- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Du tust nicht, bitte. Stell das Glas wieder hin, bitte.
00:03Es ist zu spät. Lass mich.
00:06Was soll ich deinem Enkelkind sagen, wenn es nur seine Oma fragt?
00:10Nach seiner Familie?
00:12Ich habe keine Familie mehr.
00:14Doch, ich bin deine Familie.
00:20Bist du heute wohl ein bisschen nervös, was?
00:22Bis vor einer halben Stunde war ich noch die Ruhe selbst, aber so etwas kann sich schnell ändern.
00:26Dann trink doch lieber Wasser das nächste Mal.
00:28Ist besser für deinen Blutdruck und für die Oberbekleidung der anderen Bargäste.
00:31Du, ich wollte dich gerade als Wiedergutmachung auf einen Kaffee einladen, aber wahrscheinlich hätte ich damit nicht den Ersehnten erfolgen.
00:36Nein, wohl nicht. Ich hatte ja schon einen Kaffee, danke.
00:39Oh, seelge, seelge Nacht, nur fürchte ich, weil mich Nacht umgibt. Dies alles sei nur Traum.
00:45Zu schmeichelnd süß, um wirklich zu bestehen.
00:48Oh, ich...
00:54Simon, Romeo stirbt erst im letzten Akt.
00:58Ach, verstehe.
00:59Du willst also, dass ich dich wachküsse?
01:02Das hättest du aber auch gleich sagen können.
01:05So.
01:13Simon?
01:16Simon?
01:25OLEista
01:26Hey, what you looking for?
01:31No one has the answer.
01:34See, you just want more.
01:38Hey, who's going to make it right?
01:45This could be the first day of my life.
01:55Simon!
01:58Was heißt du?
02:03Ich muss einen Arzt rufen.
02:10Ich habe kein Handy.
02:14Simon, ich muss jetzt raus.
02:16Ich muss Hilfe holen.
02:18Ich bin gleich wieder da.
02:34Tja, jetzt hat dieser Robert Beltinger seine einmalige Chance auf eine Zusammenarbeit mit der Van Weidenburg verpasst.
02:40Naja, streng genommen wollen wir kooperieren.
02:42Na, nicht umgekehrt.
02:44Du willst weiterhin mit ihm zusammenarbeiten, obwohl er uns stundenlang im Manzino warten lässt?
02:49Lissi, dieser Mensch hat eines der lukrativsten Internetportale gegründet.
02:54Das Geschäft hätte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.
02:56Willst du ihm jetzt hinterher telefonieren oder was?
02:59Interesse bekunden, Lissi.
03:01Interesse bekunden, das ist etwas anderes.
03:04Aber nicht mehr jetzt.
03:05Auf mich wartet noch ein Berg von Arbeit.
03:07Ich bin in der Bibliothek, weil du mich suchst.
03:14Dieser Internet-40 schuldet uns eine Erklärung.
03:23So.
03:35Hey, anhält dich!
03:37Ich brauche Hilfe!
03:40Hey!
03:42Bitte, ich brauche nicht Hilfe!
03:45Das kann doch nicht sein!
03:49Oh, nein!
03:50Was mache ich jetzt?
03:52Keine Sorge, Simon.
03:53Ich werde Hilfe finden.
03:54Und wenn ich bis ans Ende der Welt laufen muss.
04:20Sehr geehrter Robert,
04:26Weltinger?
04:29Ich komme gerade von einem Mittagessen im Lanzino,
04:39bei dem es an nichts fehlte,
04:43außer an ihrer Anwesenheit.
04:48Wo waren sie?
04:55Gruß, Elisabeth von Weiden.
05:04Elisabeth.
05:05Dann ist Lissi also nur eine Abkürzung.
05:10Liebe Elisabeth von Weiden,
05:16Leider war es mir nicht möglich,
05:19zu unserem Termin zu erscheinen.
05:22Es tut mir sehr leid,
05:25dass ich sie habe warten lassen.
05:28Bekomme ich eine zweite Chance?
05:30Das Beste hoffend ihr Robert Beltinger.
05:32Die hat vielleicht Nerven.
05:44Sehr geehrter Herr Beltinger,
05:46es gibt eine Erfindung namens Telefon,
05:48bei uns gern genommen
05:49zur Übermittlung kurzfristiger Terminänderungen.
05:52Oder kommunizieren Sie in Amerika
05:54noch per Rauchzeichen?
06:01Hat sich das Missverständnis
06:02mit Herrn von Weiden inzwischen geklärt?
06:04Ich glaube, Herr von Weiden
06:05hat immer noch keine Ahnung,
06:06wen er fast aus dem Lanzino geworfen hätte.
06:09Herr, wenn Sie mich da nicht mehr brauchen,
06:11kümmere ich mich jetzt um die Lieferungen,
06:12die am Flughafen für Sie eingetroffen sind.
06:14Danke, tun Sie das.
06:21Es hängt immer davon ab,
06:22wer das größere Interesse am Geschäft hat,
06:25eine alte amerikanische Businessweisheit.
06:28Du glaubst so,
06:29wir haben deine kleine Internet-Klitsche nötig, was?
06:38Ihrer Zuverlässigkeit zufolge
06:40wäre es nicht ratsam,
06:41überhaupt Geschäfte mit Ihnen zu machen.
06:45Jetzt habe ich Sie verärgert.
06:51Geben Sie mir die Chance,
06:53mein schlechtes Benehmen wieder gut zu machen.
06:58Sollten Sie wieder nicht pünktlich erscheinen,
07:08hat die von Weiden gut
07:14kein Interesse
07:18an einer weiteren
07:22Zusammenarbeit.
07:27Solchen Typen
07:28muss man einfach klare Grenzen aufzeigen.
