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00:24Love Is Enough
00:40Ja, genau so machen wir das. Sobald ich Ihr Angebot vorliegen habe, melde ich mich bei Ihnen.
00:46Ja, ja, das ist genau die E-Mail-Adresse.
00:48Oh, Entschuldigung.
00:51Mann, kannst du nicht aufpassen.
00:54Ist dir was passiert?
00:56Nein. Hallo?
01:01Ja, ich melde mich nochmal bei Ihnen. Danke.
01:03Eigentlich finde ich es ja gar nicht so schlecht, dass ich ein paar Tage keine Schule habe.
01:06Das ist keine Fehlensfreizeit. Was in der Schule verpasst, wird nachgeholt.
01:10Ja, aber ich habe mich auch schon bei den Lehrern erkundigt. Sie sagen, das ist kein Problem mit dem Nachholen.
01:15Ich bring dich zur Oberschwester.
01:17Du, es ist, wie es ist. Das musst du erstmal auskurieren. Wir schaffen das hier schon.
01:21Ja, gute Besserung. TschĂŒss.
01:23Darf ich kurz stören?
01:24Ja, das tun Sie bereits.
01:25Na, Lisa? Alles in Ordnung?
01:27Meine Tochter wĂŒrde gerne bei Ihnen in den nĂ€chsten Tagen ihre Sozialstunden ableisten.
01:33Aber das einen Leid ist das anderen Freud. Du kommst wie gerufen.
01:36Keine Chefarztbehandlung. Es handelt sich um eine StrafmaĂnahme. Nicht um ein Praktikum.
01:41Ich werde persönlich dafĂŒr sorgen.
01:50Nicht bewegen.
01:54Und? Gebrochen?
01:56Sie haben sich einer Radiusfraktur zugezogen.
02:00Muss ich denn jetzt doch autoriert werden?
02:02Nein. Sie haben GlĂŒck gehabt. Der Bruch ist nicht verschoben. Das können wir konservativ mit einem Gips versorgen.
02:09Dann kann ich wieder nach Hause?
02:11Ja. In vier Tagen mĂŒssten Sie aber nochmal vorbeikommen. Wenn die Schwellung raus ist, wechseln wir nochmal den Gips.
02:18Alles klar.
02:19Wie ist es denn zu dem Sturz gekommen?
02:21Ăhm, ich war skaten.
02:24Hm.
02:25Und mir war kurz schwindelig und dann habe ich den Absprung verpasst.
02:28Schwindelig?
02:30Haben Sie den Schwindel öfter?
02:31Naja, es war eher so, dass ich ihn nicht richtig sehen konnte.
02:35Und Kopfschmerzen dazu.
02:36Mhm. Das sollten wir abklÀren.
02:39Erstmal bekommen Sie Ihren Gips, dann machen wir ein EKG.
02:42Und eine Kollegin wird Sie neurologisch untersuchen.
02:45Und das gegen Sie gleich der Schwester.
02:48Das ist gegen die Schmerzen.
02:50Hm, das geht schon.
02:52Geht gegen die Skater-Ăra.
02:54Aha.
02:56Warten Sie bitte drauĂen.
02:59Ja. TschĂŒss.
03:01Und welche von uns zwei Grazchen hat jetzt jeder draufgekippt?
03:04Haha.
03:07Guten Morgen, Sarah.
03:08Roland, was schleichst du dich denn so an?
03:10Ich schleiche mich nicht an. Das ist alles in Ordnung.
03:12Willst du irgendwas von mir?
03:13Ich wollte dir einfach nur guten Morgen sagen.
03:15Guten Morgen.
03:17Ich habe ĂŒbrigens ein Angebot fĂŒr diese Drehbettenbekommen.
03:20WeiĂt du eigentlich, wie teuer die sind?
03:21Das mĂŒsst ihr mir sicherlich gleich mitteilen.
03:23Da können wir uns nur eins leisten.
03:25Bevor wir ein EKG machen, brauche ich noch Ihre Versicherungskarte.
03:29Dr. Brentano hat Ihnen was gegen die Schmerzen gegeben.
03:32Nee, ist aber auch nicht schlimm.
03:34Sie können mich ruhig duzen, wenn er ist 16.
03:37Ach, wirklich?
03:38Ja.
03:38Also, ich hÀtte Sie jetzt, Àh, dich viel Àlter geschÀtzt.
03:42Ich habe nicht wohl nicht gehalten.
03:44Setz dich bitte.
03:45Keine Quatsch.
03:47Du kommst ja wohl noch in jeden Club.
03:51Warte, ich helfe dir.
03:52Danke.
03:55Frieda Semmler, Semmler?
03:57Ja, ja, Konstantin Semmler ist mein Vater.
04:00Wirklich?
04:01Ja.
04:02Lassen Sie mich raten, Sie lieben seine Filme?
04:05Naja, also, ich habe nicht alle gesehen.
04:08Wissen Sie auch nicht.
04:11Hallo, ich bin Dr. Peters.
04:13Frieda, hallo.
04:14Dr. Brentano hat mir gesagt, dass dir vor deinem Unfall schwindelig war.
04:17Du hattest Sehstörungen.
04:19Hast du das öfter?
04:20Ja, MigrÀne habe ich von meinem Vater gehabt.
04:23Aber so schlimm wie heute war es höchstens zwei, dreimal.
04:27Bist du deswegen behandelt?
04:29Mein Vater sagt immer ab ins Bett und licht aus.
04:32MigrĂ€ne ist nicht die einzige mögliche Ursache fĂŒr deine Symptomatik.
04:35Wenn wir hier fertig sind, machen wir ein CT von deinem SchÀdel.
04:39Danach weiĂ ich mehr.
04:41Bis gleich.
04:42So, dann leg dich mal hin.
04:47Zack.
04:53Lisa, was machst du denn hier?
04:54Schwester Rieger hat mich gebeten, in diese Akten zu bringen.
