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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Single?
00:01Wen interessiert das denn?
00:02Deine Fans.
00:03Es gibt da jemanden in meinem Leben, aber im Moment ist es nicht möglich, dass wir zusammen sein können.
00:08Es gibt einen Anlass zur Vermutung, dass Julia von Ahrensberg nicht an den Folgen des Unfalls verstorben ist, sondern erwürgt
00:13wurde.
00:13Und wenn das wirklich passiert ist, dann würde sich deine Schuld verringern.
00:17Das wäre ja...
00:18Sie wissen, was ich von dem gerichtsmedizinischen Befund erwarte.
00:23Das Obduktionsergebnis ist anders ausgefallen als erwartet.
00:26Julia von Ahrensberg ist nicht erwürgt worden.
00:27Ich habe keine Lust, ein Teil einer kleinen, spießigen Familie zu sein.
00:33Also lieber alleinerziehende Mutter im Einzimmer apart und ohne Geld, oder was?
00:39Wo zum Teufel willst du denn wohnen, wenn du hier...
00:41Ich möchte dir so gerne helfen, Isabel.
00:46Du bist ein Schatz.
00:47Ich habe schon mit einem Therapeuten gesprochen.
00:50Bitte ruf ihn an und mach einen Termin aus, okay?
00:53Okay.
00:54Ihr Vater ist schuld am Tod meiner Frau.
00:56Ich möchte, dass niemand aus Ihrer Familie jemals wieder dieses Haus betritt.
01:02Es hat keinen Sinn mehr mit uns.
01:21Ich bin ein Schatz.
01:27Ich bin ein Schatz.
02:02Wie kommst du denn?
02:03Wie kommst du denn dazu, Lena so anzugreifen?
02:04Ich habe die Wahrheit gesagt. Nichts weiter.
02:06Die Wahrheit.
02:09Die Wahrheit ist, dass Lena nichts mit Mutters Tod zu tun hat.
02:12Aber ihre Familie...
02:14Für die kann Lena nichts.
02:16Genauso wenig wie ich was für meine kann.
02:18Ja, ist ja schon gut.
02:19Vielleicht habe ich sie etwas zu heftig angegriffen, aber du musst mich auch verstehen.
02:23Es ist kein leichter Tag für mich heute, mir vorzustellen, wie Julia da auf dem Obduktionstisch liegt.
02:28Und für mich ist das nicht schwer?
02:30Ja, und auch dafür kann Lena nichts.
02:32Für sie ist das alles schon schwer genug.
02:34Und sie deswegen anzugreifen, ist das Allerletzte.
02:38Und es ist tödlich für unsere Beziehung.
02:44Kann wir überhaupt noch eine haben?
02:49Ich will, dass so etwas nie wieder vorkommt.
03:11Du, Peter?
03:12Hm?
03:12Ich würde mir wahnsinnig gerne ein paar Schuhe kaufen und ich bräuchte da unbedingt dein Rad.
03:17Beim Schuhe kaufen?
03:19Oh nein, danke.
03:21Nein, ich möchte einfach gerne noch ein bisschen Zeit mit dir verbringen.
03:24Und es gibt tausend Dinge, die ich gerne mit dir machen möchte.
03:28Ich will dich zu nichts zwingen.
03:29Du musst schon selbst entscheiden, ob ich dich zu dem Beratungsgespräch bringen soll oder nicht.
03:32Nein, ich will, ich will, ich will.
03:36Weißt du, ich will dich auf gar keinen Fall verlieren.
03:38Ich will dich auch nicht verlieren.
03:40Und ob die dir da helfen können, das musst du schon selbst herausfinden.
03:43Dies werde ich ganz bestimmt.
03:47Da drüben steht mein Auto.
03:48Soll ich dich kurz fahren?
03:49Jetzt?
03:51Ja.
03:52Den nächsten Termin hast du doch eine halbe Stunde.
03:54Ja, ich gehe auch hin.
03:55Aber weißt du, ich will eigentlich nicht gebracht werden.
03:58Ich fahre lieber mit der U-Bahn und gehe da alleine hin.
04:00Okay, das verstehe ich.
04:03Dann drücke ich dir die Daumen.
04:04Danke.
04:05Danke.
04:29Conny, hast du einen Moment?
04:32Ich checke da mal die Musikanlage.
04:35Was ist denn noch, Süße?
