- vor 2 Tagen
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00:54Ich weiß ja nicht, was dein Vater gerne liest, aber wenn er sagt spannend, wie könnte da was dabei sein?
00:59Ich nehme es mit in die Klinik.
01:00Das kann ich doch machen. Ich war gleich nach der Schule hin.
01:02Bitte?
01:04Was, Dorjewski?
01:05Schuld und Sühne, das ist Weltliteratur, mein Schatz. Stopp.
01:08Und das findet ihr spannend?
01:10Absolut.
01:10Gut. Opa liest aber Föller auf. Ich frag mal aus, was der so hat.
01:14Yes.
01:15Denk dran, der muss sich noch schonen.
01:17Also zu mir hat er gesagt, er steht auf Action. Tschüssi.
01:20Rebecca kennt deinen Vater wohl besser als wir beide.
01:23Ich bin so froh, dass du nicht aufgegeben hast, bevor ich mich mit ihm ausgesprochen habe.
01:27Dafür bin ich dir unendlich dankbar.
01:28Kommen Sie her, Doktor.
01:30Wir sind Patientensatzen.
01:32Ja.
01:37Lenz?
01:39Ja, ich komme sofort.
01:42Was ist denn los?
01:43Schwester von der Neurologie.
01:44Ist das mit deinem Vater?
01:46Sie können mir nichts sagen.
01:48Ich hoffe, es ist kein Rückfall.
01:50Ich komme nicht.
01:51Nein, verdammt, ruhig in den Zoo.
01:53Ich muss erst mal wissen, was los ist.
02:16Das Beut ist stark geschwollen und die Zitzen sind entzündet.
02:21Es ist klar, dass sie das Kleine wegstößt.
02:23Es tut ihr einfach weh.
02:26Sie drückt auch noch die Milch nach.
02:28Das verursacht noch mal zusätzliche Schmerzen.
02:31Soll ich sie abmelken?
02:32Ja, das könnte helfen.
02:33Aber ob sie das zulässt?
02:35Sie reagiert ja so schon auf jede Berührung.
02:37Sie ist sowieso ein Wunder, dass sie uns so nah an sich heranlässt.
02:40Ich kann es ja probieren.
02:41Solaika kennt uns ja.
02:42Ja, aber sie hat doch schon schlechte Erfahrungen mit uns gemacht.
02:45Wieso?
02:46Ach, das war bei der Geburt des Kleinen.
02:47Erstens kam er zu früh und dann blieb er auch noch im Geburtskanal stecken.
02:50Das hat ihm natürlich nicht gefallen.
02:52War ziemlich extrem.
02:54So, wir geben ja ein Oxytocin-Präparat mit anhaltiger Wirkung,
02:59ein Antibiotikum und ein Analgetikum gegen die Schmerzen und das Fieber.
03:03Na, hallo, Baba.
03:05Jetzt komm mal her, ja.
03:07Ja.
03:10Jetzt müssen Sie sich aber sofort die Hände waschen.
03:13Der Bursche hat eine Pilzinfektion an den Maulschleimhäuten.
03:16Von da hat sich seine Mutter auch die Mastitis geholt.
03:18Das hätten Sie mir auch gleich sagen können.
03:21Und was wird jetzt aus ihm?
03:22Er wird regelmäßig mit einem Antibiotikum behandelt.
03:25Das ist besser als gleich großes Geschütz aufzufahren.
03:28Braucht er die Muttermilch überhaupt noch?
03:30Eigentlich ist er schon alt genug und wird mit weichem Heu zugefüttert.
03:33Trotzdem wäre es gut, wenn Solaika ihn so bald wie möglich wieder an ihr Euter ließe.
03:37Das erspart ihr und uns das Ausmerken von Hand.
03:40Und wenn wir ihn gleich ganz absetzen?
03:42Sie wollen ihn doch nicht etwa noch immer für den Streichelzoo.
03:45Doch, natürlich will ich das.
03:48Der Streichelzoo ist eine ganz besondere Attraktion für unsere Kinder und sichert nicht zuletzt unsere Einnahmen.
03:53Warum sperren Sie sich immer wieder dagegen?
03:56Ich sperre mich nur dagegen, wenn es sich um exotische Tiere handelt.
03:59Die haben da nichts zu suchen.
04:00Außerdem ist sie nicht gesund.
04:02Ist das Ihr letztes Wort, Frau Dr. Mertens?
04:06So leid es mir tut.
04:08Ich sehe mir die Milchprobe gleich mal an.
04:10Wenn Sie sie schon mal rüberbringen, mache ich.
04:13Jetzt bekommt Solaika Ihre Spritze.
04:15Ich finde, der Streichelzoo ist wirklich gut besetzt.
04:20Wir brauchen doch nicht noch einen Vorzeigestar, der am Halsband durch die Gegend geführt wird.
04:24Oder?
04:25So.
04:27Halten Sie sie.
04:29So.
04:30Solaika.
04:31Alles gut.
04:33Ja.
04:34Okay.
04:40Ich habe gestern so auf dich gewartet.
04:42Warum hast du mich wenigstens angerufen?
04:44Es tut mir leid, aber ich bin einfach nicht weggekommen.
04:46Machst du das mit all deinen Frauen so?
04:48Wahrscheinlich bin ich nur ein Abenteuer für dich.
04:50Nein, das bist du nicht.
04:52Versehen wir uns heute Abend.
04:54Gut, ich hole dich ab.
04:55Aber nicht vergessen.
04:57Tschüss.
04:59Tschüss.
05:25Lenz?
05:26Ich bin's.
05:27Weißt du schon was?
05:29Nein, noch nicht.
05:30Ich komme auch nicht vorwärts.
05:31Die Innenstadt ist total dicht.
05:32Ich melde mich.
05:34Ja?
05:38Sie fressen wieder.
05:39Und wie?
05:40Na wunderbar.
05:41Dann hat sich die Foto-Umstellung wenigstens gelohnt.