04:57Oh, danke schön. Hast du keine Schule?
04:58Doch, eigentlich schon, aber ich darf meine Sozialschule in der Klinik abarbeiten.
05:02Ich dachte, die Klage wĂ€re zurĂŒckgezogen worden.
05:05Wurde sie auch, aber mein Direktor meinte, dass die Aktion Konsequenzen haben muss.
05:09Ach, warte mal kurz. Könntest du bitte meinen Laptop dem Herrn Sonntag in die IT bringen und ihm sagen, dass
05:15meine Quartalszahlen seit heute Morgen verschwunden sind? Einfach weg.
05:17Soll ich mal nachsehen? Papa findet seine Dateien manchmal auch nicht.
05:20Nein, nein, auf keinen Fall. Das muss ein Fachmann machen. Und sag ihm bitte, dass ich die Zahlen schnell brauche
05:24und er soll mir den Computer persönlich zurĂŒckbringen. Danke.
05:31Wir sind fertig, Freda. Sehr gut gemacht. Bitte kurz liegenbleiben, bis der Schlitten steht.
05:50Was ist los?
05:52MigrÀne, habe ich doch gesagt.
05:53Du bekommst wieder einen Lohntropf und zwei mal 15. Das hilft gegen die Schmerzen.
05:57Komm, du bist jetzt auf ein Zimmer gebracht, da kannst du dich ausruhen.
06:00Komm, ich helfe dir unter. Ganz langsam.
06:06Geht's?
06:09Damit geht's dir gleich wieder besser.
06:14Ist da Alkohol drin?
06:16Ganz wenig. Kriege sie keinen Rausch von.
06:19Eigentlich muss ich auch nur schlafen. Es ist schon besser geworden.
06:23Du, sag mal, kriege ich bitte die Nummer deiner Mutter?
06:27Warum?
06:28Na, das wĂ€re doch gut, wenn sich jemand um dich kĂŒmmert.
06:32Achso. Nee, ich weiĂ nicht, wo meine Mutter steckt.
06:34Die hat sich vor zehn Jahren aus dem Staub gemacht.
06:37Ich wohne bei meinem Vater.
06:38Entschuldige bitte, ich...
06:39Nee, ihr könnt es ja nicht wissen.
06:41Ist ja auch ĂŒberhaupt kein Problem.
06:43Ich rufe ihn selbst an.
06:44Er ist gerade echt im Stress.
06:47Muss ich wirklich hierbleiben?
06:50Ja, das wÀre besser.
06:52Wenn was ist, einfach klingeln.
07:04Hallo, Papa.
07:05Du bist wahrscheinlich gerade total im Stress.
07:07Ich wollte nur sagen, ich bin im Krankenhaus.
07:10Ist aber nicht schlimm.
07:11Ich bin nur beim Skaten gestĂŒrzt.
07:13Die wollen wegen meiner MigrÀne noch ein paar Untersuchungen machen
07:16und Medikamente ausprobieren.
07:18Morgen bin ich wieder zu Hause.
07:20Bis dann.
07:21TschĂŒss.
07:32Sind das die Bilder von Frieda Semmler?
07:34Ja.
07:35Ja.
07:38Ja.
07:49Das EKG war in Ordnung.
07:51Keine Arrhythmien.
07:52Neurologie ebenfalls unauffÀllig.
07:54Wie gehen wir vor?
07:55Diese anfallsartig auftretenden Kopfschmerzen.
07:58Eine MigrÀne ist das nicht.
08:00Sagt Ihnen was.
08:01Ihr GefĂŒhl?
08:07Ja, Peters hier.
08:08Melden Sie Frieda Semmler bitte fĂŒr ein Angehör-Mertee des SchĂ€dels an.
08:13Zum GlĂŒck ist sie heute frĂŒh Skateboard gefahren.
08:16Wie meinen Sie das?
08:18Ja, sie ist hart im Nehmen.
08:19Von mir wollte sie nicht mal was gegen die Schmerzen im Arm haben.
08:22Bloà wegen Kopfschmerzen wÀre sie bestimmt nicht hierher gekommen.
08:26Interessante Sichtweise.
08:39Was du hast, ist definitiv keine MigrÀne.
08:41Hier in diesem Angehör-Mertee ist es deutlich zu sehen.
08:43Eine AVM, eine sogenannte cerebrale arteriovenöse Malformation.
08:48Was heiĂt das?
08:49Das ist eine angeborene Fehlbildung der BlutgefĂ€Ăe im Gehirn.
08:52Die Arterien und Wehen sind nicht wie ĂŒblich durch Kapillaren, sondern direkt miteinander verbunden.
08:57Dadurch kommt es zu einer Art Kurzschluss.
08:59Die angrenzenden Hirnareale werden nicht ausreichend versorgt.
09:10Entschuldigung.
09:11Hören Sie, ich suche meine Tochter Frieda.
09:13Die ist ungefĂ€hr so groĂ, hat zimtfarbenes Haar, Sommersprossen, grĂŒne, bernsteinfarbene, strahlende Augen.
09:19Sie hat mich angerufen, es geht ihr dreckig.
09:20Ich bin natĂŒrlich sofort hierher gekommen.
09:21Können Sie mir sagen, wo sie ist?
09:22Wie heiĂt denn Ihre Tochter?
09:24Wie ich gerade gesagt habe, Frieda.
09:25Ich brÀuchte schon noch einen Nachnamen.
09:27So wie ich Semmler.
09:29Frieda Semmler.
09:30Verstanden?
09:31Also Frieda Semmler.
09:32Ja, Frieda Semmler.
09:34Sag ich jetzt zum fĂŒnften Mal.
09:35Dann muss ich nachsehen.
09:36Mein Dienst hat gerade erst begonnen.
09:37Ach so.
09:38Ja, da haben wir sie schon.
09:39Frieda Semmler.
09:41Zimmer 120.
09:42Das ist gleich den Gang runter.
