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  • vor 4 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Es ist der schönste Ort der Welt.
00:05Der schönste Ort der Welt wird immer da sein, wo wir zusammen sind.
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:27Wer hätte das gedacht?
01:33Erst verfahren wir uns so gründlich, dass ich schon Angst hatte, wir müssen im Auto übernachten.
01:38Dann findet uns dieser seltsame Butler und führt uns zu seiner gruseligen Hütte.
01:43Und dann stellt sich heraus, dass diese gruselige Hütte in Wirklichkeit ein wunderschönes Hotel ist.
01:52Und das Zimmer, das er uns gibt, ist die Hochzeitssuite.
02:00Das kann doch alles kein Zufall sein.
02:11Guten Morgen!
02:14Hey!
02:15Guten Morgen!
02:17Ich habe gerade so schön geschlafen.
02:19Jetzt ist Schluss mit schlafen.
02:20Ach ja?
02:20Ja.
02:21Und warum?
02:21Weil ich wach bin und mit dir reden will.
02:24Na, du kannst doch reden.
02:26Ich höre dir zu.
02:28Und damit ich mich besser konzentrieren kann, schließe ich einfach dabei die Augen.
02:33Sag mal, findest du es nicht komisch, dass wir hier gelandet sind?
02:37Komisch im Sinne von witzig oder im Sinne von merkwürdig?
02:44Komisch im Sinne von erstaunlich.
02:48Wir wollten uns vom Schicksal leiten lassen und haben uns verfahren und sind schließlich
02:53in diesem wunderschönen Hotel hier gelandet.
02:55Das war nicht das Schicksal, das war deine Unfähigkeit, Karten zu lesen.
03:01Und was sagst du zur Sache mit den Schlüsselanhängern?
03:06Der Schlüsselanhänger sieht genauso aus wie mein Glücksbringer.
03:09Nicht genauso, nur ähnlich.
03:13Genauso.
03:15Und das ist die Hochzeits-Suite.
03:20Als hätte alles hier auf uns gewartet.
03:23Als hätte uns eine unbekannte Macht hierher geführt.
03:37Sieh dir mal die Aussicht an.
03:44Ist der Blick auf den See nicht wunderschön?
03:47Das Schicksal meines Gutes mit uns.
03:53Ja.
04:12Also wir haben jetzt beschlossen, solange Harald zu viel arbeitet, wird der Tanzkurs auf Eis gelegt.
04:17Ich verstehe.
04:18Und, kommt Harald denn mit seiner Arbeit voran?
04:21Nein, ihr Lieben.
04:23Möchtest du einen Kaffee?
04:24Ja, ganz schnell.
04:25Ich muss gleich wieder.
04:26Ich wollte mich nur duschen und ziehen.
04:29Hast du schon wieder die ganze Nacht durchgearbeitet?
04:31Ja.
04:32Und gibt es was Neues?
04:33Nichts Neues.
04:35Mach dir keine Sorgen.
04:37Es klappt schon.
04:38Es hat bisher immer geklappt.
04:40Danke.
04:41Danke für den Kaffee.
04:43Tschüss.
04:47Was ist denn los?
04:51Haralds Vertrag läuft aus.
04:53Und wenn er nicht endliche Ergebnisse liefert, dann...
04:55Du glaubst, dass Herr Reichenbach seinen Forschungsauftrag nicht verlängert.
05:00Naja.
05:02Darüber können wir uns ja Gedanken machen.
05:03Wenn es dann soweit ist.
05:05Sag mal, du wolltest doch von meinem Pflanzendünger etwas haben.
05:08Ja.
05:10Wenn du das gemischte Wundermittel meinst, was du immer ins Blumenwasser tust, gerne.
05:16Gut.
05:17Dann mache ich dir etwas zurecht.
05:25Sag die Wahrheit.
05:27Wie schlimm ist es?
05:30Schlimmer, als es zugeht.
05:32Reichenbach hat sich schon entschieden, den Vertrag nicht zu verlängern.
05:36Harald schnitt das Wasser bis zum Hals.
05:43Nora, komm, setz dich zu uns.
05:48Äh, habe ich da jetzt irgendwas nicht mitgekriegt?
05:51Finden wir Nora plötzlich wieder toll?
05:54Sie ist deine Schwester.
05:56Ja.
05:56Genau, das macht mir Sorgen.
05:58Ihre bisherigen Schwester hat sie zwei Selbstmordversuche vorgetäuscht, nur mit dem Mann auszuspannen.
06:02Ich weiß, dass ich einen Fehler gemacht habe.
06:05Aber ich habe mich gestern Abend lange mit deinem, mit unserem Vater unterhalten.
06:09Und ich habe ihm versprochen, dass so etwas nie wieder vorkommt.
06:11Wie beruhigend.
06:13Beim dritten Mal hätten wir uns mittlerweile aber auch alle gefragt, warum es nicht endlich mal klappt.
06:16Lissi, bitte.
06:18Dein Vater hat recht.
06:20Nora gehört zur Familie und wir können sie nicht einfach verstoßen, nur weil sie einen Fehler gemacht hat.
06:24So viel Toleranz.
06:25Das macht mich ganz betroffen.
06:28Ich muss los, ich treffe mich mit Sebastian.
06:30Lissi.
06:32Ich habe gehört, dass du auch nach mir gesucht hast.
06:34Und das finde ich wirklich toll.
06:38Weil ich habe dich wirklich schlecht behandelt.
06:40Ich weiß.
06:42Danke.
06:43Schon gut.
06:49Es tut mir leid, dass ihr euch alle solche Sorgen um mich gemacht habt.
06:54Ich wollte eigentlich auf Abstand gehen.
06:56Aber dann kam Annabelle mit ihrem Vorschlag, einfach einen Selbstmordversuch vorzutäuschen.
