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Kurzfilme
Transkript
00:00würde nicht nur mir schaden, sondern auch allen Mitarbeitern der Manufaktur.
00:05Warum? Hier steht doch nicht Falkenteilporzellan vor Gericht.
00:10Nun, ich kann ja meine Geschäfte schlecht aus dem Gefängnis heraus leiten.
00:17Wenn Falkenteilporzellan in Familienhand bleibt,
00:21werden auch die folgenden Generationen meiner Familie
00:25von dem Erfolg der Manufaktur profitieren.
00:30Hast du das verstanden?
00:34Ja. Ich glaube schon.
00:36Einspruch, das hat nichts mit dem Fall zu tun.
00:38Einspruch stattgegeben. Und Sie kommen bitte zur Sache.
00:42Was haben Sie an dem Tag im Gutshaus gesehen?
00:45Ich habe gesehen, wer das zweite Glas entfernt hat.
00:53Es war...
00:56Viktoria von Weiden.
01:05Meine Mutter ist unschuldig.
01:17Ich habe es geplant.
01:21Wir werden unschuldig.
01:22Nein, wir sind mir geplant.
01:24Nein, wir sind mir geplant.
01:45Name des Volkes geht vor der ersten Strafkammer des Landgerichts Falkenthal unter dem vorsitzenden Richter Thomas Niemann
01:52und den beisitzenden Richtern Herbert Scholz und Christian Bauer folgendes Urteil.
01:58Die angeklagte Annabelle van Weyden, geborene Kröger, wird vom Vorwurf des Mordes freigesprochen.
02:11Das Gericht sieht es als nicht erwiesen an, dass sie versucht hat, ihre Stieftochter Viktoria van Weyden durch die Verabreichung
02:19von Gift zu töten.
02:20Ebenso wenig sieht das Gericht den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung für erfüllt an.
02:27Die Angeklagte ist daher mit sofortiger Wirkung auf freien Fuß zu setzen.
02:32Die Kosten des Verfahrens trägt der Staat. Die Sitzung ist geschlossen.
02:49Es tut mir leid. Die Aussage von Nora Maywald war nicht vorherzusehen.
02:54Bleibt es bei uns am Termin nachher im Narzino?
02:57Selbstverständlich.
02:58Okay.
03:08Hagen, es tut mir leid.
03:23Jetzt müssen wir in die Berufung gehen.
03:25Was?
03:28Ich werde die Aussage von Nora Maywald anfechten.
03:30Es war alles erlogen und erstunken. Das ist dir wohl klar.
03:33Hagen, komm zu dir.
03:34Wir haben nichts, um in Berufung zu gehen.
03:37Viktoria hat in ihrem Abschiedsbrief eindeutig die Absicht geäußert, Annabelle vergiften zu wollen.
03:43Die Aussage von Nora Maywald war nur der letzte Anstoß für die Entscheidung des Gerichts.
03:47Aber nicht deren Grundlage.
03:49Was willst du machen?
03:51Aufgeben?
03:52Wir werden in die Berufung gehen.
03:55Wir haben verloren.
03:56Es ist aus.
03:57Das Urteil ist gesprochen.
03:58Annabelle ist frei.
04:20Du machst dir Sorgen um Luisa, stimmt's?
04:22Ja.
04:23Sie ist gestern im Zeugenstand von Annabelle von Weiden ganz schön auseinandergenommen worden.
04:28Ich weiß, Eva hat mir davon erzählt.
04:30Arme Luisa.
04:32Sag mal, hältst du es für möglich, dass Frau von Weiden ihre sterbende Stieftochter zurückgelassen hat?
04:37Ich weiß es nicht.
04:39Aber keiner glaubt an ihre Unschuld.
04:42Ich kann mir sowas gar nicht vorstellen.
04:44Wie garrosam muss man denn sein, um so etwas zu tun?
04:46Ich kenne sie nicht gut genug, um mir ein Urteil zu erlauben.
04:49Aber ich habe auch noch nie jemanden kennengelernt, der so ist wie sie.
04:52Dann hoffen wir mal, dass sie verurteilt wird.
04:55Aber man kann ihr nichts Richtiges beweisen.
04:57Es kann sein, dass sie freigesprochen wird.
05:00Oh Gott.
05:02Und was dann?
05:03Sollten wir es positiv sehen.
05:06Was ist denn daran, positiv zu sehen?
05:09Nora kann mit ihrer Mutter zusammen sein und sie kennenlernen.
05:12Also mir würde Nora eher leid tun, dass sie so eine Mutter hat.
05:16Aber es war immer Noras größtes Problem, dass sie nicht wusste, wer ihre Eltern sind.
05:21Und vielleicht würde sie Luisa auch endlich ihre eigenen Wege gehen lassen.
05:46Verzeihen Sie die Verspätung.
05:47Stadtsanwalt Brams wollte mich noch sprechen.
05:53Es tut mir leid, dass es so gekommen ist.
05:55Ich dachte wirklich, wir hätten noch eine Chance.
05:58Es braucht ihnen nicht leid zu tun.
06:00Es ist nur meine Entscheidung, Victoria's Brief dem Gericht vorzulegen.
06:03Obwohl ich wusste, dass das Annabels Chancen verbessern würde.
06:07Ihre Tochter gesteht darin zwar, dass sie Annabelle vergiften wollte,
06:09aber ich bin mir noch immer nicht sicher, ob Annabelle den Spieß nicht umgedreht hat.
