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  • vor 12 Stunden
Hauptkommissar Kress - Rolf Schimpf ( +22.03.2025)
Drehbuch und Regie - Günter Gräwert

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Transkript
00:00Untertitelung des ZDF, 2020
00:30Gut, ich komme zu Ihnen. In die Bar. Den genauen Termin müssen wir noch ausmachen. Anfang nächster Woche. Abgemacht.
00:40Du kannst das auch nicht lassen. Geschäfte bis in den Abend.
00:43Aber meine Enkel, ich sitze dort bloß rum.
00:45Hast du deine Übung schon gemacht?
00:47Findest du nicht, dass ich für Übungen schon etwas reif bin?
00:52Du hast es Professor Markus versprochen.
00:54Das Bein ist wieder heil. Und mehr als gehen? Nicht damit ja auch nicht.
01:00Dann kannst du ja mitkommen.
01:01Zu Hartmanns?
01:03Ich dachte, du hast die Einladung längst vergessen.
01:05Einladung, die Schwänze, vergesse ich nie. Das werden dann immer die schönsten Abende. Allein.
01:11Oder zu zweit. Aber du gehst ja.
01:13Wir hatten fest zugesagt.
01:15Und ich habe eine schöne Ausrede. Geht Patrick mit?
01:18Ja, ich habe ihn überredet.
01:20So ganz ohne Mann komme ich mir doch ein bisschen verloren vor.
01:24Gut. Er muss sich dran gewöhnen. Gesellschaft. Kontakte.
01:29Er wird es brauchen, wenn er einmal alles übernimmt.
01:33Nächste Woche hat er Geburtstag.
01:36Ich muss mit meiner Mutter zu einer dusseligen Party.
01:40Hartmanns. Kennst du doch.
01:42Ja?
01:42Ihre Hemden.
01:45Danke, Frau Kampagne.
01:46Ich tue es in Ihren Schrank.
01:50Was?
01:51Nein, nein. Ich rufe dich morgen an.
01:53Ja, ganz sicher.
01:55Kannst dich drauf verlassen.
01:56Du sollst mal zu deinem Vater kommen.
01:59Komm rein, Patrick.
02:01Setz dich.
02:01Nein, danke.
02:19Du rauchst immer noch nicht?
02:20Nein.
02:21Gut.
02:23Altes Laster.
02:26Kann mich nicht mehr vorzeitig ins Grab bringen.
02:31Du hast nächste Woche Geburtstag.
02:37Wirst immer mehr ein vollgültiges Mitglied
02:40der menschlichen Gesellschaft.
02:44GmbH.
02:45Du hast recht.
02:47Sie ist zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung verkommen.
02:50Hoffentlich geraten wir nicht in die Konkursmasse.
02:53Man kann ja auch ein Geschäft draus machen.
02:55Ohne mich, Patrick.
02:57Das ist so ziemlich das einzige Geschäft,
02:58an dem ich mich nicht beteilige.
02:59Ja, die Pleite habe ich 45 noch erlebt.
03:03Aber um auf deinen Geburtstag zurückzukommen,
03:06erwarte von mir bitte keinen Porsche mit Schleife vor der Tür
03:09oder irgendwelche geschäftlichen Beteiligungen,
03:14für die du noch keine Qualifikationen hast
03:16und auch gar nicht haben kannst.
03:20Ich werde dein Taschengeld erhöhen.
03:21Und du weißt,
03:24dass du nicht leer ausgehst.
03:28Wenn es so weit ist.
03:30Ich hatte diese Möglichkeiten nicht.
03:32Zu mir hatte mein Vater immer gesagt,
03:34du sollst es mal besser haben.
03:37Besser.
03:40Entschuldige.
03:42Und dann ging es nur noch
03:43ums nackte Überleben.
03:45Entweder habe ich zu viel
03:47oder zu wenig.
03:49Jedenfalls das, was ich brauche,
03:50habe ich nicht.
03:52Wir gehen zu Hartmanns heute Abend.
03:54Wie, Harald?
03:55Nein, Patrick und ich.
03:57Harald hat doch das Bein.
03:59Komm, habe ich dir doch erzählt.
04:01Er ist gestürzt auf der Treppe.
04:02Vor vier Wochen.
04:04Nein, nein, tadellos verheilt.
04:06Gott sei Dank.
04:07Nein, gebrochen.
04:09Na ja.
04:12Er ist ja auch nicht mehr der Jüngste.
04:14Ich kann dir versichern,
04:15ich habe keinen Porsche erwartet.
04:16Von dir nicht.
04:18Und der ist auch nicht
04:19das Höchste der Gefühle.
04:21Dann sieh zu,
04:21dass es so bleibt.
04:24Autos, Häuser,
04:25Segeljachten,
04:26Flugzeuge.
04:28Alles Spielzeug.
04:29Es kann schön sein.
04:31Es kann auch Spaß machen.
04:32Aber sein Herz
04:33sollte man nicht daran hängen.
04:36Mit Frauen ist das etwas anderes.
04:37Aber es kommt dabei
04:40sehr oft die Frau an.
04:42Keine Angst,
04:43was das angeht.
04:44Ich mache keine Dummheiten.
04:45So habe ich das nicht gemeint.
04:47Lass dich nicht aufhalten, Patrick.
04:49Noch Zeit?
04:53Was sagen die
04:54Wirtschaftswissenschaftler?
04:56Wie sieht die Zukunft aus?
04:58Für die Wissenschaftler
04:59rosig,
05:01für die Wirtschaft mies.
05:02Dann sieh zu,
05:02dass du schleunigst
05:03Professor wirst.
05:07Was ist mit dem Essen?
05:11Soll ich hier spät
05:12noch was machen?
05:13Er isst nur noch
05:13ein bisschen Obst.
05:14Das bringe ich ihm schon selber.
05:16Sie können dann gehen,
05:17Frau Karpanner.
05:17Ohne Stock?
05:38Du hast doch versprochen,
05:39wenigstens zur Sicherheit
05:39noch eine Woche
05:40nicht ohne Stock zu gehen.
05:41Ich brauche ihn nicht mehr.
05:43Seien wir doch froh,
05:44dass es so ist.
05:45Frau Karpanner geht jetzt,
05:48wenn du vielleicht
05:49doch noch was essen möchtest.
05:51Vielleicht etwas Obst.
05:52Das bringe ich dir dann.
05:53Ich muss mich beeilen.
05:56Nach Kriegsgeneration.
05:59Nach Mexiko kommst du
06:00noch oft genug.
06:01Geschäftlich, meint er.
06:03Ja.
06:03Seht den Spaß an, der Alte.
06:05Und heute Abend
06:06muss ich mit meiner Mutter
06:06zu einer Party.
06:08Ich glaube,
06:09die wissen selber nicht,
06:10was sie feiern.
06:11Wird sicher spät.
06:13Idiotisch.
06:13Aber morgen früh
06:16zum Frühstück.
06:18Nicht aufstehen.
06:20Nein.
06:21Bleibst im Bett.
06:23Ich weck dich.
