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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Ich könnte, würde ich jede einzelne Sekunde zurückdrehen und mit Lissi nochmal ganz von vorne anfangen.
00:03Hast du dir das so gesagt?
00:05Nach Kanada zu gehen, ist ein großer Schritt.
00:07Ich will Verantwortung für mein Leben übernehmen.
00:12Kann es sein, dass deine Entscheidung etwas mit einem gewissen Robert Beltinger zu tun hat?
00:16Ich will einfach jemanden, dem ich glauben kann, was er sagt.
00:21Das ist ja wohl nicht zu viel verlangt.
00:22Lissi, es tut ihm leid und er liebt dich.
00:24Und ich weiß, dass dir auch was an ihm liegt.
00:26Also, warum kannst du nicht einfach verzeihen?
00:30An dieser Stelle Ihres Gehirns hat sich ein Hämatom gebildet.
00:34Und ist das gefährlich?
00:36Nicht in allen Fällen.
00:38Es besteht jedoch das große Risiko, dass die verdünnte Gefäßwand dem Druck dauerhaft nicht standhält.
00:45Und was soll ich machen? Wie wollen Sie mich behandeln?
00:49Es gibt die Möglichkeit eines operativen Eingriffs.
00:52Und was sind die Risiken?
00:53Ich will Ihnen nichts vormachen, Herr Becker.
00:56Das heißt, es könnte sein, dass ich die Operation nicht überlebe?
01:00Ich will fest daran glauben, dass in ein paar Stunden alles vorbei ist.
01:03Und dass wir ohne Sorgen in Zukunft blicken können.
01:07Aber ganz tief in mir.
01:11Das ist diese Angst.
01:13Es kann sein, dass ich diese Operation nicht überlebe.
01:15Deshalb musst du mir etwas versprechen.
01:17Natürlich.
01:19Kümmere dich um Luisa, wenn mir etwas zustößt.
01:21Sie wird nicht sterben.
01:25Ich muss mich nicht mehr gucken.
01:52Oh Gott!
01:54Piers could be the first day of my life.
02:10Geht's wieder?
02:13Simon wird nicht sterben.
02:17Wie kannst du dir das sicher sein?
02:23Schau mal.
02:25Ich hab dir was mitgebracht.
02:32Unsere Püppchen.
02:38Wir haben sie damals im Garten vergraben, damit sie genauso unzertrennlich sind wie ihr.
02:44Ich hab jahrelang nicht mehr an sie gedacht, bis ich in Waldruhe war und davon geträumt hab.
02:51Und dann bist du nach Falkenthal zurückgekommen, um das Versprechen einzulösen, dass wir uns niemals alleine lassen.
02:57Ja.
02:59Ich hab gespürt, dass du mich brauchst.
03:02Luisa, du hast mir so geholfen.
03:04Du hast an mich geglaubt.
03:06Immer.
03:07Du warst für mich da.
03:09Und dasselbe musst du jetzt für Simon tun, hörst du?
03:11Lass ihn jetzt nicht alleine.
03:13Das mach ich auch nicht.
03:15Er hat sich vor der Operation darauf verlassen, dass du dein Vertrauen nicht verlierst.
03:21Und deshalb musst du jetzt stark sein.
03:23Für ihn.
03:28Ich kann dir das nicht erklären.
03:32Dass so ein Gefühl ist, das mir sagt, dass die Operation gut verläuft.
03:36Und dann werdet ihr heiraten und ein glückliches Leben führen.
03:44Ich weiß das.
03:47Danke.
03:54Du bist nicht alleine.
03:57Ich bin immer für dich da.
04:01Okay.
04:02See you then.
04:03Bye.
04:06Robert!
04:08Gut, dass ich dich hier finde.
04:10Was ist denn los?
04:11Ich hab versucht, dich die ganze Zeit zu erreichen, aber es war die ganze Zeit besetzt.
04:14Ich muss unbedingt mit dir reden.
04:15Ist was passiert?
04:17Nein.
04:19Du willst doch jetzt nicht einfach abhauen, oder?
04:21Mein Deal mit den Van Weidens ist abgewickelt.
04:23Ich bin fertig.
04:24Ja, und was ist mit Lissi?
04:26Lissi will offensichtlich nichts mehr von mir wissen.
04:28Das hast du doch selbst gesehen.
04:30Ja, aber wie?
04:31Jetzt ist einfach alles vorbei, oder was?
04:34Lissi will nichts mehr von mir wissen.
04:35Schon vergessen?
04:36Ich habe ihr Vertrauen missbraucht und ihre Gefühle verletzt.
04:39Gefühle, genau.
04:40Die hat sie nämlich für dich.
04:41Ja, vor allem ist sie sehr wütend.
04:43Aber sie ist doch deswegen nur so wütend und verletzt, weil sie Gefühle für dich hat.
04:47Wann kapierst du das denn endlich mal?
04:49Bitte entschuldigen Sie, aber wir sollten uns langsam auf den Weg zum Flughafen machen.
04:53Ja, einen Moment noch.
04:54Es ist einfach noch zu früh, um mit Lissi zu reden.
04:57Vielleicht schreibe ich ihr einen Brief, wenn etwas Zeit vergangen ist.
04:59Dann hoffe ich, du weißt ihre Adresse.
05:01Gut so aus, Falkenthal.
05:03Germany dürfte genügen, denke ich, oder?
05:05Da wird sie bald nicht mehr wohnen.
05:07Warum?
05:07Lissi läuft weg, genau wie du.
05:09Ich laufe nicht weg.
05:10Ich akzeptiere einfach Lissis Entscheidung.
05:12Sie wird ihre Meinung nicht mehr ändern.
05:16Wo will sie denn hin?
05:18Nach Kanada.
05:19Sie will in das Unternehmen ihrer Stiefmutter eintreten.
05:22Ausgerechnet jetzt?
05:24Ja, sie will abhauen.
05:26Ist dir das Zeichen nicht genug?
05:29Sie ist total unglücklich, wegen dir.
05:32Weißt du, ich kann dir nicht versprechen, dass sie dir jemals wieder verzeihen wird.
05:36Aber eins weiß ich.
05:38Wenn du jetzt weggehst, dann wirst du es nie herausfinden.
06:01Frau Landmann, ist alles in Ordnung?
06:04Ja, doch, doch.
06:06Alles in Ordnung.