09:45Da du schon heftige Symptome hast, wĂŒrde ich dir zu einer Operation raten.
09:51Was?
09:52Wieso das denn?
09:53Das ist doch nicht gefÀhrlich.
09:55Innerhalb der AVM ist der Blutfluss erhöht.
09:57Die GefĂ€ĂwĂ€nde sind gedehnt, dadurch dĂŒnner als normal und sehr anfĂ€llig fĂŒr Rupturen.
10:03Wenn im Gehirn ein GefÀà reiĂt, besteht akute Lebensgefahr.
10:08Nein, das kann nicht sein.
10:09Ich habe eine MigrÀne.
10:10Ich kenne das schon.
10:11Genau das macht mir Sorgen, die HĂ€ufigkeit deiner Symptome.
10:14Du hattest deswegen einen Unfall.
10:16Heute ist es nochmal gut gegangen.
10:18Dir ist nichts Schlimmes passiert.
10:19Das kann morgen aber anders sein.
10:21Diese Fehlbildung ist sehr gut zugÀnglich.
10:23Es ist ein machbarer Eingriff.
10:25Nein, auf keinen Fall.
10:27Ich lasse mich nicht operieren.
10:29Es gibt zwei Möglichkeiten.
10:31Eine offene OP oder eine Embolisation.
10:33Ich will keine Vollnarkose.
10:35Bei einer Embolisation wird ein Katheter von der HĂŒfte aus ĂŒber die Leistenarterie bis an die betroffene Stelle im Gehirn
10:41gefĂŒhrt.
10:42Wenn du Narkoseangst hast, können wir den Eingriff durchaus mit einer örtlichen BetĂ€ubung der Leiste durchfĂŒhren.
10:47Das Gehirn selbst empfindet keinen Schmerz.
10:56120. Frieda?
10:58Frieda?
11:00Was fĂŒr ein ScheiĂ hier ist sie doch gar nicht.
11:02Entschuldigung?
11:03Also hier in diesem Zimmer ist meine Tochter nicht.
11:05Kann mir irgendjemand sagen, wo meine Tochter ist?
11:08Darf doch wohl nicht warten.
11:10Hallo?
11:11Papa?
11:13Ach, Frieda.
11:14Mensch, mit dem Timo warst du denn?
11:16Ich hab mich fĂŒr den Sohn nicht gesorgt.
11:17Ja.
11:19Was ist denn passiert?
11:22Warte mal ganz kurz.
11:23Eine Sekunde.
11:24Ja, was gibt's?
11:26Nein, ich kann jetzt nicht.
11:28Frieda ist im Krankenhaus.
11:29Vielleicht stirbt sie.
11:30Ja, ich melde mich.
11:32Bis dann.
11:33TschĂŒss.
11:33Nicht so laut.
12:03Was ist denn passiert?
12:04Ja, komm.
12:04Das ist das gleiche Wahnsinn, wie immer.
12:07Ich hab' ne super Kameramann.
12:09Traumhafte Landschaft.
12:10Er macht schöne Bilder.
12:11Alles super.
12:12Hm.
12:13Das wird bestimmt ein toller Film.
12:15Wir hÀngen vier Tage hinterher.
12:17Und der Produzent will mir keinen neuen Tag geben.
12:19Alles zu teuer.
12:20Aber weiĂt du, was ich nicht verstehe?
12:21Wenn alles immer zu teuer ist,
12:23dann soll man doch meine Filme nicht machen.
12:24Ach, komm, verstehst du?
12:25Das, was ich mache, ist Kunst.
12:26Nein, Konstantin.
12:27Komm mal her.
12:29Komm.
12:35Du kriegst das schon hin.
12:37Nicht durch mein Haar gehen, bitte.
12:39Ja.
12:40Und weiĂt du was?
12:41Die Hauptdarsteller machen mich wahnsinnig.
12:42Einer ist eitler als der andere.
12:44Und jeden Tag muss ich das Drehbuch umschreiben.
12:46Das sind ja nur weiĂe Seiten Papier.
12:47Verstehst du?
12:47Kein Bild, kein Leben, nichts.
12:49Ăberhaupt nichts.
12:50Also arbeitet ihr die nÀchsten NÀchte wieder durch?
12:53Ja.
12:54Also wenn ich es nicht mache,
12:55wer soll es denn machen?
12:56Ja.
12:57Und wenn es ein Misserfolg wird,
12:58dann ist es meine Schuld.
13:00Und wenn es ein Erfolg wird,
13:01dann habe ich damit gar nichts zu tun.
13:03C'est la vie.
13:06Entschuldigung, Frieda.
13:08Hallo, guten Tag.
13:10Frau Doktor, ich bin Friedas Vater.
13:13Dr. Peters.
13:14Ja, was ist denn jetzt mit Frieda?
13:16Also ist doch alles in Ordnung, oder?
13:17Das, was ich jetzt nicht verstehe, ist,
13:19warum muss sie noch hierbleiben?
13:20Was ist mit der Hand?
13:20Die ist in sechs Wochen wieder voll belastbar.
13:23Und der Kopf?
13:24Meine Tochter sagt mir jetzt auch nicht immer alles,
13:26aber ich muss es ja wissen,
13:27ich bin ja ihr Vater.
13:28Es geht bloà um Medikamente gegen die MigrÀne.
13:30Das habe ich dir doch gesagt.
13:31Am besten gehst du jetzt wieder zurĂŒck ans Set.
13:35Kann ich dich denn wirklich alleine lassen?
13:36Ja, die brauchen nicht mehr als ich dich.
13:39Ja, das stimmt.
13:41Ja gut, dann mache ich mich auf den Weg.
13:44Aber du weiĂt ja ganz genau, wer mir das ist.
13:46Und dann haben sie mich ja jederzeit erreicht.
13:49Ich muss nur einmal lieb sagen
13:50und schwupps bin ich bei dir.
