- vor 2 Tagen
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch - Bruno Hampel /
Regie - Zbynek Brynych
Drehbuch - Bruno Hampel /
Regie - Zbynek Brynych
Kategorie
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TVTranskript
00:29Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:29Untertitelung des ZDF, 2020
01:37Untertitelung des ZDF, 2020
01:37Untertitelung des ZDF, 2020
02:03Untertitelung des ZDF, 2020
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03:09Untertitelung des ZDF, 2020
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03:22Untertitelung des ZDF, 2020
03:24Untertitelung des ZDF, 2020
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03:27Untertitelung des ZDF, 2020
03:37Untertitelung des ZDF, 2020
03:5340, 60, 80, 100, 10, 20, 30, 130.000.
04:07Alles klar?
04:08Alles klar.
04:08Auch die Sicherung?
04:09Die auch.
04:14Der nächste in der City nach Stuttgart geht um 9.45 Uhr und der übernächste um 10.45 Uhr.
04:20Und so weiter.
04:20Soll ich ein Taxi rufen?
04:21Nein, nein, nicht nötig.
04:22Um die Uhrzeit, da ist die S-Bahn schneller.
04:25Ich habe jetzt noch eine Probefahrt.
04:29Schade, dass es gestern mit dem schwarzen Porsche nicht geklappt hat.
04:32Den könnte ich sofort wieder verkaufen.
04:34Ich werde es gleich nochmal versuchen.
04:36Ja, gut.
04:37Prima.
04:57Hallo.
04:59Guten Tag.
05:01Mein Name ist Triberg.
05:02Ich habe hier in Seraten der Zeitung gelesen.
05:05Der Porsche würde mich interessieren.
05:07Die Verhandlungsbasis 85.000.
05:09Sehr gut.
05:11Nein, nein.
05:12Kein Händler.
05:13Ich bin Privatmann.
05:14Ich habe gestern schon mal versucht, die zu erreichen.
05:17Und wann könnte ich vorbeikommen?
05:20Wie ist der Name?
05:22Professor Stein.
05:24Professor Stein.
05:26Ein Moment, ich notiere.
05:30Ja, ja, die Gegend kenne ich.
05:32Hinter der Technischen Universität.
05:33Ich wohne hier um die Ecke.
05:36Gut.
05:38Wenn mir der Wagen gefällt und wenn die Details stimmen,
05:41dann können wir das sofort abwickeln.
05:44Cash.
05:46Einverstanden, Herr Triberg.
05:47Ich wohne in der zweiten Etage.
05:50Ja, danke.
05:51Okay.
05:53Der wohnt gleich um die Ecke
05:55und will bar bezahlen.
05:58Geschicktes Geld.
06:00Ich denke, du bist bar bezahlen.
06:01Nee, ich gehe in die Toilette
06:03und spüle das Zeug gefühlt drunter.
06:05Bin ich ihr Larry, wie?
06:07Bist du, bist du.
06:13Dann los, geh ans Fenster.
06:14Der wird gleich kommen.
06:23Bist du nicht vergessen, wenn alles vorbei ist,
06:26sämtliche Spuren zu beseitigen, klar.
06:28Dann los, geh nach.
06:40Stein.
06:41Triberg.
06:42Ich komme wegen dem scharfen Porsche.
06:45Ja, gut, Herr Triberg.
06:46Wie gesagt, die zweiten Stopp.
06:54Psst.
07:07Guten Tag.
07:09Guten Tag.
07:09Professor Stein?
07:10Ja.
07:11Triberg.
07:12Er freut mich sehr.
07:36Sie steigen schon zum dritten Mal aus.
07:38Warten Sie noch auf jemanden.
07:39Kann ich Ihnen irgendwie helfen?
07:42Vielen Dank.
07:44Vielen Dank, ja.
07:46Vielen Dank, nein.
07:49Trotzdem, wenn Sie mit uns nach Stuttgart fahren wollen,
07:51müssten Sie jetzt einsteigen.
07:52Das geht leider nicht.
07:54Ich bin hier, besser gesagt,
07:55ich war hier verabredet.
07:57Der nächste geht in einer Stunde.
08:00Der übernächste auch, ich weiß.
08:04Auf Wiedersehen.
08:19Der übernächste auch, wenn Sie mit uns nach Stuttgart fahren können.
08:39Autohausi, Sarah, guten Morgen.
08:41Kann ich mit Herrn Triberg sprechen?
08:43Es tut mir leid.
08:44Herr Triberg ist beruflich nach Stuttgart gefahren.
08:47Danke.
09:14Und Sie gehen mal hier.
09:25Also, ich verstehe den auch nicht.
09:27Ja, nicht.
09:28Ja, ich verstehe den auch nicht.
09:35Also, Name des Gesuchten ist Manfred Triberg, 45 Jahre.
09:40Seit wann vermissen Sie ihn?
09:42Eigentlich erst seit 30 Minuten.
09:44Bis dahin hatte ich geglaubt,
09:46Herr Triberg wäre längst wieder zu Hause bei seiner Frau.
09:48Aber dann kam der Anruf von Frau Triberg,
09:51so ungefähr um halb zwölf,
09:53und sie wollte wissen, ob ihr Mann noch bei mir ist.
09:55Also, ich weiß nicht, ob Sie wissen, wie viele Menschen tagtäglich in einer Millionenstadt verschwinden.
10:11Moment, Herr Scholz.
10:12Moment.
10:13Ich weiß genau, worauf Sie hinaus wollen.
10:15Ich kenne solche Geschichten auch.
10:16Nach der Spätausgabe geht Fatih eben nochmal Zigaretten holen zum Automaten an der nächsten Ecke.
10:20Seitdem ist er spurlos verschwunden, niemand hat ihn gesehen.
10:23Also, eigentlich wollte ich was anderes zum Ausdruck bringen, Herr...
10:26Entschuldigung, Vandrei, Oskar Johannes Vandrei.
10:28Mir gehört der Autosalon Isara im mittleren Ring.
10:31Herr Triberg ist mein erfolgreichster Einkäufer.
10:34Er ist heute Morgen mit dem Intercity nach Stuttgart gefahren, um meinen Jaguar für mich zu kaufen.
10:39Aber... aber Sie wollten etwas anderes sagen.
