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KurzfilmeTranskript
00:00Frauen, die von Männern nur das eine wollten, nämlich ihr Geld.
00:05Wenn ich mir diese beiden Damen hier so ansehe, hat sich nichts daran geändert.
00:09Mutter, bitte halt den Mund! Setz dich, Annabelle!
00:12Ich weiß, dass du das nicht hören willst, aber es wird Zeit, dass die Familie den Tatsachen ins Auge sieht.
00:19Julia Schilling ist nichts anderes als eine kleine Betrügerin,
00:22die hier mit ihrer spielsüchtigen Mutter in Falkenthal aufgekreuzt ist und sich an unserem Vermögen bereichern will.
00:29Jetzt passen Sie mal auf, Frau Grafenberg.
00:34Es ist wahr, wir sind völlig mittellos hier nach Falkenthal gekommen.
00:40Es ist wahr, ich bin spielsüchtig.
00:44Und es ist wahr, dass ich in meinem Leben oft verbrannter Erde hinterlassen habe.
00:50Aber Schuld daran bin allein ich.
00:54Julia hat damit nichts zu tun.
00:57Ja.
00:59Dem, was Julias Mutter gesagt hat, ist nichts hinzuzufügen.
01:03Außer eins.
01:05Julia und ich werden nicht nur heiraten,
01:10wir werden Falkenthal verlassen.
01:17Hey, what you looking for?
01:23No one has the answer.
01:26They just want more.
01:30Hey, who's gonna make it right?
01:36This could be the first day of my life.
01:47Du wirst alles, was dir etwas bedeutet, aufgeben?
01:50Nur um mit dieser Frau zusammen zu sein?
01:54Daniel, das glaube ich dir nicht.
01:56Das wirst du aber glauben müssen, Mutter.
01:58Es ist mein voller Ernst.
01:59Daniel, so geht das nicht.
02:02Ich stimme deiner Mutter zu.
02:05Du wirst die Firma und die Familie nicht verlassen.
02:08Aus was wir gründen auch immer.
02:12Wir sind ja nicht eingeladen.
02:14Also nicht direkt jedenfalls.
02:16Genau genommen sind wir überhaupt nicht eingeladen.
02:19Meinst du, ist es richtig, wenn wir da einfach so reinspazieren?
02:22Es war deine Idee, Julia und Daniel mit einem Blumenstrauß zu überraschen.
02:25Ja, schon.
02:26Aber wir können Julia die Blumen ja auch morgen in der Firma schenken.
02:29Also wenn du weiter so daran herumfummelst, dann bestimmt nicht.
02:35Na komm.
02:42Du bist echt ein Spitzentyp, weißt du das eigentlich?
02:45Wieso?
02:46Weil du eben so reagiert hast, wie ein Spitzentyp eben reagiert.
02:49Und das wäre?
02:51Na ja, jeder andere hätte jetzt genervt und hätte rumgemeckert von wegen
02:54ich weiß nicht, was ich will und dass ich unentschlossen bin.
02:57Aber du akzeptierst einfach, dass ich meine Meinung auch mal ändere.
03:00Das können nur Spitzentypen.
03:17Großvater, bei allem Respekt, aber die Entscheidung, ob ich weggehe oder nicht
03:23und mit wem, die hast nicht du zu treffen.
03:27Dieses Thema werden wir in aller Ruhe woanders erörtern.
03:30Es hat mich gefreut, sie kennenzulernen.
03:32Sie werden verstehen, dass wir die Angelegenheit im Kreise der Familie besprechen wollen.
03:37Eva, sagen Sie bitte Tobias Bescheid, dass er die Damen nach Hause fährt.
03:41Danke, das wird nicht nötig sein.
03:43Die Damen kommen gut alleine nach Hause.
03:47Großvater, wenn du es vorziehst, diesen Abend so abrupt zu beenden,
03:50hast du sicherlich Verständnis, dass ich Julia und ihre Mutter nach Hause bringe.
03:56Kommt.
04:04Daniel, warte.
04:06Geh nicht.
04:09Ich habe in diesem Haus nichts mehr verloren.
04:14Ja, dann...
04:15werde ich mal auch wiedersehen.
04:21Glückwunsch.
04:26Dann werden wir also ausgetrickst durch eine Küchenhilfe.
04:38Es tut mir so leid.
04:39Ich muss mich wirklich im ersten Halten meines Großvaters entschuldigen.
04:42Nein, das müssen Sie nicht, Daniel.
04:44Er hat doch nur auf den Punkt gebracht, was sich alle anderen gewünscht haben
04:46und so schnell als möglich loszuwerden.
04:50Was diese Frau Grafenberg da gerade über uns gesagt hat,
04:52das tut mir so leid.
04:54Das wollte ich nicht.
04:56Aber das war doch nicht deine Schuld, Mama.
04:59Danke, dass du überhaupt gekommen bist.
05:02Und einfach danke, dass es dich gibt.
05:05Und dass du dich nicht hast einschüchtern lassen.
05:08Ich bin sehr, sehr stolz auf dich.
05:13Danke.
05:20Frau Schilling,
05:22Sie gestatten?
05:30Bis dann, Glückspitz.
05:33Du zitterst.
05:35Ich bin einfach nur erschrocken darüber,
05:37wie heftig deine Familie auf uns reagiert hat.
05:40Das haben wir alles bald hinter uns.
05:42Wir werden zusammen von hier weggehen
05:44und irgendwo ganz neu von vorne beginnen.
05:47Das werden wir.
05:52Daniel kann doch nicht einfach weggehen.
05:55Da muss doch was zu machen sein.
