Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 7 Stunden

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Gehe deinen Job an, Julia. Bei mir im Cousy. Du hast ja gesehen, was da im Moment los ist.
00:03Ich kann deine zusätzliche Kraft sehr gut gebrauchen.
00:06Ja, und du bist Daniels Freund. Was soll er denn denken, wenn er reinkommt und ich bin da?
00:10Wie? Wie, was soll er denken? Er wird denken, dass du arbeiten gehst, um dir deinen Lebensunterhalt zu verdienen.
00:15Du brauchst doch dringend einen Job, oder?
00:17Trotzdem möchte ich nicht zwischen euch stehen. Das bringt uns echt in eine schwierige Situation.
00:22Wovor hast du Angst, Julia?
00:32Uh-oh.
01:01Hey, who's gonna make it right?
01:08This could be the first day of my life.
01:18Daniel.
01:22Daniel, warte, bleib stehen.
01:27Du hast mir gar nichts zu erklären.
01:29Es reicht mir, was ich sehe.
01:31Ich brauchte eine Aushilfe. Und Julia brauchte einen Job, okay?
01:34Habt ihr euch ja wunderbar gegenseitig geholfen. Es ist schön für euch.
01:39Ich glaube, es ist besser, wenn wir gearbeitet werden.
01:42Ja, wir können ja auch nicht ewig Hauzen machen.
01:48Ich finde es schön, dass du einen Job gefunden hast, Julia.
01:51Danke, Andreas.
01:52Der Rest wird sich auch wieder einrenken. Kopf hoch.
01:55Ich hoffe, wir sehen uns bald mal wieder.
01:57Na klar, wir. Jetzt, wo du arbeitest.
02:00Also, bis dann.
02:02Tschüss, ihr beiden.
02:06Jan, es tut mir so leid.
02:08Du brauchst ja keine Vorwürfe machen, Julia.
02:09Schließlich habe ich dich eingestellt und ich musste dich noch überreden.
02:12Trotzdem ist es meine Schuld.
02:14Ich wusste von Anfang an, worauf ich mich einlasse, wenn ich dich einstelle.
02:19Aber ich denke, ich werde trotzdem noch mit Daniel reden.
02:21Meinst du, du kommst hier kurz allein, Julia?
02:23Ja, natürlich. Rede mit ihm.
02:26Wenn irgendwas ist, ruf mich auf dem Handy an.
02:28Mach ich.
02:31Daniel hat so unglaublich enttäuscht ausgesehen.
02:35Alle sind enttäuscht von mir.
02:39Und ich kann es Ihnen nicht erklären.
02:44Ich kann nur hoffen, dass Daniel sich jetzt mit Jan ausspricht.
02:47Er braucht seinen Freund.
02:50Ich wünschte, ich könnte irgendwas tun, damit es ihm besser geht.
02:53Aber alles, was ich tun kann, ist, mich von Daniel fernzuhalten.
02:58Und zu hoffen, dass er wieder glücklich wird.
03:01Ohne mich.
03:12Hallo, Nico.
03:13Hallo, Patricia.
03:15Immer noch sauer?
03:16Was erwartest du?
03:17Sich dem den Heißfallen nach allem, was passiert ist?
03:20Was willst du denn?
03:21Ich habe Frederik doch erzählt, dass ich die Prototypen für die Messe kaputt gemacht habe.
03:25Ja, und dann hast du mir Vorwürfe gemacht, dass ich daran schuld wäre, wenn du dadurch deinen Job verlierst.
03:29Ich weiß.
03:30Du hattest recht, und ich habe einen Fehler gemacht.
03:34Da siehst du wirklich ein?
03:36Ja.
03:38Und ich möchte mich dafür entschuldigen.
03:41Es war nicht richtig, was ich dir in den Kopf geschmissen habe.
03:46Du versuchst die Schuld immer zuerst bei den anderen.
03:49Hast du mir an Collie und Lilly gedacht?
03:52Was du angerechnet hast, mussten sie ausbügeln.
03:54Ich habe einfach nicht drüber nachgedacht.
03:56Dann heimst du auch noch Siloabin, die andere für dich verdient haben.
03:59Was soll das jetzt werden?
04:00Eine Moralpredigt?
04:01Eines, wie du willst.
04:03Ich bin nur sicher, dass es dir wirklich leid tut.
04:05Aber das tut es doch.
04:07Wirklich.
04:08Das musst du mir schon glauben, Nico.
04:11Wirst du dich auch bei Collie und Lilly entschuldigen?
04:15Alles, was du willst.
04:24Herr Wallen?
04:29Herr Schwarz.
04:31Schön, Sie zu sehen.
04:33Guten Tag, Herr Grafenberg.
04:35Nehmen Sie doch Platz.
04:36Danke.
04:40Viel Arbeit?
04:43Kann man sagen, ja.
04:45Außerdem eine ganz andere als in Südafrika.
04:48Und liegt Ihnen die Porzellanherstellung?
04:51Mehr als ich gedacht habe.
04:53Um ehrlich zu sein, es macht wirklich Spaß.
04:56Das heißt, die Lodge fehlt Ihnen gar nicht?
04:58Manchmal schon.
05:00Aber Sie hat es auch in die Heimat gezogen.
05:03Ist doch merkwürdig, dass es Sie gerade nach Falkenthal verschlagen hat.
05:07Ich habe Verwandte in der Gegend und es gab dringende familiäre Verpflichtungen,
05:11an die mich dazu gezwungen haben, kurzfristig Urlaub zu nehmen.
05:16Ich habe Ihre Vertretung auf der Lodge vorige Woche kennengelernt.
05:18Der Mann wirkt sehr zuverlässig.
05:20Das ist er.
05:21Um die Lodge brauchen Sie sich jedenfalls keine Sorgen zu machen.
05:26Was meinen Sie damit?
05:28Nichts.
05:29In Ihrer Firma ist sich alles in bester Ordnung.
