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KurzfilmeTranskript
00:00Kann es sein, dass du hier irgendwo eine Kamera versteckt hast?
00:04Oder woher weißt du mal, was ich brauche?
00:06Hey.
00:11Ich hab Maya erklärt, dass sie und ich das, dass ich das nicht mehr kann.
00:15Du und ich?
00:16Hey.
00:17Wir haben uns getrennt.
00:19Ich hab irgendwie versucht, damit klarzukommen.
00:21Du kannst jetzt nicht einfach...
00:21Max, mir...
00:22Entschuldigung.
00:24Maya ist gerade mit einem Firmenwagen losgerast.
00:28Dana!
00:28Dana!
00:29Jonas!
00:30Du weißt, dass Oskar immer einen Weg findet, um zu bekommen, was er will.
00:36Deswegen werd ich mit David untertauchen.
00:38Was?
00:39Ich bin nur nochmal gekommen, damit wir uns verabschieden können.
00:44Und weil ich dich sehen musste.
00:47Ich hab einen Firmenwagen gefunden. Maya hatte einen Unfall.
00:51Sag mal, ist das nicht Mayas Schal?
00:54Ja.
00:55Maya!
00:56Maya!
00:58Maya?
00:59Maya?
01:01Oh nein.
01:02Maya, weißt du, wo wir sind?
01:03Ja, natürlich.
01:04In Marseille.
01:05Wo denn sonst?
01:06Ich bin nur noch ein.
01:12Ja, natürlich auch immer wieder.
01:14Und da ist ja, natürlich hier.
01:15Aber es ist wirklich wichtig, wo wir sind.
01:15Nein, nein, nein, nein.
01:17Und da ist ja, natürlich.
01:18Und da ist ja, natürliche.
01:19Nein, nein.
01:19Und da ist ja, natürliche.
01:20Und da ist ja, natürliche.
01:21A million miles from you, but if we stay strong, I know we'll make it through.
01:39Was ist denn los, Maximilian? Stimmt irgendwas nicht?
01:43Doch, doch.
01:47Es ist nur...
01:48Wir sind nicht in Marseille.
01:52Nein, wo denn dann?
01:56In Deutschland.
01:58Was? Aber was ist denn dann mit Finn? Er muss doch zur Schule.
02:02Er geht auf ein Internat.
02:04Maximilian, er ist zehn. Das finde ich nicht gut. Das kann ich nicht erlauben.
02:10Beruhig dich. Er geht auf ein Reitinternat. Das hatten wir so besprochen.
02:15Und Finn ist schon elf Jahre alt.
02:19Das kann gar nicht sein. Wir haben doch gerade erst den zehnten Geburtstag gefeiert.
02:26Das war vor über einem Jahr.
02:31Vor über einem Jahr?
02:33Du hattest einen Unfall. Du bist gerade erst aufgewacht.
02:44Was ich bestimmt bald an alles erinnere.
02:48Alles erinnere.
03:06Warte!
03:07Jonas, was soll das?
03:13Dana, bitte von dich.
03:15Wenn Oskar uns hier entdeckt...
03:16Ich kann dich nicht gehen lassen.
03:18Du wirst David wiedersehen. Ich verspreche es dir.
03:20Es geht mir nicht nur um David.
03:24Ich konnte es nicht zugeben, aber...
03:26ich will dich nicht verlieren.
03:28Und wir finden sicherlich eine Lösung, David vor Oskar zu beschützen, Dana.
03:33Hier können wir nicht bleiben.
03:38Dann lass uns zu mir fahren.
03:42Bitte.
03:45Wir fahren doch nicht zum Flughafen.
03:46Guten Morgen.
04:00Guten Morgen, na?
04:02Bitte schön.
04:04Für mich?
04:06Stefan, du weißt schon, dass ich da drüben ein Gewächshaus habe?
04:09Ja, ich weiß. Ich wollte ja auch eine Ignazisbunde mitbringen.
04:12Das ist gut gegen Stimmungsschwankungen.
04:14Alle Arten von Kummer, Nervosität und ähnliches.
04:17Aber die Frau in der Gärtnerei meinte,
04:19Petersilie hätte im Grunde genommen die gleiche Wirkung.
04:21Ja, im Grunde schon.
04:22Man enthält dir keinen Strichnin.
04:24Dafür reichlich Vitamin C.
04:26Danke.
04:28Komm, setz dich.
04:29Sag mal, ist das alles für uns?
04:31Sieht ja lecker aus.
04:33Wie komme ich zu der Ehre?
04:36Du hast mir gestern beim Umtopfen geholfen.
04:38Das war doch ein Vergnügen.
04:40Also für sowas kannst du mich jederzeit aus dem Bett klingeln.
04:42Pass auf, das mach ich.
04:43Ja.
04:45Ups.
04:47Nein, ernstes.
04:49Es war schön, dass du gestern da warst.
04:52Ich war mir erst mal nicht sicher, ob du mich nicht rauswerfen würdest.
04:56Wieso denn?
04:58So ein Gefühl.
05:00Also, ich meine, bei der Konkurrenz.
05:03Naja.
05:04Jetzt bist du ja hier.
05:09Ja.
05:10Tee?
05:12Ja.
05:13Weg mal.
05:14Danke, dass ich bei der Visite dabei sein durfte.
05:15Ja, gerne mal.
05:16Bis später.
05:17Wie siehst du aus, Doktor?
05:18Ja, also, der Unfall hat bei ihrer Frau zum einen eine retrograde Amnesie verursacht.
05:19Das heißt, dass sie sich beispielsweise nicht mehr an den Unfallhergang erinnern kann.
05:20Ja, aber sie kann sich auch nicht mehr an Sachen erinnern, die, also, dass wir uns getrennt haben.
05:21Dass wir jetzt hier in Deutschland leben.
05:22Ja, das ist das andere.
05:24Ja, aber das ist das andere.
05:25Das ist das andere.
05:26Das ist das andere.
05:27Ja, aber es ist das andere.
05:28Wie siehst du aus, Doktor?
05:29Ja.
05:30Danke, dass ich bei der Visite dabei sein durfte.
05:31Ja, gerne mal.
05:32Bis später.
05:33Wie siehst du aus, Doktor?
05:34Ja, also, der Unfall hat bei ihrer Frau zum einen eine retrograde Amnesie verursacht.
05:40Das heißt, dass sie sich beispielsweise nicht mehr an den Unfallhergang erinnern kann.
05:43Ja, aber sie kann sich auch nicht mehr an Sachen erinnern, die, also, dass wir uns getrennt haben, dass wir jetzt hier in Deutschland leben.
