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Transkript
00:18Liebe ist genug
00:55Liebe ist genug
01:00Und jetzt sagen Sie bloß nicht, dass wir mir mein Alter nicht ansehen
01:04Offensichtlich gehören Sie noch nicht zum alten Eisen
01:05Sie werden immer noch gebraucht
01:07Immer gern
01:08Also
01:10Morgen
01:11Morgen
01:12Kann ich dich noch zu einem FrĂŒhstĂŒck ĂŒberreden?
01:14Hatte ich schon mit Lisa und Jonas MĂŒsli
01:16Du Armer
01:18Gemeinsames Mittag?
01:19Als Ausgleich fĂŒrs MĂŒsli?
01:20Gern
01:22Und sagen Sie, Frau Markwart, dass man an neuer Technik nie sparen sollte
01:26Mache ich
01:27Also
01:34Autsch
01:35Das war knapp
01:36Sehr knapp
01:41Gut, ich muss jetzt zum Markt
01:42Bis spÀter
01:46Wissen Sie, mein JĂŒnster ist gerade ausgezogen
01:48Jetzt habe ich endlich Zeit fĂŒr mich
01:50Und dann habe ich mir gedacht
01:52Hey, Linda
01:53Fang doch einfach mit den Krampfadern an
01:55Das habe ich Jahre vor mir hergeschoben
01:58Morgen
01:59Guten Morgen
02:00Morgen
02:01Dr. Weber
02:03Ich habe Sie gleich erkannt
02:05Und mit wem habe ich es zu tun?
02:06Linda Schneider
02:08Na, die Mutter von Schwester Miriam
02:10Ah, ja dann
02:12Herzlich willkommen
02:13Neben der Sachsen-Klinik
02:14Bietet ja auch die Uniklinik
02:16Diese endoluminale Venenverödung an
02:18Aber ich wollte unbedingt hierher
02:21Und die AufnahmeformalitÀten haben Sie bereits erledigt?
02:23Und die Befunde von meinem Hausarzt gleich dazu gelegt
02:28Sehr schön
02:29Dann schaue ich mir das gleich mal an
02:31Und Sie kommen am besten mit
02:32Und dann sage ich Ihnen, wo wir uns dann wiedersehen mit der Schwester
02:34Sie sehen genauso aus wie auf dem Foto auf der Webseite
02:38Morgen
02:40Dann kennen Sie mich ja schon
02:41Ja, ich weiß
02:42Ich rede zu viel
02:45Kein Problem
02:46Jeder Patient geht mit der Aufregung anders um
02:48Ich fĂŒrchte, das ist bei mir immer so
02:59Kopfschmerzen?
03:00Mhm
03:00Aber geht schon
03:04RĂ€sen
03:06Entschuldigung
03:06Rein berufliche Neugier
03:08Ich wollte mich nicht einmischen
03:09Was, wenn ich Ihre Einmischung gerne hÀtte?
03:14Gibt es Begleiterkrankungen?
03:16Besondere Risiken?
03:17Nein, aber die Patientin Schneider ist Ă€ußerst kommunikativ
03:19Und mir schwirrt etwas der Kopf
03:22WĂŒrden Sie mich unterstĂŒtzen?
03:24Bei Ihnen verhÀlt sie sich vielleicht anders
03:26Bei mir verhalten sich Patientinnen immer anders
03:32Sie wollten mich sprechen?
03:33Ja
03:33Wissen Sie schon, dass Ihre Mutter bei uns ist?
03:35Sie wartet auf Sie in der Cafeteria
03:37Und ich brauche Sie danach dann bitte gleich einmal in Behandlungsraum eins, ja?
03:41Sie ist die kommunikative Patientin
03:44Und bitte entschuldigen Sie, dass ich so ĂŒber Ihre Mutter gesprochen habe
03:47Schon gut
03:47Sie sind nicht die Erste, die damit Schwierigkeiten hat
03:58Miri!
04:00Jetzt sag bloß nicht, du hast was gegessen oder getrunken
04:02Du kriegst gleich eine Narkose
04:03Ach, keine Sorge
04:04Ich habe hier einfach nur gesessen
04:06Gut siehst du aus, mein Schatz
04:08Mama
04:09Nicht so laut
04:10Oh, Entschuldigung
04:10Ich freue mich einfach so, dich zu sehen
04:14Das ist doch meine Klinik
04:15Im Gegensatz zu deinem alten Bundeswehrkrankenhaus
04:17Meine Ausbildung war das völlig in Ordnung
04:20Ja, sicher
04:21Aber das hier
04:22Das ist was ganz anderes
04:23Und deine Kollegin, die mich behandelt
04:25Auch sehr nett
04:26Dr. Weber ist nicht meine Kollegin, sondern Ärztin hier
04:29Sie ist Ärztin
04:30Du bist Schwester
04:30Was macht das fĂŒr einen Unterschied?
04:31Als Ärztin trĂ€gt Dr. Weber weit mehr Verantwortung als ich
04:34Gut
04:34Sie hat studiert
04:36Sie verdient mehr
04:38Außerdem haben wir uns sehr nett unterhalten
04:40Du hast geredet und sie hat zugehört
04:45Du wirst im Behandlungszimmer erwartet
04:47Na dann mal los, ne?
04:51Und heute Abend koche ich uns was Schönes
04:53Ich habe SpÀtschicht
04:54Macht nichts
04:54Du liest mir den SchlĂŒssel, ich koche was, rĂ€ume auf
04:56Und wenn du nach Hause kommst, ist alles schön
04:58Das ist es doch auch so schon
04:59Du könntest dich ruhig freuen
05:01Mama, ich will nicht, dass du fĂŒr mich putzt oder kochst
05:03Lass uns doch einfach was essen gehen
05:05Das ist doch viel zu teuer
05:06Ich verdiene ganz gut
05:07Und ich koche gut
05:09Mama, nicht so laut
05:13Ja, so ist das Leben in der WG
05:14Dann lÀsst du ja alles liegen
05:15Und dann habe ich ihm gesagt
05:16Matti, ich bin jetzt nicht mehr da und rÀume dir hinterher
05:19Verstehst du?
