- vor 14 Stunden
Oberinspektor Derrick - Horst Tappert /
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley
Drehbuch - Herbert Reinecker /
Regie - Helmuth Ashley
Kategorie
📺
TVTranskript
00:00Musik
00:40Musik
01:08Musik
01:36Du hast den Sprung in die Meisterklasse geschafft.
01:40Sehr gut. Ganz ausgezeichnet.
01:44Wer hat applaudiert?
01:47Sie hat den Applaus verdient.
01:50Und zwar von allen.
01:53Applaus
02:00Sehr gut, Isolde.
02:03Dein Spiel hat deinen Ausdruck gewonnen.
02:06Langsam bekommst du sie.
02:08Die Identität des Pianisten.
02:11Sie ist noch nicht voll da.
02:13Denn es ist ein sehr langsamer Prozess.
02:18Musik
02:23Wirst du abgeholt?
02:24Ja, mein Bruder holt mich ab.
02:32Hallo, Erwin.
02:33Der hat heute fantastisch gespielt.
02:35Ja? Warst du wirklich so gut?
02:36Ich weiß auch nicht, wieso.
02:37Ich hatte ein irrsinnig gutes Gefühl.
02:40Das ging alles wie von selbst.
02:42Ich habe nicht nachgedacht.
02:43Die Finger waren es.
02:59Na, wie war es?
03:01Es war so, dass ich dachte, okay, so gut warst du noch nie.
03:06Ich habe es gewusst.
03:07Ich wusste es.
03:08Sie schafft es.
03:09Die ganze Klasse hat applaudiert.
03:11Was erzählst du denn da?
03:13Absoluter Unsinn.
03:14Aber ein Erfolg war es.
03:17Gratuliere.
03:19Du hast dir ein bisschen Angst davor gehabt.
03:21Ein bisschen schon.
03:22Aber als ich dann an den Flügel ging, war die ganze Aufregung weg.
03:26Das muss ich gleich Mutter sagen.
03:27Sie ist nämlich oben.
03:28Sag, sie kommt nicht runter, bis sie weiß, wie es ausgegangen ist.
03:33Mama, es war ein Trübung.
03:34Geh her.
03:36Mama, sie hat es geschafft.
03:38Ich habe vor lauter Aufregung schon gar nicht mehr gewusst, was ich machen soll.
03:41Ich habe immer nur gedacht, lass das Kind gewinnen.
03:44Ja, komm doch rauf.
03:49Moment, bitte.
03:54Gelinde?
03:55Ja?
03:56Telefon für dich.
03:57Wer ist es denn?
03:58Deine Mutter.
04:04Ja, Mutter?
04:06Mutter?
04:07Unsere Kleine hat fabelhaft abgeschnitten.
04:09Ihr Lehrer prophezeit ihr eine Riesenkarriere als Pianistin.
04:12Ich habe die ganze Zeit daran gedacht.
04:15Sie hat es also geschafft.
04:17Mit Glanz und Gloria.
04:19Ich gratuliere ihr und ich umarme sie.
04:23Mach du weiter hier für eine halbe Stunde.
04:26Ich gehe rauf.
04:27Unsere Kleine hat irre gut abgeschnitten.
04:29Das freut mich, Chef.
04:30Ich habe auch nichts anderes erwarten.
04:37Ich danke dir, Isi.
04:39Ich wusste, dass du es schaffen würdest.
04:41Ich war im Geiste dabei und habe neben dir gestanden und habe immer gedacht, zeig es ihm.
04:47Ihr Lehrer prophezeit dir eine große Karriere als Pianistin?
04:51Ja, das hat er gesagt, vor der ganzen Klasse.
04:53Und nicht nur so eine Klavierspielerin, wie sie es zu Tausenden gibt.
04:57So eine nicht.
04:58Nein, so eine nicht.
05:00So eine natürlich nicht.
05:02Der Champagner, Kleine.
05:04Das erste Glas auf dich.
05:09Bist du glücklich?
05:11Natürlich bin ich glücklich.
05:12Ich habe deine Schwester angerufen.
05:14Sie gratuliert dir.
05:15Sie sagt, sie liebt dich.
05:18Was für ein Tag.
05:24Du bist ja noch unter der Dusche.
05:28Bleib nicht so lange drunter.
05:30Ach Mama, ich liebe heißes Wasser.
05:33Ich könnte stundenlang duschen.
05:35So, jetzt komm, ich habe das Handtuch.
05:41Du bist ja ganz heiß.
05:42Du sollst nicht so heiß duschen.
05:46So, jetzt trockne dich ab und dann leg dich ein bisschen hin.
05:49Du hast heute sehr viel mitgemacht.
05:50Ach, Anstrengungen, die spüre ich gar nicht.
05:53Du hattest wohl so etwas wie ein Rauschgefühl.
05:57Ich kenne das von mir.
05:59Diese Hochgefühle sind das Ergebnis einer inneren Anstrengung.
06:03Die viel Kraft kostet.
06:05So.
06:07Und jetzt leg dich hin.
06:18Ich sollte dich wecken, fast du eingeschlafen sein solltest.
06:21Nein, nein.
06:22Ich habe nicht geschlafen.
06:24Musst du noch üben?
06:25Ich komme gleich.
06:48Danke, Mama.
06:53So solltest du nicht spielen.
06:56Wie meinst du?
06:58Ich meine, so solltest du nicht spielen.
07:00Willst du dir nichts anderes anziehen?
07:03Na, wieso denn?
07:13Möge.
07:15Ich bin ja.
07:17Ich bin ja.
07:18Ich bin ja.