05:44Und die Fastentage zweimal die Woche.
05:50Ja?
05:51Frau Dr. Merton, Sie müssen ganz schnell kommen.
05:53Bei den Erdmännchen ist die Hölle los.
05:55Ja, komm.
05:55Ich bin sofort da.
05:57Das Alpha-Männchen wird angegriffen.
06:00Dann nehmen Sie ihn aus dem Gehege, sonst beißt ihn sein Rivale tot.
06:14Sie wissen ja gar nicht, was in den letzten Wochen hier los war.
06:17Das werde ich Ihnen alles noch erzählen.
06:18Dr. Fehrmann.
06:21Sie haben Besuch, Dr. Fehrmann.
06:23Aha.
06:28Annette, schön, dass Sie mal vorbeischauen.
06:32Wie geht's denn so?
06:33Oh, danke.
06:34Frau Wittig, machen Sie uns doch bitte eine Tasse Kaffee.
06:36Aber gern.
06:37Und zwei Stück Zucker.
06:39Richtig.
06:40Das macht das Studium.
06:42Kommen Sie.
06:51Und?
06:53Na ja, ich habe mir wohl ein bisschen zu viel zugetraut mit dem Studium.
06:59Das ist alles so viel Theorie.
07:02Und wahrscheinlich ist Wissenschaft einfach nicht richtig mein Ding.
07:05Sie wollen doch nicht etwa abbrechen.
07:08Am liebsten würde ich zurückkommen.
07:10Annette, ich würde Sie liebend gerne wieder beschäftigen.
07:13Aber Ihre alte Stelle ist inzwischen besetzt, das wissen Sie doch.
07:16Aber ich könnte auch wieder als Tierpflingerin arbeiten.
07:18Sie haben bei Dr. Mertens eine Menge gelernt.
07:21Und mit Ihrer Beurteilung können Sie sich in jeder Tierarztpraxis und in jedem anderen Zoo bewerben.
07:26Bitteschön.
07:28Danke.
07:30Bitteschön.
07:32Danke.
07:37Aber hier, hier kenne ich doch alle.
07:41Die Kollegen, Conny, Frau Dr. Mertens, die Tiere.
07:47Ich habe mich hier so wohl gefühlt.
07:48Es tut mir wirklich leid, Annette.
07:51Aber im Moment kann ich da wirklich nichts machen.
07:54Haben Sie doch ein bisschen mehr Selbstvertrauen.
07:56Sie wollten Tierärztin werden.
07:58Und Sie können das.
08:00Das weiß ich.
08:15Das ist das Alpha-Männchen und der Angreifer ist sein Sohn.
08:18Er will jetzt einfach ran an die Chefin des Clans.
08:20Ja, das hat er jetzt wohl auch geschafft, ne?
08:23Hat dich dein Sohn vom Thron gestoßen.
08:24Und ihn ganz schön übel zugerichtet.
08:26Ah, das sieht nicht gut aus.
08:29Also hier kann er nicht bleiben.
08:31Bringen Sie ihn rüber in die Praxis, das sehe ich mir genauer an.
08:51Entschuldigung, wissen Sie, wo mein Vater ist?
08:52Ist er denn nicht in seinem Bett?
08:54Nein.
08:55Vielleicht ist er zur Therapie.
08:57Ja, aber der Schrank ist ausgeräumt.
08:58Sie müssen doch wissen, wo er ist.
08:59Ich habe gerade erst meinen Dienst angetreten.
09:02Fragen Sie doch mal eine Stationsschwester.
09:04Danke.
09:09Die Bisswunden sind ziemlich tief.
09:12Aber wir müssen zum Glück nicht nähen.
09:14Und worum ging der Streit?
09:16Bei den Erdmännchen ist eigentlich das dominante Weibchen der Chef.
09:19Das greift eigentlich keiner an.
09:22Aber das Männchen, das den Nachwuchs zeugen darf.
09:25Auf den Posten sind alle scharf.
09:28Und was wird, wenn er wieder gesund ist?
09:30Naja, zurück zu den anderen kann er jedenfalls nicht mehr.
09:32Die lassen ihn dann nicht in Ruhe.
09:35Ist ja gut.
09:37Also muss man ihn isolieren.
09:39Auf gar keinen Fall.
09:40Erdmännchen sind Rudeltiere.
09:42Da würde er eingehen.
09:45So.
09:46Na mein Schatz, gleich sind wir fertig.
09:48Und jetzt geben Sie dem armen Kerl ein bisschen was von seinen Lieblingsspeisen.
09:52Vielleicht frisches Obst, Mehlwürmer.
09:55Mach ich.
09:58Okay.
09:59Tja, mein Lieber.
10:01Das ist der Gang der Dinge.
10:02Bei euch im Tierreich genauso wie bei uns Menschen.
10:05Jeder hat seine Zeit.
10:06Und wenn die vorbei ist, dann heißt es Platz machen.
10:11Frau Doktor Mertens kann sich schon mal warm anziehen.
10:16Guck mal her.
10:18Vielleicht hilft das gegen deinen Brust.
10:24Na, kennst du mich noch?
10:27Ach, ich vermisse euch jetzt.
10:29Ich nehm.
10:30Hi Annette.
10:32Heimweh.
10:33Wollt noch mal gucken.
10:35Und?
10:35Wie läuft es an der Uni?
10:38Alles okay?
10:39Es waren noch schöne Zeiten, als du hier warst.
10:41Ich finde es ja immer noch traurig, dass du weg bist.
10:44Kleine Rundfahrt gefällig?
10:46Ach, das ist doch bestimmt zu tun.
10:47Na komm, so viel Zeit muss sein.
10:51So, und nun erzähl mal.
10:54Irgendwas ist doch mit dir.
11:07Papa?
11:08Hallo.
11:10Was machst du hier?
11:11Ich habe mich selbst entlassen.
11:13Du hast was?
