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  • vor 5 Monaten
In diesem Video wird anhand einer Beispielungleichung die Fallunterscheidungsmethode detailliert erläutert. Zunächst wird die Definitionsmenge ermittelt, bevor die Brüche zu einem gemeinsamen Nenner gebracht und die Ungleichung faktorisiert wird. Anschliessend werden die Vorzeichen der Faktoren analysiert.

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Transkript
00:00Bruchungleichungen sind Ungleichungen, bei denen die gesuchte Größe im Nenner vorkommt.
00:06Es gibt verschiedene Methoden, um solche Bruchungleichungen zu lösen.
00:11In diesem Video schauen wir uns an einem Beispiel die Methode mit Fallunterscheidung an.
00:19Das Beispiel, das wir uns anschauen, ist die Bruchungleichung 2 geteilt durch x minus 2 ist kleiner als 3 geteilt durch x.
00:30Beginnen wir mit der Definitionsmenge.
00:34Der linke Nenner, x minus 2, darf nicht 0 sein, also darf x nicht 2 sein.
00:41Der rechte Nenner wird 0, wenn x gleich 0 ist.
00:45Also darf x auch nicht 0 sein.
00:48Also ist die Definitionsmenge die Grundmenge, in dem Fall alle reellen Zahlen, ohne 0 und 2.
00:54Bei einer Bruchgleichung würden wir diese jetzt mit den beiden Nennern multiplizieren.
01:02Bei Ungleichungen ist das nicht möglich, weil wir nicht wissen, ob x positiv oder negativ ist, und ob wir deswegen das Ungleichheitszeichen drehen müssen, oder nicht.
01:14Wir müssten also eine Fallunterscheidung machen.
01:16Die Methode, die wir hier anschauen, geht einen anderen Weg.
01:22Als erstes sortieren wir die Ungleichung nach 0.
01:26Das erreichen wir, indem wir 3 geteilt durch x auf beiden Seiten der Ungleichung subtrahieren.
01:32Als nächstes wollen wir die linke Seite der Ungleichung so weit wie möglich in Faktoren zerlegen.
01:40Also machen wir die beiden Nenner gleichnamig, indem wir den ersten Bruch mit x und den zweiten mit x, minus 2, erweitern.
01:49Wir schreiben das Ganze als einen einzigen Bruch, indem wir den ersten Zähler, minus den zweiten Zähler, über dem gemeinsamen Nenner schreiben.
01:58Als nächstes multiplizieren wir die Klammern im Zähler aus, und fassen ihn zusammen.
02:05Den Nenner können wir so stehen lassen, weil er schon faktorisiert ist.
02:10Wir haben also unsere Bruchungleichung nach 0 aufgelöst, und faktorisiert.
02:16Die erhaltenen Faktoren sind minus x, plus 6, dann x, und der dritte Faktor ist x, minus 2.
02:23Falls einer der Faktoren noch quadratische oder höhere Glieder enthält, sollte dieser, falls möglich, noch in lineare Faktoren zerlegt werden.
02:35Bis zu diesem Schritt sind die halbgrafische Methode und die Fallunterscheidungsmethode identisch.
02:42Als nächstes nutzen wir die Eigenschaft aus, dass bei einem Produkt nur die Vorzeichen der Faktoren entscheidend sind, ob es positiv oder negativ ist.
02:51Der erste Faktor, minus x, plus 2, nennen wir mal a.
02:58Den zweiten Faktor, x, nennen wir b, und den dritten Faktor, x, minus 2, nennen wir c.
03:05Also lautet unsere Bruchungleichung neu, a, geteilt durch b, mal c, ist kleiner als 0.
03:13a, b und c, können nun positiv oder negativ sein.
03:19Es gibt insgesamt 8 Fälle.
03:21Beim ersten Fall sind alle drei Faktoren positiv, das beschreiben wir jeweils mit einem Plus vor den einzelnen Faktoren.
03:30Der nächste Fall ist, dass nur c, negativ ist, was wir mit einem Minus vor dem c, beschreiben.
03:36Die weiteren Fälle sind, nur b, b und c, negativ, nur a, negativ, a und b, negativ, a und c, negativ, und alle drei negativ.
03:49Jetzt müssen wir entscheiden, in welchen Fällen die Ungleichung erfüllt ist.
03:53Wenn alle drei Faktoren positiv sind, ist auch das Produkt positiv, also können wir den ersten Fall ausschließen.