07:21Ich bin ja.
07:24Ich bin ja.
07:34Musik
07:58Sie spielt ja schon
08:24Herzlich willkommen
08:25Danke sehr
08:26Bin ich zu spät
08:27Ich hatte noch
08:28In der Reaktion zu tun
08:29Ach, das macht nichts
08:30Jakob, fährst du mal
08:31Den Wagen von der Manstor
08:32Weg, bitte
08:32Danke sehr
08:35Haben Sie nicht gewartet?
08:37Nein
08:37Gewartet habe ich
08:38Auf eine junge Dame
08:39Die Attraktion des Abends
08:42Ah, da kommt sie
08:51Guten Abend
08:52Guten Abend
08:54Ihr kommt spät
08:57Herzlich willkommen
08:58Isolde
08:59Schön, dass Sie da sind
09:00Ich fahre gleich wieder weg
09:01Ich habe Isolde nur hergebracht
09:02Wann kann ich sie wieder abholen?
09:04Sie spielt, aber ich denke
09:05Sie wird nicht gleich wieder weg wollen
09:06Meine Gäste nehme ich an
09:08Möchten sich noch mit ihr unterhalten
09:09Das ist Isolde Roski
09:13Guten Abend
09:13Die Tochter eines meiner Gastwirte
09:16Und das ist der Grund, lieber Freund
09:18Warum ich Sie hierher gebeten habe
09:21Isolde ist eine hervorragende Pianistin
09:23Sie spielt bei uns ab und zu
09:24Wenn wir Gäste haben
09:25Und das ist Gregor Mansdorf
09:27Einer unserer Musikkritiker
09:29Den Namen werden Sie kennen
09:30Also seien Sie nett zu ihm
09:32Komm irgendwann, aber nicht zu früh
09:34Okay
09:38Zeig ihm, wie du spielen kannst
09:40Guten Abend
09:41Guten Abend
09:41Guten Abend
09:43Berthold
09:43Bringst du Isolde rein?
09:45Hallo Isolde, wie geht's?
09:48Hallo Erwin
09:49Habst du nicht hier?
09:50Nein, ich hau wieder ab
09:51Das ist Isoldes Tasche, ihr Kleid ist da drin
09:53Gib her, ich zieh sie an
09:55Ihr habt sicher ein Gästezimmer, nehme ich an
09:57Haben wir
09:59Kommst du?
10:34Na, endlich wirst du mal wieder eingeladen
10:38Ich hab zu meinem Vater gesagt
10:41Wann geben wir mal wieder ein Konzert
10:43Und holen Isolde
10:48Was hast du mitgebracht?
11:03Na komm, zieh dich aus
11:12Oder soll ich das tun?
11:28Sie kommt aus ganz einfachen Verhältnissen
11:31Keine besonderen Talente
11:32Niemand, der da in irgendeiner Weise aus dem Rahmen fällt
11:36Und dann so ein Juwel in der Familie
11:40Aber sehen Sie selbst
11:41Ich werde Sie jetzt präsentieren
11:47Ich soll denn, sind Sie so weit?
12:04Sie kommt sofort
12:06Schau nicht rein, ich sag doch, Sie kommt sofort
12:08Was soll denn das?
12:10Sie soll bei uns Klavier spielen
12:12Tut sie ja auch
12:13Aber ein paar andere Talente hat sie auch noch
12:17Komm, gib ihr zwei Minuten
12:41Ein bildschönes Kind
12:42Was durchaus bemerkt worden ist
13:06Weil wir sind glaube ich
13:14Du bist schon wieder
13:15Ich würde ich auch schon wieder
13:15Amen.
13:50Amen.
14:15Geh nicht mit rein.
14:17Warum nicht?
14:18Das sind nette Leute.
14:20Ich warte hier draußen.
14:32Wenn das jetzt ein richtiges Konzert gewesen wäre,
14:35dann stünde morgen in der Zeitung, was er darüber geschrieben hat.
14:39Aber wir können ihn ja fragen, was er geschrieben hätte.
14:44Zu viel verlangt.
14:46Nein, nein.
14:47Ich sag das schon ehrlich.
14:48Ich habe einen bemerkenswerten Eindruck.
14:52Auch ein schlechter Eindruck kann bemerkenswert sein.
14:54Nein, nein, das war kein negativer Eindruck.
14:56Entschuldigung, dein Bruder ist da.
14:58Danke.
15:01Danke.
15:04Bitte schön.
15:19Moment, die Tasche noch.
15:28Mein Gott, siehst du aus.
15:35Es ist kalt, zieh dir das über, dass du dich nicht erkältest.
15:39Und nun sag, wie es war.
15:41Unter den Gästen war ein Musikkritiker.
15:43Er sagte, er hätte einen starken Eindruck gehabt.
15:46Deinen Namen wird er dich sicher gemerkt haben.
15:48So, komm gut nach Hause.
15:51Ich rufe dich an.
16:02Ja, Herr Mansdorf.
16:05Schön, dass Sie da waren.
16:07Ich bedanke mich.
16:08Auf Wiedersehen.
16:08Bitte schön.
16:09Guten Abend.
16:10Guten Abend.
16:14Das war ein schöner Abend.
16:17Die kleine Rotzke spielt ganz hervorragend.
16:19Die macht Karriere.
16:21Ich sag mal, ganz privat, weil ich fast dazugekommen bin.
16:28Die ist die kleine.
16:30Ich meine, versteht sie was davon?
16:34Davon versteht sie eine Menge.
16:41Tschö.
16:42Tschö.
16:43Tschö.
16:47Tschö.
16:48Tschö.