11:14Eine Unterschrift, Herr Dr. Lenz.
11:15Du hast mich doch gehört.
11:17Ich habe mich selbst entlassen.
11:19Dann kannst du mir mal sagen, was das soll.
11:22Ich bin fit.
11:23Ich langweile mich.
11:25Du hattest einen Schlaganfall.
11:27Leichte Durchblutungsstörungen und vorübergehende Koordinationsprobleme.
11:31Aber wenn ich weiter im Bett liege und mich nicht bewege, wird das auch nicht besser.
11:34Ja, dann mach deine Krankengymnastik.
11:36Da draußen ist ein Paar.
11:36Hier bist du unter ärztlicher Aufsicht.
11:39Christoph.
11:40Ich bin selber Arzt.
11:41Ich weiß, was mir gut tut.
11:43Ach, sag mal deine Werte.
11:44Hey.
11:47Die sind nicht gerade berauschend.
11:49Aber im grünen Bereich.
11:50Ich will nach Hause.
11:51Alles andere grenzt an Freiheitsberaubung.
11:55Gut, aber dann kommst du vorübergehend mit zu uns und wir organisieren deine Betreuung.
11:59Betreuung?
12:00Bin ich ein Pflegefall?
12:02Mein Gott, ich will, dass du regelmäßig deine Therapien machst.
12:04Ja, das hört sich schon anders an.
12:07Ja, siehst du?
12:08Das kommt alles nur von der Rumliegerei.
12:11Willst du es dir nicht nochmal überlegen?
12:13Gehen wir.
12:14Dann kommst du mit auf meine Station.
12:16Alleine lasse ich dich nicht gehen.
12:17Komm.
12:23Komm, mach's mal.
12:24Komm.
12:27Mach mal.
12:28Sagen Sie, Frau Dr. Mertens, ich hab da mal nachgelesen.
12:32Pilzbefall bei einem so jungen Kamele, das kann ja sehr problematisch sein.
12:35Aber es soll ja auch jetzt eine Impfung dagegen geben.
12:37Ja, die hat unser Patient ja auch gekriegt.
12:40Aber Sie sehen ja, es gibt keine Garantie.
12:43Sie haben gesagt, er hat einen schweren Start, weil es ein Frühchen war?
12:48Ja, indirekt wohl auch.
12:49Aber wir hatten Schwierigkeiten, ihn mit dem Kolostrum zu versorgen, mit der Erstmilch.
12:54Die hätte unser kleiner Alibaba so dringend gebraucht, um nötigen Abwehrstoffe zu entwickeln.
12:59Ich weiß, hatte die Mutter keine Milch.
13:02Doch schon, aber der Milchfluss kam nur sehr langsam in Gang.
13:06Außerdem, eine Kamelmutter kümmert sich erst um ihr Fohlen, wenn es auf eigenen Beinen steht.
13:12Und Alibaba war einfach zu schwach und kam nicht an ihr Euter.
13:15Ist ja gut, Schatz.
13:16Also hat er gar keinen Immunschutz.
13:17Ich habe ihm ein Blutserum von seiner Mutter gespritzt, aber das ist natürlich auch nicht ideal.
13:24Du reißt dich doch mal zusammen.
13:27Wenn ich dir tut doch niemand was.
13:28Ich denke, das reicht für heute schon.
13:30Ja, fein, mein Süßer.
13:31Gut gemacht.
13:32Wir wollen doch nur dein Bestes.
13:34Also Frau Dr. Mertens mit dem Melken, das wird nichts.
13:36Ja, das habe ich mir schon gedacht.
13:38Was machen wir nur mit dir, Solaika?
13:40Ich habe meine Geschichte aus der Mongolei gehört.
13:42Da hat jemand in seiner Kamelstute was vorgefiedelt.
13:45Das klang so traurig, da hat die geweint.
13:48Und dann hat sie ihr Kleines wieder trinken lassen.
13:51Dann nehmen Sie morgen doch Ihre Geige mit.
13:53Ich habe doch nur eine Mundharmonika.
13:55Ja, probieren Sie es doch mit der.
13:57Wir werden es weiter konventionell versuchen und wenn irgendwas ist...
14:00Rufe ich Sie an, wie immer.
14:02Okay.
14:07Sagen Sie mal, Conny, als das Kamel auf die Welt kam und nicht trinken wollte,
14:11warum hat der Dr. Mertens nicht Cholestralmilch von einem anderen Tier gegeben?
14:15Von einer Ziege oder einer Kuh?
14:17Sowas hat doch jede Zootierarztpraxis vorrätig.
14:20Warum wollen Sie denn das wissen?
14:22Na so, das interessiert mich eben als Tierärztin.
14:26Müssen Sie Frau Dr. Mertens schon selber fragen?
14:41Du bleibst erst mal hier, bis du hier auf dem Posten bist.
14:44Ich freue mich, dass ich dich sowieso nicht gerne.
14:47So habe ich mir das Alter immer vorgestellt.
14:49Mobil und selbstbestimmt.
14:51Du, ich will dich nicht bevormunden.
14:53Mein Zuhause ist in Magdeburg.
14:54Da will ich so schnell wie möglich hin.
14:57Mir geht es doch wieder gut.
14:58Ja, aber erst mal solltest du dich ausruhen und dich vor allem nicht übernehmen.
15:06Dass ich mich noch mal von meinem Sohn beim Muttern lassen muss.
15:09Wer hätte das gedacht?
15:13Ich kann nicht hierbleiben.
15:16Wieso nicht?
15:17Du, wir können das hier gerne ein bisschen umgestalten.
15:19Darum geht es doch gar nicht.
15:20Ich brauche was zum Anziehen.
15:21Ich habe nur das, was ich am Leibe trage.
15:23Dann brauche ich meinen Rasierapparat.
15:24Gut, dann gib mir den Schlüssel.
15:26Ich fahre nach Magdeburg und hole deine Sachen.
15:28Ich fahre nach Magdeburg.
