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Kurzfilme
Transkript
00:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:00Jetzt wartet noch eben, dauert noch bestimmt nicht lange
01:02Ganz wie sie meint, gnädige Frau
01:13Ja bitte?
01:14Ich bin's, Angela
01:15Komm rauch
01:18Lena?
01:34Hier im Wohnzimmer
01:42Hallo
01:42Guten Morgen
01:45Also ehrlich, übertreibst du's nicht langsam?
01:48Für mich hat Florian nie auf gebügelten Unterhosen bestanden, nur auf trockenen
01:51Mit zunehmendem Alter steigen eben auch die Ansprüche
01:55Außerdem hat meine Mutter das auch immer gemacht
01:57Sag mal, wo ist der Kleine überhaupt?
01:59Der schläft noch
02:01So
02:02Ich räum das jetzt weg und du machst dich fertig
02:04Du musst in die Firma
02:06Emma und Natalie freuen sich bestimmt
02:08Und ich kann auch auf Florian aufpassen
02:12Ich bin noch nicht so weit
02:14Lena, wann?
02:16Bitte, jeder ist verunsichert
02:17Keiner weiß, wie's weitergehen soll
02:19Ich weiß es doch selbst nicht
02:23Ich weiß nur, dass ich so nicht weitermachen kann wie bisher
02:27Und außerdem, jeder braucht mal Urlaub, auch der Chef
02:30Aber keiner verkriecht sich in seiner Wohnung
02:34Schon gar nicht kurz vor der Premier Vision
02:36Am Montag
02:38Am Montag teile ich der Geschäftsleitung meine Entscheidung mit
02:41Bestimmt?
02:43Bestimmt
02:46Heute Abend, nach Feierabend, komm ich
02:48Ich hab noch ein paar Kleinigkeiten in der Villa, okay?
02:52Und was wird aus mir?
02:55Es wird doch sowieso Zeit, dass du dich endlich mal von mir emanzipierst
02:59Emanzipieren?
03:00Lena, ich will und kann nicht ohne dich leben und arbeiten
03:04Ich brauche dich
03:05Sieh es doch mal von der positiven Seite
03:07Das ist doch für dich die Chance, eine große Karriere bei Althofer zu machen
03:12Du hast dich schon längst entschieden, stimmt's?
03:14Du kommst nicht wieder zurück
03:16Jetzt geh zur Arbeit, sonst kommst du noch zu spät
03:25Ach, Lena
03:35Entschuldigung, aber ich war gerade am Telefon
03:37Ist Frau Czerny schon aus ihrem sogenannten Urlaub zurück?
03:39Nicht, dass ich wüsste
03:40Aber Sie sollen sich bitte sofort bei Frau Meierbeer melden
03:43Im Büro der Geschäftsleitung
03:45Ich? Wieso?
03:47Fragen Sie mich was leichteres
03:49Heute geht wieder alles drunter und drüber in dem Laden
03:59So, und jetzt noch mal von vorne, Frau Schleufelle
04:01Was hat Marion Ihnen gesagt?
04:04Ich kann Ihnen auch nicht mehr sagen, als das, was Dr. Holst nicht mehr gesagt hat
04:07Frau Stangl hat Urlaub genommen und ist nicht zu erreichen
04:10Ja, aber davon müsste ich doch etwas wissen
04:12Tut mir leid
04:13Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte
04:14Ja, Moment
04:15Wo ist denn Frau Czerny?
04:17Laut Dr. Holzknecht auch im Urlaub
04:20Und jetzt muss ich wirklich Schluss machen
04:21Herr, wie war doch gleich Ihr Name?
04:23Kunze
04:24Ewald Kunze
04:27Ja?
04:27Guten Tag
04:31Schöne Frau
04:33Kruse ist mein Name
04:34Ich, äh
04:36Herr Kruse ist jetzt da, Frau Meierbeer
04:39Na wunderbar
04:41Tag, Herr Kruse
04:43Kommen Sie doch
04:45Und hier habe ich die Liste ausgedruckt
04:47Mit den Namen unserer wichtigsten Kontakte
04:49Am besten, Sie lernen sie auswendig, damit nicht irgendetwas schief läuft
04:52Danke
04:54Setzen Sie sich
04:55Kaffee?
04:56Nein, danke
04:56Sagen Sie, wer ist die Dame in Ihrem Vorzimmer?
04:59Das ist die Vertretung von Frau Stangl
05:03Also, Herr Kruse
05:05Machen wir es kurz
05:07Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen die Gesamtleitung Design bei Althofer anbiete?
05:15Ach, äh
05:16Entschuldigung
05:17Sie meinen, ich soll?
05:19Den Job von Lena Czerny übernehmen
05:21Was ich von Ihnen bisher gesehen habe, hat mich überzeugt
05:24Und Ihre Show in der Galeria war ein durchschlagender Erfolg
05:27Die Frage ist nur, ob Sie sich das zutrauen
05:30Soll das heißen, Frau Czerny?
05:32Beantworten Sie bitte meine Frage, Herr Kruse
05:34Trauen Sie sich das zu?
05:38Ja, natürlich
05:38Ich meine, es kommt ein wenig überraschend für mich
05:41In drei Wochen ist die Primärvision
05:43Die Herbstkollektion steht an
05:45Ich meine, verstehen Sie mich nicht falsch, aber
05:47Ich dachte bisher immer, Frau Czerny ist hier die Chefin
05:51Lena Czerny ist nur ein Label, Herr Kruse
05:54Ein Label der Firma Althofer
05:57Und wer dieses Label designt oder produziert, das ist egal
06:04Was ich Ihnen jetzt sagen werde, das ist absolut vertraulich
06:07Haben Sie mich verstanden?