05:50Dass sie wahrscheinlich auf diese Weise versucht, etwas zu verdrängen, was für sie zu schmerzhaft ist, um es verarbeiten zu können.
05:58Ja, warum gerade jetzt? Ich meine, wir haben uns vor über einem Jahr getrennt, die Scheidung eingereicht.
06:02Ja, also, wenn man das immer so genau wüsste, wann und warum die Psyche zu so einem Mittel greift.
06:09Gab es in der letzten Zeit irgendein Ereignis, das ihr ihre Situation noch einmal besonders bewusst gemacht hat?
06:17Ja.
06:20Also eigentlich ist sie ins Auto gestiegen und losgefahren, weil ich ihr gesagt habe, dass es zwischen uns endgültig aus ist.
06:29Ah ja, also, das könnte der Auslöser gewesen sein.
06:34Sie wehrt sich dagegen, die schmerzhafte Trennung noch einmal zu durchleben.
06:40Sie ist früher schon gerne mal der Realität ausgewichen, wenn es schwierig wurde.
06:45Wird sie sich denn wieder erinnern können?
06:47Sehr wahrscheinlich. Ich kann Ihnen natürlich nicht sagen, wie lange das dauern wird. Das ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich.
06:53Was heißt das?
06:55Wenn sie zu schnell oder zu massiv mit der Realität konfrontiert wird, kann sie das psychisch überwältigen.
07:01Das heißt, es kann wieder einen schweren Asthmaanfall auslösen oder noch schlimmer, eine Psychose.
07:08Soll ich Sie jetzt anlügen mit allem, was die Trennung angeht?
07:11Nein, ich würde das nicht anlügen nennen. Es ist eher eine sehr behutsame Annäherung an die Wahrheit.
07:17Aber Doktor, die Wahrheit ist, dass zwischen Maya und mir nichts maximiliert.
07:20Wir beobachten das.
07:22Schonen Sie sie, bis sie wieder stabil genug ist, um die Wahrheit zu verkraften.
07:30Wie schaffst du es eigentlich, dass selbst ein Frühstück bei dir phänomenal ist?
07:33Die Köchchen ist immer nur so gut wie ihre Zutaten. Und wie ihre Gäste.
07:43Sag mal, wenn du heute nichts vorhast, ich habe keine festen Termine. Sollen wir nicht zusammen was unternehmen?
07:49Ich habe ein Restaurant. Ich würde total gerne, ob es so viel liegen geblieben.
07:54Naja, war ja nur so eine Idee.
07:57Ach, wie geht es eigentlich mal Herr Kastellhoff?
07:59Keine Ahnung. Ich will mich da aber nicht mal einmischen.
08:03Warum? War nach dem Unfall noch irgendwas?
08:11Maximilian hat sich kurz vor dem Unfall von Maya getrennt.
08:15Okay. Wahrscheinlich deinetwegen.
08:20Nein. Die hätten sich so oder so getrennt. Ich...
08:25Es tut mir leid. Es geht mich ja auch gar nichts an.
08:27Nein, ich habe keine Geheimnisse vor dir.
08:33Sag mal, hast du noch ein bisschen Tee da?
08:35Ach, warte, ich brauche noch welchen.
08:37Ach, nie, das ist schon okay.
08:45Seid ihr beide denn jetzt wieder ein Paar?
08:46Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
08:55Maximilian muss selber wissen, was für ihn wichtig ist und für seine Familie.
08:57Und ich...
08:58Ich habe mein eigenes Leben.
09:02Wie soll es jetzt weitergehen?
09:05Ich habe keine Ahnung.
09:08Hauptsache niemand hat uns gesehen.
09:09Wählt Gudrun Lenz?
09:20Meine Mutter kandidiert gegen Bürgermeister Berghaus.
09:23Ach, das ist typisch Gudrun.
09:26Wenn ihr irgendwas gegen den Strich geht, geht sie auf die Barrikaden.
09:30Ja, sie lädt vor Problemen jedenfalls nicht davon.
09:34Manchmal ist es besser, vor Problemen davon zu laufen.
09:38Besonders, wenn das Problem Oskar Kastelhoff heißt.
09:41Auch wenn man alles andere dafür aufgibt.
09:43Ich dachte, du wirst nichts mehr von mir wissen.
09:48Ja, das dachte ich auch.
09:51Aber vorhin auf diesem Parkplatz...
09:55Ich habe dich schon vermisst.
09:57Die Leute tuscheln, wo wir uns Gudrun.
10:01Ja, aber das ist gut so. Ich will Bürgermeisterin werden.
10:03Ja, und warum hat mir Frau Weber dann die Hand geschüttet und gesagt, sie armer Mann?
10:08Dana!
10:09Oh mein Gott, ihr seid da!
10:10Ich hoffe, das ist okay.
10:12Hier... Ach, natürlich, hallo.
10:14Hallo.
10:15Hallo, mein Große.
10:16Oh, da kommt die Tante von du.
10:21Mama, Papa.
10:23Dana ist immer noch auf der Flucht vor Oskars.
10:25Es ist also wichtig, dass niemand weiß, dass sie hier ist, okay?
10:27Nein.
10:31Gabi.
10:32Hey.
10:33Hallo.
10:34Ja.
10:35Hallo.
10:36Was machst du jetzt mit deinem freien Tag?
10:39Ich werde mal wieder ausgiebig Sport machen.
10:42Vielleicht einkaufen gehen.
10:44Ach ja, da wartet noch eine Deckenlampe auf mich, dass ich sie endlich anbringe.
10:48Ach, das klingt ja nach einem vollen Programm.
10:51Tja.
10:53Lasst euch nicht stören.
10:55Hallo.
10:56Wir sind schon fertig.
10:58Und, hast du schon mit Mira geredet?
11:01Worüber?
11:02Naja, über einen gewissen Herrn, der dir sehr am Herzen liegt.
11:07Was Mira vielleicht noch gar nicht mitbekommen hat?
11:08Damit gehe ich doch nicht aussehen.
11:10Außerdem.
11:11Hab ich zu tun.
11:11Ich mache mich dann am besten wieder auf den Weg.
11:16Sag mal, Stefan.
11:17Würdest du dir zutrauen, mir heute hier zu helfen?
11:20Ob ich mir das zutraue?
11:21Ja, natürlich.
11:22Dann könnte Gitti sich heute Mittag freinehmen und sich um ein paar Erledigungen kümmern.
11:27Erledigungen?
11:30Ich brauche eine Flasche Portwein.
