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  • vor 2 Tagen

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🎈
Spaß
Transkript
00:06Wie süß. Wie damals in Hamburg.
00:09Fast wie damals.
00:11Ich dachte mir, zu jeder Verlobung gehört auch ein Ring.
00:19Was meinst du?
00:26Jetzt sag nicht, dein Stipendium ist geplatzt.
00:28Noch nicht. Aber wenn ich meinen Abschluss nicht im amerikanischen Schulsystem mache, dann kriege ich das Stipendium nicht.
00:36Und hier in Deutschland gibt es die nötigen Kurse nicht.
00:38Weißt du, dass du musst zurück?
00:41In drei Tagen.
00:44Auf eure Verlobung. Und wehe, ihr kommt nochmal auf die Idee, euch zu trennen.
00:48Keine Sorge, ich werde nicht zulassen, dass sich irgendetwas oder irgendjemand zwischen uns beide trinkt.
00:53Ich werde dafür sorgen, dass du gar nicht mehr in Trennung denken kannst.
00:57Also, wenn Elsa und ich nicht schon längst verheiratet wären, dann müssten wir hier bald die erste Falkenthaler Massenhochzeit veranstalten.
01:04Die Idee finde ich gar nicht mal schlecht.
01:06Nimm mal ehrlich, was haltet ihr davon, wenn wir zusammen eine Doppelhochzeit feiern?
01:09Ich meine, das ist ja wirklich ein Zeichen, dass wir uns fast zeitgleich verlobt haben, oder?
01:13Also, Nora hat recht. Lasst uns zusammen feiern.
01:15Ich finde die Idee großartig.
01:26Richard.
01:28Hallo, Judith.
01:33Ja, wie du weißt, feiern wir im Gutshaus die Verlobung von Alexander und Nora.
01:39Und auch die von Sophie und Frederik.
01:43Ja, das ist schön.
01:47Ich wollte dich fragen, ob du an der Feier teilnehmen möchtest.
01:58Hey, what you looking for?
02:03No one has the answer.
02:06They just want more.
02:10Hey, who's gonna make it right?
02:27Nora und Alexander wünschen sich, dass du bei der Hochzeit dabei bist.
02:33Und die beginnt nun mal mit der Verlobungsfeier.
02:37Dann haben Nora und Alexander dich geschickt.
02:41Nein, ich bin hier, weil ich es für richtig halte.
02:45Das bedeutet mir sehr viel.
02:49Das stimme ich nicht falsch, ja.
02:51Du bist Alexanders Mutter.
02:53Damit gehörst du zur Familie.
02:54Das heißt aber nicht, dass...
02:55Ich weiß, zwischen uns ist sehr viel vorgefallen.
02:58Und ich erwarte auch nicht, dass die Hochzeit von Alexander und Nora die Dinge ungeschehen macht.
03:03Und wenn ich nicht so lange geschwiegen hätte, dann wären die beiden wahrscheinlich schon längst glücklich miteinander.
03:09Ja, das ist wohl wahr.
03:13Richard, du musst mir glauben, wenn ich gewusst hätte, welche Folgen mein Schweigen hat, dann...
03:18Dann hätte ich dir von Anfang an die Wahrheit gesagt.
03:20Judith, das ist müßig, jetzt darüber nachzudenken.
03:23Ich weiß.
03:25Aber du musst auch wissen, dass ich dir niemals wehtun wollte.
03:29Und Alexander auch nicht.
03:34Ja, ich...
03:35Roll mir dann mal meine Jacke.
03:52Schmeckt gut, ne?
03:59Ich kann es immer noch nicht fassen.
04:02Alexander und ich feiern Verlobung.
04:05Wie oft habe ich Alexander heimlich so angesehen und mir gewünscht, dass wir uns lieben dürfen.
04:09Und jetzt bin ich schon in wenigen Tagen seine Frau.
04:12Dass wir nach allen Schwierigkeiten doch noch zueinander gefunden haben, grenzt ein Wunder.
04:17Die Liebe ist ein Wunder.
04:18Unter Millionen von Menschen auf der Welt gibt es zwei, die aufeinandertreffen, sich in die Augen sehen
04:24und plötzlich wissen, dass ihnen gerade etwas ganz Besonderes widerfahren ist.
04:28Für die einen ist es Zufall.
04:30Aber Luisa hat immer gesagt, es ist Schicksal.
04:33Und heute weiß ich, dass sie recht hat.
04:40Entschuldigt mich.
04:48Frau Landmann, Herr Landmann, ich möchte Ihnen meine besten Wünsche aussprechen
04:54und Ihnen gutes Gelingen fürs Baby wünschen.
04:59Vielen Dank, Herr Adam, auch wenn wir es eigentlich nicht an die große Glocke hängen wollten.
05:03Ja, aber für deine Verhältnisse hast du erstaunlich lange dicht gehalten.
05:06Ja, es war aber meine Schuld. Ich hatte versprochen, Sie zu bremsen.
05:10Ach, dann wussten Sie schon davon.
05:13Das war der eine, zu.
05:14Also wirklich?
05:15Jetzt sagen Sie bloß noch einmal, dass ich kein Geheimnis für mich behalten kann, Herr Adam.
05:20Sag mal, weißt du, wo Richard ist?
05:22Er ist einfach verschwunden.
05:23Ich habe mich auch schon gewundert.
05:24Vielleicht ist ihm das alles hier auch ein bisschen zu viel geworden.
05:27Wir können ihm sowieso nicht helfen.
05:28Er muss von sich aus seinen Weg zu Judith finden.
05:31Na, ihr zwei?
05:32Das sieht jetzt aber nicht nach Zweifel an unserer Doppelhochzeit aus, oder?
05:36Natürlich nicht.
05:38Sag mal, wollen wir ein bisschen tanzen?
05:39Gerne.
05:41Oh, das sollten wir auch noch tun.
05:43Nicht, dass ich dich auf unserer Hochzeit blamiere.
05:45Das wäre nicht schön.