06:10Frau Czerny ist nicht im Urlaub
06:12Frau Czerny ist gegangen
06:14Und das wissen momentan hier im Haus nur Sie und ich
06:19Also nochmal
06:21Trauen Sie sich zu, diesen Job zu übernehmen?
06:23Das ist unser einst träumten Leben lang von so einem Angebot
06:27Das ist für mich wie ein Lottogewinn mit Sie im Richtigen
06:29Also im Moment genügen mir sechs
06:32Also gesetzt den Fall, Frau Czerny kommt nicht zurück
06:35Dann kann ich mit Ihnen rechnen
06:37Ich habe das Gefühl, dass ich nur ein kleiner Bauer in Ihrem Schachspiel bin
06:44Schachspiel stimmt
06:46Aber Sie sind kein Bauer, Herr Kruse
06:48Sie sind meine Dame
06:58Danke
07:03Kruse?
07:05Als Chefdesigner?
07:06Das ist doch lächerlich, Roland
07:07Nur weil du wieder das Kopfkissen mit deiner Ex-Fort heizt
07:10Musst du nicht gleich deinen gesunden Menschenverstand mit der Unterhose ablegen
07:14Kruse ist ein Ex-Fort und keine Lena
07:16Und wenn sie wieder aus dem Urlaub zurückkommt
07:18Lena ist nicht im Urlaub, sie hat den Kämpfel hingeschmissen
07:22Sagt wer?
07:23Birgit?
07:24Vater
07:25Sie ist bei ihm?
07:26Nein, sie hat sich irgendwo in die Wohnung genommen
07:31Herr Kruse, gerade haben wir von Ihnen gesprochen
07:34Ich hoffe nur Gutes
07:35Natürlich
07:35Ich höre, Roland produziert gerade 40.000 Meter von ihrem Trendy-Scottisch-Muster
07:4040.000?
07:41Ja, Felix, unser Herr Kruse ist der Mann mit Zukunft
07:44Also Frau Czerny ist maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt
07:47Wissen Sie eigentlich, wo sie steckt?
07:48Ja, mein Bruder meinten
07:49Ich weiß genauso wenig wie jeder andere hier, wo sie sich aufhält
07:53Und das drei Wochen vor der Premier Vision
07:54Aber Sie werden das schon schaukeln
07:55Ja
07:57Ja, ich muss dann auch
07:59Ciao
08:07Premier Vision?
08:08Kruse kann das nicht
08:09Roland
08:11Warum glaubt hier eigentlich jeder, dass ohne Lena Czerny alles zusammenricht?
08:16Ich weiß nicht, ob die Geschichte dieser Firma erst mit dem Eintritt von Lena Czerny begonnen hätte
08:19Felix, es gab eine Zeit vor Lena Czerny und jetzt befinden wir uns eben in der Zeit nach Lena Czerny
08:25Jeder Abschied ist auch ein neuer Anfang
08:28Wenn irgendwas übrig geblieben ist von meinem Griechenlandaufenthalt, dann das
08:32Und wenn wir diese Situation jetzt als neuen Anfang begreifen, dann haben wir sogar die Chance, wieder das zu werden
08:37Hier bei Althofer, was wir mal waren
08:39Wenn nicht sogar mehr
08:40Immerhin
08:41Ich heiße Althofer, du heißt Althofer
08:45Und das hier ist verdammt nochmal Althofer
08:47Das mit dem Säuterin, das kriege ich echt eine Erektion
08:49Althofer
08:50Du weißt genau, wo wir stehen würden, ohne Lena Czerny
08:53Ja und?
08:55Bist du so naiv oder redest du dich nun besoffen?
08:58Der Kurs stand bei 26,50, als ich ihn zum letzten Mal gecheckt habe
09:02Und wenn publik wird, dass Lena Czerny nicht mehr für die Fashion Factory arbeitet, rate mal, wo er dann stehen
09:07wird
09:07Bei 35 zum Jahresende, Wetten?
09:11Irgendwas war mit seinen Rücklichtern nicht in Ordnung
09:13Und als der Streifenwagen ihn gestoppt hat, dann muss Leo sich so dämlich benommen haben, dass sie ihn ins Röhrchen
09:18haben blasen lassen
09:19Er hat doch hoffentlich nicht
09:21Ja, natürlich hat er
09:22Bis 4 Uhr früh
09:24Und jetzt darf ich das dem Paul wieder schonend beibieten
09:27Na, der wird ihm die Ohren abreißen
09:29Ja
09:39Danke, Frau Schäufele
09:41Da kommt er gerade
09:42Wiederhören
09:44Was ist das für eine seltsame Dame in Ihrem Vorzimmer?