11:32Du könntest Johann fragen, welcher am besten ist.
11:36Johann?
11:38Also Gitti, mir würdest du damit einen großen Gefallen tun.
11:41Na gut, dann mache ich das eben.
11:45Nur weil du es bist.
11:48Sag mal, kann es sein, dass Oma Gitti eifersüchtig auf Mira ist?
11:50Konkurrenz, belebtes Geschäft.
12:11Ich dachte, Sie wären in der Schweiz und hätten sich meine Ex-Frau an die Fersen geheftet.
12:15Das hatte ich auch.
12:17Also was zum Teufel machen Sie denn hier?
12:18Ihre Ex-Frau scheint mit dem Babyhals über Kopf aus St. Moritz abgereist zu sein.
12:24Aus St. Moritz?
12:26Teures Pflaster.
12:27Hat sie Ihre Kreditkarte benutzt?
12:28Nein, sie hat privat gewohnt bei einer Frau namens...
12:37Regula Brunner.
12:39Sagt Ihnen der Name etwas?
12:41Nie gehört.
12:42Scheint eine alte Freundin Ihrer Ex-Frau zu sein.
12:44Warum glauben Sie das?
12:46Wenn Dana eine Freundin in der Schweiz hätte, hätte ich es Ihnen gesagt.
12:48Dann wüsste ich das.
12:50Jedenfalls scheint sie die letzten zwei Wochen dort gewohnt zu haben.
12:52Bis gestern Abend, da ist sie auf einmal verschwunden.
12:54Verdammt, Mama, wofür bezahle ich Sie eigentlich?
12:57Nach zwei Wochen die erste Spur und Sie kommt zu spät.
13:00Keine Sorge.
13:01Ich finde Sie schon.
13:03Berufsehre.
13:06Soll ich dieser Familie Lenz nochmal auf den Zahn fühlen?
13:08Schließlich hat sie Jonas Lenz angerufen.
13:10Tun Sie das.
13:11Obwohl ich nicht glaube, dass Dana so blöd ist, sich hier nochmal blicken zu lassen.
13:20Ich bin selbst geschieden.
13:23Auch wenn ich Ihren Jungen finde,
13:25heißt das nicht, dass Sie einen Sorgerechtsprozess gegen die leibliche Mutter gewinnen.
13:28Danke.
13:30Wenn ich Ihren Rat brauche, frage ich Sie.
13:31Aber erstmal lassen Sie es meine Sorge sein.
13:34Kindesentzug und Flucht ins Ausland sprechen,
13:36aber nicht gerade für meine Ex-Frau.
13:38Außerdem bekomme ich immer, was ich will.
13:40Maja, wie schön, dass du wieder zu Hause bist.
13:49Du hast uns durch einen Schrecken eingelernt.
13:53Zu Hause?
13:54Ja.
13:55Ich habe wirklich das Gefühl, als wäre ich hier zum ersten Mal.
14:01Ja, Maximilian hat mir alles erzählt.
14:04Deine Erinnerung kommt bestimmt bald wieder.
14:06Dr. Schumann meint auch, eine gewohnte Umgebung wird dir sicherlich dabei helfen.
14:11Bestimmt. Wann kommt denn Finn?
14:15Finn?
14:16Das habe ich dir doch erzählt.
14:19Er ist auf einem Internat.
14:21Ja, ja, ja.
14:23Aber ich meine, kann er nicht nach Hause?
14:25Ihm gefällt es sehr gut dort.
14:27Es ist ein Reitinternat, es ist keine 30 Minuten von hier entfernt.
14:30Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich zu sowas wirklich Ja gesagt habe.
14:34Du wolltest es auch nicht, aber deine beiden Männer haben dich überzeugt.
14:39Das kann natürlich gut sein.
14:42Es gibt wohl vieles, was ich nicht weiß.
14:47Du, das wird alles nach und nach wiederkommen.
14:52Soll ich dir mal eine kleine Ausführung geben?
14:54Ja.
14:55Oder willst du dich nochmal kurz hinlegen?
14:58Gut, dann komm.
14:59In meiner Unterkunft in der Schweiz konnte ich nicht ewig bleiben.
15:14Deshalb willst du jetzt ganz abtauchen.
15:15Solange ich unter meinem eigenen Namen reise,
15:19ist es ganz einfach für Oskar, mich zu finden.
15:22David muss nur krank werden.
15:23Schon weiß die Krankenkasse, wo ich bin.
15:25Ganz abgesehen von den Kreditkarten.
15:27Woher nimmst du die gefälschten Pässe, Dana?
15:32Gudrun, mit genügend Geld bekommt man alles.
15:35Ich glaube, das alles ist nicht so eine gute Idee.
15:38Ja, sag mal, aber ihr müsst doch auch von irgendetwas leben, dann.
15:42Fürs Erste habe ich genug Geld auf meinem Konto.
15:44Bis Oskar mitbekommt, dass ich das alles abgehoben habe,
15:47sitzen wir längst im Flieger.
15:50Was ist, wenn wir es doch auf den Sorgerechtsstreit mit Oskar ankommen lassen?
15:53Glaubst du wirklich, dass Oskar sich David wegnehmen lässt?
15:55Dana, er kann ihn dir doch gar nicht so einfach wegnehmen.
15:58Du bist immerhin seine Mutter.
15:59Ihr wisst alle, wozu Oskar fähig ist.
16:02Ich werde nicht hier einfach rumsitzen
16:04und warten, bis er David in die Hände bekommt.
16:08Wie wollt ihr in Kontakt bleiben?
16:11Na ja, da gibt es heutzutage mittelnden Wege.
16:14Übers Internet, mit eingebauter Kamera.
16:17Das ist doch nicht dasselbe.
16:20Wer weiß.
16:21Vielleicht gibt Oskar irgendwann auf
16:23und dann kann ich mit David zurückkommen.
16:25Irgendwann?
16:27Wann soll das sein?
16:28In zehn Jahren oder wenn David seinen Führerschein gemacht hat?
16:32Nein, nein, das ist alles keine Lösung.
16:36Wenn Dana und David nicht hierbleiben können,
16:38dann komme ich eben mit.
16:55Das ist mir alles so fremd.
16:57Ja, du solltest...
17:00Du musst ja einfach ein bisschen Geduld mit dir haben.
17:04Ja, ich möchte ja, aber...
17:06Setz dich erst mal.
17:07Fins 10. Geburtstag
17:17ist das Letzte, woran ich mich erinnere.
17:19Vielleicht hilft es ja, wenn ich seine Stimme höre.
