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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Erwartest du noch Besuch?
00:01Hm, das ist bestimmt Lilly.
00:03Ich hab sie in der Firma kam gesehen.
00:11Jörg?
00:12Jörg, was soll das?
00:14Du kannst ja doch nicht einfach reinplatzen.
00:16Hallo Julia. Hübsch. Habt ihr sie ja.
00:19Frau Schilling?
00:20Hör mal zu.
00:23Ich möchte deine Gefühle nicht verletzen,
00:25aber mir wär's wirklich lieber,
00:26wenn du meine Mutter mich in Zukunft in Ruhe lässt.
00:28Okay?
00:28Okay? Also geh jetzt bitte.
00:30Ich finde, ich hab ein bisschen mehr Dankbarkeit verdient.
00:33Wofür sollen wir dankbar sein?
00:35Dafür? Zum Beispiel.
00:40Oh Gott.
00:41Was soll das? Was haben diese Fotos zu bedeuten?
00:44Ist das nicht offensichtlich, Julia?
00:46Deine Mutter
00:48ist für den Tod eines Menschen verantwortlich.
00:54Wirklich dumme Sache.
00:57Aber wir beide,
00:58müssen keine Angst haben.
01:00Das Band der Überwachungskamera ist bei mir sicher.
01:02Niemand wird etwas von diesem,
01:03herr, sagen wir mal,
01:04tragischen Unfall in der Lodge erfahren.
01:06Was wollen Sie von mir, Jörg?
01:08Von Ihnen will ich nichts, Frau Schilling.
01:10Außer vielleicht,
01:11dass Sie Ihrer Tochter gut zureden.
01:13Die muss man nämlich einem Gefallen tun.
01:15Du wirst dich von Daniel trennen.
01:18Julia.
01:19Jetzt.
01:20Sofort.
01:46Das Band der Überwachungskamera ist bei mir.
01:51Day of my life
02:21Außer dir ist es egal, wenn es im Knast landet.
02:23Aber das glaube ich nicht.
02:25Was versprichst du denn von der Aktion?
02:27Sagst du im Ernst, wenn ich mich von Daniel trenne,
02:29dass ich dann mit dir zusammenkomme?
02:31Sie bricht dir darüber mal nicht ein hübsches Köpfchen.
02:34Ich weiß, was ich tue und warum ich es tue.
02:38Ich gebe dir 24 Stunden Zeit.
02:40Dann steht die Polizei auf der Matte.
02:42Hier.
02:44Meine Mobilnummer.
02:45Du kannst mich jederzeit erreichen.
02:47Was ist dir wichtiger?
02:49Das bisschen Spaß.
02:50Das ist Daniel.
02:52Oder die Freiheit deiner Mutter.
02:56Na ja.
02:58Ich weiß noch was.
03:00Wenn eine von euch beiden auf die schwachsinnige Idee kommen sollte,
03:03jemandem von diesem Gespräch zu erzählen,
03:05dann geht das Video natürlich auch sofort an die Polizei.
03:16Was machen wir denn jetzt?
03:21Wir haben uns entschieden.
03:24Wir werden nach Südafrika gehen.
03:26Dorthin, wo wir uns kennengelernt haben.
03:29Und wo wir unser neues Leben begonnen haben.
03:30Das klingt irgendwie nach Rückkehr ins Paradies.
03:33Ein bisschen ist es auch so.
03:36Was ist?
03:37Ich freue mich für dich, für euch.
03:39Das tue ich wirklich.
03:41Aber?
03:44Bist du ganz sicher?
03:46Ich meine, Falkenthal zuverlassen.
03:48Ja, bin ich.
03:50Du weißt doch, warum Julia und ich nicht bleiben können.
03:53Wegen deiner Mutter und wegen deiner Familie.
03:55Sie würden uns niemals in Ruhe lassen.
03:57Für sie muss ich als Sohn und Firmenchef funktionieren.
04:02Aber ich habe mich verändert.
04:05Julia hat mich verändert.
04:07Du, was ist, wenn du eines Tages merkst,
04:09dass du sie doch vermisst?
04:10Ich meine, deine Familie.
04:12Was willst du jetzt damit sagen, Jan?
04:14Dass ich eines Morgens aufwache und denke,
04:16Julia ist doch nicht die Richtige?
04:18Wäre doch nicht auszuschließen.
04:20Also, du bist mir ein toller Freund, Jan.
04:22Vor ein paar Tagen frage ich dich,
04:23ob du mein Trauzeuge werden willst.
04:25Und du sagst ja?
04:26Und jetzt das hier?
04:28Du, ich will dich nicht kränken oder so.
04:29Aber ich finde das alles ein bisschen überstürzt.
04:33Ja, und warum?
04:36Weißt du, dann heiraten und weggehen,
04:39das hört sich erst mal ganz okay an.
04:40Aber wenn man länger darüber nachdenkt...
04:44Oh Gott.
04:49Ist das, war das Hermann?
04:53Ja.
04:56Ich habe dir die ganze Zeit nicht geglaubt.
04:58Ich habe gedacht, du irrst dich.
05:01Julia, es war ein Unfall.
05:03Er hat mich angegriffen und...
05:05Und ich...
05:06Ich habe mich nur gewehrt und dann...
05:08Dann ist er gestürzt und dann...
05:11Dann...
05:13Ich glaube dir doch, dass es ein Unfall war.
05:15Ich glaube dir doch.
05:18Was machen wir denn jetzt bloß?
05:20Wenn er zur Polizei geht, dann...
05:22Dann wird ich sofort eingesperrt.
05:24Nein.
05:25Das wird er nicht tun.
05:26Noch nicht.
05:28In der Zwischenzeit haben wir genug Zeit zu überlegen, was wir als nächstes machen.
05:32Du wirst dich doch nicht von Daniel trennen.
05:36Niemals.
05:37Nicht für Jörg, nicht für...
05:39Das würde ich nie zulassen.
05:41Das kannst du mir glauben.
05:54Daniel.
05:55Julia, wo steckst du?
