- vor 2 Tagen
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SpaßTranskript
00:00Musik
00:42Musik
01:00Hast du das gehört?
01:01Ja, natürlich
01:04Einbrecher?
01:05Ein bisschen danach
01:08Sei vorsichtig
01:27Luisa
01:28Ich wollte nur was trinken
01:31Wieso bist du denn schon wach?
01:33Naja, ich hatte Angst, dass ich verschlafe
01:35Schatz, es ist kurz nach sechs
01:37Ich mach gleich das Frühstück
01:39Leg du dich noch mal hin
01:40Ach, das ist doch Quatsch
01:41Ich krieg da kein Auge mehr zu
01:44Willst du mal eine Kehrschaufel?
01:45Mhm
02:14Sehr brav warst du
02:16Danke
02:17Danke
02:33Ja, was ist?
02:34Der Ultraschall war negativ, nichts zu sehen
02:37Sie ist gesund, aber leider nicht trächtig
02:39Trotz der Hormonpräparate, trotz künstlicher Besamung
02:41Tja, es gibt eben keine Garantien
02:44Aber Sie haben doch versprochen
02:45Ja, ich hab versprochen, dass ich alles versuchen werde
02:48Ich geb ja auch noch nicht auf
02:49Ich fürchte, das wird nichts mehr
02:51Guten Morgen
02:52Morgen
02:53Und? Wie sieht's aus? Ist immer noch nicht trächtig?
02:56Nein
02:56Wie lange stehen die beiden eigentlich schon auf der Anlage?
02:59Hm, 15 Jahre
03:01Und die ganze Zeit zusammen
03:03Worauf wollen Sie hinaus?
03:05Naja, es soll ja Ausnahmen geben
03:07Aber bei den meisten Ehepaaren sind die stürmischen Zeiten doch irgendwann mal vorbei
03:10Da lebt man wie Bruder und Schwester zusammen
03:12Ich glaube eher, die Nasson-Kuh ist zu alt
03:15Sie ist wahrscheinlich schon in der Menopause
03:17Nein, der Ansicht bin ich ganz und gar nicht
03:19Die Tests sagen was anderes
03:20Und warum klappt's dann nicht?
03:23Wir müssen einfach ein bisschen Geduld haben
03:24Meine Entscheidung steht
03:26Unser alter Kempe kriegt eine neue Pachterin
03:28Muss ich Dr. Fehrmann recht geben?
03:31Oder wollen Sie lieber nochmal 15 Jahre abwarten?
03:34Schön, dass Sie beide in dieser Sache einer Meinung sind
03:38Ich glaube, damit haben Sie jetzt bei Frau Dr. Mertens nicht gerade gepunktet
03:43Wieso ich? Wir?
03:45Von mir ist sie nichts anderes gewöhnt
03:47Schönen Tag noch
03:52Frau Dr. Mertens
03:54Frau Dr. Mertens
03:56Wenn's mit der alten Partnerin nicht so läuft wie gewünscht
03:59Dann muss eben eine neue her
04:00Bleiben Sie doch im Moment stehen
04:02Glauben Sie nicht, dass Sie etwas zu menschliche Maßstäbe anlegen
04:04Wir reden hier von zwei Nashörnern
04:06Und ich rede von Ihnen und von Dr. Fehrmann
04:08Wenn ich sage, dass noch Chance auf Nachwuchs besteht, dann weiß ich wovon ich rede
04:12Sie können mir ruhig glauben
04:14Wahrscheinlich haben Sie recht
04:15In der Fortpflanzungsmedizin soll es ja wahre Wunder geben
04:1760-jährige Mütter zum Beispiel
04:19Und ich rede von einer Nashornkuh, die noch nicht aufs Alchenteil gehört
04:23Wenn Sie sich dann beruhigt haben, würde ich Ihnen gerne was zeigen
04:27Ich würde das Kängurugehege gerne erweitern
04:30Wir haben ja auch die anderen Themenanlagen im Zoo
04:32Für die Tiere aus Asien, aus Afrika
04:34Für die Tiere aus Amerika
04:35Danke sehr
04:37Australien fehlt uns noch
04:39Ja, das stimmt
04:40Hier sind wir wirklich nicht so gut besetzt
04:42Naja, wir haben keine Koalas und keine Schnabeltiere
04:44Dann nehmen wir erstmal die Tiere, die wir haben
04:46Das Konzept, verschiedene Arten aus dem selben Lebensraum zu vergesellschaften
04:50Das ist einfach großartig
04:52Damit hat mein Vater angefangen
04:55Das war seine Idee
04:57Der hatte auch mit dem Zoo zu tun?
04:59Das wissen Sie nicht?
05:01Er war Ihr Direktor
05:02Ach, und was macht er jetzt?
05:05Er war Teilzeitkurator, bevor Sie gekommen sind
05:08Er war sogar für Ihre Stelle vorgesehen
05:11Ach so
05:11Jetzt wird mir klar, warum ich hier nicht mit offenen Armen empfangen wurde
05:18Ja, also, warum haben Sie mich jetzt hierher geschlappt?
05:21Dass ich Ihre Idee unterstütze?
05:22Ja, das auch
05:23Aber eigentlich wollte ich von Ihnen wissen, ob aus tierärztlicher Sicht irgendwas dagegen spricht
05:27In welcher Verfassung sich die Tiere befinden
05:30Man lässt ja nicht zwei aufeinander los, sie partout nicht miteinander können
05:35Gut
05:37Ich sehe mir die Australien mal an
05:41Ich freue mich schon richtig auf die zwei Tage mit Ihnen
05:52Danke, dass Sie für mich Zeit haben, Dr. Lenz
05:55Wie geht es mit dem Jungen weiter?
