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  • vor 2 Monaten

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Kurzfilme
Transkript
00:00Du hast mein Leben verändert und es ist etwas sehr Besonderes gemacht.
00:06Mit dir ist jeder Tag so einzigartig und darum kann ich nicht mehr ohne dich sein.
00:31Oh Gott, Simon.
00:35Luisa Maywald, willst du mich heiraten?
00:51Ja.
00:55Ja, das will ich.
01:13Ja, das will ich.
01:18Ja.
01:22Ja.
01:23Ja.
01:34Ja.
01:35Ja.
01:47Ja.
01:49Ja.
01:51Ja.
01:53Ja.
01:55Ja.
01:55Ja.
01:56Ja.
01:56Ja.
01:56Ja.
02:01Ja.
02:15Ja.
02:16Ja.
02:19Ja.
02:19Ja.
02:24Ja.
02:26Ja.
02:28Ja.
02:32Ja.
02:36Ja.
02:37Ja.
02:38Ja.
02:40Ja.
02:42Ja.
02:42Ja.
02:42Ja.
02:47Ja.
02:56Ja.
02:58Ja.
03:06Ja.
03:17Ja.
03:18Ja.
03:34Ja, ja.
03:34Ja.
03:34Ja.
03:34Besonderes für mich sein.
03:36Ich bereue auch nicht, was zwischen uns war, Tobias.
03:38Aber ich liebe Harald und das ist mir heute noch genauso bewusst wie vor 30 Jahren.
03:44Dann hast du wieder die richtige Entscheidung getroffen.
03:47Damals genau wie heute.
03:48Und das ist ein gutes Gefühl.
03:51Ich habe noch ein paar Sachen erst im Labor geholt. Seid ihr soweit?
03:54Sind wir.
03:55Gut, dann auf nach Hause.
03:58Hier haben wir ja nichts mehr verloren.
04:00Das sehe ich genauso.
04:02Schließlich haben Sie die Manufaktur schon sehr viel Geld gekostet.
04:05Wie ich Ihnen schon gesagt habe, schicken Sie uns einfach die Rechnung.
04:07Das werde ich auch.
04:09Aber es wäre für Sie sehr viel günstiger gewesen, mir einfach Ihre Formel zu überlassen.
04:14Ich weiß zwar nicht, um welche Rechnung es hier geht, aber...
04:17Es geht um eine Rechnung für einen Produktionsausfall, den Ihr Mann verschuldet hat.
04:21Er hat eigenmächtig die Produktionsstraße angehalten, um einen nicht genehmigten Versuch durchzuführen.
04:27Peanuts im Vergleich zu dem, was wir woanders für die Formel bekommen hätten.
04:30Verstehe, wie auch immer.
04:32Sie haben versucht, meinen Mann um sein geistiges Eigentum zu bringen.
04:35Das allein ist Grund genug, die Geschäftsbeziehung zu Ihnen abzubrechen.
04:39Zum Glück hat mich Ihre Tochter auf das Kleingedruckte im Vertrag aufmerksam gemacht.
04:42Und dafür sind wir Nora sehr dankbar.
04:44Ich würde die Formel lieber eigenhändig verbrennen, als dass Sie sie bekommen.
04:48Ganz wie Sie meinen.
04:50Ich hoffe nur, eines Tages wird Ihnen Ihre Entscheidung nicht leid tun.
04:54Guten Tag.
04:56Komm, Kim.
05:22Ich dachte immer...
05:24Dein Verständnis von Romantik hat was mit Motoren, Öl und Wüste zu tun.
05:29Ich bin nicht so eindimensional, wie du denkst.
05:32Und für wen hast du den Tisch so besonders dekoriert?
05:35Für eine ganz besondere Frau.
05:41Für dich.
05:44Danke.
05:46Eigentlich wollte ich ja mit dem Motorrad um die Welt fahren.
05:49Abenteuer erleben, unabhängig sein.
05:51Das war mein Traum.
05:54Das kann ich gut verstehen.
05:56Aber das hat sich geändert.
05:59Ich will keine Abenteuer mehr.
06:01Und was willst du dann?
06:04Ich will dich, Lissi von Weiden.
06:11Sebastian.
06:13Sebastian, hallo.
06:14Was?
06:16Lieferung.
06:17Jungenbrunnstraße.
06:17Jetzt.
06:18Äh.
06:19Sag mal, in welchem Paralleluniversum bist du denn unterwegs?
06:22Nee, ich bin hier bei der Arbeit.
06:24Das sieht man.
06:25Worum geht es denn?
06:27Du, Sebastian, ich, Lissi, das hier ist das Bahnis.
06:30Wir haben zusammen Kurierdienst.
06:33Kannst du das auch pantomimisch darstellen?
06:34Du, ich kann es dir auch vorsingen, wenn dir das weiterhilft.
06:37Aber jetzt machst du erst mal die Lieferung.
06:38Und zwar Pontisch.
06:39Na, dann üb schon mal das mit dem Singen.
06:40Ich bin nämlich gleich wieder da.
06:41Ja, und schlaf nicht ein.
06:42Die Lieferung ist sehr eilig.
06:46Sag mal, stehst du eigentlich auf Romantik?
06:50Du weißt schon, Rosenkerzen und sowas.
06:53Äh, vielleicht solltest du doch lieber nicht fahren.
06:55Hast du getrunken?
06:56Quatsch, mir geht's bestens.
06:58Warum fragst du mich denn so komisches Zeug?
07:01Ah, du brauchst denn den Tipp?
07:03Wie heißt sie denn?
07:05Egal, jetzt sag schon.
07:07Also, vergiss das Grünzeug.
07:09Wichtig ist Fantasie und Leidenschaft.
07:11Frauen wollen überrascht werden.
07:13Kapiert?
07:21Jetzt verstehe ich das System, was dahinter steckt.
07:24Jedes Mal, wenn du Alkohol getrunken hast, hast du auch getanzt.