05:32Die Kollegen von der Sicherheit werden sich bestimmt etwas dabei gedacht haben.
05:36Soweit ich weiß, beschäftigen wir ein externes Sicherheitsunternehmen.
05:40Ist die Manufaktur nicht ausreichend geschützt?
05:44Ich weiß nur aus Erfahrung, dass die Kosten für externe Sicherheitsleistungen meist extrem hoch sind.
05:49Und die Sicherheit selbst ist mangelhaft.
05:52Na ja, das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.
05:55Ich habe jedenfalls keine einzige Kamera gesehen, als ich in die Firma kam.
05:58Es gibt keinerlei Sicherheitsschleusen.
05:59Hier kann jeder rein- und rausmarschieren.
06:02Ja, das ist nicht der Sinn der Sache.
06:05Ich muss leider zugeben, dass ich bis jetzt gar keine Zeit für solche Fragen hatte, aber...
06:10Verständlich.
06:10In der kurzen Zeit, Dizzy.
06:13Ich werde es auf jeden Fall mal überprüfen lassen.
06:16Ich bedanke mich für den Hinweis.
06:21Also, wenn ich Ihnen irgendwie helfen kann?
06:23Ich werde, so wie es aussieht, längere Zeit in der Gehen bleiben.
06:27Ach, und Ihr Job in der Lodge?
06:28Ich fürchte, dann werde ich vorerst aufgehen müssen.
06:31Schau, schade.
06:32Ich habe Sie immer als sehr zuverlässigen Mitarbeiter geschätzt.
06:35Ich danke Ihnen, Herr Grafenberg.
06:36Und wie gesagt, ich werde mir hier einen neuen Job suchen müssen.
06:39Also, wenn Sie mich brauchen können oder einen Tipp für mich haben.
06:44Ach, jetzt verstehe ich.
06:46Sie sind mir hinterhergereist, weil Sie nie einen besseren Chef als mich erwischt haben.
06:53Jetzt muss ich es sagen.
06:56Ja, lassen Sie mir ein bisschen Zeit, aber es wäre ja gelacht, wenn wir unsere gute Zusammenarbeit hier in Falkenthal
07:01nicht fortsetzen könnten.
07:06Julia hat schon genug angerichtet und jetzt zerstört sie auch noch die Freundschaft von Daniel und Jan.
07:11Wenn Jan Julia einstellt, dann muss er damit rechnen, dass Daniel sie irgendwann sieht.
07:14Aber genau das verstehe ich nicht. Warum macht Jan das?
07:17Ja, er wird seine Gründe haben.
07:19Armer Daniel.
07:20Er hat so geschockt ausgesehen, als Julia aufgetaucht ist.
07:23Julia sah auch ganz schön mitgenommen aus.
07:25Ja, das stimmt.
07:27Außerdem, wenn ich an unsere letzte Begegnung denke, sie war so glücklich, sie wollte mit Daniel ein neues Leben beginnen.
07:32Und jetzt?
07:32Ach, ich verstehe sie einfach nicht.
07:35Glaubst du, sie hat es auf sein Geld abgesehen?
07:37Julia? Niemals.
07:39Aber warum verlässt sie ihn dann einfach so?
07:42Es war auch nicht einfach so.
07:43Außerdem sollten wir uns davor hüten, vorschnelle Urteile zu fällen, okay?
07:50Also ich hätte ihm das nicht angetan.
07:56Nun beruhige dich doch, Daniel. Ich hätte es dir ja eher gesagt, aber dazu blieb keine Zeit.
08:01Diese Situation hättest du mir wirklich ersparen können.
08:03Ja, ich weiß.
08:04Aber ich habe mich eben erst sehr kurzfristig entschlossen, Julia einzustellen.
08:07Ich brauchte dringend Verstärkung.
08:09Und da fällt dir ausgerechnet Julia ein?
08:12Du glaubst wohl nicht im Ernst, dass ich noch einmal in deinem Laden auftauche?
08:15Dann treffen wir uns eben woanders. Oder du kommst, wenn Julia nicht arbeitet.
08:18Na toll.
08:20Dann muss ich mich nach ihr richten, um meinen besten Freund zu treffen, oder wie?
08:22Mensch, Daniel, ich kann Julias Hilfe wirklich gut gebrauchen.
08:25Und im Kurs ist derzeit die Hölle los. Und ihr ist mit dem Job auch geholfen. Ganz einfach.
08:29Ganz einfach?
08:30Du weißt doch ganz genau, dass es eben nicht ganz einfach ist.
08:33Julia ist nett. Und ich glaube, dass sie eine gute Mitarbeiterin ist.
08:36Das ist es, was für mich in erster Linie zählt.
08:40Auf wessen Seite stehst du eigentlich?
08:42Ich bin und bleibe dein bester Freund.
08:44Und Julia ist der Bräute meiner Mitarbeiterin.
08:46Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
08:49Nichts zu tun?
08:51Sie hat mir das Herz gebrochen, ja.
08:55Meinst du, sie hat darüber nachgedacht, bevor sie bei dir angefangen hat?
08:58Ja, das hat sie sehr wohl.
08:59Ich habe ihr diesen Job angeboten und sie hat ihn abgelehnt,
09:01weil sie genau davor Angst hatte, sich zwischen uns beide zu stellen.
09:05Zu Recht. Und zugesagt hat sie trotzdem.
09:07Ja, ich musste sie dazu überreden.
09:09Weil du sie so dringend brauchst.
09:10Ja, und weil ich sie für einen sehr integeren und ehrlichen Charakter halte.
09:18Zäger und ehrlich.
09:21Das habe ich auch mal gedacht.
09:37Ich wollte dich nicht stören.
09:39Zu spät.
09:39Du störst überhaupt nicht, Frederik.
09:42Na, wenn das so ist. Ich hatte sowieso noch was zu tun.
09:50Ihr habt euch wieder versöhnt?
09:52Wir sind vielleicht auf dem Weg dahin.
