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Kurzfilme
Transkript
00:00Die Nowak hat alles versucht, um die Fakten zu verdrehen.
00:03So viel zu ihrer Hoffnung, dass sie mit all dem nichts zu tun hätte.
00:08Wen hat sie vor Gericht vertreten?
00:09Richard von Weiden.
00:11Vor Gericht wurde bewiesen, dass Viktoria von Weiden Selbstmord begangen hat.
00:17Es war ein Freispruch erster Klasse.
00:20Selbstmord?
00:29Was soll das?
00:32Das hier.
00:35Das ist nicht nur ein Zeichen der Liebe.
00:38Das ist auch ein Zeichen des Vertrauens.
00:43Und dieses Vertrauen.
00:46Ich habe es nicht mehr verdient, Simon.
01:02Das ist auch ein Zeichen des Vertrauens.
01:20This could be the first day of my life.
01:31Du willst die Verlobung auflösen?
01:34Nein.
01:37Ich will dir nur die Möglichkeit geben, in Ruhe über alles nachzudenken.
01:40Luisa, darüber brauche ich nicht nachzudenken.
01:42Ich liebe dich und ich will dich heiraten.
01:44Aber wie kannst du das wissen?
01:45Du hast doch gerade erst erfahren, dass ich diejenige war, die dein Vater ins Koma gebracht hat.
01:49Aber daran ändert sich doch nichts, was ich für dich empfinde.
01:52Doch alles ändert sich.
01:55Wie deine Familie zu mir steht.
01:58Wie ich selbst zu mir stehe.
02:00Und auch, wie du zu mir stehst.
02:03Ich sage dir doch, dadurch ändert sich nichts für mich.
02:07Was ist, wenn dein Vater stirbt?
02:11Dazu wird es nicht kommen.
02:13Aber was ist, wenn?
02:16Wirst du mir dann auch noch in die Augen sehen können?
02:22Ich liebe dich, Luisa.
02:27Ich liebe dich auch.
02:30Aus ganzem Herzen.
02:35Dann steck den Ring wieder an.
02:37Ich will den nicht annehmen.
03:00Mein lieber Hagen, was haben Sie erwartet?
03:03Diese Frau will Sie offensichtlich nicht verlieren.
03:06Aber sie weiß, dass ich Sie liebe.
03:08Sie haben auch Ihre Frau geliebt.
03:10Und Sophie Nowak weiß, wie sehr.
03:14Sie will Sie nicht an Victoria erinnern.
03:17Ähm, wo ist eigentlich Sophie Nowak jetzt?
03:21Sie trifft sich mit meiner Schwester und ihrem Freund im Lanzino.
03:25Mhm, zweifellos wollen die drei besprechen,
03:27was ihr plötzlicher Drang, nach Rom zu ziehen, zu bedeuten hat.
03:31Ich komme da nicht mehr mit.
03:33Wem kann ich denn noch vertrauen?
03:35Kommen Sie doch in einer Stunde zu mir in die Manufaktur.
03:39Und dann besprechen wir alles.
03:42Ja, gut. Dann bis gleich.
03:47Rom soll um diese Jahreszeit sehr schön sein.
03:49Ja, ja.
03:51Nur wird der kleine, tapfere Herr Ritter
03:53Rom nie zu Gesicht bekommen,
03:54wenn ich ihm erst mal klarmache,
03:56wie bedrohlich Helena Bernstein ist.
03:58Wie gefährlich ist sie denn?
04:00Nun, so gefährlich,
04:01dass Hagen Ritter sie aus dem Weg räumen wird.
04:04Und was soll ich dabei tun?
04:06Halten Sie sich einfach bereit.
04:09Ich melde mich,
04:10wenn ich Ihre Unterstützung brauche.
04:11Und jetzt gehen Sie besser,
04:13bevor sich hier jemand sieht.
04:18Das kann doch nicht dein Ernst sein.
04:22Wir lieben uns doch.
04:26Ich will einfach nicht,
04:28dass du dich mir gegenüber verpflichtet fühlst.
04:31Das ist doch Unsinn.
04:36Als du mit Sebastian gesprochen hast,
04:42da hast du gesagt,
04:44dass du nicht weißt,
04:46ob unsere Beziehung
04:47eine solche Belastung
04:49aushalten würde.
04:51Das habe ich gesagt.
04:54Aber das heißt doch nicht,
04:55dass ich nicht bereit bin,
04:57für uns zu kämpfen.
04:58Aber ich will nicht,
04:59dass du an dem Kampf zugrunde gehst.
05:03Ich sehe doch,
05:04wie sehr du unter der Situation leidest.
05:06Mach dir um mich keine Sorgen.
05:15Du musst jetzt für deine Familie da sein.
05:20Sie brauchen dich.
05:26Das heißt,
05:27du willst jetzt aufgeben?
05:31Nein, das heißt es nicht.
05:36Aber ich merke,
05:40wie sehr das,
05:41was ich getan habe,
05:42auf dir lastet.
05:47Diesen Druck
05:49will ich dir nehmen.
05:54und wenn ich nicht will,
05:55dass du das tust.
06:11Vertrau mir.
06:15Es ist besser so.
06:43Ich weiß,
06:44dass ich das Richtige getan habe,
06:46aber das Richtige zu tun
06:47fällt nicht leicht.
