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SpaßTranskript
00:00Musik
00:49Jetzt geht es also los mit eurem Therapie-Zoo.
00:52Nächste Woche ist die offizielle Eröffnung.
00:55Ich habe schon immer gesagt, der Kontakt mit Tieren setzt positive Energien frei.
01:00Du, Susanne, setz dich doch.
01:06Dürfen Theo und ich am Wochenende eine Paddeltour machen mit Zelten am Kostbutner See?
01:10Darf ich mit?
01:11Ist doch nur so kalt.
01:12Also mein Schlafsack geht bis minus 16 Grad.
01:14Theo und du allein mit dem Kanu.
01:16Theo hat das doch schon mal gemacht. Ich bin doch jetzt auch alt genug.
01:20Bitte.
01:20Bitte ruf Christoph an. Das will ich nicht alleine entscheiden.
01:31Benz?
01:31Hallo, Papa.
01:32Hallo, Rebecca.
01:33Ähm, ich wollte dich was fragen. Dürfen Theo und ich am Wochenende eine Paddeltour machen mit Zelten?
01:38Was? Ist doch noch viel zu kalt.
01:39Bitte, Papa.
01:40Bitte sag ja. Susanne hat auch schon ja gesagt.
01:42Hey, das stimmt doch gar nicht.
01:43Also, zumindest nicht nein.
01:45Hältst du mal? Lass mich mal mit ihm reden.
01:49Hallo, Susanne. Also, ich finde die Idee von Rebecca überhaupt nicht gut. Ich will nicht, dass sie zwei Nächte mit
01:54Theo in einem Zelt verbringt. Dazu ist sie noch viel zu jung.
01:58Lass uns doch in Ruhe darüber reden. Persönlich. Wir könnten ja ein Café zusammentreten.
02:02Das wird meine Meinung nicht ändern. Ich will Rebecca nochmal sprechen.
02:06Okay.
02:09Ja, ich hab's schon verstanden, Papa.
02:11Tschüss.
02:12So ein Oberspießer. Echt?
02:14Hey, ich will nicht, dass du so über Christoph sprichst, dass das klar ist.
02:17Und du nimmst ihn auch noch in Schutz, obwohl er ausgezogen ist.
02:19Der ist nicht ausgezogen. Was redest du denn da?
02:22Susanne, redet ihr jetzt nur noch am Telefon miteinander, du und Christoph?
02:27Natürlich nicht.
02:39Frühstück ist fertig.
02:43Morgens ist der Garten immer am schönsten.
02:46Noch gehört der Garten ja uns und das Haus.
02:49Hast du einen Termin mit dem Makler gemacht?
02:51Ja.
02:52Die Ausflugs-Lokaltante kommt im Moment und guckt sich alles an.
02:56Wenn die mir nicht gefällt, lasse ich sie sowieso nicht rein.
02:59Na Leute, wir haben keine Wahl.
03:01Eben.
03:04Naja, dann komm.
03:08Genießen wir noch die letzten Tage in unserem Haus.
03:26Na, wahrscheinlich ist er über den Baum abgehauen.
03:29Guten Morgen.
03:30Der Karakal ist weg.
03:32Wie gibt's das denn?
03:34Das fragen wir uns auch gerade.
03:35Ich glaube, er ist hier irgendwie übergeturnt.
03:38Da muss er aber einen starken Freiheitsdrang gehabt haben.
03:41Glaubst du, er ist aggressiv?
03:42Also, ich will nicht von ihm gebissen werden.
03:45Wir müssen ihn finden.
03:46Vielleicht ist er ja noch irgendwo im Zoo.
03:48Vielleicht ist er in der Futterküche.
03:49Das ist ja meistens die erste Anlaufstelle für ausgebüxte Tiere.
03:52Vielleicht schauen Sie da erstmal nach, ja?
03:54Ja.
03:57Und, wie geht's dir?
04:00Christoph schläft in der Klinik.
04:03Hast du ihm gesagt, dass wir...
04:05Das war nicht nötig.
04:09Was hast du jetzt vor?
04:10Ich meine, was wirst du tun?
04:13Für Klarheit sorgen.
04:16Du solltest den Karakalkater suchen, bevor noch was passiert.
04:20Würden Sie bitte den Karakalkater suchen?
04:22Annett ist im Futterhaus.
04:24Helfen Sie ihr doch bitte.
04:25Mach ich.
04:26Frau Dr. Mertens!
04:29Bei den Pinguinen.
04:30Was ist denn passiert?
04:31Der hat ein Raubtier gebütet.
04:33Einige sind tot, einige verletzt.
04:35Die Kollegen bringen Sie gerade rüber.
04:37Zu Ihnen in die Tierklinik.
04:38Das muss der Kater gewesen sein.
04:39Okay, danke.
04:41Die Freier sind doch ganz ansprechend geworden.
04:43Sympathisch, prägnant, aber nicht aufdringlich.
04:48Also ich finde, es gibt bessere Fotos von Horst.
04:51Aber nicht von mir.
04:52Manchmal muss man Prioritäten setzen.
04:54Es gibt jedenfalls schon erste Anmeldungen vom Klinikum.
04:57Schön.
04:59Das Finanzamt verlangt die Offenlegung der Spendenquittung für den Therapie-Zoo.
05:03Weniger schön.
05:04Aber das muss wohl sein.
05:06Geben Sie denen bloß alles, was Sie haben wollen.
05:08Wir haben nichts zu verbergen.
05:09Wenn Sie das sagen, Chef.
05:13Frau Dr. Mertens.
05:16Zwei tote Pinguine.
05:18Aber diesem hier können wir helfen, oder?
05:21Die Bisswunden sind ziemlich tief, aber zum Glück sind keine inneren Organe verletzt.
05:28Und was ist mit dem?
05:31Er steht unter Schock.
05:34Kein Wunder.
05:35Er musste mit ansehen, wie sein Partner getötet wurde.
05:38Vor seinen Augen.
05:40Der von dem hier auch.
05:42Der hat bestimmt ein Schlupfloch gefunden.
05:44Und es längst über alle Berge.
05:50Hey, hey, hey, hey.
05:52Schauen Sie mal da.
05:56Da, hinter dem Gehege.
06:02In Behandlungsraum zwei, da wartet ein zehnjähriges Mädchen mit diffusen Schmerzen.
06:06Diffus?
06:10Geht gleich los, Süße.
06:14Hallo, Chris.
06:15Na, da kennst du mich wohl nicht wieder, was?
06:17Judith.
06:20Wolltest du nicht Karriere in den USA machen?
