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  • vor 7 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Was willst du denn noch von mir? Lass mich.
00:03Hast du dich so sicher vorhin gefühlt in der Firma, hm?
00:06Hast gedacht, du kannst mich beleidigen.
00:08Aber niemand beleidigt mich ungestraft.
00:11Ich... ich hab dir nichts getan.
00:14Lass mich gehen.
00:15Da gehst du mir nicht, ich es dir erlaube. Keine Sekunde früher.
00:19Lass mich gehen, oder?
00:21Ich zeig dich an.
00:23Ich zeig dich an. Ist mir egal, ob du der Vater meines Kindes bist.
00:29Hast du das also immer noch nicht wegmachen lassen?
00:31Nein, das werde ich auch nicht. Es ist meine Entscheidung.
00:33Ich werde das Kind bekommen.
00:36Du mieses kleine Stückchen.
00:38Du wirst mich mit diesem Kind nicht erpressen.
00:40Du wirst tun, was ich dir sage.
00:43Ich... ich werde das Kind bekommen.
00:45Und es wird nie erfahren, was für einen miesen Vater es hat.
01:21Ich werde das Kind bekommen.
01:26Ich werde das Kind bekommen.
01:33Ich werde das nicht überinfliegen.
01:36Ich werde das nicht überinflussen.
01:37Ich werde das nicht überinflussen.
01:40Silke!
01:41Julia!
01:44Susan!
01:46Silke!
01:47Was ist passiert?
01:48Kannst du dich bewegen?
01:49Julia!
01:51Und dann kommst du ruhig.
01:53Er stand auf einmal da.
01:54Ja, und dann hat er, er war völlig wütend, wegen des Kindes, er will, er will, dass ich das Kind
02:00abtreibe.
02:03Und dann hat er mich geschubst und ich bin auf den Bauch gefallen.
02:06Ganz ruhig, wir müssen jetzt zu einem Arzt fahren.
02:09Kommst du mit?
02:10Ja, ich komme mit. Und danach gehen wir zur Polizei und zeigen ihn an.
02:14Nein, das kann er nicht, das will ich nicht.
02:15Doch, Söke, das musst du.
02:17Ich will doch nur, dass das alles in Ordnung ist mit meinem Baby und dass, dass ich das ganz schnell
02:21vergesse.
02:21Das ist schon gut, Söke. Jetzt fahren wir erst mal ins Krankenhaus.
02:31So.
02:34Dankeschön.
02:36Und was ist das?
02:38Das sind ein paar Fruchtsäfte mit einem Schuss Amore.
02:41Oh. Na dann.
02:48Sehr lecker.
02:50Damit kannst du mich gerne öfter verwöhnen.
02:52Mhm. Das werde ich auch. Lass uns erst mal verheiratet sein.
02:55Mhm. Wenn du deine dreckigen Socken überall rumliegen lässt und dich über meine Blockenwickler ärgerst.
03:00Ich werde dich auch dann auf Händen tragen.
03:02Oh ja, ich bitte darum.
03:05Wir hatten wirklich Glück, dass wir den Termin auf dem Standesamt noch bekommen haben.
03:08Ja. Der letzte Freitag im Monat. Keine Zeit, um uns vorzubereiten.
03:11Aber wir haben schon den ersten Trauzeug.
03:14Ach. Hat Patricia zugesagt?
03:15Ja. Und sie freut sich drauf.
03:17Worüber freue ich mich?
03:20Darüber meine Trauzeugin zu sein?
03:22Ich kann meinen Bruder ja schlecht im Stich lassen.
03:25Ich habe immer gewusst, dass ich mich auf dich verlassen kann, wenn es mir wirklich drauf ankommt.
03:31Ich bin nochmal weg.
03:36Mhm.
03:56Wow, die ist spitze. Du bist immer besser.
03:58Ich glaube, du gewöhnst dich an meine Kochkünze.
04:02Gorgonzola-Soße. Die Idee hätte ich dir gar nicht zugetraut.
04:06Männliche Inspiration.
04:07Aha.
04:10Mh.
04:11Ist die Soße so gut?
04:12Ja. Und es ist schön, dass du da bist.
04:15Ja, ist doch klar.
04:16Hier.
04:17Probier.
04:20Mh, du hast recht.
04:21Ich bin gut.
04:23Okay, so gut wie dein Vater werde ich wahrscheinlich nie kochen, aber?
04:26Die ersten Spaghetti von meinem Papa waren total pumpig.
04:30Er hat das Kochen erst so richtig gelernt, als Mama weg war.
04:33Und Christa kann ja auch nicht kochen.
04:36Oder konnte.
04:38Das macht dich immer noch fertig, oder?
04:40Ja, ich weiß ja auch immer noch nicht genau, warum Christa und Papa sich wirklich getrennt haben.
04:50Guten Abend.
04:51Guten Abend.
04:51Hallo.
04:52Was ist denn das für eine Versammlung?
04:53Komm, sitz dich zu uns und trink einen Schluck.
04:56Ah, lieber nicht. Ich bin todmüde und leg mich gleich hin.
04:58Deine Arbeit scheint dich ja ziemlich in Anspruch zu nehmen.
05:02Oder sind es eher die Mitarbeiterinnen?
05:05Du kannst es einfach nicht lassen, Anna Becken.
05:06Warum sollte ich?
05:08Schließlich haben wir deiner blinden Zuneigung zu Julia Schilling die schlimmste Krise unserer Firmengeschichte zu verdanken.
05:16Schlaf gut, Frederik.
05:18Du wirst in Zukunft noch mehr Überstunden machen müssen.
05:21Ach ja?