07:33So, Herr Beltinger.
07:37So viel Calvados?
07:39Sagen Sie,
07:40wollen Sie mit dem braten,
07:41die van Weidens betrunken machen?
07:43Der Alkohol verdampft während des Garens.
07:46Aber das braucht doch mehrere Tage.
07:49Die Haute Cuisine verwendet reichlich Alkohol.
07:53Der Verfasser meines Kochbuchs
07:56empfiehlt einen halben Liter Calvados
07:58für unser Gericht.
07:59Einen halben Liter?
08:00Ja, das wollen wir doch mal sehen.
08:04Aha, Jugendherberge
08:06Falkensonne.
08:06Das ist Privatsache, Frau Landmann.
08:08Entschuldigen Sie,
08:09ich habe ja nur zufällig hingesehen.
08:12Aber wenn Sie schon Urlaub machen,
08:14dann sollten Sie in ein Hotel gehen.
08:16Naja, die Jugendherbergen
08:17haben schlechte Matratzen.
08:18Denken Sie an Ihren Rücken, Herr Adam.
08:20Ich will mich dort keineswegs vergnügen.
08:22Sondern?
08:23Wurde Ihnen etwa Ihr Mietvertrag
08:25kurzfristig gekündigt?
08:26Das nicht.
08:27Ja, was wollen Sie denn dann
08:29in einer Jugendherberge?
08:30Diese Einrichtung hat eine Stelle ausgeschrieben.
08:33Ich werde mich bewerben.
08:36Also doch.
08:38Sie wollen das Gutshaus verlassen?
08:41Sie wussten es.
08:43Ich hatte Herrn Becker
08:44um Diskretion gebeten.
08:47Aber, also,
08:48wie soll denn Herr von Weiden
08:50ohne Butler zurechtkommen?
08:52Wissen Sie,
08:53bevor Frau Grafenberg
08:54ins Gutshaus gekommen ist,
08:56ist man hier auch
08:57ohne Butler ausgekommen.
08:59Ja, und was ist mit dem Braten?
09:01Wenn Sie ehrlich sind,
09:03bin ich Ihnen doch auch
09:04eher im Wege als eine Hilfe.
09:06Ich habe hier keine Aufgabe mehr,
09:08also suche ich mir eine neue.
09:24Na, ist immer noch ungemütlich draußen, hm?
09:27Ja, aber das Wasser
09:29wird den Blumen gut tun.
09:30Die kleinen Rosenstöcke
09:31waren ziemlich ausgetrocknet.
09:33Na, wenigstens werden Sie
09:34den nächsten Frühling erleben.
09:36Du meinst im Gegensatz
09:37zu den Rosensträuchern,
09:38die Herr Adam
09:39aus Verzweiflung
09:40und Langeweile massakriert hat.
09:41Genau.
09:43Na, ich denke,
09:44Simon wird der Regen
09:44nicht gefallen haben.
09:46An den habe ich auch gerade gedacht.
09:48Ein Bett im Kornfeld
09:49ist zwar eine sehr romantische Idee,
09:51aber bei dem Wetter,
09:52ich weiß ja nicht.
09:53Na, da siehst du mal,
09:54wie das Wetter
09:55einen Tag ruinieren kann.
09:56Stell dir mal vor,
09:57sowas passiert
09:57an Luises und Simons Hochzeitstag.
09:59Ist ja schon gut,
10:00du alter Rechthaber.
10:02Ich habe mich
10:02mit den Pavillons
10:03im Garten längst abgefunden.
10:05Sag mal,
10:06was hältst du davon,
10:07wenn Luise
10:07einen Brautstrauß
10:08aus Hosen bekommt?
10:10Ich könnte zum Beispiel...
10:11Vorher fragen.
10:13Du hast versprochen,
10:14dich nicht zu sehr einzumischen.
10:16Simon hat gesagt,
10:17ich darf.
10:18Wenigstens ein bisschen.
10:20Wenigstens haben die beiden
10:21heute einen romantischen Tag
10:23zu zweit.
10:24Ganz allein
10:25und fern
10:25jeglicher Hochzeitshektik.
10:27Ja,
10:27den sie auch verdient haben.
10:29Wo ist das Telefon?
10:30Wir brauchen einen Krankenwagen.
10:32Luise,
10:33was ist passiert?
10:35Simon ist zusammengebrochen.
10:36Er ist ohnmächtig.
10:40Was?
10:40Du hast Beltinger
10:41in Ultimatum gestellt?
10:42Wenn wir zu freundlich sind,
10:44denkt er doch,
10:44dass wir es kaum abwarten können,
10:45mit ihm Geschäfte zu machen.
10:46Ach so,
10:46dann war das jetzt Strategie,
10:47oder was?
10:48Wir müssen ihm einfach zeigen,
10:49dass wir auch andere Seiten
10:50aufziehen können.
10:51Du,
10:52Lissi,
10:53falls Beltinger
10:54und ich uns einig werden,
10:55dann wäre das ein Durchbruch
10:56für unser operatives
10:57Internetgeschäft.
10:58Deshalb müssen wir uns doch
10:59trotzdem nicht alles bieten lassen,
11:00oder?
11:01Nein,
11:01das müssen wir nicht,
11:02aber du weißt,
11:03wir wollen etwas von ihm,
11:04nicht umgekehrt.
11:07Meinst du,
11:07ich war zu offensiv?
11:10Beltinger ist nicht einfach.
11:12Und gerade deshalb
11:12sollten wir bei den ersten Kontakten
11:14mit Fingerspitzengefühl vorgehen.
11:17Habe ich dir jetzt
11:18dein Geschäft kaputt gemacht?
11:19Na,
11:20das hoffe ich nicht.
11:22Aber auch wenn,
11:23wir werden es überleben.