04:39Bei der Obduktion ist rausgekommen, dass Davids Mutter doch durch den Unfall gestorben ist.
04:43Und nicht durch Fremdeinwirkung.
04:45Oh Mann.
04:47Davids Vater hat mich vor allem fertig gemacht.
04:50Hat gesagt, ich sei die Tochter des Mannes, der seine Frau auf dem Gewissen hat.
04:55Mich aus dem Schloss geworfen.
04:57Der spitzt wohl.
05:00Das ist das Ende für David und mich.
05:08Dabei war sich seine Anwältin so sicher.
05:11Sie ist keine Pathologin.
05:16Conny, da stimmt was nicht.
05:19Es muss eine neue Untersuchung geben.
05:21Kann man so eine Untersuchung einfach wiederholen, weil dir das Ergebnis nicht gefällt?
05:25Ja, aber ich muss es doch wenigstens versuchen.
05:30Hallo, Lena.
05:37Hallo, Janka.
05:38Hallo, Andreas.
05:40Hallo.
05:40Ihr kennt euch?
05:42Aus dem Krankenhaus.
05:43Ja, ich habe nicht nur deinen Vater, sondern auch ihren Sohn behandelt.
05:47Ja.
05:48Kann ich dich kurz sprechen?
05:51Äh, sofort?
05:53Ja, es ist dringend.
05:54Sorry.
06:00Du entschuldigst du uns?
06:05Schreib mal weiter.
06:07Ich will mich nicht damit abfinden, dass die Kehlkopfverletzung die Folge des Aufpralls sein soll.
06:11Das klingt für mich total unglaubwürdig.
06:14Ja, merkwürdig ist das schon.
06:15Siehst du?
06:16So lautet aber nun mal das Ergebnis des Gutachtens.
06:19Es war kein Mord.
06:21Aber mein Bauchgefühl sagt was anderes.
06:22Weil du nicht willst, dass dein Vater wegen fahrlässiger Tötung ins Gefängnis geht.
06:26Vater ist nicht schuld am Tod von Davids Mutter.
06:28Wir müssen irgendwas tun.
06:31Du musst was tun.
06:32Du bist meine einzige Hoffnung.
06:36Lena, ich bin kein Gerichtsmediziner.
06:38Aber du bist Arzt.
06:39Du kennst dich mit medizinischen Gutachten aus.
06:41Du kannst das Alte und das Neue vergleichen.
06:59Tschüss.
07:01Tschüss.
07:05Geht das auch leiser?
07:07Ich bin fast eingeschlafen.
07:10So sind Kinder.
07:12Bald würde ich dein eigenes auf Trab halten.
07:16Muss Luca immer überall irgendwas rumliegen lassen?
07:21Jetzt reg's doch nicht auf.
07:23So ist Familienleben normal.
07:26Gewöhn dich dran.
07:27Lieber nicht.
07:29Du hast es noch nicht mal ausprobiert.
07:30Ich habe andere Pläne.
07:32Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, so ein Leben zu führen.
07:35Das kann einfach nicht Ziel des Lebens sein.
07:40Das hättest du dir vorher überlegen sollen.
07:42Bevor du schwanger geworden bist.
07:44Killer verändern das Leben.
07:46Aber es kann was Gutes sein.
07:57Ich wollte mich noch mal für ihre hervorragende Arbeit bedanken.
08:00Damit haben sich hoffentlich alle Fragen nach der Todesursache meiner verstorbenen Frau
08:04ein für alle Mal erledigt.
08:08Ja, machen Sie es gut.
08:25Wer ist da?
08:27Ich bin's.
08:29Ulla Helbig.
08:30Was wollen Sie hier?
08:31Sind Sie wahnsinnig geworden, sich hier blicken zu lassen?
08:34Aber Sie haben mich doch angerufen.
08:35Wir sind verabredet.
08:37Wer hat Sie angerufen?
08:38Na, Sie.
08:39Wir haben heute Mittag miteinander telefoniert.
08:41Sonst wäre ich doch nicht hier.
08:43Meinen Sie unser Gespräch von heute Morgen?
08:45Nein, wir haben danach noch mal miteinander gesprochen.
08:49Das war ich nicht.
08:51Mit wem habe ich denn dann gesprochen?
08:53Das frage ich mich auch.
08:56Warten Sie.
08:56Kam dieser Anruf vom Festnetz oder vom Handy?
09:00Kam dieser Anruf vom Festnetz oder vom Handy?
