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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:00Stell das Glas wieder hin, bitte.
00:03Es ist zu spät. Lass mich.
00:06Was soll ich deinem Enkelkind sagen, wenn es nur seine Oma fragt?
00:11Nach seiner Familie?
00:13Ich habe keine Familie mehr.
00:15Doch, ich bin deine Familie.
00:21Der Weg, den du erst finden musst, beginnt nicht weit von hier.
00:25Gehst du hinaus, dann schau nach links und mach der Schritte vier.
00:28Ach, der Schritte vier. Simon Becker, du spinnst.
00:32Aber genau deshalb liebe ich dich.
00:34Also, gesagt hat er nichts, aber er hat dir was geschrieben.
00:44Der ist irre.
00:48Aber er scheint coole Liebesbriefe zu schreiben.
01:27Untertitelung im Auftrag des ZDF für funk, 2017
01:46Konrad, was machst du hier?
01:49Ja, das wollte ich dir auch gerade fragen.
01:55Also, ich bin eigentlich mit Simon verabredet, zumindest dachte ich das.
01:58Aha, ja, ich habe eigentlich Elsa erwartet.
02:03Na, da bin ich ja beruhigt.
02:06Wie ich sehe, haben sie sich gefunden.
02:09Na, Gott sei Dank.
02:10Ich hatte schon befürchtet, ich habe da etwas verwechselt.
02:12Ich fürchte, das haben sie auch.
02:14Das hier ist nicht mein Verlobter.
02:16Hab ich's doch geahnt.
02:18Ich muss aus Versehen zwei Deservierungen zum gleichen Termin vorgenommen haben.
02:22Na, das erklärt einiges.
02:24Ja, aber wo sind dann Simon und Elsa?
02:27Wir sind hier.
02:31Elsa, ich habe da was gefunden, was dir gehört.
02:33Offensichtlich.
02:34Also, ich fürchte, da habe ich etwas durcheinander gebracht.
02:39Machen Sie sich keine Gedanken, die beiden sind ja schließlich nicht miteinander durchgebrannt.
02:42Ja.
03:11Tobias, was ist denn das?
03:14Ich weiß, du hast Überraschungen.
03:18Darf ich bitten, schöne Frau?
03:20Ja.
03:21Ja.
03:21Und dann?
03:30Ja.
03:32Wenn même.
03:32Das war's.
03:43Ja.
03:59Liebe Nora, als ich gestern gesagt habe, dass ich zur Polizei gehen will, habe ich nicht geloben.
04:08Ich war überzeugt, dass es der einzige Weg ist, mein Leben in Würde weiterzuführen.
04:14Aber ich schaffe es nicht. Die Vorstellung, den Rest meines Lebens im Gefängnis zu verbringen, ist mir unerträglich.
04:22Ich weiß, dass ich dich wieder einmal enttäuscht habe, Nora.
04:26Und ich bin mir sicher, dass du deinem Kind eine bessere Mutter sein wirst, als ich es jemals gewesen bin.
04:33Wir beide werden uns wohl nie wiedersehen.
04:37Von Herzen wünsche ich dir alles gut. Leb wohl.
04:42Annabelle.
04:47Aber irgendwie verstehe ich jetzt immer noch nicht, wie ihr beide auf die gleiche Idee kommen konntet, ein Bett im
04:52Kornfeld aufstellen zu lassen.
04:54Naja, ich habe so einen Flyer im Warnis liegen sehen, wo ich ihn wahrscheinlich liegen gelassen habe.
04:59Aha.
05:00Na, da können wir ja richtig froh sein, dass hier nicht meine ganze Stammkundschaft aufkreuzt.
05:05Hat sich Konrad auch mit einer Schnitzeljagd hierher gelockt?
05:07Nein, mit einer Landkarte. Ganz klassisch wie ein Förster.
05:11Ja, ich stehe halt nicht so auf Schnitzeljagd. Allein das Wort mag ich nicht.
05:14Stimmt. Du bist ja Vegetarier.
05:16Also die Überraschung hat doch gut funktioniert. Das Picknick ist schön.
05:20Dann kannst du doch jetzt weitergehen.
05:21Hm, du meinst mit dem Unterhaltungsprogramm?
05:24Ja.
05:25Ja, ich wäre auch so weit.
05:28Woran habt ihr denn so gedacht?
05:30Eine Kutschfahrt.
05:31Hm, Feuerwerk reicht auch.
05:35Guck mal, Luisa, da sind unsere zwei Vorstadt-Romeos aber ganz schön schnell am Ende mit ihren Ideen.
05:41Moment mal, ja? Hast du gehört, wie sie uns gerade genannt hat?
05:43Von wegen Vorstadt-Romeo. Ich habe sogar schon mal in der Schulerführung den Romeo gespielt.
05:47Echt? Das hast du mir gar nicht erzählt.
05:48Naja, ist ja auch schon länger her.
05:50Und kannst du dich noch an ein paar Sätze erinnern?
05:52Ja, schon.
05:54Spiel uns was vor, bitte.
05:56Ja.
05:57Na, komm.
05:57Oh, komm, jetzt trau dich.
05:59Spiel uns mal was vor.
06:01Bitte.
06:04Darf ich dem Schmeichel Glück des Schlafes trauen?
06:08So deuten meine Träume ein nahes Glück.
06:13Was muss ich da eigentlich reimen, oder?
06:15Das ist Shakespeare.
06:18Leicht auf dem Thron sitzt meiner Brust Gebieter.