05:57Weißt du, dass ich dich jetzt schon ganz schön vermisse?
06:00Ich dich auch.
06:02Wann kannst du herkommen?
06:05Daniel, wir müssen unser Treffen verschieben.
06:08Wieso denn?
06:09Ist was passiert?
06:10Meiner Mutter geht es im Moment nicht so gut.
06:13Ich kann ihr jetzt einfach nicht weg.
06:14Verstehst du das?
06:16Ja, klar.
06:17Wenn ich irgendwas tun kann.
06:19Das ist ganz lieb von dir.
06:21Mama braucht einfach ein bisschen Ruhe.
06:23Und ich melde mich später bei dir, ja?
06:26Okay.
06:28Sei nicht sauer.
06:29Ich bin nicht sauer.
06:31Grüß deine Mutter von mir.
06:33Ich liebe dich.
06:35Ich liebe dich.
06:43Lass mich raten, sie kommt nicht.
06:46Sie muss sich um ihre Mutter kümmern.
06:47Ihr geht es wohl nicht so gut.
06:49Das kommt ziemlich häufig vor,
06:51dass sie sich um ihre Mutter kümmern muss, oder?
06:53Die haben halt viel zusammen durchgemacht.
06:56Und trotzdem ist Julia bereit,
06:58mit ihr wegzugehen und neu anzufangen
06:59und ihre Mutter hier in Falkenthal zurückzulassen.
07:02Ja, Jan, ist sie.
07:04Und ich habe ehrlich gesagt keine Lust mehr,
07:06bei mir deine ganzen Zweifel anzuhören.
07:08Entschuldige.
07:09Hey, Daniel, warte.
07:11Wahrscheinlich will ich es doch einfach nur nicht wahrhaben,
07:13dass du bald für lange Zeit nicht mehr da sein wirst.
07:16Es tut mir leid.
07:19Ist schon okay.
07:20Tschüss.
07:22Ciao.
07:39Wir waren vor zehn Minuten verabredet.
07:41Es tut mir leid.
07:42Ich bin noch an den Verkehr in Südafrika gewöhnt.
07:44Dort gibt es zum Glück keinen Stau.
07:46Dann sollten Sie sich das nächste Mal überlegen,
07:48wie Sie den Stau umgehen.
07:49Ich kann Unzuverlässigkeit nicht aufstehen.
07:52Natürlich.
07:53Und da wir schon beim Thema sind,
07:55sollte diese lästige Affäre zwischen meinem Sohn
07:58und dieser Aushilfskellnerin
07:59nicht schon längst beendet sein?
08:01Richtig.
08:02Und warum ist mein Sohn dann immer noch entschlossen,
08:05Falkenthal zu verlassen?
08:06Weil ich die Dinge ungern überstürze.
08:09Soll es etwa heißen,
08:10Sie haben noch gar nichts unternommen?
08:12Julia weiß inzwischen,
08:14dass es das Beste für Sie und Ihre Mutter ist,
08:15wenn Sie sich von Ihrem Sohn trennt.
08:17Wie können Sie sich da so sicher sein?
08:19Vertrauen Sie mir einfach.
08:20Ach, machen Sie Witze.
08:22Schade, dass Sie das so sehen.
08:25Ich finde, wir beide sind ein gutes Team.
08:27Das sind wir ganz sicher nicht.
08:29Sie sollen nur einen Job für mich erledigen.
08:31Oder besser gesagt,
08:32Sie erledigen diesen Job eben nicht.
08:37Irgendwann werden Sie sich mit Ihrer Überheblichkeit
08:39in große Schwierigkeiten bringen.
08:42Wollen Sie mir drohen?
08:43Nichts lege mir ferner.
08:46Wann kann ich denn jetzt endlich damit rechnen,
08:48dass diese unsägliche Person
08:49meinem Sohn den Laufpass gibt?
08:51Innerhalb der nächsten 24 Stunden.
08:53Sie können mein Geld
08:55also schon mal von der Bank holen.
08:58Bevor Julia Schilling
08:59sich nicht offiziell von meinem Sohn getrennt hat,
09:03sehen Sie keinen Cent mehr.
09:12Daniel und Julia wissen immer noch nicht,
09:13wo sie hingehen.
09:15Zumindest hat Julia mir noch nichts gesagt.
09:17Und du findest es eher schade,
09:19dass Julia Falkenthal verlässt, oder?
09:21Ja, schon.
09:22Aber andererseits freue ich mich auch für sie.
09:24Julia und Daniel scheinen richtig glücklich zu sein.
09:27Das finde ich super.
09:28Ich hoffe, dass mir das auch mal passiert.
09:33Julia, muss das sein?
09:35Was?
09:36Schalt das Ding ab!
09:40Mann, ist das ein Lärm!
09:42Sorry, aber bei einem guten Tiramisu
09:43muss das Eiweiß eben sehr steif geschlagen sein.
09:46Du machst einen ganz schönen Aufriss um dein Tiramisu.
09:48Es soll ja auch gut schmecken.
09:50Mich wundert sowieso,
09:51wie du die ganze Zeit so ruhig hier rumhängen kannst.
09:53Du hast doch ein super tolles Menü
09:55für morgen Abend angekündigt, oder?
09:56Na und?
09:57Dann muss ich mir doch heute noch nicht den Stress geben, oder?
09:59Bei Ravioli aus der Dose
10:01würde ich wahrscheinlich auch erst 10 Minuten
10:02vorher anfangen zu kochen.
10:03Ja, sehr witzig.
10:05Du wirst dich noch wundern.
10:07Außerdem, Julia,
10:08die Warenköche kochen erst im Kopf und dann am Herd.
10:11Das solltest du doch wissen.
10:13Ich werde heute Nacht beim ins Bett gehen,
10:15das perfekte Menü zusammenstellen
10:17und morgen Abend
10:17werdet ihr beide gar nicht mehr aus dem Staunen kommen.
10:20Ich kann es auf jeden Fall kaum erwarten.
10:23Ich muss jetzt aber auch los.
10:24Wir sehen uns ja morgen in der Firma.
