16:41Ey, das Bier brauchen wir.
16:42Das müssen wir verkaufen.
16:44Du bist doch geil, selbst gesagt.
16:45Ich hab hier eine Lieferung.
16:46Getränke.
16:47Wo soll ich die Kästen hinstellen?
16:51800 Euro.
16:53Wir haben kein Geld hier.
16:55Na, wie jetzt?
16:56Wo soll ich hin mit dem Zeug?
16:57Die Rechnung ist schon bezahlt.
17:00Ja?
17:16Marie, möchtest du mich heiraten?
17:20Ja.
17:22Julia Schilling.
17:25Hiermit frage ich dich.
17:28Willst du meine Frau werden?
17:30Ja, ich will.
17:43Das war seit langem mal wieder ein erfreulicher Tag.
17:46Finden Sie nicht auch, Eva?
17:48Ja.
17:50Ich freue mich für die beiden.
17:53Und das Kind wird als Grafenberg zur Welt kommen.
17:57Ganz so, wie es sein soll.
17:59Gott sei Dank ist Daniel zur Vernunft gekommen.
18:03Ich hoffe nur, dass Daniel diese Vernunftsentscheidung hat.
18:07Die Vernunftsentscheidung, sich von Julia zu trennen und Marie zu heiraten,
18:12nicht eines Tages bereut.
18:14Ich kann mir vorstellen, dass es die Schwangerschaft war.
18:18Und nicht die fehlenden Gefühle, die Daniel von Julia getrennt haben.
18:23Es war richtig von Daniel, sich für seine Familie zu entscheiden.
18:27Das war seit langem mal wieder ein erfreulicher Tag.
18:29Finden Sie nicht auch, Eva?
18:31Ja.
18:33Ich freue mich für die beiden.
18:36Und das Kind wird als Grafenberg zur Welt kommen.
18:40Ganz so, wie es sein soll.
18:43Gott sei Dank ist Daniel zur Vernunft gekommen.
18:46Ich hoffe nur, dass Daniel diese Vernunftsentscheidung,
18:51sich von Julia zu trennen und Marie zu heiraten,
18:55nicht eines Tages bereut.
18:56Ich kann mir vorstellen, dass es die Schwangerschaft war
19:01und nicht die fehlenden Gefühle,
19:03die Daniel von Julia getrennt haben.
19:06Es war richtig von Daniel,
19:08sich für seine Familie zu entscheiden.
19:12Julia ist selbst ohne Vater aufgewachsen.
19:15Sie wird an dieser Entscheidung mitbeteiligt gewesen sein.
19:19Sie meinen, Julia hat Daniel ziehen lassen?
19:25Ich weiß es nicht.
19:29Die Schillings sind unkonventionelle Frauen.
19:31Aber sie haben das Herz auf dem rechten Fleck.
19:36Und Frau Grafenberg
19:40hat Christa wie einen räudigen Hund vom Hof gejagt.
19:45Das war nicht in Ordnung.
19:47Das habe ich ja gar nicht bemerkt.
19:51Ich werde mit Christa sprechen.
19:54Wenn Sie mich suchen,
19:56ich bin im Vorratskeller.
19:58Ach, Herr Grafenberg.
20:01Ja, Eva?
20:03Sie haben doch schon wieder von den Keksen genommen.
20:08Warum fragen Sie mich denn nicht?
20:10Sie gehören doch sowieso Ihnen.
20:12Was?
20:14Ich war das nicht.
20:38Bereust du es,
20:38deine Lodge in Südafrika aufgegeben zu haben,
20:40um in Falkenthal zu bleiben?
20:45Ich habe sie ja nicht aufgegeben.
20:48Aber sie hinter mir zu lassen,
20:50hat mich einige Überwindung gekostet
20:52und mir fast das Herz gebrochen.
20:57Aber es war die richtige Entscheidung.
21:00Ich bereue es nicht.
21:03Hat sie irgendwann aufgehört,
21:05dir zu fehlen?
21:08Nein.
21:13Sie wird immer ein Teil von mir bleiben.
21:16Ich habe diese Lodge mit einer Leidenschaft aufgebaut,
21:19die ich seitdem nie wieder empfunden habe.
21:24Das heißt nicht,
21:25dass es die Arbeit in der Manufaktur
21:26mir weniger bedeutet.
