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  • vor 20 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:01Müdigkeit, Gewichtsverlust, kein Fieber. Seit zwei Wochen Exanthema an den Unterschenkeln.
00:05Ich bin irgendwie voll schlapp. Nachtschweiß. Haarverlust? Dafür ist der Friseur verantwortlich.
00:10Das Labor zeigt erhöhte BSG und Leukozytose. Das Röntgen linksbasaler Pleuraagos.
00:16Sarkoidose, Streptokok, Infektion oder Tuberkulose? Jetzt sagt schon. Tuberkulose.
00:22Sehr gut. Ich wette, Sophia hat auf ihrer Cardiofortbildung weniger Spaß.
00:26Inwiefern hat sich die Diagnostik von Herrn Maric und Herrn Probst unterschieden?
00:29Olli hat auf die Symptomatik geachtet und Ivo auf Labor und Bildgebung.
00:35Hier habe ich weitere Fallbeispiele für Sie. Bitte Differentialdiagnostik erstellen und die Diagnose Schritt für Schritt erläutern.
00:40Bis morgen früh hätte ich gern von jedem von Ihnen einen Behandlungsplan.
00:43Ich muss in den A. Schnell gelöst.
00:49Na dann. Na dann. Guten Morgen.
00:53Wir sind definitiv zu gut genaut. Hallo?
00:58Hallo. Was machst du denn hier? Ich meine, was ist passiert?
01:03Eiko ist in die Kettenbandsäge gekommen.
01:07Die verwendet man zum Zerteilen großer Fleischhäfen.
01:10Ob Ihnen Ihr Metzgerwissen in der Chirurgie behilflich ist, wage ich zu bezweifeln.
01:15Der Knochen hat sich verkantet. Ich wollte ihn lösen und dabei ist meine Hand in die Schneidezone geraten.
01:20Schau mir das mal an.
01:23Sie können meine Hand doch retten, oder?
01:25Also hier ist erstmal nicht so viel zu erkennen.
01:28So.
01:30Okay.
01:32Okay.
01:32Interessant.
01:34Okay.
01:34Die Hand reinigen und röntgen in zwei Ebenen, ja? Und dann sofort in den OP.
01:38Das, äh, das kriegt Ihr wieder hin, oder?
01:40Und Sie sind Dein Angehöriger?
01:43Ja, also nein, also quasi ja.
01:45Also nein.
01:46Dann warten Sie bitte draußen.
01:48Nee, aber ich trage die Verantwortung für ihn.
01:53Äh, ich, äh, ich warte draußen.
01:56Das wird schon.
02:03Ihr Vater?
02:04Mhm.
02:06Und Reiko ist seine Lieblingsgeselle.
02:18Frau Marquardt, herzlich willkommen.
02:20Dr. Scherbos, ich grüße Sie.
02:23Und herzlichen Glückwunsch, die neue Chefärztin.
02:26Vielen Dank.
02:28Die sind ja wunderschön.
02:29Ich hab schon, Dankeschön, einiges von Ihnen und Dr. Berger als neues Führungsdoro gehört.
02:34Oh je, ich hoffe nur Gutes.
02:36Ich mach mir da mal mein eigenes Bild.
02:38Geht das so?
02:38Danke.
02:40Ja, morgen ist ja nun die wichtigste Sitzung des Jahres.
02:43Dann können Sie mir Ihre Führungsqualitäten beweisen.
02:46Wir sind bestens auf die Budgetverhandlung vorbereitet.
02:49Haben Sie das Strategiepapier gelesen?
02:50Natürlich.
02:52Und ich war gelinde gesagt überrascht.
02:55Also, Ihre Pläne da für die Kinderbetreuung.
02:58Das ist eine schöne Idee, aber ist die auch finanzierbar?
03:01Ich meine, 24 Stunden Betreuung.
03:13Entschuldigung, ich bin heute irgendwie...
03:17Danke.
03:18Papa, warte mal.
03:19Komm mal ja.
03:2239,3.
03:23Hast du Schmerzen?
03:25Bisschen.
03:26Wie oft warst du heute schon auf der Toilette?
03:28Vielleicht fünf, sechs Mal.
03:29Und hast du Probleme beim Wasserlassen?
03:31Ach, Julchen.
03:32Julchen ist das genauso unangenehm wie dir, Papa.
03:34Aber Dr. Berger muss das wissen.
03:36Das könnte ein Harnmixinfekt sein.
03:37Kannst du mir schnell was dagegen geben?
03:39Wenn sich mein Verdacht bestätigt, dann gehörst du ins Bett.
03:42Ich habe gleich den Termin mit Frau Markwart.
03:43Ich kann jetzt nicht krank sein.
03:45Bist du aber.
03:46Mitkommen.
03:49So, Probst, was sehen Sie?
03:51Eine schwere, traumatische Handverletzung mit erheblichem Gewebeschaden, Ausriss des Zeigefingers
03:59und komplettem Verlust des Weichteilmantels des Daumens.
04:04Okay, und die gute Nachricht?
04:05Die Sehnen im Daumen sind noch erhalten.
04:08Wir können also ein ausgedehntes, radikales Weichteil-Debritmo machen.
04:12Am Zeigefinger kriegen wir jetzt wahrscheinlich nur eine Stumpfbildung hin.
04:17Und der Daumen?
04:18Ja, dann müssen wir sehen, was du retten hast.
04:20Ob wir die Greiffunktion erhalten können, ist fraglich.
04:24So, ich beginne mit der Entfernung des orbitalen Gewebes.
04:32Probst, Blutstellung?
04:37Was?
04:38Wollen Sie sich etwa nicht die Finger verbrennen an Ihren Lieblingsgesellen Ihres Vaters, oder wie?
04:44Nein, nein, ich, ich, ich will nichts falsch machen.
04:48Wenn Sie dafür nicht die Eier haben, verlassen Sie meine OP.
04:51Nein, ich krieg das hin.
05:05Hm.
05:12Zahnschmerzen?
05:1525 Jahre.
05:17Kaputt.
05:18Der Zahn?
05:20Ach, der Mixer.
05:22Ja, verstehe.
05:25Mann, Mann.
05:28Die sind aber ganz schön ans Herz gewachsen.
