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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Aber ich habe immer an das Wohl meiner Kinder gedacht.
00:03Ach ja? Das ist aber kaum zu glauben, wenn man sich ansieht, wohin das geführt hat.
00:06Nach so langer Zeit ist es leicht zu erkennen, was richtig oder was falsch war.
00:11Aber damals dachte ich, ich treffe die richtige Entscheidung.
00:14Für wen? Für Nora? Für mich? Für dich?
00:17Für alle.
00:18Ich wollte immer nur das Beste für uns alle.
00:21Ach so. Und darum hast du gelogen.
00:23Selbst als Nora hier aufgetaucht ist, hast du uns nicht die Wahrheit gesagt.
00:27Soll ich dir sagen, was dann passiert wäre?
00:29Du hättest genau so reagiert.
00:31Das ist eine Unterstellung.
00:33Weil du keine Argumente für deine infame Lüge hast.
00:36Und das mit Hagen, das ist wohl etwas anderes.
00:38Es geht dir nicht um Hagen.
00:40Du misst mit zweierlei Maß.
00:41Hagen ist in einer Ausnahmesituation.
00:43Ihr belügt ihn, weil ihr glaubt, dass es das Beste für ihn ist.
00:46Das kannst du nicht vergleichen.
00:48Du weißt, wie schlimm die letzten Wochen wir Hagen waren.
00:49Wir wollen ihm den Schmerz ersparen.
00:52Welchen Schmerz?
00:57Was verheimlichen Sie mir?
01:07Was verheimlichen Sie mir?
01:30Day of my life.
01:36Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass man mir etwas verschweigt.
01:39Also bitte ich Sie, sagen Sie es mir.
01:43Eigentlich waren wir schon beim Du.
01:45Okay.
01:47Also, inwiefern belügst du oder ihr mich?
01:51Also Lügen ist nicht das richtige Wort.
01:53Wir haben dir lediglich nicht die ganze Wahrheit gesagt.
01:56Gut, wie sieht sie denn aus, die ganze Wahrheit?
02:01Hagen, du kommst gerade erst aus dem Krankenhaus.
02:04Ich finde, Hagen hat ein Recht darauf, die Wahrheit zu erfahren.
02:07Sag sie ihm.
02:09Sag ihm, dass ihr euch in zweit habt, weil du ihm das Mandat für unsere Scheidung entzogen hast.
02:19Ja, das stimmt.
02:21Wir sind über den Fall ziemlich aneinander gehalten.
02:25Und worum genau ging es?
02:28Wir hatten verschiedene Ansichten, wie die Scheidung durchzusetzen sei.
02:31Hagen, es tut mir leid, dass wir uns gestritten haben.
02:33Ich hatte gehofft, wir könnten jetzt nochmal ganz von vorne anfangen.
02:38Darum habe ich nichts gesagt.
02:40Und das ist alles.
02:53Ich glaube, Herr von beiden ist ein guter Vater.
02:56Er wird für Nora da sein und ihr den Halt geben, den sie braucht.
03:00Das wäre schön.
03:01Nicht nur für Nora.
03:04Ich weiß, die Situation hat sich geändert jetzt, wo Nora ihre Familie gefunden hat.
03:09Aber verstehst du, sie hat so viel durchgemacht.
03:13Ich will sie im Moment noch nicht mehr belasten.
03:17Also heißt es wieder warten?
03:21Ich weiß, wir hatten gehofft, dass wir endlich an uns denken können.
03:26Solange es Nora nicht gut geht, sind wir für sie da.
03:30Schön, dass du es auch so siehst.
03:35Ich muss jetzt zur Arbeit.
03:37Ja, mach dir keine Sorgen, ich kümmere mich um sie.
03:41Tschüss.
03:42Tschüss.
03:50Guten Morgen.
03:52Na?
03:54Wie fühlst du dich?
03:57Ach, ich weiß nicht.
04:00Alles ein bisschen viel im Moment, hm?
04:03Am besten du trinkst einfach eine Tasse Kaffee, das macht richtig wach.
04:07Kaffee wäre großartig.
04:09Ich hole schnell noch neue Milch.
04:10Ich bin gleich wieder da.
04:25Harald!
04:27Alles in Ordnung?
04:28Entschuldige, ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht.
04:31Ich glaube, du bist einfach überarbeitet.
04:33Habt ihr schon einen Ersatz für Lissi am Empfang?
04:36Nein, und das ausgerechnet heute.
04:39Ja, aber heute habt ihr auch einen Tanzkurs.
04:42Und wenn du mit Tobias über das Parkett schwebst, wird es dir gleich besser gehen.
04:47Eigentlich war es ja mal unser Tanzkurs, oder?
04:51Ja, aber du wolltest doch, dass Tobias unter Leute kommt.
04:53Ich dachte, du tanzst gerne mit meinem Bruder.
05:08Bravo!
05:10Bravo!
05:18Marianne!
05:19Äh, ja, du hast vollkommen recht.
05:24Gut, dass du kommst, Tobias.
05:26Marianne hat mir gerade recht gegeben.
05:28Einfach so.
05:29Das ist noch nie vorgekommen.
05:31Du bist ja auch sonst schwer zu leiden.
05:33Worum ging's denn?
05:34Um einen Tanzkurs.
05:37Ach so, ist der heute?
05:39Ja, aber ich werde dich wahrscheinlich wieder versetzen müssen.
05:41Ich springe den ganzen Tag zwischen Catering und Empfang ihn und her,
05:45sodass ich abends kaum laufen kann.