05:19Hallo, ich bin Dr. Stein, GefĂ€ĂŸchirurg
05:22Guten Tag, Ihr Bild kenne ich auch aus dem Internet
05:24Ist es bei mir denn so kompliziert, dass es gleich zwei Ärzte braucht?
05:27Nein, ganz und gar nicht
05:29Wir besprechen hier noch ĂŒblicherweise alles im Team
05:32Und den Eingriff ĂŒbernimmt dann Frau Dr. Weber, wie geplant
05:36Wir wĂŒrden gerne einen Ultraschall machen
05:37Haben Sie vorhin noch eine Frage?
05:38Nein
05:39Hat sie nicht
05:40Brauchen Sie mich noch?
05:42Nein, im Moment nicht
05:42Danke, Schwester
05:45Oh, tut mir leid
05:46Die Notaufnahme
05:47Wir sprechen spÀter
05:48Ja, danke
05:51Was ich auch tue, ist verkehrt
05:52Legen Sie sich bitte schon mal hin, ja?
05:58Dabei ist sie so ein tolles MĂ€dchen
06:00Und ich bin so stolz auf sie
06:01Wir kĂŒmmern uns jetzt erstmal um sie
06:02Und beginnen mit der Untersuchung
06:04Ich mache ihre Wade frei
06:05Und gleich wird es etwas kalt, ja?
06:09So
06:13Was haben wir?
06:14Verdacht auf Mittelfußfraktur rechts
06:17Guckt so aus, Sie waren doch schon heute Morgen bei uns
06:20Ja, so schnell sieht man sich wieder
06:23Auf dem Weg nach Hause hat es leider gekracht
06:25Haben Sie sonst noch irgendwo Schmerzen?
06:28Nein
06:29Vitalwerte sind auch soweit in Ordnung
06:31Behandlungsaum 2, bitte
06:34Plötzlich kam dieser verdammte Transporter
06:36Der war viel zu schnell unterwegs
06:39Mein Auto ist Schrott
06:41Autos sind ersetzbar
06:43Ihre Gesundheit ist es nicht
06:46Leiden Sie unter Kopfschmerzen, Schwindel oder Nackensteife?
06:49Nein, ich bin total fit
06:51Dr. Oswald, das Röntgenbild bestÀtigt Ihre Verdachtsdiagnose
06:55Eine metatarsale Zweifraktur
06:58Nicht verschoben
06:58Meine Rede
07:01Dann verpassen Sie mir so einen hĂŒbschen Geisha-Schuh
07:04Ja, da haben wir was Besseres
07:06Außerdem bekommen Sie zwei GehschĂŒtzen
07:08Und natĂŒrlich Heparin zur Thrombose-Prophylaxe
07:10Und rufen Sie mir freundlicherweise ein Taxi
07:13Ja, das tut mir leid
07:14Wir behalten Sie nÀmlich noch eine Nacht stationÀr bei uns zur Beobachtung
07:18Muss das sein, nicht wahr?
07:21Berger, Polizeiregur SĂŒdvorstadt
07:24Guten Tag, Dr. Stein
07:26Wenn Sie irgendwelche Fragen zum Unfallhergang haben, dann warten Sie bitte draußen auf dem Flur
07:30Es gab keine AuffĂ€lligkeiten beim Atemalkohol, aber wir wĂŒrden Ihr Blut gern auf andere Substanzen untersuchen
07:34Geht's noch?
07:36Soll ich jetzt schuld sein? Der Typ ist mir reingefahren
07:39Sie können mir die Blutprobe freiwillig geben oder wir machen das per Beschluss durch die Staatsanwaltschaft
07:43Also ich habe null Promille im Blut und mein letzter Joint ist mindestens ein halbes Jahrhundert her
07:48Also was soll das?
07:49Sie regeln das alles spÀter
07:50Warten Sie bitte draußen
07:52Ja
07:57Den haben wir am besten so rĂŒck wie möglich
08:05Sag mal, kannst du einen Patienten von mir ĂŒbernehmen?
08:09Kommt ganz drauf an
08:10Weißt du eigentlich, wie oft ich dich schon gerettet habe?
08:12Alles klar, das klingt ernster, nÀmlich Gefahrenzulage
08:14Wer ist es denn?
08:17Ein Ex?
08:18Schlimm, meine Mutter
08:19Gut, keine weiteren Fragen
08:22Doch, zwei noch
08:23Was hat sie?
08:24Wo liegt sie?
08:25Ambulantes Kampfaderstripping
08:26Kommt jetzt auf den Tisch
08:35Ja, natĂŒrlich stellt man sich dann tausend Fragen
08:37Ja, und dann habe ich mich durchs Internet gesurft
08:39Es gibt sogar Videos
08:41Aber sowas gucke ich mir nicht an
08:42Wenn ich das sehe, kriege ich ja schon Schmerzen
08:45Also ich kann auch, dass ich jetzt gucke
08:46Frau Schneider
08:48Ich werde nur ein paar winzige Schnitte setzen
08:50Und es wird auch hinterher kaum wehtun, ja?
08:54Wissen Sie, was mir wirklich weh tut?
08:57Was meine Tochter sich fĂŒr mich schĂ€mt
08:59Ja, vielleicht ist es nur Ihre Art, sich abzulösen
09:01Ich habe mit mir ihre Hausaufgaben gemacht
09:03Ich war immer fĂŒr sie da, wenn sie mich brauchte
09:06Welche Mutter kann das schon von sich behaupten?
09:08Nicht viele?
09:09Keine
09:10Na, so radikal wĂŒrde ich das nur auch wieder nicht sehen
09:13Irgendwie habe ich den Moment verpasst, als sie erwachsen geworden ist
09:16Das ist sogar mein JĂŒngster ausgezogen
09:20Wo bleibt denn eigentlich der Kollege?
09:23Und ich kann danach sofort wieder aufstehen
09:25Ich habe nÀmlich einen Wohnungsbesichtigungstermin
09:27Ganz in der NĂ€he von meiner Tochter
09:29Ja, sobald Sie wieder wach sind, wird Pfleger Chris mit Ihnen die ersten Schritte machen
09:33Nicht Miri?