10:41Ja, ich wollte zu Bedenken geben, dass der vom Erdboden verschluckte Fatih die große Ausnahme ist.
10:4690 Prozent aller vermissten Fälle nehmen ein glückliches Ende.
10:49Am zweiten oder dritten Tag kehrt Fatih rollmütig heim zur Mutti.
10:53Sie nehmen uns nicht ernst, wie?
10:55Oh doch, Frau Triberg.
10:57Nehmen Sie bitte wieder Platz.
11:02Vielleicht ändern Sie Ihre Meinung, wenn ich Ihnen sage, dass Herr Triberg einen Geldkoffer bei sich hatte.
11:07Mit 130.000 im Bar.
11:16Also, das ist allerdings was anderes.
11:20Da brauche ich auch ein anderes Formular.
11:24Haben Sie schon versucht, Ihnen in Stuttgart zu erreichen?
11:27Das geht leider nicht, weil wir nicht wissen, wo wir Ihnen in Stuttgart suchen sollen.
11:33Was denn? Keine Adresse? Keine Telefonnummer? Kein Hotel?
11:37Nein, es besteht nämlich auch die Möglichkeit, dass er bereits in Ulm ausgestiegen ist.
11:40Dort steht nämlich ein Ferrari zum Verkauf.
11:42Ja, in Stuttgart oder Ulm? Ich meine, 100.000 in Bar?
11:47130.000 in Bar.
11:50Verstehen Sie nun, dass wir uns Sorgen um ihn machen?
11:53Was ich aber nicht verstehe, ist, warum gibt es keine Stuttgarter Adresse oder Telefonnummer,
11:58über die man wenigstens versuchen könnte, den Kontakt wieder aufzunehmen?
12:01Weil nur er diese Rufnummern kennt.
12:04Er schneidet sie aus den verschiedensten Zeitungen aus.
12:09Also setzen wir die Sache in Gang.
12:12Darf ich vorher noch zwei kurze Fragen stellen?
12:14Ja, bitte. An wen?
12:16Die erste an Sie, Herr Wandrai.
12:18Halten Sie es für möglich, dass Herr Trieberg mit Ihrem Geldkoffer,
12:22also ich meine, 130.000 sind ja kein Pappenstehen.
12:26Ausgeschlossen. Ich lege meine Hand ins Feuer für diesen Mann.
12:29Schön. Und Sie, Frau Trieberg, wie würden Sie Ihre Ehe bewerten?
12:34Glücklich oder unglücklich?
12:37Wir sind seit sieben Jahren verheiratet, Herr...
12:41Scholz, Hauptmeister.
12:43Und das glücklich, Herr Hauptmeister.
12:52Helfen Sie mir bitte beim Gepäck.
12:53Ja, danke.
13:03Guten Tag, Herr Professor.
13:04Wieder im Lande? Darf ich Ihnen das gleich in die Hand drücken?
13:06Danke.
13:07Ah, Herr Professor, stimmt das,
13:10dass Kamele bis zu 120 Liter auf einmal trinken
13:13und das dann vier Wochen in sich behalten?
13:16Ja, das stimmt, mein liebes Kind.
13:18Ah, stimmt das dann auch,
13:20dass die langen Hälse als Balancierstangen dienen,
13:24damit Sie nicht umkippen, wenn Sie aufstehen?
13:26Ja, auch das stimmt, mein Kind. Wiedersehen.
13:29Auf Wiedersehen, Herr Professor.
13:31Auf Wiedersehen.
13:37So, Dankeschön.
13:40Dankeschön, Wiedersehen.
13:42Bitte.
13:42Wiederschauen.
13:58Wiederschauen.
14:20Nein!
14:33Ja, ja.
14:36Ja, Chris.
14:39Moment.
14:43Heute Mittag aus Afrika zurückgekommen.
14:46Zwölf Uhr fünfundfünfzig.
14:49In Rien gelandet.
14:50Und gleich mit dem Taxi nach Hause.
14:53Und da hat er den Toten gefunden.
14:55Und er kennt ihn nicht.
14:57Adresse?
14:58Konrad-Dien-Straße neun.
15:02Schwabin. Danke. Ende.
15:04Ihr Wagenstipp bereit, Leo.
15:19Ja.
15:20Ja.
15:29Gerd.
15:30Hallo.
15:32Servus.
15:33Ist der Tote identifiziert?
15:35Nein.
15:36Der Professor kennt ihn nicht, die Nachbarn kennen ihn nicht.
15:38Keine Brieftasche, Papiere, Fotos, Etiketten in der Kleidung.
15:41Alles Fehlanzeige.
15:42Bis auf eins.
15:43Diesen Schlüssel fahre ich mir in seiner linken Hosentasche.
15:46Der Schlüssel zu dieser Wohnung.
15:50Ja, du kriegst ihn wieder.
15:53Was sagt der Doktor?
15:55Hützig noch entschweigen.
15:57Hallo, Leo.
15:58Na, Doktor.
16:01Grüß dich.
16:02Hallo, Henry.
16:03Dr. Hargo.
16:05Er ist erstickt.
16:08Wie?
16:10Durch eine Schwellung, hervorgerufen durch den Bruch des Zungenbeins.
16:14Weiterhin ein, vermutlich, ein Handkantenschlag gegen die Halsschlagart.
16:18Siehe die Verfärbung an.
16:26Also, tot ist er mindestens zwei Tage.
16:28Höchstens jedoch vier.
16:31Genaueres, naja, du weißt schon.
16:33Danke, Doktor.
16:34Keine Ursache, Leo.
16:35Denken wir ihn wieder zu.
16:37Leo, das ist die Frau Hansen.
16:39Sie ist gekommen, um Blumen zu gießen und die Fenster zu putzen,
16:42weil ja morgen der Professor aus Afrika zurückkommen sollte.
16:45Ich kann es noch gar nicht glauben.
16:46Was denn, Frau Hansen?
16:48Dass der Professor tot sein soll.
16:50Wer sagt denn das?
16:52Die Leute, unten vor dem Haus.
16:55Da gibt es die wildesten Gerüchte über den Professor, aber...
17:03Frau Hansen.
17:05Ein Glück, dass Sie da sind.
17:07Hier geht alles drunter und drüber.