17:21Lass ihn uns anrufen.
17:24Ich weiß nicht, ob das so eine gute...
17:25Vielleicht sollten wir damit noch warten.
17:29Er weiß nicht, dass du einen Gedächtnisverlust hast und...
17:32Ja, nein, nein, du hast recht.
17:34Das würde ihm wahrscheinlich Angst machen.
17:37Weißt du, Florian ist zu ihm gefahren
17:38und wenn er wieder da ist,
17:40wird er dir alles haarklein berichten.
17:46Wieso?
17:46Trägst du denn deinen Ehering nicht?
17:51Maximilian,
17:53alles, was im letzten Jahr passiert ist,
17:54ist wie ausrediert.
17:55Das macht mir Angst.
17:57Naja, ich habe ihn abgenommen.
17:59Zum Händewaschen.
18:00Das...
18:00Was denn, ähm...
18:04Jean?
18:06Entschuldige, bitte.
18:11Ich sehe einfach schon überall Gespenster.
18:14Ich weiß nicht,
18:15was mir an Erinnerung fehlt.
18:19Es wird schon.
18:22Am besten rufst du dich einfach raus.
18:27Einladung angenommen.
18:28Aber kannst du dir ein Abendessen
18:29im Castel Cuisine überhaupt leisten?
18:32Ach du, ich bekomme Mitarbeiterrabatt.
18:34Außerdem möchte ich mich bei dir
18:36für das Umsortieren des Weinregals bedanken.
18:39Na, ehrlich gesagt,
18:39war das Gittis Idee.
18:41Du musst doch schon beide einladen.
18:42Ach, Gitti,
18:43ob die sich was aus der Castel Cuisine macht?
18:45Also ich würde schon gern
18:46mal bei den Reichen und Schönen reinschnuppern.
18:48Dann gehen wir beide eben hin.
18:50Ich habe es nicht zu fassen.
18:52Ach, hallo, Gitti.
18:53Hast du was gesagt?
18:54Nein, nein, nein, nein.
18:55Entschuldige.
18:55Hanna möchte einen Port.
18:56Ja, du, ähm, Gitti,
18:57ich bin bei dir,
18:58aber die Dame da war vor dir da.
19:00Na gut, dann warte ich.
19:02Kann ich dir helfen?
19:04Nein, nein,
19:04du hast schon genug getan.
19:06Ah, neue Frisur?
19:08Ja.
19:09Ist es aufgefallen?
19:10Mhm.
19:10Der, der hat nichts gemerkt.
19:12Na ja,
19:13seine Augen sind nicht mehr so gut.
19:15Den Verdacht hatte ich in letzter Zeit öfter.
19:17Ach, Ivo,
19:18Johnny sieht wie ein Adler,
19:20aber der hat ja nur Augen für.
19:22Also hättest du mir das nicht gesagt.
19:25Ich würde es heute noch nicht glauben,
19:27Johnny und Frau Lenz,
19:29also wirklich.
19:29Am besten du vergisst,
19:32dass ich dir das je erzählt habe.
19:34Also den Trollinger,
19:35den bestelle ich Ihnen
19:36und rufe an,
19:37sobald er da ist.
19:38Ja.
19:39So,
19:40was kann ich für dich tun?
19:42Hanna möchte einen Port Wein.
19:44Soll es ein ganz bestimmter sein?
19:46Äh,
19:47wie viele gibt's denn?
19:48Ach, Gitti,
19:49vergiss die Frage.
19:51Ich hole dir einen guten
19:52aus dem Lager.
19:53Mira,
19:53du sag mal,
19:55ich wollte dich schon vorhin fragen.
19:57Warst du beim Friseur?
20:00Das ist dir aufgefallen?
20:01Ja,
20:01natürlich sofort.
20:03Du siehst bezaubernd aus.
20:05Danke,
20:06Johnny.
20:09Danke,
20:10Johnny.
20:10Danke.
20:23Lass dich nicht stören.
20:32Ist das nicht komisch?
20:34Ich brauche mir die Partitur
20:35nur anzusehen
20:36und kann mich an jede einzelne Not erinnern.
20:38Aber nicht
20:38im geringsten an das,
20:40was im letzten Jahr passiert ist.
20:42Du darfst dich nicht
20:43so unter Druck setzen,
20:44Maya.
20:48Dr. Schumann meint,
20:49es besteht die Möglichkeit
20:49eines Schocks.
20:51Man kommt sich so hilflos vor.
20:54Die kleinsten Dinge
20:55erschrecken mich.
20:56Vorhin
20:56hat Maximilian
20:58seinen Ehering nicht getragen
20:59und sofort
21:00habe ich Panik bekommen.
21:01Mach dir keine Sorgen
21:02um deine Ehe.
21:03Es gibt keinen Grund dazu.
21:05Das tue ich nicht.
21:07Aber in Marseille
21:07bin ich viel allein gewesen,
21:09da Maximilian
21:10geschäftlich oft unterwegs war.
21:12Ja,
21:12und seit ihr hier wohnt,
21:13hat Maximilian
21:14viel mehr Zeit für dich.
21:16Wirklich?
21:16Ja,
21:17das ist schön.
21:19Sag mal,
21:20haben wir Freunde hier?
21:22Irgendjemanden?
21:23die nicht fragen kann,
21:24um mich zu erinnern?
21:26Freunde,
21:27nein,
21:27nicht,
21:27dass ich wüsste.
21:29Mit Dana
21:29hast du dich ganz gut verstanden.
21:32Dana,
21:32ja natürlich.
21:34Ich habe sie kennengelernt
21:35auf einem unserer Sommerfeste
21:36in Frankreich.
21:37Ist sie hier?
21:38Nein,
21:38sie ist abgereist.
21:40Und sie kann dir sicher
21:41nicht weiterhelfen.
21:43Es gibt da noch jemanden.
21:45Eine Frau.
21:45Ich habe sie gesehen,
21:49kurz bevor ich
21:50ohnmächtig geworden bin,
21:51in einem Gewächshaus.
21:53Sie kam mir so vertraut vor
21:54und ich wusste,
21:55als ich sie gesehen habe,
21:56jetzt bin ich in Sicherheit.
21:57Kennst du sie?
21:59Flüchtig.
22:00Sie hat ein Restaurant hier.
22:02Wie heißt sie?
22:04Sommer.
22:05Hannah Sommer.
22:05Nein,
22:09der Name sagt mir jetzt nichts,
22:10aber
22:11sie kam mir so unglaublich
22:13vertraut vor,
22:14wie eine,
22:14wie eine enge Freundin.