09:47Die hat mir Frau Stammel über eine Zeitarbeitsfirma organisiert
09:50Ach, wieso? Frau Stammel ist doch hoffentlich nicht krank
09:53Nein, nein, nein
09:54Sie hat andere Gründe, privater Natur, aber lassen wir das
09:57Ich hoffe, Sie wollten mit mir reden, um mir zu sagen, wo sich Frau Czerny befindet
10:01Nein
10:02Ich, ähm, wollte Sie an Ihre Einladung erinnern
10:05Die Sie mir leichtsinnigerweise nach dem dritten Pilz versprochen haben
10:08Nach der Modenschau von Kruse
10:11Ja, nach der Modenschau
10:14Da war die Welt auch noch in Ordnung
10:16Ja, bitte, Frau Michl
10:17Ich muss ganz dringend mit Frau Czerny sprechen
10:20Egal wo, von mir aus fliege ich bis nach Australien
10:22Ich erreiche Lena auch nur über ihr Handy
10:24Ja, aber mit Ihnen redet sie wenigstens
10:26Alle meine Versuche enden immer auf Ihrer Mailbox
10:30Also bitte, rufen Sie sie an
10:31Sagen mir, ich muss mit ihr reden, dringend
10:34Wenn Sie Ihr Versprechen wahr machen
10:36Äh, Freitag zum Beispiel wäre passend
10:39Ja
10:42Aber ab jetzt, bitte
10:49Mailbox von Lena Czerny
10:50Wir hinterlassen Sie mir eine Nachricht nach dem Signal
10:54Lena
10:55Dr. Holzkirch ist gerade in meinem Büro
10:56Und bitte dringend um Rückruf
10:58Und wenn du meine Meinung hören willst
11:01Ruf ihn an
11:23Frau Scheufele, das mag schon sein
11:26Aber wenn ich richtig informiert bin
11:28Dann ist doch die Frau Meierwärr dafür zuständig
11:33Ich weiß auch nicht mehr
11:35Ja, und genau das sagen Sie bitte, Herr Dr. Holzknecht
11:39Und jetzt muss ich mich entschuldigen
11:40Ich habe Besuch
11:41Frau Scheufele, auf Wiedersehen
11:45Sag, August
11:46Jetzt aber, was ist denn los mit dir?
11:50Was nimmst du denn dann?
11:54Ich bin's, dein Freund, Wilhelm Herrgott nochmal
11:58Das ist gegen Bluthochdruck
12:00Ja, das könnte ich jetzt auch ganz gut gebrauchen
12:02Denn ich bin auf 180
12:06August, das hast du dir selber eingebrannt
12:08Du und deine Tochter
12:09Ja, Birgit ist meine Tochter
12:11Wie Lena deine
12:12Willst du mir das vorwerfen?
12:14Vorwerfen nicht
12:15Aber sagen wir mal in Erinnerung bringen
12:19Du hast dich vor den Karn
12:20Deiner Tochter spannen lassen, August
12:22Ja, okay, okay, Wilhelm
12:24Ich gebe es ja zu
12:24Ich habe mich wie ein besseres Wissen
12:27An meiner Tochter gehalten
12:28Ich konnte aber doch nicht ahnen
12:30Dass Lena klein beigibt
12:31Nein, nein, Wilhelm
12:33Da muss irgendwas passiert sein
12:37Irgendetwas, wovon ich nichts weiß
12:40Aber was?
12:41Ja, frag sie doch
12:42Sie ist doch deine Tochter
12:43Als ob das die Sache einfacher machen würde
12:45Das solltest du doch am besten wissen
12:50Du hast schon recht
12:52Irgendwas müssten wir machen
12:55Komm mal zu
12:59Guten Tag, Herr Althofer
13:00Chris Gellert hier
13:02Ich erreiche Lena momentlich persönlich
13:03Und ich wollte Sie bitten, hier auszurichten
13:05Dass ich wieder ein Essen bin
13:07Hallo, hier ist Nathalie Seiler
13:10Ähm, Herr Althofer
13:11Ist Lena vielleicht bei Ihnen?
13:13Hallo Vater
13:13Roland behauptet, du wüsstest, wo Lena steckt
13:15Sie soll mich bitte so schnell wie möglich zurückrufen
13:18Ich weiß nicht, ob Sie sich noch an mich erinnern
13:20Herr Althofer, Max Römer
13:21Der Banker aus Frankfurt
13:23Ist ja gut
13:25Ich glaub's dir ja
13:34Ja, ich bin's Bernd
13:36Ich wollte dir nur sagen
13:38Dass es jetzt leider doch nicht klappt
13:40Mit dem Wochenende
13:44Dr. Holzknecht
13:45Wie kommst du denn darauf?
13:49Also jetzt beherrsch dich, ja?
13:51Und wenn es so wäre
13:52Ist das doch lange kein Grund
13:53Sich unflätig auszudrücken
13:54Tschüss
13:57Kann ich Ihnen helfen, Herr Kruse?
13:58Können Sie mir sagen, wo ich Frau Charlie finden kann?
14:00Sagen Sie mir nicht, dass Sie es nicht wissen
14:01Um was geht es denn?
14:03Um die Existenz der Firma
14:05Kleiner haben Sie es nicht?
14:07Das ist mein Ernst von mich, ja?
14:08Tut mir leid, Herr Kruse
14:09Aber ich bin angehalten
14:11Den Aufenthaltsort von Frau Charlie
14:12Bis auf weiteres Geheim zu halten
14:15Dann hätte ich gerne den Schlüssel zur Villa
14:16Und wozu, wenn ich fragen darf?
14:19Ich brauche die Entwürfe der Premier Vision
14:20Unsere neuen Herbstkollektion
14:23Soll das heißen, Sie machen die Kollektion?
14:25Das soll heißen, dass in drei Wochen
14:26Auf dem Stand in Paris
14:27Irgendetwas gezeigt werden muss
14:28Wenn Frau Charlie die Arbeit nicht interessiert
14:30Muss sie jemand anderes machen
14:32Den Schlüssel, bitte
14:32Da muss ich erst Rückfrage mit Frau Charlie halten
14:35Frau Michel
14:36Das ist eine Anordnung von Frau Meierbeer
14:38Und keine Laune von mir
14:39Zwingen Sie mich nicht, Frau Meierbeer zu informieren
14:47Danke
14:48Bitte
15:04Ich bring dich gleich auf die letzte Kiste
15:05Aber dafür kommst du heute Abend
15:07Ja
15:15Ja, hallo?