05:57Ich verstehe nicht,
05:58wie Daniel uns so vor vollendete Tatsachen stellen kann.
06:01Wegen einer Frau, die er ein paar Wochen lang kennt.
06:03Du solltest ihn doch eigentlich am besten verstehen, Frederik.
06:06Du hast dich doch auch einfach aus dem Staub gemacht.
06:08Und da war nicht mal eine Frau im Spiel.
06:10Da lag der Fall aber ganz anders.
06:12Ich, ich will ja nur, dass es nicht überstürzt.
06:15Ich fahre morgen für eine Woche nach Südafrika.
06:17Da kann er verdammt doch nicht alle stehen und liegen lassen.
06:19Daniel verhält sich einfach kindisch.
06:21Er tut gerade so,
06:23als hätte ich ihn direkt aus dem Haus
06:24in die Arme von Fräulein Schilling getrieben.
06:26Hast du das nicht auch?
06:28Fängst du jetzt auch noch an?
06:30Ich denke, deine Entscheidung,
06:32Daniel nicht zu deinem Nachfolger zu bestimmen,
06:33sondern Frederik
06:34hat dazu beigetragen,
06:36dass er jetzt mit Julia abhauen will.
06:37Patricia,
06:38mische dich nicht in Dinge ein,
06:40von denen du nichts verstehst.
06:41Ich glaube, ich verstehe eine ganze Menge davon,
06:43wie diese Familie tickt.
06:44Und ich kann Daniel gut verstehen.
06:47Irgendwie bewundere ich ihn dafür.
06:50Frederik,
06:51was sagst du zu diesem Desaster?
06:55Ich sehe ein großes Problem darin,
06:58die Firma ohne Daniel zu führen.
07:00Wie kann diese Frau
07:01ihm nur diese Floh ins Ohr setzen?
07:04Das ist doch nicht normal,
07:06dass ein Grafenberg
07:07für ein Techtelmechtel
07:09die Familie
07:10und die Firma aufs Spiel setzt.
07:12Ist es das?
07:12Ein Techtelmechtel?
07:14Ja, was denn sonst?
07:15Liebe.
07:18Annabelle,
07:20was sagst du dazu?
07:22Daniel ist schließlich dein Sohn.
07:25Mir war von Anfang an klar,
07:27dass diese Frau ein Problem wird.
07:29Und zwar für uns alle.
07:46Ich werde das Bootshaus vermissen,
07:47wenn wir weggehen.
07:50Wir suchen uns ein neues.
07:52Oder wir bauen uns eins.
07:54Oder ein Baumhaus.
07:55Oder ein Iglo.
07:56Oder ein Zelt in der Wüste.
07:59Dein Wunsch ist mir Befehl.
08:00Bereust du unseren Entschluss wegzugehen?
08:03Nein.
08:05Du?
08:06Nein.
08:08Ich bin es ja gewöhnt,
08:09von einem Ort zum anderen zu gehen.
08:11Aber du?
08:13Ich werde es lernen müssen.
08:16Du musst es mir beibringen.
08:25Deine Mutter hat toll reagiert.
08:27Ja.
08:28Sie ist immer für eine Überraschung gut.
08:32Indem sie deinen Entschluss respektiert hat,
08:35hat sie dir gezeigt,
08:36wie sehr sie dich liebt.
08:40Es tut weh,
08:40dass deine Familie sich anders verhalten hat,
08:42nicht wahr?
08:43Es wäre naiv gewesen,
08:44etwas anderes zu erwarten.
08:47Obwohl ich mir gewünscht hätte,
08:49dass sie dich als meine zukünftige Frau akzeptiere.
08:51Oder sich sogar mit uns freuen können.
08:54Wie ist es denn zu viel verlangt von meiner Mutter?
08:56Dass sie sich einfach freut,
08:58dass ihr Sohn glücklich geworden ist.
09:00Das hätte bedeutet,
09:02dass wir hierbleiben können und...
09:03Nein.
09:05Ich will weg von hier.
09:06Mit dir zusammen.
09:08Wir tun das einzig Richtige.
09:10Hast du immer noch Zweifel?
09:14Ich liebe dich, Daniel.
09:17Ich will um jeden Preis mit dir zusammen sein.
09:20Wenn nur der Preis für dich nicht zu hoch ist.
09:25Ich habe doch dich.
09:28Was könnte ich mir sonst noch wünschen?
09:50Ist Daniel zurück?
09:52Nein.
09:54Und der Rest der Familie?
09:55Hier? Noch beim Dessert?
09:58Du nimmst die überraschende Verlobung
10:00erstaunlich gelassen auf.
10:01Ach, Verlobungen.
10:03Die werden geschlossen und wieder gelöst.
10:05Auf mich wirkten die beiden wild entschlossen.
10:07Ich höre quasi schon die Hochzeitsglocken läuten.
10:10Das ist nicht witzig, Patricia.
10:13Du hast Daniel verloren.
10:16Meinst du?
10:17Gibst du jetzt auf?
10:19Niemals.
10:21Warum lässt du die beiden nicht einfach in Ruhe, Mutter?
10:23Lass sie gehen.
10:25Bist du jetzt gekommen, um eine Lanze für das Liebesglück zu brechen?
10:30Sieht dir gar nicht ähnlich.
10:31Ich mein's ernst.
10:32Ich auch, Patricia.
10:35Hör auf mit dem Theater.
10:37Wenn du jetzt meinst, du könntest Daniels Platz hier in der Firma einnehmen,
10:41wenn er erstmal weg ist, hast du dich aber getäuscht.
10:43Ich werde es nämlich nicht zulassen, dass er geht.