07:27Aber leider mit dem falschen Mann.
07:29Komm, nicht rumsetzen.
07:31Ich wollte eigentlich zusehen.
07:33Aha.
07:35Verstehe.
07:36Der Herr will also zusehen.
07:39Na, warte.
07:43Was wird das denn?
07:45Zu jeder Verlobungsfeier gehört doch auch ein richtiger Strip.
07:48Sind das nicht eher die Junggesellenpartys?
07:50Mhm.
07:51Die auch.
07:54Und das macht immer die eigene Verlobte, ja?
07:57Na, wer denn?
07:58Das soll nichts.
07:58Jemand, der dafür engagiert wird.
08:01Oh, du fickst, dass sich eine fremde Frau für dich aussehen hat.
08:09Und wie geht's jetzt weiter?
08:13Das ist seine gute Antwort.
08:20Luisa?
08:28Das ist wirklich der heißeste Strip meines Lebens.
08:31Und das nach einem halben Glas Champagner.
08:39Ich habe ihn nicht hereingesagt.
08:41Ich habe auch gar nicht geklopft.
08:42Hast du nichts zu tun?
08:44Oh, entschuldige.
08:45Wie taktlos bei mir.
08:46Du bist ja arbeitslos.
08:48Ich kann gut damit leben, Geld auszugeben, das ich nicht selbst verdient habe.
08:51Freu dich nicht zu früh.
08:52Dein Konto ist bereits gesperrt.
08:54Ich bin bestens versorgt.
08:56Durch Richard.
08:57Der sich übrigens sehr für die Formel von Harald Becker interessiert.
09:00Dein Versuch, Herrn Becker, um seine Rechte zu bringen, war wirklich ein bisschen plump.
09:04Diese Formel hätte deine Anteile an der Manufaktur vergoldet.
09:08Du hast dir selbst geschadet.
09:10Als du Harald Becker an der Unterzeichnung des Vertrages gehindert hast.
09:15Das war es mir wert.
09:17Ich habe gesagt, ich mache dich fertig.
09:20Und daran halte ich mich auch.
09:22Wenn du mich jetzt entschuldest.
09:24Ich habe zu tun.
09:25Aber gerne.
09:26Einen schönen Tag noch, Mutter.
09:35Van Weiden, haben Sie die Kosten zusammengestellt?
09:39Gut.
09:40Dann bringen Sie alles in die richtige Form und dann präsentieren wir Herrn Becker die Rechnung.
09:46Er wird schon merken, dass er besser an mich verkauft hätte.
09:49Danke.
10:01Ja, durch meine Formel wird die Porzellan-Glasur extrem belastbar.
10:06Ja, alle Rechte sind bei mir.
10:08Was?
10:09Schon in ein paar Tagen.
10:12Gut.
10:12Sehr gut.
10:12Dann, ich melde mich dann bei Ihnen.
10:14Ja.
10:14Ja.
10:14Moment.
10:15Ich brauche etwas zu schreiben.
10:16Moment.
10:18Moment.
10:18Moment.
10:20Ja, habe ich notiert.
10:22Gut.
10:23Bis dann.
10:24Danke.
10:26Wenn man patent angemeldet ist, dann kann ich alles öffentlich machen.
10:30Dann können wir uns in Ruhe um den Verkauf gehen.
10:32Ja.
10:34Was machst du denn da?
10:35Wollen Luisa und Simon etwa zusammenziehen?
10:38Nein, ich suche was für uns.
10:40Ach, Entschuldige.
10:41Das habe ich ganz vergessen.
10:43Typisch.
10:44Ja, Entschuldige.
10:45Sollten wir nicht zuerst das mit der Formel unter Dach und Fach bringen, bevor wir das nächste Projekt starten?
10:50Ja, aber ich kann doch schon mal gucken, was es so gibt.
10:52Hör mal, das hört sich gut an.
10:54120 Quadratmeter Haus mit Garten.
10:57Habt ihr was Passendes gefunden?
10:59Ach so, du weißt davon?
11:03Marianne hat sowas erwähnt.
11:05Entschuldige, ich hätte ja auch selbst drauf kommen können, dass es dir langsam zu viel wird mit uns allen im
11:10Haus.
11:10Wir wohnen ja jetzt schon, wie lange wohnen wir jetzt schon?
11:12Harald, du weißt doch, dass ich mich sehr freue, dass ihr hier seid.
11:15Du hast uns jetzt lange genug beherbergt.
11:19Außerdem geht es gar nicht um Tobias.
11:20Ich habe gedacht, es wäre schön für uns, wenn wir wieder mal unter uns sind.
11:24Nur wir in unserer Familie.
11:26Ja, Tobias ist doch Familie.
11:29Ich kann verstehen, dass Marianne auch mal ihre eigenen vier Wände haben möchte.
11:33Dann habt auch ihr wieder mehr Zeit füreinander.
11:45Also, was dann?
11:47Na, mir läuft's Geschäft.
11:50Hallo.
11:52Hä?
11:53Was?
11:54Du kannst den Mund jetzt wieder zumachen.
11:57Verständigt ihr euch neuerdings über Telepathie?
11:59Quatsch.
12:01Ich will sie nur nicht durcheinander bringen.
12:03Sie hat so viel zu tun und da möchte ich sie nicht stören.
12:05Ich glaube, hier ist nur einer durcheinander und das ist bestimmt nicht Lissi.
12:09Du hast aber was falsch verstanden.
12:10Ich und Lissi, wir sind nur gute Freunde.
12:13Aber einen Gang höher schalten würdest du schon gerne, oder?
12:15Wie kommst du denn drauf?
12:16Na, lass mich mal überlegen.
12:17Also, verklärter Blick, leichtes Erröten, sobald ihr Name fällt, Leugnen.
12:21Ich will nichts von Lissi kapiert.
12:23Und Gereiztheit, wenn man dich drauf anspricht.
12:25Mein Freund, du bist über beide Ohren verknallt.