13:53Und passen Sie gut auf meine Tochter auf.
13:55Ich habe sie lieb.
13:57TschĂŒss, mein Tochter.
14:01TschĂŒss, Papi.
14:14Sarah, fĂŒr die Lagerung der Querschnittspatienten
14:17auf der ITS brauchen wir die neuen Betten.
14:19Aber reicht da nicht erst mal eins?
14:21Du kennst die Statistiken.
14:23Willst du zu mir?
14:24Nein, zu mir.
14:26MĂŒsstest du nicht bei Schwester Ulrike sein?
14:28Du entschuldigst uns bitte.
14:29Wir sprechen nachher weiter.
14:30Bitte schön.
14:31Lisa?
14:39Das ist nicht mein Computer.
14:41Herr Sonntag konnte den nicht so schnell reparieren.
14:43Ja, ich brauche aber die Zahlen.
14:44Was soll ich denn mit dem Ding?
14:46Herr Sonntag hat gerade viel zu tun.
14:47Wenn Sie was von ihm wollen,
14:48sollen Sie anrufen.
14:49Ja, also ich auch.
14:50Hör mal, du bringst ihm jetzt
14:52dieses Teil hier wieder zurĂŒck
14:53und sagst ihm,
14:54dass er sich sofort um meinen Computer kĂŒmmern soll.
14:56Das geht nicht.
14:57Ich muss Schwester Ulrike auf der Station helfen.
15:21Hast du mich erschreckt?
15:22Oh, das war nicht meine Absicht.
15:25Hast du meinen Laptop repariert?
15:27Willst du wirklich dieses Spiel spielen?
15:30Wovon redest du?
15:31Hast du es nun repariert oder nicht?
15:33Das musste ich doch gar nicht.
15:34Und was ist mit meinen Quartalszahlen?
15:37Ich habe die Daten wieder
15:38aus dem Papierkorb rausgeholt,
15:39da wo du sie hingeschoben hast, ja?
15:41Dann bitte?
15:42Sarah?
15:44Die Daten wurden um 9.53 Uhr gelöscht, ja?
15:46Und keine fĂŒnf Minuten spĂ€ter
15:47kommt diese Hilfsschwester
15:48und sagt mir,
15:49dass der Computer kaputt ist.
15:52Also dann funktioniert er jetzt wieder.
15:54Sarah, bitte.
15:55Dann kann ich ja jetzt wieder zur Arbeit.
16:08Ich setze jetzt die örtliche BetÀubung.
16:14Es piekt.
16:18Jetzt drĂŒckt es ein wenig.
16:22Schon vorbei.
16:25Solltest du trotzdem Schmerzen bekommen
16:27oder zu viel Angst haben,
16:28können wir dir immer noch etwas zum Schlafen geben.
16:30Nein, das dĂŒrfen Sie nicht.
16:32Es ist wichtig,
16:33dass du wÀhrend des Eingriffs
16:35ganz ruhig bleibst.
16:41Frau Dr. Peters?
16:43Ja?
16:44Mein Vater ist nicht immer so.
16:46Er ist Filmregisseur
16:47und der Dreh ist
16:48und macht den Tisch halt fertig.
16:49Er hat einfach Angst,
16:50dass er versagt
16:51und keinen neuen Job kriegt.
16:54Und darum pusht er sich auf?
16:57Was nimmt er?
16:58Kokain?
16:59Amphetamin?
17:05Du bist meine Patientin,
17:08nicht dein Vater.
17:11Können wir?
17:12Ja.
17:16Es geht los.
17:17Wenn du Schmerzen hast,
17:19musst du das sofort sagen, Frieda.
17:21Gut.
17:25Der Eingriff ist sehr gut verlaufen.
17:27Morgen frĂŒh machen wir eine MRT-Kontrolle,
17:30dann können wir sehen,
17:30ob wir die Malformation
17:31vollstÀndig ausgeschaltet haben.
17:34Und wenn nicht?
17:37DarĂŒber brauchst du dir
17:38jetzt keine Gedanken zu machen.
17:39Es war ein anstrengender Tag.
17:41Du solltest versuchen zu schlafen.
17:47Danke.
17:57So, Frieda,
17:58jetzt gleich
17:58kannst du dich wieder bewegen.
18:14durch die Embolisation ist die AVM zwar klein,
18:19aber nicht vollstÀndig ausgeschaltet worden.
18:22Und was heiĂt das jetzt?
18:24Wir können das nicht so lassen.
18:27Die offene Operation lÀsst dich leider nicht vermeiden.
18:31Wenn dieses Ding jetzt kleiner ist,
18:34dann ist es doch besser als vorher.
18:36Nur weil ich ab und zu mal Kopfschmerzen habe,
18:38lasse ich mir sicher nicht den SchÀdel aufschneiden.
18:40Die meisten Patienten erfahren
18:41erst durch einen Schlaganfall
18:43von ihrer Malformation.
18:45Wenn sie es denn ĂŒberhaupt noch erfahren.
18:47Gut,
18:48aber ich kenne jetzt nicht,
18:49mein Vater steckt mitten in den Dreharbeiten.
18:52Frieda, deine Gesundheit geht vor.
18:55Sie verstehen das nicht.
18:57Nein,
18:58ich verstehe das auch nicht.
19:00Lass mich nicht operieren.
19:03Wo willst du hin?
19:05Ich gehe jetzt nach Hause.
19:06Nein,
19:07das geht jetzt nicht,
19:07auf gar keinen Fall.
19:26Ich gehe jetzt nach Hause.