05:32Was?
05:33Wieder Belebung zwecklos?
05:36Das haben wir nicht alles für schöne Smoothies zusammen zubereitet.
05:41Alles mit Apfel?
05:43Ja.
05:45Apfel, Himbeere, Apfel, Banane, Apfel, Erdbeere, Apfel, Kiwi.
05:55Mach's gut, alter Freund.
05:57Danke.
06:18Und?
06:19Wie ist es gelaufen?
06:20Das darf ich dir leider nicht sagen.
06:21Ja, auf mit dem Quatsch.
06:23Du bist kein Angehöriger, ich darf wirklich nicht.
06:26Oliver, Reiko ist wie Familie.
06:28Tut mir leid, die Gesetzeslage ist da eindeutig.
06:32Oliver, bitte, wie geht's ihm?
06:36Die OP ist den Umständen entsprechend gut verlaufen.
06:38Den Umständen entsprechend? Das hört sich richtig übel an.
06:41Reiko kommt gleich auf die Intensivstation, dann kannst du zu ihm.
06:44Wann?
06:45So eine Stunde.
06:49Sag mal, hast du ein Problem damit, dass ich hier bin und mich um ihn kümmere?
06:52Du bist dein Chef, er ist dein Angestellter.
06:55Warum sollte ich damit ein Problem haben?
06:56Gut, dann haben wir das ja geklärt.
06:58Haben wir.
06:58Gut.
07:11Dr. Scherbers.
07:12Dr. Berger.
07:13Wo ist Ihr Vater?
07:14Der fällt leider aus.
07:16Anwegsinfekt und hohes Fieber.
07:18Oh Gott, was für ein Timing.
07:20Ich denke, zusammen kriegen wir das hin.
07:23Okay.
07:23Wo ist die Marquardt?
07:24Die holt sie noch im Kopf.
07:27Ach, Dr. Berger.
07:31Das ist ja schön, dass Sie uns beehren.
07:34Frau Marquardt, entschuldigen Sie die Verspätung.
07:36Mein Vater ist krank.
07:37Wird er denn dann morgen überhaupt an der Sitzung teilnehmen können?
07:40Rechnen Sie lieber nicht damit.
07:43Ach, dann richten Sie immer meine gute Besserung aus.
07:45Ja, ich danke.
07:47Kommen Sie denn ohne Ihren kaufmännischen Leiter morgen klar?
07:50Ja, ja.
07:51Ich werde dann einfach seinen Part übernehmen und mich bis dahin mit den Zahlenvertrag machen.
07:55Bis morgen.
07:56Bis morgen.
07:57Mensch.
07:58Junge.
08:11Warum ist meine Hand so komisch eingepackt?
08:13Wir nennen das Vakuumtherapie.
08:16Wir mussten, leider wie befürchtet, Ihren Zeigefinger teilamputieren.
08:20Den Daumen haben wir aber noch drangelassen.
08:22Das kann aber noch ein Problem werden.
08:26Mein Zeigefinger ist weg.
08:29Was heißt das?
08:30Das heißt, wir haben einen Stumpf gebildet.
08:33Und der Daumen?
08:34Jetzt reden Sie hier nicht um heißen Brei herum.
08:36Wenn der Daumen nicht mehr richtig durchblutet wird, ist er am schlimmsten Fall nicht mehr zu retten.
08:40Keine Spekulationen, Probst.
08:42Wir suchen immer noch nach einer Lösung.
08:44Suchen?
08:45Meine Hand ist am Arsch.
08:47Ich habe keinen Zeigefinger mehr, also lassen Sie mir bitte meinen Daumen dran.
08:50Den brauche ich doch für alles.
08:52Junge, weiß die Zähne zusammen, wir schaffen das.
08:54Die werden sich hier um dich kümmern.
08:56Dafür werde ich sorgen.
08:57Natürlich werden wir alles tun.
08:59Das erwarte ich auch von dir.
09:00Sie schalten meinen Gang runter, okay?
09:03Es tut uns leid, dass Sie an dieser Stelle noch nicht so viel dazu sagen können.
09:06Aber wir müssen abwarten, wie sich der Daumen entwickelt.
09:08Und das hängt von der Durchblutung und anderen Faktoren ab.
09:21Was machen die Schmerzen?
09:24Schmerzmittel wirken.
09:26Wie wäre es mit einem Zahnarztbesuch?
09:28Das ist nicht so mein Ding.
09:31Dr. Linda hat Angst vor dem Zahnarzt?
09:33Dann lieber Schmerzmittel und flüssige Nahrung, oder wie?
09:35Ja.
09:36Aber vom Feinsten.
09:37Hier, schauen Sie mal.
09:40Wow.
09:42Der kann nicht nur mixen und pürieren.
09:44Der kann kochen, der kann garen, der kann kneten.
09:47Ein Alleskönner.
09:48Ja.
09:49Dann hängen Sie wohl doch nicht so sehr an Ihrem Alten.
09:51Doch schon.
09:52Man muss ja auch offen sein für Neues.
09:54Ganz ehrlich?
09:57Ich bin kein Fan von Wegwerfkultur.
10:00Hallo?
10:01Der Mixer.
10:02Im Bereitschaftsraum.
10:03Neben dem Mülleimer.
10:04Ja, das ist meiner.
10:05Aber der hat seinen Dienst getan.
10:07Nee.
10:07Dem hauche ich neues Leben ein.
10:09Nico, das ist wirklich nicht nötig.
10:10Das geht gegen meine Handwerker-Ehre.
10:12Ich glaube, was Dr. Linda sagen möchte.
10:14Nein, nein, nein.
10:15Es gibt genügend Anleitungen im Internet.
10:17Also ohne Ende.
10:18Also das kriegt ja wohl jeder mit Verstand hin.
10:20Jeder, ist klar.
10:21Nein, nein, nein.
10:22Wir kriegen das hin.
10:23Hundertprozentig.
10:25Wir schaffen das.
10:36Differenzial diagnostisch können durch Blutungsstörungen und Herzinfarkt ausgeschlossen werden.
10:42Muskuläre und orthopädische Diagnosen sind auch unwahrscheinlich.
10:45Mhm.
10:47Hm.