22:17Aber ihr wart sicher
22:18nicht befreundet,
22:18das wüsste ich.
22:20Nein?
22:21Aber warum
22:22kommt sie mir dann
22:23so bekannt vor?
22:25Sie hat eine Zeit lang
22:26im Castel Cuisine gearbeitet.
22:27Vielleicht geht es sie daher.
22:29Aber sonst
22:30hattet ihr kaum Kontakt.
22:32Wirklich nicht.
22:35Männer.
22:42Ich wette um mein nächstes Trinkgeld,
22:43dass du auf Nachricht
22:44von unserem Golflehrer wartest.
22:46Als Heilseherin
22:47bist du eine echte Noll,
22:48ehrlich.
22:49Hey,
22:50ich bin deine beste Freundin.
22:52Geht schon zu,
22:52dass da was läuft
22:53zwischen dir und Jonas.
22:54Nein.
22:56Er
22:56hat ein wichtiges Meeting
22:58und er wollte mir eigentlich
22:59Bescheid sagen,
22:59wie es gelaufen ist.
23:01Ein Meeting?
23:02So, so.
23:03Hey.
23:04Ja.
23:05Hör auf,
23:06ich bin nicht
23:07verliebt in ihn.
23:09Als Lügnerin
23:10bist du eine Null.
23:11Ehrlich.
23:14Naja, okay.
23:16Vielleicht ein
23:17ganz kleines bisschen.
23:20Aber das ist nicht
23:21verboten, oder?
23:22Nein.
23:22Quatsch.
23:23Ja.
23:24Aber pass einfach
23:25ein bisschen auf.
23:26Wieso?
23:27Glaubst du,
23:28dass er mir noch was
23:28vormacht, oder was?
23:29Also das gestern Nacht,
23:32das war garantiert
23:34nicht vorgespielt.
23:37Ich meine ja nur,
23:39Dana ist noch nicht
23:39so lange weg.
23:41Und das war doch
23:41eine richtig große Sache
23:42mit den beiden.
23:43Also,
23:43finde ich,
23:44ihr quasi.
23:45Mit Kind und allem.
23:46Ja, schon.
23:48Nur, dass Dana
23:48Jonas von vorne
23:49bis hinten
23:49belogen hat.
23:51Glaub mir,
23:52Jonas
23:53weint Dana
23:53keine Träne hinterher.
23:55Wenn Dana und ich
23:56überhaupt noch eine Chance
23:57haben,
23:57wieder zusammenzufinden,
23:58dann ist das
23:59der einzige Weg.
24:01Das verstehen wir,
24:02Jonas,
24:02aber wie stellst du dir
24:03das vor?
24:05Deine Karriere
24:05als Golfprofi,
24:06die kannst du dann
24:07auch vergessen.
24:08Du kannst ja nirgendwo
24:09in Erscheinung treten.
24:10Ja,
24:11ja, das stimmt.
24:12Aber Golfstunden,
24:12Golfstunden kann ich
24:13doch überall gehen.
24:14Meinst du?
24:15Du müsst ja auch
24:16schließlich von irgendwas
24:17leben.
24:17Papa,
24:18ich finde überall
24:18auf der Welt Arbeit.
24:20Hör mal,
24:21ich kann verstehen,
24:22dass das nicht leicht ist
24:23für euch, aber...
24:23Es geht gar nicht um uns,
24:24Jonas.
24:25Obwohl wir euch
24:26natürlich vermissen würden.
24:27Ihr steht ganz allein da.
24:29Und was ist mit David?
24:32Wo wollt ihr überhaupt hin?
24:33Ich habe keine Ahnung.
24:35Erstmal in die Schweiz.
24:37Mama,
24:38ich kann Dana und David
24:38jetzt nicht einfach
24:39so aufgeben.
24:42Hey,
24:43wir bleiben immer
24:44in Kontakt.
24:45Ich muss doch wissen,
24:45ob du Berghaus
24:46bei der Wahl abziehst.
24:48Jonas,
24:48du solltest zur Arbeit gehen,
24:49damit niemand Verdacht schöpft.
24:51Hä?
24:52Ich dachte,
24:52wir fahren zusammen
24:53in die Schweiz.
24:54Aber du hast
24:54keine gefälschten Papiere.
24:56Ich fahre erstmal
24:57mit David vor
24:58und kläre das.
24:59Und wenn alles organisiert ist,
25:00sage ich dir Bescheid
25:00und du kommst nach.
25:05Okay,
25:06gut.
25:07Wenn es nicht anders geht.
25:08Das sind drei Damen,
25:25die sich absolut nicht
25:26von deiner Speisekarte
25:27überzeugen lassen wollen.
25:28Sie wollen ihre Forelle
25:29auf gar keinen Fall
25:30nach Art des Hauses,
25:31also mit Kräutern
25:32und Waldbärorangensoße.
25:33Nein,
25:33Sie wollen sie
25:33nach Müllerinnenart.
25:35Der Gast ist König.
25:37Wenn Sie die Forelle
25:37klassisch wollen,
25:38dann kriegen Sie sie auch.
25:39Aber die haben doch
25:39keine Ahnung,
25:40was Ihnen denn geht.
25:40Ich kann damit leben.
25:44Ja, aber ich nicht.
25:49Ja, gut, dass du es
25:51übernommen hast.
25:52Finn geht es jedenfalls
25:53super in ihrem Internat.
25:54Das kannst du Maya
25:55ja gleich selber sagen.
25:57Na, Sekunde.
25:58Ich muss da noch was
25:59mit euch klären.
26:01Ach, Susanne,
26:02Sie können auch gleich
26:02dableiben.
26:04Es geht um den Umgang
26:05mit Maya.
26:09Also, körperlich
26:10geht sie ja den Umständen
26:11ansprechend schon wieder
26:12ganz gut.
26:13Aber geistig, also,
26:17sie kann sich an gewisse
26:18Lebensabschnitte
26:19und Ereignisse
26:19nicht mehr erinnern.
26:21Und was?
26:23Ja, das mag nur
26:24vorübergehend sein,
26:25aber im Moment
26:25verdrängt sie alles,
26:26was mit unserer Trennung
26:27zu tun hat.
26:28Und mit meiner Beziehung
26:29zu Hannah.
26:31Die sich ja hoffentlich
26:32erledigt hat.
26:33Entschuldige bitte.
26:34Dr. Schumann meint jedenfalls,
26:35dass wir sie
26:36vorerst schonen sollten.