15:44Ich fahre nach Magdeburg.
15:58Ich fahre nach Magdeburg.
16:02Genau, ist doch okay, oder?
16:03Gin.
16:04Er sagt, es ist gut für die Gefäße.
16:06Ja, meinetwegen. Aber nur den einen.
16:08Rebecca.
16:09Ja, ich weiß. Er muss sich ein bisschen schulen.
16:12Ich wäre dir dankbar, wenn du immer mal wieder nach ihm siehst.
16:14Und wenn irgendwas ist, sagst du mir oder Susanne Bescheid, ja?
16:16Ja, klar.
16:21Ah, meine Zimmernachwahl sind an dem Willkommensdruck.
16:26Ich bin wieder da.
16:29Was macht dein Vater?
16:30Er ist in Jonas' Zimmer.
16:32Wie geht's ihm?
16:34Er behauptet ausgezeichnet.
16:39Ah, deine Eltern haben geschrieben.
16:42Deine Mutter aus Rom, dein Vater aus China. Klingt alles sehr erfreulich.
16:47Ich muss noch mal weg.
16:48In die Klinik?
16:49Nein, nach Magdeburg. Mein Vater braucht ein paar Sachen. Aber ich bin abends wieder da.
16:54Ich komm mit. Ich sag nur noch kurz guten Tag.
17:11Ja, ich sag nur noch mal.
17:13Ich sag nur noch nie, ich sag nur noch mal weg.
17:53Musik
17:56Immer noch keinen Feierabend.
17:58Gott, hast du mich erschreckt.
18:01Entschuldige.
18:02Ich muss noch etwas für Frau Dr. Mertens erledigen.
18:05Wie lange brauchst du noch?
18:07Circa eine Stunde.
18:09Sag mal, warum reitet sie eigentlich derart darauf rum, dass das Kamel vorhin bei seiner Mutter bleiben soll?
18:15Ich finde ja, du hast total recht mit deinem Tierkindergarten.
18:18Es wäre unter ständiger Kontrolle, die Nahrung wird zubereitet und so etwas wie der Pilz wäre gar nicht erst vorgekommen.
18:26Frau Dr. Mertens ist die zuständige Tierärztin.
18:29Ruf mich an, wenn du fertig bist.
18:31Ruf mich an, wenn du fertig bist.
18:59Ruf mich an, wenn du fertig bist.
19:24Komm mal her.
19:27Ja, lecker.
19:30Das ist lecker.
19:33Ja, fein.
19:35Mmh.
19:38Ja.
19:40Ja.
19:48Musik
20:27Der bewohnt nur noch diesen Bereich hier.
20:29Das Schlafzimmer oben sieht auch völlig ungenutzt aus.
20:32Das Haus ist riesig.
20:34Ich kann auf keinen Fall hier bleiben. Das hält er niemals in Schuss.
20:37Das Beste wäre, er zieht ganz nach Leipzig.
20:41Zu uns?
20:44Ja, vorläufig zumindest. Er braucht jemanden, der sich um ihn kümmert.
20:50Aber so eng habe ich mir die Beziehung zu meinem Vater nicht vorgestellt.
20:54Er hat doch nur noch uns.
20:56Ich weiß. Fehlt noch was?
20:59Vielleicht siehst du noch mal oben bei den Krawatten nach. Da war ich mir nicht so sicher.
21:02Aber ich.
21:04Vielleicht habt ihr denselben Geschmack.
21:06Seh mal nach.
21:32Ich will nicht, dass sich mein Vater alleine fühlt.
21:35Ich möchte, dass er das Gefühl hat, dass wir für ihn da sind.
21:38Für Rebecca wäre es bestimmt auch schön, wenn ihr Großvater bei uns lebt.
21:41Ja, du hast ja recht.
21:43Aber ich muss mich erst an den Gedanken gewöhnen, dass er nicht nur unser Gast ist.
21:47Außerdem wollen wir ein Kind adoptieren.
21:49Das kann ja lustig werden.
21:51Drei Generationen unter einem Dach und mittendrin ein kleiner Knips, der durch die Gegend rennt.
22:01Und morgen machen wir zusammen Bio, ja?
22:03Da kannst du mir bestimmt auch helfen.
22:05Ich denke, das ist ein bisschen durch bei Stoff- und Energiewächse.
22:09Photosynthese und so.
22:10Da werde ich ja wohl noch mal in die Bücher gucken müssen.
22:13Das kannst du doch auswendig.
22:15Nachher bestimmt.
22:18Komm, Herfi.
22:20Wir haben gerade zusammen Hausaufgaben gemacht.
22:22Ist alles okay mit Opa.
22:25Deine Sachen sind da.
22:26Schön.
22:27Danke dir.
22:31Dein Haus ist ja riesig.
22:33Wie willst du denn da in Zukunft klarkommen?
22:36Das ist doch allein meine Sache, oder?
22:39Entschuldige.
22:40Ich meine ja nur, du hast ja schon vor deinem Schlaganfall nur noch zwei Zimmer bewohnt.
22:43Meinst du, das wird jetzt besser?
22:46Mit ein bisschen Gymnastik und einer schönen Flasche Rotwein werden meine Gefäße schon durchlässiger.
22:52Bin ja noch keine 100.
22:53Aber 20 bist du auch nicht mehr.
22:55Aber du machst dir doch was vor.
22:57Ich kann das ja verstehen, niemand ist gerne auf Hilfe angewiesen.
23:00Aber jetzt so zu tun, als sei alles bestens, da blendest du doch einfach was aus.
23:03Und selbst wenn, ich wüsste nicht, was dich das angeht.
23:10Ich würde verstehen, wenn du Angst hast.
23:12Ich war in der Chirurgie und nicht in der Psychiatrie, mein Sohn.
23:17Ich mach mir doch einfach nur Sorgen, nicht nur über deinen körperlichen Zustand, sondern wie du das alles verkraftest.