06:25Mir wird da schon was einfallen.
06:27Die Außenbeleuchtung
06:28vor der Tür
06:29geht nicht.
06:30Ich habe es schon
06:30ihrer Mutter gesagt.
06:32Mal sehen.
06:34Die Birne
06:34oder die Sicherung?
06:35Ich fände mich da nicht aus.
06:37Ich gehe dann.
06:38Ist gut.
06:38Auf Wiedersehen.
06:39Wiedersehen, Frau Karpanner.
06:40Ich gehe dann, Frau Karpanner.
07:09schläfst du schon?
07:25Soll ich jetzt ja sein?
07:26Hätte ja sein können.
07:32Willst du noch einen Tee?
07:34Nein, danke.
07:36Bist du denn schon fertig?
07:38Ach, nein.
07:39Ich muss mich beeilen.
07:40nunca.
07:43Bist du das?
07:54Bist du das?
07:55Bist du denn von...
07:56Kaffee
08:26UNTERTITELUNG
08:56UNTERTITELUNG
09:26Bitte.
09:56UNTERTITELUNG
10:15Außer meinem Vater ist da niemand im Haus.
10:20Und, das haben Sie vielleicht schon gemerkt, die Außenlampe an der Tür geht nicht.
10:23Ich kann das nicht ändern, das würde auffallen.
10:26Und geh nicht so spät ins Bett.
10:30Und sei vorsichtig.
10:32Und pass auf der Treppe auf.
10:33Mach dir keine Sorgen.
10:35Wenn ich 90 bin, rutsche ich nur noch das Geländer hinunter und klette an der Dachrede wieder hoch.
10:39Dann kann mir auf der Treppe gar nichts mehr passieren.
10:41Müsste dir nicht längst weg sein.
10:43Patrick!
10:44Warnstuhl!
10:45Mein Gott, hinreißend ziehst du wieder aus.
10:47Naja, wenn ich schon mit einem so jungen Mann ausgehe.
10:53Der Rest wird verabredet.
10:55Zählen Sie noch.
11:01Wenn ihr was trinkt, nehmt ein Taxi.
11:03Ich trink nichts.
11:05Kein leichtes Vorhaben bei Hartmanns.
11:07Ich trink nichts mehr.
11:08Ich trink nichts mehr.
11:09Ich trink nichts mehr.
11:10Patrick!
11:11Ja, ganz schön unten.
11:13Hast du die Schlüssel?
11:15Ja.
11:16Richte Zeit.
11:17Ja.
11:18Ja.
11:19Ja.
11:20Ja.
11:21Ja.
11:22Ja.
11:23Ja.
11:24Ja.
11:25Ja.
11:26Ja.
11:27Ja.
11:28Ja.
11:29Ja.
11:30Ja.
11:31Ja.
11:32Ja.
11:33Ja.
11:34Ja.
11:35Ja.
11:36Ja.
11:37Ja.
11:38Ja.
11:39Ja.
11:40Ja.
11:41Ja.
11:42Ja.
11:43Ja.
11:44Ja.
11:45Ja.
11:46Ja.
11:47Ja.
11:48Ja.
11:49Ja.
11:50Ja.
12:20Ja.
12:21Ja.
12:22Ja.
12:40Ja.
12:41Guten Abend, meine Damen und Herren.
12:43Die EG-Außenminister sind vor einer guten Stunde in den Kochenraten zusammengekommen.
12:56Treffens der Staats- und Regierungschefs wird die Frage stehen,
13:11für den besten Grüßen von meinem Vater.
13:13Danke, Herr Dasecki.
13:15Ach, sieht die schön.
13:17Wie geht es Ihnen denn?
13:19Na, muss ich noch schon.
13:20Ich will ja so gerne.
13:22Aber du bist einfach zu anstrengend.
13:24Du bist so unvernünftig, ich renn dauernd rum.
13:26Ich hab manchmal richtig Angst.
13:28Ich hab so eine Treppe untergefallen.
13:30Nummer 20 ist verheilt, dass Sie am Handum grüßen.
13:33Aber so kommt doch rein, danke.
13:36Kommt rein, ihr beiden.
13:37Moment, warte mal.
13:41Schwedt, ach du bist's.
13:59Ist was nicht in Ordnung?
14:00Ich wollte nur sehen, ob es dir gut geht.
14:02Frau Schulz!
14:04Und viele Grüße von Liliane.
14:06Ja, und ein Bussi.
14:08Frau Schulz!
14:09Und ein Bussi von mir.
14:10Was meint, das muss ich Ihnen schon selbst geben.
14:17Ja, Liliane?
14:20Vielleicht komm ich doch mal vorbei.
14:31Macht euch mal keine Sorgen.
14:33Und macht bitte den Riegel nicht zu an der Haustür, wenn du schlafen willst.
14:36Ich hab beide Schlösser abgeschlossen.
14:37Ihr kommt sonst nicht rein.
14:39Mach ich nicht.
14:40Keine Sorge, mich klaut schon keiner.
14:43Und amüsiert euch gut.
14:44Ja.
14:46Dann, gute Nacht.
14:47Töne Schlöseserанс.
14:56Oh, nein.
15:05Ja.
15:06Da.
15:07Bravo.
15:08höre.
15:08Untertitelung des ZDF, 2020
15:38ZDF, 2020
16:08ZDF, 2020
16:38ZDF, 2020
16:44ZDF, 2020
16:49ZDF, 2020
16:50ZDF, 2020
16:51ZDF, 2020
16:52Siehst du schon das Neueste?
17:06Harald macht mit mir noch in diesem Jahr
17:07und lässt uns seine eigenen Worte
17:09eine ausgedehnte Urlaubsgasse.
17:12Meine Woche Schnarrenberg.
17:15Ach Gott, übertreibend.
17:17Kann sein, einfach unende.
17:18Ein Mann, der so viel geschäftlich unterwegs war
17:21wie Haarreich.
17:22Für den ist er auch unumsehaut.
17:24Das habe ich ja immer verstanden,
17:25aber umso toller finde ich seinen Angriff
17:27ohne dass ich gebohrt habe.
17:29Na, wohin?
17:30Wohin ich will.
17:31Nur nicht nach Brasilien.
17:33Da ist der Geschäft nicht reingefallen.
17:34Aber er hat mir auch gesagt,
17:35aber er lässt den Gewinn eigentlich immer im Geschäft.
17:38Er hat keine Autos.
17:39Kostet den doch eigentlich überhaupt nichts.
17:40Der nimmt dich in seine Firma
17:41und schon ist der Porsche ein Firmenwagen.
17:43Der verdient er doch an dir.
17:44Was sagst du so immer nicht?
17:45Mein Vater, der macht aus allem Geld.
17:47Ja.
17:51Ich hab mich nie immer gefordert.
17:53Deshalb schaufe ich.
17:54Ich hab mich damit auf Engelwerd,
17:55ich hab mich gefordert,
17:56ich hab mich gefordert.
17:58Ich hab mich gefordert,
17:59das meine Ärger sein,
18:00und ich habe mich gefordert,
18:01dass du ja nicht gesagt hast,
18:02das mein Arme war.
