Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 18 Stunden

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Weißt du, Lena, ich hab mir immer gewünscht, dass ich irgendwann einen Menschen treffe wie dich.
00:04Aber geglaubt hab ich daran nicht mehr.
00:06Mit wie vielen Frauen warst du eigentlich zusammen?
00:09Darauf willst du keine ehrliche Antwort.
00:12Über 20?
00:13Nein, natürlich, also...
00:16Es waren schon einige, aber richtig zusammen, nur mit einer.
00:21Es fühlt sich nicht richtig an, Gabi.
00:24Was?
00:25Ich liebe dich mehr als du mich.
00:28Das ist das grundsätzliche Problem zwischen uns.
00:30Ich fürchte, du hast recht.
00:32Ich weiß nicht, ob ich deine Wünsche erfüllen kann.
00:35Tut mir leid, Gabi.
00:37Herr von Ahrensberg, hören Sie mich?
00:39Aber, Herr Doktor, bei der OP ist doch alles gut gelaufen.
00:43Es gab keinerlei Komplikationen.
00:45Vater, geht es dir gut?
00:47Ist alles in Ordnung?
00:50Was ist mit meinen Augen?
00:51Wieso ist alles schwarz?
00:53Ich bin blind.
00:55Fällt dir was auf?
00:55Ich wusste doch, dass ich so ein Armband schon mal gesehen habe.
01:00Julia hat es an dem Abend getragen, als sie starb.
01:04Seitdem ist es spurlos verschwunden.
01:06Wie kann man nur so dämlich sein, dieses Armband aufzubewahren?
01:09Und dann auch noch zu verschenken?
01:10Das Armband ist das einzige in die Stasmus weg.
01:14Ich will endlich die Wahrheit wissen über dieses Armband.
01:17Wo hast du es her?
01:18Ich hab schon einen Vater.
01:20Tony behauptet, dass er das Armband von dir bekommen hat.
01:23Habt ihr was mit dem Tod von Julia von Ahrensberg zu tun?
01:31Das Armband ist das Armband.
01:39And now, I think I need some air to start breathing.
01:45I'm getting butterflies, I'm floating on a dream.
01:50Now my world starts spinning, my heart pump.
01:53So happy that I could cry, when I look in your eyes.
01:58Cause you keep giving me, keep giving me butterflies.
02:07Lina, wie kommst du denn darauf, dass ich was mit dem Tod von Mühler von Ahrensberg zu tun habe?
02:10Was soll ich denn glauben, wenn Toni sagt, dass er das Armband von dir hat?
02:14Das tut mir leid, aber Toni, ich weiß nicht, wie er draufkommt, dass er das Armband von mir hat.
02:20Warum behauptet er das?
02:21Ja, vielleicht, ja, vielleicht, weil er nicht erzählen will, von wem er es tatsächlich hat.
02:28Ja, es kann doch sein, dass er es von jemandem gekauft hat, der es gestohlen hat.
02:31und es nicht zugeben will, weil er dir das Armband zu verloben geschenkt hat.
02:36Toni hat mir damals gesagt, dass er das Armband von seiner Mutter hat.
02:40Lina, ich hab mit der Sache nichts zu tun, wirklich.
02:47Gut, wenn du das sagst.
02:51Dann sei auf Toni nicht böse.
02:54Er wollte dich mit dem Armband nur glücklich machen.
02:57Ja.
03:00Mach's gut, Papa.
03:08Ich kann nichts sehen, aber ich, aber ich, ich, ich, ich hab doch die Augen auf.
03:15Wieso ist alles schwarz?
03:18Wieso macht denn niemand was?
03:20Um Gottes willen, Raphael, ist bei der Operation irgendwas schiefgelaufen?
03:26Nein, Frau von Ahrensberg.
03:27Beim Eingriff wurden weder der Sehnerv noch die Augen in Mitleidenschaft gezogen.
03:31Und wie kommt es dann, dass mein Vater nichts sieht? Das kann doch gar nicht sein, Dr. Schmelting.
03:34Die Ursache könnte ein seelischer Schock sein.
03:39Hervorgerufen durch den Stress der Operationen oder persönliche Erlebnisse.
03:44Sie meinen, die Augen funktionieren, weil der Verstand blockiert den Sehnerv?
03:49So ungefähr.
03:51Und wie stehen die Chancen, dass ich wieder sehen kann?
03:54Wir werden bei Ihnen weitere Untersuchungen machen.
03:57Falls keine organische Ursache vorliegt, kommen Sie in neurologische und psychologische Behandlung.
04:03Mehr kann ich leider im Moment auch nicht sagen.
04:06Kommen Sie, Schwester.
04:08Danke, Dr. Schmelting.
04:11Danke schön.
04:12Alles wird gut.
04:13Ich weiß nicht.
04:16Ich fühle mich so...
04:19so helflos.
04:35Was soll ich glauben?
04:37Belügt mich mein Vater?
04:40Oder erzählt mir Toni wieder eine seiner vielen Geschichten?
04:45Aber wenn mein Vater...
04:47wenn er schuld an ihrem Tod ist,
04:51wie soll ich das David sagen?
04:53Wie wird er reagieren?
04:54Und wie geht es mit uns weiter?
05:12Nach dem Tod von Davids Mutter hat Raphael sich sehr verändert.
05:18Er ist kühler, härter geworden, auch mir gegenüber.
05:20Und als ich ihn dann noch damit konfrontiert habe, dass Fritz ein leiblicher Vater ist...
05:25Das war sicher ein Schock.
05:27Aber er hat es längst gewusst.