17:11Herr Professor.
17:15Sie leben ja noch.
17:17Die Leute sagen, Sie sind tot.
17:19Das muss ein Irrtum sein.
17:20Ich habe zwar hier einen Toten in meinem Wohnzimmer gefunden,
17:23aber niemand hat ihn bisher erkannt.
17:27Wie lange wird denn das hier noch dauern?
17:29Sind Sie der Chef?
17:31Ja.
17:32Kress ist mein Name.
17:33Die Spurensicherung braucht noch eine gute halbe Stunde.
17:36Ja, und was ist mit der Leiche?
17:37Die kommt ins Rechtsmedizinische Institut.
17:39Der Wagen steht schon unten.
17:40Ah, Frau Hansen, würden Sie sich bitte den Quoten ansehen?
17:45Vielleicht kommt er Ihnen irgendwie bekannt vor.
17:48Denken Sie mal auf.
17:56Kennen Sie den Mann?
17:57Ja.
17:58Sind Sie ganz sicher?
17:59Ja, das ist der Herr Triberg.
18:03Woher kennen Sie ihn denn?
18:05Vom Autosalon Isara.
18:07Da arbeitete er.
18:09Ich auch.
18:10Als Reinigungsfrau.
18:12Jeden Montag, Mittwoch und Freitag.
18:15Und der Herr Triberg, was ist der in der Firma?
18:17Der ist Einkäufer.
18:19Er ist meistens unterwegs.
18:22War unterwegs.
18:25Wem gehört die Firma?
18:28Gegründet hat sie der alte Herr Wund.
18:30Gegründet und groß gemacht.
18:31Er ist vor einem Jahr gestorben.
18:33Und wer ist der Nachfolger?
18:36Sein Schwiegersohn, der Herr Wanderai.
18:39Mein Gott.
18:41Das Wichtigste habe ich ja ganz vergessen, Herr Kress.
18:44Ja?
18:45Der Herr Triberg wird schon seit Tagen vermisst.
18:49Vor zwei Tagen ist er mit der Bahn nach Stuttgart, um ein Auto zu kaufen.
18:52Und seitdem fehlte von ihm jede Spur.
18:56Schrecklich.
19:04Entschuldigung, Herr Kress, aber die Geschäfte gehen ja weiter.
19:09Wo waren wir denn stehen geblieben?
19:12Vermisstenanzeige.
19:14Richtig.
19:16Vermisstenanzeige.
19:17Selbstverständlich noch am selben Abend.
19:20Wo?
19:21Danke.
19:22Auf unserem Polizeirevier.
19:24Bei einem Hauptfachmeister Scholz.
19:30Der übrigens unsere Besorgnis reichlich übertrieben fand.
19:33Übertrieben.
19:34Oder zumindest verfrüht.
19:37Sie sagen, unsere Besorgnis.
19:40Wer war noch mit dabei?
19:42Frau Triberg.
19:43Sie rief mich an, so kurz vor Mitternacht und fragte, ob ihr Mann schon aus Stuttgart zurück sei.
19:49Leider nein, sagte ich.
19:50Und dann habe ich sie von zu Hause abgeholt und wir sind zusammen zum Polizeirevier gefahren.
19:55Herr Wanderer, ich wüsste gern, wie so ein Geschäft in Ihrer Branche abläuft.
20:00Da steht also ein Auto in Stuttgart und wartet auf einen Käufer.
20:04Auf einen Liebhaber.
20:08Der Autosalon Isara erfährt von diesem Schmuckstück und, ja wie eigentlich?
20:16Frau Hansen, würden Sie uns bitte in einen Augenblick allein lassen oder wird sie noch gebraucht?
20:19Nein, im Moment nicht.
20:21Bitte.
20:22Wie Sie wollen.
20:25Werde ich noch gebraucht?
20:27Ja, warten Sie.
20:29Jetzt nicht, bitte.
20:31Ja, danke.
20:34Also, durch Inserate, durch die täglichen Inserate auf der Autoseite.
20:39Naja, natürlich.
20:41Private Offerten werden von uns natürlich bevorzugt.
20:44Dann muss man schnell sein, gut bei Kasse und auch bereit, ein gewisses Risiko zu tragen.
20:52Und worin besteht das Risiko?
20:55Ja, Herr Kress, es ist ja kein reines Vergnügen, sich einen Aktenkoffer mit 130.000 im Bar ans Handgelenk zu
21:01ketten und in den nächsten Intercity zu steigen.
21:04Ach, 130.000?
21:07Muss es denn unbedingt Bargeld sein?
21:10Nicht unbedingt, aber wenn man beim Einkauf 10% sparen will, dann ja.
21:16Ah ja, Herr Trieberg jedenfalls hat das Risiko nicht gescheut.
21:20Und dafür teuer bezahlt, Herr Wandrei.
21:23Haben Sie Frau Trieberg schon angerufen?
21:28Nein.
21:29Nein.
21:31Ich muss gestehen, dass ich den Hörer schon dreimal in der Hand hatte, aber dann doch immer wieder zu feige
21:35war, sie anzurufen.
21:40Soll ich es jetzt tun?
21:42Nee, nee, lassen Sie ruhig.
21:44Mein Kollege ist schon auf dem Weg zu ihr.
22:01Bis zum Monat.
22:25Wer ist da?
22:28Kriminalpolizei. Machen Sie bitte auf.
22:33Guten Tag, Heimann. Sind Sie Frau Trieberg?
22:38Ist was mit meinem Mann, so ehren Sie doch.
22:41Wir haben ihn gefunden.
22:42Wo, in Stuttgart?
22:45Nein. In einer Wohnung in München, die einem gewissen Professor Martin Stein gehört.
22:50Sagt Ihnen der Name was? Nein?
22:53Also, dieser Professor ist heute von einer Forschungsreise zurückgekommen und hat ihren Mann in seinem Wohnzimmer gefunden.
22:59Was ist passiert?
23:01Ihr Mann ist tot, Frau Trieberg. Vor mindestens zwei Tagen ist er das Opfer eines Raubmordes geworden.
23:08Ja. Raubmord.
23:13Das musste lange schon passieren. Das viele Geld. Diese riskante Methode.
23:21Sagen Sie, sind Sie sicher, dass der Tote mein Mann ist?