05:57Ich hoffe, dass es ihm bald besser geht und er wieder aufwacht
06:01Sie sagten, er könnte möglicherweise bleibende Schäden davon tragen
06:05Fest steht nur, dass irgendwann die Sauerstoffzufuhr zu seinem Gehirn unterbrochen war
06:09Was wirklich mit ihm ist, können wir erst sagen, wenn er wach ist
06:12Die Eltern waren bei mir
06:13Sie wollen natürlich wissen, woran Sie sind
06:16Ja, aber das kann ich Ihnen nicht sagen, solange die Ursache nicht feststeht
06:19Ich kann ihn ja nicht aufschneiden und nachsehen
06:21Also müssen wir warten
06:23Ja
06:24Ich denke, die Emus müssen vorerst solo bleiben
06:40Warum?
06:41Es wird ein Jungtier im Bauch
06:44Was hat das mit den Emus zu tun?
06:46Na ja, wenn Kängurus Stress bekommen, dann schmeißen sie ihre Jungtiere auch manchmal aus dem Beutel
06:51Das wollen wir ja nicht
06:53Danke, Chris, du hast du toll gemacht
06:56Ja, wirst du Mama
06:57Zum ersten Mal
06:59Und wenn dann ein paar übermütige Emus da rumlaufen
07:02Ja, das wäre nichts
07:05Zu viel Stress
07:08Übrigens, die Frisur, die steht in ihm gut
07:10Finden Sie?
07:11Ja
07:11Ich hoffe, sie gefällt ihm auch
07:13Der Kopf?
07:14Ja
07:16Bestimmt
07:17Ach, ich beneide sie so
07:19Für zwei Tage mit ihm unterwegs
07:21Wir erweitern die Australienanlage hier
07:23Um einen Teil des Nachbargeheges
07:26Auf die Zäune können wir verzichten, da reicht ein einfacher Graben
07:29Den Besucherweg hier, den können wir weiter nutzen
07:31Und über eine Brücke führen, unter der die Tiere von der einen auf die andere Seite wechseln können
07:36Prima Idee
07:38Sie wissen schon, dass es einen langfristigen Entwicklungsplan für den Zoo gibt
07:43Pläne kann man ändern
07:44Nur mit Zustimmung des Verwaltungsrates
07:47Die kriegen wir auf unsere Seite, wenn sie mich unterstützen
07:50Ich bin vor Jahren schon mit dieser Idee beim OB gescheitert
07:54Wer weiß, vielleicht hat er seine Meinung geändert
07:57Ich finde es prima, dass du mir hilfst Sebastian
07:59Guck mal, die Farbe ist jetzt stimmig, nicht?
08:01Ja, sehr schön
08:02Ich zeig dir jetzt mal das Café, ja?
08:06Das soll nämlich ganz raffiniert
08:09Ach Georg, das ist ja schön, dass du schon kommst
08:11Du, ich hatte mir vorhin noch überlegt, ob wir den Eingang nicht doch besser nach da verlegen
08:18Zählst du davon?
08:19Lass uns bitte mal einen Moment allein
08:20Ja, kein Problem
08:22Komm
08:25Das wird wohl nichts
08:26Was denn?
08:27Tut mir leid, Charlotte
08:28Die Bank hat geschrieben
08:29Sie haben mir den Kredit abgelehnt
08:32Was?
08:34Aber das gibt's doch gar nicht
08:37Oh Gott
08:40Wer mach ich denn jetzt?
08:42Ich kann doch die ganzen Leute nicht wieder nach Hause schicken
08:45Wir fahren erstmal zur Bank
08:47So schnell gehen wir nicht auf
08:55Sie will sie wohl nicht von ihm trennen, hm?
08:57Tja, die beiden sind wie zwei alte Latschen
09:00Die trennt man nicht so einfach
09:01Aber ich habe ja noch eine Geheimwaffe
09:03Mhm, was denn?
09:05Was für den einen Schokolade ist für meine dicke Weinbrandbohnen
09:09Komm meine dicke, komm
09:11Sie kennen ja alle Tricks, Conny
09:13Komm meine dicke, komm
09:18Komm meine dicke, komm
09:19So ist es fein
09:20Noch eine, komm
09:25Komm meine dicke, jetzt geh es rüber, komm
09:31Komm meine mac
09:33Komm rein
09:35So ist es fein, komm hier
09:37So ist gut
09:38Noch ein Stückchen, so ist es doch fein
09:41Fein
09:42So
09:50Hallo Mama
09:51Oh Susanne, ich habe gar nicht mit dir gerechnet
09:55Ich hätte wohl anrufen sollen, störe ich
09:57Nein, natürlich nicht, setz dich
10:00Georg, Susanne ist da
10:02Sie sind auch gerade eben erst rein
10:04Warte auf der Baustelle
10:06Mhm
10:10Mhm
10:10Ah Papa, ich wollte mein Ferngleis holen
10:12Brauchst du es noch?
10:14Kein Problem, oder?
10:19Was ist denn mit euch los?
10:21Habt ihr Ärger?
10:22Mit der Baustelle?
10:24Wie kommst du denn da rauf?
10:25Uns geht es blendend
10:27Erzählt mir doch nichts
10:30Naja, es ist so
10:32Die Bank will uns keinen Kredit geben
10:35Sie sagt, es gibt schon genügend Galerien in Leipzig
10:37Diese Banker sind ja bekannterweise Kunstkenner
10:41Was macht ihr denn jetzt?
10:44Ich werde eben den Traum von der eigenen Galerie begraben müssen
10:48Wir müssen die Fabrik verkaufen
10:51Habt ihr denn schon einen Interessenten?