06:23Mich hebt ein ungewohnter Geist in frohen Gedanken diesen ganzen Tag empor.
06:29Verstehst du das?
06:31Ja.
06:32Warte.
06:33Mein Mädchen, träumt ich, kam und fand mich tot.
06:39Seltsamer Traum, der Tote denken lässt.
06:43Und haucht mir solch ein Leben ein mit Brot.
06:56Küssten, dass ich dem Tod erstand und Kaiser war.
07:05Also, ich fand das sehr bewegend.
07:07Ja, wirklich schön.
07:08Ich dachte, du hast es nie verstanden.
07:10Dann nochmal die Kurzfassung für Banausen.
07:12Romeo stirbt und Julia findet ihn.
07:14Na, was für eine Überraschung.
07:15Wo er es doch vorher geträumt hat.
07:17Na, dann hast du es ja doch kapiert.
07:18Na ja, aber anders als im Traum kann sie nicht mit einem Kuss erwecken.
07:21Ja, ich hätte es vielleicht mal mit Brot versuchen sollen.
07:25Und kannst du noch mehr?
07:27Ja, also alles, woran ich mich noch erinnern kann, ist die Sterbesszene.
07:30Oh Gott, ist die langt.
07:31Komm, bitte, spiel uns noch was vor.
07:35Na gut.
07:41Augen seht euer Letztes.
07:44Arme nehmt die Letzte um Arme.
07:47Und o Lippen ihr die Tore des Odems.
07:51Siegelt mit rechtmäßigen Kusse den ewigen Vertrag dem Wuchertod.
07:58Schon kapiert, ich sterbe schneller.
08:00Wartet.
08:06Oh, wackerer Apotheker, dein Trank fügt schnell.
08:10Und so, im Kusse, sterbe ich.
08:18Super.
08:20Na, jetzt musst du ihn aber wieder aufwecken.
08:21Ja, kümmere dich mal um dein Happy End.
08:23Und so, im Kusse, sterbe ich, dein Trank fügt, dein Trank fügt, dein Trank fügt, dein Trank fügt.
09:03Hallo.
09:07Störe ich?
09:08Quatsch.
09:12Na und?
09:14Geht's wieder?
09:14Klar, kennst du mich doch.
09:18Hm.
09:23Was gibt's denn, Papa?
09:26Ich, äh, würde dich gern an einem Gefallen bitten.
09:31Ich habe nachher ein Treffen mit einem sehr erfolgreichen Unternehmer, Robert Beltinger.
09:37Und da könnte ich deine Hilfe gebrauchen.
09:39Wie soll ich dir denn dabei helfen?
09:42Na ja, ich brauche sozusagen deine Expertise als Jungunternehmerin.
09:48Na, wenn du mich so charmant bittest.
09:52Ich weiß zwar immer noch nicht, wie ich dir dabei helfen soll bei deinem Geschäft, aber gut.
09:57Also, dieses Unternehmen arbeitet im Bereich Internetanwendungen.
10:02Ach so.
10:03Und da fühlst du dich nicht so zu Hause?
10:05Na ja, sagen wir mal so, vom Alterssegment gehörst du wohl eher zur Zielgruppe als ich.
10:10Deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn du mich nachher begleitest.
10:14Mach ich.
10:15Ist doch klar.
10:18Fein.
10:20Das Treffen ist in deinem Ziel und ich sag dir noch die genaue Uhrzeit.
10:25Danke, Papa.
10:26Na, ich hab dir zu danken.
10:29Ich, ähm, ich würde dich übrigens gern in ein paar Geschäfte der Van Weidengruppe mit einbeziehen.
10:38Und ich dachte schon, du willst mich bloß von Jan ablenken.
10:43Ja.
10:52Hast du auch an der Schule Theater gespielt?
10:54Na klar.
10:56Also, ja, war nur so eine kleine Nebenrolle im Weihnachtsstück für Kinder.
11:00Jetzt war es mal nicht so spannend.
11:02Was war es denn für eine Rolle?
11:03Ich kann mich überhaupt nicht mehr daran erinnern, das war in der Grundschule.
11:06Sag doch mal, ist doch egal.
11:07Jetzt komm, raus damit.
11:09Ich war die Hagebutte.
11:14Das klingt wirklich nach einer Nebenrolle.
11:17Ja, ja, aber eine wichtige.
11:18Das war bestimmt gar nicht so einfach.
11:19Ja, ich meine, so eine Hagebutte muss man sich ja erstmal reinfühlen.
11:23Wie sagst du's?
11:24War es eine stumme Rolle?
11:27Ja.
11:28Man kann auch sehr ausdrucksstark schweigen.
11:32Ja, jetzt muss ich leider auf deine Vorführung verzichten.
11:35Wollen wir die beiden nicht allein lassen?
11:37Ich glaub, den Rest der Vorstellung kriegt ihr ohne Publikum hin, oder?
11:40Ihr wollt uns das Bett allein überlassen?
11:43Falkenthal hat ja noch andere schöne Orte.
11:45Bist du da sicher?
11:46Ganz sicher.
11:47Außerdem fängt es sowieso gleich an zu regnen.
11:49Dann sieh zu, dass du nicht nass wirst, Hagebutte.
11:51Nein.
11:52Obacht, Romeo.
11:55Also mir hat's gefallen.
11:56Dann sieh zu, dass du nicht nass.
12:28Kann ich Ihnen helfen?
12:30Nein, danke. Alles in Ordnung.
13:10Hallo, Adam.
13:11Guten Tag, Herr Becker.
13:13Mhm.