21:31Das sieht man ja auch,
21:32dass es richtig war.
21:35Das klingt aber jetzt sehr reif
21:37und erwachsen.
21:38Ja.
21:40Furchtbar, oder?
21:43Aber es stimmt.
21:46Ja, weißt du,
21:48bei Julia und mir,
21:50da dachte ich auch,
21:51wir sind füreinander bestimmt.
21:55Weil wir so eine wahnsinnig starke Anziehung hatten.
21:59Aber es hat nicht funktioniert.
22:02so sehr wir es auch wollten.
22:06Und bei Marie und mir
22:09ist es zwar nicht so leidenschaftlich
22:12und aufreibend,
22:13aber
22:14diese Beziehung ist real.
22:17Und greifbar.
22:20Und etwas Greifbares,
22:23das brauche ich im Moment.
22:27Ja.
22:30Niemand wird von dir erwarten,
22:31dass du von jetzt auf gleich
22:32alles vergisst,
22:34was gewesen ist.
22:37Entschuldige.
22:44Vielleicht war es wichtig.
22:47Was könnte wichtiger sein,
22:49als jetzt hier mit dir
22:50zusammen in der Kälte zu stehen
22:51und mir eine wundervolle
22:52Lungenentzündung zu holen?
22:56Komm, wir gehen zurück in die Villa.
22:58Ich möchte Marie sehen.
23:05Friedrich geht nicht dran,
23:06aber ich bin mir sicher,
23:07dass er den Getränkelieferanten
23:08bezahlt hat.
23:09Da warst du kein Mr. Vorden.
23:10Der war Seke.
23:11Die war dabei,
23:11als ich mit ihm reden wollte.
23:13Und
23:14vielleicht hat sie ihm später erzählt,
23:15dass wir Hilfe brauchen.
23:16Aber das war Charlie.
23:18Glaube ich nicht.
23:19Die hat nicht so viel Geld.
23:20Aber ihre Schwester.
23:22Die sprechen auch schon seit Wochen
23:23nicht mehr miteinander.
23:25Quatsch,
23:25die glauben sich auf das Thema an.
23:26Ich sage euch,
23:27das war Friedrich.
23:29Na egal,
23:30hauptsache,
23:30wir können hier die Party schmeißen.
23:31Ein Geschenken-Gaul
23:32schaut man nicht ins Maul.
23:34So geschenkt?
23:35Du glaubst,
23:36obwohl ich das in Falkental
23:37irgendeiner rumrenne,
23:38der einen Idioten
23:39mir uns Geld verschenkt.
23:40Keuer,
23:41deine Selbstkritik in allen Ehren,
23:43aber wir sind keine Idioten,
23:44wir sind Party-Genies, okay?
23:46Wir sollten uns keinen Kauf machen,
23:47sondern mit den Vorbereitungen loslegen.
23:49Lasst uns auf unser Mr. X
23:51anstoßen
23:51und dann
23:52brauchen wir die Kasse auf.
24:03Mastrovia.
24:04Prost.
24:04Prost.
24:13Ja?
24:14Kommst du?
24:15Die Jungs sind schon im Cozy.
24:16Auf meinen Lilly,
24:17die haben alles an alten Likörflaschen
24:19zusammengeklaupt,
24:19was sie nur kriegen konnten
24:20und versuchen jetzt damit
24:21eine Party zu machen.
24:23Das klappt doch nie.
24:24Ja,
24:25und deshalb sollten wir auch hierbleiben.
24:26Kommst du?
24:34Sag mal,
24:34ist alles okay bei dir?
24:36Sieht nicht gut aus.
24:38Ach,
24:38es ist nichts.
24:39Ich will nur im Moment
24:40nicht zu Hause sein,
24:41die nerven.
24:42Ey,
24:43dein Vater ist doch total cool.
24:45Ich kann mir gar nicht vorstellen,
24:45dass er so wahnsinnig nervt.
24:47Mit meinem Papa ist auch alles okay.
24:49Aber Christa
24:51versucht,
24:51irgendwas zwischen
24:52Ersatzmami und Freundin
24:53zu spielen.
24:54Das ist echt ätzend.
24:54Oh ja.
24:56Das ist wirklich nervig.
24:59Marie hat auch immer versucht,
25:01einen auf gute Freundin zu machen
25:02und hintenrum sah immer
25:03alles ganz anders aus.