05:49Für dein Studium in Ohio brauchst du wirklich einen amerikanischen Schulabschluss?
05:54Ohne diesen Abschluss kein Stipendium.
05:58Ich habe so gehofft, dass wir ein deutsches Abitur anerkennen.
06:03Das war wohl nichts.
06:06Dann musst du also wirklich zurück?
06:08Theo, das Schuljahr auf den Virgin Islands beginnt in drei Tagen.
06:11Wir haben praktisch keine Zeit mehr.
06:13Am liebsten würde ich alles hinschmeißen und hierbleiben.
06:17Aber für Luft- und Raumfahrtforschung zu studieren, das war immer dein großer Traum.
06:21Und wenn du dafür zurück auf die Virgin Islands musst, muss ich dich wohl doch begleiten.
06:28Theo, du hast doch auch deinen Traum.
06:29Du wolltest schon immer eine große Familie mit Geschwistern haben.
06:34Ja, aber jetzt ist es auch mein Traum, mit dir zusammen zu sein.
06:38Das bleiben wir doch.
06:40Ich finde es wirklich toll, dass dir deine Familie so wichtig ist.
06:43Und dass du deswegen hierbleiben willst.
06:45Auch wenn es für uns beide bedeutet, dass wir uns trennen müssen?
06:47Ich würde doch auch am liebsten mit dir hierbleiben.
06:50Aber ich kann dich auch verstehen.
06:52Ich habe mir auch immer eine große Familie und ganz viele Geschwister gewünscht.
06:59Theo, wir haben beide unsere Träume.
07:02Und ich will nicht, dass du deinen meinetwegen aufgibst.
07:08Ja, ehrlich gesagt, ist mir nicht mehr nach Feiern zu Mutter.
07:13Und die Hochzeit von Alexander und Nora verpasse ich auch noch.
07:17Ich wäre so gern dabei gewesen.
07:22Obwohl, ich kann doch auch meine Direktorin anrufen und fragen, ob sie mich für die ersten zwei Wochen des Schuljahres
07:27beurlaubt.
07:28Na, mit welcher Begründung?
07:29Na, meine Tante heiratet.
07:32Meinst du, die lassen sich darauf ein?
07:34Theo, wir haben noch nichts zu verlieren. Wir können höchstens Zeit gewinnen.
07:38Na los, komm.
07:40Schön.
07:52Frau Landmann, wegen eben...
07:54Ach, Herr Adam, Ihnen werde ich schon noch mein Geheimnis anvertrauen, Sie alte Blondertasche.
07:58Darf ich Sie zur Versöhnung zum nächsten Tanz bitten?
08:01Es ist ein Fox dort. Das ist doch was für Sie.
08:18Sag mir die Wahrheit. Stört dich etwas an der Doppelhochzeit?
08:21Nein, ganz im Gegenteil.
08:24Ich habe mir nur Sorgen wegen Sophie gemacht.
08:27Es ist schließlich nicht so lange her, dass Michael diese perverse Hochzeit im Bauwagen inszeniert hat.
08:32Ich weiß, sie ist sehr tapfer. Das alles zu verkraften, Hut ab.
08:37Seit Michael in Polizei gewahrsam ist, ist sie ruhiger geworden.
08:41Wer hat denn gedacht, dass der derartig durchgeknallt ist?
08:43Ich bin so froh, dass euch nichts weiter passiert ist.
08:46Habt ihr eigentlich schon Pläne für die Zeit nach der Hochzeit?
08:48Nein. Wir bleiben in Falkenthal.
08:51Ich bin froh, dass ich hier wieder meine Heimat gefunden habe.
08:53Und ich werde meinen Weinstock nicht mehr ausgraben.
08:56Was macht ihr denn?
08:57Wir werden auch hier bleiben. Ich kann auch die Manufaktur nicht im Stich lassen.
09:01Übrigens hat mir Jessica die 20 Prozent, die Michael ihr verkauft hat, wieder zurückgegeben.
09:05Boah, da bin ich froh.
09:06Ich habe schon befürchtet, dass Jessica sich in die Geschickte der Manufaktur einmischen wird.
09:09Ich glaube nicht, dass sie sich jemals dafür interessiert hat.
09:13Die Anteile standen dir von Anfang an zu.
09:16Und deshalb möchte ich sie dir wieder zurückgeben.
09:20Was sagst du?
09:23Ja.
09:24Natürlich, gerne. Wir sind im Geschäft.
09:26Och ja.
09:28Ich denke, dass Marianne und Tobias als Geldgeber immer noch im Boot sind.
09:31Der Preis ist erstmal egal.
09:32Ich möchte einfach, dass ein Teil des Unrechts, das Annabelle hier angerichtet hat, wieder gut gemacht wird.
09:37Also ich fürchte, wir müssen das Gutes umbauen.
09:39Wir haben gerade mal eine Hochrechnung für die Gästeliste gemacht.
09:42Und wir wissen ehrlich gesagt nicht, wo die ganzen Leute hin sind.
09:47Papa, wo warst du denn? Wir haben uns schon Sorgen gemacht.
09:50Ich hatte noch etwas Wichtiges zu erledigen.
09:56Hallo.
10:03Okay, thank you. Bye.
10:08Kleinsatz wäre alles in Butter.
10:10Ich kann zwei Wochen länger bleiben. Es klappt.
10:13Vorausgesetzt, ich hole alles nach, was ich bis dahin verpasst habe.
10:15Und schaffst du das denn?
10:17Heiß ich Paula.
10:19Zwei Wochen nur für uns.
10:24Aber dann wird's ernst.
10:28Ich kann mir das noch gar nicht vorstellen, wie das werden wird hier ohne dich.
10:32Ich auch nicht.
10:33Bei der Entferne?
10:36Ich komme dich dann gleich in den nächsten Ferien besuchen.
10:38Weißt du, wie lang das noch ist?
10:40Ja, aber dann haben wir wenigstens was, worauf wir uns freuen können.
