- vor 16 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Hier, das ist ein Optionsvertrag.
00:03Ich bin bereit, Ihnen eine äußerst großzügige Summe zu zahlen,
00:07nur für das Recht, mit Ihnen als Erste über Ihr Patent verhandeln zu dürfen.
00:11Sie lassen sich nicht lohnen.
00:13Ich glaube eben an Ihre Erfindung.
00:15Na gut.
00:17Warum soll ich Ihnen nicht zuerst meine Lizenzverhandlungen anbieten,
00:21wenn Sie bei der Lizenzgebühr auch so großzügig sind?
00:26Tun Sie das lieber nicht, Herr Becker.
00:28Du hältst dich da raus.
00:30Darf ich?
00:36Ah, hier steht's. Im Anhang. Ganz klein.
00:42Für die in § 3 genannte Summe gehen die gesamten Patentrechte
00:47an die Falkentalporzellanmanufaktur über.
00:50Sie wollten Ihre Erfindung gerade verschenken.
00:55Meine liebe Mutter hat soeben versucht, Sie über den Tisch zu ziehen.
01:01So stimmt das, Frau Van Walden.
01:19Das war's.
01:32Could be the first day of my life.
02:02Was ich Ihnen als Erste die Glasur anbiete?
02:04So war das auch gemeint. Diese Fußnote können wir doch streichen.
02:08Das ist nicht mehr nötig. Ich werde mir das alles mit dem Vertrag noch mal überlegen. Auf Wiedersehen.
02:31Und jetzt? Trinken wir noch was?
02:33Für mich gibt's jetzt nur noch Champagner.
02:35Und du siehst aus, als würdest du im Geiste bereits die Millionen zählen.
02:39Naja, keinen Zuschuss wird mir mein Vater schon geben.
02:42Du willst den Fuhrpark erweitern, stimmt's?
02:45Nein, ich würde lieber einen Mann mehr einstellen. Dann hätte ich mehr Freizeit.
02:48Aha. Um der Familientradition zu folgen und Tanzkurse zu belegen, oder wie?
02:53Hm. Ich hab schon einen ziemlich heißen Hüftschwung.
02:56Mhm.
03:01Kann ich dir was zu trinken bringen?
03:04Mhm. Ja, das mach ich.
03:08Hallo.
03:09Hi.
03:09Hallo.
03:11Da seid ihr ja. Habt ihr deinen Vater mitgebracht?
03:13Ist er nicht hier? Wir dachten, er lässt sich bereits feiern.
03:16Der ist bestimmt noch bei den Vertragsverhandlungen.
03:18So wie ich Papa kenne, er hatte schon wieder die nächste Erfindung am Start.
03:22Ja, wie sieht's denn mit deinem Herzenswunsch aus, Bruder?
03:24Jetzt, wo Papa den großen Wurf gemacht hat?
03:26Na, dass du mit deinem Geschäft einen Aufschwung erlebst und Vater nicht mehr anpumpen musst.
03:29Dafür werde ich schon sorgen.
03:30Hoffentlich.
03:31Hast du auch einen weniger selbstlosen Wunsch auf Lager?
03:34Allerdings.
03:35Er wird bald sein Traumhotel eröffnen.
03:37Mit der Frau, die ich liebe.
03:51Wie kommst du dazu, dich in meine Geschäfte einzumischen?
03:54Durch meinen Anteil an der Manufaktur habe ich ein Mitspracherecht.
03:57Und das nutzt du dazu, um die Firma zu ruinieren?
04:00Du hättest wenigstens mein Geschäft zu entärmen können.
04:04Herr Becker denkt da sicherlich anders.
04:07Du wolltest ihn betrügen.
04:08So etwas tut man nicht.
04:09Mit dieser Formel wären selbst deine lächerlichen Anteile an der Manufaktur Millionen wert gewesen.
04:14Du hast ein Vermögen aus dem Fenster hinausgeworfen.
04:17Vor allem wohl dein Geld.
04:18Oder warum bist du so sauer?
04:20Es geht hier auch um dein Erbe.
04:22Du hast nicht nur mir geschadet, sondern auch dir selbst.
04:27Aber du vergisst, dass ich durch meinen Vater mehr als gut abgesichert bin.
04:31Was mit dir und deinen Tassen passiert, ist mir herzlich egal.
04:35Du solltest mich in Zukunft etwas ernster nehmen.
04:38Und dir gut überlegen, ob du noch einmal gegen meine Interessen handeln willst.
04:42Ich würde mich jederzeit wieder gegen dich entscheiden.
04:45Herr Becker wird sowieso unterschreiben.
04:49Es bleibt ihm gar nichts anderes übrig.
04:51Bist du dir sicher?
04:52Nach der Aktion gerade hätte ich an deiner Stelle meine Zweifel.
04:55Sehr große Zweifel.
05:11Harald, da bist du ja.
05:12Hallo.
05:12Wir haben die ganze Zeit auf dich gewartet.
05:15Ist das Gespräch nicht gut gelaufen?
05:17Wie man es nimmt.
05:19Wenn ihre Schwester nicht gewesen wäre, dann hätte ich einen großen Fehler gemacht.
05:22Ähm, was hat denn Nora damit zu tun?
05:27Als ich hier in Falkenthal anfing, hätte ich ja ein Verfahren zur drastischen Brennzeitverkürzung
05:32entwickeln sollen.
05:33Das ist mir ja nicht gelungen.
05:35Ja, dafür hast du eine superfeste Porzellan-Glasur erfunden.
05:38Sie ist kratzfest und säurebeständig.
05:41Nicht wahr, Simon?
05:41Ja.
05:42Also selbst ein Geschirrspüler im Dauertest könnte einem Dekor nichts anhaben, wenn
05:46es durch deine Glasur geschützt ist.
05:48Tja, wenn Sebastian nicht die Dosen verwechselt hätte, dann wüsste ich heute noch nicht,
05:52welche fantastische Wirkung dann Blumendünger im Brennofen entwickelt.
05:56Also es spielt doch keine Rolle, wie Sie auf Ihre Erfindung gekommen sind, oder?
