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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:01Hagen und Hines, Sven, was machst du da?
00:03Ich will mich in den Knast bringen. Was machst du hier? Komm runter.
00:06Ich will dich zum Haftrichter begleiten.
00:08Hagen, ich bin deine Anwältin.
00:13Bitte, Hagen, ich kann dir helfen.
00:15Ich habe deinen Kommissar niedergeschlagen. Was glaubst du, was jetzt passiert?
00:18Hagen, wenn du jetzt fließt, dann werden dich alle für schuldig halten an Helenas Tod.
00:21Wenn ich bleibe auch.
00:22Nein, das stimmt nicht. Dafür werde ich sorgen.
00:26Zu spät.
00:27Nein, Hagen, bitte warte!
00:29Hören Sie zu, ich weiß, wir beide stecken da drin.
00:32Also, ich werde alle Hebel in Bewegung setzen, um den Ritter zu finden.
00:35Wir brauchen den als Sündenbock.
00:40Sophie, ich will einfach nur, dass du vorsichtig bist.
00:41Du darfst der Brück nicht sagen, was du planst.
00:43Natürlich, ich bin deine Anwältin und ich werde alles streng vertraulich behandeln.
00:51Du hast mich geführt.
00:53Bitte mehr auch.
00:56Du musst überlegen, was wir als nächstes tun.
00:58Du kannst unmöglich hierbleiben.
01:00Die Polizei ist da und die umstellen das Haus.
01:10Hey, what you looking for?
01:17No one has the answer.
01:19They just want more.
01:24Hey, who's gonna make it right?
01:32This could be the first day of my life.
01:41Die Polizei? Woher weiß die Polizei, dass ich hier bin?
01:43Das ist doch jetzt völlig egal. Du musst hier raus.
01:45Nur du und Konrad wussten, dass ich hier bin.
01:46Als du von meinem Verstecker fährst, taucht dir die Polizei auf.
01:48Was willst du denn damit sagen, dass ich dich verraten habe?
01:51Das traust du mir wirklich zu?
01:52Könnt ihr das bitte einander mal klären, weil jeden Augenblick nämlich die Polizei hier drin stehen wird?
01:55Okay, es gibt nur eine Möglichkeit. Ich gehe nach oben und halte sie auf und ihr versucht in der Zwischenzeit
01:59irgendwie aus diesem Haus zu kommen.
02:00Sophie, bist du sicher?
02:01Ja, gib mir eine Minute.
02:05Hagen?
02:05Ja, ich weiß, ich habe ihr Unrecht getan.
02:21Was hat denn der Polizist vor Ihrer Tür zu suchen?
02:24Der Mann soll dafür sorgen, dass mir nichts zustößt.
02:27Was soll Ihnen denn hier in Ihrem Büro zustoßen?
02:29Ich bin mir irgendwo sicher, seit dieser gemeingefährliche Rechtsverdreher mir nach dem Leben trachtet.
02:34Sie meinen Hagen Ritter?
02:36Und ob ich Hagen Ritter meine, dieser Wahnsinnige, hat mich im Lanzino angegriffen.
02:41Ich habe davon gehört, ich dachte, er sei festgenommen worden.
02:43Ja, das wurde er auch. Aber er ist geflohen.
02:47Die Polizei wird ihn bestimmt bald finden.
02:49Das glaube ich kaum.
02:52Aber Sie sind doch bestimmt nicht hierher gekommen, um sich mit mir über die Unzulänglichkeiten unserer Polizei zu unterhalten.
02:57Das stimmt. Ich wollte mit Ihnen über die Harald-Becker-Stiftung sprechen.
03:01Ah, das trifft sich gut. Darüber wollte ich auch mit Ihnen sprechen.
03:05Lösen Sie die Stiftung auf.
03:08Wie bitte?
03:09Sie haben mich richtig verstanden. Die Stiftung verschlingt zu viel Geld.
03:14Ich dachte, wir wären uns einig, dass der Imagegewinn unbezahlbar ist.
03:17Ja, ganz genau. Unbezahlbar.
03:20Ich würde es für einen schweren Fehler halten, die Stiftung aufzugeben.
03:24Im Gegenteil, ich wollte Ihnen einen Vorschlag machen, wie wir die Stiftung stärken und zugleich effizienter verwalten können.
03:31Na, da bin ich aber gespannt.
03:33Ich würde mit Ihr Erlaubnis gerne jemanden für die Leitung einstellen.
03:37Ich selbst bin als Geschäftsführer vollkommen ausgelastet und kann mich daher nicht genug um die Stiftung kümmern.
03:43Na, das kostet ja noch mehr Geld.
03:44Ich hätte da schon einen geeigneten Kandidaten im Auge, beziehungsweise eine Kandidatin.
03:50Sagen Sie bitte jetzt nicht Nora.
03:52Ich weiß, dass Sie beide so etwas wie ein Paar sind, aber das ist noch lange kein Grund, ihr wieder
03:56eine Aufgabe in der Manufaktur zu geben.
03:58Ich hatte eigentlich an Luisa Maywald gedacht.
04:00Ihre Noch-Ehefrau. Liegt sie Ihnen zu sehr auf der Tasche?
04:05Luisa ist zuverlässig, engagiert und absolut vertrauenswürdig.
04:09Ich weiß nicht.
04:11Ich würde ihr gerne so schnell wie möglich eine Zusage machen.
04:15Ich werde drüber nachdenken.
04:16Aber als...
04:17Ich habe gesagt, ich werde drüber nachdenken.
04:46Gut, dann gehe ich heute noch zu Henning und sage ihm, dass ich den Job bei der Harald-Becker-Stiftung
04:51annehmen werde.
04:52Mach das.
04:54Bist du dir wirklich sicher?
04:55Du musst dir vor allem sicher sein.
04:57Das stimmt, aber...
04:58Du hast gesagt, du brauchst eine neue Aufgabe und prompt bekommst du eine. Das ist doch alles bestens.
05:04Will ich da nicht einen gewissen Unterton?
05:08Nein, hörst du nicht.
05:11Gut, dann sind wir uns ja einig.
05:13Ist ja auch dumm, von mir zu denken, du könntest ein Problem damit haben, dass ich bei Henning arbeite.
05:17Was hältst du davon, wenn wir einfach nicht mehr drüber sprechen?
05:19Von Henning? Oder von meinem Job?
05:21Vielleicht von beiden?
05:25Wir beide sollten so etwas wie einen Nicht-Ankrufspakt schließen.
05:28Aha, und wie sieht das aus? Ich darf mich nicht mehr mit Henning prügeln.
05:31Zum Beispiel?