25:06Willst du was?
25:07Nee.
25:08Hast du noch mal versucht,
25:09mit ihr zu sprechen?
25:12Ich hab seit zwei Tagen
25:13nichts von ihr gehört.
25:16Willst du sie nicht
25:16vielleicht auch noch mal anrufen?
25:19Auf keinen Fall.
25:20Mann,
25:20ich hab ihr gesagt,
25:21was zu sagen ist
25:22und mit dem Rest,
25:23da muss sie echt alleine durch.
25:26Das ist schon komisch,
25:27dass da auf einmal
25:27ein Baby unterwegs ist.
25:29Ja.
25:30Ausgerechnet meine Schwester
25:31bekommt ein Kind.
25:32Die geht es nicht mehr auf eine Reihe
25:33in der Zimmerpflanze zu versorgen.
25:36Die kriegt überhaupt nichts
25:36auf die Reihe.
25:40Was denn?
25:41Entschuldigung.
25:44Ja,
25:45es ist ja auch ein bisschen
25:46zum Lachen,
25:47aber trotzdem.
25:49Ich find's echt cool,
25:50wie du damit umgehst.
25:54Wenn die Jungs
25:55so mit Problemen
25:56umgehen könnten,
25:57dann säßen die unten
25:57jetzt nicht auf dem Trockenen.
26:02Ich weiß,
26:03es ist ziemlich gemein,
26:04aber ich hab vorhin
26:05Getränke geholt
26:06und sie nicht den Jungs gegeben.
26:09Weißt du was?
26:10Mhm.
26:12Komm her.
26:29Geht Julia
26:30immer noch nicht
26:30ans Telefon?
26:31Nein.
26:33Ich halte diese Warterei
26:34nicht mehr aus.
26:35Vielleicht sollte ich ihr
26:36eine Nachricht
26:37auf die Mailbox sprechen,
26:38wegen der Verlobung.
26:39Würdest du gerne
26:40so eine Neuigkeit
26:41von deiner Mailbox erfahren?
26:43Ich kann ihr ja drauf sprechen,
26:45dass sie sich melden soll,
26:46weil ich ihr dringend
26:47etwas sagen muss.
26:48Ach, das bringt doch nichts.
26:50Lass einfach die Zeit,
26:51sie wird sich schon melden.
26:59Vielleicht weiß ich's doch schon
27:00und ist deshalb weg.
27:01Also ich hätt's so gemacht.
27:03Also das glaub ich dir
27:04aufs Wort.
27:05Und wenn Julia
27:06wegen der Verlobung
27:07weg ist,
27:08dann wird sie bestimmt
27:08erst wiederkommen,
27:09wenn sich der ganze Trubel
27:10gelegt hat.
27:11Wir können also
27:12nichts machen
27:13als warten.
27:16Ich bin so froh,
27:17dass du da bist.
27:18Ich würde verrückt werden,
27:20wenn ich das alleine
27:20durchstehen müsste.
27:23Ich bin auch froh,
27:24dass du da bist.
27:26Ich wünschte nur,
27:28Lilly könnte sich
27:28auch für uns freuen.
27:31Lilly braucht einfach Zeit,
27:32um sich dran zu gewöhnen.
27:34Ich kann einfach nicht verstehen,
27:36warum sie solche Probleme
27:37damit hat.
27:38Weißt du was?
27:41ich rede morgen noch mal
27:42mit ihr.
27:44Mit mir wollte sie nicht
27:44darüber sprechen.
27:46Ich spreche trotzdem mit ihr.
27:48Ich werde dir einfach erklären,
27:49dass wir uns verliebt haben,
27:51ich aber nicht vorhabe,
27:52ihre Mutter zu ersetzen.
27:54genau.
27:59Fehlt ein bisschen Pfeffer.
28:03ist diese Christa dann wirklich so blöd,
28:05seitdem sie mit deinem Vater zusammen ist?
28:08Mein Papa und sie
28:09schweben auf Wolke sieben
28:10und wollen jetzt alles
28:11plötzlich ganz neu machen.
28:13Ich fühle mich da einfach
28:14fehl am Platz.
28:15Ich dachte, sie ist nett.
28:16Ja, natürlich ist sie nett.