06:08So sieht es aber nicht aus, wenn ich das sagen darf.
06:12Ich muss die ganze Zeit an Simon denken.
06:16Wer hat gerade operiert?
06:19Es wird schon alles gut gehen.
06:21Die moderne Medizin leistet ganz Erstaunliches.
06:27Aber so eine Operation am Gehirn, das ist doch eine riskante Angelegenheit.
06:31Ja, eine Operation ist immer ein Risiko, aber in den allermeisten Fällen geht doch alles gut aus.
06:37Ich mag gar nicht daran denken, was Luisa jetzt gerade durchmacht.
06:42Oder Simons Familie oder vor allem Marianne.
06:46Ja, sie gerade erst ihren Mann verloren hat.
06:49Da kommen immer viele Erinnerungen hoch.
06:52Und jetzt geht es um ihren Sohn.
06:55Das ist das Schlimmste, was einer Mutter passieren kann.
06:59Wenn ich mir vorstelle, dass meinem Konrad etwas passieren könnte.
07:05An sowas dürfen Sie nicht einmal denken.
07:08Simon wird nichts geschehen und ihrem Sohn erst recht nicht.
07:12Aber das könnte immer passieren.
07:14Ein Autounfall, ein umstürzender Baum.
07:18Das Leben kann so schnell vorbei sein.
07:20Ein Unfall kann immer passieren.
07:22Und gerade deshalb darf man nicht ständig darüber nachdenken.
07:25Man kann ohnehin nichts dagegen tun.
07:29Aber es führt einen vor Augen,
07:33wie kurz es dieses Leben ist.
07:35Und wie wenig man innehält,
07:38um dankbar zu sein für das, was man hatte.
07:41Sie haben recht.
07:43Sie haben recht.
07:44Etwas mit Demut würde uns allen gut tun.
07:50Hallo.
07:52Stehe ich?
07:54Nein, nein.
07:55Komm, fertig.
07:58Ich komme gerade aus dem Krankenhaus.
08:00Und?
08:01Es gibt noch keine Neuigkeiten.
08:03Die Operation dauert noch an.
08:05Ich verstehe.
08:07Ich habe Blumen für Sie, Mann.
08:10Nein, die sind für dich.
08:14Für mich?
08:15Für mich habe ich denn das verdient?
08:17Einfach nur so.
08:20Mir ist gerade klar geworden,
08:21dass ich dir viel zu selten Blumen schenke.
08:28Danke.
08:31Danke.
08:32Danke.
08:35Robert, hör mir zu.
08:36Wenn du jetzt gehst,
08:37dann machst du den gleichen Fehler wie Lissi.
08:40Dann rennst du vor deinen Gefühlen weg
08:41und kämpfst nicht für dein Glück.
08:43Freunde, als du angerannt kamst,
08:45da habe ich im ersten Moment gehofft,
08:46Lissi hätte dich geschickt.
08:48Ja, hat sie aber nicht.
08:50Siehst du,
08:50vorher willst du dann wissen,
08:51dass sie Gefühle für mich hat.
08:52Lissi ist meine beste Freundin.
08:54Ich kenne sie.
08:54Ich weiß, dass sie Gefühle für dich hat.
08:56Sie kann sie momentan
08:57nur nicht so wirklich zulassen.
08:59Aber ich bin nicht wie dieser Jahr.
09:01Ja, ich weiß.
09:03Wenn es für Lissi momentan noch zu früh ist,
09:06sich auf jemanden einzulassen,
09:07dann will ich sie nicht bedrängen.
09:08Ich will sie nicht noch mehr verletzen.
09:10Wenn du sie jetzt nicht dazu bringst,
09:12sich dir zu öffnen,
09:12dann wird sie sich endgültig
09:13in ihr Schneckenhaus zurückziehen.
09:15Herr Beltinger,
09:16ihr Flugzeug wird für den Start bereits vorbereitet.
09:18Wir müssen jetzt wirklich los.
09:19Ja, Sie haben recht.
09:23Robert,
09:24gib Lissi und dir noch eine Chance.
09:27Flüge nach Kalifornien gehen noch jeden Tag.
09:30Und wie oft im Leben
09:31trifft man seine große Liebe.
09:40Vielen Dank.
09:41Sie werden mir bestimmt Mut machen.
09:43Sie sind aber nur geborgt.
09:44Sobald ihr verheiratet seid,
09:45kriege ich die wieder.
09:46Klar.
09:48Ich sehe bestimmt verheult aus, ne?
09:49Auch.
09:50Nicht schlimmer als sonst.
09:51Danke für das Kompliment.
09:52Ja, was?
09:53Dazu sind Schwestern da.
09:55Ich werde mal sehen,
09:55ob ich irgendwo Frau Dr. Kacher finde.
09:57Vielleicht kann Sie mir sagen,
09:58wie lange die Operation noch dauert.
09:59Ach Quatsch.
10:00Komm, lass mich das mal machen.
10:00Bleib mal hier.
10:01Gut, Simons Familie kommt.
10:02Danke.
10:04Ach, hallo.
10:04Hallo.
10:05Hallo.
10:10Ich wollte hören,
10:11wie es Simon geht.
10:12Wird er noch operiert?
10:13Also ich gehe davon aus,
10:14aber Nora versucht es gerade herauszufinden.
10:18Gibt es irgendetwas,
10:19was ich für dich tun kann?
10:21Nein.
10:22Danke.
10:23Aber es ist nett,
10:23dass du vorbeigekommen bist.
10:26Ich könnte dir zum Beispiel
10:27Nora vom Hals schärfen,
10:28wenn du willst.
10:30Warum sollte ich das wollen?
10:33Weil du bestimmt lieber
10:34deine Ruhe hättest,
10:35nach allem,
10:35was sie dir und Simon angetan hat.
10:38Ich bin sehr froh,
10:39dass Nora da ist.
10:40Sie tut alles,
10:41um mir zu helfen
10:42und mir Mut zu machen.
10:44Ich wüsste gar nicht,
10:45was ich ohne sie tun sollte.
10:47Und du glaubst nicht,
10:48dass sie nur versucht,
10:49dich einzuwickeln?
10:51Nora hat sich wirklich geändert.
10:54Sie bereut das,
10:55was sie getan hat.
10:56Sie hat begriffen,
10:57dass sie so nicht weitermachen kann.