12:34Hört mal, das klingt doch schön Südbalkon mit Blick auf den See.
12:38Ich dachte, du willst einen Garten.
12:40Naja, aber einen Balkon kann man doch auch schön begründen.
12:43Naja, aber das ist nicht dasselbe.
12:45Das stimmt allerdings.
12:47Hallo zusammen.
12:48Hallo Simon.
12:49Simon, du streitst ja so.
12:51Es gibt auch einen Grund dazu.
12:52Setz dich oder haltet euch einfach nur fest.
12:55Sachs.
12:56Ich habe Luisa einen Heiratsantrag gemacht und sie hat Ja gesagt.
13:00Ach, Simon, das ist ja...
13:03Ich kann dir gar nichts sagen, wie sehr ich mich freue.
13:05Danke.
13:06Auf mir alles Liebe für euch beide.
13:08Danke.
13:09Auch von mir herzlichen Glückwunsch.
13:11Ihr beide gehört einfach zusammen.
13:13Das ist zu schön.
13:14Tja, und wo ist Luisa jetzt?
13:16Sie schläft ihren Rausch aus.
13:17Ach, hat sie ein Schlückchen Alkohol getrunken?
13:22Etwa ein oder sogar zwei.
13:26Meinst du Flaschen?
13:27Ach, Flaschen, Tobias.
13:29Luisa verträgt überhaupt keinen Alkohol.
13:31Nicht einen Tropfen.
13:32Das habe ich nicht gewusst.
13:34Es war ganz genau ein halbes Glas Champagner.
13:36Wir haben auf unsere baldige Hochzeit angestoßen.
13:38Ja, was ist dann passiert?
13:40Tobias.
13:40Nein, nein, nein, das ist schon in Ordnung.
13:42Sie wollte ein kleines Tänzchen versuchen.
13:44Oh, mit einem halben Glas Champagner?
13:47Na, dann ist sie aber nicht weit gekommen.
13:49Stimmt, sie ist nach zwei Minuten in meinem Arm eingeschlafen.
13:51Tja, da wird sie sich aber ärgern, wenn sie wieder aufwacht.
13:53Kaum.
13:54Luisa kann sich dann an überhaupt nichts mehr erinnern.
13:57Hauptsache Luisa hat den Heiratsantrag nicht vergessen.
14:00Ich finde es großartig, dass ihr den Schritt wagt.
14:03Ja, ihr habt so lange auf diesen Moment gewartet.
14:06Und jetzt haben wir nicht mal was zum Anstoßen.
14:08Aber ich glaube, im Schuppen war noch eine Kiste Sekt.
14:12Ich helfe ihr.
14:18Ihr habt die Hoffnung nie aufgegeben.
14:21Dafür werdet ihr jetzt belohnt.
14:24Ja.
14:28Marianne, warte doch mal.
14:32Herzlichen Glückwunsch nochmal, Frau Schwiegermutter in Spee.
14:36Danke.
14:37Ja, ich habe mir das sehr gewünscht, dass die zwei ein Paar werden.
14:40Ja, sie sind wie füreinander gemacht.
14:44Marianne, ihr müsst da einen Umzug doch wirklich nicht überstürzen.
14:48Ich denke, es ist das Beste für uns alle.
14:50Das ist natürlich deine Entscheidung, aber auf euch kommt jetzt eine Menge Arbeit und Organisation zu.
14:56Du meinst die Verlobungsfeier und die Hochzeit?
14:58Ja, ich kann mir gut vorstellen, wenn du den Umzug unter diesen Voraussetzungen verschieben willst.
15:03Tobias, ich denke, es ist sehr wichtig für Harald und mich, dass wir endlich wieder mehr Zeit miteinander verbringen.
15:10Und das können wir am besten in den eigenen vier Wänden, oder?
15:13Ja, das kann ich sehr gut verstehen.
15:16Ja, und was die Partywelle angeht, die jetzt auf das Haus Becker zurollt, die kriegen wir auch in den Griff.
15:20Ich helfe euch.
15:21Partywelle?
15:22Haben du und Papa etwa goldene Hochzeit, oder wie?
15:24Entschuldige mal, wir haben gerade unsere Silberhochzeit gefeiert.
15:27Tja, dein Bruder heiratet es.
15:31Nee, oder?
15:32Ist ja der Hammer. Und wen?
15:35Sehr witzig.
15:37Naja, ich hoffe, die gute Nachricht gibt euch genügend Energie, um das hier zu verkraften.
15:42Das ist für Papa.
15:44Von Annabelle von Weiden?
15:48Weiß Nora eigentlich Bescheid?
15:50Eva, sie sind die Erste, die es erfährt. Alles andere hat Zeit.
15:54Ich hoffe für Luisa, dass Nora eure Verlobung akzeptiert.
15:57Nora hat alles getan, um uns auseinanderzubringen. Es liegt jetzt an ihr, einen Schritt auf Luisa zuzugehen.
16:02Das würde Luisa so viel bedeuten.
16:05Redet ihr von mir?
16:06Für mich gibt es kein anderes Thema mehr.
16:08Warum? Ist irgendwas passiert?
16:11Hast du vergessen, dass ich dir einen Heiratsantrag gemacht habe?
16:16Natürlich nicht. Warum sollte ich?
16:19Eva, stell dir vor, wir heiraten. Ist das nicht wundervoll?
16:22Ja, Simon hat es mir gerade erzählt. Ich freue mich so für euch.
16:25Ich bin heilfroh, dass du dich daran erinnerst.
16:28Ähm, warum sollte ich nicht?
16:30Nein, wir haben danach ein Glas Champagner getrunken.
16:32Was?
16:32Du nur ein halbes. Du hast wirklich alles vergessen.
16:35Ich habe Champagner getrunken?
16:37Mhm.
16:37Deshalb bin ich am Nachmittag eingeschlafen.
16:39Es war ausdrücklich dein Wunsch. Du wolltest mir nämlich deine andere Seite zeigen.