28:18Aber es ging auch ohne sie
28:20und Papa dreht total durch.
28:21Christa hier,
28:22Christa da,
28:23Christa überall.
28:26Entschuldigung,
28:26aber ich glaube,
28:27ich schneide das Problem
28:28immer noch nicht so wirklich.
28:30Weißt du,
28:31was Papa zu mir gesagt hat?
28:33Dass Christa schon immer
28:34seine große Liebe war.
28:36Das ist doch total süß.
28:39Oder nicht?
28:40Ja,
28:41und Mama hat er dann nur geheiratet,
28:42weil er Christa nicht kriegen konnte,
28:43oder was?
28:45Ja, super,
28:45dann kann er ja mit seiner großen Liebe
28:47jetzt ganz neu durchstarten
28:48und die lästige Vergangenheit
28:50einfach vergessen.
28:52Lilly,
28:53das ist Schwachsinn.
28:54Du gehörst doch auch
28:55zu dieser Vergangenheit
28:56und dich will er ganz bestimmt
28:57nicht vergessen.
28:58Wer weiß,
28:59vielleicht wollte er Nico und mich
29:01ja viel lieber mit Christa bekommen.
29:03Ja, genau,
29:04und dann war Nico schon unterwegs
29:05und dann musste er bei Mama bleiben.
29:07Das ging gar nicht anders.
29:09Kann es nicht eigentlich sein,
29:11dass Christa ihn hat stehen lassen?
29:13Und er es dann
29:14mit deiner Mutter zusammengekommen ist?
29:20Könntest recht haben.
29:22Vielleicht übertreibe ich ein bisschen.
29:26Machst du mir auch einen?
29:28Klar.
29:30Danke.
29:35Auf die Glückliche,
29:37die endlich bekommt,
29:37was sie will.
29:38Du freust dich nicht für Marie?
29:40Ich habe meine Mutter gemeint.
29:43Ich dachte,
29:43du bist ihre gelehrige Schülerin.
29:45Warum so Contra?
29:46Auch ein Musterschüler erkennt,
29:48wenn er verarscht wird
29:48und wendet sich bei Gelegenheit
29:50gegen seinen Lehrer.
29:53Lassen wir meine Mutter.
29:56Was hältst du von der Verlobung?
30:00Ob das die richtige Entscheidung war?
30:04Vielleicht ist es ja Schicksal,
30:05dass Marie schwanger geworden ist.
30:07Vielleicht.
30:08Und was macht Julia jetzt?
30:10Wird sie Brautjungfer?
30:14Julia ist für eine Zeit lang weggefahren.
30:16Ist wahrscheinlich das Beste.
30:18Das glaube ich auch.
30:20Sonst überlegt es sich das Schicksal
30:21vielleicht nochmal anders.
30:23Ich meine,
30:24immer wenn es um Julia ging,
30:25ist bei meinem Bruder
30:25eine Sicherung durchgeknallt.
30:27Treffende Formulierung.
30:28Ach, ist doch wahr.
30:30Also, wenn es die wahre Liebe
30:31wirklich gibt,
30:32dann bin ich heilfroh,
30:33dass sie mir noch nie
30:34über den Weg gelaufen ist.
30:35Und ich hoffe,
30:36dass sie sich auch in Zukunft
30:37von mir fernhält.
30:49Hey, da bist du ja.
30:55Die Dinge sind so schön.
31:01Das ist ja ganz schön voll hier.
31:03Die Musik ist echt super.
31:06Jetzt kriegt man ja auch was zu trinken.
31:08Ach, gib dem Nico noch ein paar Sekunden,
31:09dann hat er auch für uns Zeit.
31:13Das geht ja echt ab.
31:15Ich habe echt Lust zu tanzen.
31:17Was darf es sein?
31:19Ihr habt wieder Getränke.
31:21Zwei Calperinia-Bier.
31:23Wie wäre es mit zwei Bier?
31:24Calperinia dauert eine Weile.
31:26Okay.
31:31Sechs Euro, bitte.
31:33Das sind nicht aufs Haus?
31:34Sorry, heute nichts.
31:36Wir haben wohl aus euren Fehlern gelernt.
31:38Jetzt wollt ihr mal kräftig Umsatz machen.
31:40Aber das freut mich besonders,
31:41denn dann könnt ihr bald
31:42eure Schulden bei mir bezahlen.