18:03Ich bin dumm.
18:04Ich bin dumm.
18:04Und ich vermjege uns da.
18:04Ich bin dumm.
18:05Ich bin dumm.
18:05Das war's für heute.
18:35Das war's für heute.
19:05Das war's für heute.
19:35Das war's für heute.
19:37Das war's für heute.
19:39Das war's für heute.
19:41Wenn Sie ein Dach über dem Kopf haben wollen, und das will ja schließlich jeder.
19:46Die junge Leute, ihre Generation, hatten alles.
19:50Von klein auf, da müssten die Ziele schon differenzierter sein.
20:11Hier ist der automatische Anruf, die Antwort ist schnitt.
20:28Ich wollte dir nur gute Nacht sagen, aber offensichtlich schläfst du schon.
20:38So vernünftig.
20:39Es ist schon fast 23 Uhr.
20:43Bis morgen.
20:45Oh, hätten Sie vielleicht vorher?
20:47Ja.
20:51Er ist schon schlafen gegangen.
20:52Nur noch der Anrufbeantworter.
20:53Selbach?
21:04Ja, guten Abend.
21:05Entschuldigen Sie bitte die Störung.
21:06Ich hätte gern Herrn Schwedt gesprochen.
21:08Hier gibt es keinen Herrn Schwedt.
21:11Patrick Schwedt.
21:12Auch den nicht.
21:14Hier gibt es überhaupt keinen Herrn, und es wird auch nie wieder einen geben.
21:18Merken Sie sich das.
21:19Sie sind ganz sicher.
21:29Kein Anruf für mich.
21:30Ich bin ja auch nicht immer am Telefon, Herr Schwedt, aber es hat niemand für Sie angedrückt.
21:35Aber wenn.
21:37Sagen Sie mir Bescheid.
21:38Sie können sich drauf verlassen.
21:39Dankeschön.
21:49Vielen Dank.
22:19Ja, guten Tag, Herr Larsen.
22:29Ich bin in der Lilienallee 134, im Haus von Herrn Harald Schwedt.
22:34Schwedt, ja?
22:37Der Mann ist offensichtlich von einem professionellen Killer getötet worden.
22:42Ja, bitte schicken Sie sofort jemanden von der Mordkommission vorbei.
22:46Es gibt noch eine zweite Leiche hier.
22:49Ja, ja, ist gut, ich warte.
22:52Ich bin jetzt nie mein Geschenklob.
22:54Nein, ich muss wirklich gehen.
22:56Wir telefonieren, nächste Woche bei uns, abgemacht?
22:58Abgemacht, haben Sie unsere Nummer?
23:00Ja, hab ich, danke.
23:01Bist du, Patrick?
23:02Immer noch da.
23:03Wenn er Lust hat, kann er ja noch bleiben.
23:05Ich wollte ihm nur sagen...
23:05Ach, da ist er ja, Patrick.
23:07Patrick, komm her.
23:08Möchtest du nach Hause?
23:09Ja.
23:09Ich fahr dich.
23:12Sag bloß, du hast nichts getrunken, damit du deine Mutter nach Hause fahren kannst.
23:17Hab ich ihr versprochen.
23:17Und sie hat nichts getrunken, damit sie dich nach Hause fahren kann.
23:22Ach so, weiße.
23:24Also, einer wird und der andere schick schluck mit mir.
23:30Ich fahr.
23:31Prost, Hilda.
23:33Prost, Hilly.
23:34Es war reizend bei dir.
23:40Schädel, Fraktur im Hinterkopf.
23:42Dieser Eindruck hier entspricht genau der Stufenkante, ist also eine Folge des Sturzes.
23:47Das geniegt dann, als ich schon vorher gebrochen habe.
23:49Sonst keine Spuren vom Gewaltanhängen.
23:51Zumindest keine, die ich hier feststellen könnte.
23:55Tja, und der hier?
23:56Herzdurchschuss.
23:57Der Tod muss sofort eingetreten sein.
23:59Danke, Doktor.
24:00Die Personalien von Herrn Larsen haben wir aufgenommen.
24:02Papiere, Woffenschein und so weiter.
24:04Gut.
24:06Also, lassen Sie es nochmal kurz zusammenfassen.
24:08Sie haben gesehen, wie der Unbekannte das Haus betrat.
24:11Dann verließen Sie das Zimmer, von dem aus Sie das beobachtet hatten, und gingen nach unten.
24:15Ja, mein Problem war ja, dass ich selber nicht gesehen werden wollte.
24:21Deshalb kam ich etwas später.
24:22Also, ich stand da oben und der Mann hatte Herrn Schwedt bereits die Treppe runtergestoßen.
24:28Und ich sah, wie er seinen Kopf nahm und gegen die Stufe schlug.
24:30Ich zog, schrie Hände hoch und in dem Moment hat er bereits geschossen.
24:34Sie haben den Einschuss da oben gesehen, ja?
24:38Ja, dann drückte ich ab.
24:40Ich kam einfach zu spät, um das Verbrechen zu verhindern.
24:43Ich wusste ja nicht, was passieren konnte.
24:45Herr Patrick Schwedt hatte Ihnen da nichts gesagt?
24:48Ja, nein, da hatte er ja keinen bestimmten Verdacht.
24:50Er hat sich doch engagiert.
24:52Haben Sie ihn informiert?
24:53Ja, das wollte ich.
24:54Also, er hat mir eine Telefonnummer gegeben, aber...
24:57Aber?
24:58Wir haben Sie ihn nicht angehoben.
25:00Doch, doch.
25:01Aber er war nicht da.
25:02Versuchen wir es nochmal.
25:03Darf ich?
25:04Ja, bitte.
25:05Bitte.
25:06Sie können hier nicht sein.
25:19Fahren Sie zurück.
25:21Fahren Sie bitte zurück.
25:22Mein Name ist Schwedt.
25:23Wir wohnen hier.
25:24Moment bitte.
25:25Hier ist ein Herr Schwedt.
25:26Wir fahren zurück.
25:31Guten Abend, Chris.
25:33Selber.
25:34Entschuldigen Sie bitte die Störung, aber ich hätte gerne Herrn Schwedt gesprochen.
25:38Patrick?
25:39Patrick Schwedt?
25:40Ja, Herrn Patrick Schwedt.
25:42Ich habe schon einmal gesagt, hier gibt es keinen Herrn.
25:44Und es wird auch nie wieder einen geben und einen Patrick schon gar nicht.
25:48Merken Sie sich das, Sie Idioten.
25:49Und treiben Sie Ihre Scherze mit jemand anderem.
25:51Fahren Sie bitte rein.
25:52Oh nein.
25:56Herr Schwedt?
26:05Patrick Schwedt.
26:07Das ist meine Mutter, Herr Schwedt.
26:09Komm, steig bitte aus.
26:12Frau Schwedt, Schwanzen, Mordkommiss.
26:15Es tut mir leid.
26:17Was ist denn passiert?
26:19Bitte, Kommiss.
26:26Falsche Nummer, Herr.