11:24Ich hätte dich jeden
11:25mehr auf das Treffen
11:25vorbereiten sollen.
11:29Ich habe wohl noch
11:30einiges zu lernen.
11:34Ich dachte,
11:35du willst nicht
11:35für die Van Dalten Group arbeiten.
11:38Vielleicht nicht als Praktikantin.
11:40Aber an dir
11:41Geschäftsessen im Lanzino
11:42könnte ich mich schon gewöhnen.
11:43So.
11:45Dann habe ich wohl gerade
11:46eine erfolgreiche Unternehmerin
11:48aus dem Kurierdienst
11:49Business angeworben.
11:51Ich habe auch schon
11:52ein ehrgeiziges
11:53erstes Projekt.
11:54So.
11:55Ich werde dir
11:55diesen unzuverlässigen
11:57Internet-Furzi
11:57an den Verhandlungstisch holen.
11:58Da kannst du dir sicher sein.
12:01Okay.
12:10Das ist ein Mist.
12:11Was ist denn?
12:13Noch ein Auftrag,
12:14um den ich mich
12:14später kümmern muss.
12:15Weißt du, super.
12:16Freu dich doch,
12:16wenn der Kurierdienst boomt.
12:20Oh.
12:22Eine Mahnung
12:22vom Finanzamt.
12:23Ja, aber ich hatte
12:24keine Zeit,
12:25die Steuererklärung zu machen.
12:27Seitdem Lissi raus ist,
12:29muss ich alle Lieferungen
12:30alleine machen
12:30und mich zusätzlich
12:31auch noch um die Akquise kümmern.
12:32Habt ihr denn
12:32keinen Steuerberater?
12:33Ich habe auch keine Zeit gehabt,
12:34mich um den Steuerberater zu kümmern.
12:36Und wann ist denn
12:37die Steuerprüfung?
12:38Übermorgen.
12:39Aber meine Buchhaltung
12:40ist das reinste Chaos.
12:41Ich weiß nicht,
12:41wie ich das schaffen soll.
12:43Aber du musst das schaffen,
12:44weil wenn nicht, dann...
12:45Kriegen die Beckersboten
12:46eine Strafe,
12:46die sie sich nicht leisten können.
12:47Ich weiß.
12:48Und was ist mit Lissi?
12:49Weil der gehört doch auch
12:50der Kurierdienst.
12:51Ja, eigentlich ist sie
12:52für den Papierkram zuständig.
12:53Aber die hält sich ja
12:54seit Wochen aus allem raus.
12:56Frag sie doch einfach mal,
12:57ob sie dir hilft.
12:58Damit sie denkt,
12:59dass ich es allein nicht schaffe?
13:00Hätte sie denn damit Unrecht?
13:03Ich sage eine Steuerprüfung.
13:15Ich sage sie,
13:16ich sage sie,
13:16ich sage sie,
13:19ich sage sie,
13:53Untertitelung des ZDF, 2020
13:55Luisa?
14:29Es ging ihm gut, bis er umgekippt ist.
14:32Ich weiß, es ist ganz plötzlich passiert.
14:34Bitte, bitte beeilen Sie sich.
14:36Gut, danke. Bis durch.
14:38Hallo? Ja, und Sie haben verstanden, wo das Hausboot ankert?
14:41Ja genau, die Ausfallstraße, die vom Loop ins Weg abgeht.
14:44Gut, bis dann.
14:45In spätestens zehn Minuten ist er nur das bei Simon.
14:48Gott sei Dank, das hat ja lange genug gedauert.
14:49Was genau ist denn überhaupt passiert?
14:51Das kann uns Luisa erzählen, wenn wir unterwegs sind. Komm.
15:01Ach nee.
15:02Du bist ja immer noch hier.
15:04Hast du kein Zuhause?
15:07Ach, der fällt mir ein.
15:09Wenn du das nächste Mal hier auftauchst, ist dieser Kaffeefleck verschwunden. Danke.
15:14Was denn? Soll ich die waschen?
15:16Nein. Schon mal was von Reinigung gehört?
15:19Dunkel, ja.
15:20Dein Treffen mit dem Internetunternehmer scheint ja ganz gut gelaufen zu sein.
15:24Von wegen, der ist gar nicht gekommen.
15:27Wieso das denn nicht?
15:29Keine Ahnung.
15:30Aber eine Chance haben wir ihm noch eingeräumt, dann ist es vorbei.
15:33Dafür, dass du erst seit kurzem in der Holding arbeitest, ziehst du aber eine schöne
15:37harte Seiten auf.
15:38Tja, wenn es ums Geschäft geht.
15:42Apropos, hast du die Unterlagen gefunden?
15:44Ja, aber die waren ziemlich durcheinander.
15:46Das kann gar nicht sein. Ich habe immer alles ganz ordentlich abgeheftet.
15:49Ja, du schon.
15:51Vielleicht können wir uns die ja mal zusammen anschauen.
15:56Netter Versuch.
15:57Habt ihr euch mit meinem Vater abgesprochen?
15:58Wie kommst du denn darauf?
16:00Leute, ich brauche keine Beschäftigungstherapie.
16:04Ich habe wirklich schon lange nicht mehr an Jan denken müssen.
16:06Mir geht's gut.
16:07Zufrieden?
16:09So viel zur Beschäftigungstherapie.
16:17Na, das ist ja eine amtliche Summe.
16:19Wenn wir die Steuererklärung bis übermorgen vorlegen, kommen wir drum rum.
16:24Gut.
16:26Dann gehen wir jetzt gleich in die Firma und sehen uns die Unterlagen mal an.
16:29Gute Idee.
16:30Vielleicht kannst du schon mal anfangen.
16:31Ich muss noch meinen Auftrag erledigen.