15:16Na, Gott sei Dank
15:18Schnell, pack alle Entwürfe von Lena in eine Mappe
15:20Und schaff sie raus aus der Villa
15:21Wie? Warum denn?
15:23Jetzt red dich, sondern tu, was ich dir sage
15:25Und zwar schnell
15:26Kruse kann jeden Moment bei dir auftauchen
15:27Und zwar
15:56Hier
16:01Nicht jetzt, Rudi. Nicht wohl nicht später.
16:09Was hast du eigentlich vor?
16:10Du solltest wegschaffen. Ich lasse Entwürfe für die neue Kollektion.
16:13Wegschaffen? Wohin denn?
16:15Jetzt quatsch ich und steig ein. Wir müssen los. Kruse kann jeden Augenblick kommen.
16:45Kruse kann jeden Augenblick kommen.
17:17Na dann, gute Nacht.
17:19Nein, ich bin nur die Vertretung. Wie war Ihr Name noch gleich?
17:24Römer. Und darf ich fragen, was der Anlass Ihres Anrufs ist?
17:29Entschuldigen Sie, woher soll ich denn das wissen?
17:32Ein Herr Römer für Sie auf Leitung 2.
17:35Na endlich.
17:38Herr Römer, wo stecken Sie denn?
17:42Ja, dann schnappen Sie sich gleich mal den nächsten Flieger nach München.
17:47Warum?
17:48Soll das heißen, Sie wissen nicht?
17:51Kurzen Moment, bleiben Sie bitte dran.
17:54Tut mir leid, Herr Benrath, aber das geht vor.
17:57Schon gut.
17:59Aber wir reden noch, klar.
18:01Tut mir leid, aber da gibt es nicht viel zu reden. Ich habe keine andere Wahl.
18:04Jetzt schütten Sie das Kind nicht mit dem Badehaus. Wir finden da eine Lösung. Ich rufe Sie an.
18:13Ja, Herr Römer, Entschuldigung, da bin ich wieder.
18:16Soll das heißen, Frau Czerny ist immer noch nicht in der Firma erschienen?
18:18Ja, Sie sagen es. Und ich hätte zu gern gewusst, was da vorgefallen ist nach der Show in der Galeria.
18:24Was meinen Sie?
18:25Na, Herr Gellert und Sie, Sie waren doch anschließend in der Villa, oder?
18:31Stimmt. Aber das, das ist privat.
18:34Ich kann Ihnen nur so viel sagen, dass Frau Czerny mit dem Jungen weggefahren ist.
18:37Seitdem habe ich nichts mehr von ihr gehört.
18:40Ich habe verschiedentlich versucht, Sie zu erreichen.
18:43Sie müssen etwas tun, Herr Römer.
18:45Es kann doch schließlich auch nicht im Interesse Ihrer Bank sein, dass Frau Czerny hier aus der Firma gedrängt wird
18:50von der französischen Konkurrenz und dem Mayer-Bärs.
18:53Immerhin hängen Sie mit sieben Millionen Euro Kreditzusage hier mit drin bei Althofer.
18:58Jetzt verlieren Sie mir nicht die Nerven, Herr Dr. Holzknecht. Spätestens bei der Hauptversammlung wird Sie wieder im Boot sein.
19:02Ja? Und warum sind Sie da so sicher?
19:05Tja, ich bin's einfach. Okay?
19:09Ich werde das gleich alles mit Dr. Holzknecht klären. Kümmere du dich lieber um die Premier Vision. Und um Wieland.
19:14Und sag Felix, er soll Kruse damit machen. Wir müssen die Muster in Produktion geben. Das muss jetzt laufen.
19:19Immer mit der Ruhe. Und nichts mit Gewalt erzwingen wollen. Das bringt überhaupt nichts.
19:24Ja. Und jetzt geh. Und lass dich auf nichts ein. Zahl, was deine Frau will und vergiss es. Wir sehen
19:31uns heute Abend.
19:31Drück mir die Daumen, ja?
19:41Ich krieg Besuch, Herr Römer. Sind Sie später noch zu erreichen?
19:45Moment, kann ich Herrn Römer auch kurz sprechen?
19:47Äh, Frau Mayer-Bär. Zu spät. Er hat schon aufgelegt. Soll Frau Schäufel versuchen, sie zu ver...
19:52Nein, nein. Lassen Sie. Der Herr Direktor wird sich schon melden, wenn er Angst um sein Geld kriegt.
19:57Warum sollte er das?
19:59Herr Doktor, Sie wissen doch so gut wie ich, dass Lena Czerny nicht zurückkommt.
20:03Sie will uns allen beweisen, dass es ohne sie nicht geht.
20:07Der Beweis ist überflüssig. Es geht nicht ohne sie.
20:10Wie alle Männer in Lenas Dunstkreis machen auch Sie den Fehler, sie zu überschätzen.
20:16Ohne die Basis der Firma Althofer wäre Lena Czerny nichts weiter als eine von vielen gescheiterten Designerin.
20:22Außerdem gehört Althofer das Label Czerny.
20:25Und solange Czerny auf den Etiketten steht, ist es dem Kunden egal, wer dahinter steckt.
20:29Also ich komme aus der Bierbranche wie Sie.
20:32Und da interessiert es den Kunden sehr wohl, was in der Flasche ist, nicht nur was auf dem Etikett draufsteht.
20:37Wie dem auch sei.
20:39Jedenfalls ist Frau Czerny nicht mehr da und als Vorstand werde ich mir etwas einfallen lassen müssen.
20:43Meinen Sie nicht auch?