09:01Also im Display stand Ihre Handynummer.
09:04Und die Stimme?
09:06Jung oder eher älter?
09:08Älter.
09:10Und heiser.
09:12Ja klar.
09:13Der Typ hat seine Stimme verstellt.
09:15Fritz.
09:16Sie meinen Herr Schubert?
09:17Es kann nur er gewesen sein.
09:20Dann weiß er also jetzt, dass ich nicht Ursula von Bergfeld bin.
09:24Ja.
09:47Wann kommt Luca eigentlich wieder?
09:50In einer Stunde oder so.
09:55Du magst ihn nicht.
09:58Was soll das, Toni?
09:59Ich kenne den Jungen kaum.
10:02Du bemühst dich auch nicht um ihn.
10:04Vielleicht habe ich gerade andere Sorgen.
10:17Vanessa.
10:19Wir kriegen ein Kind zusammen.
10:21Du müsstest doch eigentlich Interesse an anderen Kindern haben.
10:24Oder wenigstens an einem Familienleben.
10:26Du weißt genau, wie schwer ich mich damit tue.
10:29Wenn ich nur daran denke, dann schnürt es mir den Hals zu.
10:34Wovor hast du Angst?
10:35Ich will mich nicht binden und ich will mich auch nicht festlegen.
10:37Das brauchst du ja auch nicht.
10:39Ich will dich weder heiraten noch mit dir bis ans Lebensende leben.
10:43Das ist ja meine gute Nachricht.
10:47Aber hier und jetzt können wir es doch mal miteinander probieren, oder?
11:05Irgendwie bist du anders als die anderen Männer, mit denen ich bisher zusammen war.
11:24Denk bloß nicht, ich merke nichts.
11:26Was meinst du?
11:28Hast du heute noch was vor?
11:30Nein.
11:31Weil du andauernd auf die Uhr siehst.
11:34Ich sehe doch förmlich, wie es in deinem Kopf arbeitet heraus damit.
11:38Ich mag dieses laute Schweigen nicht.
11:42Also gut.
11:44Ich muss dir was erzählen.
11:48Wenn man vom Teufel spricht.
11:50Äh, Raphael!
11:56Ich, ich weiß nicht, wie ich anfangen soll.
11:59Du kommst gerade richtig, Raphael.
12:02Ich wollte nämlich deiner Mutter just in diesem Moment eine amüsante Geschichte erzählen.
12:07Ja, meine Geschichte ist leider nicht ganz so amüsant.
12:12Wovon redet ihr beide bloß?
12:20Ich habe einen Fehler gemacht.
12:22Oh, du machst mir Angst.
12:25Mir auch.
12:26Diese Frau, die behauptet hat, du, Vater, hättest sie um ihr Vermögen gebracht.
12:34Diese Frau ist eine Schauspielerin.
12:37Ich habe sie engagiert.
12:40Die ganze Geschichte ist eine Erfindung.
12:42Wie bitte?
12:46Äh, äh, du hast diese Geschichte mit dieser Ursula von Bergfeld erfunden?
13:05Na, soll ich für dich sitzen?
13:07Nein, nein.
13:09Es braucht nur eine kleine Pause.
13:11Ich glaube, das sagst du mal, weil du verlierst.
13:13Von wegen.
13:17Frank, ich werde dich vermissen.
13:22Marburg ist nicht New York.
13:24Du kannst mich besuchen.
13:26Im Gefängnis.
13:30Hallo, Papa.
13:32Gut schaust du aus.
13:35Wie geht's dir?
13:36Das musst du den da fragen.
13:38Der weiß es am besten, wie es mir geht.
13:40Er spielt schon wieder Schach.
13:40Das ist ein gutes Zeichen.
13:42Und du?
13:43Hat dir Andreas von den Obduktionsergebnissen erzählt?
13:48Ich habe einen Plan.
13:49Lena, ich bin Chirurg.
13:50Was für ein Plan?
13:52Du gehst heute in die Gerichtsmedizin und besorgst dir beide Berichte.
13:55Den, der vor zweieinhalb Jahren und den, der jetzt erstellt worden ist.
13:58Vielleicht finden wir irgendwelche Fehler oder Ungereimtheiten, die uns weiterbringen.
14:01Das ist ja wohl ein Scherz.
14:03Wie soll er denn an die Unterlagen kommen?
