- vor 16 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Sie müssen sich auch gern unter vier Augen besprechen.
00:02Das ist nicht nötig.
00:04Mein Vater wird als Gesellschafter der neuen Firma großzügig an den Gewinnen beteiligt,
00:08die die von Weidengroob durch den Verkauf seiner Formel erzielen wird.
00:11Das sind sehr faire Konditionen.
00:15Ja, das denke ich auch.
00:16Ich bin mir sicher, dass Sie mit dem vollsten Einverständnis Ihres Mannes handeln.
00:22Die Formel ist das Lebenswerk meines Mannes.
00:25Und ich bin ganz sicher, dass es der Wunsch meines Mannes ist,
00:29den Vertrag mit Herrn von Weiden abzuschließen.
00:34Das möchte ich bezweifeln.
00:37Annabelle, was soll das? Wir haben einen wichtigen Termin.
00:39Dann komme ich ja gerade richtig.
00:41Ich glaube nicht, dass es der Wunsch von Harald Becker war, diesen Vertrag zu unterschreiben.
00:45Was erlauben Sie sich?
00:46Ich habe hier einige Unterlagen, die Sie interessieren dürften.
00:50Die ausgearbeitete Formel, die Anmeldung vom Patentamt
00:55und den Vertrag, den Harald Becker bereits abgeschlossen hat.
01:00Und zwar mit mir.
01:13Hey, what you looking for?
01:18No one has the answer
01:20They just want more
01:25Hey, who's gonna make it right?
01:33This could be the first day of my life
01:43Das ist unmöglich.
01:44Mein Mann hätte Ihnen die Formel niemals verkauft.
01:47Nun, Sie können sich selbst überzeugen.
01:51Ja, aber das ist eine Kopie.
01:53Sie werden verstehen, dass ich das Original nicht aus der Hand geben möchte.
01:58Das ist Vaters Unterschrift.
02:00Damit liegt das Nutzungsrecht der Formel bei mir.
02:04Herr Becker war wie verabredet bei mir und hat den Vertrag unterschrieben.
02:08Aber ich habe meinem Mann alles erzählt.
02:10Er hätte sich nie darauf eingelassen.
02:13Was meinst du damit? Du hast ihm alles erzählt.
02:15Ja, das wüsste ich auch gerne.
02:17Wenn Sie uns bitte aufklären würden, Frau Becker.
02:20Ich bin ganz sicher, dass mein Mann diesen Vertrag niemals freiwillig unterschrieben hätte.
02:26Tja, manchmal täuscht man sich eben in seinem Lebenspartner.
02:30Auf den ersten Blick scheint der Vertrag in Ordnung, aber ich werde ihn von Frau Novak prüfen lassen.
02:34Tun Sie das.
02:36Natürlich können Sie die Kopie gleich behalten.
02:39Ich verabschiede mich dann.
02:40Wir hören ja sicherlich bald voneinander.
02:42Darauf können Sie sich verlassen.
02:50Gestern Abend dachte ich noch, Simon kann mir nicht verzeihen, dass sein Vater meinetwegen so schwer verletzt worden ist.
02:57Aber dann ist er gekommen und hat mir meine Ängste genommen.
03:01Zumindest für diese Nacht.
03:07Ich wollte nur mal nach dir sehen.
03:09Wie geht's dir denn?
03:12Geht mir besser, danke.
03:14Na, das freut mich doch zu hören.
03:15Hast du noch mal mit Simon gesprochen?
03:18Er ist noch mal vorbeigekommen, nachdem du weg warst.
03:21Aha.
03:23Er hat dir also verziehen.
03:25Weil er nicht glaubt, dass ich Harald angefahren habe.
03:28Ach nein?
03:41Oh mein Gott.
03:44Hallo, hier ist Nora.
03:46Ich habe einen Unfall gebaut.
03:49Ich habe Simons Vater angefahren.
03:51Ich stehe hier auf der Bundesstraße am Wald.
03:56Ich weiß nicht, ob er noch lebt.
03:58Kannst du mich zurückrufen, ja?
04:01Ich weiß nicht, was ich machen soll.
04:03Bitte.
04:06Und hat er eine Ahnung, wie es sonst passiert sein könnte?
04:10Nein.
04:13Und solange ich nicht weiß, was in dieser Nacht tatsächlich passiert ist,
04:18werde ich die Angst auch nicht los, dass ich es doch war.
04:21Und wie geht es Simons Vater?
04:24Geht ihm besser.
04:26Er liegt immer noch im künstlichen Koma.
04:30Wenn Harald nicht mehr gesund wird.
04:33Ich weiß nicht, ob mir Simon dann verzeihen könnte.
04:36Aber du hast doch gesagt, dass er an dich glaubt.
04:38Weil er glaubt, dass ich unschuldig bin.
04:40Aber was ist, wenn ich es tatsächlich war?
04:42Und was ist mit seiner Mutter und seinem Bruder?
04:44Machen sie dir Vorwürfe?
04:48Sie gehen erst im Weg.
04:51Aber ist ja auch verständlich.
04:55Nein, das Wichtigste ist jetzt, dass Harald gesund wird und
04:58dass die Bäckers genug Geld aufbringen können für eine gute Therapie.
05:02Sobald Simon den Vertrag mit der Van Weidengruppe
05:04über die Nutzungsrechte der Vormen unterschrieben hat,
05:06wird das kein Problem mehr sein.
05:07Ich habe doch schließlich dafür gekämpft,
05:09dass sein Vater zu 30 Prozent an allen Gewinnen beteiligt sein wird.
05:13Ja, die Bäckers sind dir auch sehr dankbar,
05:15dass du dich so um sie kümmerst.
05:17Naja.
05:21Na Mensch, ich habe mir so gewünscht,
05:23dass ihr beide glücklich werdet.
05:27Zusammen das Hotel führt,
05:28das ich euch zur Verlobung geschenkt habe.
05:31Hm.
05:32Das habe ich auch gehofft, aber
05:34Simons Familie geht vor.
05:39Tut mir leid.
05:42Ich werde nochmal versuchen,
05:44mit Frau Becker zu sprechen.
05:46Tja.
06:00Ich bin mir sicher,
06:01dass Sie die Unterschrift von Harald Becker erpresst haben.
06:05Es wundert mich nicht,
06:06dass Sie das glauben.
06:08Es ist Ihnen ja zur Gewohnheit geworden,
06:10mich zu Unrecht zu verdächtigen.
06:12Hören Sie auf, das Opfer zu spielen.
06:15Ich nehme an,
06:16Sie empören sich so im Namen von Richard.