10:28Schlaf gut, Jungs.
10:30Du auch.
10:32Tschüss.
10:41Eigentlich gibt es nur eine vernünftige Lösung,
10:43wie wir Jörg loswerden können.
10:44Und die Vera?
10:46Versprichst du mir, dich nicht aufzuregen?
10:52Das Beste wäre, wenn du dich selbst der Polizei stellst.
10:55Jetzt.
10:56Noch heute Abend.
10:58Aber Julia,
11:00du hast doch selbst gesagt,
11:01dass die Fotos zeigen,
11:02dass ich unschuldig bin.
11:03Genau deshalb sollst du zur Polizei gehen.
11:06Erzähl denen ganz genau,
11:07was in dieser Nacht passiert ist in Südafrika
11:09zwischen Hermann und dir.
11:10Ja, und dann?
11:12Was ist, wenn sie mir nicht glauben,
11:13dass es Notwehr war?
11:15Die, die bringen mich ins Gefängnis
11:17oder die liefern mich nach Südafrika aus.
11:19Mama,
11:21das Schlimmste, was passieren kann,
11:22ist, dass sie dich für eine Weile
11:23in Untersuchungshaft stecken.
11:25Untersuchungshaft?
11:26Das stehe ich nicht durch.
11:28Na ja,
11:30wir können uns ja auch erst mal
11:32juristisch beraten lassen.
11:35Immerhin kann man dir nur die Flucht
11:36zum Vorwurf machen.
11:37Nicht, dass du dich in einem fremden Land
11:39gegen einen Unbekannten gewehrt hast,
11:40der dich auch noch bedroht und verfolgt hat.
11:42Dafür gibt es keine Zeugen.
11:44Im Casino, in der Lutsch,
11:46haben uns unheimlich viele Leute zusammen gesehen,
11:48Hermann und mich.
11:50Trotzdem.
11:52Es ist das Beste,
11:53wenn du endlich die Wahrheit sagst.
11:55Das wirkt sich bestimmt positiv aus,
11:57wenn du selbst zur Polizei gehst
11:58und die nicht erst durch Jörg erfahren,
11:59was passiert ist.
12:02Glaubst du nicht,
12:03dass es das Beste ist,
12:03reinen Tisch zu machen?
12:05Julia,
12:07ich habe solche Angst.
12:08Ich weiß, Mama.
12:12Deshalb verspreche ich dir,
12:13ich lasse dich nicht im Stich.
12:15Ich stehe das mit dir durch.
12:18Weißt du das?
12:19Du willst hierbleiben
12:20und nicht abreisen.
12:48Hoffentlich ist Mama vernünftig
12:50und stellt sich freiwillig der Polizei.
12:51die müssen ihr glauben,
12:53dass es nur ein Unfall war.
12:55Und wenn nicht,
12:57was, wenn Mama sich tatsächlich
12:59wegen Mordes verantworten muss?
13:01Das wird mir das Herz brechen.
13:04Aber ich kann Jörgs Erpressung
13:05nicht nachgeben.
13:07Ich kann Daniel nicht verlassen.
13:17Guten Morgen.
13:18Ist da das Lanzino?
13:20Ja, ich habe eine Frage.
13:21Ist es möglich,
13:22bei Ihnen Essen zu bestellen
13:23und es auch abzuholen?
13:25Ist möglich.
13:26Wunderbar.
13:27Ich bräuchte ein Pasta-Gericht.
13:28Eine besondere Pasta.
13:32Spaghetti Marimonti.
13:36Riesenkrevetten,
13:37Calamari,
13:39Miesmuscheln,
13:40Tomaten und Pilze.
13:40Das klingt sehr lecker.
13:41Was soll denn das Ganze kosten?
13:45Für eine Portion.
13:48Ja, was würde es denn kosten,
13:50wenn man die Riesenkrevetten
13:52weglässt?
13:54Und die Miesmuscheln?
13:59Und die Calamaris?
14:02Ja, dann könnte ich gleich
14:03Spaghetti mit Tomatensauce kochen.
14:06Haben Sie vielen Dank.
14:08Ich werde mir das
14:08nur mal überlegen,
14:09aber danke für die Information.
14:12Ja.
14:13Auf Wiederhören.
14:23Zwölf Raten für 4,99?
14:43Guten Morgen.
14:45Guten Morgen.
14:46Guten Morgen, Großvater.
14:49Hast du gut geschlafen?
14:51Ganz und gar nicht.
14:54Bist du immer noch sauer auf mich?
14:57Das trifft es nicht genau, Daniel.
14:59Ich bin enttäuscht.
15:03Maßlos enttäuscht.
15:06Ich kann deine Entscheidung
15:08einfach nicht verstehen.
15:10Wie kannst du für dieses Mädchen
15:12alles aufgeben?
15:14Deine Familie,
15:16deine Verpflichtungen
15:17der Firma gegenüber.
15:20Was ist in dich gefahren?
15:22Das habe ich dir doch schon
15:23erklärt, Großvater.
15:25Für dich war doch
15:26Großmutter auch
15:27die Liebe des Lebens.
15:29Sie hätte niemals
15:30von mir verlangt,
15:33dass ich mich
15:34von meiner Familie,
15:36von meinen Pflichten
15:37abwende.
15:39Das hat Julia auch gar nicht.
15:40Es war
15:40allein meine Entscheidung.
15:45Es ist schade,
15:47dass du meine Entscheidung
15:48nicht akzeptieren kannst.
15:51Aber du wirst auch
15:52nichts daran ändern können.
15:56Jahrelang
15:56habe ich mir gewünscht,
15:58mit Frederic
15:58in seine Heide zu kommen.
16:00Und dass er zurückkehrt
16:01nach Falkenthal.
16:04Und jetzt gehst du.
16:08Julia und ich
16:09werden in Südafrika
16:10sehr glücklich sein.
16:11Warum freust du dich
16:12nicht für uns?
16:15Südafrika.
16:17Ausgerechnet.
16:18Was meinst du damit?
16:21Und wovon
16:22wollt ihr da leben?
