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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Ich dachte, wir treffen uns irgendwo draußen.
00:02Ich dachte, Sie brauchen die CD so schnell wie möglich.
00:08Schon wieder der Herr Sicherheitschef.
00:11Komisch, dass sich unsere Wege heute überall kreuzen.
00:14Ja, merkwürdig.
00:15Ich bin eher mit Herrn Grafenberg über ein internes Sicherheitsproblem zu sprechen.
00:19Kann mir mal jemand erklären, was das werden soll?
00:21Setz dich einfach.
00:23Was denn? Vorspielen.
00:25Etwas, das beweist, dass ich die Wahrheit sage.
00:28Mutter hat nicht nur von meinem Deal mit Julia gewusst.
00:31Sie hat auch alles versucht, um den Betrug aufrechtzuhalten.
00:34Das ist aber eine schwere Anschuldigung gegen deine Mutter, Patricia.
00:38Glaub mir, Großvater. Nur noch dieses eine Mal.
00:52Moment, es kommt bestimmt weiter hin.
01:03Aber es muss da sein.
01:09Zupen Musik
01:12Hey, what you looking for?
01:17No one has the answer
01:19They just want more
01:24Hey, who's gonna make it right?
01:46Das kann nicht sein.
01:50Ich finde die Musik ja ganz nett, aber es hat leider nichts mit Annabelle zu tun.
01:53Aber da muss was drauf sein.
01:57Vielleicht an einer anderen Stelle.
02:00Vielleicht hast du die CDs auch verwechselt. Wir können ja später nochmal...
02:04Ich bin mir ganz sicher. Oder...
02:10Was soll denn auf der CD sein?
02:13Das ist ja wohl jetzt nicht mehr wichtig.
02:16Kannst du es uns doch erzählen.
02:19Tut mir leid, Großvater.
02:24Patricia, Kind.
02:27Patricia, du kannst doch jetzt nicht abhauen.
02:34Ich muss vergessen, was zwischen Daniel und mir war.
02:37So wie er das längst vergessen hat.
02:41Wie konnte ich nur glauben, dass es ihm etwas bedeutet, wenn ich in seiner Nähe arbeite.
02:46Daniel liebt mich nicht mehr. Damit muss ich mich abfinden.
02:51Auch wenn ich noch so gerne glauben möchte, dass er seine wahren Gefühle für mich hinter einem Eispanzer verbirgt.
02:59Ich hätte ihn nicht anrufen sollen.
03:03Die Entscheidung, ob ich in der Manufaktur arbeite oder aus Falkenthal fortgehe, muss ich ganz alleine treffen.
03:11Was war denn das jetzt für ein Auftritt?
03:15Ich mache mir ernsthaft Sorgen um Patricia.
03:18Ich frage mich...
03:19Und alles nur wegen dieser Designentwürfe.
03:21Danke.
03:22Vater, du weißt ganz genau, dass es nicht um irgendwelche Entwürfe geht.
03:26Es ist für uns entscheidend, ob die neue Serie in Produktion geht oder nicht.
03:30Aber wenn darüber eine Familie zerbricht...
03:34Patricia hat absichtlich verschwiegen, dass die Entwürfe der Wildrosen-Serie nicht von ihr sind.
03:39Und sie hätte weiter geschwiegen, wenn es nicht zufällig aufgedeckt worden wäre.
03:43Aber andere Firmen haben auch freie Mitarbeiter.
03:46Und diese Frau, die ist doch auch bezahlt worden, oder nicht?
03:50Vater.
03:51Ja.
03:53Mache mir trotzdem Sorgen um Patricia.
03:56Was sie da eben geboten hat.
03:58Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sich Patricia das alles ausgedacht hat.
04:02Warum sollte sie ausgerechnet ihre Mutter beschuldigen?
04:07Was meinst du damit?
04:09Nehmen wir mal an.
04:10Patricia hätte mit ihren Vorwürfen recht.
04:13Und Annabelle hätte diesen Betrug initiiert oder zumindest unterstützt.
04:17Doch, also...
04:17Dann wäre doch Annabelle diejenige, die am meisten Interesse gehabt hätte, diese CD verschwinden zu lassen.
04:22Doch, das reicht jetzt.
04:24Du kannst doch nicht hinter allem eine Intrige deiner Schwägerin vermuten.
04:29Warum nicht?
04:31Es gibt nicht den geringsten Beweis, dass Annabelle auch irgendetwas damit zu tun hat.
04:38Er sagt es schon.
04:39Doch, Schluss jetzt!
04:41Ich habe genug von diesen Verdächtigungen, Streitereien und Intrigen.
04:46Ich möchte, dass endlich wieder Frieden einzieht in dieses Haus.
04:53Friedrich, wir sind doch eine Familie.
04:58Familie ist das eine.
04:59Nein!
05:01Die Familie ist das Wichtigste.
05:06Weil man sie sich nicht aussuchen kann.
05:09Was?
05:11Ich muss jetzt an die Firma denken.
05:13Und deshalb kann ich nichts so tun, als wäre nichts geschehen.
05:20Nichts, da war gar nichts auf der CD.
05:22Doch, da war sogar eine ganze Menge drauf.
05:24Irgendwelche Buschtrommeln, Gesänge.
05:25Großartig, wirklich.
05:27Ich kann mir das wirklich nicht erklären.
05:28Was spielen Sie hier für ein Spiel, Herr Schwarz?
05:30Ich?
05:31Wollten Sie mich vorführen?
05:32Glückwunsch, das ist Ihnen gelungen.
05:35Frau Grafenberg.
05:36Oder haben Sie einfach kalte Füße gekriegt?
05:38Ich hätte immerhin erzählen können, dass ich die CD von Ihnen habe.