05:33Und was noch?
05:34Wir sind nicht mehr eifersüchtig.
05:37Beziehungsweise, wir lassen uns nicht mehr von Nora und Henning zur Eifersucht anstacheln.
05:41Das ist eine gute Idee.
05:43Manchmal habe ich gute Ideen.
05:44Manchmal ja.
05:45Was soll das jetzt heißen?
05:46Na, manchmal heißt eben manchmal und nicht immer.
05:47Ich höre ihn doch schon wieder.
05:48Wie?
05:49Diesen Ton.
05:49Das kann nicht sein, wirklich. Du verhörst dich.
05:54Gut. Wann hatte ich das letzte Mal keine gute Idee?
05:58Als du Henning geheiratet hast, zum Beispiel.
06:03Das habe ich aus Liebe zu dir getan.
06:06Das würde ich an deiner Stelle auch sagen.
06:18Guten Tag, Kripo-Falkenthal-Kommissar Delbrück.
06:21Der Herr des Hauses ist zu sprechen.
06:22Herr von Weiden ist nicht da.
06:24Es besteht der dringende Verdacht, dass sich ein gesuchter Krimineller hier bei Ihnen im Haus aufhält.
06:28Hier im Haus? Das ist ausgeschlossen.
06:30Naja, ich möchte mich davon aber gern selber überziehen.
06:32Dann müssen Sie auf Herr von Weiden warten.
06:35Oh, Sophie.
06:36Ganz so schnell, würde ich sagen.
06:38Was für eine Überraschung.
06:41Ich riegel das, Katharina. Danke.
06:44Sophie, du möchtest doch nicht wieder polizeiliche Ermittlungen beenden.
06:47Wie meinst du denn das?
06:50Sophie, ich habe dir und haben schon so oft geholfen.
06:53Ich habe immer meinen Kopf hingehalten für deinen Liebsten.
06:56Ja, Jan, das weiß ich.
06:57Und dafür bin ich dir auch dankbar.
06:59Dann mach uns doch jetzt keine Schwierigkeiten.
07:00Wir wollen uns nur ein bisschen umsehen.
07:01Ich fürchte, da kann ich dir leider nicht helfen.
07:04Ich werde aber auf deine Hilfe nicht angewiesen sein.
07:07Dann nehme ich an, dass du diesmal einen Durchsuchungsbefehl vorlegen kannst.
07:23Ja, und jetzt?
07:24Die Tür führt nach draußen.
07:30Siehst du, da steht überall Polizei.
07:32Verdammt, dann stehen die auch vor allen anderen Ausgängen.
07:34Na, dann sitzen wir jetzt schön in der Falle.
07:38Es war dann, wenn ihr in den Geheimgang.
07:39Den Geheimgang?
07:40Ja, es gibt da einen oben im ersten Stock in der Bibliothek.
07:43Der führt nach draußen.
07:44Die haben hier einen Geheimgang?
07:45Woher weißt du das denn?
07:46Das erzähle ich dir ein anderes Mal.
07:47Jetzt müssen wir erstmal in die Bibliothek.
07:48Ja, und wo ist die?
07:50Hör dem Flur, die Treppe hoch.
07:51Und wenn die Polizei schon vor der Haustür steht?
07:53Er sei es, ist der einzige Weg.
07:56Na, dann hoffen wir mal, dass Sophie es schafft, sie aufzuhalten.
07:58Los jetzt.
08:02Und, was sagst du?
08:03Ich werde dazu gar nichts sagen.
08:05Erst einmal werde ich diesen Durchsuchungsbefehl dazu kommen.
08:08Bitte bitte, der Befehl ist echt.
08:10Ja, das werden wir zwei zusammen rausfinden, und zwar vor der Tür.
08:14Habe ich auch nichts dagegen?
08:17Du wirst einsehen, dass ich deine Jungs in der Zwischenzeit hier nicht alleine im Haus lassen kann?
08:21Die Herren möchten bitte draußen warten.
08:28Sofie, du solltest unsere Freundschaft jetzt nicht überstrapazieren.
08:32Mein lieber Jan, das hat gar nichts mit unserer Freundschaft zu tun, sondern lediglich mit beruflicher Sorgfalt.
08:39Nach dir.
08:47Und?
08:48Jetzt, einen Moment, bitte.
08:52So, jetzt?
08:54Gleich.
08:54Ja, ich habe mir unrecht getan.
08:56Sag mal, Sophie, was brauchst du da so lange?
08:58Kannst du mir bitte eine Minute Zeit geben?
09:02Das kann doch wohl nicht wahr sein.
09:04Da stehen gerade mal vier Zeilen drauf.
09:05Was gibt es denn da zu prüfen?
09:06Wenn du mich nicht andauernd unterbrechen würdest, dann wäre ich schon längst fertig.
09:36Ach, Tobias, unser Kurzurlaub war wunderbar.
09:40Ja, ich bin auch gern länger geblieben.
09:43Besonders das Frühstücksbuffet wird mir fehlen.
09:45Mein Gott, war das lecker.
09:47Ja, das war auch ein bisschen gefährlich.
09:49Ja, obwohl du dich ja besser zurückgehalten hast als ich.
09:53Wahrscheinlich sind das deine guten Manieren.
09:55Die haben dich sehr beeindruckt.
09:57Ja.
09:59Besonders hat mich beeindruckt, wie du mir an einen Mantel helfen wolltest, der mir gar nicht gehört hat.
10:03Siehst du, der Nachhilfeunterricht von Herrn Adam war wirklich Gold wert.
10:08Hat keinen Spaß gehabt, ne?
10:10Stimmt.
10:14So, jetzt hat uns bald der Alltag wieder.
10:17Ja.
10:19Und der Prozess wegen des Unfalls von Frau Bernstein steht uns jetzt auch bevor.
10:24Gute, da will ich jetzt gar nicht dran denken.
10:27Du wirst sehen, es wird sich alles aufklären.
10:29Du bist nicht schuld an dem Unfall, auch wenn du der Fahrer des Wagens warst.
10:33Die Bremsen waren kaputt und damit basta.
10:36Ja, hoffentlich sieht das der Staatsanwalt auch so.
10:39Das muss er.
10:40So.
10:42Ein bisschen freue ich mich auch schon.
10:43Auf zu Hause.
10:45Ich mich auch.
10:46Hast du was dagegen, wenn ich kurz das Radio anmache?
10:48Ich wollte mir den Verkehrsfunk anhören.
10:49Nein, mach ruhig.
10:58Weiter geht's mit Musik von...
11:01Nein, Entschuldigung.