10:46Wie du meinst.
10:48Ich bin gespannt, was für ein Gemetzel du diesmal planst.
11:07Annabelle Grafenberg hier.
11:11Steigen Sie ins nächste Flugzeug.
11:12Ich brauche Sie hier vor Ort.
11:14Dann ist es mir egal, was es kostet.
11:37Es tut gut, in Daniels Armen aufzuwachen.
11:43Bei ihm fühle ich mich geborgen.
11:49Er ist mein Zuhause.
11:51Egal, wo wir sind.
11:55Guten Morgen.
11:57Guten Morgen, mein Engel.
12:03Weißt du, dass du lächelst im Schlaf?
12:07Und weil ich von dir geträumt habe.
12:09Ach ja.
12:10Und was hast du geträumt von mir?
12:13Das kann man schlecht erzählen.
12:17Das kann ich höchstens zeigen.
12:28Wie fühlst du dich?
12:30Glücklich.
12:32Bis in die Zehenspitzen einfach nur glücklich.
12:37Und du?
12:41Erleichtert.
12:43Freit irgendwie.
12:45Ich habe dich sehr bewundert gestern.
12:48Mit welcher Selbstverständlichkeit du allen erzähltest,
12:51dass wir aus Falkenthal weggehen werden.
12:54Wir brauchen uns jetzt vor niemandem mehr zu verstecken.
12:57Kein Geheimnis mehr aus unserer Liebe zu machen.
13:00Alle Welt kann wissen, dass wir uns lieben.
13:05Frei.
13:06Das fühlt sich so gut an.
13:09Ich bin so glücklich, dass es fast wehtut.
13:13Das sollte es aber nicht.
13:16Liebe sollte nicht wehtun.
13:28Möchten Sie eine Tasse Kaffee mit mir trinken?
13:32Wenn es nicht wieder diese wässrige Plörre ist,
13:35mit der Sie mich seit Wochen tyrannisieren.
13:37Danke.
13:39Also entweder sind Sie heute mit dem falschen Fuß aufgestanden.
13:43Oder?
13:43Oder Sie haben ein schlechtes Gewissen,
13:46weil Sie Julia und Ihre Mutter gestern ziemlich unfein aus dem Haus geworfen haben.
13:53Sie sind doch mit der Mutter von Julia befreundet.
13:58Stimmt das, was sie gesagt hat gestern?
14:01Ist sie spielsüchtig?
14:03Ich weiß es nicht.
14:05Aber mir ist es auch egal.
14:08Für mich ist es eine sehr nette Frau.
14:11Das haben Sie auch gesagt.
14:13Ja.
14:14Und Julia ist ein nettes Mädchen.
14:16Ja.
14:17Aber?
14:18Ich glaube ja auch nicht,
14:20dass sie hinter Daniels Geld hier ist.
14:23So sieht sie wirklich nicht aus.
14:24Aber es hat doch den Anschein,
14:28dass sie Daniel dazu bringt,
14:30mit ihr Falkenthal zu verlassen.
14:33Und das kann ich nicht hinnehmen.
14:36Ich glaube nicht,
14:37dass Julia daran schuld ist,
14:39dass Daniel weggehen will.
14:40Sondern?
14:42Daniel hat das Gefühl,
14:44dass er hier nicht glücklich werden kann.
14:49Daran bin ich schuld.
14:52Ach, Herr Grafenberg.
14:55Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugetan,
14:57weil ich mir Vorwürfe mache.
15:01Wenn ich Frederik
15:03nicht zum Chef der Falkenthaler Porzellanmanufaktur bestimmt hätte,
15:10hätte Daniel nicht das Bedürfnis,
15:12mit irgendeinem netten Mädchen in der Weltgeschichte herumzugondeln.
15:16Ach.
15:18Sehen Sie das noch nicht alles so duster?
15:20Daniel will doch nur sich die Welt ein wenig ansehen.
15:23Frederik ist doch schließlich auch zurückgekommen.
15:26Und bei ihm war der Fall um einiges schwieriger.
15:28Sprecht ihr von mir?
15:30Frederik,
15:32lasstest du mir beim Frühstück Gesellschaft?
15:34Leider nicht.
15:35Nur rasch eine Tasse Kaffee,
15:37dann muss ich packen und es geht los.
15:38Muss das sein?
15:40Danke.
15:40Musst du wirklich in dieser Situation
15:42nach Afrika fahren?
15:43Aber Vater,
15:45es ist doch nur eine Woche.
15:47Du bist jetzt der Chef der Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
15:51Da hast du Verpflichtungen.
15:53Ich bin mir meiner Verantwortung durchaus bewusst.
15:55Aber ich kann nicht so tun,
15:56als gäbe es die Lodge nicht mehr in meinem Leben.
15:58Mir wäre es lieber,
16:00du bliebest
16:01und würdest Annabelle und mich unterstützen,
16:04Daniel zur Vernunft zu bringen.
16:05Vater,
16:06ich habe dir doch erklärt,
16:07wenn ich mich jetzt nicht um die Erweiterung der Lodge kümmere,
16:09dann kann ich das Ganze vergessen.
16:11Jetzt muss ich aber.
16:21Irgendwann
16:22entgleiten uns unsere Kinder.
16:37Merkst du was?
16:38Ja.
16:38Die gucken alle ganz schön komisch.
16:40Besonders Andreas.
16:42der kriegt das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht.
16:44Guten Morgen, ihr beiden.
16:45Guten Morgen.
16:47Sagen Sie, Andreas,
16:48kann es sein,
16:48dass sich die Nachricht von unserer Verlogung
16:50schon im ganzen Haus herumgesprochen hat?