09:55Immerhin hat sie dir jetzt die Wahrheit gesagt.
09:57Das ändert nichts daran, dass sie mich sabotiert hat.
10:00Ich glaube, die ganze Sache tut ihr wirklich leid.
10:03Ich kann dich ja verstehen, Nico.
10:05Patrizia ist eine sehr attraktive Frau.
10:07Sie weiß aber auch, ihre Reize sehr gezielt einzusetzen.
10:10Und welches Ziel sollte sie bei mir haben?
10:12Das wird sie schon noch rausstellen.
10:16Wie wäre es damit, dass sie mich auch attraktiv findet und mit mir zusammen sein will?
10:24Lass dich einfach nicht von ihr einwickeln.
10:26Meine kleine Nichte kann ziemlich nachtragend sein.
10:29Ich weiß.
10:30Aber welche Frau ist das nicht?
10:34Wir sehen uns später.
10:45Danke, Eva.
10:47Heute so gut gelaunt, Herr Grafenberg.
10:49Das kann ich auch ändern, Eva.
10:51Allerdings, ja.
10:54Hat das etwas mit Ihrem Besuch im Bootshaus zu tun?
10:57Ja.
10:59Heißt das?
11:00Ja, das heißt es.
11:03Mir ist einiges klar geworden.
11:08Ich habe mich mit Daniel versöhnt.
11:11Ich habe ihn verziehen.
11:13Und ihn gebeten,
11:15dass er wieder nach Hause kommt.
11:17Das freut mich aber sehr.
11:20Und wann kommt Daniel?
11:23Hoffentlich bald.
11:25Er hat gesagt, er braucht noch ein bisschen Zeit.
11:27Oh, da bin ich so erleichtert.
11:32Und ich erst.
11:34Du hast dich mit Daniel versöhnt?
11:37Ja.
11:39Ich habe mich mit Daniel wieder versöhnt.
11:45Ich möchte mich entschuldigen für den harschen Ton von neulich.
11:47Ach, was?
11:48Ich muss mich bei dir bedanken.
11:52Du hast mir die Augen geöffnet.
11:55Und erst dadurch war ich fähig, mich mit ihm zu versöhnen.
12:00Familie ist eben doch wichtiger als Geschäft.
12:02Ja.
12:05Auch wenn es nicht schön ist,
12:06dass wir durch Daniels Schuld
12:08den Auftrag der Japaner verloren haben.
12:12Aber das wird uns schon nicht an den Rand der Existenz treiben.
12:17Außerdem kümmert sich Annabelle um Herrn Saito.
12:19Ja?
12:20Hat man schon was von ihr gehört?
12:22Nein.
12:22Aber in dieser Hinsicht vertraue ich ihr.
12:26Annabelle ist unschlagbar im Umgang mit Geschäftskunden.
12:29Sie wird es schon schaffen.
12:31Und was macht die Familienchronik?
12:35Ich fürchte, darin bin ich nicht unschlagbar.
12:40Das schaut nicht so leicht aus, ne?
12:42Nein.
12:43Diese Flut von Material.
12:44Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
12:48Bei den Grafenbergs waren scheinbar immer viel los.
12:50Ja.
12:51Und das wird auch in Zukunft immer so bleiben.
12:55Dadurch wird es wenigstens nicht langweilig.
12:57Nein.
12:59Das Wichtigste ist, dass wir eine Familie sind
13:04und füreinander einstehen
13:09und einander verzeihen.
13:21Entschuldigung.
13:23Mama!
13:24Die Lache kenne ich doch.
13:25Was machst du denn hier?
13:27Ich dachte, ich schau mal vorbei.
13:28An deinem ersten Arbeitstag.
13:30Das ist lieb von mir.
13:32Setz dich doch.
13:33Willst du was trinken?
13:33Hm?
13:37Rosa?
13:38Ja?
13:39Okay.
13:40Sag mal, arbeitest du ganz alleine hier?
13:42Wo ist denn Jan?
13:43Ah, Mama.
13:45Daniel war gerade hier.
13:46Er wusste natürlich nicht, dass ich hier arbeite.
13:49Jan war doch nicht dazu gekommen, ihm davon zu erzählen.
13:51Das ging ja auch anzustellen.
13:52Ja, und Daniel war bestimmt nicht begeistert, dich hier zu sehen.
13:56Ja, vor allem ist er jetzt sauer auf Jan.
13:58Weil der ihm nicht erzählte, dass er mich eingestellt hat.
14:01Haben sich die beiden gestritten?
14:03Jan ist jetzt gerade bei ihm.
14:05Ich hoffe, dass sich die beiden wieder vertragen.
14:08Ich möchte nicht, dass auch noch ihre Freundschaft zu Bruch geht.
14:11Das wird schon nicht passieren, Julia.
14:13Ich hätte hier nie anfangen sollen.
14:15Das habe ich von Anfang an gewusst.
14:17Ach, du hattest doch gar keine andere Wahl.
14:20Außerdem, die beiden werden sich schon wieder vertragen.
14:22Ich hätte lieber auf den Job hier verzichtet, als mit ansehen zu müssen, wie Daniel auch noch seinen besten Freund
14:26verletzt.
14:29Edel, hilfreich und gut.
14:30Was willst du hier?
14:32Das ist unsere Julia.
14:33Und das hier ist eine öffentliche Bar, wenn ich mich nicht irre.
14:36Du bist nicht ohne Grund hier, Jörg.
14:39Nach dem, was ich eben gehört habe, komme ich gerade richtig.
14:43Es geht mal wieder um Daniel.
14:47Wenn Julia angeblich so ehrlich und integer ist,
14:51dann verstehe ich nicht, warum sie mir erst die große Liebe vormacht,
14:54um mich dann von einem Moment auf den anderen einfach sitzen zu lassen.
14:58Ich glaube nicht, dass sie dir was vorgemacht hat.
15:03Man lässt doch nicht seine große Liebe einfach sitzen.