13:15Ja, sowas muss man wohl sehr regelmäßig machen.
13:18Ja, man glaubt nicht, wie hier schnell alles immer wieder einstaubt,
13:20wenn man da nicht regelmäßig hinterher ist.
13:23Frau Landmann hat es nicht so mit dem Staubwischen.
13:27Da muss man ihr immer mal zur Hand gehen.
13:30Ich hab Ihnen diese E-Mail ausgedruckt.
13:32Eine Antwort auf Ihr Stellengesuch.
13:34Das ging so schnell.
13:36Recht, vielen Dank.
13:40Ja, und?
13:41Ein gutes Angebot?
13:45Immer noch besser, als hier rumsitzen,
13:47Däumchen drehen und zu warten,
13:49dass man gebeten wird, den Koffer zu packen.
13:52Ja, nun malen Sie mal nicht alles so schwarz.
13:54Jetzt, ich bin mir sicher, Herr van Weyden weiß Ihre Arbeit sehr zu schätzen.
13:57Es ist nett, dass Sie mir Mut machen wollen,
13:59aber bevor Frau Grafenberg hier eingezogen ist,
14:03gab es auch keinen Butler.
14:05Und jetzt, wo sie weg ist,
14:08muss ich mir was Neues suchen.
14:10Um was für ein Angebot geht es denn?
14:14Nachtportier in einer Jugendherberge.
14:16Hm?
14:19Aber Sie sind ein ausgebildeter Butler.
14:22Butler, da müssten Sie doch mit Leichtigkeit etwas Besseres finden.
14:26Mit Leichtigkeit nicht.
14:28Wer leistet sich heutzutage schon ein Butler?
14:30Und seien wir ganz ehrlich,
14:33ich gehöre einer aussterbenden Spezies an.
14:36Aber deshalb müssen Sie doch lange noch nicht jedes Angebot annehmen.
14:39In meinem Alter schon.
14:42Wollen Sie nicht doch versuchen, mit Herrn van Weyden zu sprechen,
14:45bevor Sie etwas überstürzen?
14:47Man muss wissen, wann es Zeit ist zu gehen.
14:50und ich möchte mich auf keinen Fall aufdringen.
15:05Hi.
15:08Hallo.
15:09Tut mir leid, dass ich zu spät bin.
15:11Kein Problem. Hi.
15:14Willst du was trinken?
15:15Einen Kaffee, bitte.
15:17Seit wann kennst du und du wieder hier?
15:19Seit Elsa und Konrad einen auf Romantik machen.
15:22Wow, hast du heute noch was vor?
15:24Ich habe nachher noch einen Geschäftstermin.
15:26Ach, dann wirst du dich also wieder mehr um die Bäckersbroten kümmern?
15:29Das finde ich gut.
15:30Nein, ehrlich gesagt,
15:32ist mir das alles ein bisschen über den Kopf gewachsen
15:34und deshalb habe ich die Bäckersbroten an einen chinesischen Konzern verkauft.
15:37Guter Scherz.
15:38Ernsthaft?
15:39Ich habe an den Maisbietenden verkauft.
15:41China ist die Zukunft.
15:41Das kannst du gar nicht.
15:43Das nennt man Globalisierung, Schätzchen.
15:45Ich fürchte, das nennt man eher Trendverpennt.
15:48Auch wenn die Chinesen sich deswegen natürlich sehr glücklich schätzen können.
15:51Bitte?
15:52Mein Tipp für den nächsten Globalisierungsschritt wäre Indien.
15:56Sehr im Kommen und noch groß unterschätzen.
15:58Wer bist du überhaupt, Schlaumeier?
16:01Entschuldigung, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt.
16:05Mist.
16:05Das kannst du dir jetzt auch sparen, Gruppen und Toriker.
16:08Shit.
16:24Hey.
16:27Muss ich mir Sorgen machen?
16:28Hast du einen Verehrer?
16:30Nein, die sind für dich.
16:32Als Dankeschön für die wundervolle Idee,
16:35mir einen Tango-Musiker in die Manufaktur zu schicken.
16:37Danke.
16:38Die sehen toll aus.
16:40Dein eigenes Werk.
16:42Die habe ich im Garten des Gutshauses geklaut.
16:45Was?
16:47Guck nicht so entsetzt.
16:49Die sind natürlich gekauft.
16:50Ich habe mir nur Sorgen gemacht,
16:52dass der kärgliche Rest des schönen Rosengartens in einer Vase endet.
16:57Rosen zu dieser Jahreszeit zu beschneiden,
16:59was hatte Adam sich nur dabei gedacht?
17:01Seit Annabelle nicht mehr im Gutshaus wohnt,
17:03fühlt er sich deplatziert.
17:05Er stirbt fast für Langeweile.
17:07Aber im Gutshaus gibt es doch genug zu tun für einen Butler.
17:10Aber er ist zu stolz, Herrn van Weyden zu bitten, ihn zu übernehmen.
17:13Und jetzt durchsucht er das Internet nach passenden Stellenangeboten.
17:16Und? Hat er was gefunden?
17:19Nachtportier in einer Jugendherberge.
17:21Oh Gott, der Arme.
17:22Das Schlimme ist, er macht sich wenig Hoffnung,
17:24dass er ein besseres Angebot bekommt.
17:26Wenn wir ihm irgendwie helfen könnten.
17:29Vielleicht sollte ich mal mit ihm reden.
17:30Na, lieber nicht.
17:31Also, ich hatte das Gefühl, es ist nun nicht recht,
17:33wenn noch jemand davon weiß.