09:34Nein, laut Pflegeplan nicht
09:38Aber keine Sorge, das sind ganz normale KrankenhausablÀufe
09:40Aber könnten Sie meiner Tochter bitte sagen, dass ich Sie sehen möchte?
09:43NatĂŒrlich
09:53War das wirklich nötig?
09:55Mein Patient lag noch auf dem Behandlungstisch
09:57Sie können nicht einfach so reinplatzen
09:59Immerhin nur ein Patient
10:00Das hÀtte viel schlimmer ausgehen können
10:02Aha
10:02Der Beschuldigte ist ohne erkennbaren Grund auf die Kreuzen gerollt
10:05Er hĂ€tte sehen mĂŒssen, dass der andere von rechts kam
10:07Sie glauben also, Dr. Oswald hatte sein Auto nicht unter Kontrolle?
10:11Ich sage, was ich am Unfallort gesehen habe
10:14Gut, der Patient ist seiner Blutabnahme bereit, freiwillig
10:17Werde ich so ins Protokoll aufnehmen
10:19Dann kommen Sie mit
10:25Was machst du denn hier?
10:27Die Pflegedienstleiterin braucht gleich dieses Zimmer
10:31Warst du bei meiner Mutter?
10:35Alles in Ordnung?
10:36Ja
10:38Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen
10:41Alles verlief bestens
10:44Sie ruht sich gerade aus
10:46Dann hat sie spÀter noch eine Wohnungsbesichtigung gleich bei dir in der NÀhe
10:52Sie will hierher ziehen
10:55Und das sagt sie dir mal ebenso
10:58Toll, denkst du, sie hĂ€tte mal mit mir darĂŒber gesprochen?
11:00Sie will jetzt mit dir sprechen
11:03Ja
11:05Mir als allerletzte
11:07Du wolltest, dass ich sie ĂŒbernehme
11:08Wir haben letzte Woche noch telefoniert, da hÀtte sie doch was sagen können
11:12Aber die wichtigen Dinge, die spart sie immer aus
11:15Vielleicht ist sie einfach nur unsicher
11:23DrĂŒckt es irgendwo?
11:25Nein
11:25Frau Marquardt hat die ersten Angebote fĂŒr den H2-Leser auf dem Tisch
11:29Sie rechnet jetzt alles durch
11:30Das kann dauern
11:31Ja gut
11:32Wenn Sie noch Fragen haben
11:34Sie wissen ja, wo Sie mich finden
11:36Sie wollen mich doch hier behalten
11:38Keine Sorge
11:39Morgen können Sie wieder nach Hause
11:40Und in sechs Wochen laufen Sie wieder ganz normal auf fĂŒnf
11:45Dr. Oswald, erklÀren Sie uns doch noch mal, wie es zu dem Unfall gekommen ist
11:48Ja, ich weiß schon
11:50Alter Mann hinterm Steuer
11:51Da klingeln natĂŒrlich sĂ€mtliche Alarmkloppen
11:54Wir können einfach alle medizinischen Faktoren abklÀren
11:57Das hat Ihnen doch diese Polizistin gesteckt
11:59Was hat sie gesagt?
12:00Dass ich nicht mehr fahren kann, oder was?
12:02Sie waren schon unsicher, als Sie vor der Klinik losgefahren sind
12:05Das ist ganz normal in Ihrem Alter
12:06Sie Kraft und ReaktionsfÀhigkeit lassen nach
12:09Ich brauche das Auto
12:11Um meine Familie zu sehen
12:13Die wohnen außerhalb
12:14Den FĂŒhrerschein lasse ich mir nicht nehmen
12:17Dann lassen Sie uns alle medizinischen Faktoren abklÀren
12:19Die die FahrfÀhigkeit betreffen
12:21Sonst gefÀhrden Sie sich und andere
12:23Das kommt nicht in die TĂŒte
12:31Herr Mayer, Ihr neuer Zimmergenosse
12:35Herr Mayer
12:37Ich bin nicht schwerhörig
12:38Moment
12:40Immer busy
12:42Steuerberater
12:47Wolfram
12:48Henrik
12:49SchlĂŒsselbeinfraktur
12:50Mittelfußfraktur
12:52Ja
12:55Doktor Oswald
12:56Soll ich jemanden schicken, um Ihnen ein paar Sachen zu holen?
12:59Ach was, fĂŒr eine Nacht geht das auch so
13:01Gut, dann gebe ich Ihnen was von uns
13:03Und bringe gleich noch eine Zeitung und gestĂŒtzend vorbei
13:05Oh, das ist nett
13:06Viel Spaß
13:07Bis spÀter
13:11Ich mach das
13:13Danke
13:16Wie ist denn das passiert mit Ihrem SchlĂŒsselbein?
13:19Vom Rad gefallen
13:22Nach dem Rennen
13:23Rennen?
13:26Fahrradrennen
13:26Ah
13:28Haben Sie Kreislaufprobleme?
13:30Ach Quatsch, ich bin gern gesund
13:31Die finden nichts, weil nicht zu finden ist
13:33Aber Doktor Stein schickt mich durch die gesamte Diagnostik
13:37Das hat er mit mir auch probiert
13:40Haben Sie Vorerkrankungen oder nehmen Sie regelmĂ€ĂŸig Medikamente?
13:44Doktor Oswald
13:46Sind Sie Arzt?
14:05Miri
14:07Miri
14:08Guck mal
14:10Das geht schon wieder ganz gut
14:12Wenn ich langsam mache, kann ich wieder ganz normal laufen
14:16Super
14:17Und du siehst dir gleich eine Wohnung an?
14:21Das hat dir dein Kollege erzÀhlt
14:25Ach Chris
14:26KĂŒmmern Sie sich doch bitte noch um die Medikamente fĂŒr Frau Schneider und Frau Schreiner
14:29Frau Schneider bekommt Insulin nach Plan und Frau Schreiner Thrombose-Prophylaxe und ein Schmerzmittel fĂŒr die Nacht
14:35Okay, alles gut?