23:27Ja, eine Frau Hansen hat ihn identifiziert. Sie arbeitet im Autosalon in Saara.
23:31Ja, ja, ich kenne Sie. Sie hat uns schon oft hier im Haushalt ausgeholfen.
23:37Aber was hat Frau Hansen mit der Sache zu tun?
23:40Sie arbeitet nicht nur im Autosalon, sie kümmert sich auch um die Wohnung von diesem Professor.
23:45Frau Hansen hat ihren Mann erkannt, aber trotzdem muss ich Sie leider bitten, mitzukommen.
23:49Sie müssen ihn selbst identifizieren.
23:53Mein Wagen steht unten.
23:56Haben Sie mich verstanden?
24:00Ja, ja.
24:04Gehen Sie bitte voraus. Ich komme gleich nach.
24:11Ich komme gleich nach.
24:26Meine letzte Frage betrifft nochmals den Schlüssel zur Wohnung Stein.
24:31Frau Hansen kann uns da sicher helfen.
24:34Frau Hansen!
24:37Wie viele Schlüssel existieren eigentlich zur Wohnung Stein?
24:41Ähm, drei insgesamt.
24:44Einen hat der Professor immer bei sich und einer wird beim Haus abgeholfen.
24:47Der dritte Schlüssel?
24:49Den habe ich an meinem Schlüsselbund.
24:53Darf ich mal?
24:54Natürlich. Es sind 14 Stück. Bitte.
25:00Es sind aber nur 13. Einer fehlt.
25:02Das verstehe ich nicht.
25:04Können Sie uns sagen, welcher?
25:05Nein.
25:15Könntest du dir vielleicht sagen?
25:16Ja, das ist...
25:18Das ist mein Schlüssel für die Wohnung des Professors.
25:22Sind Sie so sicher?
25:23Absolut.
25:25Hier, sehen Sie.
25:26Dieser kleine rote Punkt.
25:27Das ist Nagellack.
25:28Den habe ich draufgetupft.
25:30Gut.
25:32Das bringt uns einen Schritt weiter.
25:34Ja. Offen bleibt nur die Frage, wie kommt der Schlüssel mit dem roten Fleck aus der Einkaufstasche von Frau Hansen
25:41in die linke Hosentasche des Ermordeten?
25:46Wo wird Ihre Tasche aufbewahrt, während Sie hier arbeiten?
25:50Oben, in der Besenkammer.
25:52Wir gehen doch nochmal hin?
25:53Ja.
26:10Wir gehen doch noch hin.
26:11Ich habe die Zimmermann in der Propagand.
26:13Klippen Sie die Bedeutung annehmen.
26:15Alles mag ich.
26:15Danke.
26:16Danke.
26:18Danke.
26:19Danke.
26:20Danke.
26:22Danke.
26:22Danke.
26:24Danke.
26:24Danke.
26:24Danke.
26:25Und jetzt ziehe ich mich um.
26:27Und hier steht immer meine Tasche.
26:32Mit dem Schlüsselbund.
26:34Ja.
26:36Herr Kress, wir sind eine kleine Firma.
26:39Zwar mit großem Umsatz, aber wenig Personal.
26:43Zurzeit sind wir insgesamt elf.
26:46Jeder kennt jeden, und jeder vertraut jedem.
26:49Und jeder von Ihrem Personal hatte also Zugang zum Schlüsselbund von Frau Hansen?
26:54Richtig. Auch Herr Triberg.
26:57Auch Sie selbst, Herr Wandrei.
27:00Ja, auch ich selbst haben Sie völlig recht.
27:03Herr Wandrei, wer hat eigentlich den Herrn Triberg als Letzter gesehen?
27:09Lassen Sie mich nachdenken.
27:11Ich habe mit ihm zusammen den Geldkoffer hergerichtet,
27:14dann wollte ich ihm ein Taxi zum Hauptbahnhof bestellen,
27:16aber er wollte lieber mit der U-Bahn fahren. Das geht schneller um diese Zeit.
27:18Wann war das?
27:20Ungefähr um halb neun.
27:21Nein, er wollte den Intercity nehmen nach Stuttgart um 9.45 Uhr.
27:25Und wo haben Sie sich von ihm verabschiedet?
27:27Unten in meinem Büro.
27:29Er hat ein paar Telefonate erledigt
27:31und ich musste dann raus zu einer Probefahrt mit einer Kundin.
27:36Frau Hansen, Sie haben doch lange Feierabend.
27:37Wollen Sie nicht nach Hause gehen? Brauchen Sie sie noch?
27:39Nein, nein. Danke schön, Frau Hansen.
27:45Halten Sie es für denkbar, dass der Herr Triberg hin und wieder
27:47auch mal ein Geschäft auf eigene Rechnung,
27:49also ich meine hinter dem Rücken des Chefs machte.
27:55Ausgeschlossen.
28:09Schaute.
28:15Achso.
28:26Ist er das?
28:31Ja, es ist mein Mann
28:42Kann ich Sie irgendwo hin mitnehmen?
28:46Sehr liebenswürdig, Herr Heimann
28:47Ich gehe lieber zu Fuß
28:49Ich möchte alleine sein
28:52Sind da noch Fragen offen?
28:54Offene Fragen gibt es immer
28:59Wiedersehen, Herr Heimann
29:00Sie haben ja meine Telefonnummer
29:02Wiedersehen
29:19Sehr dringend sogar
29:20Ich will den Vertrag zurück
29:22Nein, Herr Brackhofer
29:23Nicht zu mir in die Wohnung
29:25Auch nicht zu Ihnen
29:26Wir treffen uns da
29:27Wo wir uns letzte Woche gesehen haben
29:29Ich gehe jetzt um
30:19Grüß Gott, was muss ich denn hier trinken?
30:22Einen Espresso, bitte.
30:25Höre ich richtig?
30:27Sie haben unseren Vertrag nicht finden können?
30:30So ist es, Frau Trieberg.
30:33Meine Sekretärinnen sind plötzlich erkrankt.
30:37Beide.
30:39Ich ziehe meinen Auftrag hiermit auf der Stelle zurück.
30:44So einfach ist das nicht.