06:22Daraus wurde nichts.
06:23Die Dinge haben sich anders entwickelt als erwartet.
06:25Aber das macht nichts.
06:26Es ist gut so.
06:28Hallo.
06:31Das ist Alena, meine Tochter.
06:36Hallo, Alena.
06:38Alena ist Autistin.
06:41Ich habe gehört, du hast Schmerzen.
06:45Ich merke es an ihrem Verhalten.
06:46In Nuancen.
06:48Sie sagt zwar nichts, aber etwas stimmt nicht.
06:50Hat sie Fieber?
06:51Nein.
06:52Du kannst also nicht genau sagen, wo sie die Schmerzen hat.
06:55Ich dachte, das ist vielleicht der Blinddarm.
06:57Ich denke mal, wir machen einen Ultraschall und einen Blutpilz, ein großes.
07:01Und dann wissen wir schon mehr.
07:02Gut.
07:04Komm mal, Alena.
07:05Alles ist gut.
07:06Hier bist du sicher.
07:07Es tut auch gar nicht weh.
07:10Sie findet dich okay.
07:12Das beruhigt mich.
07:15Na, komm.
07:16Na, komm her.
07:17Komm.
07:18Ja.
07:19Weiter.
07:20Weiter.
07:28Was der hier wohl wollte?
07:31Kannst du mir schon denken.
07:36Und wer hat da nun rumgebütet?
07:37Unser Karakalkater?
07:39Eher nicht.
07:39Ich habe mir die toten Vögel genau angesehen.
07:41Die Bissspuren stammen von einem größeren Fang.
07:43Ich würde auf einen Fuchs tippen.
07:45Ein Fuchs, der kann jederzeit wiederkommen.
07:49Unmöglich, den Zaun um den Zoo überall dicht zu kriegen.
07:52Ich fürchte auch, er hat Blut geleckt.
07:54Der wird bestimmt wieder bei den Pinguinen auftauchen.
07:56Dann muss sich heute Nacht jemand auf die Lauer legen.
07:59Ich habe leider eine Verabredung in Dresden.
08:01Na ja, dann muss ich mir wohl wieder einmal eine Nacht im Zoo um die Ohren schlagen.
08:05Tut mir leid.
08:06Ich hoffe, Ihre Familie leidet nicht allzu sehr darunter.
08:09Na ja, meine Kinder schlafen und mein Mann.
08:12Also, Christopher hat sowieso Nachtdienst.
08:16Und die beiden, kommen die durch?
08:18Aus körperlichen Gründen spricht nichts dagegen.
08:22Da können wir sie zurück ins Gehege geben.
08:24Aber...
08:25Wir könnten aus Einsamkeit sterben.
08:27Sie haben beide ihre Partner verloren.
08:29Dann hätte ich einen Vorschlag.
08:31Verkuppeln wir die beiden doch miteinander.
08:33Wie meinen Sie das?
08:34Wir sperren sie so lange zusammen, bis sie sich mögen.
08:38Eine Zwangsheirat hat Dr. Fehrmann.
08:48Und? Hast du was gefunden?
08:51Guck mal.
08:53Magen, Blinddarm.
08:55Das ist nichts Auffälliges.
08:56Selbst die Blutwerte sind alle in Ordnung.
08:57Ich kann auch nichts sehen.
08:59Aber das kann nicht sein.
09:02Bitte behalt sie hier.
09:03Nur zur Sicherheit.
09:04Ich habe kein gutes Gefühl.
09:07Habt ihr ein Zimmer, in dem ich auch mit übernachten kann?
09:09Ja, klar. Ich geh mal nicht drum.
09:10Gut, dass du hier Chefarzt bist.
09:17Den wirst du damit aufs Korn nehmen?
09:21Den Fuchs, der in unserem Pinguin-Gehege wildert.
09:23Ich werde ihn aber vorerst nur betäuben.
09:25Ich sagte ja doch, das war ein Karakal.
09:27Und ich sagte, das war der Fuchs.
09:29Und heute Nacht kommt er wieder.
09:31Wie wäre es dann mit einer Wette?
09:32Und eine gute Flasche Wein?
09:35Die gewinne ich.
09:36Ach gut, dann leiste ich dir Gesellschaft,
09:38damit du nicht schummeln kannst.
09:39Nein, nein, nein.
09:40Das ist keine gute Idee.
09:41Du kannst mir morgen viel von nächtlichen Füchsen erzählen.
09:45Außerdem, ich würde gerne mit dir reden.
09:50Ja.
09:52Das sollten wir auch.
09:55Warum sitzt du hier mit mir?
09:58Ist denn nicht Feierabend?
09:59Keine Familie, die auf dich wartet?
10:02War Alena von Geburt an auffällig?
10:05Ja.
10:06Das ist frühkindliche Autismus.
10:07Ich habe schon nach ein paar Monaten gemerkt,
10:09dass sie mich nicht so anschaut wie andere Kinder ihre Mütter.
10:12Wegen Alena konnte ich nicht zurück in den Beruf.
10:15Meine Ehe ist zerbrochen.
10:17Aber ich beklage mich nicht.
10:19Durch Alena lerne ich jeden Tag, die Welt neu zu entdecken.
10:23Bisschen Behandlung?
10:24Da gibt es nichts zu behandeln.
10:27Und eine Delfin-Therapie in Florida können wir uns nicht leisten.
10:30Sag mal, wenn du seit drei Jahren schon in Leipzig bist,
10:33dann hättest du dich aber schon mal ein bisschen früher melden können.
10:35Ja, ich weiß.
10:37Ich habe sogar überlegt, ob...
10:40Aber es ist doch so mit den alten Zeiten.
10:42An manche Sachen erinnert man sich gerne und an manche nicht.
10:44Ach so.
10:45An mich erinnerst du dich also nicht so gerne.
10:48Quatsch.
10:49Du warst mein bester Freund während des Studiums.
10:51Du hast mich immer aufgebaut.
10:53Ich habe es nur wegen dir geschafft.
10:54Nein, nein, nein.
10:55Du hast mir immer den Hintern getreten, wenn ich es zu sehr schleifen ließ.
10:58Also gut, halten wir fest.
10:59Ohne einander hätten wir es beide nicht geschafft.
11:02Dr. Lenz, gut, dass Sie noch da sind.
11:03Wir brauchen Sie auf Intensiv.
11:05Gut.
11:06Tut mir leid.
11:06Aber ich habe vielleicht eine Idee für Alena.
11:08Was ihr fehlen könnte?