06:19Richard
06:20besitzt Anteile an der Manufaktur.
06:23Er profitiert
06:24von meinem Vertrag mit Harald Becker
06:26genauso wie ich.
06:28Richard stößt seine Anteile ab,
06:30sobald die Scheidung durch ist,
06:31damit er nie wieder
06:32was mit Ihnen zu tun haben muss.
06:34Verlassen Sie sich darauf.
06:36Ich weiß,
06:36dass Harald Becker
06:37keine Geschäfte mit Ihnen machen wollte.
06:40Wir waren uns bereits handelseinig.
06:43Offensichtlich war er andere Meinung,
06:45sonst hätte er kaum
06:46bei mir unterzeichnet.
06:49Kurz nachdem Harald Becker bei Ihnen war,
06:51wäre er mit mir verabredet gewesen.
06:52Aber er ist nicht gekommen.
06:54Stattdessen hatte er einen Unfall.
06:57Jetzt gehen Sie entschieden zu weit.
06:59Diese Unterstellung ist absurd.
07:01Ich werde diesen Vertrag
07:02genau prüfen lassen.
07:04Tun Sie sich keinen Zwang an.
07:06Und wenn irgendetwas
07:08daran nicht stimmt,
07:10dann werde ich es herausfinden.
07:12Schön.
07:12Dann haben diese Unterstellungen
07:14endlich ein Ende.
07:15Entschuldigen Sie mich.
07:23Diese Person.
07:25Ich könnte sie...
07:31Hallo.
07:33Frau Becker,
07:34haben Sie kurz Zeit?
07:35Ich würde gerne mit Ihnen sprechen.
07:37Es tut mir leid, Luisa,
07:39aber das passt mir im Moment
07:40überhaupt nicht.
07:42Der Vertrag mit der
07:43Van Weiden Group ist geplatzt.
07:45Angeblich hat er schon
07:46bei Annabelle unterschrieben.
07:47Was?
07:47Aber das ist doch unmöglich.
07:49Lass uns später darüber reden, ja?
07:51Ja.
07:58Dein Vater hätte diesen Vertrag
08:00niemals freiwillig unterschrieben.
08:01Ja, aber was macht dich da so sicher?
08:03Ich weiß es, Simon.
08:06Annabelle van Weiden
08:07hat mich erpresst.
08:12Womit hat sie dich erpresst?
08:14Zuerst wollte sie,
08:15dass ich deinen Vater überrede,
08:16nicht bei dir von Weiden Group
08:17zu unterschreiben.
08:18Was?
08:19Und dann hat sie mir gedroht,
08:22deinem Vater etwas
08:24von mir zu erzählen.
08:26Das habe ich dann aber selbst getan.
08:28Aber was denn?
08:30Sie
08:32hat beobachtet,
08:33wie
08:34Tobias und ich
08:37sie haben uns geküsst.
09:01Komm, wir stoßen an.
09:03Deinem Vater geht's endlich besser
09:05und dank dir wird in diesem Moment
09:06der Vertrag unterschrieben.
09:09Aber irgendwie ist man nicht
09:10nach Feiern.
09:13Den Typ, der deinen Vater angefahren hat,
09:15finden Sie bestimmt auch.
09:16Das haben Sie schon.
09:17Das war Luisa.
09:19Was?
09:19Wie kommt's nur darauf?
09:21Sie ist morgens in einem
09:21Unfallwagen gefunden worden.
09:23Angeblich kann sie sich an nichts mehr erinnern,
09:24weil sie Alkohol getrunken hat.
09:26Sie verträgt doch gar keinen Alkohol.
09:27Das hat sie mir selber bei ihrer
09:28Verlobung erzählt.
09:29Ja, das ist mir aber egal.
09:30Dann war sie immer ein Versehen,
09:30aber sie hat meinen Vater überfahren.
09:32Sie ist furchtbar.
09:36Und wie verhält sich
09:37Simon Luisa gegenüber?
09:39Ja, glaub nicht, dass es Luisa war,
09:41weil angeblich schläft sie sofort ein,
09:42wenn sie Alkohol trinkt.
09:44Dann steht es gar nicht fest,
09:45dass sie es war.
09:46Ja, wer soll es denn sonst gewesen sein?
09:56Meike?
09:58Meike!
09:59Das wurde gerade für dich abgegeben
10:01vom Junior Designpreis.
10:05Na jetzt mach doch mal auf,
10:06oder weißt du schon, was drin ist?
10:08Ach, das ist wahrscheinlich nichts Besonderes.
10:10Na, so ein Quatsch!
10:12Ja, dann mach's auf,
10:13wenn du dann aufhörst, mich zu nerven.
10:15Dann mach ich's auf.
10:26Du hast den ersten Preis gewonnen.
10:30Hallo!
10:31Herzlichen Glückwunsch!
10:32Das müssen wir feiern,
10:33das ist doch fantastisch!
10:34Ja, mit wem denn?
10:35Den einzigen, den das interessiert,
10:36das ist Simon,
10:37und der ist bei seinem Vater im Krankenhaus.
10:41Also ich bin mir sicher,
10:42dass Lissi und Sebastian
10:42auch gern mit dir feiern würden.
10:45Aber du bist immer noch enttäuscht,
10:46weil die beiden dir nicht die Wahrheit gesagt haben.
10:48Ja, irgendwie schon.
10:50Wir haben seit dem Streit
10:51nicht mehr miteinander gesprochen.
10:54Dann mach's doch jetzt!
10:55Ja, und was soll ich sagen?
10:58Hey, Sebastian,
10:59Entschuldigung,
10:59dass ich dich zusammengefaltet hab,
11:01als du erfahren hast,
11:01dass dein Vater fast gestorben ist.
11:03Aber hey, guck mal,
11:03ich hab den ersten Preis gewonnen lassen
11:05und zusammen feiern.
11:09Elsa,
11:11versprich mir,
11:11dass du den beiden
11:12nichts von diesem Preis sagst, ja?
11:14Ja.
11:19Ich muss jetzt runter ins Bar Nies.
11:27Aber herzlichen Glückwunsch!
11:41Die Werbeagentur will,
11:41dass du die Drucke
11:43von der Druckerei abholst,
11:44sie rahmen lässt
11:44und dann sofort
11:45wieder zur Agentur bringst.
11:47Und der Auftrag
11:48wird dir Spaß machen.
11:49Du sollst 150 gelbe Rosen
11:51zu einer Frau bringen,
11:52als Überraschungsgeschenk.
11:53Ich glaube,
11:53er hat Mist gebaut
11:54und will sich bei ihr entschuldigen.