06:48Vor allem,
06:49wenn man Angst hat,
06:50dass am Ende
06:50nicht alles gut wird.
06:52Aber es ist besser,
06:53wenn Simon und ich
06:53jetzt auf Distanz gehen.
06:55So kann er sich ganz
06:56auf seine Familie konzentrieren.
06:58Und wenn das Schicksal
06:59alles gut mit uns meint,
07:00dann wird Harald
07:00wieder aufwachen
07:01und gesund werden.
07:03Vielleicht kann er mir
07:04sogar verzeihen.
07:06Erst dann besteht die Hoffnung,
07:07dass Simon und ich
07:08wieder unbelastet
07:09zusammen sein können.
07:39Untertitelung am VOC
08:04Warte mal, warte mal.
08:05Heißt das jetzt, du musst nicht ins Gefängnis,
08:08obwohl du Simons Vater angefahren hast?
08:10Der Staatsanwalt hat mir nun doch eine eingeschränkte Schuldfähigkeit eingeräumt.
08:15Das hat wahrscheinlich damit zu tun,
08:17dass ich mich trotz Hennings Falschaussage zu der Tat bekannt habe.
08:20Du hast aber auch ein Glück.
08:22Ich meine, was für ein Glück?
08:26Hey, ich freue mich für dich.
08:28Danke.
08:30Was machst du für ein Gesicht?
08:32Das ist ja wohl kein Grund zu feiern.
08:33Natürlich nicht.
08:35Warum nicht?
08:38Ich bin nach wie vor für Haralds Unfall verantwortlich.
08:43Und Simon...
08:44Was ist mit Simon?
08:50Ich habe ihm den Verlobungsring zurückgegeben.
08:53Du hast was?
08:56Ich wollte die Verlobung lösen.
08:59Ich will nicht, dass er sich mir gegenüber verpflichtet fühlt, nur weil wir verlobt.
09:03Verpflichtet? Zu was denn?
09:04Zu mir zu stehen.
09:06Ich sehe doch, wie sehr es ihm zu schaffen macht,
09:08dass ich für den Zustand seines Vaters verantwortlich bin.
09:11Oh Gott, das ist ja schrecklich.
09:13Das ist alles meine Schuld.
09:16Warum das denn?
09:17Na, wenn ich dir nicht erzählt hätte,
09:19dass ich Henning in der Unfallnacht mit dieser Taxifahrerin gesehen habe,
09:22dann würden jetzt alle noch glauben, dass er den Wagen gefahren hat.
09:24Und du hättest dich nicht zu der Schuld bekennen müssen.
09:27Aber dann wäre Henning für etwas bestraft worden, was er überhaupt nicht getan hat.
09:31Aber trotzdem...
09:32Oh Gott, ich bin mir entsetzlich.
09:35Soll ich mit Simon mal reden?
09:38Nein.
09:40Nein, es ist wirklich besser, wenn wir im Moment etwas Distanz halten.
09:43Naja.
09:45Wahrscheinlich hast du recht.
09:46Der braucht wirklich mal ein bisschen Zeit für sich.
09:49Hm.
09:50Ja.
09:52Schließlich liegt sein Vater im Koma
09:54und niemand weiß, ob er jemals wieder aufwachen wird.
09:57Das ist ganz schön hart für ihn.
10:00Ich hole mir mal schnell was zu trinken, oder?
10:06Arme Luisa.
10:08So viel Schuld.
10:22Ist Luisa gar nicht da?
10:24Nein, sie ist gegangen.
10:28Ich wollte mich ja eigentlich bei ihr entschuldigen.
10:32Jetzt, wo sich herausgestellt hat, dass Reichenbach Papa angefahren hat.
10:37Naja, ich denke, ich habe mich ihr gegenüber ein bisschen im Ton vergriffen.
10:42Ja.
10:43Vielleicht.
10:45Dich habe ich auch ganz schön unter Druck gesetzt.
10:47Du hast immer an ihre Unschuld geglaubt.
10:51Klar, dass du immer zu ihr gestanden hast.
10:53Schließlich ist dir deine Verlobte.
10:55Ich hoffe, Reichenbach bekommt die Strafe, die er verdient hat.
10:58Er war es nicht.
11:00Was?
11:02Henning hat Vater nicht angefangen.
11:05Aber er hat doch vor Gericht...
11:07Er hat gelogen.
11:08Entschuldige, aber ich glaube, ich bekomme jetzt gerade irgendwas nicht mit.
11:11Er hat gelogen, damit Luisa nicht bestraft wird.
11:14Sie hat den Wagen gefahren.
11:19Danke, Herr Adam.
11:20Darf ich Ihnen dann das Hauptgericht servieren?
11:22Ich bitte darum.
11:23Ich habe eben gedacht, wir sollten wieder einmal essen gehen.
11:26Dann haben wir wenigstens einen Tisch für uns allein.
11:28Ich könnte mir auch angenehmere Gesellschaft vorstellen.
11:31Dann hätten Sie ja Ihren Butler instruieren können, Ihnen das Essen später zuzubereiten.
11:35Wenn es meine Termine zugelassen hätten.
11:37Schon gut, Annabelle.
11:38Wir alle wissen, wie sehr du die Situation genießt.