10:54Unser Nachbar ist total scharf drauf
10:56Wir haben ihm das Objekt sozusagen vor der Nase weggeklaut, nicht?
11:00Wir müssen übrigens so schnell wie möglich einen Termin machen
11:02Ja
11:05Ich beneide dich um deine Exkursion
11:10Ja, das ist sozusagen ein Sahnehäubchen bei so einem Studium
11:14Und mit Berghof werde ich auch noch fertig
11:17Ja, ich habe schon gehört, er macht sich im Zoo sehr beliebt
11:20Und wie kommst du mit ihm klar?
11:24Fast noch besser als mit Dr. Fehrmann
11:44Susanne, du musst sofort mit Papa reden
11:45Hallo erstmal
11:46Der ist total stur
11:48Was ist denn los?
11:51Entschuldige, du bist 15
11:52Ja, aber wir wollen ihm die Sternwarte, den Komet angucken
11:54Und der kommt nur alle 200 Jahre
11:56Und wie soll der heißen? Dieser ominöse Stern?
11:59Stern von Bethlehem?
12:05War das notwendig?
12:07Ja, tut mir leid, aber sie hat schon mal bessere Ausreden gewusst
12:10Wie war's bei deinen Eltern? Was ist mit der Fabrik?
12:13Sie müssen zusehen, dass sie sie wieder loswerden
12:15War das nicht sowieso eine Nummer zu groß für sie?
12:18Ich hätte sie ihnen gleich ausreden sollen
12:21Aber sie waren einfach so euphorisch
12:23Vielleicht sollten wir für morgen einen Tisch reservieren und mit ihnen essen gehen
12:26Das muttert sie ein bisschen auf
12:27Aber ich bin morgen nicht da
12:30Stimmt, hab ich vergessen
12:33Kann ja passieren
12:35Hast ja auch viel um die Ohren
12:39Vielleicht am Wochenende
12:40Mhm
12:42Was ist das denn?
12:43Das habe ich besorgt, dass wenigstens Murphy glücklich ist
12:48Okay
12:49Ich blase alles ab
12:51Ich bleibe zu Hause
12:52Nein, du fährst auf jeden Fall
12:54Du schaffst es doch nicht ohne mich
12:55Natürlich schaffe ich das
12:57Aber jetzt verstehst du vielleicht, wie ich das gemeint habe
12:59Nein, was hast du gemeint?
13:01Ja, das mit dem Studium, dass es mit der Doppelbelastung eng wird
13:05Mal ehrlich, das mit dem Studium, das passt ja doch sowieso nicht, oder?
13:08Das ist Blödsinn
13:09Wenn bei dir der Eindruck entstanden ist, tut es mir leid, aber es ist nicht so
13:12Ich bemühe mich so, dass ich nichts und niemanden vernachlässige
13:17Aber gut, ich kann ja auch einen Stundenplan erstellen, wann ich arbeite, wann du arbeitest
13:22Wann ich Zeit für das Studium habe, wann wir Zeit füreinander haben
13:26Ja wunderbar, dann kannst du auch gleich planen, wann wir miteinander schlafen
13:30Montag wäre zum Beispiel ein guter Tag
13:35Am Dienstag habe ich Spätdienst
13:41Wir haben das zusammen beschlossen, jetzt ziehen wir das auch zusammen durch
13:44Irgendwann ist es ja mal zu Ende
13:52Was wird das denn? Meditierst du gerade?
13:56Ich will schön sein
13:57Das bist du doch
13:59Ich geh schon mal vor, ich komme gleich nach
14:30Was ist das denn?
14:31Ich wollte sie nur weglegen.
14:34Ich warte dich, wenn ich dich am Wochenende mit dem Buch erwische.
14:37Versprochen ist versprochen.
14:39Gute Nacht.
14:40Gute Nacht.
15:01Dann wollen wir uns die zauberhafte Lady doch mal anschauen.
15:06Sie hat den Transport gut überstanden.
15:08Naja, sie ist ja auch fast 20 Jahre jünger als er.
15:12Na, komm mal her.
15:13Ja, so ist es brav.
15:16Also sollte unserem Nachwuchs jetzt nichts mehr im Wege stehen.
15:19Vorausgesetzt, sie mögen sich.
15:20Das wollen wir doch hoffen.
15:22Ach übrigens, unsere Kängurus sind schwanger.
15:26Ich muss im Moment wirklich dringend davon abraten, sie gemeinsam mit den Emus auf eine Anlage zu stellen.
15:42Mal zum Malen habe ich Lust.
15:44Das ist eine solche Sauerei, uns so zu verladen.
15:47Charlotte, ich habe nur eine schlechte Nachricht.
15:49Ich habe gerade mit dem Makler telefoniert.
15:50Der Eigentümer des Nachbargrundstücks hat kein Interesse mehr an unserer Fabrik.
15:53Der wollte die doch unbedingt haben.
15:55Er hat etwas anderes gefunden.
15:57Der Makler meint, so schnell würde er die Fabrik auch nicht wieder los.
15:59Das ist eine solche Sauerei, erst uns so unter Druck zu setzen und dann ist das plötzlich ein schwer verkäufliches
16:04Objekt.
16:05Jedenfalls sitzen wir jetzt auf einer Investruine fest.
16:08Wir müssen sofort alle Handwerkerverträge stornieren.
16:10Alle offenen Rechnungen bezahlen.
16:11Sonst wird das ein Fass ohne Boden.
16:13Ja, das habe ich doch gleich gesagt.
16:16Na, komm mal her.
16:19Jetzt musst du schön stillhalten.
16:20Du kennst das ja schon.
16:26Sind Sie dann soweit?
16:29Wieso?
16:30Ja, wir müssen langsam los.
16:32Ich muss dem Fuchs noch Augentropfen geben.