14:37Ich habe solche Kopfschmerzen heute
14:38Aber ich gehe nachher in die Badewanne und dann ist morgen alles wieder in Ordnung
14:42Das hoffe ich doch, morgen ist mein Umtrump und Ärzte sind ganz herzlich eingeladen
14:45Ach ja
14:46Na dann
14:50Ich verstehe das nicht
14:52Was ist daran so verkehrt, wenn eine Mutter bei ihren Kindern sein will?
14:56Warum ziehst du doch nicht nach Heidelberg? Zu Matti in die WG
14:59Die brauchen deinen Einsatz bestimmt dringender als ich
15:02Willst du mich loswerden?
15:03Nein, ich will, dass du dein eigenes Leben lebst
15:05Aber das tue ich doch
15:07Und du gehörst dazu
15:09Denk doch mal nur an dich, was du willst
15:12Aber das habe ich doch getan und habe mir eine Wohnung rausgesucht und das ist jetzt auch wieder verkehrt?
15:17Weil du nicht mit mir darĂŒber gesprochen hast und mich einfach so ĂŒberfĂ€llst
15:20Ich wollte dich nicht belasten, du hast auch so genug um die Ohren
15:23Das belastet mich aber
15:28Hallo Frau Schneider, ich muss hier noch eben Medikament geben
15:35Das hat mir Dr. Weber schon erklÀrt, ja
15:37Genau
15:39Danke sehr freundlich
15:42Ja
15:44Dann ist es wohl besser, ich fahre nach Hause
15:46Das ist doch ĂŒbertrieben
15:47Wieso?
15:48Wenn du mich als Belastung siehst, das möchte ich nicht
16:00Hey
16:03Sie ist von mir, da gibt es immer eine zweite Chance
16:06Und auch eine dritte
16:09Und eine vierte
16:11Und eine fĂŒnfte
16:13Und auch eine seite
16:14Ja, ich habe verstanden
16:21Wir mĂŒssen verschiedene Untersuchungen machen
16:24SchÀdel-CT-Lungen, Funktionstest, Ruhe und Belastungs-EKG
16:28Das mit dem Sturz war eine einmalige Sache
16:30Vielleicht habe ich zu wenig gegessen oder zu wenig getrunken
16:33Ich muss jetzt in mein BĂŒro, ich habe Mitarbeiter
16:35So eine Syncope ist eine ernste Sache
16:37Niemand fÀllt einfach so um
16:39Und wir sollten dringend die Ursache herausfinden
16:42Sonst kann Ihnen das jederzeit wieder passieren
16:44Ja
16:45Was könnte es denn sein?
16:48Herzrhythmusstörungen, Diabetes
16:50Ein Tumor
16:53Krebs
16:53Ein Tumor beschreibt eine Zellwucherung
16:56Das muss ja nicht gleich Krebs sein
16:58Wie beruhigend
16:59Darf ich die Akte mal sehen?
17:01Dr. Oswald, wir sind hier nicht in Ihrer Praxis
17:04Nee, nee, nur zu
17:05Ich habe ihm alles ĂŒber den Sturz erzĂ€hlt
17:08Na gut, wie Sie wollen
17:10Ich habe nichts gefunden
17:13Weil ich nichts habe
17:21Na gut, mein Herr
17:23Bis spÀter
17:26Sie leiden an Asthma
17:29Ab und zu habe ich einen Husten
17:31Meine Schwester hat eine Katze
17:32Und wenn die mich besucht
17:33Eine Katzenhaarallergie
17:35Nehmen Sie deshalb regelmĂ€ĂŸig
17:38Antiallergiker ein
17:39Ich habe so ein Asthmaspray
17:41FĂŒr den Notfall
17:42Aha
17:43Irgendwelche sonstigen Allergien bekannt
17:46Und VertrÀglichkeiten
17:52Übernimmst du eine Frau, sie ist bei einer Wohnungsbesichtigung zusammengebrochen
17:57Schneider, Linda
17:58Ich kenne die Patientin
17:59Schockraum 3
18:00Unklare Syncope, Intubation vor Ort, Zugang liegt
18:03Sie hat Sauerstoff, 4 Liter pro Minute und 500 Lenker Laktat bekommen
18:06Druck?
18:07140 zu 90 Puls bei 84
18:08Ich komme gleich nach
18:15Ich muss Dr. Weber sprechen
18:18Ich komme sofort
18:20Zustand nach Knie-Tipp
18:21Normaler postoperativer Verlauf
18:23Heute Morgen hatte sie Kopfschmerzen, dann musste sie sich ĂŒbergeben
18:25Und jetzt, ja?
18:27Die Patientin ist Diabetikerin, aber der Blutzucker heute Morgen war in Ordnung
18:30Gut, wir brauchen ein Blutbild, SchÀdel-CT und EKG
18:33Danach verlegen auf die Intensivstation
18:35Und wir besprechen uns dann, sobald die Befunde da sind
18:45Herzstillstand, Tisch runter
18:51Ich ĂŒbernehme
18:56Wir haben wieder Rhythmus
18:59Blutbild, SchÀdel-CT und dann verlegen wir sie auf die ITS
19:01Ich sag dir noch Miriam gleich Bescheid
19:03Ich versteh's nicht
19:04Es war Ritzenstrippig fĂŒr die völlig unauffĂ€llig
19:08Darf ich?
19:10Ja, vielleicht können sie uns sogar helfen
19:13Laut Ananesa hat ihre Mutter keine Vorerkrankung
19:16Wissen sie mehr?
19:20Wir haben uns gestritten, bevor sie die Klinik verlassen hat
19:23Das kann aber nicht die Ursache fĂŒr so einen Zusammenbruch sein
19:26Und was wenn doch?
19:28Wir warten jetzt erstmal das Labor ab
19:30Im Moment ist sie stabil
19:32Bis gleich
19:37Kann ich jemanden fĂŒr Sie benachrichtigen?
19:41Da ist nur noch mein kleiner Bruder, der macht gerade eine Ausbildung in Heidelberg
19:46Ich will ihn jetzt nicht beunruhigen
19:48Das verstehe ich
19:50Gut, wenn sich hier irgendwas verÀndert, dann rufen Sie mich bitte direkt an, ja?
