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  • vor 19 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:02Ivo, du bist heute dran mit Aufräumen.
00:04Hä? Junge, ich hab aufgeräumt.
00:05Also, wenn das aufräumen, dann gute Nacht.
00:08Bis später.
00:10Das, was sie gesagt.
00:11Wo ist Frau Galora?
00:12Auf Weiterbildung. Eine Woche.
00:14Ja, sie ist die Woche nicht da.
00:16Fit für den Tag?
00:17Immer.
00:18Klar.
00:19Gute Reflexe. Wie eine Katze.
00:21Und das nach einer Nachtschicht.
00:23Herr Maric, Dr. Randall erwartet am Empfang auf Sie.
00:25Alles klar.
00:26Wie geht's unserer Patientin Frau Steiger auf der 4?
00:28Sie hat die OP gestern gut überschritten.
00:33Das war gute Arbeit.
00:34Staffen wir mal einen Besucher.
00:35Was bekommt Sie postoperativ?
00:37Beta-Blocker und Hedin.
00:39Ganz genau.
00:40Gut.
00:42Alles gut.
00:43Wie machen Sie das?
00:45Was das?
00:46Einer Zufall.
00:47Ich mein generell.
00:48Sie operieren, Sie haben zwei Nachtschichten hinter sich,
00:51Familie, ein Kind und bilden uns nebenbei noch aus.
00:53Joa, nebenbei ist gut.
00:55Da gehört viel Vorbereitung dazu.
00:56Das macht's ja wohl nicht weniger anstrengend.
00:58Feinstes Doping.
01:00Sternenstaub.
01:01Kinderthema einer Tochter.
01:02Kommen Sie.
01:07Guten Morgen, Prof.
01:08Sohn Patzit.
01:08Das ist...
01:09Guten Morgen, Fabian Hahn.
01:10Lorenz Hahn, Fabians Vater.
01:12Sie ist auf die linke Hand gefallen.
01:14Ich kann für mich selber reden.
01:15Er kann's nicht lassen.
01:16Ich wollte eigentlich aufräumen und dann bin ich über eine Christ gestolpert.
01:20Verstehe.
01:21Ich schau mir das jetzt mal an.
01:23Wie alt sind Sie denn?
01:2424.
01:25Pulsen ist überprüft, Durchblutung auch.
01:28Ich wollte gerade mit der DMS-Kontrolle fortfahren.
01:30Also DMS-Kontrolle bedeutet...
01:32Durchblutung, Sensitibilität und Motorik.
01:34Wow.
01:37Versuchen Sie jetzt bitte mal, Ihre Finger nacheinander zu bewegen.
01:40Fabian hat sich schon immer sehr für Medizin interessiert.
01:43Papa.
01:44Tut mir leid.
01:45Früher wollte ich mal Ersten werden.
01:47Und das war dann doch so schwierig.
01:49Deswegen wollte ich Krankenpflegehelferin werden.
01:51Wirklich?
01:52Glauben Sie etwa nicht?
01:53Wieso?
01:54Klar.
01:55Sie werden bestimmt eine super Pflegehelferin.
01:58Du bist doch nicht so alt.
02:00Können wir uns duzen?
02:02Gerne.
02:03Die Beweglichkeit Ihrer Finger ist passiv und aktiv eingeschränkt.
02:08Ich muss deshalb noch einen Test machen.
02:09Das könnte eventuell ein bisschen wehtun.
02:14Aua.
02:14Tut mir leid.
02:18Das sieht nach einer Fraktur des Kranbeins aus.
02:21Ist es gebrochen?
02:22Mhm.
02:22Kann es geräumt werden?
02:24Ja.
02:24Das übernimmt dann Dr. Hummel.
02:26Und vielleicht müssen wir das auch operieren.
02:29Cool.
02:30Wenn ich Sie noch kurz sprechen dürfte.
02:32Natürlich.
02:32Ich komme gleich wieder.
02:37Vielleicht mache ich mir auch viel zu viele Sorgen,
02:39aber Fabienne ist in letzter Zeit nicht ganz auf der Höhe
02:42und sie wird schneller müde als sonst.
02:44Ich dachte, das sollte ich Ihnen vielleicht sagen.
02:46Ihre Kurzatmigkeit ist mir aufgefallen.
02:49Ist das schlimm?
02:49Ach, das kann verschiedene Ursachen haben.
02:52Ihnen ist ja sicher bekannt,
02:54dass die Hälfte aller Neugeborenen mit Trisomie 21
02:56einen angeborenen Herzfehler haben.
02:58Ja, das wurde gleich nach der Geburt gecheckt.
03:00Sie hatte einen kleinen Defekt,
03:01aber der hat sich von alleine geschlossen.
03:03Ah ja.
03:05Ich lasse mir Ihre Akte kommen.
03:07War Ihre Tochter in letzter Zeit besonderem Stress ausgesetzt?
03:11Na ja, sie möchte unbedingt in die Pflege.
03:14Da überhaupt was zu finden, war nicht einfach.
03:17Sie hat wahnsinnig viel Zeit dafür aufgewendet.
03:19Mhm.
03:20Aber sie hat das gern gemacht?
03:22Na ja, es war aber auch kraftraubend.
03:24Sie hat sich auf eine Ausbildung beworben.
03:27Mal sehen, ob das was wird.
03:30Ihre Tochter macht einen taffen Eindruck.
03:32Ja, aber Fabienne hat auch die Tendenz, sich zu überschätzen.
03:36Da muss ich sie manchmal bremsen.
03:39Um noch mal auf die Kurzatmigkeit zurückzukommen.
03:41Wir können da natürlich zusätzliche Untersuchungen machen,
03:44wenn Sie einverstanden sind.
03:45Ja.
03:46Aber eins nach dem anderen.
03:48Entschuldigung.
03:50Das ist Dr. Hummel vom Röntgen.
03:52Dr. Hummel?
03:59Dr. Rantele, ich hab mein Stethoskop nicht verloren.
04:01Es ist in meinem Spind.
04:02Ja, Chaos kann auch eine Form von Ordnung sein.
04:04Sagen Sie das auch Ihrer WG, wenn Sie mit Putzen dran sind?
04:22Entschuldigung.
04:23Können Sie bitte helfen?
04:25Was ist denn mit Ihnen passiert?
04:27Sind Sie hergeschwommen?
04:28Ich war segeln.
04:29Sie muss für sich ganz gerade.
04:30Meine Schulter, es tut zur Hölle weh.
04:32Okay, ich bin Dr. Rantele, das ist...
04:34Dr. Maric.
04:36Daniel.
04:36Daniel, schauen wir uns das doch in Ruhe drinnen an, ja?
04:39Wir sollen Ihnen erst mal ein Handtuch.
04:41Sie haben nur Platzwunden am Kopf.
04:43Na ja, haben Sie den Mast abbekommen?
04:45Das kann mich nicht erinnern.
04:47Mein ein OP ohne Zwerge, das ist ja wie ein Pallentag.
04:51Ach komm, du liebst es doch zu glänzen.
04:53Bitten ja vor anderen Ärzten.