05:41Und dann wäre rausgekommen, dass Sie das Büro meiner Mutter abhören.
05:44Peinliche Situation.
05:46Frau Grafenberg.
05:46Da ist es natürlich einfacher, eine andere CD rauszugeben.
05:50Egal, was mit mir ist, Hauptsache...
05:52Frau Grafenberg, warum sollte ich Ihnen eine falsche CD geben?
05:55Es wäre doch viel einfacher für mich gewesen, Ihnen zu verschweigen,
05:57dass ich überhaupt einen Mitschnitt des Gesprächs habe.
06:00Was weiß ich, was in Ihrem Kopf vorgeht?
06:01Sie haben von mir die richtige CD bekommen,
06:03mit einem Gespräch zwischen Ihrer Mutter und Christa Schillen.
06:06Und wo, bitte schön, ist die geblieben?
06:07Irgendjemand muss diese CD ausgewechselt haben.
06:10Patricia.
06:12Vertrauen Sie mir.
06:14Ich will Ihnen helfen.
06:14Warten Sie mal.
06:16Das kann nicht sein.
06:33Störe ich?
06:34Julia, komm rein.
06:36Ich habe noch Licht gesehen bei dir, da dachte ich...
06:39Das sieht ja lecker aus bei dir.
06:40Möchtest du was trinken?
06:41Danke, nein.
06:43Wischen für morgen, damit die lieben Kinder auch was zu futtern haben.
06:47Du bist wirklich ein Vater, den man sich nur wünschen kann.
06:50Soll ich dir vielleicht was helfen?
06:52Ja, wenn du magst.
06:53Die Zwiebeln müssten noch geschnibbelt werden.
06:56Tomatol.
07:06Ist alles in Ordnung mit dir?
07:08Ach, Tobias.
07:12Ich weiß, es ist viel passiert in den letzten Tagen.
07:15Es wird nicht langweilig.
07:18Früher war nie so viel los in den zweiten Tagen.
07:21Ich schwöre dir, ich mache das alles nicht mit Absicht.
07:25Hast du eigentlich das Jobangebot von Frederik Grafenberg schon abgelehnt?
07:29Ja, habe ich.
07:31Aber ich habe danach auch nochmal mit Daniel gesprochen und das Angebot wird noch stehen.
07:35Und was sagt Daniel?
07:37Daniel rät mir, den Job anzunehmen.
07:38Aha.
07:41Naja, vielleicht solltest du dann doch nochmal drüber nachdenken.
07:44Es wäre ja auch nur vorübergehend, bis das neue Design fertig ist.
07:47Das klingt doch gut.
07:48Aber ich will auch studieren.
07:51Aber das kannst du doch trotzdem.
07:54Julia, selbst eine kurzzeitige Tätigkeit für eine Firma wie Falkenthal Porzellan ist mit Sicherheit eine gute Referenz.
08:01Ganz abgesehen von den praktischen Erfahrungen.
08:04Aber ich müsste für die Grafenbergs arbeiten.
08:07Wer ist denn so schlimm?
08:10Du würdest in Falkenthal bleiben.
08:12Erstmal.
08:13Jetzt sind wir dir schon so lange auf die Nerven gegangen.
08:15Und du willst uns immer noch nicht loswerden?
08:17Also, wenn ich länger drüber nachdenke...
08:26Jetzt überstürzt einfach nichts.
08:28Schlaf nochmal drüber und...
08:30Glaub mir, die Grafenbergs sind gar nicht so furchtbar.
08:34Als Arbeitgeber sowieso nicht.
08:50Und du bist noch auf?
08:51Du hast sie ausgetauscht.
08:54Wovon sprichst du?
08:55Komm, Liebes, setz dich doch zu mir.
08:57Du weißt genau, wovon ich spreche.
09:00Irgendwie habe ich das Gefühl, du bist mir böse.
09:02Dabei gibt es dafür überhaupt keinen Grund.
09:05Alles, was ich getan habe, war nur zu deinem Besten.
09:09Wo ist die CD?
09:10Hm.
09:13Komisch.
09:14Das riecht irgendwie eigenartig hier, findest du nicht?
09:17So verbrannt.
09:19Ach, wer weiß, was Eva wieder ins Feuer geworfen hat.
09:25Es war übrigens sehr klug von dir,
09:27dass du offenbar niemandem erzählt hast,
09:30was wirklich, ob der CD war.
09:33Manchmal erweist du dich eben doch als meine Tochter.
09:35Du denkst voraus.
09:37Aber leider nicht weit genug.
09:40Es wird dir nichts bringen, dass du die CD verbrannt hast.
09:44Frederik wird mir auch so glauben.
09:46Was, diese lächerliche Geschichte,
09:48ich hätte versucht, Christa Schilling zu bestechen,
09:51damit sie uns Julius Entwürfe bringt.
09:54Ich hasse dich.
09:55Bitte, Liebes, wir können doch über alles sprechen.
09:59Es gibt nichts mehr zu sprechen.
10:01Du hast doch eben gerade wieder die Erfahrung gemacht,
10:04dass du es mit mir nicht aufnehmen kannst.
10:06Bitte.
10:08Erspare dir doch weitere Enttäuschungen.
10:13Von deinem neuen Verbündeten kannst du das auch gleich sagen.
10:29Und?
10:30Was willst du jetzt machen?
10:32Ich weiß es nicht.
10:34Tobias meint, ich...
10:35Tobias?
10:36Wann hast du denn mit Tobias geredet?
10:38Na, gestern Abend, als ich nach Hause gekommen bin.
10:41Ach, und was meint der liebe Tobias?