31:43Klar kriegst du dein Geld.
31:45Wir können vom Glück rechnen,
31:46dass wir überhaupt Getränke haben.
31:48Okay.
31:49Vielleicht solltest du zu Hause ausziehen.
31:51Dann kann dir das auch egal sein.
31:54Das wäre super.
31:57Ach, aber hier ist ja kein Platz mehr.
32:00Ach komm, wenn wir zu viert sind,
32:02dann können wir uns auch eine größere Wohnung suchen.
32:04Meinst du, das würde klappen mit uns vier?
32:06Na ey, klar.
32:07Guck mal, wie das alles läuft.
32:08Das ist doch total klasse.
32:12Und wir kommen auch endlich klar.
32:16Also, Kolja und ich.
32:17Okay.
32:18Ich mag ihn wirklich sehr
32:20und ich glaube, ohne ihn könnte ich das alles
32:21gerade nicht durchstehen.
32:25Ich finde auch, dass es super läuft.
32:27Und mehr Nervfaktoren in meinem Leben
32:29könnte ich auch echt nicht ertragen.
32:33Wow.
32:35Die glauben wohl,
32:36wenn sie die Musik laut genug aufdrehen,
32:38dann können sie in den Arm treten, oder?
32:40Wollen wir nicht doch nochmal unten vorbeigucken?
32:42Irgendwie tun die beiden mir ein bisschen leid.
32:45Also, ich glaube,
32:46sie werden es nicht lange ohne Getränke aushalten.
32:49Lass uns lieber hierbleiben.
32:52Okay.
32:56Hallo, ihr Süßen.
32:57Hallo.
32:58Na?
33:01Hey, es gibt ja tatsächlich wieder Getränke.
33:04Das war wohl Rettung in letzter Not, oder?
33:06Ja, der dachte schon schon,
33:08es geht alles schief
33:08und dann kam wie aus heiterem Himmel
33:10in die Getränkelieferung.
33:11Krass, oder?
33:12Und?
33:12Wie habt ihr die bezahlt?
33:13Das ist ja gerade das Kuriose.
33:15Die war schon bezahlt.
33:17Ah, da scheint euch aber jemand
33:18sehr gern zu haben, was?
33:20Keine Ahnung, aber wahrscheinlich
33:22Frederik Grafenberg.
33:23Nico hat ihn um Hilfe gebeten.
33:24Na klar, Frederik Grafenberg.
33:26Wer sonst?
33:31Na dann,
33:32auf das Brautpaar.
33:33Mach da keine Witze drüber.
33:37Dieses Gedröhne
33:38nervt ja total.
33:41Und Julia ist abgehauen?
33:43Wo ist sie hin?
33:45Das weiß keiner.
33:47Weder wo sie hin ist,
33:48noch ob oder wann sie wiederkommt.
33:49Aber trotzdem ist keine Rede davon,
33:51Julia rauszuschmeißen.
33:53Kein Problem.
33:54Da sind wir ja dran.
33:55Wenn du noch einmal sagst,
33:57dass du daran arbeitest,
33:58dann zieh ich dir die Bierflasche
33:59über den Kopf.
33:59Ich hab's satt.
34:01Du bist süß,
34:02wenn du mir drohst.
34:05Aber lass es.
34:07Trotzdem.
34:08Ja.
34:11Und was ist jetzt mit deinen Plänen?
34:15Egal wo Julia steckt,
34:16ihre Mutter ist hier.
34:18Und es ist nur eine Frage der Zeit,
34:21bis sie sich von diesem Lanzino-Kellner
34:22zu einer netten Runde
34:23Poker überreden lässt.
34:25Aber der wollte doch erst nicht
34:26aus irgendwelchen Gutmenschgründen.
34:28Er hat keine Wahl.
34:29Er schuldet mir eine schöne Stange Geld,
34:30die er mir nicht zurückzahlen kann.
34:32Also?
34:33Bist du mir einen Gefallen schuldig?
34:35Klingt ganz gut.
34:38Menschen in Geldnot
34:39sind immer bereit
34:40für Verzweiflungstaten.
34:42Was weißt du davon?
34:43Du warst noch nie in Geldnot.
34:45Ich nicht.
34:50Aber der Typ,
34:51der mich durch die Mathe-Prüfung gebracht hat.