04:58Stopp.
05:05Dr. Berger.
05:06Entschuldigung, ich weiß, es ist unser Jour fix.
05:08Die OP, die ging länger als erwartet.
05:10Kein Problem, wir können uns auch später.
05:13Später habe ich leider ein Treffen mit dem Klinikverbund.
05:16Können wir einfach jetzt?
05:17Ja, klar.
05:19Okay, also wichtig wäre die anstehende Bestellung für die neue OP-Ausstattung.
05:23Da fehlt noch Ihre Unterschrift.
05:24Ja, kein Problem, kriege ich hin.
05:26Sehr gut.
05:27Und natürlich die Eröffnung unserer Kinderbetreuung morgen.
05:31Äh, ja, aber da läuft alles, oder?
05:33Ja, absolut.
05:34Das löst bereits jetzt Personalprobleme und wirkt sich positiv auf den Dienstplan aus.
05:38Wirklich?
05:39Ach, das freut mich.
05:40Es freut mich, dass der Plan aufgeht.
05:42Und das Plakat, das fehlte doch noch, oder?
05:45Das holt mein Vater gerade ab, das läuft.
05:47Aber der Clown hat für morgen für die Öffnung leider wegen Grippe abgesagt.
05:52Und so kurzfristig einen Ersatz zu finden, weg ist es.
05:57Okay, ich telefoniere nachher mal rum, ja?
05:59Okay, ich höre mich auch noch mal um.
06:01Gut, danke.
06:03So, also, diese Kinderbetreuung gibt es ab morgen am Haus hier, ja?
06:09Ja, genau.
06:10Wieso?
06:11Hast du was gegen Kinder?
06:11Nein, ich liebe Kinder, aber jetzt weiß ich, um welchen Trakt ich in Zukunft einen Bogen machen muss.
06:19Du hast eine Kernbeinfraktur, wie vermutet, aber eine OP wird nicht notwendig sein.
06:24Wieso nicht?
06:26Weil die Fraktur im Distalendritte liegt, also eher in Richtung der Handflächen.
06:30Schade, ich wurde noch nie operiert.
06:32Sie Glückspilz, seien Sie froh.
06:34So, der Gips muss jetzt sechs Wochen dranbleiben und in einer Woche machen wir noch meine Röntgenaufnahme.
06:40Warum?
06:41Manchmal kann es zu dünnen, vor allem Brüchen kommen.
06:43Ein Haares.
06:44Ey, bist du ruhig.
06:46Genau, und die sieht man oft erst nach ein paar Tagen und wir wollen lieber auf Nummer sicher gehen.
06:52Es ist gerade sehr spannend. Kann ich noch ein bisschen bleiben?
06:56Ich glaube, das geht nicht.
06:59Na ja, ein bisschen länger können Sie schon noch bleiben.
07:02Ich habe mit Ihrem Vater gesprochen. Ich würde gerne noch Blut abnehmen.
07:06Was hat er schon gedacht?
07:07Dass ihm Ihre zunehmende Müdigkeit in letzter Zeit aufgefallen ist.
07:10Hab er wieder. Der macht sich immer nur Sorgen.
07:13Aber lieber auf Nummer sicher gehen.
07:15Oder?
07:16Kannst du mir erklären, wie man Brut abnimmt?
07:18Loco.
07:19Ich nehme mal an, Sie sind mit den Untersuchungen einverstanden?
07:22Ja.
07:23Gut.
07:24Entschuldigung, ich bin vorsichtiger.
07:29Können Sie sich hinlegen?
07:39Meine Familie hält mich auch für den Jammerlappen.
07:46Mein Urgroß-Opa ist schon zur See gefahren.
07:50Er war im Leben länger auf dem Wasser als ernannt.
07:53Steht aus seinem Grabstein.
07:55Und jetzt wollen Sie auch zur See?
07:56Ja.
07:59Kapitän, als Kind war ich schon viel auf Schiffen.
08:03Und nur so lange, bis Sie mein Geschrei nicht mehr ausgehalten haben.
08:05Ich fährt sehr krank.
08:07Ihr wisst mal, bis heute.
08:09Mit den Schmerzen wird es gleich besser.
08:11Wir geben Ihnen 20 Milligramm Esketamin und 2 Milligramm Midazolam.
08:20Das Röntgenbild bestätigt unsere vordere Schulterluxation.
08:24Alles gegeben.
08:25Ihr Paulette-Zeichen, Schwellung, Schonhaltung, Druckschmerzen.
08:28Wie vermutet ist der Humoroskop aus Ihrer Gelenkfanne gesprungen?
08:31Ich fühle mich schon viel besser.
08:32Schmerzmittel um Sendierung wirken?
08:34Wir reponieren.
08:35Repo was?
08:36Wir denken Ihre Schulter wieder ein.
08:41Auf drei.
08:42Eins, zwei, drei.
08:44Warten Sie.
08:44Was?
08:45Machen wir eins, zwei, drei und oder eins, zwei, drei?
08:49Das Zweite.
08:50Okay.
08:51Eins, zwei.
08:54Echt jetzt?
08:55Es tut mir leid, Herr Lach.
08:57Pass auf.
08:58Lass uns in einer halben Stunde reden, ja?
09:01Okay, ich dich auch.
09:03Die Kita-Eröffnung macht Probleme.
09:05Die ist schon morgen.
09:07Dr. Albeck, haben Sie eine Minute?
09:09Für Sie doch immer, Dr. Linder.
09:11Was machen die Zahnschmerzen?
09:13Achso, die sind seit ein paar Tagen schon weg, aber vielen Dank der Nachfrage.
09:17Vor allem ist, ich habe morgen ein zeitliches Problem.
09:19Sie wissen, wie schwer es ist, Handwerker zu bekommen?
09:22Ich habe morgen einen, aber ich habe den Termin leider verpennt.
09:25Sie wollen tauschen?
09:26Sagen wir mal so, ich habe gesehen, dass Sie morgen früh keine OP haben.
09:29Also, es wäre nichts Weltbewegendes.
09:32Uterusmyon, minimalinvasiv.
09:34Ich kann wirklich nicht länger ohne Backofen leben.
09:36Geht klar.
09:37Wirklich?
09:38Ja, ja.
09:39Gut, vielen Dank. Ich revanchiere mich, ja?
09:41Ach.
09:42Ein offenes Ohr für die Probleme Ihrer Frau und die eines Gemeinden.
09:46Tja, manchmal ist einer dieser Tage.
09:49Was steht als nächstes an?
09:53Herr Brubs?
09:54Ein Visitor 3.
10:02Adi.
10:05Bei mir.
10:12Sind das die Werte von Frau Hahn?
10:14Mhm.
10:16Leukozyten sind normal.
10:18Laborchemisch gibt es keine Hinweise auf einen Infekt, was gut ist.
10:22Aber die Pro-BnP-Werte sind deutlich erhöht.
10:25Was sagt Ihnen das?
10:26Das könnte auf einen angeborenen Herzfehler hindeuten.
10:29Ganz genau.
10:30Aber wurde es nicht bei Frau Harns Geburt gecheckt?