11:10Nein, nein.
11:10Was ihr gut tun würde.
11:11Komm morgen früh in mein Büro, dann erklär ich es dir.
11:13Ja.
11:25Was ist denn mit den beiden da?
11:28Sind die Opfer von Fährmanns Zwangsverheiratung.
11:31Dabei sieht man doch, dass die beiden sich nichts zu sagen haben.
11:35Wie ist es bei dir und deinem Mann?
11:37Habt ihr euch noch was zu sagen?
11:39Ist es das, worüber du mit mir sprechen wolltest?
11:42Fährmann hat einen Antrag beim Aufsichtstrakt gestellt.
11:45Er will mich rausschmeißen.
11:47Nee, du hast ihn ja auch ziemlich provoziert.
11:49Was ich wissen will, Susanne, ist, wenn ich hier weggehe, gehst du damit?
11:55Nein, natürlich nicht.
11:58Hast du nicht manchmal den Wunsch, dein altes Leben aufzubrechen?
12:02Ganz spontan, ohne lange nachzudenken.
12:04Was ist dein Wunsch?
12:08Mir würde es schon völlig reichen, einmal wieder nach Wien zu fahren.
12:14Warum ausgerechnet Wien?
12:17Ich liebe diese Stadt, ich habe da studiert.
12:19Und ich war schon viele Jahre nicht mehr da.
12:22Dann.
12:24Das darf doch nicht wahr sein.
12:25Was ich gesagt habe.
12:29Na komm, dreh dich doch noch ein Stückchen.
12:33Ein kleines Stück noch, bitte.
12:38Ach, Mist.
12:41Ich denke, der hat für heute Nacht genug, der kommt nicht wieder.
12:45Aber ich habe eine Flasche Wein gewonnen.
12:47Ich habe eine hervorragend, wenn es noch Zeit hat, zu Hause im Kühlschrank.
12:51Du kannst sie ja morgen mitbringen.
13:16Ich habe eine Flasche nicht mehr.
13:18Ich kann nicht mehr in Kühlschrank.
13:26Gott sei Dank.
13:44Das haben Sie richtig gut gemacht, Conny.
13:46Dann können wir ihn gleich rüberbringen.
13:47Vielleicht besorgt er sich morgen an den Nachschlüssel.
13:50Ist er schon wieder abgehauen?
13:51Ja, diesmal hat er ein Stück Zaun zerkaut.
13:54War er bei den Pinguinen?
13:56Nein, nein, das war der Fuchs, wie ich gesagt habe.
13:58Ich habe ihn heute Nacht gesehen.
13:59Haben Sie ihn erwischt?
14:00Noch nicht.
14:01Was hat er denn?
14:03Ach, das ist mein Kuhnweibchen, ist paarungsbereit.
14:05Deshalb spielt er verrückt.
14:06Aber das ist doch eine ganz andere Spezies.
14:09Tja, wo die Liebe hinfällt.
14:15Hat denn der Makler nicht gesagt, was ich hier plane?
14:18Ja, ja, doch, doch, doch.
14:19Sie möchten hier ein Ausflugslokal eröffnen.
14:23Ein Ausflugslokal?
14:25Nein.
14:26Ich möchte aus der Villa Baumgart ein romantisches Hochzeitshotel machen.
14:30Fürst Klaas versteht sich.
14:31Ich werde hier alles anbieten.
14:33Im Garten die Trauung,
14:35das Festessen in Ihrem Atelier
14:37und die Hochzeitsnacht.
14:40Ach, sagen Sie mal, kann ich mal Ihr Schlafzimmer sehen?
14:49Na, das ist doch herrlich.
14:51Kann man ja eine richtige Hochzeitssweet draus machen.
14:56Müsste natürlich ein größeres Bett rein.
15:00Also, wir waren mit dem Alten immer sehr zufrieden.
15:03Nehmen Sie es nicht persönlich, Frau Baumgart.
15:05Aber so wie ich den Makler verstanden habe,
15:07sind Sie doch auch an einer schnellen Abwicklung interessiert.
15:09Ja, Frau Sonnenberger, es tut mir leid, aber
15:13wir verkaufen nicht.
15:14Ich möchte Sie jetzt bitten zu gehen.
15:17Aber Charlotte, wie soll ich das?
15:17Ja.
15:18Lassen Sie, ich habe schon verstanden.
15:20Frau Baumgart, ich gebe Ihnen meine Karte
15:22und ich weiß, Sie stehen vor einer schmerzhaften Entscheidung.
15:26Rufen Sie mich an.
15:40Guten Morgen, Dr. Fährmann.
15:41Guten Morgen.
15:43Hallo, Susanne.
15:45Hallo.
15:45Fährmann.
15:46Hallo.
15:47Das ist Judith Möhring, Alena, Ihre Tochter.
15:49Hallo, Alena.
15:50Ich wollte den beiden mal den Therapie-Zur zeigen.
15:53Gute Idee.
15:55Ah, gut, dann zeige ich Alena.
15:58Ja.
15:58Alena, unsere Alpaka.
16:00Machen Sie das.
16:02Okay.
16:04Bis später.
16:09Doppelpfote.
16:10Was weiß die schon von unserer schmerzhaften Entscheidung?
16:14Sei nicht guter Recht, Charlotte.
16:15Frau Sonnenberg hat nichts dafür, dass sie uns vor dem Ruin retten könnte.
16:19Hochzeitshotel.
16:20First Class.
16:21Das sind doch sowieso alles nur Leute,
16:23die sich spätestens nach drei Jahren wieder scheiden lassen.
16:26Besser als eine Beautyfarm.
16:28Nichts ist gut.
16:30Nichts kann gut sein, was nach uns hier reinkommt.
16:33Aber wir haben keine Wahl.
16:34Oder willst du eine Zwangsversteigerung riskieren?
16:36Das heißt, das Haus unter Wert verkaufen.
16:38Und ob wir damit die Tuchfabrik sanieren könnten...
16:39Ach, diese verdammte Tuchfabrik.
16:44Was haben Sie denn jetzt noch wieder vergessen?
16:46Sie haben ja unser Bad noch nicht gesehen.
16:48Das eignet sich vorzüglich als Wellness-Oase.
16:54Charlotte, du bist es.
16:55Oh, Charlotte, komm ich ungelegen?
16:57Nein, aber du kannst froh sein, dass du uns hier überhaupt noch antreffst.
17:01So schlimm?
17:02Komm mal rein, Matthias.
17:03Hallo, Georg.
17:04Ja, also ich muss mit euch reden.