15:06Einfach so.
15:08Daniel, ich bin mir sicher, Julia hat dich sehr geliebt.
15:16Und sie liebt dich immer noch.
15:18Das kann doch jetzt nicht dein Ernst sein.
15:19Ich weiß, es klingt absurd, aber sie hat es mir selbst gesagt.
15:23Jan, warum sollte sie so etwas sagen?
15:26Sie hat sich von mir getrennt.
15:28Sie hat unsere gemeinsame Zukunft zerstört.
15:32Ich kenne Julia kaum, aber als sie mir von ihren Gefühlen zu dir erzählt hat,
15:36da wusste ich, dass sie die Wahrheit sagt.
15:38Woher willst du das wissen?
15:39Ich spüre, dass ihre Gefühle für dich echt sind.
15:41Sie sagt die Wahrheit.
15:43Du hast recht.
15:45Das klingt wirklich absurd.
15:46Sie hat mich verlassen.
15:48Sie hat alles hingeworfen.
15:49Warum tut sie das, wenn sie mich liebt?
15:51Das weiß ich auch nicht.
15:52Ich weiß nur, dass sie sehr, sehr unter der Trennung leidet.
15:56Wenn sie mich wirklich lieben würde, dann hätte sie mich nie so behandelt.
16:03Du hast doch alles erreicht, was du wolltest.
16:07Da wäre ich mir nicht so sicher.
16:09Lass uns endlich in Ruhe, du Schwein.
16:11Mama, bitte beruhig dich.
16:15Es lohnt sich doch überhaupt nicht, sich wegen so einem billigen Erpresser aufzuregen.
16:19Ich würde dir raten, vorsichtiger zu sein.
16:21Glaubst du wirklich, du kannst mir noch Angst machen?
16:23Was hätte ich denn von dir noch zu befürchten?
16:25Du hast doch mein Leben schon kaputt gemacht.
16:26Und das von Daniel auch.
16:29Ja, und ich bin auch nicht am Ziel.
16:32Glaubst du wirklich, ich würde jemals was für dich empfinden?
16:35Ist es nicht umwerfend, wenn sie wütend ist?
16:37Raus hier.
16:38Oder ich ruf die Polizei.
16:40So schnell wirst du mich nicht los.
16:41Ich werde jeden deiner Schritte beobachten.
16:43Du bist total krank.
16:45Und jetzt raus hier.
16:47Schlag mir Daniel aus dem Kopf.
16:49Und wenn ich sehe, dass du dich ihm wieder näherst,
16:51wird er das leider nicht überleben.
16:55Schönen Tag noch.
16:57Bitte an.
17:02Der kann doch nicht ewig so weitermachen.
17:05Mama, ich werde mir schon was einfallen lassen.
17:08Bitte erzähl niemandem davon.
17:10Wir müssen den irgendwie loswerden.
17:13Das werden wir auch.
17:19Boah, hab ich einen Hunger.
17:21Ja, dann solltest du was essen.
17:23Nee, wir grillen doch nachher noch.
17:24Da muss mein Magen leer sein.
17:26Danke.
17:28Wir fahren nach der Arbeit gleich zu mir, ne?
17:30Mhm.
17:31Soll ich was mitbringen?
17:32Nein, brauchst du nicht.
17:33Papa kümmert sich um die Steaks
17:34und Christa wollte Salat machen.
17:35Das wird reichen.
17:41Andreas, machst du mir auch so ein leckeres Kaltgetränk hier?
17:45Na?
17:45Na?
17:48Und?
17:48Hast du es dir schon überlegt?
17:50Mit dem Grillabend?
17:51Lilly, ich hab nicht wirklich Lust auf einen Abend mit Eltern.
17:55Aber das ist doch nur mein Papa und den kennst du doch schon.
17:58Er würde sich wirklich freuen, dich zu sehen.
18:01Außerdem, Koya kommt auch.
18:03Kommst auch?
18:04Na, dann komm ich natürlich mit.
18:06Super.
18:07Das wird bestimmt lustig.
18:10Gibst du mir bitte einen Orangensaft?
18:11Aber klar.
18:14Julia kommt vielleicht auch.
18:15Dann kommt sie endlich mal wieder auf andere Gedanken.
18:18So wie Julia vorhin aussah,
18:19denke ich nicht, dass sie Lust hat auf Party.
18:22Du hast Julia vorhin gesehen?
18:24Ja, im Posi.
18:25Sie arbeitet jetzt da.
18:27Und dann kam Daniel dazu.
18:30Julia hat wieder einen Job.
18:32Super.
18:32Gut, dass ich mit Jan geredet hab.
18:34Und was ist jetzt mit Daniel?
18:36Er sah ziemlich geschockt aus.
18:38Armer Daniel.
18:40Arme Julia.
18:41Es wäre vielleicht besser, wenn Sie sich eine Weile aus dem Weg gehen.
18:44Vielleicht aber auch nicht.
18:46Wenn Sie sich nämlich jetzt öfter sehen, dann vertragen Sie sich wieder.
18:49Vielleicht.
18:54Vielleicht.
18:55Sie hat die Patrizia gesehen.
18:56Ich dachte, sie kommt noch mal raus.
18:58Vielleicht hat sie Angst, mir unter die Augen zu treten.
19:01Vielleicht.
19:02Und zu Recht.
19:03Ich weiß wirklich nicht, was ich mit ihr machen soll.
19:06Ich weiß nur, dass sie eine Lektion verdient hat.
19:08Auch wenn sie meine Nichte ist.
19:10Aber es hat sich doch alles wieder eingerenkt.
19:12Und...
19:13...Kolja und Lilly haben den Schaden behoben.
19:16Die Romantik-Serie war ein Erfolg auf der Messe.
19:18Kolja und Lilly haben großartige Arbeit geleistet.
19:21Umso schlimmer ist es, dass Patrizia es zugelassen hat, dass die beiden den Kopf für sie hinhalten.