16:49Bis morgen.
17:10Tschö.
17:12Tschö.
17:16Tschö.
17:18Da ist einer erschossen worden.
17:23Tschö.
17:37Also ich begreif's nicht.
17:38Hier ist doch sehr viel Betrieb.
17:40Niemand hat die Schüsse gehört.
17:42Von dort wurde geschossen.
17:55Die Schüsse gehört.
17:59Die Schüsse gehört.
18:09Rüger.
18:13Die Schüsse gehört.
18:18Man hat meinen Sohn erschossen.
18:32Ich bin der Vater.
18:40Wer hat das getan?
18:44Was soll ich sagen?
18:48Wie kann ich Ihnen helfen?
18:51Ich weiß nicht, wie ich Ihnen helfen soll.
18:56Ich habe keine Ahnung.
18:58Ich weiß wirklich nicht, wer ein Interesse daran haben könnte, den Jungen umzubringen.
19:02Warum?
19:06Was macht Ihr Sohn? Arbeitet er?
19:09Er studiert.
19:14Er studiert, was heißt er? Studiert. Er hat studiert.
19:19Betriebswirtschaft, weil er die Brauerei übernehmen sollte.
19:22Mein Sohn, ich habe nur diesen.
19:26Ah, also der einzige Sohn, Erbe, könnte da ein Motiv liegen?
19:30Gibt es irgendjemanden, der sich vielleicht benachteiligt fühlen könnte?
19:35Wer könnte das sein?
19:37Ich lebe allein. Meine Frau ist gestorben.
19:41Es gibt niemanden, der sich benachteiligt fühlen könnte.
20:14Sind private Gründe denkbar?
20:14Gäste eingeladen, ein musikalischer Abend.
20:17Die Tochter eines meiner Gastwirte hat ein kleines Konzert gegeben.
20:21Ein reizendes Mädchen. Den Namen können Sie gleich aufschreiben.
20:26Mit der hat er auch was gehabt.
20:43Unglaublich.
20:46Du hast wirklich erstaunliche Fortschritte gemacht.
20:52Bist du abgeholt?
20:54Nein, ich fahre mit der U-Bahn.
20:57Ich mache dir einen Vorschlag.
20:59Ich fahre dich nach Hause.
21:01Aber vorher trinken wir noch einen Kaffee zusammen.
21:11Ich will dir schon seit Wochen etwas sagen.
21:15Ich bin der Überzeugung, dass du ein außergewöhnliches Talent besitzt.
21:20Begabt warst du schon immer, aber das ist nichts Besonderes.
21:23Viele sind begabt.
21:24Aber es fehlt Ihnen das Letzte.
21:29Wie soll ich es nennen?
21:30Ich sage es mal so.
21:32Alle Begabten stehen schließlich vor einer Tür.
21:36Dorthin, wo aus der Begabung Berufung wird.
21:42Vor dieser Tür stehst du.
21:44Du hast sie schon offen. Ein bisschen offen.
21:48Du kannst sie ganz aufmachen.
21:52Und jetzt kommt mein Rat.
21:55Lass dich nicht ablenken.
21:57Bleib bei der Sache, bei der du alles geben, alles leisten kannst.
22:07Du musst etwas akzeptieren.
22:14Ein ganz normaler Mensch bist du dann nicht mehr.
22:21Der liebe Gott gibt dir einen Extra-Weg.
22:26Und für den brauchst du andere Schuhe.
22:34Und nun fahre ich dich nach Hause, damit du üben kannst.
22:37Heute komme ich erst später dazu.
22:39Ich muss noch zum Englischunterricht.
22:41Ach, machst du das?
22:45Wer gibt dir Unterricht?
22:47Ein Student.
22:48Mein Bruder hat ihn besorgt.
22:51Sehr cool.
22:53Alles Schritte auf deinem Extra-Weg.
22:56Ich bin gern Herr Lowski gesprochen.
23:04Bitte, meine Herren.
23:09Für Sie, Chef.
23:14Um was geht es?
23:17Kriminalpolizei.
23:18Wir haben ein paar Fragen an Sie, die den Tod von Gratol Tröger betreffen.
23:21Ja, wir haben davon gehört.
23:24Eine ganz tragische Geschichte.
23:26Der einzige Sohn umgebracht.
23:30In diesem Zusammenhang wollen Sie mir Fragen stellen.
23:33Weniger Ihnen als Ihre Tochter, die ja mit Herrn Tröger befreundet war.
23:37Befreundet?
23:40Es geht um Bertolt Tröger.
23:42Die Herren sind von der Kriminalpolizei.
23:44Sie wollen Isolde Fragen stellen.
23:46Wegen des Mordes an Bertolt Tröger.
23:49Was soll das Kind denn dazu sagen?
23:52Na ja, uns interessiert das private Umfeld des jungen Mannes.
23:55Privates Umfeld?
23:58Meine Tochter spielte ab und zu Klavier.
24:00Drei, vier Mal bis jetzt.
24:02Gibt da Hauskonzerte.
24:04Sie ist eine sehr gute Pianistin.
24:08Aber sonst gibt es da keine Verbindung zu diesen Leuten.
24:11Ich verkaufe sein Bier, das ist alles.
24:13Können wir jetzt mit Ihrer Tochter sprechen?
24:16Sie ist im Moment nicht da.
24:18Dann sagen Sie doch bitte, sie möchte uns aufsuchen.
24:21Mordkommission, Zimmer 211.
24:23Hier steht alles drauf.
24:24Ich würde Sie ausrichten.
24:26Danke.
24:31Wird das Kind da Ärger kriegen?