05:30Ja, er hat es sicher nicht immer bitte leicht gehabt.
05:36Sie aber auch nicht?
05:38Wissen Sie,
05:39nachdem ich Fritz wiedergefunden habe
05:41und wir jetzt Mann und Frau sind,
05:43bin ich glücklicher denn je.
05:45Da hat selbst Raphaels Ablehnung
05:47nicht unser Glück trüben können.
05:51Als mein Mann mich verlassen hat,
05:53da dachte ich auch,
05:53ich verkrafte das nicht.
05:56Ja, aber es war ein Neuanfang.
05:59Ja.
06:03Wissen Sie,
06:04an manchen Tagen,
06:05da wollte ich einfach nur wegrennen
06:07und alles hinschmeißen und...
06:09und dann habe ich es doch geschafft.
06:11Sie sind eine bemerkenswerte Frau.
06:13Oh, danke.
06:15Ich bin wirklich viel stärker,
06:17als ich es jemals für möglich gehalten hätte
06:18und sie.
06:19Sie sind das auch, Amelie.
06:21Naja.
06:23Manchmal gerate ich an meine Grenzen.
06:26Ja,
06:27das Gefühl kenne ich.
06:30Aber sie sind nicht allein.
06:32Immerhin sind wir bald eine Familie
06:34und wir alle stehen hinter ihnen.
06:37Ach,
06:37jetzt weiß ich,
06:38von wem Lena
06:39ihre Herzlichkeit und Färme hat.
06:42Je größer die Familie,
06:44desto besser.
06:47Ach.
06:59Raphael,
07:00was machst du da?
07:01Taschentücher,
07:02ich suche Taschentücher.
07:03Ja.
07:05Du solltest dich besser hinlegen,
07:06nicht, dass du noch fällst.
07:09Kann ich dir irgendwas bringen?
07:10Lass mich doch einfach alle in Ruhe.
07:15Ich weiß,
07:15es ist nicht leicht für dich.
07:17Linda, bitte.
07:18Ich brauche kein Mitleid,
07:20ich will das nicht.
07:21Ich bemitleide dich nicht,
07:22ich möchte dir nur helfen.
07:26Aber bitte.
07:28Linda,
07:29Linda.
07:31Entschuldige,
07:32es tut mir leid.
07:36Linda,
07:39du kannst wirklich nichts dafür,
07:41dass ich blind bin.
07:43Darin ist allein Vanessa schuld.
07:54Hey,
07:55Conny.
07:56Hey.
07:57Ich wollte mich ganz schnell von dir verabschieden.
07:59Heute vermisse ich jetzt schon.
08:00Was macht man eigentlich
08:02auf so einem Film, Fels?
08:03Ach Gott,
08:03man trifft Produzenten,
08:04Schauspieler,
08:05redet mit anderen Regisseuren.
08:06Das sind ganz interessante Leute,
08:08die man da trifft.
08:09Naja,
08:09hoffentlich nicht Scarlett Johansson,
08:11Julia Roberts oder Angelina Jolie.
08:13Hallo?
08:14Die haben alle keine Chance gegen dich.
08:16Naja,
08:17ich bin ja morgen auch wieder da.
08:18Ich freue mich schon.
08:19Und dann müssen wir unbedingt
08:20den Junggesellenabschied
08:21für David und Lina organisieren.
08:23Außerdem haben wir kein Hochzeitsgeschenk
08:25und das Wichtigste,
08:26die Trauzeugenrede.
08:27Das sind ja wir.
08:28Ja,
08:28deswegen müssen wir sie auch schreiben.
08:31Du kannst ja auf der Fahrt
08:32schon mal drüber nachdenken.
08:33Mach ich.
08:34Tschüss,
08:35mein Herz.
08:38Lena,
08:39hi.
08:39Und tschüss,
08:40hab's eilig.
08:41Tschüss.
08:44Hey.
08:45Hey.
08:47Alles okay?
08:49Naja.
08:50Komm,
08:50ich mache uns erst mal
08:51zwei heiße Schokoladen mit Sahne.
08:54Ich habe mit meinem Vater gesprochen.
08:56Ich weiß nicht mehr,
08:57was ich glauben soll,
08:57ich kann.
09:06Bist du dir eigentlich wirklich sicher,
09:07dass Vanessas Kind von David ist?
09:09Ja.
09:12Lena meint,
09:12Vanessa lügt.
09:14Natürlich glaubt Lena das.
09:16Liebe macht ja bekanntlich.
09:19Sie will meinen Sohn heiraten.
09:22In wievielten Monat ist sie denn?
09:24Im fünften.
09:27Ich habe mich so auf dieses Kind gefreut.
09:31Bin fast wahnsinnig geworden,
09:32als ich erfahren habe,
09:33dass es von David ist.
09:37Liebst du Vanessa noch?
09:40Linda,
09:42du bist die Frau,
09:43die ich liebe.
09:47Vanessa
09:48empfinde ich nur noch
09:49Hass.
09:51Liebe und Hass
09:52liegen manchmal nah beieinander.
09:56Sie hat mich die ganze Zeit
09:57nur ausgenutzt,
09:58belogen und betrogen.
10:00Du hast sie auch betrogen,
10:02Raphael.
10:03Mit mir.
10:05Und mich hast du mit ihr betrogen.
10:09Es tut mir leid.
10:12Linda.
10:16Linda,
10:17vergiss die Vergangenheit.
10:20Jetzt bist du alles für mich.
10:28Aufregung ist in Ihrem Zustand
10:30absolut verboten,
10:31Herr von Ahrensberg.
10:32Du wirst mich nicht mehr.