26:33Offensichtlich.
26:35Und sonst haben Sie keine Anhaltspunkte?
26:37Nein.
26:38Herr Schwanzen, Frau Schwedt und Ihr Sohn sind gerade mit dem Auto angekommen.
26:41Danke, Herr Henry.
26:42Können wir dich bitte reinladen?
26:44Herr Lassen, komm gerne.
26:46Kennen Sie die beiden?
26:48Den Sohn, Patrick, ja.
26:50Die Mutter haben Sie nie gesehen, nein?
26:52Nein, noch nie.
26:53Es tut mir sehr leid, aber Ihr Mann ist allem Anschein nach von einem bisher Unbekannten
26:59die Keller-Travine untergestoßen worden.
27:02Ist er tot?
27:04Ja.
27:06Oh mein Gott.
27:08Ja, hat er Sie denn noch angerufen, bevor er...
27:11Nein, nein.
27:12Muss sofort tot gewesen sein.
27:14Ja, aber wer...
27:14Ich werde es Ihnen erklären, so gut ich kann, aber leider muss ich Ihnen vorher noch ein paar
27:18Fragen stellen.
27:19Äh, Gerd, kümmerst du dich bitte um ein Schwer?
27:22Darf ich Sie bitten?
27:23Ja, ja.
27:24Kommen Sie, wir gehen in die Küche.
27:27Herr Lassen, Sie hörten sich Notizen zur Uhrzeit gemacht.
27:30Kann ich das bitte mal sehen?
27:31Ja, hier.
27:3323.16 Uhr, Polizei.
27:36Wir waren bei Hartmanns.
27:38Und Ihr Mann blieb allein im Haus, als Sie wegfuhren?
27:41Ja.
27:42Hat er hinter Ihnen die Haustür abgeschlossen?
27:45Nein, ich schloss ab.
27:47Beide schloss ab.
27:49Hätte er ja gar nicht raus können.
27:50Ja, er hatte natürlich seine eigenen Schlüssel.
27:55Wo haben Sie ihn denn zum letzten Mal gesehen?
28:00In seinem Arbeitszimmer.
28:05Begesprochen habe ich ihn noch später.
28:07Ach, Sie haben ihn angerufen?
28:08Ja.
28:10Um ihm zu sagen, dass wir gut angekommen sind und um Besserungswünsche auszurichten wegen seinem Bein.
28:17Was war damit?
28:18Er war die Treppe runtergefallen vor vier Wochen und hatte sich das Bein gebrochen.
28:21Frau Schwedt, ich muss Sie leider bitten, Ihren Mann zu identifizieren und sich auch noch einen weiteren Toten anzusehen.
28:33Es handelt sich um denjenigen, der Ihren Mann die Treppe runtergestoßen hat.
28:36Es könnte doch sein, dass Sie ihn kennen.
28:38Wieso sollte ich jemanden kennen, wenn mein Mann die Treppe runterstürzt?
28:42Frau Helga Schwedt ist nicht Ihre leibliche Mutter.
28:45Nein, meine Mutter starb, als ich neun Jahre alt war. Aber ist es jetzt so wichtig?
28:51Ich würde gar nicht mit Herrn Larsen sprechen.
28:52Einen Moment müssen Sie schon noch gedulden.
28:55Entschuldigung.
28:59Sie sollten sich um die Handtasche meiner Mutter kümmern.
29:02Wie meinen Sie das?
29:03Damit sie nicht abhanden kommt. Oder nichts daraus abhanden kommt.
29:06Frau Schwedt, ist das Ihr Mann?
29:13Ja, das ist mein Mann.
29:21Und der hier?
29:23Sehen Sie sich bitte genau an.
29:26Kennen Sie ihn?
29:27Nein.
29:31Danke, Frau Schwedt.
29:33Ich hätte Ihnen diesen Anblick gerne erspart, aber Sie wissen sicher, wie wichtig er aussieht.
29:36Sie sind.
29:43Weißt du, wo er ist?
29:44Keller.
29:45Kommen Sie bitte.
29:47Gerd?
29:48Ja.
29:49Stell mal bitte fest, ob Herr Schwedt Junior den Erschossenen kennt.
29:53Oder schon mal gesehen hat.
29:55Ja, mach.
29:55Und komm dann mit Ihnen ins Wohnzimmer.
29:58Bitte.
30:02Moment.
30:02Moment.
30:03Ja?
30:03Pass auf die Handtasche von Frau Schwedt auf.
30:05Der Sohn machte mich darauf aufmerksam.
30:07Was meint er mit?
30:09Das Niedsdaraus verschwindet, mehr weiß ich auch nicht.
30:11Ja, ist gut, Gerd.
30:20Der Erschossene scheint ein professioneller Killer zu sein.
30:24Keine Papiere, nichts, womit man sie identifizieren könnte.
30:26Sogar die Etiketten aus den Kleidungsstücken, alle fallen sogar nicht herausgetrennt.
30:30Nur das hier.
30:31Eine Telefonnummer und Schlüssel vom Haus und einer vom Gartentor.
30:36Die Schlüssel gibst du bitte, Leo.
30:39Ja, von ihr aus konnten Sie den Eingang gut überwachen.
30:43Das schon.
30:43Aber die Vorgänge hier im Haus, die konnte man hier nur ahnen.
30:47Deshalb kam ich zu spät.
30:48Schrecklich.
30:51Für mich ist das eine richtig blöde Sache.
30:53Ich kenne den Mann nicht.
30:55Hab ihn nie gesehen.
30:56Danke.
30:59Ja.
31:00Kommen Sie, gehen wir rauf.
31:14Das ist übrigens die Treppe, wo mein Vater sich vor vier Wochen das Bein gebrochen hat.
31:19Er ist ausgerutscht.
31:20Er konnte den Stürz aber noch ganz gut abfangen.
31:28Ich kann das alles nicht verstehen.
31:30Was wollten denn diese Männer?
31:31Und kann es nicht sein, dass...
31:33Entschuldigung.
31:33Komm rein, Gerd.
31:36Was wollten Sie sagen?
31:38Kann es nicht sein, dass mein Mann auf der Treppe ausgerutscht ist und verunglückt?
31:43Und dass die Tote und der, der ihn erschossen hat, gar nichts damit zu tun haben?
31:47Das kann nicht sein.
31:49Ach, Patrick, wie kannst du denn das wissen?
31:50Wir waren doch geharrt.
31:51Wohin ich dich begleiten musste, damit du ungestört meinen Vater ermorden lassen konntest.
31:55Patrick!
31:56Von einem Killer, der in die Killertreppe hinunterstoßen und gegebenenfalls noch ein bisschen nachhelfen sollte, falls das nicht reicht.
32:01Du bist ja völlig verrückt.
32:02Du wusstest genau, dass er sich noch einen Wein holt.
32:05Und das gebrochene Wein kam dir sehr zu Pass, wenn das vor vier Wochen nicht auch schon ein Mordversuch war.
32:09Es hätte alles nach einem Unfall ausgesehen. Kein Mensch wäre auf Mord gekommen.
