- vor 5 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Annabelle, nicht einmal an Helenas Grab schreckt sie davor zurück, mir ihre Reue vorzuheucheln.
00:06Richard, du hast selbst gesagt, du kannst dich nicht zweiteilen.
00:10Kümmere dich jetzt lieber um Lissi und überlasse mir den Rest.
00:14Erst wenn sie die Wahrheit über Delbricks Beteiligung an Helenas Ermordung erfährt,
00:19dann ist das Thema geändert.
00:21Ich verstehe das nicht. Du wolltest auf Abstand zu Henning gehen.
00:24Und jetzt fängst du hier an zu arbeiten, wo du ihn jeden Tag siehst.
00:26Warum ist es dir so wichtig, dass ich ihm aus dem Weg gehe?
00:28Weil er immer streitet, sobald ihr euch seht.
00:31Ich dachte, du würdest dich freuen, dass ich in der Designabteilung anfange.
00:34Aber irgendwie habe ich das Gefühl, du willst mir den Job ausreden.
00:37Ich versuche nur, deinem plötzlichen Sinneswandel nachzuvollziehen.
00:40Kann es sein, dass du lieber unbeobachtet sein willst?
00:45Das ist es also.
00:47So war es nicht gemeint.
00:49Du fängst hier nicht an, weil du Geld für unser Hotel verdienen willst.
00:52Du willst mich kontrollieren.
00:59Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:00Hey, whatcha looking for?
01:05No one has the answer.
01:08They just want more.
01:12Hey, who's gonna make it right?
01:28Das ist doch lächerlich.
01:30Was genau? Dass du hier anfängst? Oder dass ich glaube, du willst mich nur kontrollieren?
01:34Dreimal darfst du raten.
01:35Das ist kein Quiz hier, Simon.
01:37Du hast damit angefangen.
01:38Warum tust du das? Du hast gesagt, du willst nicht mehr für die Manufaktur arbeiten,
01:42weil dein bisheriger Posten als Chefdesigner an Maike vergeben ist.
01:44Ich habe es mir eben anders überlegt.
01:46Willst du wirklich unter deiner ehemaligen Auszubildenden anfangen?
01:49Also nichts gegen Maike, aber ich finde, dass...
01:51Ich sehe sie eben nicht mehr so spießig.
01:56Du wirst Aufgaben bekommen, die weit unter deinen Möglichkeiten liegen.
01:59Na und? Wenigstens habe ich eine künstlerische Tätigkeit.
02:02Und davon gibt es nicht viele in Falkenthal.
02:05Simon, bis vor ein paar Stunden war dieser Job das Letzte, was du wolltest.
02:10Und dann habe ich mir eben noch mal die Annoncen angeguckt.
02:13Die bieten alles Mögliche an, aber nichts, was für mich in Frage kommt.
02:15Und ehe ich zu Hause sitze und Däumchen drehe...
02:17Simon, bitte hör auf.
02:18Das ist doch absurd.
02:23Du hast recht.
02:26Es ist tatsächlich absurd.
02:29Der einzige Grund, warum ich den Job annehme, ist Henning.
02:33Ich traue ihm einfach nicht über den Weg.
02:52Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde.
02:58Es...
02:59Es tut mir leid, Helena.
03:03Um Sie und Richard.
03:06Ich...
03:07Ich war einfach blind vor Eifersucht.
03:12Und jetzt ist Richard der Einzige, der nur zu mir steht.
03:15Ich...
03:16Ich kann es gar nicht mit ansehen, wie er leidet.
03:21Ich glaube, ich werde mir das nie verzeihen.
03:24Dass ich ihm das angetan habe.
03:26Guten Tag.
03:28Was?
03:29Entschuldigen Sie, ich wollte Sie nicht erschrecken.
03:31Oh, das haben Sie aber.
03:34Sie sehen aus, als könnten Sie Hilfe gebrauchen.
03:38Mir kann niemand helfen.
03:42Eine Freundin oder Verwandte?
03:48Ich kann mir vorstellen, dass der Verlust sehr schmerzlich für Sie ist.
03:52Ich trauere nicht.
03:55Nein?
03:59Sie können das bestimmt nicht verstehen.
04:04Möglicherweise erleichtert es Sie, darüber zu reden oder zu weichten.
04:08Ach nein, das ist völlig ausgeschlossen.
04:12Falls Sie es sich anders überlegen.
04:15Lehmann ist mein Name.
04:17Ich bin hier der Gemeindepfarrer.
04:21Sie sind nicht allein.
04:25Wenn Sie es nicht wollen.
04:32Gott schütze Sie.
04:33Danke.
05:06Die Dame.
05:07Vielen Dank.
05:11Ich habe zu danken.
05:13Zum Beispiel dafür, dass du mir mein Frühstück mit einem knusprigen Anblick versüßtest.
05:18Wie kann dieser Verbrächer es wagen?
05:20Und was ist mit den legendären Lissy Special Sandwiches, die ich dir mitgebracht habe?
05:23Werde ich den ganzen Tag nicht aus dem Kopf bekommen.
05:27Solange du aber auch an mich denkst, sollst du mir recht sein.
05:31Hör auf, sonst...
05:32Was?
05:34Sonst kann ich mich nicht konzentrieren.
05:36Und dann verliere ich meinen Job und das mag doch dein Vater auch nicht.
05:40Oh, hallo, Papa.
05:43Hallo.
05:45Herr von beiden?
05:52Du hast recht.
05:54Den Vater mag mich wirklich.
06:05Und ich dachte, mit dem Thema Henning wären wir durch.
06:07Das dachte ich auch.
06:09Aber?
06:13Von wegen, du bist nicht eifersüchtig.
06:15Das habe ich so nie gesagt.
06:17Ich verstehe das nicht.
06:18Wovor hast du Angst?
06:21Dass mich Henning mit seinen ach so interessanten Investitionsanalysen verführt?
06:24Er hat dich schon mal über eure gemeinsame Arbeit rumgekriegt.