11:00Nimm es mir nicht übel,
11:01aber es fällt mir schwer zu glauben,
11:03dass sie von heute auf morgen
11:04ein ganz neuer Mensch geworden ist.
11:06Das ist sie auch nicht.
11:07Sie ist die Nora,
11:08die ich kenne.
11:10Von früher kenne.
11:12Und was ist mit der Nora,
11:14die ich kenne?
11:18Wir haben doch alle
11:19unterschiedliche Seiten in uns.
11:22Das müsstest du doch
11:23am besten wissen.
11:29Okay.
11:30Bringen Sie meine Sachen
11:31bitte zurück ins Hotel.
11:32Ich bleibe hier.
11:33Ja.
11:34Sehr wohl.
11:35Das ist eine super Entscheidung.
11:37Das wird sich noch zeigen.
11:40Ich habe keine Ahnung,
11:41wie ich Lissi davon überzeugen soll,
11:42dass meine Absichten ehrlich sind.
11:44Du musst ihr einfach vermitteln,
11:46dass sie dir vertrauen kann.
11:47Hätte ich hier bloß
11:48in dieses Theater vorgespielt,
11:49ein mittelloser Korea-Fahrer zu sein.
11:51Du konntest ja nicht wissen,
11:53dass sie da so empfindlich
11:54darauf reagiert.
11:55Trotzdem.
11:56Ich wünschte mir,
11:57wir beide könnten noch einmal
11:58ganz von vorne anfangen.
11:59Ganz ohne falschen Namen
12:01und Missverständnisse.
12:02Dann lass uns doch mal überlegen,
12:04wo diese ganzen Missverständnisse
12:06begonnen haben.
12:08In dem Restaurant,
12:09wo ich mit Lissi
12:11und ihrem Vater verabredet war,
12:12hätte ich von Anfang an
12:13die Wahrheit sagen sollen.
12:14Aber war das nicht so,
12:15dass Lissi und ihr Vater
12:17dich sofort abgewimmelt haben?
12:19Ja, aber da hat alles
12:20seinen Anfang genommen.
12:22Dann wäre das Beste,
12:24wenn ihr genau dort
12:26ganz von vorne nochmal anfangt.
12:29Und wie soll ich das anstellen?
12:30Ich meine,
12:31Lissi wird sich bestimmt
12:32nicht mit mir verabreden.
12:34Abwarten.
12:38Wen rufst du an?
12:40Sebastian.
12:41Der wird Lissi
12:42schon irgendwie dorthin locken.
12:43Warum wollt ihr mir
12:44eigentlich helfen?
12:45Weil Lissi noch
12:46eine Chance verdient hat.
12:48Und du irgendwie auch.
13:14Aber wieso sind wir hier
13:15und nicht ganz normal im Bahn?
13:16Lissi, hallo.
13:19Mir war heute noch
13:20einem etwas gediegerneren
13:21Angehend.
13:27Also es ist doch alles
13:28nicht normal.
13:28Hier kannst du mir bitte
13:29sagen, was hier los ist.
13:30Wieso?
13:31Ich will einfach
13:32meine beste Freundin treffen,
13:33bevor sie nach Kanada geht.
13:34Keine Angst,
13:35ich werde nicht heute Abend fliegen.
13:37Tut es dir eigentlich leid,
13:38Falkenthal zu verlassen?
13:40Ja, sicher.
13:42Aber nach allem,
13:43was in letzter Zeit passiert ist,
13:44bin ich auch ganz froh,
13:44hier weg zu sein.
13:45Verstehe.
13:47Was ich aber nicht verstehe,
13:48ist, warum du Robert
13:49einfach so gehen hast lassen.
13:50Och bitte, Sebastian,
13:51ich hab's dir jetzt
13:52zehnmal erklärt,
13:52weil's keinen Sinn macht.
13:54Ich kann mich momentan
13:55auf niemanden einlassen.
13:57Das heißt also,
13:58es liegt ja was an ihm.
14:01Ja,
14:02schon.
14:04Es ist einfach viel zu kompliziert.
14:05Ich glaube,
14:07wir haben uns zur falschen Zeit
14:08am falschen Ort kennengelernt.
14:12Wenn du aber die Zeit
14:13jetzt zurückdrehen
14:14und nochmal ganz neu
14:15mit ihm anfangen könntest,
14:17würdest du ihm da eine Chance geben?
14:18Man kann die Zeit
14:19nicht zurückdrehen.
14:21Nehmen wir mal an,
14:22er würde jetzt hier
14:22durch diese Tür kommen
14:23und du könntest ihn
14:24nochmal neu kennenlernen.
14:25Würdest du dich
14:26drauf einlassen?
14:29Ja gut,
14:30wenn er da jetzt
14:31zur Tür reingehme,
14:32würde ich ihm
14:32wahrscheinlich
14:32noch eine Chance geben.
14:35Das ist alles,
14:36was ich wissen wollte.
14:38Wo willst du denn
14:38du jetzt hin?
14:39Ins Krankenhaus,
14:40hab ich dir doch gesagt.
14:40Wir haben ihn doch
14:41noch gar nicht bestellt.
14:42Ich weiß ja auch nicht,
14:42was Robert trinken will.
14:43Was?
14:46Wie?
14:49Robert,
14:49ist noch ich ja?
14:51Ja,
14:51der wird in circa
14:52drei Minuten da sein.
14:56Was soll ich denn
14:56jetzt machen?
14:57Nein,
14:57noch eine Chance geben.
15:12Oh,
15:13Frau Dr. Kahn,
15:13Entschuldigung.
15:14Können Sie mir sagen,
15:15wie lange die Operation
15:16von Simon Becker
15:16etwa noch dauerte
15:17und ob alles in Ordnung ist?
15:18Ich bin gerade
15:19auf dem Weg
15:19in den OP.
15:20Und sagen Sie,
15:21gehören Sie überhaupt
15:22zu Herrn Beckers Familie?
15:23Ja klar,
15:23ich bin die Schwester
15:24seiner Verlobten.
15:25Also tut mir leid.
15:26Wenn Sie weder
15:27mit ihm verwandt
15:27noch verheiratet sind,
15:28kann ich Ihnen nichts sagen.
15:29Aber ich frage doch
15:30nur für meine Schwester.
15:31Sie wartet die ganze Zeit
15:31und macht sich riesige Sorgen.