10:33Doch.
10:33Dann könnte es auf eine Herzinsuffizienz hindeuten.
10:35Ich habe hier die Patientenakte vom Hausarzt vorliegen.
10:39Es gab eine Untersuchung vor circa acht Monaten.
10:42Dem Arzt hätten die Blutwerte auffallen müssen.
10:44Ja, aber damals waren die noch nicht so hoch.
10:46Das stimmt zwar, aber bei Patienten mit Down-Syndrom sollte der Graubereich ausreichen, um weitere Untersuchungen einzuleiten.
10:53Gut.
10:54Ja.
10:55Wie lange dauert das denn mit den Ergebnissen?
10:59Die Klinik!
11:00Willst du da jetzt rein?
11:02Hallo.
11:03Hab ich einen Hahn?
11:06Ich hab die Stelle.
11:10Die wollen mich haben.
11:15Das verstehe ich nicht.
11:18Nein.
11:19Der Brief ist nicht angekommen.
11:24Nächste Woche schon?
11:25Wie soll das gehen?
11:27Ich...
11:27Ey!
11:28Lorenz Hahn hier, Fabiens Vater.
11:30Der Brief ist angekommen.
11:31Es gab hier ein Missverständnis.
11:33Wir klären das und ich melde mich dann bei Ihnen, ja?
11:36Danke.
11:37Auf Wiederhören.
11:40Seit wann hast du den Brief?
11:42Seit drei Wochen.
11:44Warum?
11:44Warum hast du es mir nicht gegeben?
11:46Fabienne, lass es mich erklären.
11:47Ganz ruhig.
11:48Ganz ruhig atmen.
11:50Ganz ruhig, mein Schatz.
11:51Ich bin nicht dein Schatz.
12:04Also wenn ich nicht wüsste, dass dein Kopf was abgekriegt hat, würde ich es spätestens jetzt denken.
12:08War er schon beim Kontrollhanken?
12:11Erzähl ihm runter.
12:12Hallo.
12:13Hallo.
12:13Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Sehstörungen, Erinnerungslücken, starke Kopfschmerzen.
12:17Erzähl, Sie haben einen Schädel-Hirntrauma und Bettruhe verordnet bekommen.
12:20Und in Kombination mit Ihrer Schulter sind das nicht die besten Voraussetzungen, um auf ein Balanceboard zu steigen.
12:26Ganz genau.
12:26Ich muss in zwei Wochen meine Seetauglichkeitsprüfung machen.
12:29Und wie genau hilft Ihnen dabei ein Balanceboard?
12:31Ich bin aber ein Schwindel.
12:33Ich muss mich an dieses Schwanken gewöhnen.
12:34Nur die Harten kommen in den Garten, oder was?
12:36Was machen die Schmerzen?
12:38Es geht.
12:39Der Schädel brummt.
12:40Und die Erinnerung?
12:42Ich erinnere mich wieder an den Mast, der mich am Hinterkopf aus dem Optioli katapultiert hat.
12:47Und das hier haben Sie aus unserem Fitnessraum mitgehen lassen, oder was?
12:50Geliehen.
12:51Ist hier gleich da vorne auf dem Flur.
12:53Dr. Maritsch wird standardmäßig eine Blutprobe von Ihnen nehmen und Sie ans EKG anschließen.
12:58Übelkeit kann auch vom Kreislauf kommen.
13:00Wissen Sie, meine Familie ist seit vier Generationen Seefahrer.
13:03Sie ist mein Ururgroßvater.
13:05Hat Luxusgüter aus dem Süden nach Hamburg geschippert.
13:07Wow.
13:09Aber mein Vater wusste gleich, dass ich eine unverbesserliche Landratte bin.
13:14Und ich werde Sie beweisen.
13:16Ihre Zielstrebigkeit in allen Ehren.
13:18Aber hier im Klinikum lassen Sie es bitte, okay?
13:21Ich bringe das kurz weg und dann komme ich nochmal zum Kontrollrenker im EKG, okay?
13:26Und bleiben Sie liegen.
13:42Ich kippe mich auf.
13:47Dr. Wummel.
13:49Ah, die Ergebnisse sind...
13:51Ich brauche Ihre Hilfe.
13:53Sie scheinen guten Draht zu Fabienne zu haben.
13:55Sie sitzt da draußen und will nicht mit mir sprechen.
13:58Worum geht es denn?
13:59Sie hat eine Zusage zur Ausbildung in Meersburg gehalten und ich habe ihr den Brief vorenthalten und eben hat die
14:05Klinik angerufen.
14:06Und jetzt ist Fabienne sauer.
14:07Ja, sie macht total dicht.
14:09Warum haben Sie ihr den Brief vorenthalten?
14:11Ich glaube nicht, dass das das Richtige ist für Sie.
14:13So weit weg ohne mich.
14:14Es packt Sie nicht.
14:16Und da Sie ja das so gut erklärt haben mit dem Blutabnehmen und Fabienne mag sie, vielleicht würden Sie mit
14:22ihr sprechen wollen.
14:23Was soll ich ihr denn ausrichten?
14:24Nur, dass ich mit ihr reden will. Sie kriegt sich wieder ein. Vielleicht wollen Sie mir helfen.
14:29Fabienne ist manchmal sehr nachtragend.
14:32Kein Problem.
14:32Und die Ergebnisse?
14:34Nach dem Herzecho wissen wir mehr, aber die Werte zeigen in eine Richtung.
14:41Juli.
14:43Ah.
14:44Sie haben einen super Preis rausgeheimelt.
14:46Zeig mal.
14:47Entschuldigung, kannst du mal halten?
14:49Danke.
14:51Dein Ernst? Sollte das nicht Kinderbetreuung heißen?
14:55Das kann doch nicht sein.
14:57Halt mal.
14:58Danke.
15:02Mist, ich habe das tatsächlich so bestellt.
15:05Diese blöde Autokorrektur auf dem Handy.
15:06Papa.
15:07Oh, das Plakat.
15:09Ist das geworden?
15:10Ja, aber...
15:10Es war besonders günstig.
15:12Das ist ja toll, kein bisschen sich.
15:14Wie war Ihr Gespräch mit dem Klinikverbund?
15:16Das war okay, aber ich kann das Wort Bettenauslastung nicht mehr hören.
15:20Was macht der Clown?
15:21Sieht traurig aus.
15:22Sämtliche Clowns, Jongleure oder sonstige Alleinunterhalter sind für morgen ausgebucht.
15:26Ich habe auch nichts.
15:27Entschuldigung.
15:29Scherbass?
15:30Ja.
15:33Sie hat so viel um die Ohren, da wollte ich das nicht.
15:35Ich mache das schon.
15:37Dr. Randall, ich habe mal recherchiert und so eine Seh-Tauglichkeitsprüfung, um Kapitän zu werden.
15:41Der hat das voll in sich.
15:42Ja?
15:43Ja, medizinische Tauglichkeit, psychologischer Test, Mathe, Physik, Englisch, Stressresistenz, Teamfähigkeit.
15:49Ordnung auch?