16:52Inoffiziell?
16:53Ja.
16:54Verstehe.
16:55Ich gratuliere euch beiden aus ganzem Herzen.
16:58Und ich hätte ja auch schon eine Champagnerflasche eingekühlt,
17:01aber ich wollte einfach warten,
17:02bis das Ganze offiziell ist.
17:04Vielen Dank, Andreas.
17:06Bis später.
17:08Bis später.
17:21Ich freue mich so für euch.
17:24Wissen wirklich schon alle Bescheid, ja?
17:26Tja, Lilly, konnten wir ja nicht dicht halten?
17:30Ich muss unbedingt mit Silke sprechen.
17:32Sie trifft's am härtesten, oder?
17:34Ja, sie ist schon ziemlich fertig.
17:37Als Privatbankkundin kann ich ja wohl erwarten,
17:40dass Sie mir eine solche Summe auch in bar zur Verfügung stellen.
17:44Du gehst zur Bank?
17:46Ja.
17:47Und anschließend in die Firma.
17:50Ist dir eigentlich klar,
17:52dass du letztendlich für diese Situation verantwortlich bist?
17:55Ich verbitte mir diese Unterstellung.
17:58Daniel wäre niemals mit einem Fräulein Schilling davongelaufen,
18:02wenn du ihm die Firmenleitung übertragen hättest.
18:05Es ist wohl besser, wenn du jetzt gehst.
18:08Verträgst du die Wahrheit nicht?
18:10Was willst du hören, Annabelle?
18:12Dass du recht hast?
18:16Ich kann dich beruhigen.
18:17Ich habe die ganze Nacht wachgelegen
18:19und mich gefragt, ob ich wirklich Schuld daran habe,
18:22dass Daniel fortgehen will.
18:24Wie dem auch sei.
18:27Wir sollten aufhören, uns gegenseitig zu bekriegen.
18:31Was schlägst du vor?
18:33Dass wir an einem Strang ziehen
18:35und aufhören, gegeneinander zu arbeiten.
18:40Wir müssen Daniel davon überzeugen,
18:43dass er diese unsinnige Verlobung auflöst.
18:47Gut.
18:50Einverstanden.
18:53Gestattest du, dass ich dich in die Firma begleite?
18:57Sehr gern, Schwiegervater.
18:59Ich muss mich noch umziehen.
19:10Falkenthal-Porzellan, Silke Mertens.
19:12Was kann ich für sie tun?
19:15Ja, Augenblick.
19:16Verbinde.
19:21Silke, kann ich dich im Moment sprechen?
19:23Ich habe heute so wahnsinnig viel zu tun.
19:28Bitte.
19:35Gib es doch zu.
19:37Du hast dich die ganze Zeit über mich lustig gemacht.
19:43Nein.
19:44Das habe ich überhaupt nicht.
19:46Du musst verstehen, wenn...
19:48Was gibt es denn da zu verstehen?
19:51Du und Daniel, ihr seid verlobt.
19:55Bitte glaub mir, wenn ich gekonnt hätte,
19:57dann hätte ich es dir viel früher erzählt.
20:03Frau Mertens, wenn Sie mit den Papieren fertig sind,
20:06dann bringen Sie mir bitte meine Post.
20:07Und ich hätte gern meinen Sohn gesprochen.
20:11Ach, und Frau Mertens,
20:13in Anbetracht der familiären Situation würde ich es vorziehen,
20:17wenn mir heute Andreas den Kaffee serviert.
20:24Wäre es Ihnen wohl möglich,
20:25in ein paar Minuten in mein Büro zu kommen, Frau Schilling?
20:28Selbstverständlich, Herr Gravenberg.
20:31Guten Morgen, Frau Mertens.
20:36Annabelle tut so, als wäre ich Luft.
20:38Und wieso behandelt mich Daniels Großvater,
20:40als hätte ich ein Verbrechen begangen?
20:42Was habe ich ihm denn getan?
20:45Ich liebe Daniel doch nur.
20:48Aber für sie ist es so,
20:50als hätte ich ihn Daniel weggenommen.
20:52Was war denn kochen?
20:53Wir könnten Spaghetti mit Tomatensauce machen.
20:56Spaghetti, das kann ja sogar ich,
20:58wenn ich nicht vergesse, die Nudeln rauszunehmen.
21:01Spaghetti, Leute, wer kocht denn heute noch Spaghetti?
21:04Magst du keine?
21:05Das heißt Pasta, Pasta Schut,
21:08Pasta Puccini, Pasta Gnocchi.
21:10Wir kochen ein Menü Italiano, eh?
21:12Italiano.
21:13Sag ich doch.
21:14Was heißt Italiano, nicht Italiano?
21:15Ist doch egal.
21:16Sagen wir einfach,
21:17wir kochen ein echt spitzenmäßiges italienisches Menü.
21:21Kannst du das denn, so richtig spitzenmäßig kochen?
21:25Naja, Ravioli mit Kürbiskernfüllung
21:27mache ich mir eigentlich jeden zweiten Tag.
21:28Und was brauchen wir für deine Ravioli mit Kürbiskernfüllung?
21:31Zutaten, meinst du?
21:33Ja, ich mache gerade eine Einkaufsliste.
21:35Also Mehl vermute ich, Olivenöl, Eier.
21:38Einkaufsliste wie zu meiner Oma ist auch voll altmodisch.
21:41Man geht einfach über den Markt und kauft ein, nach Gefühl.
21:45Gut, dann kümmerst du dich um den Hauptgang.