30:47Frau Trieberg, unser Vertrag sieht vor,
30:52dass ich Ihren Mann mehrere Wochen beschatten lasse, rund um die Uhr.
30:55Zwar meiner fähigsten Mitarbeiter, haben alles Übrige zurückgestellt,
30:59der Ehebruch, den der Mann seit Monaten begeht,
31:04kann durch zuverlässige Zeugenaussagen bewiesen werden.
31:12Hören Sie auf.
31:15Ich verbiete Ihnen jede weitere Schnüffelei.
31:20Wann sagen Sie, ist mein Mann zuletzt gesehen worden?
31:24Gestern, Frau Trieberg.
31:29Gestern.
31:31Ich habe Sie richtig verstanden.
31:32Ja, gestern.
31:34Ja, gestern.
31:37Ja, das heißt,
31:39es kann natürlich auch vorgestern gewesen sein.
31:46Soll ich Ihnen mal was sagen, Herr Brackhofer?
31:50Sie sind ein Lügner.
31:52Ein mieser kleiner Betrüger.
31:54Mein Mann ist tot.
31:55Er ist ermordet worden.
31:56Vor zwei Tagen.
31:57Und wir, Herr Brackhofer,
31:58wir gehen jetzt gemeinsam zur Polizei.
32:06Was machen Sie denn hier?
32:11Würden Sie uns bitte bekannt machen?
32:13Sehr gerne.
32:14Das ist Herr Brackhofer
32:16und das ist Herr Heilmann
32:17von der Kriminalkolizei.
32:20Herr Brackhofer arbeitet für mich
32:22seit fünf Wochen ungefähr als Detektiv,
32:24aber...
32:27Diese Tätigkeit hat sich
32:28durch den plötzlichen Tod meines Mannes
32:30wohl von selbst erledigt.
32:32Mir ist ein bedauerlicher Irrtum
32:34in der Zeit unterlaufen,
32:35eine Verwechslung,
32:37die mir sehr, sehr leidtötet.
32:40Selbstverständlich wird der Auftrag
32:42sofort storniert.
32:43Kann ich...
32:46Kann ich Ihnen noch irgendwie behilflich
32:47seiner Heimat?
32:49Danke, Frau Trieberg,
32:50im Augenblick nicht.
32:51Moment mal.
32:52Moment, Herr Kress.
32:54Hier entsteht ein völlig schiefes Bild.
32:56Ich bin fast 20 Jahre Detektiv.
32:58Ich habe immer größten Wert darauf gelegt.
33:00Auf ein gutes Einvernehmen
33:02mit der Polizei.
33:03Vor allem mit der Kripo.
33:04Und nun bin ich plötzlich in einem...
33:06In einem Mordfall verwickelt.
33:08Aber nur ist genug, Herr Brackhofer, ja?
33:10Ich frage Sie,
33:10wann haben Sie den Herrn Trieberg
33:12das letzte Mal gesehen?
33:13Lebend natürlich.
33:14Heute, vor einer Woche.
33:15Wo?
33:15Vor dem Wohnhaus seiner Geliebten.
33:17Name, Adresse?
33:19Sie heißt Karin Wulf,
33:20ist 29 Jahre alt,
33:22nicht berufstätig,
33:22wohnt in Schwabing.
33:24Dann hat Frau Trieberg Sie engagiert?
33:25Ja, weil sie ihrem Mann nicht traute.
33:28Er wollte sie loswerden,
33:29möglichst schnelle Scheidung.
33:31Wozu?
33:32Um seine Geliebte heiraten zu können.
33:35Warum diese große Eile, Herr Brackhofer?
33:37Haben Sie das auch schon herausgefunden?
33:39Ich war dicht dran.
33:40Wie dicht dran sind Sie denn gewesen?
33:43Jedenfalls dicht genug,
33:44um interessante Rückschlüsse ziehen zu können.
33:47Vorsicht, Herr Brackhofer,
33:48spielen Sie nicht wieder das Orakel von Delphi.
33:55Mich wundert nur,
33:58dass Sie es noch nicht wissen.
34:00Karin Wulf ist die jüngere Schwester
34:03von Frau Wandrei,
34:04Jutta Wandrei,
34:05geborene Wulf.
34:07Und weiter,
34:08was bedeutet das?
34:09Was das bedeutet?
34:10Welche Konsequenzen das haben kann?
34:12Konsequenzen für wen?
34:14Für die Fähre, Ma,
34:15für die Familie.
34:20Wer ist das?
34:22Ich weiß nicht.
34:24Siehst du nach?
34:26Also gut.
34:35Ich bin Frau Wandrei.
34:38Karin Wulf ist meine Schwester.
34:39Es tut mir leid, aber...
34:40Psst, nicht zur Nacht.
34:42Wir müssen Sie sprechen.
34:48Das mag ja zutreffen, Herr Kresser,
34:50aber ist es nicht reichlich spät
34:51für solch einen Besuch?
34:52Nur ein paar Minuten.
34:54Zwei oder drei Fragen, Frau Wandrei.
34:56Ich habe ihr die schreckliche Nachricht gebracht.
34:58Sie steht unter Schock.
34:59Sie ist gar nicht in der Lage.
35:01Es geht schon.
35:05Karin, bitte sei vernünftig.
35:14Frau Wulf.
35:15Frau Wulf.
35:15Guten Abend.
35:17Soll ich Fragen stellen
35:18oder möchten Sie lieber selber erzählen?
35:20Herr Kress,
35:21Sie haben mir fest versprochen.
35:23Lieber Fragen.
35:24Bitte.
35:26Gut.
35:28Vor vier Tagen wurde Manfred Trieberg
35:30in eine Falle gelockt und ermordet.
35:32Sie waren mit ihm befreundet.
35:35Eng befreundet?
35:38Sehr eng.
35:40Er war meine größte Liebe.
35:44Seine Ehe war kaputt.
35:46Er wollte sich scheiden lassen,
35:47um mich heiraten zu können.
35:48Noch in diesem Jahr.
35:51Spätestens am 13. Dezember.
35:54Was ist das für ein Datum?
35:57Mein Geburtstag.
36:00Am 13. Dezember werde ich 30.
36:04Bis dahin muss es sich entscheiden.
36:07So hat es jedenfalls
36:09mein verstorbener Vater gewollt
36:11und testamentarisch festgelegt.