05:23Die beträchtlichen Spielschulden deiner Schwiegermutter in Spee bezahlen sich schließlich nicht von selbst.
05:29Wieso wundere ich mich nicht, dass du darüber schon Bescheid weißt?
05:32Ach, ich bitte dich. Das war doch nur eine Frage der Zeit, bis Christa Schilling wieder spielt.
05:37Und verliert.
05:39Je größer das Leid anderer, umso glücklicher bist du manchmal, hm?
05:43Du ehrst dich, Frederik.
05:45Die Schillings sind mir vollkommen egal.
05:48Ich mag es nur nicht, wenn man meine Kreise stört.
05:52Trotz allem, was zwischen uns schon passiert ist, hätte ich nie gedacht, es jemals zu sagen.
05:57Manchmal widest du mich auch.
06:13Hier.
06:14Danke.
06:16Mach's dich gut, als Krankenschwester.
06:22Und du gefällst mir so hilflos.
06:26Das eröffnet völlig neue Perspektiven.
06:31Lass das.
06:35Warum ist Julia denn auf dich losgegangen?
06:37Weil sie verrückt ist.
06:40Genauso durchgeknallt wie ihre Mutter.
06:41Ach ja.
06:43Sie hat ihr also einfach so aufgelauert.
06:45Ist aus dem Gebüsch gesprungen und hat ihr Pfefferspray ins Gesicht gesprüht.
06:49Einfach so.
06:50Weil sie verrückt ist.
06:52Glaub's?
06:53Oder lass es bleiben?
06:55Wie auch immer.
06:57Es schließt sich dein Problem.
06:59Bist ja ein großer Junge.
07:03Du wirst mir gefälligst helfen.
07:05Schließlich bist du mir noch was schuldig.
07:07Ich höre wohl nicht richtig.
07:09Was denn bitte?
07:10Hast du dafür gesorgt, dass ich wieder in der Manufaktur bin?
07:12Hast du was gegen meine Mutter unternommen?
07:14Nein.
07:15Also bin ich dir wohl auch kaum was schuldig.
07:17Ich hab die Schnauze so gestrichen voll von euch Weibern.
07:22Wenn ihr was braucht, dann will man dir aber weh.
07:23Wenn jemand will was von euch.
07:29Du hast Christa Schelling Geld geliehen, damit sie weiterspielt und verliert.
07:32Und genau das hat sie getan.
07:34Tja.
07:36Pech, mein Lieber.
07:39Jetzt musst du dir das Geld auch zurückholen.
07:59Suchst du vielleicht den?
08:01Oh ja, gib ihn her.
08:03Gib, gib ihn her.
08:04Mann, auf mit dem Scheiß.
08:06Wir müssen zur Arbeit.
08:07Wir kommen zu spät.
08:08Du vielleicht.
08:09Ich nicht.
08:09Ich hab meine Schuhe an.
08:10Ach, weil ja.
08:12Ups.
08:13Oh.
08:14Vorbeut, nicht stört.
08:15Mama.
08:20Wo ist mein Schuh?
08:23Ja, sie.
08:24Sie stören.
08:25Gar nicht.
08:26Wir müssen auch gleich los.
08:28Sobald Charlotte ihre Schuhe angezogen hat.
08:30Wo gehst du hin?
08:33Jobcenter.
08:33Hier ist früher Arbeitsamt.
08:35Aber die Zeiten haben sich geändert.
08:38Also für mich auf alle Fälle.
08:39Du schaffst das schon.
08:41Mensch, Kolja, weißt du, wie lange das her ist, dass ich nicht mehr gearbeitet habe?
08:44Aber du hast doch Berufserfahrung.
08:46Ach, meinst du, das ist ein bisschen Buchhaltung, was ich für deinen Papa gemacht habe?
08:49Das wird ja wohl kaum eine Firma begeistern.
08:51Genauso wenig wie meine Kenntnisse in Kochen, Bügeln, Waschen.
08:54Deine Mutter hat schon irgendwie recht.
08:56Computerkenntnisse werden auf jeden Fall besser.
08:58Ja, aber trotzdem.
08:59Mama kann so viel.
09:00Nein, ist richtig, was Charlotte sagt.
09:02Vom Computer hab ich überhaupt keine Ahnung.
09:05Aber vielleicht könnte ich ja im Austausch gegen einen selbstgebackenen Apfelkuchen.
09:09Oh, ihr Apfelkuchen ist so lecker.
09:12Oh, dann steht er in der großen Karriere ja nicht zu wenig.
09:16Tschüss.
09:16Ciao.
09:22So.
09:25Geht's?
09:26Ja, danke.
09:28Pass auf, wenn dein Bauch erstmal so dick wird, dann brauchst du auch einen viel größeren Stuhl.
09:33Als der Arzt vorhin rausgegangen ist, um die Ergebnisse zu holen, da hab ich echt gedacht, wenn der jetzt wiederkommt
09:38und mir sagt, dass was ist mit meinem Baby, dann weiß ich nicht, was ich tue.
09:44Ganz ruhig.
09:46Deinem Kind geht es gut.
09:47Okay.
09:50Aber in dem Moment, da hab ich das erste Mal Muttergefühle gehabt.
09:55Das war, das war total überwältigend.
10:00Stell dir vor, da ist jetzt ein kleiner Mensch, der ist komplett auf mich angewiesen.
10:07Ich weiß nicht, ob ich das allein schaffe.
10:11Natürlich.
10:12Du wirst das ganz wunderbar hinkriegen.
10:17Danke.
10:20Es wird aber ohne Vater aufwachsen.
10:27Silke, was immer deinem Kind auch fehlen mag, weil es seinen Vater vielleicht nie kennenlernt, du wirst das doppelt wettmachen,
10:34da bin ich ganz, ganz sicher.
