- vor 2 Tagen
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00:20Love Is Enough
00:47Hierher!
00:56Boutique, der Rettungswagen ist da.
01:02Wir machen jetzt einen kleinen Test.
01:05Versuch mal bitte zu lÀcheln.
01:07Mutti!
01:12Mutti!
01:12Herr Brenner!
01:14Hallo?
01:15Kannst du mich verstehen?
01:40Gut, Herr Brenner, danke.
01:46Wir brauchen dringend ein MRT.
01:49Kontrastmitteldarstellung, der Carotin.
01:50Sie ist meine Mutter, Frau Dr. Petersen.
01:52Brenner!
01:53Atmen Sie durch, ich weiĂ Bescheid.
01:55Ab zum MRT.
01:57Ja.
02:02Decke Sie als Arzt, nicht als Sohn.
02:04Das ist einfacher.
02:12Seit der Fixateur raus ist fehlt mir richtig was.
02:15Jetzt geht's mit der FĂŒĂe richtig los, mein Lieber.
02:17Oh ja, geht richtig los.
02:20HĂ€nde und FĂŒĂe kreisen.
02:21Im Bett.
02:23Danke.
02:24Was gibt's denn bei dir Neues seit gestern Abend?
02:27Mein Chef hat sich noch nicht gemeldet, falls du das meinst.
02:32Sag mal, können wir vielleicht mal raus hier?
02:35Zu einem der Seen fahren oder sowas?
02:38Maximal in den Klinikgarten.
02:41Du bist noch nicht so weit.
02:46Mama?
02:47Ist was.
02:50Ich hab was vergessen.
02:52Was ist denn?
02:53Wir sind vor kurz raus.
03:06Alles in Ordnung, Frau Weber?
03:08Leider nicht.
03:09Nein.
03:10Ist was passiert?
03:13Sie sind ja auch ChefÀrztin.
03:14Vielleicht können Sie mir das erklÀren.
03:16Diese E-Mail da von meinem Chef, meinem Chefarzt in MĂŒnchen.
03:19Lesen Sie sie.
03:20Sehr geehrte Frau Weber,
03:22hiermit wollen wir Sie darĂŒber informieren,
03:23dass wir uns fĂŒr eine andere Bewerberin entschieden haben.
03:26Wir wĂŒnschen Ihnen viel GlĂŒck in Ihrem weiteren Berufsleben.
03:29Die Stelle war mir zugesagt.
03:30Fest zugesagt.
03:31Wie kann denn sowas passieren?
03:35Irgendwas muss da schiefgelaufen sein.
03:37Aber ich versteh's nicht.
03:39An meinem letzten Tag in MĂŒnchen war ich noch bei Ihnen.
03:41Und da hat Professor Heinlein gesagt,
03:42wörtlich, Sie sind ja bald meine rechte Hand.
03:48Ich hÀtte gar nicht davon anfangen sollen.
03:50Tut mir leid, das ist mein Problem.
03:52Kann ich irgendwas fĂŒr Sie tun?
03:54Was denn?
03:59Ich glaube, ich rufe ihn an.
04:00Vielleicht war ja alles nur ein Irrtum.
04:09Martin?
04:12Sie weiĂ es jetzt.
04:15Maria Weber.
04:16Professor Heinlein hat ihr gerade ihre Stelle abgesagt.
04:19Na endlich.
04:20Und sie ist fix und fertig.
04:22Und ich kann Sie verstehen.
04:23Das Ganze war von Anfang an eine blöde Idee.
04:25Nein, das war eine sehr gute Idee.
04:27Aber vielleicht habe ich es nicht zu Ende gedacht.
04:29Du, wir haben hinter Ihrem RĂŒcken dafĂŒr gesorgt,
04:31dass Sie Ihren Job verliert.
04:32Ja, um bei uns einen tollen neuen Job zu kriegen.
04:35Aber das wissen wir doch gar nicht.
04:36Aber das ist der Plan.
04:37Und der Plan ist gut.
04:38Und ehrlich gesagt, ich freue mich auf Sie.
04:41Endlich meine Herzchirurgin mit MRT-Spezialisierung.
04:43Und darf ich dich mal daran erinnern, wie verzweifelt du warst.
04:46Dr. Weber verlangt von ihrem Ex-Mann und ihrem Sohn, mit dir nach MĂŒnchen zu kommen.
04:50Die wollen aber gar nicht.
04:51Da wurde aber mit offenen Karten gespielt.
04:54Martin, wir mĂŒssen.
04:56Unser Plan ist besser.
04:57FĂŒr die Sachsen-Klinik, fĂŒr dich.
04:59Alexander kann hierbleiben.
05:00Und fĂŒr Dr. Weber selbst.
05:01Na, hoffentlich bewirbt sie sich auch bei uns.
05:03Und zwar der ganze Plan fĂŒr die Katz.
05:04Das wird sie.
05:05Jetzt entspann dich mal.
05:06Und nimm die Pasta.
05:08Die ist gut.
05:12Setzen Sie sich.
05:15Die Bilder sind noch nicht hochgeladen.
05:17Wenn Sie jetzt hysterisch werden, schmeiĂe ich Sie raus.
05:20Zugegeben, ich bin ein wenig aufgeregt.
05:22Aber ich werde mir nichts anmerken lassen.
05:24Ich werde MuckshĂ€Ăchen still sein.
05:26Brenner.
05:29Sehen Sie das?
05:30Ihre Vermutung war richtig.
05:32Wir haben es mit einem Schlaganfall zu tun.
05:34Ein ischÀmischer Infarkt.
05:36Das ist ja ein ganz groĂes Areal.