17:11Und das Tier ist wirklich ungefährlich?
17:13Sie werden gleich sehen.
17:14Harry ist ausgeglichen und den Kontakt mit Menschen gewöhnt.
17:17Das ist Inge, unsere Therapeutin.
17:21Harry, komm mal her.
17:23Ich möchte dir jemanden vorstellen.
17:25Alena?
17:26Komm mal her.
17:27Na, komm.
17:28Du musst keine Angst haben.
17:31Er ist ganz lieb.
17:32Du kannst ihn ruhig streifen.
17:34Na, komm.
17:35Guck ihm mal deine Hand.
17:45Er mag das ganz gerne.
17:48Okay.
17:49Okay.
17:51Sie müssen sich keine Sorgen machen.
17:55Ich hab gedacht, du kommst zu mir.
17:58Wieso?
18:02Um zu reden?
18:03Worüber?
18:04Über uns?
18:06Ich will darüber gerade nicht reden.
18:08Es tut mir ganz gut, gerade allein zu sein.
18:11Chris, ich weiß nicht, ob Alena das gefällt.
18:13Ja, ich bin mir sicher, dass es ihr gefällt.
18:15Du darfst am Anfang nicht zu viel erwarten.
18:17Manchmal braucht man bis zu zehn Sitzungen.
18:19Es muss mal ein Resultat sehen.
18:27Wie lange kennen Sie, Christoph, schon?
18:30Praktisch ewig.
18:31Wir haben zusammen studiert.
18:32Es ist reiner Zufall, dass wir uns jetzt hier in der Klinik wieder getroffen haben.
18:37Ich glaube, wir kommen ganz gut alleine klar.
18:39Hast du nicht viel zu tun?
18:49Komm, wir kommen jetzt alleine klar.
19:00Der Steffens Duhm.
19:02Ich hab noch zehnmal in Sacha gekriegt.
19:03Für dieses Wochenende.
19:05Ich fahr doch nicht mit dir nach Wien.
19:07Du wolltest doch, dass ich deine spontane Seite wachrufe.
19:11Du wirst auch nur, was du hören willst.
19:13Außerdem, weißt du, ich war selber schon so lange nicht mehr in Wien.
19:16Und ich mach das aus rein egoistischen Motiven.
19:19Du bist so ein verrückter Kerl.
19:21Ich kann nicht mit dir nach Wien fahren.
19:22Natürlich kannst du.
19:24Du kannst das organisieren.
19:26Nein.
19:28Christoph wohnt im Krankenhaus.
19:29Ja, sie kümmern sich zwar gemeinsam um die Kinder,
19:32aber sie sind beide sehr unglücklich.
19:35So kann das doch nicht weitergehen.
19:36Also ich finde, wir sollten uns da nicht einmischen.
19:39Das müssen die beiden schlussendlich selber wissen.
19:42Matthias, man muss abwarten.
19:43Die beiden werden sich schon wieder aufeinander besinnen.
19:45Ich finde, wir sollten ein Bündnis schließen
19:48für die Versöhnung von Christoph und Susanne.
19:51Ich habe mir da etwas überlegt.
19:54Am Wochenende fahre ich mit Luisa und Rebecca
19:57Kanu auf dem Korsbudener See.
19:59Wir werden zelten.
20:01Es ist doch viel zu kalt.
20:03Damit wären schon mal ein paar störende Faktoren
20:06aus dem Wege geräumt.
20:07Und ihr beide müsst für Christoph und Susanne
20:10ein romantisches Abendessen arrangieren.
20:17Ihr seht aber nicht besonders glücklich aus, ihr zwei.
20:20Das läuft doch wunderbar.
20:22Sie sind noch ein bisschen schüchtern,
20:24aber das wird sich geben.
20:25Von wegen schüchtern.
20:27Das Männchen ist ganz blutig über dem Auge.
20:29Das stammt ganz offensichtlich vom Weibchen.
20:31Ich würde sie lieber trennen,
20:32bevor noch was Schlimmeres passiert.
20:34Das sehe ich ganz anders.
20:35Ja, und die Verletzung?
20:36Das ist ein gutes Zeichen.
20:38Offensichtlich hat das Männchen versucht,
20:40sich dem Weibchen zu nähern.
20:41Und irgendwann wird sie schon nachgeben,
20:43wenn er nur hartnäckig und charmant genug ist.
20:45Sprechen Sie da aus eigener Erfahrung?
20:47Ich jedenfalls glaube nicht an die Liebe auf den ersten Blick.
20:50Das ist der Alltag, der die Paare zusammenschweißt.
20:54Gut, wenn wir schon dabei sind, Herr Dr. Fehrmann.
20:57Ich würde gerne das Karakal-Männchen und das Minkun-Welbchen zusammensetzen.
21:02Äh, das kommt nicht in Frage.
21:03Der Karakalkater hat bisher jedes Weibchen seiner Art weggebissen.
21:06Und das Minkun-Weibchen hat auch keinen Partner in Aussicht.
21:09Außerdem ist von den beiden sowieso kein Nachwuchs zu erwarten.
21:11Das können wir nicht machen.
21:13Dann haben wir sofort den Tierschutzverein auf dem Hals.
21:16Es ist keine artgerechte Haltung,
21:18zwei so unterschiedliche Katzenarten miteinander leben zu lassen.
21:20Ich hab da keine Bedenken.
21:22Wie wär's mit einem Deal, Dr. Fehrmann?
21:25Wenn die zwei Pinguine zusammenbleiben,
21:26dann dürfen der Karakalkater und das Minkun-Welbchen auch zusammen in ein Gehege.
21:30Äh, Moment.
21:34Frau Weber, was gibt es denn dringendes?
21:36Wer steht in meinem Büro?
21:38Von der Staatsanwaltschaft.
21:40Äh, ich komme.
21:43Gibt's Probleme?
21:44Weiß ich noch nicht.
21:45Und? Habe ich Ihre Erlaubnis?
21:47Ich meine wegen des Katers.
21:50Er wäre bestimmt ganz glücklich.
21:53Chef!
21:54Frau Dr. Winter wartet in Ihrem Büro.
21:56Hat sie angedeutet, worum es geht?
21:58Genau, das weiß ich nicht.
21:59Es geht um die Therapie-Zu.
22:00Was machen wir denn jetzt?
22:02Ruhig bleiben.
22:07Guten Tag, Frau Dr. Winter.
22:10Guten Tag.
22:12Fehrmann.
22:13Herr, bitte nehmen Sie doch wieder Platz.