19:38Like they moving in Jamaica
19:40Pretend I had my dinner
19:42She could be my salt shaker
19:44You ain't trying to hide it
19:46Girl you a troublemaker
19:47And I'm a troublemaker
19:52Sexy little mama
19:53It's really nice to meet ya
19:55Can I be in your classroom
19:57And be your private teacher
19:59If I bring out my camera
20:01Will you be in my future
20:03Cause we gon' do some things
20:05Hope your daddy ain't a preacher
20:06I wanna see you move
20:08Like they moving in Jamaica
20:10Pretend I had my dinner
20:12She could be my salt shaker
20:14Hey Papa
20:17Ja, bin ich
20:18Die haben mich wieder rausgelassen
20:20Seit mal sieben uns heute
20:24Klar, kein Problem
20:26Ich komm schon alleine, klar
20:29Du kannst doch eh nicht kochen
20:32Ich hab dich ja auch lieb
20:33Bis dann
20:34Ich hab dich ja auch lieb
20:41Ich hab dich ja auch lieb
20:59Was ist los?
21:00Was ist los?
21:01Sie ist einfach rumgekriegt, keine Ahnung.
21:03Hey, bist du noch da?
21:03Soll ich den Krankenwagen rufen?
21:05Du guckst einfach, wie viele von den Sachen noch da sind, wenn was fehlt.
21:08Hallo, die Pizza.
21:09Wo der knapp ist, dann schreibst du die Nummer auf, dann kann ich's nachher leichter bestellen.
21:13Vielen Dank.
21:13Bis schön, nÀchste Woche.
21:14TschĂŒss.
21:15Okay, wird erledigt.
21:17Aha.
21:19Dankeschön.
21:21Ah, Schwester Ulrike, haben Sie eventuell Lisa Schroth gesehen, unseren kleinen StrÀfling?
21:25Ja, die ist gerade im Haus unterwegs, verteilt WĂ€sche und Essen und so.
21:28Die soll sich nÀmlich sehr gut mit Computern auskennen und ich hab da ein kleines Problem,
21:31was schnell behoben werden muss.
21:32Aber Herr Sonntag ist doch auch im Haus, oder?
21:34Wenn Sie sie einfach zu mir schicken wĂŒrden, wenn sie ihn ĂŒber den Weg lĂ€uft.
21:38Die ist heiĂ heute.
21:41Danke.
21:44Sag mal, warum bist du eigentlich hier? Was hast du denn angestellt?
21:47Ich hab MĂ€dchen aus meiner Klasse verletzt.
21:50Einfach so?
21:51Nein, aber es war falsch.
21:54Mach mal bitte weiter.
22:05Was passiert?
22:06Die Patientin ist auf dem Richard-Wagner-Platz zusammengebrochen, laut Zeugen kurzzeitig ohne Bewusstsein.
22:11Bei Eintreffen ansprechbar und orientiert sie klagt aber bei sehr starkem Kopfschmerzen.
22:15Wir bringen sie in den Schockraum 1.
22:16und sie hat jegliche Medikation verweigert.
22:31Jetzt mit den Augen meinem Finger folgen.
22:35Noch einmal.
22:40Meine HĂ€nde drĂŒcken.
22:43Sehr gut.
22:45Jetzt mal beide FĂŒĂe bewegen, wie beim Gas gehen.
22:51Gut.
22:55SpĂŒrst du das? Auf beiden Seiten gleich?
23:02Und das hier? Auch gleich?
23:10Sehr schön.
23:13Wie stark sind die Kopfschmerzen?
23:17Es geht.
23:29Das glaube ich dir nicht.
23:37Ich verstehe nur nicht, warum du unbedingt auf Schmerzmittel verzichten möchtest.
23:41Wovor hast du Angst?
23:49Du solltest deinen Vater anrufen.
23:51Es ist wirklich wichtig, Frieda. Das war ein Warnschuss.
23:54Auf keinen Fall. Kann ich jetzt wieder nach Hause?
23:59Nein.
24:02Ich muss dir das zeigen.
24:10Komm.
24:12Komm.
24:19Okay.
24:30Diese Frau wusste nichts von ihrer AVM.
24:34Schwere Hirnblutung.
24:35Sie ist einfach umgefallen.
24:36Mit 25.
24:38Ich habe im Internet recherchiert.
24:40Ich kann mit dem Ding auch 100 werden.
24:42Wenn diese Patientin gewusst hÀtte, was ihr droht,
24:44sie hÀtte sich ganz sicher operieren lassen.
24:48Lassen Sie mich doch einfach in Ruhe.
24:50Ich will diese Operation nicht.
24:52Ich will das einfach nicht.
24:53Wenn sie ĂŒberlebt, muss sie alles wieder neu erlernen.
24:56Essen.
24:57Sprechen.
24:58Laufen.
24:58Wenn dein Vater wĂŒsste, was mit dir los ist.
25:01Was wĂŒrde er dir dann raten?
25:05Ich habe doch alle keine Ahnung.
25:06Du hast Angst, die Kontrolle zu verlieren, richtig?
25:09Deswegen keine Schmerzmittel und keine Vollnarkose.
25:11Ja, wegen deines Vaters, weil er Drogen nimmt?
25:13Nein.
25:15Eine Vollnarkose ist kein Rausch. Davon wird man nicht abhÀngig.
25:18Doch.
25:19Wenn man selbst mehr abhÀngig war, schon.
25:33Ich habe immer noch nicht das Angebot fĂŒr die Betten.
25:36Das ist noch nicht fertig.
25:39Ist dein Computer kaputt?
25:41Nö, was?
25:43Ja, wieso?
25:45Der Sonntag konnte dir nicht helfen.
25:48Was willst du eigentlich von mir?
25:52Lisa sagt auch du und der Sonntag.
25:55Roland.
25:59Also gut, da Pia nun nicht mehr da ist, muss ich das wohl ĂŒbernehmen.
26:03Hör endlich auf mit dem Rumke Eire.
26:06Dieser Felix Sonntag hat dir gut getan und offenbar empfindet ihr beide immer noch etwas fĂŒreinander.
26:11Steh endlich dazu.
26:13Und ich habe keine Lust mehr lĂ€nger mit anzusehen, wie unglĂŒcklich du bist und deine Laune an anderen auslĂ€sst.