15:51Witzig, Dr. Randall, sehr witzig.
15:54Ja, aber ich frage mich, ob man Seh-Krankheit überhaupt weg trainieren kann.
15:58Keine Ahnung, ich kenne nur die Reisetabletten.
15:59Die hatte ich auch früher auf Busfahrten.
16:02Ordnung, kann man trainieren.
16:04So schlimm ist es nicht.
16:05Ich wette, ich habe es in, naja, drei Sekunden gefunden.
16:09Wette angenommen.
16:09Okay.
16:12Niemals.
16:13Darf ich vorstellen, mein geordnetes Chaos.
16:15Alles hat seinen Platz.
16:18Der ist ein Geschenk von einer Patientin.
16:20Er erinnert mich dran, zwischendurch mal zu lachen.
16:24Ja, hab's.
16:25Und leider mehr als drei Sekunden.
16:27Da kommen Sie hin.
16:28Die Wette war Ihr Vorschlag.
16:29Wissen Sie was?
16:30Ich gebe Ihnen Kaffee aus.
16:31Ich kümmere mich erst mal um die Blutprobe von der Zellen.
16:35Okay.
16:39Hey, Fabian.
16:41Darf ich mich setzen?
16:48Wir haben deine Blutwerte untersucht.
16:50Und die Werte sagen uns, dass dein Herz gerade leider nicht so stark pumpt, wie es eigentlich sollte.
16:55Deswegen warst du in letzter Zeit so müde.
16:57Und was kann man da jetzt machen?
16:59Wir würden dich ganz stationär aufnehmen und uns es genauer anschauen.
17:03Hoffentlich ist da nichts Schlimmes.
17:04Das versuchen wir herauszufinden.
17:07Dein Vater hat mich gebeten, mit dir wegen der Zusage in Meersbrook zu reden.
17:11Wieso hat er das getan?
17:13Er weiß, dass ich es will.
17:14So bescheuert.
17:15Ja, das würde er dir am liebsten selber erklären.
17:19Ich will ihn nicht sehen.
17:24Ich habe hier eine Kollegin.
17:26Die kann manchmal ziemlich ätzend sein.
17:29Nicht immer, aber manchmal verstehe ich, warum sie so ist, wie sie ist.
17:33Aber nur, weil wir miteinander reden.
17:37Okay, ich rede mit ihm.
17:38Der ist ja auch mein Papa.
17:42Trink ich in ein anderes Zimmer.
17:44Sogar ein richtig schönes.
17:46Na dann bring ich dich mal auf dein Zimmer.
18:03Wenn du seekrank wärst, ne?
18:05Würdest du freiwillig auf einem Schiff arbeiten wollen?
18:08Es soll Ärzte geben, die kein Blut sehen können.
18:11So wie du?
18:19Was machst du da?
18:21Ich recherchiere.
18:23Okay.
18:25Die sind von Dr. Albeck.
18:27Und das ist die von einem Patienten und du sollst sie testen, oder?
18:29Nein, nein, die gehören, Dr. Albeck.
18:31Erinnerst du dich noch an heute Morgen?
18:35Reflexe wie eine Katze?
18:37Und du meinst, dass er die Dinger schluckt, um sich zu...
18:39Ich mein gar nichts.
18:41Dein Ernst?
18:42Du glaubst, er nimmt T-Bromin oder Koffein oder sowas?
18:46Oder Ephetrin.
18:48Ich muss wissen, wie er das macht.
18:50Ja, aber du musst mal eine Pause machen.
18:52Du kannst sie nicht einfach nehmen.
18:53Du weißt doch gar nicht, was drin ist.
18:54Nicht, wenn es von der Dr. Albeck kommt.
18:58Zitronig.
18:59Ja, leicht bitter im Abgang.
19:00Tipp auf Magnesium.
19:01Nimm ich auch immer noch im Sport.
19:03Ach, Sport nennst du das.
19:11Äh, ich hab Fabienne ein paar Sachen mitgebracht.
19:14Was glauben Sie, wie lang sie bleiben muss?
19:16Was hat das Herz-Echo ergeben?
19:17Die Herzinsuffizienz hat sich leider bestätigt.
19:20Die Herzklappe schließt nicht ganz richtig.
19:22Was es dem Herzen schwer macht, das Blut mit genügend Druck durch den Körper zu pumpen.
19:26Das klingt gar nicht gut.
19:27Professorin Patzelt, ich glaube, sie hat eine supraventrikuläre Tachiarabie.
19:31Wir geben 12 Milligramm Adenosin und im Anschluss 20 Milliliter Natriumchlorid.
19:39Mir ist sehr schlecht.
19:41Fabienne, Ihr Herz schlägt zu schnell.
19:44Sie bekommen jetzt ein Medikament, damit es wieder normal schlägt.
19:47Das fühlt sich gleich in Ihrem Brustkorb etwas merkwürdig an.
19:51Alles wird gut, Fabienne.
20:01Das ist doch nicht normal.
20:04Herr Hahn, keine Panik.
20:06Wir drücken so etwas wie einen Reset-Knopf.
20:16Gut gemacht, Fabienne.
20:30Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp.
20:33Das war knapp.
20:34Was, ja, nicht.
20:34Du wolltest es so.
20:37So ein Mist.
20:41Erzähl, Sie sind unverbesserlich.
20:44Ich muss diesen Test schaffen.
20:45Sonst was?
20:48Jetzt bin ich ein Versager.
20:49Vor allem müssen Sie Ihre Selbstversuche lassen, solange Sie hier sind.
20:56Entschuldigung, können Sie uns kurz allein leisten?
20:58Klar, danke fürs Warte teilen.
20:59Wir haben eine gute und zwei schlechte Nachrichten für Sie.
21:03Dann die gute zuerst.
21:04Sie haben keine intrakranielle Traumafolgen, also keine Blutung oder so.
21:08Der Schlag auf den Kopf war heftig, aber nicht besorgniserregend.
21:11Leider ist laut Blutbild der Wert an Farbstoff in den roten Blutkörperchen gering.
21:15Hämoglobin transportiert Sauerstoff.
21:16Das brauchen Sie für Ihre körperliche Leistungsfähigkeit.
21:18Und Ihr EKG macht uns Sorgen.
21:21Ihr QT-Intervall ist verlängert.
21:23Das deutet auf hochdosierte Medikamente hin.
21:25In der Anamnese haben Sie aber nichts von Medikamenten erwähnt.
21:29Scheint es nicht drauf zu haben, aber nicht so wild.
21:31Das sind diese Dinger hier.
21:35Ein Anti-E-Methikum?
21:36Woher haben Sie die?
21:37Aus dem Netz.
21:38Das sind Medikamente aus der Krebstherapie.
21:40Der Stand, die sind gegen Übelkeit.
21:43Ich meine, Übelkeit und Sehkrankheit hängen ja irgendwie zusammen.
21:46Sind die schlimm?
21:47Herr Zähm, das ist ein verschreibungspflichtiges Medikament.
21:50Das können Sie nicht einfach so einnehmen.