10:43Werner, du willst ausgehen?
10:46Ja, so könnte man das auch nennen.
10:48Ich fahre ins Büro, wie jeden Morgen, aber hatten wir das Gespräch nicht schon mal?
10:53Ich dachte, du hättest dich inzwischen genügend überzeugt, dass alles in Ordnung ist, oder etwa nicht?
10:58Auch das hatten wir schon mal, Annabelle.
11:00Aber mach ruhig so weiter, ich erkläre dir gerne jeden Morgen aufs Neue, dass ich in die Firma fahre.
11:06Also ich verstehe dich wirklich nicht.
11:07Daniel und ich, wir haben alles im Griff.
11:10Du kannst uns vertrauen.
11:11Das ist das Problem.
11:13Daniel, vertraue ich dir nicht.
11:15Du beleidigst mich wirklich mit deinem Misstrauen.
11:18Ich würde nie etwas tun, was der Firma schadet.
11:21Das glaube ich dir sogar.
11:23Auf deine Weise willst du das wirklich nicht.
11:26Dann stört dich also nur, dass die Dinge nicht mehr auf deine Weise geschehen.
11:30Was meinst du damit?
11:32Bist du nicht deshalb in den Ruhestand gegangen, weil du gemerkt hast, dass deine Art, das Geschäft zu führen, nicht
11:39mehr zeitgemäß ist?
11:41Verdreh nicht die Tatsache.
11:43Es geht um deine unmenschlichen Rationalisierungspläne.
11:47Das weißt du ganz genau.
11:49Ich werde ein Auge auf dich haben.
11:57Marie, bist du fertig?
11:58Ja.
11:59Oder willst du schon an deinem ersten Arbeitstag in die Manufaktur zu spät kommen?
12:02Nein.
12:04Schon fertig.
12:06Siehst fantastisch aus.
12:07Na, dann war es die Mühe ja wert.
12:09Absolut.
12:10Ich denke, Annabelle und Tui werdet gut zusammenarbeiten.
12:13Ihr werdet euch prima ergänzen.
12:14Ich glaube auch.
12:16Und so langsam freue ich mich richtig drauf.
12:20Aber sag mal, glaubst du nicht, es wird vielleicht Unruhe stiften, wenn ich als deine Verlobte jetzt auch noch in
12:26der Firma arbeite?
12:27Nein, warum?
12:29Die ganze Familie arbeitet in der Manufaktur.
12:31Und schließlich führst du auch bald eine Gravenbergsäure.
12:34Ja.
12:35Aber was ist mit Frederik?
12:37Und Julia?
12:39Ich wäre ja auch nicht begeistert, wenn sie jetzt hier eins sieht.
12:41Aber ich komme jetzt mit dir in die Firma.
12:44Ich glaube nicht, dass die beiden so schnell über das Zusammenziehen nachdenken.
12:47Und außerdem hinkt der Vergleich.
12:48Zusammen wohnen und zusammen arbeiten ist was völlig anderes.
12:53Wir sollten uns damit auch gar nicht belasten.
12:56Schließlich gibt es andere Dinge, um die wir uns kümmern müssen.
12:59Unsere Hochzeitsplanung zum Beispiel.
13:01Das werden wir jetzt wohl in unsere Mittagspause verlegen müssen.
13:04Die Zeit nehmen wir uns.
13:06Ich hoffe, dass Charlotte endlich zusagen wird, meine Trauzeugin zu werden.
13:10Das wird auch noch klappen.
13:38Ich war eigentlich schon weg.
13:41Ich habe die ganze Nacht im Zug gesessen.
13:44Lass das los, du machst das noch kaputt.
13:47Das kann ich gut.
13:49Alles kaputt machen, was?
13:55Mama, was willst du?
13:57Warum bist du hier, wenn du eigentlich schon weg bist?
14:00Ich komme nicht mit.
14:02Ich wollte mich nur verabschieden.
14:06Ich habe einen Brief für dich.
14:09Und für Tobias.
14:12Abschiedsbriefe.
14:16Ja, ich gehe weg aus Falkenthal.
14:19Weg von dir.
14:22Weg von Tobias.
14:25Und weg von diesem Leben.
14:27Ja, du machst das, was du immer machst.
14:29Abhauen.
14:31Nein.
14:33Diesmal ist es anders.
14:35Ich will neu anfangen.
14:38Ich habe eingesehen, dass ich mein Leben selbst in den Griff kriegen muss.
14:42Und das kann ich hier nicht.
14:44Du stiehlst dich aus der Verantwortung, Mama.
14:47Du machst alles kaputt.
14:48Und dann haust du ab und hinterlässt nur Scherben.
14:50Wie immer.
14:55Ich nehme dir nicht übel, dass du das sagst.
14:57Nach all dem, was ich gemacht habe.
15:00Aber jetzt ist es wirklich anders.
15:02Ich will mich verändern.
15:05Und dazu brauche ich Hilfe.
15:08Ich, ich, ich.
15:09Das ist alles, was ich immer von dir höre.
15:14Du kannst Tobias und mich so nicht stehen lassen.
15:16Sind wir jetzt Vater und Tochter oder nicht?
15:19Julia, quäle mich doch nicht.
15:21Ich weiß es nicht.
15:22Ich wollte mich nicht im Streit trennen.
15:28Diesmal nicht, Mama.
15:33Wenn du Tobias und mich jetzt im Stich lässt,
15:37dann verzeih ich dir das nicht.
15:43Ich,
15:46ich wollte mich nur verabschieden.
15:50Gibst du den Brief, Tobias?
15:52Kannst du das nicht selber?
15:55Bist du dazu auch zu feige?