26:21Gehe jetzt zu deinem Felix und sprecht euch beide aus.
26:29Das kostet dich jetzt zwei Drehbetten.
26:51Ich war halt ĂŒberall dabei.
26:54Mein Vater musste die ganze Zeit arbeiten, damit Geld reinkommt, damit er im GeschÀft bleibt.
27:02Und er musste eben auch mitfeiern bei jeder Gelegenheit.
27:09Ich fand das cool.
27:12Ich kannte alle Schauspieler, die meine MitschĂŒler nur aus dem Fernsehen kannten.
27:19Aber natĂŒrlich stand auf den Partys auch immer Alkohol rum.
27:25Danke.
27:31Danke.
27:35Da hat keiner so richtig auf mich geachtet.
27:38Und dann habe ich die Reste aus den GlÀsern getrunken.
27:41Wie alt warst du da?
27:45Dritte Klasse.
27:47Ja.
27:48Neun.
27:51Es gab ja nicht nur Alkohol.
27:53Pillen, Koks.
27:55Irgendwas lag immer rum.
28:00Einmal hat Konstantin mich erwischt.
28:03Ich habe ihm dann gesagt, dass es das erste Mal war und ihm geschworen, die Finger von den Drogen zu
28:08lassen.
28:10Aber das hat nicht geklappt.
28:13Nimmst du jetzt noch was?
28:17Ich hatte viele Freunde, meistens Àlter als ich.
28:20Kinder von Produzenten, Schauspielern.
28:23Die waren genauso drauf wie ich.
28:26Und dein Vater?
28:29Wo war der?
28:31Was hat das mit Konstantin zu tun?
28:34Ăberhaupt nichts.
28:36Er hÀtte nicht gewollt, dass ich Drogen nehme.
28:38Und wenn er es gewusst hĂ€tte, hĂ€tte er mich davor beschĂŒtzt.
28:42Nein, ich habe dann entzogen.
28:45Alleine in unserer Datsche.
28:48Aber ich schaffe das nicht nochmal.
28:52Das ist die Hölle.
28:55Lieber krepier ich.
29:03Das musst du auch nicht nochmal.
29:07Ich werde Dr. Globisch hinzuziehen.
29:09Sie ist unsere ChefÀrztin und eine sehr gute AnÀsthesistin.
29:12Sie wird mit dir besprechen, ob es ein RĂŒckfallrisiko gibt und wie man das einnehmen kann.
29:17Hm?
29:25Und? Können Sie einen RĂŒckfall ausschlieĂen?
29:29Es gibt keine aktuellen Fallzahlen.
29:32Wie viele RĂŒckfĂ€lle es gab, die durch eine OP mit AnĂ€sthesie ausgelöst wurden.
29:36Aber eins wissen wir ganz sicher.
29:37Je lĂ€nger die Drogenabstinenz anhĂ€lt, umso geringer ist das RĂŒckfallrisiko.
29:42Aber ausschlieĂen können Sie es nicht?
29:45Nein.
29:47Aber wir werden alles tun, was möglich ist, um das zu vermeiden.
29:50Es gibt inzwischen geeignete Medikamente.
29:51Sie brauchen nicht weiterreden. Ich habe meine Entscheidung schon getroffen.
29:56Freda, es gibt auch die Möglichkeit einer therapeutischen Begleitung vor und nach der...
30:01Nein! Ich mach das nicht!
30:03Sie können mir 20 Therapeuten an die Seite stellen, die mir Tag und Nacht beide HÀndchen halten.
30:07Es nĂŒtzt nichts. Die Schmerzen und das Verlangen, das kann man nicht einfach wegquatschen.
30:11Da kann man nicht einfach pusten und die Sucht fliegt aus dem Fenster.
30:16Willst du meinen Rat hören?
30:17Nein!
30:37Der funktioniert meistens nicht.
30:42Ich habe mich wie ein Teenager genommen.
30:45Das ist ja auch mit einem verdammt jungen Typen zu tun.
30:51Warte mal.
30:54Ich... ich weiĂ ĂŒberhaupt nicht, ob das... ob das vernĂŒnftig ist, was ich mache.
31:00Was machst du denn?
31:05Du fehlst mir.
31:10Du mir auch.
31:17Magst du da Abend was essen gehen?
31:19Da muss ich mal nachgucken.
31:21WeiĂt du, ich muss auch mal nachgucken.
31:23Nicht, dass ich dir ein Date anbiete und gar keine Zeit habe.
31:27Ich habe nichts vor heute Abend. Ich... ich will dieses Date unbedingt.
31:41Ich bin heute Abend zu Hause.
31:42Ich will mit dem Lied sein.
31:43Ich will mit dem Lied sein.
31:51Es ist ja schon mal nachgucken.
31:51Ich will mit dem Lied sein.
31:53Du weiĂt, wenn's ê°ë„ ist.
31:53Ich will mit dem Lied sein.
31:57Es ist ja auch das Lied sein.
31:59Das ist ja auch das Lied sein.
32:00Das ist ja auch nicht.
32:01Ich kann nicht.
32:01Ich will mit dem Verlangen sein.
32:04Ich will den Lied sein.
32:07Hallo, Papa.
32:08Hallo, meine Kleine.
32:09Wie geht's dir?
32:09Ja? Gut, danke.
32:11Ăhm, du, ich hab jetzt auch gar nicht wirklich Zeit.
32:13Ich hab gleich noch eine Untersuchung.
32:15Was heiĂt denn das Untersuchung? Ich denk, du bist zu Hause.
32:17Nee, das hat sich noch ein bisschen verzögert.
32:22Ăhm, verzögert, kannst du bitte ganz normal mit mir reden, Frieda, bitte?
32:24Ja, ich muss jetzt auch recht Schluss machen.
32:27Dann machst du einen Vogel.
32:27Du hast mich gerade angerufen.
32:28Hast mich mal auf die Mailbox geholt.