34:53Er hat fast geheult,
34:54weil er es so unmoralisch fand.
34:55Aber er hat es gemacht.
34:58Na,
34:58da warst du ja aber eine ganz schlimme.
35:01Ich wusste eben schon immer,
35:02was ich will
35:03und wie ich es bekomme.
35:16Du freust dich,
35:17wenn die Leute das machen,
35:18was du willst.
35:20Ja,
35:21freust du dich nicht?
35:23Glaubst du wirklich,
35:24dass jetzt automatisch
35:25alles gut wird,
35:26nur weil Daniel Marie
35:26einen Antrag gemacht hat?
35:28Daniel hat das Richtige getan.
35:30Daniel hat gemacht,
35:31was ihr von ihm
35:31zumindest indirekt verlangt habt.
35:34Meiner Meinung nach
35:34war das der falsche Weg.
35:36Daniel und Marie
35:38gehören zusammen.
35:41Besonders,
35:42wenn ein Kind unterwegs ist.
35:45Das ist doch gar nicht der Punkt.
35:47Daniel hätte die Zeit gebraucht,
35:49sich alleine zu entscheiden,
35:50ohne Pflichtgefühl.
35:51Ich werde darüber
35:52nicht mehr diskutieren.
35:55Daniel hat das einzig Richtige gemacht
35:57und das brauchst du nicht
35:58schlecht zu reden.
35:59Ende.
36:00Ihre Tabletten.
36:04Vielen Dank, Eva.
36:09Müssen Sie ausgerechnet
36:10heute mit Ihrem Vater streiten?
36:12Wir haben nicht gestritten.
36:14Es hörte sich aber sehr danach an.
36:16Mir geht diese verdammte
36:17Leutseligkeit auf die Nerven.
36:19Er glaubt allen Ernstes,
36:20dass automatisch
36:21alles wieder gut wird,
36:22nur weil sich Daniel
36:23seinem Willen unterworfen hat.
36:28Das stimmt doch aber nicht.
36:30Daniel will doch dieses Kind.
36:32Und er will ihm
36:33ein guter Vater sein.
36:35Ja.
36:37Ja, das will er.
36:42Ich werde das Gefühl nicht los,
36:44dass hier irgendwas nicht stimmt.
36:47Daniel hätte Zeit gebraucht,
36:48sich frei zu entscheiden.
36:51Das läuft hier alles so glatt
36:52über die Bühne,
36:54wie bei einem gut
36:55inszenierten Theaterstück.
37:05Guten Abend, Herr Rautenbach.
37:07Annabelle Grafenberg hier.
37:09Ich habe da noch eine Kleinigkeit
37:11für die morgige Ausgabe.
37:13Es geht um die Verlobung
37:14meines Sohnes.
37:17Ach, Redaktionsschluss war schon?
37:20Dann verschieben Sie ihn doch
37:21für die morgige Ausgabe.
37:24Ach, schön.
37:24Das ist reizend von Ihnen.
37:26Selbstverständlich lasse ich Ihnen
37:27die Fotos und den Artikel
37:29sofort zukommen.
37:31Danke.
37:33Ihnen auch einen schönen Abend.
37:47Ist alles in Ordnung?
37:49Ja.
37:51Ich bin nur ein bisschen müde.
37:55Hast du vielleicht Hunger?
37:57Soll ich dir was zu essen machen?
37:58Wir haben doch gerade gegessen.
38:00Nur weil ich schwanger bin,
38:02muss ich nicht gemästet werden.
38:05Spürst du schon was?
38:09Nein, es ist doch noch viel zu früh.
38:11Tut mir leid.
38:13Ich wollte dich nicht bedrängen.
38:15Es ist alles einfach noch so neu.
38:19Ja.
38:21Wir können uns Zeit lassen.
38:23Wir haben ja auch
38:24alle Zeit der Welt,
38:26um es ganz in Ruhe an uns
38:27und unsere neue Situation zu gewöhnen.
38:30Daniel, bitte.
38:33Tut mir leid.
38:34Ich lasse dich in Ruhe.
38:39Ich schaue später noch mal nach dir.
38:50Ich lasse dich in Ruhe.
38:53Ich lasse dich in Ruhe.
38:55Ich lasse dich in Ruhe.
