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  • vor 2 Tagen

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Spaß
Transkript
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00:55Das ist sehr früh dran.
00:57Wow.
00:59Kaffee ist schon fertig.
01:01Luisa soll doch die schönste Schultüte von allen haben.
01:04Ich wusste gar nicht, dass du so kreativ bist.
01:06Tja, es gibt so manches, was du nicht weißt.
01:11Weißt du was?
01:12Ich würde auch gerne noch mal zur Schule gehen.
01:15Wie? Willst du aber Kind sein?
01:17Ich würde gerne noch mal was Neues lernen.
01:21Was stellst du dir so vor?
01:23Weiß ich noch nicht.
01:25Bist du irgendwie unzufrieden?
01:27Wieso muss ich gleich unzufrieden sein?
01:30Na, weil ich über mein Leben nachdenke.
01:33Na?
01:36Toll aus. Wunderschön. Wirklich.
01:39Luisa liebt Elfen und Viehen.
01:41Den Unterschied habe ich bis heute nicht verstanden.
01:43Das habe ich dir doch schon tausendmal erzählt.
01:46Feen können fliegen.
01:48Und Elfen haben spitze Ohren.
01:50Also jetzt werde ich es mir merken. Versprochen.
01:53Die ist für dich.
01:55Die ist aber toll.
01:56Können wir zur Schule fahren?
01:58Bis zum Einführungsunterricht sind noch zwei Stunden Zeit.
02:00Jetzt wird erst mal gefrühstückt.
02:02Setz dich mal her.
02:05Hältst du die mal für mich?
02:06Ich muss noch mal die Schere holen.
02:07Ich mach dir einen Kakao.
02:19Was ist? Schlechte Nachrichten?
02:24Art Galerie hat abgesagt.
02:28Aber du hast mir doch gesagt, du hast da ein gutes Gespräch mit der Galeristin gehabt.
02:32Hatte ich ja.
02:38Bedauerlicherweise müssen wir Ihnen mitteilen, dass Ihre Arbeiten formal nicht in unser zeitgenössisches Konzept passen.
02:46Kann doch sein.
02:47Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre Zukunft.
02:51Sag doch nichts über die Qualität deiner Bilder aus.
02:54Dieser gängigen Floskel haben mir fast alle Galerien abgesagt.
02:58Die hier war sozusagen noch meine letzte Hoffnung.
03:01Jetzt hör mal auf.
03:05Ach, naja.
03:08Bei uns will eben keiner mehr haben dich nicht im Zoo und mich nicht in der Leipziger Kunstszene.
03:13So kenne ich dich ja gar nicht.
03:15So mutlos.
03:25Hier.
03:26Ein Schreiben vom Europäischen Zooverband.
03:28Ich schätze, der wird dir einen Tag retten.
03:32Na, das ist doch endlich mal eine gute Nachricht.
03:36Wusste ich's doch, dass Sie das freut.
03:38Frau Weber, was gibt es Schöneres, als wenn man sieht, dass die eigene Arbeit honoriert wird.
03:45Wem sagen Sie das, Chef?
04:00Ich hoffe, Sie reagieren nicht allergisch auf mich.
04:03Ne, es ist nur eine blöde Erkältung.
04:06Ich werde hier einfach nicht los.
04:08Herr Taylor, hast du die Damenwelt hier schon ordentlich aufgemischt?
04:11Na, er wartet noch ein bisschen ab.
04:13Ist nicht so forsch für seinen Besitzer.
04:15Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass er sich hier sehr wohl fühlt.
04:18Bei den vielen hübschen Vögeln um ihn herum.
04:22Ich finde trotzdem, wir sollten ihm noch drei weibliche Jungvögel zur Seite stellen.
04:25Ich habe mir die Population genauer angesehen.
04:27Die Edelpapageien könnten eine Verjüngungskur vertragen.
04:31Sie macht mir ein bisschen Sorgen.
04:34Ihre Augentränen.
04:35Ja, das ist Kiki.
04:37Sie frisst auch nichts mehr.
04:39Vielleicht auch eine Erkältung.
04:40Ist immerhin schon 40.
04:42Ich wollte Dr. Mertens heute Nachmittag eh Bescheid sagen.
04:44Machen Sie das.
04:46Steckt die eigentlich heute Vormittag?
04:47Habst du schon vermisst?
04:48Ihre Tochter wird heute eingeschult.
04:50Entschuldigung, ist für Sie.
04:54Ja, hallo?
04:55Herr Dr. Berghoff, haben Sie einen Augenblick Zeit für mich?
04:58Herr Dr. Fehrmann, ich bin zwar gerade mitten in einem sehr anregenden Gespräch,
05:03aber was sein muss, muss sein.
05:09Vereilt euch, sonst kommen wir noch zu spät.
05:10Wir schaffen das schon.
05:13Schau mal, die Kinder sind ja alle noch draußen.
05:24Schön, dass Sie Zeit haben.
05:26Ich habe eine Neuigkeit.
05:28Auch einen?
05:28Danke.
05:31Oh, wir können zwei Bergtapiere bekommen.
05:33Das Pärchen kommt aus dem Zoo in Lissabon, nächsten Monat.
05:37Der Zooverband will sich allerdings noch vor Ort davon überzeugen,
05:40dass die beiden hier in den richtigen Händen sind.
05:42Das dürfte doch kein Problem sein bei Ihren Zuchterfolgen mit den Schabrackentapieren.
05:45Nur mit Bergtapieren haben wir bisher gar keine Erfahrung.
05:49Kolumbien hat die fast nur mit dieser Art zu tun.
05:51Der Lebensraum ist dort am stärksten bedroht.
05:54Ja, und eben deshalb brauche ich Ihre Unterstützung, Herr Dr. Bergkopf.
05:57Am Mittwoch besucht uns eine Abordnung des Zooverbandes.
06:00Am Mittwoch bin ich den ganzen Tag in der Uni, das wissen Sie doch.
06:02Ja, aber könnten Sie das ausnahmsweise mal verschieben?
06:05Ich möchte, dass Sie sich auf den Besuch vorbereiten,
06:08um die Damen und Herren von unserer geballten Kompetenz überzeugen.
06:11Auf Englisch oder auf Portugiesisch?
06:14Seien Sie am besten auf alle Varianten gefasst.
06:17Das ist sozusagen mein Lebensmotto, Herr Dr. Fehrmann.
06:20Herr Dr. Fehrmann, ist Frau Dr. Martin schon wieder da?
06:22Nein, worum geht es denn?
06:25Es geht um Otto.
06:26Was ist denn passiert?
06:27Wer ist denn Otto?
06:28Otto ist unser Minischwein.
06:30Er wollte ausbüchsen, hat sich dabei verklemmt.
06:32Ich konnte ihn befreien, aber er hat sich verletzt.
06:34Ja, ich sehe ihn mir mal an.
06:36Ähm, kommen Sie mit?
06:42Sieht schlimmer aus, als es ist,
06:43aber Frau Dr. Mertens sollte sich um ihn kümmern.
