- vor 2 Tagen
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00:00Ach, ich hab meine Handtasche vergessen.
00:03Schreiben Sie es bitte an, ich bin Annabelle von...
00:07Annabelle Grabenberg.
00:08Das ist nicht möglich.
00:09Was soll denn das heißen?
00:11Sie wissen wohl nicht, wen Sie vor sich haben.
00:12Das tut nichts zur Sache. Neue Politik des Hauses.
00:15Also ich will jetzt sofort den Geschäftsführer sprechen.
00:18Gerne.
00:18Erlauben Sie mir, Ihre Rechnung zu übernehmen?
00:21Es gibt also doch noch Menschen, die über Manieren verfügen.
00:25Vielen Dank.
00:35So, jetzt müssen wir aber mal Frau Weidner anrufen.
00:37Sie macht sich genauso große Sorgen wie wir.
00:40Ach, am liebsten würde ich ihn einfach hier behalten.
00:42Na, das verstehe ich.
00:43Aber wir müssen Sie anrufen, sonst denken Sie nachher noch alle,
00:46dass wir ihn verstecken wollen.
00:49Wer kann denn das jetzt noch sein?
00:59Ja?
01:00Frau Ritter, Herr Leibmann?
01:01Ja.
01:03Entschuldigen Sie die späte Störung.
01:04Wir sind noch immer auf der Suche nach dem kleinen Theo Germann.
01:08Hat sich der Junge inzwischen vielleicht doch bei Ihnen gemeldet?
01:10Nein.
01:11Also, äh, hier ist er nicht.
01:20Hey, what you looking for?
01:26No one has the answer.
01:29See, just one more.
01:34Hey, who's gonna make it right?
01:51Ja, ja, also sobald Theo hier auftaucht, werden wir uns auf jeden Fall bei Ihnen melden.
01:54Der Junge ist doch schon öfter abgehauen.
01:57Er ist halt lieber bei uns.
01:58Wir haben die Pflegschaft für ihn beantragt.
02:00Aber Sie wissen ja, die Mühlen der Behörden.
02:03Auf jeden Fall sollten Sie dem Schützling klar machen,
02:05dass er sich die Chance auf ein neues Zuhause mit solchen Aktionen eher verbaut.
02:09Glauben Sie mir, das werden wir.
02:10Das werden wir machen, sobald er hier auftaucht, ja.
02:13Und dann melden wir uns auch bei Ihnen.
02:15Machen Sie das.
02:16Dankeschön.
02:16Auf Wiedersehen.
02:18Viel Glück noch bei der Suche.
02:21Sag mal, bist du total bescheuert?
02:23Du kannst doch der Polizei nicht sagen, dass Theo nicht bei uns, wenn er gerade im Wohnzimmer ist.
02:28Ich hab Theo versprochen, dass ich hier übernachten kann.
02:30Dann kann ich ihn nicht im gleichen Moment der Polizei ausliefern.
02:34Ausliefern?
02:35Sag mal, Konrad, wir müssen doch für klare Verhältnisse sorgen.
02:38Du hättest ihn mal sehen sollen.
02:40Er hatte Angst.
02:41Da kann ich ihm hier einfach Nein sagen.
02:43Weißt du, was das Jugendamt davon hält, wenn die spitz kriegen, was du gerade gemacht hast?
02:47Dann werden wir nämlich die Pflegschaft für Theo verlieren.
02:49Dieser Krapowski, der hat uns doch sowieso schon auf den Kieker.
02:52Er muss ja nichts davon erfahren.
02:54Ach, ja, wir verstecken Theo im Schrank, oder wie hast du dir das gedacht?
02:58Ich hab mir gar nichts gedacht.
02:59Richtig.
03:14Tut mir leid, dass ich so spät komme.
03:16Jetzt haben wir wenigstens was zum Abendessen.
03:18Lass mich raten, Eva wollte unbedingt noch das Hochzeitsmenü mit dir durchgehen.
03:21Sie wollte, dass ich das Menü probiere.
03:24Was?
03:24Aber sie hatte doch das Testessen abgesagt.
03:26Aber nur wegen Herrn Adam.
03:28Der kam uns zuvor und sie hatte Angst, dass ich mehr genug übrig habe.
03:31Also, wenn du mich fragst, das sieht immer noch sehr üppig aus.
03:34Mhm.
03:36Vielleicht hätten wir doch bei Eva essen sollen.
03:40Willst du?
03:41Du freust dich bestimmt.
03:42Mhm.
03:43Wie konntest du ihr überhaupt entkommen?
03:45Warte, ich weiß es.
03:46Du hast dir die Liste mit unseren Hochzeitswünschen gezeigt.
03:49Welche?
03:50Deine oder meine?
03:51Ist doch egal.
03:53Steht doch auf beiden das Gleiche drauf.
03:54Stimmt.
03:57Aber das ist doch überhaupt die Lösung.
03:58Wir zeigen Eva und meiner Familie, was uns wirklich wichtig ist an unserem Hochzeitstag.
04:02Dann werden sie sich bestimmt freuen.
04:04Du meinst, wir sollten nicht so direkt sein.
04:06Ich brauche nun mal kein Sexgängiger.
04:08Ich auch nicht.
04:09Und keine gefalteten Servietten.
04:11Gelbe Serviettenschwünne.
04:12Mhm.
04:14Alles, was ich brauche, ist...
04:25So, Konrad Landmann.