19:25Sie hatte eben Angst vor einer Blamage.
19:28Ich erwarte von meinen Mitarbeitern Loyalität und Courage.
19:31Und Patrizia ist mir in den Rücken gefallen.
19:33Sie hat kurz vor der Messe die Prototypen der Romantik-Serie einfach absichtlich zerstört.
19:38Und, äh, was hast du jetzt vor?
19:42Das muss ich mir noch überlegen.
19:46Du hast sie richtig gerne, hm?
19:49Das weiß ich manchmal nicht so genau.
19:53Du hast mich doch vorher gefragt, welches Ziel Patrizia mit dir verfolgen könnte.
19:56Ja?
19:57Vielleicht ist es genau das.
19:59Dass du bei mir für sie ein gutes Wort erlegst.
20:06Und, wie läuft's mit Zahito?
20:08Es sieht ganz gut aus.
20:10Ich bin zuversichtlich, dass er uns den Auftrag doch noch geben wird.
20:13Und wir diese Romantik-Serie für ihn produzieren dürfen.
20:17Geschäft ist Geschäft. Das solltest du inzwischen begriffen haben, Patrizia.
20:21Ja, ja, ich weiß.
20:22Weißt du denn inzwischen, was Frederik mit dir vorhat?
20:25Nein. Ich hab ihn heute nur kurz gesehen.
20:28Aber, ähm, er hat einen ganz entspannten Eindruck gemacht.
20:31Täusch dich da mal nicht.
20:33Bei Frederik kann man nie so genau wissen.
20:35Dafür habe ich mich mit Nico wieder versöhnt.
20:38Ich bin sicher, er wird ein gutes Wort bei Frederik für mich einlegen.
20:41Dass du es überhaupt so weit hast kommen lassen müssen,
20:44dich mit dem Hausmeister einzulassen,
20:46der dich dann auch noch erwischen unter Druck setzt.
20:48Das werde ich ihm heimzahlen.
20:50Das kannst du mir glauben.
20:52Ich hab ihn schon an der Angel.
20:54Und ich werde ihn in den kleinen Finger wickeln.
20:57Denk dran, es geht hier nicht um deinen Spaß.
20:59Es geht um deinen Posten.
21:01Ich hab kein Interesse mehr an Nico.
21:04Und sobald er bei Frederik schön Wetter gemacht hat,
21:07werde ich ihn fallen lassen.
21:08Er ist eine heiße Kartoffel.
21:09Das ist meine Tochter.
21:11Und wie geht es Daniel?
21:13Ich hab ihn seit zwei Tagen nicht mehr gesehen.
21:16Soweit ich weiß, wohnt er immer noch im Rutshaus und leidet.
21:21Ja, das wird sich bald ändern.
21:23Was meinst du damit?
21:24Ich werde schon etwas unternehmen,
21:26damit Daniel, dieser Julia, endlich vergessen wird.
21:30Und wie willst du das schaffen?
21:32Das wirst du schon noch rechtzeitig erfahren.
21:35Wart es ab, bis ich wieder zurück bin.
21:38Ich würde es Daniel wünschen,
21:39dass es ihm bald wieder besser geht.
21:40Das wird es.
21:41Verlass dich drauf.
21:43Na dann.
21:45Bis bald, Mutter.
21:47Bis bald, mein Schatz.
22:09Hallo, Christa.
22:10Ja.
22:11Hallo, Eva.
22:12Ich hab geklopft.
22:14Zweimal.
22:15Wirklich?
22:16Entschuldige, ich war wohl in Gedanken.
22:19Hast du noch ein Küchenmesser?
22:21Ja, unterm Herd.
22:30Es ist wegen Julia, stimmt's?
22:34Hm.
22:38Sie hat Angst,
22:39dass die Freundschaft zwischen Daniel und Jan wegen ihr kaputt gehen könnte.
22:43Na, wie denn das?
22:45Jan hat sie in Kose eingestellt.
22:47Ach, du lieber Gott.
22:49Warum macht sie denn sowas?
22:51Weil sie einen Job gebraucht hat.
22:53Reicht es nicht, dass sie Daniel das Herz gebrochen hat?
22:56Eva,
22:58Julia ist kein schlechter Mensch,
22:59auch wenn du das vielleicht glaubst.
23:01Sie leidet genauso wie Daniel.
23:04Was habt ihr bloß für Geheimnisse?
23:06Eva,
23:08bitte,
23:08versteh doch.
23:11Ich kann nicht darüber reden.
23:14Ich, im Moment.
23:15Ist ja gut.
23:17Entschuldige, Christa.
23:18Entschuldige.
23:18Ich wollte dich nicht dringen.
23:21Ich hab einfach Angst um unsere Freundschaft.
23:23Ach, da brauchst du dir keine Sorgen zu machen.
23:25Ich halte zu dir.
23:26Versprochen.
23:27Danke, Eva.
23:30Und du machst hier Kartoffelsalat.
23:32Ja.
23:33Wir wollen heute Abend grillen.
23:35Wie du willst, kannst du doch auch kommen.
23:36Ah, tut mir leid.
23:38Ich koche für die Grafenbergs.
23:40Kann sein, Daniel kommt heute Abend zurück.
23:42Sein Großvater und er haben sich versöhnt.
23:45Das freut mich aber.
23:48Ich wüsste da noch ein ganz tolles Rezept für den Kartoffelsalat.
23:53Nein.
23:54Also was anderes hätte mich aber jetzt wirklich gewundert.
23:58Sag mal, Daniel.
24:00Wie lange bist du dich eigentlich hier noch vergraben?
24:04Ich weiß es nicht.
24:06Ich brauche noch ein bisschen Ruhe.
24:10Dein Großvater hat dich verziehen.
24:11Komm endlich wieder nach Hause.
24:13Das werde ich.
24:15Aber im Moment ist es noch zu früh.
24:18Ich kann da nichts anderes denken als...
24:20An Julia?