17:37Es geht nach einem Gewitter.
17:39Ich gehe lieber nach draußen und hole die.
17:41Holst du von dem Gartenmöbel rein?
17:43Ach, das tut mir leid für Luisa und Simon.
17:45Jetzt fällt ihr romantischer Tag ins Wasser.
17:47Ach was.
17:48Wenn man sich liebt, ist jedes Wetter romantisch.
17:51Eier.
17:56Danke.
17:57Du isst ja wohl das Mindeste, wenn ich schon mit Kaffee um mich werfe.
17:59Bist du heute wohl ein bisschen nervös, was?
18:01Bis vor einer halben Stunde war ich noch die Ruhe selbst,
18:03aber so etwas kann sich schnell ändern.
18:05Dann trink doch lieber Wasser das nächste Mal.
18:07Ist besser für deinen Blutdruck
18:08und für die Oberbekleidung der anderen Bargäste.
18:10Du, ich wollte dich gerade als Wiedergutmachung
18:12auf ein Kaffee einladen,
18:13aber wahrscheinlich hätte ich damit nicht den ersehnten Erfolg.
18:15Nein, wohl nicht.
18:16Ich hatte ja schon einen Kaffee, danke.
18:19Entschuldige nochmal.
18:20Man sieht sich.
18:21Das hoffe ich in unserem Fall auch.
18:24Ich dachte schon, der Typ würde ja Wurzeln schlagen.
18:26Was hast du denn?
18:27Er ist doch ganz...
18:28Mann, guck mich doch mal an.
18:29Ich habe gleich einen Termin.
18:31Was denn für einen Termin?
18:33Ach, irgendein Geschäftstermin in der Internetbranche.
18:36Keine Ahnung.
18:37Aber wie ich meinen Vater kenne,
18:38will er mich bloß von Jan ablenken.
18:40Also, wenn du Ablenkung brauchst, dann...
18:44Ich muss leider los.
18:46Ich freue mich ja schon darauf,
18:48dem Geschäftspartner meines Vaters zu erklären,
18:50warum ich mit bekleckerter Bluse herumreine.
18:52Dann ziehen sie doch einfach aus.
18:54Oh, war das knapp.
19:05Ja.
19:07Einen Augenblick länger und wir wären klatschnass geworden.
19:09Ja, und du hast recht behalten.
19:11Na, wundert dich das?
19:12Ich habe doch gesagt, dass es Regen gibt.
19:13Ich finde das erstaunlich.
19:14Da war vorhin keine einzige Wolke am Himmel.
19:17Ja, ich habe halt einen besonderen Draht zur Natur.
19:21Das ist bestimmt die Hagebutte in dir.
19:24Aha, lustig, lustig.
19:28Ich hätte dich gern in deinem roten Kostüm gesehen.
19:31Es war nur obenrum rot, untenrum was grün.
19:34Nein, dann hast du bestimmt allen die Show gestohlen.
19:37Ja, kann schon sein.
19:41Und was machen wir jetzt mit dem Rest des Tages?
19:46Wir können ja unsere Zweisamkeit genießen, bis Theo wiederkommt.
19:51Hm, schade, dass er nicht schon da ist.
19:54Ah, finde ich auch, ja.
19:59Aber bis er kommt, können wir doch eigentlich da weitermachen,
20:02wo wir vorhin aufgehört haben, oder?
20:04Wo haben wir denn vorhin aufgehört?
20:10Ich glaube, ich habe dich gerade geküsst.
20:13Ah ja?
20:14Ja, ja.
20:16Und dann?
20:17Und dann?
20:18Dann habe ich dich nochmal geküsst.
20:22Und dann?
20:36Ach, was für einen Wolkenbruch.
20:38Und wir auf einem Kornfeld in einem Himmelbett.
20:42So etwas Schönes hat noch nie jemand für mich gemacht.
20:44Vielen, vielen Dank.
20:45Fast so wie auf deinem Wunschzettel.
20:47In einem Himmelbett liegen und die Sterne sehen.
20:51Ich bin trotzdem froh, dass wir wieder im Trockenen sind.
20:53Und ich bin froh, dass du nicht zu Konrad gekrabbelt bist.
20:56Ich habe mir das ja schon kurz überlegt.
21:02Ich glaube, ich habe ein Déjà-vu.
21:04Mhm.
21:05Das ist noch gar nicht so lange her, da haben wir schon mal so pitschnass voreinander gestanden.
21:09In Waltru.
21:10Als du in den See gesprungen bist, um nach meinem Glücksbringer zu tauchen.
21:13Und weißt du, wie es dann weitergeht?
21:15Ja.
21:21Ich will aber nichts stören.
21:23Hallo.
21:24Hallo, Noah.
21:25Sie sind ja ganz nass.
21:27Ich bin in ein Gewitter gekommen.
21:28Toll.
21:29Sie sollten bei dem Wetter in Ihrem Zustand nicht in der Gegend rumlaufen.
21:32Ich will aber gar keine Umstände machen.
21:34Ich bin eigentlich auf der Suche nach Simon und Luisa.
21:36Ach, verstehe.
21:38Wissen Sie, wo Sie sind?
21:39Ich muss ganz dringend mit Ihnen sprechen.
21:41Sie wollten ein wenig unter sich sein und machen gerade einen Ausflug.
21:45Ich verstehe.
21:46Sollen wir etwas ausrichten, wenn wir die beiden sehen?
21:48Nein, schon gut.
21:49Gehe ich jetzt lieber.
21:50Oh Gott.