32:16Und wirklich zugetraut habe ich es dir auch nicht.
32:22Ich war nur unsicher.
32:24Manches, manches fiel mir auf.
32:27Ich wollte meinen Vater notfalls nicht ohne Schutz allein lassen.
32:30Und deshalb haben Sie Herrn Larsen engagiert?
32:32Ja.
32:33Ohne, dass Ihr Vater das wusste?
32:35Ja.
32:36Warum haben Sie nicht mit ihm darüber gesprochen?
32:38Mein Vater hätte mich für verrückt gehalten.
32:41Der hätte mich aus dem Haus geworfen und dann hätte ich ihm überhaupt nicht mehr helfen können.
32:47Herr Larsen hatte also einen klaren Auftrag von Ihnen.
32:50Ja.
32:51Meinen Vater zu beschützen.
32:53Er ist ihn aber nicht merken zu lassen.
32:55Es sei denn, die Umstände erfordern das.
32:57Ja, leider ist er zu spät gekommen.
33:00Aber er hat den Mann, der Ihren Vater getötet hatte, in Notwehr erschossen.
33:04Ich weiß nicht, wie das passiert ist.
33:05Ich habe mit Herrn Larsen noch nicht sprechen dürfen.
33:09Ja, Frau Schwedt, was sagen Sie dazu?
33:12Sie werden schwer belastet.
33:13Das ist doch völlig verrückt.
33:15Ein Hirngespinst.
33:18Sind das Ihre Schlüssel?
33:21Nein.
33:22Ich glaube nicht.
33:29Nein.
33:30Darf ich dann Ihre Hausschlüssel mal sehen?
33:35Meine Hausschlüssel?
33:36Ja, Sie sagten doch, Sie haben das Haus abgeschlossen, als Sie gegangen sind.
33:41Ich habe abgeschlossen.
33:42Beide Schlösser.
33:44Auf deine Bitte hin.
33:45Da sind meine Schlüssel.
33:47Ich habe sie dir doch gegeben.
33:48Ach, mit meinem Autoschlüssel dran?
33:52Vielleicht haben Sie Ihre Schlüssel in der Tasche.
33:54Da sind Sie sicher nicht.
33:58Aber die 30.000 Mark, die Restsumme, die du für den Mord noch schuldig bist, die dürften
34:03da noch drin sein.
34:05Die 30.000?
34:06Kann ich jetzt bitte mal die Tasche haben?
34:09Bitte?
34:10In einem Kuvert, ein ziemliches Bündel.
34:17Nichts, aber auch keine Schlüssel.
34:19Vielleicht haben wir hier mehr Glück.
34:32Gerd, zählst du bitte mal nach.
34:43Was soll das?
34:45Ich weiß nicht, wer das Geld da hingetragen hat.
34:48Frau Schwedt, als wir von der Identifizierung Ihres Mannes zurückkamen, sprach ich noch ein
34:54paar Worte mit Herrn Heimann an der Tür.
34:57Sie standen über die Couch gebeugt und rückten den Kissen zurecht.
35:02Ganz normal.
35:03Ihre Handtasche war offen und als Sie auf mich zukamen, haben Sie sie geschlossen.
35:1130.000.
35:12Ach ja, und dann ist da noch dieser Zettel.
35:18Ist das Ihre Schrift?
35:19Nein.
35:20Kennen Sie sie?
35:21Das ist die Schrift meiner Mutter.
35:25Stimmt das?
35:26Ja.
35:27Das ist eine Telefonnummer.
35:29Ja, die von Hartmanns.
35:29Das sind die Leute, bei denen Sie den ganzen Abend waren.
35:33Ja, ich und mein Sohn.
35:36Wir fanden diesen Zettel in der Jackentasche des Toten, der Ihren Mann die Treppe runtergeworfen hat.
35:42Wie kam er da hin?
35:48Das weiß ich nicht.
35:49Aber dass die 30.000 nicht in Ihrer Handtasche waren, das wissen Sie schon.
35:53Ja, das weiß ich.
35:58In dem Kuvert
35:59fehlt eine Ecke.
36:11Diese
36:11Wie kommt die in Ihre Handtasche?
36:19Wir werden das von der Spurensicherung noch genau überprüfen lassen
36:23und auch die Herkunft des Geldes klären.
36:25Da kann ich Ihnen helfen, Herr Kress.
36:26Gut, Moment.
36:28Oder wollen Sie vorher noch ein Geständnis ablegen?
36:31Ich möchte jetzt eine Anzeige machen.
36:36Ich beschuldige Sie, meinen Vater umgebracht zu haben.
36:39Mit Hilfe eines Killers, den Sie zu diesem Zweck engagiert hat.
36:44Ja, Frau Schwedt, mir bleibt nichts anderes übrig, als Sie vorläufig festzunehmen.
36:48Bitte packen Sie ein paar Sachen zusammen.
36:49Ich begleite Sie.
37:03Sagt das Leon.
37:04Ist das der, der geschossen hat?
37:05Ja, er war engagiert, Ihren Mann zu beschützen.
37:07Kommen Sie.
37:07Von wem?
37:08Von Ihrem Stiefsohn.
37:09Bitte.
37:09Mein Vater war kein vertrauensseliger Mensch.
37:18Aber Ihr vertraute er blind.
37:21Ich mochte Sie nie.
37:23Haben Sie Sie beobachtet?
37:24Ja.
37:25Mir fiel zum Beispiel auf, dass Sie Geld auf die Seite brachte.
37:30Und ich fragte mich, wozu.
37:31Woher wussten Sie eigentlich, dass die 30.000 Mark in Ihrer Handtasche waren?
37:35Als er bei Hartmanns ankam, stieg sie bei der Haustür aus.
37:40Und er alle vergaßt in Ihrer Handtasche.
37:42Ich suchte einen Parkplatz und habe einfach reingesehen.
37:45Stören wir?
37:46Nein, nein.
37:47Bitte, Herr Schwäth.
37:48Sie können mit Herrn Larsen sprechen.
37:50Nur noch eine Frage.
37:54Diese Telefonnummer, die Sie Herrn Larsen gegeben haben,
37:58das ist nicht die Nummer von der Familie Hartmann.
38:03Um Himmels Willen, ich habe die Reihenfolge verdreht.
38:052-7.
38:06Es muss eben 2 sein.
38:09Haben Sie angerufen?
38:10Ja, es war eine Frau Selmann am Apparat.
38:12Selbach.
38:13Selbach, richtig.
38:14Die war am Apparat.
38:15Ich habe, als ich bei Hartmanns war, ein paar Mal nachgefragt,
38:18ob jemand angerufen hat.
38:20Es war noch erleichtert.
38:21Es tut mir leid mit Ihrem Vater, aber ich hatte keine Chance.
38:26Schade, dass der Killer tot ist.
38:29Er hat ihn zu gern mit seiner Auftraggeberin konfrontiert.
38:34Ja, machen wir Schluss für heute.
38:38Herr Schwäth, ich würde Sie gerne morgen...
38:40Was heißt morgen? Heute.