06:26Das ist Jahre her.
06:28Da kannten wir uns noch gar nicht.
06:29Außerdem kann von Rumkriegen gar nicht die Rede sein.
06:32Verstehe.
06:32Dann hast du es also drauf angelegt.
06:33Na, umso besser, dass ich jetzt hier bin.
06:34Dann muss ich dich eben auch im Auge behalten.
06:37Willst du wirklich da weitermachen?
06:38Wo?
06:39Da, wo wir gestern aufgehört haben.
06:41Ich dachte, wir haben uns versöhnt.
06:43Und ich dachte, das Thema Henning wäre endlich abgehakt.
06:48Da haben wir uns wohl beide getäuscht.
06:57Hören Sie, bitte legen Sie jetzt nicht auf.
06:59Wenn Sie gegen Delburg aussagen, dann werde ich...
07:02Verdammt.
07:05Danke dir.
07:12Das war der letzte.
07:17Hallo?
07:18Schön, dass Sie noch immer anrufen.
07:19Ich...
07:19Sophie, ich bin's.
07:20Richard.
07:21Ach so, hallo.
07:23Tut mir leid, hast du jemand anderen erwartet?
07:25Na ja, um ehrlich zu sein, ich hatte es gehofft.
07:28Ich bin an eine Polizeiakte herangekommen, in die ich große Hoffnungen gesetzt habe, aber...
07:33Na ja, du weißt schon.
07:34Wegen meinem Bruder.
07:35Ach so, der Fall, in dem Delburg damals auch verwickelt war.
07:38Ja.
07:39Aber diese Spur führt auch ins Leere.
07:42Es ist wie verhext.
07:44Niemand will gegen Delburg aussagen.
07:48Es ist sehr schade.
07:50Ich hätte gehofft, dass wenigstens du einen Schritt weiterkommst.
07:53Oh nein, das heißt, von Annabelle gibt's auch nichts Neues?
07:55Nein, im Gegenteil.
07:58Es wird mir immer schwerer, etwas vorzuspielen.
08:00Und als wäre das auch noch nicht genug, muss ich Delburg dabei zusehen, wie er sich an meine Tochter heranmacht.
08:05Ein Gutes hat das Ganze allerdings.
08:07Ach ja, ich wüsste nicht was.
08:09Na ja, wenn Delburg bei dir im Gutshaus tagtäglich aus und eingeht, dann wird er auf Annabelle treffen und dann
08:16müssen sie sich wohl oder übel zueinander verhalten.
08:18Ja.
08:20Und du meinst, die beiden würden sich dann irgendwann auch verraten?
08:24Delburg hat den Mord an Helena in Annabelles Auftrag ausgeführt.
08:28Die beiden können nicht so tun, als wäre nie etwas passiert.
08:31Ja. Und Lissi schwimmt die ganze Zeit mittendrin. Mitten im Haifischbecken.
08:37Denkst du noch immer darüber nach, sie einzuweinen?
08:40Wenn ich ihr jetzt erzähle, dass sie gerade dabei ist, sich in Helenas Mörder zu verlieben, dann glaubt sie mir
08:45sowieso nicht.
08:46Alles, was wir brauchen, sind Beweise.
08:49Richtig.
08:51Und bis dahin werde ich Annabelle weiter in Sicherheit wiegen, in der Hoffnung, dass sie irgendwann einen Fehler macht, was
08:58sich verreit.
08:59Ja, ich fürchte, einen besseren Plan haben wir im Moment nicht.
09:03Ja. Das fürchte ich leider auch. Bis später.
09:17Wie viele Jahre muss ich denn noch auf meine Post warten?
09:19Ja, Siema, das wird jetzt wirklich zu blöd. Wir sehen uns mal da.
09:23Jetzt hör mir doch einfach mal zu.
09:24Ich will aber nicht darüber reden.
09:25Ja, aber warum denn nicht?
09:26Siema, bitte, Siema ist ein für alle Mal beendet.
09:28Siema, jetzt warte doch mal.
09:30Entschuldige.
09:31Luisa!
09:33Ist alles in Ordnung bei euch?
09:35Ja, natürlich.
09:36Kann ich irgendwas tun?
09:42Das ging ja schneller, als ich dachte.
09:46Kann ich dir irgendwie helfen, Liebling?
09:48Danke, Schatz. Ich habe alles bestens im Griff.
09:52Glaubst du eigentlich, dass sonst irgendjemand in dieser Firma diese Liebespaarscharade auf Dauer abnimmt?
10:03Ah, wir müssen nun gut anstellen.
10:06Sag mal, hat deine gute Laune irgendetwas damit zu tun, dass Luisa gerade mit wütendem Gesichtsausdruck an mir vorbeigehauscht ist?
10:13Wie kommst du denn darauf?
10:15Was ist passiert?
10:16Es gab den ersten Streit im Paradies.
10:19Du meinst wohl den ersten Streit an diesem Tag?
10:22Okay, du hättest recht.
10:23Natürlich hatte ich recht. Kaum arbeitet Simon wieder in der Manufaktur, streiten sich die Liebenden, als gäbe es kein Morgen
10:28mehr.
10:29Dann hoffen wir mal, dass es so bleibt.
10:31Nein, hoffen allein hilft nicht, mein Lieber.
10:43Und? Bist du mit deiner Recherche in Bezug auf deinen Bruder schon weitergekommen?
10:48Niemand will gegen Delbrück aussagen.
10:53Ich wünschte, ich könnte Tom selbst fragen.
10:55Aber seit er geflohen ist, ich...
10:59Besser, ich hab keine Ahnung, wo er ist.
11:02Na, ich verstehe. Jetzt, wo du weißt, dass Delbrück an dem Tod von Helena beteiligt war, denkst du, dass er
11:07dein Bruder damals auch reingeritten hat?
11:08Ja. Das hier war meine letzte Hoffnung. Eine Hotelabrechnung in der Schweiz.
11:15Es könnte sein, dass Delbrück sich dort abgesetzt hat, um das Geld in der Schweiz zu deponieren.