10:34Jetzt, wo ich hilflos
10:35und auf andere angewiesen bin.
10:37Das ist es nicht.
10:39Versteh doch nach allem,
10:40was passiert ist.
10:42Du hast auf einen Menschen geschossen.
10:44Das,
10:45das heißt,
10:47das heißt nicht,
10:48dass meine Gefühle
10:49für dich plötzlich weg sind.
10:52und...
10:53Du empfindest also noch
10:54etwas für mich?
10:59Trotzdem,
11:00ich kann nicht einfach so tun,
11:01als wäre nichts passiert.
11:03Wenn was ist,
11:04dann melde dich bitte.
11:06Die Klingel ist,
11:07ist hier.
11:08Hier.
11:12Ich schaue später
11:13nochmal nach dir.
11:28Hat Toni gesagt,
11:29warum er das Armband
11:30im Schloss stehlen wollte?
11:32Natürlich nicht,
11:33weil er darauf keine Antwort hat.
11:36Trotzdem ist es merkwürdig,
11:37dass sich mein Vater
11:38schon damals
11:38für das Armband interessiert hat.
11:40Er wollte sogar
11:40für mich aufbewahren.
11:42Damit es nicht wegkommt,
11:43weil es sehr wertvoll ist.
11:44Ich habe das Gefühl,
11:45dass mir mein Vater
11:46nicht die Wahrheit sagt.
11:47Ich glaube,
11:47Toni sagt ihm
11:48nicht die Wahrheit.
11:51Und wenn Sie beide gelogen haben?
11:55Ich habe Toni
11:56jahrelang vertraut,
11:57um dann festzustellen,
11:58dass er mich
11:59all die Jahre belogen hat.
12:01Und mein Vater
12:02war mein Vorbild für mich.
12:03Gratlinig,
12:04integer.
12:06Bis auf seine Affäre
12:07mit Gaby.
12:08Ja.
12:10Auch er hat uns
12:11jahrelang getrunken.
12:13Er hat uns
12:14die Beziehung
12:14verheimlicht.
12:17Keiner wusste was davon.
12:18Wer weiß,
12:18was er noch gemacht hat.
12:21Und Toni,
12:21ich weiß nicht mehr,
12:22was ich machen soll.
12:23Das ist auch schwierig.
12:28Ich muss
12:29mit David reden.
12:32Wie soll ich denn das machen?
12:33Soll ich ihm sagen,
12:35Toni und mein Vater,
12:36die haben vielleicht
12:38was mit dem Tod
12:39deiner Mutter zu tun?
12:40Naja,
12:41vielleicht aber doch auch nicht.
12:42Ich würde erst
12:43mit David reden
12:43an deiner Stelle,
12:44wenn ich was wirklich
12:45Konkretes weiß.
12:48Vertrauen ist das
12:49Wichtigste
12:49in einer Beziehung,
12:50Toni.
13:06Sie ist gerade eingeschlafen.
13:08Bin ich froh,
13:09dass sie wieder gesund ist.
13:16Ronja,
13:17diese augante Ziege.
13:18Bei jeder Gelegenheit
13:19zeigt sie mir,
13:20so eine dumme
13:20kleine Anfängerin ich bin.
13:22Jetzt lass dich
13:22von dir nicht so unterkriegen.
13:24Du bist viel besser als sie.
13:26Ja,
13:27du hast recht.
13:28Ich nehme jetzt
13:28erst mal
13:28ein Entspannungsbad.
13:30Ich komme gleich nach,
13:31wenn ich Emma
13:31ins Bettchen gebracht habe.
13:33Lena's Kleid
13:34ist wunderschön, Pia.
13:35Mein Hochzeitsleid
13:36musst du auch schneiden.
13:37Versprich mir das.
13:38Hoch und heilig.
13:39Wenn du mir versprichst,
13:40dass du dir
13:41den richtigen aussuchst.
13:43Oh Mann,
13:43gibt es hier eigentlich
13:43noch ein anderes Thema
13:44als heiraten?
13:45Nein,
13:46nicht bis nächste Woche.
13:48Ach,
13:49sie schläft schon.
13:50Gute Nacht,
13:51meine Süße.
13:53Ich bringe sie ins Bettchen.
14:02Was ist denn jetzt
14:03mit dir und Raphael?
14:04Es ist nicht leicht
14:05für ihn plötzlich
14:06nichts mehr zu sehen.
14:08Und wie ist es
14:09für dich?
14:10Es ist total ungewohnt,
14:12ihn so hilflos zu erleben.
14:17Kann ich mir denken.
14:19Ausgerechnet er,
14:20der immer so dominant war.
14:22Seine Blindheit hat etwas
14:24in ihm bewirkt, Pia.
14:26Sogar mit seinem Sohn
14:27hat er sich versöhnt.
14:29Warum waren die beiden
14:30eigentlich zerstritten?
14:33Irgendeine Familienangelegenheit.
14:37Und du und er,
14:38ihr seid jetzt
14:40so richtig zusammen?
14:42Ach, Pia,
14:45Raphael hat mich
14:45schon so oft verlassen.
14:47Ich weiß nicht,
14:48ob ich ihm wirklich
14:49wieder vertrauen kann.
14:52Es ist gut,
14:52wenn du vorsichtig bist.
14:56Hier ist die Mailbox
14:57von Tony Weiss.
14:58Bitte hinterlassen Sie
14:59eine Nachricht
15:00oder versuchen Sie es
15:00später nochmal.
15:09Ja, danke,
15:10dass du kein Wasser
15:11nachgefüllt hast.
15:12Oh, sorry,
15:13ich war in Gedanken.