16:35Der hat Bindehautentzündung.
16:37Dann pass mal her.
16:38Ich packe das schon mal in mein Auto, ja?
16:41In Ihr Auto?
16:42Ja, ich dachte, wir fahren mit meinem.
16:43Ich wollte eigentlich mit meinem Auto fahren.
16:45Ist ja nun wirklich Benzinvergeudung, oder?
16:49Außerdem wollten wir unterwegs Ihre Aufgaben besprechen.
16:53Das ist nicht weit.
16:54Das werden Sie schon überleben.
16:56Ob wir das schaffen, ohne uns zu zerfleischen?
16:58Bis wir in Bad Schandau sind,
16:59sind Sie mir sowieso mit Haut und Haaren verfallen.
17:04Da bildet sich was ein.
17:05Wo er recht hat, hat er recht.
17:07Also mit dem Benzin meine ich natürlich.
17:09Psst.
17:10Annette, würden Sie bitte meinen Koffer schon mal rausbringen?
17:13So.
17:15Tschüss.
17:19Dr. Mertens kommt gleich.
17:20Sie zieht sich noch rasch um.
17:22Sie halten hier ganz allein die Stellung.
17:23Mhm.
17:25Hier, der Arztkoffer soll auch noch mit.
17:26Danke.
17:28Sie sehen übrigens toll aus.
17:29Die neue Frisur macht sie noch hübscher.
17:31Finden Sie?
17:32Falls das überhaupt noch geht.
17:38Dr. Backhoff, Ihr Australienprojekt können wir vergessen.
17:42Frau Dr. Mertens hat mich einbringlich davor gewarnt.
17:45Was hat Sie denn dagegen?
17:46Die Kängurus erwachten Nachwuchs und sind dann sehr aggressiv.
17:50Sie sieht da große Probleme.
17:51Wissen Sie was, Herr Dr. Fehrmann?
17:52Solche Probleme stacheln meinen Ehrgeiz erst richtig an.
17:56Viel Glück.
18:03Ich habe mal ein bisschen Fachlektüre gewälzt, über den Versuch, einige Wildvogelarten wieder im Elbsansteingebirge anzusiedeln.
18:12Ich bin auch auf Ihren Artikel gestoßen.
18:16Stimmt es, dass die Zahl inzwischen wieder rückläufig ist?
18:20Ja.
18:23Interessante These, dass nicht mehr Umweltgifte und Luftverschmutzung verantwortlich sind, sondern zunehmend Verkehr und Tourismus.
18:35Was ist denn mit Ihnen los?
18:38Ist Ihnen eine Laus über die Leber gelaufen?
18:44So wird es aber nichts mit Haut und Haaren.
18:46Wissen Sie, es wäre nett gewesen, wenn Sie mich auch in die Kängurus informiert hätten, bevor Sie zu Dr. Fehrmann
18:51laufen.
18:54Das war keine böse Absicht. Entschuldigung, das habe ich im Trubel der Abreise vergessen.
18:59Und es wurden auch nicht einige Wildvogelarten neu angesiedelt, sondern eine.
19:03Der Wanderfalke.
19:05Über Auer und Haselhuhn denkt man nach.
19:27Den Ultraschall hätte ich gerne noch bis heute Abend.
19:29Dr. Lenz?
19:30Dr. Lenz?
19:31Ja?
19:32Ich muss Sie dringend sprechen.
19:34Entschuldigung, ich habe Visite.
19:36Ja, aber es ist wirklich dringend.
19:38Gut, dann machen Sie erst mal ohne mich weiter. Ich komme dann nach. Bitte.
19:45Was gibt es denn zu Dringendes?
19:47Und Dr. Lenz, ich muss Ihnen leider eine unangenehme Mitteilung machen.
19:52Die Eltern Ihres Patienten Benni werden Sie wegen eines Kunstfehlers verklagen.
19:55Sie haben einen Anwalt eingeschaltet. Der war auch schon bei Gericht.
19:59Er hat die Krankenakte beschlagnahmen lassen und kopiert.
20:02Also ich habe nichts zu verbergen.
20:04Und wenn Fachgutachter herangezogen werden, dann kann das ja nur hilfreich sein.
20:08Tja, das hoffe ich auch.
20:10Aber bis zur Klärung des Sachverhaltses hat sich die Klinikleitung entschlossen,
20:15Sie von Ihrer Arbeit als Chefarzt entbinden zu lassen.
20:21Ihr Stellvertreter wird hier kurzfristig für Sie einspringen.
20:24Was?
20:27Das heißt, ich bin beurlaubt?
20:29Ja, nur von Ihrem Posten als Chefarzt.
20:32Ansonsten können Sie ganz normal weiterarbeiten.
20:35Ganz normal.
20:37Das ist toll.
20:39Ich finde das ganz toll, wie Sie so voll und ganz hinter mir stehen.
20:42Dr. Lenz, ich kann nichts machen.
20:47Persönlich, persönlich tut mir das alles sehr leid.
20:52Ja.
21:01Erst mal was trinken.
21:03Du musst doch was essen.
21:19Tierarztpraxis Zoo Leipzig.
21:21Ich würde gerne mit Susanne sprechen.
21:23Ach, Dr. Lenz, Ihre Frau ist leider schon weg.
21:25Aber Sie können sie bestimmt übers Handy erreichen.
21:27Danke, Annette.
21:28Gerne. Tschüss.
21:31Was machst du denn hier für Faxen?
21:34Wir versuchen es nochmal.
21:38Der Teilnehmer ist vorübergehend nicht erreicht.
21:52Hallo, Herr Weidner.
21:53Hallo, Herr Dr. Fährmann.
21:56Also irgendwas stimmt mit Nobi nicht.
