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Transkript
00:00Wir sind knapp vor der Vollendung unseres Plans und glaub mir, Annabelle wird für alles büßen, was sie dir und
00:04deiner Familie angetan hat.
00:06Ich kann einfach nicht länger so tun, als würde ich etwas für Annabelle empfinden.
00:10Ich hasse sie, verstehst du?
00:14Oh Gott.
00:15Noah, was ist denn passiert?
00:21Was ist denn los?
00:22Mein Bauch tut so weh.
00:25Ich kann nicht nur glauben, dass du wieder etwas für mich empfindest und mir vergeben hast.
00:31Annabelle hört es nicht.
00:32Richard, lass mir doch noch das kleine bisschen Würde, was noch geblieben ist.
00:36Wenn du mich weiter belügst, dann müsste ich denken, du wirst mich in den Wahnsinn treiben.
00:41Glaubst du, dass ich mein Kind verlieren werde?
00:45Nein.
00:48So schnell geht das nicht.
00:50Ich habe Angst um mein Baby.
00:53Ich habe Angst, dass ich vielleicht doch ins Gefängnis muss.
00:58Es wird alles gut bestimmt.
01:01Und mir nicht.
01:02Ich habe nichts mehr zu verlieren.
01:04Du hast mir alles genommen.
01:06Ach jetzt, mach mich nicht auch nur verantwortlich für dein Versagen als Ehemann und Vater.
01:10Du bist eben kein Familienmensch.
01:13Zum Glück muss Helena das nicht mehr miterleben.
01:16Bist du wahnsinnig?
01:18Ich nehme diesen Namen nie wieder in den Mund.
01:21Richard.
01:22Hör auf!
01:23Bist du wahnsinnig?
01:34Ja.
01:36No one has the answer, they just want more, hey, who's gonna make it right, this could be the first
01:52day of my life.
01:59Lass mich los!
02:02Richard!
02:06Oh, oh!
02:07Was ist denn mit dir?
02:19Richard!
02:27So, das war's. Herzlichen Dank. Auch im Namen der Bewohner des Seniorenheims Freitental.
02:32Nicht zu danken. Ich bin aus persönlichen Gründen ganz froh, die Sachen los zu sein.
02:36Die Senioren werden es Ihnen danken.
02:37Schön.
02:39Wenn Jan wüsste, werfen Sie sich von jetzt abend in deinem Schlafzimmer vergnügt.
02:43Erzählst du mir doch, ruf ihn doch im Gefängnis an.
02:45Bestimmt nicht.
02:48Henning!
02:50Seit wann bist du von deiner Geschäftsreise zurück?
02:52Seit heute Mittag. Und offenbar habe ich eine Menge verpasst.
02:55Ihr zwei so einträchtig zusammen.
02:59Zieht eine von euch aus, oder wie hat man das zu verstehen?
03:02Nora hat mir geholfen, mich von ein paar Altlasten zu befreien.
03:05Von den Abgründen des schlechten Geschmacks.
03:07Jan hat noch ein paar Anschaffungen gemacht, bevor er ins Gefängnis gekommen ist.
03:10Ja.
03:11Auf Lissis Kosten.
03:13Altlasten. Verstehe.
03:15Ich könnte eine Stärkung vertragen. Kommt ihr mit rein?
03:17Oh ja.
03:17Ich wollte eigentlich noch etwas mit Annabelle besprechen.
03:19Da kannst du aber ein Weilchen warten. Die ist für richtig geschäftlich nach Dubai geflogen.
03:22Das dachte ich auch, aber wir sind uns vorhin im Melanzino begegnet.
03:25Was?
03:27Ich sollte einen Termin mit einem unserer Kunden übernehmen und da sehe ich sie an einem Tisch sitzen.
03:31Ein wenig derangiert, wenn er mich fragt.
03:38Herr Puswenz, sag doch was.
03:42Hilfe! Kann mich jemand hören? Hilfe, Herr Adam!
03:46Wer, bitte?
03:48Was meinst du denn damit, dass sie derangiert aussah?
03:50Sie wirkte abwesend. Ich bin nicht sicher, ob sie überhaupt etwas von dir verstanden hat, was ich gesagt habe.
03:54Frag dich, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist.
03:56Meine Mutter ist zurück. Das kann kein gutes Zeichen sein.
03:59Hilfe! Wir brauchen einen Arzt. Hilfe!
04:03Das ist Annabelle.
04:11Vielleicht kommt Hilfe.
04:15Papa!
04:17Was hast du mit dem gemacht?
04:18Was ist hier los? Soll ich hier einen Krankenwagen auf?
04:21Nein, nein. Das geht schon wieder.
04:22Du siehst entsetzig aus. Du musst ins Krankenhaus.
04:24Ja, ja. Ich muss mich noch ein bisschen ausruhen.
04:26Alles gut, alles gut.
04:27Du musst dich untersuchen lassen.
04:28Ruf den Arzt an. Den Hausarzt. Hast du die Nummer?
04:30Sie, bitte.
04:30Kannst du aufstehen?
04:31Ja, natürlich.
04:32Okay, wir haben hier.
04:34Jetzt will sie.
04:35Warte, ich helfe.
04:37Ich helfe.
04:53Hallo.
04:54Hallo.
04:57Entschuldige, dass ich störe. Ich wollte hier ein paar frische Blumen bringen.
05:00Oh.
05:01Die sind ja wunderschön.
05:02Danke, ich suche daher eine Vase.
05:05Und dann wollte ich euch fragen, ob ihr vielleicht Lust habt, morgen zum Frühstück zu kommen.
05:09Ja, gerne.
05:11Gibt es einen besonderen Anlass?
05:13Ja, ich dachte, wir sollten auf unseren Familiennachwuchs anstoßen.