05:39Das hat noch nichts zu sagen.
05:41Allerdings wird eine Lysetherapie allein nicht genĂŒgen.
05:44Die Halsschlagader ist stark verengt.
05:46Eine PTA?
05:48Kann ich mit in den OP?
05:50Das tue ich Ihnen und mir nicht an.
05:53AuĂerdem gibt es noch offene Fragen in der Anamnese.
05:56Welche Fragen?
05:57Melden Sie sich im Schwesternzimmer.
06:08Ich komme wegen der Anamnese.
06:11Warst du bei ihr, als es passiert ist?
06:13Nein.
06:14Sie ist in den Westen hinten.
06:16Philipp assistiert Dr. Peters.
06:18Jetzt setz dich.
06:19Um die Anamnese kĂŒmmern wir uns spĂ€ter.
06:21Nein, lieber nicht.
06:23Lieber jetzt.
06:25Ich bin froh, wenn ich mich nĂŒtzlich machen kann.
06:28Na gut.
06:30Deine Mutter hat Diabetes.
06:32Frau Dr. Peters will vor allem wissen, wie sie eingestellt ist.
06:36Diabetes?
06:37Mutti war immer kerngesund.
06:39Als sie eingeliefert wurde, war ihr Blutzucker ziemlich hoch.
06:43NatĂŒrlich.
06:45Zucker.
06:45Sie hat ja getrunken wie ein Trommel da.
06:47Warum bin ich nicht draufgekommen?
06:51Entschuldigung.
06:53Horst.
06:55Ja?
06:57Im Krankenhaus.
06:58Mutti hatte einen Schlaganfall.
07:00Sie wird gerade operiert.
07:03Ich rufe spĂ€ter zurĂŒck.
07:05Das war aber nicht sehr freundlich.
07:07Er macht sich Sorgen.
07:09Ach.
07:13Ja?
07:15Ja, die Verbindung war wohl schlecht.
07:19Ja.
07:22Schleuse bitte.
07:26Und, was denken Sie?
07:27BezĂŒglich der Prognose.
07:29Teilweise können andere Regionen des Gehirns die Funktion der ausgefallenen Bereiche ĂŒbernehmen.
07:34Inwieweit das hier der Fall sein wird, ich spekuliere ungerne.
07:37Katheter vorbereiten?
07:39Ist der Sohn schon informiert?
07:41Brenner?
07:41Er hat sie eingeliefert.
07:43Oh.
07:45Wie hat er es verkraftet?
07:47Keine Ahnung.
07:48Ich konzentriere mich auf das Medizinische.
07:52Ab morgen hat er auch noch das dritte Staatsexamen.
07:55Ja, hoffentlich packt er das.
07:56Warum?
07:57Das macht ihn total fertig.
08:00Dann haben Sie ja doch mitbekommen, wie es ihm geht.
08:03Ich dachte, Sie konzentrieren sich nur auf das Medizinische.
08:06Im Idealfall tÀten wir das alle.
08:08Also bitte volle Konzentration jetzt.
08:10Ich fĂŒhre den Katheter ein.
08:17Ach, hallo Schatz.
08:19Ach, hi.
08:21Ihr Chef in MĂŒnchen hat Ihre Stelle einfach jemand anderem gegeben.
08:24Ja, ich habe schon gehört.
08:27Heinlein behauptet, er hÀtte mir die Stelle nie fest zugesagt.
08:29Das ist gelogen.
08:30Es war einfach ein Fehler, keinen schriftlichen Vertrag zu machen.
08:33Ich habe ihm vertraut.
08:34Was soll ich denn jetzt machen?
08:36Das war eine gute Position mit groĂer Perspektive.
08:39Hier ist noch immer eine Stelle in der Herzchirurgie offen.
08:43Auch mit Entwicklungsmöglichkeiten.
08:46Das wÀre ja super, Maria.
08:49Danke, Schatz.
08:50Meine Lösung verraten.
08:52Ich kann natĂŒrlich nichts versprechen, aber...
08:55Ich weià Ihr Angebot zu schÀtzen.
08:56Wirklich.
08:57Aber ich möchte in MĂŒnchen bleiben.
08:59Maria, dir fliegt hier gerade eine riesengroĂe Chance.
09:01Alexander, ich habe ein Leben in MĂŒnchen.
09:04Denken Sie noch mal an Ruhe, aber nach.
09:07Ich muss.
09:11Das hÀtte Vorteile.
09:13Moritz hÀtte mal wieder beide Eltern vor Ort.
09:15Keiner mĂŒsste pendeln.
09:17Ja.
09:17Das wĂ€re schön fĂŒr Moritz.
09:21Ich gehe zu ihm zurĂŒck.
09:22Kommst du mit?
09:22Ja.
09:23Deswegen bin ich ja hier.
09:25Aber wir sagen ihm noch nichts davon, ja?
09:27Bis ich eine Lösung gefunden habe.
09:29Einverstanden.
09:38Operieren Sie Luise immer noch?
09:40Ja.
09:41Gott sei Dank, dass du bei ihr warst.
09:42Ich hÀtte ja gar nicht gewusst, was ich machen soll.
09:45Und warst ihr schnell im Krankenhaus?
09:47Ja, etwa 15 Minuten nach den ersten Symptomen.
09:50Ich habe gehört, bei einem Schlaganfall kommst du drauf,
09:51und hast den Patienten möglichst schnell behandelt, oder?
09:53Ja, da ist schon was dran.
10:00Steighofer.
10:01Ich bin der LebensgefÀhrte von Frau Brenner.
10:03Wie geht's ihr?