16:24Von Luft und Liebe?
16:26Ich habe sehr viel
16:27von dir gelernt,
16:27Großvater.
16:28Es wird kein Problem
16:29für mich sein,
16:29dort unten eine Stelle
16:30zu finden.
16:33Dann kann ich dir ja
16:34nur viel Glück wünschen.
16:50Guten Morgen.
16:53Ich habe mir schon
16:53Sorgen gemacht.
16:55Ist wieder alles in Ordnung
16:56mit deiner Mutter?
16:57Eigentlich nicht.
16:59Ist ein bisschen kompliziert.
17:02Ist alles in Ordnung?
17:05Können wir uns später
17:06am alten Baum treffen?
17:07Ich kann dir das
17:08am Telefon schlecht erklären.
17:10Das hört sich ernst an.
17:12Ich erzähle es dir,
17:13wenn wir uns sehen.
17:13Jetzt muss ich erst mal
17:14Andreas anrufen,
17:15ihm sagen,
17:15dass ich nicht komme.
17:17Ist gut.
17:19Bis später.
17:20Bis dann.
17:24Musst du es ihm sagen?
17:28Musst du Daniel
17:28alles erzählen?
17:31Ich muss ihm
17:31eine Erklärung dafür geben,
17:33dass wir unsere
17:33Abreise verschieben.
17:35Julia,
17:36es tut mir so leid.
17:38Schon wieder
17:39bringe ich dich
17:39in solche Schwierigkeiten.
17:41Ach, Mama.
17:43Dass Jörg mich erpresst,
17:44das ist nicht deine Schuld.
17:45Also hör auf,
17:46die Vorwürfe zu machen.
17:47Lass uns lieber überlegen,
17:47was wir als nächstes tun.
17:50Willst du zur Polizei gehen?
17:54Ich weiß nicht.
17:56Es wäre bestimmt vernünftig,
17:58aber ich habe solche Angst.
18:01Können wir nicht
18:02irgendjemanden
18:02um Rat fragen?
18:04Soll ich Daniel fragen,
18:05ob er einen guten Anwalt kennt?
18:07Nein.
18:07Ich will nicht,
18:08dass Daniel
18:09so von dem Unfall erfährt.
18:11Ich will lieber
18:12mit Tobias reden.
18:14Vielleicht hat er eine Idee.
18:17Na gut.
18:25Guten Morgen.
18:28Und?
18:30Ist nach deinem kleinen Ausraster
18:31gestern alles wieder in Ordnung?
18:34Ich hätte nämlich mal wieder Lust,
18:35ein bisschen zu spielen.
18:36Lass mich los.
18:37Was?
18:38Ich habe gesagt,
18:39du sollst mich loslassen.
18:40Und wenn du spielen willst,
18:42such dir einen anderen.
18:43Sag mal, geht's noch?
18:44Seit Daniel seine Heiratsabsichten
18:46bekannt gegeben hat,
18:47spinnst du total rum.
18:48Ich habe keinen Bock mehr.
18:50In der einen Minute
18:50behandelst du mich
18:51wie den letzten Dreck
18:52und in der nächsten
18:52bin ich dann wieder gut genug
18:54für deine Spielchen.
18:55Worauf hast du denn Bock?
18:57Glaubst du,
18:57ich mache jetzt hier
18:58eins auf romantisches
18:58Liebespärchen?
19:00Ich habe dir schon mal gesagt,
19:01das ist nicht drin.
19:03Darum geht's mir nicht.
19:04Worum denn dann?
19:06Respekt.
19:08Hast du das Gefühl,
19:09ich respektiere dich nicht?
19:10Tust du das dann?
19:15Weißt du was, Nico?
19:17Ich weiß nicht,
19:17was für ein Problem du plötzlich hast,
19:19aber
19:20deine lächerliche Nummer hier,
19:22die kannst du dir echt sparen.
19:35Morgen!
19:37Morgen ist gut.
19:38Ist denn schon viel zu spät dran?
19:40Ich habe Frau Gravenberg gestern gesagt,
19:42dass ich ein bisschen später komme.
19:43Musst du dafür der Abend länger machen?
19:45Nee, wieso?
19:47Ich dachte,
19:47das wird Abend grillen.
19:48Mit Julia und Christa.
19:50Können wir es nicht
19:50auf morgen verschieben?
19:51Ich bin doch heute schon verabredet.
19:54Ich habe dir doch gestern gesagt,
19:55dass ich mit Tim und Kolja
19:56zusammen in der WG
19:57ein Essen machen will.
19:59Schade.
20:00Wäre bestimmt schön geworden.
20:02Meine Julia
20:02ist auch nicht mehr so lange hier.
20:04Ja, aber das können wir doch
20:05morgen nachholen.
20:06Ich freue mich doch auch darauf,
20:07nochmal mit Julia
20:08einen Abend zu verbringen,
20:09bevor sie Falkenthal verlässt.
20:10Na, aber nur,
20:11wenn nicht wieder
20:11irgendwelche Pläne von dir,
20:13Kolja und diesem
20:14Tim dazwischen kommen.
20:15Keine Sorge,
20:16ist ja nicht so,
20:17dass ich jeden Abend
20:18in der WG bin.
20:19Kommen in letzter Zeit
20:20aber schon so vor.
20:22Na, ich musste Kolja
20:23eben bei seinem Umzug helfen.
20:25Das ist wirklich
20:25der einzige Grund?
20:27Was meinst du?
20:29Ja, du erzählst
20:30ziemlich viel von diesem Tim.
20:33Der ist Koljas Mitbewohner.
20:36Mehr nicht?
20:37Wie, mehr nicht?
20:39Ja, es könnte ja sein,
20:40dass du
20:41ganz nett findest.
20:42Vielleicht sogar
20:43mehr als nett.
20:46Ich muss jetzt mal los,
20:47sonst komme ich
20:47wirklich noch zu spät.
20:49Ich würde mich jedenfalls
20:50freuen, diesen Tim mal
20:51kennenzulernen.
20:53Mhm.