05:46Geschweige denn tanzen.
05:48Ja, das macht doch nichts.
05:50So ein Pech.
05:50Ach, seht mal, habt ihr das gelesen mit dem Hausboot?
05:55Welches Hausboot?
05:57Das Hausboot.
05:58Ist dir zum Verkauf?
06:00Was?
06:09Das braucht Zeit.
06:11Erstmal musst du dich wieder in deinem Leben zurechtfinden.
06:14Das ist gar nicht so einfach.
06:15Ich hab schon Schwierigkeiten, mich in meiner eigenen Wohnung zu orientieren.
06:18Du musst lernen, in kleinen Schritten zu denken.
06:20Und nach vorn zu schauen.
06:22Ja.
06:23Deshalb bin ich gekommen.
06:24Ich möchte dich um was bitten.
06:25Natürlich.
06:26Elsa hat gesagt, wir hätten zusammen gearbeitet.
06:30Du bist der beste Anwalt, den ich kenne.
06:33Gut.
06:35Dann gib mir was zu tun.
06:36Ich will wieder arbeiten.
06:38Ja, aber glaubst du denn, ich meine,
06:40ist dein juristisches Fachwissen nicht betroffen von dem Gedächtnisverlust?
06:44Puh, ich weiß nicht genau.
06:46Ich habe zu Hause einige Unterlagen durchgesehen und mich an Fakten und juristische Grundlagen
06:50erinnert und...
06:51Richard, vielleicht, wenn ich wieder arbeite, kommt der Rest von allein zurück.
06:54Äh, meinst du nicht, das ist noch zu früh?
06:56Was sagen denn die Ärzte?
06:57Sie sagen, ich bin völlig in Ordnung, ich muss nur warten.
07:00Ich kann jetzt nicht so untätig rumsitzen.
07:03Ja, das verstehe ich.
07:04Es ist nur...
07:06Ich habe Sophie Nowak die Scheidung übertragen.
07:09Okay.
07:10Dann...
07:10Dann frage ich Sophie.
07:11Vielleicht braucht sie Unterstützung.
07:12Nein.
07:14Ich meine, ich glaube nicht, dass das so eine gute Idee ist.
07:18Ich möchte mich ungern wieder mit dir streiten.
07:20Aber ich werde mal nachsehen, was noch so anliegt.
07:24Wir finden eine Lösung.
07:26Danke.
07:50Dann darf ich vorstellen.
07:51Das ist meine Tochter Nora.
07:53Deine Tochter?
07:55Hallo.
07:56Freut mich, Sie kennenzulernen.
07:58Hallo.
07:59Ja, Laura.
08:00Leider kann ich mich überhaupt nicht an Sie erinnern.
08:01Tut mir leid.
08:03Äh, mach doch nichts!
08:05Nein.
08:07Komm.
08:31Hagen ist gerade im Gutshaus aufgekreuzt, fast in einen Streit geraten.
08:35Und hätte dadurch fast erfahren, dass wir ihm was verheimlichen.
08:39Das war Richard von beiden.
08:41Heißt das, er weiß jetzt Bescheid?
08:43Nein.
08:43Richard hat nochmal die Kurve bekommen und...
08:46...konnte es verheimlichen.
08:50Elsa.
08:53So was kann immer wieder passieren.
08:55Irgendwann wird Hagen etwas mitbekommen, wo sich niemand mehr herausreden kann.
08:58Und was dann?
09:02Ich weiß, dass ich das Richtige tue.
09:05Hm.
09:08Ja, du warst doch nicht dabei.
09:10Du weißt doch gar nicht, wie schwer der Tod von Viktoria für Hagen gewesen ist.
09:13Und dann dieser ganze Hass auf Annabelle.
09:15Also wenn ich ihm das ersparen kann, dann tue ich das gern.
09:18Ich muss einfach besser aufpassen.
09:19Tja, wie soll das sein?
09:21Willst du ihn Tag und Nacht überwachen?
09:24Nein.
09:25Natürlich nicht.
09:26Müsstest du aber.
09:27Wenn du sicher sein willst, dass deine Vergangenheit mit Viktoria und Annabelle ein Geheimnis bleibt,
09:31müsstest du ihn überwachen.
09:32Sag mal, was soll das eigentlich?
09:34Wenn du findest, dass ich das Falsche tue, dann sag's mir doch ins Gesicht und red dir nicht so um
09:38den heißen Brei.
09:38Elsa.
09:40Ich weiß doch auch nicht, was richtig und was falsch ist.
09:45Ich verstehe, warum du's machst.
09:47Und ich möchte dich auch gerne unterstützen.
09:50Aber glaubst du, du kannst Hagen ein Leben lang belügen?
10:01Also ich finde, es sollte ruhig mal alles drunter und drüber gehen.
10:03Dann merkt die Geschäftsführung vielleicht endlich, dass ich nicht zwei Jobs auf einmal machen kann.
10:08Bist du sicher?
10:09Ja.
10:11Denn wenn mir immer einer von euch hilft, dann denken die doch, wieso sollten wir eine neue Kraft für den
10:15Empfang einstellen?
10:16Die alte Bäcker vom Catering, die schafft das doch nebenbei.
10:19So kenne ich dich hier gar nicht.
10:21Tja.
10:22Und der Herr Reichenbach, der kennt mich so auch noch nicht.
10:25Aber der wird mich heute kennenlernen.
10:27Und jetzt müssen wir los.
10:29Also, komm.