23:21Falls du mir eine Depression einreden willst, bin ich weg.
23:25So schnell kannst du gar nicht gucken.
23:27Das will ich doch gar nicht.
23:31Auf jeden Fall Susanne und ich, wir haben uns überlegt, ob du nicht vielleicht zu uns...
23:36Und wenn du nochmal davon anfängst, fahr ich sofort nach Magdeburg.
23:41Mir wird kühl.
23:43Ja, dann komm mit rein.
23:44Nein, ich bleib noch ein bisschen draußen.
23:46Die frische Luft tut mir gut.
23:48Gut.
23:49Und hör auf, mir Probleme einzureden, die ich nicht habe.
23:52Du bist Kinderarzt und kein Psychologe.
23:55Ich hab das verstanden.
24:07Und? Freut er sich?
24:10Kann man so nicht sagen.
24:12Der blockt mich total ab.
24:14Ist richtig aggressiv, spielt den Unverwüstlichen.
24:17Kannst du dir das erklären?
24:19Nein.
24:20Ich hab einfach nur ein ungutes Gefühl.
24:23Will er jetzt bei uns bleiben oder nicht?
24:27Sieht nicht so aus.
24:28Der will zurück in seine Villa.
24:38Ich hätte eben doch nicht nur auf meine Mutter hören sollen.
24:41Den Kontakt zu ihm ablehnen.
24:50Manche Dinge kann man einfach nicht nachholen.
24:54Ich weiß noch, dass wir oft segeln waren.
24:56Er hatte ein Boot.
24:59Und an meinem 14. Geburtstag sollte ich zum ersten Mal ans Steuer.
25:03Ich konnte die Nacht davor vor Aufregung gar nicht schlafen.
25:08Dann hab ich den ganzen Tag am Bootshaus auf ihn gewartet, bis es dunkel wurde.
25:17Aber er kam nicht.
25:22Meine Mutter sagte mir dann, dass er am besten geblieben war.
25:29Ein 14. Geburtstag.
25:33Das war so ziemlich der schlimmste Tag in meinem Leben.
25:47Na, immer noch Zweifel an meinen Fähigkeiten?
25:51In welcher Beziehung?
25:54In jeder Beziehung.
25:57Ich glaube, wir werden noch viel Spaß miteinander haben.
26:04Sag mal, hast du Frau Dr. Martens eigentlich gefragt, was sie vorhat, wenn sie ein Kind adoptiert?
26:09Bleibt sie dann zu Hause?
26:10Sie will sich entschweigen.
26:14Meine Bewerbung ist schon geschrieben.
26:17Ich mag ehrgeizige,
26:20engagierte Frauen.
26:22Und ich mag Männer, die wissen, was sie wollen.
26:24Ich mag sie, was sie wollen.
27:02Alibaba?
27:06Das kann doch wohl nicht wahr sein.
27:11Die Bisswunden verheilen ja ganz gut.
27:13Hey, ist gut.
27:15Aber er ist sehr einsam.
27:17Er frisst kaum, bewegt sich nicht.
27:22Na, komm mal.
27:25Vielleicht sollten wir ihn doch wieder in die Anlage setzen.
27:28Einen Teil abtrennen und ein Gitter dazwischen setzen.
27:30Nein, das hilft nicht.
27:31Er braucht direkten Kontakt zu seinen Artgenossen.
27:34Und wenn wir ein Weibchen dazusetzen?
27:36Vielleicht muttert ihn das auf.
27:38Ganz bestimmt.
27:39Aber zwei Gruppen auf einer Anlage, das funktioniert nicht.
27:43Und wenn wir Dr. Fehrmann fragen,
27:44ob er eine zweite Anlage genehmigt?
27:47Ich kann Ihnen sagen, was er davon hält.
27:49Na?
27:50Kein Platz, kein Geld.
27:54Obwohl, wenn Sie ihn fragen,
27:57Sie haben bestimmt mehr Glück.
28:00Frau Dr. Mertens, das Kamelfolge ist weg.
28:03Was?
28:03Das ist im Tierkennergarten.
28:06Wieso das denn?
28:08Dr. Fehrmann hat sich das doch so gewünscht.
28:11Na ja, ich hätte es Ihnen schon noch erzählt.
28:13Ich fasse es nicht, Frau Sommer.
28:15Das Tier ist krank.
28:16Was ist, wenn sich ein Kind infiziert?
28:17Sind Sie denn verrückt geworden?
28:23Ach, was machen die denn hier mit dir?
28:25Du willst bestimmt wieder zurück zu deiner Mutti.
28:28Muss ich Sie wirklich noch daran erinnern,
28:30dass das Tier eine Mykose hat?
28:31Und das ist alles andere als ratsam,
28:33es in den Streitel zuzubringen,
28:34wo es Kontakt zu Kindern hat?
28:35Jetzt beruhigen Sie sich erst mal.
28:37Ich habe keine Ahnung,
28:38wie das Tier hierher kommt.
28:39Ach ja?
28:40Dann fragen Sie doch Ihre Frau Sommer.
28:42Die hat sich ausdrücklich auf Sie berufen.
28:45Erstens ist das nicht meine Frau Sommer.
28:48Und zweitens würde ich so eine Verlegung
28:50ohne Ihre Zustimmung niemals veranlassen.
28:52Ihr stimmt das nicht, Frau Dr. Mertens.
28:55Na wunderbar.
28:58Ali Baba hat sich erbrochen.
29:00Schauen Sie sich das mal an.
29:02Komm mal her, lass dich ansehen.
29:11Der Panzen arbeitet nicht.
29:15Sag mal, was hast du denn gefressen?
29:17Frau Sommer, wo wollen wir denn hin?
29:21Frau Dr. Mertens hat noch eine Frage an Sie.
29:24Was haben Sie dem Tier denn zu fressen gegeben?
29:27Milch?
29:28Milchersatzpulver und Entstärkungsmittel.
29:31Entstärkungsmittel?