15:33Ich darf Ihnen
15:33wirklich nichts sagen.
15:34Okay,
15:35ich erwarte ein Kind
15:36von Simon Becker.
15:37Da gehöre ich doch
15:37zur Familie, oder?
15:39Schicken Sie die Verwandten.
15:40Wenn Sie mich jetzt
15:41entschuldigen würden,
15:42ich werde im OP erwartet.
15:59Guten Tag.
16:00Hallo.
16:01Darf ich mich vorstellen?
16:02Robert Beltinger.
16:03Das habe ich mittlerweile begriffen.
16:06Darf ich mich setzen?
16:07Was soll denn das?
16:09Ich versuche von Anfang an
16:10ehrlich zu sein.
16:15Elisabeth von Weiden.
16:16Freut mich sehr.
16:19Darf es schon
16:20etwas zu trinken sein?
16:21Ein Milchkaffee bitte.
16:21Gerne.
16:22Für mich bitte
16:23ein stilles Wasser.
16:24Gerne.
16:26Eigentlich hätte ich
16:27ja Lust auf Kaffee gehabt.
16:29Warum hast du denn
16:29keinen bestellt?
16:30Ich bin manchmal
16:31ein wenig ungeschickt.
16:33Neulich habe ich
16:34meinen Kaffee
16:35einer hochattraktiven
16:36Dame über die Bluse geschüttet.
16:37Ich hoffe,
16:39sie hat dir ordentlich
16:39die Meinung gesagt.
16:40Au ja.
16:42Das hat sie.
16:43Mehr als einmal.
16:53Leider bin ich auch
16:54mit Menschen
16:54manchmal ein wenig ungeschickt.
16:58Lissi,
16:59ich habe dich
16:59sehr verletzt.
17:00Dabei wollte ich dir
17:01doch nie wehtun.
17:04Deswegen bin ich doch
17:05auch immer noch
17:06in Falkenthal,
17:06weil ich hoffe,
17:07dass du mir doch
17:07noch verzeihst.
17:09Es tut mir leid,
17:09ich kann das nicht.
17:10Lissi, was kannst du?
17:11Ich kann nicht so tun,
17:11als wenn zwischen uns
17:12alles in Ordnung ist
17:13und nochmal von vorne anfangen.
17:14Lissi, bitte.
17:14Es ist nichts in Ordnung.
17:15Ich wollte doch nur...
17:16Tut mir leid,
17:17es liegt nicht an dir.
17:18Ich bin total verkockt.
17:19Geht nicht.
17:36Nie und nimmer
17:37unter gar keinen Umständen.
17:39Meine Prise, Ingwer.
17:39An meinen Blumenkohl
17:40kommt kein Ingwer.
17:42Da können Sie sich
17:42auf den Kopf stellen.
17:43Ich wollte Ihnen
17:43nur behilflich sein.
17:44Ich kann mich nicht erinnern,
17:45Sie darum gebeten zu haben.
17:47Wissen Sie,
17:47wenn ich sehe,
17:48dass meine Hilfe benötigt wird,
17:49greife ich an.
17:50auch ohne mich
17:51lange bitten zu lassen.
17:52Weil Sie es einfach
17:52nicht lassen können,
17:53sich in fremde Angelegenheiten
17:54einzumischen.
17:55Das ist eigentlich
17:56eher Ihre Spezialität.
17:57Ich habe keine Ahnung,
17:58was Sie meinen.
17:59Ich denke an Herrn Reichenbach,
18:01um ein Beispiel
18:02jüngster Vergangenheit
18:03zu zitieren.
18:04Es war nicht nötig,
18:06dass Sie Ratschläge erteilen.
18:07Ungefragt jedenfalls.
18:08Ich kann doch nicht zulassen,
18:10dass er Nora Unrecht tut.
18:11Und Herr Reichenbach
18:13wird mir noch dankbar sein,
18:14wenn er sein Irrtum bemerkt.
18:15Das glauben Sie selber nicht.
18:19Oh, Herr Reichenbach,
18:21was können wir für Sie tun?
18:25Ich wollte mit Ihnen reden, Eva.
18:29Ja, worum geht's denn?
18:32Was Sie mir neulich
18:32über Nora gesagt haben,
18:34dass sie sich geändert hat,
18:36ich muss zugeben,
18:37dass ich Ihnen zuerst
18:38nicht geglaubt habe.
18:39Ja, das kann ich Ihnen
18:41ja nicht verübeln,
18:42nach allem,
18:42was Nora angerichtet hat.
18:43Und trotzdem hätte gerade
18:45ich ihr eine Chance geben müssen.
18:47Ja, Sie sind ja auch
18:48nur ein Mensch.
18:49Und Menschen machen
18:50nun mal Fehler.
18:52Sie haben versucht,
18:53mich auf meinen Fehler
18:54aufmerksam zu machen.
18:56Dafür wollte ich mich bedanken.
19:01Oh, danke.
19:03Das ist aber nett von Ihnen.
19:05Ich habe Ihnen zu danken.
19:08Dafür, dass Sie nicht nur
19:09Nora eine zweite Chance geben,
19:11sondern auch mir.
19:20dazu gehört schon Größe,
19:22seinen Fehler so unumwunden
19:24zuzugeben.
19:25Die hat nicht jeder.
19:28Sie haben gewonnen.
19:29Man kann sich auch mal irren.
19:31Aber ich sage gar nichts mehr.
19:33Und warum denn nicht?
19:35Um Sie vor übermäßigem
19:37Hochmut zu bewahren.
19:39Die beiden Blumensträuße
19:41sind Ihnen schon genug
19:42zu Kopf gestiegen.
19:48Lissi,
19:49jetzt warte doch.
19:51Was willst du denn noch?
19:52Ich, bitte,
19:53hilf mir.
19:53Ich weiß nicht mehr,
19:54was ich tun soll.
19:54Was erwartest du von mir?
19:56Nichts.
19:56Ich erwarte gar nichts von dir.
19:58Ich habe es ernst gemeint,
19:59was ich eben gesagt habe.
20:00Ich werde alles tun,
20:01um meinen Fehler wieder gut zu machen.
20:03Ich werde dir nicht mehr wehtun,
20:04Lissi.
20:04Du kannst mir vertrauen.
20:06Darum geht es doch gerade.