22:16Kann ich Ihnen irgendetwas anbieten?
22:18Einen Kaffee, einen Tee, ein Wasser?
22:21Nein, danke. Ich habe wenig Zeit.
22:23Kommen wir lieber gleich zur Sache.
22:25Gut. Um was geht es denn?
22:27Wollen Sie mich verhaften?
22:29Dr. Fehrmann, Sie haben dem Leipziger Bauunternehmen Schusterbau AG eine Spendenquittung in Höhe von 90.000 Euro ausgestellt.
22:3790.000 Euro? Nein, das kann nicht sein.
22:41Die Schusterbau AG hat mir auf dem Zoofest eine Spende in Höhe von 9.000 Euro in Bar überreicht.
22:47Laut Spendenquittung sind aber 90.000 geflossen für den Therapie-Zoo.
22:52Und nach Überprüfung Ihres Vereinskontos ist dieses Geld auf diesem Konto niemals eingegangen.
22:57Wie erklären Sie mir das?
22:58Da stimmt etwas nicht.
22:59Ja, das sehe ich genauso.
23:01Die Quittung muss eine Fälschung sein.
23:04Wahrscheinlich wollte die Firma das Finanzamt betrügen.
23:07Kann ich den Durchschlag sehen?
23:08Kein Problem.
23:11Frau Weber, suchen Sie bitte den Ordner mit den Kopien der Spendenbescheinigungen heraus.
23:17Sofort.
23:17Es wird sich gleich alles aufklären.
23:19Das hoffe ich für Sie.
23:21Kann ich Ihnen nicht doch einen Kaffee anbieten?
23:23Nein, danke.
23:24Ja.
23:28Hier sind die Quittungen abgelegt.
23:30Nach Datenverordnungen.
23:43Die Quittung ist nicht dabei.
23:45Unmöglich.
23:46Ähm, Frau Dr. Winter, das wird sich alles aufklären.
23:49Es gibt zwei Möglichkeiten.
23:51Entweder Sie haben die Spende veruntreut.
23:53Das ist eine ganz üble Unterstellung.
23:54Oder Sie haben einen Deal mit der Schusterbau AG gemacht.
23:57Die haben Ihnen nur einen Bruchteil der Spende überwiesen,
24:00schreiben aber eine Summe von fast 100.000 Euro ab.
24:03Und der Gewinn wird brüderlich geteilt.
24:05Sie sind verrückt, Frau Dr. Winter.
24:07Und Sie sollten sich einen Anwalt nehmen, Dr. Fehrmann.
24:13Vielleicht hat Sie recht.
24:16Jetzt lassen Sie uns erstmal diese verdammte Quittung der Schusterbau AG finden.
24:24Na, dann wollen wir mal hoffen, dass sie ihm nicht die Augen auskratzt.
24:30So.
24:31Ja, ja, ja.
24:32Ist ja gut.
24:34Ist ja gut.
24:43Na?
25:06Das sieht nicht danach aus.
25:28Ihr habt euch einfach nichts zu sagen.
25:33Wenn man nicht will, dann will man eben nicht.
25:41Ach, du bist...
25:43Matthias hat mir gesagt, dass du auf Ansitz bist.
25:45Kann ich dir Gesellschaft leisten?
25:47Ja, klar. Komm rein.
25:55Du bist übrigens nicht die Einzige, die noch wach ist.
25:57Bei Firmen im Büro war er auch noch nicht.
25:59Ach so?
26:01Ach, du wirst den Fuchs nur betäuben.
26:03Na klar.
26:04Ich kann doch ihm zu, nicht mit scharfer Munition schießen.
26:07Von Muttern.
26:09Machen wir es mal, mal gucken.
26:11Gib's zu, sie hat dich geschickt, um mich auszuhorchen.
26:14Nein, nein.
26:16Danke.
26:17Aber wir machen uns Sorgen um euch.
26:20Ja.
26:22Ich mir auch.
26:23Ich hab gedacht, es wäre nur eine Frage der Zeit, bis alles wieder gut ist.
26:27Das war wohl ziemlich arrogant von mir.
26:29Ich bin ja nicht unersetzlich.
26:32Es gibt ja auch noch andere Frauen.
26:34Wie meinst du denn das?
26:37Er hat Kontakt zu einer alten Studienfreundin aufgenommen.
26:40Das ist Unsinn.
26:42Ja, doch.
26:43Ich hab sie doch heute zusammen gesehen.
26:45Nun, Nanne.
26:46Ich glaube nicht, dass...
26:47Da ist er.
26:53Wir gehen nach links.
26:55Weiter nach links.
26:56Psst, sei doch ruhig.
27:02Guter Schuss.
27:04Weil du mich nicht nervös machen konntest.
27:08Ich dürfe mich nicht aus den Augen verlieren.
27:11Ein Stück weit kann er noch laufen.
27:18Gibt's du mal...
27:19Das auch, bitte.
27:21Wollte ich sie ruhig in die Praxis bringen.
27:26So.
27:35Ich merke ganz deutlich, dass sie Angst hat.
27:38Alina fühlt sich nicht gut.
27:39Irgendwas ist nicht in Ordnung.
27:41Ja, aber wir haben definitiv nichts gefunden, Judith.
27:44Vielleicht bist du da doch ein bisschen überängstlich.
27:46Ja.
27:47Bestimmt war nicht das.
27:49Immer reden wir nur von Alina und mir.
27:52Jetzt erzähl doch mal was über dich.
27:53Und über deine Frau.
27:56Aber wir sind gar nicht verheiratet.
27:58Ach komm, erzähl schon.
27:59Du konntest mir noch nie was verheimlichen.
28:02Ja, wir haben momentan eine ziemlich schwere Krise.
28:05Lass mich raten.
28:06Ihr habt euch etwas auseinandergelebt.
28:09Der Alltag hat Überhand genommen.
28:11Die Leidenschaft war aus eurer Beziehung raus.
28:13Und einer von euch hat sich verliebt.
28:15Ja, sie.
28:16Und ich kann nichts dagegen tun.
28:20Wieviel bedeutet ihr denn dieser andere Mann?
28:22Sie hat ein Verhältnis mit ihm.
28:24Mehr will ich gar nicht wissen,
28:25wenn mir diese Rechtfertigung gar nicht anhören.
28:28Dein Vertrauen zu ihr ist weg.
28:30Ja, sie gibt mir das Gefühl, dass ich...
28:35Sie wirft mir vor, dass ich den Konflikten aus dem Weg gehe.
28:38Dass ich weglaufe.