29:32Ja, ich habe ihm Rindercholestralmilch gegeben.
29:35Zur Aktivierung der Abwehrkräfte.
29:37Aufgrund der Unterversorgung nach der Geburt.
29:40Wollen Sie es umbringen?
29:43Er braucht sofort Flüssigkeit und zwar so viel wie möglich.
29:47Was haben Sie sich bloß dabei gedacht?
29:49Sie müssten doch wissen, dass die Wirkstoffe der Cholestralmilch
29:52nur in den ersten beiden Lebenstagen aufgenommen werden können.
29:55Ja, das weiß ich.
29:56Ich weiß aber auch, dass die Erstmilch
29:57einen höheren Energiegehalt hat als alles andere.
30:00Außerdem haben Sie den auch Vorrat in der Praxis.
30:03Warum haben Sie den nicht benutzt?
30:04Weil der Schluckreflex noch nicht vollständig ausgebildet war.
30:07Verdammt nochmal, wie komme ich dazu,
30:09Ihnen alles von A bis Z zu erklären.
30:11Lesen Sie doch nach in der Krankendatei.
30:13Wenn Sie hier fertig sind,
30:14will ich Sie beide in meinem Büro sehen.
30:19Mir reicht es langsam.
30:32Hi!
30:33Hallo!
30:34Du bist bestimmt Lars.
30:36Und Sie sind Rebeccas Opa?
30:38Ja.
30:39Sie hat mir schon von dir erzählt.
30:41Ich glaube, sie mag dich.
30:44Sie sind übrigens ein paar Thriller für Sie.
30:46Oh, danke.
30:47Das ist sehr nett.
30:48Bringt Sie doch Rebeccas.
30:49Sie ist oben auf Ihrem Zimmer.
30:51Okay.
30:51Wiedersehen.
30:52Tschüss.
30:54Ja, sehr brav.
30:56Schön hierbleiben.
31:03Hey Lars.
31:04Hey.
31:05Wie bist du denn hier reingekommen?
31:06Hab deinen Opa gerade getroffen.
31:08Wo?
31:09Vor dem Haus.
31:10Erst zum Taxi.
31:11Zum Taxi?
31:17Opa!
31:19Bleib hier!
31:25Mist.
31:32Was ist denn passiert?
31:33Rebeccas Lenz, ich möchte meinen Vater sprechen.
31:36Bitte, es ist dringend.
31:37Ich sollte auf ihn aufpassen.
31:38Und jetzt ist er einfach abgehauen.
31:41Papa?
31:42Sei mir nicht böse.
31:42Ich kann nichts dafür.
31:43Aber Opa ist weg.
31:44Mit einem Taxi.
31:46Nein, ich weiß nicht wohin.
31:47Da stand auf dem Taxi eine Nummer drauf.
31:49Also ich meine nicht das Nummernschild.
31:50Eine Telefonnummer oder sowas.
31:52War da eine Telefonnummer auf dem Taxi?
31:55Ich glaube...
31:5843311.
31:58Last of Us war 43311.
32:0043311.
32:01Nein, 41133.
32:04Gehört.
32:0441133.
32:0641133.
32:07Danke an das Mathechen.
32:07Ich rufe da jetzt an und versuche rauszukriegen, wo er hinwollte.
32:10Gut.
32:11Tschüss.
32:18Dr. Lenz.
32:19Vor ein paar Minuten hat ein Mann bei Ihnen ein Taxi bestellt.
32:22Matthias Lenz, das ist mein Vater.
32:25Hat er vielleicht angegeben, wo er hinwollte?
32:27Vielleicht nach Magdeburg?
32:29Ich weiß, dass Sie keine Angaben machen dürfen.
32:31Aber ich bin Arzt.
32:31Mein Vater hatte einen Schlaganfall und ich muss dringend wissen, wo er hinwollte.
32:37Danke.
32:40Danke.
32:41Danke.
32:42Danke.
32:43Danke.
32:45Danke.
32:56Danke.
33:17Ich hab'n komisches Gefühl.
33:19Ich kann jetzt leider nicht wirklich weg. Brauchst du mich?
33:21Nein, du brauchst nicht mitkommen. Ich bin ja schon unterwegs.
33:25Ich muss ihn jetzt einfach so schnell wie möglich finden.
33:27Ich melde mich wieder.
33:29Ja, bis dann. Ja, tschüss.
33:32Wenn ich irgendwas tun kann.
33:34Nein, bitte nicht!
33:36Mieten Sie nicht, dass Sie langsam genug angerichtet haben?
33:42Hey!
33:43Hey, geht's dir besser, ne?
33:47Haben Sie ihn? Ja. Das ist ja gut.
33:55Der Pansen arbeitet wieder. Na Gott sei Dank. Mensch, hast du mir einen Schrecken
33:59eingejagt. Lassen Sie die Infusion noch durchlaufen und bringen sie ihn dann
34:03rüber zu seiner Mutter. Ich gehe inzwischen mal zu Dr. Fehrmann.
34:41Was machst du hier?
34:44Ach Christoph, was machst du denn hier? Ich dachte... Na was? Egal. Kommst du mit nach Hause?
34:54Ja, aber erstmal muss ich fragen, was man hier für Boote ausleihen kann. Ich wollte dich
34:59nämlich demnächst zu einer Segeltour einladen. Ich bin dir noch ein Geburtstagsgeschenk
35:04schuldig. Seit fast 30 Jahren. Ja. Ja, wie wär's mit heute?
35:12Hast du Lust? Bei dem Wetter? Ja. Wo wir schon mal hier sind. Wir leihen uns Klamotten.
35:20Hä? Okay. Gut.
35:36Ich wusste gar nicht, dass du das kannst. Ja, ich hab's auch ohne dich gelernt. Ja. Ich nehme diesen
35:44Vorfall sehr ernst. Ich erwarte Ihre Stellungnahme. Ich hab da vielleicht einen kleinen Fehler gemacht,
35:50aber ich möchte natürlich auch weiterhin mit Frau Dr. Mertens zusammenarbeiten. Ich habe sehr viel von Ihnen gelernt.