21:47Irgendwas mit Pasta.
21:48Und ich bereite uns ein original italienisches Dolce vor.
21:51Dolce?
21:52Ja, das ist italienisch.
21:54Heißt sowas wie Süßspeise.
21:56Oder auch Nachtisch.
21:57Naja, ich mache dann einen Rucola-Sarate mit Parmesankäse.
22:07Herein.
22:13Bitte setzen Sie sich, Julia Schilling.
22:16Kann ich Ihnen etwas anbieten?
22:18Einen Kaffee, einen Tee?
22:19Danke, Neif.
22:21Gut.
22:22Dann kommen wir zum Kern.
22:26Sie lieben meinen Enkel Daniel.
22:29Ja, das tue ich.
22:30Ich liebe Daniel.
22:32Wenn Sie Daniel wirklich lieben,
22:34dann sollten Sie ihn nicht in sein Unglück rennen lassen.
22:38Warten Sie, ich...
22:39Ich bin noch nicht fertig.
22:43Ich glaube Ihnen, dass Sie Daniel wirklich lieben
22:46und es nicht auf sein Geld abgesehen haben,
22:48wie seine Mutter vermutet.
22:53Aber...
22:54Liebe allein reicht nicht für ein langes Leben.
22:58Für eine glückliche Ehe.
23:01Mehr als meine Liebe kann ich Daniel nicht geben.
23:04Ich weiß, mein Kind.
23:08Doch Daniel ist hier in Falkenthal,
23:11verwurzelt mit seiner Familie,
23:13mit der Firma, die er irgendwann übernehmen wird.
23:16Und da ist kein Platz für mich.
23:18Ist es das, was Sie mir sagen wollen?
23:20Nein.
23:24Aber wenn Daniel mit Ihnen fortläuft,
23:28wird er es eines Tages bereuen.
23:33Nicht morgen, nicht in einer Woche.
23:36Aber irgendwann.
23:42Haben Sie sich schon einmal überlegt,
23:44wie es Ihnen in zehn oder zwanzig Jahren geht,
23:47mit einem Mann an der Seite,
23:49der sich nichts sehnlicher wünscht,
23:52als nach Hause zurückzukehren?
23:55Uns fällt es bestimmt nicht leicht, hier wegzugehen.
23:57Wir haben keine andere Wahl.
23:59Das haben Sie doch gestern Abend selbst gesehen.
24:00Als Werner Gravenberg achte ich Ihre Gefühle.
24:06Aber als Unternehmer,
24:07der immer noch für die Falkenthaler Porzellanmanufaktur verantwortlich ist,
24:13sage ich Ihnen,
24:15Gefühle müssen manchmal hinter Tradition und Verpflichtung zurückstehen.
24:21Als ich Daniel in Südafrika kennengelernt habe,
24:24da wusste ich gar nicht, dass er ein Gravenberg ist.
24:26Aber er war glücklich,
24:28frei,
24:29so lebendig.
24:31So habe ich ihn hier mit seiner Familie nie wieder erlebt.
24:35Und diesen Daniel,
24:36den liebe ich, Herr Gravenberg.
24:39Und dieser Daniel,
24:40der erstickt hier
24:41an all den Traditionen und Verpflichtungen,
24:43die Sie von ihm fordern.
24:58Dann haben wir uns nichts mehr zu sagen.
25:15Herr Rhein.
25:19Du wolltest mich sprechen, Mutter.
25:22Danke, dass du dir Zeit für mich nimmst.
25:25Ich hoffe,
25:25du möchtest dich für dein unmögliches Benehmen gestern Abend entschuldigen.
25:29Du meinst meine kleine Rede.
25:31Das war doch nur aus dem ersten Impuls heraus.
25:35Danach war ich ja ganz brav
25:36und habe als Einzige meinen Mund gehalten.
25:39Du gibst niemals auf, oder?
25:40Nein.
25:42Also gut.
25:45Ich möchte mich in aller Form bei dir entschuldigen.
25:50Zufrieden?
25:52Daniel,
25:53du bist mein einziger Sohn
25:55und ich,
25:56ich liebe dich.
25:58Du machst es mir nur sehr schwer,
26:00deine Liebe auszuhalten.
26:02Verzeih.
26:05Eigentlich wollte ich mit dir
26:06über deine und Julias Pläne reden.
26:09Weißt du,
26:12als ich deinen Vater geheiratet habe,
26:14da war das auch Liebe auf den ersten Blick.
26:16Mutter,
26:17du hast selbst
26:18in der Firma gearbeitet.
26:20Nun ja,
26:21ich war eine gut ausgebildete Sekretärin.
26:23Ich konnte mehrere Sprachen.
26:26Julia hingegen
26:26hat nur ein abgebrochenes Designstudium vorzuweisen.
26:30Mutter.
26:31Lassen wir das.
26:34Wie habt ihr euch das denn nun vorgestellt
26:36mit eurem Banking?
26:37Wir werden uns Arbeit suchen.
26:39Ich kann jederzeit
26:41einen Job als Vertriebsleiter annehmen
26:43und Julia kann ihr Studium
26:45zu Ende führen.
26:46Klingt hübsch.
26:47So romantisch,
26:48nicht wahr?
26:49Und, äh,
26:50ihr mietet euch ein kleines Apartment
26:53ohne Personal
26:54und du gehst jeden Tag
26:56von morgens bis abends ins Büro.
26:59Was ist daran so falsch?
27:00Es ist nicht Falkenthal.
27:02Es ist nicht dein Zuhause.
27:04Du gehörst hierher.
27:06Hier ist deine Familie.