21:51Aber jetzt habe ich Ihnen hier alles voll getrunken.
21:52Bleiben Sie doch.
21:53Sie sind ja ganz durchgefroren.
21:54Aber zum Gutshaus ist es doch nicht so weit.
21:56Der Tier ist gleich fertig, bitte.
21:58Kommen Sie.
21:59Setzen Sie sich.
22:00Danke.
22:19Kommen Sie.
22:46Wann kommt dieser Robert Beltinger denn jetzt endlich?
22:49Ich habe Hunger.
22:52Willst du meinen Rat von deinem alten Vater haben?
22:55Er scheint niemals hungrig zu einem Geschäftsessen.
22:57Warum nicht?
22:59Weil es unfein ist, so viel zu essen.
23:01Ja, das auch.
23:02Und außerdem kannst du dich besser konzentrieren, wenn dir nicht ständig der Magen knurrt.
23:06Sag mal, willst du nicht ablegen?
23:08Ach ja?
23:10Oh.
23:11Das hebe ich mir für später auf, um die Verhandlungen ein bisschen aufzulockern.
23:15Okay.
23:19Oh Gott, der schon wieder.
23:21Na, so eine Überraschung.
23:23Halt die Gläser fest, der Herr ist etwas ungelenk.
23:25Ach, ihr kennt euch.
23:27Mhm.
23:28Er ist sozusagen der Grund dafür, warum ich keine Bluse trage.
23:31Aha.
23:31Mama, ich bin geschäftlich hier.
23:35Ich sehe hier gar keine Inder.
23:37Inder?
23:38Frag nicht nach.
23:39Darf ich mich setzen?
23:41Sag mal, dir ist wohl überhaupt nicht peinlich, was?
23:43Aber ich meine, Sie zu.
23:44Ich glaube, es ist besser, wenn Sie jetzt gehen.
23:46Und hören Sie auf, meine Tochter zu belästigen, okay?
23:50Natürlich.
23:51Entschuldigen Sie.
23:55Danke, Papa.
24:01Ich will ja nicht neugierig erscheinen, aber irgendwie fehlt mir bei Eurer Geschichte der Mittelteil.
24:09Tja.
24:10Ich habe wirklich daran geglaubt, dass sie es diesmal ernst meint.
24:14Dass sie zur Polizei geht und ein Geständnis ablegt.
24:18Ich kann mir vorstellen, wie enttäuscht Sie sein müssen.
24:23Sie müssen ja denken, Wunder, wie naiv ich bin, dass ich daran geglaubt habe, dass sie sich jemals ändern könnte.
24:29Sagen wir es mal so, ich kann gut verstehen, dass Sie daran geglaubt haben.
24:34Immerhin ist sie Ihre Mutter.
24:35Und sie war offenbar kurz davor, sich das Leben zu nehmen.
24:37Ich bin ja auch nicht besser.
24:39Ich gehe ja auch nicht zur Polizei und stelle mich.
24:41Weil Sie ein Kind erwarten.
24:43Das ist etwas völlig anderes.
24:44Sie haben sich für das Wohl Ihres Kindes entschieden.
24:49Woher nehmen Sie so viel Kraft, Frau Becker?
24:52Ihr Mann könnte noch leben, wenn ich nicht wäre.
24:57Sie geben mir was zu trinken und hören mir zu und sind so verständnisvoll.
25:01Wie schaffen Sie das bloß?
25:03Immerhin sind Sie die Mutter meines ersten Enkelkindes, Nora.
25:07Und damit gehören Sie jetzt auch zu unserer Familie.
25:14Ich habe auch immer gehofft, dass ich mit meiner Mutter mal sowas wie eine Familie sein könnte.
25:18Aber ich glaube, sie ist zu sowas gar nicht fähig.
25:23Ist ja meine Schwester, Nora.
25:25Luisa hat immer zu Ihnen gehalten.
25:27Obwohl ich ihr so viel Schlimmes angetan habe.
25:30Es ist nie zu spät, aus seinen Fehlern zu lernen.
25:34Ich wünschte, meine Mutter hätte das auch begriffen.
25:46Ich fand die Überraschung toll.
25:49Obwohl alles schiefgelaufen ist?
25:51Was denn?
25:53Naja, angefangen damit, dass das Bett im Kornfeld doppelt belegt war.
26:00Ach Gott, ich hätte gern Luisas Gesicht gesehen, als sie dich entdeckt hat.
26:04Das kann ich dir beschreiben.
26:05Sie war ziemlich beeindruckt.
26:07Ja?
26:07Mhm.
26:09Oh.
26:13Oh.
26:15Entschuldigung.
26:17Mhm.
26:19Elsa Ritter?
26:21Ja?
26:24Oh.
26:25Ja, danke schön.
26:28Okay, auf Wiederhören.
26:31Wer war das?
26:32Mein Gynäkologe.
26:35Also, die Kinderwunschpraxis, die den Termin bestätigt hat für nächste Woche.
26:40Für die Insemination?
26:42Ja, nächste Woche wären wir dran.
26:48Sagst du ja gar nichts.
26:50Ich denke nach.
26:53Über die Insemination?
26:56Und was denkst du?
27:02Jetzt, wo Theo zu uns kommt, bin ich mir nicht sicher, ob das noch der richtige Zeitpunkt ist.
27:09Nein, unser Leben wird sich natürlich gewaltig ändern.
27:12Eben.
27:14Und ich denke, jetzt muss ich Theo doch erstmal richtig bei uns einleben.
27:18Das ist das Wichtigste.