06:16Das Gericht hat entschieden.
06:18Und ich muss sagen, nach Nora Maywalls Aussage kann ich mit dem Urteil leben.
06:22Sie glauben, dass Ihre Frau unschuldig ist?
06:25Das weiß ich genauso wenig wie Sie, aber...
06:28Vielleicht verstehen Sie, dass mir der Gedanke hilft,
06:30dass Annabelle nicht kaltblütig meiner Tochter beim Sterben zugesehen hat.
06:34Natürlich.
06:35Verzeihen Sie mir die Bemerkung.
06:38Lassen Sie uns über die Scheidung reden.
06:40Ja.
06:42Tja, da Ihre Freundin frei ist,
06:43können wir die harte Fallregelung nicht mehr in Anspruch nehmen.
06:46Das ist mir klar, aber was bedeutet das konkret?
06:48Das bedeutet meiner Meinung nach, dass du nach Hause fahren solltest, Sophie.
06:51Ich darf doch.
06:52Ich denke, es ist besser, wenn die Scheidung jemand vorreintreibt,
06:54der auch wirklich Zeit dafür hat.
06:56Tja, und Sophie hat viele andere Fälle.
06:58Außerdem wird sie bald nicht mehr vor Ort sein, leider.
07:00Da stimme ich dir zu.
07:01Gut.
07:02Und deshalb würde ich mich freuen, wenn Sie blieben.
07:05Ich habe den Fall nun mal übernommen
07:08und ich würde ihn auch gerne zu Ende führen.
07:09Halbe Sachen liegen mir nicht.
07:11Kein.
07:12Dann sehen wir uns nachher im Gutshaus.
07:13Richard, ich weiß, dass du enttäuscht von mir bist,
07:15weil ich Victorias Brief zurückgehalten habe,
07:17aber das Urteil gibt mir recht.
07:19Hagen, nachdem du gestern Abend mit Annabelle aneinandergeraten bist,
07:22glaube ich nicht, dass du der richtige Mann für die Sache bist.
07:24Richard, wir...
07:24Ich diskutiere das nicht, Hagen.
07:27Frau Nowak behält das Mandat.
07:41Freispruch?
07:42Ja.
07:43Wegen erwiesener Unschuld.
07:44Ich kann es auch immer noch nicht fassen.
07:48Ich weiß, Lissi, ich weiß, dass es ungerecht ist,
07:51aber das Gericht hat es so entschieden.
07:52Jetzt müssen wir damit leben.
07:54Nein, ich habe noch nicht mit Richard gesprochen.
07:57Ich weiß nicht, wie es ihm geht.
07:59Du weißt ja, wie gut er seine Gefühle unter Kontrolle hat.
08:03Lissi, ähm, lass uns später reden.
08:06Ja, mach's gut.
08:09Sie sind noch hier?
08:12Allerdings.
08:13Und ich habe auch nicht vorzugehen.
08:15Noch nicht.
08:16Aber so wie es aussieht, ist Ihre Beziehung zu Richard am Ende.
08:21Da müssen Sie aber etwas gründlich falsch verstanden haben.
08:24So.
08:24Und warum haben Sie dann das Gerichtsgebäude nicht zusammen verlassen?
08:29Das liegt daran, dass er es sehr eilig hatte,
08:31die Details seiner Scheidung zu besprechen.
08:33Insofern wäre es an Ihnen hier endlich zu verschwinden.
08:37Ich werde mir Schritt für Schritt all das zurückholen, was mir gehört.
08:42Meine Manufaktur, mein Haus, mein Mann.
08:47Sie können doch nicht ernsthaft annehmen,
08:49dass es Sie wieder leben wird,
08:50nur weil Sie vor Gericht freigesprochen worden sind.
08:53Richard hat nie aufgehört, mich zu lieben.
08:57Ich glaube, der Knast hat Ihrem Verstand zugesetzt.
08:59Mein Verstand arbeitet hervorragend.
09:02Sie dagegen haben Richard nie richtig verstanden.
09:05Deswegen haben Sie ihn ja auch verloren.
09:07Sie sind ja verrückt.
09:18Frau von Weiden wurde freigesprochen?
09:22Wegen erwiesener Unschuld.
09:23Was?
09:25Das ist doch unfassbar.
09:27Freispruch, was ist denn das für ein Rechtssystem?
09:29Warte mal, warte.
09:31Wieso wegen erwiesener Unschuld?
09:32Nora Maywald hat sich heute Morgen, kurz vor der Urteilsverkündung,
09:36noch dazu entschlossene Aussage zu machen.
09:38Sie behauptet, sie schwört,
09:41Viktoria dabei beobachtet zu haben,
09:42wie sie das zweite Glas hat verschwinden lassen.
09:44Das ist ja unfassbar.
09:45Das ist total irre.
09:46Wie kommt die da plötzlich drauf?
09:47Wieso hat sie denn das vorher nicht gesagt?
09:49Annabelle hat sie nie als ihre Tochter anerkannt.
09:51Ich glaube, das wird sich jetzt ändern.
09:53Dann müsste Luisa sich nicht mehr so intensiv um ihre Schwester kümmern.
09:56Wir reden hier aber nicht von Luisa.
09:58Ah, nein?