07:00Was soll ich dir vorgeschlagen haben?
07:02Das weißt du ganz genau.
07:06Oh, Verzeihung.
07:07Ich habe gestern ja meinem Mann versprochen, mich von unserer Tochter fernzuhalten.
07:11Ich hoffe, dasselbe gilt auch für dich.
07:13Falls du auch meinen Job in der Manufaktur anspielst, dann muss ich dich leider enttäuschen.
07:16Ich bin mir sicher, Richard hat ja schon bereits einen Stuhl in der von Weidenhut bereitgestellt.
07:20Ja, das hat er.
07:21Aber ich habe ja einen Job.
07:23Ich sehe keinen Grund, warum ich ihn nicht weiter ausüben sollte.
07:28So, Eva.
07:30Jetzt mixe ich dir einen wunderbaren Pflanzendünger zusammen.
07:40Jetzt mal Hand aufs Herz, Marianne.
07:43Wie schlimm ist es mit Harald?
07:48Wie schlimm? Wie kommst du darauf?
07:51Tobias hat es mir gesagt.
07:53Harald Beckel, es geht um das Lantan-Neodym-Azetat.
07:57Ja, richtig. Sehen Sie mal in Ihrer Kundenkartei nach.
07:59Ja, Sie haben es wieder an die falsche Adresse geschickt.
08:04Ja, richtig, an meine Privatadresse.
08:06Ich muss Sie eigens nach Hause fahren.
08:08Ja, schicken Sie es bitte an Falken-Karl-Borzellar.
08:10Ja, Entwicklungsabteilung Harald Becker.
08:13Ja, macht ja nichts.
08:17Das ist mein letzter Versuch.
08:20Wenn es jetzt nicht klappt, dann...
08:22Eva weiß Bescheid.
08:25Ich darf heute noch einmal die Fertigungsstraße benutzen,
08:28dann ist es ein kostspieliger Betriebsstopp.
08:33Und dann ist mein Budget zu Ende,
08:36bevor mein Werkvertrag ausgelaufen ist.
08:38Ja, ich habe noch zwei Stunden.
08:41Den zweiten Versuch wird es nicht geben.
08:43Ich bin ganz sicher, dass es klappt.
08:46Ich muss jetzt weg.
08:47Ich weiß nicht, wann ich heute Abend wiederkomme,
08:48aber haltet mir die Daumen.
08:52Viel Erfolg.
08:52Danke. Tschüss, Marianne.
09:01Wir drücken alle die Daumen.
09:16Das ist doch unglaublich.
09:19Genauso muss ein Hotel aussehen.
09:21Er hätte das gedacht.
09:23Heute Nacht habe ich noch geglaubt,
09:24dieser seltsame Butler führt uns in seinen Spuk.
09:31Was ist, wenn wir hierbleiben?
09:33Für immer.
09:34Du meinst, auf ewig gefangen in einem verwunschenen Hotel?
09:38Bewacht von dem Geist eines 100-jährigen Baden.
09:48Hallo, Herr Adam.
09:51Wir haben gerade über das Hotel gesprochen und...
09:54Sie haben doch gesagt, dass es seit drei Monaten leer steht.
09:57Ich habe mich bemüht, es nach dem Ableben meiner Herrschaft in einem passablen Zustand zu halten.
10:03Das ist Ihnen gelungen.
10:04Danke.
10:05Sie reisen bereits heute ab?
10:07Ja, sobald wir einen Kanister Benzin besorgt haben.
10:10Das dürfte nicht nötig sein.
10:12Ich habe Ihren Wagen bereits betankt.
10:15Aha.
10:16Danke.
10:17Das ist sehr, sehr nett von Ihnen.
10:20Jetzt sagen Sie nicht, Sie betreiben nebenbei noch eine Tankstelle.
10:22Nein, ich muss Ihnen...
10:23Aber dringend empfehlen, eine solche aufzusuchen.
10:26Ihr Ölstand lässt zu wünschen übrig.
10:31Ich hätte da noch eine Frage.
10:33Kennen Sie irgendwas Nettes, wie wir jetzt noch frühstücken könnten?
10:38Selbstverständlich.
10:38Aha.
10:39Und wo?
10:41Wenn Sie mir bitte folgen wollen.
10:54Jetzt sag bitte nicht, du willst weiter für mich arbeiten.
10:57Ich hoffe, das ist dir recht, Mutter.
10:59Es macht uns im Übrigen nichts aus, wenn Sie nicht mit uns frühstücken.
11:02Ich denke, Sie haben bestimmt noch was zu tun.
11:11Bitte, Nora, überleg es dir noch mal.
11:13Ich halte es für keine gute Idee, wenn du weiter im selben Betrieb arbeitest wie Annabelle.
11:17Aber es ist doch nicht irgendein Betrieb.
11:20Ich besitze Anteile daran.
11:21Und ich nehme die Verantwortung, die daraus entsteht, durchaus ernst.
11:25Ja, aber sie wird wieder versuchen, dich zu beeinflussen.
11:28Ich muss lernen, damit klarzukommen.
11:31Gut, es ist deine Entscheidung.
11:33Aber wenn du es dir anders überlegst,
11:36Richard findet bestimmt etwas Angemessenes für dich.
11:38Danke, das ist wirklich sehr nett.
11:40Aber ich will mich nicht hinter ihm verstecken.
11:43Das würdest du an meiner Stelle auch nicht tun.
11:46Ich muss los.
11:47Ach ja, Richard hat mich gebeten, dich an den Termin zu erinnern,
11:50den du später noch mit Frau Nowak hast.
11:54Ich weiß.
11:55Der ist wichtig.
12:04Es hat eben doch Vorteile, mit einem Chemiker verheiratet zu sein.