10:30Bis später.
10:30Bis später.
10:37Was ist das denn?
10:40Das?
10:41Das ist meine Tante Charlotte.
10:43Wir haben sie immer Tante Borgia genannt.
10:45Sie ist unglaublich herrschsüchtig.
10:49Oh, meine entzückende Mutter.
10:53Ja, Annabelle.
10:56Nora, ich...
10:58Ich würde dich gern um einen Gefallen bitten.
11:00Aber...
11:01Was ist denn?
11:03Na ja, ich...
11:05will mich von Annabelle scheiden lassen, so schnell wie möglich.
11:09Und wenn ich vor Gericht belege, dass sie dich verschwiegen hat,
11:14dann könnte ich mich über die Härtefallregelung sofort scheiden lassen.
11:18Dazu brauche ich aber einen Vaterschaftstest.
11:23Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
11:24Es gibt keinen Zweifel, dass du meine Tochter bist.
11:28Aber vor Gericht gilt nur ein offizielles Gutachten.
11:34Na ja, klar.
11:35Klar helfe ich dir.
11:37An der Stelle würde ich auch nicht länger mit dieser Frau verheiratet sein wollen.
11:41Richard, das ist doch nicht dein Ernst.
11:44Bitte überstürze jetzt nichts.
11:46Im Gegenteil.
11:47Ich habe schon viel zu lange gewartet.
11:50Aber ich dachte, wir hätten vorhin...
11:52Ich bin dir dankbar,
11:53dass du mir in der Situation mit Hagen geholfen hast.
11:56Aber das heißt doch nicht,
11:57dass ich unsere Ehe nicht beenden will.
12:00Wenn deine Schützenhilfe von vorhin eines bewiesen hat,
12:03dann doch nur,
12:04dass du eine perfekte Lügnerin bist.
12:19Und?
12:20Hast du Nora inzwischen gefunden?
12:22Sie war bei Simon.
12:24Sie hat die Nacht im Atelier verbracht.
12:26Zum Glück ist er immer zur Stelle, wenn man ihn braucht.
12:29Simon, das ist ein guter Freund für Nora und mich.
12:31Das freut mich für Nora.
12:33Du vergisst aber hoffentlich nicht,
12:35dass ich auch immer für dich da bin.
12:36Nein.
12:38Ich muss dann los.
12:40Bis später.
12:44Hallo.
12:44Hallo.
12:50Lass mich raten.
12:52Ihr habt eben aufgehört,
12:54euch zu küssen,
12:54bevor ich gekommen bin.
12:56Nein.
12:57Ich glaube,
12:57er hat jetzt verstanden,
12:58dass wir nur Freunde sind.
12:59Na, das denke ich auch.
13:00Außerdem hast du ja jetzt Simon.
13:02Nein, warte.
13:04Der ist ja auch nur noch dein Freund.
13:06Eva.
13:07Du weißt,
13:08es geht nicht anders.
13:09Wir müssen warten.
13:10Worauf warten?
13:13Darauf, dass...
13:14Luisa.
13:15Nora hat jetzt eine Familie.
13:17Richard wird dir ein guter Vater sein.
13:19Du hast alles getan,
13:20damit sie glücklich wird.
13:22Jetzt musst du auch einmal an dich denken,
13:24damit du glücklich wirst.
13:25Trotzdem,
13:25wir dürfen nichts überstürzen.
13:28Dann mache ich mir bei euch beiden
13:29sowieso keine Sorgen.
13:33Na komm.
13:34Wie lange kennst du Luisa jetzt schon
13:35und wie lange denkst du darüber nach,
13:37mit ihr zusammen zu kommen?
13:38Na, du musst dich gerade
13:39über mein Tempo lustig machen.
13:40Wie lange bist du jetzt schon in Falkenthal?
13:42Zwei Monate.
13:43Warum?
13:43Und da hast du noch keine Frau aufgetan?
13:45Es gibt wichtiger Rest.
13:46Moment.
13:47Hast du das gerade gesagt?
13:49Jetzt tut nicht so,
13:49als wäre ich früher Casanova gewesen.
13:51Naja, sagen wir es mal so.
13:52Ab und zu hast du dich schon
13:53für Mädchen interessiert.
13:55Was ist zum Beispiel
13:56mit einer hübschen Teilhaberin?
13:57Die hättest du früher nie übersehen.
13:59Lissi!
13:59Ah, wir sind Freunde und Kollegen.
14:02Verstehe.
14:02Und der Vorstand eures Konzerns
14:04hat ein Problem damit,
14:05wenn die Angestellten fraternisieren.
14:06Jetzt durchschaue ich deine Taktik.
14:08Du willst zum Thema ablenken.
14:09Also, was ist mit dir und Luisa?
14:11Wir lieben uns.
14:13Und wann wird geheiratet?
14:14Das musst du Luisa fragen.
14:16Oder besser...
14:16Lass mich raten.
14:17Fängt der Name mit N an
14:18und endet mit Ohren.
14:25Oh, Frau Landmann,
14:26ich habe Ihnen doch gesagt,
14:27dass ich diese fettreduzierten
14:28Joghurt nicht leiden kann.
14:30Wahrscheinlich hat sie ihn
14:31genau deshalb gekauft.
14:33Ach, du bist es.
14:34Hallo, Mutter.
14:37Mutig vorhin, dein Auftritt.
14:39Findest du?
14:41Ja.
14:43Hoffentlich bereust du das
14:44nicht eines Tages.