11:04Gerade erreicht uns eine Eilmeldung der Polizei.
11:06In Falkental ist ein Straftäter entflohen.
11:09Der Mann, der im Zusammenhang mit einem Gewaltverbrechen gesucht wird,
11:13ist circa 1,70 Meter groß, hat kurze, dunkle Haare und gilt als gefährlich.
11:18Ich möchte mir mein Urlaubsgefühl nicht kaputt machen
11:21und schon wieder an Mord und Totschlag denken.
11:25Tobias, bitte.
11:30Wir fahren zum Hotel zurück, hm?
11:32Gute Idee.
11:42Rote Rosen, hm?
11:49Damit wäre ja alles klar.
11:52Was wäre damit klar?
11:53Dass Jens es ernst meint.
11:55Ein bisschen zu ernst für meinen Geschmack.
11:57Wie meinst du das denn?
12:00Er ruft ständig an und will sich mit mir treffen.
12:02Und selbst wenn ich ihm sage, dass ich keine Zeit habe,
12:04er lässt einfach nicht locker.
12:05Das zeigt doch nur, dass er dich mag.
12:07Nein, das zeigt, dass er nicht zuhört.
12:09Wenn ich ihm sage, ich muss fürs Abi lernen, dann muss ich lernen.
12:11Vielleicht will er sich mit den Blumen ja auch für seine Hartnäckigkeit entschuldigen.
12:15Dann hat er aber eindeutig die falschen Blumen ausgesucht.
12:17Vielleicht hat er sich nichts dabei gedacht.
12:19Also wenn ein Mann einer Frau Rote Rosen schenkt,
12:21dann sollte er sich schon was dabei denken.
12:23Der Mann hat Lissi Blumen geschenkt.
12:24Er tut dir so, als hätte er sonst was angetan.
12:26Ja, da hast du auch wieder recht.
12:27Es gibt wirklich was Schlimmeres als Rote Rosen.
12:32Warten wir es ab.
12:33Wenn er sich mit den Blumen tatsächlich bei mir entschuldigen will,
12:35wird er ja in Zukunft ein bisschen zurückhaltender sein.
12:46Ja, bitte.
12:49Hallo.
12:50Störe ich?
12:52Luisa?
12:52Nein, gar nicht.
12:56Keine Angst, ich habe Nora nicht im Schrank versteckt.
12:59Das wäre auch albern.
13:00Ziemlich.
13:02Die Geschichte neulich hier im Büro, ich meine mit Nora und mir.
13:05Na ja, du weißt ja, wie das ist, wenn man frisch verliebt ist.
13:07Ja.
13:09Das mit Nora und dir ist eure Sache.
13:10Das geht mich nichts an.
13:12Bitte.
13:13Und was kann ich für dich tun?
13:15Ich habe nochmal über dein Angebot, die Stiftung zu leiten, nachgedacht.
13:19Das freut mich.
13:20Und zu welchem Schloss bist du gekommen?
13:22Ich nehme den Job an.
13:24Oh.
13:26Das ist ja eine Überraschung.
13:28Also wenn du noch willst, dass ich hier arbeite.
13:31Natürlich will ich das, ich bitte dich.
13:33Aber es gibt ein Problem.
13:34Nein, wie kommst du darauf?
13:37Das Angebot steht noch.
13:39Und ich würde mich freuen, wenn du die Stelle annehmen würdest.
13:42Gut.
13:44Dann werde ich alles veranlassen, dass ein Arbeitsvertrag aufgesetzt wird.
13:48Schön.
13:49Darf ich fragen, wie es kommt, dass du dich umentschieden hast?
13:52Ich habe einfach nochmal über alles nachgedacht.
13:55Und mit Simon gesprochen, nehme ich an.
13:57Ja, ich habe auch mit Simon gesprochen.
13:58Wir sind zusammen und manchmal reden wir auch miteinander.
14:01Dann hat er also nichts dagegen, dass du und ich...
14:05Du und ich?
14:07Naja, dass wir zusammenarbeiten werden.
14:09Warum sollte ihm das was ausmachen?
14:12Du hast doch selbst gesagt, wir werden kaum miteinander zu tun haben.
14:15Na, ab und zu schon.
14:17Immerhin musst du mir regelmäßig Bericht erstatten,
14:19was die Stiftung für Fortschritte macht.
14:22Komm, wir sind erwachsen.
14:23Wir werden mit der Situation umgehen.
14:25Meinst du nicht?
14:26Doch, natürlich.
14:27Ich freue mich jedenfalls riesig auf die Zusammenarbeit.
14:30Ich mich auch.
14:33Also dann...
14:34Ich würde sagen, ich rufe dich an, sobald alles geregelt ist.
14:39Gut, dann...
14:40Bis dann.
14:41Bis dann.
14:56Keine Sorge, ich bin nicht hier, um Ihnen Angst einzujagen.
15:01Ich habe keine Angst.
15:03Dafür gibt es ja wohl kaum einen Grund.
15:06Ich meine, warum sollten Sie mir Angst einjagen?
15:09Sie meinen jetzt, wo Sie Luisa und mich nicht mehr erpressen?
15:12Oder haben Sie sich schon etwas Neues einfallen lassen?
15:15Nein, lassen Sie mich raten.
15:16Ich soll jetzt Nora heiraten.
15:19Soweit ich weiß, ist Nora zurzeit ganz gut versorgt.
15:23Das neue Trompaar, Henning und Nora.
15:25Neidisch?
15:27Worauf?
15:27Ich bin glücklich verliebt.
15:29Hm, wie schön für Sie.
15:32Darf man trotzdem fragen, was Sie hierher in die Manufaktur verschlagen hat?
15:36Ich hole Luisa ab.
15:38Sie führt gerade ein Gespräch mit Henning wegen Ihrem neuen Job.
15:41Ah, für die Leitung der Harald-Becker-Stiftung.
15:44Genau.
15:47Sie wäre ja geradezu prädestiniert für den Posten.
15:49Immerhin hat sie ihren Vater auf dem Gewissen und fühlt sich seinem Erbe in ganz besonderer Weise verpflichtet.
15:55Sie wissen ganz genau, dass es ein Unfall war.
15:58Allerdings habe ich Herrn Reichenbach noch kein grünes Licht gegeben, die Stelle überhaupt zu besetzen.
16:04Aber Henning hat ihr den Job bereits angeboten?
16:06Das war wohl etwas voreilig.
16:09Herr Reichenbach scheint ja wirklich viel daran zu liegen, Luisa einzustellen.
16:13Er hat schon früher mit ihr zusammengearbeitet und kennt ihre Fähigkeiten dahin ganz genau.