04:27Und jetzt?
04:28Jetzt lassen wir Theo schlafen und rufen morgen früh im Heim an.
04:34Ganz einfach.
04:35Ganz einfach?
04:36Das Problem ist nur, dass Sie Theo nie wieder zu uns lassen werden.
04:39Elsa, Theo ist schon ein paar Mal abgehauen und jedes Mal ist er hier bei uns gelandet.
04:43Jetzt so langsam musst du auch das Jugendamt mal kapieren, dass er lieber bei uns leben möchte.
04:46Das Jugendamt entscheidet immer für das Wohl des Kindes.
04:49Ja, und bei uns fühlt sich Theo wohl.
04:51Konrad, wir sind für das Jugendamt ein unverheiratetes Paar mit einer zu kleinen Wohnung.
04:56Und jetzt sind wir ein unverheiratetes Paar mit einer zu kleinen Wohnung, das die Polizei belügt.
04:59Ja, das muss ja die Polizei nicht erfahren.
05:01Und das Jugendamt auch nicht.
05:02Und wenn doch?
05:04Konrad, dann ist die ganze Pflegschaft für Theo dahin.
05:07Ist dir das klar?
05:11Mensch, ich weiß doch, dass du nur das Beste für Theo wolltest.
05:15Das will ich immer noch.
05:17Das will ich auch.
05:19Elsa, wenn ich ihn jetzt hinter seinem Rücken verraten hätte, das hätte Theo mir nie verziehen.
05:24Wenn wir das Jugendamt und die Polizei weiter belügen, dann setzen wir die Pflegschaft von Theo aufs Spiel.
05:29Alles, wofür wir gekämpft haben.
05:31Alles, was uns wichtig war.
05:32Und das würde Theo uns nie verzeihen.
05:37Es hat übrigens noch einen Vorteil, wenn wir unsere Hochzeit alleine feiern.
05:41Und der wäre?
05:42Dass mir niemand meine Braut entführt.
05:44Vergiss nicht, es ist auch ein Standesbeamter dabei.
05:46Den besteche ich mit Hochzeitstorte.
05:48Es wird keine Hochzeitstorte geben.
05:50Hm, stimmt.
05:52Kein Menü, keine Torte.
05:53Keine gelben Schwäne aus Servietten.
05:56Wenn Eva das erfährt, bringt sie uns um.
05:58Keine Angst, das wird meine Mutter vorher für sie erledigt.
06:00Und Tobias hilft ihnen dabei.
06:01Oder Konrad, der hat immer einen Gewehr.
06:03Weißt du was? Wir könnten einfach durchbrennen.
06:06Du meinst nach Dänemark oder Las Vegas?
06:08Las Vegas? Ich weiß, ich denke mal an Lissys Hochzeit, aber Dänemark.
06:12Und wenn wir zurückkommen, sind wir verheiratet. Einfach so über Nacht.
06:16Das können wir nicht machen.
06:18Ja, ich weiß.
06:20Aber wenn wir schon hier heiraten.
06:21Dann so wie wir es wollen.
06:22Ja, es ist schließlich auch unsere Hochzeit.
06:24Eben.
06:26Jetzt muss es einer Ihnen sagen.
06:30Sollen wir losen?
06:33Okay, wir machen es morgen.
06:35Du gehst zu Nora und ich rede mit allen anderen.
06:37Ist das fair von mir oder ist das fair?
06:39Das ist sehr fair.
06:51Gut.
06:53Dann rufen wir jetzt im Heim an.
06:58Gute Entscheidung.
06:59Und vielleicht darf Theo ja trotzdem bei uns schlafen.
07:08Warte noch mal.
07:09Was willst du ihr denn jetzt erzählen?
07:11Na, die Wahrheit.
07:13Die Wahrheit?
07:15Die Halbwahrheit?
07:19Naja, wird schon irgendwie gut gehen.
07:30Äh, ja, guten Abend, Frau Weidner.
07:32Hier ist Elsa Ritter.
07:33Entschuldigen Sie, wenn ich Sie so spät noch anrufe.
07:35Aber genau deswegen rufe ich Sie an.
07:38Theo ist bei uns angekommen.
07:41Na ja, so vor 10, 15 Minuten.
07:47Ja, er scheint sich bis Falkenthal durchgeschlagen zu haben.
07:51Nein, nein, ihm geht's gut.
07:53Es ist ihm nichts passiert.
07:54Ja, Konrad und ich, wir sind auch sehr erleichtert.
07:57Naja, jedenfalls wollte ich jetzt fragen, ob es viel...
08:01Ja.
08:03Ja, das haben Konrad und ich uns auch gedacht.
08:07Okay.
08:08Gut, so machen wir's.
08:10Vielen Dank.
08:12Tschüss.
08:14Und?
08:15Theo darf bei uns schlafen.
08:17Frau Weidner informiert die Behörden
08:18und dieser Herr Grabowski vom Jugendamt
08:20kommt morgen früh und holt Theo ab.
08:27Danke, dass du mich nicht verraten hast.
08:29Ich hab drüber nachgedacht.
08:32Das hab ich mir gedacht.
08:33Aber jetzt keine Lügen mehr.
08:35Okay.
08:37Und morgen früh sprechen wir mit Herrn Grabowski
08:39und drücken die Daumen,
08:40dass das mit der Pflegschaft klappt.
08:42Alle vier.
08:44Alle vier.