10:53Alles okay, Olli?
10:55Komm schon, Olli, was ist los?
10:57Was soll sein?
10:58Scheiß Tag halt.
11:00Der Tag hat doch mega gut angefangen.
11:01Mein Vater ist hier.
11:02Was?
11:03Ist er verletzt?
11:05Nein, nein, er ist nicht verletzt.
11:07Es ist kompliziert.
11:11Jemand aus der Metzgerei hat sich verletzt und der ist quasi wie so ein Sohn für ihn.
11:18Aber du bist dein Sohn.
11:20Sorry.
11:23Ja, ist schon okay.
11:26Eigentlich nicht okay.
11:28Er sitzt da an seinem Bett, hält seine Hand und macht so einen auf Papa.
11:32Ist das scheiße.
11:35Wenn dir was auf den Magen schlägt, schlag mit gutem Essen zurück.
11:38Ja, ist von deiner Oma.
11:41Und deine Oma hat immer recht.
11:42Ich sollte definitiv was essen.
11:45Sollen wir mitkommen?
11:46Ne, lass mal gut sein.
11:47Danke.
11:48Wenn du was brauchst, wir sind für dich da, okay?
11:50Si.
11:54Weißt du, Tamar, ich glaub für Doktor Ibecks Aufgabe hat er keinen Kopf.
11:57Du meinst, wir sollten ihm helfen?
12:00Hm.
12:04Hat Papa gar nicht mit dir gesprochen?
12:09Okay.
12:10Ja.
12:13Ja, wir werden alles tun natürlich.
12:15Okay.
12:17Bis dann, Mama.
12:18Ciao.
12:22Sieht doch klasse aus.
12:24Weißt du, woher die Cafeteria ihre Ware hat?
12:29Warum rufst du Mama nicht an?
12:30Was soll ich ihnen ja sagen?
12:31Du sagst mir ja nichts.
12:35Warst du es dem Herrn mal wieder nicht, was ich esse, ja?
12:38Ich hab nichts gesagt.
12:40Mhm.
12:40Kenn den Blick.
12:42Fang ja nicht an, mir hier wieder irgendwelche Vorträge zu halten.
12:45Können wir da bitte nicht drüber reden.
12:47Über Reiko willst du nicht reden, über das Essen willst du nicht reden.
12:50Über was willst du denn reden?
12:55Wir können über mich reden.
12:58Was mich so interessiert, was ich so mache.
13:01Ist ja nicht so, als ob du schon mal gefragt hättest.
13:04Oder mir irgendwie geholfen hast.
13:08Selbst wenn ich krank war, warst du nicht für mich da.
13:11Ha.
13:12Daher weht der Wind.
13:14Du bist eifersüchtig.
13:17Du hast dir nie helfen lassen.
13:20Schon als kleines Kind hast du dich immer für was Besseres gehalten.
13:23Hast nie auch nur einen Fuß in die Metzgerei gesetzt.
13:25Und bitte, es geht ja nur um dich.
13:27Ja, weil du gegen mich bist.
13:29Weil du immer gegen mich warst.
13:30Erinnerst du dich an diese Riesen-Rinder-Auktion, wo ich mit dir war?
13:36Glaubst du, ich wollte dahin?
13:39Ich bin da für dich hingefahren, weil ich dachte, dass es dich glücklich macht.
13:43Olli, danke. Danke, dass du einmal dabei warst. Ich bedanke mich.
13:49Nicht mal das hast du gesehen. Nicht mal das!
13:54Jetzt haust du wieder ab, ja? Sei doch mal ein Mann!
14:01Sie wollten mir sprechen?
14:02Ja, wir müssen uns mal über Probst unterhalten.
14:05Sein Vater ist hier.
14:06Probst und ich behandeln gerade seinen Metzgergesellen üble Handverletzungen.
14:09Das Problem ist nur, Papa Probst rückt unserem Probst ziemlich auf die Pelle.
14:14Was genau wollen Sie von mir?
14:16Früher oder später wird Probst auf Sie zukommen, darauf hätte ich.
14:19Und Sie machen einfach das, was Sie am besten können.
14:22Nichts. Okay?
14:26Dr. Moreau.
14:27Ich meine das ernst.
14:28Lassen Sie mich ausreden.
14:30Ich bin als Ausbilder verantwortlich für meine Assistenzärzte.
14:32Und wenn Herr Probst zu mir kommt, werde ich entsprechend dem, was er mir erzählt,
14:36selbstständig entscheiden, wie ich darauf reagiere. Okay?
14:39Sie können Sie nicht immer vor allem schützen.
14:41Und vor dem Leben schon gar nicht.
14:43Wissen Sie, Dr. Moreau, manchmal beschütze ich Sie sogar vor Ihnen.
14:52Die Zahlen für die Sozialbindung und die strategische Personalmaßnahme.
14:59Ähm.
15:03Quatsch.
15:05Andersrum.
15:06Natürlich.
15:08Für die freiwillige Sozialleistung und die strategische Personalbindungsmaßnahme.
15:2139,3.
15:23Ich brauche nur einen Moment, dann gehen wir die Unterlagen weiter durch, ja?
15:27Herr Berger, es tut mir so leid.
15:28Ich hätte Ihnen das nicht zumuten dürfen.
15:30Ich kriege das morgen alleine hin.
15:32Nein, nein, nein.
15:33Doch, doch, doch. Sie ruhen sich jetzt aus, bitte.
15:36Dr. Scherbes hat recht, Papa. Du musst dich ausruhen.
15:38Guck mal, ich habe dir Blasen und Nieren-Tee mitgebracht.
15:41Mhm.
15:42Danke, Julchen.
15:46Du bist ein Engel.
15:48Du musst jetzt viel Tee trinken.
15:50Mhm.
15:56Sie brauchen die Zahlen, oder?
15:58Mhm.
15:59Und einen Abschluss im BWL. Bis morgen.
16:02Ich kenne sein Passwort.
16:05Hallo, es geht um die Kinderbetreuung.
16:09Okay.
16:10Danke.
16:12Ich tue, was ich kann.
16:2337,2.
16:24Ist das gut?
16:26Es verringert die Wahrscheinlichkeit einer Entzündung.