16:33Kannst du vielleicht einen Kurier einstellen, bis diese Sache vom Tisch ist?
16:36Bis dann Ende.
16:37Ich weiß.
16:51Wo ist er?
16:52Das weiß ich nicht.
16:53Ich dachte schon, ich bin hier falsch.
16:54Aber er kann doch nicht einfach verschwunden sein.
16:57Aber er lag hier bewusstlos.
16:59Ich habe versucht, ihn zu wecken.
16:59Es ist durchaus denkbar, dass Herr Becker später wieder zu sich gekommen ist.
17:02Das wäre ja ein gutes Zeichen.
17:03Das kommt ganz darauf an.
17:04Worauf?
17:05Eine Diagnose ohne den Patienten ist etwas schwierig.
17:08Aber hat Ihr Verlobter in letzter Zeit über Kopfschmerzen geklagt?
17:11Seit einem Sturz hat er eine leichte Gehirnerschütterung.
17:14Und wann war das?
17:15Vor vier Tagen.
17:17Und Sie denken, dass seine Kopfschmerzen damit im Zusammenhang stehen?
17:20Das ist gut möglich.
17:21Und wenn nicht?
17:22Zur Sicherheit sollte er sich schnellstmöglich einer ärztlichen Untersuchung unterziehen.
17:25Dazu müssen wir ihn erst mal finden.
17:27Wir werden ihn finden, Luisa.
17:28Vielleicht hatte er auch nur eine leichte Kreislaufschwäche.
17:30Das passiert vielen bei dem Wetter.
17:32Auf Wiedersehen.
17:33Auf Wiedersehen.
17:34Und wenn es ihm gut geht und er einfach nur eure Schnitzeljagd fortsetzt?
17:37Das glaube ich nicht.
17:38Da hätte er mir doch eine Nachricht hinterlassen.
17:40Nein, ich habe irgendwie ein ungutes Gefühl.
17:43Du hast recht.
17:43Wir sollten hier nicht die Zeit vertrödeln.
17:45Nehmt Ihr das Auto und seht zu Hause nach.
17:47Ich gehe den Weg zu Fuß ab, ja?
17:48Ja.
17:56Simon!
17:57Simon!
17:59Simon!
17:59Bist Ihr irgendwo?
18:00Entschuldigen Sie.
18:02Haben Sie vielleicht einen jungen Mann gesehen?
18:03Circa 30 Jahre alt, schlank, ungefähr 1,80 Meter groß?
18:07Ne.
18:08Was ist denn passiert?
18:09Das wissen wir auch gerne.
18:10Danke.
18:12Simon!
18:23Hallo?
18:26Hallo?
18:28Hallo?
18:32Hallo?
19:02Untertitelung des ZDF, 2020
19:14Ich hätte ihn nicht alleine lassen dürfen, nicht in dem Zustand.
19:18Aber was hätte ich denn machen sollen? Ich musste doch Hilfe rufen.
19:22Vielleicht ist ja alles in Ordnung mit ihm.
19:24Vielleicht ist es wirklich nur eine Kreislaufschwäche.
19:27Nein, ich spüre, dass er mich braucht.
19:29Aber wo soll ich ihn suchen?
19:33Luisa, wir werden ihn finden. Wir müssen ihn finden.
19:36Machst du dir Sorgen, weil du ihn allein gelassen hast?
19:39Das musst du nicht. Du wolltest einen Arzt holen. Das war genau das Richtige.
19:42Das hätte jeder andere auch getan.
19:43Du glaubst also auch, dass er medizinische Hilfe braucht?
19:46Also eigentlich hätte er uns ja eine Nachricht hinterlassen.
19:48Aber ich weiß es nicht.
19:50Vielleicht war der Unfall im Wald doch nicht so harmlos, wie wir dachten.
19:53Was ist, wenn er doch mehr als eine Gehirnerschütterung davon getragen hat?
19:57Das werden wir feststellen, wenn wir mit ihm reden können.
20:00Du hast recht.
20:01Wir müssen systematisch suchen.
20:03Also, wo würde er hingehen, wenn er wach wird und keiner von uns da ist?
20:08Ich weiß nicht.
20:09Ins Atelier oder zu euch.
20:11Also, dann lass uns da anfangen zu suchen.
20:27Danke, Frau.
20:31Danke, Frau.
20:43Gern geschehen.
20:46Na, Sie gucken schon wieder so. Ist noch was?
20:50Ach so. Also, nein, eigentlich nicht.
20:54Gut.
20:56Äh, außer...
20:57Ja?
20:59Den Tee.
21:00Den hat Ihnen Herr Adam ausgesucht. Das ist indischer.
21:05Der wird Ihnen gefallen.
21:17Sie können Herrn Adam ausrichten, er ist ausgesprochen gut.
21:21Ja.
21:22Äh, schön.
21:24Äh, äh, also er ist außerdem noch ein sehr zuverlässiger Kollege, der Herr Adam, meine ich.
21:29Ja.
21:30Ja, ich meine, gut, es gab in der Vergangenheit ein paar Unstimmigkeiten zwischen uns, aber das lag ja nur daran,
21:36weil er für Frau Grafenberg gearbeitet hat.
21:39Ja, aber die ist ja nun weg, nicht?
21:41Ja, zum Glück. Ich meine eben drum. Äh, also, was ich eigentlich, ich, was ich meine...
21:47Ja?
21:48Was ich eigentlich sagen will, ist, ähm, es geht um...
21:53Herrn Adam, ja?
21:55Ja.
21:57Entschuldigung.
22:03Marge, call you back in a few minutes, okay?
22:06Frau Landmann, ich kenne Sie ja nun schon eine ganze Weile, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass Sie
22:13jemals gestottert haben.
22:15Also, was ist los?