11:20Und wie lange soll das her sein?
11:22Zwei Jahre.
11:23Zwei Jahre? Da kann sich doch keiner mehr an irgendeinen Gast erinnern.
11:28Ich weiß. Die Chancen, dass ich noch irgendetwas herausfinde, sind verschwindend gering.
11:32Aber es ist die einzige Spur, die ich habe, Elsa.
11:35Sophie, vielleicht ist das alles auch ein Zeichen, dass du die Dinge ruhen lassen solltest.
11:39Ich meine, du hast doch jetzt alles probiert.
11:40Ruhen lassen? Das kann doch nicht dein Ernst sein, Elsa.
11:42Ich kann jetzt nicht aufhören.
11:44Delbrück muss für all seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden.
11:49Elsa?
11:50Machst du mir einen Kaffee-Latter und einen Caesar-Sailant?
11:54Mal kurz.
12:01Hallo, Lissi.
12:03Darf ich mich kurz setzen?
12:05Ich muss fürs Abi lernen.
12:08Also hör mal, ich...
12:10Ich weiß, dass du und Jan, also...
12:12Dass ihr beiden jetzt zusammen seid.
12:14Ja. Und?
12:17Naja, ich kenne Jan schon sehr lange und ich...
12:20Ich wollte dich nur warnen.
12:22Ich meine, bitte sei vorsichtig, ja?
12:23Ziemlich schwach, ihn so schlecht zu machen, findest du nicht?
12:27Ich weiß gerade nicht, was du meinst.
12:28Ich meine es wirklich nur gut, Lissi.
12:30Ja.
12:31Und du kannst es nicht ertragen, dass er mit einer anderen Frau zusammen ist?
12:35Ähm, stopp mal.
12:36Du glaubst, dass ich eifersüchtig bin.
12:38Sophie, ich weiß Bescheid.
12:39Er hat mir alles erzählt.
12:41Er hat mit dir Schluss gemacht und daraufhin bist du durchgedreht.
12:46Also gut, wenn Jan schon so offen und ehrlich zu dir war, dann hoffe ich, dass er dir auch
12:51die ganze Wahrheit gesagt hat.
12:54Lissi, er hat sich schon nach kurzer Zeit von mir aushalten lassen und er hat mich
12:58belogen und betrogen, wo es nur ging.
13:00Sophie, bitte!
13:00Wenn ich in meiner Beziehung zu Jan irgendetwas gelernt habe, dann, dass er ein notorischer
13:05Lügner und Betrüger ist, dem man nicht trauen darf.
13:07Diesen Schwachsinn muss ich mir nicht länger anhören.
13:08Lissi, bitte!
13:21Oh, hallo Simon!
13:23Hallo!
13:25Heißt das jetzt, dass Sie...
13:27Dass ich Ihr neuer Angestellter bin, richtig erkannt.
13:30Und Sie sind die neue Chefdesignerin, oder nicht?
13:33Ja.
13:35Aber wenn Sie wollen, kann ich mich auch wieder an meinen Schreibtisch setzen und Sie können
13:39zurück an Ihren.
13:40Das würde mir gar nichts ausmachen.
13:42Nein, warum?
13:43Sie sind der Chef.
13:44Also sitzen Sie hier natürlich auch auf dem Chefsessel.
13:46Bitte.
13:51Naja, ist schon eine komische Situation so.
13:53Sie sind ja der Kompetentere und ich habe gerade meine Gesellenprüfung gemacht.
13:57Sollen das hier die Vorschläge für die soldarische Botschaft sein?
14:00Ja, das ist richtig.
14:01Ich schätze, da müssen wir noch mal ran, oder?
14:18Sie sind nicht allein, wenn Sie es nicht wollen.
14:24Hallo, Annabelle.
14:26Hallo.
14:30Na, Geheimnisse.
14:31Nicht wirklich.
14:34Das hier hat mir ein Pfarrer geschenkt, als ich vorhin an Helenas Grab war.
14:41Ach, Pfarrer Lehmann.
14:43Das ist der Pfarrer, der Helenas Beerdigung begleitet hat.
14:47Seit wann bist du religiös?
14:48Das bin ich nicht.
14:50Jedenfalls nicht im strengen Sinne.
14:53Trotzdem habe ich mich plötzlich so aufgehoben gefühlt.
14:57Der Mann hat so eine warmherzige, aufmerksame Art.
15:02Ich glaube, er hat mir eine Beichte nahegelegt.
15:05Ach ja?
15:08Verstehe.
15:09Verstehe.
15:10Aber du hast abgelehnt, nehme ich an.
15:13Für einen Moment habe ich tatsächlich darüber nachgedacht.
15:17Wirklich?
15:19Ja gut, aber was hättest du schon zu beichten?
15:22Richard, wir wissen doch beide, dass ich mehr als einen schwerwiegenden Fehler in meinem Leben begangen habe.
15:28Ja gut, wenn es danach geht, dann habe ich auch so einiges zu beichten.
15:31Wir alle machen Fehler im Laufe unseres Lebens.
15:36Vielleicht sollte ich mich auch mal wieder mit Pfarrer Lehmann treffen.
15:39Es ist gut, mit ihm zu reden.
15:42Er hat mir viel Trost gespendet nach Helenas Tod.
15:46Tu das, wenn es dir danach besser geht.
15:50Aber ich bin auch immer für dich da, wenn du reden willst.
15:55Danke, Annabelle.
15:57Ich weiß das sehr zu schätzen.
16:01Du hattest was mit Dale Brück?
16:03Nein, natürlich nicht.
16:06Du belügst, Lissi?
16:07Elsa, begreifst du nicht, Jan hat sie belogen.
16:10Ah, und jetzt machst du einfach weiter.
16:13Wenn ich das Gegenteil behauptet hätte, hätte Lissi mir sowieso nicht geglaubt.
16:17So etwas nennt man Flucht nach vorne.
16:18Nein, so etwas nennt man Verleumdung.