06:46Ach, lassen Sie mal.
06:47Die ist heute bei der Einschulung ihrer Tochter.
06:49Ja, ich weiß, aber die Wunde muss jetzt verarztet werden,
06:51oder sind Sie anderer Meinung?
06:52Nein, ich versorge die Wunde schon.
06:54Haben Sie das?
06:56Ich habe in Südamerika ganz andere Dinge operiert.
06:59Kleine Lokalanästhesie, ein bisschen nähen und damit halte ich es.
07:01Annette kann mir assistieren, die kennt sich ja aus in der Praxis, oder?
07:04Ja.
07:06Bin mir sicher, Frau Dr. Mertens wäre froh,
07:07wenn wir Sie nicht rufen wegen dieser Kleinigkeit.
07:09Meinetwegen, ich danke Ihnen.
07:12Bringen Sie die Sau rüber?
07:13Ja.
07:14Jungs, kommt ihr mal her?
07:15Ja, das war wirklich schade, dass ihr nicht mit dabei wart.
07:19Luisa war so rührend.
07:21Hinterher hat sie sich gleich beschwert,
07:22dass sie noch gar nichts gelernt hat.
07:24Ja, das glaube ich.
07:26Wir wären auch gerne gekommen, aber Charlotte...
07:29Charlotte, da geht es nicht gut.
07:30Ist sie krank?
07:32Nein, nein, nichts Körperliches.
07:33Es macht ihr zu schaffen, dass sie einfach keine Galerie findet.
07:36Sie wollte nach dem Studium durchstarten und jetzt wird sie völlig ausgebremst.
07:38Heute ist wieder eine Absage gekommen.
07:41Das war ihre letzte Hoffnung.
07:43Und jetzt stellt sie alles in Frage.
07:45Das Talent, ihr Studium.
07:47Sie ist in ein richtiges Loch gefallen.
07:49Was könnte ihr denn helfen?
07:50Sie bräuchte eine Aufgabe.
07:52Irgendetwas, das sie von ihren Zweifeln ablenkt.
07:55Ich bin sicher, dann findet sie auch wieder zu sich und zu ihrer Malerei.
07:59Das wird Frau Dr. Mertens aber gar nicht gefallen.
08:02Ganz im Gegenteil, sie wird mir dankbar sein.
08:05So, mein lieber Karl, das hast du es gleich geschafft.
08:08Das ist Otto.
08:12Aber ich muss jetzt Schluss machen.
08:16Dürfte ich erfahren, was Sie hier tun?
08:19Frau Dr. Mertens, ich dachte, das ist bei der Einschulung Ihrer Tochter.
08:22Ich wollte nicht, dass man Sie wegen dieser Kleinigkeit hier ruft.
08:25Mein lieber Herr Dr. Berghoff, auch wenn Sie drei Semester Tiermedizin...
08:28Fünf. Es waren fünf.
08:30Selbst wenn es acht wären.
08:31Sie haben nicht das Recht, hier Tiere zu behandeln.
08:33Otto ist doch fast ein Mensch.
08:35Nicht schon, Otto.
08:37Würden Sie bitte meine Praxis verlassen?
08:39Bin gleich soweit.
08:41Jetzt?
08:41Unter Druck kann ich nicht sauber arbeiten.
08:44Druck? Das nennen Sie Druck.
08:46Vielleicht sollten Sie wirklich besser gehen.
08:47Sie haben mich noch nicht erlebt, wenn ich wirklich Druck mache.
08:49Ich bin fertig, wenn Sie den Eingriff abnehmen wollen.
08:52Machen Sie Platz.
08:54Vielleicht kann ich noch was lernen.
08:57Bringen Sie nie wieder in meinen Arbeitsbereich ein.
09:01Was passiert denn dann?
09:03Dann werden Sie mich kennenlernen.
09:05Ist das eine Drohung oder ist das ein Versprech?
09:07Raus jetzt!
09:17Und was wird aus Otto?
09:19Kann er wieder auf die Wiese?
09:21Die Wunde muss erst verheilen.
09:22Bringen Sie ihn auf die Krankenstation.
09:25Es tut mir leid. Ich...
09:26Ist schon gut. Gar kein Problem, Annette.
09:28Ich wollte ihm nur seine Grenzen zeigen.
09:31Das Ganze war mit Dr. Fährmann abgesprochen.
09:44Ob Sie es glauben oder nicht, aber ich habe es in diesem Fall ausnahmsweise mal gut mit Ihnen gemeint.
09:50Sie haben doch selbst gesagt, wir müssen zusammenhalten gegen dieses U-Boot unseres Oberbürgermeisters.
09:54Wir waren uns einig, dass wir darauf aufpassen, dass er uns nicht unsere Kompetenzen abgräbt, richtig?
09:59Und kaum bin ich mal weg, lassen Sie ihn in meine Praxis.
10:02Reagieren Sie jetzt nicht über?
10:04Ich meine, es war doch nur eine Fleischwunde bei einem Schwein.
10:08Damit nimmt er Ihnen doch nichts weg, sondern höchstens Arbeit ab.
10:12Ob Schwein oder Legoren, das spielt doch überhaupt keine Rolle.
10:15Sie können Berghoff wirklich nicht leiden, was?
10:18Darum geht es doch überhaupt nicht.
10:20Stellen Sie sich es umgekehrt vor.
10:21Er setzt sich in Ihren Stuhl, trifft Ihre Entscheidungen und Sie müssen die Konsequenzen ausbaden.
10:26Sie haben recht, das war unüberlegt von mir.
10:29Naja, ich bin vielleicht heute insgesamt etwas zu milde gestimmt.
10:34Aber der Tag fing gut an.
10:36Hier.
10:41Das ist ein richtiger Vertrauensbeweis.
10:44Tapiere sind sehr schwer zu züchten.
10:46Davon gibt es vielleicht noch 2500 Exemplare auf der ganzen Welt.
10:50Ja, jetzt darf nur nichts mehr dazwischen kommen.
10:52In den nächsten Tagen besucht uns eine Delegation des Zurverbandes.
10:55Das heißt, alles muss reibungslos laufen, richtig?
10:59Haben Sie denn da Bedenken?
11:01Komischerweise passiert hier immer etwas Unvorhergesehenes,
11:05wenn eine wichtige Entscheidung ansteht.
11:07Ich verspreche Ihnen,
11:10wenn Sie mir Dr. Berghoff vom Leib halten, bin ich ganz brav.
11:13Ich nehme Sie da beim Wort.
11:16Frau Dr. Mertens, Annette hat gerade angerufen.
11:18Es geht um einen der Edelpapageien.
11:20Der Neue?
11:21Das weiß ich nicht, aber es ist dringend.
11:22Sie sollen sofort kommen.
11:30Was genau ist Ihnen an dem Vogel aufgefallen, Annette?
11:33Naja, er war etwas ruhiger als sonst,
11:35hat nicht mehr gefressen und seine Augen haben getränt.
11:38Er ist tot.
11:39Was?