16:45Gott, wie peinlich. Ja, was habe ich gemacht?
16:48Ach, nichts Schlimmes. Du hast, du hast für mich getanzt.
16:53Kannst du dich wirklich nicht mehr daran erinnern?
16:54Nee, ich habe doch gesagt, dass ich keinen Alkohol trinken darf.
16:57Das habe ich ja jetzt erlebt. Von mir aus musst du nie wieder einen Tropfen Alkohol trinken.
17:02Ich möchte nämlich, dass du dich von heute an, an jeden Tag unseres gemeinsamen Lebens erinnerst.
17:08Das möchte ich auch.
17:33Und wie läuft's? Schon wieder ein Auftrag?
17:35Bis jetzt noch nicht, aber es lief ja die letzten Tage ziemlich gut.
17:38Und vor allem ich bin gut gelaufen.
17:40Ist ja auch dein Job.
17:42Sag mal, hast du nachher schon was vor?
17:45Ich wollte mir die Abrechnung der letzten Woche vornehmen.
17:49Das könnten wir doch zusammen machen. Vielleicht geht's dann schneller.
17:52Wenn du willst.
17:53Klar.
17:54Nach Feierabend.
17:55Bis dann.
17:55Gut.
18:01Na, wächst ja so zufrieden. Kommt ja voran.
18:04Sieht ganz so aus. Ich habe ja gerade ein Date mit Lissi klargemacht.
18:08Und übrigens, mein Bruder und Luisa haben sich verlobt. Heute ist der Tag der Bäckermänner.
18:14Luisa und Simon heiraten?
18:16Das ist ja mal eine gute Nachricht. Ist das schon offiziell?
18:19Ich denke schon.
18:20Super.
18:22Ach so, und jetzt willst du deinem Bruder natürlich nachmachen.
18:24Nee, nee, wir machen mal langsam. Wir treffen uns nur so und gehen die Monatsbilanz durch.
18:28Die Monatsbilanzen? Ja, dann habt ihr kein Date, dann habt ihr einen Geschäftstermin.
18:31Ist doch egal. Hauptsache eine Verabredung zu zweit.
18:34Nee, und wie soll zwischen Zahlen und Bilanzen Romantik entstehen?
18:38Stimmt. Du hast ja Elsa die Wohnung mit Pflanzen vollgestellt. Hat ja super funktioniert.
18:43Na, immerhin hat sie gemerkt, dass mir etwas an ihr liegt. Wie soll ich sie das merken, wenn du dich
18:46mit ihr zum Rechnen verabredest?
18:47Lass das mal meine Sorge sein. Heute haben die Bäckermänner die Romantik im Blut.
18:52Also, wenn du eine Rechenstunde für Romantik hältst, dann möchte ich nicht wissen, was passiert, wenn dich die echte Leidenschaft
18:57packt.
18:57Hm.
19:02Der ist von Frau van Beiden. Ich habe mich nicht getraut, ihn zu öffnen.
19:06Tja, dann wollen wir mal sehen, was da drin steht.
19:15Na und?
19:17Das ist das Schreiben wie angekündigt.
19:20Ich hätte das Labor und die Produktionsstraße der Manufaktur eigenmächtig über meinen Vertrag hinaus für meine Forschung benutzt.
19:28Dadurch sind der Manufakturkosten in Höhe von 30.250 Euro entstanden.
19:33Was?
19:35Sie schreibt, dass ich die Produktionsstraße ohne Genehmigung durch Herrn Reichenbach einfach angehalten habe.
19:40Das darf doch nicht wahr sein.
19:42Ja, ich meine, inhaltlich hat sie erreicht.
19:44Sie will dich in die Knie zwingen.
19:46Sie will damit erreichen, dass du ihr die Formel verkaufst.
19:48Ja, darum setzt sie mir auf eine Frist von zwei Tagen.
19:51Zwei Tage?
19:54Das heißt, wir müssen innerhalb von zwei Tagen mehr als 30.000 Euro auftreiben?
19:58Ja, das ist ein Ding der Unmöglichkeit.
20:00Ich kann unmöglich in dieser Zeit einen Käufer für meine Formel finden.
20:03Außerdem muss ich sie erst beim Patentamt anmelden.
20:06Du solltest noch mal mit ihr reden und um Aufschub becken.
20:09Das ist doch sinnlos.
20:12Ich rufe lieber bei der Bank an und frage, ob die mir einen Kredit geben.
20:14Ja, und wenn das nicht funktioniert?
20:16Tja, dann haben wir ein größeres Problem.
20:23Wer ist Onkel Waldemar?
20:25Der Schwager vom Cousin meiner Mutter.
20:30Und weißt du noch, wann du den das letzte Mal gesehen hast?
20:33Nein, nicht so direkt.
20:36Das macht er auf unserer Gästelist?
20:38Ich habe einfach alle Verwandten aufgeschrieben, die mir eingefallen sind.
20:41Simon, das ist eine Verlobungsfeier.
20:44Du hast recht, die können wir auch noch zur Hochzeit einladen.
20:47Wer ist Tante Elfriede?
20:50Die Schwester der Oma-Väter.
20:55Aber die sollten wir bisher nicht zur Hochzeit einladen.
20:58Und vor allen Dingen dürfen wir kein Eierlikör rumstehen haben.
21:01Wenn doch.
21:02Leugnen, dass du sie jemals gesehen hast.
21:05Aha, ich erkenne da Parallelen zwischen Tante Elfriede und mir.
21:09Hm.
21:10Das stimmt.
21:12Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied,
21:14dass du mit einem Schöps immer noch bezaubernd und unwiderstehlich bist.
21:18Hm.
21:26Die Liste deiner Familienangehörigen ist ja kurz.
21:29Nora und ich, wir haben keine Verwandten.
21:32Meine Eltern sind tot und die hatten keine Geschwister.
21:36Keine Tanten oder Verwandten, die die Feier mit Eierlikör sprengen könnten?
21:39Hm, hm.