28:39Egal was du tust, Chris, es ist richtig.
28:42In so einem Fall gibt es keinen Falsch.
28:44Das ist immer am besten,
28:45den eigenen Gefühlen zu vertrauen und ihnen zu folgen.
28:48Und wenn das für dich Rückzug bedeutet,
28:49dann ist das für dich richtig.
28:53Ja, sie gibt mir das Gefühl, als ob ich das Schwein wäre.
28:56Wir Frauen sind doch Meister darin,
28:58den Männern ein schlechtes Gewissen zu machen.
29:01Du bist auch eine Frau.
29:02Wieso verstehst du mich?
29:04Wir sind eben kein Paar.
29:08Wieso ist eigentlich nie was aus uns geworden?
29:11Hast du nie daran gedacht?
29:13Für mich warst du immer nur ein Freund.
29:17Ah, zum Glück.
29:20Beides geht wahrscheinlich auch gar nicht.
29:23Unsere Freundschaft wäre wahrscheinlich auch kaputt gegangen,
29:24wenn wir zusammengekommen wären.
29:27Da haben wir ja noch mal Glück gehabt.
29:31Wirst du denn wirklich einschläfern?
29:35Die Genehmigung vom Forstamt und vom Amtstierarzt hätte ich zumindest.
29:42Ist ein schönes Tier, hm?
29:44Das nur seinem Instinkt gefolgt ist.
29:49Mal ganz ehrlich, Susanne.
29:52Was bedeutet dir dieser Tom Berghoff?
29:58Er ist nett, ich mag ihn.
30:01Aber ich liebe Christoph.
30:05Können wir irgendwas für euch tun?
30:10Wenn Christoph wenigstens mit mir reden würde.
30:12Aber er läuft dir regelrecht vor mir weg.
30:18Danke, dass du mir Gesellschaft geleistet hast.
30:22Da ist ja immer noch Licht.
30:25Was macht er denn da bloß?
30:30Es tut mir alles so leid.
30:32Das kann ja nur meine Schuld sein.
30:33Nein, Frau Kieber.
30:36Wir werden diesen verdammten Beleg schon finden.
30:44Und?
30:45Hast du das mal rausgekommen?
30:46Ja, Matthias Vorschlag ist vielleicht gar nicht so falsch.
30:49Die beiden zu einem Gespräch zu zwingen.
30:52Ach ja, wir kriegen hier schon beide zusammen an einem Tisch.
30:55Wie war es bei dir?
30:59Ich habe Frau Sonnberg angerufen und mich entschuldigt.
31:02Und die ersten Kisten gepackt.
31:08Sag mal, findest du unser Bett auch zu klein?
31:19Kommt auf an, was man draus macht.
31:23Du holler Dussel.
31:29Luisa, vergiss deinen Sport.
31:30Der Sporttag ist schon eingepackt.
31:31Hör mal, Susanne, ich habe dir Folgendes überlegt.
31:34Ich werde mit Rebecca und Theo paddeln gehen.
31:37Was?
31:37Das ist ja super.
31:38Ja, ne?
31:39Ja, und was, mit mir?
31:41Ja, ach so, du kommst natürlich mit.
31:43Das ist doch eine tolle Idee, Susanne.
31:45Da kannst du überhaupt paddeln.
31:46Na, das ist vielleicht eine blöde Frage.
31:48Paddeln kann jeder.
31:49Und was ist ja Christoph da dazu?
31:51Hm, er ist einverstanden.
31:54Du schaust ja nicht gerade begeistert davon zu sein,
31:56dass ich mich für dich mit meinem gebrauchten Rücken ins Zelt lege.
31:59Für mich?
32:01Ach so, na, ich meine, dann hättest du mal ein ganzes Wochenende nur für dich.
32:04Das ist doch auch mal ganz schön.
32:07Ich weiß nicht.
32:08Aha.
32:09Oder sollen wir hierbleiben?
32:10Nein, fahrt ruhig.
32:13Ja.
32:19Herr Dr. Fehrmann, sehen Sie sich doch mal unser Liebespaar an.
32:25Im Gegensatz zu unseren Pinguinen sind die beiden glücklich, obwohl sie so unterschiedlich sind.
32:29Gegensätze ziehen sich an.
32:31Lassen Sie mich mit Ihren Korreleien zufrieden.
32:33Was ist denn mit Ihnen los?
32:35Entschuldigung.
32:37Aber ich habe ein riesiges Problem.
32:40Man wirft mir Spendenverunterungen vor.
32:42Im großen Stil.
32:44Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
32:46Das gibt es doch gar nicht.
32:48Heute Nachmittag ist eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung.
32:52Wenn ich die Spendenquittung bis dahin nicht finde, bin ich ruiniert.
32:58Das wird Sie schon aufklären.
33:00Hoffen wir es.
33:02Alles Gute.
33:06Danke.
33:12Ich habe mit dem Forst am Dübner Heide telefoniert.
33:15Die haben im Moment eine relativ niedrige Fuchspopulation.
33:19Dort können wir ihn aussetzen.
33:21Ich habe mit dem Forst am Dübner Heide telefoniert.
33:55Und wie sieht es aus?
33:57Soll ich dich nachher abholen oder treffen wir unseren Flughafen?
34:01Ich werde nicht mit dir verreisen.
34:03Es geht mir nicht um diese Reise, Susanne.
34:05Ich will nicht mit dir in Urlaub fahren.
34:07Ich will mit dir leben.
34:08Jetzt hör endlich auf.
34:10Du verstehst überhaupt nicht, was ich brauche.
34:12Ich habe Familie.
34:13Ich habe Kinder.
34:14Ich habe Verantwortung.
34:15Die brauchen Stabilität, Kontinuität, Sicherheit.
34:18Das sind Welten, die dir völlig fremd sind.
34:20Das sind doch alles rationale Gründe.
34:21So entscheide ich doch nicht, mit wem ich leben will.
34:23Oder wen ich liebe.
34:26Gib mir zwei Tage.
34:28Nur zwei Tage.
34:29Wir zwei alleine.
34:30Ich beweise es dir.
34:34Hey.
34:37Na endlich.
34:42Genieß deine Freiheit.
34:47Kümmerst du dich um alle Patienten so wie um uns?
34:49Das kann man mir nicht erlauben.
34:51Das nächste Mal könnt ihr auch alleine gehen.
34:52Ja.
34:53Obwohl es mit dir mehr Spaß macht.
34:56Bis bald.
34:58Danke für den schönen Abend, Gäste.
34:59Ja.