32:29Ich soll dich anrufen.
32:30Jetzt melde ich mich bei dir.
32:31Und du sagst, du hast keine Zeit.
32:32Jetzt sag einfach, was los ist, ja?
32:33Einfach sagen!
32:36Die wollen mich operieren?
32:39Ich versteh kein Wort. Könnt ihr einmal leise sein?
32:42Einmal!
32:43Können wir gerne wieder ĂŒben, wie gestern.
32:45Mann, so eine ScheiĂe alles.
32:46Und Frieda, tu mir bitte einen Gefallen, ja?
32:48Rede laut und deutlich, wenn du mit mir redest, ja?
32:50Ich hab was im Kopf, Papa. Eine Malformation.
32:53Die wollen sie weg operieren, weil ich sonst einen Schlaganfall kriege.
33:02Ist das dein Ernst?
33:03Ja, aber ich will das nicht.
33:05Ach, Viktor, weiĂt du, was ich gerade fĂŒr eine ScheiĂe habe?
33:07Hier, Frieda wird am Kopf operiert, am Gehirn.
33:09Komm, jetzt sag mal hallo.
33:10Hey SĂŒĂe, alles Gute.
33:12Du, Frieda, wir wĂŒnschen dir alle hier ganz viele liebe GrĂŒĂe vom Set, ja?
33:16Wir haben dich alle sehr lieb.
33:17Kannst du kommen?
33:18Nein, das geht jetzt nicht.
33:19Ich brauch dich, Papa.
33:21Frieda, ich kann jetzt nicht kommen.
33:22Du kennst meinen Beruf.
33:23Du weiĂt ganz genau, wenn ich kommen könnte, wĂŒrde ich jetzt auch kommen.
33:25Verstehst du, wenn ich hier durch bin, werde ich dich besuchen.
33:27Dann beide fliegen wir in Urlaub, Malediven oder Kanaren, alles was du willst.
33:30Aber ich kann aktuell jetzt nicht kommen.
33:33TschĂŒss, Papa.
33:34Das darf doch wohl nicht wahr sein.
33:35Ich hab dich lieb, mein Schatz.
33:36Ja, danke.
33:37TschĂŒss.
33:59Und?
34:00Sie hat das GesprÀch abgebrochen.
34:04Gibt es denn eine Möglichkeit, das RĂŒckfallrisiko zu verhindern?
34:07Ich kann einiges tun, aber eine Garantie gibt es nicht.
34:11Dann wird sie sich nicht operieren lassen.
34:13Genau, das hat sie gesagt.
34:16Ich hab versucht mit ihr zu reden, ihr Mut zu machen, ihr therapeutische Hilfe angeboten, aber sie lehnt ab.
34:21Weil sie es gewohnt ist, sich um sich selbst zu kĂŒmmern. Sie kennt es nicht anders.
34:27Und jetzt?
34:28Ich denke, dass es das Beste wÀre, wenn sie aus ihrem gewohnten Umfeld rauskÀme, aber diese Entscheidung muss sie alleine
34:34treffen.
34:35Sie ist 16.
34:37Ich muss mit dem Vater sprechen.
34:39Er ist wahrscheinlich der Einzige, der an sie rankommt.
34:42Informieren Sie mich bitte ĂŒber den GesprĂ€chsverlauf?
34:46Ja?
34:46Ich möchte mir spĂ€ter nichts vorwerfen mĂŒssen.
34:48Ja, ich komme sofort.
34:50Frieda, ihr Zustand hat sich verschlechtert.
34:55Ich kann nichts mehr sehen.
34:56Ganz ruhig.
34:57Frau Dr. Peters ist schon unterwegs.
35:00Was passiert?
35:01Sie klagt ĂŒber Sehstörungen. Das Blickfeld ist stark angeschrĂ€nkt.
35:04Sieh mal auf meinen Finger und sag, wann er verschwindet.
35:08Jetzt?
35:11Weg.
35:12Ich sehe ihn nicht mehr. Was ist das?
35:13Wir bringen Sie zum TT. Schnell.
35:28An der Malformation ist es zu einer akuten Einblutung gekommen.
35:31Das ist der Grund fĂŒr deine Ausfallerscheinungen.
35:33HeiĂt das, dass ich den nie wieder richtig sehen kann?
35:35Doch, das wirst du, wenn du dich jetzt vor mir operieren lÀsst.
35:39Frieda, du hast jetzt keine Wahl mehr.
35:40Diese Blutung wird nicht alleine zum Stehen kommen.
35:43Als nÀchstes wirst du das Bewusstsein verlieren und dann wird es wahrscheinlich zu spÀt sein.
35:51Gut, ich mache es gut.
35:54Es ist sehr gut.
35:56Sehr gut.
35:58Kann sie meinen Vater informieren?
36:00NatĂŒrlich, das machen wir.
36:02Ist gut.
36:03Es ist gut.
36:04Ich bin bei dir.
36:07Nicht weinen.
36:08Nicht weinen.
36:17Dr. Peters ist eine sehr gute Chirurgin.
36:20Du kannst uns wirklich vertrauen.
36:23Bist du bereit? Können wir anfangen?
36:26Gut.
36:30Das ist jetzt erstmal Sauerstoff.
36:33Einfach mal tief einatmen.
36:35Ja, ganz normal.
36:36Schön tief einatmen.
36:39So, und jetzt kommt das Einschlafmedikament.
36:41Einfach weiter atmen.
36:43An was Schönes denken.
36:45Und bis 10 zÀhlen.
36:46Schöne TrÀume.
36:52Haben Sie den Vater erreicht?
36:53Er ist unterwegs.
36:55Gut.
36:56Skalpell.
37:15Wo ist sie?
37:17Wo ist meine Tochter?
37:18Herr Semmler, bitte beruhigen Sie sich.
37:19Ihre Tochter wird gerade operiert.
37:21Und warum?