10:44Der liebe Tobias meint, ich soll den Job annehmen.
10:47Studieren könnte ich auch immer noch.
10:48So, meint er das.
10:51Mir wird es im Moment auch sehr schwer fallen, hier wegzugehen.
10:55Hast du immer noch Hoffnung?
10:58Ich würde einfach was vermissen.
11:00Den Ort hier, Lilly, Nico...
11:02Und Tobias natürlich.
11:04Was ich dir raten würde, das interessiert dich wohl überhaupt nicht.
11:07Also, wenn du mich jetzt so fragst...
11:10Du musst nicht alles immer mit Tobias besprechen.
11:12Ich bin ja schließlich auch noch da.
11:14Mama, du hast doch schon geschlafen.
11:16Ach, tatsächlich.
11:26Ja, ich vermisse dich auch, Lilly.
11:31Ach, genau, ja.
11:33Ja, schau ich.
11:35Jo.
11:36Genau, dann bis...
11:39Nein, ich hab mir gerade voll die Flossen verbrannt.
11:42Ja, geht schon.
11:43Ähm, genau, bis gleich und guck ich nach.
11:46Okay, tschüss.
11:50Mann, Kolja.
11:52Probleme?
11:54Du wolltest hier vor zwei Tagen aufräumen.
11:56Was heißt, was nimmst du denn Worte wie Aufräumen in den Mund?
11:58Seitdem du uns hier systematisch zumüllst.
12:01War da nicht noch ein Rest Marmelade?
12:05Ja, das ist der Rest Marmelade.
12:07Mann, Kolja, es reicht langsam wirklich.
12:09Was denn?
12:09Ich hab keinen Bock auf einer Mülldeponie zu wohnen.
12:12Du oder Lilly?
12:14Bitte, was hat denn jetzt Lilly damit zu tun?
12:16Früher haben dich Müllberge nie gestört.
12:17Man könnte sogar sagen, du hast sie erfunden.
12:19Aber seitdem du mit Lilly zusammen bist...
12:21Weißt du was, lassen die einfach in Frieden, echt.
12:23Okay.
12:26Hast du die Streckjacke von Lilly gesehen?
12:28Nee.
12:40Julia, wir sind nicht für uns arbeiten.
12:44So klein ist jedenfalls am Telefon.
12:47Du hast doch versucht, dir gut zuzureden, oder?
12:50Frederik, was soll ich denn noch machen?
12:53Soll ich ihr einen roten Teppich ausrollen?
12:56Ich habe ihr gesagt, dass ich es gut finden würde, wenn sie hier arbeitet.
12:59Nur für kurze Zeit und nur für das Wildrosendesign.
13:02Schon gut.
13:03Entschuldige.
13:04Ich hab's ja von Anfang an gesagt.
13:06Warum sollte sie sich ausgerechnet von mir überreden lassen?
13:09Und nun?
13:11Allein heute Morgen haben wir zehn Anfragen bekommen,
13:13wann wir mit der neuen Serie rauskommen.
13:17Wir müssen eine Fresse-Mitteilung herausgeben,
13:19dass wir den Produktionsstart verschieben.
13:21Aus technischen Gründen.
13:23Du weißt, was das für unser Image bedeutet.
13:26Vom finanziellen Verlust ganz abgesehen.
13:30Natürlich weiß ich das.
13:32Zumal Patricia für zusätzliches Aufsehen gesorgt hat,
13:35weil sie den Designpreis zurückgegeben hat.
13:37Was ich allerdings ziemlich konsequent von ihr finde.
13:40Das ist eigentlich auch das Minimum.
13:43Ich mache mir momentan mehr Gedanken über die Firma.
13:46Vom Wildrosendesign habe ich mir so viel versprochen.
13:49Ja, wir hätten nach langer Zeit mal wieder etwas wirklich Originelles
13:52auf den Markt bringen können.
13:53Ja, und die Riesennachfrage beweist,
13:55dass wir voll im Trend liegen.
13:57Liegen würden, wenn wir die Serie jemals produzieren.
14:00Es ist so ärgerlich.
14:03Soll ich nicht schon mal mit meiner Mutter sprechen,
14:04wegen der Pressemitteilung?
14:06Nein.
14:07Wir warten noch.
14:09Frederik,
14:10der Schaden für unser Image
14:11wird umso größer, je später wir die Notbremse ziehen.
14:14Und Julia will offensichtlich nicht für uns arbeiten.
14:17Und ich will nicht aufgeben.
14:19Allein schon entschuldige wegen deiner Mutter.
14:22Sie wartet nur darauf, dass ich das Handtuch schmeiße.
14:30Wer hätte vor kurzem noch gedacht,
14:31dass der alte Grafenberg und ich mal so einträchtig zusammenarbeiten?
14:42Daran bist du schuld.
14:44Du weißt, dass das nicht stimmt.
14:47Du selber hast sein Herz erobert.
14:50Meinst du?
14:51Das weiß ich.
14:53Es ist, glaube ich, auch ganz gut so.
14:55Jetzt, wo unser Kochbuch so floppt.
14:58Ja, drei Ablehnungen.
15:02Ich denke, die haben sich unser Manuskript noch nicht einmal angesehen.
15:08Wahrscheinlich gibt es einfach schon genug Kochbücher auf dieser Welt.
15:11Ja, aber nicht so eins.
15:13Es ist wirklich schade darum.
15:15Bei dir scheint es ja nicht viel auszumachen.
15:18Christa, was ist los?
15:22Nichts.
15:23Eigentlich.
15:27Julia hat das Angebot,
15:28in der Manufaktur als Designerin zu arbeiten, abgelehnt.
15:32Und sie will lieber erst mal ihr Studium beenden.