16:31Du...
16:31Es tut mir leid.
16:33Ich weiß, wie scheiße das alles für dich sein muss.
16:38Dir muss überhaupt nichts leid tun.
16:40Mir tut das mit deiner Hand leid.
16:42Ich wollte mich nie zwischen dich und dein Vater drängen.
16:46Zu euch zu kommen, das war ein Geschenk.
16:48Raus aus meiner kaputten Family und bei euch neuer Anfang.
16:52Aber das musst du mir glauben.
16:53Ich war nie scharf drauf, die Metzgerei zu übernehmen.
16:56Ich wollte nur irgendwas machen, was mir Spaß macht.
16:58Irgendwo ankommen.
16:59Ja, ging mir genauso.
17:02Nur eben nicht mit der Metzgerei.
17:05Wenn ich es irgendwie ändern könnte, ich würde es machen.
17:08Ich weiß, wie es ist, wenn der eigene Vater nichts von einem will.
17:12Ich hab was, um deine Laune zu heben.
17:30Oliver, warte mal.
17:36Sag mal, denkst du, dass Raiko so eine Art Ersatzkind für mich ist? Weil du und ich...
17:44Nein, nein. Ich finde es einfach ein bisschen komisch, dass du ihn so fürsorglich behandelst. Fast väterlich.
17:52Na ja, was ist denn daran falsch, jemandem zu helfen, dem es nicht gut geht? Ich meine, du weißt doch
17:58aus welchen Verhältnissen Raiko kommt.
17:59Ja, aber das ist ja nicht nur helfen. Du hast ihn bei uns aufgenommen. Du hast ihm mein Zimmer gegeben,
18:06ohne mich zu fragen.
18:07Du warst doch längst ausgezogen.
18:10Fragen, Papa. Fragen. Ist das so schwer?
18:16Und... und ja, ganz ehrlich, du hast mich einfach ersetzt. Mit jemandem, der will, was du willst. Weißt du, wie
18:26sich das anfühlt?
18:27Olli, ich habe dich nicht ersetzt.
18:33Dass Raiko die Metzgerei übernimmt, das ist mir ganz egal. Wirklich, das ist mir ganz egal.
18:38Was mir nicht egal ist, ist, dass ich die ganze Zeit versucht habe, eine Rolle in deinem Leben zu spielen.
18:44Und das hat dich nicht interessiert.
18:47Das... das stimmt nicht. Das... stimmt einfach nicht.
18:55Ich muss... ich muss mich um Raikos Blut kümmern.
19:09Machen Sie sich keine Sorgen.
19:14Ich... ich habe irgendwie den Eindruck, dass Dr. Scherbers ein wenig überfordert ist.
19:19Dr. Scherbers schafft das. Außerdem bin ich ja auch noch da.
19:24Sie wollen morgen teilnehmen.
19:27Irgendjemand muss Ihnen ja Paroli bieten.
19:30Also, Sie sehen wirklich nicht wie ein fitter Verhandlungspartner aus.
19:35Frau Marquardt. Ja, ich wollte gerade den Krankenbesuch beenden.
19:41Also, ich sehe das noch nicht, dass er das morgen schaffen kann.
19:44Ich auch nicht.
19:45Aber ich.
19:47Wissen Sie was?
19:49Mir sind das, ehrlich gesagt, so viele Unwägbarkeiten.
19:52Ich würde gerne eine Verschiebung der Sitzung beantragen.
19:55Was?
19:56Frau Marquardt, die... die Kita-Verbereitungen, die sind so gut wie abgeschlossen.
20:00Wir können uns eine Verschiebung nicht leisten.
20:02Ja, wir können uns aber auch ein Scheitern der Verhandlungen nicht leisten.
20:05Es geht ja auch um die Finanzierung in der Sachsen-Klinik.
20:07Ich schaffe das schon wirklich. Bitte.
20:09Vertrauen Sie mir.
20:13Na, Ihnen erstmal gute Besserung.
20:15Danke.
20:17Bis morgen.
20:19Bis morgen.
20:24Bis morgen.
20:30Der Fluss hier ist ziemlich schwach.
20:32Versuchen Sie es distal nochmal.
20:44Was ist?
20:45Die Vakuumtherapie schlägt nicht so gut an wie erwartet.
20:50Also muss der Daumen auch auf?
20:52Nein.
20:53Wir versuchen weiterhin das zu verändern.
20:54Und wie?
20:55Wie genau?
20:56Ich sehe davon nichts.
20:57Papa, der Junge geht hier nicht ohne seinen Daumen raus.
20:59Und wenn Sie das nicht hinkriegen...
21:00Es geht nicht schneller, nur weil Sie lauter werden.
21:04Herr Probst, lassen Sie uns einfach unsere Arbeit machen.
21:06Okay?
21:11Was meinst du damit?
21:13Wenn die das hier nicht auf die Kette kriegen, dann gehen wir einfach woanders hin.
21:17Komm mal mit, wir müssen reden.
21:29Ihr dürft nicht zulassen, dass er seinen Daumen verliert.
21:33Klar?
21:34Oliver!
21:37Ja, klar.
21:39Wir schaffen das.
21:41Gut.
21:43Ich wollte das einfach nochmal hören.
22:12Wie lief's mit deinem Vater?
22:16Also ich habe erfahren, dass es diesem Raiko ziemlich mies geht.
22:19Und seine Hand?
22:21Voll der Horror.
22:22Ein Fleischwolf?
22:25Ihr wisst nur nicht, wie wir seinen Daumen retten sollen.
22:27Wie ihr?
22:29Ja, Dr. M. und ich.
22:31Seid jetzt Buddys, ja?
22:32Muss ich mir Sorgen machen.
22:38Okay, ich glaube, ich habe mich hin. Das war echt anstrengend.
22:48Oli, warte.
22:57Oli, komm, guck doch mit.
22:59Du wirst keinen Horrorfilmen.
23:01Das ist ein alter Western. Das ist ganz witzig.
23:04Ein bisschen Ablehnung tut dir gut.
23:18Ich will Salzstangen.
23:20Und Salzstangen sollst du bekommen.
23:33Und Salzstangen sollst du bekommen.
23:35Morgen.
23:36Morgen.