20:05Kein Hinweis auf falsche Kost, Medikamentenmissbrauch oder Àhnlichem
20:09Das SchÀdel-CT war in Ordnung
20:11Das Labor steht noch aus
20:12Was mit Allergie?
20:14Nichts
20:15Wir haben irgendwas ĂŒbersehen
20:16Was sagen die PflegekrÀfte?
20:18Chris, es mĂŒsste jeden Moment hier sein
20:20Kommen Sie rein
20:23Frau Schneider liegt immer noch im Koma?
20:25Nicht nur Sie
20:25Chris, Sie waren der Letzte, der mit Frau Schneider gesprochen hat
20:28Ist Ihnen an ihr irgendwas aufgefallen?
20:31VergrĂ¶ĂŸerte Pupillen, SprachverĂ€nderungen, vielleicht ein Tremor?
20:33Nein
20:34Denken Sie nach, es kann auch irgendwas Banales sein
20:37Da gab es diese angespannte Situation zwischen ihr und ihrer Tochter
20:40Dann ist sie ziemlich hektisch losgegangen, vielleicht hÀtte ich jedes mit den Spritzen genauer
20:43Ja, das habe ich ihr ja alles erklÀrt
20:45Außerdem kriegt man davon vielleicht einen blauen Fleck, aber man fĂ€llt nicht ins Koma
20:49Danke, Chris
21:05Total Schaden, ja?
21:07Mhm
21:09Dann können Sie Ihr Auto jetzt komplett von der Steuer absetzen
21:13Die ganze rechte Seite ist hin
21:16Kein Wunder bei dem Tempo, dass der Typ drauf hatte
21:19Tempo 50?
21:2130er-Zone, kleine Kreuzungen im Wohngebiet
21:27Dann stimmt bei Ihnen aber auch nicht alles
21:30Wie kommen Sie denn darauf?
21:34Rechts vor links, Sie haben die Vorfahrt missachtet
21:37Also?
21:38Okay, okay, ich...
21:41Ich weiß auch nicht, wie mir das passieren konnte
21:45Meine Laborwerte sind in Ordnung, ich bin gesund und fahrtauglich
21:50Autofahren wird ĂŒberbewertet, ich habe meins abgeschafft
21:54Wenn ich in die Stadt muss oder Freunde besuchen oder...
21:58Ich fahr nur noch öffentlich oder mit dem Fahrrad
22:01Das entspannter und gĂŒnstiger
22:04Was mischen Sie sich eigentlich in mein Leben ein?
22:09Das sagt der Mann, der seit Stunden meine Krankenakte studiert
22:20Mama, wenn du uns allen hier nur was vorspielst und eigentlich wach bist, dann ist jetzt der Moment die Augen
22:24aufzumachen
22:26Mama, es reicht!
22:30Bitte, Mama
22:33Hörst du mich?
22:36Wenn du hierher ziehst
22:39Zweimal die Woche kriegen wir beide es bestimmt hin
22:43Oder wir können endlich mal zusammen zum Sport gehen
22:46Das wird uns beiden ganz gut tun
22:49Was meinst du?
22:52Mann, was soll ich denn Matti sagen?
22:54Dass du im Koma liegst, weil wir uns mal wieder gestritten haben?
23:01Schurgisch Station Brenner
23:04Patientin Schreiner
23:06Ja?
23:08Was?
23:09Alles klar, das Dokument liegt auf dem Server
23:12Gut, das gebe ich sofort weiter
23:15Frau Schreiners Blutzucker liegt bei 26
23:17Wurde sie neu auf Insulin eingestellt?
23:19Insulin?
23:21Wo ist Dr. Weber?
23:23Ich vermute auf der Intensivstation
23:28Miriam, wo ist Dr. Weber?
23:30Nehmen wir an
23:34Frau Schreiners Blutzucker liegt bei 26, sie braucht Insulin
23:37Ein hyperglykÀmisches Koma? Wie konnte das passieren?
23:40Frau Schneider hat sich das Insulin gespritzt, was eigentlich fĂŒr Frau Schreiner gedacht war
23:42Nein, Frau Schneider hat Thrombosespritzen bekommen
23:44Nein, sie hat mir Insulin aufgetragen, kurz bevor wir die Patienten entlassen hatten
23:47Das habe ich bestimmt nicht
23:49Bevor Sie jemand anders beschuldigen, suchen Sie den Fehler erstmal bei sich selbst
23:52Ich werde sofort das Labor persönlich kontrollieren
23:54Ja, Weber hier, ich brauche einmal das Labor von Frau Schneider bitte und dann ganz schnell Glucose IV
23:58Ja, offenbar gibt es eine Medikamentenverwechslung
24:03Ihre Mutter ist massiv unterzuckert
24:05Sie hat sich offenbar Insulin gespritzt
24:07Aber sie hat kein Diabetes
24:08Ich weiß, wir mĂŒssen davon ausgehen, dass es eine Medikamentenverwechslung gab
24:12Es tut mir leid
24:13So
24:17Du hÀttest meine Mutter umbringen können
24:19Was glaubst du passiert bei einer Überdosis Insulin?
24:22Sie hĂ€tte einfach nur BlutverdĂŒnner bekommen sollen und jetzt liegt sie hier
24:26Keiner weiß, wann sie wieder aufwacht und was da mit ihr ist
24:30Das war eine einfache Krampfader-Operation
24:33Ich weiß, ich hĂ€tte selbst darauf kommen können, dass sie kein Insulin braucht
24:36Ja, hÀttest du
24:38Es tut mir leid
24:40Das hilft meiner Mutter jetzt auch nicht
24:43Einmal dein verdammtes Hirn anschalten
24:52Wir mĂŒssen Geduld haben
24:54Sie hat einen Herzstillstand
24:57Wenn sie wieder aufwacht
25:01wird ihr Gehirn dann
25:05Dazu können wir jetzt noch nichts sagen
25:35Sie kommen zu sich, halbstĂŒndig
25:37Leber
25:37Die Blutzuckerkontrolle die nÀchsten vier Stunden
25:39Den Rest der Angelegenheit klÀren wir morgen 10 Uhr
25:41Ja
25:46Sie hat Glucose bekommen, der Kreislauf ist stabil
25:48Mehr können wir im Moment nicht tun
25:50Haben Sie Nachtdienst?