11:55Vielleicht sollten wir das
11:56mit den Blumen bei Maike
11:57auch mal probieren.
11:59Und, hast du noch mal
12:00mit ihr geredet?
12:02Mit Maike?
12:03Ja, gerade eben.
12:04Aber ich hab ihr auch versprochen,
12:06dass ich mich da nicht einmische.
12:07Ich möchte nicht,
12:08dass sie glaubt,
12:08dass ich sauer auf sie bin.
12:10Sie konnte nicht wissen,
12:10dass mein Vater einen Unfall hatte.
12:12Aber ihre Ansage war richtig.
12:13Ich hätte sie nicht anlügen dürfen.
12:16Wie geht's denn deinem Vater?
12:18Sein Zustand ist stabil
12:19und er wird bald aus dem Koma geholt.
12:21Aber das ist doch
12:22eine gute Nachricht.
12:25Wie sieht's denn aus?
12:27Machst du die Auslieferung noch,
12:28bevor du ins Krankenhaus fährst,
12:29oder soll ich das machen?
12:30Nee, ich bin schon unterwegs.
12:31Ich fahr dann später
12:32zu meinem Vater.
12:32Okay.
12:45Du bist sicher,
12:45dass du auf Rom verzichten wirst?
12:47Ja.
12:48Aber was ist denn mit dem Job
12:49in der Kanzlei?
12:50Den hast du dir doch so sehr gewünscht.
12:51Ich wünsche mir aber viel mehr,
12:53mit dir zusammen zu sein.
12:56Was lachst du denn?
12:57Über mich.
12:58Warum?
12:59Weil ich ein Idiot bin.
13:00Hey, niemand redet so über meinen Freund.
13:03Sophie,
13:05ich hab wirklich gedacht,
13:06du verlässt mich.
13:08Und dann unterstelle ich dir auch noch,
13:09dass du nicht ehrlich zu mir bist,
13:10weil ich natürlich gedacht habe,
13:12du hast den Heiratsantrag
13:12wegen Rom abgelehnt.
13:14Das erklärt jetzt auch,
13:15warum du dich mitten in der Nacht
13:16einfach davon gestohlen hast.
13:18Ja, aber ist das denn nicht verständlich?
13:19Wer bitte schon nimmt denn den Kerl
13:21ohne Gedächtnis,
13:21wenn er seinen Traumjob haben kann?
13:23Ich, wie du siehst.
13:25Ja.
13:26Ja, du.
13:32Sophie, es tut mir leid.
13:33Nein, mir tut es leid.
13:36Wenn ich dir gleich davon erzählt hätte,
13:37dann wäre das alles doch nicht passiert.
13:39Ja, vielleicht.
13:41Aber nicht,
13:42dass du mir eines Tages vorwirfst,
13:43du hättest Rom nur meinetwegen abgesagt.
13:45Gut, es gibt auch hier gute Kanzleien,
13:47die sich auf Menschenrecht spezialisiert haben.
13:49Ich gebe meinen Traum nicht auf.
13:51Ich ändere nur den Standort.
14:06Dein Vater hat mich sehr oft allein gelassen.
14:08Er war ständig mit seiner Formel beschäftigt.
14:12Das soll nicht heißen,
14:13dass ich ihm das zum Vorwurf mache
14:14oder dass das eine Entschuldigung ist.
14:19Tobias und ich,
14:20wir haben uns geküsst.
14:22Mehr war nicht zwischen uns.
14:24Und als Annabelle von Weiden uns beobachtet hat,
14:28da hatten wir längst beschlossen,
14:29dass es auch nie mehr zwischen uns geben wird.
14:35Ich habe Simon gerade alles erzählt.
14:40Ich liebe deinen Vater,
14:41das musst du mir glauben.
14:45Das tue ich auch.
14:47Und alles andere geht mich nichts an.
14:50Ich bin aber froh,
14:51dass du mir von der Erpressung erzählt hast.
14:53Das ändert natürlich einiges.
14:55Wieso?
14:56Was meinst du damit?
14:57Ich bin mir sicher,
14:58dass mein Vater nicht freiwillig
14:59den Vertrag bei Annabelle von Weiden unterschrieben hat.
15:02Was?
15:03Er hat jetzt doch unterschrieben?
15:07Aber womit?
15:07Hätte sie ihn denn noch erpressen können?
15:09Ich habe ihm alles erzählt.
15:10Wer weiß, wie sie ihn manipuliert hat.
15:12Vielleicht hat sie ihm gedroht,
15:13den Ruf der Familie zu ruinieren,
15:14wenn er nicht unterschreibt.
15:15Annabelle von Weiden hat zweimal versucht,
15:16ihn, um seine Formel zu betrügen.
15:19Ich glaube auch nicht,
15:20dass Harald Freiwillig
15:21ein Geschäft mit dir abgeschlossen hätte.
15:23Vielleicht habt ihr recht.
15:25Er hat dir nicht über den Weg getraut
15:27und ich auch nicht.
15:29Ich gehe zu Luisa
15:30und erzähle ihr in Ruhe,
15:31was passiert ist.
15:33Simon?
15:35Was erzählen wir Sebastian?
15:38Dass es Schwierigkeiten mit dem Vertrag gibt
15:40und wir eine Lösung finden werden.
15:42Von der Erpressung muss er nichts wissen.
15:45Danke.
15:46Ich denke, er würde das nicht verstehen.
15:49Wenn du sagst,
15:50dass nichts zwischen euch ist,
15:51dann müssen wir auch nicht mehr darüber reden.
15:53und ich habe noch Karma-Punkte gesammelt.
16:24Welche Heldentat war es denn diesmal?
16:26Ein extra Auftrag
16:27für den Typ von dem Bilderrahmen-Geschäft nebenan.
16:31Jetzt habe ich was gut bei Ihnen.
16:32Bilderrahmen,
16:33muss ich mir merken,
16:33falls ich mal einen brauche.
16:36Was ist denn los mit dir?
16:38Ich wollte gerade Maika anrufen.
16:40Und?
16:41Ich weiß einfach nicht,
16:41was ich sagen soll.
16:42Sie hat ja guten Grund,
16:43böse auf mich zu sein.
16:45Weißt du was?
16:47Komm mit.
16:49Wohin?
16:49Wir fahren in die Manufaktur
16:50und reden mit ihr.
16:51Ich weiß nicht.
16:53Sie war zu Recht sauer auf uns,
16:54aber deshalb setze ich noch lange
16:55keine Freundschaft in den Sand.