36:14Können Sie mir das etwas ausführlicher erläutern?
36:17Herr Kress, ich weiß nicht,
36:19ob solche Auskünfte,
36:20ich meine,
36:21es handelt sich immerhin
36:22um ein notarielles Testament.
36:25Und da sollte man doch
36:26wenigstens unseren Hausanwalt
36:28und Notar Dr. Bertram verständigen.
36:29Schon gut, Frau Wanderer.
36:30Ich kenne Herrn Dr. Bertram.
36:32Ich werde ihn selber fragen.
36:35Karin, wenn es dir zu viel wird...
36:39Bei Ihrem letzten Kontakt
36:43mit Manfred Trieberg
36:46können Sie sich da
36:47an ein paar Einzelheiten erinnern?
36:50Ja.
36:52Das war an dem Tag,
36:53als er verschwunden ist.
36:56Da rief er mich ziemlich früh am Morgen an
36:59und fragte,
37:00ob ich Lust hätte,
37:02mit ihm nach Stuttgart zu fahren.
37:04Im Intercity um 9.45 Uhr.
37:07Klar hatte ich Lust.
37:09Solche Blitzfahrten
37:10haben wir öfter gemacht.
37:13Ich war dann pünktlich
37:15am Bahnhof,
37:16Gleis 18,
37:18gleich hinter dem Speisewagen.
37:20Aber er...
37:21Aber er ist leider nicht gekommen.
37:25Heute wissen wir,
37:26warum er nicht mehr kommen konnte.
37:28Die Seine kamen,
37:35die im Auto
37:35hat er es in der Bündnis
37:36gezeigt.
37:40Bye,
37:47good job!
37:49Bye,
37:49bye,
37:49bye,
37:50bye,
37:50bye,
37:50bye,
37:50bye,
37:51bye,
37:52bye.
37:53Bitte sehr.
37:59Kannten Sie Herrn Wulff, den verstorbenen Seniorchef der Firma Isara?
38:03Ja, sehr gut zugehaben. Wir waren alte Freunde.
38:06Herr Wulff hat seinen Schwiegersohn Oskar Wandrei zum alleinigen Nachfolger bestimmt.
38:10In einem Zusatztestament soll aber auch der Geburtstag seiner jüngeren Tochter Karin eine wesentliche Rolle spielen.
38:18Am 13. Dezember wird Karin Wulff 30.
38:22Bis dahin muss es sich entscheiden.
38:24Woher haben Sie Ihre Informationen, Herr Kreis?
38:28Aus sehr unterschiedlichen Quellen.
38:30Da gibt es einen Privatdetektiv, der für die Ehefrau des Ermordeten wochenlang gearbeitet hat.
38:37Ist immer sehr präzise, aber recht wirksam.
38:40Dann die beiden Töchter ihres alten Freundes Wulff.
38:43Karin Wulff, die jüngere der beiden, war die Geliebte des Ermordeten.
38:47Sie wollten heiraten, so schnell wie möglich.
38:50Jedenfalls aber vor dem 13. Dezember.
38:54Herr Kreis.
38:58Es tut mir leid.
39:00Aber ich muss unser Gespräch vorerst abbrechen. Es tut mir wirklich leid.
39:05Ich habe voll das Verständnis dafür.
39:08Übrigens, wenn Sie mit Herrn Wanderer sprechen möchten,
39:12der ist das halt bei meinen Kollegen im Präsidium.
39:15Die Analyse der Fingerspuren hat eindeutig ergeben, dass es zwei Täter gewesen sein müssen.
39:19Einer von den beiden hat drei Tage vor dem Mord eine Zeitungsannonce aufgegeben,
39:23telefonisch, unter dem Namen Professor Stein.
39:25Zwar ohne seine Adresse, aber dafür mit seiner Telefonnummer.
39:30So ist Manfred Riebeck in eine Falle gelockt worden, Herr Wanderer.
39:35Meine Mitarbeiter, Herr Heimann, Herr Johnson,
39:38Herr Dr. Bertram ist der Hausjurist der Firma Isara.
39:41Ach, Herr Dr. Bertram, gut, dass Sie gekommen sind.
39:43Ich verstehe das alles überhaupt nicht.
39:46Herr Kass, habe ich hier die Möglichkeit, mit Herrn Wanderer allein zu sprechen?
39:49Selbstverständlich. Henry, komm.
39:51Danke schön.
40:00Also, Herr Dr. Bertram, Hinz und Kunz wissen Bescheid über das Testament meines Schwiegervaters.
40:05Wie ist denn sowas möglich?
40:06Keine Ahnung. Aus meinem Büro kann sowas nicht kommen.
40:11Ist ja auch egal.
40:16Jedenfalls sollten wir nicht untätig hier rumstehen.
40:18Angriff ist die beste Verteidigung.
40:20Was heißt das? Was verstehen Sie unter Angriff?
40:23Herr Wandrei, wenn es da irgendwelche Zusammenhänge gibt mit der Schwabinger Mordsache,
40:27oder Zusammenhänge, die ich jetzt noch nicht erkennen kann, dann...
40:29Herr Dr. Bertram, ich schwöre Ihnen, ich habe von all dem keine Ahnung.
40:34Leo.
40:36Wenn das stimmt...
40:39Das wäre ein Motiv wie aus dem Lehrbuch.
40:41Ja.
40:44Und das stört mich.
40:53Herr Kress, ich bin offensichtlich der Nutznießer, der ahnungslose, unfreiwillige Nutznießer eines Kapitalverbrechens,
41:02bei dem der beste Mann meiner Firma sein Leben lassen musste.
41:05Und ich werde alles tun, um Ihnen bei der Klärung dieses Falles zu helfen.
41:09Bitte, Herr Dr. Bertram, Sie können alles sagen, was Sie wissen.
41:13Der vor einem Jahr verstorbene Firmengründer Albrecht Wulff hat testamentarisch seinen Schwiegersohn,
41:18Oskar Wandrei, zum alleinigen Nachfolger und Firmeninhaber bestimmt.
41:22Seine jüngere Tochter Karin erhält lediglich eine monatliche Appanage von 2800 DM zugesprochen.