38:43Würde Sie gerne im Präsidium sehen.
38:44Sagen wir um 14 Uhr?
38:46Selbstverständlich, Herr Kölz.
38:47Leo, wenn es dir recht ist, würde ich jetzt gerne noch das Protokoll mit Herrn Larsen fertig machen.
38:50Ja, wenn du willst.
38:52Ja, dann fangen wir ins Büro.
38:54Bitte, gute Nacht.
38:55Gute Nacht.
39:00Wann werden Sie die Leiche meines Vaters freigeben?
39:05Zwei, drei Tage.
39:07Gute Nacht, Herr Schwäth.
39:08Gut, gute Nacht, Herr Schwäth.
39:17Kommen Sie bitte weiter.
39:30Kommen Sie weiter, bitte.
39:31Kommen Sie jetzt?
39:35Brauchen Sie noch etwas?
39:39Nein.
39:40Dann gute Nacht.
39:40Hey, Mann.
39:51Moment, Henry?
39:54Nein, Werner, ich bin der Erste.
39:57Die Handtasche, ja, ja, die hat Henry sicherheitshalber mitgenommen.
40:01Nein, nicht nach Hause, die liegt bei mir.
40:04Ja, gut, komm rüber.
40:05Ich glaube schon, ich bin der Erste.
40:10Morgen, Herr.
40:11Morgen.
40:15Das kommt davon, wenn man morgens um vier gute Nacht sagt.
40:19Lag auf meinem Schreibtisch von Henry.
40:21Alle Angaben von Larsen, seine Personenpapiere betreffend sind in Ordnung,
40:24seine Wache ist bei der Spuse, keine Bedenken, guten Morgen, Henry.
40:28Sieht nicht gut aus für Frau Schwäth.
40:30Ich hätte dir das nicht zugetraut.
40:31Ihr Mann auch nicht.
40:34Ich hab was.
40:35Du bist ja doch schon da.
40:38Jetzt sag bloß noch einen guten Abend, dann geh ich wieder.
40:41Hier.
40:43Na und?
40:44Hälfte einer Geschäftskarte, würde ich sagen.
40:46Ich auch.
40:48Komisch.
40:49Ich hab sowas vor kurzem schon mal gesehen.
40:51Wo ist denn das her?
40:52Das steckt im linken Schuh des Erschossenen.
40:54Ich bin in der Rechtsmedizin draufgestoßen, beim Entkleiden.
40:56Aha.
40:57Ein Erkennungszeichen.
40:58Dann hat ein anderer die...
41:01Fehlende Hälfte.
41:02Na klar.
41:16Wer sollte Sie sonst haben?
41:19Klassik.
41:24Harddesign.
41:25Gärtnerplatz zwei.
41:26Hälfte?
41:27Sicher der Friseur von Frau Schwäth.
41:29Na, wie auch immer.
41:31Es ist der letzte Beweis Ihrer Schuld.
41:33Wahrscheinlich sollten die 30.000 gegen Vorzeigen ausgezahlt werden.
41:36Die müssen sich ja nie gesehen haben.
41:38Der Keller und Sie.
41:39Letzte Rate nach Erledigung des Auftrags.
41:42Ich glaube, das war's.
41:42Na ja, ein Geständnis wäre schon schön.
41:46Dann zeigt mir, was ihr könnt.
41:47Ich bin mal im Büro.
41:51Hallo.
41:52Hallo.
41:53Endlich mal eine Begrüßung und eine Zeitangabe.
41:56Henry, um 14 Uhr kommt der junge Schwäth.
42:00Beschäftige dich bitte mit ihm.
42:01Aber drüben in deinem Büro.
42:03Ich lass jetzt seine Mutter kommen.
42:04Gert, machst du das bitte?
42:05Ja.
42:06Die beiden sollten sich auf keinen Fall begegnen.
42:08Jedenfalls zunächst nicht.
42:09Na, Heilmann.
42:11Ja, bringen Sie bitte Frau Schwäth rüber.
42:13Frau Helga Schwäth, ja.
42:24Guten Tag. Sie haben mich erwartet.
42:25Kommen Sie.
42:26Ich war gerade hier unten, da dachte ich, wir könnten uns den ganzen Schreibtraum sparen.
42:30Frau Schwäth.
42:32Bitte nehmen Sie Platz.
42:36Sind Sie damit einverstanden, dass unser Gespräch auf Tonband läuft?
42:39Ich habe nichts zu verbergen.
42:41Ich bin nicht der Ansicht.
42:43Zu dem Belastungsmaterial, das Sie bereits kennen, ist noch was dazugekommen.
42:47Das haben wir in Ihrer Handtasche gefunden.
42:53Eine Karte von meinem Friseur.
42:54Sagen wir mal ein Stück davon.
42:56Wo ist das andere?
42:58Dass wir dich abgerissen haben, um irgendwas zu notieren.
43:01Weil ich kein Papier bei der Hand hatte.
43:03Wir haben die andere Hälfte gefunden.
43:04Im linken Schuh des Killers, den Sie engagiert haben, um Ihren Mann umzubringen.
43:10Warum sollte ich ihm...
43:11Warum sprechen Sie nicht weiter?
43:14Warum sollte ich ihm die gegeben haben?
43:17Das wollten Sie doch sagen.
43:19Wir wissen warum.
43:19Weil Sie die Restsumme von 30.000, die Sie bei sich trugen, was Sie abstreiten, an denjenigen
43:25zu zahlen hatten, der Ihnen die zweite Hälfte vorlegt.
43:28Kein unüblicher Vorgang bei Geschäften dieser Art.
43:31Ihre Schlüssel, die der Mann hatte, die Telefonnummer in Ihrer Handschrift, Ihr Besuch bei den Hartmanns
43:36als Alibi, die Beobachtungen Ihres Stiefsohnes, der Sie unbedingt dorthin begleiten musste.
43:40Hören Sie auf!
43:41Geben Sie es zu, Frau Schwedt!
43:44Sein Misstrauen gegen Sie ging jedenfalls so weit, dass er jemanden engagiert wäre, um
43:48seinen Vater zu schützen.
43:50Aber er...
43:51Komm bitte rüber!
43:52Sie sind so gut wie überführt, Frau Schwedt.
43:54Sie werden sich dafür verantworten müssen.
43:59Ach, du miese Ratte!
44:01Du glaubst, du kannst mich auf Affäre ziehen!
44:03Du glaubst, du kannst mir den Mord anhängen, zu dem du mich angestiftet hast!
44:08Du hast mich nur benutzt!
44:11Du hast meine Liebe zu dir missbraucht, du!
44:15Du!
44:17Sie ist übergeschnappt!
44:21Es tut mir leid, aber Frau Schwedt beschuldigt Sie der Mittäterschaft.
44:25Ich hoffe, Sie nehmen diesen hysterischen Ausbruch nicht ernst.
44:28Du!
44:29Du hast mich doch zu dieser Tat, zu diesem Mord angestiftet, du!
44:35Frau Schwedt!
44:37Diese Beschuldigung schließt ein Geständnis ein, ist Ihnen das klar!