16:21Ich sage mir aber bitte nicht, dass ich auf den guten Ruf von Dale Brück Rücksicht nehmen soll, oder?
16:25Ich finde, du gehst ein bisschen weit mit deinem Hass gegen diesen Mann.
16:28Leider noch nicht weit genug. Er läuft ja noch immer frei herum.
16:30Sophie, du lügst. Du verbringst den ganzen Tag auf der Suche nach irgendwelchen seltsamen Spuren, die dich sowieso nirgendwo hinführen.
16:37Also langsam mache ich mir Sorgen um dich.
16:38Das musst du nicht, Elsa.
16:40Du bist eine spitzen Anwältin und nimmst keine neuen Klienten mehr an.
16:43Du hast enge Freunde, die du kaum noch siehst.
16:45Und alles nur dafür, dass du diesen Dale Brück hinterherjagst?
16:48Er ist nun mal der einzige Grund, warum ich überhaupt noch hier bin.
16:52Ach, das ist ja interessant. Gut zu wissen.
16:55Elsa, es tut mir leid. Du weißt, dass ich das nicht so gemeint habe.
16:58Nein, das weiß ich nicht.
17:01Mein Leben, das... Es kann erst wieder wirklich weitergehen, wenn ich Jan als den Mörder von Helena enttarnt habe.
17:08Und wenn er für alles bezahlt, was er meinem Bruder angetan hat.
17:11Weißt du, wie du jetzt klingst? Jetzt klingst du wie mein Bruder.
17:14Erinnerst du dich?
17:15Hagen war so versessen von seinem Hass gegen Annabelle, dass er fast selber zum Mörder geworden ist.
17:19Aber Gott sei Dank hat er begriffen, wann er aufhören muss.
17:28Ich habe dir die Grundliste der Lagerhalle herausgesucht, die für die Stiftung umgebaut wird.
17:33Danke.
17:34Vielleicht stehen ja wirklich bald hunderte von kleinen Hackern in der Manufaktur und wollen große Künstler werden.
17:39Dann brauchen wir jede Menge Kapazitäten.
17:46Du siehst blass aus.
17:49Echt? Danke, mir geht's gut.
17:51Luisa, mir musst du nichts vormachen.
17:53Die Wände hier sind dünn und die meisten Angestellten tatschen.
17:58Also, falls du damit meine Schwester meinst.
18:01Gut, Simon und ich, wir hatten einen kleinen Streit.
18:04Ich wollte ja nicht indiskret sein.
18:06Aber das ist nicht weiter schlimm.
18:07Ich schätze mal, Nora hat wieder eine Katastrophe daraus gemacht.
18:11Wenn du mit jemandem reden willst...
18:13Dann sage ich's dir.
18:14Danke.
18:18Ach, guck mal.
18:20Eine E-Mail des Interessenverbandes für deutsche Kinderheime.
18:25Sie wollen mit der Harald-Becker-Stiftung zusammenarbeiten.
18:28Und sie schlagen ein gemeinsames Pilotprojekt vor.
18:32Ein Workshop für künstlerisch begabte Kinder.
18:35Dann hast du sie also überzeugt. Das ist ja wunderbar.
18:37Sie haben sogar schon einige Kinder ausgesucht, die sie für förderungswürdig halten.
18:41Sag mal.
18:42Theo ist auch dabei.
18:44Du weißt schon, dass der Junge, der mich überhaupt auf die Idee gebracht hat, mit der Stiftung Heimkinder zu fördern.
18:48Na, er hat's auch verdient.
18:49Und ob.
18:56Ja, Simon? Was ist?
19:01Muss das jetzt sein?
19:03Na gut.
19:05Ja, ich bin gleich bei dir.
19:07Ich muss in die Designabteilung.
19:09Anscheinend gibt's da irgendein Problem, das mit der Stiftung zu tun hat.
19:20Das, das machst du sehr gut.
19:22Guck mal, wenn du jetzt hier einen Schatten hinsetzt, dann entsteht Raumtiefe. Siehst du das?
19:26Toll. Das sieht super aus.
19:28Hallo, Theo.
19:30Was machst du denn hier?
19:31Riesa.
19:32Ich hoffe, du bist nicht wieder weggelaufen.
19:35Die Heimleiterin hat mir erlaubt, hierher zu kommen, weil ich hab euch was mitgebracht.
19:38Mhm.
19:40Mhm.
19:41Malkes Farbe.
19:43Ja, die hat sie sehr vermisst. Sie hätten sie eigentlich für ihre Prüfung gebraucht.
19:46Tut mir leid, das wusste ich nicht. Aber es war die schönste Farbe, die ich jemals hatte.
19:50Hm.
19:51Schon gut.
19:52Malka hat ihre Prüfung ja trotzdem geschafft.
19:54Und jetzt bist du bei uns im Malkurs, da gibt's genug tolle Farben.
19:58Simon hat gesagt, dieser Malkurs ist noch diese Woche.
20:02So, hat er das.
20:04Naja, ich hab gesagt, vielleicht noch diese Woche.
20:08Weißt du, Simon kann das leider gar nicht beurteilen.
20:11Was heißt das?
20:26Das hier ist die Polizeiakte, von der ich dir erzählt habe.
20:28Ja. Aber leider hab ich bisher nichts gefunden, was uns in irgendeiner Form weiterhelfen könnte.
20:32Mhm.
20:33Und diese Spur in der Schweiz führt auch ins Leere.
20:36Dafür hab ich eine Idee, wie wir vielleicht doch ein Geständnis von Annabelle bekommen können.
20:43Offensichtlich hat sie Vertrauen zu unserem Gemeindepfarrer gefasst.
20:48Annabelle und ein Pfarrer. Du nimmst mich auf den Arm.
20:51Nein, nein, nein. Die beiden haben sich auf dem Friedhof getroffen und Annabelle war wohl kurz davor, ihr Gewissen zu
20:57erleichtern.
20:59Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass Annabelle Grafenberg so etwas wie eine Beichte ablegen will?