35:00Tschüss, Alena.
35:09Was ist los?
35:10Bitte.
35:13Was hat sie denn?
35:14Alena, wo tut es dir weh?
35:16Zeig uns, wo es dir weh tut.
35:17Was könnte das denn sein?
35:19Ich habe nur so eine Ahnung.
35:20Ich rufe einen Krankenwagen.
35:21Alena, alles wird gut.
35:22Du musst keine Angst haben.
35:29Wir brauchen dringend Röntgenaufstamm von Oberschenkel und Becken.
35:32Ja, okay.
35:32Geht in Ordnung.
35:33Kannst du mir nicht irgendwas sagen?
35:34Es ist doch der Blinddarm.
35:36Nein, ich vermute ein Analyse.
35:37Eine Aorta?
35:38Ja, warte hier, okay?
35:45Naja, also besonders korrekt finde ich es ja nur nicht,
35:48eine Spendenquittung zu verschlamten.
35:50In dem Fall kann ich nur von einem unglücklichen Zufall sprechen.
35:53Mensch, Fährmann.
35:55Fakt ist, Sie können den Vorgang nicht erklären.
35:58Wir wissen doch alle, was jetzt kommen wird.
36:00Die Presse wird die ganze Geschichte gierig aufsaugen und breitwalzen.
36:03Wir alle kommen ins Gerede.
36:05Das heißt, wir müssen denen zuvorkommen.
36:07Inwiefern?
36:09Indem wir uns von Ihnen distanzieren.
36:11Wenn Sie mich entlassen,
36:13wird das die Öffentlichkeit und die Staatsanwaltschaft entsprechend interpretieren.
36:16Sie halten mich für schuldig.
36:18Fährmann, jetzt seien Sie doch nicht so empfindlich.
36:21Natürlich traue ich Ihnen keine kriminellen Machenschaften zu.
36:24Keiner von uns hier.
36:26Oder?
36:28Aber wir vom Aufsichtsrat sind auch hier,
36:31um den Ruf eines Leipziger Spitzenunternehmens zu schützen.
36:33Und da muss einer das Bauernopfer geben.
36:35Ich glaube, die Herren vom Aufsichtsrat stimmen mir zu,
36:37wenn ich Sie bis auf Weiteres beurlaube.
36:39Als kommissarischen Leiter schlage ich Dr. Tom Berghoff vor.
36:44Danke.
36:59Alles gut.
37:01Es war eine krankhafte Gefäßveränderung der Hauptschlagader.
37:05Das Gefäß ist gerissen.
37:06Zum Glück konnten wir sie so schnell operieren.
37:08Sonst wäre sie innerlich verblutet.
37:10Die Gefahr ist vorbei.
37:13Kann ich zu ihr?
37:14Ja, natürlich kommen Sie zum Aufwacherraum.
37:27Hallo.
37:31Sind Sie alle rausgeflogen?
37:38Liebe Susanne,
37:39Opa hat den Wein spendiert.
37:41Von Luisa ist die Schokolade.
37:43Ich habe mal angebissen.
37:45Und von mir,
37:46deine Lieblingsspezialnüsse,
37:48mache es dir gemütlich,
37:49keiner wird dich stören
37:50und wir bauen auch keinen Unfall.
37:52Versprochen.
37:53Wir haben dich,
37:54liebe Rebecca.
38:12Hallo?
38:13Hallo?
38:13Ja, hallo, Susanne, hier ist Charlotte.
38:15Ach, du bist.
38:16Was gibt's denn?
38:17Wir wollen dich einladen zum Abendessen.
38:19Heute, bei euch?
38:22Du, das ist wirklich nett,
38:24aber ich kann leider nicht.
38:26Es geht mir heute nicht so gut.
38:28Ach, bist du krank?
38:29Nein, nein.
38:31Ach, wir müssen dir nämlich was sagen.
38:34Etwas sehr Wichtiges.
38:35Worum geht's denn?
38:36Ja, das kann ich dir jetzt so am Telefon nicht sagen.
38:39Es handelt sich um eine dringende Familienangelegenheit.
38:45Christoph kommt auch.
38:46Ja?
38:49Ja, gut, dann komme ich natürlich auch.
38:52Prima.
38:53Bis acht dann.
38:58Du hast gelogen,
39:00du weißt ja gar nicht, ob Christoph kommt.
39:04Dann sorge du dafür, dass er kommt.
39:06Also, was wollen wir jetzt machen?
39:08Du darfst dir alles von mir wünschen,
39:10ich würde sogar mit dir Achterbahn fahren.
39:11Klar, das nach deinem traumatischen Erlebnis.
39:13Du hast danach eine Stunde auf dem Klo gehockt.
39:15Und soll ich dir was sagen?
39:16Selbst das hat Spaß gemacht.
39:18Na ja, weil du draußen gewartet hast.
39:20Du machst mich irgendwie glücklich.
39:21Das hast du schon immer gemacht.
39:22Jetzt übertreibst du aber.
39:23Als ich deinen Golf kaputt gefahren habe, dann...
39:25Der war doch sowieso Schrott.
39:27Christoph, du hast es nie gemerkt, oder?
39:29Ich war immer verliebt in dich.
39:32Das kann gar nicht sein.
39:33Du warst immer so cool.
39:35Wieso hast du nie was gesagt?
39:38Ich wollte unsere Freundschaft nicht kaputt machen.
39:40Ich dachte, entweder merkt er es von allein
39:41oder er will es nicht mehr.
39:43Ändert das was für dich?
39:46Ja, es lässt einfach ein paar Sachen im anderen Licht erscheinen.
39:49Ist schon ein Zeichen,
39:50dass du meiner Tochter das Leben gerettet hast.
39:53Wieso hast du nie was gesagt?
39:56Hätte ich es tun sollen?
39:58Ja.
39:59Es gab schon eine Zeit, da hätte das gepasst.
40:01Scheiße, wann war das?
40:03Lass mich mal überlegen.
40:03Das war...
40:04Komm nicht hier auf der Straße.
40:06Lass uns zu mir gehen, ja?
40:10Warte mal, entschuldige.
40:11Ich...
40:12Ich glaube, ich habe mein Handy auf dem Schreibtisch liegen lassen.
40:14Ich beeile mich, ja?
40:32Ja.
40:35Hallo, Georg.
40:37Wie heute Abend.
40:39Tut es ganz schlecht.
40:42Was heißt denn dringend?
40:46Was denn für eine Familienangelegenheit?
40:55Und?
40:56Handy gefunden?
40:57Ja.