20:44Also schlage ich vor, Roland Althofer übernimmt den Bereich Weberei und Produktion.
20:49Felix Althofer wiegehaft den Vertrieb.
20:51Und ich kümmere mich mit Daniel Kruse um Design und Marketing.
20:55Und ich hole Kaffee und Brötchen.
20:57Jetzt seien Sie doch nicht gleich eingeschnappt, Herr Doktor.
20:59Nein, Sie kümmern sich um das Rechnungs- und Finanzwesen.
21:02Oder Controlling, wie man heutzutage sagt.
21:05Und fungieren als mein Stellvertreter.
21:09Mein Vater hält große Stücke auf Sie.
21:13Seien Sie mir nicht böse, Frau Meyerbeer.
21:15Aber sollten wir nicht abwarten, bis Frau Czerny ihre Entscheidung wirklich getroffen hat.
21:20Frau Czerny weiß so gut wie Sie und ich, dass wir in drei Wochen auf der Premiere Vision etwas zeigen
21:24müssen.
21:25Und dass die Herbstkollektion in Produktion gehen muss.
21:28Wir können es uns nicht leisten zu warten, bis Frau Czerny gut uns ihre Entscheidung mitteilen zu lassen.
21:35Also, sind Sie mit von der Partie?
21:37Oder muss ich mir einen neuen Mann suchen?
21:48Ich gehöre nicht zu den Menschen, die von Bord springen, sobald das Schiff ein bisschen scharkelt.
21:54Das hatte ich auch nicht anders erwartet.
21:57Und wenn sich die Wellen wieder ein wenig beruhigt haben,
21:59dann werde ich den Vorschlag machen, Sie mit Anteilsoptionen am Erfolg teilhaben zu lassen.
22:05Dagegen ist nichts einzuwenden.
22:18Guten Tag.
22:20Guten Tag.
22:21Benrath ist mein Name.
22:23Könnten Sie bitte meinen Mann versteckigen
22:25und ihm sagen, dass die Kleine jetzt bei Ihnen ist?
22:35Bei mir?
22:37Aber...
22:38Bitte.
22:39Ich habe einen wahnsinnig dringenden Termin in München und bin sehr spät dran.
22:42Mein Mann weiß Bescheid.
22:43Und schön brav sein, ja?
22:45ich...
22:48ich...
22:56Oh!
22:58Oh!
23:00Oh!
23:02Oh!
23:03Oh!
23:18Musik
23:42Ja, Wieland?
23:44Der ist drüben in der Verwaltung beim Holznächt. Wieso?
23:48Kind? Hier?
23:51Moment, er kommt. Ja, ich sag ihm Bescheid.
23:56Der Ewald hat gerade angerufen, deine Frau und deine Tochter an der Pforte abgegeben.
24:00Was jetzt schon? Sie hat gesagt um zwölf.
24:03Alf, was ist los?
24:06Ich bin meinen Nachmittag frei.
24:07Was, schon wieder? Wir müssen doch 40.000 von dem Schottelstoff rauslassen.
24:11Ich hab das mit Dr. Holzlecht abgeklärt und das macht bitte keinen Stress.
24:14Was heißt denn hier mit Dr. Holzlecht abgeklärt? Ich hab dir sicher auch noch Wörter damit zu reden.
24:18Einen Tag wirst du ja wohl ohne mich auskommen.
24:20Einen Tag? Letzte Woche bist du schon zweimal ausgefallen.
24:24Mir leid, Paul, ich kann's auch nicht ändern.
24:27Alf!
24:32Ist das mit Anja?
24:33Nein, ihr Mutterschuss ist zur Endung. Jetzt willst du wieder arbeiten.
24:37Ja, ich dachte, du willst nicht, dass sie arbeiten geht.
24:38Das will ich auch nicht, aber was soll ich denn machen?
24:40Dann hat er einen Job angeboten, wo sie viel mehr verdient als ich.
24:43Als Programmiererin?
24:44Nee, als Systemberaterin für E-Commerce. Sagt dir das was?
24:48Ja.
24:50Ja, um was jetzt?
24:51Ja, keine Ahnung.
24:54Ich muss mich um das Kind kümmern.
24:57Und wenn du willst, dann schau ich heute Abend nochmal vorbei.
25:00Wenn du mich brauchst, ruf mich an.
25:09Paul, Moment!
25:13Hier, die Muster von Herrn Kruse.
25:15Ich hab sie ausgezählt.
25:17Das Problem ist der schwarze Faden.
25:19Da stimmt was nicht mit der Fadenführung.
25:22Ja, hier stimmt einiges nicht.
25:23Wart's ab.
25:24Es kommt noch dicker.
25:26Leo hat eben angerufen.
25:28Sie haben ihm den Führerschein abgenommen.
25:29Wie bitte?
25:31Er ist noch auf der Wache in Wasserburg.
25:33Der Laster steht auf dem Rastplatz in Echingen.
25:35Irgendwer muss ihn dort abholen.
25:37Emma sagt, dass das nicht wahr ist.
25:39Er hat die Nacht durchgefeiert und sie haben ihn erwischt heute früh.
25:42Tja.
25:43Der Krug geht so lang zum Brunnen, bis er bricht.
26:09Jetzt versteh doch.
26:10Ich kann doch Lina nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen hat.
26:14Außerdem, außerdem habt ihr euch das selber zuzuschreiben.
26:19Dann eben, Birgit und Roland.
26:22Du, entschuldige, ich habe Besuch.
26:26Felix, ihr geht zu wie auf dem Postamt vor Weihnachten.
26:29In der Firma ist auch nicht besser.