14:04Und vor allem, wie soll ich in die Gerichtsmedizin kommen?
14:06Mit dem nötigen Selbstverständnis kommt man überall rein.
14:08Ach, bitte.
14:10Das könnte klappen.
14:11Das ist unsere letzte Chance.
14:13Morgen sind die Ermittlungen abgeschlossen.
14:17Also, ich möchte euch ja helfen, aber...
14:19Ich weiß auch nicht.
14:20Ganz wohl ist mir nicht bei dieser Sache.
14:23Obwohl es natürlich besser wäre, wenn ich nicht für den Tod dieser Frau verantwortlich wäre.
14:28Ganz unwahrscheinlich ist es ja gar nicht.
14:30Papa, es ist deine letzte Chance.
14:33Irgendwas sagt mir, dass ich recht habe.
14:35Wir müssen das machen.
14:48Warum hast du das gemacht?
14:50Ich hatte einfach Angst, Mutter.
14:53Seit ich blind bin, habe ich oft das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
14:57Ich kann ja nicht mehr so arbeiten wie früher.
15:01Und wenn du eines Tages nicht mehr bist, dann ist das Schloss mein einziger Halt.
15:07Und weil mir deine Mutter lebenslanges Wohnrecht eingeräumt hat, wolltest du uns auseinanderbringen.
15:14Fritz, bitte glaub mir.
15:16Meine Versöhnung mit dir war ehrlich gemeint.
15:20Ich achte dich und habe dich als Vater akzeptiert.
15:25Inzwischen mag ich dich sogar.
15:29Und warum hast du da nicht mit mir gesprochen oder mit Amelie?
15:33Das wäre doch das Einfachste gewesen.
15:36Da deine Schauspielerin zu engagieren, so eine Schmierenkomödie.
15:39Und wir fallen alle darauf rein.
15:40Ach bitte, Fritz.
15:42Ach, ist doch wahr.
15:43Du musst das Kind doch mal beim Namen nennen.
15:45Es war dumm und unreflektiert von mir.
15:49Weißt du, was wirklich sehr traurig ist, Raphael?
15:51Dass du immer noch an meiner Liebe zweifelst.
15:55Habe ich denn einen Grund dazu?
15:57Natürlich nicht.
15:59Ich habe Fritz ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt, ja.
16:04Aber du erbst einmal das Schloss und einen Teil meines Vermögens.
16:09Ich schäme mich so.
16:17Hoffentlich merkt keiner, dass ich mit der Gerichtsmedizin nichts zu tun habe.
16:19Wenn du weiterhin so nervös schaust, dann wird es nichts.
16:23Also.
16:24Nett lächeln und durch, ja?
16:26Ich drücke dir die Daumen.
16:27Ich drücke ein bisschen.
16:43Ich drücke dir die Daumen.
16:45Und das ist nicht so.
16:46Ich drücke dir die Daumen.
16:48Ich drücke dir die Daumen.
16:49Ich drücke dir die Daumen hoch.
17:01Schau mal, das sieht doch toll aus. Wie findest du das?
17:05Scheußlich.
17:07Oder Federn. Hier, so.
17:10Oh, Linda, bitte.
17:12Wenn das Kleid für dich wäre, dann hätte es eine andere Farbe, einen anderen Schnitt
17:16und mitten im Dekolleté eine riesengroße Stoffblume versprochen.
17:19Ich habe schon verstanden. Du brauchst gar nichts mehr zu sagen.
17:24Ich muss sowieso rüber. Es ist schon spät. Wollte Andreas nicht kommen?
17:29Ja, er wollte nochmal bei Frank vorbeischauen, bevor er wieder nach Hause fährt.
17:33Vielleicht ist er mit Janka unterwegs.
17:37Die beiden sind verabredet, hast du gesagt?
17:40Das sah jedenfalls so aus.
17:42Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
17:44Möglich ist alles.
17:47Warum interessiert dich das eigentlich so?
17:50Also ich meine, jetzt bist du den einen Mann gerade erfolgreich losgeworden
17:55und schon stürzt du dich auf den nächsten?
17:56So einfach ist es ja auch wieder nicht.
17:58Ja, nichts anderes sage ich ja.
18:00Ich frage mich, warum ich immer mit Männern zusammen bin, die mir nicht gut tun
18:04und mit denen ich nicht glücklich bin.
18:07Am Anfang warst du glücklich mit Raphael.