24:34Unsinn.
24:39Sie haben ein sehr gutes Sprachgefühl.
24:42Englisch liegt Ihnen.
24:43Freut mich, dass Sie das sagen.
24:45Ist doch wahr.
24:45Da sage ich das ganz locker.
24:47Ich hatte ja Englisch schon in der Schule.
24:49Wann komme ich wieder?
24:51Tu mir raus, jeden Tag um diese Zeit.
24:55Unterricht macht nicht immer Spaß.
24:58Aber in Ihrem Fall?
25:01Erwin hat gesagt, dass Sie ganz toll Klavier spielen.
25:05Dann sind das besondere Hände?
25:11Ich weiß nicht.
25:14Ich habe noch eine Frage.
25:17Ich habe noch eine Frage.
25:17Eigentlich mehr eine Bitte.
25:19Im Wohnzimmer von meiner Wirtin, da steht ein Klavier.
25:22Wollen Sie es nicht mal probieren?
25:24Wollen Sie es nicht mal probieren?
25:37Bollui.
25:42Amen.
26:36Das war unheimlich gut.
26:40Ich bin ganz geschafft.
27:02Tut mir leid.
27:14Warum machst du denn nicht auf?
27:16Ich habe die Klingel nicht gehört.
27:18Ich denke, sie lernt Englisch.
27:19Dabei spielt sie ihr Klavier.
27:20Ja, ist schon gut.
27:21Wir sind eben schon fertig.
27:23Naja, es ging sehr gut.
27:25Ich habe ja auch schon gesagt, sie lernt sehr leicht und hat eine sehr gute Aussprache.
27:29Da wollte ich halt wissen, wie sie Klavier spielt.
27:31Und, weißt du es jetzt?
27:32Ja.
27:33Sie spielt zum Niederknien.
27:34Du sollst nicht vorher knien, du sollst sie Englisch beibringen.
27:37Da bist du ja.
27:39Die Zeit ist so wahnsinnig schnell vergangen.
27:42Ich sehe sie dann morgen wieder.
27:45Ja.
27:47Lass dich nicht mit ihm ein.
27:49Nein, nein.
27:57Darf ich spielen?
27:59Na logisch.
28:07Lass dich nicht mit ihm ein.
28:30Noch was.
28:31Die Polizei war heute bei uns wegen Berthold.
28:34Die haben den Mörder immer noch nicht gefunden und fragen jetzt überall rum.
28:38Hörst du mir zu?
28:45Sie wollten auch mit dir sprechen.
28:47Du sollst hinkommen.
28:49Wohin kommen?
28:51Zur Polizei.
28:52Davon rede ich doch.
28:54Am besten, ich bringe dich gleich hin und warte auf dich.
28:57Na bitte setzen Sie sich.
28:59Hat Ihr Vater Ihnen gesagt, worum es geht?
29:02Mein Bruder hat es mir gesagt.
29:04Ah, Ihr Bruder, ja.
29:05Na fein.
29:07Harry, könntest du uns einen Augenblick allein lassen?
29:09Danke.
29:17So, jetzt sind wir ganz unter uns.
29:21Es geht um Ihre Beziehung zu Berthold Dröger.
29:23Sie wissen ja, dass er auf dem Parkplatz eines Tennisclubs ermordet wurde.
29:28Nun ist weit und breit leider kein...
29:31Moment mal, Sie wissen das doch, oder?
29:34Ja.
29:36Aha.
29:38Gut.
29:39Also weit und breit ist kein Motiv zu sehen.
29:41Es könnte natürlich ein sehr privates Motiv sein.
29:45Und deshalb interessieren wir uns für das Privatleben des jungen Mannes.
29:48Und wir dachten, Sie könnten uns vielleicht etwas dazu sagen.
29:52Sie waren ja befreundet mit ihm.
29:55Niva?
29:57Nein.
29:59Nein?
30:00Nein, Sie waren nicht mit ihm befreundet?
30:02Nein.
30:04Ja, aber Sie haben doch im Hause des jungen Mannes, haben Sie so kleine Konzerte gegeben.
30:07Sie sind doch Pianistin, nicht wahr?
30:09Ich will's werden.
30:10Ich bin noch auf der Musikhochschule.
30:11Ja, aber offenbar spielen Sie doch schon so gut, dass die Leute große Freude an Ihrer Musik haben, nicht wahr?
30:17Ja.
30:19Mal sehen Sie, das ist doch schön für Sie.
30:21Wie oft waren Sie denn im Hause, Dröger?
30:27Ich glaube, viermal.
30:29Ah, viermal.
30:30Und immer nur, um ein Konzert zu geben?
30:33Ja.
30:35Es gab gar keine andere Beziehung.
30:37Sie kannten Berthold, Dröger.
30:40Das war eigentlich nur vom Sehen, nicht?
30:42Ja?
30:45Ja, wenn man rausging.
30:49Der Vater hat eine Aussage gemacht.
30:53Er hat ausgesagt, dass er seinen Sohn und Sie im Gästezimmer des Hauses vor dem letzten Hauskonzert in einer eindeutigen
31:00Situation gesehen hat.
31:04Er hat sich natürlich mit seinem Sohn darüber unterhalten.
31:06Der Dialog war ziemlich nüchtern.
31:08Der Vater fragte, wie war sie denn? Versteht Sie was davon?
31:12Der Sohn sagte, ja, davon versteht sie eine Menge.
31:19Also daraus könnte man doch schließen, dass Sie schon öfter Kontakt zu Berthold hatten.
31:27Wie oft hatten Sie Kontakt zu Berthold, Dröger?
31:32Viermal.