27:20Aber du hast dir doch so sehr ein Kind gewünscht.
27:24Theo ist zwar kein Baby mehr, aber als Kind würde ich ihn trotzdem noch bezeichnen.
27:27Ja, ich meine ein eigenes.
27:32Theo ist das, was ich mir jetzt wünsche.
27:37Geht mir genauso.
27:56Ein Ballon flog hoch über den Wolken.
27:59Ein Bett im Kornfeld.
28:01Eine romantische Schnitzeljagd.
28:03Und ein Mann, der mir bei seinem Heiratsantrag versprochen hat, dass er mich jeden Tag aufs Neue glücklich machen will.
28:10Wenn es für Glück noch keinen Namen gäbe.
28:13Ich hätte ihn jetzt erfunden.
28:17Was ist?
28:20Ich habe mir überlegt, wie deine nächste Überraschung aussehen könnte.
28:23Also ein Konrad im Kornfeld ist nicht zu toppen.
28:26Dabei stand Konrad noch nicht mal auf der Liste.
28:29Jetzt bin ich aber mal dran mit einem Wunsch.
28:32Was wünschst du dir?
28:34Einen Tag am Meer.
28:35Schon vergessen?
28:37Wir haben auch noch eine Hochzeit vorzubereiten.
28:39Wie könnte ich?
28:39Aber es muss doch einen Weg geben, das eine mit dem anderen zu verbinden.
28:43Du meinst Freizeit und Hochzeit?
28:45Ich meine Freizeit.
28:47Trotz Hochzeit.
28:48Und wie sollen wir das machen?
28:50Na ja, ich könnte meine Mutter anrufen und du sagst Eva Bescheid.
28:55Ich sage nur, gelbe Servietten-Schwäne, Türkränze, Tauben mit Ehringen...
29:01Okay, okay, okay.
29:02Jetzt mache ich mal einen Vorschlag zur Güte.
29:05Wir organisieren unsere Hochzeit und achten darauf, dass wir genug Zeit für uns haben.
29:09Wie klingt das?
29:16Es war doch klar, dass Annabelle sich nicht der Polizei stellt.
29:20Ja.
29:22Zumal sie nicht mit einer Geldstrafe davongekommen wäre, sondern...
29:26sehr wahrscheinlich mit einigen Jahren Gefängnis rechnen müsste.
29:30Solange Annabelle noch einen Ausweg sieht, wird sie immer versuchen, sich aus der Verantwortung zu stehlen.
29:36Genau das habe ich auch gedacht. Ich wollte es nur vor Nora nicht so deutlich sagen.
29:40Nora scheint der einzige Mensch zu sein, der daran geglaubt hat, dass Annabelle sich ändern könnte.
29:45Wenn Annabelle meine Mutter wäre, würde ich das auch glauben.
29:49Ich habe es vorhin sehr bewundert, wie großzügig du dich Nora gegenüber verhalten hast.
29:55Tja, sie hat mir irgendwie leidgetan.
29:59Das ging mir auch so. Sie wirkte so verloren.
30:04All ihre Träume haben sich inzwischen zerschlagen.
30:07Sie hat ihr Leben lang nach ihrer Mutter gesucht und jetzt, wo sie sie gefunden hat, wird sie weiterhin verletzt
30:13und enttäuscht.
30:14Und sie kriegt ein Kind von Simon, der nicht sie, sondern ihre Schwester liebt.
30:19Vielleicht ist es so, dass sie erst sehr tief fallen musste, bevor sie wieder aufstehen kann.
30:26Aber noch tiefer kann sie doch nicht fallen, oder?
30:29Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie das jetzt auch langsam begreifen.
30:36Eine Dreiviertelstunde Verspätung, noch nicht schlecht für einen ersten Geschäftskontakt.
30:39Hast du keine Handynummer, unter der du ihn erreichen kannst?
30:41Ja, das ging alles über E-Mail.
30:43Das scheint so üblich zu sein bei diesen Internetfirmen.
30:45Möchten Sie jetzt bestellen?
30:47Nein, danke. Wir warten noch.
30:52Das ging ja gründlich daneben.
30:54Soll ich einen neuen Termin mit Herrn van Weiden für Sie vereinbaren?
30:57Solange Herr van Weiden mich für einen lästigen Fehler seiner Tochter hält, habe ich schlechte Karten.
31:02Schiss Sie.
31:03Aber das ist doch ein Missverständnis.
31:04Warum haben Sie es nicht aufgeklärt?
31:06Weil es kein Missverständnis ist.
31:08Das muss irgendwie ein Missverständnis sein, anders kann ich mir das nicht erklären.
31:12Und was machen wir jetzt?
31:14Wir fahren jetzt nach Hause und essen dort.
31:17Und der Deal?
31:19Worum ging es denn überhaupt?
31:20Um ein Internetportal.
31:22Warum bist du denn da so scharf drauf?
31:24Warum ich da so scharf...
31:26Es würde die Stellung der van Weidengruppe auf dem Internetkapitalmarkt stärken.
31:30Das bedeutet eine Menge Geld.
31:32Mh.
31:36Sie wollen also trotzdem noch bleiben?
31:38So schnell gebe ich nicht auf.
31:41Sie meinen, aus dem Geschäft könnte doch noch etwas werden?
31:43Ach, was interessiert mich das Geschäft?
31:45Ich rede von Lissi.
31:47Die Dame scheint sich ja mächtig beeindruckt zu haben.
31:50Auf den ersten Blick.
31:52Ach, der Mann.
31:53Der macht mich noch wahnsinnig.