21:59Sieht fast so aus, als hätte er Angst vor der Neuen.
22:02Eigentlich geht der Nashornbulle sofort auf Tuchfüllung,
22:05wenn eine Nashornkuh brünstig ist.
22:07Deshalb haben wir sie doch gerade jetzt geholt.
22:10Ja, aber er ist ja nicht mal der Jüngste.
22:11Und die Neue ist vielleicht irgendwie ungestüm.
22:14Ja, achten wir mal ab.
22:17Unser alter Haudegen wird schon auf den Geschmack kommen.
22:20Also ich glaube, er kann sie nicht leiden.
22:37Morgen allerseits.
22:39Das sind meine Studenten aus dem ersten Studienjahr.
22:42Das ist Frau Dr. Mertens.
22:43Sie ist Tierärztin im Zoo in Leipzig.
22:45Sie macht eine Weiterbildung für Zier- und Wildvögel.
22:48Deswegen habe ich sie mitgebracht.
22:49Ach ja, und wir haben kein Verhältnis.
23:23Wir sehen uns beim nächsten Mal.
23:35Und? Wie sieht es aus mit unseren Turteltauben?
23:38Ach, mit Turteln ist wohl nichts.
23:39Er will heim zu seiner Ex und die Neue interessiert ihn nicht.
23:42Also wieder nichts mit Nachwuchs.
23:44Na, warten wir es mal ab.
23:45Aber so ist das Leben.
23:46Das Naheliegende übersieht man gerne mal.
23:48Wie meinst du denn das?
23:49Na ja, dass das Neue nicht immer das Bessere ist.
23:52Also ich weiß nicht, was die anderen sagen,
23:54aber deine neue Frisur.
23:56Irgendwie bist du gar nicht mehr du.
23:58Gefällt sie dir nicht?
23:59Ganz ehrlich?
24:00Du siehst aus wie ein erschrecktes Backenhirnchen.
24:04Mhm.
24:06Da seht ihr drei viel hübscher aus.
24:24Irgendeine Veränderung?
24:28Tut mir leid, Dr. Lenz.
24:30Auch das mit Ihnen.
24:32Wenn irgendwas sein sollte,
24:34Sie erreichen mich zu Hause, ja?
24:35Mhm.
24:43Von hier oben haben Sie einen hervorragenden Überblick
24:47über die verschiedenen Lebensräume der Wildvögel.
24:51Kommen Sie alle mal noch ein bisschen näher.
24:55Im Elbseilensteingebirge wurden bis heute
24:57über 250 verschiedene Vogelarten nachgewiesen.
25:01Da drüben, im Elbtal,
25:03da nisten die Wasser- und die Greifvögel.
25:05Manchmal taucht auch ein Seeadler auf.
25:06Und da in den kleinen Schluchten und den Bachtälern,
25:08da gibt es die Wasseramsel, den Eisvogel.
25:11Mit ein bisschen Glück sieht man mal einen Zwergfliegenschnepper.
25:14Und hier zu guter Letzt,
25:16in den Felsenrevieren,
25:17haben wir den Mauersegler, Falken.
25:20Und Eulen.
25:22Was da drüben, das sieht aus wie ein Uhu.
25:26Darf ich mal?
25:28Er scheint verletzt zu sein.
25:31Tatsächlich.
25:32Irgendwas, irgendwas ist mit seinem Flügel.
25:34Stimmt.
25:35Wir müssen ihm helfen.
25:37Sie klettern mir da nicht hoch, das ist viel zu steil.
25:39Wenn Sie Angst um mich haben,
25:40dann können Sie mich ja begleiten.
25:44Stürzen wir ihn weiter ab.
25:46Ach ja, und glauben Sie nicht,
25:47Sie kommen dann um Ihre Semesterarbeit rum.
26:00Und, hast du schon alles zusammengestellt?
26:03Ja.
26:04Was rechnest du denn da noch?
26:08Ich glaube, ich habe es.
26:09Ja, wir räumen die Bank aus.
26:12Wir nehmen eine Hypothek auf.
26:15Aber nicht auf unser Haus.
26:17Wir können es als Sicherheit für ein Darlehen einsetzen.
26:20Und dann bauen wir deine Galerie aus.
26:23Georg, du bist verrückt.
26:26Wir setzen alles aufs Spiel, was wir haben.
26:30Wir werden schon nicht unter einer Brücke schlafen müssen.
26:46So steiler, als ich dachte.
26:48Keine Angst.
26:49Ich werde Sie schon sichern.
26:52Ja, kommen Sie noch ein Stückchen näher.
26:54Ja, kommen Sie noch ein Stückchen.
27:24Ja, kommen Sie noch ein Stückchen.
28:00Du bist ja schon da.
28:02Was machst du da?
28:04Kopfstand.
28:05So sieht alles viel bunter aus.
28:07Ja, aber wenn du das zu lang machst, dann drückt das Blut im Kopf auf die Augen und dir wird
28:11schwindelig.
28:11Komm mal wieder auf die Beine.
28:13Schade.
28:24Schade.
29:07Wo ist er?
29:10Da drüben.
29:11Direkt hinter dem Felsen.
29:14Wir müssen vorsichtig sein.
29:16Nicht, dass er einen Fluchtreflex einsetzt.
29:18Sonst stützt er uns noch ab.
29:20Okay.
29:41Ich tue dir nichts.
29:41Ich tue dir nichts.
29:42Ich tue dir nichts.
29:42Komm her.
29:49Ich habe ihn.
29:51Es ist gut, es ist gut, es ist gut.
29:54Ich tue dir nichts.
30:23So, hätten wir das geschafft.
30:25Ja.
30:28Alles gut.