05:59Tja, für die Manufaktur ist das eigentlich uninteressant.
06:02Wichtig ist nur eines.
06:05Sie haben keine Rechte an meiner neuen Erfindung.
06:08Wenn ich das richtig verstanden habe.
06:11Also das verstehe ich nicht.
06:13Vaters Werkvertrag bezieht sich ausdrücklich nur auf die Brennzeitverkürzung.
06:17Also gibt es keine vertragliche Vereinbarung für die Glasur.
06:20Genau.
06:20Das ist ja auch der Punkt, den Annabelle ändern wollte, auf ihre Art und Weise.
06:26Ja, nun komm doch mal auf den Punkt und mach es nicht so spannend.
06:28Tja, sie hat mir Geld angeboten, dass ich ihr zuerst die Verhandlungen über die neue Formel
06:34anbiete.
06:35Ja und?
06:36Tja, und ich hätte den Vertrag unterschrieben, wenn Nora nicht gewesen wäre.
06:40Und hätte meine neue Erfindung für lächerliche 20.000 Euro an sie verkauft.
06:45Und wieso?
06:47Tja, weil sie eben einen entsprechenden Passus im Kleingedruckten versteckt hat.
06:50Und Nora?
06:52Hat mich Gott sei Dank darauf hingewiesen.
06:56Das war ja ein fairer Zug für Nora.
06:58Ja, allerdings.
06:59Hast du hinterher noch mit ihr gesprochen?
07:01Nein, leider nicht.
07:03Ja, wir müssen uns doch bei ihr bedanken.
07:05Ich werde sie anrufen.
07:21Hallo, Nora van Weiden?
07:24Hallo, Frau van Weiden.
07:25Hier ist Marianne Becker.
07:26Entschuldigen Sie bitte die späte Störung.
07:28Aber das macht doch nichts.
07:29Was kann ich für Sie tun?
07:31Mein Mann hat mir gerade erklärt, was Sie heute für uns getan haben.
07:34Das war ja sehr anständig von Ihnen.
07:36Aber ich bitte Sie, das war doch selbstverständlich.
07:38Das sehe ich nicht so.
07:40Wir würden uns gern persönlich bei Ihnen bedanken.
07:43Haben Sie Lust, bei uns vorbeizukommen?
07:45Wenn Sie das möchten.
07:47Ja, wir würden uns darüber freuen.
07:49Dann bis gleich.
07:50Bis gleich.
07:57Ja?
08:00Gleiches spät für eine Dienstleerbesprechung.
08:02Dafür werden Sie gut bezahlt.
08:04Wenn Ihnen die Arbeitszeiten nicht passen, dann gehen Sie doch zurück in die Hotelbranche.
08:07Charmant.
08:08Was gibt's denn?
08:09Sie müssen die morgige Präsentation für die neue Glasur stoppen.
08:14Mach Sie Witze?
08:15Na, siehst du aus?
08:18Diese Präsentation darf auf keinen Fall stattfinden.
08:21Also sagen Sie alles ab und das möglichst unauffällig, bitte.
08:24Wie stellen Sie sich das vor?
08:25Es ist zu kurzfristig.
08:26Wir können nicht mehr absagen.
08:27Wir werden es können müssen.
08:30Wir haben kein Recht auf Harald Beckers Formel.
08:33Ich dachte, darum wollten Sie sich kümmern.
08:35Nora sagte mir, sie...
08:36Nora hat Becker im letzten Moment an der Unterschrift gehindert.
08:41Die gesamte Branche wird morgen anwesend sein.
08:43Und die Presse ist auch schon informiert.
08:46Wenn Ihnen nichts Interessantes einfällt, wird es peinlich.
08:51Vielen Dank, dass Sie mich darauf aufmerksam machen.
08:54Machen Sie lieber Ihren Job?
08:55Sonst sind Sie den nämlich auch bald los.
08:58Diese Präsentation müssen Sie mit allen Mitteln verhindern.
09:02Zu spät.
09:03Aber Sie haben noch bis morgen Zeit, sich eine gute Geschichte einfallen zu lassen.
09:06Die werden Sie brauchen.
09:16Auf Sie, Frau von Weiden.
09:18Und vielen Dank für alles.
09:20Ich hatte von Anfang an ein schlechtes Gefühl.
09:22Wenn Sie nicht den Hinweis gegeben hätten, dann hätte ich sicher unterschrieben.
09:25Na, dann bin ich ja froh, dass ich rechtzeitig da war, um Sie davon abzuhalten.
09:28Auf Sie, Frau von Weiden.
09:31Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um noch was zu sagen.
09:36Ich habe mich in den letzten Wochen nicht immer korrekt verhalten.
09:40Und damit habe ich es vor allem euch beiden nicht immer leicht gemacht.
09:46Ja, dafür möchte ich mich entschuldigen.
09:52Ich finde es gut, dass du dich gegen deine Mutter gestellt hast.
09:56Das war eine mutige Entscheidung.
09:59Woher wussten Sie eigentlich so genau, was Ihre Mutter vorhatte?
10:02Ich habe es nicht gewusst.
10:03Ich habe mich mit Sophie Nowak und Hagen Ritter beraten.
10:06Sie haben schon sowas vermutet, dass meine Mutter das vorhat.
10:09Es wäre doch bestimmt gut, wenn du dir fachkundigen Rat holst.
10:13Ja, ich könnte Ihnen den Kontakt vermitteln.
10:16Frau Nowak ist die Anwältin meines Vaters.
10:17Die würde Ihnen sicher gerne helfen.
10:20Es ist sicherlich nicht verkehrt, wenn du dich richtig beraten lässt.
10:24Es ist schon spät.
10:27Ich muss jetzt los.
10:29Ja, ich auch.
10:32Also dann, schönen Abend.
10:35Bis bald.
10:37Bis bald.
10:49Möchtest du noch etwas trinken?
10:51Hm, warum denn das auf einmal?
10:52Ich dachte, du musst morgen früh raus.
10:55Er tappt.
10:56Nora hat genug Dank für das Publikum.
10:58Wir waren vollkommen überflüssig.