11:41Wenn du wirklich glaubst, dass ich es genieße, allein an diesem Ende des Tisches zu sitzen
11:46und ein anderes Essen serviert zu bekommen als ihr,
11:49nur weil eure Köchin sich weigert, für mich zu kochen.
11:53Sie könnten sich ihr Essen ja auch auf ihrem Zimmer servieren lassen.
11:56Ich versuche nur, das Beste aus dieser Situation zu machen.
11:59Wir sollten uns wie erwachsene Menschen benehmen.
12:02Vielleicht solltest du dann endlich aufhören, dich an Dinge zu klammern, die schon längst verloren sind.
12:05Was sollte das sein?
12:06Mich, unsere Ehe, das Guteshaus.
12:10Ob es dir passt oder nicht, meine Familie lebt hier.
12:13Wie könnte ich die aufgeben?
12:16Oh, wenn du Nora und mich meinst.
12:17Wir können es gut verkraften, wenn du für immer aus unserem Leben verschwindest.
12:28Entschuldigt.
12:29Ich habe noch einen dringenden Termin.
12:32Wegen des China-Diots?
12:33Ja.
12:35Kommst du klar?
12:36Keine Sorge.
12:40Schön.
12:41Dann haben wir ja endlich mal Gelegenheit, uns allein zu unterhalten.
12:48Ja, sie war es.
12:49Und sie hat es nie geleugnet.
12:50Sie übernimmt die volle Verantwortung.
12:52Ich kann nicht glauben, dass du sie immer noch in Schutz nimmst, nach allem, was sie Papa angetan hat.
12:56Es war ein Unglücksfall, Sebastian.
12:58Luisa hat aus Versehen Alkohol getrunken.
13:00Und mit Alkohol ist sie wie eine Schlafwandlerin.
13:02Es tut ihr unendlich leid, was passiert ist.
13:04Davon wird Papa aber auch nicht wieder gesund.
13:05Sie hat sich selbst angezeigt.
13:07Und als Henning die Schuld auf sich genommen hat, hat sie auf eigene Faust nachgeforscht, um seine Aussage zu widerlegen.
13:11Sie hat Papa angefahren, hat ihn liegen lassen, sie hätte ihn sterben lassen.
13:14Luisa war eben bei mir und hat die Verlobung aufgelöst.
13:17Weil sie es nicht mehr erträgt, zwischen mir und meiner Familie zu stehen.
13:19Wenn es ihr damit besser geht.
13:21Du redest immer noch von meiner Verlobten.
13:23Ich dachte, sie hat die Verlobung gelöst.
13:25Das heißt noch lange nicht, dass ich ihre Entscheidung akzeptiere.
13:27Ich verstehe überhaupt nicht, warum du noch mit so einer Frau zusammen sein willst.
13:31Ich werde mich nicht von Luisa trennen, weil du das gerne so hättest.
13:34Du wirst dich schon entscheiden müssen.
13:36Entweder sie oder deine Familie.
13:46Ich glaube, du gehst jetzt besser.
13:49Bitte?
13:50Ich sagte, du gehst jetzt besser.
13:52Raus.
13:58Scheint so, als hättest du dich schon entschieden.
14:17Danke, Herr Adam.
14:19Sehr wohl.
14:22Und?
14:23Fangen Sie an.
14:24Welche Gemeinheiten wollen Sie loswerden?
14:29Ich werde Ihnen jetzt etwas sagen, was ich noch nie gesagt habe.
14:32Ich bin gespannt.
14:36Das Leben ist so kurz, um immer wütend zu sein.
14:42Ich habe neulich Hagen Ritter gesehen.
14:47Ich wünschte, ich könnte ebenso vergessen.
14:50Sie wissen ja, welchen Hass er gegen mich gehegt hat.
14:54Jeder hegt diesen Hass gegen Sie, Annabelle.
14:57Sie haben seine Frau getötet.
14:58Meine Tochter.
15:00Ich wurde freigesprochen.
15:01Das weiß ich.
15:03Aber ich weiß auch, dass Sie die Gläser mit dem Gift vertauscht haben.
15:06Sie haben Victoria sterben lassen und nichts auf dieser Welt wird mich jemals vom Gegenteil überzeugen.
15:13Ich bin müde, Helena.
15:17Vielleicht ist es ja das, was mich einsichtig werden lässt.
15:22Ich bitte Sie, passen Sie gut auf Richard auf.
15:27Wie bitte?
15:29Ich habe ihn verloren.
15:33Sie sind die Frau an seiner Seite.
15:37Richard ist ein ganz besonderer Mensch, aber das muss ich Ihnen ja nicht sagen.
15:42Nein, das müssen Sie nicht.
15:47Sie haben gewonnen.
15:51Sie können abräumen.
15:53Wie Sie wünschen.
15:55Danke.
16:06Entschuldigung.
16:08Können Sie nicht aufpassen?
16:09Also, das ist doch eine Frechheit.
16:12Sie hätte mich doch sehen müssen.
16:13Deswegen muss ich jetzt ausweichen, oder was?
16:15Jetzt, diese Unfähigkeit liegt wohl in Ihrer Familie.
16:18Was soll denn das jetzt heißen, bitte?
16:19Ihre Schwester ist ja auch nicht ausgewichen, als mein Vater über die Straße lief.
