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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Hey, Simon! Simon!
00:01Was ist denn los?
00:02Simon! Hey! Wir brauchen einen Arzt!
00:05Erst lungerst du die ganze Zeit im Banis rum,
00:07dann tauchst du im Balanzino auf
00:09und jetzt bewirbst du dich noch bei den Bäckersboden.
00:11Sag mal, ist das auch dein Beruf oder dein Hobby?
00:13Ja, ich bin wirklich nicht zufällig hier.
00:14Ich hab im Banis mitbekommen, dass sie einen Kurier sucht
00:16und gleich darauf ankommt.
00:18Ist ja kein Verbrechen.
00:19Dann kann ich bei euch anfangen.
00:20Niemand hat die Absicht hier...
00:22Also ich meine, ist er denn...
00:24Sie wollen von sich aus...
00:26Was?
00:27Das Gutshaus verlassen?
00:28Aber nein.
00:30Ich meine, wenn Sie das nicht wollen...
00:32Ja, ich will es nicht und meine ganze Familie will es auch nicht.
00:35Und vor allem will es Frau Landmann nicht.
00:37Hat sie das gesagt?
00:38An dieser Stelle Ihres Gehirns hat sich ein Hämatom gebildet.
00:42Und ist das gefährlich?
00:44Nicht in allen Fällen.
00:47Es besteht jedoch das große Risiko,
00:49dass die verdünnte Gefäßwand
00:50dem Druck dauerhaft nicht standhält.
00:53Das bedeutet was?
00:54Dass die Gefäßwand reißt,
00:56was eine Gehirnblutung zur Folge hätte.
01:00Sollte dieser Fall eintreten,
01:02käme jede Hilfe zu spät.
01:11Hey, what you looking for?
01:16No one has the answer.
01:19They just want more.
01:24Hey, who's gonna make it right?
01:31This could be the first day of my life.
01:40Wollen Sie mir etwa sagen, dass ich sterben werde?
01:43Wenn das Aneurysma platzt und es zu einer Blutung kommt.
01:47Ja.
01:49Soll das ein Witz sein?
01:51Ich bin jung.
01:53Ich bin verliebt.
01:54Draußen vor der Tür steht die Frau,
01:56die ich in Kürze heiraten will.
01:57Es spricht nichts dagegen, dass Sie das tun.
01:59Gut.
02:00Gut.
02:01In Ordnung.
02:03Und was soll ich machen?
02:05Wie wollen Sie mich behandeln?
02:06Es gibt die Möglichkeit eines operativen Eingriffs.
02:10Dabei versucht man das Aneurysma mit einem Titan-Clip
02:13vom Blutkreislauf abzuklemmen.
02:15Sollte das scheitern, bleibt noch die Möglichkeit,
02:18die Arterienwand zu verstärken,
02:20um einer Ruptur vorzubeugen.
02:22Und was sind die Risiken?
02:25Ich will Ihnen nichts vormachen, Herr Becker.
02:28Beides sind äußerst komplizierte Eingriffe.
02:32Hinzu kommt, dass in Ihrem Falle das Aneurysma
02:34an einer ungünstigen Stelle am Hirnstamm sitzt.
02:38Das heißt, es könnte sein, dass ich die Operation nicht überlebe?
02:41Ich kenne einen Neurochirurgen, der diese Operation
02:44schon einige Male erfolgreich durchgeführt hat.
02:46Einige Male?
02:47Mir sind sechs Fälle bekannt.
02:50Und wie viele Fälle haben die Operation erfolgreich überstanden?
02:54Ich sagte bereits, es ist eine komplizierte Operation.
02:58Und das Risiko...
02:59Wie viele?
03:01Drei.
03:04Drei.
03:10Und wenn ich mich nicht operieren lasse?
03:13Sie meinten vorhin, wenn das Aneurysma platzt.
03:16Das heißt nicht, dass es das notwendigerweise tut.
03:19Das stimmt, aber...
03:20Das heißt also, ich könnte heiraten, Kinder bekommen,
03:22Großvater werden, ohne dass es jemals zu einer...
03:25einer Blutung kommt.
03:26Ja, möglich ist das schon, aber nicht sehr wahrscheinlich.
03:30Ihnen muss bewusst sein,
03:32dass Sie mit einer tickenden Zeitbombe im Kopf leben.
03:46Danke, Katharina.
03:50Bestechlichkeit, Amtsbissbrauch,
03:52Fälschung und Unterschlagung von Beweismitteln.
03:55Delbrück ist in allen Anklagepunkten für schuldig befunden worden.
04:00Hat er Nora erwähnt?
04:02Nein.
04:03Den Unfall von Harald Becker, das gefälschte Radarfoto
04:06und alles, was er gegen Nora hätte vorbringen können,
04:09hätte auch ihn belastet.
04:10Da hat er es vorgezogen zu schweigen.
04:15Gegen Annabelle hat er auch nicht ausgesagt.
04:18Das ist gut so.
04:21Du glaubst immer noch an eine höhere Gerechtigkeit?
04:24Ja.
04:25Und außerdem, wenn Annabelle verurteilt wird,
04:28dann muss auch Nora als Mitschuldige ins Gefängnis
04:30und ich werde nicht zulassen,
04:31dass meine Tochter ihr Kind im Gefängnis aufziehen muss.
04:34Aber es bedeutet,
04:35dass Helenas Tod weiterhin ungesünd bleibt.