21:01Guten Morgen, Daniel.
21:02Mutter?
21:03Fährst du ins Büro?
21:04Kannst du mich vielleicht mitnehmen?
21:05Nein, ich bin nicht
21:06auf dem Weg ins Büro.
21:07Ich treffe mich mit Julia.
21:08Ach so?
21:09Ich muss jetzt wirklich los.
21:11Äh, Daniel.
21:12Ich wollte mich noch mal
21:14bei dir entschuldigen.
21:15Mein Verhalten in letzter Zeit
21:16war wirklich unmöglich.
21:18Speziell Julia gegenüber.
21:19Das habe ich ihr auch schon gesagt.
21:22Das freut mich natürlich zu hören,
21:24aber meinst du,
21:25es ist noch ernst?
21:26Dieses Misstrauen
21:27habe ich wohl verdient.
21:29Aber Daniel,
21:29du bist mein einziger Sohn
21:31und ich liebe dich.
21:32Und ich möchte nicht,
21:33dass dir irgendjemand wehtut.
21:34Dann wirst du Julia
21:35also in Zukunft in Ruhe lassen?
21:38Und akzeptieren,
21:39dass ich mit ihr
21:39den Rest meines Lebens
21:40verbringen werde?
21:42Natürlich.
21:43Und ich hoffe,
21:44dass Julia und ich,
21:46dass wir noch mal
21:46von vorne anfangen können.
21:50Den ersten Schritt
21:51habt ihr gestern Abend gemacht.
21:53Das ist dein Anfang.
21:56Ja.
21:57Keine Sorge,
21:58ich weiß jetzt,
21:58wie wichtig dir Julia ist.
22:01Du liebst sie
22:03und
22:04ist es für mich
22:05die Hauptsache zu wissen,
22:07dass du glücklich bist.
22:12Ich muss jetzt wirklich los.
22:22Soll ich Daniel
22:23von Jörgs Erpressung erzählen?
22:25Oder soll ich ihm einfach nur sagen,
22:27dass Mama Schwierigkeiten hat
22:28und wir deshalb
22:29unsere Abreise verschieben müssen?
22:32Ich will keine Geheimnisse
22:34mehr vor Daniel haben.
22:36Aber wie wird er reagieren,
22:38wenn er von Jörg erfährt?
22:41Er wird das mit Jörg klären wollen.
22:43Und das kann ich nicht zulassen.
22:46Ich will nicht,
22:47dass Daniel sich
22:48meinetwegen in Gefahr begibt.
22:55Isst du's, Lilly?
22:56Na, ich hätte dir
22:57den Rucola-Salat
22:58auch in die Firma bringen können.
22:59Hallo, Tobias.
23:01Ach, Christa.
23:04Den hat Lilly vergessen.
23:06Sie will heute Abend
23:06mit den Jungs
23:07in der WG kochen.
23:08Sie ist aber ganz schön
23:09oft in dieser WG, was?
23:11Ja.
23:12Sie wird halt so erwachsen.
23:16Manchmal erinnert sie mich
23:17wirklich an dich,
23:18als du in ihrem Alter warst.
23:21Du warst auch so voller Lebenslust,
23:23wolltest alles mitmachen.
23:25Aber wirklich glücklich
23:26scheinst du jetzt nicht zu sein.
23:33Hast du das gehört?
23:35Das war wohl der Wind.
23:37Warum bist du denn so schreckhaft?
23:40Ich hab schlecht geschlafen, Tobias.
23:42Ich wollte dich
23:42um einen Rat bitten.
23:44Geht's um Eva?
23:45Eva?
23:49Hast du das vergessen?
23:50Was meinst du?
23:52Ja, ihr wart verabredet.
23:53Sie hat öfter nicht gewartet.
23:55Ihr wolltet doch
23:55an dem Kochbuch arbeiten.
23:56Oh nein.
23:57War sie sehr enttäuscht.
23:58Ja, begeistert war sie
23:59jedenfalls nicht.
24:01Hättest wenigstens absahen können.
24:05Aber du bist auch immer
24:06nur mit dir selbst beschäftigt.
24:07Nimmst überhaupt keine Rücksicht,
24:09auf andere Menschen.
24:09Dabei hast du immer gestern
24:10noch genau das Gegenteil versprochen.
24:12Tobias, ich kann dir das erklären.
24:13Es ist etwas passiert
24:15und es tut mir leid.
24:19Das nennt es deine Erklärung?
24:21Du findest immer
24:22irgendeine Ausrede, Christa.
24:24Weißt du was?
24:25Ich bin es leid,
24:25wenn du immer wieder
24:26die Gefühle der Menschen
24:27verletzt, die dich mögen.
24:28Du wirst früher oder später
24:29ganz allein dastehen.
24:33Christa, warte.
24:47Was ist denn los?
24:55Du siehst so blass aus.
24:58Daniel, ich weiß nicht,
24:59wie ich dir das erklären soll.
25:01Meine Mutter hat
25:02einen dummen Fehler gemacht.
25:06Hat sie wieder gespielt?
25:11Hat sie Schulden gemacht?
25:13Braucht ihr Geld?
25:15Das ist nicht das Problem, Daniel.
25:18Sie hat gedacht,
25:19dass sie ihre Spielsucht
25:20im Griff hat,
25:21aber jetzt
25:22ist sie ziemlich durcheinander.
25:26Gibt es irgendetwas,
25:27das ich tun kann?
25:29Wärst du sehr enttäuscht,
25:30wenn wir unsere Abreise verschieben?
25:33Nur so lange,
25:33bis es ihr wieder besser geht,
25:34ich kann sie im Moment
25:35einfach nicht alleine lassen.
25:38Du wärst enttäuscht.
25:41Es tut mir leid,
25:42dass es deiner Mutter
25:42wieder schlecht geht.
25:44Und ich kann verstehen,
25:45dass du sie nicht
25:46alleine lassen kannst.
25:51Aber?
25:52Aber jedes Mal,
25:53wenn wir denken,
25:54jetzt wird endlich alles gut,
25:56kommt irgendetwas
25:56mit deiner Mutter dazwischen.