10:45Was machen wir bis dahin?
10:47Telefonieren?
10:48Aber wozu geht das Internet?
10:49Wir besorgen uns diese Webkameras, dann können wir jeden Tag miteinander reden und uns dabei angucken.
10:53Das hört sich doch gut an.
10:54Und was mache ich abends, wenn du nicht da bist?
10:56Du wirst gar nicht, wie ich das aushalten soll.
11:01Wir schaffen das schon.
11:02Ich meine, noch vor zwei Wochen, da hätte ich niemals gedacht, dass wir so weit voneinander entfernt sind und trotzdem
11:06zusammen sein können.
11:07Und jetzt weiß ich, dass wir das schaffen werden.
11:11Weil wir wissen, dass wir, dass das mit uns was ganz Besonderes ist und wir zusammengehören.
11:19Für immer.
11:25Ich kann immer noch nicht fassen, dass Richard über seinen Schatten gesprungen ist und meine Mutter eingeladen hat.
11:29Offensichtlich hat meine Abhalle doch etwas genützt.
11:32Sag mal, weiß er eigentlich, dass sie versucht hat, sich umzubringen?
11:35Nein.
11:36Ich habe ihr versprochen, was ihm nicht zu sagen.
11:39Ich habe ihm einfach versucht, klarzumachen, dass Judith bereut, was passiert ist.
11:43Ja, das habe ich auch schon versucht.
11:44Aber es hat ihn nicht sonderlich interessiert.
11:47Ich habe ihn einfach daran erinnert, dass er mir auch einmal verziehen und eine zweite Chance gegeben hat.
11:54Auf unsere Kinder, Richard.
11:56Und darauf, dass sie glücklich werden.
12:01Das wünsche ich den beiden auch.
12:04Es ist schön, hier zu sein und mit der Familie zu feiern.
12:08Danke, dass du mich abgeholt hast.
12:13Wenn du mich jetzt bitte entschuldigst.
12:19Hallo, Judith.
12:22Auf euch zwei.
12:24Es ist schön, dass ich auf eurer Feier doch noch dabei sein kann.
12:27Danke.
12:30Entschuldige, dass wir dich noch nicht begrüßt haben.
12:32Aber wir wollten euch beide nicht stören.
12:36Ich freue mich, dass Richard mich eingeladen hat.
12:39Das ist eine sehr großzügige Geste von ihm.
12:43Nein, nein, nein.
12:43Er hat einen Schritt auf dich zugemacht.
12:44Das ist ein gutes Zeichen.
12:46Judith.
12:48Es ist so schön, dass du da bist.
12:52Ohne dich wäre das gar keine richtige Verlobungsfeuer geworden.
12:55Danke.
12:56Na, es sieht zwar aus, als ob die beiden doch noch einen Weg zueinander finden.
12:59Jetzt kann ich mich endlich richtig auf unsere Hochzeit freuen.
13:02Und wir können die beiden nebeneinander setzen.
13:03Ich bin so froh, dass Richard plötzlich mit Judith aufgetaucht ist.
13:23Wenigstens reden die beiden jetzt wieder miteinander.
13:26Ja, sonst wäre das auch keine entspannte Verlobungsfeier für Nora und Alexander geworden.
13:31An so einem Tag willst du deine ganze Familie um dich haben.
13:35Ach, habe ich dir gesagt, dass Nora mir eine Teilhaberschaft angeboten hat?
13:39In der Manufaktur?
13:41Jessica hat ihre Anteile zurückgegeben und ich könnte sie erwerben.
13:43Ja, aber das ist doch wunderbar.
13:45Dann würde wenigstens ein Teil der Manufaktur wieder den Grafenbergs gehören.
13:52Es ist wirklich schade, dass dein Vater das nicht mehr erleben kann.
13:57Der größte Wunsch meines Vaters war, dass ich die Manufaktur in seinem Sinne weiterführe.
14:02Ich glaube, er wäre gerne bei unserer Hochzeit.
14:07Und ich glaube, er wäre stolz auf dich.
14:16Ich bin ganz froh, dass ich mir den Job mit Nora teile.
14:19Mein Vater war immer der einsame Mann an der Spitze dieses Unternehmens.
14:22Das wollte ich nie werden.
14:24Einsam wirst du ab heute sowieso nicht mehr sein.
14:27Das würde ich sagen.
14:33Sag mal, wirst du nicht, wie wir uns heute mal auf die Arbeit verzichten?
14:35Das ist Staatsanwalt Lehmann.
14:37Nur ganz kurz, ja? Vielleicht ist ja wichtig.
14:40Nowak?
14:40Hallo, Harald.
14:44Ja?
14:49Ja, ist gut.
14:51Danke, dass du bescheid gesagt hast.
14:54Bis bald.
14:57Was gibt's?
14:58Michael.
15:00Er wurde gerade von einem Psychologen untersucht.
15:03Anscheinend leidet er unter einer schweren Persönlichkeitsstörung und ist wahrscheinlich nicht schuldfähig.
15:10Er wird gerade von der JVA in die psychiatrische Abteilung des Landeskrankenhauses überführt.
15:18Mein Kompliment, Herr Adam.
15:20Mit dem Foxtrott.
15:21Da haben wir selbst Elsa und Konrad alt aussehen lassen.
15:24Frau Landmann, Sie sind aber auch eine äußerst leidenschaftliche, äh, will sagen, begabte Tänzerin.
15:30Wir sind ein hervorragendes Team.
15:32Nicht nur auf dem Parkett...
15:33Ich meine, äh, im beruflichen Leben gemeint.
15:37Ja, ich weiß, ich weiß.
15:38Jetzt müssen Sie nur noch eins lernen.
15:41Ein Geheimnis für sich zu behalten.
15:43Ich muss doch sehr bitten, Frau Landmann.
15:45Tja, na, was sagen Sie denn nun dazu?
15:47Als Herr von Walden mit Frau Wagner den Raum betrat, das war vielleicht eine Überraschung.