16:23Also, erstens sind Luisa und ich nicht blutsverwandt.
16:27Und zweitens tut ihr das schrecklich leid.
16:29Daran wird mein Vater auch nicht wieder gesund.
16:32Ja.
16:35Ja, das stimmt.
16:38Eigentlich kann ich Sie ganz gut verstehen.
16:40Denn genau genommen war ich wegen Luisa schon mal in der gleichen Situation wie Sie.
16:45Das kann ich mir nicht vorstellen.
16:47Soweit ich weiß, lebt Ihr Vater nämlich noch.
16:49Ja.
16:50Mein Vater schon.
16:52Was soll denn das heißen?
16:54Nichts.
16:56Und auch wenn wir nicht blutsverwandt sind, sie ist immer noch meine Schwester.
16:59Aber eigentlich habe ich auch schon viel zu viel geredet.
17:01Ich muss jetzt los.
17:02Falls Sie Ihre Freundin suchen, Lissi ist nicht da.
17:22Hallo, ihr zwei.
17:23Hallo.
17:24Hallo.
17:25Wo ist denn Hagen?
17:26Müde.
17:27Er lässt sich entschuldigen.
17:30Ist alles in Ordnung?
17:31Ich denke schon.
17:32Dann hat er keine weiteren Fragen zu Viktoria gestellt.
17:35Nein, er scheint sich damit zufrieden zu geben, dass Viktoria Selbstmord begangen hat.
17:41Ich frage mich sowieso, warum er überhaupt Nachforschung angestellt hat.
17:44Weil er auf Ungereimtheiten gestoßen ist.
17:46Bislang hatten ihm alle erzählt, dass Viktoria bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist.
17:50Und jetzt liest er plötzlich in einem alten Zeitungsartikel, dass sie sich das Leben genommen haben soll.
17:54Das wirft nun einmal Fragen auf.
17:55Fragen, die Helena alle glaubwürdig beantworten konnte.
17:58Und die Frage ist nur, wie lange noch.
18:00Wie meinst du das?
18:01Ja, wir belügen ihn.
18:02Zu seinem eigenen Schutz, Konrad.
18:04Ja, aber dennoch belügen wir ihn.
18:05Und das bringt nun einmal Ungereimtheiten mit sich.
18:07Das liegt in der Natur der Lüge.
18:09Willst du uns jetzt einen moralischen Vortrag halten?
18:10Nein.
18:11Ich sage nur, dass Hagen auf weitere Widersprüche in unseren Geschichten stoßen könnte.
18:15Seine Schussverletzungen, seine Sperrung als Anwalt, die Ehe mit Viktoria, sein Hass auf Annabelle von Weiden.
18:21Helena hat mich vorhin angerufen.
18:24Sie und Richard schlugen vor, Hagen endlich reinen Wahn anzuschenken.
18:28Ja und?
18:30Ich, ich habe darüber nachgedacht.
18:34Vorhin, als ich nach Hause kam.
18:36Ich spüre euch, wenn ich, wenn ich da gemerkt hätte, dass Hagen sich an irgendetwas erinnert, ich, ich hätte es
18:42ihm gesagt.
18:43Ich hätte ihm alles gesagt.
18:44Und was hat dich davon abgehalten?
18:46Hagen selbst.
18:47Er weiß, dass er eine Vergangenheit hat, an die er sich nicht erinnert.
18:51Eine Tatsache, mit der er ständig konfrontiert wird, wenn er auf Leute trifft, die mehr von ihm wissen als er
18:55selbst.
18:56Und deshalb hat er beschlossen, Falkenthal so schnell wie möglich zu verlassen und mit mir zusammen nach Rom zu gehen.
19:07Hallo?
19:08Frau van Leiden?
19:09Ja, ja, ich bin hier.
19:12Warum mussten wir uns unbedingt hier treffen?
19:14Es ist sicherer so, ich will keine Aufmerksamkeit erregen.
19:16Hat mir das Ganze nicht auch am Telefon besprechen?
19:18Das erkläre ich Ihnen später. Ist Ihnen auch niemand gefolgt?
19:20Nein, nicht, dass ich wüsste.
19:23Ihnen ist klar, dass es nicht gut ist, wenn man uns zusammen sieht.
19:26Wer sollte was dagegen haben?
19:28Jemand, der nicht will, dass Sie unangenehme Fragen stellen.
19:31Über meine Vergangenheit?
19:33Allerdings.
19:33Aber warum? Warum darf ich die Wahrheit nicht erfahren?
19:35Sie werden die Wahrheit erfahren, aber wenn herauskommt, dass Sie sie kennen, ist Ihr Leben in Gefahr.
19:41Annabelle, finden Sie nicht, dass Sie jetzt etwas übertreiben?
19:43Mein lieber Hagen, Sie waren in Dinge verstrickt, in denen Mord und Intrige keine Seltenheit waren.
19:50Kommen Sie, hier können wir nicht ungestört reden.
20:09Luisa hat den Wagen gefahren.
20:11Jetzt verstehe ich überhaupt nichts mehr.
20:13Wieso hat dann Herr Reichenbach behauptet, er sei ihn gefahren?
20:15Offensichtlich wollte er Sie beschützen.
20:17Immerhin war er bereit, für Sie ins Gefängnis zu gehen.