14:46Willst du mir drohen?
14:47Vergiss nicht,
14:48ich bin jetzt Richards Tochter.
14:50Ja, ja.
14:52Das war Vittoria auch mal.
14:54Du machst mir keine Angst.
14:56Wir wissen beide,
14:57dass du am Ende bist.
14:58Ist das so?
15:00Du hast bei Richard verspielt.
15:02Und das wird sich nie ändern.
15:04Dafür werde ich sorgen.
15:06Du wirst dafür bezahlen,
15:07für alles,
15:07was du mir angetan hast.
15:10Weißt du,
15:12Pathos steht dir überhaupt nicht.
15:15Du hast mich 30 Jahre lang verleugnet,
15:18um mir dann vorzulügen,
15:20dass ich bei einer Vergewaltigung
15:21entstanden sei.
15:22Und das alles nur,
15:24um Richard nicht zu verlieren.
15:26Aber dein Plan ist leider gescheitert.
15:28Richard ist fertig mit dir.
15:30Und ich bin jetzt
15:31sein Sonnenschein.
15:34Wie naiv du manchmal bist.
15:36Richard ist nicht dumm.
15:39Wie lange wird es wohl dauern,
15:41bis er dich durchschaut hat?
15:43Hm.
15:44Bei dir hat er ganz schön lange gebraucht.
15:46Ich bin einer guten Hoffnung.
15:48Was wird Richard wohl
15:49von seinem kleinen Sonnenschein halten,
15:51wenn er erfährt,
15:51was du deiner Schwester angetan hast?
15:53Ich weiß nicht,
15:54was du meinst.
15:58Nur deiner Wege
15:59verzichtet sie immer noch
16:00auf ihre große Liebe,
16:01das arme Ding.
16:03Und das ganz umsonst.
16:05Niemand stirbt
16:06von drei Schlaftabletten.
16:08Vorgetäuschtes Selbstmord.
16:10Da wird sein Bild
16:11von dir wohl Risse bekommen.
16:15Und Simon Becker
16:16und deine Schwester
16:17werden dir auch nicht verzeihen.
16:20Tu dir keinen Zwang an.
16:22Erzähl es allen.
16:24Weißt du, was das Schöne
16:25an notorischen Lügnern ist?
16:27Niemand glaubt ihnen,
16:28selbst wenn sie ausnahmsweise
16:29mal die Wahrheit sagen.
16:32Ach, Mutter.
16:33Wie naiv du manchmal bist.
16:54Worüber haben Richard und ich gestritten?
16:57Ich glaube,
16:58es ging um die
16:59Aufteilung des Vermögens,
17:00aber ich...
17:01ich habe versucht,
17:02mich daraus zu halten.
17:07Als ich dich neulich gefragt habe,
17:09warum unsere Affäre
17:10in die Brüche gegangen ist,
17:12da hast du gesagt,
17:12wir konnten Beruf
17:13und Privatleben
17:14nicht auseinanderhalten.
17:15Ja.
17:16Es ging um diesen Fall, oder?
17:19Ja.
17:20Das auch.
17:25Was denkst du?
17:27Ich weiß es nicht.
17:29Ich meine, ich mag Richard.
17:32Und wahrscheinlich ist mein Misstrauen
17:33völlig unbegründet.
17:35Aber?
17:38Aber manchmal habe ich das Gefühl,
17:39dass die ganze Welt
17:40sich gegen mich verschworen hat.
17:41Außer dir.
17:45Vielleicht tue ich ja auch allen Unrecht.
17:47Ich meine,
17:47es kann ja niemand was dafür,
17:48dass ich mein Gedächtnis verloren habe.
17:50Aber dann sehe ich die Blicke
17:51von den Leuten,
17:52die sie sich zuwerfen.
17:53Und ich kann das Ganze
17:54nicht zuordnen, verstehst du?
17:55Und dann werde ich misstrauisch
17:56und denke,
17:57irgendwas stimmt hier nicht.
17:59Es ist noch nichts zurückgekommen.
18:01Nein.
18:03Nein, überhaupt nichts.
18:05Vielleicht
18:07brauchst du einfach
18:07ein bisschen Zeit.
18:11Du warst früher
18:12immer schon sehr ungeduldig.
18:16Würdest du etwas für mich tun?
18:18Sicher.
18:19Fahr mit mir in das Waldstück,
18:21in dem Konrad und Elsa
18:22mich gefunden haben.
18:23Aber halt uns...
18:24Sophie, vielleicht wenn ich da bin,
18:26wo alles angefangen hat.
18:27Wo ich mir die Verletzung
18:28zugezogen habe.
18:30Ich will mein Leben zurück.
18:38Stimmt das,
18:38was Annabelle gesagt hat?
18:40Du hast deinen Selbstmordversuch
18:41damals nur vorgetäuscht.
18:42Jetzt mach doch hier
18:43nicht so einen Aufstand.
18:43Du gibst es also zu.
18:45Wenn ich nichts getan hätte,
18:46denn wären Luisa und Simon
18:47jetzt ein Paar.
18:48Du sollst ihm eigentlich
18:48dankbar sein.
18:49Du hast einen Selbstmordversuch
18:51vorgetäuscht,
18:52um zu verhindern,
18:52dass deine Schwester
18:53mit Simon Becker zusammenkommt?
18:54Irgendwas muss ich doch tun.
18:56Und du musst zugeben,
18:57seitdem fressen die beiden
18:58mir aus der Hand.