16:57Und ich bin mir sicher,
16:58sie vermisst dich genauso wie du sie.
17:06Warst du schon mal in Rom?
17:08Einige Male.
17:09Das ist eine tolle Stadt.
17:12War ich schon mal da?
17:13Ich meine,
17:15das kommt mir irgendwie so vor.
17:17Ich glaube,
17:18du hast sogar mal eine Zeit lang
17:19in Rom gelebt.
17:20Richard hat eine Dependance in Rom.
17:22Schade,
17:23dass ich das vergessen habe.
17:25Wahrscheinlich hast du
17:26in einer mondänen
17:28Stückwohnung
17:29in Trastevere gewohnt
17:30und bist jeden Abend
17:31in die schicksten Trattorier
17:32zum Essen gegangen.
17:35Tut es dir leid,
17:36dass dir das alles entgeht?
17:37Ich meine,
17:38romantisches Abendessen
17:39in einem schönen Lokal,
17:40eine eigene Wohnung
17:41mit Blick aufs Kolosseum
17:43oder den Petersdom.
17:44Na ja,
17:44das klingt schon alles
17:45wunderschön.
17:47Weißt du was?
17:48Lass uns doch kommenden Sommer
17:50dort Urlaub machen.
17:50Von meinem Gehalt
17:52hätte ich mir sowieso
17:52nur eine Einzimmerwohnung
17:54am Stadtrand
17:55mit Blick auf irgendeinen
17:56Hinterhof leisten können
17:57und mich von Pizza ernährt.
17:58Oh, Moment.
17:59Ich liebe Pizza.
18:00Ich auch.
18:02Aber die gibt es ja
18:03zum Glück auch hier.
18:16Ich bin froh,
18:17dass ich Simon alles gesagt habe.
18:19Das kann ich mir vorstellen.
18:21Das war bestimmt nicht
18:22leicht für dich.
18:24Trotzdem möchte ich nicht,
18:25dass Sebastian es auch erfährt.
18:27Ich glaube nicht,
18:28dass er genauso gelassen
18:29damit umgehen kann.
18:30Wahrscheinlich nicht.
18:31Ich glaube,
18:32ich kann es immer noch
18:32nicht verwinden,
18:33dass Luisa Harald
18:36möglicherweise angefahren hat.
18:37Luisa war übrigens
18:38gerade da
18:39und wollte mit mir reden,
18:39aber ich war noch
18:41so geschockt darüber,
18:42dass Harald
18:43diesen Vertrag unterschrieben hat.
18:45Ihr habt bestimmt noch
18:46Gelegenheit miteinander
18:47zu sprechen.
18:50Weißt du, Tobias,
18:50ich möchte einfach nicht,
18:51dass meine Kinder glauben,
18:52ich wäre nicht glücklich
18:53mit ihrem Vater.
18:55Das tun sie nicht.
18:56Und ich hoffe,
18:57du machst dir
18:58keine Vorwürfe mehr.
19:01Ich kann den Gedanken
19:02schwer abschütteln,
19:03dass Harald jetzt
19:04bei uns sein könnte,
19:06wenn wir uns nicht
19:06geküsst hätten.
19:09Das denke ich auch
19:10immer wieder.
19:12Aber Harald
19:13liegt nicht im Koma,
19:14weil wir uns geküsst haben.
19:17Nein.
19:20Wenn ich mir überlege,
19:21worüber ich mich
19:21aufgeregt habe,
19:23was mich gestört hat,
19:24dass wir kein Haus haben,
19:26dass Harald
19:27zu viel gearbeitet hat,
19:28dass er kein Romantiker ist.
19:31Wie bedeutungslos
19:32mir das jetzt alles vorkommt.
19:33Ich möchte einfach nur,
19:34dass er wieder wach wird
19:35und dass wir uns versöhnen
19:37und ich ihm sagen kann,
19:37dass ich ihn liebe.
19:39Das weiß er.
19:46Ich möchte jetzt
19:46zu ihm fahren.
19:49Ich fahre dich hin.
19:56Ich habe bereits
19:57mit Richard telefoniert.
19:58Bitte finden Sie heraus,
19:59ob wir eine Chance haben,
20:00wenn wir den Vertrag anfechten.
20:02Ja gut.
20:03Danke, Sophie.
20:03Ich erwarte Sie dann später.
20:05Wie war die Vertragsunterzeichnung?
20:08Es gab keine.
20:09Dank deiner Mutter.
20:10Wie bitte?
20:11Angeblich hat Herr Becker
20:12den Vertrag über die Nutzung
20:13seiner Formel mit ihr abgeschlossen.
20:15Wir haben eine Kopie davon.
20:16Das Original hat sie uns
20:17wohin genüsslich unter die Nase gehalten.
20:19Samt Patentanmeldung.
20:21Das kann nicht sein.
20:22Oh doch.
20:23Und ich wüsste nur zu gern,
20:24wie sie ihn dazu gebracht hat,
20:25zu unterschreiben.
20:27Hatte sie denn irgendetwas
20:28gegen ihn in der Hand?
20:29Keine Ahnung.
20:31Die armen Beckers.
20:33Soweit ich weiß,
20:33sind sie dringend
20:34auf das Geld angewiesen,
20:35um die Reha
20:35vom Herrn Becker zu bezahlen.
20:37Das macht die Geschichte
20:38umso tragischer.
20:39Aber mein Vater
20:40wird ihnen doch helfen, oder?
20:42Wir werden eine Möglichkeit finden,
20:43den Vertrag anfechten zu lassen
20:44und für die Reha
20:46von Herrn Becker
20:46finden wir eine Lösung.
20:49Richard und ich
20:50sind sehr froh,
20:51dass du dich jetzt
20:51von Annabelle fernhältst.
20:53Du siehst ja,
20:54dass sie sich nicht ändert.
20:59Ganz offensichtlich.
21:02Ich bin mir sicher,
21:03dass du mit dem Autounfall
21:04nichts zu tun hast.
21:06Das ist lieb von dir,
21:07dass du mich entlasten willst.
21:08Ich habe doch selbst gesehen,
21:09wie du auf Alkohol reagierst.
21:10Das dauert nur ein paar Sekunden
21:11und du schläfst ein.
21:12Aber vorher mache ich Sachen,
21:13die ich sonst nie tun würde.
21:14Stimmt.
21:15Lustige Tanzanlagen
21:16für deinen Verlobten zum Beispiel.
21:17Das ist so blöd.
21:21Ich habe es doch selbst gesehen.
21:22Du wärst körperlich
21:23gar nicht in der Lage gewesen,
21:24in diesem Auto zu fahren.