22:24Wir müssen doch wieder Kekse kaufen.
22:26Meint jetzt wir, du oder ich?
22:28Die sind nicht für mich, die sind für Theo. Und die mit Schokolademacka am liebsten.
22:31Konrad, nicht, dass du vorhast, den Jungen total zu verhätscheln, wenn er erst mal bei uns ist.
22:35Schon ein paar Kekse.
22:37Gott, ich glaube, Sie brauchen meine Hilfe. Du bist zur Hälfte mit Bitterlämme.
22:40Moment, heute wird nicht gearbeitet. Heute ist unser Romantiktag. Schon vergessen?
22:44Wie könnte ich das vergessen, wo ich mich doch gerade erst damit abgefunden habe, dass ich auf mein Bett im
22:48Kornfeld verzichten muss?
22:51Tut mir so leid, dass das alles ins Wasser gefallen ist.
22:54Ich fand's trotzdem schön unter freiem Himmel mit Simon, Luisa, eine hage Butte.
23:02Ach, guck mal, wer da kommt.
23:05Oh Gott, der sieht aber fertig aus.
23:07Ja, sieht so aus, als hätte sich sein Ausflug in die Natur nicht so gut weiterentwickelt wie unser.
23:11Simon, wo ist denn Luisa?
23:16Bist du betrunken?
23:17Ja, zu viel Korn im Feldbett.
23:18Hey, hey, hey, Simon, Simon.
23:20Was ist denn los?
23:21Simon, hey, wir brauchen einen Arzt.
23:24Ja, warte ich.
23:31Ja, schönen guten Tag, mein Name ist Elsa Ritter, Bahnis, Falkensteinstraße 7.
23:34Wir haben hier einen Notfall.
23:38Gut, es geht um Herrn Adam.
23:40So weit waren wir ja schon mal.
23:42Frau Lappmann, werden Sie sich über ihn beschweren?
23:43Nein, nein, nein, nein, im Gegenteil.
23:46Im Gegenteil?
23:46Ja, also Herr Adam ist der vorbildlichste, zuverlässigste und korrekteste Butler, den man sich vorstellen kann.
23:54Ja, das ist er in der Tat.
23:56Ja, also und vor kurzem hat er einen Vortrag über seinen Berufsstand an der Butler-Schule in Wiesbaden gehalten.
24:04Ich bin beeindruckt.
24:06Er bekommt sogar Fanpost.
24:08Was Sie nicht sagen.
24:09Ja, außerdem ist er ein sehr treuer und loyaler Mensch.
24:14Auch darin haben Sie recht, Roland Mann.
24:16Ja, gut.
24:18Na ja, sein Humor ist natürlich manchmal ein bisschen speziell.
24:23Obwohl, es ist Ihre doch auch.
24:25Ich...
24:26Manchmal.
24:27Ja, gut.
24:30Ich weiß, dass Sie im Moment ganz andere Sorgen haben.
24:34Eva Landmann, wenn Sie mir jetzt nicht sofort sagen, was Sie die ganze Zeit auf dem Herzen haben, dann...
24:40Was?
24:41Wollen Sie mich dann auch feuern?
24:45Feuern?
24:46Also gut, machen wir es kurz.
24:48Okay.
24:49Wenn Herr Adam gehen muss, gehe ich auch.
24:57Simon!
24:59Simon!
25:01Hier ist er auch nicht.
25:02Ich weiß nicht, wo wir noch suchen sollen.
25:04Und eine Nachricht hat er auch nicht hinterlassen.
25:08Und?
25:08Ist er hier?
25:10Vielleicht ist er von selbst ins Krankenhaus gegangen und lässt sich dort untersuchen.
25:14Er hätte die Gehirnerschütterung nicht auf die leichte Schulter nehmen sollen.
25:17Lass uns seinen kühlen Kopf bewahren und nicht gleich vom Schlimmsten ausgehen.
25:19Wir müssen auf jeden Fall alle Krankenhäuser durchtelefonieren.
25:26Hey, Simon.
25:27Simon.
25:28Hey, hey, hey, hey.
25:29Nicht einschlafen.
25:29Hallo?
25:30Hallo?
25:30Hörst du mich?
25:31Hey!
25:31Gib ihm doch was zu trinken.
25:33Simon!
25:35Konrad, der Notarzt.
25:37Na endlich.
25:43Ja, danke.
25:45Wiederhören.
25:47Fehlanzeige.
25:49Das war das letzte Krankenhaus.
25:53Und jetzt?
25:55Am besten bleiben wir hier.
25:57Simon wird am ehesten hierher zurückkommen.
26:00Simon?
26:02Luisa, hallo.
26:03Simon ist zusammengebrochen hier in Barneys.
26:06Ich weiß es nicht genau.
26:07Er war gar nicht richtig bei sich.
26:09Auf jeden Fall ist der Notarzt jetzt da und sie bringen ihn ins Krankenhaus.
26:13Okay.
26:14Simon, Konrad und ich, wir kommen jetzt mit dir ins Krankenhaus.
26:17Und Konrad hat gerade Luisa Bescheid gesagt, ja?
26:19Habe ich das richtig verstanden?
26:21Simon ist in Barneys zusammengebrochen?
26:24Was hat er, Luisa?
26:26Wir müssen sofort ins Krankenhaus.
26:47Sie wünschen mich zu sprechen, Herr van Weyden.
26:50Ja, da kommen Sie doch rein, Herr Adam.
26:59Übrigens, ausgezeichneter Tee.
27:01Freut mich.
27:02Ja, also, wie soll ich anfangen?
27:05Also, es geht darum, dass...
27:06Ich kann mir schon denken, worum es geht.
27:09Ach so.
27:10Ja, dann, ich meine, wenn Sie es schon wissen, dann...