18:59Wenn du glaubst,
19:00das ist dich und diese Lüge,
19:01auch nur eine Sekunde Decke,
19:02hast du dich getäuscht.
19:03Das würde ich mir
19:04an deiner Stelle gut überlegen.
19:06Solange Simon
19:07nicht mit Luisa zusammen ist,
19:08hast du gute Chancen,
19:09dass sie sich doch noch
19:10für dich entscheidet.
19:11Sie soll sich aus freien Stücken
19:12für mich entscheiden.
19:13Das wird sie auch,
19:14wenn Simon für sie unerreichbar ist.
19:16Ach, und wann soll das sein?
19:18Ganz einfach.
19:18Nachdem ich ihn geheiratet habe.
19:20Wenn Simon erstmal Luisas Schwager ist,
19:22wird sie ganz schnell lernen,
19:23ihre Fingerchen von ihm zu lassen.
19:25Oh mein Gott, Noah.
19:27Ist dir eigentlich klar,
19:28was du deiner Schwester da antust?
19:29Ich mach da nicht mit.
19:32Ich werde es nicht zulassen,
19:33dass Luisa weiter
19:33so übel mitgespielt wird.
19:35Dann wirst du sie endgültig verlieren.
19:45Sophie Nowak will vor Gericht
19:46eine Härteverscheidung durchsetzen.
19:48Und zwar mit der Begründung,
19:49dass meine Ehefrau
19:50mir eine gemeinsame Tochter
19:52vorenthalten hat.
19:58Das würde das Scheidungsverfahren
20:00erheblich beschleunigen.
20:01Wenn du dir sicher bist,
20:02dass es das ist,
20:03was du möchtest.
20:04Ja, natürlich.
20:08Ich wünsche dir viel Glück.
20:14Ich hatte gehofft,
20:15dass sich diese Nachricht
20:16nicht ganz kalt lässt.
20:21Was erwartest du denn jetzt
20:22von mir, Richard?
20:25Dankbarkeit?
20:25Für eine Entscheidung,
20:26die du schon mal getroffen
20:27und dann wieder revidiert hast?
20:53Luisa, da bist du ja.
20:56Ich muss mit dir reden.
20:58Und was geht's denn?
20:59Du siehst so ernst aus.
21:00Es geht um Nora.
21:01Ich habe leider...
21:02Luisa, hast du schon gehört?
21:04Oh, hallo Henning.
21:06Hallo.
21:07Ich wollte euch nicht unterbrechen.
21:09Ich komme später noch mal wieder.
21:10Oder ich komme bei dir vorbei.
21:11Bisher haben wir uns
21:12ja noch immer gefunden.
21:17Ja, ich gehe dann mal.
21:19Bis später.
21:20Bis später.
21:24Also, du hast gesagt,
21:25es geht um Nora.
21:27Ja, genau.
21:28Ich wollte mit dir reden.
21:29Es geht um...
21:31Na ja, Nora ist ja offiziell
21:32immer noch meine Assistentin.
21:34Und ich weiß gar nicht,
21:36ob sie das weiter sein möchte.
21:39Vielleicht wird sie ja
21:40in der Firma ihres Vaters
21:41anfangen.
21:43Ja, aber wieso fragst du mich das?
21:46Du hast natürlich recht.
21:47Ich sollte das mit Nora
21:48selbst klären.
21:49Ich gehe am besten mal zu ihr.
22:06Hallo Sophie, ich bin's.
22:08Ja, du...
22:09Sag mal, ich mache mir Sorgen
22:10um Hagen.
22:11Ich versuche schon,
22:11den ganzen Morgen
22:12ihn zu erreichen,
22:12aber er geht einfach
22:13nicht ans Telefon.
22:15Ach, er ist bei dir?
22:17Ihr seid wo?
22:18Wir sind in dem Waldstück.
22:20Dort, wo du und Konrad...
22:22Dort, wo ihr Hagen gefunden habt.
22:24Aber warum das denn?
22:27Er hat mich gebeten,
22:28ihn hierher zu führen.
22:29An den Ort,
22:30wo er sein Gedächtnis verloren hat.
22:32Ist dir klar,
22:33was das bedeutet?
22:33Was ist,
22:34wenn er sich wieder erinnert?
22:35Dann wird er endlich
22:36Gewissheit haben.
22:37Sophie,
22:38du hast versprochen,
22:38dass du nichts sagst.
22:40Ja, ich weiß.
22:40Ich...
22:41ich muss jetzt Schluss machen.
22:42Hörst du?
22:43Tschüss.
22:44Sophie!
22:45Sophie!
22:50Ja, jetzt sind Sie
22:50in diesem Waldstück.
22:53Kannst du mich verbieten,
22:54dort hinzugehen?
22:58Ich habe doch
22:58einen Fehler gemacht.
23:00Elsa.
23:01Nein, was ist,
23:02wenn Hagen sich wieder erinnert?
23:03Und wenn er erfährt,
23:04dass ich ihn angelogen habe,
23:05dann...
23:06dann wird er mich hassen.
23:07Nein, das wird er nicht.
23:09Ach, du kennst ihn doch gar nicht.
23:10Wer willst du das wissen?
23:11Es ist überhaupt nicht möglich,
23:12dich zu hassen.
23:20Meine Schwester?
23:22Ja.
23:23Und jetzt ist sie sauer,
23:24weil ich ohne ihre Erlaubnis
23:25das Haus verlassen habe?
23:27Sie macht sich nur Sorgen
23:28um dich, Hagen.