04:38Ich weiß.
04:40Aber ich will nach vorn schauen
04:41und meine Familie hier beschützen.
04:44Immerhin sitzt du die nächsten sechs Jahre hinter Gittern.
04:47Richtig.
05:08Hallo.
05:12Was hat die Ärztin gesagt?
05:19Was ist los?
05:20Warum hat die Ärztin mich vorhin rausgeschickt?
05:23Das war nur eine Formalie,
05:25weil wir nicht verheiratet sind.
05:27Ein Grund mehr ist,
05:27so schnell wie möglich nachzuholen.
05:31Was ist jetzt mit dir?
05:33Mit mir ist alles in Ordnung.
05:36Aber wenn alles in Ordnung ist,
05:38dann wird man doch nicht einfach ohnmächtig.
05:40Das waren die Nachwirkungen von der Gehirnerschütterung.
05:43Schon vergessen?
05:43Ich bin vor ein paar Tagen vom Baum gefallen.
05:45Daher der Schwindel und die Benommenheit.
05:48Dann ist es also nichts Ernstes.
05:52Und warum hast du das nicht gleich gesagt?
05:55Ich wollte es eben ein bisschen spannend machen.
05:58Du Idiot.
06:01Und muss man da jetzt irgendwas machen?
06:03Ich soll mich einfach nur ein bisschen auswohnen.
06:16Du hast erreicht, was du wolltest.
06:19Delbrück ist für das verurteilt worden,
06:21was man deinem Bruder vorgeworfen hat.
06:23Bestechlichkeit.
06:24Ja.
06:26Ja.
06:26Ich, das ist offiziell.
06:27Tom ist unschuldig.
06:30Es freut mich für dich, Sophie.
06:33Er warst noch einmal auf der Flucht.
06:34Ich meine, er muss doch erfahren, dass er rehabilitiert wurde.
06:38Hat er nie versucht, Kontakt zu dir aufzunehmen?
06:40Nein.
06:41Das wäre viel zu gefährlich gewesen.
06:44Nach Tom wurde zwei Jahre lang gefahndet
06:45und niemand hat eine Ahnung, wo er sich versteckt hält.
06:49Und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll zu suchen.
06:53Dann lass ihn doch einfach dich finden.
06:58Wie stellst du dir das vor?
07:01Ich hab da schon so eine Idee.
07:06Ich hab dir gleich nach dem Sturz gesagt,
07:07dass du dich gründlich untersuchen lassen sollst.
07:09Dein Sohn ist halt ein Dickkopf.
07:11Ja.
07:11Was ihm auch nicht hilft, wenn er vom Baum fällt.
07:14Das nächste Mal setze ich ihm einen Helm auf.
07:16Versprochen.
07:17Davon will ich gar nichts hören.
07:18Ich schlage vor, ihr verzichtet in Zukunft
07:20auf Ballonfahrten und Kletteraktionen, ja?
07:23Weißt du denn schon, wann du entlassen wirst?
07:25Ich soll erstmal bei Nacht hierbleiben.
07:27Zur Beobachtung.
07:28Morgen sehen wir weiter.
07:30Wird bloß bald wieder gesund.
07:32Ich mag es einfach nicht,
07:34wenn jemand von uns im Krankenhaus liegt.
07:37Mach dir keine Sorgen.
07:39Ich bin bald wieder fit.
07:41Dann lassen wir dich jetzt lieber in Ruhe.
07:42Ja.
07:44Pass auf dich auf, Bruderherz.
07:45Versprochen.
07:47Tschüss, Lüder.
07:48Tschüss.
07:54Ist alles in Ordnung?
07:56Äh, ja, ja.
07:58Ich bin nur ein bisschen müde.
08:02Willst du nicht auch lieber nach Hause gehen
08:03und dich ein bisschen ausruhen?
08:04Also, wenn es dir reicht,
08:05würde ich lieber hierbleiben.
08:08Natürlich, klar.
08:09Bleib.
08:11Ich finde, niemand sollte im Krankenhaus allein sein.
08:13Da kommt man nur auf trübe Gedanken.
08:34Hallo.
08:36Na, Mike.
08:37Hallo, Mike.
08:38Hallo.
08:40Und?
08:41Wie geht's deinem Bruder?
08:44Geht so.
08:44Er hat eine Gehirnerschütterung.
08:46Gut, dass es nichts Schlimmeres ist.
08:48Ja.
08:49Uns ist allen ein Stein vom Herzen gefallen.
08:53Wollen Sie verreisen?
08:56Ach, das habe ich ganz vergessen, euch zu sagen.
08:59Maike wird die nächsten Tage hier wohnen.
09:00Sebastian, das ist jetzt nicht dein Ernst.
09:02Du hast sie nicht gefragt, ob das in Ordnung ist?
09:05Aber ihr seid doch einverstanden, oder?
09:07Maike hat ihr Zimmerteo überlassen.
09:08Das ist der Pflegesohn von Conrad und der Eltern.
09:11Na dann, herzlich willkommen.
09:13Vielen Dank.
09:14Und entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie überfalle.
09:16Das ist doch gar kein Problem.
09:18Sie sind jederzeit herzlich willkommen.
09:20Und dass Sebastian hin und wieder was vergisst, das kennen wir schon.
09:23Na ja, bei der ganzen Sorge um Simon ist doch klar, dass man mal was durchrutscht.
09:27Damit bei dir was durchrutscht, muss dein Bruder nicht erst im Krankenhaus liegen.