16:17Darauf wette ich.
16:20Ja, offensichtlich kann er sich nicht so leicht von ihr trennen, wie er vorgibt.
16:23Wovon, also wenn ich Sie fragen darf, hängt denn Ihre Entscheidung ab, ob Luisa die Stelle bekommt?
16:28Nun, das sind sehr komplexe Entscheidungsprozesse.
16:31Ah, tatsächlich.
16:32Aber manchmal werfe ich auch einfach nur eine Münze.
16:35Ich verstehe.
16:36Ja, doch.
16:44Sag mal, Jan, wie kommst du eigentlich überhaupt auf die Idee, dass Hagen hier ein Brotshaus sein soll?
16:49Es ist nur so eine Ahnung.
16:52Und aufgrund einer Ahnung stellt dir der Staatsanwalt einen Durchsuchungsbefehl aus.
16:57Du glaubst dir wirklich, dass ich dir das abnehmen soll, oder?
16:59Na gut, ich hatte einen konkreten Hinweis.
17:02Hättest du vielleicht auch die Güte, mir zu sagen, was für ein konkreter Hinweis das war?
17:07Gut, ich bin dazu zwar nicht verpflichtet, aber ich werde dir meinen guten Willen demonstrieren.
17:11Es war reiner Zufall und ein Kollege von mir hat gehört, wie du dich mit der Schwester des Gesuchten im
17:16Barneys unterhalten hast.
17:18Wie bitte?
17:20Ja, wie gesagt.
17:21Du hast mich beschatten lassen?
17:22Es war reiner Zufall.
17:25Nun, dann hat sich dein Kollege wohl verhört.
17:28Ich habe nämlich keine Ahnung, wo Hagen sich aufhält.
17:30Gut, und was machst du dann hier?
17:32Richard von Weiden ist ein guter Freund von mir.
17:35Sie möchten bitte draußen weitersuchen, ja?
17:40Du hältst dich also öfter im Haus von guten Freunden, auch wenn die nicht da sind.
17:45Jetzt lass mich doch erst mal gucken, ob die Luft rein ist.
17:48Aber wir eilen dich.
17:49Ja doch!
17:59Hey, Sieh, Moment!
18:05Bernd, bitte, was tust du da?
18:07Das ist halt nur so eine Idee.
18:08Ja, weil Hagen sich sicherlich hinter einem Regal versteckt hat, nicht wahr?
18:18Ah, was ist das denn?
18:24Sieh mal einer an.
18:28Wer ist davon gewusst?
18:30Bitte dich, Sophie, woher denn?
18:32Ich gehe da jetzt rein.
18:33Du wartest hier.
18:39Wissen Sie, wie froh ich bin, dass Sie da sind?
18:40Ich brauche nämlich Ihre Hilfe.
18:41Mich hat gerade fast ein Mann umgerannt.
18:43Und das könnte der geflohene Häftling gewesen sein.
18:46Jetzt mal ganz ruhig, junge Frau.
18:47Wie sah der Mann denn aus?
18:48Also, wie ein Verbrecher, der hatte so einen finsteren Blick und diesen verschlagenen Gesichtsausdruck, äh, kriminell.
18:56Und der ist in diese Richtung gelaufen.
19:12So, jetzt beeil dich.
19:15Hagen!
19:20Und danke für den verschlagenen Gesichtsausdruck.
19:35Wir sind die Allerschnellsten, das wissen Sie doch.
19:38Ja, wir können ja mal eine Wette abschließen.
19:41Wir sind gleich bei Ihnen.
19:43Auf Wiederhören.
19:45Hier müsstest du gleich auch noch hin.
19:48Alles klar, ich muss sowieso in die Ecke.
19:52Und? Gibt's schon was Neues vom Rosenkavalier?
19:55Nein.
19:56Ich bin selbst ganz überrascht.
19:58Keine Anrufe, kein SMS, gar nichts.
20:01Aber das ist doch eigentlich ein gutes Zeichen, oder nicht?
20:04Vielleicht habe ich mir Unrecht getan.
20:06Wenn man euch so reden hört.
20:09Was?
20:11Nachdem Jens dir Blumen geschickt hat, da habt ihr das Schlimmste von ihm gedacht.
20:14Und jetzt, wo er sie nicht mehr meldet, ist er plötzlich wieder ein netter Kerl.
20:16Ich meine, sollte das normalerweise nicht umgekehrt sein?
20:19Normalerweise schon, aber Jens war eben in letzter Zeit ein bisschen zu hartnäckig.
20:23Aha.
20:24Ich dachte, Frauen mögen es, wenn man um sie kämpft.
20:26Ja, das mögen wir auch, aber wir wollen selber entscheiden, wer um uns kämpft und mit welchen Mitteln.
20:30Und vor allem, wann der Kampf wieder vorbei ist.
20:32Und ganz wichtig ist, dass der Mann zuhört, was die Frau sagt und dass er sich auch daran hält.
20:36Manche Männer denken nämlich, dass Frauen sich in verschlüsselten Geheimcodes ausdrücken.
20:40Wenn sie Ja sagen, meinen sie eigentlich Nein.
20:42Und wenn sie nächste Woche sagen, meinen sie eigentlich schon heute Abend.
20:44Aber es ist ganz einfach.
20:46Ihr sprecht die gleiche Sprache wie wir.
20:48Ihr braucht ja keinen Dolmetscher, ihr müsst uns einfach nur zuhören.
20:50Ich weiß das.
20:51Mir müsst ihr das nicht erklären.
20:52Ja, das stimmt.
20:54Bei deinen letzten Ernährungsversuchen, da warst du so vorsichtig, dass ich schon dachte,
20:57ich muss dir was in deinen Drink mixen.
21:01Naja.
21:02Jedenfalls hat Jens jetzt seine Lektion gelernt.
21:08Sieht ganz so aus.
21:09Tschüss.
21:23So, in diesem Gang ist er nicht.
21:27Er muss also noch im Haus sein.
21:28Du hast wirklich keine Ahnung, wo er sich aufhält?
21:32Sag mal, du willst mich jetzt hier ernsthaft beschuldigen,
21:34dass ich absichtlich die Ermittlungen der Polizei behindere?
21:41Entschuldige bitte.
21:42Delbrück?
21:43Grabenberg hier.
21:44Ah, Herr Staatsanwalt, hallo, ja.
21:46Ich verstehe.
21:47Sie können dich freisprechen.
21:48Das ist korrekt.
21:50Dann beantworten Sie mir nur eine Frage.
21:52Haben Sie ihn?