08:46Ja.
08:47Danke.
08:48Du.
09:14Erstixel.
09:41Oh Gott.
09:47Vielleicht darf ich Sie noch woanders zu einem Glas einladen?
09:51Es gibt also doch noch Menschen, die über Manieren verfügen.
09:54Vielen Dank.
09:59Okay.
10:12Im Heim sind die ganzen Spiegel ja schon weg, wenn ich zum Frühstück komme.
10:16Naja, ist ja kein Wunder, wenn du immer so lange schläfst.
10:18Das mache ich ja gar nicht.
10:19Schlafst du denn auch zwei, so wie Konrad?
10:21Klar.
10:22Klar?
10:23Danke.
10:24Danke. Es gibt jetzt jeden Tag so ein tolles Frühstück.
10:30Theo, du weißt aber schon, dass du heute nicht bei uns bleiben kannst.
10:34Jedenfalls noch nicht.
10:35Noch nicht.
10:37Aber das Jugendamt und dieses Vormundschaftsgericht, die müssen ja erst entscheiden, bei wem du am besten aufgehoben bist.
10:44Das weiß ich doch schon selber. Bei euch.
10:47Ja, du weißt das und wir wissen das, aber der Richter weiß es leider noch nicht.
10:50Ich kann dem Richter ja einen Brief schreiben.
10:52Nein, das wäre eine gute Idee. Dann musst du dich aber auch dafür entschuldigen, dass du weggerannt bist. Das war
10:57nämlich nicht so eine gute Idee.
10:58Ich weiß. Aber deshalb können Sie euren Antrag da nicht ablehnen, oder?
11:03Also wenn Sie den Antrag ablehnen sollten...
11:06Was ganz sicher nicht passieren wird.
11:08Nein, wenn das mit dem Antrag ein bisschen länger dauert, Theo, dann ist es auf jeden Fall nicht deine Schuld.
11:14Ja?
11:15Mhm.
11:16Okay.
11:18Guten Morgen.
11:19Herr Grabowski.
11:20Ah ja.
11:22Ich sehe, ist die wohl auf?
11:25Könnte ich Sie bitte mal unter vier Augen sprechen?
11:26Ja.
11:27Elsa und Konrad können nichts dafür, dass ich gestern abgehauen bin.
11:30Ist schon gut, Theo.
11:31Es war gestern schon so spät und ich wollte nicht ins Gefängnis, deshalb hat mich Konrad nicht verraten.
11:37Ja, ja.
11:37Ja.
11:37In Ordnung.
11:39Moment mal, verraten?
11:43Heißt das etwa, dass Theo schon vergangene Nacht bei Ihnen war?
11:48Als die Polizei nach ihm gesucht hat?
11:51Ja.
12:10Sie sind ja immer noch da.
12:13Was ist denn im Satz, ziehen Sie sich an und verschwinden Sie nicht zu verstehen?
12:18Warum so schnippisch?
12:21Ist das der Dank dafür, dass Sie dir gestern aus der Patsche geholfen haben?
12:24Ich meine, die kleine Rettungsaktion hat mich einiges gekostet.
12:58Ich meine, die kleine Rettungsaktion hat mich einiges gekostet.
13:17Ich meine, die kleine Rettungsaktion hat mich einiges gekostet.
13:50Herr von Weiden, Frau Nowak möchte Sie sprechen.
13:52Oh, na, das ist ja mal eine schöne Überraschung.
13:54Hallo.
13:55Katharina, bring Sie doch noch ein neues Gedeck.
13:57Oh, nein, danke. Ich habe schon gefrühstückt, aber eine Tasse Kaffee.
14:01Gerne.
14:03Was führt dich zu uns?
14:05Ihr wisst es noch gar nicht.
14:07Was?
14:09Habt ihr noch keine Zeitung gelesen?
14:12Nein, jetzt, wo du es sagst, Frau Landmann hat die Zeitung noch nicht gebracht.
14:15Warum?
14:21Oh, mein Gott.
14:23Was ist denn?
14:26Ups.
14:29Annabelle von Weinbrand.
14:31Es sollte mal jemand in der Presse stecken, dass die Frau schon längst wieder Grafenberg heißt.
14:37Wieso?
14:38So weiß wenigstens jeder, dass sie meine Mutter ist.
14:43Es ist sicherlich nicht sehr angenehm für Sie, Annabelle.
14:47Oh, jetzt hört aber auf.
14:48Lissi, bitte.
14:50Was ist denn schon passiert?
14:52Annabelle hat sich betrunken und ein bisschen gehen lassen im Lanzino. Na und?
14:58Ja, und dank des Fotos war es jetzt ganz Falkenthal.
15:01Keine sehr gute Werbung für Sie und die Manufaktur.
15:04Ich finde, Mitleid ist ihr überhaupt nicht angebracht.
15:07Annabelle hat kein Mitleid für...
15:08Es reicht, Elisabeth.
15:13Nora, es geht ja nicht gegen dich.
15:15Ich weiß, sie ist deine Mutter, aber es ändert nichts an der Tatsache, dass sie endlich das kriegen sollte, was
15:19sie verdient.
15:23Und ganz ehrlich, ich hoffe, das da ist nur der Anfang.
15:33Nimmst du nicht so zuerst.
15:36Ich wünschte, ich könnte es.
15:54Ja, es stimmt, Theo war schon bei uns, als gestern Abend die Polizei nach ihm gefragt hat.