26:32Birgit hat jetzt das Ruder übernommen.
26:34Ja, ich weiß.
26:36August war vorhin hier.
26:38Birgit hat ihm verkündet, dass Herr Kruse genauso gut ist wie Lena, wenn nicht besser.
26:43Stimmt das denn?
26:44Naja, er ist nicht schlecht, aber nur mit Lena, fürchte ich.
26:50Allein auf sich gestellt.
26:52Mit dem heißen Atem von Birgit Meyerbeer im Nacken.
26:54Also, ich weiß nicht.
26:57Naja.
26:58Ein Kaffee oder ein Kognak?
27:00Danke, nein.
27:01Ich bin eigentlich nur hier, weil ich gehofft habe, sie könnten mir helfen, ihre Tochter zu finden.
27:05Ich muss sie nämlich ganz dringend...
27:10Das ist sie!
27:12Frau Czerny, endlich! Ich muss sie ganz dringend...
27:19Okay.
27:20Sie rufen dann kurz, bevor Sie aufs Gelände kommen, an.
27:23Ich komme dann. Ja.
27:26Na?
27:27Und?
27:28Ich treffe Sie heute Abend.
27:30Sie muss nach Feierabend noch ein paar Sachen aus der Villa abholen.
27:33Aha.
27:34Tja, ich muss dann los.
27:36Vielen Dank, Herr Althofer.
27:37Und grüßen Sie meine Tochter.
27:38Ja, mach ich.
28:03Ja, Frau Schäufele.
28:05Frau Meyerbeer möchte Sie sprechen. Darf ich durchstellen?
28:08Nein.
28:09Sagen Sie, ich bin in einer halben Stunde in der Firma.
28:12Dieser Herr Kruse ist gerade bei ihr. Anscheinend sind irgendwelche Entwürfe von Frau Czerny verschwunden.
28:17Zerstimmliche Panik.
28:18Nur die Ruhe, Frau Schäufele. Ich bin ja gleich da.
28:24Ach, Frau, ähm...
28:26Schäufele.
28:27Genau. Entschuldigung.
28:28Schon gut, Herr, äh, Althofer.
28:31Gleiche. Wären Sie so nett und würden uns ein Glas Champagner bringen.
28:34Frau Stangl hat ja immer welche noch auf Lager.
28:36Mal sehen, ob ich was finde.
28:38Danke.
28:40Gut, ich meine, aber natürlich geht es auch ohne die Entwürfe von Frau Czerny, aber noch nicht in drei Wochen.
28:45Herr Kruse, jetzt verlieren Sie nicht die Nerven. Sie bekommen die Entwürfe.
28:49So, und anstatt hier rumzusetzen und zu jammern, würde ich vorschlagen, Sie machen es ja an die Arbeit.
28:57Wiedersehen.
28:57Ja, Wiedersehen.
29:01Ach, das ist so typisch, Lena. Aber damit wird sie nicht durchkommen.
29:04Kannst du Lena nicht mal für einen Augenblick vergessen und mir ein Glas auf meine Scheidung drehen?
29:09Ach, wie ist es denn gelaufen?
29:10Besser als ich dachte.
29:12Ich finanziere Silke das Examensemester, sie kriegt 3000 im Monat und eine einmalige Abfindung von 100.000.
29:18Kriegst mich praktisch zum Schlussverkaufspreis.
29:22Herr Dr. Holzknecht ist in einer halben Stunde wieder zurück, sagt er.
29:25So, wo ist er denn?
29:26Ich weiß nicht.
29:28Ist der Brief an Rousseau rausgegangen?
29:29Nein, ich bin noch nicht dazu gekommen.
29:31Frau Schäufele, ich habe Ihnen doch gesagt, dass das absolute Priorität hat.
29:35Ich habe aber nur zwei Hände und alles ist noch neu für mich.
29:39Ja, na gut, aber dann machen Sie es bitte jetzt und schicken Sie es bei Fox.
29:41Mach ich.
29:45Weißt du, warum Frau Stange so plötzlich Urlaub nimmt?
29:50Private Gründe, was auch immer das sein soll.
29:53Das ist so eine Frechheit.
29:54Am liebsten würde ich alle entlassen und mit neuen Leuten weitermachen.
29:57Angefangen mit Dr. Holzknecht.
29:59Nichts übereilen, Birgit.
30:01Es wird genug Wirbel geben und wenn sich der Staub mal gelegt hat, dann sehen wir weiter.
30:06Also, auf einen Neuanfang mit uns und hier in der Färber.
30:10Sag mal, dass du das alles so locker nimmst.
30:12Ich glaube, dir ist nicht klar, worauf wir uns da eingelassen haben.
30:16Oh doch, Birgit.
30:17Oh doch.
30:21Dann sagen Sie doch bitte, dass Sie mich anrufen sollen.
30:24Oder hat Ihnen Marion gesagt, wo sie hinfährt?
30:28Nein, schon gut. Ich habe mir nur Sorgen gemacht.
30:31Danke, Frau Baumann.
30:42Ich hoffe, dass Sie sich anrufen.000
30:43Euro-gerätten, drei Minuten, drei Minuten, drei Minuten.
31:05Na Gott, Paul! Das kann doch jedem mal passieren!
31:08Ich habe ihm Pech gehabt!
31:24Das ist doch eine Kurzschlussreaktion! Das hält Lena höchstens zwei, drei Wochen weg!
31:33Ach, du Schande! Da kommt er, der Unglücksrabe!
31:40Ich habe auf jeden Fall keinen Bock, mit Kruse zu arbeiten!
31:44Jetzt wartet doch erst mal ab!