10:04Die Operation war erfolgreich.
10:06Wir konnten die verengte Stelle aufweiten
10:07und die Durchblutung im vollen Umfang wiederherstellen.
10:10Hab ich's nicht gesagt.
10:11Das heiĂt nicht, dass damit alle Folgen des Schlaganfalls automatisch behoben sind.
10:14Genaueres wissen wir erst, wenn Frau Brenner aufwacht.
10:16Können wir zu ihr.
10:18Sie kennen ja den Weg.
10:21Danke.
10:27Sie sieht aus wie immer.
10:30Statistisch gesehen ist die HĂ€lfte der Patienten nach einem Schlaganfall auf Hilfe angewiesen.
10:35Ach, hör mir doch auf mit deinen Statistiken.
10:38Luise ist fitter als viele andere in ihr Malte.
10:46Gute Nacht, meine Fee.
10:48Bis morgen.
10:55Kommst du?
10:55Ich dachte, wir bleiben hier.
10:58Warum?
10:59Sie spĂŒrt, dass wir hier sind.
11:01Das wird ja gut tun.
11:03Hans-Peter, ich bin selbst nicht mehr der JĂŒngste und die ganze Nacht auf einem Stuhl.
11:07FĂŒr Luise ist es auch besser, wenn ich morgen frisch und ausgeschlafen bin.
11:13Aber wenn du bleiben willst...
11:28Mutti.
11:40So.
11:43Du hast mich aber nicht wegen der Sache herzitiert, oder?
11:46Doch.
11:48Ich glaube, Maria Weber will nicht nach Leipzig kommen.
11:51Ach.
11:52Was glaubst du?
11:53Zumindest hatte ich nach einem GesprĂ€ch mit Alexander und ihr das GefĂŒhl.
11:57Na dann, warten wir mal ab.
12:00Wenn sie auf gar keinen Fall nach Leipzig will.
12:05Dann mĂŒssen wir Heinlein anrufen und die ganze Absprache rĂŒckgĂ€ngig machen.
12:10Das geht nicht.
12:11Komm schon, er ist dein Freund.
12:12Die Stelle ist bereits vergeben.
12:14Ach, das behauptet Heinlein.
12:16Dein Herr Dr. Bayer hat sie bekommen.
12:19Hat Heinlein mir heute geschrieben.
12:26Katrin, jetzt ĂŒberleg doch mal.
12:28Warum hast du dich ĂŒberhaupt auf das Ganze eingelassen?
12:32Keine Ahnung.
12:33Vielleicht hatte ich Angst um meine Beziehung.
12:34Vielleicht wollte ich verhindern, dass Alexander nach MĂŒnchen geht.
12:36Aber ich bin nicht so intrigant und so verlogen.
12:40Ich kann das nicht.
12:41Aber wir haben nun mal Fakten geschaffen.
12:43Die lassen sich nicht mehr Àndern.
12:46Also bitte, vergiss es.
12:48Denk nicht mehr drĂŒber nach.
12:51Ich werde es Alexander sagen.
12:54Was?
12:54Ja, wir heiraten bald.
12:55Ich kann ihn nicht bedĂŒgen.
12:57Und wenn er nicht so verstÀndnisvoll ist, wie du glaubst?
13:00Dann muss ich das eben aushalten.
13:02Aber es geht hier nicht nur um dich.
13:04Heinlein und ich hÀngen mit drin.
13:05Alexander wird uns schon nicht anzeigen.
13:07Woher weiĂt du das?
13:08Ach.
13:10Katrin, ich bin dein Freund.
13:11Aber du riskierst hier nicht unseren Kopf wegen deinen privaten Befindlichkeiten, ja?
13:15Hast du gar kein schlechtes Gewissen?
13:17Nein, hab ich nicht.
13:20Solche Absprachen, die sind doch Alltag.
13:48Sie mich erschreckt.
13:49Sie erschrecken mich.
13:51Was tun Sie hier?
13:53Mutti.
13:54Ich hab davon gehört.
13:56Und es tut mir wirklich leid.
13:59Trotzdem.
13:59Was tun Sie hier?
14:02Auf Ihre Mutter aufpassen, das können die GerÀte im Moment besser.
14:05Aber Sie brauchen Ihren Schlaf.
14:08Sonst setzen Sie morgen die wichtigste PrĂŒfung Ihres Lebens in den Sand.
14:11Ach, das Examen.
14:13Ich gehe da nicht hin.
14:14Wie bitte?
14:14Ich kann mich sowieso nicht auf die PrĂŒfung konzentrieren.
14:17Ohne das Examen.
14:18Sind Sie ein mittelloser Student.
14:20Was tun Sie, wenn Ihre Mutter Hilfe braucht?
14:23Wie wollen Sie ihr helfen als Student?
14:27Also seien Sie vernĂŒnftig und legen Sie sich hin, damit Sie morgen fit sind.
14:37Er hat recht, Mutti.
15:00Das Internet in meiner Wohnung funktioniert nicht.
15:05Und als Dauergast habe ich ja zum GlĂŒck den Klinik zugang.
15:08Haben Sie was dagegen, wenn ich mich einen Moment zu Ihnen setze?
15:12Um mir bei meinen E-Mails zu helfen?
15:16Entschuldigen Sie, ich bin heute nicht die allerbeste Gesellschaft.
15:20Sie sehen deprimiert aus.
15:21Und ich dachte, ich frage mal, was los ist.
15:27Also, was ist los?
15:31NatĂŒrlich.
15:32Danke.
15:32Wiederhören.
15:35Letztes Telefonat fĂŒr heute.