24:24Jan hat mir erzählt, dass sie mich immer noch liebt.
24:27Warum weiß er das?
24:29Sie hat es ihm gesagt.
24:31Warum sagt sie ihm sowas?
24:33Das frage ich mich auch.
24:37Und wenn es stimmt?
24:39Wenn sie mich wirklich noch liebt?
24:42Warum kann sie dann nicht mit mir zusammen sein?
24:45Entweder sie liebt mich oder sie liebt mich nicht.
24:47Punkt.
24:50Du hast recht.
24:54Meinst du nicht, du solltest noch mal mit ihr reden?
24:57Nach allem, was sie mir angetan hat?
25:00Entweder du findest heraus, was mit dir los ist.
25:03Oder du akzeptierst ihre Entscheidung.
25:06Das ist einfacher gesagt als getan.
25:18Das hat eben der Kurier für dich abgegeben.
25:21Danke.
25:23Bedeutet bestimmt Arbeit.
25:24Du hast ganz schön viel zu tun im Moment.
25:26Ja, wir müssen damit rechnen, dass der Japaner die Romantik-Serie doch haben will.
25:30Na ja, die ist ja auch hübsch anzusehen.
25:33Na ja, dann will ich dich mal nicht länger stören.
25:35Du störst nicht.
25:36Ich kann mich gerade eh nicht konzentrieren.
25:40Wegen Lilly, was?
25:43Ich find's ganz toll, wie du weiterhin versuchst, mit ihr befreundet zu sein.
25:47Das ist gar nicht so leicht.
25:49Ich will sie nicht ganz verlieren.
25:51Das ist ja auch klar.
25:53Ihr kennt euch doch so lange.
25:54Eben.
25:55Da sind wir wieder.
25:57Na, alles vorbereitet fürs Grillfest?
25:59Jawohl.
26:01Lilly?
26:02Apropos Grillfest.
26:05Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist mit deinem Vater, wenn es da irgendwie Stress gibt.
26:09Warum sollte es Stress geben?
26:13Mein Vater ist echt locker.
26:15Außerdem, er mag dich.
26:17Das hab ich schon auf der Abschiedsparty von Daniel und Julia neulich gemerkt.
26:21Na, das ist doch wunderbar.
26:22Dann kennt er mich schon.
26:22Das reicht doch erstmal für den Anfang.
26:24Tim, es geht dir nicht um meinen Papa.
26:26Es geht darum, dass wir uns einen schönen Abend machen.
26:28Aber den können wir uns auch bei mir in der Regie machen.
26:31Aber er freut sich auf uns.
26:33Außerdem kriegt er mich selten genug zu Gesicht.
26:37Okay.
26:38Überredet.
26:41Aufendlich kommt Julia auch.
26:43Wie schon gesagt, ich glaube nicht.
26:45Sie sah sehr, sehr traurig aus.
26:47Schon komisch.
26:49Erst wollten sie zusammen auswandern und jetzt?
26:51Dachte man, ich wäre die große Liebe.
26:54Tja, darauf darf man sich eben nicht verlassen.
26:56Man muss sowas locker angehen.
26:58Aber man muss doch auch an die Liebe glauben und für sie kämpfen.
27:01Genau.
27:02Ja.
27:02Aber vor allen Dingen darf man nichts überstürzen.
27:05Aber wenn man sich seiner Liebe ganz, ganz sicher ist?
27:08Gerade dann.
27:11So.
27:12Ich packe meine Sachen und wir treffen uns wieder zum Grillabend.
27:28Jan!
27:30Jan, ich kann hier nicht arbeiten.
27:32Ja, aber warum denn nicht?
27:33Wir haben doch alles geklärt.
27:34Du machst dich gut, wirklich.
27:40Ich kann einfach nicht zulassen, dass du meinetwegen Streit mit Daniel hast.
27:43Ja, das brauchst du auch gar nicht.
27:45Es wird keinen Streit geben.
27:46Wir haben miteinander geredet.
27:48Was hat er denn gesagt?
27:50Ich habe ihm erklärt, dass ich keine Gelegenheit hatte, es ihm vorher zu sagen
27:53und dass ich dringend eine zusätzliche Kraft brauche.
27:57Und damit waren wir zufrieden?
28:01Ich denke, er hat verstanden, dass das eine nichts mit dem anderen zu tun hat.
28:05Aber dann werden wir uns ständig hier begegnen.
28:08Das glaube ich nicht.
28:10Was, du meinst, dass er absichtlich nie mehr herkommt?
28:12Das will ich ja auf keinen Fall.
28:15Julia, mach dir darüber keine Sorgen.
28:18Ich kann mich mit Daniel auch woanders treffen.
28:20Guck mal, wir sind schon so lange befreundet und glaub mir, daran wird sich auch nichts ändern.
28:24Wirklich.
28:25Ich möchte, dass du hier arbeitest, zumindest bis du was anderes gefunden hast.
28:34Na, so ich geh noch einen Kaffee, bevor ich schließe?
28:41Ist alles okay mit dir?
28:43Sag mal, was hältst denn du eigentlich von Lili und Tim?
28:46Ist doch ein süßes Paar.
28:48Findest du?
28:50Ja.
28:50Ich weiß nicht.
28:52Warum?
28:54Na ja, Lili ist sehr verliebt in Tim.
28:56Aber kann Tim ihre Gefühle auch erwidern?
28:59Ich meine, er sieht die Sache so locker.
29:01Na ja, Jungs in dem Alter, die sind eben so.
29:05Kolja ist ganz anders.
29:06Er, er glaubt an die wahre Liebe.
29:09Ja, Kolja ist auch sehr romantisch.
29:13Oh, der tut mir so leid.
29:15Schau mal, Kolja und Lili, die kennen sich, seit sie so klein sind.
29:19Ist doch klar, dass Lili mal jemand anderen kennenlernen möchte.
29:22Aber ist Tim auch der Richtige für sie?
29:25Ja, das wird sie wohl selber herausfinden müssen.