11:43Haben Sie eine Idee, woran er gestorben sein könnte?
11:46Das kann ich jetzt noch nicht sagen.
11:48Ist das was ansteckendes?
11:52Diese Graupapagei ist 40 Jahre alt, also...
11:55Naja, dann war es wahrscheinlich ein natürlicher Tod.
11:58Ich werde ihn auf jeden Fall sezieren.
12:00Annette, gab es bei den anderen Vögeln irgendwelche Auffälligkeiten?
12:04Augenentzündungen?
12:04Durchfall?
12:05Verändertes Fressverhalten?
12:06Nein, nichts.
12:08Wir müssen Sie in den nächsten Tagen genau im Auge behalten.
12:10Dann sehen Sie am besten stündlich nach Ihnen.
12:13Vor allem nach dem hier.
12:15Wieso?
12:15Was ist mit dem Vogel?
12:17Ich traue ihm nicht.
12:19Ach, das ist Othello.
12:20Verstehe.
12:22Was verstehen Sie?
12:23Also, sagen Sie mir sofort Bescheid, wenn Sie was wissen.
12:26Auch wenn Sie nichts wissen, will ich das wissen.
12:29Warum ist er denn so nervös?
12:32Weil in den nächsten Tagen hier auf keinen Fall irgendwas schief gehen darf.
12:38Gehen Sie mal?
12:40Gehen Sie mal?
12:51Naja, das ist ja eigentlich immer noch völlig.
12:53Hey, Frau Becker.
12:54Hey.
12:55Ich wollte fragen, wie es dir geht.
12:57Ganz gut, danke.
12:59Also, hast du das Konzert neulich gut überstanden?
13:01Ja, gab keine Nachwirkungen.
13:03Aber ich wollte sagen, ich will keinen Freund.
13:05Gut.
13:06Also, schon Freunde, aber eben nicht so einen Freund.
13:08Verstehe ich schon.
13:09Ich mag Leute, die nicht viel rumlabern.
13:12Soll ich dich nach Hause fahren?
13:13Okay, aber bild dir nichts drauf ein.
13:43Ja, Herr Dr. Fehrmann?
13:44Ich habe den Vogel seziert.
13:47Er hatte eine Bindehautentzündung und eine Herzschwäche.
13:51Ja, das kann schon altersbedingt gewesen sein.
13:55Nein.
13:56Keine Hinweise auf irgendwelche bekannten Erreger.
13:59Keine Vogelgrippe, kein Virus.
14:02Ja.
14:03Ich werde auf jeden Fall eine Blutprobe in ein Speziallabor schicken.
14:0848 Stunden.
14:11Ja, ich wollte es Ihnen nur sagen.
14:14Gut.
14:15Danke.
14:35Danke fürs Fahren.
14:36Gerne.
14:37Willst du noch mit reinkommen?
14:38Nee, heute nicht.
14:40Ich ruf dich an.
14:46Wo kommst denn du jetzt her?
14:48Du weißt ja genau, dass ich Spätdienst habe.
14:49Noch für ein Referat geübt mit Jule und Chrissy.
14:51Aha, der sieht aber nicht aus wie Jule und Chrissy.
14:53Das ist Theo Sander.
14:55Wir haben uns auf einem Konzert kennen gelernt.
14:56Ja, darüber reden wir noch.
14:58Das ist mein Lieblingsspruch.
15:00Und Luisa.
15:01Ja, die spielt im Garten.
15:14Das ist mein Lieblingsspruch.
15:26Danke.
15:28Weißt du, Charlotte, ich habe mir gedacht, vielleicht könnten wir heute Abend mal ins Kino gehen.
15:31Das letzte Mal ist ewig her und...
15:33Ich kann nicht mehr malen, Georg.
15:37Mir fehlt irgendwie...
15:39Ich weiß nicht.
15:40Der Mut oder was?
15:42Nun warte doch mal ab.
15:43Du hast eine kleine Schaffenskrise.
15:45Das kann ich sehr wohl unterscheiden.
15:47Eine kleine Schaffenskrise oder ein Endpunkt.
15:51Vielleicht solltest du einfach mal eine Pause machen.
15:55Eine Zeit lang mal was ganz anderes machen.
15:59Dann kommt die Freude am Malen bestimmt wieder.
16:04Keiner will meine Bilder sehen.
16:06Charlotte, du hast bisher keine Galerie gefunden.
16:08Das ist ja wohl ein bisschen was anderes.
16:10Ich meine nicht nur für den Dachboden.
16:12Dann höre ich lieber gleich ganz auf.
16:23Du bist enttäuscht.
16:25Das verstehe ich.
16:28Na, wie geht es uns um kleine Dicke?
16:30Ich glaube, die Wunde macht ihm nichts, so zu schaffen.
16:33Aber Otto ist die Einsamkeit nicht gewohnt, ne?
16:36Na, zurück auf die Streichelwiese kann er jedenfalls noch nicht.
16:39Die vielen Kinder sind eine viel zu große Infektionsgefahr für seine Wunde.
16:43Na, Otto, ein paar Tage musst du schon noch hierbleiben.
16:46Also, wenn meine Wohnung nicht zu klein wäre,
16:48und ich einen Auslauf hätte,
16:49würde ich Otto glatt mit nach Hause nehmen, hm?
16:51Dann würden wir uns beide einen schönen Fernsehabend machen.
16:54Otto und ich.
16:55Mit einem vielen Bier,
16:56die natürlich nur Alkoholfreihe, hm?
16:58Wissen Sie was?
17:00Die Idee ist gar nicht so schlecht.
17:02Aber ich habe keinen zweiten Fernsehsessel.
17:05Aber ich kenne eine kleine Schweinepension für ihn.
17:08Er hat Kontakt zu Menschen
17:10und kann sich erholen.
17:12Na, Otto?
17:16Du wirst sehen, Otto,
17:17das wird es dir gefallen.
17:25Nicht erschrecken.
17:26Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.
17:27Nicht erschrecken.
17:28Hey, hey, hey, alles ist gut.
17:33Ah, Susanne.
17:34Was wird denn das?
17:35Ich brauche eure Hilfe.
17:36Und wer ist das?
17:38Darf ich vorstellen?
17:39Das?
17:41Das ist Otto.
17:42Ist ja nicht süß.
17:43Schau mal, er ist verletzt.
17:45Er braucht für ein paar Tage Pflege.
17:48Ne?
17:49Warum?
17:50Kann das bei euch im Zoo keiner übernehmen?
17:51Ja, du siehst doch, das ist ein Sonderfall.
17:54So viel Zeit hat natürlich kein Pfleger.
17:56Was?
17:56Also, in der Krankenstation bekommt er ja auch Depressionen, stimmt's?
18:00Oh, das ist gefährlich.
18:01Ach so.
18:03Und da denkst du, wir Rentner,
18:05wir haben ja genügend Zeit,
18:06einen Schwein zu unterhalten, ja?
18:09Wir haben sowieso keinen Platz.
18:11Was ist mit der alten Scheune?