20:08Ich kann eben nicht mehr vertrauen
20:09und zwar niemandem.
20:13Empfindest du denn gar nichts für mich?
20:15Lass mich.
20:16Erst wenn du mir ins Gesicht sagst,
20:18dass zwischen uns nichts ist.
20:23Warum willst du uns nicht noch
20:24eine zweite Chance geben?
20:25Weil ich nicht kann.
20:28In mir ist das kaputt gegangen
20:30und das lässt sich nicht
20:30so leicht reparieren.
20:32Doch.
20:32Wenn du auf dein Gefühl vertraust,
20:34dann kannst du alles schaffen.
20:36Ich helfe dir dabei.
20:38Hört hier alles ganz hübsch an,
20:40aber so einfach ist das nicht.
20:41Doch, das ist es.
20:43Ich habe mich in dich verliebt,
20:44Lissi.
20:44Und wenn es dir genauso geht,
20:45dann ist das stärker
20:46als alle Probleme und Verletzungen,
20:47die wir mit uns herumtragen.
20:49Du glaubst es wirklich?
20:51Ja.
20:53In was für einer Märchenwelt
20:55lebst du eigentlich?
21:15Gibt es etwas Neues von der OP?
21:17Leider nein.
21:18Wo ist denn Luisa?
21:18Sie ist auf der Suche nach einem Arzt,
21:20um hier mal irgendwas rauszufinden.
21:22Die Operation dauert jetzt schon fast fünf Stunden.
21:24Wenn alles gut gelaufen ist,
21:25können Sie sogar schon vorbei sein.
21:27Aber das kann doch nicht so schwierig sein,
21:28einen Arzt zu finden,
21:29der einem Auskunft gibt.
21:30Ich habe ja versucht,
21:31mit Dr. Kacher zu sprechen,
21:32aber sie wollte mir nichts
21:32über den Stand der Operation sagen.
21:34Warum das denn nicht?
21:35Weil ich nicht zur Familie gehöre.
21:39Aber Sie sind doch Luisas Schwester.
21:41Sie werden ein Kind von Simon.
21:43Ja, das habe ich ihr auch gesagt.
21:45Ärzte dürfen nur Angehörigen Auskunft geben.
21:47Das ist gesetzlich so festgelegt.
21:48Das mag natürlich so sein.
21:51Und unsere Familienverhältnisse sind ja wirklich etwas ungewöhnlich.
21:57Für uns gehören sie jedenfalls zur Familie.
22:29Und unsere Familienverhältnisse sind ja wirklich etwas ungewöhnlich.
22:51Hallo.
22:53Hey, danke schön.
22:56Lissi glaubt nicht an Märchen.
22:58Ja, ich habe auch mit einigen so meine Schwierigkeiten.
23:01Du weißt, was ich meine.
23:03Sie glaubt nicht mehr daran, dass das mit uns doch noch ein gutes Ende nehmen kann.
23:06Sie hat den Glauben an die Liebe verloren.
23:09Aber das ist doch kein Wunder bei den Erfahrungen, die Lissi in letzter Zeit mit Männern gemacht hat.
23:13Ja.
23:14Und ich bilde da offensichtlich keine Ausnahme, jedenfalls in ihren Augen.
23:18Und was willst du jetzt machen?
23:20Fliegst du jetzt zurück nach Kalifornien?
23:22Nein.
23:23So schnell gebe ich nicht auf.
23:25Also willst du weiterhin kämpfen?
23:28Lissi empfindet etwas für mich.
23:29Das habe ich gespürt.
23:33Außerdem, du hattest recht, als du gesagt hast, dass wenn einem die große Liebe begegnet,
23:38dann darf man sie nicht so einfach ziehen lassen.
23:41Und so wie du mich überzeugt hast, so werde ich Lissi auch überzeugen.
23:45Du kannst dich als Märchenprinz verkleiden und Lissi auf einem weißen Ross entführen.
23:49Darauf stehen, Mädchen.
23:51Ja, gut zu wissen.
23:53Aber nein, ich will sie nicht entführen.
23:56Ich muss ihr Vertrauen zurückgewinnen.
23:58Ich habe da mehr so an Tausend und eine Nacht gedacht.
24:01Ah, okay.
24:03Du willst ihr Tausend und einen Wunsch erfüllen.
24:05Nicht ganz, aber ich werde ihr zeigen, dass manche Märchen eben doch wahr werden.
24:14Mein Gott, wie lange dauert es denn noch?
24:17Die Schwester hat mir versprochen, dass Frau Dr. Kacher kommt, sobald sie Zeit hat.
24:28Und, ist die Operation vorbei?
24:30Ja.
24:31Professor Schmeckmann sitzt schon wieder am Flugzeug.
24:34Daher hat er mich gebeten, Sie über den Ausgang der OP zu informieren.
24:37Wie ist die Operation verlaufen?
24:40Nun, ich habe gute Nachricht.
24:42Der Eingriff war erfolgreich, es gab keine Komplikationen.
24:45Gott sei Dank.
24:46Gott sei Dank.
24:47Herr Becker liegt noch zur Beobachtung auf der Intensivstation.
24:50Aber das ist reine Routine.
24:52Eine Schwester wird Ihnen Bescheid sagen, sobald er aus der Narkose erwacht ist.
24:57Frau Dr. Kacher, ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie froh ich bin.
24:59Schon gut, Frau Becker.
25:01Und in Zukunft können Sie auch Frau von Weiden Auskunft über den Zustand meines Sohnes geben.
25:06Sie gehört gewissermaßen zur Familie.
25:08Verstehe.
25:11Aber Sie müssen mich entschuldigen.
25:14Ein Notfall.
25:19Der hat hoffentlich nichts mit Simon zu tun.
25:31Ich weiß, das ist ziemlich kurzfristig.
25:32Deshalb möchte ich Sie auch bitten, mir ganz ehrlich zu sagen, ob Sie das in der kurzen Zeit schaffen.
25:39Frau Landmann.
25:42Das ist überhaupt kein Problem.
25:44Machen Sie sich keine Sorgen, Herr von Weiden.
25:46Ja, natürlich.
25:47Ich muss Ihnen nicht sagen, wie wichtig dieses Treffen ist.
25:49Deshalb will ich sicher gehen, dass unsere Gäste alles zu ihrer vollsten Zufriedenheit vorfinden.