15:57Nein.
15:59Nein.
16:03Ich lebe früh, Julia.
16:11Oh, nein.
16:25Oh, nein.
16:28Oh, nein.
16:39Du brauchst Sirke gar nicht erst zu suchen, sie sammelt noch die Hauspost ein.
16:44Kannst du das dann dir legeben?
16:46Hast du es zu Hause vergessen?
16:47Sicher.
16:48Morgen, Nico.
16:49Hallo, Andreas.
16:50Hallo.
16:50Könnte ich einen Tee haben?
16:51Reibusch?
16:52Gerne.
16:53Hallo, Friedrich. Wie geht's?
16:54Gut. Und hier?
16:55Geht so.
16:56Ich habe gehört, dir ist die Finanzierung für die Motorradwerkstatt weggebrochen.
17:00Ja.
17:02Die Münzsammlung gibt es leider nicht mehr.
17:05Klassische Einbruchsdiebstahl, wie die Polizei sagt.
17:08Und die Versicherung?
17:09Zahlt nicht. Weil die Tür nicht abgeschlossen war.
17:13Und jetzt suchst du noch andere Lösungen?
17:15Ja, schon, aber...
17:17Hast du schon mal an Sponsoren gedacht?
17:19Wer sollte das sein?
17:21Ich zum Beispiel.
17:23Danke. Melde dich.
17:26Liegt er dir?
17:30Sieke, da bist du ja.
17:31Sag mal, warum hat denn das so lange gedauert?
17:34Du tust ja gerade so, als wäre ich tagelang weg gewesen.
17:37Ich habe einfach schlecht geschlafen. Das ist alles.
17:40Geht's dir nicht gut?
17:42Du hast ja eben so gehumpelt.
17:44Nein, ich humpel nicht.
17:46Doch. Das ist mir schon vorhin aufgefallen.
17:50Sag mal, habt ihr nichts zu tun?
17:52Nein.
18:15Christ ist also wirklich gegangen.
18:20Ja.
18:22Sie sagt, sie will ihr Leben jetzt wieder in den Griff bekommen.
18:25Sich Hilfe suchen und aufhören zu spielen.
18:31Wie oft hast du das schon gehört?
18:36Ehrlich, Julia, glaubst du dir das?
18:40Nein.
18:42Ja, ich meine...
18:44Ich weiß einfach nicht, was ich ihr noch glauben soll.
18:46Sie ist schon so oft weggelaufen.
18:50Ich habe diese Frau noch nie verstanden.
18:53Das wird mir jetzt klar.
19:01Hier.
19:02Der ist für dich.
19:05Abschiedsbrief.
19:07Mama hat sich davon geschlichen, ohne Tobias ein Wort zu sagen.
19:12Wie feige von ihr.
19:17Aber war unser Abschied denn besser?
19:20Ich habe Mama nur angeschrien.
19:22Darf man so auseinander gehen?
19:25Aber hat sie es anders verdient?
19:32Was ist mit Tobias?
19:35Wenn er wirklich mein Vater ist?
19:38Wie soll man damit jetzt klarkommen?
19:42Kann ich ihm irgendwie zur Seite stehen?
19:48Das hier war ein Brief.
19:51Das ist der Pfandschein für die Münzsammlung.
19:54Dann haben wir wenigstens eine Chance,
19:56deine Münzen zurückzubekommen.
19:58Ein Pfand.
20:01Das ist ein Versprechen auf Zeit.
20:04Passt irgendwie zu Christa.
20:09Nur vergisst sie meistens,
20:11ihre Versprechen noch einzulösen.
20:13Tobias,
20:15ich...
20:20Wenn du jetzt wirklich mein Vater bist,
20:23wie sollen wir denn dann damit umgehen?
20:28Du hast dir recht.
20:30Du hast recht.
20:32Das ist das wirklich Wichtige jetzt.
20:40Wenn wir tatsächlich Vater und Tochter sind,
20:43dann...
20:44dann sollten wir uns schleunigst damit auseinandersetzen.
20:48Ja.
20:53Wir schaffen das schon.
20:57Wir müssen uns nur...
21:00vertrauen.
21:03Habe ich nicht einen super Bruder?
21:05Schlepp mir alles hinterher,
21:06was ich vergesse.
21:08Sonst hätte ich Papa nochmal anrufen müssen.
21:09Der dann auch bestimmt gekommen wäre.
21:11Im Gegensatz zu meinem Vater,
21:13der nicht mal ans Telefon geht.
21:15Hast du ihn immer noch nicht erreicht?
21:17Ne.
21:18Und langsam habe ich keinen Bock mehr,
21:19ihm hinterher zu telefonieren.
21:21Willst du eigentlich deinetwegen
21:22oder wegen deiner Mama mit ihm sprechen?
21:24Keine Ahnung.
21:25Ich...
21:25Ich will einfach Klarheit.
21:27Ich meine,
21:28du willst doch auch wissen,
21:29was zwischen deinem Vater und Christa passiert ist.
21:31Ja, stimmt.
21:33Vielleicht hat sie ihn betrogen.
21:36Na, das sowieso.
21:36Sie hat die Münzsammlung gestohlen.
21:39Aber sie ist nicht nach Bali
21:40mit einem anderen Typen abgehauen.
21:42Immerhin.
21:44Das ist schon komisch.
21:45Auf einmal entschuldigt man sich
21:46für den Blödsinn,
21:47den die Eltern anstellen.
21:49Ja.
21:49Am liebsten würde ich
21:50meinem Vater eine Standpauke halten.
21:54Gehen wir die Sache doch mal ganz praktisch an.
21:56Dann bin ich aber gespannt.