09:34Oh nein.
09:35Was, hast du schon wieder was vergessen?
09:37Die Steuer.
09:38In zwei Tagen muss ich die Unterlagen beim Finanzamt abgeben.
09:40Sonst brummeln die mir eine saftige Strafe auf.
09:48Sonst brummeln die mir ein paar Reise.
09:50Ich hatte dich.
09:54Was, hast du schon wieder.
09:55Ich habe die Unterlagen.
09:56Und ich habe diese Unterlagen.
10:00Und ich habe die Unterlagen.
10:17Ich habe dich schon einmal gefragt.
10:19Das Schicksal wollte allerdings, dass unser Weg noch ein Stück weiter geht.
10:23Aber jetzt werde ich dich für immer festhalten.
10:27Willst du meine Frau werden?
10:28Ja.
10:33Wollen Sie mir etwas sagen, dass ich sterben werde?
10:36Wenn das Anorysma platzt und es zu einer Blutung kommt.
10:39Ja.
10:40Ist alles in Ordnung?
10:42Ja, ja. Ich bin nur ein bisschen müde.
11:02Hey, Sebastian.
11:03Simon.
11:05Alles okay? Hast du schlecht geträumt?
11:08Und ja, kein Wunder bei dem Kopfkissen.
11:11Simon, er war krank und wir waren alle bei ihm.
11:14Konnten in jedem Moment mit seinem Tod rechnen.
11:16Und ich konnte ihm nicht helfen.
11:18Tee, das war nur ein Traum. Deinem Bruder geht es gut.
11:23Am besten, du rufst dich jetzt aus und gehst schlafen.
11:26Aber die ganzen Belege, ich muss das noch fertig machen.
11:28Ach, das kannst du morgen auch noch machen.
11:32Ja, du hast recht.
11:34Lass uns schlafen gehen.
11:36Ich komme gleich nach. Ich mache nur noch schnell einen Tee.
11:40Bis gleich.
11:57Your Ways ist ein Internetportal.
11:58Da sehen sich täglich Millionen von Menschen Clips, Filme und selbst gedrehte Videobotschaften an.
12:03Schätze dich mal bitte dahin, Sophie.
12:05Ja.
12:06Du meinst wirklich, dass es klappt?
12:08Du bist sehen, so erreichst du deinen Bruder.
12:10Über eine Videobotschaft.
12:12Das funktioniert über das Prinzip, das jeder jeden kennt, über sechs Ecken.
12:15Ach.
12:16Du meinst so, wie man jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt, der wiederum mit dem Papst bekannt ist.
12:21Oder mit deinem Bruder.
12:25Aber Lissi, wenn sich tagtäglich Millionen von Menschen Millionen Clips ansehen,
12:30wie soll irgendjemand auf unsere Botschaft aufmerksam werden?
12:33Je klarer und emotionaler deine Botschaft ist, desto mehr Leute werden sie sich ansehen.
12:37Vor allen Dingen, wenn du ihnen etwas versprichst.
12:39Eine Belohnung zum Beispiel.
12:41Eine Belohnung für jeden, der dir einen Hinweis gibt.
12:44wo der Aufenthaltsort deines Bruders ist und ich setze ihn eine Summe ein.
12:48Ach, Richard, das ist wirklich ein sehr liebes Angebot, aber...
12:51Dass du annehmen wirst.
12:53So, ich wäre soweit.
12:55Danke.
12:56Hast du ein Foto von deinem Bruder dabei?
12:58Äh, ja.
13:04Okay?
13:04Ja.
13:05Läuft?
13:05Ja.
13:12Guten Tag.
13:13Mein Name ist Sophie Nowak und ich wende mich mit einer großen Bitte an Sie.
13:20Ich bin auf der Suche nach meinem Bruder Tom.
13:24Er ist auf der Flucht, weil er Opfer einer Intrige und eines Justizirrtums wurde.
13:31Ich bin auf der Suche nach dem Bruder.
13:33Ich bin auf der Suche nach dem Bruder.
13:34Ich bin auf der Suche nach dem Bruder.
13:40Falls du das hier sehen solltest, dann...
13:42Melde dich bitte.
13:47Ich...
13:48Ich habe endlich geschafft, deine Unschuld zu beweisen.
13:55Es ist vorbei, Tom.
13:59Du kannst jetzt endlich wieder nach Hause kommen.
14:04Bitte melde dich, okay?
14:07Ich...
14:08Ich...
14:09Ich habe dich so schrecklich vermisst.
14:15Diese Botschaft wird nicht untergehen, Sophie.
14:17Das kann ich dir versprechen.
14:19Ich habe dich jetzt wieder nach Hause kommen.
14:22Ich habe dich so schrecklich vermisst.
14:31Ich wende dich jetzt nicht.
14:40Ich wende dich jetzt mal dir nach Hause kommen.
14:48Ich wende dich jetzt mal nach Hause kommen.
14:51Irgendwelche Taubheitsgefühle?
14:52Mir geht es bestens. Ich könnte 100 Jahre alt werden.
14:57Gut 90.
15:0087. 87 bestimmt.
15:02Ich habe Ihre Verlobte auf dem Weg zur Cafeteria gesehen.
15:06Haben Sie es ihr gesagt?
15:08Sie soll sich keine Sorgen machen. Genauso wenig wie meine Familie.
15:12Haben Sie vor, es Ihnen zu sagen?