27:12In jedem Fall möchte ich Ihnen versichern,
27:15dass ich Sie und Ihre ganze Familie außerordentlich schätze.
27:19Ja, vielen Dank.
27:21Das kann ich nur zurückgeben.
27:22Das habe ich immer getan, schon vom ersten Tag an,
27:25an dem ich hier im Hause arbeiten durfte.
27:28Ja, und wir waren immer sehr froh,
27:30dass wir uns jederzeit auf Sie verlassen konnten.
27:32Auch wenn Sie offiziell ja nur für meine...
27:34Ich meine, ähm...
27:35Also, für meine Ex-Frau gearbeitet haben.
27:37Ich danke Ihnen.
27:39Und ich nehme Ihnen Ihre Entscheidung natürlich auch nicht übel.
27:43Ja, warum auch?
27:44Ja, ja, warum auch?
27:46Sie haben recht.
27:48Also, dann auf zu neuen Ufern und auf Wiedersehen.
27:52Ich wünsche Ihnen...
27:54Moment, Moment, Moment, Moment, Moment, Moment, Herr Adam.
27:56Dann nimmst du noch mal Platz.
27:57Ich glaube, hier liegt ein kleines Missverständnis vor, oder?
27:59Ich dachte, Frau Landmann hätte bereits mit Ihnen gesprochen.
28:01Frau Landmann?
28:02Ja, weil Sie sagten, Sie wüssten bereits Bescheid.
28:06Also, erzählen Sie mal zu, Herr Adam.
28:08Also, niemand hat die Absicht hier...
28:10Also, ich meine...
28:12Es sei denn, Sie wollen von sich aus...
28:14Was?
28:15Das Gutshaus verlassen.
28:17Aber nein.
28:19Ich meine, wenn Sie das nicht wollen...
28:21Ja, ich will es nicht und meine ganze Familie will es auch nicht.
28:24Und vor allem, will es Frau Landmann nicht.
28:26Hat sie das gesagt?
28:30Also, dann sind wir uns einig.
28:32Dann freue ich mich sehr, Sie als Butler der Familie von Weiden begrüßen zu dürfen.
28:37Vielen Dank.
28:46Hallo, Lisa.
28:48Wo ist Simon?
28:50Er wird noch untersucht.
28:52Sie dürfen da jetzt gestreien.
28:54Aber er ist doch mein Verlobter.
28:55Und mein Sohn.
28:56Tut mir leid, es geht nicht.
28:57Sie müssen die Untersuchung abwarten.
28:59Dann werden wir wohl warten müssen.
29:00Er ist hier gut aufgehoben.
29:01Nee, und er ist zu euch ins Bahnhof gekommen?
29:04Er war ziemlich durcheinander.
29:07Er wirkte total betrunken.
29:08Hat er irgendwas gesagt?
29:28Es ist mir leid, dass es so lange gedauert hat.
29:29Es ging nicht schneller.
29:30Sebastian, mal ganz ehrlich.
29:31Wie viele Wochen bin ich jetzt weg?
29:33Ja, ich weiß.
29:33Das ist kein Chaos.
29:34Das ist eine Katastrophe.
29:35Ich weiß nicht, wie wir das bis übermorgen schaffen sollen.
29:37Er ist der Papierkram einfach über den Kopf gelassen.
29:39Also, Quittungen, Rechnungen, sonstige Belege.
29:45Wir sortieren das jetzt erst mal.
29:47Okay.
29:51Es gibt übrigens auch eine gute Nachricht.
29:53Der Steuerberater ist ein alter Freund von dir?
29:55Nein, aber wir haben eine Aushilfe.
29:57Irgendwann ein Student hat mich angerufen, der einen Job sucht.
29:59Wenigstens eine gute Nachricht.
30:03Der Typ von Warnis.
30:05Oh Gott.
30:06Wenn du den einstellst, können wir den Laden leicht dicht machen.
30:09Was denn?
30:10Ihr seid Bäckersboten, wenn das kein Zufall ist.
30:12Zufall?
30:13Erzähl das deiner Oma.
30:14Wieso?
30:16Erst lungerst du die ganze Zeit im Warnis rum.
30:18Dann tauchst du im Blanzino auf.
30:20Und jetzt bewirbst du dich noch bei den Bäckersboten.
30:22Sag mal, ist es doch dein Beruf oder dein Hobby?
30:24Okay, erwischt.
30:28Was heißt da erwischt?
30:29Ja, ich bin wirklich nicht zufällig hier.
30:31Ich habe in Warnis mitbekommen, dass sie einen Kurier sucht und gleich darauf angerufen.
30:34Ist ja kein Verbrechen.
30:36Freut mich.
30:37Ich bin übrigens Bob.
30:41Hi, Sebastian.
30:42Das ist Lissi.
30:43Dann kann ich bei euch anfangen.
30:45Das kann ich leider nicht alleine entscheiden.
30:51Wir können es ja mal miteinander versuchen.
30:54Aber von der Kaffeemaschine hältst du dich bitte fern, Bob.
31:04Sie sind die Angehörigen von Herrn Becker?
31:07Ja, Tobias und Marianne Becker.
31:09Das ist Luisa Maywald, seine Verlobte.
31:11Kacher, mein Name, Fachärztin für Neurologie.
31:13Wie geht es meinem Sohn?
31:15Herr Becker ist wieder bei Bewusstsein, aber noch sehr schwach.
31:18Und wann kann ich zu ihm?
31:19Tut mir leid, im Augenblick noch nicht.
31:21Aber ich würde Ihnen gerne einige Fragen stellen.
31:24Natürlich.
31:26Der Notarzt hat angegeben, dass sich ihr Verlobter vor kurzem eine Gehirnerschütterung zugezogen hat.