18:10Ja, wir waren so verliebt.
18:13Aber wenn man sich dann näher kennenlernt...
18:15Selbst die romantischste Beziehung wird irgendwann zum Alltag.
18:20Jetzt bin ich wieder Single.
18:25Sag nicht, das ist Raphael.
18:27Es ist Raphael.
18:41Hoffentlich, hoffentlich, hoffentlich.
18:43Hoffentlich.
19:06Ich hab dir Unterlagen.
19:08Jetzt warte, lass mal ab, ob ich was finde.
19:11Hoffentlich steht was drin, was Papa nicht lastet.
19:26Besuch für Sie eine Frau von Bergfeld.
19:29Das ist ja unerhört.
19:30Was will die denn noch hier?
19:31Ich glaube, jetzt muss ich ein Geständnis machen.
19:34Wieso du?
19:36Ich habe heute herausgefunden, dass Raphael diese Frau engagiert hat.
19:42Ach, das ist es, was du mir damals sagen wolltest?
19:44Nur leider ist mir Raphael zuvor gekommen.
19:47Und wie genau hast du es herausgefunden?
19:50Ich habe ihre Nummer auf deinem Handy gefunden und hatte eine Frau Hellwig in der Leitung.
19:56Ah ja, die du jetzt hierher bestellt hast unter Raphaels Namen.
20:00Ganz genau.
20:02Soll ich die Dame hereinbitten?
20:04Oh ja, bitte.
20:05Es wird sehr amüsant.
20:12Guten Abend.
20:14Schön, dass Sie gekommen sind, Frau Hellwig.
20:16Es hat sich nämlich alles aufgeklärt.
20:20Bergfeld.
20:21Mein Name ist Ursula von Bergfeld.
20:23Das müssten Sie doch wissen, Herr Schubert.
20:25Bitte geben Sie sich keine Mühe.
20:27Meine Eltern wissen Bescheid.
20:29Wie jetzt?
20:29Ja, ich habe Ihnen alles gesagt.
20:33Nicht wir beide haben heute Mittag miteinander telefoniert.
20:35Es war mein Vater, der Sie angerufen und hierher bestellt hat.
20:41So, ja, es ist mir jetzt doch irgendwie sehr unangenehm.
20:45Janka?
20:47Ach, sind Sie doch bitte so liebenswürdig und geleiten Sie Frau von Bergfeld oder Frau Hellwig hinaus, ja?
20:54Sehr gerne.
20:59Na ja, schauspielen kann sie ja.
21:03Und sie hat ein gutes Gefühl für Timing.
21:27Sie wollen sicher zu Isabel.
21:30Richtig.
21:32Ja, sie ist leider nicht da.
21:35Ah, da kann man wohl nichts machen.
21:37Tut mir leid.
21:38Oh.
21:40So.
21:41Hier war es hier.
21:43Hallo, Peter.
21:43Ich bin Gabi.
21:44Stehe ich?
21:45Nee, was ist denn?
21:47Wir mussten jemanden festnehmen wegen Ladendiebstahls.
21:53Bist du noch da?
21:54Ja.
21:56Es ist Isabel.
21:58Ich habe sie überprüft.
22:01Können Sie bitte mit dem Protokoll noch warten, bis ich auf der Wache bin?
22:05Ja?
22:06Gut.
22:07Aber beeil dich, ja?
22:08Ja, ja.
22:19Den brauche ich nicht mehr.
22:30Na?
22:32Du bist ein Schatz.
22:37Hast du die ganze Nacht über dem Gutachten gesessen?
22:40Mhm.
22:41Kaffee?
22:42Gern.
22:44Es gibt tatsächlich Unstimmigkeiten in dem Gutachten des Pathologen.
22:47Völlig unlogische Rückschlüsse.
22:49Was genau?
22:52Der Unfallbericht und das aktuelle Gutachten widersprechen sich in einem wichtigen Punkt.
22:56Und zwar, was die ursprünglich beschriebenen Verletzungen durch den Aufprall angeht.
22:59Die können nämlich keine Pettichalmblutungen in den Augen hervorrufen.
23:03Und erst recht kein Buch des Zungenbeins.
23:07Dann wurde Davids Mutter doch erwürgt?
23:09Anders lassen sich die Symptome nicht deuten.
23:15Aber eins verstehe ich nicht.
23:17Das Gutachten hat doch einen Gerichtsmediziner erstellt.