22:01Wenn ich mir was wünschen darf, dann...
22:04...dass du noch möglichst lange
22:05in der Ferienwohnung bleibst.
22:07Ach.
22:08Darüber muss ich erst mal nachdenken.
22:12Das Angebot nehme ich sehr gerne an, Tobias.
22:15Schön.
22:17Dann können wir uns besser
22:19kennenlernen.
22:20Ich meine...
22:21anders.
22:23Als bisher.
22:25Ja, das möchte ich auch.
22:30Und ich...
22:31...freue mich, wenn wir wirklich...
22:35Ich könnte mir keinen besseren Vater vorstellen, Tobias.
22:40Trotzdem sollten wir es vielleicht etwas...
22:43...langsam angehen lassen.
22:45Ja, du hast recht.
22:49Aber verschweigt mir was.
22:50Da ist irgendwas passiert,
22:51was er mir nicht erzählen will.
22:53Naja, wenn es wirklich wichtig ist,
22:55dann wird er es dir schon sagen.
22:57Immer diese blöde Ungewissheit.
22:59Können die Leute nicht einfach mal klar sagen,
23:01was los ist?
23:02Muss ich mir nicht ständig den Kopf zerbrechen.
23:04Das ist ja hier nicht anders.
23:07Wie, was meinst du?
23:09Ja, die ganzen Gerüchte,
23:10dass es der Manufaktur schlecht geht
23:11und Mitarbeiter entlassen werden müssen.
23:13Julia hat doch gesagt,
23:14dass das nicht stimmt.
23:16Ja, und Tim sagt,
23:16dass sein Meister fest dran glaubt.
23:18Nein, ich kann mir nicht vorstellen,
23:19dass die Grafenbergs so was machen würden.
23:21Wieso denn?
23:22Wenn es der Manufaktur tatsächlich schlecht geht,
23:24dann ist das doch der nächste logische Schritt.
23:26Weniger Mitarbeiter,
23:27weniger Kosten.
23:31Frau Grafenberg?
23:32Was ist?
23:34Seid ihr schon fertig mit der Arbeit,
23:35die ich euch gegeben habe?
23:36Nein, nicht ganz,
23:37aber darum geht es nicht.
23:38Ich wollte sie was fragen.
23:39Was ist los?
23:41Stimmt das,
23:42was man sich in der Firma erzählt?
23:44Das kommt ganz drauf an.
23:46Was erzählt man sich denn so?
23:48Naja,
23:49dass es der Manufaktur schlecht geht
23:51und dass Leute entlassen werden.
23:53Jetzt hört mir mal gut zu,
23:54ihr beiden.
23:55Ob Leute entlassen werden oder nicht,
23:57das geht euch gar nichts an.
23:58Ihr werdet schon früh genug erfahren,
23:59was die Firmenleitung beschlossen hat.
24:02Und
24:03jetzt vergesst diese dummen Gerüchte
24:05und macht euch an die Arbeit.
24:08Apropos Arbeit.
24:11Wo ist eigentlich Julia?
24:19Entschuldigung,
24:19ich habe mich aufgefahren.
24:20Ich war im Gedanken.
24:21Tut mir leid.
24:24Ich wollte sowieso zu dir kommen.
24:26Ja?
24:28Danke.
24:29Ja, ich wollte dich fragen,
24:30wie es dir geht.
24:31Meine Mutter hat Falkenthal verlassen.
24:34Sie ist weg für immer?
24:35Ja, sie war vorhin noch mal hier,
24:37um sich zu verabschieden.
24:39Das tut mir leid, Julia.
24:40Wirklich.
24:44Hey!
24:45Geht ihr auf mich?
24:46Nein, nein, das war reiner Zufall.
24:48Ich muss dann auch wieder.
24:50Entschuldigt.
24:51Tschüss.
25:01Ist alles in Ordnung mit dir?
25:06Ja, wie gesagt,
25:09ist meine Welt gerade
25:10ziemlich
25:13aus den Fugen.
25:16Das klingt ja höchst dramatisch.
25:18Bitte, mach dich nicht lustig.
25:19Das tue ich nicht.
25:21Willst du mir nicht sagen,
25:22was passiert ist?
25:29Meine Mutter hat Falkenthal verlassen.
25:30Für immer.
25:33Und sie hat Tobias und mich
25:34mit der ganzen Sache sitzen lassen.
25:40Hast du mit Tobias schon gesprochen?
25:42Ja.
25:43Vorhin.
25:45Er ist ganz großartig,
25:46wie er mit allem umgeht.
25:48Na ja, dann
25:49müsste er eigentlich nur noch
25:50mit Lilly und Nico reden.
25:52Ja, nur noch ist gut.
25:55Wie soll ich Ihnen denn bitte sagen,
25:56dass Sie vielleicht
25:59meine Geschwister sind?
26:09Hier, Silberputzmittel.
26:11Das wolltest du doch haben.
26:13Vielen Dank.
26:14Ja, mit dem wird es besser gehen
26:16als mit dem anderen.
26:18Was ist?
26:20Willst du mir helfen?
26:22Du kannst den Besteckkasten einräumen.
26:28Ordnung der Dinge
26:30bringt Ordnung der Gedanken.
26:37Hast du mit Christa gesprochen?
26:39Christa ist weg aus Falkenthal.
26:43Sie ist weg?
26:44Einfach so?
26:46Sie sind mir
26:46einen Abschiedsbrief hinterlassen.
26:48Sie übernehmen den Griff.
26:58Das habe ich ihr geraten.
27:01Aber dass sie geht ohne Abschied?
27:05Sie hat nur noch
27:06mit Julia gesprochen.
27:07Sie hat mir den Brief gebracht.