25:52Heute nicht, nein
25:52Dann gehen Sie nach Hause
25:54Wir brauchen hier nicht drei Ärzte
25:56Sie wollen sicher bei Ihrer Mutter bleiben?
25:59Ich bin in meinem BĂŒro, wenn irgendetwas ist
26:02Danke
26:03Und sehe Sie an der Decke, ich bleib so lange hier
26:21Hier bist du
26:24Oh, Franke
26:28Warten ist nicht gerade meine StÀrke
26:36Wie geht's denn Dr. Oswald?
26:38Der widmet sich voll und ganz seinem Zimmernachbarn, Herrn Meier
26:42Einmal Arzt, immer Arzt
26:44Hat er schon was rausgefunden?
26:45Nicht, dass ich wĂŒsste
26:48Wenn das Belastungs-IKG unauffÀllig ist, dann sollten wir Herrn Meier entlassen
26:54Ja, aber mir ist nicht ganz wohl dabei
26:56Vielleicht war er wirklich nur dehydriert
26:58Warum verweigert der Oswald meine Tests?
27:03Er ist verantwortungsbewusst genug, seine FahrtĂŒchtigkeit einzuschĂ€tzen
27:08Oder glaubst du das nicht?
27:10Doch, aber warum ist der so bockig?
27:12Wir sprechen uns wieder, wenn ich 85 bin
27:15Ich bin fast
27:16Ich bin fast
27:16Ich bin fast
27:24Ich bin fast
27:35Ich bin fast
27:45Frau Schneider?
27:52Mama?
27:54Miri.
27:58Mama.
28:00Frau Schneider, wissen Sie, wo Sie sind?
28:07In dem Krankenhaus, in dem mein Mirilein arbeitet.
28:15Und wo arbeitet denn Ihr Mirilein?
28:31Ich besiege Ihnen mal Ihre HĂ€nde.
28:34Warum drĂŒcken Sie so fest, Sie können?
28:38Das geht schon ganz gut.
28:41Können Sie sich erinnern, was passiert ist, bevor Sie hierher gekommen sind?
28:45Wir haben uns gestritten.
28:51Und dann habe ich mir eine Wohnung angesehen.
28:58Und welcher Tag ist heute?
29:00Das weiß meine Mutter nie.
29:02Wirklich.
29:06Dienstag.
29:12Nacht, Mirilein.
29:15Wir haben uns ganz schön verrannt.
29:18Das ist doch egal.
29:19Hauptsache, du wirst wieder gesund.
29:21Das werde ich.
29:23Nur vorher mĂŒssen wir reden.
29:25Aber nicht jetzt.
29:26Doch, doch, doch.
29:27Gut, dann lasse ich Sie mal allein.
29:31Aber versprechen Sie mir nicht zu versuchen, alle Probleme auf einmal zu lösen.
29:48Ich hÀtte Matti auch nicht angerufen.
29:51Die verstehen uns eben doch.
29:54NatĂŒrlich tun wir das.
29:57Glaubst du eigentlich, dass ich dich nicht liebe?
30:05Du bist nach deiner Ausbildung nicht nach Hause zurĂŒckgekommen.
30:09Was soll ich denn da draußen?
30:10WindrÀder zÀhlen?
30:12Und ich?
30:14Was soll ich da draußen?
30:16Seit der Laden geschlossen worden ist...
30:19Mami, du musst dir was Neues suchen.
30:22Und dass ich damals nicht zurĂŒckgekommen bin, das hatte nichts mit dir zu tun.
30:27Wirklich.
30:47Wollen Sie vielleicht auch mal ein Ei?
30:48Ich achte auf mein Cholesterin.
30:50Da sind Eier ja nun wirklich zu vernachlÀssigen.
30:53Welchen Platz halten Sie eigentlich bei Ihrem Radrennen?
30:57Den dritten.
31:00Guten Morgen, die Herren.
31:02Morgen.
31:02Wie besprochen, ist heute noch das Belastungs-EKG dran?
31:06Wie war die Nacht?
31:07In Ordnung.
31:08Ich wĂŒrde gerne noch einen Sehtest machen.
31:10Ach so, das ist doch...
31:14Gut, machen wir einen Sehtest.
31:16Und was sagen Sie zu Herrn Meier?
31:18Wie es so ist.
31:20Gut.
31:21Wenn wir nichts finden, sind Sie beide heute Nachmittag wieder auf freiem Fuß.
31:24Wunderbar.
31:25Naja, nicht ganz.
31:27Stimmt, das hatte ich ĂŒbersehen.
31:29Die Schwester holt Sie gleich zum EKG ab.
31:31Wir sehen uns zum Sehtest.
31:36Ja, klar.
31:39Wow.
31:40Na dann, bis spÀter.
31:41Bis spÀter.
31:44Hey.
31:47Wie geht's deiner Mutter?
31:49Kommt gerade zurĂŒck auf die Station.
31:56Miriam, es tut mir wirklich leid.
31:58Ich weiß.
32:00Trotzdem darfst du sowas nicht passieren.
32:02Du bist jetzt kein Azubi mehr.
32:03Willst du den Text nicht lieber unserem Klinikleiter ĂŒberlassen?
32:07Ganz ehrlich, ein bisschen mehr LoyalitÀt hÀtte ich schon von dir erwartet.
32:10Es ist nicht so, dass ich deiner Mutter mit Absicht Insulin gegeben habe.
32:13Ja.
32:14Ich meine, natĂŒrlich hĂ€tte ich selber darauf kommen können, dass eine Krampfadernpatientin
32:17Heparin und kein Insulin bekommt, auch wenn Dr. Weber mir das aufgetragen hat.
32:20Im Computer steht eindeutig Heparin fĂŒr meine Mutter und Insulin fĂŒr Frau Schreiner.
32:23Ja, aber das hat sie mir mĂŒndlich aufgetragen und ich habe nicht noch mal nachgelesen.