23:38Na, wie läuft's?
23:39Alles gut.
23:40Ich habe den Fehler gefunden.
23:42Wie geht's Ihrem Zahn?
23:43Hm, geht so.
23:45Das sollten Sie nicht auf nächste Woche verschieben.
23:50Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht.
23:52Nichts verschieben.
23:53Alles hat hier seinen Platz.
23:54Mhm.
23:55Nico, Sie müssen das nicht machen, ja?
23:57Sie müssen mir auch nichts beweisen oder so.
23:59Ich meine, das hat doch wirklich keinen Sinn mehr.
24:05Mist, ich muss in den OP.
24:08Aber wenn ich zurückkomme, bringe ich das zu Ende.
24:11Ja?
24:11Danke.
24:11Nichts anfassen.
24:43Ach, scheiße.
24:45Mist.
24:47Also, mein Vater und ich, wir hatten schon immer ein schweres Verhältnis.
24:56Ich dachte immer, es liegt an ihm.
25:03Aber jetzt, wo ich ja sehe, wie er mit Reiko sein kann...
25:10Vielleicht liegt's ja doch an mir.
25:17Es ist komplett normal, dass Sie sich dafür verantwortlich fühlen.
25:22Aber Sie waren ein Kind.
25:24Sie waren für überhaupt nichts verantwortlich.
25:33Also, ich möchte den Fall abgeben.
25:36Okay.
25:37Probst.
25:38Dr. Moro.
25:40Mein Vater setzt mich unter Druck.
25:42Ich bin doch nicht für, für Reikos Zukunft verantwortlich.
25:50Versauen Sie es nicht.
26:01Ich weiß nicht.
26:04Sie können es bestimmt gar nicht verstehen.
26:07Probleme mit dem Vater?
26:09Allerdings kann ich das.
26:10Und da sind Sie damit umgegangen?
26:12Ich habe irgendwann akzeptiert, dass ich ihn nicht ändern kann.
26:15Das war ein schwerer Schritt.
26:19Herr Probst, überstürzen Sie nichts.
26:23Sie sind Arzt.
26:24Und Reiko ist Ihr Patient, nicht Ihr Vater.
26:30Sollten Sie sich aber entscheiden, nicht länger am Fall sein zu wollen, dann stehe ich
26:33zu 100 Prozent hinter Ihnen.
26:36Danke.
26:38Ja.
26:47Toi, to toi.
26:48Wenn mein Vater etwas kann, dann ist es zu einem Schlaf unterzubehen.
26:51Ach, ja.
26:52Dann nehmen Sie mich später noch.
26:54Danke.
27:03Sehr geehrter Vorstand des Klinikverbundes, ich möchte Sie herzlich willkommen heißen
27:08zu unserer diesjährigen Budgetverhandlung.
27:11Zu meiner Rechten möchte ich meine Stellvertreterin vorstellen, das ist Dr. Julia Berger.
27:16Mir gegenüber natürlich.
27:18Frau Marquard von der Sachsenklinik.
27:20Mein Name ist Dr. Leila Scherbers.
27:22Ich bin seit diesem Jahr Chefärztin am JTK und Herr Berger lässt sich entschuldigen,
27:28er ist heute leider krank, aber ich soll Sie alle herzlich grüßen.
27:32Wir beginnen als erstes mit guten Nachrichten.
27:36Wir konnten das geplante Jahresbudget stabil halten und die finanziellen Zielvorgaben alle erfüllen.
27:425,8 Prozent Steigerung.
27:44Im Bereich der operativen Erlöse konnten wir sogar 5,8 Prozent zulegen.
27:50Sehr gut.
27:52Bevor wir in die Bilanzen eintauchen und über die einzelnen Maßnahmen reden,
27:56würde ich gerne das Wort an Frau Marquard übergeben.
27:59Und danach wird Dr. Berger über die Pläne für unsere Neonatologie referieren.
28:05Vielen Dank für Ihre einleitenden Wort.
28:07Verehrte Damen und Herren, die Basis unseres Erfolgs in unserem Klinikverbund ist Vertrauen.
28:28Herr Probst?
28:30Ja?
28:31Und?
28:32Haben Sie eine Lösung?
28:32Wir sind dran.
28:35Aber wir müssten uns mal über Ihren Sohn unterhalten.
28:38Ich meine, Oliver Probst.
28:41Also, ich weiß ja nicht, was Sie hier abziehen wollen.
28:43Und ob Herr Brauer mal Ihren Betrieb übernimmt oder nicht, ist mir eigentlich...
28:46Also, darum geht es hier nicht.
28:48Entschuldige, ich wüsste nicht, dass Sie das irgendwas angeht, ja?
28:51Sie schwirren im Kopf meines Assistenzarztes rum.
28:54Wir brauchen alle Kapazitäten, um Ihren Ziehsohn zu helfen.
28:57Was wollen Sie denn jetzt damit sagen?
28:59Lassen Sie Ihren Sohn in Ruhe.
29:00Wir wollen unsere Arbeit machen.
29:02Das will ich sagen.
29:02Das ist eine Unverschämtheit.
29:03Sie haben hier überhaupt gar nichts zu sagen, ja?
29:05Sie sind einfach nur der Arzt von Reiko.
29:07Ja, ich bin nur Arzt.
29:08Aber wenn ich Vater wäre, würde ich den Rücken meines Sohnes stärken.
29:11Und ihn nicht verunsichern.
29:22Dr. Linter!
29:25Mikos Mixer-Wiederbelebungsversuche sind leider bisher erfolglos.
29:28Ja, manche Dinge sollte man einfach ruhen lassen.
29:31Ja, ich hatte tatsächlich gedacht, er kriegt es hin.
29:34Ja, würde er vielleicht auch.
29:41Was ist so gemein?
29:42Unfair.
29:43Ich nehme an, ohne das Teil hat er keine Chance.
29:45Nein.
29:47Ja, ja.
29:48Kleine Sünden bestraft die Zahnfee sofort.
29:50Oder so ähnlich.
29:52Sie haben ja recht.
29:54Aber ich hätte so gerne einen neuen Mixer.
29:59Danke, Dr. Berger.