26:01Ich verspreche dir,
26:03sobald es ihr wieder besser geht,
26:04werden wir gemeinsam
26:05Falkenthal verlassen.
26:07Es tut mir leid,
26:08ich wollte dich nicht
26:09unter Druck setzen.
26:11Weißt du,
26:11ich kann es kaum abwarten,
26:12endlich mit dir nach Südafrika zu gehen.
26:14Das geht mir doch genauso.
26:23Hallo Tobias.
26:24Frau Eva.
26:26Na,
26:27gönnst du dir wieder mal
26:28keine Minute Ruhe?
26:30Ja,
26:30irgendwann muss das hier
26:31in meinen Schuss gebracht werden.
26:32Willst du zu mir?
26:33Eigentlich wollte ich zu Christa.
26:35Weißt du,
26:36ob sie da ist?
26:37Na ja.
26:37Was ist los?
26:39Ist was nicht in Ordnung?
26:42Ja,
26:42Christa und ich hatten
26:43eine kleine Auseinandersetzung.
26:45Ich habe ja ziemlich deutlich
26:46zu verstehen gegeben,
26:47was ich von ihrem gestrigen Verhalten denke.
26:50Weil sie unsere Verabredung
26:52vergessen hat?
26:53Ja.
26:53Aber das kann doch
26:54jedem mal passieren.
26:56Ja,
26:57natürlich.
26:57Aber es passiert hauptsächlich Christa.
27:00Sie muss endlich mal lernen,
27:01mehr Rücksicht
27:02auf die Gefühle anderer zu nehmen.
27:04Glaubst du nicht,
27:05dass du Christa jetzt
27:06ein klein bisschen Unrecht tust?
27:09Ich weiß nicht,
27:10was du meinst.
27:11Ihr kennt euch doch so lange.
27:14Und ihr standet euch einmal sehr nah.
27:17Ja,
27:17das stimmt.
27:19Aber darum geht es
27:19jetzt wirklich nicht.
27:21Wie du meinst.
27:22Ich sehe mal nach,
27:23was Christa macht.
27:24Vielleicht ist die Sache
27:25ja eher aus der Welt,
27:26als wir denken.
27:42Ich muss nachher
27:43noch mal zum Supermarkt.
27:44Ich habe den Rucola-Salat
27:45zu Hause liegen lassen.
27:46Ich bin echt gespannt,
27:47was Tim uns heute Abend
27:48vorsetzt.
27:49Glaubst du etwa immer noch,
27:50dass er nicht kochen kann?
27:51Du etwa nicht?
27:56Man hat dir nicht mal
27:57fünf Minuten seine Ruhe.
27:59Herein!
28:00Das sind die Prototypen
28:01der Romantik-Serie
28:02für die Messe.
28:02Sie sind gerade fertig geworden.
28:04Toll.
28:05Echt toll.
28:07Ja,
28:08ich muss dann auch wieder los.
28:09das sind die Romantik-Serie.
28:12Das sind die Romantik-Serie.
28:41Das sind die Romantik-Serie nicht mal von Ihnen.
29:12Ich finde,
29:12die Romantik-Serie sind doch noch nicht mal richtig fertig.
29:14Die Rohlinge sind doch noch nicht mal richtig fertig.
29:17Und sie hat die Muster noch nicht gesehen,
29:18die du für die Serie gemalt hast.
29:20Dann wird sie bestimmt
29:21ihre Meinung ändern.
29:22Das glaube ich zwar nicht,
29:24aber danke für das Kompliment.
29:34Wer ist da?
29:35Ich bin's, Eva.
29:37Darf ich reinkommen?
29:42Krista!
29:43Was ist denn los mit dir?
29:45Du bist ja völlig durch den Wind.
29:47Ist das wegen Tobias?
29:48Nein, nicht nur.
29:50Es kommt alles zusammen.
29:53Auch, dass ich dich gestern versetzt habe.
29:55Ach, mach dir doch deswegen keinen Kopf.
29:57Sag mir lieber, was mit dir los ist.
30:02Krista,
30:03ich bin eine Freundin,
30:04du kannst mir vertrauen.
30:06Ich sehe doch,
30:07dass hier was nicht in Ordnung ist.
30:09Wahrscheinlich willst du doch nichts mehr
30:10mit mir zu tun haben.
30:11Aber ich werde doch
30:13eine Freundin nicht hängen lassen.
30:17Auch nicht.
30:18Wenn diese Freundin
30:19für den Tod eines Menschen
30:20verantwortlich ist?
30:24Jetzt erst mal,
30:26ja, Rihanna.
30:27Wieso sollst du
30:29für den Tod eines Menschen
30:30verantwortlich sein?
30:33Als ich mit Julia
30:34in Südafrika gelebt habe,
30:37habe ich eines Abends
30:38einen Touristen kennengelernt.
30:40Wir sind zusammen ins Casino gegangen
30:43und...
30:45Eva, du musst wissen,
30:47ich bin spielsüchtig.
30:48Ja, ich weiß.
30:49Das hast du ja gegenüber
30:50Frau Grafenberg erwähnt.
30:52Irgendwie
30:53habe ich das ganze Geld
30:55von diesem Mann verspielt.
30:56Er hat mich kurz allein gelassen
30:57und...
30:58natürlich habe ich Angst bekommen
30:59und bin aus dem Casino
31:02vor ihm weggelaufen.
31:03Ja, und da ist er dir gefolgt?
31:04Er hat mich angeschickt.
31:06Er hat mich bedroht
31:07und als er mich
31:09dann auch noch festgehalten hat,
31:11dann habe ich ihn dann
31:11einfach weggeschossen.
31:12Ja, und dann?
31:14Dann war er tot.
31:16Er ist einfach
31:17irgendwie unglücklich gefallen.
31:19Oh, Christa.
31:21Oh Gott, Christa.
31:23Oh Gott.
31:25Warum hast du uns denn das
31:26nicht schon längst erzählt?
31:28Sehr gut.
31:30Ich habe einfach Angst gehabt.