18:12Na, die ist voller Gerümpel.
18:14Die könnten wir leerräumen.
18:15Und dann stecken wir so ein Stück im Garten ab.
18:19Weißt du was, Georg?
18:20Du kannst gerne machen, was du willst,
18:23aber ich will mit diesem Schwein da nichts zu tun haben.
18:28Mama, bleib mal da.
18:29Schau mal, er ist doch so süß.
18:30Schon gut.
18:31Tschüss, Susanne.
18:32Oh, Susanne, das ging ja hinten los.
18:35So schnell geben wir nicht auf.
18:36Guck mal hier.
18:42Seinem Charme ist bisher jeder erlegen.
18:44Na gut, wir nehmen ihn.
18:54Hallo, Schatz.
18:56Hallo.
19:00Viruserkrankungen bei Papageienvögeln.
19:02Habt ihr einen Virus im Zoo?
19:04Bisher nur einen veränderten Papagei.
19:06Der war allerdings 40 Jahre alt,
19:08weshalb Tod durch Altersschwäche
19:09eine ziemlich neiligende Diagnose ist.
19:12Aber du glaubst nicht daran.
19:14Er hatte eine Bindehautentzündung.
19:16Das beunruhigt mich.
19:17Das passt einfach nicht ins Bild.
19:21Das ist doch deine Doktorarbeit hier.
19:25Viruserkrankungen bei Ziervögeln.
19:28Ich hab gedacht,
19:28ich könnte bei mir selber nachschlagen,
19:30aber ich verstehe nur noch die Hälfte von dem,
19:32was ich damals geschrieben habe.
19:34Das geht mir bei meiner Doktorarbeit genauso.
19:38Ist das nicht frustrierend?
19:40Das ist, wie wenn man eine Sprache
19:41mal perfekt beherrscht hat
19:43und dann kommt man nach Jahren
19:44wieder in dieses Land
19:45und kann sich überhaupt nicht mehr verständigen.
19:47Ja, aber dafür hast du was anderes gelernt.
19:49Hast du mal mit deinen Eltern gesprochen?
19:50Meiner Mutter geht's nicht so gut.
19:52Wieso?
19:53Sie findet keine Galerie.
19:55Ach so.
19:57Ja, das muss sie ja auch nicht mehr.
20:00Was soll das denn heißen?
20:02Ich meine,
20:03dass ab einem gewissen Alter
20:04das Erfolg ja nicht mehr so wichtig.
20:06Ab welchem Alter soll das denn sein?
20:07Das Bedürfnis,
20:08sich zu entwickeln,
20:09das Beste zu geben,
20:10das hat doch nichts mit dem Alter zu tun.
20:12Wieso bist du so gereizt?
20:13Ja, weil du Unsinn redest.
20:31Entschuldigung.
20:46Komm langsam da raus.
20:49Komm zu mir ins Bett.
21:05Hat sich über Nacht noch irgendwas verändert?
21:08Eigentlich macht keiner von Ihnen
21:09einen kranken Eindruck.
21:10Aber mir wäre es lieber,
21:11wenn Sie nochmal genauer sehen.
21:17Sie hätten zu Hause bleiben sollen.
21:19Ach, das ist nur eine blöde Erkältung.
21:25Fällt Ihnen an diesem Vogel
21:26irgendetwas auf?
21:32Ja, seine Augentränen.
21:35Er hat eine Bindehautentzündung.
21:41Ah!
21:47Schwester Sandra,
21:48wir machen von Marc
21:49auf jeden Fall
21:49noch eine Röntgenaufnahme,
21:51damit wir sehen,
21:52ob der Bruchtland verhalten ist.
21:53Ja?
21:53Ja.
21:54Hallo.
21:55Ich brauche
21:55einen medizinischen Sachverstand.
21:57Was ist los?
21:57Hallo.
21:58Ich habe da einen Verdacht,
21:59was die Vögel betrifft.
22:00Ah, du denkst,
22:01es ist Psythakose?
22:02Ja, die Paprika-Krankheit.
22:03Hupf.
22:04Ich muss...
22:04mein Absklo.
22:06Schwester Sabine,
22:07bringen Sie bitte
22:08die kleine Paula zur Toilette.
22:09Danke.
22:10Ein Symptom dafür
22:11ist eine Bindehautentzündung.
22:13Hast du noch andere
22:14übereinstimmende Symptome gefunden?
22:15Ich brauche eine Röntgenaufnahme.
22:16Nein, habe ich nicht.
22:18Ist das nicht ein bisschen vorheilig?
22:20Deshalb bin ich ja bei dir
22:21und nicht bei Dr. Fehrmann.
22:22Ich will keine Panik verbreiten.
22:25Und das Ergebnis
22:25aus dem Labor
22:26bekomme ich frühestens morgen,
22:27aber bis dahin
22:28kann wertvolle Zeit vergangen sein.
22:30Annette ist ziemlich erkältet.
22:31Ich bin alle vor der Akte.
22:32Danke.
22:33Ja, wenn es Psythakose ist,
22:34kann sie sich angesteckt haben.
22:36Sie war am intensivsten
22:37in Kontakt mit den Vögeln.
22:39Christoph,
22:39wie sind denn die genauen Symptome
22:41der Papageienkrankheit beim Menschen?
22:42Das ist ganz unterschiedlich.
22:43Es gibt nicht wenig Erkrankungen,
22:45die gar nicht als Psythakose,
22:46sondern als Erkältung
22:47oder Grippe diagnostiziert werden.
22:48Aber gibt es
22:49irgendein spezifisches Merkmal?
22:51Fast immer kommt
22:51zum Schnupfen ein Husten.
22:52Als Komplikation
22:53eine Lungenentzündung.
22:54Manchmal ist der Ausgang
22:55sogar tödlich.
22:57Was soll ich denn tun?
22:59Ja, du musst mit ihr reden.
23:00Ich will ihr nicht
23:01unnötig Angst machen.
23:02Aber du hast doch gar keine Wahl.
23:04Wenn du recht hast,
23:05wird sie vielleicht zu spät behandelt
23:06und sie kann andere Leute anstecken.
23:08bringen sie hier.
23:09Ich mache den Kontakt
23:09zu Dr. Behrens.
23:10Das ist der richtige Ansprechpartner.
23:12Okay.
23:13Okay, tschüss.
23:14Danke.
23:19Guck mal her, Max.
23:20Jetzt gibt es
23:20einen schönen Vitaminkuchen.
23:23Der schmeckt dir.
23:24Der schmeckt nach Vanille.
23:26Woher weiß der Hersteller eigentlich,
23:28dass alle Giraffen Vanille umnöten?
23:29Ja.
23:31Annette, kann ich Sie kurz sprechen?
23:35Wie geht es Ihnen denn?
23:37Wie geht es so?
23:38Ich möchte, dass Sie ins Krankenhaus fahren.
23:40Ins Krankenhaus?
23:41Als reine Vorsichtsmaßnahme.
23:43Aber ich habe doch nur Husten und Schnupfen.