21:26Aber warum sollte Annabelle
21:27deinen Vater überfahren wollen?
21:28Der Vertrag war doch
21:29längst unterschrieben.
21:30Weil sie ihn irgendwie
21:31unter Druck gesetzt hat
21:32und sicher sein wollte,
21:32dass niemand davon erfährt.
21:34Hattest du das für möglich?
21:36Außer Annabelle hätte
21:36niemand ein Interesse daran,
21:37dass meinem Vater etwas zustößt.
21:39Warum saß ich dann
21:40auf dem Fahrersitz?
21:41Vielleicht bist du einfach
21:42vorher eingeschlafen
21:43und sie hat dich dahingesetzt.
21:44Keine Ahnung.
21:45Was?
21:45Ich weiß nicht.
21:47Auf jeden Fall hat sie
21:48irgendetwas mit dem Unfall zu tun.
21:49Und ich hoffe,
21:50dass es nur eine Frage der Zeit ist,
21:51bis ich es beweisen kann.
21:54Na so gut.
21:56Mal angenommen,
21:58Annabelle hat wirklich
21:58was damit zu tun.
22:00Dann hat sie gründlich gearbeitet.
22:02Ja.
22:03Die Polizei hat nichts herausgefunden.
22:06Vielleicht gibt es irgendeine Möglichkeit,
22:08ihr eine Falle zu stellen.
22:10Ich weiß nicht,
22:11das wäre sehr offensichtlich,
22:12wenn ich versuchen würde,
22:14etwas aus ihr herauszubekommen.
22:15Die Einzige,
22:16die ihr nahesteht,
22:16ist Nora.
22:18Aber die will mit ihrer Mutter
22:19nichts mehr zu tun haben.
22:20Vielleicht können wir sie bitten,
22:21sich Annabelle anzunähern.
22:22Vielleicht findet sie etwas heraus.
22:24Das wäre aber sehr viel verlangt von Nora.
22:26Ich weiß.
22:27Aber wir müssen es trotzdem versuchen.
22:40Ja?
22:41Ach, Nora.
22:42Du, ich frage mich seit Tagen,
22:44wo mein zweiter Ohrring ist.
22:45Hast du ihn vielleicht gesehen?
22:46Herrgott, frag doch Katharina,
22:47was geben mich deine Sachen an?
22:49Dein Ton gefällt mir gar nicht.
22:50Ich weiß jetzt,
22:51warum du mir geholfen hast,
22:52den Unfall zu vertuschen.
22:53Du wolltest Harald Becker
22:54aus dem Weg räumen.
22:56Interessant.
22:56Und was hätte mir das genutzt?
22:57Er wollte dir seine Formel
22:58nicht verkaufen.
22:59Dann hast du ihn irgendwie erpresst
23:00und dann kam dir der Unfall gerade recht.
23:03Du bist nicht gekommen,
23:04um mir zu helfen.
23:06Du wolltest sicher gehen,
23:07dass ich ihn auf der Straße liegen lasse,
23:08damit er stirbt
23:08und niemandem von deiner Erpressung erzählt.
23:11Ja, warum hätte ich denn
23:12die Situation nicht auch
23:13für mich nutzen sollen?
23:14Sowas nennt man
23:16Synergieeffekt.
23:21Ich habe
23:23tatsächlich geglaubt.
23:25Du wolltest mir helfen.
23:26Na, das habe ich doch auch.
23:28Du wärst doch nicht selbst
23:29auf die Idee gekommen,
23:30Luisa hinterher
23:31auf dem Fahrersitz anzuschnellen,
23:33damit jeder glaubt,
23:33sie wäre gefahren.
23:35Simon glaubt aber nicht,
23:36dass Luisa gefahren ist.
23:37Weil er immer noch hofft,
23:38dass sich alles aufklären wird.
23:39Das wird aber nicht passieren.
23:41Was macht dich denn da so sicher?
23:42Ohne Spuren,
23:43keine Beweise.
23:44Weil alle Welt davon ausgeht,
23:47dass Luisa
23:47Harald Becker
23:48überfahren hat.
23:50Dann ist es nur
23:50nur eine Frage der Zeit,
23:51bis diese zarte Beziehung
23:52beendet ist.
23:56Ganz besonders,
23:57wenn Herr Becker
23:58sich von diesem Unfall
23:59nie wieder erholt.
24:07Glaubst du,
24:07Nora hilft uns?
24:09Die Frage ist eher,
24:10ob es klug ist,
24:11Nora darum zu bitten.
24:13Du meinst,
24:13Annabelle könnte wieder versuchen,
24:15Nora zu beeinflussen?
24:16Ich bin heilfroh,
24:18dass sich Nora
24:18in der letzten Zeit
24:19von Annabelle
24:19ferngehalten hat.
24:21Und Herrn van Weiden
24:22wäre es bestimmt nicht gefallen,
24:23wenn Nora wieder mehr
24:24mit ihrer Mutter zu tun hätte.
24:26Ich würde sie auch lieber
24:26aus der ganzen Situation
24:27heraushalten.
24:28Aber wir haben
24:29nicht viele Möglichkeiten.
24:32Wir müssen es versuchen.
24:34Und wer weiß,
24:35vielleicht ist es sogar
24:36ganz heilsam für Nora,
24:38sich aktiv gegen ihre Mutter
24:39zu stellen.
24:39Ich will wissen,
24:40was passiert ist
24:41und wie Annabelle
24:41meinen Vater manipuliert hat,
24:42damit er den Vertrag unterschreibt.
24:44Ich wünschte,
24:45dein Vater könnte uns
24:46das alles selbst erzählen.
24:47Ja.
24:48Meine Mutter
24:49ist gerade bei ihm
24:50im Krankenhaus.
24:51Sie meldet sich,
24:52wenn die Visite vorbei ist.
24:54Ich gehe jetzt zu Nora.
25:04und wie geht es Ihnen?
25:07Soweit ist alles normal.
25:10Es kann sein...
25:13Stimmt irgendwas nicht?
25:17Ich muss den Rat
25:18eines Kollegen einholen.
25:21Was ist mit meinem Mann?
25:23Kein Grund zur Sorge.
25:24Ich werde Sie
25:25schnellstmöglich informieren.
25:26Ja, aber...
25:27Er hat gesagt,
25:28dass es keinen Grund zur Sorge gibt.
25:31Aber warum holt er
25:32dann einen anderen Arzt?
25:47Vielleicht sitzt du in der Pornerei.
25:49Am besten,
25:50wir warten einfach hier.
25:55Erster Platz Junior Designpreis.