41:28Wenige Tage vor seinem plötzlichen Herztod hat Albrecht Wulff diesem Testament eine Ergänzung angefügt.
41:36Sie lautet, ein Moment, wenn meine Tochter Karin bis zu ihrem 30. Geburtstag einen tüchtigen Fachmann der Automobilbranche heiratet,
41:45soll die Firma Isara zu gleichen Teilen meinen beiden Töchtern gehören.
41:50War diese Ergänzung des Haupttestaments allgemein bekannt?
41:54Nein, das handschriftliche Original liegt bei mir im Panzerschrank. Nur Karin weiß davon.
41:59Warum so geheimnisvoll?
42:01Na, der Erblasser hat es so gewollt.
42:03Gut. Herr Wandrei, die Ergänzung des Haupttestaments, haben Sie davon gewusst?
42:08Gewusst wäre zu viel gesagt, mehr geahnt. Es gab da immer so Andeutungen.
42:12Von wem?
42:13Meine Frau zum Beispiel hat manchmal den Eindruck erweckt, wenn sie bei Karin,
42:16das heißt, wenn sie ihre Schwester besucht hatte oder umgekehrt.
42:19Ja, was Sie bisher nur geahnt haben, ist nun Gewissheit geworden.
42:23Manfred Trieberg war auf dem besten Wege, ihr gleichberechtigter Partner zu werden, aber nun ist er tot.
42:28Sind Sie erleichtert, Herr Wandrei?
42:32Ich bin traurig. Und Sie sind sehr, sehr taktvoll, Herr Kress.
42:37Entschuldigung, in meinem Beruf manchmal unvermeidlich. Ich habe einen Mord aufzuklären.
42:41Einen Raubmord, wenn ich Sie daran erinnern darf. Kein blutiges Familiendrama um eine Erbschaft.
42:45Den Unterschied müssten Sie eigentlich kennen.
42:47Danke für die Belehrung.
42:49Herr Kress, ich bin nicht länger bereit, diesen diffamierenden Tonfall hier zu dulden.
42:53Brauchen Sie uns noch?
42:55Nein, Herr Dr. Bertrams, gelügt für heute.
43:02Bleckcheck.
43:03Eins, zwei, drei.
43:07Die Einsätze bitte.
43:11Die Einsätze bitte.
43:3117, stay, 16, cut, verkauft.
43:57Hallo?
43:59Was machst denn du hier?
44:04Frühsport, was denn sonst?
44:08Wartest du etwa auf mich?
44:09Ja, genau. Ich bin nämlich pleite. Total pleite. Und da habe ich die Zeitung gelesen und da dachte ich mir,
44:18frag doch mal nach dem Preisunterschied.
44:21Und weiter?
44:24Sprich doch weiter, Mensch. Was denn für einen Preisunterschied, hm?
44:27Mein Anteil sollte zehn Prozent sein. Zehn Prozent von den 85.000, die in dem Koffer sein sollten. Und zehn
44:34Prozent von 85.000 sind 8.500.
44:39Und? Die hast du doch bekommen, oder?
44:41Ja, ja, schon. Gleich nach getaner Arbeit. Bar auf die Kralle. Direkt aus dem Koffer. Aber in den Zeitungen lese
44:49ich immer wieder, dass in dem Geldkoffer 130.000 gewesen sein sollten.
44:55Wenn das stimmt, dann kann ich nur sagen, das stimmt doch etwas nicht. Von 130.000, zehn Prozent, das sind
45:0413.000.
45:06Quatsch. So was mache ich nie. Du bist engagiert für diese eine einzige Arbeit. Und zwar zu einem Festpreis von
45:138.500.
45:14Zehn Prozent waren abgemacht. Ich krieg also noch 4.500.
45:19Ach so. Du meinst da als Nachschlag. Ja, genau.
45:30Mach so was nie wieder, ja? Jedenfalls nicht bei mir. Wenn du pleite bist, verkauf dein Auto.
45:38Das nimmt doch keiner mehr. Nicht mal geschenkt. Da müsste ich sogar noch was zuzahlen.
45:43Rot muss er sein, nicht? Immer schön auffällig, man! Idiot! Wieso bist du eigentlich pleite?
45:54Ich hab bei Blackjack verloren. Was? Auch das noch. Bist du wahnsinnig?
46:00Was hab ich dir gesagt? In diesem Job darf man niemals auffallen. Aber das kapierst du ja nicht!
46:07Jetzt hab ich's kapiert. So. Und das mit den Prozenten, das war doch nur so'n Versuch.
46:12Weil man sich nämlich mit total leeren Taschen vorkommt wie der letzte Dreck.
46:16Du bist der letzte Dreck, mein Lieber. Nur eins macht dir klar.
46:22Wenn du den Mund aufmachst, bring ich dich um.
46:30Kann ich nicht doch noch ein paar Piepen haben?
46:34Komm ins Hotel. 14 Uhr.
46:45Scheiße!
46:52Endlich!
46:56Was ist los? Du wolltest, dass ich sofort komme.
47:00Jutta, wer hat ihn umgebracht?
47:03Das weiß ich nicht.
47:05Herr Kress von der Kripo war noch mal hier.
47:07Bei mir ist er auch gewesen.
47:10Er hat mich gefragt, wen ich für fähig hielte, diesen Mord zu begehen.
47:14Und? Was hast du gesagt?
47:27Jutta, ich hab Angst.
47:36Sie wünschen?
47:39Ich möchte Herrn Kolbach sprechen.
47:41Das ist leider nicht möglich.
47:43Wieso nicht? Wir waren hier verabredet um 14 Uhr.
47:46Das kann wohl nicht stimmen. Herr Kolbach ist schon um 10.30 Uhr abgereist.
47:52Wohin?
47:56Er brauchte ein Taxi zum Flugplatz.
47:59Ich hab's ihm bestellt für die Mittagsmaschine nach Hamburg.
48:04Hat er irgendetwas für mich hinterlassen? Briefumschlag oder sowas?
48:07Nein?
48:09Wer sind Sie denn? Wie ist denn Ihr Name?
48:14Danke.
48:37Nein, Leo, der sitzt immer noch in seinem Graskasten.
48:40Telefoniert fast pausenlos.
48:47Da fährt wieder der Rote.
48:48Jetzt schon zum dritten Mal.