12:09Da gehen einem diese Döschen nie aus.
12:23Ja, Lulisse, ich muss Schluss machen.
12:26Ja, gut, tschüss.
12:27Hallo, Papa?
12:29Ja, ich bin schon zu Hause.
12:30Äh, weißes Döschen mit rotem Deckel.
12:32Ja, ich habe es.
12:33Ja, ja, ich kenne die Dinger.
12:34Okay, dann bis gleich.
12:35Okay, tschüss.
12:36Ciao, Mama.
12:37Ciao.
12:41Wie ist er denn hingestellt?
12:45In den Müll geworfen.
13:11Das nenne ich mal ein anständiges Frühstück.
13:14Ich sagte, dieser Butler, Adam,
13:17das ist die ganz alte Schule.
13:20Diskret,
13:22unauffällig,
13:23aber immer da, wenn man ihn braucht.
13:27Ich wette, Lulisse,
13:28dein Wunsch von den Augen ab,
13:29da weißt du noch gar nicht, was du willst.
13:31Ich weiß ganz genau, was ich will.
13:33Und es will mir gar nicht recht finden,
13:35dass dieser Butler mir von den Augen ablesen werde.
13:39Das kann sogar ich lesen.
13:41Mhm.
13:48Was machst du da?
13:51Kennst du diese Momente,
13:52in denen einfach alles stimmt?
13:55Mhm.
13:58Als ich klein war,
13:59habe ich immer versucht,
14:00sie festzuhalten,
14:01in dem ich die Augen geschlossen habe
14:03und mich ganz fest konzentriert habe.
14:06Und hat's geklappt?
14:08Nein.
14:09Aber ich versuch's trotzdem immer wieder.
14:28Müsst du für mich wirklich hierbleiben?
14:33Das Hotel steht bestimmt zum Verkauf.
14:38Und wovon willst du's kaufen?
14:40Ich steh mir Kredit auf.
14:43Ja.
14:44Ich will nur ein Hotelkauf.
14:47Das Hotel könnte ich ohne weiteres managen.
14:52Und du wärst nicht allein.
14:54Mhm.
14:56Das heißt,
14:58du würdest mitmachen?
14:59Nein, ich dachte eher an den Butler.
15:03Oh.
15:09Weißt du, Mann?
15:11Mhm.
15:12Das ist doch gar keine schlechte Idee, oder?
15:15Wir kaufen
15:16und renovieren das Hotel.
15:22Wir sind frei.
15:25Nora hat ihre Familie gefunden.
15:28Dein Vater beendet bald seine Forschung.
15:31Braucht dein Geld nicht mehr.
15:34Und du?
15:38Du könntest bei Falken
15:40dein Vortellan auffüllen.
15:43Und wieder als freier Kürzlöer arbeiten.
16:08Konrad,
16:09ich weiß,
16:09dass es nicht richtig ist,
16:10ihn anzulügen,
16:11aber jetzt ist er wieder glücklich.
16:15Na, ihr beiden?
16:16Hallo.
16:17Hey.
16:18Hey.
16:19Na, wie geht's?
16:20Der Arzt sagt, gut.
16:22Krieg ich auch einen Kaffee?
16:23Na klar.
16:25Bis auf das große schwarze Loch
16:26in meinem Gedächtnis.
16:28Schade eigentlich.
16:29Offensichtlich hatte ich
16:29ein ziemlich spannendes Leben.
16:31Mir ist geschossen worden.
16:33Geschossen?
16:34Ja.
16:35Der Arzt hat eine alte
16:36Schussverletzung entdeckt.
16:37Und irgendwie habe ich nicht das Gefühl,
16:39dass hier ein feitender Lederstreit
16:40mit dem Colt ausgetragen wird.
16:41Also frage ich mich doch,
16:42was es war.
16:43Ein eifersüchtiger Ehemann
16:44oder habe ich die falschen Leute verklagt?
16:46Wisst ihr irgendwas?
16:50Einmal.
16:52Elsa.
16:55Mhm.
16:56Hagen.
16:57Ich war's.
17:01Was?
17:02Ich habe auf dich geschossen.
17:04Tut mir leid.
17:08Warum?
17:10Es war ein Jagdunfall.
17:11Ein Querschläger hat dich erwischt.
17:15Oh.
17:15Okay.
17:19Was haben wir gejagt?
17:22Schwarzwild?
17:24Verstehe.
17:26Was ist Schwarzwild?
17:29Wildschwein?
17:33Wer hätte das gedacht.
17:36Ich habe einen Kumpel,
17:37mit dem ich Wildschweine jagen gehe.
17:39Ja, ich jage nicht mehr.
17:41Das Einzige, was ich jetzt noch schieße,
17:43sind Fotos.
17:47Ja.
17:49Über das Schwarzwild reden wir noch.
17:51Ich muss jetzt mal los.
17:53Bis später.
17:54Bis später.
18:03Oh Gott.
18:12Das Gericht hat den Vaterschaftstest
18:14rechtlich angeordnet
18:15und eine Frist von zwei Wochen festgesetzt.
18:18Der Test wird mittels DNA-Analyse durchgeführt.
18:20Dazu wird von Ihnen und Herrn van Weyden
18:22genetisches Material genötigt.
18:25Es genügt eine Speichelprobe,
18:27die Ihnen unter Aufsicht einer Rechtsperson
18:29von einem Amtsarzt abgenommen wird.
18:32Richard tut sich offenbar schwer,
18:33sein Fleisch und Blut anzuerkennen.
18:35Wolltest du nicht in die Manufaktur?
18:37Mir ist eingefallen, dass sie mir gehört.
18:39Also kann ich kommen und gehen, wann ich will.
18:42Übrigens, Nora ist Richards Tochter.
18:45Auch wenn sich manche von uns etwas anderes wünschen.