05:20Immerhin ist es mein erstes Enkelkind und ich freue mich darauf, Großmutter zu werden.
05:25Das freut mich, dass du das so siehst.
05:27Ja, ich bin auch froh darüber.
05:31Nora, geht es wieder besser?
05:32Mit ihr und dem Kind ist alles in Ordnung.
05:35Der Arzt hat gesagt, sie soll sich schonen, aber es geht ihr besser.
05:39Das freut mich.
05:41Gut, dann sehen wir uns ja morgen.
05:43Und falls ihr Nora sprecht, fragt sie doch, ob sie vielleicht Lust hat, auch zu kommen.
05:48Das machen wir.
05:50Also, bis dann.
05:51Tschüss.
05:52Tschüss.
05:53Tschüss.
06:08Ja, guten Tag, Frau Weidner.
06:10Konrad Landmann hier.
06:11Ich wollte nur fragen, ob Theo morgen nach der Schule zu uns kommen kann.
06:17Nein, vom Jugendamt haben wir leider noch nichts gehört.
06:19Nein.
06:23Was?
06:27Ach, und das wussten Sie heute Morgen noch nicht?
06:32Aha.
06:34Ja.
06:35Dankeschön.
06:37Was ist denn?
06:41Das Heim, in das Theo kommen soll, da ist kurzfristig ein Platz frei geworden.
06:46Aber ich denke, der Umzug ist verschoben.
06:48Das dachte ich auch, ja.
06:49Frau Weidner hat aber gerade gesagt, solange die Pflegschaft nicht geklärt ist, hält das Jugendamt am Umzugsplan fest.
06:56Und wann?
06:57Morgen.
06:58Morgen?
07:02Weißt Theo schon davon?
07:04Der ist schon am Packen.
07:06Jetzt wird er denken, dass wir uns nicht genügend für ihn eingesetzt haben.
07:09Wir müssen mit ihm sprechen.
07:11Ja, was sollen wir ihm denn sagen?
07:12Sollen wir ihm sagen, er braucht sich keine Sorgen machen, dass er auf jeden Fall bei uns bleiben kann und
07:16dass wir den Umzug unter allen Umständen verhindern?
07:17Das können wir nicht.
07:18Nein, aber wir müssen ihm sagen, dass er keine Angst haben muss und dass wir hinter ihm stehen und dass
07:22wir Hilfe holen.
07:23Wen rufst du denn jetzt an?
07:25Na Sophie, wir brauchen einen Anwalt.
07:40Ihr Vater hatte einen schwächer Anfall. Ich habe ihm ein kreislaufstabilisierendes Mittel gespritzt.
07:45Ein schwächer Anfall? Hat er einen Herzinfarkt?
07:49Einen Schlaganfall?
07:50Also, das ist aber wirklich gut.
07:51Ach so arg bin ich nur wirklich noch nicht. Sagen Sie meinen Töchtern sofort, dass es mir gut geht.
07:56Es geht Ihrem Vater gut.
07:59Dennoch sollte man so einen Zusammenbruch nicht auf die leichte Schulter nehmen.
08:02Und ich rate Ihnen dringend, sich gleich morgen zu einer Nachuntersuchung ins Krankenhaus zu begeben.
08:08Ja, ja, ja.
08:08Also dafür werden wir schon sorgen.
08:09Ja, ich bringe Sie jetzt nach draußen und Ihnen koche ich eine kräftige Brühe.
08:13Danke, Frau Lantmann.
08:16Was machst du nur für Sack?
08:17Nichts, alles ist gut.
08:19Richard, was ist passiert? Lissi hat mich angerufen.
08:21Er hatte einen schwächer Anfall.
08:23Und Annabelle ist wieder da.
08:25Sie muss vor ihrem Abflug nach Dubai nochmal im Haus gewesen sein und uns belauscht haben.
08:30Oh nein.
08:31Das heißt, sie weiß alles? Sie weiß, dass du ihr deine ganzen Gefühle nur vorgespielt hast, um sie zu überführen?
08:37Oh Gott, wo ist sie jetzt?
08:39Ich schätze mal in ihrem Zimmer.
08:41Richard, könnte ich einen Moment mit dir unter vier Augen sprechen?
08:45Ah ah, keine Geheimnisse mehr. Hast du selbst gesagt.
08:49Ja, gut, keine Geheimnisse mehr. Aber was Sophie und ich zu besprechen haben, das ist privat.
08:58Und glaubt Annabelle nicht über den Weg. Bitte.
09:08Richard, wir sollten jetzt handeln.
09:10Am einfachsten wäre es, Nora unterschreibt ihr Geständnis, wir gehen zur Polizei und dann kann endlich Anklage gegen Annabelle erhoben
09:17werden.
09:18Wenn Nora gegen Annabelle aussagt, dann wird sie angeklagt.
09:21Und ich werde nicht zulassen, dass mein Enkelkind im Gefängnis geboren wird.
09:24Richard, ich kann das alles verstehen, aber ist dir überhaupt klar, dass du damit auch eine Straftat deckst?
09:31Und Annabelle wird wiederum nicht belangt.
09:34Es tut mir leid. Ich kann nichts anders.
09:37Ich habe Nora versprochen, sie zu schützen.
09:39Und ich werde ein Versprechen meinen Töchtern gegenüber nicht brechen.
09:44Nie wieder. Nie wieder.
09:49Annabelle wird ihre gerechte Strafe bekommen.
09:52Da bin ich ganz sicher.
09:54Wenn dir nicht bald was passiert, bringt ihn die ganze Sache noch um.
09:57Der Arzt hat gesagt, er wird sich wieder erholen.
10:00Bist du blind?
10:01Solange deine Mutter frei herumläuft, wird sich hier überhaupt niemand erholen.