15:15Holst du mich nach Hause?
15:17Ich musste noch
15:17was erledigen.
15:23Dann kann einer
15:24von euch beiden
15:24das mal checken?
15:26Mirri Betrugswell,
15:27ich will wissen,
15:27ob die irgendeinen
15:28Zusammenhang haben.
15:29Ich habe gerade
15:29ein bisschen Luft.
15:30Danke.
15:34Sonst?
15:35Alles okay?
15:36Zwei Anrufe wegen
15:37Diebstahl,
15:38drei Sachbeschädigungen,
15:40alles wie immer.
15:49So unpersönlich,
15:50was ist los?
15:52Ach,
15:53ich brauche erst mal
15:53Abstand.
15:56Abstand?
15:57Ich dachte,
15:57das wäre geklärt
15:58zwischen euch beiden.
16:00Das ist ja auch.
16:01Ich habe einen klaren
16:02Schlussstrich gezogen.
16:03Was?
16:06Mir ist einfach klar geworden,
16:07dass Gabis Gefühle
16:08für mich nicht ausreichen.
16:10Glaubst du wirklich?
16:12Frank,
16:13ich habe wirklich
16:13alles versucht,
16:14das ist aussichtslos.
16:16Ich komme einfach
16:17nicht damit klar,
16:17nicht zu wissen,
16:18woran ich bin.
16:20Das ist besser,
16:20klare Verhältnisse zu schaffen.
16:22Ich hätte es dir gewünscht,
16:23Peter.
16:23Wirklich.
16:25Tschüss.
16:26Tschüss.
16:27Tschau.
16:34Ach, Vanessa.
16:36Wo waren Sie denn?
16:37Ich habe Sie vorhin
16:38überall gesucht.
16:40Ich hätte mich hingelegt.
16:41Wahrscheinlich habe ich deshalb
16:42Ihr Klopfen nicht gehört.
16:44Waren Sie bei Raphael
16:45in der Klinik?
16:46Ist die OP gut verlaufen?
16:47Raphael ist gerade
16:48aus der Narkose erwacht,
16:49aber es gab
16:51Komplikationen, Vanessa.
16:53Es sieht nichts mehr.
16:55Was?
16:57Er ist blind.
16:59Aber wie konnte das passieren?
17:00Es hieß doch,
17:01es sei ein ganz harmloser Eingriff.
17:02Ja, Dr. Schmelting sagt,
17:04es sei nichts Organisches.
17:06Seine Blindheit ist wohl
17:08durch einen Schock
17:09ausgelöst worden.
17:13Das ist ja schrecklich.
17:16Dass er nichts mehr sieht,
17:18hat psychische Ursachen.
17:20Deshalb bin ich überzeugt davon,
17:22dass er irgendwann wieder sehen wird,
17:23wenn wir ihm jetzt alle beistehen.
17:26Und vor allem braucht er jetzt
17:27Ihre Unterstützung, Vanessa.
17:29Deswegen wäre es sehr gut,
17:31wenn Sie so bald wie möglich
17:32ins Krankenhaus fahren würden.
17:33Das würde ich ja gerne,
17:34aber mir geht das nicht so gut.
17:35Ja, dann müssen Sie
17:37noch mal zu der Ärztin fahren.
17:38Nehmen Sie sich ein Taxi
17:39und bei der Rückfahrt
17:40können Sie bei Raphael vorbeischauen.
17:43Bitte, er braucht sie jetzt.
17:46Und Minnie braucht dringend ein Bart.
17:48Sie ist gerade
17:48durch alle Pfützen gehüpft.
17:50Wo ist sie denn?
17:52Schätze mal hinterm Sofa,
17:53wie immer, wenn sie das Wort Bart hört.
17:55Ich kümmere mich.
17:56Ich kümmere mich.
18:02Ich kann nicht ins Krankenhaus fahren.
18:04Isabel, das überstehe ich nicht.
18:05Du musst Raphael besuchen,
18:07wenn du vor Amelie und Fritz
18:08sein Gesicht wahren willst.
18:10Minnie?
18:11Ich bin heilfroh,
18:13wenn ich ihn erstmal
18:13eine Weile nicht sehen muss.
18:15Da fahre ich deutlich freiwillig zu ihm.
18:16Du bist seine Verlufte
18:18und du bist die Mutter
18:19von Amelies und Fritz' Enkel.
18:21Du musst jetzt
18:22die liebevolle Gattin spielen.
18:23Sonst fliegst du aus diesem Schloss
18:24schneller als dir lieb ist.
18:26Ich will hier aber nicht weg.
18:28Ich will in Davids Nähe bleiben.
18:35Schwesterchen,
18:36tu dich bitte mit Toni zusammen.
18:38Er ist der Vater deines Kindes.
18:40Ihr mögt euch.
18:41Ich spüre das.
18:43Ich habe mich doch nicht
18:43ein ganzes Leben abgestrampelt,
18:45um am Ende
18:45bei einem Automechaniker zu landen.
18:47Mann!
18:48Lieber ein armer Automechaniker,
18:50der dich liebt,
18:50als ein reicher Adliger,
18:51der dich umbringt.
18:52Nein, Isabel.
18:54Mir steht das Wasser
18:55zwei bis zum Hals,
18:56aber so weit
18:56ist es nun auch wieder nicht.
19:00Wo willst du hin?
19:02Es geht dich gar nichts an.
19:06Mimi!
19:07Ja, fein!
19:09Ja, komm her.
19:10Ja, komm, komm her.
19:12Ja, komm, komm her.
19:13Jetzt komm.
19:13So.
19:15Ja.