15:53Ich hätte es gar nicht mitbekommen, wenn Sie mich beim Foxtrott nicht zufällig getreten hätten.
15:57Ich bitte Sie dafür noch nachträglich um Entschuldigung.
16:01Selbstverständlich.
16:01Hauptsache ist doch, dass wir nicht aus der Übung kommen, nicht wahr?
16:04Ja, denn bald feiern wir ja noch zwei wundervolle Hochzeiten.
16:09Und da werden wir doch dann ab und zu noch eine fesche Sohle aufs Parkett legen.
16:13Da freue ich mich jetzt schon drauf.
16:15Und Frau Wagner wird hier einziehen.
16:18Ja, dieses Gerücht wird sich mit Windeseile im Gutshaus verbreiten.
16:22Herr Adam, darf ich Sie daran erinnern, wer sich hier zuletzt verplappert hat?
16:26Ja, aber doch in bester Absicht, Frau Landmann, in bester Absicht.
16:29Ich weiß. Und ich werde uns nachher einen schönen Kuchen backen, wenn wir mit dem Aufräumen fertig sind.
16:35Sehr gut. Und ich bringe die Küche inzwischen auf Vordermann, ja?
16:38Danke.
16:39Zu danken.
16:40Ich möchte auf deine Hochzeiten tanzen, deine Sennacht mal tanzen.
16:45Immer nur mit einer Tasse, nur mit dir.
16:48Wir wollen.
16:51Frau Landmann, haben Sie was vergessen?
16:57Michael.
17:01Die Doppelhochzeit wird bestimmt aufregend.
17:04Also, als Simon und ich damals das mit der Doppelhochzeit vorgeschlagen haben, da wart ihr nur mäßig begeistert.
17:10Ja, also entschuldige, Konrad, das ist ja auch ein ganz besonderer Tag.
17:13Also, ich hätte mir nicht vorstellen können, den zu teilen.
17:15Tja, da ging's Luisa ganz ähnlich.
17:17Ich kann mich noch sehr gut an eure entsetzten Gesichter erinnern.
17:19Da siehst du mal, wie bescheiden Sophie und Nora sind.
17:23Luisa und ich, wir wollten eben beide allein im Mittelpunkt stehen.
17:26Das tust du für mich doch sowieso.
17:34Guck mal, da sind ja du beide.
17:38Es war wahrscheinlich uncool, mit den Eltern und den ganzen anderen alten Knochen im Gutshaus zu tanzen.
17:46In der Küche ist es ja auch viel romantischer.
17:51So was haben wir beide nie gemacht.
17:53Tja, jetzt ist die Küche besetzt.
17:55Wollen wir warten?
17:58Ich könnte noch mal was essen.
18:00Wir haben Hunger.
18:03Ich kenne eine ganz bezaubernde Frau, die eine Bahn namens Bahnis betreibt.
18:07Ich glaube, da könnten wir was kriegen.
18:09Wenn du alles so kennst.
18:20Was soll denn das?
18:21Ich tue dir doch nichts.
18:23Das weiß ich doch.
18:27Setz dich doch erst mal hin.
18:36Du hast doch bestimmt Hunger.
18:40Danke.
18:49Wo kommst du denn her?
18:53Von draußen.
18:55Ich wusste, äh...
18:58Ich wusste nicht, wo ich hin soll.
19:02Aber du warst doch bestimmt im Krankenhaus.
19:05Das war gar kein richtiges Krankenhaus.
19:07Die wollten mich da einsperren.
19:09Kannst du dir das vorstellen?
19:10Ach, die waren doch doch dein Allerbestes.
19:15Und du fühlst dich doch nicht ganz wohl.
19:20Die haben dort...
19:24Die haben so getan, als wäre ich krank.
19:26Die haben auch so komisch mit mir gesprochen.
19:29Da konnte ich ja nicht bleiben.
19:35Weißt du, wir trinken jetzt mal einen richtigen Kaffee.
19:39Nein.
19:39Und dann bringe ich dich dorthin und rede mir hin, Leute.
19:44Ich werde dafür sorgen, dass sie dich ordentlich behandeln.
19:49Nein.
19:50Ich gehe da nicht mehr hin, Onkel Ludwig.
19:52Nie wieder.
19:57Ich wollte niemals...
20:01...irgendjemandem etwas antun.
20:03Schon gar nicht so viel.
20:06Glaubst du mir das?
20:08Das glaube ich dir.
20:11Onkel Ludwig, können wir uns für ein paar Tage bei dir...
20:15...verstecken.
20:17Ich verstehe nicht.
20:19Wieso wir?
20:20Na, Sophie und ich, wir sind doch jetzt...
20:22Wir sind verheiratet.
20:23Und dann muss ich sie beschützen.
20:25Papa Michael, wo ist denn Sophie?
20:30Hör auf damit, Onkel Ludwig.
20:31Das ist nicht komisch.
20:32Sie sitzt da direkt neben mir.
20:39Es tut mir leid, dass ich nicht bis zum Schluss bleiben konnte, aber ich...
20:41...muss du noch arbeiten?
20:45Arbeiten?
20:46Mhm.
20:48Ach, Papa, ich kenne dich.
20:50Du wolltest ein bisschen allein sein und nachdenken, oder?
20:55Ja, vielleicht.
21:01Ich finde es super, dass du Judith zu unserer Verlogensfeier geholt hast.
21:05Es sind deine Worte von gestern hier aus dem Kopf gegangen und mir ist alles klar geworden.
21:10Zum Lügen gehören immer zwei.
21:12Einer, der lügt und...
21:14...einer, der die Lüge glaubt.
21:16Naja.
21:18Du hast dir geglaubt, weil es sich wie die Wahrheit angefühlt hat.
21:21Du bist nun mal für Alexander wie ihren Vater.
21:26Egal, was zwischen Judith und mir vorgefallen ist, an solchen Tagen wie heute geht die Familie vor...
21:30...und Judith gehört zur Familie, sie ist Alexanders Mutter.