10:59Sie hat sich für deinen Vater gegen Annabelle gestellt.
11:02Ja, aber eigentlich ist es doch selbstverständlich,
11:04dass man nicht seelenruhig zusieht,
11:05wie jemand um sein Recht betrogen wird.
11:07Natürlich.
11:07Aber du kennst ihre Geschichte mit Annabelle.
11:09Noch vor ein paar Tagen hätte sie sich von ihr einspannen lassen.
11:12Ich verstehe, was du meinst.
11:14Aber ich habe keine Lust mehr,
11:15bei Nora ein besonderes Maß anzulegen.
11:18Du hast recht.
11:19Vor allen Dingen mit ihren vorgetäuschten Selbstmordversuchen
11:22ist sie wirklich zu weit gegangen.
11:24Ja.
11:25Sie hat bestimmt nicht damit gerechnet,
11:26dass du ihr so deutlich ihre Grenzen zeigst.
11:29Ich kann mich doch noch ewig von ihr moralisch unter Druck setzen lassen.
11:33Nein, die Zeiten sind vorbei.
11:37Ich weiß, dass es dir nicht leicht fällt,
11:39auf Distanz zu bleiben.
11:41Aber Nora ist nicht allein.
11:43Sie hat deinen Vater, der sich um sie kümmert.
11:46Sie hat Richard.
11:47Ich wünsche mir doch nur,
11:49dass ich bald wieder normal mit dir umgehen kann,
11:51ohne ständig ein Gefühl von Misstrauen im Bauch zu haben.
11:54Und was sagt dein Gefühl jetzt?
11:59Also ich glaube nicht,
12:00dass ich so gehandelt hätte,
12:00wenn nicht dein Vater, der Leidtragende, gewesen wäre.
12:03Du glaubst, sie wollte vor allem mich damit beeindrucken?
12:06Hm.
12:07Na ja, und ihrer Mutter eins auswischen.
12:11Ich glaube, jetzt kommt einiges auf meine Familie zu.
12:14Annabelle wird sich nicht so leicht geschlagen geben.
12:19Du wirst deinem Vater beistehen.
12:21Unsere Pläne schieben wir trotzdem nicht auf.
12:24Du meinst unseren gemeinsamen Traum, das Hotel?
12:27Simon, ich warte so lange darauf.
12:29Das spielen ja ein paar Tage mehr oder weniger auch keine Rolle mehr.
12:32Unseren Traum lassen wir uns jetzt von niemandem mehr vor der Nase wegschnappen.
12:36Träume kann einem niemand nehmen.
12:38Und wenn das Hotel für uns bestimmt ist,
12:41dann...
12:42dann bekommen wir es auch.
12:43Also, jetzt sind wir Airlines.
13:23Simon? Simon?
13:28Simon hat es aber eilig.
13:32Bestimmt bereitet er drüben bei seinen Eltern das Frühstück für uns vor.
13:37Dass Nora gestern bei den Bäckers auftauchte, war seltsam.
13:41Sie hat zwar den Betrug von Annabelle platzen lassen, aber ich frage mich, ob das wirklich so selbstlos war, wie
13:47die Bäckers glaubten.
13:49Immerhin verschafft ihr das Sympathiepunkte bei fast allen.
13:53Und die kann sie nach dem vorgetäuschten Selbstmordversuch wirklich gebrauchen.
13:57Vor allem aber will sie Simon beeindrucken.
14:00Oder vielleicht will sie auch mich damit zurückgewinnen.
14:04Ob ich ihr wohl irgendwann wieder vertrauen kann?
14:07Ohne mich ständig zu fragen, welchen Plan sie gerade verfolgt?
14:12Weck mir den Sorgen.
14:14Das wird ein schöner Tag.
14:15Und er beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück mit Simon.
14:28Hey.
14:29Hey.
14:37Sophie, ich wollte dich mit meinem Vorschlag gestern Abend nicht überrumpeln.
14:40Das weiß ich doch.
14:43Er kam trotzdem sehr überraschend.
14:46Da muss ich dir wahrscheinlich nochmal die Vorzüge des Zusammenlebens verdeutlichen, oder?
14:55Ich finde, du bist schon sehr überzeugend.
14:58Mhm.
15:00Aber ich muss jetzt trotzdem zu meinem Termin.
15:05Und da kann man überhaupt nichts machen?
15:08Ich meine, ich könnte dich ja niederschlagen.
15:12Ganz vorsichtig natürlich.
15:14Und wenn du dann aufwachst, dann hast du eine Amnesie und vergessen, dass du arbeiten musst.
15:22Schöne Idee.
15:23Und was machen wir, wenn ich dich dann nicht mehr erkenne?
15:27Oh.
15:28Tja, schon verstanden.
15:32Wohin musst du denn?
15:34Harald Becker will sich informieren, wie die rechtliche Situation mit seiner Erfindung aussieht.
15:38Annabelle von Weiden hat doch tatsächlich versucht, ihn mit einem Zusatzvertrag zu bevorteilen.
15:43Das hat sie nicht wirklich.
15:45Doch.
15:47Die Frau ist unglaublich.
15:49Diese Frau hat noch ganz andere Dinge auf dem Kerbholz.
15:52Zum Beispiel?
15:55Zum Beispiel versucht sie mit allen Tricks, die Scheidung von Richard van Weiden zu verhindern.
16:00Seit Monaten.
16:01Ja, aber das klingt doch nach einer interessanten Gegnerin.
16:05Sophie, sowas ist eine Herausforderung für einen Anwalt.
16:07Kann ich nicht mitkommen zu dem Termin?
16:09Zu dem Beckers?
16:10Hm.
16:11Warum?
16:12Weil das bestimmt viel interessanter ist als die Van Weiden-Unterlagen.
16:17Früher haben dich Geld und Macht sehr fasziniert.
16:21Hm-hm.
16:22Und jetzt wirst du mir wahrscheinlich gleich als nächstes erzählen,
16:24dass ich schon immer mit Annabelle Van Weiden zusammenarbeiten wollte.
16:29Na, endlich erinnerst du dich wieder.