04:03Beim zweiten Fall ist nur ein Faktor negativ, also ist auch das ganze Produkt negativ, somit ist die Ungleichung erfüllt.
04:11Das gleiche gilt beim dritten Fall.
04:13Beim vierten Fall sind zwei Faktoren negativ, Minus, mal Minus, gibt Plus, also ist die Ungleichung wiederum nicht erfüllt.
04:23Beim fünften Fall ist wieder nur ein Faktor negativ, hingegen beim sechsten und siebten Fall sind wieder zwei Faktoren negativ.
04:31Im letzten Fall haben wir drei negative Faktoren, dessen Produkt auch negativ ist.
04:38Wir haben also vier Fälle, bei denen die Ungleichung erfüllt ist, nämlich Plus, Plus, Minus, dann Plus, Minus, Plus, dann Minus, Plus, Plus, und als letztes Minus, Minus, Minus.
04:51Schauen wir uns die einzelnen Fälle etwas genauer an.
04:55Beginnen wir mit dem Fall 1.
04:57Das Plus im Zähler steht für Minus x, Plus 6, und das muss größer als 0 sein, weil wir dort ein Plus haben.
05:07Wenn wir x subtrahieren, sehen wir, dass x, kleiner als 6 sein muss.
05:13Der erste Faktor im Nenner steht für x, das, wegen dem Plus, größer als 0 sein muss.
05:19Also ist x, größer als 0.
05:22Der zweite Faktor im Nenner steht für x, Minus 2, das, wegen dem Minus, kleiner als 0 ist.
05:30Wenn wir 2 addieren, sehen wir, dass x, kleiner als 2 ist.
05:36Damit der Fall 1 auch so eintrifft, müssen alle drei Bedingungen erfüllt sein.
05:40Um sich das besser vorstellen zu können, kann der Zahlenstrahl weiterhelfen.
05:47x, muss kleiner als 6 sein, was auf dem Zahlenstrahl von Minus unendlich, bis 6 reicht.
05:55Dabei zeigt die Klammer von 6 weg, weil die Grenze nicht dazu gehört.
06:00Dann muss x, größer als 0 sein, was auf dem Zahlenstrahl so aussieht.
06:04Und als letztes muss x, kleiner als 2 sein, das sieht dann so aus.
06:11Als nächstes schauen wir, welchen Teil des Zahlenstrahls von allen drei Bedingungen abgedeckt ist.
06:18Das ist der Bereich zwischen 0 und 2.
06:22Somit lautet die Lösungsmenge für den Fall 1, x, ist größer als 0 und kleiner als 2.
06:28Für die anderen drei Fälle gehen wir nach dem gleichen System vor.
06:34Wir können aber die Eigenschaft ausnutzen, dass wir, je nach Fall, nur das größer, bzw. kleiner Zeichen umdrehen müssen.
06:44Beim Fall 2 hat der Zähler das gleiche Vorzeichen, also bleibt x, kleiner als 6.
06:50Die Nenner haben die umgekehrten Vorzeichen, also wechseln auch die Ungleichheitszeichen.
06:55So muss x, kleiner als 0 und größer als 2 sein.
07:01Eine Zahl kann nicht gleichzeitig kleiner als 0 und größer als 2 sein, also ist die Lösungsmenge für den Fall 2 die leere Menge.
07:11Beim dritten Fall gibt es, dass x, größer als 6, größer als 0 und größer als 2 sein muss.
07:19Also ist die Lösungsmenge für den Fall 3, x, ist größer als 6.
07:23Und als letztes der Fall 4.
07:27x, muss größer als 6 sein und kleiner als 0.
07:32Der letzte Faktor spielt hier keine Rolle, weil schon die ersten beiden Bedingungen nicht gleichzeitig erfüllt werden können.
07:40Somit ist auch die Lösungsmenge für den Fall 4 die leere Menge.
07:43Damit die Ungleichung erfüllt ist, muss nur einer dieser vier Fälle eintreten, also ist die Gesamtlösungsmenge die Vereinigung dieser vier Teillösungsmengen.
07:55Somit lautet die Lösungsmenge, x ist ein Element der reellen Zahlen, mit der Bedingung, dass x, größer als 0 und kleiner als 2 ist, oder, dass x, größer als 6 ist.
08:07Mit diesem Video geht es weiter, und in dieser Playlist findet ihr alle Videos zu diesem Thema.
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