15:37So frĂŒh hatte ich es seit drei Wochen nicht mehr Feierabend.
15:41Das sollte ich ausnutzen.
15:45Ach, Alexander.
15:48Was ist denn, mein Schatz?
15:49Ărger in der Klinik?
15:53Es hat schon mit der Arbeit zu tun, aber nicht nur.
15:55Willst du drĂŒber reden?
16:00WeiĂt du, was ich mir wĂŒnsche?
16:02Dass wir beide immer ehrlich miteinander sein können.
16:05Glaubst du denn, dass ich nicht ehrlich zu dir bin?
16:07Bist du's?
16:11NatĂŒrlich, ich erzĂ€hle vielleicht nicht jedes Detail meines eher langweiligen Tagewerks,
16:14aber das wirst du doch sowieso nicht wissen.
16:17Wer weiĂ.
16:18Na schön, dann erzÀhle ich's dir.
16:19Aber nicht heute.
16:21Vor heute habe ich genug geredet.
16:22AuĂerdem lĂ€uft heute das Pokal ins Spiel.
16:28Hab ich ganz vergessen.
16:37Ich weiĂ einfach nicht, warum Heinlein das gemacht hat.
16:41Wahrscheinlich, weil ich zu lange wegen Moritz Unfall nicht bei der Arbeit war.
16:44Aber Sie sind die Mutter.
16:46Sie wollte im Krankenhaus bei Ihrem Sohn sein.
16:49Ach, wĂŒrden Sie das Gleiche sagen, wenn ich ein Mann wĂ€re?
16:51Ein Vater?
16:54Gute Frage.
16:57Sehen Sie.
16:59Meine Stelle in MĂŒnchen hat jetzt einen Mann.
17:03Bei MĂ€nnern ist die Karriere fast immer wichtiger.
17:06Bei mir weiĂ man, es ist mein Sohn.
17:08Bei mir ist es meine Tochter.
17:15Marie.
17:17HĂŒbsch.
17:18Ja.
17:20Sie steht jetzt auf eigenen FĂŒĂen, macht ihre Ausbildung, ihr Ding.
17:25Mein Moritz macht nÀchstes Jahr sein Abitur.
17:29Ich vermisse Sie.
17:32Die Arbeit ist wichtiger geworden, seit sie aus dem Haus ist.
17:37Ich bin ehrgeizig geworden.
17:39Wollen Sie mal Chefarzt werden?
17:41Vor kurzem hatte ich ein sehr gutes Angebot aus Hamburg.
17:44Ach.
17:45Aber Sie haben Ihre Heimat und Ihr Umfeld also auch nicht verlassen.
17:48Stimmt.
17:49Aber aus anderen GrĂŒnden als Sie.
17:52Es ist nirgendwo besser als hier.
18:06Frau Brenner, wie geht es Ihnen?
18:09Können Sie mir Ihren Namen sagen?
18:14Sie heiĂen Luise Brenner und wurden am 9. Mai 1944 geboren.
18:21Wir versuchen es spÀter nochmal.
18:25Frau Doktor, was mache ich mit Hans-Peter?
18:28Hm?
18:29Er hat eben schon angerufen.
18:31Dann informieren Sie ihn?
18:32Und seine PrĂŒfung?
18:35Meinetwegen sagen Sie ihm, dass seine Mutter noch schlÀft.
18:45Hans-Peter?
18:48Deine Mutter?
18:50Mama, Mama, da ist die Polizei.
18:53Was?
18:53Es ist ganz ĂŒberflĂŒssig, was Sie hier machen.
18:54Die Akten befinden sich alle in meinem BĂŒro.
18:56Auf Ihr BĂŒro kĂŒmmern wir uns auch.
18:58Was ist denn hier los?
19:00Tim Mehring.
19:03Steuerfasern.
19:04Wie bitte? Ich verstehe nicht.
19:05Das ist ein MissverstÀndnis.
19:07Was machen Sie denn in meiner Wohnung?
19:09Herr Weber wohnt hier.
19:11Ja, auch. Aber das ist mein Computer.
19:13Ich bin Ărztin. Da sind Patientendaten drauf.
19:15Vertrauliche Daten.
19:16SelbstverstÀndlich behandeln wir Ihre Daten vertraulich.
19:19Wir machen so etwas jeden Tag.
19:22Aber bitte, ich bitte Sie herzlich. Stopp.
19:24Hören Sie doch mal auf damit.
19:25Schatz, das bringt nichts.
19:26Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss.
19:28Was suchen Sie denn?
19:29Was suchen die denn, Alexander?
19:33Mama, die zerreiĂen Benno.
19:37Hanna. Hanna, komm.
19:38Komm, mein Schatz. Wir ziehen uns kurz an.
19:40Benno wird uns ĂŒberleben.
19:41Ich bin an Arzt.
19:46Sie hört mich nicht.
19:54Ich gehe mal zur Toilette.
19:56Und das FrĂŒhstĂŒcken.
20:02Ihre Vitalparameter sind gut.
20:06Gönnen Sie Ihrer Mutter etwas mehr Zeit, sich zu erholen.
20:12Sie sollten jetzt losgehen.
20:14Ihre PrĂŒfung.
20:17Herr Brenner?
20:27Er verpasst seine PrĂŒfung.
20:28Es ist meine Schuld.
20:30Ich kann nicht gut lĂŒgen.
20:32Bringen Sie ihn dazu, diesen Raum zu verlassen.
20:35Denken Sie, ich hÀtte das noch nicht probiert.
20:37Er hört nicht auf mich.
20:42WeiĂ jemand, wo Dr. Brantano steckt?