30:01Das ist eine gute Überleitung zu einem Projekt, das mir ganz besonders am Herzen liegt.
30:07Eine 24 Stunden Kinderbetreuung am JTK.
30:11Sie haben den Vorbericht gelesen, Sie kennen das Volumen.
30:15Das Projekt soll nur zum Teil auf Kosten gemeinsamer Mittel gehen.
30:19Wir erwarten aufgrund von Steigerungen der Produktivität und durch Einsparungen an anderer Stelle eine...
30:25Eine...
30:26Eine Amortisationsdauer von fünf Jahren.
30:29Eine Amortisationsdauer von...
30:31Fünf Jahren Maximum.
30:32Return of Investment.
30:34Return of Investment von...
30:36Acht Prozent.
30:37Acht Prozent.
30:38Acht Prozent.
30:38Minimum.
30:39Das ganze Paket beinhaltet...
30:41Das ganze Paket beinhaltet...
30:43Eine komplette Erstausstattung.
30:45Die komplette Erstausstattung.
30:47Personalversicherung.
30:48Personalversicherung.
30:48Haftpflichtversicherung.
30:50Die Verwaltungskosten.
30:52Die Verwaltungskosten.
30:53Die Verwaltungskosten.
30:53Personalkosten.
30:54Personalkosten.
30:56Und ähm...
30:58Entschuldigung.
31:06Doktor Scherbers.
31:17Kennen Sie das?
31:18Und wenn man sich zwischen zwei Dingen entscheiden muss, die man beide liebt?
31:23Für die man brennt?
31:24Wir erleben hier jeden Tag, wie sich junge Eltern, vor allem Mütter, wie die vor genau
31:29diese Entscheidung gestellt werden.
31:31Job oder Kinder?
31:33Wie viele Mitarbeiter haben wir schon daran verloren, weil sie sich zu Recht für ihre
31:36Kinder entschieden haben?
31:38Ich selber, ich stand im Leben schon mehrfach vor dieser Entscheidung.
31:41Und ich weiß, wie sich das anfühlt, wenn man immer wieder seine Kollegen fragen muss,
31:45ob jemand den Bereitschaftsdienst übernehmen kann, jemand den Wochenenddienst übernehmen
31:49kann, wenn man in einer Not-OP steht und auf die Uhr schaut und man weiß, man schafft
31:54es nicht pünktlich nach Hause.
31:56Man wird seinen Patienten nicht gerecht und man wird seinem Kind nicht gerecht.
32:01Ein familienfreundliches Unternehmen mit einer vom Arbeitgeber finanzierten Entlastung.
32:07Hat Vorteile für alle Seiten.
32:09Deswegen brauchen wir die Kinderbetreuung am JTK und dafür brauche ich Ihre Unterstützung.
32:17Sie wissen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst, Dr. Scherbers?
32:20Ja, das weiß ich.
32:22Es ist aber eine Investition in die Zukunft.
32:24Sie entschuldigen mich kurz.
32:27Es ist ein Leuchtturmprojekt.
32:31Papa, was machst du hier?
32:35Dr. Scherbers helfen und die Funkverbindung war plötzlich weg.
32:38Du machst hier Sorgen um sie?
32:39Ich muss da rein.
32:41Es ist ein Haifischbecken, die fressen Dr. Scherbers und ihr Projekt zum Frühstück.
32:44Ernsthaft?
32:45Guck mal in die runter.
32:50Ach komm, das ist doch modern.
32:52Papa, Dr. Scherbers hat alles im Griff.
32:55Meinst du?
32:56Ja.
32:57Und jetzt bringe ich dich zurück ins Bett.
33:00Durch Einsparungen an anderer Stelle verspreche ich Ihnen, dass Sie nach spätestens fünf
33:05Jahren anfangen, Gewinn zu machen.
33:07Das haben Sie bereits gesagt.
33:09Mich würde interessieren, was Sie meinen, Frau Marquandt.
33:12Ja, natürlich.
33:16Wir wollen doch alle unsere Mitarbeiter halten, oder nicht?
33:18Ja.
33:19Ja.
33:21Stehen wir als Verbund jetzt für den Fortschritt oder für alte patriarchale Strukturen?
33:29Ich sehe das ganz genau wie Frau Dr. Scherbers.
33:33Diese Kinderbetreuung, das wäre ein Pilotprojekt.
33:36Und das sollten wir alle unterstützen.
33:43Heubeck, und haben Sie Ihre Schützlinge eingelöst?
33:48Sie können nicht immer mit dem Holzhammer auf die Leute draufhauen und davon ausgehen,
33:51dass Sie damit das Beste aus ihnen herausholen.
33:52Herr Probst muss seine Entscheidung selber treffen.
33:54Es gibt nichts zu entscheiden.
33:57Also eine freie Lappenplastik fällt weg, da es keine adäquaten Gefäße für eine Anastomose gibt.
34:05Heubeck, was ist los?
34:06Hm?
34:07Wollen Sie Ihren Auszubildenden mal helfen, oder lassen Sie ihn weiter in der Tür stehen?
34:11Kommen Sie rein.
34:14Also, künstliche Gefäßverbindung finde ich auch nicht Zielführung, dafür ist die Durchblutung zu kompromittiert.
34:20Wie viel Zeit bleibt Ihnen?
34:21Gar keine, wir müssen sofort eine Lösung finden.
34:23Wir hatten da mal eine Vorlesung, unter der hatten wir eine Technik aus dem letzten Jahrhundert.
34:31Leistenplastik.
34:32Ja, genau die.
34:34Das könnte uns Zeit verschaffen.
34:37Obst, warum?
34:38Weil das Gewebe in der Leiste gut vaskularisiert ist.
34:41Wenn der Daumen dort eingenäht ist, kann der freiliege Knochen geschützt werden, solange bis neue Blutgefäße entstehen.
34:47Und wenn Sie ihn dann nach ein paar Wochen lösen, können Sie mit der Rekonstruktion fortfahren?
34:51Nicht ideal, aber die beste Chance, die wir haben.
34:54Wir würden den Daumen in die Leiste einnähen, damit sich neue Blutgefäße bilden können.
34:58Und die Durchblutung des Daumens wiederhergestellt wird.