27:08Hier sind deine Wurzeln.
27:10Und auch wenn Frederik vorläufig
27:12die Firma leitet.
27:13Du hast doch hier
27:15eine privilegierte Stellung,
27:16die dir niemand wegnehmen kann.
27:18Und was ist mit Julia?
27:21Könntet ihr sie akzeptieren?
27:22Könntest du sie eines Tages akzeptieren?
27:27Wenn es dich glücklich machen würde.
27:30So sehr du dir auch Mühe gibst, Mutter.
27:33Du könntest Julia niemals
27:34als meine Frau respektieren.
27:36Für dich wird sie immer
27:37die kleine Aushilfskellnerin bleiben,
27:39die deinem Sohn den Kopf verdreht hat.
27:42Dein Handy.
27:51Ja, bitte.
27:54Ja, dann nehmen Sie sich
27:55einen Leihwagen vom Flughafen
27:57und kommen hier direkt nach Falkenthal.
28:00Ja, ich erwarte Sie.
28:03Ja, natürlich.
28:09Das andere auch, okay?
28:19Danke.
28:22Schau mal, Silke, andere Mütter
28:24haben auch schöne Söhne.
28:26Aber keiner ist so wie...
28:28keiner ist so wie Daniel.
28:30Hast du dir denn so viele Hoffnungen gemacht?
28:35Das klingt jetzt vielleicht albern,
28:36aber als er mir die Rose geschenkt hat,
28:40da habe ich gedacht,
28:41er hat sich verliebt.
28:43Aber du weißt doch,
28:44dass es ganz anders gemeint war.
28:48Warum
28:50macht er denn so was?
28:51Ich meine,
28:52wenn ein Mann
28:52einer Frau
28:53eine Rose schenkt,
28:54dann heißt das doch,
28:57dass...
29:04Ich komme mir so...
29:08Ihr habt euch alle
29:09lächerlich über mich gemacht.
29:11Und das Schlimmste ist,
29:12ich...
29:13dumme Kuh,
29:13ich habe gedacht,
29:14Julia ist meine Freundin.
29:16Ja, aber das ist sie doch auch.
29:18Und glaub mir, Silke,
29:19es geht ihr genauso schlecht wie dir.
29:23Und wenn man jemandem
29:24eine Blume schenkt,
29:28dann kann das auch bedeuten,
29:30ich mag dich.
29:31Als Kollegin.
29:36Ich habe so Angst.
29:38Ich habe so Angst,
29:40dass ich mich so lächerlich gemacht habe.
29:43Silke, wenn jemand
29:43Gefühle zeigen kann,
29:44dann macht er sich nicht lächerlich.
29:46Ganz im Gegenteil.
29:47Dann ist er sehr,
29:48sehr mutig.
29:51Wirklich?
29:52Wirklich.
29:53Und das kann nicht jeder.
29:57Danke.
30:07Hallo.
30:07Gehst du schon wieder?
30:09Ja, ich muss noch etwas erledigen.
30:12Was war denn vorhin
30:13mit Großvater los?
30:15Der war doch hier, oder?
30:17Ich glaube,
30:18er hatte ein Gespräch
30:18mit Julia Schilling.
30:19Ich weiß.
30:21Ich habe ihn dazu,
30:23sagen wir mal,
30:23am Mund hat.
30:24Wie denn das?
30:27Ich habe ihm klar gemacht,
30:28dass er mitverantwortlich ist
30:30für dieses Desaster.
30:32Du glaubst,
30:33dass Daniel mit Julia
30:34weggehen will,
30:35weil Großvater
30:35Frederik die Leitung
30:36der Firma übertragen hat?
30:37Es war ganz einfach,
30:38Werner davon zu überzeugen.
30:40Und jetzt plagt ihn
30:41das schlechte Gewissen.
30:42Aber was hast du davon,
30:43dass Großvater
30:44ein schlechtes Gewissen hat?
30:46Wenn wir das Problem
30:47Julia Schilling
30:48loswerden wollen,
30:49dann müssen wir
30:50zusammenarbeiten.
30:51Du,
30:52dein Großvater,
30:53Frederik und ich.
30:55Seit wann
30:55verbündest du dich denn
30:56mit den beiden?
30:57Du hasst Frederik.
30:59Weißt du,
31:00Patricia,
31:00du musst noch
31:01eine Menge lernen.
31:03Manchmal macht es Sinn,
31:04sich mit seinen Gegnern
31:05zu verbünden.
31:06Und wenn dann das Ziel
31:06erreicht ist,
31:08dann sucht man sich
31:08eben neue Verbündete.
31:09Du bist ungeheuerlich.
31:11Ist das jetzt
31:12ein Kompliment?
31:14Was ist da drin?
31:15Geld?
31:17Neuer Bestechungsversuch?
31:18Hat Julia Schilling
31:19dir ihren Preis genannt?
31:21Nein,
31:22bedauerlicherweise
31:22ist sie tatsächlich
31:23nicht käuflich.
31:25Was ja zum Glück
31:26nicht für alle gilt.
31:33Was für ein Tag.
31:35Was meinst du,
31:35wie glücklich ich bin,
31:36wenn wir das endlich
31:37alles hinter uns lassen können?
31:39Wissen wir denn schon,
31:40wohin wir fahren?
31:42Lassen wir uns überraschen.
31:44Wege entstehen beim Gehen.
31:47Ich bin schon
31:48so viele Wege gegangen.
31:50Und sie haben mich
31:51schließlich zu Daniel geführt.
31:54Was wird uns erwarten?
31:57Aber das ist jetzt
31:58alles egal.