19:37Und er ist blind?
19:39Ja.
19:41Aha.
19:44Das hat aber nichts
19:45mit dem Sturz zu tun.
19:46Nein, sein Zustand
19:47hat psychische Ursachen.
19:50Naja.
19:51Wenigstens bin ich nicht schuld.
19:53Ich auch nicht.
19:56Und außerdem,
19:57wenn du Raphael
19:57nicht aufgehalten hättest,
19:58dann wäre er längst
19:59mit meinem restlichen Geld
20:00in Rio.
20:03Was mache ich eigentlich,
20:04wenn Raphael mich anzeigt?
20:06Wenn er der Polizei vorlügt,
20:07dass ich ihn zu Boden
20:09gestoßen habe?
20:10Das wird er nicht.
20:12Was soll ihn davon abhalten?
20:13Ja, das...
20:15Keine Ahnung.
20:20Ich weiß,
20:21zu was dieser Mann fähig ist
20:22und zu was nicht.
20:24Naja.
20:26Diesmal hast du ihn ja unterschätzt.
20:28Solange Raphael blind ist
20:30und im Krankenhaus liegt,
20:30kann er mir gar nichts tun.
20:36Irgendwann wird er hier
20:37wieder aufs Schloss zurückkommen.
20:39Und dann?
20:41Ich weiß es nicht.
20:45Toni,
20:46halt mich bitte einfach nur fest.
21:04David?
21:06David?
21:09Ich habe vorhin mit meinem Vater geredet.
21:16Schläfst du?
21:18Nein, nein.
21:19Ich stelle mir gerade vor,
21:20wie es sich anfühlen muss,
21:21wenn man
21:22nichts mehr sieht.
21:25Ewiges Schwarz.
21:27Ich muss schrecklich sein.
21:32Ich glaube,
21:32für mich wäre es viel,
21:33viel schlimmer,
21:34wenn man
21:35gar nichts mehr hören könnte.
21:38Weil du Musiker bist,
21:39aber dein Vater.
21:40Ach, das ist doch ganz egal,
21:41ob blind oder taub.
21:43So was wünscht man niemandem.
21:45Sollen wir die Hochzeit verschieben?
21:47Nein.
21:49Nein, auf keinen Fall.
21:50Da freue ich mich schon
21:51mein ganzes Leben drauf.
21:54Ich mich auch.
21:57Meine Mutter hat das
21:58Hochzeitskleid fast fertig.
21:59Das ist ein Traum aus...
22:01Psst!
22:02Das darfst du mir noch gar nicht sagen.
22:04Ich wurde Hochzeit.
22:07Ich dachte,
22:07du darfst es nur nicht sehen.
22:09Nein, man darf es auch nicht wissen.
22:12Lena, noch vier Tage.
22:14Noch vier Tage
22:15und dann sind wir endlich Mann und Frau.
22:19David, ich...
22:20Ich liebe dich.
22:22Und wie?
22:27Am liebsten würde ich dir jetzt schon
22:29den Ring auf den Finger stecken
22:31und mit dir einfach
22:31in den Sonnenuntergang reiten.
22:34Ich auch.
22:37Aber das können wir unserer Familie
22:39und unseren Freunden nicht antun.
22:40Ja, ich weiß.
22:42Außerdem wird unsere Hochzeit
22:43der schönste Tag in unserem Leben.
22:47Ja, das glaube ich auch.
22:49Und ich verspreche dir,
22:51dass jeder Tag, jede Stunde,
22:53jede Sekunde danach
22:54mindestens genauso schön sein wird.
23:14Amelie, wird das nicht ein bisschen viel?
23:17Solltest du dich deine Krankenbesuche
23:18mit Vanessa teilen?
23:20Aber sie musste zum Arzt.
23:22Was denn jetzt noch?
23:24Ach bitte, Fritz.
23:25Sie fühlt sich einfach nicht gut.
23:26Schau mal,
23:28ich möchte doch nur,
23:29dass du dich nicht übernimmst.
23:33Fritz,
23:34meinst du,
23:35dass Raphael
23:36irgendwann wieder gesund wird?
23:38Ich hoffe es.
23:39Vor allem für dich.
23:41Aber Fritz,
23:41es geht nicht um mich,
23:43es geht um unseren Sohn.
23:45Weißt du,
23:45so hilflos
23:46habe ich ihn noch nie erlebt.
23:48Er war doch immer
23:49ein selbstständiger Mann
23:50und jetzt?
23:52Raphael wird es nicht leicht fallen,
23:54auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.
23:56Ja,
23:57deshalb müssen wir
23:57ganz normal mit ihm umgehen.
24:00Er darf sich gar nicht
24:00erst hilflos fühlen.
24:03Ich würde dir so gern helfen.
24:05Aber ich fürchte mal,
24:07Raphael legt keinen besonderen Wert
24:09auf meine Nähe.
24:10Naja,
24:11vielleicht ändert sich das ja jetzt.
24:13Hast du nicht auch gemerkt,
24:14dass er seit seinem Unfall
24:16so anders ist?
24:17Ja, das stimmt.
24:18Und er ist nicht mehr
24:19so abweisend wie früher.
24:21Ja.
24:22Für seine Verhältnisse
24:23ist er schon
24:24beinahe versöhnlich.
24:26So eine Krankheit
24:28kann einen Menschen verändern.
24:30Ach, Fritz.
24:31Ich bin so froh,
24:33dass ich dich jetzt
24:34an meiner Seite habe.
24:39Danke.
24:39Bis gleich.
24:48Da sind ein paar spannende
24:50Geschichten dabei.