29:29Ich hoffe nur, dass die beiden nicht so unglücklich werden wie Julia und Daniel.
29:33Das hoffe ich auch.
29:36Meinst du, dass Julia und Daniel zusammengehören?
29:39Oh ja, doch.
29:41Er sah jedenfalls danach aus.
29:44Kannst du dich an Jörg, meinen Security-Chef aus Südafrika erinnern?
29:48Der ist zurzeit hier in Falkenthal.
29:50Ich weiß. Ich hab ihn getroffen.
29:53Überleg, ob ich ihn in die Firma holen soll.
29:55Jörg ist ein Fachmann auf seinem Gebiet.
29:58Meinst du wirklich? Braucht man denn wirklich noch mehr Sicherheit in der Manufaktur?
30:02Dieser externe Sicherheitsdienst ist ziemlich teuer.
30:04Und Jörg hat gute Ideen.
30:06Zum Beispiel eine Videoüberwachung.
30:08Aha.
30:09Da würde ich in Zukunft wesentlich mehr mitkriegen.
30:12Zum Beispiel das, was sich Patricia gerade geleistet hat.
30:15Wieso? Was ist passiert?
30:17Sie hat kurz vor der Messe die Prototypen der Romantik-Serie absichtlich zu Bruch gehen lassen.
30:22Das sieht hier ähnlich.
30:24Ich weiß.
30:25Du mochtest die Romantik-Serie auch nicht.
30:27Aber Herrn Saito hat sie gefallen.
30:29Ja.
30:30Bis ich in den Empfang geplatzt bin.
30:33Das ist mir immer noch so peinlich.
30:34Ach was.
30:35Manchmal muss man sich einfach richtig daneben benehmen.
30:39Außerdem, deine Mutter verhandelt gerade mit den Japanern.
30:41Es sieht gut aus.
30:43Vielleicht kriegen wir den Auftrag ja doch noch.
30:45Das wäre sehr schön.
30:46Aber mit Patricia muss ich mir was überlegen.
30:49Jeden anderen hätte ich nach so einer Aktion hochkantig rausgeworfen.
30:52Bestraf sie nicht zu hart.
30:53Das habe ich heute schon mal gehört.
30:55Außerdem brauchst du sie.
30:56Sie ist eine exzellente Designerin.
30:58Und du bist ein exzellenter Vertriebsleiter.
31:01Danke.
31:02Deine kommt zurück.
31:05Lass uns die Firma wieder gemeinsam führen.
31:07Entscheidungen Hand in Hand treffen.
31:09Ich kann es allein auch schaffen.
31:10Aber wir können viel mehr bewegen.
31:13Ich bin mir da ganz sicher.
31:15Das klingt verlockend.
31:17Wir haben auch viel mehr Spaß.
31:19Und könnten voneinander lernen.
31:23Ich werde es mir überlegen.
31:30Gut.
31:30Wenn damit irgendwas nicht stimmt, dann rufst du diese Nummer an, ja?
31:33Okay.
31:36Jan, ist alles in Ordnung mit dir?
31:39Ja, klar.
31:40Ach, komm.
31:41Ist es wegen Daniel?
31:44Julia, ich muss dir noch was sagen.
31:46Ich habe Daniel gesagt, dass du ihn noch liebst.
31:49Was?
31:51Jan, du hast es mir versprochen.
31:54Es tut mir leid.
31:55Ich wusste nicht mehr, was ich machen sollte.
31:57Ich wollte, dass Daniel das weiß.
31:59Er ist mein Freund und er hat ein Recht darauf, das zu erfahren, denke ich.
32:03Und?
32:06Wie hat er reagiert?
32:10Er kann nicht verstehen, warum du ihn so behandelt hast, wenn du ihn noch liebst.
32:13Genau deshalb wollte ich nicht, dass er es erfährt.
32:17Julia, es tut mir leid, wirklich.
32:22Jan hat es ihm gesagt.
32:25Und Daniel versteht es nicht.
32:28Wie soll man auch diesen Irrsinn verstehen, der über unser Glück hereingebrochen ist,
32:31wie ein Sturm, der die Sonne verdunkelt und alles zerstört, was sich ihm in den Weg stellt.
32:36Ich muss einen Weg finden, diesen Albtraum zu beenden.
32:43So.
32:44Da bin ich wieder.
32:47Wen erwartest du denn?
32:49Das reicht zumindest für zehn.
32:52Also, das Kompliment kann ich nur zurückgeben.
32:56Schade, dass wir nicht draußen essen können.
32:58Allerdings.
33:00Ein Steak frisch vom Grill schmeckt einfach am besten.
33:02Auch das sollst du.
33:04Wenn Petrus nicht mitspielt, dann müssen wir improvisieren.
33:08Ja, da hast du recht.
33:09Kann ich dir irgendwie helfen?
33:11Nein, nein, das geht schon.
33:14Um die Steaks kümmere ich mich dann selber.
33:16Ah, verstehe.
33:17Das traust du mir wohl nicht zu.
33:19Doch, natürlich.
33:21Aber es ist schon eine Kunst, ein gutes Steak zuzubereiten.
33:24Naja, natürlich.
33:26Dann werde ich mal schauen und staunen.
33:28Da sind wir.
33:30Hey, Lilly.
33:32Hallo, Papa.
33:33Sitzen wir gar nicht draußen?
33:34Es soll regnen.
33:35Hallo, ihr drei.
33:37Christa, aber wir kennen uns ja vom Abschiedsfest.
33:40Genau, ich bin Tim.
33:41Hallo.
33:44Oh ja.
33:46Hallo, Tim.
33:47Guten Abend, Herr Becker.
33:49Papa, du hast Tim schon mal gesehen.
33:51Erinnerst du dich?
33:52Ach so.
33:53Na ja, aber auf der Abschiedsparty von Julia und Daniel haben wir uns ja gar nicht richtig
33:57unterhalten.