32:00Ich weiß einfach,
32:01dass wir beide überall
32:02auf der Welt glücklich
32:03sein können.
32:06Weil wir uns haben.
32:16Christa,
32:16ich glaube,
32:17der Teller ist jetzt
32:17wirklich trocken.
32:18Du polierst schon
32:19geschlagene zwei Minuten
32:20daran rum.
32:23Ich habe an Julia gedacht.
32:25Du machst dir Sorgen,
32:26wie sehr heute
32:27in der Firma gegangen ist?
32:28Hm.
32:29Julia schafft das schon.
32:40Ich weiß nicht,
32:41ob ich mich
32:41für die beiden
32:41freunden soll.
32:44Heute Morgen
32:44klang das noch ganz anders.
32:46Ich habe nachgedacht
32:47seit heute Morgen.
32:49Ja, und
32:49was ist dabei rausgekommen?
32:52Mir ist klar geworden,
32:53in was für ein Dilemma
32:54Daniel und Julia stecken.
32:56Wie meinst du das?
32:59Daniel will
33:01seine Familie verlassen.
33:02Mit Julia
33:03irgendwo
33:03in der Weltgeschichte
33:04herumreisen.
33:05Aber er hat doch
33:06überhaupt keine Ahnung,
33:07was das bedeutet.
33:08Kein Zuhause,
33:09keine Familie,
33:10keine Freunde mehr zu haben.
33:12Glaubst du nicht,
33:13dass die beiden
33:13sich das reiflich
33:14überlegt haben?
33:15Was ist,
33:16wenn Daniel
33:16seine Entscheidung bereut?
33:18Und dadurch
33:18Julia leiden lässt?
33:20Daniel doch nicht.
33:22Wenn der sich mal
33:22für etwas entschieden hat,
33:23dann bleibt er auch dabei.
33:24Nein, nein.
33:25Die Kinder machen das
33:26genau richtig.
33:27Ich weiß nicht.
33:29Wenn Julia und Daniel
33:30hier nicht zusammen
33:31glücklich werden können,
33:32dann irgendwo anders.
33:33Daniel ist durchaus
33:34in der Lage,
33:35sich eine Existenz
33:36aufzubauen.
33:38Ich weiß nur,
33:39dass Julia
33:40sich nichts
33:40sehnlicher wünscht,
33:41als endlich
33:42irgendwo anzukommen.
33:44Ein Zuhause
33:45zu finden.
33:47Eine Familie
33:48zu haben.
33:49Ja, wer sagt denn,
33:50dass es nicht
33:50genauso kommen wird?
33:52Und wie?
33:53Sie finden einen Ort,
33:54wo sie bleiben wollen
33:55und gründen
33:56ihre eigene
33:57kleine Familie.
33:59Das gehört nur mal dazu,
34:00wenn die Kinder
34:00erwachsen werden.
34:07Kann ich dich mal
34:08was fragen?
34:09Klar,
34:10immer.
34:13Glaubst du,
34:13dass ich irgendwann
34:14heiraten werde?
34:17Wieso fragst du das?
34:19Ach, nur so.
34:21Da gehören ja immer
34:22zwei dazu.
34:22Ja, das Halbjahr.
34:24Ich kann mir einfach
34:24nicht vorstellen,
34:25dass ich irgendjemanden
34:26kennenlerne,
34:26den ich so sehr liebe,
34:27dass ich ihn heiraten will.
34:29Aber das muss ja nicht
34:30morgen oder übermorgen sein,
34:32dass du heiratest,
34:32meine ich.
34:33Naja, das sowieso nicht.
34:34Ich will erst mal
34:35meine Ausbildung zu Ende
34:36machen und dann vielleicht
34:37noch ein Designstudium
34:38im Ausland dranhängen.
34:40Also, ich kann mir gut
34:41vorstellen, zu heiraten.
34:43Denkst du da schon
34:44an jemand Bestimmtes?
34:45Ja, ich kann mir gut vorstellen,
34:49Ey, du bist ja ganz rot.
34:51Das muss an den neugierigen
34:52Faden liegen, Lilly.
34:54Oh, Frau Grabenberg,
34:55ich hab sie gar nicht
34:55kommen hören.
34:56Habt ihr einen speziellen
34:57Grund, euch ausgerechnet,
34:58übers Heiraten zu unterhalten?
34:59Oder wollten Sie Lilly
35:01gerade einen Antrag machen,
35:02Kolja?
35:03Nein, wir haben nur so
35:05übers Heiraten im Allgemeinen
35:06gesprochen, weil doch ihr Bruder
35:08und Julia heiraten.
35:09Meinten Sie, ich könnte
35:10Trauzeugin sein?
35:12Ich befürchte nicht.
35:14Aber warum denn nicht?
35:15Julia ist doch meine Freundin.
35:17Dann hat Ihnen ihre Freundin
35:18vergessen mitzuteilen,
35:19dass sie vorhat,
35:20mit Daniel wegzugehen.
35:22Was?
35:23Und ob Julia sie nach Honolulu
35:24oder Timbuktu oder was der Teufel
35:26wohin einfliegen lässt,
35:29wage ich zu bezweifeln.
35:32Julia will weggehen,
35:33aber warum denn?
35:34Tja, das müssen Sie
35:35sie schon selber fragen.
35:39Nach der Arbeit.
35:53Stör ich.
35:54Nein, Großvater,
35:55komm ruhig heran.
35:58Ich bin froh,
35:59dass du kommst.
36:00Ich wollte sowieso mit dir reden.
36:03Ich möchte mich für gestern Abend
36:05entschuldigen.
36:07Angenommen.