21:54Noch nicht, aber wir durchsuchen gerade ein Objekt
21:56und ich bin mir ziemlich sicher, dass sich der Gesuchte hier aufhält.
21:58Hoffentlich haben Sie recht.
22:00Sophie, was ist denn hier los?
22:01Ich komme nach Hause und das ganze Haus ist voller Polizisten,
22:03die alles auf den Kopf stellen.
22:04Ja, die Polizei glaubt, dass sich Hagen hier aufhält.
22:08Wie kommt ihr denn auf die Idee?
22:09Das musst du Herrn Delbrück schon selbst fragen.
22:11Herr Staatsanwalt, es tut mir leid, ich muss jetzt wirklich aufhören.
22:14Ähm, Moment mal, habe ich richtig gehört?
22:17Sie sind bei Richard?
22:18Ja, genau, Herr Staatsanwalt.
22:19Ich wünsche Ihnen dann einfach noch einen guten Tag.
22:21Sie glauben also, Hagen hat sich im Gutshaus versteckt?
22:24Auf Wiederhören.
22:28Dagen Sie mal, was hat das zu bedeuten?
22:29Wie kommen Sie auf die Idee, dass Hagen sich hier aufhalten könnte?
22:32Herr van Weiden, ich behaupte doch nicht, dass Sie Herrn Ritter versteckt halten.
22:35Es kann ja auch sein, dass er sich ohne Ihr Wissen hier aufhält.
22:38Hör Sie zu, ich wohne hier, ja.
22:39Nichts in diesem Haus geschieht, ohne dass ich davon ab...
22:42Was ist das denn hier?
22:46Sie kennen diesen Gang nicht?
22:48Ich sehe ihn zum ersten Mal.
22:51Hast du davon gewusst?
22:52Ich? Nein.
22:54Also ich glaube das alles nicht.
22:58Sophie, hast du mal ein Augenblick für mich, bitte?
23:00Natürlich.
23:04Na, da haben Sie sich ja gekonnt, rausgeredet.
23:06Ich weiß nicht, wovon Sie sprechen.
23:08Ach, ich bitte Sie, Frau van Weiden, Sie kennen doch diesen Gang besser als ich und Ihre Mutter.
23:11Aber am besten erzählen Sie es niemandem.
23:13Sonst müsste ich nämlich ausplaudern, dass Sie den Gang auch nicht ganz zufällig gefunden haben.
23:17Ich denke, wir verstehen uns.
23:19Prima.
23:20Dann suchen Sie mal hier einen entlaufenden Häftling.
23:22Die ist er ja wohl offensichtlich nicht.
23:46Guten Tag.
23:47Guten Tag.
23:48Bin ich zu schnell gefahren?
23:50Nein, alles in Ordnung.
23:51Sie führen hier eine Personenverhandlung durch.
23:53Es handelt sich um einen entflorenen Häftling.
23:55Sie haben davon im Autoradio gehört.
23:57Ist der Mann wirklich so gefährlich?
23:58Wir müssen davon ausgehen.
23:59Immerhin hat er einen Polizeibeamten niedergeschlagen.
24:02Oh mein Gott.
24:02Hier ist ein Foto des Gesuchten.
24:05Das gibt es ja nicht.
24:07Das ist ja Herr Ritter.
24:08Sie kennen den Mann?
24:09Ja.
24:10Ja, das ist ein guter Freund meines Arbeitgebers.
24:13Haben Sie irgendeine Ahnung, wo Herr Ritter sich aufhalten könnte?
24:16Also wir kommen gerade aus dem Urlaub.
24:19Wenn Sie ihn sehen oder irgendetwas mitbekommen, was auf seinen Aufenthaltsort hindeutet, dann rufen Sie bitte sofort die Polizei an.
24:25Ja, natürlich.
24:26Dazu sind Sie im Übrigen gesetzlich verpflichtet.
24:29Ist doch selbstverständlich.
24:31Dann noch eine gute Weiterfahrt.
24:32Danke.
24:34Was ist denn hier passiert?
24:35Ja, das freue ich mich auch.
24:54Sie kontrollieren dann bitte noch die Lichtschächte auf der Nord- und Ostseite.
24:57Und genau, nehmen Sie Herrn, den Kollegen Horsinke noch mit, ja?
25:03Und Frau Nowak konnte Ihnen inzwischen bestätigen, dass alles seine Richtigkeit hat?
25:06Ja, scheinbar kann ich Ihnen nicht verbieten, mein Haus zu durchsuchen.
25:09Aber ich muss Sie bitten, das Ganze so schnell wie möglich durchzuziehen.
25:12Meine Tochter ist vor kurzem von Hagenritter angegriffen worden.
25:14Ja, keine Sorge.
25:15Ich tue mein Bestes, um den Flüchtigen zu finden.
25:17Aber dazu muss ich jetzt einfach nur weiterarbeiten.
25:19Wenn Sie mich entschuldigen möchten?
25:20Ja, bitte.
25:21Ähm, ich komme ein bisschen mit.
25:23Nur um sicherzustellen, dass alles mit rechten Dingen zugeht.
25:26Das ist eine gute Idee.
25:28Danke, Sophie.
25:29Gerne.
25:36Entschuldige, ich war nur kurz in meinem Zimmer.
25:37Zum Glück hat die Polizei nicht allzu viel durcheinander gebracht.
25:41Sag mal, Nora, entschuldige, aber hast du wirklich nichts von dem Geheimgang gewusst?
25:45Natürlich nicht.
25:46Ich wohne doch auch erst seit ein paar Monaten hier.
25:50Ich frage mich, wie lange er schon existiert.
25:53Wer ihn angelegt hat und wohin er führt.
25:56Nun, Max, sehe ich mal nach.
25:57Um Gottes Willen, ist doch viel zu gefährlich.
25:59Wer weiß denn, was dahinter steckt?
26:01Ja, du hast recht.
26:05Ob Annabelle davon gewusst hat?
26:07Das kann ich dir wirklich nicht sagen.
26:10Wundern würde es mich nicht.
26:11Nein, mich auch nicht.
26:13Vor allem würde es die Frage aufwerfen, wozu sie ihn genutzt haben könnte.
26:22Was machen denn die vielen Polizisten hier im Haus?
26:25Offenbar sind sie auf der Suche nach Hagen Ritter.
26:28Warum?
26:29Sie verdächtigen ihn, die Bremsleitung an Annabelles Wagen durchgeschnitten zu haben.
26:34Wie bitte?
26:35Ja, sie glauben, dass er Annabelle töten wollte.
26:38Das würde bedeuten, dass er für Helenas Tod verantwortlich ist.
26:41Ja, das würde es bedeuten.