33:59Wo steckt Julia denn eigentlich?
34:01Ach, die kommt bestimmt später.
34:03Aber wir können doch schon mal anfangen.
34:04Wollt ihr was trinken?
34:05Klar.
34:06Ah, ich hätte gerne eine Apfelschorle.
34:08Mhm.
34:08Willst du vielleicht auch einen?
34:09Lilian hat erzählt, dass Sie auch in der Porzellanmanufaktur arbeiten.
34:12Ja.
34:15Sind Sie da auch in der Designabteilung?
34:17Nein, ich arbeite in der Formerei.
34:20Ah, in der Formerei.
34:23Papa.
34:24Ja, ich hätte vermutet, dass Sie auch in der Designabteilung sind.
34:30Lilian hat erzählt, dass Sie Geige spielen.
34:33Da sind Sie ja sehr künstlerisch veranlagt.
34:38Papa, bitte.
34:39Soll das ein Verhör werden?
34:41Tobias, kannst du mir mal kurz helfen?
34:44Ja.
34:45Das können wir doch alles nachher beim Essen klären.
34:52Das können wir doch alles nachher beim Essen.
35:17Das können wir doch alles nachher beim Essen.
35:48Patrizia.
35:49Es kann jeden Moment jemand reinkommen, ich weiß.
35:52Ich war shoppen.
35:54Soll ich dir mal zeigen, was ich gekauft habe?
35:56Ja.
36:02Wow.
36:04Gefällt es dir?
36:06Und wie.
36:08Zieh es mal an.
36:09Hier?
36:10Du weißt doch, es kann jeden Moment jemand reinkommen.
36:13Und wann willst du es anziehen?
36:15Wenn sich die passende Gelegenheit bietet.
36:18Und welche Gelegenheit soll das sein?
36:20Das weiß ich leider noch nicht.
36:39Daniel?
36:42Was willst du hier?
36:44Mit dir reden.
36:48Jan, ich wüsste nicht, was wir bei dir noch zu bereden haben.
36:52Ich möchte nicht zwischen dir und Jan stehen.
36:57Das hättest du dir vorher überlegen sollen.
37:00Daniel, es tut mir leid.
37:04Das mit uns ist schon schlimm genug.
37:07Ich möchte nicht, dass auch noch deine Freundschaft mit Jan auseinander geht.
37:10Du hast schon genug kaputt gemacht.
37:14Daniel.
37:17Sag mal, kannst du mich nicht verstehen?
37:20Ich will, dass du mich in Ruhe lässt.
37:28Ich wollte dir nicht wehtun.
37:32Tust du aber.
37:48Ich weiß, dass Jan mit dir gesprochen hat.
37:52Über meine Gefühle.
37:57Ich würde dir das gerne erklären.
38:03Es wird gleich regnen.
38:11Lass uns reingehen.
38:17Wie lange dauert Ihre Ausbildung noch?
38:19Noch drei Jahre.
38:20Ich habe gerade erst angefangen.
38:22Sind Sie erst vor kurzem nach Falkenthal gekommen?
38:26Davor habe ich mein Abitur gemacht.
38:31Haben Sie da bei Ihren Eltern gewohnt?
38:33Wir haben ein sehr gutes Verhältnis.
38:37Papa, reißt du mir mal den Senf rüber?
38:40Ich möchte noch gerne so ein leckeres Stück Fleisch, ja?
38:46Was ist bloß los mit ihm?
38:47Das hier ist ein Abendessen und kein Vorstellungsgespräch.
38:50Das ist doch völlig in Ordnung, wenn er mich kennenlernen möchte.
38:52Dein Vater will einem genau wissen, mit wem er es zu tun hat.
38:55Ja, das kann man auch übertreiben.
38:57Redet ihr etwa über mich?
38:58Nein.
39:00Christian.
39:01Das will ich auch hoffen, ne?
39:06Julia kommt wohl nicht mehr, ha?
39:08Sie muss wahrscheinlich länger im Kosi arbeiten.
39:13Sag mal, wollen wir ja nachher was spielen?
39:15Ja.
39:16Ja, gute Idee.
39:17Wie wäre es mit Mau Mau?
39:19Mau Mau.
39:21Doch, das ist toll.
39:22Das habe ich lange nicht mehr gespielt.
39:25Das macht doch Spaß, oder?
39:27Na, okay.
39:29Willst du auch mitspielen?
39:32Tobias, das ist Mau Mau.
39:36Das ist Mau Mau.
39:37Das ist Mau Mau.
39:44Unsere Muschel.
39:47Wir wollen immer wieder zusammenkommen.
39:52Ja.
39:59Also, was hast du mir zu sagen?
40:07Daniel.
40:09Das, was Jan dir über meine Gefühle erzählt hat, das war die Wahrheit.
40:15Du trennst dich Hals über Kopf von mir.
40:18Du sagst mir, dass du mich nie wiedersehen willst.
40:20Und jetzt erzählst du meinem besten Freund, dass du mich noch liebst.
40:23Das ergibt doch überhaupt keinen Sinn.
40:25Ich wollte doch gar nicht, dass Jan es dir erzählt.
40:28Darum geht es auch gar nicht.
40:29Warum benimmst du dich so?
40:32Du musst mir einfach glauben, dass ich dich nicht verletzen wollte.
40:37Du wolltest dein Leben mit mir verbringen.
40:40Und von einer Sekunde auf die andere entscheidest du dich um.
40:43Und jetzt sagst du, du wolltest mich nicht verletzen?
40:45Daniel.
40:48Meine Gefühle für dich sind immer noch da.
40:49Und sie sind echt.
40:51Julia, bitte hör auf.
40:53Du musst mir einfach vertrauen.
40:58Vertraust du mir?
40:59Ja.
41:01Dann sag mir die Wahrheit.
41:03Ich liebe dich.
41:05Ich liebe dich auch.
41:08Ich liebe dich.
41:20Ich liebe dich auch.
Kommentare