31:34Und das war immer bei den Hauskonzerten, ja?
31:39Ja.
31:40Und außerhalb dieser Hauskonzerte, ich meine darüber hinaus, da gab es keine Begegnung?
31:45Nein.
31:49Sagen Sie, könnte es sein, dass diese Kontakte gegen Ihren Willen zustande kamen?
31:59Also ganz direkt gefragt, hat Berthold Dröger Sie vergewaltigt?
32:06Nein.
32:17Jetzt sag bloß, was Sie von dir wollten.
32:20Was Sie wollten?
32:22Ich weiß es nicht.
32:24Wie, du weißt es nicht?
32:25Sie haben dir noch Fragen gestellt. Welche?
32:28Sie wollten wissen, wie befreundet ich mit Berthold war?
32:34Hast du es Ihnen gesagt?
32:36Ja.
32:38Dann lass mich jetzt mal fragen, wie befreundet warst du denn mit ihm?
32:43Warum darüber reden?
32:45Er ist doch tot.
32:49Er lebt doch nicht mehr.
32:52Also keine Vergewaltigung.
32:55Sie sagt nein.
32:58Und das ist glaubwürdig?
33:02Was hat sie denn für einen Eindruck auf dich gemacht?
33:06Sie ist sicher sensibel, sie hat starke Gefühle, sie ist verletzlich.
33:09Den Eindruck hatte ich.
33:12Andererseits sagst du, scheint der Tod von Dröger sie nicht besonders mitgenommen zu haben.
33:16Ja.
33:17Ja, und dafür habe ich eben keine Erklärung.
33:19Weißt du, sie ist ein reizendes Mädchen, aber...
33:23Aus irgendeinem Grunde, ich weiß nicht, irgendwas ist mit ihr.
33:29Ich komme nicht dahinter.
33:31Und da, die Kinder sind zurück.
33:36Wo ist sie, Solle?
33:37Sie ist schon raufgegangen.
33:39Sie hat heute noch gar nicht üben können.
33:40Die Polizei hat sie gefragt nach ihrer Beziehung zu Berthold.
33:43Na, gar keine.
33:45Sie hat da Klavier gespielt und das war alles.
33:47Ja, so in etwa hat sie gesagt.
33:49Da war der Aufwand.
33:50Wird so ein Kind zur Polizei bestellt.
33:52Wie hat sie das aufgenommen?
33:55Irgendwie hat sie das alles gar nicht richtig mitgekriegt.
33:59Das ist ja auch besser so.
34:04Ja, Roski?
34:08Gerlinde ist es.
34:09Was aus der Sache mit der Polizei geworden ist.
34:11Sag du es ihr.
34:15Es ist alles in Ordnung.
34:17Dass sie mir das Kind nicht in Unruhe stürzen.
34:20Nein, nein.
34:21Sie ist schon wieder oben und übt.
34:22Das ist alles in Ordnung.
35:12Was diese Dummküpfel nur wollen.
35:15Sie haben dir nicht wehgetan.
35:16Nein, nein.
35:18Sie macht sehr gute Fortschritte.
35:21Weißt du eigentlich, dass deine Schwester ein ganz außergewöhnliches Mädchen ist?
35:25Ist sie das?
35:26Ja, sie lernt es ja nicht schnell.
35:30Ich habe noch nie jemanden gesehen, was heißt gesehen, erlebt, der so aufgeschlossen ist, so offen.
35:40Es hört sich gut an, aber ich möchte dich an, als ich dich fragte, bringst du meiner Schwester Englisch bei,
35:49da sagte ich noch was.
35:51Ich sagte, fang nichts mit dir an.
35:55Hast du gesagt?
35:56Hast du gesagt?
35:57Ja, darum warte ich dich.
35:59Weißt du, was du da von mir verlangst?
36:03Unmögliches.
36:04Du verlangst Unmögliches von mir.
36:07Und auch von ihr.
36:08Ja, ehrlich gesagt, die Hälfte der Zeit liegen wir zusammen im Bett.
36:21Entschuldige.
36:24Ist schon gut.
36:40Ich habe noch nie.
37:15Ich habe Herrn Tanner das Zimmer vermietet, ein Student, sehr anständig, sehr fleißig.
37:22Sehen Sie nur seine Bücher, seine Hälfte.
37:25Wer kann denn so einen Menschen erschießen?
37:27Sagen Sie mal, Herr Tanner studiert Sprachen, nicht? Englisch.
37:30Er hat in London studiert. Er gibt Nachhilfe in Englisch.
37:35Heute Nachmittag noch. Einem jungen Mädchen. Ganz reizend.
37:40Wenn mich nicht alles täuscht, seine Freundin.
37:44Manchmal ist das Bett noch nicht richtig aufgeräumt.
37:49Na ja, wissen Sie, wer das Mädchen ist?
37:52Nein. Ich weiß nur, dass sie ausgezeichnet Klavier spielt.
37:56Ich habe nämlich ein Klavier. Meine Tochter hat mal Stunden genommen.
38:01Entschuldigung, bitte. Wissen Sie, wissen Sie nicht den Namen, Vornamen?
38:06Nein.
38:07Nein. Dann machen wir das Übliche. Hierfür.
38:13Sagen Sie, können Sie mir das Mädchen nicht beschreiben?
38:17Beschreiben?
38:18Na warten Sie mal, sie ist nicht sehr groß.
38:22Sie ist circa 19 Jahre alt. Sie hat eine knabenhafte Figur.
38:25Sie hat ein rundes Gesicht mit einer Stupsnase und halblange dunkle Haare.