23:46Es muss auch gar nicht sein,
23:47aber ich hätte gerne,
23:48dass Sie Ihr Blut untersuchen lassen.
23:49Sie glauben,
23:50dass ich mich bei den Papageien
23:51angesteckt habe?
23:52Die Wahrscheinlichkeit ist gering,
23:53aber ich finde,
23:55wir sollten es abklären lassen.
23:57Kann doch gefährlich sein, oder?
23:59Fahren Sie ins Krankenhaus
24:01und melden Sie sich bei Dr. Behrens.
24:02Das ist ein Kollege meines Mannes.
24:04Er weiß bereits Bescheid.
24:06Ich fahre gleich los.
24:07Und Sie meinen,
24:08das ist wirklich nötig?
24:09Wenn sich mein Verdacht bestätigt, ja.
24:12Dann wollen wir mal schauen,
24:13ob sich der Borsche fangen lässt.
24:15Da ist er ja.
24:17Oder sollten wir doch lieber Dr. Berghoff bitten,
24:19ihn für uns einzufangen?
24:21Das wird er ja nicht machen.
24:25Ganz ruhig.
24:29Jetzt habe ich dich.
24:35Können Sie mir mal sagen,
24:36was hier los ist?
24:46Sie denken,
24:47es ist eine Psythakose?
24:48Ja.
24:49Und Sie behaupten,
24:50mein Vogel wäre der Wirt.
24:51Er war der einzige Neuzugang
24:52in den letzten Monaten.
24:53Er ist getestet.
24:54Sie haben seine Papiere selbst überprüft.
24:56Das Bakterium Clamidophylla Psythaki
24:59ist sehr schwer
24:59und sehr aufwendig nachzuweisen,
25:01gerade wenn der Vogel
25:02ein latenter Träger ist.
25:04Man kann sich nicht immer
25:05auf die Papiere verlassen.
25:06Eine Psythakose ist meldepflichtig.
25:09Der Amsttierarzt
25:10schließt uns die Freiflughalle,
25:11die Volieren.
25:12Wenn wir Pech haben,
25:13sogar den ganzen Zoo.
25:14Ja, das ist mir bewusst.
25:16Wie kommen Sie denn überhaupt darauf?
25:18Nur weil ein Vogel gestorben
25:20und ein anderer Durchfall hat?
25:22Beide Vögel
25:22haben eine Bindehautentzündung.
25:24Oder hatten.
25:25Das kann auch
25:25von einem Virus kommen.
25:27Ich habe keinen gefunden.
25:29Eine Allergie?
25:29Eine Allergie gegen Staub?
25:31Ich kann eine Entzündung
25:32von einer Allergie unterscheiden.
25:34Das kommt im sechsten Semester.
25:3540, ja?
25:36Der verendete Graupapagei
25:38war 40 Jahre alt.
25:40Zwei weitere Vögel
25:41haben seit heute Durchfall.
25:42Ach meine Güte,
25:43die Besucher füttern die Vögel.
25:45Die werden sich überfressen haben.
25:46Ja, das könnte sein.
25:49Annette soll sie auf Diät setzen,
25:51ihnen Kohletabletten geben.
25:53Annette ist im Krankenhaus.
25:55Wieso?
25:56Was ist mit ihr?
25:59Ich habe sie hingeschickt.
26:00Sie hatte grippeähnliche Symptome.
26:03Sie ist diejenige,
26:03die in der letzten Zeit
26:04den intensivsten Kontakt
26:05zu den Vögeln hatte.
26:07Sie denken,
26:07Annette hat die Papageienkrankheit?
26:09Es besteht der Verdacht, ja.
26:13Bis wann hat das Labor
26:14ein endgültiges Ergebnis?
26:15Bis morgen Mittag.
26:17Wenn sich bis dahin
26:18nicht irgendwelche Symptome
26:20verschlimmern
26:20oder neu ergeben,
26:22tun Sie gar nichts.
26:23Haben Sie das verstanden?
26:25Okay.
26:26War es das?
26:27Ja.
26:33Aber ich darf schon
26:34die erkrankten Vögel
26:35prophylaktisch
26:35mit Antibiotika behandeln.
26:37Ja, machen Sie das.
26:40Äh, Frau Dr. Beftens.
26:42Ja?
26:42Sie suchen nicht zufällig
26:44nach einem Grund,
26:45um Berkhoff über seinen Vogel
26:46in Miskewitt zu bringen.
26:51Glauben Sie wirklich,
26:53dass ich in so einem Fall
26:54Spülchen spielen würde?
26:56Nein.
26:58Danke.
27:11Hey, die war der erste Schultag.
27:14Super.
27:15Willst du auch mal?
27:16Ja, gerne.
27:18Hast du das schon gesehen?
27:20Oh, das ist Pfeffer.
27:23Ja, okay.
27:25Kann ich mal sehen?
27:27Die ist ja sehr gut verheilt,
27:29diese Wunde.
27:31Wo sie ein Kurator versorgt hat?
27:34Papa.
27:36Na, bist du richtig glücklich?
27:39Ja, wir hatten
27:40einen netten Nachmittag.
27:41Und was ist mit Mama?
27:43Unser Plan hat nicht funktioniert.
27:45Sie packt ihre Farben zusammen.
27:59Mama, das ist nicht dein Ernst.
28:01Das ist lächerlich.
28:02Manchmal muss man
28:03einen harten Schnitt machen.
28:05Aber die Malerei
28:06ist doch dein Leben.
28:07Das bin jetzt morgen
28:08alles in den Sondermüll.
28:10Du machst einen Riesenfehler.
28:12Dein Vater hat auch schon
28:13alles versucht.
28:14Mich stimmt keiner mehr um.
28:15Wieso bist du denn so stur?
28:17Ja, überlege mal,
28:18von wem du das hast.
28:19Nein, ich will nicht mehr
28:20darüber reden.
28:21Das Thema ist durch.
28:22Und du siehst eher aus,
28:23als hättest du auch ein Problem.
28:24Ich hab kein Problem.
28:26Und du gehst jetzt hier raus,
28:27bis das klar ist.
28:28Raus hier.
28:28Ja.
28:29Raus hier.
28:30Ist schon gut.
28:31Nun, ist gut, Susanne.
28:45Ich verstehe ja deine Sorge.
28:48Aber du kannst unmöglich
28:49über Firmans Kopf hinweg
28:50das Amt informieren.
28:52Das hab ich ja nicht vor.
28:55Also, bisher jedenfalls nicht.
28:58Das hast du auch mal gemacht.
29:00Ach ja?
29:01Ja.
29:02Dein Vater hat den Amtstierarzt
29:04informiert,
29:04obwohl der Aufsichtsrat
29:05dagegen war.
29:06Diese Holzköpfe wollten
29:07einfach nicht begreifen,
29:08wie ernst die Lage war.
29:09Sie hatten nur Angst
29:10um ihre Einnahmen.
29:12Was ist damals bei euch passiert?