10:07Nora, kannst du vielleicht mal was dazu sagen?
10:09Was soll ich dazu sagen?
10:11Was gedenkst du zu unternehmen?
10:14Was meinst du jetzt?
10:18Du bist die Einzige, die Annabelle jetzt noch ins Gefängnis bringen kann.
10:23Wenn du ein Geständnis ablegst, belastet sie das schwer.
10:28Ja, aber mich leider auch.
10:30Und zwar nicht nur mich.
10:32Ich weiß es doch auch nicht.
10:34Aber sie kann doch nicht einfach so davon kommen.
10:40Wie geht das, Richard?
10:42Das geht dich gar nichts an.
10:43Und wag es ja nicht, ihn zu stören.
10:46Irgendwas muss passieren.
10:48Nora, wir müssen reden.
10:50Ich wüsste nicht worüber.
10:52Lass mich in Ruhe.
10:56Ich sage Ihnen, diese Frau bringt uns noch alle ins Kranken.
10:59Ich wage gar nicht daran zu denken.
11:03Glauben Sie, dass Herr van Weyden wieder auf die Beine kommt?
11:05Dafür werde ich schon sorgen.
11:07Diesen Triumph gönne ich Annabelle nicht.
11:10Ich kann nur hoffen, dass Ihrem kalten, berechnenden Herzen das mal so richtig wehgetan hat.
11:18Ich staune, dass sie hier so im Hause verbleibt.
11:20Sie weiß, dass gegen Sie ermittelt wird.
11:23Sie weiß aber auch, dass man ihr nichts nachweisen kann.
11:27Also so langsam sollten Sie doch die Fakten kennen.
11:30Solange Annabelle Ihre Verbrechen, also vor allem den Mord an Helena Bernstein, nicht gesteht,
11:36da kann sie doch nur überführt werden, wenn jemand gegen Sie aussagt.
11:40Zum Beispiel Nora van Weyden.
11:42Ja, oder dieser Herr Delbrück.
11:44Aber die beiden werden nichts aussagen, um sich nicht selbst zu belassen.
11:48Sie haben ja doch gut aufgepasst.
11:50Ja.
11:52Ich kann nur hoffen, dass Herr van Weyden weiß, was er tut.
11:58Ich weiß jedenfalls, was ich tue.
12:02Ich werde kündigen.
12:05Ich will keinen Tag länger für diese Frau arbeiten.
12:12Na glauben Sie, dass Sekt für Herrn van Weyden zur Stärkung dient?
12:19Ich habe sowas noch nie gehört.
12:20Aber Sie haben doch sicher schon davon gehört, dass man mit Sekt anstößt, wenn es etwas zu feiern gibt.
12:28Ich bitte um Aufklärung.
12:31Mein lieber Herr Adam, Sie haben soeben die vernünftigste Entscheidung in Ihrer Karriere getroffen.
13:03Genießen Sie es, solange Sie noch können.
13:05Sie?
13:06Was wollen Sie?
13:08Ich will Sie auf der Anklagebank sitzen sehen.
13:11Darauf können Sie lange warten.
13:13Sie könnten sich immer noch freiwillig stellen.
13:17Sehen Sie es ein.
13:18Sie haben verloren, Frau Grafenberg.
13:20Sie langweilen mich.
13:21Sie haben nichts gegen mich in der Hand, sonst stünde die Polizei schon längst in der Tür.
13:26Ich habe ein Geständnis Ihrer Tochter.
13:28So.
13:30Sie werden darin bezichtet, Ihre Tochter im Fall Harald Becker zur Fahrerflucht veranlasst zu haben.
13:35Um mir bei der Gelegenheit die Becker-Riet-Formel anzueignen.
13:39Danke, ich kenne Ihre Abschrift.
13:41Sie werden darin auch der Dokumentenfälschung, der Beamtenbestechung, der Erpressung und des gemeinschaftlichen Mordes bezichtigt.
13:49Das Geständnis ist nichts wert.
13:50Meine Tochter hat es nicht unterschrieben.
13:52Noch nicht.
13:53In Ihrem Zustand geht es hier nicht freiwillig ins Gefängnis.
13:56Es gibt aber jemanden, der bereits im Gefängnis sitzt.
14:00Delbrück.
14:01Auch wer im Gefängnis sitzt, hat viel zu verlieren.
14:04Ich frage mich die ganze Zeit, was Ihnen sein Schweigen wert war.
14:09Vergessen Sie nicht.
14:11Ich war dabei, als Sie Hagen gegenüber den Mord an Helena gestanden haben.
14:15Genauso wie Ihr bereits inhaftierter Komplize.
14:18Delbrück ist wegen Korruption angeklagt und nicht wegen Mordes.
14:22Das könnte sich aber ganz schnell ändern, wenn er mich belastet.
14:26Und Richard weiß inzwischen auch Bescheid.
14:28Auch er hat Ihr Geständnis gehört, als Sie es dem Priester anvertraut haben.
14:33Drei bis vier übereinstimmende Aussagen.
14:37Genug, um Anklage zu erheben und neue Untersuchungen anzustrengen.
14:41Dann frage ich mich, warum das noch niemand gemacht hat.
14:44Verlassen Sie sich darauf.
14:45Es wird passieren.
14:48Frau Nowak, Sie waren doch vorhin bei Richard.
14:52Wie geht es ihm?
14:56Besser als Ihnen.
14:57Guten Tag.
15:07Wartet bitte.
15:08Ich sage deiner Schwester Bescheid, dass Sie da sind.
15:10Danke.
15:10Frau von beiden, ich wollte gerade zu Ihnen.
15:11Ich sehe schon.
15:12Danke.
15:13Hallo, ihr zwei.