18:47Er hat keinerlei Zweifel daran.
18:51Wieso dann der Test?
18:53Deinetwegen.
18:54Es geht um die Scheidung.
18:56Wir werden belegen, dass Sie Ihrem Mann
18:57die Tochter mutwillig vorenthalten haben.
19:00Aufgrund des schweren Vertrauensmissbrauches
19:02wäre Herrn van Weyden dann ein weiteres Zusammenleben
19:04mit Ihnen nicht mehr zuzumuten.
19:06Die harte Fallregelung tritt in Kraft.
19:09Und Ihre Ehe wird schnellstmöglichst geschehen.
19:12Was soll das heißen?
19:13Das heißt,
19:14in ein paar Wochen fliegst du hier raus.
19:38Was soll das denn werden?
19:40Das siehst du doch.
19:41Ich fahre deine Aufträge aus.
19:42Von wegen, ich muss mal nur ganz kurz weg.
19:45Sag mal, wo warst du denn?
19:46Tut mir leid, ich habe ja nicht gedacht,
19:48dass um diese Uhrzeit noch Aufträge reinkommen.
19:49Wir sind ein florierendes Unternehmen.
19:51Wie du siehst, muss sogar die Chefin ran,
19:52wenn es eng wird.
19:53Gut improvisiert,
19:54aber jetzt lass mal wieder den Chef ran.
19:57Glaub mal, Janik,
19:57dass du mir so schnell davon kommst.
19:59Ich habe mir schon was ausgedacht,
20:00wie du dich bei mir entschuldigen kannst.
20:02Zuerst gibst du mir einen Kaffee aus
20:03und dann massierst du mir die Füße.
20:06Alles klar.
20:09Was ist denn los?
20:11Ich war für meinen Vater unterwegs.
20:14Und?
20:15Sieht gar nicht gut aus.
20:16Henning hat den Vertrag nicht verlängert.
20:18Gerade läuft das letzte Experiment
20:20und wenn das schief geht,
20:21dann Ende der Fahnenstange.
20:23Ach, mach dir mal keine Sorgen.
20:25Dein Vater ist ein Genie,
20:26der kriegt das schon hin.
20:28Und wenn nicht,
20:29dann sind wir eben dran.
20:39Also dieses Hotel ist genauso,
20:40wie ich es mir vorgestellt habe.
20:42Und du glaubst wirklich,
20:42du würdest von der Bank einen Kredit bekommen?
20:44Naja, nicht von jeder,
20:45aber von einer ganz bestimmten.
20:47Da kenne ich nämlich den Filialleiter
20:49noch erst bald Ruf.
20:50Und in welchem Sinne?
20:52In dem Sinne,
20:55dass er mich für tüchtig hält.
21:00Die Idee,
21:01wieder als freier Künstler zu arbeiten,
21:02finde ich gar nicht so schlecht.
21:04Du könntest dir ein Atelier hier in der Nähe nehmen.
21:08Und ich weiß auch schon,
21:10wer dir die ersten Aufträge geben würde.
21:12Ja, dann wäre es gut.
21:14Ich natürlich.
21:24Ich meine,
21:25das gibt es schon einen
21:27Ungestalten.
21:29Der andere ist viel zu altmodisch.
21:32Die Farben können heller sein.
21:35Stimmt.
21:36Da könnte ich mir doch glatt etwas reinfragen lassen.
21:41Ich habe auch schon eine Idee.
21:43Wir könnten uns auf
21:45Familie und Wellen spezialisieren.
21:47Familie.
21:48Ja, ich weiß,
21:49dass wir machen viele,
21:50aber es kommt auf das Design an.
21:54Edel,
21:56aber nicht protzig.
22:02Modernes Design zum Wohlfühlen.
22:10Ich soll ja jetzt
22:11ein ganzes Hotel designen.
22:12Das wird aber teuer.
22:16Aber für ein Design-Hotel
22:17bekommt man leichter Geld von der Bank.
22:20Reizvolle Aufgabe,
22:21ein ganzes Hotel zu gestalten.
22:25Wenn ich mir recht überlege,
22:27ich würde es nur machen,
22:28wenn du auch mitmachst.
22:31Wenn du das Hotel gestaltest,
22:33dann wird es bestimmt ein Erfolg.
22:36Du meinst es also ernst?
22:39Du nicht?
22:41Ja.
22:42Nein, verstanden.
22:44Aber lass uns einen Schritt nach dem anderen machen.
22:46Aha.
23:03Haben wir was zu feiern?
23:05Du hast mich vorhin gerettet.
23:06Ich hätte wirklich nicht gewusst,
23:08was ich Hagen sagen soll.
23:09Das war offensichtlich.
23:11Jetzt denkt Hagen,
23:13ich bin ein miserabler Schütze.
23:14und sein bester Kumpel.
23:16Na ja, vielleicht wird es ja noch.
23:18Du hast die Geschichte gut erzählt.
23:20Und auf jeden Fall ist es besser,
23:21wenn Hagen glaubt,
23:22du wärst sein bester Kumpel,
23:24als wenn er wüsste,
23:25dass seine Frau auf ihn geschossen hat.
23:27Zwei Jahre bevor sie
23:28auf mysteriöse Weise gestorben ist.
23:30Na, vielleicht.
23:32Denkst du nicht?
23:34Ich, keine Ahnung.
23:36Spielt jetzt eh keine Rolle mehr.
23:38Jetzt stecke ich ja mittendrin
23:38in dieser Verschwörung,
23:40genau wie Helena
23:40und Richard und du
23:42und halb Falkenthal.
23:44Wenn du das so schlimm findest,
23:46warum machst du es dann?
23:50Das weißt du nicht?
23:53Für dich würde ich alles tun, Elsa.