39:07Sonst würden wir einsam und allein unter dem Tisch mit einer Alkoholvergiftung liegen.
39:11Von dem ganzen Likörkram von meinen Eltern.
39:15Stattdessen sind wir die Helden der Nacht.
39:17Was?
39:18Stattdessen sind wir die Helden der Nacht.
39:21Und es gibt keinen Stress mehr mit Jan.
39:23Der wird uns die Füße küssen, so wie der Laden hier läuft.
39:25Ja, hoffentlich kriegt er nicht raus, was wirklich gelaufen ist.
39:28Was für eine super Party.
39:29Mir tun die Füße vom Tanzen weh.
39:32Wenn Frederik uns nicht aus der Patsche geholfen hätte,
39:34dann wäre die Stimmung niemals so gut geworden.
39:37Warum seid ihr euch denn so sicher, dass Frederik den Gönnerorden verdient hat?
39:41Weil er Kohle hat und weil er mein Kumpel ist.
39:45Ja, das ist ein einziger Kumpel, den du hast.
39:47Nee, aber der einzige mit Kohle.
39:50Ist dir eigentlich aufgefallen, dass ich meine Getränke heute auch mit Geld bezahlt habe?
39:55Ein Freund von mir hat einen Getränkehandel.
40:00Du hast uns gerettet.
40:02Warum hast du nichts gesagt?
40:07Pass auf, wenn Johanna von Orléans nur mal angekommen ist,
40:12rein hypothetisch jetzt, ohne Männer, ähm, nee, äh, also, ach.
40:20Du willst dich mit Johanna von Orléans vergleichen?
40:23Also, da ist mir die normale Säke Mertens lieber.
40:28Okay.
40:36Marie, komm her, Liebes.
40:42Was hast du denn da?
40:44Das hier habe ich soeben an die Zeitung geschickt.
40:47Sie haben den Druck gestoppt.
40:49Extra dafür, dass morgen früh eure Verlobungsanzeige erscheint.
40:54Verlobung und Nachwuchs im Haus Gravenberg.
40:59Findest du das nicht ein bisschen voreilig?
41:01Ja, ich weiß, was du meinst.
41:02Wir müssen dringend neue Aufnahmen von euch machen lassen.
41:05Diese hier sind nicht ideal, aber für die Anzeige reicht es.
41:09Die Fotos sind doch völlig egal.
41:12Was ist denn los mit dir?
41:14Alles läuft doch wunderbar, das wolltest du doch.
41:17Ich wollte, dass Daniel mich heiratet, aber ich wollte ihn nicht anlügen.
41:22Wenn er herausfindet, dass ich nicht schwanger bin, dann verzeiht er mir das nie.
41:26Wie soll er es denn rausfinden?
41:27Ihr seid jetzt verlobt und dann bist du schwanger.
41:31Es gibt da nur ein kleines Problem.
41:35Wir schlafen nicht miteinander.
41:38Jetzt habt doch etwas Geduld.
41:40Vielleicht dauert es ein paar Tage,
41:42aber dann wird sich alles von alleine einrenken.
41:46Und wenn nicht?
41:47Ach, Unsinn.
41:49Du liebst Daniel doch.
41:51Kann es doch nicht so schwer sein,
41:53diese kleine Notlüge wahr werden zu lassen.
41:56Marie, du darfst jetzt nicht die Nerven verlieren.
41:59Du musst jetzt stark sein.
42:02Vielleicht dauert es noch eine Weile,
42:05aber wenn es die nächsten Wochen klappt,
42:07dann ist doch alles in bester Ordnung.
42:09Was soll die nächsten Wochen klappen?
42:17Ich erzähle eine schreckliche Lüge.
42:19Nein, du sagst doch nur, was du dir wünschst.
42:21Wie soll es denn jetzt weitergehen?
42:23Am besten, du bist so schnell wie möglich schwanger.
42:25Gestern Nacht, da sahen die beiden nicht nur wie Freundinnen aus,
42:27sondern eher wie Komplizien.
42:29Frederik, jetzt höre auf mit deinen Verschwörungstheorien.
42:31Hat Marie irgendetwas zu verheimlichen?
42:33Was bitte sollte das sein?
42:34Ist Marie wirklich schwanger?
42:36Du bist so ein Mann los.
42:38Das mit Julia, das war...
42:40das war ein Traum.
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