44:40Du hast mich nicht mehr gezentabileündet.
44:48Du hast mich nicht mehr gezentigt.
44:50Ich bin nicht mehr gezentigt, ich bin nicht mehr gezentigt.
44:53Alles aus der Luft gegriffen.
45:11Scheint so.
45:13Aber wir werden uns überzeugen müssen.
45:15Ich nehme aber nicht an, dass Sie mich festnehmen wollen.
45:18Es besteht kein Anlass dazu, Herr Schmidt.
45:19Sie werden keinen finden, weil es keinen gibt.
45:23Das hier sind Unterlagen und Notizen, die ich gemacht habe, als ich den Eindruck gewann,
45:30dass die Frau meines Vaters anfängt, Geld unauffällig auf die Seite zu schaffen.
45:37Ich ahnte ja nicht, zu welchem Zweck.
45:40Ich hoffte nur, meinen Vater überzeugen zu können, dass sie nicht der Engel ist, den er in ihr sah.
45:46Vielleicht hilft Ihnen das weiter.
45:48Danke, Herr Schmidt.
45:50Zu den Schlüsseln, die bei dem Killer gefunden wurden.
45:52Ja?
45:52Da ist mir noch eingefallen, dass meine Stiefmutter einen mit Nagellack gekennzeichnet hatte,
45:58weil sie die mal verwechselt hat.
46:00Wir werden dem nachgehen.
46:02Und das Licht an der Haustür.
46:04Wissen Sie, warum es nicht ging?
46:06Ich habe heute Morgen nachgesehen. Die Sicherung war rausgeschraubt.
46:09Haben Sie sie gefunden?
46:11Nein, ist weg.
46:12Ach, Entschuldigung, unsere Spurensicherung hat sie mitgenommen, wegen möglicher Fingerabdrücke.
46:17Sie war gelockert.
46:18Gut, Herr Schwedt.
46:20Ich bedanke mich für Ihren Besuch.
46:22Henry, lass dir bitte noch Namen und Adresse des Anwalts geben, Bankverbindung und so weiter.
46:27Bitte sehr, Herr Kreis.
46:32Vielen Dank.
46:32Wir haben einen ermordeten und einen nach Erfüllung seines Auftrags in Notwehr erschossenen Killer,
46:42dazu eine geständige Auftraggeberin und das alles nicht mal 24 Stunden nach dem Mord.
46:48Larsens Auftrag und Handlungsweise ist auch durchaus verständlich und klar.
46:51Ich komme gerade aus der Rechtsmedizin.
46:56Bei Schwedt, Tod durch Fraktur des dritten Halswirbels infolge eines Sturzes
47:00und schwerer Schädelbruch am Hinterkopf durch zweimaligen Aufschlag auf die Stufenkante.
47:04Eins von beiden hätte schon gereicht.
47:06Und der immer noch Unbekannte starb infolge eines Herzdurchschusses.
47:10Ist dir an den Schlüsseln, die der Killer bei sich hatte, irgendwas aufgefallen?
47:14An einem sind Spuren von Nagellack.
47:15Ach, Nagellack.
47:17Also ziemlich klar.
47:18Passt dir was nicht, Leo?
47:22Es passt ihm einfach alles.
47:24Tja, ungewohnt.
47:26Noch was.
47:27Der Schuss, der Larsen nicht traf.
47:29Der Einschuss in der Tür.
47:30Kaliber, Tatwaffe Richtung Schusskanal.
47:33Alle Untersuchungsergebnisse stimmen mit der Aussage Larsens völlig überein.
47:36Die Waffe wurde in gebückter Haltung abgefeuert.
47:40Schade, dass der Killer tot ist.
47:42Der Mord wäre glatt über die Runden gegangen.
47:44Als Unfall.
47:45Verschätzt hat sich die Schwedt nur in ihrem Stiefsohn.
47:47Das ist sicher richtig.
47:49Wäre der nicht misstrauisch geworden, wäre sie jetzt trauernde Witwe und reiche Erbin.
47:53Und Patrick Schwedt?
47:55Hätte sich seinen Porsche oder was auch immer gleich kaufen können.
47:57Seinen Teil hätte er ja auch gekriegt.
47:59Seinen Teil.
48:00Was kriegt er jetzt?
48:02Alles.
48:04Lieste, Gerd.
48:06Und das passt mir nicht.
48:07Ich habe noch ein paar Fragen an Sie.
48:27Bitte.
48:29Halten Sie die Anschuldigungen gegen Patrick Schwedt aufrecht?
48:33Ja.
48:33Demnach hatten Sie also ein Verhältnis mit ihm?
48:38Ja.
48:40Seit wann?
48:43Seit ungefähr einem Jahr.
48:46Wer wusste davon?
48:49Niemand.
48:50Wie Sie sich vorstellen können.
48:51Wie kam es nun zu dem Mord?
48:58Patrick fing irgendwann an, mir Vorhaltungen zu machen.
49:00Wie lange ich mein Leben noch vertrödeln wollte.
49:02Sein Vater würde uns um alles bringen.
49:04Der würde 100 Jahre alt.
49:06Dann wäre ich 70.
49:08Und wer den Killer engagiert?
49:11Ja.
49:13Haben Sie einen Beweis dafür?
49:14Der Mann ist ja tot.
49:18Wie kam der denn an Ihre Schlüssel?
49:21Ich wurde angerufen.
49:23Ich sollte die Schlüssel mit Klebeband unter die vordere rechte Stoßstange meines Wagens kleben.
49:26Zusammen mit 10.000 Mark.
49:28Im Stern.
49:29Im Parkhaus.
49:30Von 14 bis 18 Uhr.
49:32Und das haben Sie gemacht?
49:34Ja.
49:35Allein?
49:37Ja.
49:38Und diese Geschäftskarte von Ihrem Friseur?
49:41Ich traf den in meinem Hauptbahnhof.
49:43Wen?
49:43Na, ihn.
49:45Der erschossen wurde.
49:47Er zerriss die Karte und behielt die eine Hälfte und gab mir die andere.
49:52Aber wer hat Ihnen denn nun gesagt, wo Sie ihn treffen und was Sie dann tun sollten?
49:58Patrick.
50:00Wenn auch nur ein Teil der gegen Sie erhobenen Beschuldigungen zutrifft,
50:03wären Sie nicht nur Mittäter, sondern Anstifter des Verbrechens.
50:07Frau Schwied belastet Sie schwer.
50:10Kann ich das schriftlich haben, Herr Chris?
50:12Für welchen Zweck?
50:14Um Sie zu verklagen.
50:22Aussage gegen Aussage.
50:24Mit dem kleinen Unterschied, dass sich die Aussagen von Patrick Schwedt meistens beweisen lassen.
50:28Für die Aussagen seiner Stiefmutter gibt es überhaupt keine Beweise.
50:33Wir haben unseren Mörder.
50:36Ja, ja, aber Gerd, wenn sie die Wahrheit sagt, dann ist Patrick Schwedt.
50:41Das ist doch bloß nicht genial.