37:21Ich verstehe das nicht.
37:22Warum?
37:23Kommen Sie mal zu mir.
37:30Ich bin jetzt an der Blutung.
37:31Saugen.
37:34Pupfen.
37:36Das Hemmatum hat sich schon deutlich vergröĂert.
37:39Pipo.
37:50Mann, Mann, Mann.
37:54Wie geht's meiner Tochter?
37:55Pipi dauert noch.
38:02Herr Semmler, vielleicht sollten Sie sich mal ein bisschen auswohnen.
38:05Keiner kann mir sagen, wie es meiner Tochter geht.
38:07Die Operation wird noch eine Weile dauern und Sie sollten die Zeit wirklich nutzen.
38:10Warum?
38:10Wohin fĂŒr was?
38:11Frieda braucht Sie morgen frĂŒh fit und ausgeruht.
38:14Lachen Sie doch auf, wenn es Ihnen ĂŒberhaupt nĂ€chsten Morgen gibt und meine Tochter kann morgen tot sein.
38:17Ich kann tot...
38:17Melden Sie sich, wenn Sie irgendwas brauchen.
38:20Ich habe Angst um meine Tochter.
38:21Verstehen Sie das? Angst.
38:22Das verstehe ich auch.
38:23Aber glauben Sie mir.
38:24Ihre Tochter ist bei Frau Dr. Peters in guten HĂ€nden.
38:32Wie geht's ihr?
38:34Gut.
38:36Alles stabil.
38:38Neurotupfer.
38:40Das hÀtte auch schief gehen können.
38:43Zum GlĂŒck war sie in der Klinik.
38:48Pinzette?
38:56Nein.
39:17Herr Semmler.
39:21Was ist mit Frieda?
39:22Die OP ist gut verlaufen.
39:23Wir konnten die Blutung stillen und die Malformation vollstÀndig ausschalten.
39:28Mann ey.
39:29Reden Sie doch einfach deutsch mit mir.
39:30Ich verstehe doch gar nicht, was Sie sagen.
39:32Wann kann ich zu ihr?
39:33Nicht vor morgen frĂŒh.
39:38Ich verstehe meine Tochter nicht.
39:40Warum hat sie nicht mit mir gesprochen?
39:43Möchten Sie das wirklich wissen?
39:45Ja, natĂŒrlich will ich das wissen. NatĂŒrlich.
39:48Wussten Sie, dass sie Ihre Tochter Drohung genommen hat?
39:50Dass sie sĂŒchtig war und bereits einen Entzug hinter sich hat?
39:54Entschuldigung, ja, das kann nicht sein.
39:55Das hÀtte ich ja wohl gemerkt.
39:56Es waren Ihre Drogen.
39:59Also, ich will Ihnen mal was sagen.
40:00Sie haben ja vielleicht keine Ahnung davon.
40:01Aber Frieda und ich, wir beide, wir sind so wie Pech und Schwefel, ja?
40:05So, wenn es Probleme gibt, dann wird darĂŒber gesprochen.
40:07Es gibt keine Geheimnisse.
40:08Aber Frieda hat nicht mit Ihnen darĂŒber gesprochen.
40:11Wenn sich Ihr Zustand heute nicht massiv verschlechtert hÀtte,
40:14dann hÀtte sie sich nicht operieren lassen.
40:15Dann wÀre sie vielleicht irgendwann einfach tot umgefallen.
40:18Ach so, und dafĂŒr bin ich jetzt verantwortlich, oder was?
40:20Vielleicht haben Sie ja auch eine Schuld.
40:21Wer hat meine Tochter entlassen? Wer?
40:23Sie oder ich?
40:24Hören Sie auf, sich etwas vorzumachen!
40:26Sie sind Friedas Problem!
40:28Ăbernehmen Sie endlich Verantwortung!
40:31Das muss ich mir nicht bieten mĂŒssen.
40:50Die Operation ist gut verlaufen.
40:52Wie fĂŒhlst du dich?
40:57Ich kann immer noch nicht richtig sehen.
40:59Es kann noch eine Weile dauern, bis sich die Beschwerden vollstĂ€ndig zurĂŒckgebildet haben.
41:04Wie lange?
41:06Das kann ich nicht sagen.
41:07Aber ich weiĂ sicher, dass es passieren wird.
41:12Hast du Schmerzen?
41:14Nein.
41:18Oh, es juckt.
41:24Geht es wieder los? Ist das schon die Sucht?
41:27Wir sind gut darauf vorbereitet.
41:30Und es ist rund um die Uhr immer jemand fĂŒr dich da.
41:34Danke.
41:37Dein Vater ist hier, hat die ganze Nacht gewartet.
41:40Möchtest du ihn sehen?
41:44Ja.
41:44Gut.
41:52Kommen Sie bitte.
41:55Frieda, Kind.
41:57Es tut mir so leid.
41:59Es tut mir so leid, Papa.
42:00Psst.
42:02Psst.
42:05Mir tut es leid, dass ich fĂŒr ein Idiot bin.
42:07Aber ich bin jetzt ja da und ich gehe auch nicht mehr weg.
42:10Aber ich verspreche dir das.
42:12Das glaube ich dir.
42:13Aber ich weiĂ auch, wie wichtig deine Arbeit ist.
42:15Ja.
42:18Sei bitte nicht sauer.
42:19Aber...
42:21bin ich nicht.
42:25NatĂŒrlich nicht.
42:31Bin ich nicht.
42:32Ich bin nicht so, wie wichtig sie hat.
42:49Ich bin nicht so.
42:53Wir wissen, wie wichtig sie ist.
42:59Dann bin ich immer noch wunderschön.
43:02Aber ich bin nicht so, wie wichtig sie nachfragen.
43:18Hallo Papa, ich bin's. Ich habe lange nichts von dir gehört. Hoffentlich geht's dir gut. Ruf doch mal an, wenn
43:24du Lust hast. Bis dann.
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