29:15Unser Tierarzt Dr. Vogel
29:17hatte einen Verdacht
29:17auf Blauzonenkrankheit.
29:19Nur ein krankes Tier
29:20mit unspezifischen Symptomen,
29:21aber er hatte recht.
29:22Wir mussten den Zoo
29:23fast vier Wochen schließen.
29:24Aber da wir sehr früh
29:25reagiert haben,
29:27brauchten wir nur
29:27ein paar Huftiere einschläfern.
29:29Ja, ist so blöd,
29:30dass ich so lange
29:30auf die Untersuchungsergebnisse
29:31warten muss.
29:36Das war im Atelier.
29:45Otto,
29:46wie kannst du nur?
29:49Das kann ich doch
29:50jetzt alles wegschmeißen.
29:52Das wolltest du doch
29:53sowieso.
29:54Ach.
29:55Otto hat sozusagen
29:56dein Werk voll Ende.
29:58Otto,
29:58was machst du denn?
30:05Das kann ich gut gebrauchen.
30:08Wie bitte?
30:09Ja.
30:21Kannst du nicht schlafen?
30:24Wie geht er nicht?
30:27Immer noch ein leichter Katar.
30:29War kein Anzeichen
30:30der Papageienkrankheit.
30:32Danach was läuft,
30:33das dauert, aber...
30:35Aber sie ist im Krankenhaus
30:36geblieben.
30:37Ja, ist auch besser so.
30:39Sehr gut.
30:41Ich weiß einfach nicht,
30:42was ich machen soll.
30:43Warum?
30:44Was ist los?
30:46Weißt du,
30:47eine Ornithose
30:48ist ja ein Riesending.
30:49Weißt du,
30:49was das für Konsequenzen
30:50haben kann?
30:51Ja, hör einfach
30:52auf deine Intuition.
30:53Das tust du sonst auch.
30:54Ja, aber...
30:55Müssen wir in unserem
30:56Schlafzimmer jetzt
30:56über kranke Tiere reden?
30:58Hm?
30:58Was könnten wir denn
30:59sonst tun?
31:00Lass mich mal überlegen.
31:06Ach,
31:06meine Intuition
31:07ist einfach gestört.
31:10Wodurch?
31:13Dieser neue Kurator,
31:14dieser Berghof.
31:16Ich glaube,
31:16dass sein Vogel
31:17den Reger
31:17eingeschleppt hat.
31:18Mhm.
31:19Ich kann diesen Typen
31:20nicht leiden.
31:21Da geht mir
31:21sowas von auf die Nerven.
31:23Ja, aber das eine
31:24hat mit dem anderen
31:24nichts zu tun.
31:25Ja, aber er bringt
31:26mich einfach durcheinander.
31:29Ich habe in der letzten
31:30Zeit sowieso das Gefühl,
31:31dass du ein bisschen
31:31durch den Wind bist.
31:33Du hast da nicht etwa
31:34eine Midlife-Crisis?
31:36Was weiß ich?
31:39Ich suche halt
31:39nach meinem Weg.
31:41Ich hoffe,
31:41der führt am Ende
31:42zu mir.
31:45Streng dich
31:45ein bisschen an.
31:47Moment mal,
31:48streng du dich
31:48ein bisschen an.
31:49Dann komm nachher.
31:52Komm nachher.
31:56Streif dich nicht,
31:57du Fein.
31:58Was mit der Pfeil?
31:59Wir nimmst aber zurück.
32:05Wir nimmst aber zurück.
32:29Ja, krank siehst du ja wirklich nicht aus.
32:32Das sage ich doch die ganze Zeit.
32:36Sie sollten so nicht ungeschützt reinkommen.
32:39Wie Sie wissen, glaube ich nicht an Ihre Theorie.
32:42Wieso sind Sie dann hier?
32:43Ich wollte dem unschuldig Verhafteten einen Apfelkuchen bringen.
32:46Ich habe eine Pfeile eingebacken.
32:49Sie sind ebenso beunruhigt.
32:51Sie machen sich Sorgen.
32:52Geben Sie es doch zu.
32:53Oder sind Sie wirklich so arrogant und glauben,
32:56Sie könnten einem Tier ansehen, welchen Erreger es im Blut hat?
32:59Dann haben wir ja was gemeinsam.
33:00Sie glauben ja auch, bei diesen Vögeln eine Klamydien zu sehen.
33:03Ich habe weitere Hinweise.
33:05Verraten Sie mir den?
33:06Vielleicht können wir gemeinsame Schlüsse ziehen.
33:08Ich bin hier die Tierärztin und ich ziehe meine Schlüsse alleine.
33:11Ich kenne mich besser mit Vögeln aus, als Sie denken.
33:17Überschätzen Sie sich dann auch nicht.
33:26Guten Abend, lieber.
33:29Jetzt, ja.
33:33Neun Uhr Begrüßung mit Sekt und Täpfchen in der Kiwara Lodge.
33:36Zehn bis elf Präsentation der Außenanlage für die Bergtapiere.
33:40Elf bis zwölf Uhr dreißig Zooführung mit Schwerpunkt Asien.
33:43Für zwölf Uhr dreißig ist das Mittagessen reserviert.
33:45Ab 14 Uhr Fortsetzung der Zooführung mit Schwerpunkt Südamerika.
33:49Gut, aber zuerst machen wir Südamerika und dann Asien.
33:52Und nach dem Essen gehen wir auf die Anlage.
33:55Das Beste kommt zum Schluss, Frau Weber.
33:57Ich muss rüber in die Lodge.
33:58Morgen, bitte keine weiteren Katastrophenmeldungen.
34:01Ist noch ein Vogel gestorben?
34:02Nein.
34:02Gut.
34:03Die Antibiotika wirken.
34:04Noch besser.
34:04Verspricht für Chlamydien.
34:06Haben Sie das Laborergebnis?
34:07Erst heute Mittag.
34:08Sind weitere Vögel erkrankt, ja oder nein?
34:10Nein.
34:10Was wollen Sie dann?
34:12Wir sollten trotzdem die Voliere für die Besucher sperren.
34:14Nein.
34:15Chef, Ihre Gäste warten.
34:17Frau Dr. Mertens, können wir das bitte später besprechen?
34:19Aber ich hätte...
34:24Ach.
34:28Herzlich willkommen im meinstigen Zoo.
34:30Was?
34:30Ich glaube, ich muss mich nicht tun.
34:32Die Arme, Annette.
34:33Danke.
34:33Ich bin ganz besonders über den Anlass freuen.
34:35Kommen Sie.
34:40Hallo, Frau Mink.
34:41Hallo.
34:43Die Vitamincu bei den Giraffen habe ich erfolgreich abgeschlossen.
34:46Ach, das freut mich.
34:48Was suchen Sie denn?
34:49Absperrbänder.
34:51Für was das denn?
34:53Ich bin überzeugt, dass es sich um eine Ornithose handelt.
34:55Annette hat eine Lungenentzündung.
34:57Ja, und wie geht es ihr?
34:59Den Umständen entsprechend gut.