15:14Warum sollte ich? Ich habe nicht vor, mich operieren zu lassen.
15:17Herr Becker, Sie sollten diese Entscheidung nicht übers Knie brechen.
15:20Sie haben mir doch selbst bestätigt, dass ich auch mit einem Aneurysma weiterleben kann.
15:24Ich habe Ihnen gesagt, dass die Chance, mit einem Aneurysma lange zu leben, äußerst gering ist.
15:29Wesentlich geringer als die Chance, die OP zu überleben, die immerhin 50 zu 50 ist.
15:34Und was ist, wenn ich einer der wenigen bin, die ein Aneurysma überleben?
15:37Wenn ich der eine von tausend bin?
15:39In den tausend anderen Fällen kann es jederzeit zur Ruptur der Arterie kommen.
15:44Es genügt unter Umständen ein kleiner Schlag auf den Kopf.
15:47Erhöhter Blutdruck oder vielleicht ist es auch bloß die Druckschwankung, wenn Sie frühmorgens aufstehen.
15:52Es kann mich jederzeit erwischen.
15:54Also ist es wie immer.
15:56Kein Mensch weiß, wann er stirbt.
15:58Aber wenn ich mich operieren lasse, dann ist der Tag meiner OP vielleicht mein Todestag.
16:03Wie gesagt, die Chance, nach der OP wieder gesund zu werden, ist deutlich größer.
16:08Größer heißt 50-50.
16:10Nein, dann lieber jeden Tag so genießen, als wär's der Letzte.
16:18Marianne, ich habe mich schon gewundert, wo du bist.
16:21Ich habe ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
16:25Ach, Kleinigkeiten.
16:26Na ja, ich dachte, wenn Simon aus dem Krankenhaus kommt, dann können wir ihn und Luisa zum Essen einladen.
16:30Und für wie viele Tage hast du geplant?
16:33Seit wann hast du denn was dagegen, einen ordentlichen Vorrat anzulegen?
16:39Hast du nicht versprochen, dich nicht mehr die Hochzeitsvorbereitungen von Luisa und Simon einzumischen?
16:43Nicht so wirklich. Und ein bisschen darf ich auch.
16:46Und ich wollte auf fröhlichere Gedanken kommen.
16:50Ich weiß, wie schwer das für dich war.
16:54Ja, diese Klinikräume, die erinnern mich immer an Harald.
16:58Und ich glaube, nochmal würde ich nicht dieses wochenlange Hoffen und Bangen durchstehen.
17:04Das wusste auch nicht.
17:08Schau mal.
17:10Unsere Familie hat genug durchgemacht.
17:12Jetzt kommen bessere Zeiten.
17:13Denkst du?
17:14Ja, aber sicher.
17:15Wir haben ein bisschen Glück verdient.
17:17Schau mal.
17:17Simon geht es gut.
17:19Er hat eine Gehirnerschütterung weiter nichts und wird bald Luisa heiraten.
17:22Und bei Sebastian und Maike sieht es auch noch was Ernstem aus.
17:26Ja, und wir?
17:28Wir haben uns.
17:34Es gab nur noch eine Brezel.
17:36Aber die können wir uns hier teilen.
17:39Geht du das schon nach Hause?
17:40Frau Dr. Kacher war gerade hier.
17:42Es gibt keinen Grund mehr, mich hier zu behalten.
17:44Aber wäre es nicht besser, du rufst dich noch ein paar Tage aus?
17:47Du bist einfach so ohnmächtig geworden.
17:50Ausruhen kann ich mich auch zu Hause.
17:51Und vielleicht kannst du mich ja auch ein bisschen schlägen.
17:54Ach so, hat der Herr sich das also vorgestellt.
18:02Bevor Sie gehen, möchte ich Sie noch bitten, einige Papiere zu unterschreiben.
18:05Kann das nicht warten?
18:06Ich fürchte, nein.
18:09Falls Sie es sich doch noch anders überlegen.
18:11Mein Entschluss steht fest.
18:13Was für ein Entschluss?
18:14Das Krankenhaus muss sich absichern, wenn der Patient aus eigenem Wunsch das Krankenhaus verlässt.
18:19Aber Sie haben ihn doch in Klassen.
18:28Ich habe das Krankenhaus gegen den ärztlichen Rat verlassen.
18:35Aber warum denn?
18:36Ich dachte, du hast nur eine Gehirnerschötterung.
18:39Simon, jetzt sag mir die Wahrheit.
18:40Was ist los?
18:52Morgen.
18:54Na, guten Morgen.
18:55Na, endlich wach?
18:56Ja.
18:58Sag mal, wieso hat mich denn niemand geweckt?
19:00Weil du inzwischen alt genug bist, um dir den Wecker allein stellen zu können.
19:06Wo hast denn du meine Unterlagen hingeräumt?
19:09Ich weiß nicht, wovon du sprichst.
19:11Die Belege für die Steuer, die waren hier auf dem Tisch.
19:14Ich habe nichts gesehen.
19:15Ich dachte, du hättest gestern daran gearbeitet.
19:17Ja, und bin darüber eingeschlafen und habe sie auf dem Tisch liegen lassen.
19:20Hat Tobias vielleicht weggeräumt?
19:22Warum hätte er denn das tun sollen?
19:24Wahrscheinlich hast du sie im Halbschlaf selbst weggeräumt.
19:27Das kann doch nicht wahr sein.