32:28So, und jetzt gehe ich zu unserem Klinikchef und lass mich einen Kopf kĂŒrzer machen.
32:31Noch kĂŒrzer?
32:33Du Armer.
32:35Du stehst die Flaschen kalt.
32:37Hey, die sind fĂŒr meine Mutter.
32:46Frau Schreiners Blutzucker ist wieder stabil.
32:48Wir behalten Sie aber noch eine Nacht auf der ITS zur Beobachtung.
32:52Morgen verlegen wir Sie auf die Normalstation.
32:54Damit mĂŒsste die Sache dann aber auch erledigt sein.
32:57Und Frau Schneider?
32:58Liegt bereits wieder auf Normalstation.
33:01Gut, dann werden wir vor heute durch.
33:04Können Sie bitte Herrn Haas reinholen?
33:05NatĂŒrlich.
33:07Dr. Weber hat heute SpÀtdienst.
33:08Ja.
33:13Bitte.
33:14Danke.
33:16Hallo.
33:20Die Patientenakten, die sind einwandfrei gefĂŒhrt.
33:23Dr. Weber verordnet hier Heparin-Spritzen und Schmerztabletten nach Bedarf fĂŒr Frau Schneider.
33:28Frau Schreiner wiederum wurde Insulin verordnet.
33:31Ja, das habe ich auch gelesen.
33:34Ja, und wie kam es zu dieser Verwechslung?
33:36Die Anordnung von Dr. Weber war mĂŒndlich.
33:38Sie beschuldigen Dr. Weber?
33:40Nein.
33:41Vielleicht haben Sie sich einfach nur verhört.
33:44Ich weiß es nicht mehr.
33:46Wie, wie? Sie wissen es nicht.
33:47Ich kann mich nicht daran erinnern.
33:49Sie haben die Anweisung nicht ĂŒberprĂŒft und beschuldigen indirekt eine Ärztin?
33:53Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
33:55Nein.
33:56Und es tut mir auch wirklich leid.
33:59Und du willst wirklich herziehen?
34:02Was soll ich denn noch in dem Dorf?
34:05Mit der tankstellen Frau darĂŒber reden, wie sie Sex in der Autowaschanlage hatte?
34:09Die mit den tĂŒrkisfarbenen FingernĂ€gel?
34:12WĂ€hrend der Perlglanzbeschichtung.
34:14Ist interessanter als wenn RÀder zÀhlen.
34:16Viel interessanter.
34:22Ich habe ja verstanden.
34:24Ich muss mein eigenes Leben leben.
34:27Aber ein, zweimal die Woche klappt das schon mit uns beiden.
34:31Oder wir machen endlich mal zusammen Sport.
34:35Sag mal, warst du gestern doch wach und hast nicht gehört?
34:37Nein.
34:41Nein.
34:43Ich kann doch auch mal eine gute Idee haben.
34:46Hey.
34:47Ich wollte nur mal sehen, wie es Ihnen geht.
34:49Gut.
34:50Und wie lief es bei Ihnen?
34:52Miriam hat mir erzÀhlt, dass Sie zum Chef mussten.
34:55Ach so, ja. Alles gut.
35:01Ich hÀtte ja auch mal auf die Spritze gucken können.
35:03Ich weiß nur, dass ich gar keinen Insulin brauche.
35:05Ja.
35:05Haben Sie den Husten schon lÀnger?
35:07Das könnte eine Lungenembolie sein aufgrund der Thrombose.
35:10Sie haben Ihr Heparin zu spÀt bekommen.
35:11Ich höre mal kurz den Arzt.
35:12Dr. Stein.
35:14Was ist los?
35:19Und, wie lief das EKG?
35:22Nichts.
35:23Nada.
35:23Niente, habe ich doch gesagt.
35:25Ich kann gehen.
35:26Aber die Ursache Ihrer Synkope bleibt ungeklÀrt.
35:29Ach, da ist nichts.
35:29Ich könnte BĂ€ume ausreißen.
35:31Dann was ist denn, dass noch mal passiert?
35:33Und Sie bauen einen richtigen Unfall.
35:35Nicht von sich auf andere schließen, mein Lieber.
35:38Dr. Oswald?
35:39Schon unterwegs.
35:43Psst.
35:55Hauptsache, ich muss nicht wieder auf die Intensivstationen.
35:57Sieht nicht danach aus.
35:59Sie haben sich offenbar nur verschluckt.
36:01Aber Chris, es war gut, dass Sie an Lungenembolie gedacht haben
36:04und sofort aktiv geworden sind.
36:06Das war ein Lob.
36:09Das wÀre alles nicht passiert,
36:10wenn ich Ihnen gleich das richtige Medikament gegeben hÀtte.
36:13Also jetzt ist aber mal gut.
36:14Gut.
36:17Hallo.
36:18Hallo.
36:19Da haben wir ja GlĂŒck,
36:20dass hier keine Urinproben gelagert werden.
36:22Finden Sie das nicht ein bisschen niedlich?
36:24Hier stehen nur gut verpackte Medikamente drin.
36:26Das geht schon.
36:26Irgendwo muss er ja seine GetrĂ€nke kĂŒhren.
36:28Apropos, wissen Sie, wo er steht?
36:30Wenn man vom Teufel spricht.
36:32Ah.
36:32Das ist nicht komisch.
36:34Haben Sie mal einen Moment?
36:35Ja, klar.
36:40Ich habe nochmal nachgedacht.
36:41Und es ist möglich,
36:43dass ich gestern die Patientin Schreiner und Schneider verwechselt habe
36:46und ihnen die falsche Anweisung gegeben habe.
36:48Im Endeffekt hĂ€tte ich trotzdem darauf kommen mĂŒssen,
36:50dass eine Krampfader-Patientin kein Insulin bekommt.
36:52Wenn ich Sie falsch angewiesen habe?
36:54Macht es das besser?
36:55Nein, aber wir tragen die Verantwortung gemeinsam.
37:00Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?
37:03Was?
37:04Die HĂ€lfte Ihrer Stammpauke.