15:35Das klingt doch vernünftig.
15:37Eben.
15:38Aber warum rät Tobias ihr dann,
15:39die Stelle anzunehmen und später zu studieren?
15:43Na ja, so verkehrt wäre das doch auch nicht.
15:47Eine Arbeit als Designerin für Falkenthal-Porzellan
15:51macht sich bestimmt gut im Lebenslauf deiner Tochter.
15:54Soll sie für die Grafenbergs arbeiten?
15:57Du arbeitest doch auch für die Grafenbergs.
15:59Na, das ist was ganz anderes.
16:01Aha.
16:02Meinst du?
16:04Ja, meine ich.
16:05Was wird denn das überhaupt?
16:07Äppelklöß.
16:08Ein ganz leckeres Gericht.
16:11Und wenn du willst, kannst du ja noch eine Geschichte darüber schreiben.
16:16Christa.
16:18Außerdem ist das kein Grund,
16:19dass sich Tobias überall da reinhängt.
16:22Ah, verstehe.
16:24Du bist sauer.
16:26Weil Julia mit Tobias geredet hat.
16:29Quatsch.
16:30Ich will nur nicht,
16:31dass er sich in meine Erziehung einmischt.
16:33Ah, so wie du dich nicht
16:35in die Erziehung von Lilly mit einmischst.
16:38Was?
16:39Ja.
16:40Außerdem ist Julia keine 17 mehr.
16:45Er ist der jüngste Kunstprofessor in Deutschland.
16:49Und eine Koryphäe, was Grafikdesign angeht.
16:52Ich weiß.
16:54Du meinst wirklich...
16:55Ich hab deine Unterlagen schon abgegeben.
16:58Du kannst was.
17:01Noch besser wär's natürlich,
17:04wenn du praktische Erfahrungen vorweisen könntest.
17:07Deshalb bist du hergekommen.
17:09Warum nimmst du Frederiks Angebot nicht an?
17:11Hat er dich geschickt?
17:12Nein, niemand schickt mich.
17:14Aber ich weiß genau, wie wichtig die Wildrosenserie für die Firma und auch für Daniel ist.
17:20Entschuldigung, wolltest du eigentlich was trinken?
17:22Danke, nein.
17:24Julia, was spricht denn dagegen, wenn du für ein paar Wochen, ein, zwei Monate in der Firma arbeitest?
17:29Ja, nichts.
17:30Und alles.
17:32Ich kann nicht verstehen, Julia.
17:35Sehr gut sogar.
17:37Aber ich kann dir versichern, dass ich kein Problem damit hätte, wenn ihr beiden zusammen arbeitet.
17:42Du und Daniel.
17:45Alles andere musst du natürlich selbst entscheiden.
17:53Ich will ihm doch nur helfen, seine Probleme zu lösen.
18:02Denkst du nochmal drüber nach?
18:07Das ist doch überhaupt kein Problem.
18:09Wir geben einfach eine Pressemeldung heraus.
18:12Ich hab da schon was.
18:15Hier.
18:16Da die Nachfrage dennoch nicht unseren Erwartungen entspricht, stellen wir die Arbeit an der geplanten Produktlinie...
18:23Vielleicht sollten wir nicht ganz so schamlos lügen, Mutter.
18:26Hast du schon mal eine Pressemitteilung gelesen, die hundertprozentig den Fakten entsprach?
18:31Nein, aber Frederik meint doch auch, wir sollen lieber noch warten.
18:34Bitte, wie ihr wollt.
18:36Habt ihr euch denn schon mal Gedanken gemacht, wie es mit der Designabteilung weitergehen soll?
18:40Was meinst du damit?
18:41Wer die Leitung übernimmt?
18:42Zum Beispiel?
18:44Wir suchen nach geeigneten Kandidaten.
18:46Aber eigentlich...
18:47Dann kann es ja nicht mehr lange dauern, bis Patricia zurück kann auf ihren Posten.
18:51Das glaube ich nicht.
18:53Wie bitte?
18:54Spätestens seit ihrem Auftritt gestern sehe ich da eigentlich ziemlich schwarz.
18:58Ihr habt doch nicht ernsthaft vor, diese Julia Schilling in die Firma zu holen?
19:02Warum nicht? Immerhin...
19:04Darf ich dich daran erinnern, was diese Frau dir und unserer Familie angetan hat?
19:09Ich weiß, was du von Julia hältst.
19:12Aber hier geht es nicht um irgendwelche privaten Antipathien oder Sympathien, sondern um das Wohl der Firma.
19:19Wenn du das auch so siehst.
19:21Ja.
19:23Genau so sehe ich es.
19:27Marie hat recht.
19:28Was spricht dagegen, wenn ich das Wildrosendesign in der Manufaktur fertig stelle?
19:33Mit professionellen Farben, Pinseln, dem besten Zeichenpapier, all den Materialien, die ich mir sonst nie leisten kann.
19:41An einen richtigen Zeichentisch.
19:43Mit netten Kollegen wie Lilly und Kolja.
19:47Tja, was spricht dagegen?
19:50Meine Gefühle.
19:52Ich kann doch nie nach allem, was passiert ist, einfach so für die Gravenbergs arbeiten.
19:56Auf der anderen Seite würde mir die Arbeit an sich sehr viel Spaß machen.
20:01Und das Geld können Mama und ich auch gut gebrauchen.
20:15Schön, dass du auch endlich mal aufnachst.
20:17Hast du mal auf die Uhr geguckt?
20:19Ja, sie geht noch.
20:21Du hättest schon längst hier sein müssen.
20:25Willst du mich jetzt zum Nachsitzen verdonnern?