20:19Und ich wollte mich schon bei ihr entschuldigen.
20:22Letztlich spielt es keine Rolle, wer den Wagen gefahren ist.
20:25Harald liegt hier im Koma, das ist das Entscheidende.
20:28Entschuldige, aber für mich spielt das schon eine Rolle, wer den Wagen gefahren hat.
20:31Immerhin wollte Simon diese Frau bis vor kurzem noch heiraten.
20:34Wie es er wollte.
20:40Guten Abend.
20:41Guten Abend, Luisa.
20:44Ich wollte mich nur erkundigen, wie es Harald geht.
20:47Wie wird es ihm wohl gehen? Er liegt immer noch im Koma.
20:50Ist es wahr, was Sebastian erzählt, dass du doch den Wagen selbst gefahren bist?
20:56Ja.
20:58Henning Reichenbach kann es nicht gewesen sein.
21:01Er war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht in seinem Wagen.
21:04Dann wird es wohl eine neue Verhandlung geben.
21:07Ich habe die Aussage schon gemacht.
21:11Und es gibt bereits ein Urteil.
21:14Und?
21:17Ich habe eine Bewährungsstrafe bekommen.
21:20Na, großartig.
21:23Marianne,
21:26ich kann dir gar nicht sagen...
21:27Ich glaube, das reicht jetzt.
21:28Du gehst jetzt besser.
21:29Vielleicht ist jetzt wirklich nicht der richtige Zeitpunkt für einen Besuch.
21:33Geh jetzt und lass dich hier nicht mehr blicken.
21:53Und du hast das alles nur behauptet, um Luisa zu schützen.
21:58Idiotisch, oder?
22:00Ich hatte das Gefühl, irgendetwas tun zu müssen.
22:03Ja, aber freiwillig für jemand anderen unschuldig ins Gefängnis zu wandern, also da hört die Liebe ja wohl auf.
22:11Wahnsinn, und ich habe von all dem vor lauter Arbeit mal wieder nichts mitbekommen.
22:16Aber ihr habt wohl mit eurem Kurierdienst viel zu tun.
22:19Vor allem ich.
22:20Sebastian kümmert sich im Moment um seine Familie.
22:24Scheint dir aber nicht viel auszumachen?
22:26Ich bin ganz froh.
22:28Es ist nicht so leicht, Sebastian so niedergeschlagen zu sehen.
22:32Die ganze Sache mit seinem Vater, ich weiß nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll.
22:37Ich verstehe.
22:39Ist nicht leicht, Toast zu spenden.
22:41Ach, hallo ihr beiden.
22:44Zeit für mich zu gehen.
22:45Gute Nacht, Henning.
22:46Nacht.
22:49Na?
22:50Du glückloser Held.
22:53Hast du was von Luisa gehört?
22:55Es gab ein Schnellverfahren.
22:56Du brauchst nicht den Märtyrer zu spielen, sie ist mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.
23:00Das ist ja eigentlich mal eine gute Nachricht.
23:02Nicht wahr?
23:03Eigentlich könnten alle froh und glücklich sein.
23:07Die Frage ist, warum du glücklich bist.
23:10Dir wäre es doch nur recht gewesen, wenn Luisa ins Gefängnis gekommen wäre.
23:13Ich liebe meine Schwester.
23:16Vor allem aber ihren Verlobten.
23:18Aber Verlobungen sind doch nichts für die Ewigkeit.
23:20Stimmt, normalerweise wäre ein Ehe daraus.
23:22Ja, und das wäre eine Option.
23:24Wie wäre es, wenn du jetzt mal die langweiligen Andeutungen beiseite lässt und auf den Punkt
23:28kommst?
23:30Luisa hat sich entlobt.
23:33Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihre Gründe verstanden habe, aber ich glaube, sie möchte
23:37nicht, dass er sich ihr verpflichtet fühlt oder so.
23:41Ich kann mir vorstellen, dass du das nicht verstehst.
23:43Aber eigentlich müsste es dir doch auch ganz gelegen kommen nach deiner großen gerichtlichen
23:47Liebesbekundung.
23:49Nein, kommt es nicht.
23:51Dass Luisa Simon frei gibt, ist wohl eher ein Beweis für ihre Liebe als für ihr Scheitern.
23:55Macht nichts, wenn ich da nicht mitkomme, oder?
23:58Sie sind getrennt.
24:00So viel habe ich verstanden.
24:02Was mal wieder so gut wie gar nichts ist.
24:06Liebesbeweis?
24:10So ein Blödsinn.
24:20Luisa, wie ist es gelaufen?
24:25Ich bekomme eine Bewährungsstrafe.
24:28Das ist doch gut, oder?
24:29Ja, es ist doch besser, als wenn du ins Gefängnis musst.
24:32Ja, natürlich.
24:35Und hast du mit Simon gesprochen?
24:40Ja, ich habe ihm alles gesagt.
24:43Ja, und wie hat er reagiert?
24:44Ich meine, nun lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen.
24:51Er sagt, dass er weiterhin zu mir steht.
24:56Das ist doch gut, oder?
25:02Ich habe die Verlobung aufgelöst.
25:05Du.
25:06Aber warum denn?
25:09Weil ich weiß, wie sehr Simon unter der Situation leidet.
25:13Ich kann es ihm ansehen.