15:59Wir dachten einfach, es ist gut, wenn wir erst mal selbst mit ihm sprechen, um ihm zu erklären, dass es
16:03natürlich völlig falsch ist, wegzulaufen.
16:05Und außerdem war Theo hundemüde.
16:07Das interessiert mich alles nicht, Herr Landmann.
16:09Fakt ist doch, dass Sie weder das Aufenthaltsbestimmungsrecht und geschweige denn das Sorgerecht für Theo haben.
16:14Solange das nicht der Fall ist, war Ihr Verhalten absolut verantwortungslos.
16:18Aber ich bin doch weggelaufen.
16:19Ja, das war auch nicht in Ordnung.
16:21Wir haben es doch nur gut gemeint, Herr Grabowski.
16:23Und wir haben ja später Frau Weidner auch Bescheid gegeben.
16:26Sie erwarten doch wohl nicht, dass ich Ihnen das jetzt positiv anrechne.
16:28Nein, aber vielleicht...
16:29Sie wissen ganz genau, dass ich Ihnen gegenüber mehr als nachsichtig gewesen bin.
16:33Sie wollten das Jugendamt betrügen, indem Sie mir weismachen wollten, dass Sie gar nicht selbst hinter Ihrem Tresen stehen.
16:38Und Sie haben einen Termin mit mir platzen lassen, obwohl das bereits der Nachholtermin war.
16:41Ja, entschuldigen Sie bitte, aber eine Freundin von uns schwebte in Lebensgefahr.
16:44Ja, offenbar gibt es in Ihrem Leben keinen Raum für ein Kind.
16:49Moment, Herr Grabowski, vielleicht reden wir darüber besser in Ruhe.
16:52Ich mache uns erst mal frischen Kaffee und...
16:53Nein, Frau Ritter, Sie können mich jetzt auch nicht mit Kaffee oder sonst was weich kochen.
16:57Ein Kind bedeutet eine enorme Verantwortung.
17:01Und so leid es mir tut, in meinen Augen sind Sie noch nicht bereit, diese Verantwortung zu übernehmen.
17:07So, Theo.
17:09Komm, wir müssen gehen.
17:10Aber ich möchte bei Elsa und Konrad bleiben.
17:18Okay, Theo.
17:19Pass auf, wir müssen ja nicht sofort los.
17:21Wir können ja draußen noch einen kleinen Spaziergang machen.
17:23Und dann unterhalten wir uns in aller Ruhe.
17:25Komm, das ist doch ein Angebot, ne?
17:27Und wenn das nur ein Trick ist, wenn er mich dann wieder zurück ins Heim bringen will?
17:30Du hast selber gesagt, dass man mit Fremden nicht mitgehen soll.
17:34Theo.
17:35Herr Grabowski ist doch kein Fremder.
17:40Also.
17:53Tschüss.
17:54Tschüss.
18:07Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll.
18:10Also Mitleid ist es jedenfalls nicht, was ich für Sie empfinde.
18:13Bei all dem, was Annabelle auf dem Kehrpuls hat, geschieht ihr diese Blamage recht.
18:16Also sie hat noch ganz andere Strafen verdient.
18:18Guten Morgen.
18:20Wer hat deine Strafe verdient?
18:21Guten Morgen.
18:22Also wenn es um Luisa und mich geht, dann...
18:23Wer auf dieser Welt sollte euch beide dann bestrafen wollen?
18:26Naja, also...
18:27Habt ihr noch gar nicht in die Zeitung gesehen?
18:29Wieso?
18:42Wieso?
18:45Ich war gerade bei Eva, sie hat mir den Artikel gezeigt.
18:49Sowas lässt sich nicht lange verheimlichen.
18:54Das trifft dich bestimmt, deine Mutter so zu sehen.
18:57Was diese Frau tut oder nicht, ist mir eigentlich ziemlich egal.
18:59Ich bin fertig mit ihr.
19:01Nora, sie ist deine Mutter.
19:02Also ich könnte verstehen, wenn...
19:03Mach dir keine Sorgen, okay?
19:05Mit mir ist alles in Ordnung.
19:06Wirklich.
19:09Hoffentlich nimmt Nora sich den Absturz ihrer Mutter nicht allzu sehr zu Herzen.
19:12Jetzt in ihrem Zustand.
19:14Sollen wir mal nach Nora sehen?
19:15Luisa ist gerade auf dem Weg zu Nora, wegen der Hochzeit.
19:18Lass mich raten.
19:19Luisa verteilt Einladungen für eure Feier.
19:24Das ist doch ein bisschen viel für dich.
19:29Ich wünschte, ich könnte sagen, es ist mir egal, aber...
19:35Das tut mir so leid.
19:37Da haben wir so lange nach deiner Mutter gesucht und dann...
19:39Ja, und haben Annabelle gefunden.
19:41Toll.
19:41Jetzt wissen wir wenigstens, von wem ich meinen miesen Charakter geerbt habe.
19:47Also, ich mag dich trotzdem.
19:51Lügnerin.
19:54Du.
19:56Ich bin ganz schön froh, dass du wieder nach Falkenthal zurückgekommen bist.
20:00Also ihr.
20:01Du und Simon.
20:03Wer soll alles kommen?
20:05Und vor allen Dingen, wo wollt ihr feiern?
20:07Ich meine, wenn all eure Freunde kommen, dann...