23:29Wie wir alle.
23:32Sophie, ich traue ihr nicht.
23:35Glaub mir, Hagen.
23:36Sie liebt dich sehr.
23:38Tja.
23:39Aber sie behandelt mich
23:40wie einen kleinen Jungen.
23:43Manchmal habe ich das Gefühl,
23:44sie will überhaupt nicht,
23:44dass ich mich erinnere,
23:45wer ich bin.
23:46Aber das ist alles,
23:47was ich will.
23:59Ja?
24:00Hallo.
24:01Hallo.
24:01Ich habe gerade Pause.
24:03Was wartest du denn vorhin?
24:05Ach,
24:06es geht um das Hausboot
24:07unten am Steg.
24:09Um unser Hausboot?
24:10Na ja,
24:10streng genommen
24:11war es ja nie
24:11unser Hausboot.
24:12Es wechselt den Besitzer.
24:14In der Zeitung steht,
24:15dass es verkauft wird.
24:16Ja.
24:17Ach, das heißt,
24:18dass wir uns dort
24:19nie wieder über
24:19fremde Picknickkörper
24:20hier machen können?
24:21Sieht ganz so aus.
24:23Das ist aber schade.
24:24Das finde ich auch.
24:26Am liebsten würde ich mich
24:27nochmal von dem Boot
24:28verabschieden.
24:29Ja, stimmt.
24:31Aber vielleicht findet sie
24:32auch keinen Käufer
24:33und es bleibt weiterhin leer.
24:35Ja, vielleicht.
24:39Ich muss dann
24:40wieder zurück
24:41ins Gutshaus.
24:42Ja, ich muss auch
24:43weitermachen.
24:43Bis dann.
24:44Bis dann.
24:48Hab ich euch gestört?
24:49Nein, überhaupt nicht.
24:56Wie geht's dir?
24:57Schon viel besser.
24:59Deshalb bin ich hier.
25:02ich wollte mich
25:03bei dir bedanken.
25:04Das ist doch nicht
25:04der Rede wert.
25:05Doch.
25:06Dass ich bei dir
25:07übernachten durfte,
25:07als ich nicht wusste,
25:08wo ich hin soll.
25:10Danke.
25:11Das ist selbstverständlich.
25:13Nein, das ist es nicht.
25:14Und deshalb dachte ich,
25:16ich könnte dich vielleicht
25:17zu einem
25:17fortalen Mal einladen.
25:20Warum nicht?
25:21Ja?
25:22Zum Mittagessen
25:23ins Lanzino?
25:24Ich denke,
25:24das lässt sich einrichten.
25:26Gut.
25:27Und später, Simon.
25:29Bis später.
25:53Alles in Ordnung?
25:57Ehrlich gesagt,
25:58ich weiß das nicht so genau.
26:04Und bei dir?
26:06Geht so.
26:08Immerhin habe ich das Gefühl,
26:09dass Papa jetzt
26:10fest entschlossen ist,
26:10sich endgültig
26:11von Annabelle scheiden zu lassen.
26:14Wieder mal.
26:15Na, es stimmt schon.
26:17Aber mittlerweile ist, glaube ich,
26:18viel zu viel passiert
26:19zwischen den beiden.
26:21Ja, viel zu viel.
26:24Worauf hältst du ihn aus?
26:27Ach, weißt du,
26:31als ich gestern
26:32an Annabelles Schlafzimmer
26:34vorbeiging, da...
26:36Wie geht's?
26:38Du meinst,
26:39sie schlafen wieder miteinander?
26:40Tja.
26:41Oh Gott.
26:44Wie erträgst du das bloß?
26:47Ich fürchte gar nicht mehr.
26:49Was soll das heißen?
26:52Lucie, vielleicht...
26:54Vielleicht ist es besser,
26:55wenn ich Falkenteil verlasse.
26:57Nein, das darfst du nicht.
27:00Ich habe das Gefühl,
27:01dass mein Leben hier in einer Sackgasse steckt
27:03und das schon viel zu lange.
27:05Aber du kannst mich doch hier
27:06nicht alleine lassen.
27:08Mit Annabelle
27:08und dieser furchtbaren Nora,
27:10die jetzt auch noch
27:10meine Schwester sein soll.
27:11Wenn ich hier bleibe,
27:12hört dieser Kampf gegen Annabelle nie auf.
27:15Viktoria hat ihren schon verloren.
27:18Ich weiß nicht,
27:19ob ich noch die Kraft dazu habe.
27:22Aber...
27:22wenn wir zusammenhalten,
27:24wie damals bei Papas Zusammenbruch,
27:27versprich mir,
27:28dass du noch mal darüber nachdenkst.
27:50Hier bist du.
27:51Ich habe dich überall gesucht.
27:54Wie geht's dir?
27:57Du hättest es mir sagen müssen.
27:59Das wollte ich auch,
28:00aber erst wenn ich Beweise habe.
28:01Nicht, dass du noch mal enttäuscht wirst.
28:07Na gut.
28:09Ich verzeihe dir.
28:12Henning hat mich ja zum Glück getröstet.
28:15Ich dachte, Simon.
28:16Ja, der auch.
28:18Hat Henning mit dir gesprochen?
28:21Nein. Warum?
28:24Nicht besonders.
28:26Er hat nach dir gefragt.
28:27Mal wieder.
28:29Oh Gott, jetzt ist er ja auch noch
28:30mein Halbkosan.
28:32Wenn man sich das mal vorstellt.
28:34Richard von Weiden ist mein Vater.