30:30Du bist in Sicherheit.
30:34Alles gut?
30:35Ja.
30:37Ja.
30:39Hey, hey, hey.
30:40So.
30:42Komplimente übrigens.
30:44Wieso?
30:45Fürs Klettern.
30:46Sie werden immer besser.
30:49Das wird ganz schön frisch.
30:51Ja, nehmen Sie die.
30:52Danke.
30:56Mh, lecker.
30:58Eigentlich wollte ich ja heute kochen.
30:59Ja, das kannst du ja dann morgen mal.
31:02Tragen wir uns wieder?
31:03Klar.
31:05Isst du gar nichts?
31:06Ich habe keinen großen Hunger.
31:08Kann ich euch alleine lassen?
31:10Ich muss nochmal weg.
31:11Ja?
31:13Wo bist denn du hin?
31:15Ich muss mit Susanne noch was besprechen, aber ich bin heute Nacht wieder da.
31:18Kann ich euch wirklich alleine lassen?
31:19Ja, doch.
31:32Gut.
31:33Warten Sie ihn ganz fest.
31:33Das wird ihm jetzt wehtun, oder?
31:35Ja, mach ich.
31:36Ja, ist gut.
31:36Oh, alles gut.
31:38Ja?
31:40Kannst du ihn bewegen?
31:41Ja.
31:44Ja, wunderbar.
31:45Der hüpft jetzt die nächsten Tage ein bisschen rum, aber dann kann er wieder fliegen.
31:49Wunderbar.
31:50Vielen Dank, Frau Lockhart.
31:51Ich komme morgen vorbei und sehe ihn mir nochmal an.
31:53Das wäre schön.
31:55Wir haben aber noch andere Tiere.
31:56Genau dafür habe ich dir Frau Dr. Mertens mitgebracht.
31:59Sie ist die beste Ärztin, die sich deine Tiere wünschen können.
32:02Im Gegenzug dafür bekommt sie von dir die Fallberichte über Vogelkrankheiten, die sie für ihre Weiterbildung braucht.
32:08Super.
32:09Ja, die Idee ist nicht schlecht.
32:10Ich weiß nur nicht, ob ich es schaffe, so oft hierher zu kommen.
32:13Wir sind für jede Verstärkung dankbar.
32:15Kommen Sie, ich zeige Ihnen die Station.
32:17Ja, gerne.
32:21Und das sind alles Findelkinder.
32:23Ja, viele bringt die Feuerwehr.
32:26Die Leute wissen ja oft nicht, wohin, wenn sie einen kranken oder einen verletzten Vogel finden.
32:30Was sind denn die gängigsten Erkrankungen?
32:32Eigentlich sind es eher Unfälle.
32:34Vögel, die gegen Fenster und Glasfassaden geflogen sind.
32:37Und natürlich auch Zusammenstöße mit Autos, Hochspannungsleitungen und Windrädern.
32:42Stimmt es, dass immer mehr Altvögel ihre Gelege oder die Jungtiere verlassen, weil sie von Menschen gestört werden?
32:47Ja, leider.
32:49Manchmal findet man die Jungen noch rechtzeitig.
32:51Aber meistens waren Marder und Krähen einfach schneller.
32:54Tja, das ist hier nun mal ein Kletterparadies.
32:58Das war ja ganz schön raffiniert.
33:00Was meinen Sie?
33:01Na, dass Sie mich hier in der Funkenstation eingespannt haben.
33:04Ich habe Ihnen gerade so ganz nebenbei zu 50 Fahrstudien verhause.
33:08Ja, vielen Dank.
33:09Und vielen Dank auch, dass Sie mich bei dem Erfrieren gerettet haben.
33:12Bitte sehr.
33:14Sie hätten das ruhig vorher mit mir absprechen können.
33:17Oh, das tut mir leid.
33:18Das muss ich wohl im Trubel der Abreise vergessen haben.
33:23Sind wir jetzt quitt?
33:32Hören Sie, das mit Ihrem Vater, das habe ich wirklich nicht gewusst.
33:38Das glaube ich Ihnen.
33:44Schön hier, ne?
33:46Ja, sehr.
33:48Sind Sie oft hier?
33:50Fast jedes Wochenende.
33:51Ich bin hier in der Nähe aufgewachsen.
33:53Für mich ist das hier das Paradies.
33:56Und so regt mich auf, mit ansehen zu müssen, wie die Natur immer mehr vermarktet wird.
34:00Wie die Vogelwelt da bei dem Bach runtergeht.
34:02Aber in Ihrem Artikel über den rückläufigen Vogelbestand, da haben Sie sich diesbezüglich sehr zurückhaltend geäußert.
34:09Inwiefern?
34:10Na ja, Sie haben sehr genau beschrieben, was die Ursachen sind.
34:12Aber Sie erwähnen mit keinem Wort, was man dagegen tun kann, dass die Vögel nicht andauernd gestört werden.
34:17Ich bin Wissenschaftler.
34:18Solche Veröffentlichungen sollen erstmal dafür sorgen, dass die Leute ein Problembewusstsein entwickeln.
34:23Aber das liest doch keiner.
34:25Man muss da ganz anders für Aufmerksamkeit sorgen.
34:27Was soll ich denn machen?
34:28Vielleicht kann sich die Politik irgendwann dazu durchregen, dass sich was ändern muss.
34:32Ich glaube es nicht.
34:34Im Zoo sind Sie der große Macher.
34:36Und hier hoffen Sie darauf, dass die Politik sich darum kümmert.
34:40Manchmal bin ich einfach nur Realist.
34:43Aber jetzt ist Brutzeit.
34:45Jetzt muss man was tun, nicht irgendwann.
34:54Nein, nicht hier.