09:59Dann wird Annabelle wieder Chefin hier.
10:00Ja, Henning, du darfst uns jetzt bitte nicht mit dieser Frau alleine lassen.
10:06Ich habe meinen Vertrag mit Helena Bernstein abgeschlossen.
10:09Glauben Sie, dass Frau von Weiden den Vertrag anfechten will?
10:11Das werde ich erfahren, wenn sie sich bei mir meldet.
10:17Lassen wir uns überraschen.
10:26Ich wüsste zu gern, wie der Prozess ausgegangen ist.
10:32Hoffentlich bekommt Annabelle von Weiden endlich ihre gerechte Strafe.
10:37Man kann einfach nicht mit ihr reden.
10:41Wo ich herkomme, da redet man einfach das, was man will und nicht um einen heißen Brei rum.
10:47Ach, und ich dachte, da wo du herkommst, da redet man überhaupt nicht, weil man die Wildschweine sonst stört.
10:51Mach's gut, Elsa.
10:53Ich wünschte, es würde mir jemand Bescheid sagen.
11:00Ich gehe jetzt mal rüber und frage, wie der Prozess ausgegangen ist.
11:04Mhm.
11:06Was?
11:06Entschuldigung, jetzt habe ich kurz nicht zugehört.
11:08Das habe ich gemerkt.
11:10Ein Rat von mir, rede mit ihr.
11:12Mit wem?
11:13Mit Elsa.
11:14Wie kommst du denn jetzt auf Elsa?
11:15Also mir machst du nichts vor.
11:17Ich kenne diesen Blick.
11:18Welchen Blick?
11:19Den liebeskranken Blick.
11:22Luisa, wie ist der Prozess ausgegangen?
11:25Ich habe mit Nora telefoniert.
11:27Und?
11:28Annabelle wurde freigesprochen.
11:30Was?
11:32Dann hat sie es wieder geschafft.
11:34Weißt du genaueres?
11:36Ich lasse mich mal alleine.
11:38Wo ist die Kratt gehen?
11:40Rede mit ihr.
11:45Ach so.
11:48Annabelle freigesprochen.
11:50Also, wie die Frau das immer wieder schafft.
11:53Nora hat für sie ausgesagt.
11:55Was?
11:56Was hat sie was?
11:58Sie hat ausgesagt, dass Viktoria von beiden ein zweites Glas weggestellt hat, nachdem Annabelle
12:02gegangen war.
12:04Also, ich weiß gar nicht, dass Nora noch einmal im Gutshaus war.
12:08Ich auch nicht.
12:10Ich habe heute das erste Mal davon gehört.
12:12Also, diese Frau, die fällt doch immer wieder auf die Füße.
12:27Nora, komm doch herein.
12:30Hallo, Mutter.
12:35Wie ist es wieder, frei zu sein?
12:38Sehr gut.
12:38Danke der Nachfrage.
12:41Und natürlich wollte ich mich auch noch bei dir bedanken.
12:43Mhm.
12:44Deswegen bin ich hier.
12:47Allerdings frage ich mich schon die ganze Zeit, was du im Zeugenstand zu suchen hattest.
12:51Du wolltest doch nicht etwa gegen mich aussagen.
12:54Glaubst du, ich hätte es nicht durchgezogen?
12:56Oh, doch.
12:57Aber die Idee kommt doch sicher nicht von dir.
13:00Was spielt denn das für eine Rolle?
13:02Du hast mehr geboten.
13:04Mehr als Hagen?
13:06Du hast mir einen Anteil an der Manufaktur versprochen.
13:09Was könnte Hagen dagegen schon bieten?
13:13Ein Anwalt, der eine Zeugin zu einer Falschaussage auffordert.
13:18Interessant.
13:19Das bleibt aber unter uns.
13:21Von mir aus?
13:22Da sind wir uns ja einig.
13:24Noch nicht ganz.
13:26Nicht nur dein Mann findet nämlich, dass du deine Tochter großzügig behandeln solltest nach all den verlorenen Jahren.
13:32Deine Tochter findet das auch.
13:34Natürlich, Liebes.
13:36Was kann ich dir denn Gutes tun?
13:38Ich denke, ich sollte angemessen gekleidet sein.
13:41Als leibliche Tochter der großen Annabelle von beiden.
13:52Viel Spaß beim Einkaufen.
13:54Du hast es dir verdient.
13:55Danke.
13:57Danke, Mutter.
14:17Annabelle von beiden, ich brauche eine Rechtsauskunft.
14:21Es geht um Erbansprüche leiblicher Kinder, die adoptiert wurden.
14:28Nach 1977.
14:30Ach, 1977.
14:35Dein Fall.
14:36Danke.
14:38Du hättest ablehnen können.
14:40Dann hätte sich Richard einen anderen Anwalt für die Scheidung gesucht.
15:11Wahrscheinlich.
15:14Du hast sie zu einer Falschaussage überredet.
15:17Dass Victoria das zweite Glas entfernt haben soll, das war die falsche Aussage.
15:22Ich glaube das nicht.
15:23Ich glaube das nicht.
15:50Ich glaube das nicht.
15:53Danke.
15:53Danke.
15:55Danke.
15:57Ich glaube das nicht.
16:05Danke.
16:30Danke.
16:31Danke.
16:33Danke.
16:34Danke.
16:39Danke.
16:40Danke.
16:40Danke.