21:41Und auf Noras Glückwünsche werde ich vermutlich auch verzichten müssen.
21:45Es wird sicherlich noch eine Weile dauern, bis sie sich für dich freuen kann.
21:50Hm, wahrscheinlich.
21:52Aber es war richtig von dir, dass du ihr so deutlich ihre Grenzen gezeigt hast.
21:56Sie ist mit diesem vorgespielten Selbstmordversuch einfach zu weit gegangen.
21:59Ich weiß aber, wenn ich früher für meine Hochzeit geträumt habe,
22:04dann war Nora an meiner Seite.
22:09Das verstehe ich.
22:13Aber lassen wir das Thema.
22:15Ich will mir nicht von Nora das Fest verderben lassen.
22:18Ich hab jetzt dich.
22:21Und alles andere ist egal.
22:32Herein.
22:38Bitte entschuldigen Sie die Störung, Herr Becker.
22:40Ich wäre dann soweit.
22:41Wenn ich Ihnen noch irgendwie behilflich sein kann.
22:43Ich habe bereits alles im Wagen verstaut.
22:46Vielen Dank, Herr Adam.
22:47Das Essen war vorzüglich.
22:49Es freut mich, dass es Ihnen geschmeckt hat.
22:52Sie sind ein wunderschönes Paar.
22:54Gibt's denn schon Pläne für die Verlobungsfeier?
22:58Noch nicht wirklich.
22:59Also ein schönes Fest, klein aber fein, mit ein paar Verwandten und ein paar Freunden.
23:05Und ein Verlies für Tante Elfriede, falls sie doch von dieser Feierwind bekommt und einfach anreißt.
23:10Dann kommt mir einfach Eierlikör.
23:12Und das täglich.
23:13Ich pflege dir in meiner Jugendzeit, den Eierlikör selbst zuzubehalten.
23:18Ich habe noch ein Rezept.
23:20Erst nach der Verlobung.
23:21Ich bitte Sie.
23:22Ich denke, Tante Elfriede verträgt den Alkohol noch schlechter als ich.
23:27Ich bitte Sie, kommen Sie bald.
23:28Es ist so einsam im Hotel.
23:30Mir fehlen die Gäste.
23:32Dürfen es eigentlich auch ein paar Gäste mehr sein?
23:34Bitte.
23:36So 35?
23:39Simon, das wird traumhaft.
23:42Herr Adam, dürfen wir unsere Verlobung in dem Hotel feiern?
23:47Wie stellen Sie sich das vor?
23:49Die vielen Gäste, das Hotel ist ausgeräumt.
23:51Es gibt weder Geschirr, geschweige denn Bettzeug.
23:55Sie könnten die Organisation ruhig mir überlassen.
23:59Schließlich verdiene ich mit sowas mein Geld.
24:00Ich werde mich um alles kümmern.
24:02Na, wenn das so ist, machen wir es doch.
24:30Sie wollen Urlaub, Herr Becke?
24:31Das ist aber reichlich kurzfristig.
24:34Ach, für Ihre Verlobungsfeier.
24:38Das ist ja mal eine schöne Nachricht.
24:40Herzlichen Glückwunsch.
24:42Da mache ich natürlich gerne eine Ausnahme.
24:45Wiederhören.
24:46Frau von Wein.
24:48Was schleichen Sie sich hier so an?
24:50Ich habe mich nicht angeschlichen.
24:51Katharina hat mich hereingelassen.
24:53Für defekte Glühbirnen und Rasenmäher habe ich nun wirklich keine Zeit.
24:57Behelligen Sie Frau Bernstein damit.
24:59Ich bin in einer privaten Angelegenheit hier.
25:02Ich würde gerne mit Ihnen über meinen Bruder sprechen.
25:04Das letzte Mal, als wir über Ihren Bruder gesprochen haben,
25:08wollten Sie, dass ich ihm eine Chance gebe.
25:10Das habe ich getan.
25:12Das hat mich sehr viel Geld gekostet.
25:14Was wollen Sie dieses Mal?
25:17Sie bitten Harald, einen Zahlungsaufschub zu gewähren.
25:20Zwei Tage sind zu kurz, um 30.000 Euro aufzutreiben.
25:2330.250, um genau zu sein.
25:27Selbstverständlich kann er mir auch gerne seine Formel verkaufen.
25:29Ich bin ja kein Unmensch.
25:30Das ist der Pressing, Frau von Weiden.
25:32Wissen Sie eigentlich, was es die Manufaktur kostet,
25:34die Produktion an einem der Brennöfen zu unterbrechen?
25:37Ich verlange nur, was mir zusteht.
25:39Aber die Frist ist zu kurz und das wissen Sie auch.
25:42Hier glauben Sie, ich habe keine Rechnungen zu begleichen?
25:44Doch, natürlich, aber darum geht...
25:45Dann wird mir das ja geklärt.
25:46Ich leite ein Unternehmen und kein Wohltätigkeitsverein.
25:51Der Urlaub ist geritzt.
25:53Unserer Verlobungsfeier steht nichts mehr im Weg.
25:55Ich hätte nicht gedacht, dass Sie Annabelle freigibt.
25:57Das ist ein gutes Zeichen.
25:58Von jetzt an gibt es keine Hindernisse mehr.
26:00Das weiß ich.
26:05Simon Maywald.
26:06Das klingt gut, finde ich.
26:08Moment mal, das habe ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt.
26:10Frau Becker.
26:12Wenn ich meinen Namen ändere, dann gibt es keine Maywalds mehr.
26:15Und das fände ich sehr schade.
26:17Stimmt.
26:18Nora ist jetzt von Weiden.
26:20Hm.
26:21Sie hört sich ungewohnt an.
26:23Ja.
26:24Glaubst du, sie weiß schon von unserer Verlobung?
26:27Annabelle weiß es.
26:29Vielleicht wird es sie ihr sagen.
26:32Ich will es ihr selbst sagen.