21:05Ich weiß nicht. Danke.
21:07Gerne.
21:08Ich glaube, sie kämpft gerade mit ihrem schlechten Gewissen.
21:12Aber Richard, selbst wenn sie das tun würde, wie sollen wir...
21:17Wie war es das nach wie vor in ihrem Zimmer installiert?
21:20Ich werde also Pfarrer Lehmann zu uns nach Hause bitten und es so einrichten,
21:23dass ich die beiden für eine bestimmte Zeit in Annabelles Zimmer zurückziehen kann.
21:28Also, ich weiß nicht.
21:30Sophie, wenn es die einzige Möglichkeit ist, Delbrück und Annabelle dran zu kriegen,
21:34dann sollten wir es vielleicht ausprobieren, oder?
21:37Ja, natürlich. Du hast recht.
21:39So. Und vorher werde ich meine Tochter von diesem Verbrecher befreien.
21:44Apropos Lisi, wenn du mit ihr sprechen willst, bitte sei vorsichtig.
21:48Ich habe vorhin versucht, mit ihr zu reden und...
21:50Naja.
21:52Jan hat sie gründlich manipuliert. Sie will kein schlechtes Wort über ihn hören.
21:56Ich habe auch nicht vor, sie mit Worten zu überreden.
22:01Guck mal, Theo, ich habe da was für dich.
22:03Super, danke.
22:05Und, hast du mit deinem Chef gesprochen?
22:07Ja, und ich fürchte, wir können frühestens in sechs Wochen beginnen.
22:10In sechs Wochen? Das ist ja mehr als ein Monat.
22:12Tut mir leid, aber wir brauchen Platz.
22:14Wir wollen doch, dass ihr euch wohlfühlt bei uns sein, Manufaktor.
22:17Die Bauarbeiten dauern nur mal so lange.
22:19Da führen wir dann einen ganz tollen Raum mit viel Licht und großen Zeichentischen.
22:23So lange können wir doch auf der Wiese malen.
22:25Und was ist, wenn es regnet?
22:27Dann machen wir den Malenkurs eben hier drin.
22:29Wir arbeiten hier und hier liegen Entwürfe rum, die nicht durcheinander gebracht werden sollen.
22:33Ich bringe auch nichts durcheinander.
22:35Theo, ich glaube, du warst gar nicht damit gemeint.
22:36Und ich bringe auch nichts durcheinander. Ich habe die Entwürfe einfach nur zur Seite gelegt.
22:41Habt ihr euch gestritten?
22:44Äh, weißt du, also deshalb redet ihr den ganzen Tag nicht miteinander.
22:49Zugegeben, das ist ein bisschen kindisch.
22:52Ja, aber auch wenn man erwachsen ist, darf man ja ab und zu ein bisschen kindisch sein.
22:56Theo, ich glaube, es ist besser, wir essen draußen.
22:58Dann bringen wir ja auch nichts durcheinander.
23:00Danke.
23:02Und für den Malenkurs, da finden wir eine Lösung.
23:04Versprochen?
23:05Versprochen.
23:23Ja, bitte.
23:25Herr Delbrück für Sie.
23:27Ah ja.
23:28Danke, Katharina.
23:30Herr von beiden?
23:32Ich habe Sie hergebeten, Herr Delbrück, um mit Ihnen über meine Tochter zu sprechen.
23:37Willst du?
23:38Ja, Ihre, sagen wir es mal vorsichtig, Affäre gilt langsam, mir Sorgen zu machen.
23:46Müssen Sie sich keine Gedanken machen, ich werde gut auf Lissi aufpassen.
23:49Sicher werden Sie das.
23:51So einen Schatz muss man hüten, nicht wahr?
23:54Verstehe ich nicht.
23:55Ich glaube, Sie verstehen ganz richtig.
23:58Meine Tochter ist jung, sie ist schön, sie ist begehrenswert.
24:01Ja, ja, natürlich.
24:01Aber machen wir uns nichts vor, der Altersunterschied zwischen Ihnen ist beträchtlich.
24:06Und Sie haben als Kriminalkommissar schon die Abgründe menschlichen Lebens erlebt.
24:11Meine Tochter dagegen ist sehr behütet aufgewachsen.
24:15Bin ich Ihnen jetzt nicht gut genug?
24:17Was ich damit sagen will, ist, dass meine Tochter und Sie keinerlei Basis für eine ernsthafte Beziehung haben.
24:24Das wissen Sie genauso gut wie ich.
24:25Über kurz oder lang werden Sie ihr das Herz brechen und genau das möchte ich vermeiden.
24:29Verstehen Sie?
24:30Nein, da täuschen Sie sich.
24:31Ich meine das durchaus ernst mit Lissi.
24:34Lissi ist für mich nicht irgendeine junge Frau.
24:36Ja, ja, genau.
24:38Da haben Sie recht, das ist meine Tochter.
24:40Und ich liebe meine Tochter über alles.
24:43Und deshalb erwarte ich von Ihnen, dass Sie Lissi in Ruhe lassen.
24:47Und auf Ihren Spaß verzichten.
24:51Wird das jetzt ein offizieller Rausschmiss?
24:53Sie haben mich schon verstanden, nicht wahr?
24:57Herr van Weyden, Sie können mich nicht leiden.
24:59Gut, warum auch immer.
25:00Das ist Ihre Sache.
25:03Aber ich liebe Ihre Tochter.
25:05Und Lissi liebt mich.
25:06Und alles, was ich möchte, ist Ihre Tochter glücklich sehen.
25:09Na, dann machen Sie sich doch nicht lächerlich, Delbrick.
25:11Alles, was Sie wollen, ist das Geld meiner Tochter.
25:13Aber klar.
25:14Ich habe mich über Sie kundig gemacht.
25:16Sie leben weit über Ihre Verhältnisse.
25:19Und da kommt Ihnen natürlich, Lissi, mit Ihrem großzügigen Erbe genau recht.