20:09Also es ist eigentlich so, Luisa und ich...
20:10Moment, ich hab noch was vergessen.
20:12Sekunde.
20:21Sieh mal, sind die nicht wunderschön?
20:24Äh, äh, ja, schön.
20:26Die sind für den Türrahmen.
20:28Für den Türrahmen.
20:29Oder für die Tische draußen.
20:30Die Tische draußen.
20:31Im Garten.
20:32Ich meine, falls ihr im Garten feiern wollt.
20:34Also, Platz ist ja genug im Garten.
20:36Aber natürlich nur, wenn ihr wollt.
20:37Also...
20:37Ja, natürlich wollen sie.
20:38Und über die Pavillons haben wir auch schon gesprochen, falls es regnet.
20:41Falls es regnet.
20:42Falls es regnet, ja.
20:43Es wird wunderbar.
20:45Es wird wunderbar.
20:45Endlich sitzt die Familie wieder mal an einem Tisch zusammen und feiert.
20:48Das haben wir schon so lange nicht mehr gemacht.
20:50Eure Hochzeit wird ein rauschendes Fest, das wir alle nie vergessen werden.
20:55Ja, das ist wahr.
21:00Es ist so lieb von dir, dass du extra vorbeigekommen bist.
21:03Mir geht's doch schon viel besser.
21:05Ehrlich gesagt bin ich nicht nur wegen des Artikels hier.
21:08So, ne?
21:09Simon und ich, wir haben nochmal über unsere Hochzeit gesprochen.
21:13Und eure Hochzeit.
21:14Ui.
21:15Ich glaube, vor ein paar Wochen hätte ich dir noch die Augen ausgekratzt, wenn du mich dazu eingeladen hättest.
21:20Aber ich wünsche euch beiden alles Glück dieser Welt.
21:23Ganz ehrlich.
21:26Danke, Nora.
21:28Komm her.
21:32Sag mal, wie viel muss ich dir eigentlich dafür geben, dass der Brotschroß in meine Richtung fliegt?
21:45Theo und Herr Grabowski sind jetzt schon ganz schön lange weg.
21:50Aber er würde doch Theo nicht einfach ins Heim bringen, ohne dass wir uns von ihm verabschieden können, oder?
21:56Theo.
21:58Theo.
22:00Hör zu, ich weiß ja, dass das alles nicht so einfach für dich ist.
22:04Aber...
22:04Ich komm nicht mit.
22:06Ich fürchte, das wirst du aber müssen.
22:09Dann werde ich wieder abhauen.
22:10Theo.
22:12Ich werde immer abhauen, egal wohin sie mich hinschicken.
22:15Theo, das ist aber auch keine Lösung.
22:16Das ist mir egal.
22:17Ich lasse euch nicht mehr allein.
22:23Hör mal, Theo.
22:25Herr Landmann und Frau Ritter, die sind doch gar nicht allein.
22:28Und du wirst auch nicht alleine bleiben, das verspreche ich dir.
22:30Wir befinden...
22:30Das ist nicht fair.
22:32Weg zu laufen oder zu lügen, das ist auch nicht fair.
22:35Das stimmt.
22:37Aber ich bin weggelaufen, nicht Elsa und Konrad.
22:40Und die wollten dir auch anrufen, aber ich hatte solche Angst.
22:43Angst?
22:45Aber wieso denn die Leute im Heim, die sind doch immer nett zu dir gewesen.
22:48Den Leuten im Heim bin ich völlig egal.
22:51Elsa und Konrad bin ich nicht egal, obwohl ich gar nicht ihr eigenes Kind bin.
22:55Im Heim habe ich mir immer gewünscht, dass meine Mutter oder mein Vater irgendwann kommen, um mich mitzunehmen.
23:01Aber wenn sie jetzt kommen, um mich abzuholen, dann gehe ich nicht mehr mit.
23:04Denn ich habe jetzt ein Zuhause.
23:30Ich wollte eine kleine Hochzeit verkünden und nun kriege ich eine große Geschenk.
23:37Sogar Nora hat uns Glück gewünscht.
23:39Noch vor kurzem hätte ich dahinter eine böse Absicht vermutet.
23:42Aber sie freut sich wirklich für uns.
23:47Vielleicht war es auch falsch zu glauben, eine kleine Feier wäre die bessere Idee.
23:51Warum sollten nicht all unsere Freunde teilhaben an unserem Glück?
24:12Hast du schon mit deiner Mutter gesprochen?
24:14Ja.
24:16Verstehe.
24:17Wieso?
24:18Was meinst du?
24:26Was ist das denn?
24:28Was?
24:30Ach das, das sind Tauben.
24:35Für einen Türkranz.
24:37Für einen Türkranz?
24:40Du hast dich also breitschlagen lassen.
24:42Was?
24:42Nein, also...
24:44Ja, hab ich.
24:45Wir wollten doch alleine heiraten.
24:47Ja, aber als meine Mutter wieder angefangen hat, du hättest sie hören sollen.
24:50Sie wünscht sich nichts mehr als eine große Feier mit allem Drum und Dran.
24:53So, so.
24:55Was hätte ich denn machen sollen?
24:56Zum Beispiel Nein sagen.
24:57Also gut, es ist meine Schuld, dass wir nicht durchbrennen können und dass wir eine große
25:00Hochzeit feiern werden.
25:02Nicht ganz.
25:04Aha.
25:06Lass mich raten.