25:58Maike Hansen.
25:59Wow, sie hat wirklich gewonnen.
26:00Wahnsinn.
26:04Und keiner feiert mit ihr.
26:07Simon hat ja bestimmt
26:07auch noch nicht gratuliert.
26:08Der weiß es wahrscheinlich
26:09noch nicht einmal.
26:10Der ist ja die ganze Zeit
26:10im Krankenhaus.
26:12Ja, oder bei Luisa.
26:17Ich wusste doch,
26:18dass ich das mal
26:19zu Gesicht bekomme.
26:20Schmutzpfoten weg.
26:21Was?
26:21Wieso denn?
26:23Du kannst dir jederzeit
26:24das Original ansehen,
26:25wenn du willst.
26:27Bestechendes Argument.
26:30Ja, ja,
26:30wir Entwürfe sind klasse.
26:31Sie hat den Preis echt verdient.
26:33Ja.
26:34Und sie sind viel zu schade,
26:36um hier zu verstauben.
26:40Was hast du denn vor?
26:41Erzähl ich dir unterwegs.
26:43Unterwegs?
26:43Wohin?
26:44Du hast doch gesagt,
26:45dass der Typ im Rahmenladen
26:46dir was schuldig ist.
26:47Ja.
26:47Na, dann komm.
26:49Okay.
26:52Annabelle ist die Einzige,
26:53die von dem Unfall
26:53meines Vaters profitieren könnte.
26:55Und du kennst sie.
26:56Wenn sie etwas will,
26:56kennst sie keine Grenzen.
26:58Simon,
26:59ich will doch auch nicht glauben,
27:01dass Luisa was
27:01mit dem Unfall zu tun hat.
27:03Aber sie saß nun mal
27:04hinterm Steuer.
27:05Und sie hat was getrunken.
27:06Luisa wäre doch zu sehr
27:07etwas gar nicht fähig.
27:09Die Sache mit Holger
27:10damals im Hotel,
27:12die ist auch nur passiert,
27:13weil sie fahrlässig gehandelt hat.
27:15Nur weil dein Verlobter
27:15ist im Bad ausgerutscht,
27:16weil er eine Halterung
27:17aus der Wand gerissen ist.
27:18Aber die Kontrolle der Armaturen
27:19fehlt in Luisas Verantwortungsbereich.
27:22Ich meine ja nur,
27:23es wäre nicht das erste Mal,
27:24dass Luisa
27:25in einer Tragödie verstrickt ist.
27:28Ohne Absicht natürlich.
27:29Ich bin mir sicher,
27:30dass Luisa mit dem Unfall
27:31meines Vaters
27:31nichts zu tun hat.
27:32Und um das zu beweisen,
27:33brauche ich deine Hilfe.
27:35Und was ist,
27:36wenn sich herausstellt,
27:36dass es doch nicht Annabelle war,
27:38sondern tatsächlich Luisa?
27:40Du weißt,
27:41wozu Annabelle fähig ist.
27:42Du hast es am eigenen Leib erfahren.
27:44Ich würde dich nicht darum bitten,
27:45wenn ich einen anderen Ausweg hätte.
27:51Gut.
27:52Ich gehe wieder.
27:54Danke.
27:54Ich weiß,
27:55dass du dich eigentlich
27:56von Annabelle fernhalten wolltest.
27:57Das werde ich dir nie vergessen.
28:01Ja?
28:03Mutter, was ist denn los?
28:07Was?
28:10Wann?
28:12Ja.
28:13Ja, ich bin gleich da.
28:15Ist das mit deinem Vater?
28:17Hat sich sein Zustand verschlechtert?
28:19Es...
28:21Es geht ihm wieder besser.
28:24Er wird aus dem künstlichen Koma geholt,
28:26noch heute Nachmittag.
28:28Dann hat endlich dieser Albtraum ein Ende.
28:30Mein Vater wird wieder gesund
28:31und wir erfahren,
28:31was wirklich passiert ist.
28:42Hier sind sie.
28:43Ich wäre schon fast wieder gegangen.
28:45Oh, das tut mir leid.
28:46Ich wollte nur ein wenig frische Luft schnappen.
28:48Sie sehen aus,
28:49als hätten Sie keinen sehr guten Tag gehabt.
28:54Sagen Sie mir,
28:55dass Richard in Kürze geschieden ist
28:56und es wird mir besser gehen.
28:58Ich ertrage das einfach nicht länger,
28:59mit Annabelle unter dem Dach zu leben.
29:01Ein bisschen wird es noch dauern.
29:03Die Ergebnisse des DNA-Tests,
29:05der Beweis,
29:05dass Nora seine leibliche Tochter ist,
29:07werden noch vom Gericht geprüft.
29:10Wir hatten gehofft,
29:11die Scheidung würde schneller über die Bühne gehen.
29:13Wenn man auf Härtefall plädiert,
29:14dann muss man das beweisen.
29:16Da bleibt einem der Papierkram nicht erspart.
29:19Wann kommt er denn aus Hongkong zurück?
29:21Heute.
29:23Er ist Ihnen übrigens sehr dankbar,
29:25dass Sie das alles für ihn erledigen.
29:27Das würde ich auch in Zukunft gerne machen.
29:30Ich habe vor,
29:31in Veitenteil zu bleiben.
29:33Langfristig?
29:34So wie es aussieht.
29:36Ich schätze,
29:37ein gewisser Anwaltskollege
29:38ist da nicht ganz unschuldig?
29:41Ich habe gerade ein Jobangebot in Rom
29:43für Hagen abgesagt.
29:46War es ein großes Opfer?
29:47Was soll ich in Rom,
29:48wenn er hier ist?
29:50Und gemeinsam nach Rom zu gehen,
29:52das haben Sie nicht erwogen?
29:54Um ehrlich zu sein, nein.
29:56Und ich dachte,
29:56Sie und Herr von Weiden,
29:58Sie würden sich freuen,
29:58wenn Hagen in Ihrer Nähe bleibt.
30:00Immerhin war er
30:01Ihr Schwiegersohn.
30:04Wovon er ja nichts weiß.
30:05Und
30:07wir tun auch alles,
30:08damit es so bleibt.
30:10Bereuen Sie die Entscheidung?
30:12Oder Herr von Weiden?
30:15Nach Victorias Tod
30:16war Hagen zerfressen
30:18von Hass und Rachsucht
30:19auf Adabelle.
30:21Die Amnesie
30:22gibt ihm die Möglichkeit,
30:23alles hinter sich zu lassen.
30:26Eigentlich glauben wir,
30:27dass es ein Segen für ihn ist.