16:42Marianne, es war nur ein Tanz.
16:45Aber es hätte jederzeit mehr werden können und das weißt du auch.
16:48Ich weiß auch, dass du Harald liebst.
16:51Marianne.
16:53Ich muss mich jetzt umziehen.
16:54Ich habe gleich einen Termin mit Harald und Frau Nowak.
16:57Soll ich dich fahren?
16:58Guten Morgen.
17:00Jetzt komme ich wohl zu spät.
17:02Guten Morgen, Luisa.
17:03Wofür zu spät?
17:04Simon hat mich einfach schlafen lassen.
17:06Jetzt habe ich das Frühstück verpasst.
17:08Morgen, Luisa.
17:08Ich muss rüber in den Park.
17:10Wir sehen uns später.
17:11Tschüss.
17:11Tschüss.
17:12Und Simon ist schon weg?
17:14Hat er gar keine Nachricht hinterlassen?
17:16Ich habe ihn heute noch gar nicht gesehen.
17:19Komisch.
17:20Wir haben nachher unser erstes Beratungsgespräch in der Bank.
17:22Wegen des Hotels.
17:23Er wird dich sicher gleich melden.
17:25Falls Sie noch frühstücken wollen, Luisa, es ist alles da.
17:28Ich muss jetzt zu einem wichtigen Termin.
17:30Nein, nein, danke.
17:31Ich gehe rüber ins Gutshaus.
17:34Wenn Sie Simon sehen, dann sagen Sie ihm, er soll sich bei mir melden.
17:38Aber gerne.
17:39Ja, gerne.
17:44Simon, jetzt kannst du kommen.
17:49Danke, Mutter.
17:51Hoffentlich klappt alles andere genauso gut.
17:52Luisa wird Augen machen.
17:54Oh.
17:55Oh.
17:56Oh.
17:57Oh.
18:06Die Präsentation war wirklich eine Blamage.
18:09Unsere Kunden und die Presse haben eine Sensation erwartet.
18:12Und was bekommen Sie vorgesetzt?
18:14Das aktuelle Programm, das Sie sich auch in Musterkatalog hätten anschauen können.
18:19Trotzdem, Ziel erreicht.
18:21Die Branche spricht über uns.
18:23Sie hätten einfach den Presseleuten rechtzeitig absagen müssen.
18:26So wie ich es Ihnen gesagt habe.
18:28Sie hätten mich einfach früher in Kenntnis setzen müssen.
18:31Wenn meine Tochter Harald Becker nicht daran gehindert hätte, den Vertrag zu unterschreiben,
18:35wäre das gar nicht nötig gewesen.
18:38Mit so etwas muss man immer rechnen.
18:40Sie sollten Ihre Gegner nie unterschätzen, Frau Van Weiden.
18:43Und Sie sollten keine klugen Sprüche klopfen, sondern an Ihre Arbeit gehen.
18:48Ich habe gehört, die Präsentation ist nicht so erfolgreich verlaufen.
18:52Du kennst den Grund.
18:53Man sollte nie Versprechungen machen, die man nicht halten kann.
18:56So was kostet Vertrauen.
18:58Das ist übrigens von der Bank.
18:59Sie glaubt nicht mehr an die Innovationskraft von Falkenthal-Porzellan und will wegen des Kredites ein Gespräch.
19:05Und die Milner Group hat ebenfalls eine Innovation erwartet, die unser Preisangebot rechtfertigen würde.
19:12Und, und, und.
19:14Weißt du eigentlich, was du da angerichtet hast?
19:17Ich habe dich gewarnt.
19:19Ab jetzt bin ich kein Opfer mehr, Mutter, sondern deine Gegnerin.
19:23Du bist gekündigt.
19:25Und zwar fristlos.
19:26Das kannst du gar nicht.
19:27Ich bin Gesellschafterin der Manufaktur.
19:30Als Arbeitnehmerin hast du einen ganz normalen Arbeitsvertrag mit der Geschäftsleitung.
19:35Und der ist hiermit beendet.
19:38Nora, du solltest dich nicht mit mir anlegen.
19:40Das haben schon ganz andere versucht.
19:42Und das ist nie nicht bekommen.
19:55Sie sind bei Falkenthal-Porzellan also nicht angestellt, sondern haben lediglich mit Frau von Weiden diesen Werkvertrag abgeschlossen?
20:02Ja, richtig.
20:02Ich sollte für die Manufaktur ein Verfahren zur Brennzeitverkürzung von Porzellan entwickeln.
20:07Und Sie haben kein Gehalt oder Ähnliches bekommen.
20:10Ihnen wurde das Labor und die dafür benötigten Materialien zur Verfügung gestellt.
20:13Genau.
20:13Aber das Budget wurde mir vor einigen Tagen von Herrn Reichenbach schon gestrichen.
20:17Tja, und just in diesem Moment kippst du rein zufällig meine Pflanzennahrung in die Glasur und es entsteht eine völlig
20:23neue Formel.
20:24Moment.
20:25Es war Ihre Mischung?
20:27Das ändert natürlich einiges.
20:29De facto unter Jure kann Ihnen, Herr Becker, Frau von Weiden, die komplette Formel gar nicht abkaufen.
20:35Weil sie nicht vollständig gehört.
20:36Ihre Frau hat die entscheidende Substanz beigebracht.
20:39Für Sie, Frau Becker, gilt im Prinzip dasselbe.
20:42Auch Sie können nicht frei über die Formel verfügen.
20:44Sie können Ihre Teile aber verkaufen, an wen Sie wollen.
20:48Sie sollten sich allerdings darauf gefasst machen, dass Annabelle von Weiden mit allen Mitteln kämpfen wird.
20:53Möglicherweise lässt sie es auf einen langen Rechtsstreit ankommen.
20:55Und sei es auch nur, um die Nutzung der Formel durch Dritte zu verhindern.
20:59Aber es ist deine Formel.
21:01Ja, aber du hast doch die entscheidende Substanz erfunden.
21:03Aber ohne deine komplizierten Untersuchungen wäre das Zeug doch nichts wert.