25:54Sie können sich auf uns verlassen.
25:56Danke, Frau Landmann.
25:56Ja, dann.
26:00Sie erwarten Besuch?
26:02Ja, ein wichtiger Geschäftspartner.
26:04Hat sich überraschend für heute Nachmittag angekündigt.
26:06Darf ich dabei sein?
26:07Ja, natürlich.
26:10Geht's dir gut?
26:12Ja, alles in Ordnung.
26:14Was für ein hoher Besuch erwartet uns denn?
26:18Scheich Hashim aus Dubai.
26:20Dubai?
26:21Ich dachte, das Geschäft sei geplatzt.
26:23Tja.
26:25Nachdem Al-Abbels sich dort unten so unmöglich aufgeführt hat, haben wir auch gedacht,
26:28dass sich unsere Geschäftspartner für uns nicht mehr interessieren, aber...
26:30Du hast alles wieder hingebogen.
26:32Ja, mit viel Mühe.
26:33Deshalb ist es so wichtig, dass heute nichts schief geht.
26:35Dann darf ich bei dem Termin dabei sein, ja?
26:39Du siehst müde aus.
26:40Vielleicht erholst du dich lieber ein bisschen.
26:42Mir geht's gut, Papa.
26:44Ein bisschen Abwechslung tut mir jetzt ganz gut.
26:47Okay, wenn du sicher bist.
26:49Dann sag in der Küche Bescheid, dass sie für dich mitkochen, okay?
26:52Gut.
26:52Bis später.
26:53Bis später.
27:07Wie lange dauert das denn üblicherweise, bis jemand aus der Narkose erwacht?
27:10Das kann sehr unterschiedlich sein.
27:15Frau Dr. Carasta.
27:19Ist irgendwas nicht in Ordnung?
27:20Ist etwas mit meinem Sohn?
27:22Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass bei Ihrem Sohn Komplikationen aufgetreten sind.
27:26Was soll denn das heißen?
27:28Aber Sie sagten doch, die Operation sei gut verlaufen.
27:30Das ist sie auch.
27:32Aber kurz nachdem Ihr Sohn aus der Narkose erwacht ist, wurde er erneut bewusstlos.
27:37Er liegt im Koma.
27:39Oh mein Gott.
27:40Aber wie ist das denn möglich?
27:43Die Ursache kennen wir leider noch nicht, aber die Untersuchungen laufen bereits.
27:47Wir hoffen, dass neue CT-Aufnahmen und Reizreaktionsmessungen per EEG Aufschluss geben können.
27:53Es ist genauso wie bei Harald.
27:55Genauso ist es bei Harald gewesen.
27:56Marianne.
27:56Sie können versichert sein, dass wir alles tun, was in unserer Macht steht.
28:00Wir kümmern uns um Ihren Sohn.
28:02Sie helfen ihm am besten, wenn Sie jetzt nach Hause gehen und sich erst einmal ausruhen.
28:07Ich soll nach Hause gehen, während mein Kind im Koma liegt?
28:09Ja, Sie können ja nichts für ihn tun.
28:11Schonen Sie Ihre Karte.
28:12Dr. Kache hat recht.
28:15Komm, Mama.
28:16Wir bringen dich nach Hause.
28:19Marianne ist besser so.
28:21Und ich bleibe hier, wenn ich etwas weiß, sag ich Bescheid.
28:25Danke.
28:30Entschuldigen Sie.
28:32Könnte ich Sie mal sehen?
28:33Natürlich.
28:34Ich bringe Sie zu ihm.
28:36Warte mal, soll ich hier auf dich warten?
28:38Das ist lieber wahr.
28:40Das ist nicht nötig.
28:49Ja, als Hauptgang hatten Frau Landmann und ich an Lammbraten mit grünen Bohnen gedacht.
28:55Klingt hervorragend.
28:56Haben Sie auch einen Vorschlag fürs Dessert?
28:58Bayerisch Creme.
28:59Sehr schön.
29:00Dann komme ich später nochmal vorbei, um die Tischdekoration mit Ihnen zu besprechen.
29:03Vielen Dank.
29:06Eva.
29:07Eva.
29:08Ich habe Fräulein Lissi lange nicht mehr so voller Taten dran gesehen.
29:19Ist alles in Ordnung, Frau Landmann?
29:25Tobias hat angerufen.
29:28Simon ist nach der Operation ins Koma gefallen.
29:31Großer Gott.
29:34Das heißt ja nicht, ich meine, er kann ja auch wieder aufwachen.
29:38Daran ist nicht zu zweifeln, Frau Landmann.
29:41Aber trotzdem.
29:42Ich meine, bei seinem Vater war es damals genauso.
29:44Er ist kurz noch einmal aufgewacht und dann...
29:47Arme Frau Becker.
29:49Arme Luisa.
29:52Aber das hilft ja nichts.
29:54Wir haben noch eine Menge zu tun.
29:56Womit wollen wir anfangen?
29:57Mit der Suppe?
29:58Sie werden doch nicht im Ernst annehmen, dass ich zusehe, wie Sie jetzt in der Küche arbeiten.
30:03Aber Sie glauben doch nicht etwa, dass ich nicht dazu in der Lage bin.
30:06Natürlich sind Sie dazu in der Lage.
30:08Aber Sie haben Besseres zu tun, als in der Küche rumzustehen.
30:12Die Familie Becker und Luisa brauchen Sie als Stütze.
30:16Ja, das würde ich ja gerne tun.
30:19Aber ich kann Sie doch nicht mit der ganzen Kocherei allein lassen.
30:23Das ist ein Menü für sechs Personen.
30:25Das ist eine meiner leichtesten Übungen.
30:28Meinen Sie wirklich?
30:30Natürlich.
30:31Gehen Sie, Sie werden gebraucht.
30:34Danke.
30:37Das ist doch selbstverständlich.
30:42Simon, bitte.
30:43Wach auf.
30:46Wir haben doch noch so viel vor.
30:49Wir wollten einmal um die ganze Welt reisen.
30:52Und an einem Strand liegen.
30:55Diesmal an einem richtigen.
30:58Und wir wollten die Sonne im Meer versinken sehen.
31:00Und die Füße im Sand vergraben.
31:03Und dem Rauschen der Wellen zuhören.
31:07Wir wollten doch gemeinsam in die Sterne sehen.