21:33Ja.
21:34Und bald meine Schwiegermutter.
21:37Ja.
21:38Finde ich gut, dass ihr euch endlich ausgesprochen habt.
21:43Weißt du, so viel miteinander gesprochen haben wir gar nicht.
21:47Ich habe euch beobachtet.
21:48Ihr sah sehr erleichtert aus.
21:51Naja.
21:52Ich freue mich jedenfalls, dass die ganze Familie endlich zu unserer Hochzeit kommen kann.
22:01Er hätte vor ein paar Jahren, als du noch Falkenthal gekommen bist, gedacht,
22:04dass das dir aber ein richtiger Familienmensch wird.
22:07Tu, der Familienmensch, der war schon immer vorhanden.
22:09War nur ganz tief irgendwo vergraben.
22:13Naja.
22:14Ich glaube fest daran, dass ihr wieder zueinander finden werdet.
22:18Es war auf jeden Fall heute schon mal ein Anfang.
22:22Ja.
22:35Ich war total überrascht, als Richard vorhin hier aufgetaucht ist.
22:39Nora hat gestern Abend noch mal mit ihm gesprochen.
22:41Und offensichtlich war sie erfolgreich.
22:43Ja.
22:43Ja, vielleicht.
22:45Ja, sie weiß eben, wie man gegen Richard Stuart ankommt.
22:50Alexander, um ehrlich zu sein, Richard hat mich nur eingeladen, um euch einen Gefallen zu tun.
22:55Na, das glaubst du doch hoffentlich nicht.
22:57Du kennst ihn doch.
22:58Er würde nie gegen seine Prinzipien verstoßen, nur um anderen einen Gefallen zu tun.
23:02Wenn es um seine Kinder geht schon.
23:04Ich kann ja verstehen, dass du dem Frieden noch nicht traust.
23:07Aber er hat eingesehen, dass er einen Fehler gemacht hat.
23:10Sagen wir mal so, er glaubt mir zumindest jetzt, dass ich ihn nicht böswillig angelogen habe.
23:17Hat er dich denn gefragt, ob du zu uns zurückkommst?
23:20Nein, hat er nicht.
23:21Und ich glaube auch nicht, dass das passieren wird.
23:26Ich habe mit meinen Lügen das Vertrauen zwischen Richard und mir zerstört.
23:29Das kann man nicht so einfach reparieren.
23:31Mutter, er ist wieder einen Schritt auf dich zugegangen.
23:34Das heißt aber nicht, dass er mir verzeihen wird.
23:38Er macht dir also immer noch Vorwürfe?
23:40Ach, er macht sich selbst Vorwürfe.
23:43Ich habe das Gefühl, er ist zu dem Schluss gekommen, dass er niemandem mehr trauen kann.
23:46Nicht einmal sich selbst.
23:52Richard hat so viele Enttäuschungen erlebt und ist oft angelogen worden.
23:57Er war immer bereit zu verzeihen und zu vergeben.
24:01Annabelle ist es unzählige Male gelungen, ihn um den Finger zu wickeln,
24:03nur um ihn dann noch mehr zu enttäuschen und zu verletzen.
24:08Ja, ich kann ja verstehen, dass er zögert, sich mit Judith auszusöhnen.
24:13Aber ich hoffe, dass er spürt, dass er Judith vertrauen kann.
24:17Sie ist nicht wie Annabelle.
24:19Und alles, was sie getan hat, hat sie aus Liebe getan.
24:24Ich wünsche mir, dass sie wieder zueinander finden.
24:28Ja, und wer weiß,
24:30vielleicht ist unsere Hochzeit nicht die letzte, die hier im Gutshaus gefeiert wird.
24:38Also ich schaue, ob wir noch Saft im Keller haben
24:41und dann komme ich wieder zu dir, äh, zu euch.
24:49Was mache ich denn bloß?
24:53Herr Adam!
24:55Bitte seien Sie leise.
24:57Sie sehen ja aus, als hätten Sie ein Gespenst gesehen.
25:00Haben Sie nicht ganz Unrecht?
25:03Sie reden in Rätseln, Herr Adam.
25:05Ich hätte...
25:06Gehen Sie nicht hinein.
25:08Ja, aber was ist denn los?
25:11Mein Neffe ist zurückgekommen.
25:14Er hat völlig den Verstand verloren.
25:18Du hast dir noch gar nichts angerührt.
25:35Onkel Ludwig ist ihm ganz lieber.
25:39Er wird uns helfen.
25:43Dann können wir uns bei ihm für ein paar Tage verstecken
25:45vor den bösen Leuten, weißt du.
25:49Und ich, äh...
25:50Und ich beschütze dich.
25:55Da musst du gar keine Angst haben.
25:58Und ich lasse nicht zu, dass irgendjemand...
26:02...irgendjemand uns nochmal trennt.
26:10Schau mal.
26:13Das ist ganz frischer Lachs.
26:17Den magst du doch.
26:30Sagen Sie, dass das nicht wahr ist.
26:32Ich fürchte schon.
26:34Da redet doch mit jemandem.
26:37Ja, er denkt, Sophie wäre bei ihm.
26:42Wie ist er denn hier überhaupt reingekommen?
26:45Ich glaubte, Sie seien zurückgekommen,
26:47weil Sie etwas vergessen hätten.
26:48Und plötzlich...
26:50...stand Michael in der Küche.
26:53Haben Sie schon die Polizei gerufen?
26:57Adam, Ihr Neffe hat eine Frau entführt.
27:01Er hat Menschen täglich angegriffen.
27:02Denn er ist doch nicht mehr er selbst.
27:04Aber Sie merken doch, wie harmlos er ist.
27:06Aber Ihr Neffe braucht Hilfe.
27:08Er ist doch schon aus dem Polizeigewahrsam entflohen.
27:11Was können wir nur machen?
27:16Überlassen Sie das nur mir.
27:19Ich werde...
27:20Ich werde schon etwas organisieren.