21:07Ich will keine Anteile.
21:09Gut.
21:10Das vereinfacht die Sache ungemein.
21:13Nichtsdestotrotz sollten Sie sich vertraglich einigen.
21:15Sollte es zu einer Patentanmeldung der Formel kommen, können Sie so Missverständnisse vermeiden.
21:19Ja, aber so weit sind wir noch nicht.
21:21Ich erkläre Ihnen jetzt mal, wie wir weiterhin vorgehen werden.
21:23Ja, würden Sie uns denn auch vertreten, wenn es zu juristischen Auseinandersetzungen mit Frau von Weiden käme?
21:28Ja, selbstverständlich.
21:29Wenn Sie das möchten.
21:41Störch?
21:42Was gibt es denn? Ich muss gleich los.
21:45Meine Mutter hat mich rausgeworfen.
21:47Was ist denn gut so aus?
21:49Nein, aus der Manufaktur.
21:52Sie hat mir fristlos gekündigt, weil ich deinem Vater geholfen habe.
21:55Das tut mir leid.
21:56Aber es war ja klar, dass sie dir dafür nicht dankbar sein wird.
21:59Deine Familie war es aber.
22:01Was erwartest du jetzt von mir?
22:03Simon, ich habe das alles auch für dich getan.
22:05Für dich oder für mich?
22:06Wie meinst du das?
22:08Na ja, vielleicht hast du ja gedacht, dass sich dadurch noch etwas zwischen uns ändert.
22:16Simon, einen Selbstmord vorzutäuschen, das geht so weit, das ist mir klar.
22:23Aber vielleicht kannst du das eines Tages vergessen.
22:27Wir können doch mal ganz von vorne ankommen.
22:28Diesen Text solltest du Luisa gegenüber aufsagen.
22:31Du hast sie am meisten verletzt.
22:32Und was ist mit dir?
22:35Nora, ich finde es sehr anständig, was du für meinen Vater getan hast.
22:37Und das mit der Kündigung ist sicherlich nicht leicht für dich.
22:40Aber warte jetzt bitte nicht, dass ich dir dafür um den Hals falle.
22:43Nein, natürlich nicht.
22:45Aber vielleicht können wir wenigstens normal miteinander umgehen.
22:49Das wird sich zeigen.
22:51Aber dafür ist im Moment so viel passiert.
22:57Dann schließ die Tür, bitte.
23:14Ich habe gerade mit Richard wegen des Spanien-Geschäfts telefoniert.
23:17Er hat die Firma auf einen ordentlichen Preis gedrückt.
23:20Ich habe die Unterlagen durchgesehen.
23:22Hältst du die Investition für sinnvoll?
23:23Die von beiden Group ist auf dem spanischen Markt nicht sehr stark vertreten.
23:27Und die Firmen haben alle eine gute Bilanz für die letzten Jahre.
23:30Ich halte Expansion immer für sinnvoll, wenn sie lukrativ ist.
23:33Aus den Unterlagen geht hervor, dass gerade eure Tochter Victoria
23:37sehr auf den Aufkauf und die Zerschlagung von Firmen gesetzt hat.
23:39Ja, das war eine Zeit lang ihre bevorzugte Strategie.
23:46Mir ist auch aufgefallen, dass wir einen relativ geringen Erlös im Produzieren im Bereich haben.
23:50Das stimmt. Darüber habe ich auch schon des Öfteren nachgedacht.
23:53Warum investieren wir dann nicht in den Aufbau von Firmen?
23:56Die von beiden Group hat da durchaus einiges unternommen.
23:59Dein Steckenpferd waren allerdings immer die Finanzmärkte.
24:02Für etwas anderes hast du dich früher kaum interessiert.
24:06Ja, das halte ich jetzt für einen Fehler.
24:10Also ich weiß, dass Richard sich immer auf deinen Rat verlassen konnte.
24:15Was schlägst du vor?
24:17Langfristige Investitionen in Start-up, Unternehmen, neue Ideen, Forschung.
24:21Klingt doch sehr interessant.
24:23Und hast du schon ein bestimmtes Investitionsobjekt im Auge?
24:26Ja. Harald Becker hat gerade eine Glasur entwickelt, die nahezu unverwüstlich ist.
24:30Ich wollte Richard vorschlagen, die Formel zu kaufen.
24:35Und Simon hat sich wirklich nicht gemeldet.
24:37Ich hatte doch heute meinen Termin. Vielleicht war er zwischendurch mal zu Hause.
24:41Aber wenn etwas passiert wäre, das hätten wir erfahren, oder?
24:44Aber sicher. Ich nehme an, er ist geschäftlich unterwegs.
24:47Aber er hat sein Handy ausgeschaltet.
24:49Ja, vielleicht sitzt er in einer Besprechung. Da macht man doch sein Handy aus, oder?
24:52Möchten Sie was essen?
24:53Nein, danke. Ach, wahrscheinlich hat er gestern Abend nur vergessen, mir Bescheid zu sagen.
24:57Oder er hat es heute Morgen erst erfahren.
25:00Ah, Frau Becker. Wie geht es Ihnen?
25:03Viel zu tun.
25:05Sie offenbar nicht. Oder warum sind Sie nicht im Gutshaus?
25:09Ich habe heute frei.
25:10Na ja. Wir haben alle unsere Auszeiten verdient.
25:15Was empfehlen Sie denn heute, Frau Becker?
25:18Leberwurst. Frisch geräuchert.
25:20Ist hier köstlich.
25:22Ach, wenn Sie Ihren Mann sehen, sagen Sie ihm doch bitte, er möge sich bei mir melden.
25:26Er unterhält sich gerade mit unserer Anwältin.
25:28Aber ich sage ihm Bescheid, wenn er in die Firma kommt.
25:31Ausgezeichnet.
25:32Ja, schönen Tag noch.
25:46Annabelle hat keinerlei Anrecht auf die Formel.
25:48Der Werkvertrag mit Herrn Becker bezieht sich ausschließlich auf das Verfahren zur Reduzierung der Brennzeit.
25:52Verstehe.