23:55Jetzt ist mein Schwager
23:56halt auch mein bester Freund.
23:59Schwager?
24:00Hab ich jetzt Amnesie?
24:02Also, sind wir doch verheiratet?
24:04Nein, nein.
24:05Damit wollte ich nur sagen,
24:07dass das Band zwischen uns
24:09immer enger wird.
24:10Hm.
24:12Ein Ritter wird man eben
24:13nicht so schnell los.
24:20Entschuldigen Sie bitte.
24:21Herr Ritter ist da.
24:22Danke.
24:24Hagen.
24:26Schön, dich zu sehen.
24:28Frau von beiden nehme ich an.
24:30Helena Bernstein,
24:31Richards Lebensgefährtin.
24:33Oh, Entschuldigung.
24:34Nehmen Sie es nicht persönlich,
24:35aber seit meinem Unfall...
24:36Das ist schon in Ordnung.
24:38Ich weiß Bescheid.
24:39Wir haben uns übrigens geduzt.
24:43Dann standen wir uns auch näher.
24:46Setz dich doch.
24:49Richard hat mir bereits gesagt,
24:50dass er für einige Tage
24:51nach Hongkong muss
24:52und sie...
24:53also du während seiner Abwesenheit
24:55seine Geschäfte weiterführst.
24:57Ja, Richard ist schon ganz
24:58mit seiner Abreise beschäftigt,
24:59aber du kannst dich
25:00in allen Fragen an mich wenden.
25:02Ja, ich müsste in der Tat
25:03was mit dir besprechen.
25:10Das bin ja ich.
25:15Und die Frau daneben mir,
25:17das ist doch, ähm...
25:18Viktoria,
25:19Richard von Weidens Tochter,
25:20nicht wahr?
25:21Sie war unsere gemeinsame Tochter.
25:24Oh, Entschuldigung,
25:25das habe ich vergessen.
25:27Du erinnerst dich an sie?
25:29Nein.
25:31Nein, meine Schwester Elsa
25:32hat mir ein Foto von ihr gezeigt
25:33und gesagt,
25:34dass sie einen Unfall hatte.
25:35Das tut mir sehr leid.
25:37Schade, dass wir uns
25:37nicht näher gekannt haben.
25:44Hey!
25:45Ich habe gerade eine Liefertour gemacht
25:46und da habe ich mir gedacht,
25:47ich schaue mal
25:47bei meiner Mama vorbei.
25:50Hast du Hunger?
25:51Klar.
25:52Danke.
25:54Hast du schon was
25:55von Papa gehört?
25:56Nein.
25:57Naja, ist ja auch noch zu früh.
25:59Das Experiment dürfte
26:00gerade erst beginnen.
26:02Ich weiß, worum es geht.
26:04Es ist seine letzte Chance
26:05und wenn es jetzt nicht klappt,
26:06dann ist es aus,
26:07aber Mama, es wird klappen.
26:09Er hat dir davon erzählt?
26:11Ja.
26:12Als ich ihm das Döschen gebracht habe,
26:13das er hier vergessen hat.
26:15Welches Döschen denn?
26:17Da waren irgendwelche
26:18Chemikalien drin.
26:19Das ist so typisch, Papa.
26:20Das ist das wichtigste Experiment
26:21seines Lebens
26:22und er lässt die Zutaten
26:22hier in der Küche liegen.
26:24Sag mal,
26:24du willst mir jetzt aber nicht erzählen,
26:25dass du ihm das Döschen gebracht hast,
26:27was da auf dem Tisch stand?
26:28Doch, warum?
26:29Oh nein.
26:31Da war mein Pflanzendünger drin.
26:33Das ist nicht dein Ernst?
26:34Doch.
26:35Ich muss ihn sofort anrufen.
26:39Wir müssen aufpassen,
26:40dass Hagen nicht erfährt,
26:41dass er für einige Zeit
26:42vor Gericht gesperrt ist.
26:44Herr Van Weiden hat vorgeschlagen,
26:45Hagen als Berater
26:46in die Van Weiden Group
26:47einzubinden.
26:48Dann muss er nicht vor Gericht.
26:49Gute Idee.
26:57Sophie!
26:58Hallo.
27:00Lange nicht gesehen?
27:02Aber du hast mich wiedererkannt.
27:06Ja, Elena, wie ich schon sagte,
27:07es geht um meinen Job
27:07bei der Van Weiden Group.
27:09Ich würde gerne
27:09wieder anfangen zu arbeiten.
27:11Ich habe schon mit Richard
27:12darüber gesprochen.
27:13Aber fühlst du dich
27:14denn dazu schon wieder in der Lage?
27:16Der Unfall
27:16legt doch noch gar nicht lange zurück.
27:19Also ich denke,
27:19ich bin bereit
27:20für meine erste Schlacht
27:20vor Gericht.
27:23Die Gerichtssachen
27:24hat eigentlich
27:25immer Sophie erledigt.
27:26Du warst hauptsächlich
27:28als Berater tätig.
27:29Als Berater?
27:30Ja, und als den hätte Richard
27:32dich auch gerne wieder
27:32an seiner Seite.
27:35Nur für mich?
27:36Was heißt das Berater?
27:39Er hat dich
27:40in schwierigen
27:41Vertragsverhandlungen
27:42konsultiert.
27:43Und manchmal
27:44hast du auch
27:45in seinem Namen
27:46verhandelt.
27:47Oft im Ausland.
27:48Sehr lukrativ.
27:50Das heißt dann also,
27:51ich war der Spezialist
27:52für Wirtschafts-
27:53und Finanzfragen,
27:53richtig?
27:54Ich lasse dir ein paar
27:55Unterlagen der von
27:56beiden Group zukommen.
27:57Ich bin mir sicher,
27:58du wirst dich schnell
27:58wieder darin zurechtfinden.