26:38Das heißt, keiner
26:39spricht von sich aus
26:40unsere Trennung an.
26:42Es könnte fatale Folgen
26:43für sie haben.
26:44Im Klartext heißt es,
26:45wir verschweigen,
26:47dass es jemals
26:48eine Trennung gab
26:48und über alles andere
26:49bewahren wir auch
26:50stillschweigen.
26:51Stillschweigen?
26:54Worüber wollt ihr denn
26:55stillschweigen bewahren?
26:56Na, stillschweigen.
26:58Kein Krach machen.
27:00Damit du dich erholen kannst.
27:01Weil diese beiden
27:04Spaßbremsen hier,
27:05die finden nämlich,
27:06dass die Musik,
27:07die ich höre,
27:08eine Zumutung
27:08für deinen Pianistenohr ist.
27:10Na, und mein loses Mund
27:11weg sowieso.
27:12Ja?
27:13Ist das so?
27:15Ja.
27:16Aber von Finn
27:16werde ich ja doch
27:17wohl erzählen dürfen,
27:17oder?
27:18Wie geht's ihm denn?
27:19Super.
27:20Ich hab Fotos gemacht.
27:21Möchtest du die sehen?
27:22Ja, gerne.
27:24Dann würde ich vorschlagen,
27:25gehen wir hoch
27:25an Maximilians Rechner.
27:35Sag mal,
27:36meinst du nicht,
27:37sie ahnt,
27:38dass wir einiges
27:38verheimlichen?
27:43Dreimal Forelle
27:44nach Artes Hauses.
27:46Wie hast du das
27:47geschafft?
27:48Ich konnte die Damen
27:50davon überzeugen,
27:51dass dein Wissen
27:51durch Mark und Bein geht.
28:00Hallo?
28:01Ich brauche
28:02eine neue Frisur.
28:04Hallo,
28:05Frau Sommer.
28:06Aber
28:07Ihre Frisur
28:08ist doch perfekt.
28:09Außerdem bin ich
28:09ja gar keine Frisur.
28:10Ich habe mich
28:11seit 30 Jahren
28:12nicht verändert.
28:12Jeder Mensch braucht
28:13mal was Neues,
28:14also bitte.
28:14Auf andere Menschen
28:16mag das ja zutreffen,
28:17dass sie sich
28:17verändern müssten.
28:18Aber sie nicht.
28:19Soll ich lieber
28:20woanders hingehen?
28:21Nein, nein.
28:21Ich schau mal,
28:22was sich da machen lässt.
28:25Wir könnten
28:26Ihre Frisur
28:27einfach anders legen.
28:29Und wenn wir
28:30noch ein frisches
28:31Make-up auflegen,
28:32dann sehen Sie
28:33locker 10 Jahre jünger aus.
28:34Nicht, dass Sie
28:35das nötig hätten.
28:36Nötig nicht,
28:36aber ich hätte es gern,
28:38um ein bisschen
28:38Eindruck zu machen.
28:40Okay,
28:41dann legen Sie sich
28:41hier bitte hin.
28:42Ja.
28:42Genau.
28:45Gut,
28:46dann bereiten wir
28:46Ihre Haut einmal
28:47mit einer warmen
28:48Kompresse auf das
28:49Treatment vor.
28:53Super.
28:56So.
28:58Einen Moment bitte.
28:59Ich hole noch schnell
28:59die Pflegeprodukte.
29:00Ja, bitte.
29:05Lina,
29:07du glaubst nicht,
29:08was ich gerade gehört habe.
29:10Irgendwer hat das Gerücht
29:10in die Welt gesetzt,
29:11dass deine Tante
29:12eine Affäre hat.
29:13Gudrun.
29:14Ja,
29:14nie im Leben.
29:15Die ist doch
29:15die treue in Person.
29:17Außerdem,
29:18mit wem sollte sie
29:18Karl schon betrügen?
29:19Das ist ja das Krasse.
29:21Mit Johann Wallenberg.
29:23Was?
29:23Ja,
29:24aufgerechnet mit dem
29:25alten Kauz.
29:25Wer denkt sich
29:26denn so ein Blödsinn aus?
29:32Zum Internat
29:33gehört ein großer Park.
29:35Guck mal.
29:35Das Blümchen
29:37ist für dich
29:38und das andere
29:39für Maximilian.
29:40Also eigentlich
29:41sollte ich dir
29:41das Foto nicht zeigen,
29:42weil Finn denkt,
29:43dass Blumen
29:44was für Mädchen sind.
29:45Ja,
29:45er möchte immer
29:46ein ganz großer Junge sein.
29:48Das muss wohl
29:48in der Familie liegen.
29:50Florian,
29:50Gibt es etwas,
29:54das ihr mir verschweigt?
29:55Was sollten wir
29:56denn verschweigen?
29:58Na,
29:59vielleicht bilde ich mir
30:00das auch nur ein,
30:00aber ich habe das Gefühl,
30:02dass Maximilian
30:02so distanziert ist.
30:05Du hättest ihn sehen sollen,
30:06wie besorgt er war,
30:07als wir dich nach dem
30:08Unfall nicht gleich finden konnten.
30:11Weißt du was?
30:12Ich druckte die Bilder
30:13in meinem Zimmer aus.
30:14Dann hast du sie.
30:16Bin gleich wieder da.
30:17Bin gleich wieder da.
30:47Bitte privat.
30:59Das Amtsgericht
31:00hat mich vor einigen Tagen
31:02informiert,
31:03dass der
31:03feststimmt.
31:09Scheidung.
31:13Das ist so typisch
31:14Kleinstadt.
31:15Einer setzt ein Gerücht
31:16in die Welt
31:16und alle plappern es nach.
31:17Ach,
31:19da ist sicher nichts dran.
31:21Deine Tante und Karl
31:22führen eine besonders
31:23glückliche Ehe.
31:24Eben.
31:25Wenn Gudrun das erfährt,
31:25dann rastet sie aus.
31:27Vorsicht,
31:28die Hand schön ruhig halten,
31:29solange ich Ihnen
31:29die Nägel maniküre.
31:31Wenn Gudrun das erfährt,
31:33dann wird sie sicherlich
31:35wissen wollen,
31:35wer das Gerücht
31:36in die Welt gesetzt hat.
31:37Natürlich.
31:39Am besten,
31:39sie erstattet Anzeige
31:40wegen Rufmord.
31:41Na, das ist ja ein bisschen
31:43übertrieben.
31:44Übertrieben?
31:45Wenn das die Runde macht,
31:46dann kann sie die Bürgermeisterwahl
31:48vergessen.