25:07Dein Gespräch mit Nora war auch im Volltreffer.
25:09Ach, ich weiß auch nicht.
25:11Als sie da so saß und sich ehrlich mit uns gefreut hat...
25:14Ehrlich gefreut?
25:15Ich glaube, sie hat endlich begriffen, dass wir zusammen gehören.
25:19Und wenn das Schicksal will, dass wir groß feiern, dann...
25:22Nicht das Schicksal will es.
25:24Unsere Familie und wir müssen gar nichts.
25:26Na ja, aber ein bisschen wollen wir es doch auch, oder?
25:28Auf einmal.
25:30Menüs, Torten, Türkränzen.
25:32Also ich kann alles verkraften, solange du an meiner Seite bist.
25:35Ich auch.
25:36Und wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich eigentlich den Gedanken, mit unseren Lieben zu feiern
25:42und glücklich zu sein, sehr schön.
25:43Das ist eben Schicksal.
25:46Du gibst nicht auf.
25:47Na, aber stimmt doch.
25:48Wenn das Schicksal gewollt hätte, dass wir irgendwo einsam auf einer Insel heiraten,
25:53dann hätte unser Heißluftballon uns dahin gebracht.
25:55Dann bin ich ja froh, dass du so einen guten Draht zum Schicksal hast.
25:58Und ich erst.
26:07Im ersten Moment dachte ich, das Bild wäre bearbeitet und jemand hätte sich einen schlechten
26:11Scherz erlaubt.
26:13Leider nein.
26:14Ich war gestern selbst im Lanzino.
26:17Und unter uns, Frau Grafenberg, sah wirklich nicht gut aus.
26:20Ja, und was passiert jetzt?
26:21Ich meine, so ein Bild ist ja wirklich nicht gut für den Ruf der Manufaktur und alles
26:25andere als positiv.
26:27Das bleibt abzuwarten.
26:28Ich schätze, das hängt davon ab, ob das ein einmaliger Ausrutscher von hier war, über
26:31den in ein paar Wochen Gras gewachsen ist, oder ob sie sich weitere Eskapaden erlaubt.
26:36Haben Sie nichts zu tun?
26:40Ist Frau Grafenberg eigentlich in der Firma?
26:42Bisher ist sie noch nicht aufgetaucht.
26:45Und ganz ehrlich, wenn ich sie wäre, würde ich mir auch nicht die Blöße geben, heute
26:48hier zu erscheinen.
26:52Guten Morgen, Frau Grafenberg.
26:53Guten Morgen.
26:54Morgen.
26:57Morgen.
26:57Guten Morgen.
27:29Untertitelung des ZDF, 2020
27:32Ich bin jetzt nicht zu sprechen
27:37Herr, guck doch mal
27:45Guten Morgen, Frau Grafenberg
27:46Herr Pfarrer
27:48Um ehrlich zu sein, das passt mir jetzt gar nicht
27:52Ich habe gerade einen wichtigen Termin
27:54Ja, das sehe ich
27:57Und ich sehe auch, dass es Ihnen scheinbar wieder besser geht
28:00Sie brauchen Ihren Rollstuhl nicht mehr
28:02Wie es aussieht, hatte Ihr Gott ein Einsehen mit mir
28:06Ich glaube nicht, dass Sie Ihre Heilung Gott allein zu verdanken haben
28:09Ich will nicht unhöflich sein, aber ich habe wenig Zeit
28:11Was wünschen Sie?
28:14Vielleicht liege ich falsch
28:15Aber ich dachte
28:17Sie könnten vielleicht etwas seelischen Beistand gebrauchen
28:27Ja, Theo
28:28Ich kann dich wirklich gut verstehen
28:31Und ich freue mich auch für dich, dass du hier zwei Menschen gefunden hast, denen du so sehr vertraust
28:37Aber es bleibt dabei, dass deine potenziellen Eltern sich schlichtweg falsch verhalten haben
28:42Ich hoffe, da sind wir uns alle einig
28:43Natürlich
28:46Nun mache ich ja diesen Job schon seit einigen Jahren
28:48Und ich weiß aus Erfahrung, dass eine Entscheidung für oder gegen eine Pflegefamilie
28:53Immer eine Entscheidung der Vernunft sein sollte
28:55Bei der Gefühle nichts zu suchen haben
28:59Ja
29:01Und in Ihrem Fall, da
29:04Da denke ich, dass es das Vernünftigste ist
29:08Und eben doch mal auf mein Gefühl zu hören
29:11Und mein Gefühl, das sagt mir
29:14Dass du hierher gehörst, Theo
29:17Von daher werde ich Ihren Antrag auf Pflegeelternschaft befürworten
29:25Das heißt, dass du hier bleiben kannst
29:27Ehrlich?
29:28Ehrlich
29:42Warum tun Sie sich das an?
29:44Mein Privatleben geht Sie nun wirklich nichts an
29:48Normalerweise würde ich das auch sagen
29:50Aber vor noch nicht allzu langer Zeit haben Sie mir aus eben diesem Privatleben sehr viel erzählt und...