48:51Er fährt schon zum dritten Mal so ein roter Käfer vorbei.
48:53Der Fahrer ist so um die 40.
48:57Jetzt kommt er zu Euch in den Hof.
49:00Henry, da kommt gleich ein roter Käfer.
49:04Stell das Kennzeichen fest und lass Dir über Zentrale den Fahrzeughalter gehen.
49:08In Ordnung.
49:09Ja.
49:17Jetzt kommt er in die Verkaufshalle.
49:20Okay, Riedmann kann anfangen.
49:45Hallo.
49:50Hallo.
49:52Haben Sie was Passendes gefunden?
49:54Noch nicht ganz. Bin aber auf dem besten Wege.
50:00Wollen wir uns nicht hinsetzen?
50:02Sie auch.
50:05Was?
50:07Hinsetzen!
50:13Wer sind Sie?
50:15Ich habe ihn nur betäubt und eine Weile festgehalten.
50:19Mehr nicht.
50:22Ich verstehe hier kein Wort.
50:30Sie verstehen jedes Wort, Herr Wandrei.
50:34Und weil ich weiß, dass Ihre Zeit kostbar ist...
50:36Und deswegen rufe ich jetzt Sie mal...
50:37Moment mal, ja?
50:43Sie sind sehr nervös.
50:46Wissen Sie, warum Sie so nervös sind?
50:48Ich höre.
50:50Machen Sie es aber kurz.
50:51Weil Sie dauernd mit so großen Summen umgehen.
50:55130.000.
50:57Mir würden schon zwei oder drei genügen.
51:00Die will ich nicht mal umsonst.
51:02Sie kriegen dafür auch mein Auto.
51:06Sagen wir...
51:09dreieinhalbtausend?
51:12Wo steht es?
51:14Im Hof.
51:21Was hat denn der Armleuchter beim Auto zu suchen?
51:33Gehört der hier zur Firma?
51:35Das geht schon in Ordnung, Herr Zinner.
51:37Ruhig bleiben, ja?
51:41Mein Kollege darf das.
51:42Sie heißen doch Zinner, oder?
51:44Und wer sind Sie?
51:46Wir sind auf der Suche nach zwei Mördern.
51:49Den einen haben wir schon noch.
51:50Halt, halt! So nicht!
51:52Ich bin kein Mörder!
51:54Langsam!
51:57Da sind wir wieder mal, Herr Wandrei.
52:02Hört der Herr Zinner auch zur Firma?
52:04Nein, ich höre den Namen Zinner heute zum ersten Mal.
52:07Ein Kunde!
52:09Was will er denn kaufen? Ferrari, Porsche, Jaguar?
52:11Er will nichts kaufen, sondern verkaufen.
52:13Er bietet mir seinen Oldtimer an.
52:15Was verlangt er denn?
52:173500.
52:18Ein günstiges Angebot für Sie?
52:20Ich weiß nicht.
52:22Das stellt sich meist erst hinterher heraus.
52:24Wollten Sie zu mir?
52:25Ja, noch ein paar Fragen, die sich inzwischen so ergeben haben.
52:28Kann sein, dass ich Sie anschließend bitten muss, mit uns aufs Präsidium zu kommen.
52:33Heißt das, ich bin festgenommen?
52:35Wir warten ab, was unsere Spurenexperte finden wird.
52:51Ja, Herr Wandrei, dieser Mann ist mit großer Wahrscheinlichkeit einer der beiden Mörder.
52:57Die Fingerabdrücke in der Wohnung des Professors und in diesem Auto werden es beweisen.
53:02Ich bin kein Mörder!
53:03Ich habe ihn nur betäubt und festgehalten!
53:05Mehr nicht!
53:06Gut, Herr Zinner, ich glaube Ihnen, aber dafür erzählen Sie mir jetzt alles, was Sie wissen.
53:11Komplizen, Auftraggeber oder...
53:12Da gibt es gar keinen.
53:14War das ein ganz gewöhnlicher Raubmord auf eigene Rechnung?
53:16Ich war es nicht.
53:18Kolbersch hat es getan.
53:19Das haben Sie eben schon gesagt.
53:20Wer ist Kolbersch? Wo ist er?
53:28Ach, Herr Vandal, können wir nochmal in Ihr Büro?
53:30Ja, ja, ich habe nichts dagegen.
53:32Ich muss nur meinen Schreibtisch noch aufräumen.
53:36Ja, ja.
53:39Herr Kress, ich...
53:41Ja?
53:44Nichts.
53:46Nichts.
54:06Moment, Herr Zinner!
54:11Bevor wir im Büro weiterreden,
54:15Möchte ich Ihre Wahrheitsliebe testen.
54:19Kennen Sie den hier?
54:23Ja, ich glaube, den kenne ich.
54:25Der Wohnungsschlüssel ist das.
54:28Von der Wohnung vom Professor.
54:30Stimmt, Herr Zinner.
54:31Pluspunkt für Sie.
54:33Wer hat denn diesen Schlüssel in die Hosentasche des Ermordeten gesteckt?
54:37Ich?
54:39Ich war das.
54:41Kolbersch wollte das so.
54:43Gut.
54:43Und von wem hatte Kolbersch den Schlüssel?
54:56So, Schluss mit dem Spaß.
54:58Die Schonzeit ist vorbei.
55:00Der Mann, für den Sie nur Handlanger gewesen sein wollen, heißt also Kolbersch.
55:05Ja.
55:06Wo ist Kolbersch jetzt?
55:07Heute Mittag zurückgeflogen.
55:09Nach Hamburg.
55:10Das sagt jedenfalls der Hotelportier.
55:12Und wer ist der Auftraggeber?
55:15Das war in der Besenkammerle.
55:35Stopp!
55:41Bleiben Sie stehen.
55:44Bleiben Sie stehen.
55:57Also doch.
56:08Die truthful sind ein, das war.
56:09Die dritte Geräusche machen.
56:25Das war nicht.
56:29Die dritte Geräusche machen.
56:29Das war nur Rettung.
56:31Die dritte Geräusche machen.
56:31Die dritte Geräusche.
56:32Die dritte Geräusche machen.
56:35Bis zum nächsten Mal.
57:05Bis zum nächsten Mal.
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