40:59Judith?
41:02Es tut mir leid, aber ich komme nicht mit.
41:13Jörg?
41:14Mh, lecker.
41:16Wir werden uns nach dem Essen unauffällig zurückziehen.
41:19Und wenn sie nicht kommt?
41:21Oder es kommt nur einer?
41:24Dann haben wir es wenigstens versucht.
41:28Oh Gott.
41:29Ist das nicht ein bisschen viel Majoran?
41:33Das ist Lauchcremesuppe nach dem Rezept meiner Mutter, Charlotte.
41:37Oh, entschuldige.
41:44Und?
41:46Majoransuppe.
41:48Wie läuft es im Zoo?
41:51Wie wäre es, wenn wir nicht um den heißen Brei herumreden würden?
41:55Oder um die heiße Suppe.
41:57Ihr wolltet doch mit uns reden.
42:03Wir werden das Haus verkaufen.
42:05Was?
42:06Warum das denn?
42:08Wegen der Sanierung.
42:11Das ist doch jetzt nicht euer Ernst.
42:13Ich meine, ihr gehört doch hierher wie...
42:14Glaubst du in die Pyramide?
42:17Ja, sozusagen für immer.
42:21Habt ihr überhaupt schon einen Käufer?
42:23Frau Sonnenberg.
42:25Sie hat viel Geld.
42:28Und will hier ein Hochzeitshotel draus machen.
42:31Wie gibt es Haus her für ein Hochzeitshotel?
42:33Ja, wir haben keine andere Wahl.
42:35Georg, hilfst du mir mal?
42:43Was sagst du dazu?
42:46Warum haben die uns nicht schon früher davon erzählt?
42:49Vielleicht, weil wir zu sehr mit unseren eigenen Problemen beschäftigt waren.
43:00Schweigen.
43:03Ich finde, sie schweigen harmonisch.
43:08Es wird langsam dunkel.
43:11Ich hoffe, die Kinder frieren nicht im Zelt.
43:14Oder mein Vater mit seinem Rheuma.
43:17Er traut sich ganz schön was zu.
43:19Vor allem um diese Jahreszeit.
43:22Wenn Sie die Erfahrung machen müssen.
43:24Sie haben sich so gefreut.
43:26Vor allem Luise.
43:32Christoph, es kann so nicht weitergehen.
43:35Du hast es so gewollt.
43:37Das ist doch nicht wahr.
43:39Doch.
43:39Du wolltest dich neu entdecken, neu erfahren.
43:43Ich hab nur nicht damit gerechnet, dass du dich in einen anderen Mann verliebst.
43:45Ich hab mich nicht verliebt.
43:47Du hast mich die ganze Zeit zurückgewiesen.
43:49Ich war einfach so allein.
43:50Deshalb musstest du gleich.
43:51Du hast mich betrogen.
43:53Ich weiß überhaupt nicht, wie ich dir noch vertrauen soll.
44:00Du, warte doch.
44:03Lass sie noch alleine.
44:07Vielleicht ist das ja der richtige Zeitpunkt für mich auszubrechen, neu anzufangen.
44:13Das meinst du jetzt nicht wirklich, oder?
44:18Christoph, ich liebe dich.
44:21Jetzt gibt's Hühnchen.
44:23Warte.
44:38Danke fürs Bringen.
44:41Hast du jetzt noch Dienst?
44:43Nein.
44:45Aber du fährst jetzt noch ins Krankenhaus?
44:49Ja.
44:51Ist das nicht ziemlich lächerlich?
44:53Ich meine, das hier ist dein Zuhause.
44:58Ja, vielleicht ist das lächerlich.
45:02Wir haben sozusagen stundfreie Gute.
45:16Sollten wir ihn auch machen?
45:17Ja, gerne.
45:20Das ist süß.
45:30Das ist ja der Stephansdom.
45:32Das war auch immer unser Traum.
45:34Da wollten wir immer mal hinfahren.
45:34Weißt du noch?
45:36Nein.
45:37Wo hast du denn hier her?
45:39Ähm, ich...
45:40Berghof?
45:44Ja, Christoph, ich...
45:48Komm, Susanne, das führt hier zu nichts.
45:49Bitte, das tut mir jetzt leid.
45:50Das ist jetzt...
45:51Ich hätte einfach wissen sollen,
45:52dass ich hier nicht mit reinkomme.
45:53Nein, entschuldige.
45:53Das ist jetzt wirklich ein Missverständnis.
45:55Komm, jetzt lauf doch nicht gleich hier weg.
45:57Das ist wirklich...
45:57Du verstehst das völlig falsch.
46:15Das ist mir jetzt egal, was Fehrmann sagt.
46:17Das kommt jetzt weg.
46:18Ich habe Dr. Fehrmann heute noch gar nicht gesehen.
46:21Ist er auf Dienstreise?
46:23Nicht, dass ich wüsste.
46:25Ich glaube nicht, dass die beiden noch was voneinander wollen.
46:27Tja, wenigstens ist man den beiden keiner eingegangen.
46:31Was aber nicht viel über die Lebensqualität aussagt.
46:34Schauen Sie mal.
46:35Die beiden machen doch aus der Not eine Tugend.
46:39Naja.
46:41Der Alltag schweißt zusammen.
46:44Ähm, ich glaube, ich gehe jetzt mal lieber.
46:46Nein, nein, bleiben Sie ruhig.
46:51Ich habe am Flughafen auf dich gewartet.
46:54Bitte nicht.
46:56Na, letztlich ist es ganz gut, dass du nicht gekommen bist.
46:59So hat sich das ganze Wochenende Zeit, mich einzuarbeiten.
47:03Einzuarbeiten?
47:04Ich bin zum kommissarischen Direktor an Land worden.
47:07Was?
47:08Und was ist mit Fehrmann?
47:10Die Staatsanwaltschaft findet gerade sein Büro.
47:13Wegen dieser Spendengeschichte?
47:15Ja.
47:15Das können die doch nicht machen.
47:18Verstehst du nicht, was das bedeutet?
47:20Das ist ein Zeichen, glaubst du nicht?
47:22Ein Zeichen? Wofür?
47:23Ich werde zur Direktor in Leipzig.
47:26Ich meine, mehr Stabilität, mehr Kontinuität geht doch gar nicht.
47:29Das ist es doch, was du von mir verlangst.
47:31Ich habe nie was von dir verlangt.
47:32Jetzt ist alles so, wie du es dir wünschst.
47:39Das ist das, was ich mir wünschst.
48:15Untertitelung. BR 2018
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