35:56Danke. Aber bei dieser engen Form der Zusammenarbeit muss man sich hundertprozentig aufeinander verlassen können.
36:01Und genau das ist das Problem. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie bei der Verlegung des Fohlens nicht aus
36:07Unwissenheit oder
36:09Leichtfertigkeit gehandelt haben, sondern aus krankhaftem Ehrgeiz. Und dabei ist Ihnen das Schicksal unserer Tiere völlig egal.
36:17Und ob sich einer der jungen Besucher im Streichel zu ansteckt, offenbar auch.
36:21Herr Dr. Fehrmann, ich kann mit Frau Sommer an meiner Seite nicht weiterarbeiten. Entweder Sie oder ich.
36:29Frau Sommer, was sagen Sie zu diesen Vorwürfen?
36:32Sie wollten doch, dass das Kamelfohlen in den Streichelzoo verlegt wird. Was ich übrigens immer noch für richtig halte.
36:38Frau Dr. Mertens hat das verweigert.
36:40Es geht nicht um Weigern. Es geht darum, verantwortungsvoll zu handeln. Und zwar gegenüber Mensch und Tier.
36:46Genau das kann ich mit Ihnen an meiner Seite nicht garantieren. Sie waren von Anfang an gegen meine Einstellung.
36:52Aber egal. Ich war immer für den Zoo da. Im Gegensatz zu Frau Dr. Mertens, die ständig irgendwelche Privattermine hat.
36:59Frau Dr. Mertens hat Ihr Berufs- und Privatleben immer zu meiner Zufriedenheit trennen können.
37:05Ich habe Ihren Wunsch erfüllt. Vielleicht mit den falschen Mitteln. Aber auf mich können Sie sich verlassen, Herr Dr. Fehrmann.
37:12Ich stehe auf Ihrer Seite.
37:14Frau Sommer, darum geht es jetzt nicht. Sie haben dem Fohlen eigenmächtig Rinder-Kolostralmilch gegeben und damit das Leben des
37:23Tieres aufs Spiel gesetzt.
37:25Aber das war nicht der einzige Vorfall. Letztlich ist es meine Pflicht, dafür zu sorgen, dass niemand zu Schaden kommt.
37:32Keiner meiner Mitarbeiter, keines meiner Tiere und auch keiner der Besucher.
37:38Ich will nicht, dass sich so etwas wiederholt. Ich denke, es ist das Beste, wenn wir unsere Zusammenarbeit beenden.
37:46Frau Sommer, Sie können gehen.
37:50Du willst mich entlassen?
37:52Ja, Sie können Ihre Papiere holen.
37:56Wirklich schade um die Zeit, die ich mit dir vergeudet habe.
38:22Schönen Tag noch, Frau Sommer.
38:33Ich wusste, dass sie ehrgeizig ist.
38:36Aber ich habe das für einen Vorteil gehalten.
38:40Dass sich die Dinge so entwickeln, habe ich auch nicht geahnt.
38:43Und ich dachte, ich kann mich auf meine Menschenkenntnis verlassen.
38:48Ich war da wohl nicht ganz objektiv.
38:55Ich brauche eine neue Assistentin.
39:00Sieht ganz so aus.
39:16Wieso hast du mir damals nichts gesagt?
39:19Hast du mir nicht vertraut?
39:21Doch.
39:22Aber die hätten dich ausgequetscht,
39:25bis du ihnen alles erzählt hättest.
39:27Dann wäret ihr dran gewesen.
39:30Das hätte ich mir nie verziehen.
39:38Kannst du dir vorstellen, bei uns zu wohnen?
39:40Für immer.
39:41Ist das deine Idee oder die von Susanne?
39:44Wir wollen das beide.
39:47Das ist sehr lieb von euch.
39:49Aber ich will zurück nach Magdeburg.
39:51Da ist mein Zuhause.
39:53Und da sind meine ehemaligen Patienten.
39:56Und da gibt es eine Seniorenresidenz.
39:59Da habe ich mich schon vor Jahren angemeldet.
40:01Für den Fall aller Fälle.
40:04Und jetzt ist es ja vielleicht so weit.
40:10Weißt du, Christoph,
40:11ich bin überglücklich, dass es euch gibt.
40:14Aber ich bin nun mal ein alter Sturkopf,
40:16der seine eigenen Wege gehen muss.
40:23Ach, übrigens,
40:25ich habe da ein einsames Erdmännchen,
40:27das dringend ein neues Zuhause braucht.
40:29Kein Problem.
40:31Wie? Kein Problem.
40:32Trotz Platzmangel und knapper Kasse?
40:35Das lassen Sie mal meine Sorge sein.
40:38Okay.
41:07Ja, du.
41:17Also, wenn du mal groß bist,
41:20sieh dich bloß vor den Frauen vor.
41:22Ja.
41:24Ja.
41:31Hey, du bist grün.
41:33Ach so, Moment.
41:33Mo.
41:34Hey.
41:36Du kannst dir sicher sein,
41:37und wir werden das Seniorenheim
41:38genau unter den Lüter nehmen.
41:39Ja, wenn es uns nicht gefällt,
41:41dann nehmen wir mich sofort wieder mit nach Hause.
41:43Ja, Fondue kriegst du da bestimmt nicht.
41:45Ach, was auch.
41:46Versprich uns,
41:46dass du uns so oft wie möglich besuchen kommst.
41:48Ihr werdet euch noch wundern,
41:50wie oft ich hier antanze.
41:51Ich mache jetzt aber keine Drohung, ja?
41:53Und von hier nach Magdeburg
41:54ist es ja auch nicht weit.
41:56Und wenn ich dann mein Moped habe,
41:57komme ich dich ganz oft besuchen.
41:58Genau.