25:54Ja, deshalb wollte sie ihn mit einem Zusatzvertrag mal eben schnell über den Tisch ziehen.
25:58Und Harald Becker hat das durchschaut und euch in die Sache eingeweiht?
26:01Gut. Um ehrlich zu sein, war es Nora van Weiden, die ihn auf dem Passus im Kleingedruckten hingewiesen hat.
26:07Nora?
26:08Ja, zum Glück hat sie im letzten Moment herausgefunden, was Annabelle mit diesem Zusatzvertrag überhaupt bezweckt.
26:13Ich werde mit Richard darüber sprechen.
26:16Also bislang klingt alles äußerst interessant, was ihr mir über die Formel erzählt.
26:20Ich habe ein Probestück von Herrn Becker mit der Glasur im Auto.
26:23Herr Becker hat es mir gegeben. Ich kann es schnell holen.
26:25Na komm, ich gehe schon.
26:27Danke viel.
26:35Hagen ist sehr engagiert.
26:37Ja.
26:38Leider.
26:40Denn ich fürchte, dass wir um einen Rechtsstreit mit Annabelle nicht herumkommen werden.
26:46Dann könnte er entdecken, dass er als Anwalt noch gesperrt ist.
26:52Ich werde ihn aus diesem Projekt heraushalten.
26:54Zur Not muss ich sie stärker einbinden, Sophie.
26:56Na klar, das ist kein Problem.
26:58Hagen kann froh sein, dass er sie an seiner Seite hat.
27:02Sie mögen ihn sehr, oder?
27:04Ja.
27:07Deshalb belastet es mich auch, dass ich ihm nicht die ganze Wahrheit sagen kann.
27:12Also den Termin mit dem Bankberater habe ich jetzt abgesagt.
27:15Ich verstehe das nicht.
27:17Simon ist wie vom Erdboden verschluckt.
27:19Er wird sich schon noch bei dir melden.
27:21Aber wann?
27:22Ja, wieso bist du eigentlich nicht shoppen?
27:25Lissi hat recht.
27:26Es ist doch eine gute Idee, einkaufen zu gehen.
27:28War ich doch.
27:29Naja, aber ich habe ja eigentlich mehr an etwas zum Anziehen gedacht.
27:32Oder einen Lippenstift, oder?
27:34Dazu hätte ich irgendwie keinen Nerv.
27:36Also ihr nehmt euch ja richtig was vor mit diesem Hotel, hm?
27:39Wenn schon wollen wir es richtig machen.
27:42Dachte ich.
27:43Wieso zweifelst du etwa?
27:45Nein, Simon ist bestimmt wegen der Formel seines Vaters unterwegs.
27:49Und solange das nicht geklärt ist, hat er den Kopf sowieso nicht für was anderes frei.
27:53Abwarten.
27:55Das klingt ja fast so, als wüsstest du mehr als ich.
27:58Nö.
27:59Äh, ich?
27:59Nein, natürlich nicht.
28:01Aber es wird auf jeden Fall etwas Wichtiges sein, was er, ich meine, was ihn abhält.
28:06Aber er wird sich auf jeden Fall melden.
28:08Und jetzt gehst du erstmal nach oben.
28:12Na, guck mal, das Buch hast du dir doch nicht umsonst gekauft.
28:14Komm, nimmst ein paar Kekse mit, mach es dir schön.
28:18Sag mal, willst du mich loswerden?
28:19Nein, ich will nur, dass du deinen freien Tag genießt.
28:22Gut, aber wenn er sich meldet, dann...
28:24Ja, dann schicke ich ihn sofort zu dir.
28:41Sag mal, glaubst du, ich habe von beiden Kauf die Formel von Harald Becker?
28:46Warum nicht?
28:47Er vertraut Helenas Urteil.
28:49Schließlich hat er ja sämtliche Vollmachten übertragen.
28:51Und außerdem haben Frauen einen siebten Sinn für clevere Investitionen.
28:55Ja, so wie Annabelle van Weiden.
28:57Die wird sich wundern.
28:59Schließlich hat es jetzt mit zwei Star-Anwälten zu tun.
29:01Du für die Beckers und ich für die van Weiden Group.
29:06Sag mal, hältst du es wirklich für schlau, gleich vor Gericht zu gehen?
29:10Ja, und weißt du auch warum?
29:12Weil ich es kaum abwarten kann, endlich wieder als richtiger Anwalt zu arbeiten.
29:17Und wer soll sich denn hier um den Haushalt kümmern, wenn wir beide einen Prozess gegen Annabelle führen?
29:22Wieso? Wir ergänzen uns doch wunderbar.
29:24Hier in der Vorbereitung und vor Gericht.
29:26Glaub ja nicht, dass ich hier die Hausfrau spiele.
29:30Moment mal, soll das etwa heißen, du hast dich entschieden?
29:33Du ziehst bei mir ein?
29:34Sieht fast so aus, vorausgesetzt...
29:36Ich unterschreibe alles.
29:38Ich warne Sie, Herr Retter.
29:40Alles, was Sie jetzt sagen, kann vor Gericht gegen Sie verwendet werden.
30:00Natürlich verstehe ich, dass Simon zur Zeit andere Sachen im Kopf hat als unser Hotel.
30:06Für seine Familie steht eine Menge auf dem Spiel, wenn Annabelle es tatsächlich schafft, die Formel an sich zu bringen.
30:14Wahrscheinlich ist er heute den ganzen Tag unterwegs und informiert sich über die Rechtslage.
30:19Aber warum ruft er nicht an?
30:21Langsam mache ich mir Sorgen, dass ihm was passiert ist.
30:23Vielleicht ein Unfall?
30:26Unsinn.
30:27Außerdem verbreiten sich die schlechtesten Nachrichten immer am schnellsten.
30:32Simon, endlich!
30:34Guten Tag. Spreche ich mit Frau Luisa Maywald?
30:37Ja, Entschuldigung, ich hatte einen anderen Anruf erwartet.
30:41Ich bin Luisa Maywald.
30:42Frau Maywald, hier ist Adam, Ludwig Adam.