20:44Er hat sich in den OP verabschiedet und wird wahrscheinlich den Tag dort verbringen.
20:48Ein interessanter Fall.
20:50Total-Endoprothesen fĂŒr beide HĂŒften nach einem skurrilen Unfall.
20:54Verdammt, ich dachte, er könnte ein paar geheime Knöpfe bei seinem Studentenfreund drĂŒcken.
20:57Was ist mit Brenner?
20:59Er verpasst die PrĂŒfung.
21:01Hanna hat den Katzenweg zur Schule geweint.
21:02Ich hoffe, diese Bötter haben nicht alle ihre Spielzeuge massakriert.
21:05Ruf mich bitte an, Alexander.
21:07Katrin.
21:09Ich habe es Roland schon erzÀhlt.
21:11Gleich kommt Dr. Weber bei dir vorbei, um sich zu bewerben.
21:17Alles in Ordnung?
21:24Du, ich habe eine OP.
21:26Ich wurde heute Morgen von der Steuerfahndung ĂŒberrascht.
21:29Die durchsuchen meine ganze Wohnung.
21:31Ich habe wirklich keine Ahnung, was da los ist.
21:36Vielleicht hat sich dein Alexander erwischen lassen?
21:39Wie bitte?
21:40Na, Martin meint wahrscheinlich...
21:42Es geht um Alexander Weber, oder?
21:45Und der ist ja kein unbeschriebenes Blatt.
21:48Sondern?
21:49Knallerte GeschÀftsmann zum Beispiel.
21:50Und die möchten ab und zu auch mal Steuern sparen, wenn sie es können.
21:54Na, fĂŒr euch scheint ja schon alles klar zu sein.
22:00Vielleicht ist es ja auch ein Irrtum.
22:02Glaubst du ja selbst nicht.
22:08Ich weiĂ nicht, wie man das Ding hier wieder in Gang kriegt.
22:17Lassen Sie uns bitte einen Moment allein.
22:28Die Angst um Ihre Mutter nimmt jetzt allen Raum ein.
22:34Versuchen Sie die Angst, ein StĂŒck beiseite zu schieben, damit Sie Ihre Gedanken bewegen können, Brenner.
22:41Denken Sie an unser GesprÀch letzte Nacht und an Ihren Entschluss.
22:46Ich glaube nicht, dass ich heute in der Lage bin, eine...
22:53Versuchen Sie es trotzdem.
22:56Die Note ist doch egal.
22:58Hauptsache, Sie kommen irgendwie durch.
23:01Tun Sie es fĂŒr Ihre Mutter.
23:08Der praktische Teil hat lÀngst angefangen.
23:10Dann sehen Sie zu, dass Sie wenigstens einen Blick auf den Testpatienten werfen können.
23:14Dascido Siem, wie du darfst also.
23:22Ausguss Entschluss.
23:53Untertitelung. BR 2018
24:05Die PrĂŒfung hat schon angefangen, Herr...
24:07Brenner, Brenner, ich habe mich etwas verspÀtet.
24:10Ihre Zulassungsbescheinigung? FĂŒr Ihre PrĂŒfung?
24:15Verdammt, die habe ich vergessen.
24:16Eine Zulassungsbescheinigung, keine PrĂŒfung.
24:19Hören Sie, meine Mutter hatte gestern einen Schlaganfall.
24:21Und sie wird vielleicht nie wieder so sein wie frĂŒher.
24:24Es tut mir leid, aber trotzdem...
24:26So ist es fĂŒr fast alle Menschen schlimm.
24:28Aber fĂŒr mich, sehen Sie mich an.
24:30Ich lebe alleine und bin Student in meinem Alter.
24:34Das Leben ist nicht immer einfach fĂŒr mich gewesen.
24:36Aber ich habe selten darunter gelitten, weil ich sie hatte.
24:39Herr Brenner, ich kann trotzdem nicht.
24:41Meine Mutter hat immer zu mir gestanden.
24:43Sie ist fĂŒr mich der wichtigste Mensch auf der Welt.
24:48Und jetzt...
24:49Jetzt lasse ich sie alleine.
24:51Alleine im Krankenhaus.
24:53Um diese PrĂŒfung hier zu machen.
24:54Können Sie sich vorstellen, wie schwer mir das gefallen ist?
24:57Ich muss diese PrĂŒfung hier absolvieren.
24:59Und die Bescheinigung, die...
25:00Die lege ich Ihnen noch vor.
25:02Aber Sie kriegen trotzdem nicht mehr Zeit.
25:05Na los.
25:07Beeilen Sie sich.
25:08Danke.
25:13Das gibt es doch nicht.
25:18Dr. Weber, kommen Sie doch rein.
25:20Dr. Stein hat sich schon angekĂŒndigt.
25:22Ja.
25:23Es muss Ihnen seltsam vorkommen, dass ich mich jetzt doch bewerbe.
25:26Naja, ein ziemlicher Sinneswandel.
25:28Aber seltsam muss ja nicht unbedingt schlecht sein.
25:30Sind das Ihre Bewerbungsunterlagen?
25:31Ja.
25:34Ich möchte nicht, dass Sie denken, die Sachsenklinik wĂ€re eine Notlösung fĂŒr mich.
25:37Inzwischen möchte ich wirklich hierher.
25:40An dieses Krankenhaus.
25:42Schön.
25:43Dann hoffen wir mal, dass es klappt.
25:45Dr. Stein hat mir gestern klargemacht, welche Chancen sich hier bieten.
25:48Die vielen Fortbildungen, der interdisziplinÀre Ansatz
25:51und nicht zuletzt soll das Betriebsklima hervorragend sein.