19:28Diese Unterlagen sind wirklich wichtig.
19:30Ja, vielleicht hat sie ja Maike mitgenommen.
19:32Das glaube ich nicht.
19:33Das soll ja Maike mit meinen Steuerunterlagen.
19:41Das gibt es doch nicht.
19:45Niemand weiß, wie lange ich das Aneurysma habe.
19:47Vielleicht habe ich es durch den Sturz.
19:48Vielleicht habe ich es aber auch seit meiner Geburt.
19:50Es gibt Menschen, die leben damit, ohne dass es jemals diagnostiziert wird.
19:54Aber bei dir ist es diagnostiziert worden.
19:57Was nicht heißt, dass ich daran sterbe?
20:00Du könntest daran sterben.
20:03Meine Güte, man kann auch an einer Grippe sterben.
20:04Jetzt hör aber auf damit.
20:06Ich will wissen, wie gefährlich dieses Aneurysma ist.
20:08Ich werde nochmal mit Frau Dr. Kacher sprechen.
20:10Das ist wirklich nicht nötig.
20:12Aber offensichtlich hat sie eine ganz andere Meinung zu dem Thema als du.
20:16Weil sie auch eine Ärztin ist.
20:18Sie lebt davon, Menschen zu einer Behandlung zu raten, die sie nicht brauchen.
20:22Und was hat sie dir geraten?
20:24Zu gar nichts.
20:26Sie meinte nur, dass die Möglichkeit bestünde, mich operieren zu lassen.
20:28Und?
20:29Warum soll ich das Risiko einer komplizierten Operation eingehen,
20:33wenn ich auch ohne Eingriff leben kann?
20:35Das hat Frau Dr. Kacher gesagt.
20:38Ich kann verstehen, dass du misstrauisch bist und dir Sorgen machst.
20:43Das war ein Fehler von mir, dir nicht sofort die Wahrheit zu sagen.
20:46Ich verstehe einfach nicht, warum du mich anlügst,
20:48wenn die Sache angeblich so harmlos ist.
20:51Weil ich endlich glücklich sein will.
20:53Ich liebe dich und ich will dich heiraten.
20:56Ich will den Rest meines Lebens mit dir zusammen verbringen
20:58und keine Sekunde mehr daran verschwenden,
21:00über etwas nachzudenken, was sein könnte oder nicht.
21:04Lass uns doch einfach dieses Ding in meinem Kopf vergessen.
21:06Und tun so, als wäre nichts passiert.
21:08Lass uns doch einfach dieses Ding in meinem Kopf vergessen.
21:24Richard!
21:25Hallo!
21:27Wir wollten heute Morgen die Verträge für den Beltinger-Deal durchgehen.
21:30Ach du meine Güte, das habe ich total vergessen.
21:32Ja, kein Problem. Wir können auch später.
21:34Nein, nein, ähm, gib mir nur ein bisschen Zeit.
21:37Ich hole meine Unterlagen.
21:38Okay.
21:43Hat sich schon jemand auf deine Videobotschaft gemeldet?
21:48Ich weiß es nicht.
21:50Zeig bloß, du hast noch nicht nachgesehen.
21:54Richard, was ist, wenn sich niemand meldet?
21:59Du hast Angst, dass deine Hoffnungen enttäuscht werden.
22:02Sophie, du darfst nicht so viel erwarten.
22:04Das braucht eine Weile, bis deine Botschaft die Runde gemacht hat.
22:06Aber du meinst, ich soll trotzdem nachsehen.
22:09Das solltest du, und zwar jetzt.
22:11Denn vorher kannst du sowieso an nichts anderes denken.
22:15Nein, bitte bleib.
22:37Danke für die Einladung, Marianne, aber wir sind gerade erst zurückgekommen und Simon möchte sich vielleicht ein bisschen ausruhen.
22:42Hey, ich bin doch kein alter Mann.
22:44Wir kommen gerne.
22:45Du hast es gehört.
22:46Also dann, bis gleich zum Mittagessen, ja?
22:49Tschüss.
22:56Hast du ihnen irgendwas erzählt, wegen des Aneurismus?
22:59Nein.
23:00Warum fragst du?
23:02Ich will einfach nicht, dass sie sich unnötig Sorgen macht.
23:07Du meinst...
23:09...so wie ich.
23:16Du machst dir immer noch Gedanken.
23:18Ich kann einfach nicht so tun, als ob da nichts wäre.
23:22Verstehst du jetzt, warum ich dir anfangs nichts sagen wollte?
23:25Was fängt an, unser Leben zu beeinflussen?
23:27Das tut es doch sowieso.
23:29Auch wenn du mit niemandem darüber redest.
23:31Aber ich kann es zumindest ignorieren oder...
23:33...oder einfach nicht daran denken.
23:36Aber es ist da, Simon.
23:38Egal, ob du daran denkst oder nicht.
23:40Es ist Realität.
23:42Genauso wie der Straßenverkehr.
23:44Umweltverschmutzung oder Bakterien.
23:46Davon kann man auch sterben.
23:48Wenn ich darüber nachdenken würde, dann bräuchte ich gar nicht mehr, vor die Tür zu gehen.
23:53Ich habe keine Schmerzen.
23:55Mir ist nicht schwindelig oder sonst irgendwas.
23:57Im Gegenteil, ich fühle mich topfit.
23:59Pass auf.
24:07Simon.
24:15Du brauchst keinen Bruder, Baby.