28:36Und diese entsetzliche Lissi,
28:38meine Halbschwester.
28:40So entsetzlich ist sie nicht.
28:41Na ja.
28:42Und Herr von Weiden schon gar nicht.
28:43Na stimmt.
28:44So schlimm ist er wirklich nicht.
28:45Was ist denn das?
28:47Das soll ich dir von Herrn von Weiden geben.
28:49Das ist ein Vaterschaftstest.
28:51Das ist doch kein Problem für dich,
28:53das zu machen, oder?
28:55Nein.
28:58Es ist einfach nur so ein komisches Gefühl,
29:01dass man erst mal eine Reihe von Tests
29:03über sich ergehen lassen muss,
29:04bis die eigenen Eltern einen anerkennen.
29:06Herr von Weiden zweifelt nicht daran,
29:08dass du seine Tochter bist.
29:09Das ist eher eine Formalität.
29:12Ja.
29:14Irgendwie verstehe ich ihn noch.
29:17Du magst ihn, oder?
29:19Nur kein Neid.
29:21Komm, ein bisschen Glück
29:22muss der Mensch ja haben,
29:24wenn die Mutter schon so ein Reinfall ist.
29:29Und?
29:31Kannst du dich an irgendwas erinnern?
29:36Nichts.
29:38Absolut nichts.
29:40So, das braucht Zeit haben.
29:44Irgendwann kommt die Erinnerung
29:45vielleicht von ganz alleine zurück.
29:50Und wenn nicht?
29:52Was ist dann?
29:55Dann wirst du auch damit zurechtkommen.
30:04Du weißt nicht, wie sich das anfühlt.
30:06Diese Leere und Ungewissheit.
30:09Und ich weiß nicht,
30:10ob ich das durchstehe.
30:13Ich kenne dich, Hagen.
30:16Du hattest schon immer
30:17einen eisernen Willen.
30:23Du sagst, du kennst mich?
30:25Ja.
30:26Dann sag mir, wer ich bin.
30:28Sag's mir.
30:30Mein ganzes Leben
30:31ist ein Albtraum.
30:46Hagen, es gibt...
30:48Sophie, hilf mir.
30:50Bitte.
30:52Ich kenne die chopped.
30:56Ich kenne die Sommerin.
31:41Lühe, Lühe.
31:50Da hat mir wohl die gleiche Idee.
31:53Beim nächsten Mal müssen wir sie einfach nur laut aussprechen.
31:55Dann könnte vielleicht tatsächlich so etwas wie eine Verabredung draus werden.
31:59Klappt doch auch so.
32:01Stimmt. Wie ich schon gesagt habe, bisher haben wir uns noch immer gefunden.
32:12Schade, dass das Hausboot schon verkauft ist.
32:15Ja. Leider.
32:17Ich wünschte, ich wäre schneller gewesen.
32:23Du wolltest das Boot kaufen?
32:25Na, wir hätten uns heimlich treffen können. Wann immer wir wollen.
32:32Also, wenn wir uns wirklich von dem Boot verabschieden wollen,
32:37dann sollten wir noch reingehen, oder?
32:43Erinnerst du dich an das letzte Mal?
32:45Vielleicht kommen wir diesmal nie wieder raus.
32:49Das wäre ein schöner Gedanke.
33:05Wie schön, dass du doch noch zur Vernunft gekommen bist.
33:08Cousin?
33:10Ich bin mir noch nicht sicher, wie vernünftig es ist, einem Menschen anzulegen, den man liebt.
33:14Henry.
33:15Wir beide.
33:17Wir werden das bekommen, was wir wollen.
33:19Was soll denn daran unvernünftig sein?
33:21Du scheinst dir deiner Sache ja sehr sicher zu sein.
33:24Ja, warum nicht?
33:25In meinem Leben läuft im Augenblick alles wie am Schnürchen.
33:28Das freut mich für dich, wirklich.
33:30Einen besseren Vater als dein Onkel hätte ich mir gar nicht wünschen können.
33:34Und bald werde ich auch den Mann an meiner Seite haben, den ich liebe.
33:39Da wäre ich mir nicht so sicher.
33:40Simon und ich sind zum Mittagessen verabredet.
33:43Das ist doch schon mein Anfang?
33:45Meinst du nicht?
33:47Und wenn du deine Karten jetzt endlich mal bei Luisa richtig ausspielst,
33:52dann wirst du auch bald ein Treffer landen.
33:53Von dir brauche ich keine Ratschläge, wie man eine Frau erobert.
33:57Natürlich nicht.
34:00Ich wünsche mir doch nur, dass meine Schwester eine starke Schulter hat,
34:03an der sie sich in schweren Zeiten ausweilen kann.
34:05Und die werden kommen.
34:07Die schweren Zeiten.
34:14Niemand da?
34:20Sieht noch genauso aus wie bei unserem letzten Besuch.
34:23Bis auf, dass auf dem Tisch kein Picknickkorb mehr steht.
34:30Schade eigentlich.
34:32Weißt du noch?
34:33Was meinst du?
34:36Ich habe nicht eine einzige Sekunde vergessen.
34:40Ist das jetzt eigentlich sowas wie Hausfriedensbruch?
34:44Na, ich hoffe doch.
34:46Dann sperren sie uns vielleicht zusammen ein.
34:47Wir lassen uns nie wieder raus.
34:49Nie wieder.
35:06Aber doch.
35:07Ich schätze, wir hatten einen Wunsch frei.
35:24Danke.