27:12Julia will weiterhin
27:13in der Ferienwohnung bleiben.
27:16Und ich bin froh drüber.
27:20Alles Weitere müssen wir sehen.
27:23Alles Weitere?
27:25Ob du ihr Vater bist?
27:28Und was ist mit Nico und Lilly?
27:31Mit denen rede ich,
27:32wenn wir Gewissheit haben.
27:34Und ihr wisst noch nicht,
27:35ob ihr die Gewissheit haben wollt?
27:37Ja, ich...
27:38Wir sind noch nicht bereit dafür.
27:43Ich habe Julia von Anfang an sehr gemocht.
27:46Es gab sofort eine Verbindung zwischen uns.
27:49Dann macht es ja auch Sinn,
27:50dass ich ihr Vater bin.
27:52Ob ich es nicht bin...
27:54Dann bleibt euch die Freundschaft.
27:56Aber das ist doch nicht dasselbe.
27:58Ich habe mich irgendwie schon
27:59an den Gedanken gewöhnt,
28:00dass Julia meine Tochter ist.
28:03Wenn sie von dem anderen Mann ist.
28:07Es ist ja auch für Julia ziemlich schwer.
28:09Wahrscheinlich noch viel schwerer als für mich.
28:12Man muss doch wissen,
28:13wo man herkommt und wo man hingehört.
28:16Also,
28:16gibt es nur zwei Möglichkeiten.
28:19Entweder ihr macht einen Vaterschaftstest
28:22oder...
28:23Wir belassen uns dabei.
28:25Ja.
28:26Ich könnte das zwar nicht,
28:28aber
28:28das ist eure Entscheidung.
28:34Wir haben uns noch gar nicht gesehen heute, oder?
28:36Nein.
28:38Aber
28:39ich habe schon gehört,
28:40dass du in der Marketingabteilung
28:42für uns arbeitest.
28:44Das ist sehr schön.
28:45Ja.
28:46Ja, lass dich bloß von Annabelle
28:47nicht zu sehr einspannen.
28:49In deinem Zustand
28:50solltest du dich schonen.
28:51Ach, keine Sorge.
28:52Ich mache ja noch ein paar Anrufe.
28:54Ja.
28:56Ich meine Charlotte,
28:58die, als sie schwanger war,
29:00ließe sich auch nicht nehmen,
29:02jeden Tag
29:02in der Manufaktur
29:04vorbeizuschauen.
29:05Sie wollte eben immer
29:06in deiner Nähe sein.
29:08Ja.
29:09Ja.
29:10Und ich in ihrer.
29:13So war das wohl.
29:14Ja, aber du bist ja wohl
29:16nicht deswegen gekommen,
29:17um mit mir über meine Frau zu sprechen.
29:18Nein.
29:20Daniel und ich haben heute
29:21einen Termin beim Standesamt bekommen.
29:24Der letzte Freitag in diesem Monat.
29:26Das ist ja wunderbar.
29:27Ha, ich freue mich für euch,
29:29obwohl
29:29du ja schon bereits
29:31zur Familie gehörst.
29:34Werner, ich wollte dich was fragen.
29:36Mhm.
29:37Könntest du dir vorstellen,
29:38mich zum Traualtar zu führen?
29:44Das
29:46würde ich sehr gerne.
29:51Das ist mir eine große Ehre.
29:57Sie haben ja ein erstaunliches Talent,
29:59die richtigen Farben zu treffen.
30:01Schlammgrün,
30:02Mausgrau.
30:03Passt zu Ihnen.
30:04Ich lasse mich von Ihnen
30:05nicht mehr provozieren,
30:06Frau Grafenberg.
30:08Sie haben vollkommen recht.
30:09Das müssen Sie auch
30:10bald nicht mehr.
30:12Wie meinen Sie das?
30:15Weil Sie nicht mehr lange
30:16hier arbeiten werden.
30:18Sobald Frederik weg ist,
30:20können Sie auch
30:20Ihre Sachen packen.
30:21Frederik geht aber nicht.
30:23Warum sollte er auch?
30:24Ach doch, das wird er.
30:25Ganz sicher sogar.
30:27Es ist nur noch
30:27eine Frage der Zeit.
30:28Was auch immer
30:29Sie im Schilde führen,
30:30Frau Grafenberg.
30:32Frederik wird kämpfen.
30:33Und ich mit ihm.
30:36Berührend.
30:37Sie haben keine Ahnung,
30:39worauf Sie sich hier einlassen.
30:41Oh doch,
30:42das habe ich.
30:43Ich kenne Sie
30:43mittlerweile ganz gut.
30:45Ich weiß,
30:45wozu Sie fähig sind.
30:47Dann wissen Sie ja auch,
30:48dass ich nie aufgebe.
30:50Niemals.
30:52Frederik und Sie
30:53werden von hier verschwinden.
30:55Solche Drohungen
30:55habe ich schon öfter gehört.
30:56Und Sie strecken mich nicht mehr.
30:58Und wissen Sie auch,
30:59was mich so sicher macht?
31:00Sie kommen hierher.
31:02Sie nehmen sich die Zeit,
31:03um mich einzuschüchtern.
31:04Das würden Sie doch
31:05niemals tun,
31:06wenn Sie wirklich
31:06was gegen Frederik
31:07und mich in der Hand hätten,
31:08oder?
31:15Du hast ja recht.
31:17Es ist ungeheuerlich,
31:19was deine Mutter da vorschlägt.
31:20Jetzt reg dich nicht auf,
31:21Großvater.
31:22Du kennst sie doch.
31:23Ja, gerade weil ich sie kenne,
31:25rege ich mich auf.