26:42Das glaube ich nicht.
26:43Ja, das klingt für mich auch ziemlich abenteuerlich.
26:45Glaubst du wirklich, dass Hagen Ritter zu sowas fähig wäre?
26:48Nein, eigentlich nicht.
26:49Aber wir beide wissen, wie sehr er Annabelle gehasst hat.
26:52Ja, das ist auch kein Wunder.
26:53Er macht sie für Victorias Tod verantwortlich.
26:55Ja, vielleicht hat er da auch recht.
26:59Trotzdem, das heißt auch noch lange nicht, dass er bereit wäre, sie umzubringen.
27:02Nein, aber wir beide wissen, wie weit Hagen schon einmal gegangen ist.
27:06Vor Gericht, mit dem Meinheit.
27:08Das stimmt.
27:10Trotzdem.
27:11Er war Helenas und Richards Trauzeuge.
27:14Ich weiß.
27:15Also so richtig vorstellen kann ich ihm das auch nicht.
27:19Aber das heißt, dass die Polizei mittlerweile davon ausgeht, dass Helenas Tod kein Unfall war.
27:26Ja.
27:27Vielleicht haben sie neue Erkenntnisse, was den Wagen angeht.
27:31Dann ist Tobias auf jeden Fall entlastet.
27:34Darüber habe ich ja noch gar nicht nachgedacht.
27:36Wenn die Bremsleitungen wirklich durchgeschnitten wurden, dann trifft Tobias als Fahrer keine Schuld.
28:09Die Bremsleitungen wirklich durchgeschnitten wurden, dann trifft Tobias.
28:13Hallo, Lissi.
28:15Ha, so ein Zufall.
28:17Hi.
28:18Hallo, Jens.
28:22Und?
28:24Hast du meine Blumen bekommen?
28:28Ja.
28:29Vielen Dank.
28:34Ich dachte ja eigentlich, dass du dich danach mal meldest.
28:39Na ja, vielleicht warst du ja so beschäftigt.
28:42Ja, ich bin wirklich sehr beschäftigt momentan.
28:44Das habe ich dir ja auch schon am Telefon gesagt.
28:50Wurscht.
28:50Ähm, was willst du trinken?
28:53Danke, ich hab noch.
28:55Kakao?
28:56Also bitte.
28:58Komm, ich bestell dir mein Sekt.
29:00Nein, ich will keinen Sekt.
29:01Ich muss arbeiten.
29:02Das habe ich doch gerade deutlich gesagt.
29:05Na, du wirst doch wohl jetzt nicht da weiterlernen, nachdem ich jetzt da bin.
29:10Das wäre ja ganz schön unhöflich.
29:14Es wäre unhöflich, wenn wir uns hier verabredet hätten.
29:16Haben wir aber nicht.
29:16Was hast du denn so, wo so wichtig ist?
29:19Ich muss für eine Klausur lernen.
29:21Vielleicht kann ich dir ja dabei helfen, oder?
29:23Ich muss noch das ganze Buch durcharbeiten.
29:25Ich weiß nicht, wie du mir dabei helfen könntest.
29:27Ach, komm schon.
29:28Ich freue mich so, dich zu sehen.
29:29Dass ich dich hier treffe, ist das Schönste, was mir heute passieren konnte.
29:32Eine halbe Stunde.
29:34Ich bin ja schließlich extra wegen dir jetzt hierher gekommen.
29:39Wie, du bist jetzt extra wegen mir hierher gekommen?
29:41Ich dachte, du bist zufällig vorbeigelaufen.
29:43Na ja, um ganz ehrlich zu sein, ich habe dich gesucht.
29:47Zuerst wollte ich dich von der Arbeit abholen.
29:49Und dann habe ich erfahren, dass du weg bist.
29:51Und dann habe ich jede Kneipe in Falkenthal nach dir abgeklappert.
29:55Jens?
29:58Also, du verstehst es anscheinend nicht.
30:00Dann muss ich deutlicher werden.
30:01Ich brauche meine Ruhe.
30:03Verstehst du das?
30:04Ich muss arbeiten.
30:07Dann rufe ich dich morgen an?
30:09Nein, du rufst mich morgen nicht an.
30:11Und übermorgen auch nicht.
30:12Und auch nicht nächste Woche.
30:13Ich brauche meine Ruhe.
30:14Abstand.
30:15Verstehst du das nicht?
30:38Dann rufe ich dich.
31:02Was ist denn da draußen los?
31:04Die Polizei sucht Hagen Ritter.
31:07Hier im Haus?
31:08Sieht ganz so aus, oder?
31:15Sag mal, bist du schlecht gelaunt, Liebling?
31:19Wir sind allein. Spare dir dein Süßholzraspeln.
31:21Ich versuche doch nur in der Rolle zu bleiben.
31:24Das machen Schauspieler auch so, habe ich gehört.
31:26Manchmal habe ich echt das Gefühl, dir macht dieses ganze Theater auch noch Spaß.
31:29Ja, wir müssen schließlich überzeugend sein.
31:32Ich fürchte, dadurch wird sich Simon auch nicht wieder an mich verlieben.
31:34Aber wir waren uns doch einig.
31:36Wir haben nur dann eine Chance, Simon und Luisa zurückzubekommen,
31:39wenn es uns gelingt, die beiden dank Simons Einversucht zu trennen.
31:41Und das wird uns nur gelingen, wenn die beiden uns wieder vertrauen.
31:45Deshalb spiele mir Ihnen vor, dass wir ein Paar sind.
31:46Ja, ich habe den Plan schon kapiert.
31:50Ich bin mir nur nicht sicher, ob er funktionieren wird.
31:52Er wird funktionieren.
31:54Luisa hat nämlich doch Ja gesagt.
31:56Ja, wozu?
31:58Zu ihrem Job in der Harald-Bäcker-Stiftung.
32:00Nein, ich dachte, sie hätte beschlossen, noch Abstand zu dir zu bleiben.
32:04Ich habe ihr versichert, dass wir kaum miteinander zu tun haben werden.
32:07Ja, ja, ja, ja.
32:08Und wenn sie erst mal angefangen hat zu arbeiten, dann wird sie schon feststellen,
32:11dass eure Zusammenarbeit doch enger ist, als sie gedacht hat, richtig?
32:14Arbeitsessen.
32:15Oh.
32:15Gemeinsamer Termin.
32:17Vielleicht sogar mit Übernachtung.
32:19Nein, nein, nein, nein.
32:22Ich bin gespannt, wie Simon darauf reagieren wird.
32:25Das könnte funktionieren.