21:51Aber ohne die Tabletten bin ich bei der Prüfung total aufgeschmissen.
21:54Ich...
21:54Aber darf ich Ihre Gesundheit aufs Spiel setzen?
21:57Herr Zähm, gehen wir erstmal aufs Zimmer, ja?
22:18Das ist mir egal.
22:20Das muss einfach klappen.
22:24Der Preis für das Plakat spielt keine Rolle.
22:26Herr Berger?
22:28Äh, einen Moment bitte.
22:30Gibt es ein Problem?
22:31Nein, nein, als Besten.
22:32Es ist mit meiner Tochter abgesprochen.
22:34Keine Sorgen.
22:35Ich bin wieder da.
22:37Ja, also nochmal.
22:38Es gibt also zwei Möglichkeiten.
22:41Wobei wir die OP bevorzugen, bei der wir deine Herzklappe reparieren.
22:44Die aber auch gefährlich ist.
22:48Die OP wird mit einer Herz-Lungen-Maschine durchgeführt, ja.
22:51Das birgt Risiken.
22:52Aber warum operieren, wenn Blutverdiener ausreichen würden?
22:55Wenn wir den operativen Eingriff machen, dann wäre Fabienne nicht ihr Leben lang auf Medikamente angewiesen.
23:01Was mischst du dich da überhaupt ein?
23:04Fabienne, bitte.
23:04Das ist eine wichtige Entscheidung.
23:06Die ihre Tochter alleine treffen kann.
23:08Aber ich bin ihr Vater.
23:10Ich habe keine Angst vor der OP.
23:11Aber ich, ich möchte nicht, dass dir was passiert.
23:14Fabienne, bitte vertrau mir.
23:15Es ist besser, wenn du die Medikamente nimmst.
23:18Wie soll ich dir vertrauen?
23:20Herr Hahn, du hast mit dem Brief herheimlicht.
23:22Ja, mit Meersburg ist es genau das Gleiche.
23:24Du steigerst dich in was rein, was eine Nummer zu groß ist für dich.
23:27Gar nicht.
23:28Ich bin erwachsen.
23:29Dann kapierst du es endlich.
23:30Ich mache die OP.
23:32Herr Hahn, Ihre Tochter ist erwachsen.
23:36Und sie hat die Zusammenhänge komplett verstanden.
23:41Letztendlich liegt die Entscheidung natürlich bei Ihnen.
23:43Sie sind der Bevollmächtigte.
23:46Papa, bitte.
23:52Keine OP.
23:53Wir nehmen die Medikamente.
24:13Und?
24:14Ärger mit der Kinderabstelle, Glasseröffnung?
24:16Es gibt anscheinend mehr Probleme als erwartet.
24:19Irgendwas ist mit dem Plakat.
24:21Und wir haben immer noch keinen Ersatz für die Kinderunterhaltung.
24:24Ja, Kinder sind doch auch ohne diesen ganzen Schnickschnack glücklich, oder?
24:28Matteo, diese Eröffnung ist mir wirklich wichtig.
24:31Diese Betreuung kommt uns allen zugute, auch dir.
24:34Sonst kannst du nämlich irgendwann eine OP absagen,
24:35weil einfach kein Personal da ist.
24:37Weißt du, jeder, der bisher nicht wusste, wohin mit seinen Kindern,
24:40der hat jetzt endlich eine Perspektive.
24:42Und alleine dafür hat sich das 100.000 Seiten Formulare ausfüllen schon gelohnt.
24:47Leyla, du hast das gut gemacht.
24:52Klauen wäre halt schön gewesen.
24:55Aber, wenn nicht, ist auch nicht schlimm.
25:17Guten Morgen, Herr Hahn.
25:19Darf ich?
25:20Bitte.
25:23Sie haben wohl kaum geschlafen.
25:25Nee, keine Sekunde.
25:27Ich wollte noch mal mit Ihnen über Ihre Entscheidung sprechen.
25:31Vergessen Sie es.
25:31Die steht.
25:34Es fällt mir absolut nicht leicht, das über Fabiens Kopf hinweg zu entscheiden.
25:38Seit sie sechs Jahre alt ist, habe ich jede einzelne Entscheidung für sie getroffen.
25:44Was ist mit Fabiens Mutter?
25:46Eva?
25:46Er hat sich getrennt.
25:48Sie hat es nie gesagt, aber es war ihr zu viel.
25:50Zu viel Verantwortung.
25:55Witzigerweise hat sie auf einer Mutter-Kind-Kur am Bodensee einen Schweizer Arzt kennengelernt.
26:00Sie lebt dort irgendwo in den Bergen.
26:03Weiß Fabienne darüber Bescheid?
26:05Ich versuche, sie von vielem fernzuhalten, aber diese Wahrheit kennt sie.
26:10Fabienne ist mein Ein und Alles.
26:13Ich möchte nicht, dass sie die OP macht.
26:15Was ist, wenn da was passiert?
26:17Ich möchte, dass sie die Medikamente nimmt.
26:21Wenn sie ab jetzt für immer Medikamente nehmen muss, dann muss sie die regelmäßig nehmen.
26:27Jeden Tag.
26:28Ja, und ich werde dafür sorgen, dass sie die Medikamente jeden Tag nimmt.
26:32Wo? Bei Ihnen zu Hause?
26:34Würden Sie Ihr Kind mit einem Herzfehler nach Meersburg gehen lassen?
26:39Diesen Herzfehler könnten wir operieren.
26:42Nein.
26:45Herr Hahn, ich habe hier mit sehr vielen Patientinnen und Patienten zu tun.
26:50Und glauben Sie mir, die meisten von Ihnen sind über jedes Stückchen Unabhängigkeit, was Sie bekommen können, sehr glücklich.
26:57Ich koche ihr das Essen.
26:59Ich bringe sie zum Handball, zu ihren Arztterminen.
27:02Ich bin das ganze Wochenende mit ihr unterwegs.
27:05Sie liebt es zu schwimmen.
27:07Ich passe dann auf Sie auf.
27:09Ich bin für Sie da.
27:12Unabhängigkeit bedeutet mehr Freiheit und somit mehr Selbstwertgefühl.
27:18Sie ist ein faszinierender Mensch.
27:20Ich liebe meine Tochter.
27:23Überzeigen Sie, Fabienne, dass die Medikamente der bessere Weg sind.
27:28Das werde ich nicht tun.
27:30Ich halte die OP für die bessere Option.
27:44Herr Zell, Sie liegen ja tatsächlich im Bett.
27:47Haben Sie gar nichts gefunden, um Ihren Spindel zu bekämpfen?
27:50Die Andromeda, 350 Meter lang und 70.000 Tonnen schwer.
27:55Ja, dass Sie Dinge überhaupt schwimmen, müssen Sie mir ein Rätseln.
27:57Schauen Sie mich mal an, bitte.
27:59Die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium ist genauso groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums.
28:06Das archimedische Prinzip.
28:07Aha, soll ich mal Ihren Finger haben?
28:10Danke.
28:145.000 Passagiere, Crew 2.000 Mann und alles an Bord, was man braucht.