34:56Und bloß nicht klingeln.
34:58Ja, ich komme raus.
35:00Bis gleich.
35:04Ich habe keine Zahnpasta mehr.
35:06Ich gehe nochmal zum Spielverkauf.
35:07Kannst beide haben.
35:09Himbeer-Geschmack.
35:10Nimmst du Murphy mit?
35:11Der war schon draußen.
35:12Dann knutscht ich so viel mit die Ohren.
35:23Hier.
35:25Das ist es.
35:26Schön.
35:29Ich freue mich jetzt auf eine heiße Dusche.
35:31Oh ja, ich auch.
35:32Oh ja.
35:45Okay.
35:47Okay.
36:01Thanks, now.
36:03Zeigen Sie mir mal, wo genau die Brutplätze der am meisten gefährdeten Vogelarten liegen.
36:10Also, Turmfalke, Wanderfalke, Uhu und der Raufußkorz.
36:15Und das sind die Hauptwanderwege.
36:16Genau, hier ist einer und hier.
36:19Und der führt mitten durch.
36:21Ja, exakt.
36:22Den sperren wir ab.
36:24Das kriegen wir nie bewilligt.
36:25Bewilligung, das interessiert uns doch nicht.
36:27Wir müssen handeln, und zwar jetzt.
36:47Vielleicht haben Sie recht.
36:49Wir blockieren den Weg.
36:51Hier und hier.
36:54Absperrbänder gibt es im Baumarkt.
36:55Ich organisiere meine Studenten.
36:57Die machen bestimmt mit.
36:58Wir brauchen Schilder, auf denen steht, worum es uns geht.
37:01Die Wanderer werden sich bestimmt beschweren.
37:03Und sie dürfen uns auf keinen Fall provozieren lassen.
37:07Wissen Sie was?
37:09Sie sind nicht nur eine wunderschöne Frau.
37:10Sie geben auch eine 1A-Anarchistin ab.
37:16Wer hätte das gedacht, dass wir beide mal zusammen auf die Barrikaden steigen?
37:20Darauf stoßen wir an.
37:37Hier müssen wir halt hoch.
37:39Ich finde übrigens nicht, dass das nötig war.
37:41Was?
37:43Was wir heute zu den Studenten gesagt haben.
37:45Dass wir kein Verhältnis haben.
37:47Ja, genau.
37:49Danke.
37:50Warum haben wir denn keins?
37:53Ich habe Familie, das wissen Sie doch.
37:55Das ist keine besonders originelle Ausrede für eine Anarchistin.
37:58Wissen Sie nicht?
38:00Sie fragen mich jetzt aber nicht, ob wir noch einen Drink auf meinem Zimmer nehmen.
38:03Soll ich?
38:08Gute Nacht.
38:14Bis morgen, dann.
38:16Ja, bis morgen.
38:17Ja, bis morgen.
38:52Hey, guten Abend.
38:54Es wird Zeit, auf die Umlaufbahn zu verschwinden, JP Hartley 103.
38:58Es ist echt toll, wenn man sich auf dich verlassen kann.
38:59Du weißt schon, wie spät es ist, ne?
39:01Ja.
39:04Ja.
39:31Rettet die Vögel steht auf dem Plakat.
39:33Was ist das für eine Aktion?
39:35Immer mehr Wildvögel werden an ihren Nistplätzen gestört und ziehen keine Jungtiere mehr auf.
39:39Das ist ein großer Verlust, der bedauerlicherweise genau durch die verursacht wird, die die heile
39:43der Natur suchen.
39:44Ja, wo bin ich?
39:47Ich bin, wir sind zusammen.
39:49Ja, wo bin ich denn?
39:55Ja, ich bin jetzt mal.
40:03Ich bin jetzt mal.
40:10Ja, ich bin jetzt mal.
40:12Ja, wo bin ich denn?
40:13Guten Morgen, Herr Dr. Fehrmann.
40:15Guten Morgen.
40:16Was habe ich Ihnen gesagt? Er kann Sie nicht leiden.
40:19Es muss ja nicht immer Liebe auf den ersten Blick sein.
40:21Aber er hat nur Interesse. Er hat draußen geschlafen und Sie im Stall.
40:25Und warum haben Sie die beiden nicht zusammengesperrt?
40:28Weil das nichts bringt. Er geht sofort zum Zaun rüber zu seiner Flamme. Rita.
40:32Die schon ewig nichts mehr von ihm wollte.
40:33Alte Liebe rostet nicht.
40:35Unser nasseren Baby können wir wohl vergessen.
40:39Schönen Tag noch.
40:52Ja, was gibt's denn noch, Frau Weber?
40:54Ein Anruf vom Oberbürgermeister. Er will Sie sofort sprechen. Ich stelle durch.
40:59Ja, Fehrmann hier. Was gibt's?
41:01Haben Sie zufälligerweise in Ihrem Büro einen Fernseher?
41:04Ich schaue gerade Nachrichten. Sehr interessant.
41:11Ach, da läuft wohl gerade mein Interview zum Kongress des Weltzuverbandes.
41:15Immer mehr einheimische Wildvögel werden an ihren Nistplätzen gestört und ziehen keine Jungtiere mehr auf.
41:20Das ist ein großer Verlust, der bedauerlicherweise genau von denen verursacht wird, die die heile Natur suchen.
41:24Mit der zeitweiligen Blockade der Wanderwege wollen die beteiligten Umwelt- und Tierschützer eine öffentliche Debatte über den sogenannten sanften
41:32Tourismus anregen.
41:33Haben Sie die Herrschaften dorthin geschickt?
41:35Nein, natürlich nicht.
41:37Ich bewundere immer wieder, wie sehr Sie Ihren Laden im Griff haben.