31:45Du kannst mich doch jetzt nicht hängen lassen, Emma!
31:48Was soll ich denn machen? Ein Lastwagenfahrer ohne Führerschein? Das ist doch gar nichts!
31:53Das Geld ist angelegt, Leo!
31:55Aber die Hälfte gehört mir! Also sag dem Ewald, er soll verkaufen!
31:58Warum gehst du nicht zu deiner Braut?
32:00Musst du mir das jetzt auch noch reinreiben?
32:03Na gut, ich schaue, was ich machen kann! Aber so schnell wie du denkst, geht das bestimmt nicht!
32:08Egal!
32:09Und was willst du dann machen?
32:11Weiß nicht! Irgendwas wird mir schon einfallen!
32:13Ich sag mal, was machst denn du für Sachen, Leo? Führerschein weg!
32:18Die scheiß Lastwagenfahrerei steht mir sowieso bis hier!
32:20Tja, so ist das Leben! Ein Unglück kommt selten allein!
32:26Ich sag mal, was wir wollen ja nicht!
32:33Entschuldigung!
32:37Bet man dass ich es schon mit der Anfahrt einsteig ist!
32:40Ich sag mal, was du mir vorst dusst?
33:00Grüß Gott, sind Sie Frau Stange?
33:05Ja, und Sie sind Dr. Bartke?
33:09Ja, ich hoffe, Sie sind jetzt nicht enttäuscht.
33:14Nein, eher angenehm überrascht.
33:19Na ja, nach Ihren Briefen habe ich sie mir irgendwie anders vorgestellt.
33:23Ja, ist das schlimm?
33:25Nein.
33:27Jedenfalls freue ich mich, dass ich eine so attraktive Reisebegleitung gefunden habe.
33:32Danke, ich kann es kaum erwarten.
33:35Es hat also geklappt mit dem Urlaub.
33:37Ja, leicht war es nicht, aber ich habe in über 30 Jahren kaum gefehlt und jedes Mal, wenn ich ein
33:42paar Tage Urlaub genommen habe, dann hatte ich ein schlechtes Gewissen.
33:46Aber damit ist jetzt Schluss und deine kunsthistorische Burgenreise habe ich mir schon immer gewünscht.
33:50Was halten Sie davon, wenn wir jetzt ein Glas Wein trinken gehen?
33:53Im Museumscafé.
33:55Davon halte ich sehr viel.
33:56Und dann erledigen wir auch gleich das Finanzielle, damit alles seine Ordnung hat.
34:01Nun denn, gehen wir es an?
34:02Und dann gehen wir es an?
34:47Na?
34:48Hi.
34:49Warst du schon fleißig?
34:50Wieso?
34:51Wo hast du gerade meine Sachen da schon heute Mittag geholt?
34:53Ah, Frau Czerny.
34:57Entschuldigung, dass ich Sie so überfalle, aber ich fahne schon den ganzen Tag nach Ihnen.
35:02Kannst du uns kurz allein lassen, bitte?
35:04Danke.
35:05Lassen Sie mich raten. Frau Mayerberg hat Ihnen meinen Job als Designer angeboten.
35:08Na ja.
35:09Und Sie haben natürlich begeistert zugesagt.
35:11Das ist eine Riesenchance für mich, das müssen Sie verstehen.
35:13Schauen Sie, das ist das Tolle an meiner Situation. Ich muss gar nichts mehr.
35:17Aber in drei Wochen ist die Premiere Vision und parallel läuft die Vorbereitung für die Herbstkollektion.
35:21Das schaffe ich nicht allein in so kurzer Zeit. Ich brauche Ihre Entwürfe.
35:24Bitte. Sie sind im Atelier in der Villa.
35:26Da ist nichts. Alles weg. Ja, ich habe schon nachgeschaut.
35:29Ach. Tja, dann weiß ich es auch nicht.
35:32Frau Czerny, bitte.
35:33Ich habe Sie nicht mitgenommen. Ich habe gar nichts mitgenommen.
35:36Vielleicht Frau Michel.
35:38Ich kümmere mich drum. Und jetzt bitte.
35:40Dann ist das also endgültig Sie.
35:43Viel Glück, Herr Kruse.
35:49Danke.
35:58Ich bin oben und räume schon mal zusammen.
36:01Ich habe ja gar nicht vergessen, dass ich noch Sachen auf dem Speicher habe.
36:04Okay. Ich sage Dr. Holz nicht Bescheid.
36:23Holzknecht?
36:24Ja, bin sofort da.
36:33Musik
36:35Musik
36:36Musik
36:59Schön, dass Sie gekommen sind.
37:01Hallo.
37:04Ich weiß noch nicht so recht.
37:09So schlimm?
37:12Es tut mir leid, Herr Dr. Holzknecht.
37:15Ich weiß, man darf sich nicht so gehen lassen und einfach alles stehen und liegen lassen.
37:20Ich konnte einfach nicht anders.
37:24Das war wie, als hätte man einen Bogen überspannt und der bricht oder die Sehne reißt.
37:33Irgendwas in mir ist zerrissen.
37:36Das soll aber nicht heißen, dass ich mich der Verantwortung entziehe, meinen Abgang hier zu regeln.
37:41Abgang? Frau Czerny?
37:43Ich weh nicht mehr.
37:45Nicht nur, weil ich mich nicht von Birgit vorführen lassen will auf der Hauptversammlung.
37:49Notfalls könnte ich sogar damit leben, dass demnächst ein Mann von Rousseau bei uns im Vorstand mitredet
37:53und wir unsere Bilanzen nach jedem Quartalsende nach Paris schicken dürfen.