20:27Nein, aber du musst noch die Feinzeichnung fertig machen, diese Skizze da übertragen, oder außerdem wagen.
20:31Ja, ja, ja, ja. Ich hol mir jetzt erstmal einen ordentlichen Cappuccino.
20:36Es ist fast Mittag und du hast noch nicht mal angefangen.
20:39Solange wir noch keinen neuen Chef haben, ist es egal, wann ich hier anfange.
20:43Oder siehst du hier irgendwo einen Chef?
20:45Kolja, hör auf damit, bitte. Das bist nicht du. Was ist denn los mit dir?
20:49Nichts, außer, dass wir vereinbart haben, dass jeder seiner Wege geht.
20:51Und genau das tue ich jetzt.
20:59Kolja.
21:07Du schon wieder? Was willst du denn hier?
21:10Bestimmt nicht zu dir.
21:12Schade eigentlich. Ich dachte, dass ich dir fehle.
21:15Geh mir aus dem Weg, bitte.
21:18Schönen Tag noch.
21:23Hallo.
21:24Silke.
21:26Ja, bitte?
21:28Ich möchte gern zu Frederik Grafenberg.
21:31Der ist in einem Meeting und ich kann nicht sagen, wie lange es dauert.
21:34Dann möchte ich zu Daniel Grafenberg.
21:36Der ist auch nicht zu sprechen.
21:39Silke, es reicht.
21:41Daniel ist in seinem Büro, oder?
21:44Danke, ich kenne den Weg.
21:54Hallo.
21:57Hallo, Julia.
21:59Ich...
22:03Ich...
22:04Ich nehme das Angebot an.
22:08Den Job als Designerin bei der Wildrosenserie.
22:14Das ist ja...
22:17Wunderbar.
22:19Es ist dir doch recht, oder?
22:22Ja, selbstverständlich.
22:24Es ist etwas überraschend.
22:29Ich freue mich.
22:31Ich mich auch.
22:35Auf gute Zusammenarbeit.
22:42Könnte es sein, dass Sie aus dem Grund hier sind, den ich gar nicht mehr zu hoffen gewagt habe?
22:45Ja.
22:47Ich nehme den Job an.
22:48Ja.
22:49Sie glauben gar nicht, wie sehr Sie mich glücklich machen.
22:51Setzen Sie sich doch, bitte.
22:53Ah, einen Moment.
22:56Frau Mertens, ja.
22:57Sagen Sie der Personalabteilung, ich komme in ein paar Minuten mit Frau Schilling vorbei,
23:00die soll einen Vertrag vorbereiten.
23:01Danke.
23:03Sie werden diesen Schritt nicht bereuen.
23:05Ich helfe Ihnen, wo ich kann.
23:07Und wenn Sie jemanden behindern will, dann kommen Sie zu mir.
23:09Ja?
23:10Danke.
23:10Äh, lassen Sie uns Nägel mit Köpfen machen.
23:12Wann könnten Sie anfangen?
23:14Wenn es sein muss, sofort.
23:16Ja, es muss.
23:25Magst du mich noch?
23:27Wie kannst du mich sowas auch nur fragen?
23:29Naja, wie du vorhin in mir vorbeigerauscht bist.
23:31Ohne einen Blick, ohne einen Gruß.
23:33Silke, ja?
23:34Ja, ich weiß.
23:36Dienst ist Dienst.
23:38Aber...
23:39Wo wir uns doch so lange nicht gesehen haben.
23:41Wieso lange?
23:43Seit gestern.
23:44Seit gestern?
23:45So lange ist das schon wieder her.
23:46Ja.
23:48Tut mir leid.
23:52Aber du hast recht.
23:54Das war es, die Schilling zum Chef wollte.
23:56Die ist übrigens schon wieder da.
23:58Ach ja?
23:59Hat sie gesagt, was sie will?
24:02Ich glaube, sie wird bald hier anfangen.
24:04In der Designabteilung.
24:06Ach.
24:08Womit Patricia Grafenberger so eingültig abgemeldet ist.
24:12Wer hat sich gemeldet?
24:14Niemand.
24:16Aber ich melde mich.
24:17Bei dir.
24:19Bald.
24:30Ich sehe das gar nicht gern, dass du immer mit dieser schweren Maschine herumfährst.
24:35Gerade jetzt.
24:37In der Zeit, wo das ganze Laub auf der Straße liegt.
24:39Ach, Eva.
24:40Was soll mir denn schon passieren?
24:43Was wird das eigentlich?
24:45Äppelklöß mit Grieben.
24:47Die hast du ja schon eine Ewigkeit nicht mehr gemacht.
24:49War ja auch keine Zeit dazu.
24:52Du hast doch auch schon ewig nicht mehr so einfach bei mir in der Küche gesessen.
24:57Stimmt.
25:00Patricia.
25:01Das wird sich alles wieder einrenken.
25:03Du wirst sehen.
25:04Diesmal nicht.
25:07Sie haben mich aus der Firma geschmissen.
25:10Aber egal.
25:11Dann mache ich halt was anderes.
25:13Marie will, dass ich für ihre New Yorker Filiale arbeite.
25:16Hm.
25:17Die Vermont-Kaufhauskette.
25:19Ja.
25:20Wenn es doch nicht ausgerechnet New York wäre.
25:23Die Hektik, das schlägt mir schon nach drei Tagen auf den Magen.
25:26Na, vielleicht kannst du ja auch in einer anderen Stadt arbeiten.
25:28Die Vermonts haben doch Kaufhäuser in der ganzen Welt.
25:31Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt das Richtige für mich ist.
25:34Kaufhäuser.
25:34Du bist eine gute Designerin.
25:37Du wirst überall was Neues finden.
25:39Eben.