31:56Ludwig.
31:57Ja, natürlich.
31:58Wer denn sonst?
31:58Was hat er denn getan?
32:00Ach.
32:01Er steht immer im Weg rum.
32:03Oder er poliert wie ein Besessener das Silber.
32:06Ja.
32:07Oder im Garten.
32:08Da hat er sich an den Rosen vergriffen.
32:09Das ist doch kein Drama.
32:11Gestern.
32:12Da kam ich dazu, wie er das Gefrierfach abgetaut hat.
32:15Dabei habe ich das erst letzte Woche getan.
32:18Aber er glaubt offenbar,
32:19nur das Eis, was er abschaut, wird auch wirklich Wasser.
32:23Und, wie hast du reagiert?
32:25Na, ich habe ihm gesagt, er soll sich gefälligst um seinen Kram kümmern.
32:28In diesem Ton?
32:29Ja, natürlich.
32:31Was anderes versteht er doch offensichtlich nicht.
32:33Also mir scheint, der Mann befindet sich in einer Midlife-Kreise,
32:37so wie der sich aufführt.
32:43Was ist?
32:46Findest du nicht, dass du ein bisschen streng mit ihm bist?
32:49Nein.
32:50Ich rede immer so mit ihm.
32:52Ja, ich weiß.
32:55Aber vielleicht geht es ihm im Augenblick nicht so gut.
32:57Na, dann soll er sich ausruhen.
32:59Und mich nicht bei meiner Arbeit stören.
33:02So, als hätte er nichts Besseres zu tun.
33:04Eva, hast du mal darüber nachgedacht,
33:06dass er vielleicht wirklich nichts Besseres zu tun hat?
33:15Jetzt kennen wir uns schon eine ganze Weile.
33:18Und ich entdecke immer wieder neue Seiten an dir.
33:20Was denn zum Beispiel?
33:21Ich wusste nicht, dass so ein guter Romeo in dir steckt.
33:24Mich hat selbst gewundert, wie viel Text ich noch könnte.
33:26Spielst du mir noch mal was vor?
33:28Jetzt?
33:29Ja, warum nicht? Reiche ich dir nicht als Publikum?
33:32Doch schon. Aber ich knöpfe mir erst noch mal das Hemd zu.
33:34Warum das denn?
33:35Na ja, hast du schon mal gesehen, dass Romeo halbnackt vor Julia steht?
33:39Also, ich bin modernen Inszenierungen gegenüber sehr aufgeschlossen.
33:42Kommt nicht in Frage. Ich bin ein italienischer Edelmann.
33:46Na gut, wenn du meinst.
33:49Okay, also stell dir vor, Romeo steht im Garten und sieht auf dem Balkon Julia stehen.
33:55Ich bin Julia.
33:56Du? Du bist die Sofa. Das Kissen ist Julia.
34:00Gut, dann hätten wir das auch entschieden.
34:02Also stell dir einfach vor, das Sofa ist der Balkon.
34:07Psst.
34:12Der Narben lacht.
34:14Der Wund nie gefühlt.
34:17Doch still.
34:20Was schimmert durch das Fenster dort?
34:24Es ist der Ost.
34:26Und Julia die Sonne.
34:31Ludwig war Annabels Butler.
34:33Ich meine, jetzt, wo sie nicht mehr im Gutshaus wohnt, ist er sozusagen ohne Beschäftigung.
34:37Ach ja.
34:39Er hat ja gekündigt. Er ist also praktisch arbeitslos.
34:42Ich denke, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bisher von beiden in Bittenwirt zu gehen.
34:48Na ja.
34:49Aber etwas Gutes hätte es ja.
34:52Na, meine Küche würde wieder mir gehören.
34:55Ja, das stimmt.
34:56Ja, keiner, der mir im Weg rumsteht.
34:59Und gute Ratschläge brauche ich mir dann auch nicht mehr anzuhören.
35:03Und das würde dich bestimmt glücklich machen.
35:06Wenn ich Lust auf ein Spiegelei habe, dann brate ich mir ein Spiegelei.
35:10Ohne mir anhören zu müssen, was das für meinen Cholesterinwert bedeutet.
35:13Womit er natürlich recht hätte.
35:15Und wenn ich zum Einkaufen gehe, dann sagt er immer, bitte, nehmen Sie doch die Tasche mit.
35:20Sie wissen doch, die Plastiktüten kosten seit neuestem Geld.
35:25Es hat schon immer Geld gekostet.
35:29Ja, ihr kennt euch mittlerweile ziemlich gut, hm?
35:32Klar.
35:34Oft weiß ich schon, was er sagen will, bevor er den Mund überhaupt aufmacht.
35:38Also im Grunde seid ihr doch ein richtig gutes Team.
35:40Wer? Herr Adam und ich?
35:42Na ja, ihr streitet euch zwar von morgens bis abends, aber letztendlich versteht ihr euch wunderbar.
35:52Er kann schon eine ziemliche Landplabe sein.
36:17Ich nehme an, Annabelle ist nicht mit dir zur Polizei gegangen.
36:21Ich scheine ja wirklich die Einzige zu sein, der es überrascht.
36:27Und wo ist sie?
36:29Ich weiß es nicht.
36:31Sie hat meinen Brief hinterlassen, indem sie mir alles Gute für mein weiteres Leben wünscht.
36:36Ich bin mal, sie hat sich endgültig abgesetzt.
36:38Ja.
36:38Sie kommen nie wieder zurück.
36:42Es ist besser so.
36:43Für alle.
36:47Ja.