31:30Ja, vor ein paar Tagen ist er von einem Baum gestürzt.
31:34Aber er hatte eigentlich keine Kopfschmerzen oder so.
31:37Hatte er Gleichgewichtsstörungen, Schwindelgefühle?
31:39Nein, ich denke nicht.
31:41Gut.
31:43Was ist mit meinem Sohn?
31:45Tut mir leid, aber für eine genaue Diagnose ist es noch zu früh.
31:48Die Ergebnisse der Computertomographie liegen noch nicht vor.
31:52Könnte ich dich doch für einen Moment zu ihm?
31:56Also bitte, aber nur eine Person.
31:58Der Patient braucht im Augenblick vor allem Ruhe.
32:07Also gut, dann geh du zu ihm.
32:10Und sag ihm, dass wir an ihn denken.
32:28Danke.
32:30Hey.
32:31Lisa.
32:32Was machst du nun für Sachen?
32:34Was ist denn passiert?
32:37Weißt du gar nichts mehr?
32:39Wir waren auf dem Hausboot und du hast mir Shakespeare vorgespielt.
32:44Romeo und Julia.
32:47Am Ende warst du ganz schön überzeugend.
32:54Wir hätten deine Gehirnerschütterung nicht auf die leichte Schulter nehmen dürfen.
32:58Es geht schon wieder.
33:04Du brauchst jetzt Ruhe.
33:06Und dann wirst du ganz schnell wieder gesund.
33:09Hörst du?
33:20Und? Hast du dir die Rute schon eingeprägt?
33:22Noch nicht. Ich bin gerade noch dabei, die Post zu sortieren.
33:25Wie geht das, wenn du gar nicht weißt, wo du hin musst?
33:28Postleitzahlen.
33:30Ich habe dir einen Stadtplan ausgedruckt und ein paar Punkte markiert.
33:33Oh, nett von dir.
33:35Ich will nur, dass du alles findest. Schließlich gehört mir der Laden.
33:40Die Strecke hier, die kannst du abkürzen. Da sparst du fast drei Minuten.
33:44Ich verstehe. Du kannst also hell sehen.
33:47Nein, aber programmieren.
33:50Ich dachte, du kennst die Strecke gar nicht.
33:52Ja, ich nicht, aber mein Navi schon.
34:00Hallo, Papa.
34:03Wer?
34:04Robert Beltinger. Ach so.
34:09Entschuldige, ich war gerade abgelenkt.
34:12Ja, er hat dem Termin zugesagt.
34:16Ich habe es dir versprochen, dass wir ihn rumkriegen.
34:19Ich hoffe nur, dass er diesmal pünktlich kommt.
34:24Du, ich muss es dir...
34:25Ja, ich habe jetzt gerade keine Zeit.
34:27Ich melde mich später nochmal, ja?
34:28Gut, tschüss, Papa.
34:32Gespräche zu belauschen, scheint ein Hobby von dir zu sein.
34:35Und du solltest deine Zeit nicht an Leute verschwenden, die unpünktlich sind.
34:38Die sind meistens auch nicht zuverlässig.
34:42Weißt du, ich habe eher ein Problem mit Grobmotorikern.
34:45Zum Glück war es diesmal kein Kaffee.
35:00Sebastian, na endlich!
35:02Ich war bis jetzt in der Firma und habe eben erst die Mailbox abgehört.
35:06Und, was sagen die Ärzte?
35:07Noch nichts, es gibt noch keine Diagnose.
35:09Wieso eigentlich nicht?
35:10Was dauert denn daran, so lange eine Diagnose zu erstellen?
35:13Sie müssen doch wissen, was er hat.
35:14Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.
35:16Wir müssen einfach ein bisschen Geduld haben.
35:18Ich hätte die Gehirnerschütterung nicht zu leicht nehmen dürfen.
35:21Ich hätte ihn drängen müssen, sich nach diesem Sturz gründlich durchchecken zu lassen.
35:24Ich hatte keine Schmerzen.
35:25Da konnte auch niemand ahnen, dass er sich eine Verletzung zugezogen hat.
35:28Ich habe Kaffee.
35:29Möchten Sie einen?
35:30Danke, das ist nett.
35:32Oh, Entschuldigung.
35:34Mach nichts, mach nichts.
35:35Nehmen Sie mal.
35:36Vorsicht, Ress.
35:41Wir haben vor einigen Monaten erst deinen Vater hier verloren.
35:43Und jetzt liegt Simon hier, wenn ihm was passiert hat.
35:46Mama, daran darfst du gar nicht denken, Mariana.
35:49Simon wird wieder gesund, ich verspreche es dir.
35:52Du wirst sehen, es wird alles wieder gut.
35:53Ja.
36:14Sind das etwa die letzten Rosen aus dem Garten?
36:17Also, wenn Herr van Weyden das sieht, dann sind sie glatt entlassen.
36:21Ich werde nie wieder die Rosen in unserem Garten anrühren.
36:25Außerdem habe ich Grund zur Annahme, dass Herr van Weyden mich nicht entlassen wird.
36:30So, so.
36:31Ich weiß, dass ich es Ihnen zu verdanken habe, dass Herr van Weyden mir einen Arbeitsvertrag angeboten hat.
36:38Ach, hat er das? Also, dabei habe ich mich extra über Sie beschwert.
36:41Das war wirklich sehr nett von Ihnen.
36:44Was, dass ich mich über Sie beschwert habe?
36:46Nein, dass Sie meinetwegen sogar Ihre Stellung aufgegeben hätten.
36:48Wer behauptet denn das?
36:50Etwa Herr van Weyden?
36:52Also, Sie sollten nicht alles glauben, was er Ihnen erzählt.
36:56Ich habe knallhart verhandelt.