26:34Egal, was sie getan hat, sie hat ein Recht, es von mir zu erfahren.
26:37Sie wird nicht glücklich darüber sein.
26:39Das ist egal.
26:40Sie muss jetzt akzeptieren, dass wir zusammengehören
26:42und dass sie nichts daran ändern kann.
27:00So, Stunde der Wahrheit.
27:02Ja, Stunde der Wahrheit.
27:05Willst du nicht erst mal was essen?
27:07Nee, danke.
27:07Ich habe keinen Hunger.
27:10Aber ein Gläschen Wein trinkst du doch mit mir, oder?
27:12Mhm.
27:24Habe ich dir schon erzählt, dass Luisa und Simon sich verlobt haben?
27:28Nein, wirklich?
27:29So schnell?
27:30Ja, die kennen sich ja nicht erst seit gestern.
27:32Na ja, aber die haben ja noch nicht mal zusammen gewohnt.
27:34Findest du das wichtig?
27:36Eigentlich schon.
27:37Ich will doch wissen, ob ich mit meinem Freund auch im Alltag zurechtkomme.
27:40Nicht, dass man sich dann über irgendwelche Kleinigkeiten streitet,
27:43wie eine schräg ausgedrückte Zahnpastatube.
27:47Nee, das gibt es bei meinem Bruder nicht.
27:48Der ist Perfektionist.
27:49Na dann, auf Simon und Luisa.
27:52Auf Simon und Luisa.
27:56Kannst du das Licht bitte wieder anmachen?
27:57Ich sehe bei dem Kerzenschein überhaupt nichts.
28:00Und ich glaube, das kommt beim Finanzamt auch nicht so gut an,
28:02wenn wir verbrannte Rechnungen einreichen.
28:06Klar.
28:14Dann fangen wir mit den Ausgaben an, ja?
28:17Ja.
28:22Hast du mit meinem Vater über Hagens Vorschlag gesprochen,
28:25in die Formel von Harald Becker zu investieren?
28:27Ja.
28:29Und zwar ausführlich.
28:30Er hält es für ein äußerst lohnendes Geschäft.
28:33Warum?
28:35Weil Annabelle die Beckers gerade unter Druck setzt.
28:37Wenn er wirklich kaufen will, dann wäre es jetzt ein guter Zeitpunkt.
28:40Was ist denn passiert?
28:42Sie verlangt von Herrn Becker,
28:43dass er ihr bis übermorgen 30.250 Euro überweist,
28:47weil er eigenmächtig die Produktionsstraße
28:49wegen eines letzten Versuchs angehalten hat.
28:52Ist das ihr Ernst?
28:54Deshalb war Frau Becker so verzweifelt.
28:56Ich habe sie bei Eva in der Küche gesehen.
28:58Sie brauchen dringend Geld.
29:00Deshalb wäre es ja für Herrn Becker auch so wichtig,
29:02das Geschäft mit der Van Weiden Group abzuschließen.
29:04Das glaube ich dir.
29:06Aber wenn du dich in dieses Geschäft einmischst,
29:08dann wird Annabelle das als Angriff gegen sich werten.
29:10Annabelle ist gerade dabei, eine Familie zu ruinieren.
29:12Da kann man doch nicht einfach zuschauen.
29:13Worum geht es dir, Nora?
29:15Um die Beckers oder um die Rache an deiner Mutter?
29:17Natürlich um die Beckers.
29:18Schließlich war ich ja mal mit Simon zusammen,
29:20da ist mir seine Familie einfach ins Herz gewachsen.
29:22Wenn Richard die Formel kauft, stehst du zwischen den Fronten.
29:25Immerhin bist du Teilhaberin an der Manufaktur.
29:27Nicht mehr lange.
29:28Ich habe vor ihm,
29:29meine Anteile an der Manufaktur zu überschreiben.
29:32Bist du dir sicher?
29:33Die Anteile sind eine gute Geldanlage.
29:36Ich will nicht länger mit dem Geschäftsgebaren meiner Mutter zu tun haben.
29:41Aber Richard lässt sich gerade von Annabelle scheiden
29:43und ich weiß nicht, ob das für ihn ein guter Zeitpunkt ist,
29:46sich in die Manufaktur einzukaufen.
29:48Einen besseren Zeitpunkt gibt es gar nicht.
29:50Dann hätte er bei der Scheidung endlich ein Druckmittel gegen Annabelle in der Hand.
29:53Die Manufaktur bedeutet ihr alles.
29:56Sprich mit deinem Vater darüber.
29:57Ich halte nicht viel von dem Vorschlag.
30:01Aber wenn es um die Formel von Harald Becker geht,
30:04bist du auf meiner Seite.
30:06Ich habe mit Richard abgemacht,
30:08dass ich mich mit Herrn Becker darüber unterhalte.
30:12Tobias Becker.
30:14Warte draußen.
30:15Ist es dir recht, wenn ich ihn hereinbitte?
30:22Was?
30:23Wir haben 73 A5 Umschläge verbraucht?
30:25Äh, hast du dich auch nicht verzählt?
30:28Es reicht, dass du keine Ahnung von Buchführung hast.
30:30Wenn ich auch so eine Null wäre, könnten wir den Laden dicht machen.
30:33Was heißt denn hier Nullwerte,
30:34in die Umschläge einen Ort der Bestimmung gebracht?
30:36Und wer hat im Nachhinein die Tankrechnung verschlampt?
30:38Ja, tut mir leid, das passiert mir nie wieder.
30:40Das will ich hoffen, sonst ziehe ich dir das Benzin vom Gehalt ab.
30:43Gehalt?
30:44Ist es nicht das, was in schwarzen Zahlen unter der Bilanz steht?
30:50Ja.
30:53Ja, wo denn?
30:58Jetzt in grün.
31:0214,80 Euro, das macht 7,40 Euro für jeden.
31:05Wow, nicht alles auf einmal ausgeben.
31:07Jetzt freu dich doch mal.