36:48Wahrscheinlich.
36:51Haben wir trotzdem Sorgen um sie.
36:56Hast du versucht, sie sich umzubringen?
36:58Du hast sie nicht gesehen.
37:00Sie sah so...
37:03Ihr warst so verzweifelt, so müde, als ob ihre ganze Lebenskraft aufgebraucht wäre.
37:13Du hast versucht, dir zu helfen.
37:15Aber offenbar will sie sich nicht helfen lassen.
37:18Ich kann sie verstehen.
37:20Sie hat Angst.
37:21Ich habe auch Angst, mich meinen Taten zu stellen.
37:28Bei allem, was zwischen uns stand, hatte ich immer das Gefühl, dass sie mich auch versteht.
37:33Dass ich mich nicht verstellen muss.
37:38Aber ich verstehe dich auch und bei mir musst du dich auch nicht verstellen.
37:41Ja, ich weiß.
37:44Annabelle hat dich ausgenutzt.
37:46Und für ihre Zwecke missbraucht.
37:48Glaub mir, du bist besser ohne sie dran.
37:49Ja.
37:51Das habe ich mir als Kind auch immer schon gesagt.
37:54Und mal gedacht.
37:56Sie wollte dich nicht, deshalb hat sie dich im Stich gelassen.
37:59Deshalb musst du dir auch keine Gedanken um sie machen.
38:03Und trotzdem
38:04wollte ich sie mal finden.
38:08Jetzt hat sie mich schon wieder im Stich gelassen.
38:13Ich weiß es vielleicht am besten, Tor, aber...
38:16Es tut trotzdem so viel.
38:18Komm her.
38:19Komm her, Mama.
38:22Ich weiß es tut mir.
38:25Aber du hast jetzt eine neue Familie.
38:29Liesi und ich, wir werden...
38:31Wir werden immer für dich da sein.
38:33Auf dich aufpassen.
38:35Hörst du.
38:45Frau Landmann, die Salzstreuer müssen wieder nachgefüllt werden.
38:49Also, dafür habe ich jetzt gar keine Zeit.
38:53Was haben Sie denn so Dringendes zu tun?
38:55Ich muss das Abendessen vorbereiten.
38:58Und mir ist gerade erst eingefallen, dass ich Herrn van Weyden versprochen habe, einen gefüllten Schweinebraten zu servieren.
39:05Einen gefüllten Schweinebraten bis heute Abend, das wird knapp.
39:08Ja, das ist kurzfristig, ich weiß.
39:10Ich habe Ihnen sicher schon mal erzählt, dass gefüllter Schweinebraten einer meiner Spezialitäten ist.
39:14Ja, Sie haben es mal erwähnt, stimmt.
39:17Ich fülle ihn mit Backpflaumen und reiche ihn mit einer Weinsahnesauce.
39:21Ja, genau so wollte ich es machen.
39:24Na, da kann ich Ihnen doch zur Hand gehen.
39:25Ach, wenn Sie das tun würden.
39:27Das mache ich doch sehr gerne.
39:28Der Herr van Weyden soll doch auf seinen Schweinebraten nicht verzichten.
39:32Ach, das wäre aber nett von Ihnen.
39:34Als wäre nicht das erste Mal, dass ich Ihnen aus der Patsche helfe.
39:37Nein, das wäre es nicht.
39:39Sie werden langsam vergesslich, Frau Landmann.
39:42Jeder kann ja mal etwas vergessen.
39:44Ich kenne eine Gedächtnisübung, die ich Ihnen vermitteln könnte, wenn Sie dazu bereit sind.
39:49Gerne, aber nachdem Sie den Wein aus dem Keller geholt haben.
39:52Ja, oder Sie schreiben sich einfach einen Zettel in Zukunft.
39:57Hm, das ist eine gute Idee.
39:59Und auf den ersten Zettel werde ich schreiben, Herrn Adam auf seinen Hochmut hinweisen.
40:04Dafür brauchen Sie keinen Zettel.
40:07Das werden Sie wohl nie vergessen.
40:23Oh, seelge, seelge Nacht, nur fürchte ich...
40:26Kratsch, nochmal, warte.
40:28Oh, seelge, seelge Nacht, nur fürchte ich, weil mich Nacht umgibt, dies alles sei nur Traum.
40:34Zuschmeichelnd süß, um wirklich zu bestehen.
40:37Oh.
40:44Ich glaube, du verwechselst da etwas.
40:46Romeo stirbt nicht in dieser Szene.
40:49Simon, Romeo stirbt erst im letzten Akt.
40:53Ach, verstehe.
40:54Du willst also, dass ich dich wachküsse?
40:57Das hättest du aber auch gleich sagen können.
41:00So.
41:08Simon?
41:11Simon?
41:24Ich hätte die Gehirnerschütterung nicht zu leicht nehmen dürfen.
41:27Ich hätte ihn drängen müssen, sich nach diesem Sturz gründlich durchchecken zu lassen.
41:31Jetzt hat dieser Herr Robert Weltinger seine einmalige Chance auf eine Zusammenarbeit mit der Van Weyden so verpasst.
41:35Dieser Mensch hat eines der lukrativsten Internetportale gegründet.
41:38Das Geschäft werde ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.
41:40Sag mal, ist es doch nun dein Beruf oder dein Hobby?
41:42Ja, ich bin wirklich nicht zufällig hier.
41:44Ich habe in Barnings mitbekommen, dass sie einen Kurier sucht und gleich darauf anguckt.
41:47Ich bin übrigens Bob.
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