36:58Das kann ich mir vorstellen.
37:00Ja, ich habe gesagt, Herr van Weyden habe ich gesagt.
37:05Ich werde mich eventuell, also ich betone, eventuell damit arrangieren können,
37:11dass ich auch in Zukunft meine Küche mit Herrn Adam teile.
37:15Aber nur unter einer Bedingung.
37:18Sie haben eine Bedingung gestellt?
37:20Ja, natürlich.
37:20Und die lautet wie?
37:21Ja, also um es ganz klar zu sagen.
37:26Ich wünsche mir ab sofort, dass wir genau da weitermachen, wo wir aufgehört haben.
37:41Habe ich dir schon erzählt, dass Beltinger unseren Termin wieder abgesagt hat?
37:44Nein.
37:45Ja.
37:46Zum zweiten Mal?
37:47Ja.
37:47Was ist denn das für ein Geschäftsmann?
37:50Vielleicht gehört es bei diesen Jungunternehmern zum kreativen Chaos.
37:53Ich weiß es nicht.
37:55Erzähl das mal Sebastian, der freut sich.
37:58Übermorgen muss er die Steuerunterlagen für die Bäckersboten abgeben.
38:00Und alles, was er hat, sind zwei Schuhkartons voll mit Belegen.
38:04Na, Hauptsache, er hat sie überhaupt gesammelt.
38:07Ich mag ihn ja wirklich, aber Sinn fürs Geschäft hat er überhaupt nicht.
38:11Kannst du dich an diesen jungen Mann erinnern, der mir den Kaffee über die Bluse gegossen hat?
38:16Der damals im Lanzino aufgetaucht ist, als wir auf Beltinger gewartet haben?
38:19Ja, genau der.
38:20Den hat er als neuen Fahrradkurier engagiert.
38:23Oh.
38:24Na, da kann ich ja nur hoffen, dass er sich beim Austragen eurer Pakete etwas geschickter anstellt,
38:28als beim Kaffee trinken.
38:29Ja, das hoffe ich auch.
38:32Ich frage mich nur, warum er in letzter Zeit überall auftaucht.
38:36Naja, solange du nicht an schicksalhafte Begegnungen glaubst.
38:39Seit der Geschichte mit Jan bestimmt nicht mehr.
38:42Das mit Jan war kein Schicksal, sondern eiskalte Berechnung eines Verbrechers.
38:49Als er mich damals im Park vor Jens gerettet hat, dachte ich, er ist es.
38:53Der Ritter auf dem weißen Pferd.
38:58Zum Glück bin ich nicht mehr so naiv.
39:01Nee, du hast geglaubt, du kannst vertrauen.
39:03Ich finde es überhaupt nicht naiv, wenn man sich den Glauben an das Gute bewahrt hat.
39:06Bei dem richtigen Mann vielleicht.
39:08Ach du, der kommt schneller als du glaubst.
39:12Herr van Weiden?
39:13Frau Norag ist da.
39:14Entschuldigt bitte, wenn ich euch störe.
39:16Sophie, ist etwas passiert?
39:17Ich komme direkt vorm Gericht.
39:19Heute war die Verhandlung gegen Jan Delburg.
39:21Ach Gott, das hat mich auch völlig verbringt.
39:23Und?
39:24Soeben wurde das Urteil verkündet.
39:28Ich straffe.
39:29Sechs Jahre ohne Bewährung.
39:41Es tut mir leid.
39:43Was tut dir leid?
39:45Ja, dass ich dir unsere Schnitzeljagd so verdorben habe.
39:49Sieh mal.
39:55Hallo, Herr Becker.
39:56Hallo.
39:57Die Untersuchungsergebnisse liegen jetzt vor.
39:59Vor Maiwald.
40:01Dürfte ich Sie bitten, uns einen Moment allein zu lassen?
40:03Meine Verlobte und ich haben keine Geheimnisse voreinander.
40:05Schon gut.
40:06Ich komme gleich wieder.
40:08Sag den anderen, dass es mir gut geht, ja?
40:10Mach ich.
40:14Herr Becker, wir haben inzwischen die Ergebnisse des CTs ausgewertet.
40:20Und?
40:20Schauen Sie hier.
40:24An dieser Stelle Ihres Gehirns hat sich ein Hämatom gebildet.
40:28Daher Ihre zeitweilige Desorientierung.
40:31Die eigentliche Ursache für das Blutgerinnsel ist die Erweiterung einer Arterie.
40:37Ein sogenanntes Aneurysma.
40:39Und ist das gefährlich?
40:42Sagen wir mal so.
40:45Nicht in allen Fällen.
40:48Es besteht jedoch das große Risiko, dass die verdünnte Gefäßwand dem Druck dauerhaft nicht standhält.
40:55Das bedeutet was?
40:56Dass die Gefäßwand reißt, was eine Gehirnblutung zur Folge hätte.
41:01Sollte dieser Fall eintreten, käme jede Hilfe zu spät.
41:13Wo hast denn du meine Unterlagen hingeräumt?
41:16Ich weiß nicht, wovon du sprichst.
41:17Die Steuer.
41:18In zwei Tagen muss ich die Unterlagen beim Finanzamt abgeben.
41:21Sonst brummen die mir eine saftige Strafe auf.
41:23Etlich ist es offiziell.
41:25Tom ist unschuldig.
41:27Er ist normal auf der Flucht.
41:28Ich meine, er muss doch erfahren, dass er rehabilitiert wurde.
41:31Bist du sicher, dass nach deiner Gehirnerschütterung nicht noch irgendetwas nachkommt?
41:35Am besten wir tun so, als wäre nichts passiert.
41:37Und jetzt geht'sлекsew mismos.
41:37Am besten mal ein paar Mal.
41:42Am besten.
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