25:15Aber er liebt dich doch.
25:18Ja, das tut er.
25:22Aber er liebt auch seine Familie.
25:24Und der habe ich großes Leid zugefügt.
25:29Und das geht einfach nicht zusammen.
25:33Ich will nicht, dass er sich an mich gebunden fühlt.
25:36Ich will ihn nicht in diesen Zwiespalt lassen.
25:38Ja, aber was soll der nun werden?
25:42Ich kann nur weiterhin hoffen, dass Harald irgendwann aufwacht.
25:47Und wieder gesund wird.
25:52Aber dann...
25:54Dann wird alles wieder richtig gut werden, ja.
26:00Vielleicht.
26:03Aber vorher werde ich auf Simon und seine Familie Rücksicht nehmen.
26:09mich von ihm zernhalten.
26:17Was ich immer noch nicht verstehe.
26:19Warum will niemand, dass ich von meiner Frau erfahre?
26:22Nun, damit sie keine unangenehmen Fragen stellen.
26:26Was sollen das denn für Fragen sein?
26:28Was könnte ich herausfinden?
26:30Die Wahrheit.
26:31Welche Wahrheit?
26:35Wie Sie Ihre Frau verloren haben.
26:39Annabelle, meine Frau hat Selbstmord begangen.
26:41Auch wenn ich nicht weiß, warum.
26:42Ja, ja.
26:43Das ist die offizielle Version.
26:44So.
26:45Gibt es noch eine andere?
26:48Ich weiß, Sie können sich nicht an Ihre Frau erinnern.
26:50Aber glauben Sie mir,
26:52Victoria war nicht der Typ,
26:54der einfach aufgibt und sich das Leben nimmt.
26:59Möglicherweise war es Mord.
27:02Und Victoria wurde gezwungen, das Gift zu sich zu nehmen.
27:05Annabelle, was erzählen Sie da?
27:06Wer sollte so etwas tun?
27:07Jemand, der nur seine eigenen Interessen kennt
27:09und keine Skrupel hat.
27:11Und Sie wissen vermutlich, wer dieser jemand ist.
27:13Ja.
27:15Und?
27:18Sie sind noch nicht so weit.
27:20Sie vertrauen mir nicht.
27:22Wenn ich Ihnen sage, wer es war,
27:26dann glauben Sie mir wahrscheinlich nicht.
27:28Annabelle, das ist doch lächerlich.
27:29Was wollen Sie mir erzählen?
27:30Dass Victoria ermordet wurde, dass ich bedroht werde?
27:32Kommen Sie.
27:34Ja, dann kann ich Ihnen leider nicht weiterhelfen.
27:39Wie kann ich Ihnen glauben?
27:40Forschen Sie.
27:42Finden Sie heraus, was Sie schon wussten.
27:44Und wie?
27:45Holen Sie sich Akteneinsicht
27:47über den Prozess
27:48um Victorias vermeintlichen Selbstmord.
27:52Ja.
27:53Ja, ich werde mir diese Akten besorgen.
27:55Tun Sie das.
27:56Für Sie dürfte doch das kein Problem sein.
27:58Sie sind doch Anwalt.
28:05Naja, jedenfalls war er einmal Anwalt.
28:13Danke.
28:17Gibt es irgendwelche Neuigkeiten,
28:19was Haralds Zustand angeht?
28:21Ich glaube nicht.
28:23Naja, wenn du willst,
28:25können wir ja morgen beide zusammen ins Krankenhaus gehen.
28:29Ich glaube, das ist keine gute Idee.
28:31Warum denn nicht?
28:33Du willst doch auch wissen, wie es Harald geht.
28:36Natürlich.
28:38Aber ich will vor allem den Wunsch der Familie respektieren.
28:41Welchen Wunsch?
28:44Mich von ihnen
28:47und Simons Vater fernzuhalten.
28:51Wer hat das von dir verlangt?
28:56Ich war vorhin im Krankenhaus.
28:58Ich will sie nicht noch mehr aufregen.
29:00Was ist passiert?
29:04Die haben dich rausgeschmissen?
29:06Das gibt es doch nicht.
29:09Ich kann sie doch irgendwie verstehen.
29:11Aber ich nicht.
29:13Es ist ihr gutes Recht,
29:15wenn sie mich nicht an sein Krankenbett lassen wollen.
29:17Schließlich bin ich für ihren Kummer verantwortlich.
29:19Genau.
29:20Und es tut dir unendlich leid.
29:23Gerade deswegen
29:24solltest du auch an Haralds Bett stehen dürfen.
29:27Es ist schon in Ordnung.
29:29Finde ich nicht.
29:46Ja, hören Sie, es muss ein Fehler vorliegen.
29:48Ich habe immer noch keinen Zugriff auf die Akten.
29:52Ja, natürlich weiß ich, dass nur zugelassene Juristen ein Recht auf Akteneinsicht haben.
29:55Aber ich bin Anwalt.
29:57Hagen Ritter.
29:58Bitte schauen Sie noch mal nach.
30:02Wie bitte?
30:07Was soll das heißen?
30:08Mir wurde die Zulassung entzogen.
30:31Alles in Ordnung?
30:34Nein.
30:36Nichts ist in Ordnung.
30:39Wie kommt ihr dazu, Luisa zu verweigern, Harald im Krankenhaus zu besuchen?