25:55Letztlich ist es eine Bauchentscheidung.
25:58Ich bin ungebunden und...
26:00Vielleicht ist Leipzig genau der richtige Ort fĂŒr einen neuen Lebensabschnitt.
26:03Sie hören dann innerhalb der nÀchsten Woche von uns.
26:06Vielen Dank.
26:08Und fĂŒr Sie auch alles Gute.
26:09Das war sicher ein schlimmer Morgen.
26:13Dr. Weber?
26:19Was meinen Sie mit schlimmer Morgen?
26:20Na, die Steuerfahndung.
26:23Was wissen Sie darĂŒber?
26:24Alexander hat mich nur angerufen und gesagt,
26:26dass er deshalb heute Moritz nicht besuchen kann.
26:28Ach so, ja.
26:29Er hat nicht viel erzÀhlt.
26:30Aber ich weiĂ natĂŒrlich, unter welchem Druck er steht seit der CD.
26:34Welche CD?
26:35Die Steuer-CD.
26:36Mit den schwarzen Konten in Luxemburg.
26:38Steht Alexanders Name da drauf?
26:40Wissen Sie gar nichts darĂŒber?
26:45Tja.
26:46Typisch Alexander, nicht wahr?
26:48Das tut mir leid.
26:50Auf Wiedersehen, Dr. Globisch.
26:52Auf Wiedersehen.
27:09Wie auch immer das ausgeht, Hans Peter.
27:12Du bist mein Junge.
27:14Du bist und bleibst mein Bester.
27:24Alles in Ordnung, Herr Brenner?
27:31Ja, ja.
27:40Gibt's was Neues von Alexander?
27:43Nein.
27:47Hast du ihm jetzt eigentlich alles erzÀhlt?
27:51Nein.
27:53Martin, keine Angst.
27:55Ich hab im Augenblick andere Sorgen.
27:57Ich muss das nur mal aus deinem Mund hören,
27:58damit ich wieder ruhig schlafen kann.
28:00Wie sieht's aus, das Konzil wartet?
28:03Wir kommen.
28:03Geht schon mal vor.
28:06Ich hab dir die Bewerbungsunterlagen von Maria Weber ins Fach gelegt.
28:08Schon gesehen.
28:09Was machen wir mit ihr?
28:10Wie meinst du das?
28:12Martina Trecht.
28:13Sie hat die MRT-Qualifikation, die wir brauchen.
28:15Andererseits ist sie die Ex-Frau von Weber.
28:17Wie stehst du zu ihr?
28:19Ich weiĂ im Augenblick nicht mal, wie ich zu mir selbst stehe.
28:21Beschwerge denn zu Alexander.
28:22Willst du nicht mit ihr arbeiten?
28:24Doch.
28:24Sie ist die beste Bewerberin und das Beste fĂŒr die Sachsenklinik.
28:28Dann ist sie die neue Dame der Herzen.
28:30Das freut mich.
28:31Kommt ihr?
28:40Sie mĂŒssen Ihren Fallbericht jetzt aber wirklich abgeben, Herr Brenner.
28:43Noch eine Minute.
28:44Ich hab Ihnen gesagt, dass Sie nicht mehr Zeit bekommen.
28:47Aber ich bin ja nicht fertig.
28:49Ja, das seh ich.
29:02Ist Hans-Peter von seiner PrĂŒfung zurĂŒck?
29:03Nicht, dass ich wĂŒsste.
29:05Kann ich den hier lassen?
29:06Er hat noch nicht einmal den ersten PrĂŒfungstag hinter sich gebracht.
29:09Geschweige denn, Àh, sein Examen bestanden.
29:12Ich weiĂ.
29:12Aber so eine kleine Motivationshilfe kann ja nicht schaden, oder?
29:18Ich war zu spÀt.
29:20Hatte nicht genug Zeit.
29:23Dann hab ich auch noch die Zulassungsbescheinigung vergessen.
29:26Was soll das denn heiĂen?
29:27Ich werde wohl morgen nicht zur mĂŒndlichen PrĂŒfung antreten.
29:30Wieso das denn nicht?
29:32Die Fallberichte gehören nur mal zum Examen.
29:34Und wenn die unvollstÀndig sind, dann...
29:37Naja, vielleicht sollte es nicht sein.
29:39Trotzdem, danke fĂŒr die UnterstĂŒtzung.
29:43Ăhm, bei Ihrer Mutter gibt's noch nichts Neues.
29:46Tut mir leid.
29:47Danke.
29:48Warte, ich wollte sowieso zu ihr.
29:56Ich rÀume hier auf.
29:59Wenn du ein bisschen spÀter gekommen wÀrst, dann wÀre hier schon alles picobello.
30:06Wo hast du eigentlich Hanna gelassen?
30:08Du wildfremde Leute haben meine Sachen durchwĂŒhlt.
30:10Und ich stand da wie ein Idiot.
30:11Mein Kind hat einen Schock.
30:12Wie willst du das wieder aufrÀumen, Alexander?
30:14Da drin bin ich hier.
30:15Und deine Ex-Frau informierst du ja?
30:16Aber mich nicht?
30:17Wir sind ja hier bloĂ die Leidtragenden.
30:18Du hast Hanna und mich in deine Verbrechen mit reingezogen.
30:21Das mach mal halblang.
30:22Ich bin doch kein Verbrecher.
30:23Steuerhinterziehung ist ein Verbrechen.
30:25Das ist ein Wirtschaftsverbrechen.
30:26Hat Maria das behauptet?
30:27Stimmt's etwa nicht?