15:13Hallo.
15:14Das ist ja schon das Neueste.
15:15Meine Mutter ist wieder zurück.
15:16Was?
15:17Ich dachte, sie ist in Dubai.
15:18Sie weiß jetzt, dass mein Vater zusammen mit Frau Nowak sie überführen wollte.
15:23Er und meine Mutter hatten eine richtig furchtbare Auseinandersetzung.
15:26Was ist denn passiert?
15:28Richard hat einen Zusammenbruch.
15:31Wie geht es ihm jetzt?
15:32Es geht ihm wieder besser.
15:33Er ruht sich oben aus.
15:34Und Annabelle?
15:35Sie ist noch hier.
15:36Und wie ich sie kenne, bleibt sie auch.
15:38Du kannst unmöglich hierbleiben.
15:39Sie ist eine Gefahr, gerade jetzt, wo sie weiß, dass niemand mehr an ihrer Seite steht.
15:43Ich habe doch nicht gegen sie ausgesagt.
15:45Ja, wir wissen, dass du das nicht tun wirst.
15:47Aber Annabelle wird sich auch versichern wollen.
15:51Ja, dann muss ich das Geständnis unterschreiben.
15:54Du bekommst unser Kind, Nora.
15:56Und ich finde, das ist ein verdammt guter Grund, es nicht zu tun.
15:58Du solltest am besten so weit wie möglich von Annabelle weg sein.
16:01Simon hat recht.
16:02Du warst heute schon im Krankenhaus.
16:04Du solltest dich wirklich schonen.
16:05Schon allein wegen des Kindes.
16:09Willst du vielleicht zu uns kommen?
16:12Ich hätte nie gedacht, dass ich das mal sage, aber ich bleibe lieber hier bei meinem Vater.
16:16Gut, aber du hältst dich von Annabelle fern.
16:18Und morgen früh kommst du zu uns.
16:20Wir wollten dich nämlich zum Frühstück einladen.
16:22Meine Mutter war sehr besorgt, als du im Krankenhaus warst.
16:25Und sie wird sich freuen zu sehen, dass es dir wieder gut geht.
16:29Ein Frühstück bei deiner Familie?
16:32Kommst du?
16:34Okay, sehr gerne.
16:54Hallo.
16:55Gut, dass du kommst.
16:56Ich habe die ganze Zeit versucht, dich anzupfen.
16:58Entschuldigt bitte, ich habe mein Handy ausgemacht.
17:00Sophie, du musst uns helfen.
17:01Ihr seid in Schwierigkeiten?
17:02Na ja, nicht direkt.
17:04Es geht vielmehr um Theo.
17:05Hat er was eingestellt?
17:06Nein, er soll umziehen in ein anderes Heim.
17:08Eins, was weit weg ist, schon morgen.
17:10Und du sollst das verhindern?
17:12Jetzt mal ganz langsam.
17:14Habe ich das gerade richtig verstanden?
17:15Theo soll bereits morgen in einem neuen Wohnheim untergebracht werden.
17:19Genau, und wir dachten, die Sache sei vom Tisch, als wir seine Pflegschaft übernommen haben.
17:23Hat sich denn das Jugendamt schon geäußert, wann mit einem Bescheid zu rechnen ist?
17:27Nein.
17:27Das kann ja auch nur eine Frage der Zeit sein.
17:29Sag mal, kannst du da nicht irgendwas machen?
17:31Na ja, solange das Jugendamt die Vormundschaft für Theo hat, geht es an ihm, seinen Aufenthaltsort
17:36zu bestimmen.
17:37Aber er will doch bei uns sein.
17:39Hier ist sein Zuhause.
17:40Und es ist doch allemal besser erlebt mit uns als Familie, als allein in so einem Heim.
17:43Ja, genau darüber muss doch einfach nur entschieden werden.
17:46Ja, aber kann man diese Entscheidungsfindung nicht ein bisschen beschleunigen?
17:50Na ja, zum Glück ist das Jugendamt ja, was die Entscheidungen über das Wohl der Kinder angeht, sehr sorgfältig.
17:56Weiß denn Theo schon, dass ihr ihn zu euch nehmen wollt?
17:58Ja, aber er zweifelt natürlich daran, dass es klappen könnte.
18:01Hättest du ihn mal hören sollen, Sophie.
18:03Der Kleine ist erst zehn, aber in manchen Dingen ist er abgeklärt wie ein Erwachsener.
18:06Er hat sein ganzes Leben lang im Heim verbracht.
18:09Und er hat schon so viele Enttäuschungen erlebt.
18:10Und wir wollen ihm jede weitere Enttäuschung ersparen.
18:13Theo hat schon so viel durchgemacht.
18:14Er braucht eine Familie.
18:16Er braucht uns.
18:17Und wir brauchen ihn auch.
18:19Also gut, ich werde mich umhören und sehen, was ich machen kann.
18:39Nach meinem Tod.
18:41Ich möchte, dass ihr euer Leben weiterlebt.
18:47Ich wünsche mir so sehr, dass es euch gut geht.
18:55Dass ihr glücklich seid.
18:59Ich kann nur mit dir wirklich glücklich sein.
19:03Aber wir beide, wir werden uns doch wiedersehen eines Tages.
19:12Es gibt fast nichts, was ich Annabelle nicht zutrauen würde.
19:14Na siehst du.
19:15Sie hat immerhin schon mal versucht, Helena zu töten.
19:17Nur damals war ich ihr Werkzeug.
19:19Du vergisst nur eins.
19:20Damals glaubte Annabelle noch, dass sie eine Chance hätte, mich zurückzugewinnen.
19:23Ja, und dann hat sie gemerkt, dass es nicht funktioniert.