30:29Eigentlich?
30:32Richard war Hagen
30:33immer sehr verbunden.
30:34Es fällt ihm schwer,
30:35plötzlich so zu tun,
30:35als sei Hagen nur
30:36irgendein Angestellter.
30:38Und hinzu kommt die Angst,
30:40was passiert,
30:41wenn er sich erinnert.
30:43Damit gehe ich tagtäglich um.
30:46Ja, das wissen wir.
30:48Und deshalb wäre es
30:49vielleicht sinnvoll,
30:51wenn Sie mit ihm
30:52ganz woanders
30:53einen Neuanfang wagen.
30:55Vielleicht.
30:57Aber ich glaube kaum,
30:58dass Hagen Falkenthal
30:59verlassen möchte,
31:00allein schon wegen Elsa.
31:02Und mit der Angst,
31:04dass er sich erinnert,
31:05müssen wir alle leben.
31:13Nora, was soll das denn?
31:15Simon verdächtigt dich.
31:16Er glaubt,
31:16dass du seinen Vater
31:17überfahren hast
31:17und ich soll ihm helfen,
31:18es zu beweisen.
31:20Das ist doch kein Grund,
31:21meinen Schönheitsschlaf zu stören.
31:22Er rief seine Mutter
31:23aus dem Krankenhaus an.
31:25Hat sich der Zustand
31:26von Harald Becker
31:26verschlechtert?
31:27Er wird aus dem künstlichen
31:28Koma geholt.
31:29Ach, verdammt.
31:30Wann?
31:30Heute Nachmittag.
31:31Wann genau?
31:32Ich weiß es nicht.
31:33Oh Gott,
31:33jetzt wird alles rauskommen.
31:34Jetzt beruhige dich erst.
31:34Wie soll ich mich beruhigen?
31:36Halt den Mund,
31:36ich muss nachdenken.
31:39Wir können Glück haben
31:40und er erinnert sich nicht.
31:41Aber darauf können wir
31:42uns nicht verlassen.
31:43Was machen wir denn jetzt,
31:44wenn rauskommt,
31:45dass ich ihn überfahren habe
31:45und dass du ihn erpresst hast,
31:47damit er dir
31:47seine Formel verkauft
31:48und wir sind für beide dran?
31:50Wir haben keine andere Wahl.
31:53Du wirst dafür sorgen,
31:54dass er nicht mehr aufwacht.
31:55Wie soll ich das machen?
31:56Soll ich den Arzt bestechen?
31:57Hängt doch in einem Tropf, oder?
31:59Ja, ich glaube schon.
32:00Spritze Luft.
32:01Ist ganz leicht.
32:02Ich soll ihn umbringen?
32:12Die sind ja richtig gut.
32:14Zackig doch.
32:14Mich hat gerade ein Gast gefragt,
32:16ob man die kaufen kann.
32:17Echt?
32:17Wer merkt,
32:18verkauft das Bild von dir?
32:19Wieso?
32:20Wenn sie einen guten Preis
32:20dafür kriegt?
32:22Wann kommt sie eigentlich,
32:23wisst ihr das?
32:23Na ja, jeden Augenblick.
32:25Ich muss es damit wirklich mal los,
32:26sonst komme ich zu spät
32:26ins Krankenhaus.
32:27Was für ein Tag.
32:29Dein Vater wird aus dem
32:30künstlichen Koma geholt
32:31und wir organisieren
32:33ja auch noch eine Vernissage.
32:35Hoffentlich ist es okay für sie,
32:36wenn wir ihre
32:37Entwürfe ausstellen.
32:38Chrissy,
32:39sie kommt.
32:40Oh.
32:41Alles wie abgesprochen, ja?
32:42Ja.
32:49Hallo.
32:50Hallo.
32:50Hallo.
33:04Das ist nicht dein Ernst.
33:06Du hast ihn angefahren.
33:07Du bringst es zu Ende.
33:08Das kannst du nicht von mir verlangen.
33:10Ich kann keinen Menschen töten.
33:11Dafür hast du Hagen
33:12aber damals
33:12ziemlich heftig niedergeschlagen.
33:14Das habe ich für dich getan.
33:15Der hätte dich sonst
33:16eiskalt erschossen.
33:17Hast du mir nicht auch erzählt,
33:19dass du für den Tod
33:20von Holger verantwortlich bist
33:21oder war das nur Notwehr?
33:22Das mit Holger war ein Unfall.
33:24Aha.
33:25Und warum haben dann
33:26deine Schwester alle
33:27dafür verantwortlich gemacht?
33:30Weil ich dafür gesorgt habe,
33:31dass es so aussieht.
33:33Na also,
33:33dann machst du es diesmal
33:34genauso.
33:36Und ich garantiere dir,
33:38Simon wird sich sehr bald
33:40von Luisa trennen.
33:44Es geht dir dabei
33:45gar nicht um mich.
33:47Du willst nur nicht,
33:48dass Harald Becker erzählt,
33:49dass du ihn wie auch immer
33:50erprisst hast.
33:51Und dafür soll ich
33:52ihn jetzt umbringen.
33:53Aber so läuft das hier nicht.
33:55Ich werde Simon sagen,
33:57dass du es warst.
34:00Ich werde es ihm bestätigen.
34:01Und er wird mir glauben.
34:04Und ich werde ihm auch sagen,
34:05dass du die Erpressung
34:06zugegeben hast.
34:12Leider kannst du meine Schuld
34:13nicht beweisen.
34:15Ich habe einfach die besseren Karten.
34:19Hallo, hier ist Nora.
34:21Ich habe einen Unfall gebaut.
34:23Ich habe Simons Vater angefahren.
34:26Ich stehe hier auf der Bundesstraße
34:29am Wald.
34:30Ich weiß nicht,
34:31wo man noch lebt.
34:32Okay.
34:33Wenn du nicht tust,
34:34was ich dir sage,
34:36bastle ich daraus
34:37ein hübsches Hörspiel.
34:38Du hast die Wahl.
34:40Entweder
34:40du sorgst dafür,
34:42dass Harald Becker
34:42nie wieder aufwacht
34:43oder dein geliebter Simon
34:44erfährt,
34:45wer wirklich gefahren ist.
34:47Dann wird er sich
34:48für immer von dir abwenden.
34:49Und du landest
34:50im Gefängnis.
34:51Das kannst du von mir
34:52nicht verlangen.
34:53Ich bin keine Mörderin.
34:54Ich werde Simon auch sagen.
34:56Du bist wie ich.
34:59Wenn es um deine Haut geht,
35:01bist du zu allem fähig.