31:49Eine Frau,
31:50die ihren Mann betrügt,
31:50wird doch hier keiner.
31:52Na ja,
31:52aber eine Anzeige
31:53würde das Ganze
31:54viel zu sehr anheizen.
31:55Das kennt man doch.
31:57Es wird immer und immer
31:58mehr aufgebauscht.
31:59Also,
32:00je weniger wirbel,
32:01desto besser.
32:02Aber sie muss doch
32:03irgendwie dazu Stellung nehmen.
32:05Also,
32:06was für die Königin
32:07von England funktioniert,
32:09wird für deine Tante
32:11nicht falsch sein.
32:12Wie meinen Sie das?
32:14Also,
32:15ich habe mal gelesen,
32:17das Motto von
32:18Königin Elisabeth ist,
32:20sich nicht beschweren
32:22und nicht zerklären.
32:24Na ja,
32:25so als Queen.
32:27Na ja,
32:27am besten du sagst
32:28überhaupt nichts
32:29deiner Tante,
32:30dann regt sie sich nicht auf
32:31und die Gerüchte
32:32verlaufen schnell im Sand.
32:36Ah,
32:37da kommt ja unsere
32:37Bürgermeisterin ins B.
32:39Also,
32:40noch ist es ja nicht so weit,
32:41Herr Brinkmann.
32:43Aber die Kekse
32:43sind ja noch alle da.
32:45Ja,
32:46merkwürdig.
32:47Also,
32:48am Anfang
32:48sind die weggegangen
32:49wie warme Semmeln.
32:51Sozusagen in alle Munde
32:52und jetzt
32:52rührt sich keine Merkwürdig.
32:54Jan.
32:54Ja,
32:55das ist wirklich merkwürdig.
32:57Bedeutet das,
32:57dass die Leute
32:58nicht für meine Kandidatur sind?
33:01Das glaube ich nicht.
33:02Das glaube ich nicht.
33:04Vielleicht
33:04liegt das an der Rezeptur.
33:07Also,
33:07das kann nicht sein.
33:09Aber ich bringe Ihnen
33:10nachher frische vorbei.
33:12Das ist ein guter Plan.
33:12Ja.
33:13Was kann ich für Sie tun?
33:15Ich brauche Schokolade.
33:17Wenn man verreist,
33:18dann muss man Schokolade essen.
33:19Hm?
33:20Sie verreisen?
33:20Nein.
33:22Äh, ja.
33:22Nur ganz kurz.
33:24Und eine Packung Kekse,
33:25die brauche ich auch.
33:26Packung Kekse?
33:27Mhm.
33:28Entschuldigung.
33:31Karl?
33:32Ja,
33:33was ist denn?
33:34Nein,
33:34den Flaschenwärmer,
33:35den hat sie doch.
33:36Du bringst sie
33:37zum Taxistand.
33:39Ja,
33:39wir sehen uns gleich.
33:40Tschüss.
33:41Unsere Nachbarn,
33:45die verreisen
33:45und Karl bringt sie
33:47zum Taxistand.
33:48Aha.
33:49Mhm.
33:50Wie viel macht das,
33:51Herr Brinkmann?
33:52Äh,
33:5389.
33:54Ja.
33:59Jonas,
34:00da bist du ja und?
34:00Hast du Dana getroffen?
34:02Ja.
34:05Ja,
34:06und hat sie eingesehen,
34:07dass du David ab und an
34:07sehen musst?
34:09Ja,
34:10hat sie.
34:10Super.
34:12Dann ist ja jetzt
34:12alles geklärt zwischen euch.
34:16Nein,
34:16das ist nicht.
34:19Wir müssen reden, Karl.
34:23Wieso habe ich das Gefühl,
34:24dass jetzt kein schönes
34:25Gespräch kommt?
34:27Weißt du,
34:27ich,
34:28ich dachte,
34:29dass ich Dana hasse,
34:30weil sie mich angelogen hat
34:31und,
34:31und
34:31ich dachte,
34:33dass ich sie nie wiedersehen will
34:34und,
34:35und das ist nur David,
34:36dass ich sie nicht vermisse,
34:36aber
34:36irgendwie
34:38du liebst Dana immer noch.
34:47Nach allem,
34:48was sie dir angetan.
34:50Caro,
34:51es tut mir leid.
34:54Wenn,
34:54wenn die Situation anders wäre
34:56oder so,
34:56ich,
34:57ich muss,
34:58ich muss mit Dana weggehen.
34:59und was ist mit uns?
35:04Bedeutet dir das gerade
35:05alles gar nichts mehr?
35:07Doch,
35:08Caro,
35:08doch.
35:10Und wie gesagt,
35:11wenn die Umstände anders werden,
35:12dann,
35:12dann sofort,
35:13aber,
35:13aber so.
35:15Nein,
35:16du hast recht,
35:16Jonas.
35:18Ich war gut genug für dich,
35:19als es dir schlecht ginge
35:19und jetzt lässt du mich einfach fallen.
35:22Weißt du was,
35:23Jonas,
35:23weißt du,
35:23was du bist?
35:24Du bist ein mieses,
35:24kleines,
35:25nein,
35:26das stimmt eigentlich nicht.
35:28Du bist ein riesengroßes Arsch.
35:36Ja.
35:40Restaurant Fischer Krug?
35:41Hallo,
35:41Hanna,
35:42ich bin's.
35:42Hallo.
35:43Hallo.
35:45Tut mir leid,
35:46dass es später geworden ist jetzt,
35:47aber hier war wirklich viel los.
35:50Maya ist wieder aufgewacht.
35:52Oh,
35:52wie geht's ihr?
35:54Wie man's nimmt.
35:57Jedenfalls ist sie wieder zu Hause.
35:59Das ist gut.
36:00Du, Maximilian,
36:01ich bin gerade mitten im Service.
36:02Können wir,
36:02können wir später reden?
36:04Ja.
36:06Ja,
36:06klar.
36:07Ich melde mich dann bei dir,
36:08ja?
36:08Okay,
36:08bis dann.
36:10Bis dann,
36:10Hanna.
36:15Maximilian,
36:17hältst du es für schlau,
36:18mit Frau Sommer zu telefonieren?
36:20Maya könnte dich hören.
36:21Sie hat Maya gefunden.
36:23Ich finde,
36:24sie sollte wissen,
36:25wie es ihr geht.
36:26Je weniger Kontakt sie mit Frau Sommer hat,
36:28desto besser für sie.
36:30Findest du?
36:31Ja.