29:55Und deshalb sollten wir es vielleicht auch dabei belassen
29:59Sie hätten mir keinen Platz angeboten, wenn Sie das Gespräch nicht suchen würden
30:08Ich hatte den Entschluss gefasst, ein Geständnis abzulegen
30:12Als ich auf dem Weg zur Polizei war, konnte ich plötzlich wieder etwas laufen
30:17Ich dachte, Gott hätte mir ein Zeichen geschickt
30:20Ach, und dann dachten Sie, Sie kommen um die Beichte herum
30:23Aber ich habe doch gebeichtet, bei Ihnen
30:26Ja, aber wir beide wissen doch, dass sie diese Art von Beichte nicht von Ihrer Schuld befreien kann
30:36Ich warte da auf das Gute
30:38Und es kommt das Böse
30:40Ich hoffte auf das Licht und es kommt Fensternis
30:45Hiob
30:473026
30:48Ich wusste gar nicht, dass Sie so bibelfest sind
30:51Vielleicht habe ich immer nur die falschen Stellen gelesen
30:55So oder so hat es mir nichts gebracht
30:56Nein, das würde ich nicht sagen, Frau Grafenberg
30:59Gott hat Ihnen die Hand gereicht
31:02Aber er hat Sie auch ganz schnell wieder losgelassen
31:05Die Finsternis ist da, weil sie Ihnen etwas sagen will
31:07Und was will die Finsternis mir sagen?
31:10Ich kann verstehen, dass Sie wütend sind, Frau Grafenberg
31:11Aber Sie sind vor allem wütend auf sich selbst
31:15Das ist offensichtlich
31:19Haben Sie sich denn nie gefragt, warum Gott Sie aus dem Rollstuhl befreit hat?
31:25Sagen Sie es mir
31:27Sie haben doch den guten Draht nach oben
31:29Vielleicht wollte Gott Ihnen ein Zeichen geben, Frau Grafenberg
31:33Aber er hat Ihnen auch einen Weg aufgezeigt
31:36Ich denke, ein Weg, den Sie gehen sollten
31:44Naja, wir können die Gästin es doch dem Schicksal überlassen
31:47Äh, besser nicht
31:49Auf einmal
31:50Wollen wir eigentlich Ludwig Adam einladen?
31:52Natürlich
31:53Er war dabei, als du mir den ersten Heiratsantrag gemacht hast
31:55Oh Mann, ich warst so nervös
31:57Aber unwiderstehlich
31:58Also, Ludwig Adam
32:00Hm?
32:02Und ich freue mich auch schon, deine Schwester Constanze kennenzulernen
32:04Wenn sie überhaupt kommt
32:06Bei Constanze weiß man nie so genau
32:07Wenn wir sie rechtzeitig einladen, kann sie sich das bestimmt einrichten
32:12Wann wollen wir denn überhaupt heiraten?
32:15Na, von mir aus nächste Woche
32:17Von mir aus auch
32:18Aber ich denke, wir müssen uns noch ein bisschen länger gedulden
32:21Wie viel länger?
32:24Naja, wenn wir alles alleine vorbereiten wollen
32:26Naja, wir können auch ein paar Sachen abgeben
32:27Meine Mutter und Eva werden sich bestimmt freuen
32:30Aber selbst wenn
32:31Wir müssen erst mal einen Termin beim Standes an vereinbaren
32:34Okay
32:35Wie lautet die Nummer?
32:37Ah
32:39Was sie da verlangen, ist unmöglich
32:42Ich verlange gar nichts von ihnen
32:45Aber ich gebe ihnen den Rat
32:47Sich endlich ihrer Schuld zu stellen
32:49Ich kann nicht ins Gefängnis gehen
32:52Ja, aber nur so werden sie irgendwann aufhören, sich selbst zu quälen
32:55Nur so werden sie zu sich selbst zurückfinden
32:58Zu sich
32:59Und zu den Menschen
33:01Die ihnen etwas bedeuten
33:02Mein Mann hat mich aus unserem gemeinsamen Haus werfen lassen
33:06Herr von
33:07Herr von Weiden weiß, dass sie einen Mord in Auftrag gegeben haben
33:11Den Mord an seiner Frau
33:12Das wird er mir nie verzeihen
33:14Es gibt keinen Weg mehr zurück
33:16Einen Weg zurück gibt es immer
33:19Aber es gibt niemanden mehr
33:22Für den es sich lohnt, diesen Weg zu gehen
33:24Gehen sie ihn für sich selbst
33:28Außerdem haben sie doch auch noch Familie
33:30Was ist mit ihrer Tochter?
33:33Meine Tochter Nora wollte mich verraten
33:36Genauso wie ihr Vater
33:37Und
33:39Meine Kinder aus erster Ehe
33:40Wollen schon lange nichts mehr von mir wissen
33:43Und wann haben sie denn das letzte Mal mit ihnen gesprochen?
33:46Begreifen sie denn nicht, ich habe keine Familie mehr
33:50Ich habe niemanden mehr auf dieser Welt
34:12Ich habe mich die Feuer in der Welt
34:43Untertitelung des ZDF, 2020
35:00Untertitelung des ZDF, 2020
35:17Ich werde dich wahrscheinlich niemals ins Gefängnis bringen können, das weiß ich inzwischen.
35:22Aber ich kann zumindest dafür sorgen, dass du aus meinem Leben verschwindest.
35:26Ich will nichts mehr von dir wissen, ich will nichts mehr von dir hören.
35:29Und ich werde jeden Gedanken an dich aus meinem Gedächtnis löschen.
35:32Für mich bist du gestorben.
35:36Weißt du, wie oft ich gehofft habe, dass du zu mir kommst und einfach für mich da sein würdest?