24:51Alles Krimis.
24:52Aber
24:53sowas magst du ja nicht,
24:54wa?
24:55Danke, Mutter.
24:56Das ist lieb von dir.
24:58Ich soll dich von Fritz
25:00herzlich grüßen.
25:01Er macht sich
25:02große Sorgen um dich.
25:04Soll ich dir
25:05eine CD einlegen?
25:06Nein, lass.
25:07Ich versuche das
25:08nachher allein.
25:09Und sonst kann mir
25:10auch eine der
25:10Schwestern helfen.
25:13Na, Raphael,
25:14sei nicht traurig,
25:15dass Vanessa
25:16noch nicht hier war.
25:17Weißt du,
25:17es geht ihr nicht gut.
25:18Die Schwangerschaft
25:20macht ihr immer noch
25:20ganz schön zu schaffen.
25:22Aber wenn es ihr
25:23wieder besser geht,
25:25kommt sie dich besuchen.
25:26Ganz bestimmt.
25:27Ich verzeihe,
25:28Vanessa,
25:28fast alles.
25:30Wieso fast?
25:32Es gibt schon ein paar
25:33Dinge, die ich hier
25:34übel nehmen würde.
25:36Aber dazu gehört
25:37kein verpasster
25:38Krankenhausbesuch.
25:41Sag mal,
25:42Raphael,
25:44möchtest du nicht
25:45endlich mit Fritz
25:46deinen Frieden schließen?
25:47Er ist doch
25:48immerhin dein Vater.
25:50Solange ich ihn
25:51nicht sehen muss.
25:52Also bitte,
25:53mach nicht solche Witze,
25:55bitte.
25:56Mutter,
25:56ich habe im Moment
25:57ganz andere Probleme.
25:59Sie haben mich
26:00nochmal von Kopf
26:01bis Fuß untersucht
26:02und es gibt
26:03definitiv keine
26:04organische Ursache
26:05für meine Erblindung.
26:06Ja,
26:07aber das ist doch gut.
26:08Dann kannst du
26:09vielleicht viel
26:10schneller sehen,
26:11als du denkst.
26:12Wann wirst du denn
26:12denn lassen?
26:13Keine Ahnung.
26:17Tut mir leid,
26:18dass ich dir
26:18so viel Kummer mache.
26:20Aber das macht
26:21doch nichts, Junge.
26:24Hauptsache,
26:24du wirst wieder gesund.
26:50bitte nicht.
26:55Habt ihr was mit dem Tod von Julia von Ahrensberg zu tun?
27:23Noch Tee?
27:24Ja, danke.
27:30Ich habe gestern noch ein bisschen in deinen alten Fotos gestöbert.
27:36Das hier hat mich besonders berührt.
27:42Ach ja, da waren Raphael und Julia richtig glücklich.
27:47Ja, seine Frau Julia muss eine beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein.
27:54Schön und stolz und dann dieses warme Lächeln.
28:01Ja, ihr Tod war für uns alle eine Tragödie.
28:08Wieso ist der Täter eigentlich nie gefasst worden?
28:13Tja, da musst du die Polizei fragen.
28:17Gestern ist etwas Eigenartiges passiert.
28:21Lena hat genauso ein Armband.
28:25Es sieht jedenfalls so aus wie das von Julia.
28:28Welches Armband denn?
28:53Gabi hatte gestern einen Spätansatz.
28:55Soll ein schlimmer Unfall mit Todesfolge gewesen sein.
29:11Gabi?
29:14Es geht schon wieder.
29:17Der Unfall gestern Abend.
29:21Ein junger Mann wurde an der Ampel angefahren.
29:24Der Fahrer des Wagens beging Fahrerflucht.
29:27Der junge Mann starb noch am Unfallort.
29:30Immerhin im Arm.
29:33Er war erst 20.
29:35Oh Mann.
29:39Später stellte sich dann heraus, dass der Fahrer zwei Promille im Blut hatte.
29:44Ganz ehrlich, am liebsten hätte ich ihn einfach.
29:48Fahrerflucht ist wirklich das allerletzte.
29:50Jetzt bin ich auch noch erkältet.
29:54Frank, kannst du mich bitte nach Hause bringen und dich und Benjamin kümmern?
30:00Ja, klar.
30:01Warum ist er eigentlich nicht bei der Tagesmutter?
30:04Die ist genauso krank wie ich.
30:17Du kommst gerade richtig.
30:18Kannst du mir mal helfen?
30:27Warum hast du mir nicht erzählt, dass du das Armand meiner Mutter hast?
30:32Weil das noch gar nicht sicher ist.
30:34Ich war bei einem Juwelier.
30:36Es ist kein Undikat.
30:36Es kann mehrere davon geben.
30:37Trotzdem.
30:39Du weißt, dass ich schon seit langem versuche herauszufinden, was mit meiner Mutter passiert ist.
30:42Ich verfolge jeden noch so kleinen Hinweis, Lena.
30:45Ich wollte es dir sagen.
30:47Gestern Abend.
30:48Du warst so besorgt wegen deinem Vater.
30:50Und dann haben wir über unsere Hochzeit gesprochen.
30:52Ich wollte diesen schönen Moment nicht kaputt machen.
30:57Woher hast du das Armband?
30:59Ich habe es von Toni zur Verlobung bekommen.
31:01Es ist ein Familienerbstück.
31:03Toni?
31:06Du hast das Armband von Toni?
31:08Ein Familienerbstück?
31:09Und das hast du ihm geglaubt?
31:15Lena, was hat Toni mit dem Tod meiner Mutter zu tun?
31:17Ich weiß es nicht.