27:26Elter?
27:28Elter?
27:29Oh, ich wollte dich stören.
27:30Moral.
27:31Tja, zu spät, würde ich sagen.
27:33Bist du sauer, weil wir einfach von deiner Feier abgehauen sind?
27:35Ach, was?
27:36Wir hatten dir offensichtlich Besseres zu tun.
27:38Ähm, wisst ihr, wo Elter ist?
27:39Ich brauche dringend ihre Hilfe.
27:41Die ist doch drüben bei euch auf der Feier.
27:43Ja.
27:43So, habt Ihr die Zeit vergessen?
27:45Die Feier ist längst vorbei.
27:46Ähm.
27:48Was willst du denn von Elsa?
27:50Ich habe keine Ahnung, wie meine Hochzeitsfrisur aussehen soll,
27:52wie das Kleid aussehen soll.
27:53Wir müssen sämtliche Zeitungen angucken.
27:54Ich bin vollkommen überfordert, aber ich will nicht stören.
27:56Wenn du willst, komme ich mit.
27:57Im Ernst?
27:58Ja.
27:59Ich kann natürlich verstehen, wenn du auf Elsa warten willst.
28:01Nein, ich finde es super.
28:03Wenn du dir Zeit nimmst.
28:04Also, wenn es dir mit deiner ollen Tante nicht so langweilig wird.
28:06Du hast doch nichts dagegen, oder?
28:08Ja.
28:09Super.
28:11Ja.
28:16Weißt du, worauf ich mich freue?
28:18Um mich zu heiraten.
28:19Ja.
28:21Mit dir eine gemeinsame Zukunft zu planen.
28:23Ja, und da haben wir noch einiges zu tun.
28:25Im Moment haben wir noch nicht mal eine gemeinsame Wohnung.
28:27Das stimmt.
28:28Ich glaube, das Atelier wird auf Dauer etwas zu eng werden für uns.
28:31Hm.
28:32Wir könnten anbauen.
28:35Da wird uns Richard aber etwas husten, wenn wir auf seinem Hof eine Baustelle aufmachen.
28:40Ja, außerdem ist das Atelier charmant, so wie es ist.
28:43Vor allem mit dir darin.
28:45Danke.
28:45Aber gegen ein bisschen mehr Platz hätte ich auch nichts einzuwenden.
28:49Hm.
28:49Und um ganz ehrlich zu sein, ich kann mir gar nicht vorstellen, aus meiner Wohnung auszuziehen.
28:56Trotz allem, was da passiert ist?
28:58Es ist mein Zuhause.
29:00Ich habe mich da immer wohl gefühlt.
29:03Tja, dann bleibt es bei getrennten Haushalten.
29:06Es sei denn, ich kann dich überreden, bei mir einzuziehen.
29:11Äh, Entschuldige.
29:14Eva, die will sicher irgendwas wegen der Hochzeit wissen.
29:17Hallo Eva, was gibt's denn?
29:20Was?
29:22Bleibt ganz ruhig, ich komme gleich zu euch.
29:24Was ist denn passiert?
29:27Michael, äh, er sitzt in der Küche des Gutshauses.
29:30Was?
29:31Und, und Eva und Ludwig?
29:32Er verhält sich ganz ruhig.
29:34Ich, ich muss das Wort zu Ihnen.
29:35Bitte, versuch ihn aufzuhalten, ja?
29:37Ich rufe in der Zwischenzeit die Polizei.
29:46Das ist so super, dass du mir hilfst.
29:48Ich weiß nicht warum, aber ich habe plötzlich richtig Lampenfieber bekommen.
29:50Ich habe noch nicht mal ein Kleid.
29:51Was?
29:52Da musst du dich ranhalten, das sind ja nur noch zwei Wochen.
29:56Was ist denn los?
29:57Das ist doch kein Grund, traurig zu sein.
29:59Ich freue mich darauf.
30:01Das glaube ich dir.
30:04Aber nach deiner Hochzeit muss ich wieder zurück auf die Virgin Islands.
30:09Ohne den amerikanischen Schulabschluss kein Stipendium.
30:13Oh je, und das hast du heute erfahren?
30:17Deswegen sind Theo und ich auch rübergegangen.
30:20Wir wollten ein bisschen in deinem Sand.
30:24Na, komm.
30:27Und dann komme ich und frage dich, ob du mit mir Brautkleider angucken willst.
30:30Wie passend.
30:32Das ist doch eine gute Ablängung.
30:35Außerdem, Theo und ich haben ja noch diese zwei Wochen.
30:40Wie geht es denn jetzt mit euch beiden weiter?
30:42Theo bleibt hier bei seiner Familie.
30:44Wir haben uns doch immer Geschwister gewünscht und dieser Traum geht jetzt für ihn in Erfüllung.
30:47Und du willst nicht, dass er das für dich aufgibt?
30:53Weißt du, Theo meinte, dass er sich vor ein paar Wochen nicht vorstellen konnte,
30:58dass das somit uns überhaupt eine Zukunft hat.
31:00Er wäre auf jeden Fall mitgekommen.
31:02Es hört sich an, als ob sich einiges zwischen euch geändert hat.
31:07Ja, das...
31:09fühlt sich jetzt irgendwie anders an.
31:12Also zwischen Theo und mir.
31:14Sicherer.
31:16Und weißt du, was ich meine?
31:17Ihr habt mehr Vertrauen zueinander.
31:19Weil er euch liebt.
31:24Mal hier.
31:34Show me what to do.
31:36Das ist schiss, ha?
31:37Ihr dachtet, dass ich jetzt abzocken.
31:40Zugegeben, für Mädchenspiegel gar nicht mal so schlecht.
31:43Und ich freue mich schon so drauf.
31:45Los, Theo, wirf daneben.
31:47Los, renn damit.
31:50Oh, Theo, du bist ja doch da.
31:53Hi.
31:54Schicker Bademantel.
31:56Ja.
31:58Er sollte tierlieb sein und viel lachen.