31:11Und in einem Schloss, in einem riesigen Himmelbett einschlafen.
31:15Simon, weißt du das alles nicht mehr?
31:19Und unser Hotel.
31:22Wir haben so lange davon geträumt.
31:27Simon, ich kann all diese Träume nur mit dir erleben.
31:32Und deshalb musst du wieder aufwachen.
31:34Bitte.
31:38Bitte.
31:51Bitte.
32:04Was mache ich hier eigentlich?
32:06Simon liegt im Krankenhaus.
32:07Ich sollte bei ihm sein.
32:09Mama, du musst dich jetzt erst mal ausruhen.
32:10Aber davon wird er auch nicht wieder gesund.
32:13Du hast doch gehört, was Dr. Kacher gesagt hat.
32:15Im Augenblick können wir nichts für Simon tun.
32:17Wir können abwarten.
32:18Aber ich kann nicht einfach nur abwarten.
32:19Simon, stellt euch vor, ich verliere Simon auch noch.
32:22Das würde ich nicht überleben.
32:24Simon kann jeden Moment aufwarten.
32:26Ja, das hat man bei Harald damals auch gesagt.
32:28Und dann haben wir ihn verloren,
32:29nachdem er Wochen in diesem furchtbaren Krankenhaus gelegen hat.
32:32Das kann man doch überhaupt nicht vergleichen.
32:33Papas Tod hat auch nichts mit Simons Operation zu tun.
32:38Er wird wieder aufwachen und er wird nicht sterben.
32:40Das hoffe ich doch auch.
32:41Er schafft das.
32:42Wir müssen an ihn glauben und er muss spüren,
32:44dass wir an ihn glauben.
32:45Sebastian hat recht.
32:47Simon ist jung und er ist stark.
32:49Ja, er wird wieder aufwachen.
33:15Das war Luisa.
33:18Und wie geht's, Simon?
33:21Er ist ins Koma gefallen.
33:27Ich muss einfach jede Gelegenheit mitnehmen,
33:29bei diesem Geschäftstermin dabei zu sein.
33:31Ich kann auch so viel von meinem Vater lernen.
33:32Worum geht's denn eigentlich?
33:34Um eine Fabrik für Bohrenlagen,
33:35die mein Vater in einen Scheich von Dubai verkaufen will.
33:38Klingt spannend.
33:39Ja.
33:40Aber erzähl mir doch mal von deinem Treffen mit Robert.
33:43Robert, da gibt's nicht mehr zu erzählen.
33:45Er hat mir gesagt, du hättest ihn einfach stehen lassen.
33:48Maike, ich hab's versucht.
33:50Ich kann ihm nicht vertrauen.
33:52Nur weil er dich einmal angelogen hat.
33:54Weil ich Angst habe, dass er es wieder tut.
33:56Ich kann so keine Beziehung aufbauen.
33:58Er wird auf jeden Fall nicht aufgehen.
34:00Robert stellt sich das so einfach vor.
34:02Aber das Leben ist nun mal kein Märchen.
34:05Dinge werden nicht wahr, nur weil man fest an sie glaubt.
34:07Ich glaube, er will dir beweisen,
34:08dass Märchen doch wahr werden können.
34:10Da bin ich mal gespannt.
34:12Er hat mir irgendwas von einer Überraschung erzählt,
34:15was mit Tausend und Einer Nacht zu tun hat.
34:18Das ist doch eine super Vorbereitung
34:19für dein Treffen mit dem Scheich.
34:22Robert bereitet was vor,
34:23was mit Tausend und Einer Nacht zu tun hat?
34:26Ja, ja, das klang so.
34:27Und ich dachte, er will jetzt ehrlich zu mir sein.
34:30Ja, aber was ist daran denn jetzt nicht ehrlich?
34:32Er weiß ganz genau,
34:34wie sehr mich seine blöden Maskeraden verletzt haben.
34:36Er ist Bob, der Fahrradkurier
34:37und jetzt versucht er es schon wieder.
34:39Wie, das verstehe ich jetzt nicht, was meinst du?
34:40Mann, Maike, der Scheich, das ist Robert.
34:43Was du hier meinst, jetzt...
34:44Das ist doch kein Zufall.
34:46Dir erzählt er was von Tausend und Einer Nacht
34:48und zur gleichen Zeit kündigt sich im Gutshaus
34:50ein Scheich aus Dubai an.
34:52Ich kann das erleben.
34:58Dann lockern Sie das Ganze mit einem Blumengesteck auf
35:01und stellen den Leuchter in die Mitte.
35:03Das mache ich ja alle.
35:04Na, das sieht doch schon sehr schön aus.
35:06Da können ja die Gäste gleich kommen.
35:08Gleich?
35:09Ja, Scheich Haschin müsste innerhalb der nächsten halben Stunde eintreffen.
35:12Das ist aber eher als geplant.
35:14Ja, und gibt's ein Problem?
35:15Ich hatte einen genauen Zeitplan vorbereitet,
35:18nachdem ich alles arrangieren wollte.
35:20Aber ich kann ja raffen.
35:21Moment, Moment, Moment, Herr Adam.
35:23Sie sprechen die ganze Zeit von ich.
35:24Was ist denn mit Frau Landmann?
35:25Die habe ich weggeschickt.
35:27Wie?
35:28Simon Becker ist nach seiner Operation in einen Koma gefallen.
35:31Gott, das ist ja schrecklich.
35:33Und da Frau Landmann sowohl seiner Verlobten
35:35als der ganzen Familie Becker sehr nahe steht.
35:37Ich verstehe, da möchte sie natürlich im Krankenhaus sein, bei Ihnen.
35:39Ich hoffe, Sie nehmen diese eigenmächtige Entscheidung nicht übel.
35:45Im Gegenteil.
35:47Ich finde das sehr kollegial von Ihnen.
35:51Schaffen Sie das denn?
35:52Na, selbstverständlich.
35:53Das ist nur eine Frage der inneren Einstellung.
35:55Ja, wenn's funktioniert.
35:56Ich bitte Sie.
35:57Ich hab schon ganz andere Menüs zusammengestellt und zubereitet.
36:09Herr Rhein?
36:12Nora, ich wollte mich bei dir.
36:14Ist alles in Ordnung?
36:17Ist es irgendwas mit Simon?
36:20Es hat Komplikationen gegeben.