38:31Sie haben sie aber beschrieben, als ob Sie sie gesehen hätten.
38:35Und ihr Name? Isolde. Isolde Roski.
38:49Ja, bitte.
38:51Moment.
38:53Papa, Telefon.
38:56Erwin, räumtisch 6.
38:58Ja.
39:01Ja?
39:02Mein Name ist Derry, Kriminalpolizei. Wir haben schon mal miteinander gesprochen.
39:06Ja.
39:06Ja. Was gibt es denn?
39:08Ich habe nur eine Frage.
39:10Nimmt Ihre Tochter Nachhilfe in Englisch?
39:13Ja, nimmt sie.
39:15Danke.
39:19Die Kriminalpolizei war es.
39:21Gehen die Leute eigentlich nie schlafen?
39:23Was wollten Sie?
39:24Ob Izi Unterricht in Englisch nimmt.
39:26Jetzt frage ich dich, was geht die das an?
39:28Das frage ich mich auch.
39:30Hallo, Herr Linde.
39:37Gehst du gleich hoch oder willst du erst hier noch was essen?
39:40Weißt du, dass ich richtigen Hunger habe?
39:43Mutter ist in der Küche.
39:45Anstrengenden Tag gehabt?
39:47Ach, es geht so.
39:51Isolde gibt Hauskonzerte, hat eine Beziehung zum Sohn des Hauses, die ihr nicht überlebt.
39:56Er wird erschossen.
39:59Isolde nimmt Englischunterricht beim Studenten, hat eine intime Beziehung mit ihm, die er ebenfalls
40:04nicht überlebt.
40:05Auch er wird erschossen.
40:06Vermutlich mit demselben Kaliber, möglicherweise aus derselben Waffe.
40:11Wenn es so ist, dann sind wir ein Stückchen weitergekommen.
40:15Ja, das denke ich auch.
40:28Sieh nochmal, was geht Sie das an, ob meine Tochter Englischunterricht nimmt?
40:32Warum wollen Sie das wissen?
40:36Weil der Student, der ihre Tochter heute Nachmittag noch Englischunterricht gegeben hat, heute
40:41Abend in seinem Haus erschossen wurde.
40:44Er wurde erschossen?
40:46Ja, so wie der junge Dröger.
40:48Wo ist Ihre Tochter?
40:51Was hat denn das mit meiner Tochter zu tun?
40:53Das ist genau die Frage, weswegen wir hier sind.
41:16Jetzt nochmal bitte aufhören, Isi.
41:20Es tut mir leid, dass ich Sie bei Ihrem Spiel unterbrechen muss.
41:25Was wollen die denn hier?
41:27Es ist wegen der Studenten, bei dem Isi Unterricht nimmt.
41:30Ja, er wurde heute Abend in seinem Treppenhaus erschossen.
41:35Man hat ihn erschossen?
41:37Tanner? Georg?
41:38Ja, Georg Tanner.
41:42Er ist ein Freund von mir.
41:43Ich habe ihn meiner Schwester empfohlen.
41:49Wie ist denn das passiert?
41:51Na ja, das ist eigentlich ganz einfach.
41:53Dann kam er nach Hause, es war dunkel, er ging die Treppe rauf.
41:55Dann kam ihm jemand entgegen und er stand über ihm.
41:59Und dann hat er ihn mit zwei Schüssen getötet.
42:04Ja, das ist sehr traurig für den, den es betrifft.
42:07Aber warum kommen Sie zu uns?
42:11Schauen Sie, innerhalb weniger Wochen werden zwei junge Männer getötet.
42:15Beide waren bekannt.
42:18Ja, gut bekannt.
42:20Oder sagen wir es mal genauer, sehr gut bekannt mit Ihrer Tochter.
42:24Ja, was wollen Sie denn damit sagen?
42:28Es könnte doch dazu einen Zusammenhang geben, ne?
42:32Wo soll es denn den geben?
42:34Das kann sich doch nur um ein Zufall handeln.
42:37Richtig.
42:38Das ist ein reiner Zufall ist das.
42:43Gut.
42:44Dann lassen Sie uns jetzt mal mit Ihrer Tochter allein.
42:46Was?
42:48Sie wollen Sie alleine sprechen?
42:52Jetzt hören Sie mir mal zu.
42:54Wir möchten nicht, wir dulden nicht, dass Sie das Kind mit Ihren Fragen in Unruhe versetzen.
43:01Das kann Sie nicht brauchen.
43:02Nicht jetzt.
43:04Sie sitzt jeden Tag, stundenlang am Flügel und übt.
43:07Dafür braucht sie ihre ganze Kraft und ihre Ruhe.
43:10Ja, das verstehe ich sehr gut.
43:12Ich muss trotzdem drauf bestehen.
43:15Komm, Papa, wir gehen.
43:16Lass Sie doch fragen.
43:28So, ich habe nur eine Frage an Sie und ich stelle Sie so offen wie nötig.
43:34Haben Sie mit Tama geschlafen?
43:36Ja.
43:38Sind Sie seine Geliebte?
43:43Nein.
43:46Das war es schon.
43:47Danke.
44:01Ich habe jetzt die Nummer von Ihrem Lehrer, von Professor Sudhoff.
44:05Sag ihm, wir kommen vorbei.
44:09Die kleine Isolde Roski.
44:13Was wollen Sie wissen?
44:16Meine beste Schülerin.
44:18Ich habe nie eine bessere gehabt.
44:20Eine ganz außergewöhnliche Begabung.
44:24Dann hat sie eine große Karriere vor sich.
44:28Ja.
44:29Ja, da bin ich ganz sicher.