16:44Danke.
16:45Danke.
16:49Danke.
16:59Danke.
17:13Danke.
17:15Danke.
17:15Danke.
17:31Danke.
17:32Danke.
17:37Danke.
17:39Danke.
17:41Danke.
17:43Danke.
17:45Danke.
17:45Danke.
17:45Danke.
17:46Es ist gar nicht der Prozess, der mich so fertig macht.
17:49Das ist Tagen.
17:51Das liegt hier irgendwie nahe.
17:54Ich mag ihn wirklich gern.
17:57Aber wie er sich während des Prozesses verhalten hat, ich erkenne ihn nicht wieder.
18:01Er ist so verbittert, so voller Hass.
18:04Das ist alles wegen Victoria.
18:06Ja, ich kann das ja verstehen, aber geht trotzdem zu weit.
18:10Ja, es ist ja nicht nur, dass er mir ein wichtiges Beweismittel vorenthalten hat.
18:16Sondern?
18:18Er hat deshalb mit mir geschlafen.
18:20Nur deshalb.
18:24Das kann ich mir nicht vorstellen.
18:25Hagen mag sie.
18:27Er hat es zugegeben.
18:31Und was tun Sie jetzt?
18:35Was ich immer tue.
18:37Arbeiten.
18:38Ich werde Richard von Weyden weiterhin in seinem Scheidungsprozess vertreten.
18:42Kann ich die Rechnung haben, bitte?
18:44Ja.
18:45Ja, klar.
18:56Du gehst?
18:58Mhm.
18:58Ich dachte, wir könnten miteinander reden.
19:00Worüber?
19:02Na, wie es dir jetzt geht.
19:04Ich meine, Annabelle ist wieder aus dem Gefängnis.
19:08Es geht.
19:09Ich denke, es ist richtig so.
19:12Sie ist kein guter Mensch, aber sie ist unschuldig.
19:16Sie kann dir sehr dankbar sein.
19:19Das Urteil wäre anders ausgefallen vielleicht.
19:21Ohne deine Aussage.
19:23Mhm.
19:24Kann sein.
19:26Warum hast du mir eigentlich nie davon erzählt?
19:31Ich war zutiefst verletzt, dass sie mich nicht haben wollte.
19:38Du wolltest sie also ins Gefängnis bringen, um dich an ihr zu rächen.
19:43Ja, ich weiß, es ist schrecklich.
19:46Aber du hast keine Ahnung, wie das ist, wenn die eigene Mutter einen nicht haben will.
19:50Du weißt doch, wie sie mich behandelt hat.
19:53Deshalb habe ich so lange gewartet, meine Aussage zu machen.
19:57Aber mein Gott, ich habe doch noch eingesehen, dass es nicht richtig wäre.
20:01Ich bin wirklich über meinen Schatten gesprungen.
20:04Zu Annabelles Glück.
20:07Ich hoffe, sie dankt es dir.
20:16Ich wollte ihn nicht haben.
20:18Sie meinte, mein modischer Auftritt wäre einer von beiden nicht angemessen.
20:23Einer von beiden?
20:24Ich bin ihre Tochter, wie du dich vielleicht erinnerst.
20:27Ja, aber bisher hätte sie dich wie Luft behandelt.
20:29Wir haben uns versöhnt.
20:31Hä?
20:33Versöhnt? Einfach so?
20:34Ja, das passiert wieder nicht.
20:36Doch, natürlich.
20:37Ja, dann freu dich doch mal für mich.
20:48Ich brauche die Parteien nicht daran zu erinnern,
20:50dass durch den Freispruch von Frau von Weiden eine völlig neue Situation entstanden ist.
20:55Mein Mandant ist bereit, alles in seiner Macht Stehende zu tun,
20:58um die berechtigten Forderungen seiner Gattin zu erfüllen.
21:01Die Dauer des Scheidungsprozesses hängt also maßgeblich von ihrer Kooperationsbereitschaft ab, Frau von Weiden.
21:09Riechel, ich hatte nie vor, dir das Leben schwer zu machen.
21:17Davon habe ich nichts gemerkt.
21:22Ich wollte doch nur, dass du erkennst, dass ich unschuldig bin.
21:29Du bist nicht unschuldig, Annabelle.
21:31Wie kannst du das nach diesem Urteil noch sagen?
21:33Das Gericht hat festgestellt, dass ich unschuldig bin.
21:36In diesem Fall, ja.
21:39Im Gegensatz zu Helena und Hagen, habe ich dir die Wahrheit gesagt.
21:43Das bespreche ich nicht mit dir.
21:46Wir haben uns doch mal geliebt.
21:49Kannst du nicht einfach vergessen, was war?
21:51Wie könnte ich, Annabelle?
21:53Nach all deinen Lügen und Intrigen.
21:55Der gefälschte Vaterschaftstest.
21:57Das ungeborene Kind von Viktoria.
21:59Dass sie deinetwegen verloren hat.
22:00Das war nicht meine Schuld.
22:02Glaub mir doch.
22:03Hör auf, Annabelle.
22:05Mach es uns doch nicht so schwer.
22:08Ich kann nicht.
22:12Dann will ich dich immer noch lieben.
22:17Kann ich Sie bitten, die Details mit meiner Frau allein auszuhandeln?
22:20Natürlich.
22:22Danke.
22:32Wo heißt sie?