25:40Hauptsache mal raus hier.
25:42Es wird doch Zeit.
25:44Und so ein paar neue Erfahrungen im Ausland können dir doch gar nicht schaden.
25:48Klar, sag ich doch.
25:50Und dann kommst du wieder zurück und arbeitest als Designerin für Falkenthal-Porzellan.
25:55Und erfolgreicher denn je.
25:57Ja.
25:58Frederik freut sich bestimmt jetzt schon drauf.
26:01Wir machen alle Fehler.
26:08Und Frederik weiß, dass du deinen längst bereut hast.
26:13Tue ich gar nicht.
26:15Mir musst du nicht die Starke vorspielen.
26:19Patricia.
26:21Es ist jetzt schwer für dich.
26:23Ich weiß.
26:24Aber du darfst niemals vergessen, die Familie wird immer für dich da sein.
26:29Egal was passiert.
26:31Und noch etwas.
26:35Wenn du nicht aus Falkenthal und von deiner Familie weg willst, dann musst du das auch nicht.
26:43Das hier ist dein Zuhause und wird es immer sein.
26:51Ja?
26:53Annabelle?
26:54Ich möchte dir gerne unsere neue Mitarbeiterin vorstellen.
26:58Na ja, ihr kennt euch eigentlich schon.
27:01Julia Schilling wird ab sofort bei uns in der Designabteilung arbeiten.
27:05Haben sie es also doch geschafft?
27:07Ah, was hat sie geschafft?
27:10Frau Schilling hat sich schon einmal bei uns als Designerin beworben.
27:14Damals ist allerdings nur eine Stelle als Catering-Aushilfe herausgesprungen.
27:18Eigentlich, ähm...
27:19Ich werde nur vorübergehend hier arbeiten.
27:22So lange, bis wir die Bildrosenserie herausgebracht haben.
27:25Ach doch, so lange.
27:26Ich werde mich sehr beeilen.
27:29Ich möchte, dass ihr in dieser Zeit zusammenarbeitet und nicht gegeneinander.
27:34Selbstverständlich.
27:35Alles für das Wohl der Firma.
27:37An mir soll es nicht liegen.
27:38Sehr schön.
27:39Ich bitte mich jetzt zu entschuldigen.
27:41Diese Pressemitteilung muss heute unbedingt noch raus.
27:45Annabelle, danke, dass du dir Zeit genommen hast für uns, ne?
27:47Ich zeige Ihnen jetzt Ihren Arbeitsplatz.
27:52Immer wieder gern, Frederik.
28:02Darf ich reinkommen?
28:03Natürlich, Marie.
28:06Das ist ja eine schöne Überraschung.
28:08Hallo.
28:10Ich wollte dich eigentlich gar nicht stören.
28:11Es ist nur...
28:13Ich bin so neugierig.
28:16Hat Julia es nicht überlegt?
28:18Warum denkst du darüber nach?
28:19Ich habe nochmal mit ihr gesprochen.
28:22Ah, jetzt verstehe ich einiges.
28:25Ich hoffe, es ist kein Problem für dich.
28:27Ich wollte mich nicht einmischen.
28:28Nein, nein.
28:29Du hast nämlich Erfolg damit gehabt.
28:33Du meinst...
28:34Ja.
28:35Julia hat mir gerade erklärt, dass sie die Stelle annimmt.
28:38Sie wird das Wildrosendesign für Falkenthal-Porzellan bis zur Serienreife entwickeln.
28:42Ach, aber das ist ja...
28:47Das ist ja toll.
28:51Für alle Beteiligten.
28:54Ja, das glaube ich auch.
28:56Frederik hatte schon Angst um unseren guten Ruf.
28:59Du bist mir wirklich nicht böse, dass ich mich eingemischt habe.
29:01Nein.
29:02Weißt du, ich habe ein wirklich gutes Gefühl.
29:04Ich glaube, mit Julia werden wir die Serie gut auf den Markt bringen.
29:07Ihr versprecht euch viel von dem neuen Design.
29:10Ich habe sowas wirklich noch nicht erlebt.
29:11Wir haben erst wenige Entwürfe veröffentlicht.
29:13Und könnte direkt in Produktion gehen, wenn es nach dem Kunden ginge.
29:18Ja.
29:18Und das muss man Julia wirklich lassen.
29:20Sie hat mit dem Wildrosendesign wirklich den Nerv der Leute getroffen.
29:24Das wundert mich nicht wirklich.
29:26Sie ist einfach gut.
29:29Ich finde es immer wieder erstaunlich.
29:31Entschuldigt, wie viel von einer einzigen Person abhängen kann.
29:34Du meinst in dem Fall von Julia?
29:36Ohne sie gäbe es wahrscheinlich keine neue Serie, oder?
29:39Jedenfalls nicht so eine.
29:42Wo ist sie eigentlich?
29:44Julia?
29:44Frederik zeigt dir die Firma.
29:48Sie wird in der Designabteilung sitzen.
29:50Ja.
29:53Also, ganz in deiner Nähe.
29:59Daniel?
30:01Ja, mein Schatz.
30:03Ich liebe dich.
30:11Ich liebe dich auch, Ari.
30:27Hallo.
30:28Hallo.
30:29Ja, besser gesagt, herzlich willkommen.
30:31Hey.
30:32Ähm, wieso herzlich willkommen?
30:35Hallo, erst mal.
30:36So begrüßt man doch neue Kolleginnen, oder nicht?
30:40Wie neue...
30:42Moment, das bedeutet...
30:44Oh, ich hab's gewusst.
30:46Ich hab's von Anfang an gewusst,
30:47dass wir irgendwann zusammenarbeiten werden.