30:45Sie erinnern sich vielleicht, ich hatte kürzlich die Ehre, Sie hier im Hotel empfangen zu dürfen.
30:49Natürlich erinnere ich mich an Sie.
30:51Was kann ich für Sie tun?
30:53Ich fürchte, ich habe schlechte Nachrichten für Sie.
31:08Nora!
31:13Hallo, Helena.
31:14Schön, dich zu sehen.
31:16Ich wollte mit dir sprechen.
31:20Du hast Harald Becker vor einem schwerwiegenden Fehler bewahrt.
31:24Hagen und Sophie haben mir das erzählt.
31:25Das war doch selbstverständlich. Das hätte jeder andere auch getan.
31:28Also ich finde das couragiert.
31:30Damit hast du dich gegen Annabelle gestellt.
31:33Nur weil sie meine Mutter ist, heißt es ja noch lange nicht, dass ich mit ihren Machenschaften einverstanden bin.
31:36Was sie mit Herrn Becker vorhatte, war einfach nur kriminell.
31:40Das stimmt.
31:42Aber Annabelle ist zu einigem fähig.
31:45Und dass du sie jetzt verraten hast, das wird sie dir nicht so schnell verzeihen.
31:50Sie hat mir fristlos gekündigt.
31:53Und das, obwohl mir die Manufaktur doch auch gehört.
31:57Leg dich wegen der Kündigung nicht mit dir an.
31:59Nein, das mache ich nicht.
32:01Annabelle ist rupellos und hinterhältig.
32:03Und nur weil du ihre Tochter bist, heißt das nicht, dass sie dich schonen würde.
32:07Keine Angst, ich lasse mich nicht auf einen Machtkampf mit dir ein.
32:10Richard wird sehr erleichtert sein, wenn er das hört.
32:12Und ich bin es auch.
32:14Ich habe auch keine Lust, in einer Firma zu arbeiten, die Profit macht, indem sie Forscher um ihr geistiges Eigentum
32:18bringt.
32:19So was mache ich mir nicht die Hände schmutzig.
32:22Hagen hat mir geraten, in die Formel von Harald Becker zu investieren.
32:27Du willst sie Annabelle vor der Nase wegschnappen?
32:29Ich will Richard vorschlagen, dass wir Harald Becker ein faires Angebot unterbreiten.
32:36Oh, das wäre ein herber Verlust für die Manufaktur, wenn Annabelle nicht in den Besitz der Formel käme.
32:42Also, ich könnte damit leben und dein Vater mit Sicherheit auch.
32:54Luisa, ist was passiert?
32:57Das Hotel.
32:58Es hat sich ein weiterer Interessent gemeldet, der das Hotel unbedingt haben will.
33:03Woher weißt du denn das?
33:04Ach, der Butler, Herr Adam, hat mich angerufen.
33:07Er wusste, dass wir uns für das Hotel interessieren.
33:09Und er wollte nicht, dass wir uns falsche Hoffnungen machen.
33:10Ja, aber vielleicht ist das letzte Wort ja noch nicht gesprochen.
33:13Das hörte sich nicht gut an.
33:15Ach, ich war mir so sicher, dass dieses Hotel genau für uns bestimmt ist.
33:20Ja, aber es ist doch auch sehr anständig von diesem Herrn Adam, dass er dich gleich informiert hat.
33:26Ja.
33:27Aber ich weiß gar nicht, woher der meine Nummer hat.
33:29Also, ich hab's ihm nicht gegeben.
33:34Simon.
33:36Soll ins Atelier kommen.
33:39Hoffentlich ist er nicht enttäuscht.
33:41Ich muss mit ihm reden.
33:49Hallo, Marianne.
33:50Hallo, Tobias.
33:54Ich hätte gedacht, dass wir nicht nur einen, sondern gleich zwei Forscher in unserer Familie haben.
33:59Na ja, also.
34:01Es war Kaliumsulfat, Doppelkolisaurus-Naton, eine Messerspitze Backpulver und Zucker drin.
34:08Genau das, was du auch an deine Pflanzen machst.
34:11Ja, aber die Mischung macht's.
34:12Ich wär nie auf die Idee gekommen, sowas in eine Porzellan-Glasur zu mischen.
34:16Ich ja auch nicht.
34:19Und deshalb hab ich die Rechte an der Formel auch alle an Harald abgetreten.
34:22Es war schließlich seine Idee.
34:25Na, jetzt wird sich einiges für euch ändern.
34:28Mhm.
34:29Der Erfolg war sehr wichtig für Harald.
34:31Und für uns natürlich auch.
34:33Ich hoffe, dass uns das in Zukunft finanziell etwas unabhängiger macht.
34:38Ich freu mich sehr für euch.
34:42Wir werden uns nach einer eigenen Wohnung umsehen.
34:46Marianne, du weißt, ihr könnt...
34:48Tobias.
34:49Ich denke, es ist das Beste, wenn Harald und ich ausziehen.
34:52Hm?
34:55Ihr werdet mir fehlen.
34:59Ah.
35:08Hier bist du? Ich hab mir schon Sorgen gemacht.
35:13Gefällt es dir?
35:18Das ist traurhaft, aber...
35:20Wo hast du denn die ganzen Sachen her?
35:22Ich war den ganzen Tag damit beschäftigt.
35:24Hast du das nicht gemerkt?
35:25Ich dachte schon, dir wäre was passiert.
35:27Wer hätte das anrufen sollen?
35:28Ich hab befürchtet, dass du die Wahrheit aus mir herausquetscht.
35:31Sobald du mich am Wickel hast.
35:33Ist die Überraschung gelungen?
35:34Hm.
35:36Das ist wunderschön.
35:38Vielen Dank.
35:41Das macht es ein bisschen leichter.
35:43Darf ich bitten?
35:46Simon, ich will dir wirklich nicht die Laune verdärmen.
35:49Spill.
35:49Ich muss dir was sagen.
35:51Jetzt kommt erst noch eine Überraschung.
35:53Schließlich habe ich etwas wieder gut zu machen.
35:55Das stimmt.
35:56Deinen Entwegen habe ich hellfaltend halverrückt gemacht.