22:33Wo heißt sie?
22:35Henning, ich habe keine Zeit.
22:37Was hast du denn vor?
22:38Wart's ab.
22:40Henning, ich habe dir gesagt, du sollst mir nichts zum Geburtstag schenken.
22:43Das ist auch kein Geschenk.
22:44Das ist eine Überraschung.
22:46Da bin ich aber gespannt.
22:47Besicht.
22:48Achtung, Achtung, Achtung.
22:55Was soll das jetzt werden?
22:56Na, ein freier Nachmittag im Park.
22:58Aber ich habe nicht frei, ich muss arbeiten.
23:01Nein, du hast frei, dafür habe ich gesorgt.
23:04Und dieser athletische junge Mann hier bringt uns, wohin wir wollen.
23:08Ich weiß nicht.
23:09Was gibt es denn noch nicht zu wissen?
23:10Komm, steig ein.
23:11Ich will es aber nicht, dass mich jemand durch die Gegend fährt.
23:14Das ist doch anstrengend.
23:16Na und, damit verdient er sein Geld.
23:17Und wenn schon.
23:19Trotzdem.
23:23Wie viel kostet es, wenn ich ihr Hükscher für einen Nachmittag miete?
23:38So.
23:40Ähm, und was machst du jetzt da?
23:43Ich tue was für meine Gesundheit.
23:45Und für deine Entspannung.
23:46Komm, steig ein.
23:50Mich würdest du doch gerne mal schnitzen sehen, oder?
23:53Ja, auf geht's.
23:54Henning, schneller.
23:56Schneller.
24:00Die Aussage von Frau Maywald ist frei erfunden.
24:04Ja, ich weiß, dass Frau Nowak das direkt vor Gericht hätte beantragen müssen, aber...
24:08Was soll das denn heißen?
24:09Natürlich kenne ich die Prozessordnung, aber es muss doch irgendetwas geben, das...
24:14Ja, gut.
24:15Ja, ich melde mich, wenn's was Neues gibt. Danke. Tschüss.
24:19Kannst du eigentlich auch noch an was anderes denken?
24:22An was soll ich denn denken?
24:23Zum Beispiel daran, wie du mit Menschen umgehst, an denen dir was liegt.
24:27Annabelle ist freigesprochen, Ende der Geschichte.
24:29Das ist noch lange nicht zu ändern.
24:31Hagen-Victoria wird nicht lebendig, nur weil du dich hier so aufführst, wie du dich eben aufführst.
24:39Ja, ich wünschte auch, dass sie noch leben würde.
24:43Ihr habt euch nie verstanden, ihr beiden.
24:46Ja, die Zeiten gab es auch, aber sie hatte dich wenigstens im Griff.
24:50Und jetzt würde sie dir den Kopf waschen.
24:52Weswegen? Wegen Annabelle? Wohl kaum.
24:54Nein, wegen der Nummer, die du mit Sophie abziehst.
24:58Was weißt du davon?
25:00Alles.
25:02Hör zu, Erso, das mit Sophie, das tut mir leid, aber es ging nun mal nicht anders.
25:07Es ging nicht anders?
25:08Es ging nicht anders, mit ihr zu schlafen, nur damit der Brief geheim bleibt?
25:12Das war nicht nur deswegen.
25:14Du magst ihn.
25:15Und genau deshalb verstehe ich nicht, warum du so mit ihr umgehst.
25:17Mein Gott, weil ich im Moment in meinem Leben für eine Frau keinen Platz habe.
25:20Das muss sie akzeptieren, und du bitte auch.
25:22Ich mach mir Sorgen um dich.
25:23Dann hör auf damit, das brauchst du nicht, ich komm klar.
25:25Danach sieht's aber nicht aus.
25:33Was halten Sie davon?
25:35Das Guthaus wird räumlich aufgeteilt.
25:37Jeder von Ihnen bekommt einen Bereich, keiner darf den Bereich des anderen betreten.
25:41Und in der Mitte ziehen wir eine Demarkationslinie?
25:44Nein, nein, das kommt gar nicht in Frage.
25:47Ich bin gerade meine Fußfessel losgeworden.
25:50Ich möchte mich in meinem eigenen Haus frei bewegen können.
25:54Ja, aber irgendeine Lösung müssen wir doch finden, Frau von Weyden.
26:00Habe ich Ihnen eigentlich schon dafür gedankt, dass Sie Victorias Brief vor Gericht vorgelegt haben?
26:06Das brauchen Sie nicht. Das war meine Pflicht.
26:10Das sieht Hagen Ritter offenbar anders.
26:14Wie finden Sie es eigentlich, dass sie den Brief vor Ihnen verheimlicht hat?
26:17Das ist seine Sache.
26:19Der Brief war das entscheidende Beweismittel.
26:22Hagen Ritter wusste das und hat es trotzdem zurückgehalten.
26:24Ich weiß, aber ich möchte nicht darüber reden.
26:27Ich bin ein bisschen müde. Das war ein langer, anstrengender Tag.
26:31Können wir nicht morgen weiterreden? Wir haben jetzt sehr viel Zeit.
26:35Natürlich.
26:44Auf Wiedersehen, Frau von Weyden.
26:46Auf Wiedersehen.
27:00Der Brief war das entscheidende Beweismittel.
27:03Hagen Ritter wusste das und hat es trotzdem zurückgehalten.