30:44Und glaubt ja nicht, dass Luisa mich gebeten hat, mit euch zu sprechen.
30:48Wahrscheinlich würde sie es mir sogar verbieten, so mit euch zu sprechen.
30:51Das arme Ding sitzt bei mir abends in der Küche und erklärt tapfer, sie wolle euren Wunsch respektieren.
30:58Sie verstehe sogar, dass es euch schwerfällt, mit ihr umzugehen.
31:02Sie ist bereit, das alles auf sich zu nehmen, so wie sie bereit war, vor Gericht jede Strafe auf sich
31:08zu nehmen.
31:09Was erwartest du denn von uns?
31:10Was ich erwarte?
31:14Versetzt ihr euch doch mal in ihre Lage.
31:19Meint ihr nicht, sie ist schon gestraft genug, mit dem Wissen, diese Schuld auf sich geladen zu haben?
31:25Aber ihr müsst sie ja noch weiter bestrafen, indem ihr ihr verbietet, Harald im Krankenhaus zu besuchen.
31:31Wir wollen Luisa nicht damit bestrafen.
31:34Aber das tut ihr damit.
31:36Ihr werft Luisa vor, fahrlässig gewesen zu sein.
31:39Aber was ihr tut, das ist unbarmherzig.
31:42Und das ist nicht in Ordnung.
32:00Richard hat noch einige Geschäfte, für die er Hagen als Berater einsetzen wird.
32:03Sehr gut.
32:05Hagen darf auf keinen Fall merken, dass er als Anwalt gesperrt ist.
32:09Ich habe immer noch Sorge, dass die ganze Sache auffliegen könnte.
32:13Dass Hagen misstrauisch wird und weitere Fragen stellt.
32:15Helena, es dauert nicht mehr lang.
32:18Bald sind wir in Rom.
32:19Wir fangen dort ganz von vorne an.
32:20Fernab von allem, was hier war.
32:23Es wird mir sehr schwer fallen, Sie ziehen zu lassen.
32:26Sie werden sicherlich eine neue Anwältin finden.
32:29Und Sie wissen ganz genau, dass es mir nicht nur darum geht.
32:32Ich weiß.
32:35Hagen, du bist wach?
32:36Ja, ich bin gerade aufgewacht.
32:38Haben wir dich geweckt?
32:40Nein, nein, ich wollte sowieso gerade aufstehen.
32:42War mir zu laut.
32:43Nein, wie gesagt, ich wollte gerade aufstehen.
32:46Okay.
32:47Wir dachten schon, wir hätten dich mit unserem Gerede geweckt.
32:50Nein, ich habe nichts gehört.
32:53Ja, ich muss dann auch wieder los.
33:00Tschüss.
33:01Tschüss.
33:09Sie scheint ein wenig nervös.
33:11Ja, also ich weiß nicht, mir kommt sie ganz normal vor.
33:15So.
33:16Naja, du musst es wissen, du kennst sie besser als ich.
33:20Ja.
33:21Möchtest du Kaffee?
33:22Gerne.
33:23Gut.
33:50Jetzt beruhig dich erst mal.
33:51Ich soll mich beruhigen?
33:52Du fängst ja aus mit meiner Frau an und ich soll mich beruhigen?
33:55Ich habe nichts mit Marianne angefangen.
33:57Wie nennst du das denn?
33:58Ja, man, die Frau seines Bruders küsst.
34:00Du bist doch schon vor 30 Jahren hinter ihr hergestiegen.
34:13Eichert, hallo.
34:15Helena, wo warst du denn schon so früh?
34:18Ich war bei Sophie.
34:19Na, wie geht's Hagen?
34:21Och, er wirkte ganz normal.
34:23Gar nicht so, als würde er sich noch ständig Gedanken über die Vergangenheit machen.
34:26Er und Sophie wollen ja jetzt auch schon viel früher nach Rom ziehen.
34:29Das ist gut.
34:31Und trotzdem frage ich mich, ob es nicht das Beste wäre, mit diesem Versteckspiel aufzuhören
34:34und Hagen einfach die Wahrheit zu sagen.
34:36Es war auch deine Idee, ihm die Wahrheit zu verschweigen, damit er neu anfangen kann.
34:40Ich weiß.
34:42Wir alle haben uns gesorgt, dass Hagen versuchen könnte, an Habele etwas anzutun.
34:45Ja, für das, was sie unserer Tochter angetan hat.
34:49Naja, nur noch ein paar Tage.
34:52Fern von mir wird er sich nicht ständig mit Menschen konfrontiert sehen,
34:55die ihn besser kennen als er sich selbst.
34:56Dann wird es nur noch den Hagen geben, der er jetzt ist.
35:00Hoffentlich hast du recht.
35:02Es wird schon gut gehen, glaub mir.
35:04Kommst du mit zum Wagen?
35:05Mhm.
35:08Hör rein.
35:12Guten Morgen, Luisa.
35:14Ist irgendwas passiert?
35:15Nein, nein.
35:15Ich wollte gerade ins Krankenhaus fahren, zu Harald.
35:18Und ich wollte dich fragen, ob du vielleicht mitkommen möchtest.
35:25Ich dachte...
35:26Wir haben so viele Fehler gemacht und ich finde, wir sollten nicht noch weitere machen.