44:34Aber...
44:35Was ist daran interessant für Sie?
44:39Ihr Lebensumfeld.
44:41Ihr Lebensumfeld.
44:44Ja.
44:46Das ist nicht uninteressant.
44:49Erstaunlich genug.
44:50Kind einer bürgerlichen...
44:53einer sehr bürgerlichen Familie.
44:56Keine Begabung, sonst durchschnittweit nichts.
44:58Aber ich will nichts gegen diese Leute sagen.
45:01Ein Gutes haben Sie nämlich.
45:02Sie wissen, wen Sie da haben.
45:05Mit Ihrer Tochter.
45:08Dass Sie da so etwas wie ein Juwel haben.
45:12Sagen wir so, ich habe es Ihnen gesagt.
45:18Vielleicht hätten Sie es sonst gar nicht gemerkt.
45:21Aber jetzt wissen Sie es.
45:23Und jetzt beten Sie die Kleine an.
45:30Was wollen Sie noch?
45:33Ja, das...
45:35Das ist ein bisschen delikat.
45:38Wissen Sie etwas über Ihr...
45:39Dann sagen wir mal, Gefühlsleben.
45:45Eine merkwürdige Frage.
45:49Aber nicht uninteressant.
45:51Ich sage immer zu meinen Schülern,
45:54beherrsch das Gefühl.
45:57Und sorg dafür, dass es nicht Euch beherrscht.
46:01Aha.
46:01Und das Ganze jetzt übertragen auf Isolde Roski?
46:04Was führen Sie eigentlich im Schilde?
46:08Es gibt keine gefährdeteren Menschen als die Begabten.
46:12Die Gefahr ist abzustürzen in die Mittelmäßigkeit.
46:17Und das...
46:20darf diesem Kind nicht passieren.
46:24Es ist gefährdet.
46:28Denn sie ist gefährdet.
46:32Was hätte er schon sagen sollen?
46:36Will er sagen sollen, was will sie werden?
46:38Pianistin oder Hure?
46:39Hure.
46:41Warte mal, liegt da das Motiv?
46:45Will da vielleicht unbedingt jemand,
46:47dass sie Pianistin wird und keine Hure?
46:50Ja, wer ist der?
46:52Der Lehrer?
46:54Der sie so hoch schätzt?
46:56Er sagt, die Familie betet sie an.
46:59Ja, er betet sie auch an.
47:01Oder der Bruder.
47:02Ich meine, der weiß doch ganz genau Bescheid,
47:04was mit seiner Schwester los ist.
47:06Und er hat sie ja hingefahren zu den Hauskonzerten.
47:08Und Tanner, der Student, war sein Freund.
47:11Ja, vielleicht hat er sich auch die Frage gestellt,
47:13Pianistin oder Hure.
47:14Ja, ja, ja, ja.
47:17Ja, vielleicht...
47:17Vielleicht weiß die ganze Familie Bescheid.
47:20Vielleicht wurden in der Familie Urteile gefällt.
47:24Todesurteile.
47:27Ich hab die Salatplatte jetzt hier mit rein genommen.
47:42Reinkommen können wir doch wohl, ne?
47:44Äh, Chef.
47:45Wir haben noch geschlossen.
47:49Aber wenn Sie ein Bier haben wollen,
47:51das kriegen Sie natürlich.
47:52Wir wollen kein Bier, danke.
47:58Dann wollen Sie wohl wieder was loswerden.
48:00So ist es.
48:01Wo ist Ihr Sohn?
48:02Der ist noch oben in der Wohnung.
48:04Dann holen Sie ihn runter.
48:06Ich tue es, wenn Sie mir einen vernünftigen Grund dafür sagen.
48:09Der Junge lernt für sein Studium.
48:11Es handelt sich um eine polizeiliche Vernehmung.
48:14Und die gilt auch Ihnen, Ihrer Frau
48:16und Ihrer Tochter, der Krankenschwester.
48:19Die Krankenschwester hat Nachtdienst gehabt.
48:21Und ist noch nicht wieder zu Hause.
48:23Wollen Sie auch etwas von meiner Tochter Isolde?
48:25Sie übt und darf nicht gestört werden.
48:28Nein, die brauchen wir nicht.
48:30Im Moment nicht.
48:37Ja?
48:42Ja, ich komme.
49:03Darf ich fragen, worum es sich handelt?
49:06Vorgestern Abend wurde der Student Tanner erschossen.
49:09So ziemlich genau um 21.30 Uhr.
49:11Wo waren Sie denn mit dieser Zeit?
49:13Ja, wie hört sich das denn an?
49:16Halten Sie meinen Sohn für den Mörder.
49:17Hast du gehört, Mutter?
49:19Welche Frage man unserem Jungen stellt.
49:21Ich stelle die Frage auch an Sie, an Ihre Frau, an alle.
49:24Auch an Ihre Tochter, Krankenschwester.
49:27Wo waren Sie vorgestern Abend um 21.30 Uhr?
49:30Na wo?
49:31Hier!
49:32Hier im Lokal!
49:34Glauben Sie, wir haben abends auch nur eine freie Minute.
49:36Wir haben so viel zu tun, dass selbst mein Junge mithelfen musste.
49:40Albert!
49:46Uns wird hier die Frage gestellt, wo wir, wir alle, vorgestern Abend um 21.30 Uhr gewesen sind.
49:53Sage es Ihnen.
49:55Na, die waren alle hier, den ganzen Abend.
49:58Um 7.30 Uhr, wenn es hier mit dem Essen losgeht, bis so gegen 11.00 Uhr.