28:20Theater, Malls, Hotels, sogar ein Krankenhaus.
28:24So hat sich Ihr Ur-Urgroßvater die Seefahrt bestimmt nicht vorgestellt.
28:30Ich werde das eh nicht auf so einen Kahn schaffen.
28:32Abwarten.
28:33Ich habe mich mal schlau gemacht und wissen Sie eigentlich, woher das kommt?
28:35Also Ihr Spindel.
28:37Ihr Gleichgewichtssinn, Sehsinn und Körpergefühl liefern unterschiedliche Informationen.
28:42Das heißt was genau?
28:44Ihr Gehirn reagiert mit Übelkeit, um diesen vermeintlichen Vergiftungszustand zu bekämpfen.
28:50Das heißt, mein Körper denkt, ich bin vergiftet.
28:54So in der Art. Und dann befördert er alles raus.
28:57Aber wie bekommt man das jetzt hin, dass mein Körper genau das eben nicht mehr denkt?
29:01Sie liegen schon ganz richtig mit Ihrer Theorie.
29:02Tränen. Dadurch lernt Ihr Gehirn mit den widersprüchlichen Bewegungsreizen umzugehen.
29:07Aber das ist ja cool. Dann besteht ja noch Hoffnung.
29:10Vollständig resistent werden aber nur die Allerwenigsten.
29:12Aber ich habe ein paar Tests rausgesucht, um Ihr Gleichgewicht zu prüfen.
29:16Und im Gegensatz zu Ihren Tabletten sind die auch völlig ungefährlich.
29:22Prof. Patzit?
29:23Ist mit Frau Hahn alles in Ordnung?
29:26Sie ist traurig und wütend auf Ihren Vater.
29:29Was ich verstehe.
29:31Ich habe eben noch mal mit ihm gesprochen.
29:33Er hat Angst, Sie zu verlieren.
29:35Ja, das verstehe ich.
29:37Aber vielleicht ist es nicht nur die Angst vor der OP und den damit verbundenen Risiken,
29:41sondern auch, weil Fabienne eine andere Stadt will.
29:44Wenn wir die OP nicht machen, hat er einen Grund, sie nicht gehen zu lassen
29:47und kann sich weiter aufopferungsvoll um sie kümmern.
29:49Er hat die Nestsyndrom. Er will seine Tochter nicht verlieren.
29:52So ein Abnabelungsprozess ist auch für die Eltern nicht einfach.
29:56Wer füllt dann die Lücke zu Hause?
29:59Vielleicht können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.
30:01Also zum einen lenken wir Fabienne ein bisschen ab
30:03und zum anderen zeigen wir Ihrem Vater, dass sie selbstständiger ist, als er denkt.
30:08Was haben Sie vor?
30:18Schöner kann man nie aufhören.
30:20Deine Power-Naps zahlen sich aus, was?
30:23Allerdings, die wirken Wunder.
30:25Sag mal, hast du deinen Autoschlüssel?
30:26Wieso?
30:27Ich habe mein Schminkzeug im Auto vergessen.
30:30Du musst sie nicht schminken.
30:31Du bist süß, aber ich muss doch bei der Eröffnung schön aussehen.
30:38Hast du jetzt Ersatz gefunden?
30:39Ich wusste, dass hier noch eine ist.
30:42Die Chefärztin übernimmt das jetzt persönlich, oder wie?
30:44Traust du mir das nicht zu?
30:46Du denkst, du wärst lustiger als ich.
30:49Habe ich nicht gesagt.
30:49Aber du hast es gedacht.
30:51Pass mal auf, du.
30:56Oh, ihr Weiber.
30:59Ein Clown, der zaubern kann.
31:01Du bist doof.
31:03Kannst du zufällig Luftballon-Tiere?
31:06Man nennt mich den Luftballon-Meister.
31:1245, 46, 47, 48, 49, 50.
31:18Guck mal, Sie haben sich nicht gedreht.
31:20Also?
31:21Also haben Sie keinen Morbus Menier.
31:22Das ist eine Gleichgewichtsstörung im Innenohr.
31:24Sonst würden Sie sich eindrehen.
31:26Das ist doch cool.
31:27Können wir kurz?
31:29Ich mache so lange die Einbeinübung.
31:31Was wird das?
31:32Ich helfe an Sam, sich auf die Sehdauglichkeitsprüfung vorzubereiten.
31:38Und Sie glauben, das ist wirklich eine gute Idee?
31:41Ich möchte, dass Sie seine Leberwerte testen.
31:43Wieso?
31:44Weil das Anti-E-Metikum auf seine Leber geht.
31:46Hin und wieder den Beipackzettel lesen.
31:48Ja, klar.
31:49Und beenden Sie das, bevor er auf seine Schulter fällt.
31:53Ah, Mist.
31:57Aber mir ist es nicht schwindlig geworden.
32:02Au.
32:04Mist.
32:06Bis dann, Frau Fröhlich.
32:07Gute Besserung.
32:08Du machst es richtig gut.
32:10Ich liebe es, mit Leuten zu reden.
32:14Frau Professorin, ich habe gerade Blutdruck gemessen.
32:17120 zu 80.
32:19Die Frau kann morgen wieder nach Hause.
32:21Oh, sehr gut.
32:22Waren Sie auch schon im Labor?
32:23Äh, Labor?
32:24Darf da rein?
32:25Ja, klar.
32:26Du musst ja wissen, was wir mit deiner Blutprobe gemacht haben.
32:28Cool.
32:29Vielleicht schauen Sie ja auch noch in der Cafeteria vorbei.
32:32Man muss ja mal Pause machen.
32:33Pause machen, das kann ich gut.
32:46Links ein bisschen höher.
32:47Stopp.
32:48Ja, gut.
32:50Danke, die Herren.
32:52Sie konnten so schnell kein Neues drucken.
32:54Hast du doch gut hinbekommen.
32:56Hm.
32:56Herr Berger, das ist richtig schön geworden.
33:00Ich, ähm, ich wollte mich noch mal bei Ihnen bedanken für Ihren ganzen Einsatz.
33:04Wirklich.
33:05Ohne Sie hätte ich das alles nicht hingekriegt.
33:07Ich, äh, das wird gut.
33:09Auch wenn es jetzt ohne Clown stattfindet.
33:11Ja.
33:12Muss ich halt selber ran.
33:17Worauf hast du Lust?
33:18Die Limmau von gestern war super.
33:22Hey, Fabienne.
33:25Ich, äh, hole uns mal die Limmau von der Welt zurück.
33:32Es tut mir leid.
33:33Ich hätte dir von dem Brief erzählen sollen.
33:35Warum hast du es gemacht?
33:37Ich möchte nicht, dass du gehst.
33:39Wie traust du mir was zu?
33:42Obwohl wir das tausendmal abgesprochen haben.
33:45Aber du bist da ganz allein.
33:46Was ist, wenn du Hilfe brauchst?
33:48Ich bin da in einem Wohnheim.
33:50Da gibt es Betreuer und da wird mir nichts passieren.
33:53Aber ich bin hier, zu weit weg.
33:55Ach so.