28:00Ja.
28:01Ja, das wäre sehr nett.
28:04Sag mal,
28:05hast du bewusst,
28:05dass ich eine
28:06Schussverletzung habe?
28:07Blöde Frage,
28:08natürlich hast du es gewusst.
28:10Konrad hat mir gesagt,
28:11es war ein Jagdunfall
28:11und er wäre der Schütze gewesen.
28:13Wusstest du,
28:14dass ich jage?
28:15Nein, das habe ich
28:16nicht gewusst.
28:17Ich finde,
28:17das passt auch irgendwie
28:18gar nicht zu mir.
28:19Also, ich denke,
28:20ich suche mir ein neues Hobby.
28:22Naja.
28:24Kann ich euch zum Essen einladen?
28:26Richards Fluch
28:27nach Hongkong geht bald
28:28und ich würde mich
28:29sehr gerne noch
28:30richtig von ihm verabschieden.
28:31Das geht natürlich vor.
28:33Wohin gehen wir?
28:35Ich weiß nicht.
28:36Ich denke,
28:36mir ist nach
28:37Wildschweinbraten.
28:42Lantanum-Neodym-Acetat.
28:43Hier steht es ja
28:44groß und deutlich drauf.
28:45Das ist mein Fehler.
28:46Ich weiß nicht,
28:47wie mir das passieren konnte.
28:48Wenn hier überhaupt
28:48irgendjemand einen Fehler gemacht hat,
28:50dann war ich das.
28:51Wieso denn du?
28:51Ich habe da noch
28:52irgendeinem weißen Döschen gesucht,
28:53anstatt die Beschriftung zu lesen.
28:55Ja, und sowas wie ich
28:56will einen Kurierdienst leiten.
28:57Woher solltest du denn wissen,
28:58dass es zwei von diesen blöden Dosen hier gibt?
29:00Ich hätte meinen Pflanzendünger
29:01nicht da reinfüllen dürfen
29:02und wenn,
29:03dann hätte ich es korrekt
29:04beschriften müssen.
29:05Sag mal,
29:06wo ist denn diese Dose jetzt?
29:07Ja.
29:08Das gibt es doch nicht.
29:09Ja, tut mir leid, Papa,
29:10ich habe die Beschriftung nicht gelesen.
29:12Ja, aber ich,
29:12auf der anderen Stand
29:12genauso Lantanum-Acetat.
29:14Das war mein Fehler.
29:16Was heißt dein Fehler?
29:16Das ist doch Quatsch.
29:17Ich bin der Chemiker.
29:18Ich muss doch zwischen
29:20Lantanum-Acetat
29:20und einem mineralischen
29:22Feststoffdücher unterscheiden können.
29:24Was war denn der Dose?
29:26Kaliumsulfat,
29:27Doppelkohlesaurus,
29:28Natron,
29:28ein bisschen Backpulver
29:29und Zucker.
29:30Nein.
29:30Wieso denn eben?
29:31Bist du verrückt geworden?
29:32Du musst diesen Versuch stoppen.
29:34Und zwar gleich.
29:35Stoppen?
29:36Das erlaubt mir
29:37Reichenbach nie.
29:38Ich müsste die ganze
29:38Produktion stoppen.
29:41Aber andererseits,
29:42das ist doch jetzt egal.
29:43Ich versuche es einfach.
29:45Ja.
29:45Das ist sowieso schon alles egal.
30:12Fällt es Ihnen?
30:15Sagen Sie,
30:16wem gehört dieses Hotel denn jetzt?
30:18Es ist nach dem Tod des Besitzers
30:21an die Bank gefallen.
30:22Ich nehme an,
30:23und die bezahlt Sie auch
30:24für Ihre Verwaltertätigkeit.
30:27So ist es.
30:28Darf ich fragen,
30:28warum Sie das wissen wollen?
30:30Wir tragen uns mit dem Gedanken,
30:32das Hotel zu kaufen.
30:35Das wird die Bank sicherlich freuen,
30:37wenn ich das so sagen darf.
30:39Meines Wissens
30:41ist der Kreis
30:42der Interessenten recht begrenzt.
30:45Unverständlicherweise.
30:48Sie hängen sehr in dem Haus,
30:50nicht wahr?
30:51Sind Sie vom Fach?
30:52Hotel Koffrau.
30:54Ich habe lange Zeit
30:55im Landhotel Waldruh gearbeitet.
30:57Dann brauche ich Ihnen
30:58Ihre Frage nicht zu beantworten.
31:00Bitte.
31:01Sehen Sie sich ausführlich im Haus.
31:04Das ist unsere Chance.
31:07Ja.
31:08Ja.
31:12Ja.
31:16Ja.
31:17Ja.
31:17Ja.
31:19Ja.
31:21Ja.
31:24So, alles fertig zur Abreise.
31:27Ist Hagen noch da?
31:29Nein, aber ich habe alles vorbereitet.
31:31Er ist mit Sophie essen gegangen.
31:34Sie lassen dich beide grüßen.
31:36Ich habe noch kurz mit Sophie telefoniert.
31:38Sie soll die Beschleunigung der Scheidung
31:40mit allen Mitteln durchfechten.
31:41Ich will Annabelle endlich
31:42aus diesem Haus haben.
31:45Wusstest du eigentlich,
31:46dass Hagen und Sophie
31:47ein Paar sind?
31:51Ehrlich gesagt,
31:51das ist mir noch nicht aufgefallen.
31:53Und sie muss ihm weiterhin
31:55seine Vergangenheit verschweigen.
31:56Das ist bestimmt nicht leicht für sie.
31:59Für Hagen ist es ein Geschenk,
32:00alles zu vergessen
32:01und nochmal neu anfangen zu können.