25:24Das ist eine absolut infame Unterstellung von Ihrer Zeit.
25:25Hören Sie zu!
25:27Sparen Sie sich das einfach.
25:30Das hier dürfte reichen, um ein Jahr lang dreimal täglich im Lanzino essen gehen zu können.
25:35Nehmen Sie das Geld und verschwinden Sie aus meinem Leben.
25:37Und aus dem Leben meiner Tochter.
25:46Hallo!
25:47Hey!
25:50Kannst du dich schon mal auf deinen Feierabend freuen?
25:52Das tue ich sowieso.
25:53Oder haben wir was Besonderes vor?
25:55Ich habe den neuen Film mit Hugh Grant ausgeliehen.
25:58Hey!
26:00Weil du dich doch so geärgert hast, als wir ihn damals im Kino verpasst haben.
26:04Na ja, wenn ich ehrlich bin, freue ich mich eigentlich auch viel mehr, ihn mit dir allein auf der Couch
26:09zu sehen.
26:10Und auf der Couch hat man ja auch viel mehr Reaktionsmöglichkeiten.
26:15Kaffee?
26:17Gerne.
26:23Hat es jemand vergessen?
26:25Na Sophie, und wir können froh sein, dass es nur ihr Halsduch ist und nicht gleich ihr ganzer Kopf.
26:31So schlimm?
26:32Sie ist so versessen in ihrem Kampf gegen diesen Delbrück, dass ich wette, dass sie sogar vergisst zu essen oder
26:37zu schlafen.
26:39Ist natürlich auch hart für sie.
26:40Hagen ist in Australien und sie steht in ihrem Kampf gegen Annabelle und Delbrück ganz alleine da.
26:46Na ja, so allein ist sie jetzt auch wieder nicht.
26:52Denkst du, was ich jetzt denke?
26:56A-D-U-Grant, hallo Sophie?
26:58Wir sind doch Ihre Freunde.
27:01Dann kuschel mal halt so dritt auf der Couch.
27:03Na, das könnte dir so passen.
27:32Was ist denn?
27:35Lissi, wir haben keine Zukunft.
27:38Was?
27:40Was soll das denn jetzt?
27:42Es geht nicht anders.
27:46Wieso?
27:49Lissi, bitte mach's nicht noch schwer.
27:52Entschuldige mal, ich hab ja wohl ein Recht zu erfahren, warum du mit mir Schluss machst.
27:56Ja.
27:58Es geht um deinen Vater.
28:00Ja.
28:05Er akzeptiert mich nicht.
28:07Na und?
28:09Lissi, ich möchte nicht, dass du unglücklich wirst und dich mit deiner Familie überwirfst.
28:13Ich weiß doch, wie wichtig dir dein Vater ist.
28:15Natürlich ist mir mein Vater wichtig, aber er wird irgendwann kapieren, dass wir beide zusammengehören.
28:19Nein, Lissi.
28:21Das kann er nicht.
28:22Das wird er auch nie.
28:25Es tut mir leid, Lissi.
28:40Hey.
28:41Hey.
28:42Na, wie ist dein Kundengespräch gelaufen?
28:43Jedenfalls besser als das mit meinem neuen Angestellten.
28:46Hm?
28:48Ja, Simon arbeitet wieder hier.
28:50Als einfacher Designer.
28:52Echt?
28:53Dann hat er wohl doch keinen anderen Job gefunden.
28:55Keine Ahnung.
28:56Jedenfalls ist er ziemlich schlecht drauf.
28:58Ich glaube, er nimmt's mir übel, dass ich jetzt seine neue Chefin bin.
29:01Warum soll er dir das übel nehmen?
29:02Henning Reichenbach ist doch für die Beförderung verantwortlich.
29:05Dann sag das mal deinem Bruder.
29:06Das kann doch ganz egal sein, was mein Bruder sich denkt.
29:09Es ist mir aber nicht.
29:10Dein Bruder hat mich ausgebildet.
29:11Und ich hab ihm einfach wahnsinnig viel zu verdanken.
29:13Er ist der bessere Designer.
29:16Es ist echt ein Witz, dass ich jetzt seine neue Chefin sein soll.
29:19Jetzt lass dich nicht von der schlechten Laune von einem Angestellten runterziehen.
29:22Ja, du hast recht.
29:24Vielleicht sollte ich ganz normal weiterarbeiten und mir vor Simon ein dickeres Fell zu legen.
29:30Was hast du mit Jan gemacht?
29:32Lissi, komm, setz dich jetzt.
29:33Ich will mich nicht, setz mich. Wir wissen, warum du meinen Freund vertrieben hast.
29:37Was hast du gegen Jan?
29:39Lissi, hör mir zu.
29:41Es ging ihm niemals um dich.
29:42Sondern?
29:43Um dein Geld.
29:45Das kann nicht dein Ernst sein, Papa.
29:46Das ist mein voller Ernst.
29:47Wie kommst du auf so einen Mist?
29:49Ich kenne dieses saute Mann.
29:51Er hat sich nur ausgenutzt, weiter nichts.
29:53Wie kannst du mir das antun, Papa?
29:55Es ist das erste Mal, dass mir wieder jemand wichtig ist.
29:58Jemand, der es ernst mit mir meint.
30:00Und was machst du? Du machst alles kaputt.
30:01Er hat es niemals mit dir ernst gemeint.
30:03Das ist eine Lüge, eine verdammte Lüge und du weißt es auch.
30:05Lissi, komm her, jetzt setz dich mal hin.
30:06Nein, ich will überhaupt nichts mehr von dir hören. Lass mich in Ruhe.
30:09Ich habe ihm Geld geboten.
30:13Du hast was?
30:16Ich habe ihm Geld dafür geboten, dass er dich verlässt.
30:19Und er hat es angenommen.
30:26Und? Hast du Theo gut zurückgebracht?
30:28Ja.
30:29Er hat mir die ganze Fahrt über mit dem Workshop in den Ohren gelegen.