24:17Du brauchst mich.
24:20Unsittliche Anträge,
24:21hämische Kommentare
24:22und nicht einverwertbarer Hinweis.
24:26Die Botschaft ist erst wenige Stunden online.
24:29Ja, prima.
24:30Und in ein paar Stunden werden sich noch mehr Idioten berufen,
24:33fühlen, mein Postfach mit Müll vollzustopfen.
24:35Zu viel brauchst Geduld.
24:38Vielleicht kommt ja noch eine ernstzunehmende Botschaft.
24:44Weißt du, wovor ich heute Morgen noch mehr Angst hatte,
24:47als keine Mail zu bekommen?
24:49Sag's.
24:51Eine zu bekommen, die mir jede Hoffnung raubt.
24:56Ich habe seit über zwei Jahren nichts mehr von Tom gehört.
25:02Ich habe keine Ahnung, wo er ist.
25:06Was er macht.
25:09Ich weiß noch nicht mal, ob er noch lebt.
25:12Sophie.
25:14Dein Bruder ist Polizist.
25:16Er weiß, wie die Polizei arbeitet.
25:17Also weiß er auch, wie man sich ihrem Zugriff entzieht.
25:21Was du all die Jahre nichts von ihm gehört hast,
25:24kann ja durchaus darauf hindeuten, dass er erfolgreich war, oder?
25:28Aber, ich meine, es ist natürlich deine Entscheidung.
25:31Wenn du weiterhin fantasieren willst, was es ihm geworden ist,
25:35dann können wir das Video löschen und all die E-Mails.
25:39Wenn du aber Gewissheit haben willst,
25:42dann verspreche ich dir,
25:43dich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen,
25:46bis wir herausgefunden haben, wie es deinem Bruder geht
25:48und was es ihm geworden ist.
25:50Okay?
25:54Danke.
26:07Simon, ich bin so froh, dass du wieder gesund bist.
26:11Ich glaube, das sind wir alle.
26:14Außer meinem Bruder.
26:15Tut mir leid, wenn ich nur endlich diese verflixten Steuerbillige finden würde.
26:19Vielleicht hat Eva sie ja versehentlich in den Papiermüll getan.
26:22Habe ich auch schon nachgesehen.
26:23Ich fahre jetzt mal in die Manufaktur und suche nachher weiter.
26:25Tut mir leid, Bruderherz, dass ich bei deinem Genesungsessen nicht dabei sein kann.
26:28Kein Problem, das holen wir nach.
26:29Ordnung ist das halbe Leben.
26:31Das sagt ja der Richtige.
26:33Wieso? Mein Zimmer war immer aufgeräumt.
26:36Ja, oberflächlich vielleicht.
26:37Aber in die Schubladen durfte man nie gucken.
26:40Und woher wusstest du, dass er nicht richtig aufgeräumt hatte?
26:42Simon konnte noch nie gut lügen.
26:45Das stimmt allerdings.
26:49Sag mal, bist du sicher, dass nach deiner Gehirnerschütterung nicht noch irgendetwas nachkommt?
26:53Was meinst du?
26:56Immerhin ist es schon ein paar Tage her, dass du vom Baum gefallen bist.
26:59Und trotzdem bist du noch mal ohnmächtig geworden.
27:02Ich habe mich einfach nach dem Unfall nicht richtig geschont.
27:06Mit mir ist alles in Ordnung.
27:08Am besten wir tun so, als wäre nichts passiert.
27:13Luisa, du bist ja so still.
27:16Ich...
27:17Es war heute ein harter Tag für uns alle, nicht wahr, Luisa?
27:20Ja, ich bin einfach müde.
27:22Am besten wir schauen einfach in die Zukunft.
27:24Und ich für meinen Teil sehe da eine wunderschöne Braut.
27:30So, das war jetzt erst mal die letzte Mail.
27:35Den Versuch war es wert.
27:37Schon gut.
27:38Ich kann nach zwei Jahren nicht damit rechnen, dass ich gleich am ersten Tag Erfolg habe.
27:43Dann willst du es also weiter versuchen?
27:46Ich habe zuerst nicht gedacht, dass ich das schaffe, aber...
27:49Du hast mir wieder Mut gemacht.
27:51Danke.
27:54Nach Helenas Tod hast du für mich gesorgt.
27:59Du bist mir nicht von der Seite gewichen und hast mich bei meinen Plänen gegen Annabelle unterstützt.
28:05Hast mir den Rücken gestärkt, dafür gesorgt, dass Delbrück verhaftet wird.
28:09Und nicht noch mehr Schaden, weil ich sie anrichten konnte.
28:13Ich muss dir danken.
28:19Dafür sind Freunde da.
28:26Aber als deine Anwältin sollte ich jetzt ganz dringend den Belgiger-Vertrag mit dir durchgehen.
28:31Absolut.
28:35Dr. Kuhl, 1134.
28:40Kein Betreff, nur eine Handynummer.
28:42Die Mail hat dein Attachment.
28:43Moment, aber Vorsicht, könnte ein Virus sein.
28:46Du hast es selbst gesagt.
28:47Es geht um Gewissheit.
28:50Ich habe die Sache begonnen, also werde ich sie auch zu Ende bringen.
28:54Okay.
28:58Das ist Tom.
29:00Was?
29:07Bei den betroffenen Patienten besteht ein hohes Risiko, eine Handblutung zu sterben.