35:01Jetzt haben Sie sich so lange den Kopf zermatert und das soll die Lösung sein?
35:05Einen Daumen einnähen?
35:07Es bleiben keine anderen Optionen, wir müssen es versuchen.
35:11Wirklich, ich dachte, Sie wollten helfen, ja?
35:13Ihre Ansage von vorhin, die können Sie sich sonst wohin stecken.
35:16Raiko, wir sind hier fertig. Ich such dir eine ordentliche Klinik.
35:20An meinen Worten wird sich nichts ändern. Lassen Sie uns einfach unsere Arbeit machen.
35:23Ja, alles klar, dass Sie das jetzt sagen. Raiko, die wissen nicht, was Sie tun.
35:26Komm, raus aus dem Bett.
35:28Warum fragen wir nicht Raiko, was er will?
35:35Okay, wir gehen.
35:36Gut, ich such eine andere Klinik.
35:38Herr Brauer, Sie werden keine Zeit haben für eine andere Klinik.
35:40Wir müssen Sie sofort operieren.
35:46Okay, ich bereite die Entlassungspapiere vor. Sie bleiben hierher.
35:52Okay, ich bereite die Entlassungspapiere vor. Sie bleiben hierher.
35:59So, ich habe Ihre Behandlungsansätze gelesen. Und?
36:04Gut, ich bin mit allen dreien sehr zufrieden. Gerade der von Herrn Probst sticht da raus.
36:10Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass er dafür die Zeit hatte, bis ich das je gesehen habe.
36:16Mhm.
36:18Wenn Sie etwas für Herrn Probst schreiben, dann müssen Sie Ihre Spuren besser vertuschen.
36:23Wir wollten Olli nur helfen.
36:24Ja, und Dr. Albeck, Sie sagen ja selber, wie eingespannt er war.
36:28Gute Teamarbeit. Sie haben Herrn Probst den Rücken freigehalten. Aber in Zukunft bitte offen kommunizieren.
36:34Wenn es geht.
36:36Wie konntest du das nur übersehen?
36:39Ich, Entschuldigung, aber du hast da auch mal drauf geschaut.
36:45Ich habe Angst.
36:49Wovor gerade am meisten?
36:51Eine falsche Entscheidung zu treffen.
36:54Ich mag meinen Job wirklich. Und nicht mehr arbeiten zu können, das wäre das Schlimmste.
37:01Das würde mir genauso gehen.
37:05Ich hatte nie jemanden, der sich so für mich einsetzt.
37:09Holger ist...
37:10Ich habe ihm viel zu verdanken.
37:12Aber wenn ich wegen meiner Hand nutzlos bin, was dann? Schickt er mich weg?
37:17Also, der Vorschlag mit der Leiste klingt erstmal komisch. Das verstehe ich.
37:24Und es würden auch mit Sicherheit noch weitere Eingriffe folgen.
37:27Aber als dein Arzt denke ich wirklich, dass es die beste Option ist.
37:33Und wenn du mein Freund wärst, was würdest du mir raten?
37:36Soll ich auf meinen Arzt hören oder auf Holger?
37:42Mein Vater sieht in dir einen Sohn.
37:46Lässt sich von seinen Emotionen leiten, will nur das Beste für dich.
37:52Und ist auf jeden Fall loyal.
37:55Dein Arzt sieht in dir einen Patienten.
37:59Und will für dich die beste medizinische Lösung.
38:03Die Entscheidung kann dir keiner abnehmen.
38:05Und die würde ich mir auch nicht abnehmen lassen.
38:10Das würde ich dir als dein Freund sagen.
38:15So, Herr Brauer, die Entlastungspapiere sind soweit fertig.
38:19Sie müssen einfach nur noch hier...
38:20Ich bleibe.
38:25Brennen Sie die OP vor.
38:27Ja.
38:33Hey, hallo.
38:35Oliver.
38:36Oliver, wo ist Reiko?
38:38Ganz ruhig, ganz ruhig. Okay?
38:41Er hat die OP-Einwilligung unterstützt.
38:43Ja, du hast ihn ausgetrickst.
38:44Nein, Herr Brauer hat seinen Kopf benutzt und die richtige Entscheidung getroffen.
38:47Ja, aber das können Sie nicht machen.
38:49Weil?
38:49Weil, weil irgendein Finger irgendwo ein...
38:52Wir nähen den Daumen in die oberflächliche Beckenarterie ein.
38:55Ja, aber hier, das ist doch Wahnsinn.
38:57Komm ich zu Ihnen, Laden, und sag Ihnen, wie ich Dinge verändern würde?
39:01Nein, weil ich Ihren Job nicht verstehe, deswegen.
39:03Ja, aber ich will nicht, dass Sie dem irgendetwas da einnähen.
39:06Ja, aber Sie müssen das auch nicht verstehen.
39:08Und es geht auch nicht um Sie, es geht um meinen Patienten.
39:10Und wenn Sie diesen Bereich nicht auf der Stelle verlassen,
39:12dann kriegen Sie Hausverbot.
39:21Was für ein Dickkopf.
39:31Frau Marquard?
39:32Ja?
39:33Ich wollte mich nochmal bei Ihnen bedanken.
39:35Auch wenn ich etwas überrascht war über die unerwartete Unterstützung.
39:38Sehr gerne.
39:40Ich mag einfach Menschen, die wissen, was sie wollen und die sich dann auch mal durchbeißen,
39:43auch wenn es nicht so nach Plan läuft.
39:46Ja, es lief, zugegeben, nicht alles nach Plan.
39:49Ja, das macht auch nichts.
39:52Und das, was Sie da mit der Kinderbetreuung auf die Begründung bringen,
39:55die Beine stellen, das verdient wirklich Respekt.
39:58Danke.
39:59Und ich meine wirklich jedes Wort ernst, was ich in der Sitzung gesagt habe.
40:02Sie imponieren mir.
40:04Vielen Dank. Wirklich, ich...
40:06Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.
40:08Ja, ich auch.
40:09Ach, und richten Sie Professor Patzelt meine besten Grüße aus.
40:13Und Berger, dass ich was gut habe bei ihm.
40:15Ach, und ich werde mich bei ihm melden, wenn er es am wenigsten erwartet.