31:09Wir haben im ersten Monat Gewinn gemacht.
31:10Weißt du, was das heißt?
31:12Dass wir einen Stundenlohn von circa 2 Cent hatten?
31:15Nein, das bedeutet, dass ich das erste Mal in meinem Leben selber Geld verdient habe.
31:19Und das fühlt sich so...
31:57Ich habe aufregende Neuigkeiten für dich.
31:59Zum Glück sitze ich bereits.
32:02Du bist bald um 30.250 Euro reicher.
32:05Wie gefällt dir das?
32:06Hast du Richard um Geld angebettelt, um die Rechnung der Beckers begleichen zu können?
32:11Findest du es nicht ein bisschen demütigend, wie sehr du dich um Simon bemühst?
32:15Und das ganz umsonst?
32:17Alles, was du tust, kommt immer nur Luisa zugute.
32:20Ich dachte wirklich, dass meine Tochter ein bisschen mehr Stolz hätte, aber da habe ich mich wohl getäuscht.
32:25Deine Tochter hat vor allem mehr Geschäftssinn als du.
32:28An Selbstüberschätzung leitest du wohl nicht.
32:30Ich habe Helena erzählt, wie du die Beckers mit deiner Forderung finanziell unter Druck gesetzt hast.
32:35Sie ist sicher, dass Richard ihnen hilft.
32:38Ja, ja, Richard hatte schon immer eine Schwäche für Bedürftige.
32:42Aber wenn es sein Gewissen beruhigt, soll er die Rechnung ruhig bezahlen.
32:45Mir ist es egal, von wem ich mein Geld bekomme.
32:47Dann ist dir sicher auch egal, dass er ihnen ein Angebot für die Formel gemacht hat.
32:52Was habe ich mich auf dieses Gesicht gefreut?
32:57Ein Geschäft ist immer erst dann abgeschlossen, wenn der Vertrag unterzeichnet ist.
33:01Keine Sekunde vorher.
33:02Richard hat Helena sämtliche Vollmachten übertragen, bevor er nach Hongkong abgereist ist.
33:07Die ist gerade auf dem Weg zu Harald Becker, um mit ihm Details zu besprechen.
33:10Dann muss ich wohl aufpassen, dass Richard mir in Zukunft die Marktführung nicht streitig macht.
33:15Eher die Führung der Firma.
33:17Was willst du damit sagen?
33:18Ich werde ihm meine Anteile an der Manufaktur verkaufen.
33:21Ah, schön.
33:23Dann werde ich Richard ja in Zukunft öfter sehen.
33:27Ob das so schön ist, wage ich zu bezweifeln.
33:30Dir wird jeden Tag vor Augen geführt, dass du ihn nicht haben kannst.
33:35Das ist kein sehr angenehmes Gefühl.
33:38Nicht wahr?
33:40Sag du es mir.
33:42Deine Schwester hat sich heute verlobt.
33:45Mit Simon Becker.
34:06Hallo Noah.
34:07Ich freue mich auch, dich zu sehen.
34:10Ist alles in Ordnung mit dir?
34:13Simon hat sich verlobt.
34:15Dreimal darfst du raten mit wem.
34:18Irgendwann musste es passieren.
34:20Du hast den beiden im Grunde genommen sogar geholfen.
34:23Ach ja?
34:24Weil ich die Bäckers davor bewahrt habe, von Annabelle über den Tisch gezogen zu werden?
34:28Wenn sein Vater die Formel verkauft, muss Simon nicht mehr für seine Familie sorgen
34:32und kann sich und Luisa endlich den Traum von einem gemeinsamen Hotel erfüllen.
34:36Wenn das kein Grund zum Heiraten ist.
34:41Egal, wie wir die Zahlen noch hin und her schicken, wir kommen nicht mal auf den Bruchteil dieser Summe.
34:46Kannst du nicht den Antrag beim Patentamt versuchen zu beschleunigen?
34:49Ja, aber dann müsste ich auch zuerst einen Käufer für meine Formel finden, der mir das Geld bar auf die
34:53Hand legt.
34:53Und das ist innerhalb von zwei Tagen ein Ding der Unmöglichkeit.
34:57Hallo Herr Bein, ich habe Besuch mitgebracht.
35:00Frau Bernstein.
35:01Guten Abend.
35:02Guten Abend.
35:03Setzen Sie sich, danke.
35:04Darf ich Ihnen was anbieten?
35:06Danke, ich möchte nichts.
35:07Frau Bernstein möchte euch ein Angebot machen.
35:11Ja, ich habe gehört, dass Sie eine außergewöhnliche Formel entwickelt haben, Herr Becker.
35:17Ja, eine unzerstörbare Porzellanglasur.
35:21Wenn die Glasur hält, was sie verspricht, wird das den Porzellanmarkt nachhaltig beeinflussen.
35:25Ja, und das hoffe ich.
35:28Ich habe mit Herrn van Weiden in Hongkong telefoniert.
35:32Und er ist sehr interessiert.
35:34Die van Weiden Group sucht immer neue, sich lohnende Investitionsmöglichkeiten und er würde Ihnen gerne ein Angebot unterbreiten.
35:41Was?
35:42Was ist einfach so?
35:44Man, er ist doch gar nicht hier.
35:46Ja, solange er nicht in Falkenthal ist, kümmere ich mich um die Belange der van Weiden Group.
35:53Also, wenn Sie interessiert sind, dann würde ich mich gerne mit Ihnen zusammensetzen, um die Details zu besprechen.
35:59Oder, oder passt es Ihnen gerade nicht?
36:02Ja, doch, doch, klar.
36:03Klar.
36:10Das ist alles wie ein Traum.
36:12Erst der Heiratsantrag, dann die Aussicht, unser Traumhotel zu kaufen.
36:17Alles, was ich mir gewünscht habe, tritt plötzlich ein.
36:23Na, zu viel Glück auf einmal?
36:28Es ist nur...
36:30Ist das alles auch wahr?