23:20Tja, und der ist entweder ein Stürmper, oder?
23:24Er hat es absichtlich falsch geschrieben.
23:27Auf jeden Fall könnte dein Ergebnis Frank entlasten.
23:30Naja, aber ich weiß auch nicht, wie ich mit den Ergebnissen umgehen soll.
23:33Worüber denkst du nach?
23:38Irgendjemand müsste offiziell den Bericht infrage stellen, damit das Gericht ein neues Gutachten in Auftrag gibt.
23:59Lena?
24:00David, du wunderst dich bestimmt, dass ich anrufe.
24:02Aber mein Onkel hat sich das Obduktionsergebnis nochmal vorgenommen.
24:06Er ist der Meinung, es ist falsch.
24:08Was?
24:09Ja, es kann sein, dass deine Mutter nicht durch den Unfall gestorben ist, sondern...
24:16Ermordet wurde?
24:17Ja.
24:20Lena, wie kommt dein Onkel an die Berichte?
24:22Mein Onkel ist Arzt, David.
24:25Okay.
24:27Und wie kommt er darauf, dass das Gutachten falsch ist?
24:30Es gibt Unstimmigkeiten zwischen diesen beiden Berichten.
24:35Also hat irgendjemand das Gutachten gefälscht?
24:38Ja, das kann sein.
24:40Wir bräuchten jetzt Hilfe von deiner Anwältin.
24:43Ja, das ist ja kein Problem, die kann ich ja gleich anrufen.
24:45Sie kann sich auch gerne mit meinem Onkel in Verbindung setzen, wenn sie Fragen hat.
24:49Und David?
24:50Ja?
24:51Mach's gut.
24:52Du auch.
24:53Ich melde mich bei dir.
25:25Ich muss mich bei dir.
25:34Peter, es tut mir so leid.
25:41Ich kann wirklich verstehen, dass du böse auf mich bist.
25:45Ich bin nicht böse.
25:47Ich bin nur wahnsinnig enttäuscht.
25:56Ich habe eben mit dem Geschäftsführer des Ladens gesprochen,
25:59in dem er dich erwischt hat.
26:01Ich konnte ihn überzeugen, dass er die Anzeige zurücknimmt.
26:07Danke.
26:09Das mache ich aber nicht nochmal.
26:11Ja, klar.
26:15Du kannst jetzt gehen.
26:27Weißt du, ich weiß wirklich nie, wie die Sachen in meine Tasche kommen.
26:33Der Moment, wo ich was einstecke, der ist wie ausgelöscht.
26:36Ich mache das wirklich nicht, weil ich was haben will.
26:40Warst du denn wenigstens bei dem Beratungsgespräch?
26:47Na, Isabel, du belügst dich selbst.
26:54Kannst du mir trotzdem verzeihen.
26:57Kannst du mir trotzdem verzeihen?
27:20Ich mache das.
27:50In der Tat muss man sich hier die Frage stellen, welcher von den beiden Gutachtern seinen Job nicht richtig gemacht
27:54hat.
27:55Wir zweifeln das Ergebnis des Obduktionsberichts an.
27:59Ich möchte gerne einen zweiten Sachverständigen hinzuziehen, der ein neues Gutachten erstellt.
28:02Gut. Ich werde zusehen, was ich machen kann.
28:21Komm, wir machen eine Pause. Ich kann nicht mehr.
28:25Schlappi.
28:26Hey.
28:29Hier. Jetzt trinken wir erstmal ein bisschen Wasser und dann machst du Hausaufgaben.
28:35Du, Papa.
28:37Was ist?
28:39Wie lange bleibt Vanessa eigentlich noch bei uns?
28:45Das weiß ich nicht.
28:48Ist es denn so schlimm?
28:52Ich weiß, dass sie nicht gerade einfach ist.
28:55Aber das ist jetzt halt nun mal so.
28:59Kannst du dich nicht mit ihr verstehen?
29:01Ich mag sie nicht.
29:03Warum denn nicht?
29:05Lena, aber finden sie auch doof.
29:08Ja, aber Frauen sind untereinander manchmal ein bisschen komisch.
29:14Das kann ich auch aus der Schule.
29:16Genau.
29:17Und deswegen brauche ich jetzt mit Vanessa männliche Unterstützung.
29:21Du meinst mich?
29:22Ja.
29:25Weil, wenn du dich mit Vanessa nicht verstehst, dann muss ich die ganze Sache ausbühren.