35:32Wollen wir?
35:33Danke.
35:37Ich muss mich bei dir entschuldigen.
35:39Wofür?
35:40Dafür, dass ich dir zu Unrecht Vorwürfe gemacht habe.
35:43Ich habe gehört, dass du den Wagen nicht gefahren hast.
35:46Dir wäre es lieber gewesen, ich hätte ihn gefahren, habe ich recht?
35:49Warum hast du das gemacht, wenn du es gar nicht warst?
35:52Kannst du dir das nicht vorstellen?
35:54Ich würde es gerne von dir hören.
35:57Luisa ist mit ihrem Gewissen genug gestraft.
35:59Ich wollte nicht, dass sie noch mehr leiden muss.
36:02Das ist alles.
36:03Immerhin habe ich versucht, etwas für sie zu tun.
36:06Was willst du damit sagen?
36:08Was ich dir schon vor dem Prozess gesagt habe.
36:10Du hättest dich mehr um Luisa kümmern müssen.
36:13Aber du hast sie im Stich gelassen, als ich dich am meisten gebraucht hätte.
36:16Ich muss mich vor dir nicht rechtfertigen, wie ich meine Beziehung führe.
36:20Und ich muss mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich Luisa einen Freundschaftsdienst erweisen wollte.
36:25Henning Reichenbach, der große Altruist, macht mir nichts vor.
36:29Kein Mensch geht aus reiner Freundschaft für einen anderen ins Gefängnis.
36:33Sag doch einfach, was du zu sagen hast.
36:36Du liebst sie.
36:37Und du hast sie die ganze Zeit geliebt.
36:58Was willst du hier?
37:02Sebastian.
37:03Luisa möchte deinen Vater besuchen.
37:06Ich dachte, wir hätten uns darauf geeinigt, dass du dich hier nicht mehr blicken lässt.
37:09Ich habe es ihr angeboten.
37:11Vielleicht sollte ich doch noch was.
37:12Ja, das glaube ich auch.
37:13Sebastian.
37:15Was geschehen ist, ist geschehen.
37:16Und Luisa hat für das, was sie getan hat, die Verantwortung übernommen.
37:20Sie leidet unter dieser Situation genauso wie wir.
37:23Das kann ich mir nicht vorstellen.
37:24Du hast kein Recht, ihr das abzusprechen.
37:27Jetzt reicht's aber.
37:28Ich werde mich nicht mit der Frau am Papas Bett setzen,
37:30die seinen Tod in Kauf genommen hätte.
37:32Natürlich.
37:33Ich werde jetzt besser gehen.
37:34Ich will nicht, dass ihr euch meinetwegen streit.
37:36Nein, du bleibst.
37:37Auch wenn es meinem Sohn nicht passt.
37:39Wenn sie nicht geht, dann werde ich gehen.
37:42Sebastian, bitte.
37:51Sie wussten, dass ich meine Zugassung verloren habe.
37:54Ja, das wusste ich.
37:56Warum haben Sie mir nichts gesagt?
37:59Nun, ich wollte, dass Sie die Wahrheit selbst herausfinden.
38:03Dann sagen Sie mir jetzt, wie es dazu kommen konnte.
38:07Sie haben während des Prozesses gegen mich die Beherrschung verloren.
38:12Um ein Haar wären Sie jemanden an die Gurgel gegangen.
38:16Wem?
38:18Dem Wahrentäter.
38:20Und wer ist das?
38:26Wenn ich Ihnen den Namen nenne,
38:29dann gibt es kein Zurück mehr.
38:32Weder für Sie, noch für mich.
38:33Kommen Sie, Annabelle, machen Sie es nicht so spannend.
38:34Wer ist für das alles hier verantwortlich?
38:39Helena Bernstein.
38:42Wie bitte?
38:46Sie hat alle möglichen Leute bestochen,
38:48damit ich angeklagt werde.
38:50Und sie hat dafür gesorgt,
38:52dass Sie Ihre Zulassung verlieren.
38:55Aber
38:58warum sollte sie das tun?
39:00Warum der ganze Aufwand?
39:02Aus Angst.
39:03Dass Sie die Wahrheit rausbekommen.
39:05Was ist die Wahrheit?
39:11Helena Bernstein
39:13ist für den Tod ihrer Frau verantwortlich.
39:17Sie hat Viktoria umgebracht.
39:27Es tut mir so leid,
39:30was ich dir und deiner Familie angetan habe.
39:35Ich würde alles dafür geben,
39:37wenn ich diese Nacht ungeschehen machen könnte.
39:44Ich wünschte,
39:45ich wäre nie in dieses Auto gestiegen.
39:49Ich wünschte,
39:50ich hätte nicht mit Herrn Adam angestoßen
39:52auf unsere Verlobung.
39:54Das, weil sie in Alkohol getrunken.
40:02Aber das hilft nichts.
40:06Es passiert.
40:20Jetzt kann ich mir nur wünschen,
40:24dass du wieder aufwachst
40:25und gesund wirst.
40:28Mir nicht.
40:37Das ist alles, was ich mir wünsche.
40:51Söne,
40:55wieso wirst du?
40:57Wieso weinst du?
41:01Du bist wach.
41:12Es ist schön, dich zu sehen.
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