35:39Weißt du, wie andere Mütter für ihre Kinder da sind?
35:41Das ist nicht fair. Ich habe immer versucht...
35:43Fair!
35:45Dieses Wort solltest du lieber nicht in den Mund nehmen.
35:47Ich habe Fehler gemacht, aber ich wollte sie auch wieder gut machen.
35:51Komm.
35:53Du brauchst weder mir noch dir irgendwas vorzumachen.
35:56Das ist dein ganzes Leben lang falsch gespielt.
36:06Annabelle, bitte.
36:08Du musst mir helfen.
36:10Warum sollte ausgerechnet ich dir diesen Gefallen tun?
36:13Annabelle.
36:25Um wen geht es denn diesmal?
36:27Es geht um meinen Ex-Mann.
36:29Er will Helena heiraten.
36:31Dazu wird es aber nicht kommen.
36:32Warum nicht?
36:33Weil sie, Helena Bernstein, töten werden.
36:40Ich wusste, dass sie mir ihre Formel überlassen würden.
36:47Du hast Helena getötet.
36:49Du hast die Frau umbringen lassen, die ich über alles geliebt habe.
36:53Und du hast mir Viktoria genommen.
36:57Du kannst darauf vertrauen, dass du eines Tages büßen wirst für alles.
37:34Nora, hier bist du.
37:35Ich wollte sowieso gerade gehen.
37:36Jetzt warte doch mal.
37:37Ich habe keine Lust, über meine Mutter zu reden, also lass es.
37:39Ich will gar nicht über Annabelle reden, also zumindest nicht so, wie du denkst.
37:43Jetzt bitte.
37:44Was ich denke, ist doch völlig egal.
37:46Ich weiß doch, was du denkst.
37:47Ach ja?
37:47Ja.
37:48Und, was denke ich?
37:48Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, denkst du.
37:51Du gibst es nicht zu, aber du glaubst, dass ich genauso bin wie meine Mutter.
37:54Hinterhältig, durchtrieben, kriminell.
37:56Ja, das habe ich wirklich lange Zeit geglaubt.
37:58Aber ich schätze, ich habe mich in dir getäuscht.
38:00Nora, es tut mir wirklich leid.
38:03Das war sehr unsensibel von mir heute Morgen.
38:05Aber wenn es um Annabelle geht, ist es nicht einfach rot.
38:07Es tut mir leid.
38:12Ja, ist schon gut.
38:14Ich weiß auch nicht, warum mich das Ganze immer noch so trifft.
38:21Die Kinder aus erster Ehe wollen schon lange nichts mehr von mir wissen.
38:26Wann haben Sie denn das letzte Mal mit Ihnen gesprochen?
38:29Wer war denn eigentlich?
38:47Daniel Gravenberg.
38:49Daniel, ich bin's, deine Mutter.
38:54Daniel?
38:55Hörst du mich?
38:57Hallo?
39:08Ich weiß nicht, aber vielleicht sollte ich einfach so tun, als würde es sie nicht mehr geben.
39:11Das wäre bestimmt besser.
39:13Also es wird sicherlich schwer für dich.
39:15Ich weiß, ich habe lange gebraucht, sehr lange.
39:18Möchtlich zu kapieren, was für ein Mensch sie ist.
39:21Als ich begriffen habe, wer Jan Delbrück wirklich ist, konnte ich mich von ihm scheiden lassen.
39:26Aber Annabelle wird immer deine Mutter bleiben.
39:29Auf dem Papier.
39:31Ich glaube nicht, dass ich in Zukunft noch was mit dir zu tun haben möchte.
39:35Oh nee.
39:36Oh, das ist bestimmt wieder einer von diesen Depressor-Heinis.
39:40Soll ich?
39:41Nee, nee, warte, warte, ich mach das schon.
39:48Nora, ich bin's.
39:51Mutter.
39:52Ich habe vieles falsch gemacht.
39:54Hör zu, ich...
39:55Ich habe Lappen gebraucht, um das zu begreifen.
39:58Es ist zu spät.
40:00Warte.
40:01Du bist doch alles, was mir noch geblieben ist.
40:03Du und mein Enkelkind.
40:05Sag mal, verstehst du das nicht?
40:06Es ist zu spät.
40:07Doch, bitte, ich fähre dich an.
40:11Wir sind doch eine Familie.
40:13Gib mir noch eine Chance.
40:16Nein.
40:17Das sind wir nicht.
40:18Und das werden wir auch niemals werden.
40:22Nein.
40:39Söge.
40:47Nein.
40:50Nein.
40:54Nein.
41:24Untertitelung des ZDF, 2020
41:26Ihr habt mir die Kraft gegeben, neu anzufangen.
41:28Ich habe meiner Schwester einen Unfall in die Schuhe geschoben.
41:31Ich habe sie belogen. Ich habe euch alle belogen.
41:33Und ihr? Ihr habt mich nicht weggeschickt.
41:35Ohne euch wäre ich jetzt nicht an diesem Punkt.
41:38Ihr seid unsere Familie.
41:39Und ihr habt uns in der letzten Zeit durch so viele Höhen und Tiefen begleitet.
41:43Dafür wollen wir euch nochmal danken.
41:45Und gemeinsam mit euch feiern.
41:47Denn der Termin für unsere Hochzeit steht jetzt fest.
41:49Heute in fünf Wochen.
41:55Untertitelung des ZDF, 2020
41:56Vielen Dank.
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