36:22Er ist nicht beim Bewusstsein.
36:25Nein.
36:28Wie geht es, Luisa?
36:30Ich weiß es nicht.
36:31Was soll das heißen?
36:32Du weißt es nicht.
36:33Ich hab's nicht mehr ausgehalten im Krankenhaus.
36:36Luisa braucht jemanden, der sie tröstet und der ihr Mut macht.
36:39Aber ich kann es nicht.
36:41Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll,
36:43wenn ich selber solche Angst habe, dass es stirbt.
36:56Ich hab grad mit Sebastian telefoniert.
36:59Wisst ihr das auch schon?
37:00Über Luisa.
37:03Schrecklich.
37:04Das Schlimmste ist, dass man überhaupt nicht weiß, was man tun kann.
37:07Am liebsten würde ich Sebastian helfen.
37:08Aber ich weiß überhaupt nicht wie.
37:10Kannst du denn da sein?
37:11Mehr kannst du im Moment nicht machen.
37:12Hallo, Michael.
37:15Robert, was machst du denn hier?
37:18Ich wollte eigentlich Kaffee trinken.
37:20Ich dachte, du bereitest grad Überraschung für Lisbeth vor.
37:22Ja, das tue ich ja auch, aber man wird doch wohl noch Pause warten dürfen.
37:27Da bist du nicht der Scheich von Dubai.
37:29Bitte was?
37:31Ja, Lissi hat mir vorhin erzählt, dass ihr Vater einen ganz wichtigen Geschäftstermin mit dem einen Scheich von Dubai hat.
37:36Ja, und?
37:38Ja, und du hast mir doch erzählt, dass du eine Überraschung vorbereitest, was irgendwas mit Tausend und einer Nacht zu
37:43tun hat.
37:43Und jetzt glaubst du, dass ich mich als Scheich verkleide, um Lissi zu überzeugen, dass ich ihr Märchenprinz bin, oder
37:49was?
37:49Nein, ich nicht, aber Lissi.
37:51Aber sie müsste doch wissen, dass ich inzwischen meine Finger von solchen Spielchen lasse.
37:55Ich will sie doch nicht noch wütender machen.
37:56Ja, dann kriegt wohl diese Wut jemand anders ab.
37:59Wie meinst du das?
38:01Sie will den Scheich zur Rede stellen und ihm mal so richtig die Meinung sagen.
38:04Ach, dann hat der Scheich jetzt aber ein ernsthaftes Problem.
38:06Und ihr Vater. Das Geschäft ist nämlich sehr wichtig für ihn.
38:09Ja, ich verstehe schon. Ich bin unterwegs im Gutshaus.
38:12Ja, beeil dich.
38:13Ja.
38:14Viel Glück.
38:15Danke.
38:36Scheich Hashim zollt Ihnen Respekt für Ihre Bemühungen, die gescheiterten Geschäftsbeziehungen nach dem Besuch Ihrer Ex-Frau wieder in Gang
38:42zu bringen.
38:42Ja, ich bin untröstlich, dass es überhaupt zu diesem unglücklichen Vorfall gekommen ist.
38:50Ja, ich bin untröstlich, dass es überhaupt zu diesem unglücklichen Vorfall gekommen ist.
38:57Scheich Hashim ist bereit, mit Ihnen über ein neues Angebot zu verhandeln.
39:01Allerdings stellt er einige Bedingungen.
39:04Ja, ich bin untröstlich, dass es überhaupt zu diesem unglücklichen Vorfall gekommen ist.
39:16Scheich Hashims jüngste Tochter Fatima hat erfahren, dass sie und ihre Tochter Elisabeth etwa im gleichen Alter sind.
39:22Sie schickt ihr dieses Geschenk mit den besten Wünschen.
39:25Vielen Dank.
39:26Es ist eine sehr nette Geste.
39:28Elisabeth wird sich bestimmt sehr über das Geschenk freuen.
39:31Ich kann euch nicht mehr wissen, dass Elisabeth sich über das Geschenk freuen wird.
39:45Da Ihre Tochter an den Verhandlungen teilnimmt, ist es Scheich Hashim vielleicht vergönnt, die Grüße Fatima's persönlich an Sie zu
39:50übermitteln.
39:52Selbstverständlich.
39:53Na, warte.
39:56Und?
39:57Haben die Untersuchungen etwas Neues ergeben?
40:00Nach den CT-Bildern zu urteilen, ist die Operation bestens verlaufen.
40:05Dann wird er doch wieder aufwachen, oder?
40:07Nun, auch wenn dem medizinisch nichts im Wege steht, heißt es jetzt wohl, abwarten und Geduld haben.
40:14Tut mir leid, ich hätte Ihnen gerne etwas genaueres gesagt.
40:22Simon, bitte wach auf.
40:25Lass mich nicht allein.
40:28Wir wollten doch heiraten.
40:32Komm zu mir zurück.
40:38Was ist?
40:42Er hat meine Hand gedrückt.
40:45Frau Dr. Karay hat meine Hand gedrückt.
40:48Sind Sie sicher?
40:49Ja.
40:51Simon hat mich gehört.
40:55Er hat mich gehört.
41:04Ich bin sicher, Elisabeth wird gleich eintreffen.
41:07Ihr lag viel daran, bei den Verhandlungen zugegen zu sein.
41:10Der wusste ja noch nicht, wer sich hinter dieser Maskerade versteckt.
41:13Jetzt ist Schluss mit diesem Theater.
41:14Was soll dieses alberne Kostüm, Mensch?
41:16Lissi, was ist denn endlich gewarnt?
41:21Ich hätte dir nicht vorwerfen sollen, dass du es immer noch auf Simon abgesehen hast.
41:25Ist schon gut.
41:26Nein, das war falsch von mir.
41:27Vielleicht können Sie ihn noch einmal untersuchen.
41:29Ich will Ihnen keine allzu großen Hoffnungen machen.
41:32Ich bin mir sicher.
41:33Simon hat meine Hand gedrückt.
41:35Er wird wieder aufwachen.
41:36Was ist denn passiert?
41:37Simons Zustand hat sich doch nicht geändert.
41:40Er liegt immer noch im Koma.
41:41Und es ist nicht abzusehen, wann sein Zustand sich bessert und ob überhaupt.
42:11Er ist nicht abzusehen, wann sein Zustand ist.
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