36:33Mein Gott,
36:34es ist ein Segen,
36:35dass sie eure Trennung
36:36und deine Affäre
36:37mit Frau Sommer vergessen hat.
36:38Ihr könntet noch mal
36:40ganz von vorne anfangen.
36:43Ganz von vorne, ja.
36:45Das hab ich versucht.
36:47Ich hab's versucht.
36:48Für Finn,
36:48für die Familie,
36:49es funktioniert nicht.
36:52Ich liebe Hanna.
36:55Aber selbst,
36:56wenn's Hanna gar nicht gäbe,
36:59Maya und ich,
37:00das,
37:01das ist Geschichte.
37:03Ja,
37:03aber sie ist und bleibt
37:04die Mutter deines Sohnes.
37:06Deshalb wird sie auch immer
37:07einen festen Platz
37:07in meinem Leben haben.
37:08Maximilian,
37:09sei doch bitte vernünftig.
37:09Das Thema ist durch.
37:11Ich mische mich nicht
37:12in dein Leben
37:13und du hältst dich aus meinem Haus.
37:14Ich kann doch nicht
37:15tatenlos dabei zusehen.
37:16Hörst du schlecht?
37:17Schluss jetzt.
37:19Habt ihr Maya gesehen?
37:21Nein.
37:22Wie, ich dachte,
37:23sie ist oben mit ihr am Rechner.
37:24Ja, das war sie auch,
37:25aber ich bin kurz rausgegangen
37:26und als sie zurückkam,
37:27war sie nicht mehr da.
37:28gegen Kummer jeder Art
37:38hat geholfen.
37:43Stefans Anwesenheit
37:44hat mir gut getan.
37:46Ich hab sogar fast
37:47Maximilian vergessen.
37:49Maya geht es wieder besser.
37:51Jetzt erwartet er sicher
37:52eine Antwort auf seine Frage.
37:53ob ich unserer Liebe
37:56noch eine Chance gebe.
37:58Es ist jedenfalls erstaunlich,
38:00wie schnell die alte Vertrautheit
38:01zwischen Stefan und mir
38:02wieder da war.
38:02Bist du schon lange hier?
38:15Ich bin gerade erst gekommen.
38:18Ich hab dich lächeln sehen
38:19und gehofft,
38:20dass du gerade an mich denkst.
38:22Das hab ich sogar.
38:26Danke.
38:28Wofür?
38:28Dafür, dass du so bist,
38:33wie du bist.
38:55Tschüss, Davi.
38:56Tschüss.
38:58Es tut mir leid,
39:00dass es so weit gekommen ist,
39:01Dana.
39:03Danke.
39:04Weißt du,
39:05ich bin froh,
39:05dass die Wahrheit endlich raus ist.
39:07Dana,
39:07soll ich euch nicht
39:08doch zum Flughafen fahren?
39:09Es ist wirklich kein Problem.
39:11Nein, danke.
39:11Das wird vielleicht
39:12nur zu viel Aufsehen erregen.
39:14Wer weiß,
39:14wo Oskar überall
39:15seine Augen hat.
39:20Pass auf dich auf
39:21und meld dich.
39:22Mach ich.
39:23Versprochen.
39:24Mach's gut, Dana.
39:24Das ist wirklich sehr mutig.
39:29Danke,
39:30dass ihr mich unterstützt.
39:32Karl,
39:32wir müssen.
39:35Und
39:35sagt Jonas,
39:37dass ich mich melde, bitte.
39:39Machen wir.
39:40Gute Reise.
39:41Tschüss.
39:41Wiedersehen.
39:42Tschüss.
39:51Hallo.
39:51Hallo.
39:53Zum Flughafen, bitte.
39:54Gerne.
40:14Entschuldigung.
40:15Frau Kostelow.
40:17Ich wollte nicht stören.
40:19Können wir uns unterhalten?
40:21Ich wüsste nicht, was...
40:22Bitte.
40:24Ja?
40:25Bist du uns kurz allein?
40:27Na klar.
40:27Ich warte in der Küche.
40:29Ich erinnere mich.
40:31Hier bin ich gestern
40:32ohnmächtig geworden.
40:33Danke,
40:33dass Sie mir geholfen haben.
40:34Ich hab doch nur
40:35einen Krankenwagen gerufen.
40:36Das war selbstverständlich.
40:38Geht's Ihnen denn besser?
40:39Ja, ja.
40:41Ich brauche Ihre Hilfe, Hannah.
40:44Sie kennen doch
40:45meine Familie
40:45und meinen Mann.
40:46Ja?
40:48Ich habe das Gefühl,
40:48dass man mir zu Hause
40:49nicht die Wahrheit sagt.
40:50Deshalb kommen Sie zu mir.
40:54Wir kennen uns scheinbar
40:55nicht so gut, wie ich dachte,
40:56aber als ich gestern hier war,
40:59hatte ich das Gefühl,
41:00an einem Ort zu sein,
41:00der mir sehr vertraut ist.
41:03Hier bei mir?
41:04Ja.
41:05Und deshalb...
41:07Sehen Sie,
41:08mein Mann,
41:09Maximilian,
41:09er kümmert sich wirklich
41:10sehr rührend um mich
41:12und auch meine Schwiegermutter
41:13sagt,
41:13dass er mich liebt,
41:15aber
41:15ich weiß,
41:18dass das nicht
41:18die Wahrheit ist.
41:20Und jetzt denken Sie,
41:22dass ich...
41:23Sie haben mich gerettet.
41:25Im Moment sind Sie
41:26einfach der einzige Mensch,
41:27dem ich vertraue.
41:29Sagen Sie mir bitte,
41:32ist mein Mann
41:33nicht glücklich mit mir?
41:36Liebt er eine andere Frau?
41:42Ich werde mit Hilfe
41:44von Stefan Faber
41:45eine Klage
41:45gegen Berghaus einreichen
41:46wegen Verleumdung,
41:47übler Nachrede
41:48und Rufmord.
41:51Ja, aber was hat
41:51denn Bürgermeister Berghaus
41:52damit zu tun?
41:53Hannah Sommer
41:54ist wirklich total nett
41:55und ihr Freund
41:56ist auch ganz bezaubert.
41:57Ihr Freund?
41:59Was wird das denn jetzt?
42:01Sagt eigentlich
42:01der Name
42:02Regula Brunner etwas?
42:03Ich dachte,
42:04Dana hätte vielleicht
42:04bei euch angerufen,
42:05ob sie gut angekommen ist.
42:06Hoffentlich ist
42:06nichts schiefgegangen.
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