31:32Ich will nicht ins Gefängnis.
31:34Das musst du doch auch nicht.
31:35Das war Notwehr.
31:37Ich meine,
31:38es war nicht in Ordnung,
31:39dass du das Geld
31:40von dem Mann verspielt hast.
31:42Aber er durfte dich
31:43doch nicht bedrohen.
31:44Und so hattest du Angst
31:45und hast dich gewehrt.
31:47Und meinst du,
31:48ich sollte zur Polizei gehen?
31:49Auf jeden Fall.
31:51Aber werden die sich nicht wundern,
31:52dass ich jetzt erst komme?
31:54Du kannst ihnen doch erklären,
31:56dass du Angst hattest.
31:57Aber länger zu schweigen
31:58ist auch keine Lösung.
32:00Und noch ein Rat.
32:02Rede mit Tobias.
32:05Ihm liegt sehr viel an dir.
32:13Und, wie sieht's aus?
32:15Ich weiß nicht.
32:16Bei meiner Mutter
32:17sah es irgendwie anders aus.
32:18Nicht so matschig.
32:21Na ja, solange es schmeckt.
32:23Wenn du willst,
32:24dann kann ich ja auch
32:24gleich mal probieren.
32:26Finger weg, Finger weg.
32:33Ihr seid ja schon
32:34mitten in Vorbereitung.
32:35Ja, aber du offensichtlich.
32:37Ich bin echt gespannt,
32:38wie du in der kurzen Zeit
32:39dein Hammer-Menü
32:39zubereiten willst.
32:40Das kannst du auch.
32:41Aber dafür brauche ich
32:43Ruhe und Konzentration.
32:45Wird's euch also was ausmachen,
32:46wenn ihr kurz unten
32:47im Kosi wartet?
32:48Dauert auch nicht lange,
32:49wirklich.
32:50Ja, so gut.
32:51Geh dann kurz runter.
33:21Kolja, was machst du denn da?
33:22Wir bitten,
33:23er will nur Zeit gewinnen
33:24und sagt am Ende alles ab.
33:25Ich glaub nicht,
33:26dass er uns hängen lässt.
33:28Ich kann nichts hören.
33:30Bestimmt irgendwelche Gerichte
33:31aus irgendeinem
33:32Edel-Lestaurant geholt.
33:33Hast du den großen Karton gesehen?
33:34Das hätte man doch gerochen.
33:37Und jetzt komm,
33:37das sieht echt albern aus,
33:38wie du da an der Tür hängst.
33:40Gut, gehen wir was trinken,
33:42bevor wir zu Tims Versuchskaninchen werden
33:43und das Experiment
33:44womöglich nicht überleben werden.
33:45Jetzt komm!
33:49Mh!
33:51Eva,
33:52verwöhnst du uns wieder
33:52mit deinem Pflaumenkuchen?
33:53Nein, Daniel,
33:55das wird ein Kirschstreuselkuchen.
33:58Den magst du doch so gern.
33:59Das stimmt.
34:00Aber den machst du doch
34:01nicht nur wegen mir, oder?
34:02Wer weiß,
34:03wie oft ich dazu noch komme.
34:05Vermutlich häufiger,
34:06als du denkst.
34:09Julia hat mich gebeten,
34:10unsere Abreise
34:11auf unbestimmte Zeit
34:11zu verschieben.
34:12Aha.
34:13Ihrer Mutter geht es nicht so gut.
34:16Sag mal,
34:17weißt du etwas darüber?
34:18Du und Christa,
34:19ihr versteht euch doch gut.
34:21Ja.
34:23Christa hat mir
34:24im Vertrauen davon erzählt.
34:26Deshalb kann ich dazu
34:27auch nichts sagen.
34:28Aber wenn du
34:29einen Rat von mir
34:30hören willst,
34:32sei für Julia da.
34:34Setze sie nicht unter Druck.
34:36Sie braucht deine Unterstützung
34:38im Augenblick
34:39mehr denn je.
34:41Ich habe einfach nur Angst,
34:43dass Julia möglicherweise
34:44nie bereit sein wird,
34:46sich ganz von ihrer Mutter
34:47zu lösen,
34:48um mit mir irgendwo
34:49von vorne anzufangen.
34:50Daniel,
34:51Julia liebt dich.
34:53Sie will mit dir
34:54zusammen sein.
34:55Aber gib ihr Zeit.
34:57Sie und ihre Mutter
34:58standen sich immer sehr nah.
35:00Da fällt es schwer,
35:01Abschied zu nehmen.
35:04Aber wenn ich dir
35:05eins sagen darf,
35:07ich freue mich
35:07über jeden Tag,
35:08den du länger
35:09in Falkenthal bist.
35:10Ich freue mich.
35:42Ist ja nicht fertig, wir warten schon eine halbe Ewigkeit
35:45Ich wollte gerade anrufen
35:46Wir können anfangen
35:47Wow
35:48Wie, das hast du alles in der kurzen Zeit geschafft?
35:51Ich habe doch gesagt, du wirst von meinen Kochkünsten überrascht sein
35:54Also ich bin es auf jeden Fall
35:58Mit abgewaschen hast du auch schon
36:00Ich werde dir doch nicht das Geheimnis meiner Kochkünste verraten
36:04Ich glaube, ich will es auch gar nicht wissen
36:08Jungs, kommt, lasst uns anfangen
36:09Ich habe Mordshunger
36:16Da bist du endlich
36:18Ich habe schon auf dich gewartet
36:20Was ist los, Mama?
36:22War Jörg schon wieder hier?
36:24Nein, aber ich habe Eva alles erzählt
36:26Ich dachte, du wolltest mit Tobias sprechen
36:28Ja, ich habe es versucht, aber ich habe es nicht geschafft
36:30Hast du Eva auch von Jörgs Erpressung berichtet?
36:32Nein, aber sie ist auch der Meinung, dass es Notwehr war
36:36Dann gehst du zur Polizei?