41:48Das hat uns gerade noch gefehlt.
41:55Hallo, ich bin wieder da.
41:59Du warst im Fernsehen.
42:01Neufi hat auf den Boden gemacht.
42:03Was?
42:03Herr Bartschweiß, warum?
42:04Aha.
42:05Deshalb hat es heute Nacht entdeckt, als er von dir zurückkam.
42:08Als er von mir zurückkam?
42:09Ja.
42:11Stress mit dem Haushalt?
42:12Sehr witzig.
42:14Hattest du Sehnsucht nach mir?
42:15Lise sagte, du wärst bei mir in Bad Schandler gewesen.
42:17Ja, war ich.
42:19Wieso haben wir uns nicht gesehen?
42:20Ich muss das mal ausspüren.
42:25Was ist denn los?
42:27Ich wollte euch nicht stören.
42:28Ihr wart so beschäftigt.
42:29Was soll das denn heißen?
42:31Du störst doch nicht.
42:32Ich denke, du kannst den Typen nicht leiden.
42:35Ich hatte einen anderen Eindruck.
42:36Ich fahre die ganze Strecke da runter, du amüsierst dich mit ihm und lässt dich von diesem Berg auf anbaggern.
42:41Ich weiß ja nicht, was du gesehen hast, aber da war nichts.
42:44Ich habe doch Augen am Kopf.
42:47Bist du eifersüchtig?
42:55Hallo.
42:56Christoph.
42:57Entschuldige, dass ich hier einfach so reinschneide.
42:59Was machst du denn hier?
43:00Ich?
43:01Ja.
43:02Würdest du mich vielleicht erst mal reinlassen?
43:04Oder komme ich ungelegen?
43:05Nein, nein, nein.
43:06Klar, komm rein.
43:07Dankeschön.
43:07Danke.
43:19Hallo, Susanne.
43:20Was für eine Überraschung.
43:22Hallo.
43:23Hallo.
43:24Ihr wisst ja gar nicht, wie froh ich bin.
43:26Bitte sehr.
43:27Danke, komm, setz dich.
43:28Gib mir die Tasche.
43:29Oh ja, bitteschön.
43:29Danke sehr.
43:31Ach, dieses Seniorenheim ist die Hölle.
43:35Ja?
43:36Ich kann nicht mehr.
43:37Was ist passiert?
43:38Das hat dir doch immer so gut gefallen.
43:40Ja, schon.
43:41Aber diese Weiber, die bringen mich noch um.
43:44Zehn Frauen auf einen Mann.
43:46Totaler Witwenüberschuss.
43:48Wisst ihr, was es heißt, ständig von lebenslustigen Großmüttern umschwärmt zu werden?
43:54Ich will nicht mehr zum Tanztee.
43:56Und ich will kein Schnuckilein.
43:57Was?
43:58Die nennen dich Schnuckilein?
43:59Und Hasenmatz.
44:02Bitte, gib mir Asyl.
44:04Keine Sorge, du bist hier in Sicherheit.
44:06Du kannst zu lange bleiben, wie du bist, Hasenmatz.
44:09Oh.
44:12Hallo, ihr Fein.
44:15Ich bring schon mal deine Taschen hoch, Schnuckilein.
44:20Mertens?
44:21Frau Dr. Mertens?
44:22Entschuldigung, dass ich Sie heute störe, aber ich habe gute Nachrichten.
44:25Rita ist schwanger.
44:27Danke.
44:28Ich fahr noch mal kurz in den Zoo.
44:30Ist nicht dein Ernst?
44:31Ich bin sofort wieder hier.
44:33Ja?
44:45Ich habe geklopft.
44:47Herr Dr. Fehrmann, ich habe eine freudige Nachricht.
44:49Dass Sie nicht wegen öffentlichen Aufruhrs im Knast sitzen.
44:52Na, immerhin haben wir erreicht, dass der Landrat eine Sondersitzung zum Thema Vogelschutz einberuft.
44:56Aber deshalb bin ich nicht hier. Ich bin hier wegen des Laborbefunds, wegen Rita.
45:01Solche Aktionen sind all... Welche Rita?
45:03Ja.
45:04Na, unsere Rita, unsere Nasorendame. Sie ist trächtig. Die Hormonkur hat gewirkt.
45:09Ja, aber vor zwei Tagen haben Sie doch noch gesagt...
45:12Herr Dr. Fehrmann, hätten Sie jemals einen Schwangerschaftstest machen müssen, dann wüssten Sie, dass sich das Schwangerschaftshormon erst dann bildet,
45:19wenn sich das befruchtete Ei eingenistet hat.
45:22Und selbst dann ist es erst nach zwei Wochen nachweisbar.
45:25Das heißt, wir bekommen Nachwuchs.
45:27Ja, wir können die Eltern wieder zusammenlassen. Sie vermissen einander, wie ich höre.
45:32Gut, vereinlassen Sie das.
45:33Danke.
45:44Sie sind eben doch nicht Bruder und Schwester. Ein richtig glückliches Paar.
45:50Und was wird denn das ihr? Die Neue sind nun ganz alleine.
45:54Da will ich mir keine Sorgen machen.
45:56Bei Männern ist treu doch eher die Ausnahme. Irgendwann wird er schon auf den Geschmack kommen.
46:00Ach was.
46:02Sie müssen es ja wissen.
46:04Das ist wissenschaftlich erwiesen.
46:06Das liegt am sogenannten untreue Protein, Adiuretin.
46:09Wirkt bei Männern nachweislich anders als bei Frauen.
46:11Und ihr Männer seid dem natürlich hilflos ausgeliefert.
46:43Bei Männern nachweislich anders als bei Frauen.
46:55Untertitelung des ZDF, 2020
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