27:07Ich weiß, aber ich möchte nicht darüber reden.
27:17Annabelle von Weyden hier.
27:19Ich möchte mit Staatsanwalt Wolfgang Brahms sprechen, bitte.
27:27Nein, wir haben leider nichts vorbereitet, was für den Designerpreis geeignet wäre.
27:35Wobei, warten Sie, ich glaube, wir könnten doch etwas einreichen.
27:41Heute noch.
27:42Aber das wird knapp.
27:44Aber es könnte klappen.
27:46Ja, danke.
27:47Auf Wiedersehen.
27:50Maike.
27:51Ja?
27:52Ich habe eine Frage zu Ihren Entwürfen.
27:55Zu den Reinzeichnungen?
27:56Nein, zu Ihren Privatentwürfen.
27:57Darf ich mal?
27:58Ja, klar.
28:04Sagen Sie, die haben Sie alle nach oder vor der Arbeit gemacht?
28:07Ja.
28:09Das ist wirklich eine außergewöhnliche Disziplin.
28:11Ja, aber Disziplin ist leider nicht alles.
28:13Talent ist auch nicht alles.
28:15Aber darüber müssen Sie sich ja keine Gedanken machen.
28:17Die meisten Künstler scheitern nicht am Talent, sondern an der Disziplin.
28:20Mir macht es eben Spaß.
28:21Und das sieht man.
28:23Maike, ich habe eine Bitte.
28:25Ja?
28:25Falkenthal Porzellan reicht doch jedes Jahr
28:27einige Entwürfe zum Junior-Designer-Preis ein.
28:30Ja, ja, ich weiß.
28:30Sie kennen den Wettbewerb?
28:32Ja, klar.
28:33Die Designer, die die Auszeichnung bekommen haben,
28:35die sind hinterher sehr erfolgreich damit geworden.
28:37Könnten Sie sich vorstellen, daran teilzunehmen?
28:39Ja, klar.
28:40Irgendwann, wenn ich gut bin.
28:41Ich habe eben gerade mit der Organisation gesprochen.
28:43Wir haben dieses Jahr leider keine Entwürfe eingesendet.
28:47Ich würde das aber gerne nachholen.
28:48Das heißt, Sie werden was designen?
28:51Ja, das würde ich gerne machen, aber leider ist die Zeit zu knapp.
28:53Die Entwürfe müssen heute raus.
28:55Verstehe.
28:56Ich würde gerne eine von Ihren Arbeiten einsenden.
29:02Wenn sie nichts ausmacht.
29:11In einer Stunde?
29:12Das bringt uns gar nichts.
29:13Die Sendung muss jetzt raus.
29:14In einer halben Stunde macht die Post zu.
29:18Was?
29:20Soll ich Ihnen jetzt auch noch den Fahrer suchen?
29:22Sie sind dein Kurierdienst.
29:26Wissen Sie, was Ihr Problem ist?
29:28Dass Sie ein ganz falkenteil der einzige Kurierdienst sind.
29:30Sie bräuchten mal einen Konkurrenten, der Ihnen ordentlich Feuer unter dem Arm...
29:33Hallo?
29:35Einfach aufgelegt, so eine Unverschämtheit.
29:37Oh nein, was machen wir denn jetzt?
29:39Die Wettbewerbsbeiträge, ja, die müssen heute noch raus, sonst werden sie nicht angenommen.
29:42Ich muss noch zur Hauptkost...
29:44Ich habe schon eine Idee.
29:45Wen rufst du denn jetzt an?
29:46Sebastian.
29:47Nein.
29:47Wieso denn nicht?
29:49Nein, weil, weil...
29:49Das sieht doch total blöd aus.
29:51Dann denkt er, ich hätte nicht kapiert, dass er nichts von mir will.
29:53Du hast die Wahl, entweder gut aussehen oder den Designpreis gewinnen.
30:09Ich habe ein Riesenproblem.
30:12Nämlich?
30:13Ich habe hier eine Sendung, die innerhalb der nächsten halben Stunde zur Hauptpost muss.
30:16Und ich kann in ganz Falkenthal weder einen Fahrer noch ein Taxi auftreiben.
30:20Du, ich kann hier eigentlich nicht weg.
30:23Ist Elsa nicht da?
30:24Doch.
30:24Dann frag sie doch, es ist ein Notfall.
30:27Wird schon.
30:28Du, Elsa, sag mal, ist es okay, wenn ich mal kurz für eine halbe Stunde weg bin?
30:32Es wäre echt wichtig.
30:33Na klar, ist ja nichts los.
30:36Okay, ich mache mich gleich auf den Weg.
30:39Tschüss.
30:40Er kommt.
30:42Gott sei Dank.
30:43Vielleicht schaffen wir es ja doch noch.
30:44Klar, der schafft das schon.
30:48Es tut mir leid, dass es so gelaufen ist.
30:51Das ist schon in Ordnung.
30:52Sie konnten nicht anders handeln.
30:56Wie nimmt Richard es auf?
30:59Gefasst.
31:02Glaubt er ihr?
31:05Ich weiß es nicht.
31:07Das Urteil hat ihn schon sehr beeindruckt.
31:12Aber an seiner Einstellung zu seiner Noch-Ehefrau ändert das gar nichts.
31:16Er will weiterhin die Scheidung so schnell wie möglich über die Bühne bringen.