36:08Und ich möchte,
36:09dass du verstehst und akzeptierst,
36:11warum Julia und ich
36:12Falkenthal verlassen müssen.
36:14Das fällt mir schwer, Daniel.
36:16Sehr schwer.
36:18Ich weiß.
36:21Aber versuche es trotzdem, bitte.
36:24Hat das etwas damit zu tun,
36:26dass ich Frederik zu meinem
36:27Nachfolger gemacht habe
36:28und nicht dich?
36:29Nein, nicht direkt.
36:32Julia und ich müssen Falkenthal verlassen,
36:34weil wir hier nicht glücklich werden können.
36:36Was heißt denn das?
36:38Du hast hier doch alles.
36:41Freunde,
36:43die Firma,
36:44die Familie.
36:46Meine Familie hat mir sehr deutlich
36:48zu verstehen gegeben,
36:49was sie von meiner zukünftigen Frau hält.
36:52Ich jedenfalls
36:53finde deine Freundin sehr nett
36:55und ich hätte überhaupt nichts dagegen,
36:58wenn ihr heiratet.
36:59Aber deswegen müsst ihr doch nicht
37:00aus Falkenthal fortlaufen.
37:03Du kennst meine Mutter.
37:06Solange ich hier bin,
37:07wird sie alles daran setzen,
37:09mich irgendwann auf den Chefsessel zu riefen.
37:12Und in ihren Augen hindert Julia mich daran,
37:14mich auf meinen Chefposten zu konzentrieren.
37:17Deshalb macht sie Julia das Leben zur Hölle.
37:19Und mir damit auch.
37:20Anna Welle kann manchmal etwas verbissen sein.
37:24Aber das ist doch kein Grund,
37:26Falkenthal zu verlassen.
37:28Das Problem ist, Großvater,
37:31dass sie einfach Grenzen überschritten hat.
37:33Was meinst du mit Grenzen?
37:37Sie hat Julia einen Scheck angeboten,
37:39damit sie aus meinem Leben verschwindet.
37:41Sie hat sie behandelt wie...
37:43wie jemanden,
37:46den man kaufen kann.
37:48Ich traue meiner Schwiegertochter
37:50der Allerhand zu.
37:53Aber das ist bestimmt ein Missverständnis.
37:56Vielleicht wollte sie ja nur helfen.
37:59Großvater, ich möchte darüber nicht mehr diskutieren.
38:02Aber es ist ja nicht nur das Alleine.
38:04Es ist auch Frederic.
38:06Er versucht mich als
38:08gleichwertigen Partner zu behandeln.
38:10Aber über kurz oder lang
38:12wird es zwischen uns
38:14zu einem Machtkampf kommen.
38:15Ein Machtkampf,
38:17der letztendlich der Firma schaden würde.
38:19Das werde ich zu verhindern wissen.
38:23Großvater,
38:24ich fürchte, das kannst du nicht.
38:32Großvater.
38:58Du siehst geschafft aus.
39:01Ich habe mit Großvater gesprochen.
39:04Und?
39:04Wie hat er reagiert?
39:06Er gibt sich Mühe,
39:07aber er kann uns nicht verstehen.
39:10Sag mal,
39:12wann kannst du den Feierabend machen?
39:13Ich würde gerne mit dir
39:15zu Jan ins Cozy gehen.
39:17Abschalten
39:18und einfach ein paar Cocktails probieren.
39:20Das kommt ganz auf meinen Chef an.
39:23Was kommt ganz auf deinen Chef an?
39:25Ach, verstehe.
39:27Ja, Sie können dann Feierabend machen,
39:28Frau Schilling.
39:29Ihre Dienste werden hier nicht mehr benötigt.
39:32Dankeschön.
39:33Bis dann, Schatz.
39:34Na, Vorsicht.
39:35Dein Freund wird ja ganz öfersüchtig.
39:45Bis dann.
39:46Tschüss.
40:00Julia,
40:02ich möchte dir gern gratulieren
40:04und Ihnen auch, Herr Gravenberg.
40:06Danke, Silke.
40:08Ich freue mich für euch
40:09und ich wünsche euch alles Gute
40:11und dass ihr immer glücklich miteinander seid.
40:13Vielen Dank.
40:17Du bist eine ganz wunderbare Freundin.
40:26Danke für alles, Silke.
40:53Frau Gravenberg, nehmt ihr mich an?
40:56Es freut mich,
40:57Sie persönlich kennenzulernen.
40:59Herr Schwarz.
41:00Ich hoffe,
41:01Sie machen nicht nur leere Versprechungen,
41:03Herr Schwarz,
41:04sondern können mir wirklich helfen.
41:05Sie haben ein Problem
41:06mit Julia Schilling.
41:08Allerdings.
41:09Wenn der Preis stimmt,
41:11dann betrachten Sie das Problem als erledigt.
41:19Das bedeutet,
41:19dass Sie jetzt akzeptieren,
41:20dass Daniel und ich heiraten wollen.
41:22Allerdings soll das nicht heißen,
41:24dass ich Sie plötzlich gut bleiben mag.
41:26Was ist denn los?
41:27Ich hatte gerade eine wirklich,
41:30wirklich unheimliche Begegnung
41:31mit deiner Mutter.
41:32Wenn Julia das hier sieht,
41:34dann wird ihr schlimmster Albtraum wahr.
41:36Wird nichts anderes übrig bleiben,
41:37bis er dann sohn, sie verlassen.
41:38Was soll das?
41:39Was haben diese Fotos zu bedeuten?
41:40Deine Mutter ist für den Tod eines Menschen verantwortlich.
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