35:10Als der Arzt
35:11seinen Kollegen geholt hat,
35:12hat der Mutter Angst bekommen,
35:13dass es Vater wieder schlechter geht.
35:16Warum wartet der Arzt auch so lange,
35:17bis er mir der guten Nachricht rausrückt?
35:19Er wollte sicher sein,
35:20er entscheidet,
35:20ihn aus dem Koma zu holen.
35:24Du kannst dir gar nicht vorstellen,
35:25wie erleichtert ich bin.
35:27Doch.
35:27Das kann ich.
35:29Das wird sich alles klären.
35:30Du wirst sehen.
35:32Komm,
35:32lass uns meinen Vater
35:33in würdigen Empfang bereiten.
35:35Du kannst mich ja anrufen,
35:37wenn er wieder bei Bewusstsein ist.
35:38Willst du nicht mitkommen?
35:39Nein,
35:40es ist, glaube ich,
35:41besser, wenn ich hier warte.
35:42Was hast du denn?
35:43Ich weiß nicht,
35:44ob es deiner Mutter recht ist,
35:45wenn ich mitkomme.
35:46Du bist bald meine Frau
35:48und du gehörst zur Familie.
35:50Ich weiß nicht,
35:51ob es deine Mutter
35:51und Sebastian genauso sehen
35:52und ich kann ihnen das auch nicht verübeln.
35:54Seit heute Morgen
35:55glaubt niemand mehr,
35:55dass du meinen Vater angefahren hast.
35:57Und er wird es auch bald selbst sagen.
36:00Ich will,
36:00dass du dabei bist,
36:01wenn wir erfahren,
36:01was wirklich passiert ist.
36:03Hey.
36:07Du hast die Wahl.
36:09Entweder
36:10du sorgst dafür,
36:11dass Harald Becker
36:12nie wieder aufwacht
36:12oder dein geliebter Simon
36:14erfährt,
36:14wer wirklich gefahren ist.
36:16Dann wird er sich für immer
36:17von dir abwenden
36:18und du landest im Gefängnis.
36:21Das ist das.
36:22Das ist das.
36:22Das ist das.
36:25Lass uns gehen.
36:47Ich bin hier.
37:00Ein kleiner Vorgeschmack auf unsere gemeinsame Zukunft.
37:04Das ist rum.
37:05Ja.
37:06Ich weiß, im Moment braucht man noch ein bisschen Fantasie, um sich vorzustellen, man ist in Italien, aber so könnte
37:12es werden, wenn du willst.
37:13Wenn ich was will?
37:15Das hier. Jeden Tag.
37:17Du meinst, wir fahren in den Urlaub nach Rom?
37:21Ich hätte da eher an was längerfristiges gedacht.
37:24Hagen, ich meine, wir gehen nach Rom? Zusammen?
37:30Mhm. Und fangen ganz neu an, wenn du willst.
37:37Elsa, wie hast du das alles?
37:42Danke.
37:43So ein Gewinn muss doch gefeiert werden.
37:46Hier.
37:48Danke.
37:50Herzlichen Glückwunsch zum ersten Preis beim Junior-Designer-Wettbewerb.
37:53Hiermit eröffne ich offiziell die Vernissage der preisgekrönten Junior-Designerin Maike Hansen.
37:59Möge sie den Rom Falkenteils mähren.
38:01Äh, und bitte den des Barnis vielleicht auch.
38:08Vielen Dank.
38:09Entschuldige mich kurz.
38:14Ja, also auf dich und auf deine Zukunft.
38:17Prost.
38:18Prost.
38:18Prost.
38:19Danke.
38:28Ich wollte mich noch bei dir entschuldigen.
38:30Ich wusste ja nicht, dass dein Vater einen schweren Autofall hat.
38:34Das ist okay.
38:35Ich hab dich ja auch verstanden.
38:37Und Lissi und ich hätten dir einfach erzählen sollen, dass wir was im Laufen haben.
38:41Und wie geht's deinem Vater jetzt?
38:43Er hat die Operation gut überstanden und er hat jetzt dann aus dem Kummer geholt.
38:48Das freut mich für euch.
38:49Deshalb muss ich auch los.
38:51Ich möchte nämlich dabei sein, wenn er aufwacht.
38:53Ja, dann grüß deine Mutter von mir und Simon auch.
38:57Mach ich.
38:58Du musst jetzt los?
38:59Mhm.
39:00Alles Gute für deinen Vater.
39:02Danke.
39:03Jetzt müsst ihr wohl alleine weiterfeiern.
39:04Kriegt ihr das hin?
39:05Mit Feiern hatten wir noch nie Probleme.
39:08Viel Spaß.
39:11Und den Rest kriegen wir hoffentlich auch wieder hin.
39:23Ja, dann geht's.
39:54Es tut mir leid, aber ich habe keine andere Wahl.
40:41Ich möchte mich gerne bei Ihnen entschuldigen.
40:49Und ich möchte etwas nachholen, was ich schon längst hätte tun sollen.
40:52Ich bin ab sofort Marianne für dich. Einverstanden?
40:55Du gehörst doch jetzt zur Familie.
40:58Es tut mir so leid, dass ich so viel Kummer über die Familie gebracht habe.
41:01Ja.
41:02Ich wünschte, ich könnte mich an alles erinnern.
41:06Als du sagtest, du seist für den Unfall verantwortlich, da war das ein großer Schock für mich.
41:11Das verstehe ich.
41:13Aber ich bin ganz sicher, dass mein Mann den Vertrag mit Annabelle von Weyden nicht freiwillig unterschrieben hat.
41:19Ich denke, sie hat doch etwas mit dem Unfall zu tun.
41:23Du warst es nicht, Luisa.
41:25Mein Mann wird es uns bestimmt bestätigen, wenn er wieder wacht.
41:27Ich bin ganz sicher, wenn er wieder wacht.
41:58Herr Becker, können Sie mich hören?
42:02Irgendetwas stimmt hier nicht.
42:04Kennst du den Ohrring?
42:05Er wurde mir heute mit anderen Dingen in meinem Wagen lagen von der Polizei übergeben.
42:09Wenn Annabelle ihn wiedererkennt, dann können wir beweisen, dass sie in deinem Wagen war.
42:13Ich habe heute in der Designabteilung einen sehr wertvollen Ohrring gefunden.
42:17Ich kann mir nicht erklären, wer ihn dort verloren haben könnte.
42:20Ist das vielleicht ihrer?
42:21Ich sage die engraverte, alte Stellenbewerber.
42:25Es ist eine
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