32:03Es gibt Momente,
32:04da beneide ich ihn darum.
32:07Dadurch macht man die Vergangenheit
32:08nicht ungeschehen.
32:11Die guten Dinge,
32:12die mir widerfahren sind,
32:13habe ich auch nicht vergessen.
32:16Man muss nicht sein Gedächtnis verlieren,
32:17um nochmal von vorne anfangen zu können.
32:20Ist das so?
32:23Alles, was es braucht,
32:24ist doch Vertrauen, oder?
32:25Das zeichnet eine Familie aus.
32:30Ich bin froh, dass du da bist
32:31und dich um alles kümmerst,
32:32während ich in Hongkong bin.
32:34Aber am liebsten würde ich dich
32:35natürlich mitnehmen.
32:37Du fällst mir jetzt schon.
32:39Ich komme bald wieder.
32:45Ich habe Angst,
32:46dass es alles nur ein Traum war.
32:48Und wenn wir weggehen,
32:50dann verschwindet alles.
32:53Wir werden wiederkommen.
33:12Es freut mich,
33:13wenn Sie sich wohl gefühlt haben.
33:15Herr Adam,
33:17Sie wissen gar nicht,
33:18wie glücklich Sie uns gemacht haben.
33:20Man sieht sich immer zweimal im Leben.
33:23Frau Mayward.
33:25Herr Becker.
33:27Danke.
33:29Alles Gute.
33:31Ihnen auch.
33:39Goldener Hirsch.
33:41Klingt ein bisschen antiquiert.
33:43Wie Herr Adam.
34:00Bis nachher.
34:03Kein Erfolg?
34:06Nein.
34:08Der zweite Versuch
34:09mit den richtigen Zusätzen
34:10ist auch schiefgelaufen.
34:15Arme Papa.
34:18Tja.
34:20Die viele Arbeit,
34:21die er all die Jahre
34:23investiert hat.
34:25Ich hätte ihm den Erfolg so gegönnt.
34:28Und er hätte es so verdient.
34:30Wir müssen Simon anrufen.
34:35Und er hat ja vorhin
34:36fahren schlechthin.
34:37Nein, was ist denn?
34:42So.
34:44Und wohin fahren wir jetzt?
34:46Wir können ja wieder
34:47meinen Glücksbringer entscheiden lassen.
34:49Warum nicht?
34:50Zeig, das vergiss mal nicht.
34:51Nach oben fahren wir da lang.
34:52Einverstanden?
34:52Okay.
34:53Gut.
34:54Einen Moment.
34:57Becker?
34:58Hallo Simon.
34:59Hallo Sebastian.
35:00Was gibt's?
35:01Papa hat es nicht geschafft.
35:04Was nicht geschafft?
35:05Sein Vertrag wird nicht verlängert.
35:07Es war heute das letzte Experiment
35:09und kein Erfolg.
35:11Und warum weiß ich davon nichts?
35:13Ich habe es auch erst gerade erfahren,
35:14dass es so eine dramatische Situation ist.
35:16Aber du kennst doch Papa.
35:17Der macht alles mit sich selbst aus.
35:19Es kann doch nicht sein,
35:20dass seine ganzen Versuche
35:21nichts gebracht haben.
35:22Wahrscheinlich braucht er einfach
35:23nur mehr Zeit.
35:24Ich rufe Henning an.
35:26Das kannst du dir sparen.
35:26Das hat doch Papa schon längst gemacht.
35:28Das war die letzte Chance,
35:29die Reichenbach ihm gegeben hat.
35:33Also gut.
35:34Ich komme nach Hause.
35:36Okay.
35:37Bis dann.
35:37Tschüss.
35:44Was ist?
35:46Wir müssen zurück.
35:48Henning hat den Forschungsauftrag
35:49nicht verlängert.
35:50Ich muss mit ihm reden.
35:52Na klar.
35:54Dazu, das muss nicht das Ende
35:56unserer Hotelidee sein.
35:58Wir finden eine andere Lösung.
36:01Vielleicht findet mein Vater ja einfach
36:02einen anderen Auftrag geben.
36:05Lass mal.
36:06Das ist doch nicht so wichtig.
36:08Nicht jeder Wunsch kann gleich
36:09in Erfüllung gehen.
36:10Das Wichtigste ist,
36:12dass wir uns haben.
36:13Und alles andere hat Zeit.
36:28Haben dir deine Eltern
36:29keine Manieren beigebracht?
36:31Der war gut.
36:33Was willst du?
36:35Ich dachte,
36:36ich mache mir schon mal
36:37ein paar Gedanken,
36:37wie ich dein Büro gestalte,
36:39wenn du nicht mehr da bist.
36:40Der war auch gut.
36:41Und jetzt verschwinde.
36:43Was ist denn?
36:44Nerv ich dich?
36:45Dann gewöhn dich schon mal dran.
36:47Oder willst du freiwillig
36:48das Feld räumen?
36:49Warum sollte ich das tun?
36:50Weil es würdevoller ist,
36:52selbst zu erkennen,
36:52wenn man verloren hat.
36:54lässt du scheue ich deinen Plan.
36:57Du wirst mich mit deinen ewigen Kampf
36:59am Sagen zu Tode langweilen.
37:02Glaub mir, Mutter.
37:03Du wirst Fehler machen.
37:04Und dann werde ich da sein.
37:06Ich sitze schon jetzt am Tisch,
37:07an dem du gern sitzen würdest.
37:10Ich bin erwünscht in dem Haus,
37:12das du verlassen wirst.
37:13Ich habe die Familie,
37:14die du dir wünschst.
37:17Wie fühlt sich das an?
37:18Also,
37:19ich rufe jetzt den Sicherheitsdienst.
37:22Ruf lieber den Hausmeister.