19:25Richard, was ist denn, wenn ihre grenzenlose Liebe plötzlich in Hass umgeschlagen ist?
19:28Ist das so abwegig?
19:29Ich wollte einfach nur, dass sie verschwindet.
19:33Deshalb habe ich...
19:36...den Auftrag erteilt.
19:39...und sie umbringen zu lassen.
19:54Große Gott.
19:55Ich musste nach dir sehen.
19:57Ich mache mir solche Sorgen.
19:58Verschwinde.
19:59Du musst mich anhören.
20:01Das Einzige, was ich hören will, ist der Urteilsspruch, der dich für immer ins Gefängnis bringt.
20:05Ich habe Fehler gemacht.
20:06Fehler?
20:07Die ich zutiefst bereue.
20:09Dafür ist es zu spät, Annabelle.
20:11Es ist nie zu spät, um zu verzeihen.
20:14Ich verzeihe dir, weil ich dich liebe.
20:16Trotz allem.
20:17Oh, Herr Gott, du bist ja wahnsinnig geworden.
20:19Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.
20:21Aber du hast mich zurückgewiesen.
20:22Du hast mich um meine Liebe betrogen.
20:24Dafür hast du Helena umbringen lassen.
20:26Das war deine Rache.
20:28Als ich im Rollstuhl saß, da dachte ich, es sei deine Liebe, die mich wieder gehen ließ, weil ich dir
20:33vertraut habe.
20:34Richard, sag mir, dass ich dir immer noch vertraut kann.
20:38Du kannst darauf vertrauen, dass du eines Tages büßen wirst für alles.
20:43So.
20:46Morgen will ich dich nicht mehr in diesem Hause sehen.
20:48Das wäre nicht das erste Mal, dass du mich rausschmeißen.
20:51Aber das letzte Mal, das schwöre ich dir.
21:04Na du?
21:07Kannst du auch nicht schlafen?
21:10Ob Theo schlafen kann?
21:13Ich hoffe es.
21:18Meinst du, wir hätten doch zu ihm fahren sollen?
21:21Das hätte es für ihn auch nicht leichter gemacht.
21:27Naja.
21:28Immerhin weiß er jetzt, dass wir alles tun werden, um ihn zurückzuholen.
21:32Hoffentlich findet Sophie eine Möglichkeit, dass wir diesen Umzug verhindern können.
21:37Und wenn nicht?
21:40Dann müssen wir ihn eben bei uns verstecken.
21:42Ja, super Idee.
21:45Meist noch das letzte Mal, als er einfach zu uns gekommen ist.
21:48Du meinst, als die Polizei ihn bei uns abholen wollte und wir ihm dann doch erlaubt haben, dass er bei
21:53uns übernachten kann?
21:56Aber einmal übernachten ist einfach nicht genug.
22:00Theo gehört hierher.
22:03Sein Lachen, sein Grübeln, das möchte ich einfach jeden Tag um mich haben.
22:10Ich vermisse sogar seine Hausaufgaben.
22:12Oder sein chemischer Blick.
22:14Und das Strahlen, wenn ich ihm Pfannkuchen backe oder das Schneichen.
22:19Das hast du zu mir noch nie gesagt.
22:26Wir werden Theo nicht im Stich lassen.
22:28Er ist unser Junge.
22:57Simon, gibst du mir bitte mal die Mama.
22:58Bitte.
23:00Bitte.
23:02Danke.
23:05Danke.
23:07Danke.
23:14Die Croissants sind wirklich lecker.
23:18Marianne macht sie selbst.
23:20Wirklich?
23:21Ja.
23:24Sie haben uns gestern ja einen ganz schönen Schrecken angejagt.
23:28Im Endeffekt war das alles gar nicht so schlimm.
23:33Naja, wenn so eine werdende Mutter plötzlich zusammenbricht, ist doch klar, dass man sich Sorgen malt.
23:39Mir geht's ja jetzt wieder gut.
23:41Und dem Kind natürlich auch.
23:45Ab wann kann man da eigentlich erste Bewegungen spüren?
23:48Ab dem vierten Monat.
23:50Ja, das muss ein irres Gefühl sein.
23:52Nicht, wenn man solche Rabauken wie euch mit sich rumträgt, die schon im Bauch anfangen, Fußball zu spielen.
24:02Ich glaube, ich weiß gar nicht, was da noch alles so auf mich zukommt.
24:08Na ja, du kannst dich ja gerne an meine Mutter wenden.
24:13Ja, würde ich gern.
24:19Mutter?
24:21Es tut mir leid.
24:23Du solltest dir lieber eine andere Ratgeberin suchen, Nora.
24:37Oh Mann.
24:39Schon das Zweite.
24:40Ich bin halt nervös.
24:43Scherbenbringlück?
24:44Bei Porzellan.
24:46Ach.
24:47Mann, Sophie wollte doch schon längst wieder hier sein.
24:50Vielleicht ist es ja auch ein gutes Zeichen.
24:56Ja, und?
24:57Konntest du was erreichen?
24:58Also, ich konnte mit dem Leiter vom Jugendamt leider nicht sprechen.
25:01Der ist erst ab Mittags im Büro.
25:02Aber dann ist es zu spät.
25:04Dann ist Theo schon weg.
25:05Aber ich habe mit seinem Stellvertreter geredet.
25:08In der Regel dauert es zwei bis drei Wochen, bis über eine Pflegschaft entschieden wird.
25:12In besonders schweren Fällen kann dieser Prozess aber auch beschleunigt werden.
25:15Theos Umzug ist doch ein schwerer Fall.
25:17Ja, oder nicht?
25:18Na ja, also, er wird weder misshandelt noch droht er zu verwahrlosen.
25:22Er zieht lediglich in eine andere Stadt.