31:27Jetzt denken die Leute,
31:28sie werden alle gekündigt
31:30und sitzen morgen auf der Straße.
31:33Wie ich sie kenne,
31:33nennt Mutter das
31:34eine gute Vorbereitung.
31:37Wenn es tatsächlich
31:38eines Tages
31:39zu Kündigungen kommt,
31:40trifft es die Leute
31:41nicht mehr so hart.
31:43Dieser Zynismus
31:44sieht ja ähnlich.
31:45Annabelle schiebt die Menschen
31:47herum wie Figuren
31:47auf einem Schachbrett.
31:49Du sagst so was Wahres.
31:51Aber das lasse ich nicht zu.
31:54Solche Methoden
31:55waren noch nie Stil
31:56von Falkenthal, Porzellan.
31:58Und das wird sich in Zukunft
31:59auch nicht ändern.
32:00Jedenfalls,
32:02solange ich das verhindern kann.
32:04Gib es auf,
32:05Großvater.
32:06Mutter beherrscht
32:07dieses Spiel besser als du.
32:08Nein, Patricia.
32:09So weit sind wir noch nicht.
32:11Ich werde nachher
32:12durch die Abteilungen gehen
32:13und mit den Leuten reden.
32:15So eine Art
32:16Betriebsversammlung?
32:18Ja.
32:19Ich fange im Haupthaus an
32:20und erkläre unseren Leuten,
32:22dass sie keine Angst
32:23um ihre Arbeitsplätze
32:24zu haben brauchen.
32:26Das
32:27sind wir ihnen schuldig.
32:42Hallo.
32:43Lilly.
32:45Hey, ist alles in Ordnung bei dir?
32:47Ja, ist alles in Ordnung.
32:48Ich war nur ein bisschen
32:49in Gedanken.
32:50Hast du dir Sorgen
32:51um Christa?
32:53Ein bisschen.
32:54Aber ich glaube,
32:55es war gut,
32:55dass sie sich entschlossen hat,
32:56zu gehen.
32:58Wie zu gehen?
32:59Ist sie weg?
32:59Ja.
33:01Mama hat Falkenthal verlassen.
33:03Aber warum?
33:04Dann kommt sie wieder?
33:06Das weiß ich nicht.
33:09Vielleicht ist es besser.
33:12Ihr sollt nach vorne
33:13zum Empfang.
33:15Was ist denn los?
33:18Nichts.
33:18Sag uns, liebe,
33:19warum wir zum Empfang
33:20kommen sollen.
33:21Herr Gravenberg
33:21will eine Rede halten.
33:23Gibt es jetzt doch
33:24noch Entlassungen?
33:25Ganz sicher nicht.
33:38Wollen Sie mir bitte
33:39einen Augenblick zuhören?
33:43Seit einigen Tagen
33:44gibt es viele Gerüchte
33:45im Haus.
33:47Ich weiß,
33:47dass mancher von Ihnen
33:50um seinen Arbeitsplatz
33:51fürchtet.
33:53Ich will ganz offen
33:54zu Ihnen sein.
33:56Es wird Veränderungen geben.
33:58Das ist notwendig,
34:01damit Falkenthal-Porzellan
34:03das bleiben kann,
34:04was es ist.
34:05Ein erfolgreiches
34:06Traditionsunternehmen.
34:08Aber
34:10bei Falkenthal-Porzellan
34:12wird es keine
34:13Entlassungen geben.
34:16Darüber müssen Sie sich
34:17keine Sorgen machen.
34:19Darauf haben Sie mein Wort
34:20als Werner Gravenberg
34:21und das meines Sohnes.
34:24Vor einiger Zeit
34:26habe ich meinen Sohn
34:27Frederik als meinen Nachfolger
34:28eingesetzt.
34:30Ich habe volles Vertrauen
34:31zu ihm.
34:33Und ich bin hier,
34:34um in diesen Tagen
34:35ihm
34:37beizustehen.
34:39Wir werden entschlossen
34:40und zügig
34:42handeln.
34:45Je früher ich
34:46zu meinem Golfspiel
34:48zurückkehren kann,
34:49der Schlubbesche.
35:12Hallo.
35:16Ich habe mich nur
35:17kurz ausgeruht.
35:18Gegen mir kannst du
35:20Füße ruhig oben lassen.
35:21Das sind ja nicht
35:22meine Kissen.
35:26Wie war es beim Arbeitsamt?
35:28Hör bloß auf.
35:29Ich habe unzählige
35:30Formulare ausfüllen müssen
35:31und als ich bei besonderer
35:33Qualifikation Stehno
35:34und Schreibmaschine
35:35gesagt habe,
35:36haben die sich ja
35:36totgelacht.
35:37Das klingt nicht gut.
35:39Die Sachbearbeiterin
35:40sagte, Stehno hätte
35:42sie schon mal gehört.
35:43Es muss wohl
35:43im vorigen Leben
35:44gewesen sein.
35:46Da hat sie auch recht.
35:48Nicht aufgeben, Mama.
35:49Das schaffst du schon.
35:51Kolja,
35:51ich habe überhaupt
35:52keine Ahnung
35:53von moderner
35:54Bürokommunikation.
35:55Wahrscheinlich
35:56habe ich von Kommunikation
35:56überhaupt keine Ahnung,
35:57sonst hätte Papa
35:58mich ja nicht betrogen.
35:59Quatsch,
36:00das ist doch nicht
36:00deine Schuld.
36:02Es ist lieb von dir,
36:03dass du das sagst,
36:04Kolja.
36:05Aber guck mal,
36:07ich muss mein Leben
36:08jetzt neu ordnen.
36:09Ich muss einen Job finden.
36:10Ich muss eine Wohnung finden.