37:24Oder ist das der kalte Hauch,
37:25der Einsamkeit,
37:26der dich umweht?
37:34Wenn Harald eine neue Arbeit braucht,
37:36dann werden wir aus Falkenthal
37:38wegziehen müssen.
37:41Und unser Problem
37:42hätte sich damit auch gelöst.
37:45Du meinst,
37:46so einen Kuss.
37:49Ich bereue ihn nicht.
37:53Zumindest sind wir erwachsen genug,
37:55richtig damit umzugehen.
37:58Hallo.
37:59Hallo.
37:59Ist Vater in der Firma?
38:00Ja.
38:01Er bringt Herrn Reichenbach
38:02gerade die schlechte Nachricht.
38:04Jetzt macht nicht solche Gesichter.
38:05Das muss nicht das Ende sein.
38:07Henning kann ihn auch fest anstellen.
38:08Falkenthal Porzellan
38:09braucht eine Entwicklungsabteilung.
38:10Ja, aber würdest du ausgerechnet
38:12den Mann als Entwicklungschef einstellen,
38:13der gerade ein Forschungsprojekt
38:15in den Sand gesetzt hat?
38:16Ja, warum denn nicht?
38:17Forschung ist immer zu 50%
38:18eine Glückssache.
38:19Und das ändert nichts
38:19an Vaters Qualifikationen.
38:21Das scheint Herr Reichenbach
38:22auch so zu sehen.
38:24Sie unterhalten sich gerade
38:25und vielleicht haben wir ja Glück.
38:27Ich fahre in die Firma.
38:27Ich komme mit.
38:29Wenn Henning erfährt,
38:29wie wichtig die Position
38:30deines Vaters ist,
38:31dann lenkt er bestimmt ein.
38:32Halt.
38:33Das bringt überhaupt nichts,
38:34wenn ihr da jetzt hinlauft.
38:36Wir können nur hier sitzen
38:37und auf ihn warten.
38:44Hast du den Bäcker gesehen?
38:45Welchen?
38:46Den alten.
38:48Der interessiert mich nicht.
38:50Sag mal, du arbeitest schon wieder?
38:51Ja, warum sollte ich nicht?
38:53Als ich dich zuletzt gesehen habe,
38:55warst du nicht gerade
38:55in einer akuten Verfassung.
38:57Ich habe meine Ziele neu definiert.
39:00Mir geht es blendend.
39:01Neue Ziele?
39:03Keine Sorge.
39:04Nichts, wofür man eine Waffe braucht.
39:06Freut mich zu hören.
39:08Was ist denn hier los?
39:09Ich suche Herrn Becker.
39:10Welchen?
39:11Den alten.
39:12Herr Becker wollte heute
39:13den letzten Test
39:14für das neue Brennverfahren durchführen.
39:17Den letzten?
39:17Dann hat er also endlich ein Ergebnis.
39:19Nein.
39:21Ach,
39:21sein Budget ist aufgebraucht
39:23und ich habe ja einen neuen Vertrag
39:24nicht zugestimmt.
39:25Und wo ist Herr Becker jetzt?
39:27Keine Ahnung.
39:28Das erfahre ich erst jetzt.
39:30Wir sind fünf Minuten
39:31in meinem Büro sehen.
39:35Du hast Herrn Beckers Vertrag
39:36nicht verlängert?
39:38Es blieb mir anders übrig.
39:39Seine Testreihe verlief ergebnislos
39:41und die Forschungsgelder
39:42sind aufgebraucht.
39:45Investitionen in die Zukunft
39:46sind zwar richtig,
39:47aber wenn abzusehen ist,
39:48dass sie keinen Nutzen haben,
39:49muss der Schaden begrenzt werden.
39:50Und jetzt sollst du dafür
39:51die Konsequenzen tragen?
39:53Das habe ich schon,
39:54indem ich Beckers Vertrag
39:55nicht verlängert habe.
39:56Die Manufaktur
39:57hat eine gewaltige Menge Geld
39:59durch seine Forschung verloren.
40:01Aber das war Annabels Entscheidung.
40:09Was war denn euer Ausflug?
40:12Schicksalhaft.
40:15Na?
40:16Harald!
40:18Wie ist das Gespräch
40:18mit Henning gelaufen?
40:19Ich habe noch gar nicht
40:21mit ihm gesprochen.
40:21Du hast nicht mit ihm gesprochen?
40:23Aber warum?
40:27Earl Grey?
40:29Flast Flasch?
40:34Hast du was getrunken?
40:36Ich, äh, ich brauche ein Messer.
40:43Sag mal, Harald,
40:45alles in Ordnung?
40:46Diese Tasse,
40:47ja,
40:49stammt aus dem vorletzten Versuch,
40:50der mir in der Manufaktur
40:51Falkenthal vergönnt war.
40:53Gebrannt nach Hausfrauenart
40:54mit selbstgemischten Pflanzendünger.
40:59Hey, Abba,
41:00was soll denn das jetzt?
41:04Da.
41:05Sieh dir die Glasur an.
41:08Das ist ja verrückt.
41:10Das Messer hat überhaupt
41:11keine Spuren hinterlassen.
41:12Ja, genauso wenig wie Hitze,
41:13Kälte oder Säure
41:14dieser fantastischen Glasur,
41:16was er anhaben kann.
41:17Ja, das ist unglaublich.
41:18Ich bin zwar mit meiner
41:20Brennzeitverkürzung gescheitert,
41:21habe aber dank
41:22Mariannes Pflanzendünger
41:24eine fantastische,
41:26unzerstörbare Käsur erfunden.
41:30Sag mal, das Wischverhältnis,
41:36weißt du das noch?
41:37Das ist vielleicht so,
41:37dass du anfangen,
41:38oder?
41:39Ja, das ist ja auch.
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