29:30Na gut, ich kann's nochmal probieren.
29:32Super.
29:37Papa.
29:39Was ist?
29:40Eine Frage.
29:42Schieß los.
29:42Wieso wohnt bei Vanessa eigentlich bei uns?
29:45Ich meine, sie muss doch eigentlich bei dem Vater ihres Kindes wohnen.
30:01Der Richter lässt wirklich ein neues Gutachten erstellen?
30:03Ja, von einem unabhängigen Mediziner.
30:07Dann darf sich dein Vater gerne bei mir entschuldigen.
30:09Ich glaub, das ist hoffnungslos.
30:11Das würde er niemals tun.
30:14Aber trotzdem, vielen Dank, dass du dich da so reingehängt hast.
30:17Ich hab den halben Tag vor der Gerichtsmedizin verbracht.
30:20Aber der eigentliche Held ist mein Onkel.
30:22Ja, der ist super.
30:23Und wenn der Recht hat, dann ist dein Vater entlastet.
30:26Ich hab das nicht nur für meinen Vater getan.
30:31Ich hab das für uns gemacht.
30:36Kommst du heute zu meinem Auftritt?
30:39Unbedingt.
30:40Ich singe unser Lied.
30:43Das ist ja auch dein allerbester Song.
30:46Der aller, allerbeste.
31:19Ausgerechnet jetzt.
31:21Ich kann doch jetzt unmöglich nach Hause gehen und die Schuhe wechseln.
31:24Geh mal her. Ich kann das operieren.
31:28Danke. Hier von dir.
31:33Langsam werd ich nervös.
31:34Es haben sich so viele Presseleute angekündigt.
31:36Hey, ihr zwei.
31:37Hast du auch gehört, dass sich ein paar Musikproduzenten angesagt haben?
31:40Gott, wenn das so weitergeht, dann versagt vor lauter Aufregung meine Stimme.
31:44In deiner Garderobe steht T und die Stimme bleibt.
31:48Danke.
31:50Das ist übrigens meine Mama.
31:52Freut mich. Gregor Wilke.
31:54Mich auch. Pia Sander.
31:55Hallo.
31:56Lena macht sich immer so viele Gedanken, dabei ist sie so unglaublich auf der Bühne.
31:59Bitte aufhören.
32:00Freu dich doch über das Kompliment.
32:04Wie hast du den Schuh so schnell wieder hingekriegt?
32:07Sekundenglüber.
32:09Für alle Notfälle bereit.
32:12Ihr entschuldigt mich.
32:15Kriegt immer alles hin.
32:27Ich dachte wirklich, ich kenne Raphael.
32:32Es gibt eben gute und es gibt schlechte Überraschungen.
32:37Du glaubst also, dass er die Sache mit dieser Bergfeld oder Hellwig nicht bereut?
32:43Wenn du mich so fragst, nein.
32:46Raphael spielt uns allen was vor.
32:48Das ist mir heute erst so richtig klar geworden.
32:53Naja, vielleicht tut es ihm ja doch leid.
32:56Ach.
32:57Und eine halbe Stunde nach seiner Beichte taucht Frau Bergfeld auf und tut als wäre nichts.
33:03Ja, aber du hast sie doch selber angerufen und sie hierher bestellt.
33:07In seinem Namen.
33:08Trotzdem kommt mir das alles komisch vor.
33:13Ich verstehe ja, was du meinst.
33:15Aber was soll ich denn tun, Fritz?
33:18Soll ich jetzt jedes Wort, das Raphael sagt, auf die Goldwaage legen und überlegen, lügt er?
33:24Oder sagt er die Wahrheit?
33:29Das ist nicht leicht für dich.
33:30Er ist mein Sohn.
33:31Und meiner.
33:33Und wenn ich ihn mir anschaue, kann ich keinerlei Ähnlichkeiten zwischen uns entdecken.
33:39Naja, ähnlich seid ihr euch wirklich nicht.
34:00Auch eins?
34:04Das sind wir immer noch.
34:04Das war's.
34:34Das war's.
35:06Ja.
35:11Sagen wir's Ihnen?
35:12Ja, jetzt macht's nicht so spannend.
35:15Gregor und ich waren mal ein Paar.
35:17Ah, und wie lange, also wie lange ist das her?
35:20Wir waren sieben Jahre zusammen.