50:02Na, da haben wir kaum Zeit zum Schnaufen.
50:04Reicht es Ihnen?
50:06Und Ihre Tochter, die Krankenschwester?
50:09Habe ich Ihnen nicht gesagt, wo sie war.
50:10Im Dienst, im Krankenhaus.
50:13Zufrieden?
50:14Ja, gut, gut.
50:17Jetzt möchte ich mir mit Ihrer Tochter Isolde sprechen.
50:19Habe ich Sie nicht gebeten, das Kind in Ruhe zu lassen?
50:22Holt Sie runter, Harry.
50:28Sie bleiben hier.
50:40Halt Sie nicht.
50:43Halt Sie nicht.
51:33Es tut mir leid, dass ich sie stören muss, aber
51:36ich muss sie bitten, mit nach unten zu kommen.
51:52Vielleicht ziehen sie sich was an.
52:11Gerlinde, man will wissen von dir, wo du vorgestern Abend gewesen bist.
52:15Genau um 21.30 Uhr.
52:17Da wurde nämlich der Student erschossen, der Isi unterrichtet hat.
52:21Ich habe ihm schon gesagt, wo du warst, aber sage es ihm selber.
52:32Warum wird diese Frage gestellt?
52:36Weil man einen von uns für den Mörder hält.
52:39Ich kann es sein, dein Bruder hier oder deine Mutter.
52:45Und jetzt holen sie die Kleine noch herunter.
52:51Warum denn das?
52:53Warum wird sie heruntergeholt?
52:57Und in diesem Aufzug?
53:02Was will man von dir?
53:08Was haben sie vor mit dem Kind?
53:11Warum wird sie nicht in Ruhe gelassen?
53:20Und warum kommst du so?
53:24Haben sie...
53:26...dir nicht mal Zeit gelassen, dich anzuziehen?
53:32Geh wieder rauf.
53:34Sie bleibt.
53:39Was wollen sie von diesem Kind denn hören?
53:42Ich erlaube ihnen nicht, sie in Aufregung zu versetzen, weil sie sie nicht erträgt.
53:48Sie ist kein...
53:49...kein gewöhnliches Kind.
53:53Nicht von ihrer Sorte.
53:56Und nicht von meiner.
54:02Komm, ich bring dich jetzt wieder rauf.
54:06Okay.
54:27Na?
54:28Haben Sie jetzt was gelernt?
54:31Und ob?
54:33Ja, sie ist eingetragen zum Spätdienst, vorgestern.
54:37Vorgestern?
54:39Vorgestern Abend hat sie früher Schluss gemacht, so gegen neun.
54:42Ich hab's nicht eingetragen, weil sie mich drum gebeten hat.
54:45Ich hab dann ihre Arbeit mitgemacht, das machen wir ab und zu mal.
54:49Aber sie wurde abgeholt.
54:51Von wem wurde sie abgeholt?
54:53Moment, Moment, das war ein Mann, ja?
54:55Ja, ja.
54:56Ungefähr seine Größe?
54:57Ja.
54:57Haare so in die Stirn gekämmt, Brille, ja?
54:59Ja, trug ne Brille.
55:01Aha.
55:03Wo ist der Spind?
55:05Äh, der ist hier vorne.
55:09Das ist er.
55:10Aha.
55:11Ist abgeschlossen.
55:13Ja, dann...
55:13Ja, wir schließen immer ab.
55:14Leider kommt ab und zu was weg.
55:16Ja, wir müssen ihn aufmachen.
55:18Da müssen wir einen Hausmeister holen.
55:19Der hat einen Nachschlüssel.
55:20Das ist er.
55:49Ja, was wollen Sie denn noch?
55:52Doch, begreifen Sie denn nicht, um was es hier geht, habe ich Ihnen das nicht klargemacht.
55:59Eine Jahrhundertbegabung, die nicht in der Gosse enden darf.
56:05Das rechtfertigt Handlungen, zu denen Sie keinen Zugang haben.
56:12Da war ich mit der ganzen Familie einig.
56:15Nur der Vater hat nichts davon gewusst, ein Trottel, der auch bleiben sollte.
56:21Ja, die Schwester war es.
56:25Ich muss Sie bitten, mit ins Präsidium zu kommen.
56:29Du brauchst deine Ruhe.
56:33Deine innere Ruhe.
56:37So wie jeder Mensch sie braucht.
56:41Der eine mehr, der andere weniger.
56:46Du brauchst mehr davon.
56:50Viel mehr.
56:59Ich komme.
57:08Die Ruhe.
57:09Da war ich.
57:14Ich kann nicht nur, dass sie genauso gutят.
57:14Aber nicht nur, dass sie nicht so guter sind, weil sie nicht so gutt.
57:15Und da war ich mit der Natur, wenn sie nicht so gutt.
57:17Und da bin ich mit der Vorher.
57:21Und in der Vorher wieder.
57:25Ich kann mich aus der Vorher die Vorher beherrscht.
57:26Und da war ich mit der Vorher.
57:33Darf ich noch einmal?
57:35Bitte.
57:55Werden Sie mir jetzt Handschellen anlegen?
57:59Nein.
58:01Nein.
58:31Nein.
59:01Nein.
59:01Nein.
59:14Nein.
59:15Nein.
59:16Nein.
59:17Nein.
59:19Nein.
59:19Nein.
59:21Nein.
59:21Nein.
59:22Nein.
59:22Nein.
59:25Nein.
59:26Nein.
59:26Nein.
59:26Nein.
59:26Nein.
59:27Nein.
59:27Nein.
59:27Nein.
59:27Nein.
59:27Nein.
Kommentare