29:30Möchtest du auch einen Kaffee?
29:41Was ist los?
29:46Simon hat recht.
29:47Es war einfach ein bisschen viel für uns in der letzten Zeit.
29:58Simon konnte noch nie gut lügen.
30:01Und ich glaube, das kannst du auch nicht.
30:04Also, was ist?
30:32Aber wir sind eine Familie.
30:34Wie konntest du uns sowas verschweigen?
30:36Ich wollte einfach nicht, dass er euch unnötig Sorgen macht.
30:38Ich glaube nicht, dass wir uns unnötig Sorgen machen.
30:40Du hättest wenigstens mit Luisa darüber reden können.
30:43Ich habe für mich eine Entscheidung getroffen.
30:45Das ist alles.
30:45Es geht schließlich um meine Gesundheit.
30:47Aber es geht auch um unser Leben.
30:51Simon, ich liebe dich.
30:53Und wenn du mich auch liebst, dann sag mir die Wahrheit.
30:56Gut.
30:58Die Wahrheit ist, deine Operation kommt für mich nicht in Frage.
31:01Aber ohne Operationen da...
31:02Wenn alles gut geht, dann werde ich sogar noch mit meinen Enkeln Fußball spielen können.
31:06Warum willst du dir denn nicht helfen lassen?
31:08Frau Dr. Kacher bietet dir eine Operation an, bei der du geheilt werden kannst.
31:12Wisst ihr auch, wie groß die Chance ist, zu überleben?
31:14Die Medizin ist heutzutage schon so weit.
31:17Und wenn Frau Dr. Kacher dir zu dieser Operation rät, dann wird sie ihre Gründe dafür haben.
31:23Bei sechs Operationen dieser Art sind drei Patienten gestorben.
31:30Soll ich eine Münze werfen?
31:33Kopf oder Zahl?
31:52Ich bin so ein Verlierer.
31:54Was ist denn los?
31:55Ich kenne mich mit der Buchhaltung nicht aus, verschiebe ständig alles auf morgen und dann verliere ich auch noch die
31:59wichtigsten Unterlagen.
32:00Ja, Verlierer eben.
32:01Die Steuerbeläge?
32:02Ja, genau die.
32:03Ich habe dir gestern eine Schuhschachtel gegeben, jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich sie hingestellt habe.
32:06Zum Glück hast du ja mich.
32:08Und das hilft mir jetzt auch nichts mehr.
32:09Die Steuer wird mir morgen eine saftige Strafe aufbrummen und sie wird mir in den Hintern treten.
32:14Wie gesagt, zum Glück hast du ja mich.
32:17Hier, schau mal da rein.
32:22Du warst gestern so erschöpft, da dachte ich, da greife ich dir ein bisschen unter die Arme.
32:26Du hast alles erledigt.
32:27Du hast sogar schon abgeheftet.
32:29Ja.
32:30Ich hätte mir gar nicht gedacht, ich meine, das ist ja selbst genug zu tun.
32:34Ach, mein Chef ist auf Dienstreise.
32:37Margie, das kann ich nie wieder gut machen.
32:39Doch, indem du den Rest jetzt alleine machst.
32:42Das Abheften war nur der Anfang.
32:44Jetzt muss noch alles gebucht und bilanziert werden.
32:48Bilanziert?
32:49Das schaffst du schon.
32:59Was würdest du an meiner Stelle tun?
33:05Ich weiß es nicht.
33:12Ich weiß es wirklich nicht.
33:19Sag, dass das alles nur ein böser Traum ist.
33:23Verstehst du jetzt, warum ich dir am Anfang nichts gesagt habe?
33:26Nein, das verstehe ich nicht.
33:30Ich will doch wissen, wie es um dich steht.
33:31Ich will wissen, wie es um uns steht.
33:34Ich liebe dich.
33:35Ich will meine Zukunft mit dir verbringen.
33:37Und wenn wir keine Zukunft mehr haben?
33:39Natürlich haben wir die.
33:42Und die Operation ist die einzige Chance.
33:48Ich habe Angst, Luisa.
33:51So eine unglaubliche Angst.
33:55Die wird immer bleiben.
33:58Vor allem, wenn du dich nicht operieren lässt.
34:04Weißt du noch, wie du dich gefühlt hast, als ich beinahe ertrunken wäre?
34:09Und du dachtest, wir hätten keine Zukunft mehr.
34:15Ich wäre aus Angst um dich beinahe wahnsinnig geworden.
34:20Ja.
34:22Und so wird es mir ab jetzt jeden Tag gehen.
34:25Wenn du zu spät nach Hause kommst.
34:28Wenn du nicht zur verabredeten Zeit anrufst.
34:33Jeden Abend werde ich mich fragen, ob du am nächsten Morgen wieder neben mir aufwachen wirst.
34:41Ich kann jeden Moment völlig an.
34:45Und ich kann nichts dagegen tun.
34:48Ich will auch nur Zeit.
34:51Zeit mit dir.
34:53Ich will nicht sterben, ohne mit dir gelebt zu haben.
35:18Ich kann diese Entscheidung nicht für dich treffen.
35:21Ich kann nur bei dir sein, egal was passiert.
35:25Ob es nun eine Operation ist, aus der du vielleicht nie wieder aufwachst.
35:29Oder die Entscheidung für ein Leben, das in jedem Moment vorbei sein kann.
35:35Aber vielleicht erwachst du auch aus der OP und wirst wieder gesund.