35:26Wofür?
35:29Dafür, dass du es wenigstens versucht hast.
35:33Hagen.
35:34Nur weil es dieses Mal nicht funktioniert hat,
35:36heißt es doch nicht, dass es nicht später funktionieren kann.
35:41Der Wald war meine letzte Hoffnung.
35:43Mir fällt jetzt wirklich nichts mehr ein, was wir noch tun können.
35:47Vielleicht war das ja der falsche Ansatz.
35:49So.
35:50Wie meinst du das?
35:51Du setzt dich viel zu sehr unter Druck.
35:54Was soll ich denn tun?
35:55Soll ich hier rumsitzen und nichts tun?
35:56Nein, aber du kannst es nun mal auch nicht erzwingen.
36:02Vielleicht solltest du dich mehr darauf konzentrieren, eben hier und jetzt zu leben.
36:06Anstatt einer Vergangenheit nachzutrauen, von der du noch nicht mal weißt, ob sie erstrebenswert ist.
36:13Vielleicht hast du ja recht.
36:15Sieh's doch mal so.
36:17Du kannst sein, was du willst.
36:19Weil es für dich nur die Gegenwart gibt und die Zukunft.
36:23Hm.
36:25Naja.
36:27Wenn das eine Zukunft ist, in der du auch vorkommst, dann...
36:31könnte ich ja noch mal drüber nachdenken.
36:41Danke.
36:42Sie setzen dann alles auf die Rechnung der Verlweiz, ja?
36:43Ja, natürlich.
36:45Sebastian!
36:48Was waren Sie denn?
36:48Was waren Sie denn hier?
36:50Eine Lieferung.
36:52Fanden Sie jetzt das Essen aus für Schlanzino, um sich was dazu zu verdienen?
36:54Auch wenn Ihnen das gefallen würde, aber nein, ich arbeite jetzt für meine eigene Firma.
36:58Ach ja.
37:00Lissi und ich haben nämlich einen eigenen Kurierdienst gegründet
37:02und ich bin hier, um eine Lieferung entgegenzunehmen.
37:04Das ist ja interessant.
37:05Wissen Sie zufällig, wo Ihr Bruder steckt?
37:07Wahrscheinlich in der Manufaktur oder in seinem Atelier, nehme ich an.
37:10Ja, auf die Idee bin ich auch schon gekommen, da ist er nicht.
37:12Fällt Ihnen sonst noch was ein, wo er sein könnte?
37:15Ja.
37:17Und?
37:18Tut mir leid, aber ich glaube, dort will er wirklich nicht gestört werden.
37:25Idiot.
37:31Verdammt.
37:34Hey, Marianne.
37:36Warum musst du nicht zurück in die Manufaktur?
37:39Nein, ich habe für den Rest des Tages frei bekommen.
37:42Wie ist denn das angestellt?
37:45Tja, also erstens wurde eine neue Halbtagskraft für den Empfang eingestellt, wenigstens vorübergehend.
37:52Und zweitens?
37:53Und zweitens habe ich dem Chef klargemacht, dass auch so eine wichtige Arbeitskraft wie ich mal einen Nachmittag frei braucht.
38:01Ich bin zutiefst beeindruckt.
38:03Ja, das war Herr Reichenbach auch.
38:05Ich habe knallhart verhandelt.
38:07Und als das nicht ausgereicht hat, da habe ich ihm ein paar selbstgemachte Plätzchen versprochen.
38:13Das ist unglaublich.
38:14Ja, ich weiß.
38:16Na, ihr beiden.
38:18Hey.
38:19Na, ihr beiden.
38:22Ist irgendetwas?
38:23Habt ihr vielleicht über mich gesprochen, oder?
38:26Ja, sicher. Das tun wir immer.
38:28Ja, immer.
38:29Was ist mit dem Kasten?
38:32Ja, ich ziehe um.
38:36Was?
38:37Naja, nicht richtig, zum Teil.
38:41Ihr erinnert euch doch, dass der heute Morgen von diesem Hausboot gesprochen ist, zum Verkauf steht.
38:47Ja?
38:48Ja, ich habe es gekauft und ich bringe nachher meine Angelsachen rüber.
38:52Ich habe mein Hobby in letzter Zeit wirklich sehr vernachlässigt und möchte jetzt so viel Zeit wie möglich damit verbringen.
39:00Ja, sowas hätte ich auch gerne. So ein Refugium, wo man sich zurückzieht und alles rundherum vergessen kann.
39:06Dein Labor reicht dir das nicht mehr?
39:07Ich glaube, es muss wohl dann irgendwie überhaupt nicht mehr nach Hause, oder?
39:14Hilfe! Wir sind eingesperrt und haben nicht einmal einen Picknickkorb dabei.
39:18Bitte retten Sie uns. Aber es muss nicht sofort sein.
39:21Simon und Lugisa.
39:27Also, das ist doch ziemlich professionell, oder?
39:29Mhm.
39:30Und wenn das nicht hilft, dann weiß ich auch nicht weiter.
39:32Ja.
39:41Das gibt's doch gar nicht.
39:42Ich glaube, das ist eine Verschwörung.
39:45Du nennst es Verschwörung. Ich nenne das Schicksal.
40:05Also, du glaubst, dass das gar kein Zufall ist?
40:07Nein.
40:09Ich weiß, dass unser Plan anders aussah, aber...
40:12Ich glaube, das Schicksal denkt auch, dass wir zusammengehören.
40:16Jetzt und für immer.
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