33:56Es geht ja also nicht um mich, sondern um dich.
34:01Soll ich gleich nochmal wiederkommen?
34:02Nein.
34:03Brauchst keine Pause.
34:06Frau Dr. Hummel lässt mich hier ein Praktikum machen.
34:09Und das lasse ich mir garantiert nicht von dir kaputt machen.
34:21Gamma-GT und GPT sind erhöht.
34:23Könnte eine Folge seiner Selbsttherapie sein.
34:25Der Typ will es nicht wissen.
34:27Macht sich dabei selber kaputt.
34:30Bei der Anamnese hat er doch noch was von Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen erwähnt.
34:35Haben wir schon eine Urinprobe gemacht?
34:36Nein.
34:38An was denken Sie?
34:39Ich denke, dass Ihre Tests kontraproduktiv waren.
34:43Dr. Rantala, ich wollte nur helfen.
34:45Reden Sie das nächste Mal vorher mit mir.
34:47Okay?
34:48Ja, aber immerhin haben ja die Tests was gebracht.
34:50Ihm war nicht mehr schwindelig beim Balancehalten auf einem Bein.
34:53Was wollen Sie damit sagen?
34:56Das Antimethikum dämpft das Gleichgewichtssystem im Hirn.
34:59Dadurch fühlt man sich wackelig und benommen.
35:02Sie meinen, das Medikament macht alles schlimmer?
35:04Vielleicht.
35:07Und was jetzt?
35:08Urinprobe.
35:14Wow.
35:16Als Kind habe ich auf dem Rummel die Typen immer bewundert, die das konnten.
35:20Das ist gar nicht so schwer.
35:22Im Internet gibt es alles.
35:24Lieblingstier?
35:25Ich fand immer so einen Hund cool.
35:28So was machen Sie also auch noch in Ihrer Pause?
35:33Nachher ist die Kita-Eröffnung.
35:34Dann muss das fertig sein.
35:38Die haben Sie gestern verloren.
35:40Oh.
35:41Danke.
35:44Was sind das für welche?
35:46Nur ein bisschen Epidrin.
35:49Unterdrückt die Müdigkeit und fördert die Konzentration.
35:53Quatsch.
35:54Sting normales Magnesium.
35:56Natürlicher Feind des Stresshormons.
36:00Aber man schläft tatsächlich besser.
36:02Ich habe mir Powernaps angewöhnt.
36:03Dreimal am Tag zwölf Minuten.
36:04Strickt nach Timer.
36:05Und dann können Sie wirklich einschlafen?
36:07Alles mehr Trainingssache.
36:09So.
36:10Fertig.
36:10Wenn Sie wollen, bringe ich Sie hin weiter.
36:12Können Sie nachher mitmachen.
36:15Gibt es irgendwas, was Sie nicht können?
36:18Mich am rechten Unterschenkel jucken.
36:29Wir würden gerne einen Urintest machen.
36:32Ich war schon ewig nicht mehr auf dem Klo.
36:35Ist doch gut.
36:35Dann klappt es doch bestimmt.
36:37Nein, ich muss auch nicht.
36:38Echt nicht.
36:40Wie viel haben Sie denn in den letzten 24 Stunden getrunken?
36:44Nicht drauf geachtet.
36:46Die Mindestmenge pro Tag liegt bei einem Liter.
36:49Heute Morgen ein bisschen was aus dem Wasser, Hannah.
36:51Also, alles unter einem Liter kann zu Konzentrationsproblemen,
36:55Übelkeit, Schwindel bis zu Nierenproblemen führen.
37:00Das heißt, wenn ich mehr trinke, ist mir weniger schlecht.
37:03Absolut.
37:04Und Ihre Leber leidet sowieso schon unter der Medikamenteneinnahme.
37:09Das ist alles wegen diesen Anti-Schwindelpilmen?
37:12Auf jeden Fall brauchen wir eine Urinprobe.
37:13Und zwar jetzt.
37:16Ja, ich versuch's.
37:20Meinen Sie, da versteht ein Zusammenhang?
37:23Zwischen dem Anti-Emmetikum und zu wenig trinken?
37:26Finden Sie es raus, Herr Maritsch.
37:28Sein Urin gehört ganz Ihnen.
37:42Hey.
37:43Alles okay?
37:47Willst du reden?
37:51Ich hatte mir ein bisschen Sorgen um deinen Blutdruck gemacht,
37:53deswegen wollte ich noch mal nachsehen.
37:57Und?
37:59Wie war's im Labor?
38:00Dort ist alles kompliziert.
38:03Das ist nix für mich.
38:04Der Blutdruck ist bei 160 zu 85.
38:07Das gefällt mir gar nicht.
38:09Ihr Blutdruck steigt trotzdem Medikamente.
38:11Mir geht's auch nicht gut.
38:13Ich würde Sie gern auf ein anderes Zimmer verlegen,
38:15wo wir Sie besser beobachten können.
38:17Auf die Intensivstation.
38:18Und dort machen wir dann auch noch mal ein Herz-Echung.
38:21Wenn die Pumpleistung weiter sinkt,
38:22dann sollten wir die OP machen.
38:23Ich bereite schon mal alles vor.
38:26Dann schieben wir dich gleich mal auf die Intensivstation.
38:28Ich bin total verwirrt.
38:31Wegen Papa.
38:32Ich möchte die Ausbildung doch nicht machen.
38:34Aber wieso?
38:36Als ich klein war und als Mama weggegangen ist,
38:39war er traurig.
38:41Lange.
38:42Und jetzt wieder dieser Blick.
38:46Und weil dein Papa traurig ist,
38:47möchtest du nicht nach Meersburg?
38:49Ich möchte ihn nicht alleine lassen.
38:51Dann ist er einsam.
38:54Also ich kann nur sagen,
38:56du solltest das tun, worauf du Lust hast.
38:59Glaubst du denn, dass du alleine klarkommst?
39:00Ich weiß es nicht.
39:02Ich kann es mal ausprobieren.
39:04Vielleicht kann ich nach der OP klarer denken.
39:17Herr Hahn.
39:17Wie geht es ihr?
39:18Wo ist die ITS?
39:20Wir haben noch ein Herz-Echo gemacht.
39:21Die Pumpleistung hat sich weiter verschlechtert.
39:23Ich rate jetzt dringend zu einer OP,
39:25aber dafür brauchen wir ihre Einwilligung.
39:28Die Situation ist wirklich kritisch.
39:32Das Herz ihrer Tochter versucht,
39:33gegen den Defekt anzukämpfen.
39:35Dabei überanstrengt es sich immer und immer wieder.
39:37Und zwar so lange, bis es nicht mehr kann.
39:40Die Medikamente werden Sie auf Dauer nicht heilen.
39:42Wir müssen jetzt an die Ursache ran.
39:44Und wir sollten nicht noch mehr Zeit verlieren.
39:45Also bitte unterschreiben Sie.
39:48Das ist die richtige Entscheidung.
39:50ITS, Zimmer 12.
39:51Und es ist gut, wenn Sie da sind, wenn Sie aufwacht.