35:24Wir haben uns vor einem halben Jahr getrennt.
35:26Ist euer Informationsbedarf nun befriedigt?
35:28Mhm.
35:32Tschüten.
35:32Alles okay?
35:34Geht gleich wieder.
35:36David?
35:38Ja?
35:39Wenn ich heute unseren Song singe,
35:42würdest du mich auf dem Klavier begleiten?
35:45Natürlich.
35:47Danke.
35:50Du bist wunderbar.
35:52Und du schaffst das.
35:54Mit dir zusammen.
36:07So, mein Großer.
36:08Und jetzt ab ins Bett.
36:11Vanessa, guck mal, ich hab ein Bild für dich gemalt.
36:14Ach.
36:15Das ist ja süß von dir.
36:18Und was soll das sein?
36:20Sieht man doch.
36:23Das ist das Tor.
36:25Da bin ich.
36:27Und da kam der Ball angeflogen.
36:29Tolles Bild.
36:30Ich bin gleich wieder da.
36:43Sie mag meine Bilder nicht.
36:44Vielleicht mag sie ja nur dieses Bild nicht.
36:48Interessiert es dich nicht für Fußball?
36:52Nicht alle interessieren sich für Fußball.
36:55Ich hab keine Lust mehr.
36:57Warum kann sie nicht einfach gehen?
37:03Großer.
37:05Äh.
37:06Du hast dir doch immer ein Schwesterchen gewünscht.
37:09Hm.
37:11Tja.
37:13Jetzt bekommst du eins.
37:16Woher denn?
37:19Im Klapperstrich.
37:23Du hast mich doch immer gefragt,
37:26warum
37:28Vanessa nicht
37:29bei dem Vater ihres Kindes wohnt.
37:32Warum tut sie's nicht?
37:34Ja, eigentlich tut sie's.
37:38Ich bin der Vater ihres Kindes.
37:42Hey.
37:43Du bekommst ein Geschwisterchen.
38:09Ich bin wirklich ein toller Mann.
38:13Meinen Sie Andreas?
38:15Ja.
38:16Er ist mein Schwager.
38:18Also Schwib, Schwager.
38:19Ich kenn ihn schon lang.
38:21Aber so hab ich ihn noch nie gesehen.
38:24Ja.
38:25Er ist klug,
38:28humorvoll
38:28und er versteht sich mit Kindern.
38:32Früher hatte er nur seine Karriere im Kopf.
38:43Beziehungskrise.
38:47Ich hab Schluss gemacht.
38:49Aber
38:50Sie und Andreas
38:52scheinen sich ja sehr gut zu verstehen.
38:55Ja.
38:56Er ist interessant
38:57und er ist Single.
39:01wohnt da bei Marburg.
39:03Ja, leider.
39:04Aber
39:05heute Abend ist er noch da.
39:11Ja.
39:17Ja.
39:19Ja.
39:20Ja.
39:23Ja.
39:27Ja.
39:38Ist alles okay?
39:43Es dreht sich alles.
39:44Kommen Sie, ich bringe Sie raus an die frische Luft.
39:53Gleich geht's los.
39:56Du bist ja aufgeregter als Sie.
39:58Ich weiß, du bist mein Lieblings-Grunder.
40:03Ich bin so...
40:15Besser?
40:16Ja.
40:18Geht mir langsam wieder besser.
40:22Wirklich?
40:25Ja.
40:28War vielleicht die Luft da drin, keine Ahnung.
40:40Wenn's Ihnen jetzt schon wieder besser geht, können wir dann reingehen?
41:06Ich singe heute ein Lied, das mir ganz besonders am Herzen liegt.
41:09Und es heißt Love of my Life.
41:12Und es freut mich ganz besonders, dass der Komponist dieses Songs mir versprochen hat, mich heute am Klavier zu begleiten.
41:19Also begrüßen Sie mit mir David von Ahrensberg.
41:47Das gibt's doch nicht.
41:49Ich...
41:49Du bist gar nicht blind.
41:50Wenn es Mord gewesen ist, dann würde es bedeuten, dass dein Fall neu aufgerollt wird.
41:56Genau.
41:57Ein Anwalt versucht, den Vorwurf der fahrlässigen Tötung zu entkräften.
42:00Es ist mir egal, wie kompliziert dein Leben ist.
42:04Ich möchte nur, dass du weißt, dass ich immer für dich da bin.
42:07Okay?
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