30:49Das ist ja nur für kurze Zeit, Lilly.
30:51Julia, das glaubst du doch wohl selbst nicht.
30:52Du wirst den ganzen Laden hier aufmischen,
30:54so wie ich dich kenne.
30:55Ja, ganz bestimmt.
30:56Was machst du überhaupt hier?
30:57Stehst hier rum während der Arbeitszeit?
31:00Was hab ich gesagt?
31:01Die neue Chefin?
31:03Mit Sicherheit nicht.
31:04Ich will immer noch studieren.
31:06Und das werde ich auch.
31:07Und ich will auch Patrizia nichts streitig machen.
31:09Ist schon schlimm genug, dass...
31:10Das ist doch nicht deine Schuld.
31:13Was ist denn mit dir?
31:15Und wo ist Kolja?
31:17Redet er immer noch nicht mit dir?
31:18Nein.
31:19Er hat sich total verändert.
31:21Heute ist er zum Beispiel erst mittags zur Arbeit gekommen
31:24und ist dann gleich wieder abgehauen.
31:26Du musst mit ihm reden.
31:27Auf ihn zugehen.
31:29Das hab ich schon versucht, Julia.
31:31Aber irgendwie komm ich nicht mehr an ihn ran.
31:35Also bei aller Liebe, Marie, ich versteh dich nicht.
31:38Was gibt's denn da nicht zu verstehen?
31:41Ich finde das ungeheuerlich von Frederik.
31:44Wieso?
31:45Es ist doch wunderbar.
31:46Jetzt kriegt ihr endlich das Problem mit der neuen Serie vom Tisch.
31:50Aber wie kann er ausgerechnet diese Julia Schilling in die Firma holen?
31:53Nach allem, was sie unserer Familie angetan hat.
31:56Sie ist eine sehr gute Designerin.
31:59Daniel wird praktisch Tür an Tür mit ihr zusammenarbeiten.
32:03Die beiden sind erwachsen.
32:05Das, was zwischen ihnen war, ist längst vorbei.
32:09Das haben sie, das...
32:10haben wir geklärt.
32:12Glaubst du wirklich, diese Frau wird ihnen...
32:14Ich vertraue Daniel.
32:16Und ich vertraue auch Julia.
32:19Daniel kann wirklich froh sein,
32:21dass er so eine tolerante Partnerin wie dich gefunden hat.
32:24Und ich bin froh, dass wir uns wiedergefunden haben.
32:27Ich hoffe nur, dein Vertrauen wird nicht enttäuscht.
32:35Nico!
32:37Hi, Kolja!
32:40Wie sieht's aus, Mann?
32:42Alles klar. Und bei dir?
32:44Auch.
32:45Sag mal, musst du heute nicht arbeiten?
32:48Keine Lust.
32:50Verstehe.
32:52Ich hab schon frei. Was machst denn du heute noch so?
32:55Ich weiß nicht. Auf keinen Fall in der WG abhängen.
32:58Ich hab auch keinen Bock auf meinen Vater und meine Schwester.
33:03Cozy?
33:05Cozy.
33:23Patrizia.
33:25Willst du auch einen?
33:27Kalt schmecken die doch gar nicht.
33:29Außerdem hab ich schon.
33:31Wie Eva die mal hinkriegt.
33:32Tja, wenigstens eine.
33:35Die, die was hinkriegt.
33:39Ähm, Patrizia, ich kann nicht anders.
33:43Schon okay.
33:44Nein, es ist nicht okay.
33:47Aber du lässt mir keine andere Wahl.
33:49Ich möchte dir gerne glauben.
33:50Musst du nicht.
33:52Patrizia, du hast doch Werner und mich nicht gerufen,
33:54damit wir uns Bonko-Musik anhören.
33:56Was für ein Beweis soll auf dieser CD drauf gewesen sein?
34:02Nichts.
34:04Patrizia.
34:07Ich würde dir gerne helfen.
34:08Mir muss keiner helfen.
34:23Ich gehe gerne aus.
34:26Ich gehe bei einem aus.
34:29Aber wenn du siehst,
34:29hast du schon mal zwei Plätze?
34:36Hast du mal einen Euro?
34:39Wofür?
34:40Für den Flipper.
34:44Klar.
34:45Hier.
34:46Danke.
35:00Du bist dran.
35:02Das ist ja schließlich dein Spiel, oder?
35:10Ich bin übrigens Charlie.
35:11Und du?
35:13Kolja.
35:15Ist Charlie nicht ein Männername?
35:17Stürzt dich?
35:19Nee.
35:21Hier.
35:22Danke.
35:24Das ist übrigens Charlie.
35:25Aha.
35:26Hi, Charlie.
35:27Ich bin Nico.
35:29Hi.
35:43Ich lasse mir das nicht länger gefallen.
35:45Denn ich werde Frederik und Großvater alles erzählen.
35:48Hörst du mir zu?
35:50Ich werde ihnen sagen,
35:51dass du Julias Mutter zum Diebstahl angestiftet hast
35:53und dass nur du die CD austauschen konntest.
35:58Fertig?
35:59Mutter, ich ertrage das nicht mehr,
36:01wie du mit deiner selbst direkt.
36:02Ja, ich verstehe dich ja.
36:05Das muss irritierend für dich sein.
36:07Aber glaub mir,
36:08ich hatte keine andere Wahl
36:10unter den gegebenen Umständen.
36:12Was denn für Umstände?
36:13Du hast mich verraten,
36:14das sind die Umstände.
36:16Du weißt es also noch nicht.
36:17Was weiß ich noch nicht?
36:19Ach komm, Mutter,
36:20hör auf mit den Spielchen.
36:23Dann bin ich also der Unglücksbote.