37:58Aber womit ich nicht leben kann, ist, dass ich hier von Menschen umgeben bin, die mir nur Böses wollen.
38:04Die nur darauf warten, dass ich meine Kreativität verliere.
38:08Aber es gibt auch andere Menschen in der Firma.
38:11Sie wissen, was ich meine.
38:15Und dann das Geld.
38:18Dieser ewige Druck, immer nur am Gewinn und am Umsatz gemessen zu werden.
38:21Ich habe mich ja selbst immer öfter dabei ertappt, alles, was ich tue, zu bilanzieren.
38:27Das kann jedem passieren, dass man im Leben mal an Punkte kommt, wo man alles hinterfragt.
38:31Sogar mir.
38:33Obwohl ich gar nicht so aussehe.
38:35Aber was mich dann immer bei der Stange hält, das ist die Frage, was denn sonst?
38:42Ich bin nur gut in dem, was ich tue.
38:44Was ich gelernt habe, wo ich meine Erfahrungen gesammelt habe, die guten und die schlechten.
38:49Ich habe mich verrannt.
38:51Ich wollte es allen beweisen.
38:52Ich wollte zurückholen, was mir vermeintlich vorenthalten wurde.
38:55Und als ich erreicht hatte, alles, von dem ich geträumt habe, da...
39:01Ich werde nie den Abend vergessen, als Waltraud mir hier für die Villa die Schlüssel aufgedrängt hat
39:06und ich durch das leere, ausgeräumte Haus ging.
39:08Am Ziel, die Siegerin.
39:11Eigentlich habe ich mich nur leer und ausgebrannt gefühlt.
39:15Ich hätte schon damals gehen sollen.
39:17Ich bin keine Unternehmerin.
39:19Ich bin eine Träumerin oder eine Spinnerin von mir aus.
39:22Jeder große Unternehmer war ein Spinner mit großen Träumen.
39:27Frau Czerny, Sie sind die Seele dieses Unternehmens.
39:31Wenn Sie nicht mehr da sind, dann ist der Absturz unabwendbar.
39:36Ich kann dann auch nichts machen.
39:38Aber Sie bleiben doch.
39:40Warum?
39:41Also ehrlich gesagt bin ich nur noch wegen Ihnen da.
39:45Weil ich...
39:47Weil ich an Sie glaube.
39:49Sie bleiben.
39:51Kruse kann auf der Basis meiner Entwürfe weitermachen.
39:53Das Konzept für die Herbstkollektion steht ja praktisch.
39:56Und so wie der Trend im Augenblick läuft,
39:57können wir jede Menge Designs von Frau von Dietrichsen recyceln für die Premierevision.
40:01Ich habe die Muster schon rausgesucht.
40:03Frau Michel hat die Artikelnummer.
40:04Bitte.
40:07Ich...
40:07Ich kann nicht mehr.
40:09Und im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht der Meinung, dass ich unersetzlich bin.
40:13Aber Sie...
40:14Sie sind unersetzlich.
40:17Und ich möchte Sie bitten, dass Sie meine und Florians Anteile an der Fashion Factory verwalten.
40:22Sozusagen als Florians Vormund oder gesetzlicher Vertreter.
40:30Guten Tag, Herr Dr. Holzknecht.
40:32Tag.
40:33Lena, ich bin jetzt mit meinen Sachen fertig.
40:34Wenn du willst, können wir mit deinen weitermachen.
40:36Okay, Angela, sofort, ja?
40:39Wie Sie sehen, werde ich nicht nur in der Firma gebraucht.
40:42Also, würden Sie unsere Anteile verwalten?
40:46Gut.
40:48Aber Sie versprechen mir, dass Sie das nächste Mal ans Telefon gehen, wenn ich anrufe.
40:51Ja.
40:52Ach, und Herr Römer wird sich noch bei Ihnen melden.
40:56Vielleicht hat er ja mehr Glück.
40:58Na ja, alles wird davon abhängen, ob der neue Vorstand von Rousseau mitspielt.
41:02Und ich hoffe, es wird Jean-Baptiste Chevalier.
41:04Denn er steht auf mich und kann kein Wort Deutsch.
41:09Lena ist hier.
41:12Ach, das trifft sich ja hervorragend.
41:14Wartest du kurz auf mich?
41:26So, wir bleiben hier in Verbindung.
41:30Bis dann.
41:31Tschüss.
41:38Schönen Abendmach, Herr Doktor.
41:40Danke, Frau Meyer.
41:41Ja, Ihnen auch.
41:44Du holst deine restlichen Sachen?
41:46Ja.
41:47Das trifft sich ganz gut.
41:48Ich weiß nicht, ob du es weißt, aber Roland und ich, er lässt sich scheiden.
41:51Ihr könnt das Haus haben.
41:53Danke.
41:54Aber würdest du was ausmachen, deine Entwürfe dazulassen?
41:56Rein rechtlich sind sie ja Eigentum der Firma und ich würde ungern einen Anwalt bemühen müssen.
42:01Du kannst dich beruhigen, das ist alles mit Kruse besprochen.
42:03Angela bringt sie ihn morgens vorbei.
42:06Und jetzt entschuldige mich bitte.
42:08Natürlich.
42:10Ach und viel Glück.
42:14Das meinen Sie doch nicht wirklich, oder?
42:16Doch.
42:18Ist eine gute Firma mit guten Leuten.
42:20Es wäre schade drum.
42:25Oh mein Gott, ist die Frau eiskalt.
42:28Komm nicht viel weg hier.
42:43Oh mein Gott, ist die Frau eiskalt.
43:01Oh mein Gott, ist die Frau eiskalt.
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