40:04Wo haben Sie den denn noch aufgetrieben?
40:07Wieso ich?
40:11Dr. Schermas.
40:12Oh, es geht los.
40:13Ihre ehrenvolle Aufgabe.
40:19Liebe Kinder, liebe Eltern, liebe Mitarbeiter,
40:23liebe alle, die mir so viel geholfen haben.
40:26Schön, dass Sie alle da sind.
40:28Ich bin so glücklich,
40:30denn die Johannesthal-Klinikum Kinderbetreuung
40:34ist hiermit offiziell eröffnet.
40:38Bravo!
40:41Danke, danke schön.
40:43Sie können so stolz auf sich sein.
40:45Ja, das ist ein großer Schritt in die Zukunft
40:47für alle unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit Kindern.
40:54Das Buffet ist eröffnet und die Kinder können natürlich spielen.
40:58Haben Sie den Club organisiert?
41:01Nein.
41:02Nein.
41:28Frau Runger, was sehen wir?
41:30Das ist die P2-Prolaps-Region
41:33und die verlängerten Cordell-Tendinae.
41:35Mhm, korrekt.
41:36Wir führen eine quadringuläre Resektion am P2-Segment durch
41:40und platzieren eine künstliche Sehne,
41:43um die Spannung gleichmäßig zu verteilen.
41:44Gut.
41:45Erste Naht ist gesetzt.
41:51Faden liegt sauber.
41:53Spannung auf der Cordie ist optimal.
41:56Ich stabilisiere jetzt die Ränder zirkulär.
41:59Ja.
42:32Das Gewebe ist poröser als wir dachten.
42:35Wir brauchen einen Plan B.
42:38Sättigung.
42:40Alles in Ordnung.
42:41Gut.
42:42Wir setzen einen Perikardpatch.
42:49Ja, dann bedanke ich mich mal.
42:51Hat der einwandfrei geklappt?
42:53Ja, super.
42:54Das ist alles super.
42:55Gut, dann fahr vorsichtig.
42:57Okay, ganz gut.
42:58Ich will dich nicht noch mal hier bei uns im Behandlungsraum nehmen.
43:04Erwischt.
43:07Das ist ein alter Patient von mir, dem ich mal die Hand gerettet habe.
43:11Er meinte, wenn ich mal einen Gefallen brauche,
43:13dann soll ich ihn sofort anrufen.
43:14Wirklich?
43:15Ja.
43:16Und den Gefallen hast du dann für mich eingefallen?
43:18Na, ich weiß ja, wie sehr dir dieses Zwergenlager am Herzen liegt.
43:24Danke, Matteo.
43:25Ich muss los.
43:37Ich habe noch nie so dunklen Urin gesehen.
43:40Erzähl, Ihre Dehydrierung ist zum Glück noch nicht so weit fortgeschritten.
43:44Wie Sie gesagt haben, langsam aber stetig.
43:46200 Milliliter alle zwei Stunden.
43:49Hat mir sogar einen Timer gestellt.
43:50Das Anti-Emetikum hat die Durchgefüge hemmt.
43:52Das waren die Pellen?
43:53Absolut.
43:54Wir vermuten, dass Ihr Schwindel durch Ihr Bemühen, ihn wegzukriegen, schlimmer geworden ist.
43:58Auch durch die zunehmende Dehydration.
44:00Aber das heißt...
44:02Geduld, Herr Zellm.
44:03Das Medikament muss erstmal aus Ihrem Körper und Ihr Wasserhaushalt muss sich normalisieren.
44:07Aber dann besteht Hoffnung.
44:10Naja, vielleicht merken Sie auch, dass die ganze Seefahrer-Zukunft gar nichts für Sie ist.
44:14Bitte, ich bin in der vierten Generation.
44:15Generation, ich weiß.
44:17Und es ist wichtig zu wissen, wo man herkommt.
44:19Aber meine Oma hat mal gesagt, Wurzeln geben dir Halt, aber wachsen kannst du in alle Richtungen.
44:28Vielleicht soll ich wohl doch Ihre Landratte werden.
44:31Das müssen Sie herausfinden.
44:33Alles Gute.
44:35Danke.
44:36Tschüss.
44:39Meine Oma haben Sie da euch mal mit ausgedacht.
44:43Gut gemacht.
44:47Fabienne, mein Schatz.
44:49Du sauerst mich nicht so, Na-Nam.
44:57Hallo, Fabienne.
44:59Wir konnten Ihre Mitralklappe erfolgreich rekonstruieren.
45:03Wir mussten einen Patch einsetzen, da an einer Stelle das Gewebe nachgegeben hat.
45:06Hat das Auswirkungen?
45:09Nein.
45:10Mit dem eingesetzten Gewebe konnten wir Fabienns Klappe vollständig erhalten.
45:15Das muss natürlich jetzt alles gut verheilen.
45:17Deshalb werden wir Sie in den nächsten Tagen ganz genau beobachten.
45:20Und Medikamente?
45:23Vorübergehend Blutverdünner.
45:24Aber dann nicht mehr.
45:26Danke, Professorin Patzelt.
45:28Papa, ich glaube, ich möchte doch nicht nach Lassboch gehen.
45:31So ein Quatsch.
45:32Du gehst da hin.
45:34Ich werde da heute noch anrufen und das regeln.
45:36Aber dann bist du wieder allein zu Hause.
45:39Ja, damit muss ich klarkommen.
45:41Ich möchte, dass du weißt, dass ich dir zu 100% vertraue.
45:45Wenn du sagst, du kriegst das hin, dann kriegst du das hin.
45:47Natürlich kriege ich das hin.
45:50Außerdem werde ich dich ganz oft besuchen.
45:53Am Bodensee soll es doch total schön sein.
45:58Ich möchte niemals im Wege stehen.
46:01Ich bin stolz auf dich.
46:03Ich auch.
46:04Ich hab dich lieb.
46:06Ich hab dich auch lieb.
46:12Dr. Albeck, ich hab mir noch welche abgegriffen.
46:15Die Kinder waren begeistert.
46:18Aber wie alt bist du eigentlich?
46:19Dafür ist man nie zu alt.
46:21Leuchtende Kinderaugen sind das Allerbeste.
46:25Stimmt.
46:29Haben Sie jetzt eigentlich auch Feierabend?
46:32Ich hab seit 10 Minuten Feierabend.
46:35Und warum sind Sie dann noch hier?
46:37Na, dick gelesen.
46:38Ich halte es für ein Wunder, dass Sie überhaupt noch auf den Beinen sind.
46:42Na mal, woher kann man sich da klauen?
46:44Keine Ahnung.
46:45Aber der wurde echt gefeiert.
46:47Haben Sie ihn auch gesehen?
46:51Dr. Albeck?
46:52Tja, Dienst vorbei und nun schläft er.
46:55Ehrlich gesagt, beruhigt mich das etwas.
46:59Sollen wir ihn anmalen?
47:01Evo.
47:02Scherz.
47:10Was machst du?
47:13Dir beweisen, dass er kein Superheld ist.
47:18Da müssen Sie früher aufstehen.
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