32:00Und er sollte zu seinen Fehlern stehen können und sich entschuldigen können.
32:03Ja, okay.
32:05Und hast du so einen Typen schon mal gesehen?
32:06Ich meine...
32:11Ich hab ihn schon gefunden.
32:25Wie lange denkst du schon drüber nach?
32:27Das ist mir die Schulfächer erklärt.
32:28Das ist mir einfach klar geworden, dass ich da drüben auf nichts aber auch gar nichts vorbereitet bin.
32:31Aber ich helfe dir doch gern.
32:33Da drüben musst du doch selber lernen, um einen guten Abschluss zu schreiben.
32:35Das schaffe ich schon.
32:37Theo, wir beide sind doch ein gutes Team, oder?
32:41Und was, wenn nur einer aus dem Team helfen kann und der andere nicht?
32:44Was ist die Alternative?
32:46Eine Fernbeziehung?
32:47Willst du mir das vorschlagen?
32:49Nein, das...
32:49Das hat auch keinen Sinn.
32:53Okay.
32:54Ist also aus.
32:58Keine Antwort ist auch eine Antwort.
33:04Das sieht doch super aus.
33:06Ein Knoten?
33:07Ja, das muss doch alles unter den Schlecher passen.
33:09Sieht ja aus wie meine Mathematiklehrerin.
33:10Da hab ich ganz schlechte Erinnerungen.
33:11Nee, nee, nee.
33:12Ach, Quatsch.
33:13Man kann's doch ein bisschen lockerer machen.
33:15Mit so einem Band und so Blumen und ein bisschen Strass.
33:22Wenn du das weiße Brautkleid anhast, dann siehst du nicht aus wie eine Mathematiklehrerin.
33:27Naja, ich verlasse mich auf dich.
33:30Wie gefällt dir denn das Kleid?
33:33Klassisch schön.
33:35Du wirst umwerfiger an aussehen.
33:42Was ist denn hier los?
33:44Mälchensache.
33:45Frisuren und so.
33:46Für die Hochzeit.
33:46Geht dich gar nichts an.
33:49Nora wird die schönste Braut sein, die die Welt je gesehen hat.
33:52Das verspreche ich dir.
33:54Das weiß ich doch jetzt schon.
33:56Okay, ich verstehe.
33:58Ich, ähm, lass euch mal allein.
34:00Ich bin ein Turtel-Täubchen.
34:02Okay.
34:05Danke.
34:08Na, hast du mit deiner Mutter geredet?
34:11Ja.
34:11Und ich glaube, wir haben uns zu viele Hoffnungen gemacht.
34:14Wieso?
34:15Weil Richard meine Mutter nur eingeladen hat, um uns eine Freude zu machen.
34:18Von Versöhnung war allerdings nie die Rede.
34:20Naja, das wird eine Weile dauern.
34:22Ich hätte auch nie gedacht, dass er überhaupt einen ersten Schritt auf sie zumacht.
34:25Also, so wie ich das verstanden habe, war das kein erster Schritt.
34:28Sondern einfach nur der Versuch, in Zukunft irgendwie miteinander umzugehen.
34:31Und zwar so neutral wie möglich.
34:36Hier, mein Junge.
34:37Du, beziehungsweise ihr müsst doch Hunger haben.
34:40Wolltest du, Sophie, nicht einen Saft mitbringen?
34:41Oh ja.
34:44Apfelsaft?
34:45Ja.
34:46Den hat sie am liebsten.
34:51Ich sage ihr ja auch schon die ganze Zeit, dass sie was essen soll, aber irgendwie kriegt sie nichts runter.
34:57Fühlt sie sich nicht wohl?
34:59Ich glaube, die Polizei vorhin und die anderen Männer, die haben ja irgendwie Angst gemacht.
35:08Du siehst so wunderschön aus in deinem Brautkleid.
35:11Weißt du das?
35:15Am liebsten würdest du das Hochzeitskleid immer tragen, stimmt's?
35:19Damit die ganze Welt sieht, dass du zu mir gehörst.
35:23Du bist so süß.
35:26So süß.
35:31Aber jetzt trink wenigstens mal einen Schluck.
35:38Ich kann es immer noch nicht glauben, dass du jetzt meine Frau bist.
35:43Von jetzt an kann uns nichts und niemand mehr trennen.
35:49Ich liebe dich auch.
35:52Großer Gott, wann kommt endlich Hilfe?
35:55Was hast du gesagt?
35:56Ich habe gesagt, mit Gottes Hilfe habt ihr einander gefunden.
36:00Das klingt schön.
36:06Er glaubt, dass Sophie neben ihm sitzt.
36:09Wohl kaum, der steht draußen und wartet auf die Polizei.
36:13Ich wusste nicht, was ich machen soll.
36:15Er tut mir so leid.
36:17Wir tun einfach so, als wäre Sophie wirklich bei ihm.
36:20Dann fühlt er sich nicht bedroht und tut niemandem was.
36:22Wir bauen unser Haus.
36:24Schon bald.
36:24Und das wird noch schöner als das Modell.
36:27Und das ist nur für dich und mich.
36:30Und da kann uns auch niemand mehr finden.
36:33Hallo, Michael.
36:36Hallo, Sophie.
36:37Geh weg!
36:39Geh weg!
36:41Ich wollte nur mit euch reden.
36:43Nein, du gehst!
36:44Ich lasse nicht zu, dass du hier nochmal zu nah kommst.
36:46Geh weg jetzt!
36:47Geh!
36:51Ich hatte so gehofft, dass Richard und Judith auch noch glücklich werden.
36:55Immerhin reden sie wieder miteinander.
36:57Aber Richards Entscheidung müssen wir akzeptieren.
37:00Es ist schon komisch.
37:02Die einzige glückliche Familie, die ich je kennengelernt habe, war meine Pflegefamilie.
37:07Bei der du mit deiner Schwester Luise aufgewachsen bist?
37:10Ja.