25:24Ich fürchte, das ist zumutbar.
25:26Für das Jugendamt vielleicht.
25:28Aber wir sind seine Familie.
25:29Theo gehört zu uns.
25:30Er hat hier sein Zuhause.
25:32Theo hat doch nur diesen einen Wunsch.
25:34Wenn man ihn jetzt umziehen lässt, dann zerstört man das Vertrauen, das er zu uns aufgebaut hat.
25:38Ich kann euch so gut verstehen.
25:39Man kann doch nicht Bürokratie über das Wohl eines Kindes stellen.
25:42Es tut mir leid.
25:43Jetzt hört doch zu.
25:43Ich habe Druck gemacht.
25:44Und ich bin mir ziemlich sicher, dass nächste Woche über euren Fall entschieden wird.
25:49Bis dahin...
25:50Ja.
25:50Wird Theo seine nächste Enttäuschung erfahren?
25:52Ich fürchte, ja.
26:10Es ging alles so schnell.
26:15Ich hatte getrunken.
26:18Ich war wütend.
26:21Ich hätte mich mit Luisa gestritten.
26:23Ich fuhr viel zu schnell.
26:26Die Straße war ganz leer.
26:31Und dann stand er plötzlich da.
26:33Wie aus dem Nichts.
26:36Ihr Mann...
26:39Er hat mir in die Augen gesehen.
26:44Ich war wie benommen.
26:47Luisa hatte das Bewusstsein verloren.
26:51Und ich habe überhaupt nicht kapiert, was da eben passiert ist.
26:58Ich habe ihn dort liegen gesehen.
27:00Und ich dachte, er ist tot.
27:03Dann bin ich raus aus dem Auto und zu ihm hin.
27:07Und es war niemand da weit und breit.
27:11Ich wusste nie, was ich tun sollte.
27:15Und dann rief ich meine Mutter an.
27:18Ich habe keinen Krankenwagen gerufen, weil ich voller Panik war.
27:24Dort lag ein Mensch, den ich angefahren habe.
27:29Ich brauchte irgendjemanden, irgendjemanden, der mir hilft, der mir einen Rat gibt.
27:35Und dann kamen sie sie und sie schienen zu sicherst.
27:42Ich konnte überhaupt keinen klaren Gedanken mehr fassen.
27:46Und sie hat mir genau gesagt, was ich tun soll.
27:51Und ich habe es getan.
27:56Ich habe ihr vertraut.
28:01Ich habe alles falsch gemacht.
28:06Und wenn man einmal damit angefangen hat, dann gibt es keinen Weg mehr zurück.
28:12Doch.
28:13Es gibt immer einen anderen Weg.
28:20Ihr weiß, was ich Ihnen angetan habe.
28:25Dass ich Ihnen das Liebste genommen habe.
28:29Aber glauben Sie mir, ich verzeih mir selbst am wenigsten.
28:35Und deshalb denke ich, sollte ich auch nicht mehr sein.
28:54Immer noch nichts.
28:55Geht keiner ran.
28:56Das kann doch gar nicht sein.
28:57Irgendjemand muss doch in diesem Heim da sein.
29:00Hast du die richtige Nummer?
29:02Ich kann es ja noch mal probieren.
29:04Oh Gott, jetzt reicht es mir.
29:07Worauf warten wir denn noch?
29:10Wir fahren jetzt zu Theo ins Heim.
29:11Wir müssen uns doch richtig von ihm verabschieden.
29:13Das geht mir auch so.
29:14Theo.
29:15Hey, wir wollten gerade zu dir.
29:17Er wollte nicht fahren, ohne ihn auf Wiedersehen gesagt zu haben.
29:30Na ja, dann habe ich sie hinausgeworfen.
29:33Nicht einen Tag länger durfte ich diese Frau in meinem Haus, bei meiner Familie.
29:37Das heißt, sie kommt davon.
29:38Wieder einmal.
29:39Nein, nein, das wird sie nicht.
29:42Wenn es eine höhere Gerechtigkeit gibt, und ich bin überzeugt davon, dass es sie gibt,
29:46dann wird Annabelle für ihre Taten bösen.
29:49Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, vielleicht nicht in diesem Jahr,
29:53aber irgendwann wird sie dafür bezahlen, was sie getan hat.
29:56Und bis dahin?
29:59Bis dahin.
30:01Bis dahin wird sie leiden.
30:05Denn mit allem, was Annabelle unserer Familie angetan hat, hat sie sich letztlich nur selbst geschadet.
30:12Richard, sie hat deine Frau ermorden lassen.
30:15Deren Liebe ich noch immer im Herzen trage.
30:19Das hat Annabelle.
30:20Sie hat keine Familie, sie hat keine Liebe, sie hat nichts, gar nichts.
30:24Was ist das für ein Leben?
30:26Er hat erst recht.
30:28Vielleicht ist das ja tatsächlich die höchste Strafe.
30:31Sag mal, was wird das hier eigentlich, wenn es fertig ist?
30:34Hieso, ich kleide mich an.
30:36Ja, das sehe ich, aber solltest du dich nicht noch ein klein wenig schonen?
30:39Ja, ja, ja, es geht mir gut.
30:40Ja, ich sehe das.
30:44Danke.
30:46Warum hilfst du mir dann?
30:47Weil ich dich jetzt persönlich ins Krankenhaus fahren werde zur Nachuntersuchung.
30:51So.
30:52Und wenn ich mich weigere?
30:54Dann sorge ich persönlich dafür, dass du hier in diesem Bett bleibst und glaube mir, ich scherze nicht.
31:04Ich habe dich schon gesucht.
31:06Komm, lass mich, ja?
31:07Gib mir fünf Minuten.
31:09Das bist du mir schuldig.
31:10Ich schulde dir gar nichts.