37:06Ich gehe zur Klinikleitung und werde sagen,
37:08dass ich womöglich einen Fehler gemacht habe.
37:10Sie wissen es aber nicht genau.
37:12Nein.
37:13ErklÀren Sie das mal dem Chef.
37:14Mit Unkleid hat das nicht so.
37:16Bis dann.
37:20GlĂŒck gehabt.
37:21Der Sehtest hat nichts ergeben,
37:23was Ihre FahrtĂŒchtigkeit einschrĂ€nken wĂŒrde.
37:25Sehen Sie?
37:26Aber es war ein Unfall.
37:31Ja?
37:33Gute Auswahl.
37:35Sie wollten nicht sprechen.
37:37Ja, ja.
37:37Die Untersuchungen bei Herrn Meier,
37:39die haben nichts ergeben, richtig?
37:41Das stimmt.
37:42Warum?
37:44EKG, Lungenfunktionstest, CT, alles ohne Befund.
37:47Sein Blutbild liefert auch keine Hinweise.
37:50Aber haben Sie mal seine Bronchien angeguckt?
37:54Nein.
37:55Worauf holen Sie ihn aus?
37:56Herr Meier benutzt sein Asthma-Spray,
37:58ĂŒberdosiert, um seine Sauerstoffaufnahme zu erhöhen.
38:02Deshalb war er beim Radrennen auch einer der besten.
38:05Sie meinen, er hat sich gedobt?
38:06Richtig, ja, ja.
38:08Herr Meier wollte gewinnen, um jeden Preis.
38:10Es hat ja erst mal auch funktioniert.
38:12Aber die weiteren Folgen der Salbutamol-Überdosierung sind
38:17Herzrasen und Kreislaufkollaps.
38:20Das wĂŒrde passen.
38:22Dann werde ich wohl mal mit Herrn Meier reden.
38:25Danke.
38:27Sie sind ein hervorragender Diagnostiker.
38:30Ja.
38:31Aber vielleicht nicht nur so ein guter Autofahrer.
38:37FĂŒr Chris.
38:38Blumen fĂŒr einen Mann?
38:39Also bitte, ja.
38:41Wir sind im 21. Jahrhundert.
38:43Dr. Hoffmann.
38:44Ja?
38:46Es ist möglich, dass ich gestern die Medikamente falsch angeordnet habe.
38:49Ich hatte sehr starke Kopfschmerzen
38:50und war wahrscheinlich nicht so konzentriert, wie ich hÀtte sein sollen.
38:53Aber Sie kennen doch die Devise.
38:55Wenn das schmerzmittellich hilft, dann gehen Sie bitte nach Hause.
38:58Ja, Sie sind die Ärztin.
38:59Ja.
39:00Und als solche ĂŒbernehme ich jetzt die volle Verantwortung.
39:02Ja, Sie wissen ja ebenso wenig wie er hasst,
39:04ob Sie die Medikamente vertauscht haben oder er.
39:06Wieso hat er Sie angeschwÀrzt?
39:07Nein, hat er nicht.
39:09Aber die Verantwortung ĂŒbernommen hat er auch nicht.
39:11Ganz im Gegensatz zu Ihnen.
39:14Also mir gegenĂŒber war Herr Haas Ă€ußerst selbstkritisch.
39:17Und er bedauerte sehr, dass er die Verwechslung nicht selbst bemerkt hat.
39:21Dr. Heilmann?
39:33Gute Arbeit, Herr Doktor.
39:34Dr. Stein war bei mir.
39:36Das haben Sie ja wunderbar hingekriegt.
39:38Moment mal.
39:39Sie lĂŒgen die gesamte Ärzteschaft an,
39:41die mit allen Mitteln versucht, Ihnen zu helfen.
39:43Und jetzt sind Sie sauer?
39:45Ich habe nicht gelogen.
39:47Sie haben die Wahrheit verschwunden.
39:49Mensch.
39:50Dritter Platz und das in meinem Alter.
39:53Ich wusste doch auch nicht, dass das Zeug so gefÀhrlich ist.
39:56Erstmal spreche ich es aus guten GrĂŒnden verschreibungspflichtig.
40:00Geben Sie mir mal meine Brieftasche.
40:03In der Jacke, Ihnen.
40:06Gedobt.
40:07Der Pokal ist jetzt auch nichts mehr wert.
40:09Ach, die Dinger sind doch sowieso ziemlich hÀsslich.
40:17Ich glaube, wir haben uns beide etwas ĂŒberschĂ€tzt.
40:26In unserer Selbstwahrnehmung meine ich.
40:28Sie haben gerade Ihren FĂŒhrerschein zerrissen?
40:30Ja.
40:32Alle Achtung.
40:33Sie machen keine halben Sachen.
40:35Wir mĂŒssen das ja trotzdem jetzt nicht an die große Glocke hĂ€ngen.
40:39Und das mit dem Pokal auch nicht.
40:50Nun hat er es geschafft.
40:53Oder brauchen wir Zeit?
40:54So, Rechtsbetankung mit Umdrehung links ohne.
40:57Also ich bin noch im Dienst.
40:59Alles klar.
40:59Ah, danke.
41:02Dann sind Sie jetzt also ein staatlich anerkannter Gesundheits- und Krankenpfleger.
41:06Ich gratuliere.
41:07Dankeschön.
41:09Wie war es?
41:10Kurz zusammengefasst.
41:11Harmonisch geht anders, aber es scheint ausgestanden.
41:14So hat keiner gesagt, dass Ärzte nicht backen können.
41:17Ja.
41:19Ja.
41:20Ja.
41:22Ja.
41:24Ja.
41:26Ja.
41:26Ja.
41:28Ja.
41:30Ja.
41:37Herzlichen GlĂŒckwunsch.
41:38Von mir auch.
41:42Zucker macht glĂŒcklich.
41:44So ist das.
41:45Bitte sehr.
41:46Alles Gute.
41:51Ja.
41:57Ja.
42:00Deine Thomas.
42:02Ja.
42:02Ja.
42:04Ja.
42:05Ja.
42:05Ja.
42:05Ja.
42:06Ja.
42:06Ja.
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