32:26Da wäre ja nur noch eine Kleinigkeit, bei der ich deine Hilfe brauche.
32:29Wenn ich mich dazu nicht wieder halbnackt in dein Büro stellen muss?
32:32Und ich dachte, es hat dir gefallen.
32:33Träum weiter, was willst du?
32:37Deine Mutter ist noch nicht ganz überzeugt von der Idee, Luisa in die Manufaktur zu holen.
32:42Kein Wunder, meine Mutter hasst Luisa.
32:44Und deshalb sollst du sie bitten, Luisa einzustellen.
32:48Wie soll ich das denn anstellen?
32:49Mein Vater hat diese Frau vor kurzem aus dem Gutshaus geworfen, meinetwegen.
32:52Ja, aber sie ist und bleibt deine Mutter. Sie wird dir sicher einen Gefallen tun.
32:55Meine Mutter tut grundsätzlich niemandem einen Gefallen.
32:58Und mir schon gar nicht.
32:59Vergiss es.
33:08Ich frage mich immer noch, wie dieser Kommissar dahinter gekommen ist.
33:12Sie meinen, dass es diesen Geheimgang gibt?
33:14Ja.
33:14Also, wenn ich ihn vorhin richtig verstanden habe, dann hat er ihn zufällig gefunden.
33:19Zufällig?
33:20Und Hagen hat ihn auch zufällig entdeckt.
33:23Warum hat er ihn dann da drin gesucht?
33:26Naja, also ich weiß es auch nicht, Herr van Weiden.
33:30Aber es ist schon merkwürdig, dass wir, die Bewohner dieses Hauses, diesen geheimen Gang noch nicht gefunden haben.
33:36Ich meine, so rein zufällig.
33:39Sagen Sie, glauben Sie denn, dass das stimmt, was man Herrn Ritter vorwirft?
33:46Ich will es nicht glauben, aber ich weiß es auch nicht.
33:49Fakt ist, dass es für meinen Geschmack in dieser merkwürdigen Geschichte verdammt viele Zufälle gibt und sehr wenig Tatsachen.
34:02Und Sophie, du hast wirklich keine Ahnung, wo Hagen Ritter ist?
34:06Ich habe keine Ahnung, wo Hagen sich gerade auffällt, ja.
34:10Gibt's bei Ihnen was Neues?
34:14Haben Sie Neuigkeiten?
34:15Nein, leider nicht.
34:16Im Weinkeller haben wir Spuren gefunden.
34:18Sieht ganz so aus, als hätte da jemand gehaust.
34:21Habe ich doch gewusst, dass er hier war.
34:25So, kommen Sie bitte auch mal her.
34:30Aufgepasst.
34:31Wir durchsuchen jetzt noch einmal das komplette Gelände.
34:34Und hier wird jeder Stein umgedreht, ist das klar?
34:38Okay, gründlich, los.
34:40Sophie, ganz kurz.
34:44Willst du mir wirklich weismachen, du hast nicht gewusst, dass Hagen Ritter hier war?
34:52Gut, dann formule ich die Frage anders.
34:55Hast du Informationen, die mir helfen können, Hagen zu finden?
34:59Wenn ich der Polizei solche Informationen vorenthalten würde, dann würde ich mich doch strafbar machen, ja.
35:05Das beantwortet nicht meine Frage.
35:07Du willst mir wirklich vorwerfen, dass ich vorsätzlich das Gesetz breche?
35:12Sophie, ich warne dich.
35:14Wenn du mir noch ein einziges Mal in die Quere kommst, dann nehme ich keine Rücksicht mehr auf unsere Freundschaft.
35:19Und das hat harte Konsequenzen für deinen Verlobten.
35:24Ich hoffe, du weißt, was du jetzt tust.
35:35Also, ich verstehe immer noch nicht, wie die Polizei auf die Idee kommt, dass Hagen sich hier im Haus befinden
35:39könnte.
35:40Ja, das ist eine Tatsache, die auch mir zu denken gibt.
35:43Und dann dieser Geheimgang.
35:45Du sagst, der Kommissar hat ihn zufällig entdeckt?
35:48Ja, so sah es zumindest aus.
35:50Ich verstehe überhaupt nichts mehr. Ja, bitte.
35:52Na, kommen Sie herein, Herr Becker.
35:53Frau Norweck, Herr von Bein.
35:55Ich wollte mich eigentlich nur aus dem Urlaub zurückmelden, aber können Sie mir sagen, was das Polizeiaufgebot da draußen zu
36:00bedeuten hat?
36:01Ja.
36:01Die Polizei ist auf der Suche nach Hagen Ritter.
36:04Ach so, davon habe ich gehört, aber...
36:06Ja, stimmt es, dass er aus der Haft entflohen ist?
36:09Ja, das stimmt.
36:10Ja, und was wird ihm vorgeworfen?
36:13Versuchte Mord an Annabelle Grafenberg und fahrlässige Tötung von Helena Bernstein.
36:18Moment, das verstehe ich nicht. Frau Bernsteins Tod war doch ein Unfall.
36:22Die Polizei glaubt, dass die Bremsleitung des Wagens durchtrennt wurde.
36:53Siehst du, da ist überall Polizei. Da kommen wir doch niemals dran vorbei.
36:56In die andere Richtung können wir auch nicht. Die suchen das ganze Gelände ab.
36:59Willst du hierbleiben?
37:00Nee, hier finden sie uns früher oder später.
37:03Was? Was machst du denn da?
37:05Ich nehme einen Holzflock.
37:07Ja, weil du dann besser denken kannst, oder was?
37:10Sag mal, spinnst du?
37:11Fällt dir was Besseres ein?
37:13Das ist das Haus von Tobias. Wir könnten ganz normal klopfen.
37:15Elsa, ich will es ja nicht abreißen.
37:17Die beiden sind im Urlaub.
37:27Ich hatte also die ganze Zeit recht. Die Bremsen waren tatsächlich kaputt.
37:32Ja, sicher waren Sie das.
37:33Wir alle wissen, dass du ein guter und versierter Fahrer bist.
37:36Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass Herr Ritter die Bremsleitungen an Annabelles Wagen durchgeschnitten hat.
37:42Tja, ich auch nicht.
37:44Wenn es Frau Nowak sehen soll und die Arme sah ganz schön mitgenommen aus.
37:48Das kann ich mir gut vorstellen.
37:49Das muss furchtbar für Sie gewesen sein.
37:52Aber weißt du,
37:53wenn es tatsächlich stimmt
37:55und Herr Ritter die Bremsleitungen durchgeschnitten hat,
37:58dann heißt das doch, dass du unschuldig bist.