36:39Ja
36:42Dieser Albtraum muss endlich ein Ende haben
36:44Wir müssen uns gegen Jörgs Erpressung wehren
36:49Damit du mit Daniel endlich glücklich werden kannst
36:52Meinst du, du stehst das durch?
36:54Ich muss
36:56Außerdem habe ich Tobias und Eva, die helfen mir bestimmt
36:58Und du hast Daniel und mich
37:00Egal, ob wir in Falkenteil sind oder sonst wo
37:03Du kannst dich immer auf uns verlassen
37:04Ich weiß
37:06Du glaubst gar nicht, was mit einer Entscheidung bedeutet, Mama
37:09Ich habe mich in der Vergangenheit viel zu oft vor meiner Verantwortung gedrückt, aber damit ist jetzt Schluss
37:15Ich liebe dich, Mama
37:16Ich dich auch
37:17Und ich bin wahnsinnig stolz auf dich
37:25Der Salat ist total lecker
37:28Dem kann ich nur zustimmen
37:30Danke
37:31Aber jetzt stoßen wir auf Koyas Einzug an
37:34Sehr gute Idee
37:36Koya, auf die WG
37:38Und darauf, dass wir so oft wie möglich so netten Besuch haben
37:43Wollen wir uns jetzt vielleicht mal die Pasta wagen?
37:46Wie heißt denn das Gericht?
37:48Spaghetti
37:48Wie, nur Spaghetti
37:52Spaghetti
37:52Spaghetti con Salsiccia
37:53Klingt gut
37:57Vorsicht, kann sein, dass es ein bisschen scharf ist
37:59Ich mag scharfes Essen
38:03Und?
38:05Schmeckt ganz lecker
38:09Was ist?
38:11Nicht scharf genug?
38:13Hast du da ganze Chilischoten reingemacht, oder was?
38:16Ein bisschen Chilisauce
38:18War das zu viel?
38:20Ja, schon etwas
38:21Etwas?
38:22Hast du die ganze halbe Flasche reingetan?
38:26Willst du Wasser?
38:27Ja
38:29Was ist das denn?
38:32Von wegen selbstgemachte Spitzenmenü
38:35Okay, okay, ich kann nicht kochen
38:37Das haben wir gemerkt
38:40Wenn ich die Chilisauce weggelassen hätte, würde es noch schmecken
38:42Naja, wie fertig essen, Mama, schmeckt
38:45Und jetzt?
38:47Würde ich ganz gerne gleich zum Nachtisch übergehen
38:49Ist das okay?
38:51Okay
38:57Was ist da eigentlich?
39:20Annabelle Grappenberg?
39:21Ja, Jörg Schwarz hier.
39:23Ich wollte Ihnen nur sagen, dass Sie das Geld bereithalten können.
39:26Ich treffe mich gleich mit Julia Schilling. Sie hat mich angerufen.
39:29Wie schön.
39:30Hoffentlich trinken Sie nicht nur Kaffee mit ihr.
39:33Keine Sorge. Sie will mir Ihre Entscheidung mithalten.
39:36Und Sie sind sich nach wie vor sicher, dass Ihre Entscheidung meinen Wünschen entsprechen wird?
39:41Sie weiß, dass ihr nichts anderes übrig bleibt.
39:43Wie gesagt, Herr Schwarz, erst wenn diese Farce zwischen Frau Schilling und meinem Sohn beendet ist, bekommen Sie Ihr Geld.
39:51Hier.
39:53Ah, habe ich doch richtig gehört.
39:55Was hast du gehört?
39:56Dass du noch da bist.
39:58Ja, richtig. Es ging um die Porzellanmesse.
40:02Seit Werner mich für einige Tage in den Zwangsurlaub geschickt hat, ist ein ganzer Terminplan durcheinander.
40:07Das bekommst du in den Griff. Da bin ich ganz sicher.
40:10Glaubst du denn, dass du zum Messer noch da sein wirst?
40:14So wie es im Moment aussieht, ja.
40:16Ach, schön.
40:17Dass du es dir nochmal überlegt hast.
40:20Es war nicht meine Entscheidung.
40:23Julia braucht noch ein paar Tage.
40:24Ach so.
40:26Wie bedauerlich für dich.
40:28Ich hoffe wirklich, dass du und Julia, dass ihr zusammen glücklich werdet.
40:48Ich hoffe, du hast gute Nachrichten für mich, Julia.
40:51Das kommt ganz drauf an, wie man die Sache betrachtet.
40:55Was heißt das?
40:56Dass du aufhören kannst, uns zu drohen.
40:59Ich werde Daniel ganz bestimmt nicht verlassen.
41:04Du willst es also darauf ankommen lassen?
41:08Gut.
41:09Machen wir mich mal auf den Weg.
41:11Zur Polizei.
41:13Wird nicht nötig sein.
41:15Die ist bereits auf dem Weg hierher.
41:16Deshalb habe ich dich angerufen.
41:18Ihre Erpressung ist nutzlos.
41:20Ich werde der Polizei alles erzählen.
41:23Und darf ihr in den Knast wandern?
41:26Ihr blöft doch nur.
41:28Da wäre ich mir an deiner Stelle nicht so sicher.
41:34Kommen Sie rein.
41:38Guten Abend.
41:40Guten Abend.
41:41Polizeikommissar Volkmann von der Dienststelle Falkenthal.
41:43Ich suche eine Frau, Julia Schilling.
41:45Das bin ich.
41:46Schön, dass Sie so schnell kommen konnten.
41:53Ich werde mein Testament ändern.
41:56Dass du leer ausgehst.
41:57Ich habe Anrecht auf einen Pflichtteil.
41:58Aber erst nach meinem Tod.
42:00Wenn Geld der einzige Hinderungsgrund ist, dann sage ich dir,
42:05lieber verzichte ich freiwillig auf das Erbe,
42:07als dass ich noch einen Tag länger hierbleibe.
42:08Wir können endlich von hier fortgehen.
42:10Und was ist mit deiner Mutter?
42:12Kannst du mit Daniel glücklich sein,
42:14wenn ich in einem südafrikanischen Gefängnis sitze?
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