30:31Mein Steuerberater hat das damals fĂŒr mich eingefehlt.
30:35Das klang so leicht und unkompliziert.
30:39Du hast einfach nicht genug kriegen können.
30:44Sie ist noch mal eingeschlafen.
30:45Ich bleibe trotzdem hier.
30:47Hast du Horst gesehen?
30:49Zuletzt heute Morgen.
30:50Da kam er aus der ITS.
30:53Ich glaube, die AtmosphÀre hat ihn deprimiert.
30:58Brauchst du noch was?
31:07Bist du erkÀltet, HaustÀter?
31:13Mutti.
31:21Wie geht's dir?
31:32Das ist alles passiert, bevor wir uns kennengelernt haben.
31:35Ich bereue das.
31:39Nein.
31:40Nein.
31:41Ich...
31:43Ich schĂ€me mich dafĂŒr und zwar schon seit langem.
31:46Seit ich dich kenne.
31:48weil ich dich kennengelernt habe, weil ich dich kennengelernt habe.
32:02Sondern?
32:04Das FlĂŒchtlingsheim.
32:06Das FlĂŒchtlingsheim.
32:06Die Immobilie fĂŒr die Obdachlosen.
32:08Da rein ist das Geld geflossen.
32:11Willst du mir jetzt erzÀhlen, dass du Robin Hood bist?
32:13Nein.
32:14Nein.
32:14Ganz bestimmt nicht.
32:16Ich bin auch ein Feigling.
32:17Ich hĂ€tte mich schlieĂlich selber anzeigen können.
32:19Irgendwie dachte ich wohl, wenn ich was Gutes mit dem Geld tue, dann wiegt das die Steuerhinterziehung
32:22auf.
32:24Du spinnst ja.
32:29Warum hast du nicht mit mir geredet?
32:31Stattdessen mit Maria?
32:33Ich habe doch nur mit Maria geredet, weil wir zum damaligen Zeitpunkt verheiratet waren
32:37und die Steuerfahnder von ihr alte Unterlagen angefordert hatten.
32:41Ich mute dir schon so viel zu.
32:44Ich habe doch niemals mit so drastischen MaĂnahmen gerechnet, diese Invasion heute.
32:49Das war ein Schock.
32:51Auch fĂŒr mich.
32:56Musst du ins GefÀngnis?
32:58Ach Quatsch.
33:02So weit wird es nicht kommen.
33:05Sicher?
33:07Sicher.
33:17Wie war die Hand?
33:19Gut.
33:20Kann ich nicht bewegen.
33:23FĂŒhlt sich an wie die Störung vor.
33:27Die ganze Seite.
33:28Das Gesicht, die Zunge.
33:31Nicht aufregen Mutti.
33:33Das sind Aussetzer, die kommen vor nach einem Schlaganfall.
33:37Opa Gerd saĂ im Rollstuhl nach einem Schlaganfall.
33:43Das war mir gar nicht bewusst.
33:46Glaubt das jetzt so?
33:48Ich glaube nicht.
33:50Warten wir ab, was Frau Dr. Peters sah.
33:53Frau Brenner, sind Sie bereit fĂŒr die Untersuchung?
33:57Soll ich mitkommen?
33:59Nein.
34:00Es dauert nicht lang.
34:02Und in der Zwischenzeit machen wir ein Zimmer fertig auf der Normalstation.
34:06Hans-Peter, wo ist Horst?
34:10Der?
34:11Ich rufe ihn gleich an.
34:20Und wann bringen Sie Luise hierher?
34:22Sie sollte noch vom Neurologen untersucht werden.
34:25Danach noch zum MRT.
34:27Wie lange dauert sowas gewöhnlich?
34:29Na, gewöhnlich nicht lÀnger als eine Stunde.
34:36Da ist ja meine Fee.
34:40Was ist mein Schatz?
34:47Die Linke Seite ist gelÀhmt.
34:53Das wird wieder.
34:54Ja, hat sie gesagt. Sie weiĂ nicht.
34:57Das wird wieder. Ganz bestimmt.
35:00Sag doch mal was.
35:01Wenn Frau Dr. Peters auf die Befunde wartet, sollten wir das auch tun.
35:06Was, wenn du ...
35:08Ich wĂŒrde das verstehen, wenn du gehen willst.
35:13Liebes, Liebes, was redest du denn da?
35:16Ich bleibe hier.
35:17Bei dir.
35:19Ich lieb dich doch.
35:22Ja.
35:23Guck mal, was sie dir mitgebracht haben.
35:27Alles fĂŒr mich.
35:29Ich will doch, dass es dir gut geht.
35:31Ja.
35:36Ihnen muss ich nicht erklÀren, was das bedeutet.
35:39Die dunklen Stellen sind die Bereiche, die vom Schlaganfall betroffen sind und sich noch nicht erholt haben.
35:46Noch nicht?
35:49Frau Brenner wird eine lange Zeit in der Reha brauchen.
35:52Hat sie eine Chance?
35:54Ich meine, wieder gesund zu werden?
35:57Es wird besser werden, aber nicht wie vorher.
36:01Ihre Mutter wird sicher fĂŒr einen langen Zeitraum Pflege brauchen.
36:07Vielleicht so immer.
36:15Ja.
36:16Tja.
36:17Geht das so?
36:19Ein bisschen zu dick, aber das macht ja nichts.
36:22Er isst einfach nicht zu Mittag.
36:23Oh.
36:24Da beneide ich ihn aber um seine Disziplin.
36:31Mein Anwalt.
36:35Kann ich auch aufstehen?
36:37Ja.
36:39Ja.
36:41Wie bitte?