35:38Es ist die größte Chance, die wir haben.
35:41Und wahrscheinlich auch unsere einzige.
35:44Ich hoffe, du ergreifst sie.
35:51Ich bin entschuldig.
35:54Ich wollte dich nicht aufwicken.
35:59Dich sehen, ein schöner Auserwachen gibt es doch gar nicht.
36:11So könnte es sein, Simon.
36:14Du wachst auf.
36:17Blickst mir in die Augen.
36:20Und wir haben wieder eine Zukunft.
36:24Wenn ich mich operieren lasse, meinst du?
36:30Aber es kann genauso gut sein, dass ich nie wieder aufwache.
36:45Aber wir haben doch eine Chance, dass du wieder ganz gesund wirst.
36:51Und wie sollen wir jemals glücklich werden, wenn wir ständig in der Angst leben?
36:55Es könnte jeden Moment vorbei sein.
36:58So weit wird es nicht kommen.
37:02Ich werde mich operieren lassen.
37:28Ich bin froh, dass Sie sich zu dem Eingriff entschlossen haben.
37:32Ja, ich habe nochmal drüber nachgedacht.
37:34Und Sie meinten ja auch, Sie könnten mir einen Spezialisten empfehlen.
37:38Professor Schmettmann wird die Operation durchführen.
37:41Sobald wir einen Termin haben, werden wir Sie für die OP vorbereiten.
37:44Wie verläuft denn so eine Operation?
37:47Es handelt sich um einen minimalinvasiven Eingriff.
37:51Das Aneurysma wird mit einem Titanklip abgeklämmt.
37:55Ach, das ist alles. Das klingt ja wie ein Kinderspiel.
37:58Ganz so ist es leider nicht.
38:00Da das Aneurysma unmittelbar am Hirnstamm liegt, wird die ganze Sache ein wenig komplizierter.
38:05Und was heißt das?
38:07Der Hirnstamm steuert das vegetative Nervensystem.
38:11Eine Verletzung hätte verheerende Folgen.
38:13Da wir mit äußerster Präzision operieren müssen, wird die OP mehrere Stunden dauern.
38:18Wie beruhigend.
38:20Professor Schmettmann wird Ihnen den genauen Ablauf der OP noch erläutern.
38:24Bei ihm sind Sie in den besten Händen.
38:33Simon, egal wie groß das Risiko ist, dann denk an unsere Liebe, an unsere Zukunft.
38:40Ich weiß, dass du wieder gesund wirst und dass wir den Rest unseres Lebens miteinander verbringen werden.
38:45Ich kann es kaum mehr, aber...
38:47Kannst du meine Mutter anrufen und sagen, dass ich mich entschieden habe?
38:50Ja, das mache ich.
38:55Ich komme gleich wieder.
38:59Ich liebe dich.
39:01Ich dich auch.
39:24Der Hirnstamm steuert das vegetative Nervensystem.
39:28Eine Verletzung hätte verheerende Folgen.
39:30Das heißt, es könnte sein, dass ich die Operation nicht überlebe.
39:33Simon, egal wie groß das Risiko ist, denk an unsere Liebe, an unsere Zukunft.
39:38Eine Verletzung hätte verheerend schon einige Male erfolgreich.
39:56Und Sie finden das Restaurant?
40:00Ja gut.
40:02Dann bis später.
40:04Und was hat er gesagt?
40:06Dr. Kuhl heißt mit bürgerlichem Namen, hübt der Haas und ist Holländer.
40:12Aha.
40:13Und er weiß, wo sich dein Bruder auffällt.
40:15Und vorher hat er das Foto?
40:17Die beiden haben sich bei der Arbeit kennengelernt.
40:19Alles andere wollte er mir persönlich sagen.
40:21Komm, er ist auf die Belohnung aus.
40:22Du willst dich wirklich mit ihm im Lazino treffen?
40:24Ja, er ist zufällig in der Stadt.
40:26Das war ein ziemlich großer Zufall.
40:29Und wenn er auf die Belohnung aus ist?
40:31Egal.
40:32Er hat ein aktuelles Foto von Tom.
40:35Das ist doch ein Hinweis.
40:36Und du hast selbst gesagt, ich soll allen Hinweisen nachgehen.
40:40Ja gut.
40:41Aber ich komme mit.
40:43Darum hätte ich dich sowieso gebeten.
40:49Sie können das Bett neu beziehen, Herr Becker, kommt nicht wieder.
40:53Wo ist denn mein Verlobter?
40:55Wie bitte?
40:57Hat er Ihnen denn nichts gesagt?
40:59Nein, ich habe ihn zuletzt hier in diesem Zimmer gesehen.
41:02Ihr Verlobter hat eben das Krankenhaus verlassen.
41:05Was?
41:05Ja, die Operation wurde abgesagt.
41:07Ihr Verlobter hat sich gegen einen operativen Eingriff entschieden.
41:16Kennen Sie diese Uhr?
41:18Woher haben Sie die?
41:20Von Tom.
41:21Hat er mir gegeben, weil er Schulden bei mir hatte.
41:24Tom hätte diese Uhr niemals freiwillig aus der Hand gegeben.
41:27Um keinen Preis der Welt.
41:30Sebastian muss bei seiner Familie sein.
41:32Wegen Simon.
41:34Wegen Simon? Was ist mit ihm?
41:35Er hat ein Aneurysma.
41:38Es sieht sehr ernst aus.
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