37:11Und trotzdem habe ich mir immer vorgestellt, dass ein Wagen vorgefahren kommt,
37:16meine leiblichen Eltern aussteigen und sagen, dass sie gekommen sind, um mich abzuholen.
37:23Hätte Richard gewusst, dass es dich gibt, hätte er dich ganz schnell abgeholt.
37:28Aber sag mal, eigentlich weiß ich viel zu wenig über deine Kindheit.
37:31Warst du glücklich?
37:32Oder wovon hast du geträumt?
37:36Nee, das kann ich jetzt nicht sagen.
37:38Na komm schon.
37:38Aber wehe, du lachst.
37:42Ich wollte immer Prinzessin werden.
37:44Was für ein bescheidener Wunsch.
37:46Siehst du, du findest es albern.
37:47Nein, ganz im Gegenteil.
37:49Erzähl weiter.
37:51Luisa und ich und ein paar andere Kinder aus unserer Straße,
37:55wir haben kleine Märchenstücke für die Erwachsenen geschrieben und dann aufgeführt.
38:00Lass mich raten, du warst bestimmt die Prinzessin.
38:02Nein, eben nicht. Luisa war immer die Prinzessin und ich durfte die böse Hexe spielen.
38:06Die hat ja auch am meisten Text.
38:08Ich hab dann immer Luisas Text mit auswendig gelernt,
38:10in der Hoffnung, dass sie vielleicht krank wird und ich dann für sie einspringen darf.
38:13Und? Durftest du?
38:15Als sie dann mal krank wurde, ist die Vorstellung ausgefallen,
38:17weil niemand den Text der Hexe konnte.
38:19Da haben wir es doch.
38:20Du bist einfach nicht zu ersetzen.
38:34Paula.
38:38Warum klopfst du in deine eigene Küche?
38:40Na, weil ich euch nicht stören will.
38:43Paula ist drüben bei Nora. Schon okay.
38:47Geht's dir gut?
38:49Ja, klar.
38:51Du siehst bedrückt aus.
38:54Ich warte nur, ob Paula ist. Alles okay.
39:01Ich hab neulich mit Nina telefoniert und sie hat mir gesagt,
39:04dass das mit Paulas Stipendium wohl sehr schwierig wird,
39:07wenn sie ihr Abitur hier in Falkenthal macht.
39:12Paula wird, wird wieder, wieder weggehen.
39:15Ja, auf die wird schon alles. Das stimmt.
39:19Sie hat noch einen Aufschub von zwei Wochen bekommen.
39:22Das war's aber dann.
39:24Theo, hör mir mal zu.
39:26Natürlich freuen Konrad und ich mich riesig darüber,
39:29wenn du hier bei uns bleibst.
39:30Aber wenn du dich entscheidest, mit Paula mitzugehen,
39:32dann verstehen wir das.
39:33Ich will aber hier bleiben.
39:34Jetzt, wo wir endlich eine große Familie werden,
39:36dann werde ich nicht einfach weggehen.
39:39Auch wenn ich noch nicht weiß, wie ich das aushalten soll.
39:42Oh.
39:43Guck her.
39:51Du hast geglaubt, du kannst unsere Hochzeit verhindern.
39:54Ist dir aber nicht gelungen.
39:57Ich gratuliere.
40:00Schön, dass ihr so glücklich seid.
40:04Sophie, ich bring dich jetzt in Sicherheit.
40:06Musst du dir keine Sorgen machen.
40:08Weißt du, wir gehen jetzt.
40:11Onkel Lothi, vielen Dank für alles, was du getan hast,
40:13aber wir müssen jetzt wirklich los.
40:15Wo wollt ihr denn hin?
40:16Das ist ein Geheimnis.
40:18Damit er nicht weiß, wo wir sind.
40:20Damit er uns in Ruhe lässt.
40:22Aber ihr habt doch bestimmt Hunger.
40:25Wollt ihr nicht noch bis zum Abendessen bleiben?
40:28Komm, Liebes.
40:35Was?
40:38Was soll das?
40:41Was macht ihr hier?
40:44Was soll das?
40:48Sophie?
40:51Sophie?
40:54Sophie, wo bist du?
40:55Sophie ist doch hier.
40:57Nein!
40:58Das ist nicht Sophie.
40:59Was hast du mit ihr gemacht?
41:00Was?
41:01Michael ist ja vernünftig.
41:03Sophie, so wie du sie dir vorstellst,
41:06kehrt nicht mehr zu dir zurück.
41:07Nein.
41:08Nein.
41:10Nein.
41:11Nein.
41:11Nein.
41:11Meine Sophie hat ein Brautkleid.
41:14Meine Sophie hat ein Brautkleid an.
41:17Das, das da ist, äh, ist falsch.
41:21Das ist falsch.
41:23Das ist eine Betrügerin.
41:25Du bist eine Betrügerin.
41:28Was schaut ihr mich alle so an?
41:31Glaubt ihr, ich weiß nicht, wie meine Sophie aussieht?
41:34Sophie ist meine Frau.
41:36Ist meine Frau!
41:37Michael, bitte.
41:39Ich bin nicht deine Frau.
41:41Gott, nein!
41:43Ihr steckt hier alle unter einer Decke.
41:46Alle steckt hier unter einer Decke.
41:48Und du sagst mir jetzt, was du mit Sophie gemacht hast.
41:50Sag's mir!
41:56Michael ist unberechenbar.
41:59Deshalb solltest du bis zur Hochzeit gleich besser wieder zu uns ziehen.
42:02Es gibt keinen Stern, der Paula heißt.
42:05Ach, gibt es.
42:06Ich hab dir den gekauft und nach dir benannt.
42:08Ach, Theo.
42:09Und wenn ich's mal gar nicht mehr aushalten kann,
42:11schau ich mir einfach unseren Stern an und weiß, dass du da bist.
42:14Wir sind zusammen.
42:15Und wir heiraten.
42:17Und wir werden uns nie wieder trennen.
42:19Nie wieder.
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