31:19Ich hoffe nichts.
31:21Die Polizei ist dran an dem Fall.
31:23Mein Vater kümmert sich darum.
31:24Also wenn Toni, Lena, dein Ex-Freund hat vielleicht das Leben meiner Mutter auf dem Gewissen.
31:32Es ist doch nur ein Verdacht.
31:34Wir müssen der Sache auf den Grund gehen.
31:36Am besten ich rede nochmal mit Toni.
31:38Nein, nein, nein, nein.
31:40Überlass das mir.
32:02Was ist denn los mit dir?
32:04Du bist in den letzten Tagen so anders.
32:07Das ist nichts.
32:08Ich bin noch müde.
32:11Möchtest du was trinken?
32:12Nein, danke.
32:13Leg dich hin.
32:13Ich bring dir gleich den Tee.
32:16Danke.
32:29Na, mein Kleiner.
32:40Ich bin kein schlechter Mensch.
32:49Ich habe einen Fehler gemacht.
32:54Schrecklichen Fehler.
32:59Ich würde es so gerne rückgängig machen, aber es geht nicht.
33:09Egal, was kommt, ich habe dich ganz toll lieb.
33:17Wir haben beide Fehler gemacht, Frank.
33:20Und du bist kein schlechter Vater, im Gegenteil.
33:25Danke.
33:27Wunderbar, das haben Sie sehr schön gemacht.
33:29Dankeschön.
33:30Könnten Sie bitte die Haube der Dame ausstehen?
33:32Ja, sofort.
33:33Gehen Sie schon mal zur Kasse, ich bin mal bei Ihnen.
33:37Geht gleich weiter.
33:48Dann auf Lamm, mein Name ist Jasmin Blum.
33:50Was kann ich für Sie tun?
33:52Kein Problem, wann passt es Ihnen denn?
33:54Gut, dann trage ich Donnerstag 13 Uhr für Sie ein.
33:57Alles klar, bis Donnerstag.
33:58Tschüss.
34:01Jasmin, das läuft ja super.
34:02Danke, auch dafür, dass Sie mir die Chance gegeben haben.
34:05Na ja, das hast du wirklich toll gemacht.
34:07Was riecht denn hier so?
34:17Sie haben vergessen, die Haube auszustellen.
34:19Kannst sicher nicht, ich schwöre, ich habe es ausgestellt.
34:23Das tut mir sehr leid.
34:25Jasmin wird Ihnen den Schall auf jeden Fall ersetzen.
34:37Was willst du denn hier?
34:40Woher hast du das Armband, das du Lena zur Verlobung geschenkt hast?
34:43Was geht dich das denn an?
34:45Eine ganze Menge.
34:46Es gehörte meiner Mutter.
34:49Deiner Mutter?
34:50Ganz genau.
34:52Sie trug es an ihrem Todestag und danach war es einfach weg.
34:56Das heißt, derjenige, der jetzt im Besitz dieses Armbandes ist, hat irgendetwas mit dem Tod meiner Mutter zu tun.
35:01Hey, jetzt komm mal wieder runter.
35:03Das Armband muss ja nicht genau dasselbe gewesen sein.
35:06Die Dinger gibt es wie Sand am Meer.
35:08Nein, das war ein sehr seltenes Schmuckstück.
35:11Ich habe es gekauft.
35:13Dann zeig mir die Quittung.
35:14Quittung? Ich habe keine Quittung.
35:16Das war nicht gerade legal, weißt du?
35:18Natürlich.
35:21Glaubst du, ich kann mir sowas leisten?
35:23Ich habe mich umgehört, ob jemand sowas zu verticken hat.
35:26Heleware.
35:27Klar.
35:29Du kannst dir natürlich sowas leisten.
35:32Genau deshalb habe ich das auch gemacht.
35:34Ich wollte Lena beweisen, wie sehr ich sie liebe.
35:37Ihr was bieten.
35:38Das kannst du doch verstehen, oder?
35:40Von wem hast du das Armband gekauft?
35:43Ich weiß nicht mehr, von so einem Typen, der ist Thies.
35:46Mehr weiß ich auch nicht.
35:47Thies.
35:48Und wie bist du an diesen Thies gekommen?
35:50Tipp von einem Bekannten.
35:52Tipp von einem Bekannten.
35:53Name, Adresse.
35:55Ein Bekannter von einem Bekannten.
35:56Du weißt doch, wie sowas geht.
35:57Wo hast du Thies getroffen?
36:00Ich weiß nicht mehr.
36:02In so einer Kneipe.
36:03Ich glaube, in Kapitänz.
36:04Du glaubst es oder du weißt es?
36:06Hey.
36:07Ich konnte damals kaum noch klar denken.
36:10Ich wollte nur Lena beweisen, wie sehr ich sie liebe.
36:14Ich wollte sie nicht an dich verlieren.
36:16Das kannst du doch verstehen, oder?
36:21Okay.
36:23Gut.
36:33Ich hätte David gleich von dem Armband erzählen sollen.
36:36Aber ich wollte erst mehr rausfinden.
36:38Zumal ich es von Toni habe.
36:40Hast du ihn gefragt, woher er es hat?
36:42Er sagt, es wäre ein Familienerbstück.
36:45Und du meinst, Toni hat irgendetwas mit Julias Tod zu tun?
36:49Ich weiß gar nicht mehr, was ich glauben soll.
36:53Fakt ist, das Armband ist kein Undikat.
36:55Es gibt mehrere davon.
36:57Und das von Tonis Mutter muss nicht dasselbe sein wie von Davids Mutter.