30:33Sechs Wochen bedeuten für ihn ja eine Ewigkeit.
30:36Er war so enttäuscht.
30:38Jetzt haben wir endlich grünes Licht für die Förderung bekommen.
30:40Und nun?
30:42Es muss doch für die sechs Wochen irgendeine Alternative zur Manufaktur geben.
30:46Ich überlege schon die ganze Zeit, aber mir fällt nichts ein, was finanzierbar wäre.
30:49Willst du noch was?
30:51Luisa, ich...
30:52Sag jetzt nichts.
30:55Gar nichts.
30:58Wir müssen aufhören damit.
31:00Uns gegenseitig verrückt zu machen, mein.
31:02Mit Henning und Nora und überhaupt.
31:05Ja, du hast recht.
31:07Und ein Gutes hat es doch, dass du wieder in der Manufaktur anfängst.
31:11Ja.
31:12Wir können heimlich in der Tierküche knutschen.
31:14Von mir aus auch am Catering, wo es alle sehen können.
31:36Du hast Jan tatsächlich Geld gebuchen, damit er Liss ihn wohl lässt.
31:40Ja, aber er braucht doch welches.
31:42Jetzt wo Annabelle als Geldquelle abgeschnitten ist?
31:45Natürlich, du hast recht.
31:46Aber wie hat Liss hier reagiert?
31:48Im Moment hasst sie mich und den Rest der Welt, dass ihr Geliebter ein Mistkerl ist.
31:52Aber sie wird sich auch wieder beruhigen und dann wird sie mir dankbar sein, wenn sie
31:55erst die ganze Wahrheit über Delbrück erfährt.
32:02Erwartest du noch Besuch?
32:04Nein.
32:06Wir ignorieren es einfach, okay?
32:08Sophie?
32:10Uh, wir sind es.
32:11Konrad und ich.
32:13Gut, jetzt hat er den Schlüssel.
32:15Jetzt.
32:16Am besten, du gehst schnell ins Bad und ich will mich hier irgendwie ab.
32:19Ja.
32:19Ich komme gleich.
32:21Jetzt mach es schon.
32:30Hallo.
32:31Hi.
32:31Na?
32:32Das ist ja eine Überraschung.
32:33Du, wir haben uns gedacht, bevor du heute Abend deinen Abend mit deinen Akten und vielleicht
32:37noch in der Schweiz verbringst, da laden wir dich einfach auf eine runde Popcorn ein.
32:41Das ist wirklich sehr lieb von euch, danke, aber ich, ich wäre heute, glaube ich, gern allein.
32:46Nichts da, wir haben einen ganz, ganz langen Weg hinter uns.
32:49Ja.
32:50Nichts da, danke.
32:52Ach, hast du schon Besuch?
32:54Ähm, also...
32:58Guten Abend allerseits.
33:00Guten Abend.
33:02Ich dachte, ihr beide redet nicht mehr miteinander.
33:06Nein, nein, nein, nein, das tun wir auch nicht.
33:07Also, äh, wissen wir uns in keinster Weise eigentlich, was Annabelle betrifft, und, äh...
33:13Herr Van Weiden ist hier wegen Lissi.
33:15Er macht sich große Sorgen.
33:17Also, ihr wisst doch, Lissi ist jetzt mit Jan Delbrück zusammen.
33:19Richtig.
33:20Ja, und er hat mich gebeten, ob ich nicht vielleicht irgendwie positiv auf Lissi einwirken könnte.
33:26Absolut.
33:27Verstehen Sie, ich als Vater habe in dieser Hinsicht überhaupt gar keine Chance, aber Lissi
33:33hält große Stücke auf, Frau Mowack.
34:05Lissi, ich wollte eigentlich gar nicht kommen.
34:07Das kann ich mir vorstellen.
34:11Was ist denn los?
34:13Ich wollte dir doch mal in die Augen sehen.
34:15Und dir persönlich sagen, dass ich noch nie in meinem Leben so enttäuscht worden bin wie von dir.
34:23Was soll das?
34:24Ich weiß Bescheid.
34:26Ich weiß, dass mein Vater dir Geld gegeben hat.
34:28Und du hast es angenommen.
34:31Daher weht der Wind.
34:33Du bist so ein Arschloch.
34:35Nein, Lissi.
34:36Jetzt bin ich von dir enttäuscht.
34:39Ich habe gedacht, du bist nicht so wie dein Vater.
34:41Ich habe gedacht, du bist anders.
34:42Aber es muss wirklich so eine Art reicher Leute-Krankheit sein,
34:46dass ihr immer denkt, alle wollen nur an euer Geld ran.
34:59Richard von beiden hat sich vor uns versteckt.
35:01Wahrscheinlich, weil die beiden irgendwas zu besprechen hatten, was wir nicht hören sollten.
35:09Die beiden haben ein Verhältnis.
35:11Quatsch.
35:12Ich wette, es hat irgendwas damit zu tun, dass Sophie doch wegen Delbrück recherchiert.
35:16Wieso denn das?
35:18Na, weil das im Augenblick das einzige Thema ist, was Sophie interessiert.
35:23Okay.
35:24Lass uns noch mal ganz in Ruhe überlegen.
35:26Richard von beiden glaubt absolut nicht,
35:28dass Annabelle oder Delbrück irgendwas mit dem Tod seiner Frau zu tun haben.
35:31Und deswegen haben er und Sophie sich überworfen.
35:33Ja, aber trotzdem kann er ja Sophie um Rat bitten, wenn es um seine Tochter geht.
35:36Das würde jeder besorgte Vater tun.
35:38Aber doch nicht Richard.
35:39Richard ist viel zu stolz.
35:41Wenn Richard erstmal einen Entschluss gefasst hat,
35:43dann ist er der Letzte, der über seinen Schatten springt.
35:49Du hast das Geld gar nicht genommen?
35:51Ja, natürlich nicht.
35:55Warum hast du mir denn nichts von diesem Scheck erzählt?