31:20Was denken Sie denn, wie lange kann sich das hinziehen?
31:23Wenn sie weiterhin so wenig kooperiert, lange.
31:27Zweieinhalb Jahre kann es dauern.
31:30Entschuldigung.
31:35Nowak?
31:36Staatsanwalt Brahms, guten Tag.
31:38Das ist ja eine Überraschung.
31:41Ins Lanzino?
31:43Worum geht es denn?
31:47Ja gut, meinetwegen.
31:49Bis gleich.
31:52Was will denn der Staatsanwalt noch von Ihnen?
31:56Keine Ahnung.
32:05Oh Gott, war das anstrengend.
32:08Ich habe immer gedacht, wenn man Geld hat, wird das Einkaufen leichter.
32:11Aber von wegen.
32:13Du hast mein vollstes Mitgefühl.
32:15Willst du sehen, was ich mir gekauft habe?
32:18Ich habe mir ein paar hübsche, repräsentative Autos zugelegt.
32:21Wir werden ja sicher mal den ein oder anderen Empfang hier im Gutshaus geben.
32:24Und dann will ich vorbereitet sein.
32:26Und als Teilhaberin der Manufaktur muss ich schließlich auch angemessen gekleidet sein.
32:30Jetzt übertreibst du aber ein bisschen, findest du nicht?
32:33Wieso?
32:34Ich bin deine Tochter, mir steht ein Teil der Manufaktur zu.
32:38Ich fürchte, in dieser Hinsicht kann ich dir leider nicht entgegenkommen.
32:41Du hast keinen Erbanspruch und damit auch keinen Anspruch auf die Manufaktur.
32:45Oh, doch.
32:46Du bist meine leibliche Mutter, das hast du sogar vor Gericht zugegeben.
32:48Das will ich auch gar nicht bestreiten.
32:51Aber das Gesetz besagt, dass mit der Adoption sämtliche finanziellen und erbrechtlichen Ansprüche,
32:59die der Adoptierte an seine leiblichen Eltern hat, erlöschen.
33:03Bitte.
33:05Was soll das heißen?
33:06Du wurdest als Kind adoptiert und bist deshalb eine Maiwald.
33:10Das bedeutet, du hast von meiner Seite nichts zu erwarten.
33:15Aber du bist doch meine Mutter.
33:19Ohne mich wärst du im Gefängnis gelandet.
33:21Ich weiß, und deshalb sollst du dir auch angemessen belohnt werden.
33:25Ich habe Luisa gebeten, dir ein Gästezimmer herzurichten. Freust du dich?
33:29Ich hätte dich ins Gefängnis bringen sollen.
33:31Na, na, na. Redet man so mit seiner Mutter?
33:41Wenn Annabelle Nora als Tochter anerkennt, das wäre wirklich zu schön, um wahr zu sein.
33:47Wenn Noah die Tochter des Hauses wird, wird sie sich von vorn bis hinten von dir bedienen lassen.
33:52Vielleicht.
33:53Aber ich habe so lange nach Noras Mutter gesucht.
33:56Und das war ja der Grund, warum wir überhaupt nach Falkenthal gekommen sind.
34:00Wenn Noah hier ein Zuhause hat, kannst du überall hingehen.
34:05Irgendwann vielleicht.
34:07Aber Nora hat gerade zwei Selbstmordversuche hinter sich.
34:10Solange sie psychisch nicht wieder stabil ist, kann ich nur irgendwo hingehen.
34:14Nur wegen Noah?
34:19Dass ich Simon nicht für den richtigen halte, wird dich Ruhe kaum beeinflussen, oder?
34:24Jetzt lass uns nicht davon reden, Henning.
34:26Wir haben uns heute so gut verstanden.
34:28Gut, dann reden wir von dir.
34:30Du musst auch mal an dich denken.
34:32Was ist mit deinen Träumen?
34:36Interessant, dass du das fragst.
34:37Nicht wahr?
34:39Als wir noch zusammen waren, habe ich dir sehr oft von meinem Traum erzählt.
34:44Ja, genau.
34:45Ich weiß, das war...
34:47Die Geschichte mit...
34:51Spreng dich mal an.
34:53Das Hotel.
34:55Ja, das kleine Landhotel.
34:56Natürlich, ich erinnere mich.
34:58Wäre es nicht langsam an der Zeit, diesen Traum zu verwirklichen?
35:04So kann wirklich nur jemand reden, der sich nie Sorgen um Geld machen musste.
35:07Stimmt.
35:09Dagegen muss ich was tun.
35:11Also deine Sorgen möchte ich mal haben.
35:15Und ich würde liebend gerne deine Sorgen zu meinen machen.
35:26Mir ist kalt.
35:28Komm, lass uns zurückgehen.
35:30Ja, aber ich fahre.
35:33Meinetwegen.
35:40Und, hast du es geschafft?
35:42Klar, Mission erfüllt.
35:44Nur schade, dass der Führer schon weg ist.
35:46Was?
35:47Kleiner Scherz.
35:50Mittlerweile kenne ich mich im Falkenthal ja schon so gut aus,
35:52dass ich die Strecke zur Hauptpost in nur zehn Minuten geschafft habe.
35:55Mein Held.
35:57Ja, jetzt gibt es kein Zurück mehr.
35:59Beiträge sind unterwegs.
36:00Sex.