36:42Muss ich mir das gefallen lassen?
36:44Ich habe natĂŒrlich alles stehen und liegen lassen.
36:47Den nÀchsten Flieger?
36:55Ja.
37:08Und?
37:09Nimmst du den nÀchsten Flieger?
37:10Bitte?
37:11DarĂŒber habt ihr doch gerade gesprochen.
37:13Da musst du dich verhört haben.
37:15Nein, nein.
37:16Der Anwalt hat mir mitgeteilt, dass es jetzt offiziell ist.
37:18Es lÀuft ein Strafverfahren.
37:20Also doch.
37:20Das hat nichts zu sagen.
37:21Es wird wieder eingestellt werden.
37:26Horst.
37:27Da bist du ja.
37:30Ich habe nochmal drĂŒber nachgedacht.
37:34Wir werden das irgendwie schaffen.
37:36Vielleicht werde ich wieder als Krankenpfleger arbeiten.
37:38Da verdient man zwar nicht so viel wie als Arzt.
37:41Aber es wird reichen, um Mutti zu versorgen.
37:44Und du bist doch auch noch da.
37:46Zusammen kriegen wir das hin.
37:50Ist das ein Brief fĂŒr Mutti?
37:54Warum gibst du ihn ja nicht selbst?
38:01Ich bin Reiseleiter Hans-Peter.
38:04Riviera, CĂŽte d'Azur, Provence.
38:07Die hellen, heiteren Landschaften des SĂŒdens.
38:12Ich kann mit SchicksalsschlÀgen nicht umgehen.
38:16Konnte ich noch nie.
38:18Es ist fĂŒr niemanden leicht.
38:20Du bist stÀrker als ich, Hans-Peter.
38:23Luise pflegen, ihr zu trinken gehen, wie du das machst.
38:27Wir kennen uns doch erst seit drei Monaten.
38:30Wir wollten unseren Lebensabend zusammen genieĂen.
38:33Und wenn es umgekehrt wÀre,
38:37wĂŒrde ich von Luise auch nicht erwarten, zu bleiben.
38:42Luise kennt mich.
38:44Sie wird das verstehen.
38:47Wenn du Geld brauchst ...
38:49Ich hab nicht viel, aber ...
39:19...
39:21... wo ...
39:22... Post fĂŒr mich?
39:26Was ist los?
39:34Ist mit Horst was passiert?
39:38Horst ist weg.
39:52Ich sollte nicht weinen.
39:55Von dir.
40:02Dein Handy.
40:03Es ist nur eine SMS.
40:05Vielleicht ist das was Wichtiges.
40:07Wenn ich eine SMS bekomme, ist es Werbung oder ...
40:10... das Nachrichtensystem der Uni.
40:12Und das ...
40:13... will ich erst recht nicht wissen.
40:22Und?
40:22Sie haben meine besonderen UmstĂ€nde berĂŒcksichtigt, auch wenn ich nicht ganz ...
40:27... fertig geworden bin.
40:28Aber meine Berichte sind aussagekrÀftig.
40:32Und was heiĂt das jetzt?
40:34Dass ich heute noch zur mĂŒndlichen PrĂŒfung erscheinen soll.
40:38Das ist doch eine gute Nachricht, oder?
40:41Ja, Martin.
40:46Jetzt bin ich offiziell aufgeregt.
40:49Du bist mein Bester.
41:10WorĂŒber denkst du nach?
41:13DarĂŒber, dass Alexander offenbar Geheimnisse vor mir hat.
41:18Dann seid ihr doch quitt.
41:25Es geht um die Steuerverhandlung.
41:28Auch.
41:30Aber richtig schlimm finde ich, dass wir ...
41:33... nicht offen miteinander reden können.
41:35Ist vielleicht gerade nicht sein Lieblingsthema.
41:39Das ist jetzt wie eine Wand zwischen uns.
41:43Als wĂŒrden wir plötzlich ...
41:45... in zwei verschiedenen Welten leben.
41:47Das hattet ihr doch schon mal.
41:50Ich dachte, das wĂ€re ein fĂŒr alle Mal vorbei.
41:58Ich dachte, das wĂ€re ein fĂŒr alle Mal vorbei.
42:00Wow!
42:02Jetzt kann ja nichts mehr schief gehen.
42:05Das ist ja ein Walnuss-Maron-Schokoladekuchen.
42:09Genau.
42:13Nach Muttis Rezept.
42:15Der ist von dir?
42:17Eigentlich wollte ich ihn mir gestern schon schenken.
42:20Nach deiner PrĂŒfung, aber da gab es ja nichts zu feiern.
42:24Jetzt schon.
42:25Wann geht sie denn los, die mĂŒndliche PrĂŒfung?
42:27In einer Stunde.
42:28FĂŒnf Minuten habe ich noch.
42:30Du hast mir noch nie einen Kuchen gebacken.
42:32Im Schwesternzimmer warst du immer unser BĂ€cker.
42:35Irgendwie musste ich gestern daran denken, was fĂŒr eine schöne Zeit wir hatten.
42:39Da wĂŒnsche ich mir fast nicht zu bestehen.
42:45Was habe ich denn jetzt schon wieder verschlafen?
42:48Noch nichts.
42:50Wir feiern, dass Hans Peter nun doch zur mĂŒndlichen PrĂŒfung zugelassen wird.
42:54Schön.
42:55Gut siehst du aus, mein Junge.
42:58Dir ist bestimmt nicht nach Feiern zu.
43:00Doch.
43:01Dich.
43:03Bitte.
43:07Das ist ja Walnuss-Maron-Schokoladekuchen.
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