35:57Wenn ich gewusst hätte, dass mein Vater dir Geld angeboten hat, damit du gehst, dann hätte ich doch...
36:01Dann was, Lissi?
36:02Was dann?
36:02Wären wir dann durchgebrannt?
36:04Zum Beispiel.
36:08Ich weiß doch, wie wichtig dir dein Vater ist.
36:11Ich wollte mich nicht zwischen euch stellen.
36:14Stattdessen machst du Schluss?
36:17Jan, ich dachte, wir lieben uns.
36:21Das tun wir doch auch, Lissi.
36:23Das tun wir.
36:25Aber dein Vater akzeptiert mich nicht.
36:27Und das hat er wirklich auf eine sehr demütigende Art und Weise gezeigt.
36:33Lissi, gerade weil wir uns so lieben, habe ich unsere Beziehung beendet.
36:36Ich möchte nicht, dass du dich irgendwann entscheiden musst zwischen mir und deinem Vater.
36:43Da gibt es nichts mehr zu entscheiden.
36:45Mein Vater hat dich bestochen, damit du mich verlässt.
36:48Und damit ist er eindeutig zu weit gegangen.
36:54Jan, ich liebe dich.
36:57Und daran kann weder mein Vater noch sonst irgendjemand auf dieser Welt was ändern.
37:24Jan, ich liebe dich.
37:31Guten Morgen allerseits.
37:33Guten Morgen, Schatz.
37:35Holen Sie uns doch mal die Zeit.
37:36Sehr gerne.
37:37Danke, Schatz.
37:38Wie aufmerksam von dir.
37:42Und, was hat meine Mutter gesagt?
37:44Wozu?
37:45Na, zu dieser, wir haben uns alle lieb und fördern arme Kinderstiftung.
37:49Wenn ich dich richtig verstanden habe, dann würde Luisa doch lieber heute als morgen anfangen, mit den Kinderchen zu malen.
37:53Tja, und ich würde ihr die Freude auch keine machen, aber dann...
37:55Meine Mutter stellt keine Räume zur Verfügung, richtig?
37:58Richtig.
38:00Wir sind alle Abteilungen der Manufaktur durchgegangen.
38:02Da ist nirgendwo genügend Platz.
38:04Also müssen wir wohl oder übel die sechs Wochen abwarten, bis die Lagerhallen renoviert sind.
38:08Sechs Wochen?
38:10Das ist so lang.
38:11Luisa braucht dringend was zu tun, und zwar direkt an deiner Seite.
38:14Was soll ich machen?
38:14Ihr das Gutshaus als Location anbieten?
38:16Ja, warum nicht?
38:17Besser sie ist hier mit den kleinen Rotznasen als mit Simon im Atelier.
38:20Oder in der Manufaktur.
38:22So wie ich Luisa gestern Abend verstanden habe, sind die beiden übrigens wieder ein Herz und eine Seele.
38:27Oh, toll.
38:29Noch eine gute Nachricht.
38:35Warum ist es zur Zeit so kompliziert mit uns beiden?
38:41Wir lieben uns doch.
38:42Und trotzdem streiten wir jeden Tag aufs Neue.
38:46Warum misstraust du mir?
38:48Ich will doch mit dir zusammen glücklich werden, in unserem eigenen kleinen Hotel.
38:56Irgendwann werden wir uns das Hotel zurückholen.
38:58Das weiß ich.
39:00Vielleicht wird dann endlich wieder alles gut.
39:07Bist du ja schon auf.
39:10Ich konnte nicht mehr schlafen.
39:13Du machst dir immer noch Gedanken über deinen Raum für die Kids.
39:16Aber mir fällt nichts ein.
39:18Wir können doch Theo und die Anna nicht sechs Wochen warten lassen.
39:22Und wenn wir den Workshop für die Kinder doch in der Designabteilung machen?
39:26Ich kann ja mit Maike reden.
39:28Es wird zwar eng und provisorisch, aber...
39:30Das ist lieb.
39:31Aber der Raum ist wirklich zu klein.
39:34Außerdem muss doch euer Betrieb normal weitergehen.
39:39Es sei denn...
39:41Es sei denn was?
39:44Du leitest den Workshop als Kunsterzieher.
39:46Ich?
39:47Theo würde sich bestimmt freuen.
39:50So, so.
39:51Und du?
39:52Ist das eine Frage?
39:53Oder eine Frage?
39:55Mhm.
40:07Was ist?
40:12Das Traumhotel.
40:14Soweit ich weiß, steht es immer noch leer.
40:16Denkst du, was ich denke?
40:18Ich denke, dass Theo keine sechs Wochen mehr auf seinen Mahlkurs warten muss.
40:41Guten Morgen.
40:47Kaffee?
40:55Ich kann ja verstehen, dass du wütend auf mich bist.
40:57Aber irgendwann wirst du begreifen, dass ich nicht anders handeln konnte.
41:02Du wirst mir sogar dankbar dafür sein.
41:03Dankbar?
41:05Wofür?
41:07Dafür, dass du dem Mann, den ich liebe, Geld geboten hast, damit er mich verlässt?
41:11In der Regel greife ich nicht zu solchen Mitteln, aber in diesem Fall konnte ich nicht anders.
41:15Siehst du, mir geht es da genauso.
41:17Ich konnte auch nicht anders.
41:20Morgen, Cherie.
41:21Du hast gut geschlafen?
41:22Mhm.
41:23Morgen.
41:32Er hat mich geschlagen.
41:34Er hat was?
41:35Dich geschlagen?
41:36Jan ist gefährlich und ich bitte dich, pass auf dich auf.
41:39Ich bin nämlich nicht die Spur eifersüchtig.
41:41Tatsächlich?
41:42Nein, und das, obwohl du gleich mehrere Tage mit Henning in unserem Traumhotel verbringen wirst.
41:47Du, Luisa, im Bett, eng umschlungen, nackt.
41:52Nachdem ich ihr K.O.-Topfen verabreicht habe.
41:54Nein, ein starkes Schlafmittel reicht auch.
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