35:58Hm.
36:05Herr Adam.
36:08Was machen Sie denn hier?
36:10Das wirst du gleich sehen.
36:23Du hast eine Vorkaufsoption für das Hotel vereinbart.
36:28Aber hat dir denn Herr Adam nichts erzählt?
36:31Ich weiß nicht, was du meinst.
36:35Das Hotel.
36:37Simon.
36:40Es gibt einen anderen Interessenten.
36:42Ich weiß.
36:42Er sitzt genau vor dir.
36:55Herr Becker, ich bin Geschäftsfrau.
36:58Es ist mein Bestreben, mit möglichst geringem finanziellen Aufwand meine Interessen zu sichern.
37:04Ja, aber was Sie vorhatten, das war glatter Betrug.
37:06Das wissen Sie ganz genau.
37:08Es ist eine Sache, in einem Elfenbeinturm zu leben und sich der Forschung zu verschreiben.
37:12Aber ich, mit meiner Firma, muss mich gegen sehr harte Konkurrenz behaupten.
37:17Ja, und das sind Ihnen alle im Mittelrecht.
37:19Ja, wie sonst hätte ich monatelang Ihre Spielereien bezahlen können.
37:25Ihr Vorschlag interessiert mich nicht.
37:27Ich werde nicht an Sie verkaufen.
37:29Muss ich Sie wirklich daran erinnern, dass Sie Ihre Forschung
37:32nur durch meine Produktionsmittel haben durchführen können.
37:36Ich habe ein Anrecht darauf.
37:38In meinem Vertrag steht nichts von einer neuen Klausur
37:40und schon gar nichts von einer Erfolgsgarantie.
37:43So einfach ist das aber nicht.
37:45Sie haben sich weder an die Absprachen gehalten,
37:48noch die erforderlichen Ergebnisse geliefert.
37:50Ja, Forschung hat immer auch mit Risiko zu tun.
37:52Dass ich ganz allein tragen soll.
37:54Und ich habe nichts davon.
37:55Nein, nein, nein, nein.
37:56So funktioniert das nicht.
37:57Was wollen Sie damit sagen?
37:59Wegen Ihrer Forschung musste an einem der Öfen
38:02die laufende Produktion für weitere 35 Minuten unterbrochen werden.
38:07Dadurch ist ein Schaden von 30.000 Euro entstanden.
38:11Ich hoffe, das war mit der Geschäftsleitung abgestimmt.
38:14Der Schichtleiter beruft sich jedenfalls auf Ihre Anordnung.
38:18Ich habe ihn gebeten...
38:20Ja, ja, Sie hatten noch einen Versuch von Herrn Reichenbach genehmigt bekommen.
38:24Sie dagegen haben eigenmächtig einen weiteren Versuch gestartet.
38:28Ja, weil ich beim vorletzten Versuch die falschen Chemikalien zugesetzt habe.
38:31Nun, wenn das so ist, muss ich Sie leider zur Verantwortung ziehen
38:35und für diesen Schaden haftbar machen.
38:38Es sei denn...
38:38Es sei denn, ich überlasse Ihnen die Formel.
38:40Von beiden.
38:43Schicken Sie mir einfach die Rechnung.
38:52Es war sehr nett von dir, dass du uns alle hier bei dir aufgenommen hast.
38:55Aber es ist doch sicher auch schön, wenn endlich wieder etwas Ruhe einkehrt, oder?
39:00Ich habe die Unruhe in meinem Leben sehr genossen.
39:05Ja, ich habe mich auch schon seit vielen Monaten nicht mehr so lebendig gefühlt.
39:10Dankeschön.
39:11Ich danke dir.
39:12Harald ist zu beneiden.
39:15Aber wir werden uns doch auch in Zukunft sehen.
39:17Ja, ihr werdet doch hier in der Gegend bleiben, oder?
39:20Ja.
39:22Auch wenn es dann nicht mehr so sein wird wie früher.
39:26Und es ist auch gut so.
39:27Ihr seid eine Familie und ihr gehört zusammen.
39:31Und wir werden immer Freunde bleiben.
39:39Ich kann es nicht glauben.
39:40Und ich dachte, du warst den ganzen Tag beschäftigt, weil du deinem Vater hilfst.
39:43Er hat in Sophie eine wundervolle Anwältin gefunden.
39:46Und so konnte ich mich um die wirklich wichtigen Dinge des Lebens kümmern.
39:49Sie gestatten, dass ich mich zurückziehe?
39:50Danke, Ludwig.
39:55Simon, ich bin so aufgeregt.
39:57Ich glaube, ich kann gar nichts essen.
40:01Unser Traum wird wahr.
40:05Mein Traum hat sich noch nicht ganz erfüllt.
40:10Wieso?
40:11Was fehlt da noch?
40:16Weißt du noch, als wir uns das erste Mal gesehen haben?
40:19Hier im Atelier?
40:22Wie könnte ich das vergessen?
40:24Du bist in Ohnmacht gefallen.
40:28Ich habe damals gespürt, dass du es warst, Luisa.
40:33Bevor ich deine Augen hinter der Maske gesehen habe,
40:37wusste ich, dass etwas ganz Wundervolles geschehen ist.
40:45Simon.
40:47Du hast mein Leben verändert.
40:50Und es hat etwas sehr Besonderes gemacht.
40:54Mit dir ist jeder Tag so einzigartig.
41:00Und darum kann ich nicht mehr ohne dich sein.
41:23Luisa Maywald, willst du mich heiraten?
41:39Ja.
41:44Ja, das will ich.
41:58Das heißt, wir müssen innerhalb von zwei Tagen
42:00mehr als 30.000 Euro auftreiben?
42:02Ich kann unmöglich in dieser Zeit
42:04einen Käufer für meine Formel finden.
42:05Außerdem muss ich sie erst beim Patentamt anmelden.
42:08Und das fühlt sich super an.
42:16Deine Schwester hat sich heute verlobt
42:18mit Simon Becker.
42:20und ist etwas zuerst.
42:24Ja.
42:24Ich liebe Ihnen.
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