36:26Frederik hat diese Julia Schilling
36:28als Designerin eingestellt.
36:32Irgendwas?
36:33Ja.
36:35Ich finde das auch völlig indiskutabel.
36:37Aber du weißt ja,
36:37wie sowas zustande kommt.
36:39Wahrscheinlich hat sie ihn mit ihrer Unschuldsmine
36:42um den Finger gewickelt.
36:43Julia hat meinen Posten gekriegt.
36:45Ich hab diese Person ja von Anfang an durchschaut.
36:48Das kann ich...
36:49Das darf nicht wahr sein.
36:51Du hast völlig recht.
36:52Wir müssen unbedingt etwas unternehmen.
36:55Natürlich helfe ich dir dabei.
36:57Ich muss hier raus.
36:59Das können die nicht machen.
37:06Und Julia hat den Posten angenommen.
37:08Sie wurde schon als neue Mitarbeiterin
37:10durch die Firma geführt.
37:13Wahrscheinlich sitzt sie längst auf deinem Platz.
37:16Ich muss mit ihr reden.
37:41Es ist mir egal,
37:42was du von meiner Familie hältst.
37:44Und was sie von dir halten.
37:46Ich liebe dich, Julia.
37:50Ich liebe dich mehr,
37:51als ich jemals einen Menschen geliebt habe.
38:00Geh weg, bitte.
38:02Was ist denn nur los mit dir?
38:05Ich hab mich geirrt.
38:07Ich liebe dich nicht mehr.
38:10Du willst mich verletzen.
38:12Aber das meinst du nicht.
38:18Und ganz egal,
38:19was du von mir denkst.
38:21Ich hab dich immer geliebt.
38:47Du bist schon wieder so weit weg.
38:50Verreizt du mir wohl?
38:55Auf einer kleinen Insel
38:57in der Südsee.
38:58Allein mit dir
38:59und ein paar Palmenblättern.
39:01Das klingt wunderbar.
39:05Leider hast du nicht bedacht,
39:07dass ich genau sehen kann,
39:07ob jemand lügt
39:09oder die Wahrheit sagt.
39:10Ach ja?
39:12Ja.
39:13Ich hatte in der Klinik genug Zeit,
39:14mir ein paar Tricks
39:15von dem Psychologen abzugucken.
39:18Wenn man die Wahrheit sagt,
39:19schaut man nach unten.
39:21Das passiert ganz automatisch,
39:22wenn man sein Gedächtnis aktiviert.
39:24Und beim Schwindeln?
39:27Schaut man nach oben.
39:29Man deckt sich etwas aus
39:30und benutzt den Teil des Gehirns,
39:32in dem die Fantasie sitzt.
39:35Und was hab ich getan?
39:38Du hast nach oben geschaut.
39:41Hab ich das.
39:45Es fällt dir nicht so leicht,
39:47dass Julia in der Firma anfängt.
39:50Das ist ganz normal
39:51nach allem, was passiert ist.
39:53Aber Julia will einen Neuanfang machen.
39:55Und das schaffst du auch.
39:57Ich werde dir helfen.
40:00Ach, Marie.
40:17Das können wir dann
40:18bestimmt gut zusammen machen.
40:19Also, wenn die jedenfalls
40:20freigegeben sind,
40:21dann kann damit gearbeitet werden.
40:23Und wer entscheidet das?
40:25Letztlich die beiden
40:26Chefs.
40:27Früher musste das dann noch
40:28über den Tisch von
40:29Patricia Gravenberg.
40:30Das wird mit dir bestimmt leichter.
40:33Sehr ehrlich,
40:34die hat manchmal sich...
40:35Lass uns allein, Lilly.
40:38Du hast Pause.
40:41Lilly,
40:41könntest du vielleicht
40:42mal in der Farmerei vorbeigehen
40:43und nach dem neuen Prototypen sehen?
40:45Mhm.
40:51Ich sehe,
40:51hast du es dir ja schon
40:52ziemlich bequem gemacht
40:53auf meinem Platz.
40:54Das war nicht meine Entscheidung.
40:55Ich glaube dir kein Wort.
40:57Es ist aber so.
40:58Ich habe mich auf diese Stelle
40:59nicht beworben.
41:00Das weißt du ganz genau.
41:01Du hast sie aber angenommen.
41:02Ich will dir doch nichts wegnehmen.
41:03Das kannst du auch gar nicht.
41:05Patricia,
41:06ich werde die
41:07Wildrosenserie fertig machen
41:08und dann von hier verschwinden.
41:10Soll ich dir was sagen?
41:11Es ist mir völlig egal,
41:12was du machst.
41:13Patricia, ich...
41:14Und du brauchst auch nicht
41:15versuchen, dich weiter einzuschleimen.
41:16Das funktioniert bei mir nicht.
41:17Ich muss mich bei niemandem
41:18einschleimen.
41:19Ich kann mir schon vorstellen,
41:21wie du meinen Onkel
41:21und meinen Bruder rumgekriegt hast.
41:23Stell dir vor,
41:23was du willst.
41:24Ich weiß ja, was stimmt.
41:25Ich weiß nur noch nicht,
41:26was du eigentlich vorhast.
41:27Was ich vorhabe?
41:28Ich möchte hier ordentlich arbeiten
41:29und dann endlich studieren!
41:30Das würde ich an deiner Stelle
41:31auch behaupten.
41:34Patricia,
41:34du musst mir einfach glauben,
41:35dass ich...
41:36Genieß die Zeit auf meinem Stuhl.
41:38Sie wird kürzer,
41:39als du denkst.
41:39Sie wird kürzer,
41:43nicht ihr boh eurem Feuer?
41:43Es geht mit uns.
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