40:19Das weiß er und damit kommt er klar.
40:22Alles Gute für Sie.
40:23Ihnen auch.
40:24Bis bald.
40:42Okay, Sie haben es also wirklich geschafft?
40:43Es hat zwar ein bisschen gedauert und fast hätte ich aufgegeben, aber dank Ben...
40:48Er hat Ihnen also das...
40:51...die Langfinger herrscht.
40:52Tut mir leid, Nico.
40:53Mir tut es auch leid, dass ich Sie als Umweltsünder abgestempelt habe.
40:56Was macht der Zahn?
40:58Die Zahnfee ist nach wie vor unbarmherzig.
41:01Wir haben uns was überlegt, Dr. Lindner.
41:03Wenn der Mixer funktioniert, gehen Sie zum Zahnarzt. Sofort.
41:07Deal?
41:10Ja, okay. Deal.
41:17Er hat nicht gesagt, welcher Mixer.
41:19Und Sie hatten Recht.
41:20Der Alte war nicht mehr zu retten.
41:22Okay, ja, ich...
41:23Das ist doch genau der, den ich Ihnen...
41:25Zeigt habe.
41:26Gehört Ihnen.
41:27Sie machen Witze.
41:29Leute, das ist viel zu viel. Das geht nicht. Das ist, äh...
41:37Der Beginn eines wunderbaren gemeinsamen Lebens im Schnitz.
41:43Oh, nicht ablenken.
41:46Entschulden sind Ehrenschulden.
41:50Ab zum Zahnarzt. Und dann.
41:59Sie haben einen Schnitt auf Höhe der Leiste gesetzt.
42:02Da der Unterarm nicht betroffen ist, reicht eine Fasziokutane Lappenplastik.
42:07Hocke.
42:12So.
42:14Halt es mal an.
42:15Das NCP-Gelenk der Finger wird in 90 Grad Flexion fixiert, um eine Extensionskontraktur zu verhindern.
42:23Zuerst versuchen Sie aber, die rupturierte Sehne des Musculus Extensor-Polysis zu adaptieren.
42:29Obst, ich brauche keinen Live-Kommentator.
42:31So, die Sehnenenden sind zu retrahiert.
42:34Wie bekomme ich das Spannungsfrei zusammen?
42:38Geht der Zeigefinger das E hin?
42:41Wir machen einen EIP-Transfer.
42:43Ja.
42:43Der Zeigefinger hat zwei Strecksehnen. Eine davon kann zum Daumen verlagert werden. Dabei sollten aber keine Nerven überkreuzt werden.
42:50So, Sehnenhaltezange für Probst, damit er was zu tun hat.
42:55So.
42:56Und Sie halten die Sehnenenden spannungsfrei und ganz ruhig. Okay? Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.
43:03Herr Brauer, schon gar nicht.
43:05Ja.
43:06Ein bisschen weniger Spannung.
43:08Ah, geht doch.
43:11Darf ich eine der doppelten Unnähte machen?
43:14Jetzt werden Sie mal nicht grüßen, waren Sie nicht. Hm?
43:18Doktor Probst.
43:26Jürgen, ich hatte einen ganz wilden Traum. Ich war in der Sitzung, aber keiner hat mich gehört. Stell dir vor,
43:34ich hatte eine Badehose an.
43:36Ja, Sachen gibt's.
43:4138,4. Ist besser.
43:42Na, dann kann ich ja wieder arbeiten.
43:44Nix da. Du legst dich schon hin.
43:46Nur weil du dich ein bisschen besser fühlst, heißt das nicht, dass du über den Berg bist. Das brauchen noch
43:49so zwei, drei Tage.
43:56Und, wie ist das gelaufen?
43:59Was soll ich sagen? Ähm, die Kita ist finanziert.
44:08Da haben wir uns nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt.
44:10Nein.
44:12Was hat sie überzeugt?
44:14Sarah Marquardt. Sie war echt beeindruckend.
44:17Ja, ja, sie tanzt sehr leichtfüßig auf dem politischen Brokkett.
44:23Geht's Ihnen denn besser? Das Fieber ist runter.
44:25Mir geht's bestens. Ja. Besser.
44:30Okay. Ich soll Ihnen schöne Grüße ausrichten von Frau Marquardt.
44:35Danke.
44:37Also dann.
44:46Ach, Jolchen.
44:54Darf ich? Mhm.
45:01Und?
45:03Die OP ist gut verlaufen.
45:05Es wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis wir die nächste ansetzen.
45:08Aber Dr. Moreau ist zuversichtlich.
45:12Ich werde Raiko von jetzt an nicht mehr als Assistenzarzt betreuen.
45:16Ein Kollege übernimmt ab hier.
45:20Wieso?
45:23Wegen dir.
45:31Ich...
45:32Ich...
45:37Ein Danke wäre schön gewesen.
45:41Oder eine Entschuldigung.
45:43Ich...
45:49Aber das ist okay.
45:52Sehen wir uns am Sonntag?
45:54Zum Essen?
45:58Olga.
46:01Hey, Raiko.
46:04Aber wie geht's dir?
46:22Da bleibt er denn...
46:25Herr Probst!
46:29Wie geht's Ihnen?
46:31Ganz gut.
46:33Sie haben Ihre persönlichen Angelegenheiten zur Seite geschoben,
46:36sich auf den Fall konzentriert und, äh...
46:39dem Patienten sicher sehr damit geholfen.
46:42Was ich Ihnen sagen will, gute Arbeit.
46:45Sie können stolz auf sich sein.
46:47Vielen Dank.
46:48Schönen Feierabend, ne?
46:49Schönen Feierabend.
46:50Tschüss.
46:51Oh Mist, ich hab die Diagnose komplett vergessen.
46:56Äh, hast du nicht.
46:57Also hast du schon, aber wir haben's für nicht erledigt.
47:00Habt ihr?
47:01Mhm.
47:02Oh, ihr seid die Besten.
47:03Ja, wir sind nur leider aufgeflogen.
47:05Also was jetzt?
47:06Naja, wir sind die Besten, nur leider richtig mies und vertuschen.
47:09Also muss ich das jetzt noch machen oder nicht?
47:11Mhm.
47:13Ich...
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