36:12Ich kann noch nicht
36:13ewig hier auf deiner
36:14Couch rumsitzen.
36:16Doch, kannst du.
36:17Du störst mich.
36:18Im Gegenteil.
36:19Du bist lieb.
36:22Trotzdem.
36:24Vielleicht sollte ich
36:25zu Papa zurückgehen.
36:26Der wird mich auslachen,
36:28aber schlimmer kann es
36:31nicht werden.
36:32Auf keinen Fall.
36:34Guck mal,
36:35wir finden ihm nur
36:35einen Job.
36:36Du wirst sehen.
36:38Wir schaffen das schon.
36:43Was ist denn mit dir los,
36:45so wie du da hängst?
36:47Ist da noch eine Limo?
36:50Ich mach mir Sorgen.
36:52Papa ist immer noch
36:53ganz schön durch den Wind
36:54wegen Christa.
36:56Sie hat sich einfach
36:57aus dem Staub gemacht.
36:58Christa ist abgereist.
37:01Krass.
37:02Also das mit dem Spielen
37:03und dem Einbruch
37:04war ja schon heftig.
37:05aber
37:07jetzt übertreibt sie wirklich.
37:09Findest du es lustig,
37:10dass es Papa so beschissen geht?
37:13War nicht so gemeint.
37:15Papa tut mir genauso leid
37:16wie dir.
37:18Was sollen wir denn jetzt machen?
37:21Wir können gar nichts machen,
37:23außer für ein Dasein.
37:26Zu blöd,
37:27dass du die beiden Typen
37:27nicht erkannt hast.
37:29Ist das noch sehr weh?
37:31Ja.
37:32Du musst sagen,
37:32nur wenn ich lache.
37:34nur wenn ich lache.
37:35Aber zum Trost erzähle ich dir
37:37jetzt mal was Schönes.
37:38Frederik Grafenberg
37:39hat Jörg rausgeschmissen.
37:41Wirklich?
37:42Und er ist einfach gegangen?
37:44Einfach so?
37:44Naja, einfach so.
37:46Zuerst hat er noch
37:47Silke und mich
37:47ordentlich beschimpft
37:48und bedroht.
37:52Wenn man vom Teufel spricht.
37:59Und hier bitte.
38:01Wollen wir nicht gehen?
38:03Wir haben so gerade das bestellt.
38:09Wegen Jörg?
38:11Ich lasse mich doch
38:12von dem Typen
38:12nicht aus meiner Stammkneipe
38:14vertreiben.
38:15Wir müssen doch
38:15keinen Ärger machen.
38:20Du bist ja ganz blass.
38:23Mir ist nur
38:23ein bisschen schlecht.
38:44ich möchte mich noch mal
38:45bei dir bedanken.
38:45für deine Offenheit.
38:48Du machst es mir leicht.
38:50Ich möchte dir auch danken.
38:52Weißt du,
38:55wie lange ich drüber nachdenke,
38:57umso besser gefällt mir die Idee,
38:59dass du
38:59meine Tochter bist.
39:02Geht mir genauso.
39:10Aber du hast noch nicht mit Nico
39:12oder Lilly gesprochen, oder?
39:15Ehrlich gesagt,
39:16nein.
39:19Ich wollte
39:20eigentlich
39:20gewissert haben,
39:21bevor ich mit Ihnen spreche,
39:23aber...
39:23Ich habe auch ein bisschen
39:24Angst vor Ihrer Reaktion.
39:26Ich möchte nicht,
39:27dass Sie denken,
39:27dass ich mich irgendwo
39:28reindränge.
39:29Das tust du doch nicht.
39:30Aber Sie haben ein Recht
39:31darauf,
39:32es zu erfahren.
39:34Wie aufs Stichwort.
39:36Dir scheint es ja schon
39:37wieder besser zu gehen.
39:39Tut mir leid, Lilly,
39:40dass du dir Sorgen gemacht hast.
39:43Ist Christa echt abgereist?
39:45Ja, Christa ist abgereist.
39:48Aber doch nicht nur,
39:49weil sie wieder angefangen hat
39:50zu spielen und so.
39:51Da gibt es auch noch
39:51was anderes.
39:55Komm schon, Papa,
39:56jetzt mal ehrlich.
39:57Warum ist Christa weg?
40:05Sie wollen verreisen,
40:06Herr Purschke.
40:07Für zwei Wochen?
40:09Das freut mich für Sie,
40:11aber ich brauche unbedingt
40:11noch einen Termin.
40:14Es geht um mein Testament.
40:17Ach, so,
40:18nur noch morgen.
40:20Ja, gut.
40:21Es geht um eine
40:23Testamentsveränderung.
40:24Ja.
40:25Ja, bitte.
40:27Ja, gut.
40:28Auf morgen,
40:29Herr Purschke.
40:31Herr Purschke?
40:32Du hast einen Termin
40:33mit unserem Notar?
40:36Allerdings, Annabelle.
40:40Willst du dein Testament
40:41verändern?
40:42Hast du nicht kürzlich erst...
40:44Nein, ich wollte es ändern.
40:45Kurz nach meinem Geburtstag,
40:47aber dann ist so viel passiert,
40:49dass ich nicht mehr
40:50dazu gekommen bin.
40:51Und warum hast du es
40:52jetzt so eilig?
40:53Weil es höchste Zeit wird,
40:55Frederik wieder
40:56im Testament einzusetzen.
40:59Heißt es,
41:00dass im Moment noch Daniel...
41:02Daniel mein Haupterbe ist.
41:04Aber das werde ich ändern.
41:06Frederik
41:07wird mein Haupterbe.
41:14Das wird ganz bestimmt
41:15nicht geschehen.
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