38:00Ja, das heißt es wohl.
38:01Aber ich fühle mich schrecklich dabei.
38:05Das verstehe ich.
38:07Ich glaube, ich koche erst mal einen Tee.
38:09Möchtest du auch einen?
38:10Gerne.
38:10Ich bringe nur schnell die Koffer nach dem Schlafzimmer.
38:13Ja.
38:21Der Göns ist eingebrochen worden.
38:23Was?
38:23Im Bad.
38:24Die Fensterschleibe ist geschlagen worden.
38:26Das gibt es doch nicht.
38:28Ich gehe schon.
38:31Herr Becker, wir müssen mit Ihnen sprechen.
38:33Es ist ordentlich dringend.
38:35Bitte kommen Sie.
38:36Moment, muss das denn jetzt sein?
38:38Wir sind eben erst aus dem Urlaub zurückgekommen
38:40und jetzt haben wir auch noch festgestellt,
38:41dass es bei uns eingebrochen wurde.
38:42Herr Becker, genau darum geht es.
38:44Wie, Sie wissen davon?
38:45Wir können Ihnen wirklich alles erklären.
38:47Das ist bestimmt die Polizei.
38:49Bitte machen Sie jetzt nicht auf.
38:50Hören Sie uns erst mal zu.
38:51Bei mir ist eingebrochen worden.
38:52Ich glaube, es ist ganz gut,
38:52wenn ich das der Polizei melde.
38:56Guten Tag, Kripo Falkenthal.
38:57Delbrück mein Name.
38:58Ich darf reinkommen, ja?
38:59Bitte.
39:03Ah, sieh an.
39:04Was für ein Zufall.
39:05Die gute Sophie Noah.
39:08Warum Zufall?
39:10Wie du weißt, ist Herr Becker mein Mandant.
39:13Genau, wie dein Verlobter.
39:14Herr Becker, wie Sie ja bereits wissen,
39:16wir durchsuchen gerade das gesamte Gelände
39:17nach einem flüchtigen Kriminellen.
39:19Ja, davon habe ich schon gehört.
39:21Gut, dann haben Sie sicherlich nichts dagegen,
39:22wenn wir uns mal ein bisschen bei Ihnen umsehen.
39:23Bei uns versteckt sich niemand,
39:24das kann ich Ihnen versichern.
39:25Ja, umso besser.
39:26Dann können wir doch mal einen Blick
39:27in Ihre Zimmer werfen.
39:27Als Ihre Anwältin gebe ich Ihnen den guten Rat,
39:30die Polizei nicht ohne Durchsuchungsbefehl
39:32in Ihr Haus zu lassen.
39:33So viel, was soll das?
39:34Ich leiste meinem Mandanten lediglich
39:36juristischen Beistand.
39:37Und für dieses Haus hast du doch
39:39keinen Durchsuchungsbefehl dabei, oder?
39:41Den werde ich vielleicht gar nicht brauchen.
39:43Herr Becker, Sie sind ja ein rechtschaffender Bürger.
39:46Wir von der Polizei, wir sind für Ihre Sicherheit da.
39:49Da haben Sie doch kein Interesse daran,
39:50unsere Untersuchung zu behindern, oder?
39:59Das heißt ja, Tobias ist entlastet.
40:03Wobei ich mir nicht vorstellen kann,
40:04dass Hagen Ritter mit der Sache was zu tun hat.
40:06Jetzt verstehe ich auch, warum du so aufgewühlt warst.
40:08Ich dachte schon, es wäre wegen des Jobs.
40:10Wegen des Jobs?
40:11Naja, ich wollte dich nach deinem Gespräch
40:12von Henning abholen, aber du warst ja schon weg.
40:15Ja, es war ein kurzes Gespräch.
40:16Tut mir wirklich leid.
40:18Was?
40:19Ja, dass es mit der Stiftung nicht geklappt hat.
40:21Warum soll das nicht geklappt haben?
40:22Ich habe gehört, dass Henning dir die Stelle
40:24ein bisschen voreilig angeboten hat.
40:26Also das verstehe ich jetzt nicht.
40:28Ich habe Annabelle Grafenberg im Fahrstuhl getroffen
40:29und sie hat gesagt, dass sie die Stelle
40:30noch nicht bewilligt hat.
40:32Davon hat Henning nichts gesagt.
40:33Im Gegenteil, er hat gesagt,
40:34er lässt den Vertrag aufsetzen.
40:36Dann war es wieder eines von Annabelles Spielchen.
40:39Könnte das vielleicht daran liegen,
40:40dass du sie bei eurem letzten Treffen
40:42beinahe in einem Tümpel versenkt hättest?
40:43Ey, das war Notwehr.
40:45Und du musst zugeben, es hat hervorragend funktioniert.
40:47Sie hat aufgehört, uns zu erpressen
40:48und dadurch können wir jetzt auch offiziell zusammen sein.
40:54Worüber ich sehr froh bin.
40:56Und über noch was bin ich froh.
40:59Dass du mich unterstützt hast, den Job anzunehmen.
41:02Obwohl ich weiß, dass es nicht einfach für dich ist,
41:04dass ich in der nächsten Zeit mit Henning zusammenarbeite.
41:08Mir ist etwas klar geworden.
41:11Es spielt keine Rolle, ob ich Henning vertraue oder nicht.
41:14Das Wichtige ist, dass ich dir vertraue.
41:16Und das tue ich.
41:20Herr Becker, vielen Dank, dass Sie auf mich gehört haben.
41:23Dafür sind Sie mir aber jetzt eine gute Erklärung schuldig.
41:25Warum sollte ich die Polizei nicht reinlassen?
41:26Ich habe nichts zu verbergen.
41:28Und außerdem hätten wir auch den Einbruch gleich melden können.
41:31Ich dachte auch, dass der Kommissar ein guter Freund von Ihnen ist.
41:33Ja, das ist er auch.
41:35Wir können Ihnen wirklich alles erklären.
41:37Da sind wir jetzt aber mal sehr gespannt.
41:39Tja, allerdings.
41:41Sie tun ja so, als hätte sich Hagen Ritter in unserem Haus versteckt.
41:46Ich fürchte, die beiden tun nicht mehr so, Herr Becker.
41:53Hören Sie, Luisa, wer...
41:55Nein, nein, nein, nein, jetzt hören Sie mir mal zu.
41:57Stiftung ja, Luisa Maywald nein.
41:59Haben Sie mich verstanden?
42:01Ich habe Frau Maywald die Stelle bereits zugesagt.
42:04Es ist egal, wo ich bin.
42:07Ich bin der Gedankenehmer bei dir.
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