36:00Viel Glück.
36:01Danke.
36:03Ja, wie sieht es aus? Hast du noch was für mich?
36:05So langsam fängt mir die Sache an, Spaß zu machen.
36:08Gib mir deine Visitenkarte, dann rufe ich dich wieder an.
36:11Hast du keine?
36:12Zuerst muss ich mir mal Gedanken über meinen Tarif machen.
36:15Da kannst du ordentlich zuschlagen.
36:16Wir zahlen unserem Kurierdienst ein Heidengeld und ist total unzuverlässig.
36:20Ja, vielleicht sollte ich wirklich eine Firma aufmachen.
36:22Ich könnte noch jemand für die Vermittlung gebrauchen.
36:25Interesse?
36:35Arden, was machst du denn hier?
36:38Staatsanwalt Barms hat mich herbestellt.
36:40Ich auch.
36:41Weißt du, worum es geht?
36:44Vielleicht um diesen absurden Prozess, der neu aufgerollt werden soll.
36:46Das war nicht zu bezweifeln.
36:49Guten Tag.
36:52Entschuldige, die das spontane Treffen.
36:54Kein Problem, ich wollte eh mit Ihnen reden.
36:56In der Revision im Fall von Weiden.
36:57Ich fürchte, wir haben ein anderes Thema, Herr Kollege.
36:59Ein sehr viel unangenehmeres.
37:02Okay.
37:03Schließen Sie los.
37:06Haben Sie im Strafprozess gegen Annabelle von Weiden ein Meinheit geschworen?
37:14Kommen Sie dann darauf?
37:16Ja oder nein?
37:18Nein.
37:23Bestätigen Sie, dass Sie dem Gericht über die Herkunft des Briefes,
37:26der die Angeklagte entlastet hat,
37:29nichts verschwiegen haben?
37:31Ja.
37:35Das alles ist mir sehr unangenehm, aber...
37:42Das sieht Hagenritter oft gar anders.
37:46Wie finden Sie es eigentlich,
37:47dass sie den Brief vor Ihnen verheimlicht hat?
37:50Das ist seine Sache.
37:51Der Brief war das entscheidende Beweismittel.
37:54Hagenritter wusste das und hat es trotzdem zurückgehalten.
37:57Ich weiß, aber ich möchte nicht darüber reden.
38:06Hast du es nicht noch größer?
38:08Du zahlst eine Cola mit einem Hunderter?
38:11Hey!
38:12Hey!
38:13Moment, Moment, Maja.
38:14Ist das deine Geldbörse hier?
38:15Hey!
38:17Gib mal, gib die her!
38:19Verschwinde, Alter, es geht dich nicht an!
38:20Pass mal auf, ja?
38:21Das ist meine Stammkneipe hier.
38:23Kannst du dir überlegen, ob du Ärger haben willst, ja?
38:24Ja, ist das.
38:25Bin sie!
38:26Ja.
38:28Verschwinde und lass sie nicht mehr blicken, du!
38:35Entschuldigung.
38:38Da ist noch meine ganzen Tageseinwanderin.
38:41Ja, das ist ja gut, dass ich vorbeigekommen bin.
38:44Ich wollte mal mit dir reden, Elsa.
38:46Ich auch mit dir.
38:47Ja?
38:49Gut, dann lass uns mal reden.
38:53Okay.
38:54Okay.
39:09Ich finde, ihr Reden wird überschätzt.
39:18Was soll das, Herr Brahms?
39:19Sie wissen genau, dass die Aufnahme vor Gericht als Beweismittel nichts taugt.
39:22Natürlich weiß ich das.
39:24Ich weiß jetzt aber auch, dass Sie diesen Brief vor Gericht nicht zum ersten Mal gesehen haben.
39:28Es ging um den Mord an meiner Frau.
39:29Erwarten Sie da Objektivität?
39:31Sie waren geladener Zeuge.
39:33Mein Gott, Sie sind Anwalt.
39:34Sie wissen, dass meiner strafbar ist.
39:38Können wir das Ganze nicht unter Kollegen klären?
39:40Die Angeklagte ist freigesprochen worden.
39:42Niemand ist zu Schaden gekommen.
39:43Und es gibt keine gewichtsverwertbaren Beweise, also.
39:46Sie nehmen mir die Sache zu leicht, Herr Kollege.
39:49Ich vertrete eine Strafverfolgungsbehörde.
39:51Sie wissen, dass ich verpflichtet bin, dem Anfangsverdacht nachzugehen.
39:54Moment mal, liegt dir wirklich ein Anfangsverdacht vor?
39:57Das Gespräch ist aus dem Zusammenhang gerissen.
39:59Ich habe nie wirklich erwogen, dass Herr Ritter ein Beweismittel zurückhielt, oder nicht?
40:05Eins sollte Ihnen klar sein, Frau Nowak.
40:06Es wird eine Untersuchung geben.
40:08Und Sie werden als Zeuge aussagen.
40:12Werden Sie diese Aussage auch unter Eid wiederholen?
40:17Ein nachgewiesener Mein Eid kostet Sie Ihre Zulassung.
40:21Ist es Ihnen das wert?
40:23Das ist Ihnen das wert?
40:24Das ist Ihnen das wert?
40:25Das ist Ihnen das wert?
40:25Das ist Ihnen das wert?
40:25Das ist Ihnen das wert?
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