36:32Daran musst du dich jetzt gewöhnen.
36:33Das ist erst der Anfang.
36:38Was ist das denn?
36:39Mein Nachthemd.
36:40Ach.
36:42Was ist, wenn mir nachts kalt wird?
36:44Du brauchst kein Nachthemd.
36:45Wenn dir kalt ist, wärme ich dich.
36:47Mir ist kalt.
36:54Wir sind nicht da.
36:56Ich bin's, Nora.
37:02Komm rein.
37:06Ich wollte dich stören.
37:10Ich wollte auch mit dir reden.
37:12Ich wollte sowieso noch mal an die frische Luft.
37:26Ich hab von eurer Verlobung erfahren.
37:30Und ich wollte dir persönlich sagen, dass ich mich für dich freue.
37:38Ich kann es noch gar nicht glauben.
37:40Die Van Weyden Group will Harald die Formel abkaufen.
37:42Frau Bernstein macht Harald bestimmt ein faires Angebot.
37:46Ja, davon gehe ich aus.
37:48Wie hast du das nur geschafft?
37:50Eigentlich wollte ich Frau Van Weyden bitten,
37:53euch einen Zahlungsaufschub zu gewähren.
37:56Das hast du getan?
37:57Du kannst dir aber vorstellen, wie sie reagiert hat.
38:00Aber Nora hat unser Gespräch mitbekommen.
38:03Ach, und sie hat dann Frau Bernstein von unserer Zwangslage erzählt?
38:07Ja.
38:08Aber Hagen Ritter hatte bereits vorgeschlagen,
38:10dass die Van Weyden Group in die Formel investiert.
38:13Das heißt, Richard Van Weyden hatte ohnehin vor,
38:16mit Harald wegen der Formel zu verhandeln.
38:18Ja, und ich hab Frau Bernstein nur gefragt,
38:21ob man die Sache auch etwas beschleunigen könnte.
38:24Ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll.
38:27Das werde ich dir nie vergessen.
38:28Ich würde alles für euch tun, Marianne.
38:44Frau von Weyden.
38:46Oh, störe ich?
38:48Um ehrlich zu sein, ja.
38:49Wir haben Ihnen nichts mehr zu sagen.
38:51Das wird sich gleich zeigen.
38:54Frau Becker,
38:56hätten Sie einen Moment für mich?
39:05Geh ruhig.
39:15Was wollen Sie?
39:18Ich habe gehört,
39:19dass Annabelle sie finanziell unter Druck setzt.
39:21Stimmt das?
39:22Ja, sie will, dass ich innerhalb von zwei Tagen
39:25über 30.000 an sie überweise.
39:28Um den Verlust aufzufangen,
39:29der durch den Produktionsstopp entstanden ist.
39:31Ja, ich habe ihr gesagt,
39:32sie soll mir die Rechnung schicken.
39:33Aber ich kann doch unmöglich innerhalb von zwei Tagen
39:35so viel Geld auftreiben.
39:36Das geht einfach nicht.
39:38Wie ich Annabelle kenne,
39:39hat sie genau darauf spekuliert.
39:40Sie würde alles tun,
39:42um an ihre Formel zu gelangen.
39:44Also Sie glauben,
39:45sie würde mich wirklich verklagen,
39:46wenn ich übermorgen nicht zahlen kann?
39:48Darüber brauchen Sie sich ja jetzt
39:50keine Sorgen mehr zu machen.
39:51Die von beiden Group
39:52wird die Rechnung übernehmen.
39:53Was?
39:54Sehen Sie es als Anzahlung
39:56für Ihre Formel.
39:58Tja, aber...
39:59Was ist,
40:00wenn das Geschäft gar nicht zustande kommt
40:02und wenn wir uns nicht einig werden?
40:04Ohne den finanziellen Druck
40:05haben wir alle Zeit der Welt,
40:06einen fairen Vertrag auszuhandeln
40:08und ich bin mir sicher,
40:09dass wir uns über die Kaufbedingungen
40:10einig werden.
40:12Ich auch.
40:15Bitte schön.
40:18Anscheinend verstehen Sie sich
40:19sehr gut mit Ihrem Schwager.
40:21Sie wirken sehr vertraut miteinander.
40:25Also, was wollen Sie?
40:27Mir war Familie ja auch immer sehr wichtig.
40:30Es ist schön,
40:31wenn man eng zusammenrückt.
40:33Ach, sind Sie hergekommen,
40:35um mit mir über meine Familie zu reden?
40:37Nun, eigentlich geht es mir nur
40:39um Ihren Schwager.
40:40Er war vor kurzem in der Manufaktur
40:43und er war nicht allein.
40:45Und?
40:47Eine Frau war bei ihm.
40:48Sie haben sich geküsst.
40:50Ich hätte schwören können,
40:51das waren Sie.
40:55Mein Privatleben geht Sie nichts an.
40:57Mich nicht.
40:59Aber ich bin sicher,
41:00Ihr Mann würde sich sehr dafür interessieren.
41:04Ihrer Reaktion entnehme ich,
41:05dass er von Ihrer Vorliebe noch nichts weiß.
41:09Was wollen Sie von mir?
41:12Ich will,
41:13dass Sie Ihren Mann überreden,
41:14die Formel an mich zu verkaufen.
41:17Ja.
41:17Sonst werde ich ihm erzählen,
41:19dass Sie ein Verhältnis haben
41:20mit seinem eigenen Bruder.
41:31Ich fand letzte Nacht auch sehr schön,
41:32aber
41:34es bleibt bei der einen Nacht.
41:36Elisi, ich mag dich
41:37und ich hatte das Gefühl,
41:38du magst mich auch.
41:39Also,
41:39was ist passiert?
41:41Maike ist wieder da.
41:44Ich liebe dich, Luisa.
41:46Du gehörst zu meinem Leben.
41:48Was soll ich denn ohne dich machen?
41:49Es tut mir leid,
41:52aber ich kann dir im Moment nicht vertrauen.
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