31:11Hallo?
31:12Muss ich dich erst daran erinnern, wo du wärst, wenn ich nicht immer wieder deinen Hals gerettet hätte?
31:17Gerettet?
31:18Du hast mich erst in alles reingerissen.
31:19Ich habe Harald Becker nicht angefahren.
31:22Und es war auch nicht meine Idee, Luisa zu erpressen und Simon von Delbrück misshandeln zu lassen.
31:28Nein, aber du hast jede Situation für dich ausgenutzt.
31:30Anstatt mir zu helfen, hast du alles nur noch schlimmer gemacht.
31:33Ich erwarte dir auch keine Dankbarkeit.
31:35Aber ich hätte nicht erwartet, dass du mich derart hintergehst.
31:40Du hast von allem gewusst.
31:42Du wusstest, dass Richard mir die ganze Zeit etwas vorgespielt hat.
31:47Und dein Vater kann ja auch sehr überzeugend sein.
31:49Vor allem, wenn man sonst niemanden hat.
31:51Komm, vergleich mich nicht mit dir.
31:52Ich bin nicht allein.
31:53Stimmt.
31:54Du hast ja Luisa und Simon, das glückliche Paar.
31:57Und die Familie Becker wird dich sicherlich auch mit offenen Armen empfangen.
32:03Nora.
32:04Wir beide sind aus demselben Holz geschnitzt.
32:07Wir haben Dinge aus Liebe getan, die niemand versteht.
32:09Weil man uns nicht versteht.
32:11Das ist nicht wahr.
32:12Es war doch nicht deine Idee, dich freiwillig zu stellen und das Geständnis aufzusetzen.
32:17Was erwarten sie denn von dir?
32:19Dass du ins Gefängnis gehst und dir dein Kind weggenommen wird?
32:23Ich weiß, was es heißt, zurückgewiesen zu werden.
32:27Für ein bisschen Anerkennung tut man sehr viel, nicht wahr?
32:30Aber glaubst du wirklich,
32:32dass man dich deswegen liebt?
32:34So naiv bist du nicht.
32:36Sonst hättest du das Geständnis längst unterschrieben.
32:45Entschuldigung.
32:47Ich muss kurz...
32:49Ja?
32:51Theo, willst du den nicht doch essen?
32:54Kein Hunger.
32:55Ja, ich krieg auch kein bisschen runter.
32:58Vielleicht kriegt der bald ein eigenes Kind.
33:00Was willst du denn damit sagen?
33:02Naja, ich wünsche euch eine Familie.
33:05Und mit uns hat das nicht geklappt.
33:06Da dachte ich...
33:07Hey, was redest du denn da?
33:08Theo, denkst du allen Ernstes, dass irgendjemand auf dieser Welt dich ersetzen könnte?
33:13Du bist der beste Drachenflieger der Welt.
33:16Niemand schnarcht so laut wie du.
33:18Und keiner schafft es in so kurzer Zeit, so viele Pfannkuchen in sich reinzudrücken wie du.
33:22Normalerweise.
33:24Du bist ein Mathe-Genie, du bist ein Ass in Physik.
33:26Hey, ohne dich, ja, da wäre ich doch bei den Hausaufgaben total aufgeschmissen.
33:31Glaubst du wirklich, irgendjemand auf der Welt könnte dich ersetzen?
33:34Immer wenn ich denke, ich habe Glück, ist es auch schon wieder vorbei.
33:37Dabei habt ihr mich doch erst eben gerade gefunden.
33:39Und wir lassen dich auch nicht so schnell wieder los.
33:41Klar, es ist doof, dass wir dich jetzt erst mal nicht besuchen können.
33:45Aber es gibt eine Möglichkeit, versprochen.
33:48Theo, hat man nicht so viel Angst vor dem Umzug?
33:51Ja?
33:52Die Kinder im neuen Heim, die werden bestimmt ganz froh sein, einen so tollen Freund zu bekommen.
33:56Ihr seid meine Freunde. Ich will nicht weg.
33:58Wir wollen auch nicht, dass du gehst.
34:01Uns wird was einfallen, ganz bestimmt.
34:04Und wir können uns ja Briefe schreiben.
34:05Das heißt E-Mails.
34:07Ja, die auch.
34:09Und ihr werdet mich nicht vergessen?
34:11Nein.
34:12Niemals.
34:16Lass uns zusammen fortgehen.
34:18Du wirst jetzt selbst, Mutter.
34:20Lass uns eine Familie sein.
34:24Noch vor ein paar Wochen hättest du mich damit überzeugt.
34:27Was meinst du?
34:28Mit deinen ganzen Lügen.
34:30Aber das ist ein für alle Mal vorbei, Mutter.
34:33Aber du willst doch nicht wirklich gegen mich aussagen und freiwillig ins Gefängnis gehen.
34:37Das ist deine größte Sorge, dass ich gegen dich aussagen könnte, nicht wahr?
34:41Nein.
34:42Ich sorge mich um dich und um dein Kind.
34:45Du denkst nur an dich selbst.
34:47Aber ich kann dich beruhigen.
34:48Ich werde nicht gegen dich aussagen.
34:52Ich wusste, dass du dich richtig entscheidest.
34:54Mhm.
34:54Aber nur unter einer Bedingung.
34:57Du verschwindest.
34:58Du verschwindest und wirst es nicht wagen, mir, meinem Kind, Richard oder sonst irgendjemandem zu nahe zu treten.
35:04Ist das klar?
35:05Aber...
35:05Ich glaube, ich habe mich deutlich ausgedrückt.
35:07Du bist nur sicher, wenn du gehst.
35:09Und das ist das, wenn du dich in der Stadt bist.
35:11Und das ist das, wenn du dich in der Stadt bist.