35:01Sie ist jung und hat eine gute Konstitution.
35:03Zum Glück hat sie rechtzeitig die richtigen Medikamente bekommen.
35:06Kommen Sie.
35:06Wir müssen verhindern, dass sich nicht noch mehr Menschen anstecken.
35:17In Südamerika, in der Wildauffangstation, hatten wir häufig mit Bergtapieren zu tun.
35:21Die wurden meist durch Brandrodelung aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben.
35:25Das sind extrem sensible Tiere.
35:27Leider konnten sie oft nicht retten.
35:28Herr Dr. Berghoff will sagen, wir sind uns sehr bewusst darüber, was für ein Vertrauen der Zooverband uns entgegenbringt.
35:39Aber ich bin überzeugt, dass der Zoo Leipzig alle Voraussetzungen und Erfahrungen mitbringt, um den Erhalt dieser Tierart zu sichern.
35:48Wir nehmen die Verantwortung für unsere Tiere sehr ernst.
35:55Natürlich gibt es noch andere Projekte, die wir in den letzten Jahren gemeinsam mit anderen Zoos...
36:05Was soll das bedeuten?
36:09Ich hatte es ihr doch untersagt.
36:11Ich verstehe es auch nicht. So wie es aussieht, hat der Dr. Mertens neue Informationen.
36:15Entschuldigen Sie bitte eine kurze Unterbrechung.
36:18Wenn Sie inzwischen zu den Tigern gehen wollen, Herr Dr. Berghoff, würden Sie unsere Gäste bitte begleiten.
36:23Kommen Sie doch bitte hier entlang.
36:32Was fällt Ihnen ein, eigentlich nicht die Freiflughalle zu schließen?
36:36Ich verlange, dass Sie die Bänder und die Beschilderung entfernen.
36:39Das werde ich nicht tun.
36:40Im Gegenteil, ich werde jetzt unmittelbar den Amtstierarzt anrufen und Sie sollten sofort den Aufsichtsrat informieren.
36:45Mit welcher Begründung?
36:48Annett hat eine Lungenentzündung, die laut ihrem Arzt typisch für eine Ornithose ist.
36:52Er ist sich sicher, dass das Labor den Befund bestätigen wird.
36:54Aber bitteschön, Sie können ja auch im Krankenhaus anrufen, wenn Sie mir nicht glauben.
36:58Bitte, der Arzt ist Dr. Behrens.
37:00Ich glaube Ihnen.
37:03Wie geht es, Annett?
37:07Sie hat hohes Fieber.
37:12Mertens?
37:14Ja?
37:15Ja, ich verstehe.
37:17Beide positiv.
37:19Und die Proben des männlichen Edelpapageien?
37:22Ja, würden Sie mir die Ergebnisse bitte gleich durchfaxen?
37:25Danke.
37:26Und?
37:27Jetzt haben wir auch die Laborbestätigung für das Bakterium.
37:30Klamydophila Psittaki.
37:32Verdammt.
37:34Mit dieser Bergkopf, mit seinem Vogel.
37:38Erzähl, er ist gesund.
37:39Ja, aber wo haben die Vögel sich dann angesteckt?
37:42Ich weiß es nicht.
37:43Naja, das ist jetzt erst mal zweitrangig.
37:46Auf uns kommt einiges an Arbeit zu.
38:04Frau Dr. Mertens, wann ist denn die Krankheit ausgebrochen?
38:07Ich kann Ihnen noch nichts sagen.
38:15Sieh dir das an.
38:17Susanne hatte recht gehabt.
38:18Hm.
38:19Na, freuen wird sie das nicht.
38:23Ein Glück, dass Sie nicht den ganzen Zoo schließen mussten.
38:27Ja, auf jeden Fall wird sie keine Zeit haben, Otto abzuholen.
38:31Ja, aber bist du froh, weißt?
38:33Otto, hm?
38:35Ich habe dir viel zu verdanken.
38:37Du hast den Funken wieder überspringen lassen.
38:40Komisch.
38:41Ich musste erst mein verwüstetes Atelier sehen,
38:44um wieder zu wissen, was mir das Malen bedeutet.
38:48Mama!
39:03So, I was good-bye.
39:16So.
39:18Sehr gut.
39:21Komm her.
39:30Sie werden drüben bei den Faultieren gebraucht.
39:34Frau Dr. Mertens?
39:36Haben Sie inzwischen eine Idee, woher der Erreger stammt?
39:39Nein, ich bin erst einmal mit der Eindämmung der Folgen beschäftigt.
39:43Vielleicht lagen Sie mit dem fremden Vogel gar nicht so falsch.
39:46Inwiefern?
39:47Nur, dass es nicht der Teller war.
39:49Schauen Sie sich mal die Tauben an.
39:53Bereit ich weiß, tragen einige wildtaubende Erreger ebenfalls in sich.
39:56Sie meinen, eine von denen?
39:59Wie soll das denn gehen?
40:01Die kommen mit den Papageien ja gar nicht in Kontakt.
40:04Wer weiß.
40:06Denken Sie doch einfach mal drüber nach.
40:20Entschuldigung.
40:21Ja, bitte?
40:22Könnten Sie mir sagen, wo Annette Melzer liegt?
40:24Die liegt vorne im Zimmer 8.
40:26Danke.
40:26Bitte.
40:29Hallo.
40:30Hallo.
40:32Na, wie geht es Ihnen, Annette?
40:34Etwas besser, glaube ich zumindest.
40:39Bitte.
40:40Conny hat gleich zweimal unterschrieben.
40:44Wie süß.
40:46Sie fehlen uns.
40:47Das glaube ich.
40:49Gerade jetzt, wo so viel zu tun ist, was?
40:52Sagen Sie mal, Annette, hat sich in der letzten Zeit irgendwann mal eine Taube in die Voliere verirrt?
40:57Ja.
40:58Woher wissen Sie das?
41:00Vor ein paar Wochen.
41:01Sie muss mit den Besuchern reingeschlüpft sein.
41:03Sie ließ sich nicht einfangen.
41:04Conny und ich haben sie erst nach ein paar Tagen erwischt.
41:06Hm.
41:07Also doch.
41:08Oh Gott, ist die Taube etwa in allem schuld?
41:11Hätte ich Ihnen Bescheid sagen müssen?
41:14Ja.
41:15Gut, ich werde es Frau Dr. Merkens sagen.
41:17Das beruhigt mich.
41:18Wiederhören.
41:20Gute Nachrichten?
41:21Die Seuchengefahr ist gebannt.
41:22Die letzten Proben waren alle negativ.
41:25Das ist doch mal eine gute Nachricht.
41:26Hier ein Schreiben vom Zurverband ist dabei.
41:33Und das ist die schlechte Nachricht.
41:39Kommen Sie rein.
41:40Wir haben es überstanden.
41:42Ab morgen können Sie die Vögel wieder in die Halle bringen.
41:46Gott sei Dank.
41:47Ich weiß jetzt auch, wie es dazu gekommen ist.