50:42Das hätte ich dir nicht angetan, Leo, aber das wäre dann so etwas wie das perfekte Verbrechen.
50:47Genau dagegen muss man was tun.
50:49Danke.
51:06Entschuldigen Sie bitte, dass ich so unangemeldet komme.
51:08Es tut mir sehr leid, Herr Chris, aber ich habe nochmal nachgedacht, aber ich finde einfach überhaupt nichts, womit ich beweisen könnte, dass Patrick...
51:15Danke. Sie können uns allein lassen.
51:17Bitte, bitte.
51:17Frau Schwedt, es gibt vielleicht noch eine Möglichkeit.
51:27Ich meine, eine letzte Chance.
51:29Immer vorausgesetzt, Sie haben mir die Wahrheit gesagt.
51:32Bestellt bitte Patrick Schwedt, wer morgen früh 10 Uhr hierher sagt, ihm abschließendes Gespräch, Bestätigung seiner Aussagen und sowas in der Richtung.
51:40Henry, um drei Viertel ist Helga Schwedt bei dir im Büro.
51:44Er darf auf keinen Fall wissen, dass sie hier ist. So, das wäre es für heute. Feierabend.
51:50Schönen Tag noch. Bis morgen.
51:54Was ist denn mit Leo los?
51:58Da kommt Henry.
52:01Morgen, Herr Heimann.
52:02Tag, Herr Schwedt.
52:03So nett, dass Sie mich abholen.
52:04Wir wollen ja nicht, dass Sie verloren gehen.
52:14Bitte sehr.
52:15Guten Morgen, Herr Kress.
52:16Morgen, Herr Schwedt. Bitte, nehmen Sie Platz.
52:18Danke.
52:19Sie wollen die Vernehmung abschließen.
52:21So ist es. Sind Sie mit der Aufzeichnung unseres...
52:23Bin ich, Herr Kress. Zeichnen Sie auf.
52:25Danke.
52:26Also, ich habe mir die Protokolle nochmal genau angesehen. Das ist alles in Ordnung. Nur ein Punkt wurde etwas flüchtig behandelt.
52:35Frau Schwedt behauptet, ja, ein Verhältnis mit Ihnen zu haben oder gehabt zu haben.
52:39Das ist die größte Unverfrorenheit.
52:41Sie haben diese Beziehung bestritten.
52:43Allerdings, Herr Kress.
52:45Wir haben nun diese Möglichkeit für uns mal durchgespielt.
52:49Sie haben es angekündigt, ja.
52:51Ja.
52:52Das Erstaunliche dabei ist das Resultat.
52:55Als Kriminalist müsste man Sie in diesem Fall bewundern.
52:58Herr Kress.
52:59Doch, doch, wenn Sie nämlich tatsächlich ein Verhältnis mit Ihrer Stiefmutter gehabt hätten.
53:03Hätten Sie Sie schon aufgrund Ihrer Jugend ganz gut zu dem Mord motivieren können?
53:08Sie hätten ihn gemeinsam geplant und ich bin davon überzeugt, der Sturz auf der Treppe wäre als Unfall ohne jeden Verdacht durchgegangen.
53:15Sie hätten beide geerbt und nichts wäre Ihnen mehr im Weg gestanden.
53:21Sicher hätte das so sein können, aber wie Sie wissen, so war es nicht.
53:26Eben.
53:27Jetzt wird es ja auch erst interessant.
53:29Ja.
53:31Sie lassen also Ihre Stiefmutter in dem Glauben, dass alles so läuft wie geplant.
53:36Sie überlassen ihr sogar die Ausführung gewisser Handlungen, die nachher zu ihrer Überführung dienen.
53:43Engagieren heimlich Herrn Larsen und verabreden mit ihm, dass er den Tod Ihres Vaters abwartet, um dann den Killer zu erschießen.
53:54Das ist interessant, was Sie sich so ausdenken.
53:56Das ist nur konsequent.
53:58Die falsche Telefonnummer, die er anruft, macht sein Verhalten glaubwürdig.
54:02Denn ein Anruf bei den Hartmanns könnte durch Zufall an Ihre Stiefmutter gelangen und Sie irritieren, bevor das Spiel zu Ende gespielt ist.
54:12Herr Larsen wäre beinahe erschossen worden.
54:14Ja, sagt er. Den einzigen Zeugen hat er getötet.
54:18Ja, Notwehr. Die Kugel, die ihn treffen sollte, steckt in der Tür.
54:20Richtig, aber wer erschoss zuerst?
54:22Der Killer. Nach dem Herzdurchschuss konnte er wohl nicht mehr.
54:24Kaum. Aber Larsen konnte auch danach.
54:29Auf sich selber schießen?
54:31Auf die Tür, mit der Pistole des Killers, von dessen Standpunkt aus.
54:36Na ja, ist nicht so wichtig.
54:40Sie verabschieden sich bei den Hartmanns und fahren heim.
54:44Frau Schwillt in der Erwartung, Ihren Mann tot auf der Treppe.
54:48Sie in der Hoffnung, alles so vorzufinden, wie es dann auch tatsächlich war.
54:54Sie beschuldigen nun Ihre völlig überraschte Komplizin und spielen den Beschützer Ihres Vaters.
55:01Alles schön und gut, aber warum hätte ich, ich meine, warum hätte man das alles machen sollen?
55:08Aber Herr Schwedt, Sie sind doch jetzt der alleinige Erbe.
55:16Nicht uninteressant, Ihr Spiel.
55:19Aber glauben Sie nicht, dass Sie die Beschuldigung meiner Stiefmutter etwas zu ernst nehmen?
55:24Sie hat keine Beweise, nicht die Spur.
55:26Sie hat...
55:39Kommen Sie bitte.
55:49Du bist schwanger?
55:51Ja.
55:52Darf man fragen, von wem?
55:58Du hinterhältiges Schwein, das hast du gewusst.
56:00Du hast es mir nicht gesagt, um mich in der Hand zu haben, um mich zu erbrechen.
56:06Aus Ihren Beschuldigungen schließe ich, dass die Aussagen von Frau Schwedt der Wahrheit entsprechen.
56:12Sie sind vorläufig festgenommen wegen des Verdachts der Amtsstiftung und Beihilfe zum Mord.
56:16Erledigt das bitte drüben und Gerd, bring bitte Herrn Larsen hierher.
56:21Um die Haftbefehle werde ich mich kümmern.
56:24Kein Gedankenspiel.
56:26Und sei es noch so fantasievoll, ist so erschreckend wie die Wirklichkeit.
56:36Mit Frau Schwedt möchte ich noch einen Augenblick sprechen.
56:38Lügen haben kurze Beine.
56:51Man wird uns auf die Schliche kommen, dass das mit der Schwangerschaft nicht stimmt.
56:56Mein Kollege Heimann ist ja ein findiger Kopf.
56:58Aber das perfekte Verbrechen hat nicht stattgefunden.
57:05Es geht um Peter Larsen.
57:07Bitte bringt ihn zu uns ins Büro.
57:24Leo, Leo.
57:28Leo, Leo.
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