35:30Ich werde mich dort niemals einleben.
35:32Ach, versuch's doch erst mal.
35:34Und wenn es mir dort nicht gefällt?
35:36Pass auf, wenn die nicht nett zu dir sind oder wenn du irgendwelche Probleme hast,
35:40dann rufst du uns sofort an, Tag und Nacht.
35:43Und wir kommen. Großes, indianerloses Ehrenwort.
35:49Telefonieren ist doch kein Problem, oder?
35:50Ach, natürlich nicht.
35:52Also, dann bis heute Abend, ja?
35:55Und dann erzählst du uns, wie es in deinem neuen Heim ist.
35:58Na gut, mach ich.
36:00Kommt hier, wir müssen.
36:02Der ist für euch.
36:06Na, komm hier, mein Schatz.
36:10Tschüssi.
36:11Tschüssi.
36:13Tschüssi.
36:21Bis heute Abend.
36:24Tschüssi.
36:25Ich ruf euch an.
36:27Ja.
36:42Frau von Weiden?
36:44Es ist Besuch für Sie da.
36:47Danke.
36:47Schäcker.
36:49Was kann ich für Sie tun?
36:52Nichts.
36:53Ich bin gekommen, um mich bei Ihnen zu entschuldigen.
36:57Für mein Verhalten von heute Morgen.
36:59Sie müssen sich aber nicht entschuldigen, überhaupt nicht.
37:01Doch, doch.
37:02Sie sind sehr ehrlich zu mir gewesen.
37:04Und ich finde, das sollte ich auch sein.
37:08Es stimmt, es fällt mir sehr schwer, mit Ihnen umzugehen, nach allem, was Sie getan haben.
37:13Aber inzwischen weiß ich auch, dass Sie Ihre Taten bereuen.
37:18Ja, aber damit kann ich Sie leider nicht ungeschehen machen.
37:21Das stimmt.
37:23Aber sich das alles einzugestehen, dazu gehört sehr viel Mut, den Sie bisher nicht aufgebracht haben.
37:28Und ich denke, das ist jetzt ein Schritt in die richtige Richtung.
37:32Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass ich Ihnen das, was Sie mir und meiner Familie angetan haben, jemals verzeihen kann.
37:39Aber ich will es wenigstens versuchen.
37:49Herr Adam, ich kann Herrn van Weiden nirgends finden.
37:52Herr van Weiden ist zu einem Termin außer Haus.
37:54Ah, wenn er zurück ist, geben Sie mir bitte Bescheid.
37:57Was hat das zu bedeuten?
37:58Das bedeutet, dass du das Haus verlässt, und zwar bevor mein Vater zurückkommt.
38:02Herr van Weiden bat mich, Ihre nötigsten Dinge zusammenzupacken.
38:06Sobald Sie Ihre neue Adresse wissen, sagen Sie uns hier Bescheid.
38:09Und dann gehen Ihnen Ihre restlichen Sachen zu.
38:12Ihr Wagen steht unten an der Ausfahrt.
38:14Bitte?
38:15Ich denke, Sie kennen den Weg.
38:20Herr Adam, bringen Sie bitte mein Gepäck zum Wagen.
38:25Was ist das?
38:26Meine Kündigung.
38:27Bitte?
38:28Nicht jeder ist käuflich, Frau Grafenberg.
38:33Ich habe mir erlaubt, meine Urlaubsansprüche geltend zu machen.
38:36Somit stehe ich seit heute Morgen nicht mehr in Ihren Diensten.
38:40Ich habe mir das.
39:17Und, hat er uns ein Bild gemalt?
39:23Nee, sieht eher wie ein Aufsatz aus.
39:25Guck mal, da ist eine Note.
39:27Sehr gut.
39:30Lies mal vor.
39:33Wer sind meine Helden?
39:35Ich heiße Theo, ich bin zehn Jahre alt und lebe in einem Heim.
39:39Ich kenne meine richtigen Eltern nicht und habe mich oft gefragt, wie sie sind.
39:45Wenn man in einem Heim aufwächst, stellt man sich seine Eltern vor
39:49und denkt, dass sie einen nur aus Versehen verloren haben.
39:53Dass sie doch irgendwann kommen und einen abholen.
39:56Aber das stimmt nicht.
39:58Denn keiner verliert jemanden aus Versehen und man wird auch nie abgeholt.
40:05Elsa und Konrad sind nicht meine Eltern.
40:09Aber sie könnten es sein.
40:11Denn genauso habe ich mir meine Eltern immer vorgestellt.
40:14Sie würden mich nie aus Versehen verlieren.
40:20Dabei fing alles damit an, dass ich verloren gegangen bin.
40:26Wir werden Theo nicht verlieren.
40:30Niemals.
40:34Wenn ich eins von Simon gelernt habe,
40:38und dass es sich immer lohnt zu kämpfen.
40:39Wenn ein...
40:46Okay.
40:57Das ist Jin.
41:28Untertitelung. BR 2018
41:47Ich finde es richtig, dass sich Nora für ihr Baby entschieden hat.
41:50Das ist viel wichtiger, als Annabelle ins Gefängnis zu bringen.
41:53Außerdem glaube ich an eine höhere Gerechtigkeit.
41:56Und der wird auch eine Annabelle nicht entkommen.
41:57Cleo ist weggelaufen.
41:58Ich habe ihn gesehen.
42:00Was?
42:02Ich glaube, er ist in ein Auto gestiegen.
42:03Jetzt, wo du der erste an meinem Ring interessen hast, steht unserer Heirat nichts mehr im Wege.
42:07Ich möchte keine Sekunde versäumen, die ich mit dir verbringen kann.
42:10Deswegen lasse ich dich am besten nie wieder los.
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