41:49Es sind zwei ungünstige Faktoren aufeinander getroffen.
41:51Einerseits der alte, immunschwache Papagei und eine Taube, die den Erreger in sich getragen hat.
41:58Wie sind Sie auf die Taube gekommen?
42:03Dr. Berghoff hat mich darauf gebracht.
42:07Vielleicht sollten Sie sich bei ihm entschuldigen?
42:11Ja.
42:12Vielleicht.
42:14Na ja, jedenfalls haben Sie den Schaden ja in Grenzen gehalten.
42:19Danke.
42:20Ja, bis auf die Tapiere.
42:23Haben Sie eine Absage bekommen?
42:25Was denken Sie denn?
42:28Wir raten Ihnen dringend, das Problem der Seuchengefahr ernsthaft in Angriff zu nehmen.
42:34Tja.
42:37Ja, aber ich kann nichts dafür.
42:46Das nächste Mal warte ich mit meiner Seuche, bis Sie mir Ihr Okay gegeben haben.
42:52Ach du.
42:53Tschüss, Otto.
42:53Danke für die gute Pflege.
42:55Vor allem die von Charlotte.
42:57Und der Zoo hat jetzt ein Schwein, das Sie in Kunstgeschichte auskennt.
43:00Ja, ich lasse ihn wirklich ungern weg.
43:03Otto war eine echte Bereicherung.
43:05Verstehe gar nicht, warum ich das nicht gleich bemerkt habe.
43:07Ich habe dir doch gesagt.
43:08Otto bittst du jetzt jeden.
43:10Habe ich da irgendwas nicht mitgekriegt?
43:12Nein, nein, alles gut.
43:13Ich habe sowieso bemerkt, dass ich mich von Anfang an mit Otto verkuppeln wollte.
43:16Ach was, wer käme denn auf so eine Idee mit einem Schwein?
43:20Otto ist kein normales Schwein, mein Lieber.
43:23Nein, Otto ist ein Winischwein.
43:25Es wird Zeit, dass du dich von ihm trennst.
43:27Sag mal tschüss.
43:27Tschüss, Otto, tschüss, tschüss.
43:32So.
43:34Tschüss, ihr beiden.
43:36Schwein gehabt.
43:39Und was machen wir beide jetzt Feines?
43:41Pläne.
43:42Die da wären?
43:44Was hältst du davon?
43:45Ich mache einfach meine eigene Galerie auf.
43:48Hm?
43:51Was?
43:55Wir sind noch mal mit einem blauen Auge davongekommen.
43:58Die meisten Fügel konnten wir retten.
44:00Weil wir es so früh erkannt haben.
44:02Weil du es so früh erkannt hast.
44:04Ja, die Krankheit, aber nicht den Auslöser.
44:07Wie meinst du das?
44:09Ich ärgere mich, weil ausgerechnet dieser...
44:11nicht schon wieder Berghoff.
44:13Doch.
44:15Es war eine Taube.
44:17Du hättest ja selbst drauf kommen können, drauf kommen müssen.
44:19Aber du kannst doch nicht alles wissen.
44:23Christoph,
44:24weißt du, was ich will?
44:26Ich will wieder studieren.
44:28Was?
44:30Jetzt willst du dein Beruf an den Nagel hängen und noch mal auf die Uni?
44:32Ja, also nein.
44:34Es gibt ein Aufbaustudium für Ornithologie an der Veterinärmedizinischen Fakultät.
44:38Das dauert nur zwei Jahre.
44:40Nur zwei Jahre?
44:41Hm.
44:42Wie willst du das unter einen Hut kriegen?
44:44Familie, Studium, Beruf?
44:46Andere schaffen das doch auch.
44:48Gut, ich habe inzwischen verstanden, dass du unzufrieden bist.
44:51Nein, das ist falsch.
44:53Dass du beruflich weiterkommen willst.
44:55Aber du könntest hier und da auch eine Fortbildung machen.
44:58Ich will aber nicht hier oder da.
45:00Ich will keine halben Sachen machen.
45:01Ja, aber das bedeutet es.
45:02Beruf und Studium halbe, halbe.
45:04Na, jetzt komm, hör mal.
45:06So.
45:06Hör mir mal zu.
45:08Das ist doch alles nur eine Frage der Organisation, oder?
45:11Das schaffen wir doch.
45:12Ich würde so gern wieder studieren, wieder richtig in ein Thema eintauchen.
45:16Verstehst du das nicht?
45:17Natürlich verstehe ich das.
45:19Ja, aber ich brauche deine Hilfe.
45:20Allein schaffe ich das nicht.
45:22Die bekommst du auch.
45:24Wenn genügend Zeit für mich übrig bleibt.
45:26Dann brauchst du keine Angst zu haben.
45:28Versprochen.
45:30Gut.
45:43Ja?
45:47Guten Tag, mein Namens.
45:49Das war Dr. Mertens.
45:51Sehr eine Überraschung.
45:56Was machen Sie denn hier?
45:57Ich habe in der Telefonanlage was umgestöpselt.
45:59Die stürzt mich ständig ab.
46:00Ich meine, hier.
46:02Was machen Sie hier?
46:04Wen kann ich mir das erdenken?
46:06Sie wollen sich bei mir entschuldigen.
46:07Wegen Hoteller.
46:08Weil Sie ihn verdächtigt haben.
46:09Das hätten Sie auch im Zoo tun können.
46:13Ist das das Zimmer 511?
46:15Ja, doch.
46:17Können Sie sich nur in geraden Zimmernummern entschuldigen?
46:20Herr Dr. Berghoff, ich bin hier wegen einer Studienberatung.
46:27Für Ornithologie?
46:29Ja.
46:30Ich habe hier einen Lehrauftrag seit zwei Jahren.
46:32Für eben dieses Spezialgebiet.
46:34Ich bin Ihr Mann.
46:49Herr Dr. Mertens.
46:52Herr Dr. Mertens.
46:54Herr Dr. Mertens.
46:55Herr Dr. Mertens, warten Sie.
47:01Ich nehme Ihre Entschuldigung an.
47:05Ich wollte mich nicht entschuldigen.
47:07Im Übrigen finde ich, dass Sie als erstes dran wären.
47:10Ich?
47:11Ach so, die Schweine-OP.
47:14Na gut.
47:15Es tut mir leid.
47:17Ich entschuldige mich auch.
47:19Wissen Sie, ich fände es einfach schade,
47:20wenn Sie Ihr Studium hier nicht beginnen.
47:21Nur wegen mir.
47:23Es ist Ihre Leidenschaft.
47:25Ich habe Sie bei der Arbeit beobachtet.
47:27Hören Sie.
47:28Benehmen wir uns einfach wie zwei erwachsene Menschen.
47:31Ist Ihnen das möglich?
47:34Wir müssen ja keine Freunde werden,
47:35aber wir können doch fachlich voneinander lernen.
47:39Ich werde es mir überlegen.
47:40Und ich werde es mir überlegen.
48:37Untertitelung des ZDF, 2020
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