41:59Moment mal, was für ein Moped?
42:00Ja, das dauert ja noch drei Jahre.
42:02Und wenn du dann kommst,
42:03dann feiern wir mit den anderen alten Knackerern
42:05eine richtig wilde Party.
42:06Da bin ich ja mal gespannt.
42:09Ihr habt mir eine unglaublich große Freude gemacht,
42:13mit eurer Einladung bei euch zu wohnen.
42:16Das heißt ja wohl,
42:17ihr habt mich aufgenommen.
42:20Du gehörst zur Familie.
42:22Aber da ist auch noch mehr.
42:23Man kann mit seiner Familie
42:24ja auch Pech haben, nicht?
42:27Aber ihr habt mir etwas zurückgegeben,
42:29was ich schon fast verloren hatte.
42:31die Lust am Leben.
42:35Und wir werden dafür sorgen,
42:36dass das auch so bleibt.
42:38Darauf wollen wir trinken.
42:40Und auf die Gefäßerweiterung.
42:42Und auf die...
42:43Alles.
43:08Das ist vorläufig dein neues Reich,
43:11du alter Kämpfer.
43:15Mal sehen Sie,
43:16er ist wieder putzmunter.
43:18Und es kommt
43:20noch besser.
43:22Tja,
43:23ein Erdmännchen braucht auch
43:25eine Erdmännchenfrau.
43:26Die ihm sagt,
43:28wo es lang geht.
43:29Ja,
43:30das ist bei den Frauen,
43:31bei den Erdmännchen mal so.
43:33Wem sagen Sie das?
43:41Wem sagen Sie das?
44:10Also doch kein Flaschenkind.
44:13Nein.
44:14Endgültig nein.
44:16Und wie gehst du im Erdmännchen?
44:17Hat es sich langsam eingelebt?
44:19Den habe ich mit seiner neuen
44:20im Bau verschwinden sehen.
44:22Die arbeiten wahrscheinlich
44:23schon an ihrem neuen Volk.
44:25Naja,
44:26manchmal gehen Palastre-Wolken
44:28auch glücklich aus.
44:30Manchmal auch nicht.
44:32Ich muss Ihnen aber
44:34noch eine traurige Mitteilung machen.
44:36Ich habe mich wirklich
44:37nach Kräften bemüht,
44:38eine neue Tierarzthelferin
44:40für Sie zu finden.
44:41Bis jetzt leider
44:42ohne Erfolg.
44:43Aber
44:44ich könnte Ihnen
44:47mit der Alten dienen.
44:48Annette!
44:50Hallo!
44:51Ich freue mich!
44:53Es hat mich wirklich
44:54sehr viel Überredungskunst gekostet
44:56und sie hat zäh verhandelt.
44:57Aber eine bessere
44:58kann ich Ihnen nicht bieten.
44:59Sie ist die Beste!
45:01Ich freue mich!
45:02Und was macht das Studio?
45:04Das war nicht so mein Ding.
45:06Conny, sehen Sie mal,
45:07wer hier ist.
45:08Annette ist wieder im Team.
45:10Da freue ich mich aber.
45:11Komm her, meine Kleine.
45:14Ich mache gleich mal einen Rundgang.
45:16Wollen Sie mitkommen?
45:17Gerne!
45:18Na, pute!
45:20Na, pute!
45:22Ach, Herr Dr. Fehrmann,
45:24ist doch irgendwie ulgig.
45:26Erst kürzlich war er nicht
45:27bei mir im Zoo
45:28und hat ihr Leid geklagt,
45:30dass ich so gerne
45:31wieder bei uns anfangen möchte
45:33und dass Sie ihr abgesagt haben.
45:36Herr Weidner?
45:39Ich kann schweigen.
45:41Mhm.
45:54Ja, folgt mir.
45:57So, das ist nun mein neues Zuhause.
46:01Ja, ist doch ganz schön.
46:02Ja, das ist ganz schön.
46:06Ah, Dirk!
46:07Dr. Lenz!
46:08Hallo!
46:09Ich habe schon gehört,
46:10dass Sie kommen.
46:11Ich war eben noch in Ihrem Appartement.
46:13Alles tiptop.
46:14Ja, schön.
46:15Ja, das ist Dirk,
46:16mein persönlicher Assistent.
46:18Mein Sohn,
46:18Entschuldigung,
46:19meine Gefährtin.
46:21Darf ich?
46:21Ja, gerne.
46:22Danke.
46:23Ihr Vater war mein Kinderarzt.
46:25Ja, ja, Masern, Mumps,
46:26nicht?
46:26Ein gebrochenes Bein,
46:27das Übliche.
46:28Und die verstopften Nasennebenhöhlen.
46:30Aber die haben Sie Gott sei Dank
46:30wieder hingekriegt.
46:31Ah, ich habe ja gewusst,
46:32dass ich dich noch mal brauche.
46:34Na, wen haben wir denn da?
46:35Günther!
46:37Matthias, altes Haus.
46:39Hallo, Günther.
46:40Es wird aber auch Zeit,
46:41dass du dich blicken lässt.
46:42Ja.
46:42Wir haben schon mit Achtung
46:43lässt uns zum Stich.
46:45Ich habe es schon zum Kreuz.
46:46Im Freutchen,
46:47da schauen wir uns nach ihr mal an.
46:49Hallo, Herr Erika.
46:50Seien wir uns aber.
46:52Hallo.
46:53Das wird eigentlich Spaß.
46:53Danke, gut.
46:54Ich konnte es kaum erwarten,
46:57Sie zu sehen.
46:59Wir freuen uns auch.
47:10So wie es aussieht,
47:11fühlt er sich hier sehr wohl.
47:13Sagen müssen wir uns
47:14jedenfalls keine machen.
47:15Nein.
47:31Wir freuen uns auch.
47:32Wir freuen uns auch.
47:45Wir freuen uns auch.
47:47Wir freuen uns auch.
47:50Vielen Dank.
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