37:01Jetzt mach dir mal keine Sorgen, Lena.
37:04David kann dir gar nicht lange böse sein.
37:07Es ist doch ganz klar, dass du erst mal wissen wolltest, was es mit diesem Armband auf sich hat.
37:13Und David ist sehr sensibel, wenn es um den Tod seiner Mutter geht.
37:17Du weißt doch, er ist nach Amerika gegangen, um erst mal alles zu vergessen.
37:21Aber das konnte er nicht.
37:23Wir haben dir aufgehört, darüber nachzudenken.
37:27Es war ein Schlag für David.
37:29Ein sehr schwerer Schlag.
37:32Die geliebte Mutter zu verlieren und nicht zu wissen, wer daran schuld ist,
37:36das lässt einem keine Ruhe.
37:39Ich hoffe, er kann mir verzeihen.
37:41Aber Lena, David weiß doch, dass du an seiner Seite stehst.
37:47Also, ich finde das Gedeck mit dem Goldrand, das ist äußerst elegant.
37:53Also, ich finde das andere ja moderner.
37:58Also, dann soll es das sein.
38:02Du, ich muss noch los.
38:04Kann ich dich damit alleine lassen?
38:05Aber natürlich.
38:06Isabelle räumt das alles auf.
38:09Danke.
38:13Dankeschön.
38:23Na, hast du schon Feierabend?
38:25Ich wurde nach Hause geschickt.
38:28Oh, warum das denn?
38:30Eine Kollegin im Salon kann mich nicht leiden.
38:33Ich habe den Infrarotschraller zur Seite geschoben und ausgestellt.
38:35Und sie hat ihn absichtlich wieder angestellt.
38:38Ja, der schallt einer Kunde hinternehmen und ist dadurch angekuggelt.
38:43Vermutest du nur, dass sie es absichtlich getan hat, oder hast du es gesehen?
38:46Ich weiß, dass ich den Regler ausgestellt habe.
38:48Und sie war die Einzige, die danach noch an dem Gerät war.
38:51Versuch, über den Dingen zu stehen und lass diese Ronja wissen, dass du sie durchschaut hast.
38:57Ja, und dann?
38:58Dann beweist du mit Fleiß und viel Engagement, was du wirklich drauf hast.
39:08Schau mal, Jasmin.
39:10Das gehört jetzt irgendwie auch zu deiner Ausbildung.
39:14Situationen durchzustehen, die nicht ganz fair sind und tapfer weiterzumachen.
39:20Ich weiß nicht, ob ich das kann.
39:22Natürlich kannst du das.
39:24Ganz bestimmt.
39:25Und du wirst sehen, wenn du das schaffst, dann ist alles andere viel, viel leichter.
39:32Ich versuch's.
39:39Ach, Vanessa.
39:41Was hat denn die Ärztin zu den Kopfschmerzen und dem Schwindel gesagt?
39:44Ich soll mich schonen.
39:46Deshalb möchte ich vorerst auch nicht zu Raphael ins Krankenhaus fahren.
39:49Vanessa, ganz ruhig.
39:51Denken Sie an das Baby.
39:53Ja, Sie haben recht.
39:55Das ist im Moment das Wichtigste.
39:56Ich habe natürlich mit Raphael telefoniert.
39:58Wissen Sie, was mich besonders traurig macht?
40:02Dass er erst mal nicht bei der Hochzeit seines Sohnes dabei sein kann.
40:04Aber warum soll er denn nicht dabei sein?
40:06Er ist zwar blind, aber er kann doch mitfeuern.
40:09Also die Hochzeit, die wird auf keinen Fall verschoben.
40:12Die Kinder haben schon viel zu lange darauf gewartet.
40:27Jede Nacht habe ich dieses Bild vor mir.
40:30Wie sie plötzlich vor mir auftauchen wird.
40:34Weitaus gebreiteten Armen.
40:37Die Höhe dieses Quietschen von diesen Bremsen.
40:42Es ist ein dumpfen Schlag.
40:45Es ist ein Albtraum, aus dem ich nicht erwachen kann.
40:49Weil es Wirklichkeit ist.
40:54Immer wieder stelle ich mir die Frage.
40:56Warum?
40:58Warum habe ich nicht angehalten?
41:02Ich bin ausgestiegen und
41:05habe Ihnen geholfen.
41:08Warum habe ich nicht verhindert,
41:12dass Toni und ich
41:17anhalten
41:18und sie einfach nur
41:23zurücklassen.
41:24Papa!
41:27Was machst du denn hier?
41:30Ich...
41:31Warum weinst du?
41:34Ich...
41:35Ich halte das nicht mehr aus.
41:38Was ist denn los?
41:40Diese Lügen, diese Albträume.
41:44Es muss endlich Schluss damit sein.
41:51Ich bin schuld am Tod von Julia von Ahrensberg.
41:57Ich habe sie überfahren.
42:05David.
42:06Ich weiß, wer deine Mutter überfahren hat.
42:08Lena, ich bin froh, dass du mir das sagen willst, aber
42:11er wurde ja schon festgenommen.
42:12Wenn du dich stellst,
42:14dann wandern wir beide in den Knast.
42:15Und dann wirst du schon auch sehen, wie schnell es vorbei ist mit deinen guten Gefühlen.
42:18Mutig, von dir herzukommen.
42:20Was willst du mir schon tun,
42:21während wie du bist?
42:23Ich werde bald entlassen.
42:24Ja, aber leider nicht nach Hause,
42:27sondern in eine Spezialklinik für psychosomatische Erkrankungen.
42:30Psychosomatische Erkrankungen.
Kommentare

Empfohlen